Bei einem Messrad wird in zwei Varianten der Umfang bestimmt. Der Durchmesser wird in beiden Varianten gleich genau gemessen.
a) Variante A: Für eine Umdrehung wird eine Strecke von \(25{,}0\,\text{cm}\) gemessen. Der mögliche Ablesefehler der Streckenmessung beträgt \(\pm0{,}2\,\text{cm}\).
Variante B: Für zehn vollständige Umdrehungen wird eine Strecke von \(250{,}0\,\text{cm}\) gemessen. Auch hier beträgt der mögliche Ablesefehler \(\pm0{,}2\,\text{cm}\). Bestimme für beide Varianten den geschätzten Umfang und den möglichen relativen Fehler der Umfangsmessung in Prozent.
b) Welche Variante ist für eine anschließende Näherung von \(\pi=U:d\) günstiger? Begründe.
Denkanstöße
- In Variante B verteilt sich der Ablesefehler auf mehrere Umdrehungen.
- Vergleiche den absoluten Messfehler jeweils mit der Länge, an der er auftritt.
- Für den Umfang einer einzigen Umdrehung musst du bei Variante B sowohl Messwert als auch absoluten Fehler durch dieselbe Anzahl teilen.
Lösung
1. In Variante A ist der geschätzte Umfang \(U_A=25{,}0\,\text{cm}\). Der mögliche relative Fehler beträgt \(\frac{0{,}2}{25{,}0}\cdot100\,\%=0{,}8\,\%\).
2. In Variante B ist der Umfang pro Umdrehung \(U_B=250{,}0\,\text{cm}:10=25{,}0\,\text{cm}\). Der mögliche absolute Fehler pro Umdrehung beträgt nach dem Teilen durch \(10\) nur \(0{,}02\,\text{cm}\).
3. Der mögliche relative Fehler der Umfangsmessung ist damit \(\frac{0{,}02}{25{,}0}\cdot100\,\%=0{,}08\,\%\).
4. Variante B ist günstiger, weil derselbe absolute Ablesefehler auf eine zehnmal längere Gesamtstrecke wirkt. Da die Durchmessermessung in beiden Varianten gleich ist, verbessert B den von der Umfangsmessung kommenden Anteil der \(\pi\)-Näherung.
Antwort
a) Variante A: \(U_A=25{,}0\,\text{cm}\), relativer Fehler bis \(0{,}8\,\%\).
Variante B: \(U_B=25{,}0\,\text{cm}\), relativer Fehler bis \(0{,}08\,\%\).
b) Variante B ist günstiger, weil die Umfangsmessung relativ zehnmal genauer wird.