Ein Radfahrer fährt eine \(20\,\text{km}\) lange Strecke hin und zurück. Auf dem Hinweg hat er Rückenwind und fährt \(32\,\text{km/h}\), auf dem Rückweg bei gleich starkem Gegenwind \(24\,\text{km/h}\).
a) Definiere Variablen für die Geschwindigkeit bei Windstille und die Windgeschwindigkeit. Stelle aus Hin- und Rückfahrt ein LGS auf, löse es und prüfe beide beobachteten Geschwindigkeiten.
b) Der Radfahrer behauptet: „Der Wind auf dem Hinweg hat mir genauso viel Zeit gespart, wie er mich auf dem Rückweg gekostet hat. Insgesamt war ich also genauso schnell wie bei Windstille.“ Prüfe die Behauptung, indem du beide Gesamtfahrzeiten vergleichst. Gib die Zeiten in Minuten auf eine Dezimalstelle an.
Denkanstöße
- Unterscheide die eigene Fahrgeschwindigkeit von der Windgeschwindigkeit.
- Welche Summe beziehungsweise Differenz entsteht bei Rücken- und Gegenwind?
- Prüfe die beiden gefundenen Geschwindigkeiten direkt an den Angaben.
- Berechne für Teil b) die Fahrzeiten mit \(t=s:v\).
Lösung
1. Setze \(v_R\) für die Geschwindigkeit bei Windstille und \(v_W\) für die Windgeschwindigkeit. Dann gilt \(\begin{cases}v_R+v_W=32\\v_R-v_W=24\end{cases}\).
2. Addition liefert \(2v_R=56\), also \(v_R=28\,\text{km/h}\). Damit ist \(v_W=4\,\text{km/h}\).
3. Kontrolle: \(28+4=32\) und \(28-4=24\).
4. Mit Wind beträgt die Hinwegzeit \(20:32=0{,}625\,\text{h}=37{,}5\,\text{min}\), die Rückwegzeit \(20:24=\frac{5}{6}\,\text{h}=50\,\text{min}\). Insgesamt sind das \(87{,}5\,\text{min}\).
5. Ohne Wind beträgt die Gesamtzeit \(40:28=\frac{10}{7}\,\text{h}\approx85{,}7\,\text{min}\).
6. Da \(87{,}5\,\text{min}>85{,}7\,\text{min}\), ist die Behauptung falsch.
Antwort
a) Zum Beispiel \(v_R\) = Geschwindigkeit bei Windstille, \(v_W\) = Windgeschwindigkeit; \(\begin{cases}v_R+v_W=32\\v_R-v_W=24\end{cases}\). Damit \(v_R=28\,\text{km/h}\), \(v_W=4\,\text{km/h}\); beide Geschwindigkeitsangaben werden erfüllt.
b) Die Behauptung ist falsch. Mit Wind dauert die Hin- und Rückfahrt \(87{,}5\,\text{min}\), bei Windstille \(\approx85{,}7\,\text{min}\).