Ein Rechteck hat den Umfang \(34\,\text{cm}\). Verlängert man seine Länge um \(1\,\text{cm}\) und verkürzt die Breite um \(1\,\text{cm}\), wird seine Fläche um \(4\,\text{cm}^2\) kleiner.
a) Zeige durch Ausmultiplizieren, dass aus der Flächenbedingung eine lineare Gleichung in Länge \(l\) und Breite \(b\) entsteht.
b) Stelle zusammen mit der Umfangsbedingung ein LGS auf und bestimme \(l\) und \(b\).
c) Verallgemeinere die Flächenbedingung: Die Länge wird um einen festen Wert \(k\,\text{cm}\) verlängert und die Breite um denselben Wert verkürzt, wobei \(k\ne0\) ist. Die Fläche soll dabei um \(D\,\text{cm}^2\) kleiner werden. Leite durch Ausmultiplizieren eine Beziehung zwischen \(l\), \(b\), \(k\) und \(D\) her und begründe, warum sie für feste \(k\) und \(D\) linear in \(l\) und \(b\) ist.
d) Nutze deine Beziehung und die in b) bestimmten Seitenlängen, um für \(k=2\) die Flächenabnahme zu bestimmen, ohne alte und neue Fläche getrennt auszurechnen.
Denkanstöße
- Schreibe Umfang und veränderte Fläche zunächst vollständig mit \(l\) und \(b\) auf.
- Achte beim Ausmultiplizieren darauf, welche Produktterme auf beiden Seiten vorkommen.
- Behandle \(k\) und \(D\) in c) als feste Größen und ordne die übrigen Terme nach \(l\) und \(b\).
- Nutze in d) die bereits gefundene Beziehung zwischen \(l\) und \(b\), statt zwei Flächen vollständig neu zu berechnen.
Lösung
1. Aus dem Umfang folgt \(2l+2b=34\), also \(l+b=17\).
2. Die Flächenbedingung lautet \((l+1)(b-1)=lb-4\). Ausmultiplizieren ergibt \(lb-l+b-1=lb-4\). Die Produktterme \(lb\) fallen weg, also \(l-b=3\).
3. Das LGS \(l+b=17\), \(l-b=3\) liefert durch Addition \(2l=20\), also \(l=10\) und \(b=7\).
4. Allgemein bedeutet die Flächenabnahme \((l+k)(b-k)=lb-D\). Ausmultiplizieren ergibt \(lb-kl+kb-k^2=lb-D\).
5. Nach dem Kürzen von \(lb\) folgt \(k(l-b)+k^2=D\). Für feste \(k\ne0\) und \(D\) ist das eine lineare Beziehung in \(l\) und \(b\); der Produktterm \(lb\) verschwindet unabhängig von den konkreten Seitenlängen.
6. Für \(l-b=3\) und \(k=2\) gilt \(D=2\cdot3+2^2=10\). Die Fläche nimmt also um \(10\,\text{cm}^2\) ab.
Antwort
a) Aus \((l+1)(b-1)=lb-4\) folgt linear \(l-b=3\).
b) \(l=10\,\text{cm}\), \(b=7\,\text{cm}\)
c) \(k(l-b)+k^2=D\); für feste \(k\ne0\) und \(D\) ist dies linear in \(l\) und \(b\).
d) Für \(k=2\) nimmt die Fläche um \(10\,\text{cm}^2\) ab.