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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Satz, Kehrsatz und Beweisstruktur

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5515897
Betrachte den Satz: „Wenn ein Dreieck gleichseitig ist, dann ist es gleichschenklig.“ Nenne die Voraussetzung und die Behauptung.

Denkanstöße

- Suche zuerst den Teil direkt nach „Wenn“. - Welcher Teil des Satzes beschreibt die daraus folgende Aussage?

Lösung

1. Die Voraussetzung steht im Wenn-Teil: Das Dreieck ist gleichseitig. 2. Die Behauptung steht im Dann-Teil: Das Dreieck ist gleichschenklig.

Antwort

Voraussetzung: Das Dreieck ist gleichseitig. Behauptung: Das Dreieck ist gleichschenklig.
5515907
Gegeben ist der Satz: „Wenn ein Punkt \(P\) auf der Mittelsenkrechten der Strecke \(AB\) liegt, dann gilt \(PA = PB\).“ Formuliere den Kehrsatz. Du sollst noch nicht entscheiden, ob er wahr ist.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, was im ursprünglichen Satz vorausgesetzt wird und was daraus folgt. - Beim Kehrsatz werden diese beiden Rollen vertauscht.

Lösung

1. Für den Kehrsatz werden Voraussetzung und Behauptung vertauscht. 2. Der Kehrsatz lautet: Wenn \(PA = PB\) gilt, dann liegt \(P\) auf der Mittelsenkrechten der Strecke \(AB\).

Antwort

Kehrsatz: Wenn \(PA = PB\) gilt, dann liegt \(P\) auf der Mittelsenkrechten der Strecke \(AB\).
5537167
Gegeben ist die Aussage: „Wenn eine ganze Zahl durch \(4\) teilbar ist, dann ist sie gerade.“ a) Nenne Voraussetzung und Folgerung. b) Formuliere den Kehrsatz. Du musst nicht entscheiden, ob er wahr ist.

Denkanstöße

- Welche Aussage steht im „Wenn“-Teil, welche im „Dann“-Teil? - Beim Kehrsatz werden genau diese beiden Teile vertauscht.

Lösung

1. Die Voraussetzung lautet: Die ganze Zahl ist durch \(4\) teilbar. 2. Die Folgerung lautet: Die ganze Zahl ist gerade. 3. Für den Kehrsatz werden Voraussetzung und Folgerung vertauscht: Wenn eine ganze Zahl gerade ist, dann ist sie durch \(4\) teilbar.

Antwort

a) Voraussetzung: Die Zahl ist durch \(4\) teilbar. Folgerung: Die Zahl ist gerade. b) Kehrsatz: Wenn eine ganze Zahl gerade ist, dann ist sie durch \(4\) teilbar.
5515737
Betrachte den Satz: „Wenn eine Gerade \(g\) einen Kreis mit Mittelpunkt \(M\) im Punkt \(T\) berührt, dann steht \(g\) senkrecht auf dem Radius \(MT\).“ a) Benenne Voraussetzung und Behauptung. b) Formuliere den Kehrsatz. Nimm dabei ausdrücklich an, dass \(T\) auf der Kreislinie liegt. c) Entscheide, ob der Kehrsatz wahr ist, und begründe kurz.
Abbildung zur Aufgabe 551573

Denkanstöße

- Welche Aussage steht im Wenn-Teil, welche im Dann-Teil? - Beim Kehrsatz werden Voraussetzung und Behauptung vertauscht. - Wie kannst du die Lage der Geraden zum Kreis über ihren Abstand vom Mittelpunkt mit dem Radius vergleichen?

Lösung

1. a) Voraussetzung: \(g\) berührt den Kreis im Punkt \(T\). Behauptung: \(g \perp MT\). 2. b) Kehrsatz: „Wenn \(T\) auf der Kreislinie liegt und eine Gerade \(g\) durch \(T\) senkrecht auf \(MT\) steht, dann ist \(g\) eine Tangente an den Kreis im Punkt \(T\).“ 3. c) Der Kehrsatz ist wahr. Weil \(MT\) senkrecht auf \(g\) steht, ist \(MT\) der Abstand des Mittelpunkts \(M\) von \(g\). Da \(T\) auf dem Kreis liegt, gilt \(MT=r\). Der Abstand der Geraden vom Mittelpunkt ist also gleich dem Radius; deshalb ist \(g\) eine Tangente und berührt den Kreis in \(T\).

Antwort

a) Voraussetzung: \(g\) ist Tangente im Punkt \(T\). Behauptung: \(g \perp MT\). b) Wenn \(T\) auf dem Kreis liegt und \(g\) durch \(T\) senkrecht auf \(MT\) steht, dann ist \(g\) Tangente in \(T\). c) Der Kehrsatz ist wahr.
5552877
Für die Robotik-AG gilt die Regel: „Alle Mitglieder der Robotik-AG tragen ein blaues Namensschild.“ Lea trägt ein blaues Namensschild, ist aber nicht Mitglied der Robotik-AG. a) Formuliere die Regel als Wenn-dann-Satz. b) Formuliere den Kehrsatz. c) Entscheide mithilfe der Information über Lea, ob der Kehrsatz wahr ist.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaft steht in der ursprünglichen Regel als Bedingung, welche als Folge? - Was passiert mit diesen beiden Rollen beim Kehrsatz? - Ein Gegenbeispiel muss die Voraussetzung erfüllen und die Behauptung verletzen.

Lösung

1. a) Als Wenn-dann-Satz lautet die Regel: Wenn eine Person Mitglied der Robotik-AG ist, dann trägt sie ein blaues Namensschild. 2. b) Der Kehrsatz lautet: Wenn eine Person ein blaues Namensschild trägt, dann ist sie Mitglied der Robotik-AG. 3. c) Lea erfüllt die Voraussetzung des Kehrsatzes, weil sie ein blaues Namensschild trägt, aber nicht seine Behauptung. Sie ist damit ein Gegenbeispiel. Der Kehrsatz ist falsch.

Antwort

a) Wenn eine Person Mitglied der Robotik-AG ist, dann trägt sie ein blaues Namensschild. b) Wenn eine Person ein blaues Namensschild trägt, dann ist sie Mitglied der Robotik-AG. c) Der Kehrsatz ist falsch; Lea ist ein Gegenbeispiel.
4155457
Gegeben ist ein Satz über die Winkel im Dreieck: „Wenn ein Dreieck \(ABC\) gleichschenklig mit der Basis \(c\) ist, dann sind die Basiswinkel \(\alpha\) und \(\beta\) gleich groß.“ a) Benenne die Voraussetzung und die Behauptung dieses Satzes. b) Formuliere den Kehrsatz. c) Entscheide, ob der Kehrsatz wahr oder falsch ist.

Denkanstöße

- Die Voraussetzung ist das, was man als gegeben annimmt. Die Behauptung ist das, was daraus folgen soll. - Überlege dir, ob man aus der Gleichheit von Winkeln auf die Gleichheit von Seiten schließen kann.

Lösung

1. Identifikation der Struktur: Die Voraussetzung steht nach dem „Wenn“ (Dreieck ist gleichschenklig), die Behauptung nach dem „Dann“ (\(\alpha = \beta\)). 2. Bildung des Kehrsatzes: „Wenn in einem Dreieck \(ABC\) die Winkel \(\alpha\) und \(\beta\) gleich groß sind, dann ist das Dreieck gleichschenklig mit der Basis \(c\).“ 3. Beurteilung: Der Kehrsatz ist wahr. Dies ist die Umkehrung des Basiswinkelsatzes. Wenn zwei Winkel gleich groß sind, müssen auch die ihnen gegenüberliegenden Seiten gleich lang sein.

Antwort

a) Voraussetzung: Das Dreieck \(ABC\) ist gleichschenklig (mit Basis \(c\)). Behauptung: Die Winkel \(\alpha\) und \(\beta\) sind gleich groß. b) Kehrsatz: Wenn in einem Dreieck \(ABC\) die Winkel \(\alpha\) und \(\beta\) gleich groß sind, dann ist es gleichschenklig (mit Basis \(c\)). c) Der Kehrsatz ist wahr.
4155467
Untersuche die folgende geometrische Aussage über Vierecke: „Wenn ein Viereck ein Quadrat ist, dann stehen seine Diagonalen senkrecht aufeinander.“ a) Formuliere den Kehrsatz zu dieser Aussage. b) Ist der Kehrsatz wahr? Begründe deine Entscheidung, indem du entweder die Richtigkeit erklärst oder eine andere Vierecksart als Gegenbeispiel nennst.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Eigenschaften der verschiedenen Vierecke (Raute, Rechteck, Drachenviereck, Trapez). - Haben alle Vierecke mit senkrechten Diagonalen auch automatisch gleich lange Seiten UND rechte Winkel? - Skizziere dir verschiedene Vierecke, bei denen du die Diagonalen zuerst einzeichnest.

Lösung

1. Bildung des Kehrsatzes: „Wenn in einem Viereck die Diagonalen senkrecht aufeinander stehen, dann ist es ein Quadrat.“ 2. Überprüfung der Wahrheit: Der Kehrsatz ist falsch. 3. Begründung durch Gegenbeispiel: Es gibt andere Vierecksarten, deren Diagonalen senkrecht zueinander verlaufen, die aber keine Quadrate sind. Eine Raute hat immer senkrechte Diagonalen, aber nur wenn alle Winkel \(90^\circ\) sind, ist sie ein Quadrat. Auch bei einem Drachenviereck stehen die Diagonalen senkrecht aufeinander, ohne dass es ein Quadrat sein muss.

Antwort

a) Kehrsatz: Wenn in einem Viereck die Diagonalen senkrecht aufeinander stehen, dann ist es ein Quadrat. b) Der Kehrsatz ist falsch. Gegenbeispiel: Eine Raute oder ein Drachenviereck besitzen senkrechte Diagonalen, sind aber im Allgemeinen keine Quadrate.
4366727
In einem Parallelogramm \(ABCD\) schneiden sich die Diagonalen im Punkt \(S\). Auf der Diagonale \(BD\) liegt \(P\) zwischen \(B\) und \(S\), \(Q\) liegt zwischen \(S\) und \(D\). Es gilt \(BP = DQ\). Begründe, warum das Viereck \(APCQ\) ein Parallelogramm sein muss.
Abbildung zur Aufgabe 436672

Denkanstöße

- Was weißt du über den Schnittpunkt der Diagonalen in einem Parallelogramm? - Betrachte das Viereck \(APCQ\) und seine Diagonalen. - Wenn du zeigen kannst, dass sich die Diagonalen eines Vierecks gegenseitig halbieren, was folgt daraus für die Form des Vierecks? - Nutze die Symmetrie des Punktes \(S\) bezüglich der ursprünglichen Diagonalen.

Lösung

1. In einem Parallelogramm halbieren sich die Diagonalen gegenseitig. Daher ist \(S\) der Mittelpunkt von \(AC\) und \(BD\), es gilt also \(AS = SC\) und \(BS = SD\). 2. Für die Punkte \(P\) und \(Q\) auf der Diagonale \(BD\) gilt: \(SP = BS - BP\) und \(SQ = SD - DQ\). 3. Da \(BS = SD\) und nach Voraussetzung \(BP = DQ\) ist, folgt \(SP = SQ\). Somit ist \(S\) auch der Mittelpunkt der Strecke \(PQ\). 4. Im Viereck \(APCQ\) halbieren sich die Diagonalen \(AC\) und \(PQ\) im gemeinsamen Punkt \(S\). 5. Ein Viereck, dessen Diagonalen sich gegenseitig halbieren, ist ein Parallelogramm.

Antwort

Das Viereck \(APCQ\) ist ein Parallelogramm, da sich seine Diagonalen \(AC\) und \(PQ\) im Punkt \(S\) gegenseitig halbieren. Dies ergibt sich daraus, dass \(S\) der Mittelpunkt von \(AC\) ist und durch die Bedingung \(BP = DQ\) auch zum Mittelpunkt von \(PQ\) wird.
4367377
In der Abbildung ist die Strecke \(DE\) parallel zur Seite \(AC\) des Dreiecks \(ABC\). Die Punkte \(D\) und \(E\) liegen auf den Seiten \(AB\) bzw. \(BC\). Die Seitenmarkierungen zeigen, dass das kleine Dreieck \(DBE\) gleichschenklig ist. Beweise, dass das Dreieck \(ABC\) ebenfalls gleichschenklig ist.
Abbildung zur Aufgabe 436737

Denkanstöße

- Welche Winkelbeziehungen entstehen, wenn zwei parallele Geraden von einer dritten Geraden geschnitten werden? - Was weißt du über die Basiswinkel im gleichschenkligen Dreieck \(DBE\)? - Welche beiden Winkel des großen Dreiecks kannst du dadurch miteinander vergleichen?

Lösung

1. Die Seitenmarkierungen zeigen \(BD=BE\). Daher sind im gleichschenkligen Dreieck \(DBE\) die Basiswinkel gleich: \(\angle BDE = \angle BED\). 2. Wegen \(DE \parallel AC\) sind \(\angle BAC\) und \(\angle BDE\) Stufenwinkel an Parallelen, also gilt \(\angle BAC = \angle BDE\). 3. Ebenso sind \(\angle BCA\) und \(\angle BED\) Stufenwinkel an Parallelen, also gilt \(\angle BCA = \angle BED\). 4. Aus der Gleichheit der Winkel in Schritt 1 folgt somit \(\angle BAC = \angle BCA\). 5. Ein Dreieck mit zwei gleichen Innenwinkeln ist gleichschenklig. Also ist \(\triangle ABC\) gleichschenklig.

Antwort

Durch die Parallelität von \(DE\) und \(AC\) sind die Winkel bei \(A\) und \(C\) gleich groß wie die Basiswinkel des gleichschenkligen Dreiecks \(DBE\). Damit hat auch das Dreieck \(ABC\) zwei gleiche Winkel und ist gleichschenklig.
5515747
Ein richtiger Satz lautet: „Wenn ein Viereck ein Rechteck ist, dann ist es ein Parallelogramm.“ Jonas argumentiert: „Das Viereck \(ABCD\) ist ein Parallelogramm. Also muss es ein Rechteck sein.“ a) Erkläre den logischen Fehler in Jonas' Argument. b) Gib ein konkretes Gegenbeispiel an.

Denkanstöße

- Schreibe den gegebenen Satz als „Wenn ..., dann ...“ und vertausche anschließend beide Teile. - Muss aus der Wahrheit eines Satzes automatisch die Wahrheit seines Kehrsatzes folgen? - Welche zusätzliche Winkeleigenschaft müsste ein Parallelogramm besitzen, um ein Rechteck zu sein?

Lösung

1. Jonas vertauscht Voraussetzung und Behauptung des richtigen Satzes. Er benutzt also dessen Kehrsatz, ohne geprüft zu haben, ob dieser wahr ist. 2. Der Kehrsatz „Wenn ein Viereck ein Parallelogramm ist, dann ist es ein Rechteck“ ist falsch. 3. Ein Parallelogramm mit einem Innenwinkel von \(60^\circ\) ist ein Gegenbeispiel: Es ist ein Parallelogramm, besitzt aber keine vier rechten Winkel und ist daher kein Rechteck.

Antwort

a) Jonas verwendet den Kehrsatz des gegebenen Satzes, obwohl dessen Wahrheit nicht folgt. b) Zum Beispiel ist ein Parallelogramm mit einem Innenwinkel von \(60^\circ\) kein Rechteck.
5515757
Zwei Situationen sollen einer Beweisrichtung zugeordnet werden. a) Im ersten Bild soll gezeigt werden, dass \(\angle ACB=90^\circ\) gilt. Verwendest du den Satz des Thales oder seinen Kehrsatz? Nenne die im Bild erkennbare Voraussetzung und die Behauptung. b) Im zweiten Bild soll gezeigt werden, dass \(C\) auf dem Thaleskreis über \(AB\) liegt. Verwendest du den Satz des Thales oder seinen Kehrsatz? Nenne die im Bild erkennbare Voraussetzung und die Behauptung.
Abbildung zur Aufgabe 551575

Denkanstöße

- Prüfe in jeder Teilaufgabe zuerst, welche Aussage bereits gegeben ist und welche erst gezeigt werden soll. - Beim Kehrsatz werden Voraussetzung und Behauptung des ursprünglichen Satzes vertauscht. - Vergleiche die beiden Bilder: Einmal ist die Kreiszugehörigkeit sichtbar, einmal der rechte Winkel.

Lösung

1. In a) ist die Kreiszugehörigkeit die Voraussetzung: \(AB\) ist Durchmesser und \(C\) liegt auf dem Kreis. Daraus folgt nach dem Satz des Thales \(\angle ACB=90^\circ\). 2. In b) ist der rechte Winkel die Voraussetzung: \(\angle ACB=90^\circ\). Daraus folgt nach dem Kehrsatz, dass \(C\) auf dem Kreis mit Durchmesser \(AB\) liegt.

Antwort

a) Satz des Thales; Voraussetzung: \(AB\) ist Durchmesser und \(C\) liegt auf dem Kreis; Behauptung: \(\angle ACB=90^\circ\). b) Kehrsatz; Voraussetzung: \(\angle ACB=90^\circ\); Behauptung: \(C\) liegt auf dem Thaleskreis über \(AB\).
5515767
Der Satz „In jedem Rechteck sind die Diagonalen gleich lang“ ist richtig. a) Formuliere den Kehrsatz. b) Das Bild zeigt ein Trapez \(ABCD\) mit \(AB\parallel CD\). Entscheide anhand der Markierungen und Beschriftungen, ob der Kehrsatz richtig ist, und begründe mit dem abgebildeten Viereck.
Abbildung zur Aufgabe 551576

Denkanstöße

- Beim Kehrsatz werden Voraussetzung und Behauptung des gegebenen Satzes vertauscht. - Für ein Gegenbeispiel muss die neue Voraussetzung erfüllt sein, die neue Behauptung aber scheitern. - Welche in der Abbildung angegebenen Seitenlängen widersprechen einer Rechteckeigenschaft?

Lösung

1. a) Der Kehrsatz lautet: Wenn in einem Viereck die Diagonalen gleich lang sind, dann ist das Viereck ein Rechteck. 2. b) Der Kehrsatz ist falsch. Im abgebildeten Trapez gilt \(AC=BD\), also ist die Voraussetzung des Kehrsatzes erfüllt. 3. Es ist aber kein Rechteck, denn in einem Rechteck sind gegenüberliegende Seiten gleich lang, während die in der Abbildung angegebenen Längen von \(AB\) und \(CD\) verschieden sind. Das Trapez ist daher ein Gegenbeispiel.

Antwort

a) Wenn in einem Viereck die Diagonalen gleich lang sind, dann ist das Viereck ein Rechteck. b) Falsch. Das abgebildete Trapez hat gleich lange Diagonalen, ist wegen \(AB\ne CD\) aber kein Rechteck.
5515777
Zu beweisen ist der Satz: Wenn in einem Dreieck \(ABC\) die Seiten \(AB\) und \(AC\) gleich lang sind, dann sind die Basiswinkel \(\angle ABC\) und \(\angle BCA\) gleich groß. Vier Beweisbausteine stehen in falscher Reihenfolge: I. Aus der Kongruenz folgt \(\angle ABD=\angle ACD\). Da \(D\) auf \(BC\) liegt, sind dies die Basiswinkel des Ausgangsdreiecks. II. In den beiden Teildreiecken gilt \(AB=AC\) nach Voraussetzung und \(AD=AD\) als gemeinsame Seite. III. Zeichne die Winkelhalbierende \(AD\) von \(\angle BAC\), wobei \(D\) auf \(BC\) liegt. Dann gilt \(\angle BAD=\angle DAC\). IV. Damit stimmen in \(\triangle ABD\) und \(\triangle ACD\) zwei Seiten und der eingeschlossene Winkel überein; die Dreiecke sind nach SWS kongruent. a) Nenne Voraussetzung und Behauptung des Satzes. b) Ordne die vier Beweisbausteine zu einem vollständigen Beweis.

Denkanstöße

- Suche zuerst den Baustein, der eine zusätzliche Konstruktion einführt. - Prüfe anschließend, welche Angaben vorliegen müssen, bevor ein Kongruenzsatz angewendet werden kann. - Der letzte Schritt sollte die behauptete Winkelgleichheit aus dem vorher gewonnenen Ergebnis ableiten.

Lösung

a) Voraussetzung: \(AB=AC\). Behauptung: \(\angle ABC=\angle BCA\). b) Die richtige Reihenfolge ist III, II, IV, I. Zuerst erzeugt die Winkelhalbierende die benötigten gleichen eingeschlossenen Winkel. Zusammen mit \(AB=AC\) und der gemeinsamen Seite \(AD\) kann dann SWS angewendet werden. Aus der Kongruenz folgen die entsprechenden Basiswinkel als gleich groß.

Antwort

a) Voraussetzung: \(AB=AC\); Behauptung: \(\angle ABC=\angle BCA\). b) III, II, IV, I.
5515787
Betrachte die beiden Aussagen: Satz: Wenn \(ABCD\) ein Parallelogramm ist, dann halbieren sich seine Diagonalen gegenseitig. Kehrsatz: Wenn sich in einem Viereck \(ABCD\) die Diagonalen gegenseitig halbieren, dann ist \(ABCD\) ein Parallelogramm. Im Bild schneiden sich \(AC\) und \(BD\) in \(S\); die Markierungen zeigen \(AS=SC\) und \(BS=SD\). a) Erkläre, warum die zweite Aussage der Kehrsatz der ersten ist. b) Beweise den Kehrsatz. Zeige dazu mithilfe kongruenter Dreiecke, dass beide Paare gegenüberliegender Seiten parallel sind. c) Erkläre, warum die Wahrheit des Satzes allein noch nicht beweist, dass auch sein Kehrsatz wahr ist.
Abbildung zur Aufgabe 551578

Denkanstöße

- Trenne bei beiden Aussagen klar zwischen Voraussetzung und Behauptung. - Die Halbierungsangaben liefern jeweils zwei gleiche Seitenstücke; am Schnittpunkt entstehen außerdem gleiche Scheitelwinkel. - Überlege nach dem Kongruenzschluss, welche entsprechenden Winkel die Parallelität gegenüberliegender Seiten zeigen können. - Für Teil c) geht es um die logische Richtung einer Aussage, nicht um eine zusätzliche Rechnung.

Lösung

a) Beim Kehrsatz werden Voraussetzung und Behauptung vertauscht: Aus „Parallelogramm“ folgt im Satz „Diagonalen halbieren sich“; im Kehrsatz ist die gegenseitige Halbierung die Voraussetzung und „Parallelogramm“ die Behauptung. b) Für \(\triangle ASB\) und \(\triangle CSD\) gilt \(AS=SC\), \(BS=SD\) und \(\angle ASB=\angle CSD\) als Scheitelwinkel. Also sind die Dreiecke nach SWS kongruent. Damit ist \(\angle ABS=\angle CDS\); wegen der Geraden \(BD\) folgt \(AB\parallel CD\). Ebenso sind \(\triangle ASD\) und \(\triangle CSB\) nach SWS kongruent: \(AS=SC\), \(SD=SB\) und \(\angle ASD=\angle CSB\) sind Scheitelwinkel. Daher gilt \(\angle ADS=\angle CBS\), also \(AD\parallel BC\). Beide Paare gegenüberliegender Seiten sind parallel; somit ist \(ABCD\) ein Parallelogramm. c) Ein Satz und sein Kehrsatz sind zwei verschiedene logische Aussagen. Aus der Wahrheit einer Richtung folgt nicht automatisch die Wahrheit der umgekehrten Richtung; diese muss gesondert bewiesen oder durch ein Gegenbeispiel widerlegt werden.

Antwort

a) Voraussetzung und Behauptung werden vertauscht. b) Zwei SWS-Kongruenzen liefern entsprechende gleiche Winkel und damit \(AB\parallel CD\) sowie \(AD\parallel BC\). Deshalb ist \(ABCD\) ein Parallelogramm. c) Die Wahrheit eines Satzes überträgt sich nicht automatisch auf seinen Kehrsatz; die umgekehrte Richtung braucht einen eigenen Beweis.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.