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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Geometrische Sätze begründen

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5554117
Die Geraden \(g\) und \(h\) schneiden sich in \(S\). Welche Beziehung gilt zwischen den markierten Winkeln \(\alpha\) und \(\beta\), und wie heißt der zugehörige Winkelsatz?
Abbildung zur Aufgabe 555411

Denkanstöße

- Betrachte die Lage der beiden Winkel am Schnittpunkt. - Haben die Winkel einen gemeinsamen Schenkel oder liegen sie sich gegenüber? - Welcher Winkelsatz beschreibt genau diese Lage?

Lösung

1. Die Winkel \(\alpha\) und \(\beta\) liegen sich am Schnittpunkt zweier Geraden gegenüber. 2. Sie sind daher Scheitelwinkel. 3. Scheitelwinkel sind gleich groß, also gilt \(\alpha=\beta\).

Antwort

\(\alpha=\beta\). Es sind Scheitelwinkel; nach dem Scheitelwinkelsatz sind sie gleich groß.
5554127
In der Abbildung liegen \(\alpha\) und \(\beta\) nebeneinander an einer Geraden. Welche Gleichung verbindet die beiden Winkel, und wie heißt diese Winkelbeziehung?
Abbildung zur Aufgabe 555412

Denkanstöße

- Welche Gesamtfigur bilden die beiden äußeren Schenkel? - Wie groß ist ein gestreckter Winkel? - Welcher Fachbegriff bezeichnet zwei solche benachbarten Winkel?

Lösung

1. Die nicht gemeinsamen Schenkel von \(\alpha\) und \(\beta\) bilden zusammen eine Gerade. 2. Deshalb bilden die beiden Winkel einen gestreckten Winkel mit \(180^\circ\). 3. Es gilt \(\alpha+\beta=180^\circ\); die Winkel sind Nebenwinkel.

Antwort

\(\alpha+\beta=180^\circ\). \(\alpha\) und \(\beta\) sind Nebenwinkel.
5554137
Durch den Eckpunkt \(C\) des Dreiecks ist die Gerade \(g\) parallel zu \(AB\) gezeichnet. Welche Winkelbeziehung begründet unmittelbar \(\alpha=\alpha'\)?
Abbildung zur Aufgabe 555413

Denkanstöße

- Welche Gerade schneidet hier die beiden parallelen Geraden? - Vergleiche die Lage der beiden markierten Winkel an dieser Transversalen. - Welcher der Winkelbegriffe Stufenwinkel, Wechselwinkel oder Nebenwinkel passt dazu?

Lösung

1. Die Gerade \(AC\) schneidet die parallelen Geraden \(AB\) und \(g\). 2. Die markierten Winkel \(\alpha\) und \(\alpha'\) liegen dabei als Wechselwinkel. 3. Wechselwinkel an parallelen Geraden sind gleich groß. Daher gilt \(\alpha=\alpha'\).

Antwort

\(\alpha\) und \(\alpha'\) sind Wechselwinkel an \(AB\parallel g\). Deshalb gilt \(\alpha=\alpha'\).
5554147
In der nicht maßstabsgetreuen Skizze schneidet eine Transversale die Geraden \(g\) und \(h\). Es ist gegeben, dass die markierten Stufenwinkel \(\alpha\) und \(\beta\) gleich groß sind. Welche Schlussfolgerung ist damit gerechtfertigt, und welchen Satz verwendest du?
Abbildung zur Aufgabe 555414

Denkanstöße

- Hier ist die Gleichheit der beiden Winkel eine Voraussetzung, nicht etwas, das aus der Skizze abgelesen werden soll. - Welche Beziehung zwischen zwei Geraden folgt aus gleichen Stufenwinkeln? - Achte darauf, dass die Umkehrung des Winkelsatzes gefragt ist.

Lösung

1. Die Winkel \(\alpha\) und \(\beta\) sind Stufenwinkel an derselben Transversalen. 2. Gegeben ist \(\alpha=\beta\). 3. Nach der Umkehrung des Stufenwinkelsatzes müssen die beiden geschnittenen Geraden parallel sein.

Antwort

\(g\parallel h\). Begründung: Sind Stufenwinkel gleich groß, so sind nach der Umkehrung des Stufenwinkelsatzes die geschnittenen Geraden parallel.
5554157
In drei Skizzen wurde durch den Eckpunkt \(C\) eines Dreiecks jeweils eine Hilfsgerade gezeichnet. Welche Skizze zeigt die Hilfsgerade, die sich für den üblichen Beweis der Innenwinkelsumme im Dreieck eignet? Begründe, welche Winkelbeziehungen dadurch entstehen.
Abbildung zur Aufgabe 555415

Denkanstöße

- Welche besondere Lage muss die Hilfsgerade zur gegenüberliegenden Dreiecksseite haben? - Mit welcher Lage entstehen an den Dreiecksseiten Wechselwinkel? - Was sollen die drei Winkel anschließend an \(C\) gemeinsam bilden?

Lösung

1. Für den Standardbeweis wird durch \(C\) eine Gerade parallel zur Seite \(AB\) gezeichnet. 2. Nur in Skizze a) ist die Hilfsgerade parallel zu \(AB\). 3. Dadurch lassen sich die Winkel bei \(A\) und \(B\) als Wechselwinkel an die Gerade durch \(C\) übertragen. 4. Zusammen mit dem Winkel bei \(C\) bilden diese drei Winkel dort einen gestreckten Winkel. Das liefert die Innenwinkelsumme \(180^\circ\).

Antwort

Skizze a). Die Hilfsgerade ist parallel zu \(AB\); dadurch entstehen passende Wechselwinkel, und die drei Dreieckswinkel bilden an \(C\) zusammen einen gestreckten Winkel.
5554167
In einem Beweis über das Viereck \(ABCD\) wurde bereits gezeigt: \(AB\parallel CD\) und \(BC\parallel AD\). Welche Klassifikation darf als nächster Schritt unmittelbar gefolgert werden? Erkläre auch, welche stärkeren Klassifikationen daraus noch nicht folgen.

Denkanstöße

- Welche Vierecksklasse ist allein durch zwei Paare paralleler Gegenseiten charakterisiert? - Welche zusätzlichen Eigenschaften hätte zum Beispiel ein Rechteck oder eine Raute? - Ziehe nur das, was aus den beiden Parallelitätsaussagen sicher folgt.

Lösung

1. Ein Viereck mit zwei Paaren paralleler gegenüberliegender Seiten ist ein Parallelogramm. 2. Daher darf unmittelbar gefolgert werden, dass \(ABCD\) ein Parallelogramm ist. 3. Für Rechteck, Raute oder Quadrat wären zusätzliche Aussagen über Winkel beziehungsweise Seitenlängen nötig. Diese liegen nicht vor.

Antwort

\(ABCD\) ist ein Parallelogramm. Rechteck, Raute oder Quadrat folgen daraus noch nicht, weil dafür weitere Winkel- oder Längeneigenschaften nachgewiesen werden müssten.
4315097
Überprüfe mathematisch, ob die beiden Geraden \(g\) und \(h\) parallel sein müssen. Begründe deine Entscheidung mithilfe der eingezeichneten Winkel. Die Skizze ist nicht maßstabsgetreu.
Abbildung zur Aufgabe 431509

Denkanstöße

- Welcher Nebenwinkel gehört zum eingezeichneten \(120^\circ\)-Winkel? - In welcher Lage steht dieser Winkel zum eingezeichneten Winkel an \(h\)? - Welche Umkehrung eines Winkelsatzes erlaubt daraus eine Aussage über Parallelität?

Lösung

1. Der Nebenwinkel zum eingezeichneten \(120^\circ\)-Winkel an \(g\) ist \(180^\circ - 120^\circ = 60^\circ\). 2. Dieser Winkel und der eingezeichnete \(60^\circ\)-Winkel an \(h\) sind Wechselwinkel. 3. Da diese Wechselwinkel gleich groß sind, folgt nach der Umkehrung des Wechselwinkelsatzes \(g \parallel h\).

Antwort

Ja. Der Nebenwinkel zu \(120^\circ\) ist \(60^\circ\). Er ist zum eingezeichneten \(60^\circ\)-Winkel ein Wechselwinkel; aus der Gleichheit folgt \(g \parallel h\).
4330087
Die Geraden \(a\) und \(b\) verlaufen parallel. Eine dritte Gerade \(c\) schneidet beide. Die Größe des markierten Winkels \(\alpha\) ist in der Abbildung angegeben. Bestimme die Größe der Winkel \(\beta\) und \(\delta\). Begründe deine Ergebnisse kurz mit den passenden Fachbegriffen für die Winkelbeziehungen.
Abbildung zur Aufgabe 433008

Denkanstöße

- Welche Summe haben zwei Winkel, die an einer Geraden direkt nebeneinanderliegen? - Welche Lage haben \(\alpha\) und \(\delta\) an den parallelen Geraden und der Transversalen \(c\)? - Welche Winkelbeziehungen an Parallelen liefern gleiche Winkelgrößen?

Lösung

1. Da \(\alpha\) und \(\beta\) Nebenwinkel sind, ergänzen sie sich zu einem gestreckten Winkel von \(180^\circ\). Es gilt \(\beta = 180^\circ - 132^\circ = 48^\circ\). 2. Da \(a \parallel b\), ist \(\delta\) ein Wechselwinkel zu \(\alpha\). Wechselwinkel an Parallelen sind gleich groß, also gilt \(\delta = \alpha = 132^\circ\).

Antwort

\(\beta = 48^\circ\) (Nebenwinkel zu \(\alpha\)) \(\delta = 132^\circ\) (Wechselwinkel zu \(\alpha\))
4330707
Untersuche die Abbildung und entscheide, ob die Geraden \(g\) und \(h\) parallel zueinander verlaufen. Begründe deine Antwort mithilfe der markierten Winkel \(\alpha\) und \(\beta\).
Abbildung zur Aufgabe 433070

Denkanstöße

- Schau dir die Lage der beiden markierten Winkel an. Wie nennt man solche Winkelpaare? - Erinnere dich an die Bedingungen für die Parallelität von Geraden bei Stufenwinkeln. - Sind die beiden Winkel gleich groß?

Lösung

1. Identifikation der Winkelart: Die Winkel \(\alpha = 74^\circ\) und \(\beta = 74^\circ\) befinden sich an den beiden Schnittpunkten in der gleichen relativen Lage. Es handelt sich um Stufenwinkel. 2. Anwendung des Stufenwinkelsatzes: Geraden sind genau dann parallel, wenn die Stufenwinkel an einer schneidenden Geraden gleich groß sind. 3. Vergleich der Werte: Da \(\alpha = \beta = 74^\circ\) gilt, ist die Bedingung für Parallelität erfüllt. Ergebnis: \(g \parallel h\).

Antwort

Ja, die Geraden \(g\) und \(h\) sind parallel (\(g \parallel h\)), da die Stufenwinkel \(\alpha\) und \(\beta\) mit jeweils \(74^\circ\) gleich groß sind.
4330717
Betrachte die Geraden \(g\) und \(h\), die von der Geraden \(s\) geschnitten werden. Gilt hier \(g \parallel h\)? Begründe deine Entscheidung mathematisch.
Abbildung zur Aufgabe 433071

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen den Winkeln \(\alpha\) und \(\beta\)? - Was müsste für diese Winkel gelten, damit die Geraden parallel sind? - Vergleiche die gegebenen Werte sorgfältig.

Lösung

1. Bestimmung der Winkelbeziehung: Die Winkel \(\alpha = 55^\circ\) und \(\beta = 51^\circ\) liegen an den Kreuzungspunkten in derselben Position. Es handelt sich um Stufenwinkel. 2. Prüfung der Parallelitätsbedingung: Damit \(g\) und \(h\) parallel sind, müssten die Stufenwinkel exakt gleich groß sein (\(\alpha = \beta\)). 3. Vergleich: Es gilt \(55^\circ \neq 51^\circ\). Somit sind die Geraden nicht parallel.

Antwort

Nein, \(g\) und \(h\) sind nicht parallel, da die Stufenwinkel \(\alpha = 55^\circ\) und \(\beta = 51^\circ\) nicht gleich groß sind.
4330877
Eine Gerade \(g\) und die Strahlen \(e\) und \(f\) treffen sich in \(B\). Die beiden rot markierten Winkel sind gleich groß. Begründe mathematisch, warum auch die mit \(\alpha\) und \(\beta\) bezeichneten übrigen Winkel gleich groß sind.
Abbildung zur Aufgabe 433087

Denkanstöße

- Welche Summe bilden zwei Nebenwinkel? - Bezeichne die beiden rot markierten gleichen Winkel mit derselben Variablen. - Wie lassen sich \(\alpha\) und \(\beta\) dann jeweils ausdrücken?

Lösung

1. Bezeichne die beiden gleich großen gegebenen Winkel mit \(x\). 2. \(\alpha\) und \(\beta\) sind jeweils Nebenwinkel zu einem dieser beiden Winkel. Daher gilt \(\alpha = 180^\circ-x\) und \(\beta = 180^\circ-x\). 3. Somit ist \(\alpha=\beta\).

Antwort

Beide gesuchten Winkel sind Nebenwinkel zu gleich großen Winkeln. Daher gilt \(\alpha=180^\circ-x\) und \(\beta=180^\circ-x\), also \(\alpha=\beta\).
4366449
Im Dreieck \(ABC\) ist \(K\) der Mittelpunkt der Seite \(AB\). Der Punkt \(P\) liegt auf der Seite \(BC\), ist aber nicht deren Mittelpunkt. Kann die Strecke \(KP\) parallel zur Seite \(AC\) verlaufen? Begründe mit einem Strahlensatz.
Abbildung zur Aufgabe 436644

Denkanstöße

- Welches Teilverhältnis erzeugt der Mittelpunkt \(K\) auf der Seite \(AB\)? - Welche Beziehung zwischen den Teilverhältnissen auf \(AB\) und \(BC\) wäre notwendig, wenn \(KP\) parallel zu \(AC\) wäre? - Vergleiche diese notwendige Bedingung mit der Angabe über \(P\).

Lösung

1. Weil \(K\) der Mittelpunkt von \(AB\) ist, gilt \(AK:KB = 1:1\). 2. Wäre \(KP \parallel AC\), dann müssten nach dem ersten Strahlensatz die entsprechenden Teilverhältnisse auf den beiden Strahlen durch \(B\) übereinstimmen. 3. Dann müsste also auch \(BP:PC = 1:1\) gelten, und \(P\) wäre der Mittelpunkt von \(BC\). 4. Das widerspricht der Angabe, dass \(P\) nicht der Mittelpunkt von \(BC\) ist. Daher kann \(KP\) nicht parallel zu \(AC\) sein.

Antwort

Nein. Aus \(KP \parallel AC\) würde nach dem ersten Strahlensatz \(AK:KB = BP:PC\) folgen. Wegen \(AK:KB = 1:1\) müsste \(P\) dann der Mittelpunkt von \(BC\) sein, im Widerspruch zur Angabe.
4366717
Gegeben ist ein Parallelogramm \(ABCD\). Auf den gegenüberliegenden Seiten \(AB\) und \(CD\) liegen die Punkte \(M\) und \(N\). Nutze die Streckenmarkierungen und zeige, dass \(MBND\) ebenfalls ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436671

Denkanstöße

- Welche Längen- und Parallelitätseigenschaften besitzt das Ausgangsparallelogramm? - Welche Gleichheit zeigen die Tickmarkierungen? - Wie kannst du daraus \(MB\) und \(DN\) vergleichen?

Lösung

1. Im Parallelogramm gilt \(AB=CD\). Aus den Markierungen folgt \(AM=CN\). 2. Daher ist \(MB=AB-AM=CD-CN=DN\). 3. Wegen \(AB \parallel CD\) sind auch \(MB\) und \(DN\) parallel. 4. Ein Viereck mit einem Paar gegenüberliegender Seiten, die gleich lang und parallel sind, ist ein Parallelogramm. Also ist \(MBND\) ein Parallelogramm.

Antwort

\(MBND\) ist ein Parallelogramm, weil \(MB=DN\) und \(MB \parallel DN\) gilt.
4366807
Das Viereck \(ABCD\) wird durch die Diagonale \(AC\) in zwei Dreiecke unterteilt. In der Zeichnung sind zwei Paare von Winkeln markiert. Winkel mit der gleichen Anzahl von Bogenmarkierungen sind jeweils gleich groß. Begründe, warum es sich bei \(ABCD\) um ein Parallelogramm handelt.
Abbildung zur Aufgabe 436680

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen Winkeln, die an einer Diagonale in dieser Weise liegen? - Erinnere dich an die Sätze über Winkel an geschnittenen Parallelen. - Was muss für die Seiten eines Vierecks gelten, damit es ein Parallelogramm ist?

Lösung

1. Aus \(\angle BAC = \angle ACD\) (blau) folgt nach der Umkehrung des Wechselwinkelsatzes \(AB \parallel CD\). 2. Aus \(\angle CAD = \angle ACB\) (rot) folgt entsprechend \(AD \parallel BC\). 3. Ein Viereck, bei dem die gegenüberliegenden Seiten jeweils parallel sind, ist nach Definition ein Parallelogramm.

Antwort

Da die markierten Wechselwinkel jeweils gleich groß sind, sind die gegenüberliegenden Seiten \(AB \parallel CD\) und \(AD \parallel BC\). Somit ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4366907
Im Viereck \(ABCD\) schneiden sich die Diagonalen im Punkt \(M\). Die Markierungen zeigen an, welche Teilstrecken gleich lang sind. Begründe, warum \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436690

Denkanstöße

- Achte auf die Anzahl der Striche an den Teilstrecken der Diagonalen. - Welchen besonderen Punkt stellt \(M\) für beide Diagonalen dar?

Lösung

1. Die Markierungen zeigen \(AM = MC\) und \(BM = MD\). 2. Dies bedeutet, dass sich die Diagonalen gegenseitig halbieren. 3. Nach dem entsprechenden mathematischen Satz ist ein Viereck, dessen Diagonalen sich halbieren, ein Parallelogramm.

Antwort

Die Diagonalen halbieren sich gegenseitig im Punkt \(M\), da \(AM=MC\) und \(BM=MD\) gilt. Dies ist ein hinreichendes Kriterium für ein Parallelogramm.
4366947
Die Diagonale \(AC\) teilt das Viereck \(ABCD\) in zwei kongruente Dreiecke \(\triangle ABC\) und \(\triangle CDA\). Warum muss \(ABCD\) ein Parallelogramm sein?
Abbildung zur Aufgabe 436694

Denkanstöße

- Welche Seitenlängen im Viereck müssen aufgrund der Kongruenz der Dreiecke gleich sein? - Wie lautet ein bekanntes Kriterium für Parallelogramme bezüglich der Seitenlängen?

Lösung

1. Aus der Kongruenz \(\triangle ABC \cong \triangle CDA\) folgt, dass die entsprechenden Seiten gleich lang sind: \(AB = CD\) und \(BC = DA\). 2. Ein Viereck, in dem die gegenüberliegenden Seiten jeweils gleich lang sind, ist ein Parallelogramm.

Antwort

Durch die Kongruenz der Dreiecke sind die gegenüberliegenden Seiten des Vierecks paarweise gleich lang. Dies ist ein hinreichendes Kriterium für ein Parallelogramm.
4367997
Im nicht maßstabsgetreuen Viereck \(ABCD\) sind die beiden Winkel an der Seite \(AD\) markiert. Beweise mithilfe dieser Winkel, dass \(AB \parallel CD\) gilt.
Abbildung zur Aufgabe 436799

Denkanstöße

- In welcher Lage stehen die beiden markierten Winkel zur Seite \(AD\)? - Welche Summe haben ihre angegebenen Größen? - Welche Umkehrung eines Winkelsatzes liefert daraus Parallelität?

Lösung

1. Die markierten Winkel \(\angle DAB\) und \(\angle ADC\) sind einseitige Innenwinkel an der Transversalen \(AD\). 2. Ihre Summe beträgt \(115^\circ + 65^\circ = 180^\circ\). 3. Nach der Umkehrung des Satzes über einseitige Innenwinkel folgt \(AB \parallel CD\).

Antwort

\(AB \parallel CD\), weil die einseitigen Innenwinkel \(115^\circ\) und \(65^\circ\) zusammen \(180^\circ\) ergeben.
4368207
Gegeben ist ein Parallelogramm \(NBFD\). Auf den Seiten \(ND\) und \(BF\) liegen die Punkte \(A\) und \(C\) so, dass die Strecke \(AB\) parallel zur Strecke \(CD\) verläuft. Zeige, dass das Viereck \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436820

Denkanstöße

- Was ist die grundlegende Definition eines Parallelogramms? - Welche Paare von Seiten sind hier offensichtlich parallel?

Lösung

1. Da \(NBFD\) ein Parallelogramm ist, liegen die Seiten \(ND\) und \(BF\) auf parallelen Geraden. Also gilt \(AD \parallel BC\). 2. In der Aufgabenstellung ist gegeben, dass \(AB \parallel CD\) gilt. 3. Ein Viereck, bei dem beide Paare gegenüberliegender Seiten parallel zueinander sind, ist nach Definition ein Parallelogramm. 4. Somit ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.

Antwort

Da \(NBFD\) ein Parallelogramm ist, gilt \(ND \parallel BF\), woraus \(AD \parallel BC\) folgt. Da zusätzlich \(AB \parallel CD\) gegeben ist, sind beide Paare gegenüberliegender Seiten parallel. Somit ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4371497
Zwei Holzstäbe sind jeweils genau in ihrer Mitte gelenkig miteinander verbunden. Man verbindet die vier Endpunkte der Stäbe mit einer straff gespannten Schnur, sodass ein Viereck entsteht. a) **Begründe mit einem geometrischen Satz**, warum das Viereck ein Parallelogramm sein muss. Nenne den Satz ausdrücklich. b) Eine Seite zwischen zwei benachbarten Endpunkten ist \(14\,\text{cm}\) lang. Wie lang ist die gegenüberliegende Seite? Begründe mit einer Parallelogrammeigenschaft.
Abbildung zur Aufgabe 437149

Denkanstöße

- Welche Strecken des Vierecks werden von den beiden Stäben dargestellt? - Die Verbindung liegt jeweils genau in der Mitte beider Stäbe. Welches Parallelogrammkriterium beschreibt genau diese Situation? - Erst nach der Begründung von a) darfst du die Seitenlängeneigenschaft des Parallelogramms verwenden.

Lösung

1. Die beiden Holzstäbe sind die Diagonalen des Vierecks. 2. Weil sie genau in ihren Mittelpunkten verbunden sind, halbieren sich die Diagonalen gegenseitig. 3. Kehrsatz zur Diagonaleneigenschaft des Parallelogramms: Halbieren sich die Diagonalen eines Vierecks gegenseitig, so ist das Viereck ein Parallelogramm. 4. In einem Parallelogramm sind gegenüberliegende Seiten gleich lang. 5. Daher ist die gegenüberliegende Seite ebenfalls \(14\,\text{cm}\) lang.

Antwort

a) Die Stäbe sind die Diagonalen und halbieren sich gegenseitig. Nach dem Kehrsatz „Halbieren sich die Diagonalen eines Vierecks gegenseitig, so ist es ein Parallelogramm“ ist das Viereck ein Parallelogramm. b) \(14\,\text{cm}\), weil gegenüberliegende Seiten eines Parallelogramms gleich lang sind.
5530277
Ergänze die Aussage so, dass sie als Umkehrung des Wechselwinkelsatzes korrekt ist: „Wenn zwei Winkel gleich groß sind, dann sind die beiden Geraden parallel.“ Welche zusätzliche Lagebedingung an die Winkel ist notwendig?

Denkanstöße

- Ein Winkelsatz enthält nicht nur eine Größenbeziehung, sondern auch eine bestimmte Lage der Winkel. - Welche drei Geraden gehören zur typischen Wechselwinkel-Situation? - Formuliere die fehlende Bedingung so, dass sie die Position der beiden Winkel festlegt.

Lösung

1. Die bloße Gleichheit zweier beliebiger Winkel reicht nicht aus, um Parallelität zu folgern. 2. Für die Umkehrung des Wechselwinkelsatzes müssen die beiden gleich großen Winkel als Wechselwinkel an denselben zwei Geraden und derselben Transversalen auftreten. 3. Erst unter dieser Lagebedingung folgt die Parallelität der beiden Geraden.

Antwort

Die gleich großen Winkel müssen Wechselwinkel sein, die durch dieselbe Transversale an den beiden betrachteten Geraden entstehen.
5530287
Im Bild soll die Innenwinkelsumme im Dreieck \(ABC\) bewiesen werden. Durch \(C\) wurde die Gerade \(g\) parallel zu \(AB\) gezeichnet. Benenne die beiden Winkelbeziehungen, mit denen die Winkel \(\alpha\) und \(\beta\) an die Gerade \(g\) „übertragen“ werden, und erkläre anschließend in einem Satz, warum \(\alpha+\beta+\gamma=180^\circ\) gilt.
Abbildung zur Aufgabe 553028

Denkanstöße

- Welche Rolle spielt die Parallelität \(g \parallel AB\) im Beweis? - Vergleiche die Lage von \(\alpha\) mit dem Winkel zwischen \(AC\) und \(g\); verfahre ebenso mit \(\beta\). - Welche Gesamtfigur bilden die drei Winkel anschließend am Punkt \(C\)?

Lösung

1. Wegen \(g \parallel AB\) ist der an \(C\) liegende Winkel zwischen \(AC\) und \(g\) ein Wechselwinkel zu \(\alpha\) und daher gleich groß wie \(\alpha\). 2. Entsprechend ist der an \(C\) liegende Winkel zwischen \(g\) und \(BC\) ein Wechselwinkel zu \(\beta\) und daher gleich groß wie \(\beta\). 3. Diese beiden übertragenen Winkel bilden zusammen mit \(\gamma\) an der Geraden \(g\) einen gestreckten Winkel. 4. Deshalb gilt \(\alpha+\beta+\gamma=180^\circ\).

Antwort

Beide Übertragungen beruhen auf Wechselwinkeln an den parallelen Geraden \(AB\) und \(g\). Die drei Winkel liegen anschließend nebeneinander an einem gestreckten Winkel, daher ist ihre Summe \(180^\circ\).
5554177
Die Abbildung zerlegt ein Fünfeck durch zwei Diagonalen vom Eckpunkt \(A\) aus. Erkläre, warum daraus für die Innenwinkelsumme des Fünfecks \(540^\circ\) folgt. Formuliere anschließend, welcher Teil der Argumentation sich auf ein \(n\)-Eck übertragen lässt.
Abbildung zur Aufgabe 555417

Denkanstöße

- Wie viele Dreiecke siehst du nach dem Einzeichnen der beiden Diagonalen? - Was ist über die Innenwinkelsumme jedes dieser Dreiecke bekannt? - Überlege für ein größeres Vieleck, wie sich die Zahl der entstehenden Dreiecke zur Eckenzahl verhält.

Lösung

1. Die beiden Diagonalen zerlegen das Fünfeck ohne Überlappung in drei Dreiecke. 2. Die Innenwinkel dieser drei Dreiecke setzen sich genau zu den fünf Innenwinkeln des Fünfecks zusammen. 3. Jedes Dreieck hat die Innenwinkelsumme \(180^\circ\). Daher beträgt die Innenwinkelsumme des Fünfecks \(3\cdot180^\circ=540^\circ\). 4. Bei einem \(n\)-Eck entstehen durch Diagonalen von einem Eckpunkt aus \(n-2\) Dreiecke. Deshalb ergibt sich allgemein \((n-2)\cdot180^\circ\).

Antwort

Das Fünfeck wird in drei Dreiecke zerlegt, also ist seine Innenwinkelsumme \(3\cdot180^\circ=540^\circ\). Allgemein entstehen bei dieser Zerlegung eines \(n\)-Ecks \(n-2\) Dreiecke; daher lautet die Innenwinkelsumme \((n-2)\cdot180^\circ\).
5554187
Eine Klasse möchte die Formel \((n-2)\cdot180^\circ\) für die Innenwinkelsumme eines \(n\)-Ecks begründen. Leon setzt für ein Fünfeck einfach \(n=5\) in genau diese Formel ein und erhält \(540^\circ\). Mira zerlegt dagegen ein Fünfeck durch Diagonalen von einem Eckpunkt aus in drei Dreiecke und verwendet die bereits bewiesene Dreieckswinkelsumme. Welche Argumentation kann als Teil eines Beweises der allgemeinen Formel dienen, und warum reicht Leons Rechnung dafür nicht aus?

Denkanstöße

- Welche Aussage darf in einem Beweis bereits als bekannt verwendet werden? - Vergleiche, ob eine der beiden Argumentationen die zu beweisende Formel schon voraussetzt. - Welche Idee lässt sich vom Fünfeck auf ein beliebiges \(n\)-Eck übertragen?

Lösung

1. Leons Rechnung setzt die Formel voraus, die erst begründet werden soll. Sie zeigt nur, welchen Wert die Formel für \(n=5\) liefert. 2. Damit kann Leons Rechnung weder die Formel beweisen noch einen unabhängigen Begründungsschritt liefern; als Begründung der Formel wäre sie zirkulär. 3. Miras Zerlegung verwendet dagegen die bereits bekannte Dreieckswinkelsumme und eine geometrische Zerlegung des Fünfecks. 4. Dieses Prinzip lässt sich verallgemeinern: Ein \(n\)-Eck wird von einem Eckpunkt aus in \(n-2\) Dreiecke zerlegt. Daher kann Miras Argumentation als Grundlage des Beweises dienen.

Antwort

Miras Argumentation ist ein geeigneter Beweisschritt, weil sie auf der bereits bewiesenen Dreieckswinkelsumme und einer Zerlegung beruht. Leons Rechnung setzt die zu beweisende Formel bereits voraus und ist deshalb keine unabhängige Begründung; als Beweis der Formel wäre sie zirkulär.
4120927
Jedes Viereck kann durch eine Diagonale in zwei Dreiecke zerlegt werden. a) Erkläre kurz, wie man aus dieser Zerlegung die Innenwinkelsumme eines Vierecks herleiten kann, wenn man die Winkelsumme eines Dreiecks kennt. b) In einem speziellen Viereck sind alle vier Innenwinkel genau gleich groß. Berechne die Größe eines einzelnen Winkels und nenne zwei verschiedene Vierecksarten, die diese Eigenschaft besitzen.

Denkanstöße

- Stell dir vor, du ziehst eine Linie von einer Ecke zur gegenüberliegenden Ecke. Welche Formen entstehen? - Wenn du die Gesamtsumme kennst und weißt, dass alle Teile gleich sind, welche Rechenoperation hilft dir? - Welche Figuren kennst du, die vier rechte Winkel haben?

Lösung

1. Ein Dreieck hat eine Innenwinkelsumme von \(180^\circ\). Da ein Viereck in zwei Dreiecke zerlegt werden kann, deren Winkel zusammen alle Winkel des Vierecks bilden, beträgt die Summe im Viereck \(2 \cdot 180^\circ = 360^\circ\). 2. Wenn alle vier Winkel gleich groß sind, teilt man die Gesamtsumme durch 4: \(360^\circ : 4 = 90^\circ\). 3. Vierecksarten mit vier rechten Winkeln sind das Rechteck und das Quadrat.

Antwort

a) Da ein Viereck aus zwei Dreiecken besteht (\(2 \cdot 180^\circ\)), beträgt seine Winkelsumme \(360^\circ\). b) Jeder Winkel ist \(90^\circ\) groß. Mögliche Vierecksarten sind Quadrat und Rechteck.
4121437
Ein klassischer Beweis für die Innenwinkelsumme im Dreieck nutzt eine Hilfsgerade. Dabei zeichnet man eine Gerade \(g\) durch die Spitze \(C\) des Dreiecks, die parallel zur Grundseite \(AB\) verläuft. Erkläre Schritt für Schritt, wie man mithilfe der Begriffe „Wechselwinkel“ und „gestreckter Winkel“ begründen kann, dass \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\) sein muss.

Denkanstöße

- Welche Winkelpaare entstehen, wenn eine Transversale zwei parallele Geraden schneidet? - Welche Summe haben die drei nebeneinanderliegenden Winkel an der Hilfsgeraden durch \(C\)? - Welche Hilfswinkel kannst du durch die ursprünglichen Dreieckswinkel ersetzen?

Lösung

1. Durch die Parallele \(g\) zu \(AB\) entstehen an \(C\) neben \(\gamma\) zwei Hilfswinkel \(\alpha'\) und \(\beta'\). 2. \(\alpha\) und \(\alpha'\) sind Wechselwinkel an parallelen Geraden. Daher gilt \(\alpha = \alpha'\). 3. Ebenso sind \(\beta\) und \(\beta'\) Wechselwinkel, also \(\beta = \beta'\). 4. Die Winkel \(\alpha'\), \(\gamma\) und \(\beta'\) bilden an \(g\) einen gestreckten Winkel. Daher ist \(\alpha' + \gamma + \beta' = 180^\circ\). 5. Ersetzt man \(\alpha'\) und \(\beta'\) durch die gleich großen ursprünglichen Winkel, folgt \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\).

Antwort

Die Hilfsgerade durch \(C\) erzeugt Wechselwinkel \(\alpha' = \alpha\) und \(\beta' = \beta\). Zusammen mit \(\gamma\) bilden sie einen gestreckten Winkel, daher gilt \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\).
4314397
Entscheide anhand der gegebenen Winkel in der Zeichnung, ob die beiden Geraden \(g\) und \(h\) parallel zueinander sein müssen. Begründe deine Entscheidung mithilfe mathematischer Fachbegriffe.
Abbildung zur Aufgabe 431439

Denkanstöße

- Welche Fachbegriffe für Winkelbeziehungen an zwei Geraden, die von einer dritten geschnitten werden, kennst du? - Wie liegen die beiden gegebenen Winkel im Verhältnis zueinander und zur schneidenden Geraden? - Unter welcher Bedingung bezüglich dieser Winkel sind zwei Geraden parallel?

Lösung

1. Bestimmung der Winkelbeziehung: Die beiden gegebenen Winkel \(70^\circ\) und \(110^\circ\) liegen auf derselben Seite der schneidenden Geraden und im Inneren zwischen den Geraden \(g\) und \(h\). Sie sind somit Innenwinkel auf derselben Seite der schneidenden Geraden. 2. Überprüfung der Parallelitätsbedingung: Zwei Geraden sind parallel, wenn die Summe dieser innen liegenden Winkel auf derselben Seite der schneidenden Geraden \(180^\circ\) ergibt. 3. Rechnerischer Nachweis: Da \(70^\circ + 110^\circ = 180^\circ\) gilt, ist die Bedingung erfüllt. Die Geraden \(g\) und \(h\) sind folglich parallel zueinander.

Antwort

Ja, die Geraden \(g\) und \(h\) sind parallel. **Begründung:** Die beiden gezeigten Winkel (\(70^\circ\) und \(110^\circ\)) sind Innenwinkel auf derselben Seite der schneidenden Geraden. Zwei Geraden sind genau dann parallel, wenn diese Winkel zusammen \(180^\circ\) ergeben. Da \(70^\circ + 110^\circ = 180^\circ\) gilt, sind die Geraden \(g\) und \(h\) parallel zueinander.
4314627
Ein Dreieck hat die Innenwinkel \(\alpha\), \(\beta\) und \(\gamma\). An der Ecke \(C\) ist der Außenwinkel \(\delta\) eingezeichnet. Welche der folgenden Aussagen ist für dieses Dreieck nicht korrekt? Begründe deine Entscheidung. a) \(\delta = \alpha + \beta\) b) \(\delta = 180^\circ - \gamma\) c) \(\delta + \gamma = 180^\circ\) d) \(\delta = \beta + \gamma\)
Abbildung zur Aufgabe 431462

Denkanstöße

- Welche Beziehung besteht zwischen dem Innenwinkel \(\gamma\) und dem Außenwinkel \(\delta\) an derselben Ecke? - Welche beiden nicht anliegenden Innenwinkel verbindet der Außenwinkelsatz mit \(\delta\)? - Vergleiche jede vorgeschlagene Gleichung mit diesen beiden allgemeinen Beziehungen.

Lösung

1. Nach dem Außenwinkelsatz gilt \(\delta = \alpha + \beta\). Aussage a) ist korrekt. 2. \(\gamma\) und \(\delta\) sind Nebenwinkel. Daher gilt \(\delta + \gamma = 180^\circ\) und damit auch \(\delta = 180^\circ - \gamma\). Aussagen b) und c) sind korrekt. 3. Aussage d) würde zusammen mit \(\delta = \alpha + \beta\) die zusätzliche Bedingung \(\alpha = \gamma\) verlangen. Diese gilt für ein beliebiges Dreieck nicht. Daher ist d) nicht allgemein korrekt.

Antwort

Aussage d) ist nicht korrekt. Nach dem Außenwinkelsatz gilt \(\delta = \alpha + \beta\); außerdem sind \(\gamma\) und \(\delta\) Nebenwinkel. Für \(\delta = \beta + \gamma\) müsste zusätzlich \(\alpha = \gamma\) gelten, was nicht vorausgesetzt ist.
4314717
In dem abgebildeten Dreieck \(ABC\) sind zwei Innenwinkel gegeben. Am Eckpunkt \(C\) ist der Außenwinkel \(\alpha\) markiert. Berechne \(\alpha\) auf zwei verschiedene Arten und begründe beide Rechenwege mit geometrischen Sätzen.
Abbildung zur Aufgabe 431471

Denkanstöße

- Wie kannst du zuerst den dritten Innenwinkel des Dreiecks bestimmen? - Welche Beziehung hat dieser Innenwinkel zum Außenwinkel \(\alpha\)? - Welcher Satz verbindet einen Außenwinkel direkt mit den beiden nicht anliegenden Innenwinkeln?

Lösung

1. Über die Innenwinkelsumme: Der Innenwinkel bei \(C\) ist \(180^\circ - 55^\circ - 65^\circ = 60^\circ\). Als Nebenwinkel dazu ist \(\alpha = 180^\circ - 60^\circ = 120^\circ\). 2. Über den Außenwinkelsatz: Der Außenwinkel ist die Summe der beiden nicht anliegenden Innenwinkel. Daher ist \(\alpha = 55^\circ + 65^\circ = 120^\circ\).

Antwort

Weg 1: Mit der Dreieckswinkelsumme erhält man zunächst den Innenwinkel bei \(C\) als \(60^\circ\); als Nebenwinkel dazu ist \(\alpha = 120^\circ\). Weg 2: Nach dem Außenwinkelsatz ist \(\alpha = 55^\circ + 65^\circ = 120^\circ\).
4315167
Ein bekannter geometrischer Satz besagt, dass die Innenwinkelsumme in jedem Dreieck \(180^\circ\) beträgt. In der Abbildung ist ein Dreieck \(ABC\) mit den Innenwinkeln \(\alpha\), \(\beta\) und \(\gamma\) dargestellt. Durch \(C\) verläuft die Gerade \(g\) parallel zu \(AB\). Dadurch entstehen die Winkel \(\alpha'\) und \(\beta'\). a) Erkläre mit Wechselwinkeln, warum \(\alpha' = \alpha\) und \(\beta' = \beta\) gilt. b) Begründe damit, warum \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\) sein muss.
Abbildung zur Aufgabe 431516

Denkanstöße

- Welche beiden Geraden sind parallel, und welche Dreiecksseiten schneiden sie? - Welche Winkelpaare sind dadurch Wechselwinkel? - Welche drei Winkel liegen bei \(C\) gemeinsam auf einer Geraden?

Lösung

1. Da \(g \parallel AB\), sind \(\alpha'\) und \(\alpha\) Wechselwinkel an der Transversalen \(AC\). Daher gilt \(\alpha' = \alpha\). 2. Ebenso sind \(\beta'\) und \(\beta\) Wechselwinkel an der Transversalen \(BC\). Daher gilt \(\beta' = \beta\). 3. Am Punkt \(C\) bilden \(\alpha'\), \(\gamma\) und \(\beta'\) zusammen einen gestreckten Winkel: \(\alpha' + \gamma + \beta' = 180^\circ\). 4. Durch Einsetzen von \(\alpha' = \alpha\) und \(\beta' = \beta\) folgt \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\).

Antwort

a) \(\alpha' = \alpha\) und \(\beta' = \beta\), jeweils als Wechselwinkel an \(g \parallel AB\). b) \(\alpha' + \gamma + \beta' = 180^\circ\) ist ein gestreckter Winkel. Durch Einsetzen folgt \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\).
4315367
In einem Parallelogramm \(ABCD\) gilt \(AB \parallel CD\) und \(AD \parallel BC\). Lara möchte begründen, warum die gegenüberliegenden Winkel \(\alpha\) bei \(A\) und \(\gamma\) bei \(C\) gleich groß sind. Dazu nutzt sie den Hilfswinkel \(\phi\) bei \(B\). 1. Warum gilt \(\alpha = \phi\)? 2. Warum gilt \(\phi = \gamma\)? 3. Was folgt daraus für \(\alpha\) und \(\gamma\)?
Abbildung zur Aufgabe 431536

Denkanstöße

- Welche parallelen Seiten werden durch \(AB\) geschnitten? - Welche parallelen Seiten werden durch \(BC\) geschnitten? - Was folgt, wenn zwei Winkel jeweils gleich demselben Hilfswinkel sind?

Lösung

1. \(AD \parallel BC\), und \(AB\) schneidet beide Geraden. Daher sind \(\alpha\) und \(\phi\) Stufenwinkel und gleich groß. 2. \(AB \parallel CD\), und \(BC\) schneidet beide Geraden. Daher sind \(\phi\) und \(\gamma\) Wechselwinkel und gleich groß. 3. Aus \(\alpha = \phi\) und \(\phi = \gamma\) folgt \(\alpha = \gamma\).

Antwort

1. \(\alpha=\phi\) als Stufenwinkel an \(AD \parallel BC\). 2. \(\phi=\gamma\) als Wechselwinkel an \(AB \parallel CD\). 3. Daher ist \(\alpha=\gamma\).
4329797
Betrachte die Abbildung der sich schneidenden Geraden. Corinna behauptet: „Weil \(\alpha\) und \(\beta\) Nebenwinkel sind und auch \(\alpha'\) und \(\beta\) Nebenwinkel sind, müssen \(\alpha\) und \(\alpha'\) gleich groß sein.“ Erkläre Corinnas Gedankengang Schritt für Schritt mit den Eigenschaften von Nebenwinkeln.
Abbildung zur Aufgabe 432979

Denkanstöße

- Welche Summe haben zwei Nebenwinkel? - Stelle beide Nebenwinkelgleichungen nach \(\alpha\) bzw. \(\alpha'\) um. - Was folgt, wenn beide Winkel durch denselben Ausdruck beschrieben werden?

Lösung

1. Aus \(\alpha + \beta = 180^\circ\) folgt \(\alpha = 180^\circ - \beta\). 2. Aus \(\alpha' + \beta = 180^\circ\) folgt ebenso \(\alpha' = 180^\circ - \beta\). 3. Damit gilt \(\alpha = \alpha'\). So lässt sich die Gleichheit von Scheitelwinkeln aus der Nebenwinkeleigenschaft herleiten.

Antwort

\(\alpha = 180^\circ - \beta\) und \(\alpha' = 180^\circ - \beta\). Daher gilt \(\alpha = \alpha'\).
4366347
In einem Dreieck \(ABC\) liegt die Seite \(AB\) auf einer Geraden. Die Außenwinkel an den Ecken \(A\) und \(B\) werden mit \(\angle 1\) und \(\angle 4\) bezeichnet. Beweise: Wenn \(\angle 1 = \angle 4\) gilt, dann ist das Dreieck \(ABC\) gleichschenklig.
Abbildung zur Aufgabe 436634

Denkanstöße

- Überlege dir, wie die Innenwinkel mit den markierten Außenwinkeln zusammenhängen. - Was muss für die Innenwinkel gelten, damit ein Dreieck gleichschenklig ist? - Kannst du zeigen, dass die Innenwinkel an der Basis gleich groß sein müssen?

Lösung

1. Ein Innenwinkel und sein zugehöriger Außenwinkel sind Nebenwinkel und ergeben zusammen \(180^\circ\). 2. Es gilt also: \(\alpha + \angle 1 = 180^\circ\) und \(\beta + \angle 4 = 180^\circ\). 3. Da \(\angle 1 = \angle 4\) gegeben ist, folgt durch Subtraktion: \(180^\circ - \angle 1 = 180^\circ - \angle 4\). 4. Somit ist \(\alpha = \beta\). 5. Ein Dreieck mit zwei gleich großen Innenwinkeln ist nach der Umkehrung des Basiswinkelsatzes gleichschenklig.

Antwort

Da die Außenwinkel gleich sind, müssen auch die zugehörigen Innenwinkel \(\alpha\) und \(\beta\) gleich groß sein (\(180^\circ - \text{Außenwinkel}\)). Nach der Umkehrung des Basiswinkelsatzes ist das Dreieck gleichschenklig.
4366417
In der Figur schneiden sich die Strecken \(AC\) und \(BD\) im Punkt \(K\). Nutze die Streckenmarkierungen und beweise mithilfe des Kongruenzsatzes SWS, dass die Gerade durch \(A\) und \(B\) parallel zur Geraden durch \(C\) und \(D\) verläuft.
Abbildung zur Aufgabe 436641

Denkanstöße

- Welche beiden Streckenpaare sind in der Zeichnung gleich markiert? - Welche Winkelgleichheit entsteht automatisch am Schnittpunkt \(K\)? - Welche entsprechenden Winkel erhältst du nach dem geforderten SWS-Nachweis?

Lösung

1. Aus den Markierungen folgt \(AK=KC\) und \(BK=KD\). 2. Die Winkel \(\angle AKB\) und \(\angle CKD\) sind Scheitelwinkel und daher gleich groß. 3. Damit sind die Dreiecke \(AKB\) und \(CKD\) nach SWS kongruent. 4. Folglich gilt für entsprechende Winkel \(\angle KAB=\angle KCD\). 5. Diese Winkel sind Wechselwinkel an der Schneidenden \(AC\). Deshalb gilt \(AB\parallel CD\).

Antwort

Aus den Markierungen und den Scheitelwinkeln folgt \(\triangle AKB\cong\triangle CKD\) nach SWS. Daher sind die Wechselwinkel \(\angle KAB\) und \(\angle KCD\) gleich, also gilt \(AB\parallel CD\).
4366727
In einem Parallelogramm \(ABCD\) schneiden sich die Diagonalen im Punkt \(S\). Auf der Diagonale \(BD\) liegt \(P\) zwischen \(B\) und \(S\), \(Q\) liegt zwischen \(S\) und \(D\). Es gilt \(BP = DQ\). Begründe, warum das Viereck \(APCQ\) ein Parallelogramm sein muss.
Abbildung zur Aufgabe 436672

Denkanstöße

- Was weißt du über den Schnittpunkt der Diagonalen in einem Parallelogramm? - Betrachte das Viereck \(APCQ\) und seine Diagonalen. - Wenn du zeigen kannst, dass sich die Diagonalen eines Vierecks gegenseitig halbieren, was folgt daraus für die Form des Vierecks? - Nutze die Symmetrie des Punktes \(S\) bezüglich der ursprünglichen Diagonalen.

Lösung

1. In einem Parallelogramm halbieren sich die Diagonalen gegenseitig. Daher ist \(S\) der Mittelpunkt von \(AC\) und \(BD\), es gilt also \(AS = SC\) und \(BS = SD\). 2. Für die Punkte \(P\) und \(Q\) auf der Diagonale \(BD\) gilt: \(SP = BS - BP\) und \(SQ = SD - DQ\). 3. Da \(BS = SD\) und nach Voraussetzung \(BP = DQ\) ist, folgt \(SP = SQ\). Somit ist \(S\) auch der Mittelpunkt der Strecke \(PQ\). 4. Im Viereck \(APCQ\) halbieren sich die Diagonalen \(AC\) und \(PQ\) im gemeinsamen Punkt \(S\). 5. Ein Viereck, dessen Diagonalen sich gegenseitig halbieren, ist ein Parallelogramm.

Antwort

Das Viereck \(APCQ\) ist ein Parallelogramm, da sich seine Diagonalen \(AC\) und \(PQ\) im Punkt \(S\) gegenseitig halbieren. Dies ergibt sich daraus, dass \(S\) der Mittelpunkt von \(AC\) ist und durch die Bedingung \(BP = DQ\) auch zum Mittelpunkt von \(PQ\) wird.
4366827
Im abgebildeten Viereck \(ABCD\) sind eine Seitenlängengleichheit und eine Winkelgleichheit markiert. Zeige, dass \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436682

Denkanstöße

- Welche Winkelgleichheit zeigen die Bogenmarkierungen? - Was folgt daraus mit der Umkehrung des Wechselwinkelsatzes? - Welche zusätzliche Information liefern die Tickmarkierungen?

Lösung

1. Aus den Winkelmarkierungen folgt \(\angle BAC = \angle ACD\). Nach der Umkehrung des Wechselwinkelsatzes ist deshalb \(AB \parallel CD\). 2. Die Tickmarkierungen zeigen zusätzlich \(AB=CD\). 3. Ein Viereck mit einem Paar gegenüberliegender Seiten, das gleichzeitig parallel und gleich lang ist, ist ein Parallelogramm.

Antwort

Aus den gleichen Wechselwinkeln folgt \(AB \parallel CD\); aus den Tickmarkierungen folgt \(AB=CD\). Daher ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4366837
Im Viereck \(ABCD\) sind die Seiten \(BC\) und \(AD\) gleich lang. Die Punkte \(M\) und \(K\) liegen so auf den Seiten \(BC\) bzw. \(AD\), dass die Dreiecke \(ABM\) und \(CDK\) kongruent sind. Begründe, dass \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436683

Denkanstöße

- Was bedeutet die Kongruenz der beiden kleinen Dreiecke für die Seiten und Winkel des großen Vierecks? - Welche Kriterien für ein Parallelogramm kennst du?

Lösung

1. Aus der Kongruenz \(\triangle ABM \cong \triangle CDK\) folgt \(AB = CD\) und \(\angle B = \angle D\). 2. Da zudem \(BC = AD\) gegeben ist, sind alle gegenüberliegenden Seiten gleich lang. 3. Ein Viereck mit jeweils zwei gleich langen gegenüberliegenden Seiten ist ein Parallelogramm.

Antwort

Durch die Kongruenz der Dreiecke ist \(AB = CD\). Da auch \(BC = AD\) gilt, sind die gegenüberliegenden Seiten jeweils gleich lang, was \(ABCD\) zu einem Parallelogramm macht.
4366857
Im Viereck \(PQRS\) schneiden sich die Diagonalen in \(M\). Die Dreiecke \(PQM\) und \(RSM\) sind kongruent. Zeige, dass \(PQRS\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436685

Denkanstöße

- Was sagt die Kongruenz über die Teilstrecken der Diagonalen aus? - Erinnere dich an die Eigenschaft der Diagonalen in einem Parallelogramm.

Lösung

1. Aus der Kongruenz \(\triangle PQM \cong \triangle RSM\) folgt, dass die entsprechenden Seiten gleich lang sind: \(PM = RM\) und \(QM = SM\). 2. Das bedeutet, dass sich die Diagonalen im Punkt \(M\) gegenseitig halbieren. 3. Ein Viereck, dessen Diagonalen sich gegenseitig halbieren, ist ein Parallelogramm.

Antwort

Da die Dreiecke kongruent sind, gilt \(PM = RM\) und \(QM = SM\). Die Diagonalen halbieren sich also gegenseitig. Damit ist das Parallelogrammkriterium erfüllt.
4366867
Im abgebildeten Viereck \(ABCD\) zeigen gleiche Bogenmarkierungen jeweils gleich große gegenüberliegende Winkel. Begründe, warum \(ABCD\) ein Parallelogramm sein muss.
Abbildung zur Aufgabe 436686

Denkanstöße

- Welche Gleichheiten zeigen die beiden Bogenmarkierungsarten? - Setze diese Gleichheiten in die Innenwinkelsumme des Vierecks ein. - Was bedeutet eine Summe von \(180^\circ\) für Innenwinkel auf derselben Seite einer Transversalen?

Lösung

1. Aus der Innenwinkelsumme folgt \(\alpha+\beta+\gamma+\delta=360^\circ\). 2. Die Markierungen geben \(\alpha=\gamma\) und \(\beta=\delta\). Daher ist \(2\alpha+2\beta=360^\circ\), also \(\alpha+\beta=180^\circ\). 3. Wegen \(\gamma=\alpha\) gilt ebenso \(\beta+\gamma=180^\circ\). 4. Aus den beiden Summen folgen mit der Umkehrung des Satzes über Innenwinkel auf derselben Seite die Parallelitäten \(AD \parallel BC\) und \(AB \parallel CD\). Also ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.

Antwort

Die markierten Winkelgleichheiten liefern \(\alpha+\beta=180^\circ\) und \(\beta+\gamma=180^\circ\). Daraus folgen \(AD \parallel BC\) und \(AB \parallel CD\); somit ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4366877
Für das Viereck \(EFGH\) ist bekannt, dass \(\angle E + \angle F = 180^\circ\) und \(\angle E + \angle H = 180^\circ\) gilt. Welche Form hat das Viereck? Begründe deine Antwort.

Denkanstöße

- Welche Folgerung erlaubt die Umkehrung des Satzes über einseitige Innenwinkel, wenn zwei passende Winkel zusammen \(180^\circ\) ergeben? - Wende diese Überlegung auf beide gegebenen Winkelsummen an und vergleiche anschließend die gegenüberliegenden Seitenpaare.

Lösung

1. Aus \(\angle E + \angle F = 180^\circ\) folgt nach der Umkehrung des Satzes über einseitige Innenwinkel \(EH \parallel FG\). 2. Aus \(\angle E + \angle H = 180^\circ\) folgt entsprechend \(EF \parallel HG\). 3. Da beide Paare gegenüberliegender Seiten parallel sind, ist \(EFGH\) ein Parallelogramm.

Antwort

Es ist ein Parallelogramm, da aus den gegebenen Winkelsummen folgt, dass sowohl \(EH \parallel FG\) als auch \(EF \parallel HG\) gilt.
4366887
Im Viereck \(ABCD\) gilt \(AB\parallel CD\). Die Streckenmarkierungen in der Abbildung geben eine weitere Eigenschaft an. Gib eine geeignete Hilfslinie an, die das Viereck in zwei Dreiecke zerlegt, und führe einen Beweis, in dem du diese Hilfslinie wesentlich verwendest, dass \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436688

Denkanstöße

- Welche Verbindung zweier Eckpunkte zerlegt das Viereck in zwei Dreiecke? - Welche Winkelgleichheit liefert die gegebene Parallelität nach dem Einzeichnen der Hilfslinie? - Welche Folgerung aus der Dreieckskongruenz kann die Parallelität des zweiten Seitenpaares zeigen?

Lösung

1. Aus der Streckenmarkierung folgt \(AB=CD\). 2. Als Hilfslinie eignet sich die Diagonale \(AC\). 3. Wegen \(AB\parallel CD\) gilt \(\angle BAC=\angle ACD\) als Wechselwinkel. 4. Zusammen mit \(AB=CD\) und der gemeinsamen Seite \(AC\) sind die Dreiecke \(ABC\) und \(CDA\) nach SWS kongruent. 5. Daraus folgt \(\angle ACB=\angle CAD\). Diese Winkel sind Wechselwinkel an der Schneidenden \(AC\), also gilt auch \(BC\parallel AD\). 6. Damit sind beide Paare gegenüberliegender Seiten parallel; \(ABCD\) ist ein Parallelogramm.

Antwort

Die Streckenmarkierung liefert \(AB=CD\). Als Hilfslinie eignet sich die Diagonale \(AC\). Sie erzeugt zwei nach SWS kongruente Dreiecke. Daraus folgen gleiche Wechselwinkel und damit \(BC\parallel AD\). Zusammen mit \(AB\parallel CD\) ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4366897
Gegeben ist ein Viereck \(PQRS\). Es ist bekannt, dass \(PS = QR\) gilt und die Winkel \(\angle SPQ\) und \(\angle PQR\) zusammen \(180^\circ\) ergeben. Zeige, dass es sich um ein Parallelogramm handelt.

Denkanstöße

- Welche Aussage über \(PS\) und \(QR\) lässt sich aus der Winkelsumme von \(180^\circ\) mit einem Umkehrsatz gewinnen? - Welche zweite Information über genau dieses gegenüberliegende Seitenpaar ist gegeben? - Welches Parallelogrammkriterium verbindet diese beiden Eigenschaften?

Lösung

1. Da \(\angle SPQ + \angle PQR = 180^\circ\), folgt nach der Umkehrung des Satzes über einseitige Innenwinkel \(PS \parallel QR\). 2. Damit sind die gegenüberliegenden Seiten \(PS\) und \(QR\) sowohl gleich lang als auch parallel. 3. Ein Viereck mit einem Paar gegenüberliegender Seiten, die gleich lang und parallel sind, ist ein Parallelogramm.

Antwort

Aus \(\angle SPQ + \angle PQR = 180^\circ\) folgt \(PS \parallel QR\). Zusammen mit \(PS = QR\) erfüllt das Viereck das Parallelogrammkriterium.
4367377
In der Abbildung ist die Strecke \(DE\) parallel zur Seite \(AC\) des Dreiecks \(ABC\). Die Punkte \(D\) und \(E\) liegen auf den Seiten \(AB\) bzw. \(BC\). Die Seitenmarkierungen zeigen, dass das kleine Dreieck \(DBE\) gleichschenklig ist. Beweise, dass das Dreieck \(ABC\) ebenfalls gleichschenklig ist.
Abbildung zur Aufgabe 436737

Denkanstöße

- Welche Winkelbeziehungen entstehen, wenn zwei parallele Geraden von einer dritten Geraden geschnitten werden? - Was weißt du über die Basiswinkel im gleichschenkligen Dreieck \(DBE\)? - Welche beiden Winkel des großen Dreiecks kannst du dadurch miteinander vergleichen?

Lösung

1. Die Seitenmarkierungen zeigen \(BD=BE\). Daher sind im gleichschenkligen Dreieck \(DBE\) die Basiswinkel gleich: \(\angle BDE = \angle BED\). 2. Wegen \(DE \parallel AC\) sind \(\angle BAC\) und \(\angle BDE\) Stufenwinkel an Parallelen, also gilt \(\angle BAC = \angle BDE\). 3. Ebenso sind \(\angle BCA\) und \(\angle BED\) Stufenwinkel an Parallelen, also gilt \(\angle BCA = \angle BED\). 4. Aus der Gleichheit der Winkel in Schritt 1 folgt somit \(\angle BAC = \angle BCA\). 5. Ein Dreieck mit zwei gleichen Innenwinkeln ist gleichschenklig. Also ist \(\triangle ABC\) gleichschenklig.

Antwort

Durch die Parallelität von \(DE\) und \(AC\) sind die Winkel bei \(A\) und \(C\) gleich groß wie die Basiswinkel des gleichschenkligen Dreiecks \(DBE\). Damit hat auch das Dreieck \(ABC\) zwei gleiche Winkel und ist gleichschenklig.
4368177
Gegeben ist ein Viereck \(ABCD\). Auf \(AB\) liegt \(M\), auf \(CD\) liegt \(N\), und \(AMCN\) ist ein Parallelogramm. Zusätzlich gilt \(MB = ND\). Zeige, dass auch \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften liefern die gegenüberliegenden Seiten im inneren Parallelogramm \(AMCN\)? - Wie setzen sich \(AB\) und \(CD\) aus ihren Teilstrecken zusammen? - Welches Parallelogrammkriterium nutzt ein Seitenpaar, das parallel und gleich lang ist?

Lösung

1. Aus dem Parallelogramm \(AMCN\) folgt \(AM \parallel CN\) und \(AM=CN\). 2. Weil \(M\) auf \(AB\) und \(N\) auf \(CD\) liegt, folgt daraus \(AB \parallel CD\). 3. Außerdem ist \(AB=AM+MB\) und \(CD=CN+ND\). 4. Mit \(AM=CN\) und \(MB=ND\) ergibt sich \(AB=CD\). 5. Ein Viereck mit einem Paar gegenüberliegender Seiten, das parallel und gleich lang ist, ist ein Parallelogramm. Daher ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.

Antwort

Aus \(AMCN\) folgt \(AB \parallel CD\) und \(AM=CN\). Zusammen mit \(MB=ND\) erhält man \(AB=CD\). Damit ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4368257
Gegeben ist ein Parallelogramm \(AECF\) mit Diagonalenschnittpunkt \(O\). Auf der Diagonalen \(EF\) liegen die Punkte \(B\) und \(D\). Nutze die Streckenmarkierungen und beweise, dass \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436825

Denkanstöße

- Welche Eigenschaft haben die Diagonalen des äußeren Parallelogramms \(AECF\)? - Was zeigen die Tickmarkierungen an \(BO\) und \(OD\)? - Welches Parallelogrammkriterium betrifft sich halbierende Diagonalen?

Lösung

1. Im Parallelogramm \(AECF\) halbieren sich die Diagonalen. Daher ist \(O\) der Mittelpunkt von \(AC\). 2. Die Tickmarkierungen zeigen \(BO=OD\). Damit ist \(O\) auch der Mittelpunkt von \(BD\). 3. Im Viereck \(ABCD\) halbieren sich die Diagonalen \(AC\) und \(BD\) somit gegenseitig. Daher ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.

Antwort

\(O\) ist Mittelpunkt von \(AC\) und wegen der Tickmarkierungen auch von \(BD\). Damit halbieren sich die Diagonalen von \(ABCD\) gegenseitig; also ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4371397
Zwei rechte Winkel \(\angle(a, c)\) und \(\angle(b, d)\) haben denselben Scheitelpunkt \(S\). Sie überlappen sich so, dass der Strahl \(b\) zwischen \(a\) und \(c\) liegt und der Strahl \(c\) zwischen \(b\) und \(d\) liegt. Begründe ohne konkrete Zahlenwerte, warum der Winkel \(\angle(a, b)\) immer genauso groß sein muss wie der Winkel \(\angle(c, d)\).
Abbildung zur Aufgabe 437139

Denkanstöße

- Versuche, die Winkel als Summe ihrer kleineren Teilwinkel zu schreiben. - Was passiert, wenn du von zwei gleichen Gesamtwerten (hier jeweils \(90^\circ\)) denselben Teil abziehst? - Benutze Platzhalter wie \(\alpha\) oder \(\gamma\) für die Winkel, um den Zusammenhang allgemein zu beschreiben.

Lösung

1. Der Winkel \(\angle(a, c)\) setzt sich aus den Teilwinkeln \(\angle(a, b)\) und \(\angle(b, c)\) zusammen: \(\angle(a, c) = \angle(a, b) + \angle(b, c) = 90^\circ\). 2. Daraus folgt für den ersten Teilwinkel: \(\angle(a, b) = 90^\circ - \angle(b, c)\). 3. Der Winkel \(\angle(b, d)\) setzt sich aus den Teilwinkeln \(\angle(b, c)\) und \(\angle(c, d)\) zusammen: \(\angle(b, d) = \angle(b, c) + \angle(c, d) = 90^\circ\). 4. Daraus folgt für den zweiten Teilwinkel: \(\angle(c, d) = 90^\circ - \angle(b, c)\). 5. Da beide Ausdrücke identisch sind, gilt \(\angle(a, b) = \angle(c, d)\).

Antwort

Da beide Winkel (\(\angle(a, c)\) und \(\angle(b, d)\)) \(90^\circ\) groß sind und sich den gemeinsamen Winkel \(\angle(b, c)\) teilen, erhält man für die verbleibenden Winkel \(\angle(a, b)\) und \(\angle(c, d)\) jeweils \(90^\circ - \angle(b, c)\). Daher sind sie gleich groß.
4371427
Zwei Geraden \(g\) und \(h\) schneiden sich in \(S\) unter einem Winkel von \(60^\circ\). Die Winkelhalbierenden \(w_1\) und \(w_2\) der beiden gegenüberliegenden \(60^\circ\)-Scheitelwinkel sind gemeint. Begründe rechnerisch, warum \(w_1\) und \(w_2\) auf einer gemeinsamen Geraden liegen.

Denkanstöße

- Wie groß ist der Nebenwinkel zu \(60^\circ\)? - Welche Teilwinkel erzeugen die beiden Winkelhalbierenden? - Welche Summe muss zwischen zwei entgegengesetzten Strahlen entstehen?

Lösung

1. Die beiden gegenüberliegenden Scheitelwinkel sind jeweils \(60^\circ\) groß; ihr Nebenwinkel ist \(120^\circ\). 2. Jede der beiden Winkelhalbierenden erzeugt einen Teilwinkel von \(30^\circ\). 3. Zwischen \(w_1\) und \(w_2\) liegt damit ein Winkel von \(30^\circ+120^\circ+30^\circ=180^\circ\). 4. Die beiden Strahlen bilden einen gestreckten Winkel und liegen deshalb auf einer gemeinsamen Geraden.

Antwort

Der Winkel zwischen \(w_1\) und \(w_2\) beträgt \(30^\circ+120^\circ+30^\circ=180^\circ\). Daher bilden die beiden Winkelhalbierenden eine gemeinsame Gerade.
4371467
In einem Punkt treffen vier Strahlen zusammen. Die vier benachbarten Winkel heißen der Reihe nach \(\alpha\), \(\beta\), \(\gamma\) und \(\delta\). Es gilt \(\alpha=\gamma\) und \(\beta=\delta\). Begründe mathematisch, warum \(\alpha+\beta=180^\circ\) gelten muss. Was folgt daraus über den Verlauf der Strahlen?

Denkanstöße

- Welche Summe haben alle vier Winkel um den gemeinsamen Punkt? - Ersetze \(\gamma\) und \(\delta\) mithilfe der gegebenen Gleichheiten. - Was bedeutet ein gestreckter Winkel für seine beiden Schenkel?

Lösung

1. Um einen Punkt beträgt die Winkelsumme \(360^\circ\): \(\alpha+\beta+\gamma+\delta=360^\circ\). 2. Mit \(\alpha=\gamma\) und \(\beta=\delta\) folgt \(2\alpha+2\beta=360^\circ\). 3. Daher ist \(\alpha+\beta=180^\circ\). 4. Die nicht gemeinsamen Schenkel zweier benachbarter Winkel mit Summe \(180^\circ\) sind Gegenstrahlen. Somit bilden die vier Strahlen paarweise zwei Geraden.

Antwort

Aus \(\alpha+\beta+\gamma+\delta=360^\circ\) und den beiden Winkelgleichheiten folgt \(2(\alpha+\beta)=360^\circ\), also \(\alpha+\beta=180^\circ\). Deshalb liegen die jeweils äußeren Schenkel auf einer Geraden; die vier Strahlen bilden paarweise zwei sich schneidende Geraden.
4371677
Im abgebildeten Parallelogramm \(ABCD\) liegt \(M\) auf \(AD\). Nutze die Strecken- und Winkelmarkierungen und zeige, dass \(BC\) doppelt so lang ist wie \(AB\).
Abbildung zur Aufgabe 437167

Denkanstöße

- Welche Winkelgleichheit zeigen die Bogenmarkierungen bei \(B\)? - Welcher Wechselwinkel entsteht wegen \(AD \parallel BC\)? - Was folgt aus zwei gleichen Winkeln im Dreieck \(ABM\)? - Welche Information liefern die Tickmarkierungen auf \(AD\)?

Lösung

1. Im Parallelogramm gilt \(AD \parallel BC\). 2. Die Winkelmarkierungen zeigen, dass \(BM\) den Winkel \(ABC\) halbiert. Wegen \(AD \parallel BC\) ist außerdem \(\angle AMB = \angle MBC\) als Wechselwinkel. 3. Daher ist \(\angle ABM = \angle AMB\); das Dreieck \(ABM\) ist gleichschenklig und \(AB=AM\). 4. Die Tickmarkierungen zeigen \(AM=MD\). Damit ist \(AD=2AM=2AB\). 5. Im Parallelogramm gilt \(BC=AD\). Also ist \(BC=2AB\).

Antwort

Aus Winkelhalbierung und Wechselwinkeln folgt \(AB=AM\). Die Tickmarkierungen liefern \(AM=MD\), also \(AD=2AB\). Wegen \(BC=AD\) gilt \(BC=2AB\).
5530297
Eine Behauptung lautet: „Wenn in einem Viereck ein Paar gegenüberliegender Winkel gleich groß ist, dann ist das Viereck ein Parallelogramm.“ Widerlege die Behauptung mit konkreten Innenwinkeln und erkläre, warum dein Beispiel kein Parallelogramm sein muss.

Denkanstöße

- Für ein Gegenbeispiel muss die Winkelsumme weiterhin \(360^\circ\) sein. - Sorge dafür, dass genau das behauptete Merkmal erfüllt ist: ein gegenüberliegendes Winkelpaar soll gleich sein. - Verändere die beiden übrigen Winkel so, dass sie nicht gleich groß sind, ohne die Gesamtwinkelsumme zu ändern.

Lösung

1. Ein mögliches Gegenbeispiel ist \(\angle A=80^\circ\), \(\angle B=90^\circ\), \(\angle C=80^\circ\) und \(\angle D=110^\circ\). 2. Die Winkelsumme beträgt \(80^\circ+90^\circ+80^\circ+110^\circ=360^\circ\); die Winkel können also zu einem Viereck gehören. 3. Das gegenüberliegende Winkelpaar \(A,C\) ist gleich groß. 4. Das andere gegenüberliegende Winkelpaar ist jedoch nicht gleich groß, denn \(90^\circ\ne110^\circ\). 5. Damit erfüllt das Beispiel nicht das Winkelkriterium eines Parallelogramms und widerlegt die Behauptung.

Antwort

Zum Beispiel \(80^\circ,90^\circ,80^\circ,110^\circ\). Die Summe ist \(360^\circ\) und ein gegenüberliegendes Paar ist gleich, aber das andere nicht. Ein einziges gleiches gegenüberliegendes Winkelpaar genügt also nicht.
5530307
Prüfe die Behauptung: „Jedes Viereck mit gleich langen Diagonalen ist ein Rechteck.“ Ist sie richtig? Falls nicht, nenne eine bekannte Vierecksform als Gegenbeispiel und begründe kurz.

Denkanstöße

- Suche nach einer bekannten Vierecksform, deren Diagonalen ebenfalls gleich lang sind. - Welche zusätzliche Winkeleigenschaft müsste ein Rechteck zwingend besitzen? - Ein einziges Gegenbeispiel genügt, um eine Allaussage zu widerlegen.

Lösung

1. Die Behauptung ist falsch. 2. Ein gleichschenkliges Trapez besitzt gleich lange Diagonalen. 3. Ein gleichschenkliges Trapez muss aber keine vier rechten Winkel haben und ist daher im Allgemeinen kein Rechteck. 4. Damit zeigt das gleichschenklige Trapez, dass gleich lange Diagonalen allein nicht ausreichen, um ein Rechteck zu garantieren.

Antwort

Nein. Ein nichtrechteckiges gleichschenkliges Trapez hat gleich lange Diagonalen und ist trotzdem kein Rechteck.
5530317
Emilio zeichnet in ein Viereck beide Diagonalen ein. Dadurch entstehen vier kleine Dreiecke. Er rechnet \(4\cdot180^\circ=720^\circ\) und behauptet deshalb, die Innenwinkelsumme des Vierecks betrage \(720^\circ\). Finde den Fehler und korrigiere den Beweis.
Abbildung zur Aufgabe 553031

Denkanstöße

- Welche Winkel werden beim Addieren der vier Dreieckswinkelsummen außer den Eckwinkeln des Vierecks noch mitgezählt? - Betrachte den gemeinsamen Schnittpunkt der Diagonalen. - Wie groß ist die Summe aller Winkel einmal vollständig um diesen Schnittpunkt herum?

Lösung

1. Die vier kleinen Dreiecke haben zusammen tatsächlich die Winkelsumme \(4\cdot180^\circ=720^\circ\). 2. In diesen \(720^\circ\) sind aber zusätzlich die vier Winkel am Schnittpunkt der Diagonalen enthalten. 3. Diese vier Winkel bilden zusammen einen Vollwinkel von \(360^\circ\). 4. Sie gehören nicht zu den vier Innenwinkeln des Vierecks und müssen daher abgezogen werden. 5. Es bleibt \(720^\circ-360^\circ=360^\circ\). Das ist die Innenwinkelsumme des Vierecks.

Antwort

Emilio zählt die vier Winkel am Diagonalenschnittpunkt zusätzlich mit. Sie ergeben zusammen \(360^\circ\). Daher gilt \(720^\circ-360^\circ=360^\circ\) für die Innenwinkelsumme des Vierecks.
4120997
Ein Quadrat \(ABCD\) und ein gleichseitiges Dreieck \(BCE\) sind so aneinandergefügt, dass sie die Seite \(BC\) gemeinsam haben. Das Dreieck liegt dabei vollständig außerhalb des Quadrats. a) Bestimme die Größe des Winkels \(\angle DCE\). b) Begründe, warum das Dreieck \(DCE\) gleichschenklig ist. c) Berechne die Größe des Winkels \(\angle EDC\).

Denkanstöße

- Skizziere die Situation: Zeichne ein Quadrat und setze ein gleichseitiges Dreieck an eine seiner Seiten. - Welche Winkelgrößen kennst du bei einem Quadrat und bei einem gleichseitigen Dreieck? - Welche Seiten in der Figur müssen aufgrund der Definitionen von Quadrat und gleichseitigem Dreieck gleich lang sein? - Wenn zwei Seiten in einem Dreieck gleich lang sind, was weißt du dann über die Winkel an der dritten Seite?

Lösung

1. Berechnung von \(\angle DCE\): Der Winkel setzt sich aus dem rechten Winkel des Quadrats (\(\angle DCB = 90^\circ\)) und dem Innenwinkel des gleichseitigen Dreiecks (\(\angle BCE = 60^\circ\)) zusammen. Es gilt \(\angle DCE = 90^\circ + 60^\circ = 150^\circ\). 2. Begründung der Gleichschenkligkeit: Im Quadrat sind alle Seiten gleich lang, also \(DC = BC\). Im gleichseitigen Dreieck sind ebenfalls alle Seiten gleich lang, also \(BC = CE\). Daraus folgt durch Transitivität \(DC = CE\). Da das Dreieck \(DCE\) zwei gleich lange Seiten hat, ist es gleichschenklig. 3. Berechnung von \(\angle EDC\): In einem gleichschenkligen Dreieck sind die Basiswinkel gleich groß. Die Summe der Basiswinkel in \(\triangle DCE\) beträgt \(180^\circ - 150^\circ = 30^\circ\). Da \(\angle EDC\) und \(\angle CED\) die Basiswinkel zur Basis \(DE\) sind, gilt \(\angle EDC = 30^\circ : 2 = 15^\circ\).

Antwort

a) Der Winkel \(\angle DCE\) ist \(150^\circ\) groß. b) Da \(DC = BC\) (Quadrat) und \(BC = CE\) (gleichseitiges Dreieck), gilt \(DC = CE\). Somit hat das Dreieck \(DCE\) zwei gleich lange Schenkel. c) Der Winkel \(\angle EDC\) beträgt \(15^\circ\).
4314787
Drei Schüler haben jeweils ein Viereck gezeichnet und einige Winkel gemessen (siehe Abbildungen a, b und c). Entscheide für jedes der drei Vierecke, ob es sich um ein Parallelogramm handeln kann, und begründe deine Entscheidung kurz.
Abbildung zur Aufgabe 431478

Denkanstöße

- Welche wichtigen Winkeleigenschaften gelten für jedes Parallelogramm bezüglich gegenüberliegender Winkel? - Welche Beziehung gilt für zwei benachbarte Innenwinkel an derselben Seite eines Parallelogramms? - Wie berechnet man einen Innenwinkel, wenn der zugehörige Außenwinkel an einer Ecke bekannt ist?

Lösung

1. Viereck a): Die beiden benachbarten Innenwinkel an der unteren Seite betragen \(68^\circ\) und \(110^\circ\). Ihre Summe ist \(68^\circ + 110^\circ = 178^\circ\). Da in einem Parallelogramm benachbarte Winkel immer \(180^\circ\) ergeben müssen, ist dies kein Parallelogramm. 2. Viereck b): Die gegenüberliegenden Winkel sind mit jeweils \(80^\circ\) gleich groß. Da bei einem Parallelogramm gegenüberliegende Winkel gleich groß sind, kann dies ein Parallelogramm sein. 3. Viereck c): Der Außenwinkel an der Ecke unten links beträgt \(105^\circ\), woraus sich der zugehörige Innenwinkel als Nebenwinkel zu \(180^\circ - 105^\circ = 75^\circ\) berechnet. Der gegenüberliegende Innenwinkel beträgt jedoch \(73^\circ\). Da gegenüberliegende Winkel in einem Parallelogramm gleich groß sein müssen (\(75^\circ \neq 73^\circ\)), ist dies kein Parallelogramm.

Antwort

a) Viereck a) ist kein Parallelogramm (Winkelsumme benachbarter Winkel: \(178^\circ\) statt \(180^\circ\)). b) Viereck b) kann ein Parallelogramm sein (gegenüberliegende Winkel sind gleich groß). c) Viereck c) ist kein Parallelogramm (gegenüberliegende Innenwinkel sind ungleich: \(75^\circ \neq 73^\circ\)).
4314827
Winkeldetektive gesucht! In der Abbildung sind die Geraden \(g\) und \(h\) parallel. Welche der folgenden Aussagen ist für die abgebildeten Winkel falsch? Begründe deine Entscheidung. a) \(\alpha = \beta\) b) \(\alpha = \epsilon\) c) \(\gamma = \mu\) d) \(\alpha + \gamma + \delta = 180^\circ\) e) \(\delta = 180^\circ - \alpha + \gamma\)
Abbildung zur Aufgabe 431482

Denkanstöße

- Prüfe die Aussagen a)–c) mit Scheitel-, Wechsel- und Stufenwinkeln. - Welcher Winkel ist zum dritten Innenwinkel des unteren Dreiecks scheitelgleich? - Stelle die Dreieckswinkelsumme nach \(\delta\) um und vergleiche sie mit den beiden letzten Aussagen.

Lösung

1. Aussage a) ist wahr, weil \(\alpha\) und \(\beta\) Scheitelwinkel sind. 2. Aussage b) ist wahr, weil \(\alpha\) und \(\epsilon\) Wechselwinkel an \(g \parallel h\) sind. 3. Aussage c) ist wahr, weil \(\gamma\) und \(\mu\) Stufenwinkel an \(g \parallel h\) sind. 4. Aussage d) ist wahr: Der zu \(\delta\) scheitelgleiche Winkel ist der dritte Innenwinkel des von \(h\), \(s_1\) und \(s_2\) gebildeten Dreiecks. Daher gilt \(\alpha + \gamma + \delta = 180^\circ\). 5. Aus d) folgt \(\delta = 180^\circ - \alpha - \gamma\). Aussage e) verwendet stattdessen \(+\gamma\) und ist deshalb falsch.

Antwort

Aussage e) ist falsch. Aus der Dreieckswinkelsumme folgt \(\delta = 180^\circ - \alpha - \gamma\), nicht \(180^\circ - \alpha + \gamma\). Die Aussagen a)–c) folgen aus Scheitel-, Wechsel- bzw. Stufenwinkeln.
4315117
Sind die beiden Geraden \(g\) und \(h\) parallel zueinander? Begründe deine Antwort mithilfe einer Rechnung.
Abbildung zur Aufgabe 431511

Denkanstöße

- Wenn \(g\) und \(h\) parallel wären, welche Größe hätte der Wechselwinkel zum \(35^\circ\)-Winkel? - Welche drei Geraden begrenzen das kleine Dreieck in der Zeichnung? - Welche Innenwinkelsumme muss in diesem Dreieck gelten?

Lösung

1. Angenommen, die Geraden \(g\) und \(h\) wären parallel. Dann müsste der Wechselwinkel zwischen \(s\) und \(h\) zum gegebenen Winkel von \(35^\circ\) ebenfalls \(35^\circ\) groß sein. 2. Die Geraden \(s\), \(t\) und \(h\) begrenzen ein Dreieck. Dessen weitere Innenwinkel sind der rechte Winkel zwischen \(s\) und \(t\) mit \(90^\circ\) und der gegebene Winkel zwischen \(t\) und \(h\) mit \(58^\circ\). 3. Für die Innenwinkelsumme dieses Dreiecks müsste daher gelten: \(35^\circ + 90^\circ + 58^\circ = 180^\circ\). Tatsächlich ist die Summe jedoch \(183^\circ\). 4. Dieser Widerspruch zeigt, dass \(g\) und \(h\) nicht parallel sein können.

Antwort

Nein, die Geraden \(g\) und \(h\) sind nicht parallel. Unter der Annahme \(g \parallel h\) hätten die drei Innenwinkel des von \(s\), \(t\) und \(h\) begrenzten Dreiecks die Summe \(35^\circ + 90^\circ + 58^\circ = 183^\circ\) statt \(180^\circ\).
4315267
Drei Geraden schneiden sich in einem Punkt und bilden die sechs Winkel \(\alpha\), \(\beta\), \(\gamma\), \(\delta\), \(\varepsilon\) und \(\varphi\). Gegeben sind \(\alpha = 60^\circ\) und \(\beta = 65^\circ\). a) Entscheide für jede Behauptung und begründe kurz: 1. \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\) 2. \(\beta = \delta\) 3. \(\gamma = \varphi\) 4. \(\alpha + \beta + \delta + \varepsilon = 250^\circ\) b) Berechne alle sechs Winkel.
Abbildung zur Aufgabe 431526

Denkanstöße

- Welche drei benachbarten Winkel bilden jeweils einen gestreckten Winkel? - Welche Winkel liegen sich als Scheitelwinkel gegenüber? - Bestimme zuerst den noch fehlenden Winkel in einer Halbebene und übertrage dann über Scheitelwinkel.

Lösung

1. Behauptung 1 ist wahr, weil \(\alpha\), \(\beta\) und \(\gamma\) zusammen einen gestreckten Winkel bilden. 2. Behauptung 2 ist falsch: \(\delta\) ist Scheitelwinkel zu \(\alpha\), also \(\delta = 60^\circ\), während \(\beta = 65^\circ\). 3. Behauptung 3 ist wahr, weil \(\gamma\) und \(\varphi\) Scheitelwinkel sind. 4. Behauptung 4 ist wahr: \(\delta = \alpha = 60^\circ\) und \(\varepsilon = \beta = 65^\circ\), also ist die Summe \(250^\circ\). 5. Aus \(\alpha + \beta + \gamma = 180^\circ\) folgt \(\gamma = 55^\circ\). Damit sind \(\delta = 60^\circ\), \(\varepsilon = 65^\circ\) und \(\varphi = 55^\circ\).

Antwort

a) 1 wahr: gestreckter Winkel; 2 falsch: \(\delta\) ist Scheitelwinkel zu \(\alpha\), nicht zu \(\beta\); 3 wahr: \(\gamma\) und \(\varphi\) sind Scheitelwinkel; 4 wahr: \(\delta=\alpha\) und \(\varepsilon=\beta\), daher beträgt die Summe \(250^\circ\). b) \(\alpha=60^\circ\), \(\beta=65^\circ\), \(\gamma=55^\circ\), \(\delta=60^\circ\), \(\varepsilon=65^\circ\), \(\varphi=55^\circ\)
4315527
Gegeben ist ein Dreieck \(ABC\) mit \(\alpha = 72^\circ\) und \(\beta = 72^\circ\). Der Punkt \(D\) liegt auf \(BC\), und \(AD\) halbiert \(\alpha\). Daher gilt \(\alpha_1 = \alpha_2 = 36^\circ\). a) Begründe, warum \(ABD\) gleichschenklig ist, und nenne die beiden gleich langen Seiten. b) Begründe, warum \(ADC\) gleichschenklig ist, und nenne die beiden gleich langen Seiten.

Denkanstöße

- Berechne im Dreieck \(ABD\) zuerst den dritten Winkel. - Was folgt aus zwei gleich großen Winkeln in einem Dreieck? - Bestimme für Teil b) zunächst \(\gamma\) im großen Dreieck.

Lösung

1. Im Dreieck \(ABD\) ist \(\angle ADB = 180^\circ - 36^\circ - 72^\circ = 72^\circ\). Damit sind \(\angle ADB\) und \(\angle ABD\) gleich groß; folglich ist \(AB = AD\). 2. Im Dreieck \(ABC\) ist \(\gamma = 180^\circ - 72^\circ - 72^\circ = 36^\circ\). 3. Im Dreieck \(ADC\) gilt damit \(\alpha_2 = \gamma = 36^\circ\). Daher ist \(AD = CD\).

Antwort

a) \(ABD\) ist gleichschenklig, weil \(\angle ADB = \angle ABD = 72^\circ\); daher \(AB = AD\). b) \(ADC\) ist gleichschenklig, weil \(\alpha_2 = \gamma = 36^\circ\); daher \(AD = CD\).
4330047
In der Abbildung sind die Geraden \(a\) und \(b\) parallel. Bestimme den Winkel \(\alpha\) aus den eingezeichneten Winkelangaben und begründe deine Antwort.
Abbildung zur Aufgabe 433004

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den Nebenwinkel zum eingezeichneten stumpfen Winkel. - Welche Information liefert \(a \parallel b\)? - Welche Wirkung hat der eingezeichnete rechte Winkel zwischen den schrägen Geraden?

Lösung

1. Der Nebenwinkel zum eingezeichneten \(135^\circ\)-Winkel beträgt \(45^\circ\). 2. Wegen \(a \parallel b\) bildet die erste schräge Gerade mit \(b\) ebenfalls einen spitzen Winkel von \(45^\circ\). 3. Die beiden schrägen Geraden stehen wegen \(\beta = 90^\circ\) senkrecht aufeinander. Daher bildet die zweite schräge Gerade mit \(b\) ebenfalls einen spitzen Winkel von \(45^\circ\). 4. \(\alpha\) ist dessen Nebenwinkel, also \(\alpha = 135^\circ\).

Antwort

\(\alpha = 135^\circ\). Der Nebenwinkel zu \(135^\circ\) ist \(45^\circ\); dieser wird an den Parallelen übertragen. Wegen des rechten Winkels zwischen den schrägen Geraden entsteht an \(b\) erneut \(45^\circ\), dessen Nebenwinkel \(\alpha\) ist.
4330267
In der Figur sind \(g\) und \(h\) parallel; \(a\) und \(b\) schneiden sich in \(S\). Welche Aussage über die markierten Winkel ist falsch? Begründe kurz. a) \(\alpha_1 = \beta_1\) b) \(\alpha_2 = \beta_2\) c) \(\gamma = \alpha_1 + \alpha_2\) d) \(\alpha_1 + \alpha_2 + \gamma = 180^\circ\)
Abbildung zur Aufgabe 433026

Denkanstöße

- Welche markierten Paare sind Wechselwinkel an \(g \parallel h\)? - Welche drei Winkel bilden das Dreieck oberhalb von \(g\)? - Stelle dessen Innenwinkelsumme nach \(\gamma\) um.

Lösung

1. a) und b) sind wahr: Die jeweiligen Winkelpaare sind Wechselwinkel an \(g \parallel h\). 2. d) ist wahr, weil \(\alpha_1\), \(\alpha_2\) und \(\gamma\) die drei Innenwinkel des Dreiecks mit Basis auf \(g\) sind. 3. Daher gilt \(\gamma = 180^\circ - \alpha_1 - \alpha_2\). Aussage c) ist im Allgemeinen falsch.

Antwort

Aussage c) ist falsch. a) und b) folgen aus dem Wechselwinkelsatz; d) ist die Dreieckswinkelsumme. Deshalb gilt \(\gamma = 180^\circ - \alpha_1 - \alpha_2\), nicht allgemein \(\gamma = \alpha_1 + \alpha_2\).
4330347
Untersuche in beiden nicht maßstabsgetreuen Figuren, ob \(AD\) und \(BC\) parallel sein müssen. Entscheide anschließend, welche Figur ein Parallelogramm sein kann, und begründe mit den markierten Winkeln.
Abbildung zur Aufgabe 433034

Denkanstöße

- Welche beiden markierten Winkel liegen jeweils in entsprechender Lage an der Transversalen \(AB\)? - Was folgt aus gleich großen entsprechenden Winkeln? - Was folgt, wenn diese Winkel nicht gleich groß sind?

Lösung

1. Figur a): Die entsprechenden Winkel an der Transversalen \(AB\) sind beide \(105^\circ\). Nach der Umkehrung des Stufenwinkelsatzes folgt \(AD \parallel BC\). Die Figur kann daher ein Parallelogramm sein; aus diesem einen parallelen Seitenpaar allein folgt noch nicht, dass sie tatsächlich eines ist. 2. Figur b): Die entsprechenden Winkel sind \(105^\circ\) und \(100^\circ\) und damit ungleich. Deshalb gilt \(AD \not\parallel BC\), also kann die Figur kein Parallelogramm sein.

Antwort

a) \(AD \parallel BC\), weil die entsprechenden Winkel beide \(105^\circ\) groß sind; die Figur kann ein Parallelogramm sein. b) \(AD \not\parallel BC\), weil die entsprechenden Winkel \(105^\circ\) und \(100^\circ\) ungleich sind; die Figur kann kein Parallelogramm sein.
4330747
Zwei Geraden \(g\) und \(h\) werden wie abgebildet von zwei weiteren Geraden geschnitten. Überprüfe rechnerisch, ob \(g \parallel h\) gelten muss. Die Skizze ist nicht maßstabsgetreu.
Abbildung zur Aufgabe 433074

Denkanstöße

- Welche beiden Teilwinkel ergänzen sich am oberen Punkt zum markierten rechten Winkel? - Vergleiche den daraus bestimmten Winkel mit \(\alpha\). - Welche Umkehrung eines Winkelsatzes erlaubt dann die Parallelitätsaussage?

Lösung

1. Die beiden schrägen Geraden stehen laut Markierung senkrecht aufeinander. 2. Am Schnittpunkt mit \(h\) beträgt der markierte Winkel \(\beta = 56^\circ\). Daher ist der benachbarte Winkel zwischen der anderen schrägen Geraden und \(h\) gleich \(90^\circ - 56^\circ = 34^\circ\). 3. Dieser Winkel ist gleich groß wie \(\alpha = 34^\circ\) an \(g\). Die beiden sind Wechselwinkel. Nach der Umkehrung des Wechselwinkelsatzes folgt \(g \parallel h\).

Antwort

Ja. Aus dem rechten Winkel und \(\beta=56^\circ\) folgt am oberen Schnittpunkt ein Winkel von \(34^\circ\). Er ist zum markierten \(\alpha=34^\circ\) ein Wechselwinkel; daher gilt \(g \parallel h\).
4366437
Im abgebildeten Dreieck \(ABC\) liegen \(K\) auf \(AB\) und \(P\) auf \(BC\). Nutze die Streckenmarkierungen. Ist \(KP\) parallel zur Basis \(AC\)? Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 436643

Denkanstöße

- Welche beiden Gleichheiten zeigen die Streckenmarkierungen? - Was folgt daraus für \(BK\) und \(BP\)? - Welche zwei gleichschenkligen Dreiecke haben denselben Spitzenwinkel? - Welche Winkelgleichheit kann schließlich Parallelität zeigen?

Lösung

1. Aus den Markierungen folgt \(AB = BC\) und \(AK = CP\). Daher ist \(BK = AB-AK = BC-CP = BP\). 2. Somit sind sowohl \(ABC\) als auch \(BKP\) gleichschenklige Dreiecke mit demselben Spitzenwinkel bei \(B\). 3. Deshalb sind ihre entsprechenden Basiswinkel gleich, insbesondere \(\angle BKP = \angle BAC\). 4. Diese Winkel sind Stufenwinkel an der Transversalen \(AB\). Aus ihrer Gleichheit folgt \(KP \parallel AC\).

Antwort

Ja. Aus den Streckenmarkierungen folgt \(BK=BP\). Die beiden gleichschenkligen Dreiecke haben denselben Spitzenwinkel, daher gleich große entsprechende Basiswinkel. Mit der Umkehrung des Stufenwinkelsatzes folgt \(KP \parallel AC\).
4368217
Gegeben ist das Parallelogramm \(KPHT\). Auf seinen Seiten befinden sich die Punkte \(A\), \(B\), \(C\) und \(D\). Die Streckenmarkierungen zeigen zwei Paare gleich langer Teilstrecken. Beweise mithilfe von Kongruenzsätzen an geeigneten Eckdreiecken, dass das Viereck \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436821

Denkanstöße

- Welche beiden Streckengleichheiten liest du aus den Tickmarkierungen ab? - Welche weiteren gleich langen Teilstrecken erhältst du durch Subtraktion auf gegenüberliegenden Seiten des Parallelogramms? - Welche Eckdreiecke lassen sich danach paarweise mit SWS vergleichen?

Lösung

1. In einem Parallelogramm sind gegenüberliegende Seiten gleich lang: \(KP = HT\) und \(PH = TK\). 2. Da \(PB = TD\) gegeben ist, folgt für die verbleibenden Abschnitte auf diesen Seiten: \(BK = KP - PB = HT - TD = HD\). Also \(BK = HD\). 3. Da \(CH = AK\) gegeben ist, folgt für die anderen Abschnitte: \(PC = PH - CH = TK - AK = AT\). Also \(PC = AT\). 4. Die Winkel an den Ecken des Parallelogramms \(KPHT\) sind paarweise gleich: \(\angle K = \angle H\) und \(\angle P = \angle T\). 5. Damit sind die Dreiecke \(\triangle ABK \cong \triangle CDH\) (nach SWS, da \(AK=CH, \angle K=\angle H, BK=HD\)) und \(\triangle BCP \cong \triangle DAT\) (nach SWS, da \(PB=TD, \angle P=\angle T, PC=AT\)). 6. Aus der Kongruenz folgt \(AB = CD\) und \(BC = DA\). 7. Ein Viereck mit zwei Paaren gleich langer gegenüberliegender Seiten ist ein Parallelogramm.

Antwort

Durch die gegebenen Bedingungen \(PB = TD\) und \(CH = AK\) sowie die Eigenschaften des Parallelogramms \(KPHT\) sind die Dreiecke an den gegenüberliegenden Ecken kongruent (\(\triangle ABK \cong \triangle CDH\) und \(\triangle BCP \cong \triangle DAT\)). Daraus folgt \(AB = CD\) und \(BC = DA\), womit \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
4368277
Gegeben ist ein Parallelogramm \(AKCF\). Die Punkte \(B\) und \(D\) liegen auf der Geraden \(KF\) außerhalb des Parallelogramms. Nutze die Streckenmarkierungen und beweise, dass \(ABCD\) ein Parallelogramm ist.
Abbildung zur Aufgabe 436827

Denkanstöße

- Welche Strecken halbiert der Diagonalenschnittpunkt des inneren Parallelogramms? - Welche Gleichheit zeigen die Tickmarkierungen außerhalb des Parallelogramms? - Vergleiche \(BO\) und \(DO\) als Summen zweier Teilstrecken.

Lösung

1. Sei \(O\) der Diagonalenschnittpunkt von \(AKCF\). Dann gilt \(KO=OF\), und \(O\) ist zugleich Mittelpunkt von \(AC\). 2. Die Tickmarkierungen zeigen \(BK=FD\). Da \(B,K,O,F,D\) auf einer Geraden liegen, ist \(BO=BK+KO\) und \(DO=DF+FO\). 3. Aus \(BK=DF\) und \(KO=FO\) folgt \(BO=DO\). Also ist \(O\) auch Mittelpunkt von \(BD\). 4. Damit halbieren sich die Diagonalen \(AC\) und \(BD\) des Vierecks \(ABCD\) gegenseitig. Folglich ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.

Antwort

Aus \(KO=OF\) und den Tickmarkierungen \(BK=FD\) folgt \(BO=DO\). Somit ist \(O\) Mittelpunkt von \(AC\) und \(BD\). Die Diagonalen von \(ABCD\) halbieren sich gegenseitig; daher ist \(ABCD\) ein Parallelogramm.
4368657
In einem gleichschenkligen Trapez \(ABCD\) stehen die Diagonalen senkrecht aufeinander und schneiden sich in \(S\). Beweise, dass in diesem Fall die Höhe \(h\) des Trapezes genauso groß ist wie die Mittellinie \(m=\frac{a+c}{2}\), wobei \(a=AB\) und \(c=CD\) die Grundseitenlängen sind. Ergänze dazu eine geeignete Hilfslinie durch \(S\), beschreibe sie und verwende sie ausdrücklich in deinem Beweis.
Abbildung zur Aufgabe 436865

Denkanstöße

- Welche Gerade durch \(S\) könnte die gesamte Höhe in zwei überschaubare Teilhöhen zerlegen? - Welche Symmetrie besitzt ein gleichschenkliges Trapez, und wo liegt der Diagonalenschnittpunkt relativ zu dieser Symmetrie? - Welche besonderen Dreiecke entstehen an \(S\) durch die senkrechten Diagonalen? - Wie kannst du in einem gleichschenklig-rechtwinkligen Dreieck die Höhe auf die Grundseite mit der halben Grundseite vergleichen?

Lösung

1. Zeichne durch \(S\) die Senkrechte zu \(AB\). Weil \(AB\parallel CD\) gilt, steht diese Hilfslinie auch senkrecht auf \(CD\). Bezeichne ihre Schnittpunkte mit \(AB\) und \(CD\) mit \(E\) beziehungsweise \(F\). 2. Die Symmetrieachse des gleichschenkligen Trapezes vertauscht die Diagonalen \(AC\) und \(BD\). Ihr Schnittpunkt \(S\) bleibt bei dieser Spiegelung fest und liegt daher auf der Symmetrieachse. Diese steht senkrecht auf den Grundseiten, also ist die Hilfslinie \(E-S-F\) genau diese Symmetrieachse. Somit gilt \(SA=SB\) und \(SC=SD\). 3. Wegen der senkrechten Diagonalen sind \(\triangle ABS\) und \(\triangle CDS\) gleichschenklig-rechtwinklig mit rechtem Winkel bei \(S\). 4. Im gleichschenklig-rechtwinkligen Dreieck \(ABS\) ist \(SE\) zugleich Höhe und Symmetrieachse. Dadurch entstehen zwei gleichschenklig-rechtwinklige Teildreiecke, also gilt \(SE=AE=\frac{a}{2}\). 5. Entsprechend gilt im Dreieck \(CDS\): \(SF=CF=\frac{c}{2}\). 6. Die Trapezhöhe ist \(h=SE+SF=\frac{a}{2}+\frac{c}{2}=\frac{a+c}{2}=m\).

Antwort

Die geeignete Hilfslinie ist die Senkrechte durch \(S\) zu den parallelen Grundseiten. Mit ihren Fußpunkten \(E\) auf \(AB\) und \(F\) auf \(CD\) gilt \(SE=\frac{a}{2}\) und \(SF=\frac{c}{2}\). Daher ist \(h=SE+SF=\frac{a+c}{2}=m\).
5530327
Mara möchte die Innenwinkelsumme im Dreieck beweisen. Sie verwendet dazu den Außenwinkelsatz \(\delta=\alpha+\beta\) und den Nebenwinkel \(\gamma+\delta=180^\circ\). Daraus erhält sie \(\alpha+\beta+\gamma=180^\circ\). Im Unterricht wurde der Außenwinkelsatz jedoch zuvor **mithilfe der Dreieckswinkelsumme** hergeleitet. Ist Maras Argument ein unabhängiger Beweis der Dreieckswinkelsumme? Erkläre genau, was daran problematisch ist, und nenne eine nicht-zirkuläre Beweisidee.

Denkanstöße

- Frage nicht nur, ob die Rechenschritte stimmen, sondern woher der verwendete Außenwinkelsatz stammt. - Ein Beweis darf die zu beweisende Aussage nicht versteckt über einen bereits daraus abgeleiteten Satz voraussetzen. - Welche bekannte Hilfslinie erlaubt einen Beweis der Dreieckswinkelsumme direkt mit Parallelwinkeln? - Unterscheide zwischen „korrekte Folgerung aus einem Satz“ und „unabhängiger Beweis dieses Satzsystems“.

Lösung

1. Die Rechnung aus \(\delta=\alpha+\beta\) und \(\gamma+\delta=180^\circ\) ist für sich genommen korrekt. 2. Sie ist aber kein unabhängiger Beweis der Dreieckswinkelsumme, wenn der verwendete Außenwinkelsatz zuvor gerade aus der Dreieckswinkelsumme hergeleitet wurde. 3. Dann wird die zu beweisende Aussage indirekt bereits vorausgesetzt. Das ist ein Zirkelschluss. 4. Eine nicht-zirkuläre Beweisidee ist, durch einen Eckpunkt des Dreiecks eine Parallele zur gegenüberliegenden Seite zu zeichnen. 5. Mit Wechselwinkeln überträgt man zwei Dreieckswinkel an diese Parallele; zusammen mit dem dritten Winkel bilden sie dort einen gestreckten Winkel von \(180^\circ\).

Antwort

Nein. Das Argument ist zirkulär, wenn der Außenwinkelsatz bereits aus der Dreieckswinkelsumme bewiesen wurde. Ein unabhängiger Beweis kann stattdessen eine Parallele durch einen Eckpunkt verwenden und mit Wechselwinkeln sowie einem gestreckten Winkel arbeiten.
4331367
Gegeben ist ein gleichseitiges Dreieck \(ABC\). Auf \(AB\) liegt \(M\) und auf \(BC\) liegt \(N\), wobei \(AM=BN\) gilt. Die Strecken \(AN\) und \(CM\) schneiden sich in \(P\). 1. Weise mithilfe des Kongruenzsatzes SWS nach, dass \(\triangle ABN\) und \(\triangle CAM\) kongruent sind. 2. Nutze diese Kongruenz, um die Größe von \(\angle APC\) zu bestimmen.
Abbildung zur Aufgabe 433136

Denkanstöße

- Suche in den beiden genannten Dreiecken die zwei Seitenpaare, deren Gleichheit bereits feststeht. - Welcher eingeschlossene Winkel gehört jeweils zu diesen beiden Seiten? - Welche entsprechenden Winkel darfst du erst nach dem Kongruenznachweis gleichsetzen? - Wie ergänzen sich die beiden dadurch entstehenden Winkel im Dreieck \(APC\)?

Lösung

1. Weil \(ABC\) gleichseitig ist, gilt \(AB=CA\) und \(\angle ABN=\angle CAM=60^\circ\). Zusammen mit \(BN=AM\) sind \(\triangle ABN\) und \(\triangle CAM\) nach SWS kongruent. 2. Aus der Kongruenz folgt für entsprechende Winkel \(\angle BAN=\angle ACM\). Bezeichne ihre gemeinsame Größe mit \(\alpha\). 3. Dann gilt im Dreieck \(APC\): \(\angle PAC=60^\circ-\alpha\) und \(\angle PCA=\alpha\). 4. Mit der Winkelsumme folgt \(\angle APC=180^\circ-(60^\circ-\alpha)-\alpha=120^\circ\).

Antwort

1. \(\triangle ABN\cong\triangle CAM\) nach SWS, denn \(AB=CA\), \(BN=AM\) und \(\angle ABN=\angle CAM=60^\circ\). 2. \(\angle APC=120^\circ\).

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