Ein Bergsteiger misst während seines Aufstiegs die Lufttemperatur. Er geht davon aus, dass die Temperatur mit zunehmender Höhe gleichmäßig sinkt.
Auf \(600\,\text{m}\) Höhe misst er \(16\,^\circ\text{C}\).
Auf \(1400\,\text{m}\) Höhe misst er \(11{,}2\,^\circ\text{C}\).
a) Stelle ein lineares Modell \(T(h)=mh+t\) für die Temperatur \(T\) in \(^\circ\text{C}\) in Abhängigkeit von der Höhe \(h\) in Metern auf. Berechne damit die zu erwartende Temperatur auf dem Gipfel in \(2500\,\text{m}\) Höhe.
b) Welche Temperatur würde das Modell für \(12\,000\,\text{m}\) Höhe vorhersagen?
c) Warum ist es problematisch, dieses lineare Modell auf sehr große Höhen zu übertragen? Begründe kurz.
Denkanstöße
- Welche beiden Messpunkte kannst du im Koordinatensystem \((h\mid T)\) verwenden?
- Wie bestimmst du aus zwei Punkten zuerst die Steigung \(m\) und danach den Achsenabschnitt \(t\)?
- Prüfe bei der sehr großen Höhe, ob die Modellannahme einer konstanten Änderungsrate noch plausibel ist.
Lösung
1. Aus den Messpunkten \((600\mid16)\) und \((1400\mid11{,}2)\) folgt \(m=\frac{11{,}2-16}{1400-600}=-0{,}006\).
2. Setze \((600\mid16)\) in \(T(h)=mh+t\) ein: \(16=-0{,}006\cdot600+t\). Damit ist \(t=19{,}6\) und \(T(h)=-0{,}006h+19{,}6\).
3. Für den Gipfel gilt \(T(2500)=-0{,}006\cdot2500+19{,}6=4{,}6\). Das Modell liefert also \(4{,}6\,^\circ\text{C}\).
4. Für \(12\,000\,\text{m}\) gilt \(T(12\,000)=-0{,}006\cdot12\,000+19{,}6=-52{,}4\). Das Modell liefert \(-52{,}4\,^\circ\text{C}\).
5. Das Modell setzt eine konstante Temperaturabnahme voraus. In großen Höhen ändern sich jedoch die atmosphärischen Bedingungen, sodass diese konstante Änderungsrate nicht über beliebig große Höhenbereiche gilt.
Antwort
a) \(T(h)=-0{,}006h+19{,}6\); auf \(2500\,\text{m}\): \(4{,}6\,^\circ\text{C}\)
b) \(-52{,}4\,^\circ\text{C}\)
c) Die konstante Änderungsrate ist nur in einem begrenzten Höhenbereich ein sinnvolles Modell.