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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Laplace-Experimente

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4135618
Untersuche die folgenden Zufallsexperimente. Entscheide jeweils, ob die Laplace-Annahme gerechtfertigt ist, und begründe deine Antwort kurz. a) Werfen einer Reißzwecke. b) Ziehen einer Karte aus einem gut durchmischten Kartenspiel mit 32 Karten. c) Werfen eines herkömmlichen Spielwürfels, bei dem alle Kanten gleichmäßig leicht abgerundet sind. d) Drehen eines Glücksrads, das in vier gleich große Viertel (rot, gelb, grün, blau) unterteilt ist.

Denkanstöße

- Was ist die wichtigste Voraussetzung für ein Laplace-Experiment? - Überlege, ob die beteiligten Objekte vollkommen symmetrisch sind. - Hat jedes mögliche Ergebnis physikalisch gesehen die exakt gleiche Chance? - Könnte die Form eines Objekts ein bestimmtes Ergebnis bevorzugen?

Lösung

1. Teilaufgabe a): Keine Laplace-Annahme. Aufgrund der asymmetrischen Form (Kopf und Spitze) sind die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Lagen physikalisch nicht gleich groß. 2. Teilaufgabe b): Laplace-Annahme gerechtfertigt. Jede Karte ist identisch geformt und die Chance, eine bestimmte Karte zu ziehen, ist bei guter Durchmischung für alle 32 Karten gleich \(P = \frac{1}{32}\). 3. Teilaufgabe c): Laplace-Annahme gerechtfertigt. Ein herkömmlicher Spielwürfel ist hochgradig symmetrisch konstruiert. Die Rundungen betreffen alle Kanten gleichmäßig, sodass für jede Augenzahl näherungsweise \(P = \frac{1}{6}\) angenommen werden kann. 4. Teilaufgabe d): Laplace-Annahme gerechtfertigt. Da alle Sektoren den gleichen Mittelpunktswinkel von \(90^\circ\) haben, ist die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe gleich \(P = \frac{1}{4}\).

Antwort

a) Nein, wegen mangelnder Symmetrie. b) Ja, da alle Karten die gleiche Ziehchance haben. c) Ja, da der Würfel symmetrisch bleibt. d) Ja, da die Sektoren gleich groß sind.
4135748
In einer Schachtel liegen 12 Pralinen: 7 mit Vollmilchschokolade, 4 mit Zartbitterschokolade und eine mit weißer Schokolade. Eine Praline wird blind entnommen. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die Ergebnisse in der Ergebnismenge \(\Omega = \{\text{Vollmilch, Zartbitter, weiß}\}\). b) Begründe unter Verwendung deiner Ergebnisse aus Teilaufgabe a), warum die Entnahme bezüglich dieser Ergebnismenge kein Laplace-Experiment darstellt.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, wenn man die Anzahl der günstigen und die Anzahl der möglichen Fälle kennt? - Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten der drei Pralinensorten. - Was müsste gelten, damit man von einem Laplace-Experiment spricht?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Pralinen: \(7 + 4 + 1 = 12\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{Vollmilch}) = \frac{7}{12} \approx 0{,}583\), \(P(\text{Zartbitter}) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\) und \(P(\text{weiß}) = \frac{1}{12} \approx 0{,}083\). 3. Vergleich der Wahrscheinlichkeiten: Die berechneten Werte \(\frac{7}{12}\), \(\frac{4}{12}\) und \(\frac{1}{12}\) sind alle voneinander verschieden. 4. Schlussfolgerung: Da für ein Laplace-Experiment alle Ergebnisse in \(\Omega\) die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzen müssten (\(P = \frac{1}{3}\)), ist die Laplace-Annahme hier widerlegt.

Antwort

a) \(P(\text{Vollmilch}) = \frac{7}{12}\), \(P(\text{Zartbitter}) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\), \(P(\text{weiß}) = \frac{1}{12}\). b) Es handelt sich nicht um ein Laplace-Experiment, da die Wahrscheinlichkeiten der Ergebnisse unterschiedlich sind (\(\frac{7}{12} \neq \frac{4}{12} \neq \frac{1}{12}\)).
4136548
In einer Urne befinden sich 20 Kugeln, die sich nur in ihrer Farbe unterscheiden. Untersuche für die folgenden Fälle, ob es sich um ein Laplace-Experiment handelt, wenn man eine Kugel zieht und deren Farbe betrachtet. Gib jeweils die Ergebnismenge \(\Omega\) an. a) Es befinden sich jeweils 10 rote und 10 blaue Kugeln in der Urne. b) Es befinden sich 5 rote, 5 blaue, 5 grüne und 5 gelbe Kugeln in der Urne. c) Es befinden sich 2 rote, 8 blaue und 10 grüne Kugeln in der Urne.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche verschiedenen Ergebnisse überhaupt möglich sind. - Berechne für jedes mögliche Ergebnis die Wahrscheinlichkeit. - Vergleiche die berechneten Wahrscheinlichkeiten miteinander. - Was muss für die Wahrscheinlichkeiten gelten, damit man von einem Laplace-Experiment spricht?

Lösung

1. Ein Experiment ist ein Laplace-Experiment, wenn alle Ergebnisse in \(\Omega\) die gleiche Wahrscheinlichkeit haben. 2. Fall a): Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}\}\). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{rot}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\) und \(P(\text{blau}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\). Da die Wahrscheinlichkeiten gleich sind, ist es ein Laplace-Experiment. 3. Fall b): Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}, \text{gelb}\}\). Jede Farbe hat eine Wahrscheinlichkeit von \(P = \frac{5}{20} = 0{,}25\). Da alle Ergebnisse gleichwahrscheinlich sind, ist es ein Laplace-Experiment. 4. Fall c): Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}\}\). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{rot}) = \frac{2}{20} = 0{,}1\), \(P(\text{blau}) = \frac{8}{20} = 0{,}4\) und \(P(\text{grün}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\). Da die Wahrscheinlichkeiten verschieden sind, ist es kein Laplace-Experiment.

Antwort

a) Ja, es ist ein Laplace-Experiment. \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}\}\). b) Ja, es ist ein Laplace-Experiment. \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}, \text{gelb}\}\). c) Nein, es ist kein Laplace-Experiment. \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}, \text{grün}\}\).
4375138
Das abgebildete Glücksrad hat \(6\) gleich große Sektoren. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass der Zeiger nicht auf einem mit G markierten Sektor stehen bleibt.
Abbildung zur Aufgabe 437513

Denkanstöße

- Zähle zunächst alle gleich großen Sektoren. - Zähle dann die Sektoren, die nicht mit G gekennzeichnet sind. - Vergleiche günstige und mögliche Sektoren.

Lösung

1. Das Rad hat \(6\) gleich große Sektoren. Davon tragen \(3\) die Kennzeichnung G. 2. Die übrigen \(3\) Sektoren gehören zum Ereignis „nicht G“. 3. Daher ist \(P(\text{nicht G})=\frac{3}{6}=\frac{1}{2}=50\,\%\).

Antwort

\(\frac{1}{2}=50\,\%\)
4135628
In einer Lostrommel befinden sich 12 rote, 8 blaue und 4 grüne Kugeln. a) Begründe, warum das Ziehen einer Kugel (bezogen auf die Farbe) unter den gegebenen Bedingungen kein Laplace-Experiment ist. b) Wie viele Kugeln welcher Farbe müssen mindestens hinzugefügt werden, damit das Ziehen einer Farbe zu einem Laplace-Experiment wird? c) Berechne im neuen Laplace-Experiment die Wahrscheinlichkeit für jede der drei Farben.

Denkanstöße

- Vergleiche die Anzahl der Kugeln jeder Farbe. Was müsste gelten, damit jede Farbe die gleiche Chance hat? - Orientier dich an der Farbe, die am häufigsten vorkommt. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, wenn alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind?

Lösung

1. Berechnung der Gesamtzahl und Wahrscheinlichkeiten: Gesamtzahl \(n = 12 + 8 + 4 = 24\). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{rot}) = \frac{12}{24} = 0{,}5\), \(P(\text{blau}) = \frac{8}{24} \approx 0{,}33\) und \(P(\text{grün}) = \frac{4}{24} \approx 0{,}17\). Da die Wahrscheinlichkeiten unterschiedlich sind, ist es kein Laplace-Experiment bezüglich der Farben. 2. Anpassung für Laplace-Bedingung: Alle Farben müssen die gleiche Anzahl an Kugeln haben. Die höchste Anzahl ist 12 (rot). 3. Berechnung der hinzuzufügenden Kugeln: Für Blau müssen \(12 - 8 = 4\) Kugeln hinzugefügt werden. Für Grün müssen \(12 - 4 = 8\) Kugeln hinzugefügt werden. 4. Neue Wahrscheinlichkeit: Die neue Gesamtzahl ist \(12 + 12 + 12 = 36\). Da es drei gleich wahrscheinliche Farben gibt, gilt für jede Farbe \(P = \frac{12}{36} = \frac{1}{3}\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeiten der Farben sind unterschiedlich (\(\frac{12}{24}\), \(\frac{8}{24}\), \(\frac{4}{24}\)). b) Es müssen 4 blaue und 8 grüne Kugeln hinzugefügt werden. c) Für jede der drei Farben beträgt die Wahrscheinlichkeit \(P = \frac{1}{3}\).
4135678
In einer Schale liegen 12 Äpfel, 8 Birnen und 10 Orangen. Die Obststücke sind gut durchmischt. Für das mathematische Modell wird angenommen, dass jedes Obststück mit gleicher Wahrscheinlichkeit ausgewählt wird. Jemand greift blind hinein und nimmt ein Stück Obst heraus. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, eine Birne zu ziehen. b) Erkläre kurz, warum man in dieser Situation das Laplace-Modell zur Berechnung verwenden kann. c) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem gezogenen Obst nicht um einen Apfel handelt?

Denkanstöße

- Wie viele Obststücke liegen insgesamt in der Schale? - Welche Modellannahme zur Auswahlwahrscheinlichkeit der einzelnen Obststücke wird ausdrücklich genannt? - Wie viele Stücke sind keine Äpfel?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der möglichen Ergebnisse: In der Schale befinden sich insgesamt \(12 + 8 + 10 = 30\) Obststücke. Nach der ausdrücklich genannten Modellannahme wird jedes Stück mit der gleichen Wahrscheinlichkeit ausgewählt; daher liegt ein Laplace-Experiment vor. 2. Berechnung für a): Es gibt 8 Birnen, also 8 günstige Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\text{Birne}) = \frac{8}{30} = \frac{4}{15} \approx 0{,}267\). 3. Begründung für b): Nach der Modellannahme hat jedes Obststück die gleiche Chance, ausgewählt zu werden. Dies ist die Voraussetzung für ein Laplace-Experiment. 4. Berechnung für c): Das Ereignis „kein Apfel“ umfasst alle Birnen und Orangen. Die Anzahl der günstigen Ergebnisse ist \(8 + 10 = 18\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\text{kein Apfel}) = \frac{18}{30} = \frac{3}{5} = 0{,}6\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{4}{15}\) (ca. \(26{,}7\,\%\)). b) Nach der angegebenen Modellannahme sind alle Obststücke gleich wahrscheinlich. c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{3}{5}\) (\(60\,\%\)).
4135738
Ein Glücksrad ist in 10 gleich große Felder unterteilt. Von diesen Feldern sind 5 blau, 3 rot und 2 gelb. Das Rad wird einmal gedreht. a) Warum ist die Annahme eines Laplace-Experiments nicht gerechtfertigt, wenn die Ergebnismenge \(\Omega = \{\text{blau}, \text{rot}, \text{gelb}\}\) gewählt wird? b) Gib eine Ergebnismenge \(\Omega'\) an, für die die Laplace-Annahme gerechtfertigt ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet der Begriff „Laplace-Experiment“ für die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Ergebnisse? - Schau dir an, wie viele Felder zu jeder Farbe gehören. Sind die Chancen für jede Farbe gleich? - Wie könnte man die Felder unterscheiden, damit jedes einzelne Feld als eigenes Ergebnis zählt?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für die Farben: Da das Rad in 10 gleich große Felder unterteilt ist, beträgt die Wahrscheinlichkeit für jedes Feld \(\frac{1}{10}\). 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten der Ergebnisse in \(\Omega\): \(P(\text{blau}) = \frac{5}{10} = 0{,}5\), \(P(\text{rot}) = \frac{3}{10} = 0{,}3\) und \(P(\text{gelb}) = \frac{2}{10} = 0{,}2\). 3. Überprüfung der Laplace-Bedingung: Ein Laplace-Experiment setzt voraus, dass alle Elementarereignisse die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzen. Da \(0{,}5 \neq 0{,}3 \neq 0{,}2\), ist die Bedingung für \(\Omega\) nicht erfüllt. 4. Konstruktion einer geeigneten Ergebnismenge \(\Omega'\): Um die Laplace-Annahme zu rechtfertigen, müssen die Ergebnisse gleich wahrscheinlich sein. Dies erreicht man, indem man jedes der 10 Felder einzeln betrachtet, z. B. durch Nummerierung: \(\Omega' = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10\}\). Jedes Feld hat dann die Wahrscheinlichkeit \(P(i) = \frac{1}{10}\).

Antwort

a) Die Ergebnisse sind nicht gleich wahrscheinlich: \(P(\text{blau}) = 0{,}5\), \(P(\text{rot}) = 0{,}3\) und \(P(\text{gelb}) = 0{,}2\). Bei einem Laplace-Experiment müssen jedoch alle Ergebnisse dieselbe Wahrscheinlichkeit haben. b) Eine mögliche Ergebnismenge ist die Menge der einzelnen Felder, zum Beispiel \(\Omega' = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10\}\).
4135768
Untersuche die folgenden drei Zufallsexperimente. Gib jeweils die Ergebnismenge \(\Omega\) an und entscheide mit Begründung, ob es sich um ein Laplace-Experiment handelt. a) Werfen einer fairen Münze (Wappen oder Zahl). b) Ziehen einer Kugel aus einer Urne, in der sich \(4\) rote und \(6\) blaue Kugeln befinden. Das Ergebnis ist die Farbe der Kugel. c) Drehen eines Glücksrads, das in \(8\) exakt gleich große Sektoren unterteilt ist, die von \(1\) bis \(8\) durchnummeriert sind.

Denkanstöße

- Was bedeutet der Begriff „Laplace-Experiment“ für die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Ergebnisse? - Schau dir an, ob alle möglichen Ergebnisse physikalisch oder durch die Anzahl die gleiche Chance haben, einzutreten. - Wie viele Elemente hat die Ergebnismenge in jedem Fall?

Lösung

1. Münze: Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{Wappen}, \text{Zahl}\}\). Da die Münze fair ist, sind beide Ergebnisse gleich wahrscheinlich (\(P = 0{,}5\)), es liegt ein Laplace-Experiment vor. 2. Urne: Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}\}\). Es ist kein Laplace-Experiment, da die Wahrscheinlichkeiten aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der Kugeln ungleich sind (\(P(\text{rot}) = \frac{4}{10} = 0{,}4\) und \(P(\text{blau}) = \frac{6}{10} = 0{,}6\)). 3. Glücksrad: Die Ergebnismenge ist \(\Omega = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8\}\). Da alle Sektoren gleich groß sind, ist die Wahrscheinlichkeit für jedes Ergebnis identisch (\(P = \frac{1}{8}\)), es handelt sich um ein Laplace-Experiment.

Antwort

a) \(\Omega = \{\text{Wappen}, \text{Zahl}\}\); Laplace-Experiment, da beide Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind. b) \(\Omega = \{\text{rot}, \text{blau}\}\); kein Laplace-Experiment, da \(P(\text{rot}) = 0{,}4\) und \(P(\text{blau}) = 0{,}6\). c) \(\Omega = \{1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8\}\); Laplace-Experiment, da alle Sektoren die gleiche Fläche haben.
4135798
In einer Umfrage unter \(200\) Jugendlichen wurden die Lieblingshobbys abgefragt: Sport (\(80\)), Musik (\(50\)), Gaming (\(40\)) und Lesen (\(30\)). Lukas behauptet: „Wenn ich zufällig eine Person aus dieser Gruppe auswähle, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Lesen als Hobby hat, genau \(25\,\%\), da es \(4\) verschiedene Hobbys zur Auswahl gibt.“ a) Begründe, warum Lukas' Aussage falsch ist. b) Berechne die tatsächliche Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person das Hobby Lesen hat. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden auszuwählen, dessen Hobby Sport oder Musik ist?

Denkanstöße

- Worauf bezieht sich die Wahrscheinlichkeit bei einer Umfrage – auf die Anzahl der Antwortmöglichkeiten oder auf die Anzahl der Personen? - Wie berechnet man allgemein die Wahrscheinlichkeit in einem Laplace-Experiment? - Was bedeutet das Wort „oder“ für die Anzahl der günstigen Ergebnisse?

Lösung

1. Begründung der Unrichtigkeit: Lukas geht fälschlicherweise davon aus, dass alle Hobbys gleich häufig vorkommen (Laplace-Annahme auf Ebene der Kategorien). Die Wahrscheinlichkeit hängt jedoch von der Anzahl der Personen pro Kategorie ab, und diese sind nicht gleich verteilt. 2. Berechnung für Lesen: Die Anzahl der günstigen Ergebnisse ist \(30\), die Gesamtzahl der Personen ist \(200\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\text{Lesen}) = \frac{30}{200} = 0{,}15\) bzw. \(15\,\%\). 3. Kombination Sport oder Musik: Die Anzahl der günstigen Ergebnisse ist die Summe der Personen in beiden Gruppen: \(80 + 50 = 130\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(P(\text{Sport oder Musik}) = \frac{130}{200} = 0{,}65\) bzw. \(65\,\%\).

Antwort

a) Die Aussage ist falsch, da die Hobbys nicht gleich häufig gewählt wurden. Die Wahrscheinlichkeit hängt von der Anzahl der Personen ab, nicht von der Anzahl der Kategorien. b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(15\,\%\) (oder \(0{,}15\)). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(65\,\%\) (oder \(0{,}65\)).
4135988
Bei einer Tombola werden Lose mit dreistelligen Nummern von 000 bis 999 verkauft. Jede Nummer existiert genau einmal. a) Wie viele verschiedene Losnummern gibt es insgesamt? b) Ein Teilnehmer behauptet: „Die Chance, die Nummer 000 zu ziehen, ist viel kleiner als die Chance für die Nummer 527, weil die 000 eine ganz besondere Zahl ist.“ Beurteile diese Aussage mathematisch. c) Angenommen, es wurden alle Lose verkauft. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gezogene Gewinnzahl auf der Ziffer 7 endet?

Denkanstöße

- Zähle nach, wie viele Zahlen zwischen 000 und 999 liegen (vergiss die 000 nicht). - Sind bei einer zufälligen Ziehung bestimmte Muster wahrscheinlicher als andere? - Wie viele Möglichkeiten gibt es für die letzte Ziffer, wenn sie \(7\) sein muss? Wie viele Möglichkeiten bleiben für die ersten beiden Stellen?

Lösung

1. Bestimmung der Ergebnismenge: Die Nummern von 000 bis 999 umfassen genau \(1000\) verschiedene Möglichkeiten. 2. Beurteilung der Aussage: Es handelt sich um ein Laplace-Experiment. Jede Losnummer hat die gleiche Wahrscheinlichkeit von \(P = \frac{1}{1000}\). Die „Besonderheit“ einer Ziffernfolge beeinflusst die Wahrscheinlichkeit nicht. 3. Günstige Ergebnisse für Endziffer 7 bestimmen: Die Nummern sind 007, 017, 027, ..., 997. Da es 100 Zehnerblöcke gibt (00x bis 99x) und in jedem Block genau eine Zahl auf 7 endet, gibt es \(100\) günstige Ergebnisse. Alternativ: Die letzte Stelle muss eine 7 sein (1 Möglichkeit), während die ersten beiden Stellen beliebig (je 10 Möglichkeiten) sind: \(10 \cdot 10 \cdot 1 = 100\). 4. Wahrscheinlichkeit berechnen: \(P = \frac{100}{1000} = \frac{1}{10} = 0{,}1 = 10\,\%\).

Antwort

a) Es gibt \(1000\) verschiedene Losnummern. b) Die Aussage ist falsch. Jede Nummer ist gleich wahrscheinlich (\(P = \frac{1}{1000}\)), da es sich um ein Laplace-Experiment handelt. c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{1}{10}\) (oder \(10\,\%\)).
4320378
In der Abbildung siehst du zwei verschiedene Urnen, die mit farbigen Kugeln gefüllt sind. Bei beiden Urnen wird das folgende Zufallsexperiment durchgeführt: Es wird blind eine Kugel gezogen und ihre Farbe notiert. a) Bei welcher der beiden Urnen handelt es sich bei diesem Experiment (Ergebnis: Farbe der gezogenen Kugel) um ein Laplace-Experiment? Begründe deine Entscheidung. b) Berechne für beide Urnen jeweils die Wahrscheinlichkeit, eine rote Kugel zu ziehen. Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432037

Denkanstöße

- Erinnere dich zunächst daran, wann man ein Zufallsexperiment als Laplace-Experiment bezeichnet. - Zähle für jede Urne, wie viele Kugeln von jeder Sorte vorhanden sind und wie viele es insgesamt sind. - Überlege dir, wie du die Wahrscheinlichkeit für jede einzelne Farbe in beiden Urnen bestimmen kannst. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Ereignis, wenn alle Kugeln mit der gleichen Chance gezogen werden?

Lösung

1. Definition eines Laplace-Experiments überprüfen: Alle möglichen Ergebnisse müssen die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzen. 2. Für Urne A: Die Kugeln sind gleichmäßig verteilt (3 blaue, 3 rote, 3 gelbe Kugeln bei insgesamt 9 Kugeln). Die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe beträgt \(P(\text{Blau}) = P(\text{Rot}) = P(\text{Gelb}) = \frac{3}{9} = \frac{1}{3}\). Da alle Ergebnisse gleichwahrscheinlich sind, handelt es sich um ein Laplace-Experiment. 3. Für Urne B: Die Kugeln sind ungleichmäßig verteilt (4 blaue, 2 rote, 3 gelbe Kugeln bei insgesamt 9 Kugeln). Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{Blau}) = \frac{4}{9}\), \(P(\text{Rot}) = \frac{2}{9}\) und \(P(\text{Gelb}) = \frac{3}{9} = \frac{1}{3}\). Da die Ergebnisse nicht gleichwahrscheinlich sind, ist es kein Laplace-Experiment. 4. Wahrscheinlichkeit für eine rote Kugel bestimmen: - Urne A: \(P(\text{Rot}) = \frac{3}{9} = \frac{1}{3}\) - Urne B: \(P(\text{Rot}) = \frac{2}{9}\)

Antwort

a) Nur bei **Urne A** handelt es sich um ein Laplace-Experiment, da alle drei Farben (Blau, Rot, Gelb) mit jeweils 3 von 9 Kugeln die gleiche Wahrscheinlichkeit von \(\frac{1}{3}\) besitzen. Bei Urne B sind die Kugeln ungleich verteilt, weshalb die Farben unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten haben. b) Wahrscheinlichkeiten für eine rote Kugel: * Urne A: \(P(\text{Rot}) = \frac{1}{3}\) * Urne B: \(P(\text{Rot}) = \frac{2}{9}\)
4361108
Die Abbildung zeigt den Inhalt einer Urne mit roten und blauen Kugeln. a) Jemand behauptet: „Da es nur zwei Farben gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, eine rote Kugel zu ziehen, genau \(\frac{1}{2}\).“ Erkläre, warum diese Aussage falsch ist und gib die richtige Wahrscheinlichkeit an. b) Wie müsste man die Anzahl der roten und blauen Kugeln verändern, damit ein Laplace-Experiment bezüglich der Farben vorliegt, wenn die Gesamtzahl von 6 Kugeln erhalten bleiben soll?
Abbildung zur Aufgabe 436110

Denkanstöße

- Überlege, wie viele Kugeln es insgesamt gibt und wie viele davon rot bzw. blau sind. - Wann darf man bei einem Zufallsexperiment davon ausgehen, dass alle Ergebnisse die gleiche Wahrscheinlichkeit haben? - Was müsste passieren, damit man beim blinden Hineingreifen keine Farbe bevorzugt?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Kugeln: In der Urne befinden sich insgesamt 6 Kugeln (5 rote und 1 blaue). 2. Überprüfung der Laplace-Bedingung: Da die Anzahl der roten und blauen Kugeln unterschiedlich ist, sind die Ergebnisse „rot“ und „blau“ nicht gleichwahrscheinlich. Die Aussage ist also falsch. 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für „rot“: \(P(\text{rot}) = \frac{\text{Anzahl rote Kugeln}}{\text{Gesamtzahl}} = \frac{5}{6}\). 4. Bedingung für ein Laplace-Experiment: Damit beide Farben gleichwahrscheinlich sind, muss die Anzahl der roten Kugeln gleich der Anzahl der blauen Kugeln sein. Bei 6 Kugeln müssen es jeweils 3 rote und 3 blaue Kugeln sein. Man müsste also 2 rote Kugeln durch 2 blaue Kugeln ersetzen.

Antwort

a) Die Aussage ist falsch, da es mehr rote als blaue Kugeln gibt. Die Ergebnisse sind nicht gleichwahrscheinlich. Die richtige Wahrscheinlichkeit für eine rote Kugel beträgt \(P(\text{rot}) = \frac{5}{6}\). b) Man müsste die Zusammensetzung so ändern, dass 3 rote und 3 blaue Kugeln in der Urne liegen (z. B. indem man 2 rote durch 2 blaue Kugeln ersetzt).
4361608
Aus einer Urne mit acht nummerierten Kugeln (siehe Abbildung) wird zufällig eine Kugel gezogen. Betrachte folgende Ereignisse: - Ereignis \(A\): Die gezogene Zahl ist gerade. - Ereignis \(B\): Die gezogene Kugel ist blau. - Ereignis \(C\): Die gezogene Zahl ist größer als 5. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Ereignisse \(A\), \(B\) und \(C\). Handelt es sich bei dem Ziehen einer Kugel um ein Laplace-Experiment? Begründe deine Antwort.
Abbildung zur Aufgabe 436160

Denkanstöße

- Ein Laplace-Experiment liegt vor, wenn alle Elementarereignisse (hier das Ziehen jeder einzelnen Kugel) die gleiche Wahrscheinlichkeit haben. - Bestimme für jedes Ereignis die Anzahl der günstigen Ergebnisse und teile sie durch die Gesamtzahl der Kugeln. - Schau dir die Farben und Nummern in der Abbildung genau an.

Lösung

1. Grundmenge \(\Omega = \{1; 2; 3; 4; 5; 6; 7; 8\}\), also \(|\Omega| = 8\). 2. Ereignis \(A\) (gerade Zahlen): \(A = \{2; 4; 6; 8\}\). Es gilt \(P(A) = \frac{4}{8} = 0{,}5\). 3. Ereignis \(B\) (blaue Kugeln): Laut Abbildung sind die Kugeln 1, 2, 3 und 4 blau. Also \(B = \{1; 2; 3; 4\}\) und \(P(B) = \frac{4}{8} = 0{,}5\). 4. Ereignis \(C\) (Zahl \(> 5\)): \(C = \{6; 7; 8\}\). Es gilt \(P(C) = \frac{3}{8} = 0{,}375\). 5. Laplace-Experiment: Ja, es handelt sich um ein Laplace-Experiment, da jede der acht Kugeln mit der gleichen Wahrscheinlichkeit von \(\frac{1}{8}\) gezogen wird.

Antwort

Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(A) = 0{,}5\), \(P(B) = 0{,}5\) und \(P(C) = 0{,}375\). Es ist ein Laplace-Experiment, weil jede Kugel die gleiche Wahrscheinlichkeit (\(\frac{1}{8}\)) hat, gezogen zu werden.
4374948
Ein Glücksrad hat drei gleich große Felder rot, blau und grün. Danach wird eine faire Münze geworfen. Das Baumdiagramm zeigt die möglichen geordneten Ergebnisse. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis „blau oder Zahl“?
Abbildung zur Aufgabe 437494

Denkanstöße

- Lies jeden vollständigen Weg im Baum als ein geordnetes Ergebnis. - Markiere alle Endpunkte, bei denen entweder blau oder Zahl vorkommt. - Zähle günstige Endpunkte und alle Endpunkte, ohne einen Endpunkt doppelt zu zählen.

Lösung

1. Das Baumdiagramm hat \(3\cdot2=6\) Endpunkte. Sie stehen für sechs gleich wahrscheinliche geordnete Ergebnisse. 2. Günstig sind \((B,K),(B,Z),(R,Z),(G,Z)\). Das sind \(4\) der \(6\) Endpunkte. 3. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(\frac{4}{6}=\frac{2}{3}\).

Antwort

\(\frac{2}{3}\)
4375118
Ein Zufallscode besteht aus einem Buchstaben aus \(\{A,B,C\}\) und einer Ziffer aus \(\{1,2\}\). Alle vollständigen Codes sind gleich wahrscheinlich. Bestimme mithilfe des Baumdiagramms die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Code nicht mit A beginnt und auf \(2\) endet.
Abbildung zur Aufgabe 437511

Denkanstöße

- Lies jeden vollständigen Weg im Baum als einen Code. - Streiche zuerst alle Endpunkte, deren Buchstabe A ist. - Zähle anschließend die verbleibenden Endpunkte mit der Ziffer \(2\).

Lösung

1. Das Baumdiagramm hat \(3\cdot2=6\) Endpunkte. Sie stehen für die sechs gleich wahrscheinlichen Codes. 2. Die Bedingung erfüllen nur B2 und C2. Das sind \(2\) günstige Endpunkte. 3. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6}=\frac{1}{3}\).

Antwort

\(\frac{1}{3}\)
4375218
Ein Glücksrad hat die drei beschrifteten Felder A, B und C. A und B bedecken jeweils ein Viertel des Rads, C die Hälfte. Jonas rechnet für „A oder B“ mit \(\frac{2}{3}\). Korrigiere seine Rechnung und erkläre den Fehler.
Abbildung zur Aufgabe 437521

Denkanstöße

- Prüfe zuerst, ob die drei sichtbaren Felder gleich groß sind. - Bei einem Laplace-Modell müssten die betrachteten Einzelergebnisse gleich wahrscheinlich sein. - Vergleiche die tatsächlichen Flächenanteile von A und B mit dem ganzen Rad.

Lösung

1. Die drei beschrifteten Felder sind nicht gleich groß und daher nicht gleich wahrscheinlich. Man darf deshalb nicht einfach zwei günstige Beschriftungen durch drei Beschriftungen teilen. 2. A bedeckt \(\frac{1}{4}\) des Rads und B ebenfalls \(\frac{1}{4}\). Zusammen bedecken A und B die Hälfte des Rads. 3. Daher ist \(P(\text{A oder B})=\frac{1}{2}\), nicht \(\frac{2}{3}\).

Antwort

\(P(\text{A oder B})=\frac{1}{2}\). Jonas' Fehler ist, die drei unterschiedlich großen Felder wie gleich wahrscheinliche Ergebnisse zu behandeln.
4135638
Ein spezieller Würfel hat die Form eines Quaders mit den Kantenlängen \(a = 3\,\text{cm}\), \(b = 3\,\text{cm}\) und \(c = 6\,\text{cm}\). Die sechs Seitenflächen sind mit den Zahlen 1 bis 6 beschriftet. Die beiden quadratischen Flächen tragen die Zahlen 1 und 6. Die vier rechteckigen Seitenflächen tragen die Zahlen 2, 3, 4 und 5. Jonas behauptet: „Da der Körper 6 Flächen hat, ist die Wahrscheinlichkeit für jede Zahl genau \(\frac{1}{6}\).“ Nimm kritisch Stellung zu dieser Aussage. Nutze geometrische Argumente zur Begründung.

Denkanstöße

- Prüfe, ob alle sechs möglichen Auflageflächen geometrisch gleichartig sind. - Überlege, welche Symmetrieeigenschaft einen gewöhnlichen fairen Würfel auszeichnet und ob sie hier vorliegt. - Unterscheide zwischen einem geometrischen Hinweis auf Ungleichheit und einer exakten Berechnung von Landewahrscheinlichkeiten.

Lösung

1. Die beiden quadratischen Flächen haben den Flächeninhalt \(3\,\text{cm}\cdot3\,\text{cm}=9\,\text{cm}^2\). 2. Die vier rechteckigen Flächen haben den Flächeninhalt \(3\,\text{cm}\cdot6\,\text{cm}=18\,\text{cm}^2\). 3. Der Körper besitzt damit nicht die Symmetrie eines gewöhnlichen Würfels. Seine möglichen Auflageflächen unterscheiden sich in Form und Größe; auch die geometrische Lage des Schwerpunkts relativ zu den verschiedenen Auflageflächen ist nicht gleichartig. 4. Aus der bloßen Zahl von sechs Flächen folgt deshalb nicht \(P(1)=\dots=P(6)=\frac16\). Aus den Flächeninhalten allein lassen sich die tatsächlichen Landewahrscheinlichkeiten allerdings ebenfalls nicht exakt bestimmen. 5. Für exakte Wahrscheinlichkeiten wären ein geeignetes physikalisches Modell oder Versuchsdaten nötig. Die Laplace-Annahme ist für diesen Körper daher nicht begründet.

Antwort

Jonas' Aussage ist nicht begründet. Der Quader hat sechs Flächen, aber nicht die Symmetrie eines fairen Würfels. Deshalb folgt aus der Anzahl der Flächen nicht automatisch eine Wahrscheinlichkeit von \(\frac16\) für jede Zahl. Die tatsächlichen Landewahrscheinlichkeiten müssten experimentell oder mit einem geeigneten physikalischen Modell bestimmt werden.
4135788
Ein Glücksrad ist in vier Sektoren \(A\), \(B\), \(C\) und \(D\) unterteilt. Die Mittelpunktswinkel der Sektoren betragen: \(A: 120^\circ\), \(B: 120^\circ\), \(C: 60^\circ\), \(D: 60^\circ\). a) Berechne für jeden Sektor die Wahrscheinlichkeit, dass das Rad bei ihm stehen bleibt. b) Erkläre, warum dieses Zufallsexperiment bezüglich der Ergebnismenge \(\Omega = \{A, B, C, D\}\) kein Laplace-Experiment ist. c) Wie müssten die Winkel verändert werden, damit ein Laplace-Experiment mit der Ergebnismenge \(\Omega = \{A, B, C, D\}\) entsteht? Gib den neuen Winkel für die Sektoren an.

Denkanstöße

- Wie hängen der Anteil der Fläche (oder der Winkel) und die Wahrscheinlichkeit bei einem Glücksrad zusammen? - Ein ganzer Kreis entspricht immer \(360^\circ\). - Was müsste gelten, damit jedes der vier Felder die exakt gleiche Chance hat?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten: Ein voller Kreis hat \(360^\circ\). \(P(A) = \frac{120^\circ}{360^\circ} = \frac{1}{3}\) \(P(B) = \frac{120^\circ}{360^\circ} = \frac{1}{3}\) \(P(C) = \frac{60^\circ}{360^\circ} = \frac{1}{6}\) \(P(D) = \frac{60^\circ}{360^\circ} = \frac{1}{6}\) 2. Begründung: Da die Wahrscheinlichkeiten der Ergebnisse unterschiedlich sind (\(\frac{1}{3} \neq \frac{1}{6}\)), ist die Laplace-Bedingung (Gleichwahrscheinlichkeit) nicht erfüllt. 3. Anpassung für Laplace: Alle vier Ergebnisse müssen die gleiche Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{4}\) besitzen. Der zugehörige Winkel berechnet sich durch \(\frac{360^\circ}{4} = 90^\circ\). Jeder Sektor muss also einen Mittelpunktswinkel von \(90^\circ\) haben.

Antwort

a) \(P(A) = \frac{1}{3}\), \(P(B) = \frac{1}{3}\), \(P(C) = \frac{1}{6}\), \(P(D) = \frac{1}{6}\). b) Es ist kein Laplace-Experiment, da die Ergebnisse nicht gleich wahrscheinlich sind (die Sektoren sind unterschiedlich groß). c) Jeder der vier Sektoren müsste einen Mittelpunktswinkel von \(90^\circ\) haben.
4136558
Zwei faire sechsseitige Spielwürfel werden gleichzeitig geworfen. Wir betrachten zwei verschiedene Arten, das Ergebnis festzuhalten: a) Das Ergebnis ist die Summe der beiden Augenzahlen. Ist dies ein Laplace-Experiment? Begründe durch den Vergleich der Summen \(2\) und \(7\). b) Das Ergebnis ist das geordnete Zahlenpaar \((x;y)\), wobei \(x\) die Zahl des ersten und \(y\) die Zahl des zweiten Würfels ist. Begründe, warum diese Ergebnismenge ein Laplace-Modell bildet, und gib \(|\Omega|\) an.

Denkanstöße

- Liste für die Summen \(2\) und \(7\) die geordneten Würfelpaare auf, die sie erzeugen. - Zähle, wie viele geordnete Paare zweier Würfel insgesamt möglich sind. - Achte darauf, dass in a) Summen die Ergebnisse sind, in b) dagegen die einzelnen geordneten Würfelpaare.

Lösung

1. Die Summe \(2\) entsteht nur beim Paar \((1;1)\). Die Summe \(7\) entsteht bei \((1;6),(2;5),(3;4),(4;3),(5;2),(6;1)\). 2. Unter den \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinlichen geordneten Würfelpaaren hat die Summe \(2\) daher die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{36}\), die Summe \(7\) die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{36}=\frac{1}{6}\). Die Summen sind nicht gleich wahrscheinlich; in a) liegt kein Laplace-Experiment vor. 3. Bei b) werden die \(36\) geordneten Würfelpaare selbst als Ergebnisse betrachtet. Im Modell mit zwei fairen Würfeln sind diese geordneten Paare gleich wahrscheinlich. Daher ist b) ein Laplace-Experiment mit \(|\Omega|=36\).

Antwort

a) Nein. Zum Beispiel gilt \(P(2)=\frac{1}{36}\) und \(P(7)=\frac{1}{6}\). b) Ja. Die \(36\) geordneten Paare sind gleich wahrscheinlich; \(|\Omega|=36\).
4136568
Ein Glücksrad ist in 12 exakt gleich große Felder unterteilt. Die Felder sind mit den Zahlen 1, 2 oder 3 beschriftet. a) Wie viele Felder müssen jeweils mit der 1, der 2 und der 3 beschriftet sein, damit das Drehen des Rades ein Laplace-Experiment bezüglich der Ergebnismenge \(\Omega = \{1, 2, 3\}\) ist? b) Das Rad wird nun so beschriftet: Zwei Felder mit der 1, vier Felder mit der 2 und sechs Felder mit der 3. Berechne für dieses Experiment die Wahrscheinlichkeiten \(P(1)\), \(P(2)\) und \(P(3)\). Ist es ein Laplace-Experiment? c) Jemand behauptet: „Wenn ich das Rad aus Aufgabenteil b) drehe und nur wissen will, ob die Zahl ungerade oder gerade ist, dann ist das ein Laplace-Experiment.“ Prüfe diese Aussage mathematisch.

Denkanstöße

- Wie viele Felder gibt es insgesamt und wie viele davon entfallen auf ein bestimmtes Ergebnis? - Ein Laplace-Experiment erfordert immer die exakt gleiche Wahrscheinlichkeit für alle möglichen Ausgänge. - Fasse bei Teilaufgabe c) die Ergebnisse „1“ und „3“ zu einer Gruppe zusammen.

Lösung

1. Zu a): Damit das Experiment bezüglich \(\Omega = \{1, 2, 3\}\) ein Laplace-Experiment ist, muss jedes Ergebnis die Wahrscheinlichkeit \(P = \frac{1}{3}\) haben. Bei 12 Feldern entspricht das \(\frac{1}{3} \cdot 12 = 4\) Feldern pro Zahl. 2. Zu b): Die Gesamtzahl der Felder ist 12. Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(1) = \frac{2}{12} = \frac{1}{6}\), \(P(2) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\) und \(P(3) = \frac{6}{12} = \frac{1}{2}\). Da die Wahrscheinlichkeiten unterschiedlich sind (\(\frac{1}{6} \neq \frac{1}{3} \neq \frac{1}{2}\)), ist es kein Laplace-Experiment. 3. Zu c): Die Ergebnismenge ist \(\Omega' = \{\text{gerade}, \text{ungerade}\}\). Gerade Zahlen auf dem Rad sind nur die 2 (4 Felder). Ungerade Zahlen sind die 1 und die 3 (zusammen \(2 + 6 = 8\) Felder). 4. Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(\text{gerade}) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\) und \(P(\text{ungerade}) = \frac{8}{12} = \frac{2}{3}\). Da \(\frac{1}{3} \neq \frac{2}{3}\), ist die Aussage falsch; es ist kein Laplace-Experiment.

Antwort

a) Es müssen jeweils genau 4 Felder mit jeder der Zahlen 1, 2 und 3 beschriftet sein. b) \(P(1) = \frac{1}{6}\), \(P(2) = \frac{1}{3}\), \(P(3) = \frac{1}{2}\). Es ist kein Laplace-Experiment. c) Die Aussage ist falsch. Da \(P(\text{gerade}) = \frac{1}{3}\) und \(P(\text{ungerade}) = \frac{2}{3}\) gilt, sind die Wahrscheinlichkeiten nicht gleich.
4136608
Ein Glücksrad ist in \(10\) gleich große Sektoren unterteilt. Davon sind \(7\) Sektoren blau und \(3\) gelb. Das Rad wird zweimal gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für die Farbreihenfolge „blau, blau“. b) Noah behauptet: „Es gibt vier mögliche Farbreihenfolgen: blau-blau, blau-gelb, gelb-blau und gelb-gelb. Also hat jede Wahrscheinlichkeit \(25\,\%\).“ Erkläre den Fehler.

Denkanstöße

- Betrachte nicht nur die vier Farbnamen, sondern die einzelnen gleich großen Sektoren. - Wie viele geordnete Sektorpaare entstehen bei zwei Drehungen insgesamt? - Vergleiche die Zahl der Sektorpaare für blau-blau und gelb-gelb.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(10\cdot10=100\) gleich wahrscheinliche geordnete Sektorpaare. 2. Für blau-blau kann bei jeder Drehung einer von \(7\) blauen Sektoren getroffen werden. Es gibt \(7\cdot7=49\) günstige Sektorpaare. Daher ist \(P(\text{blau, blau})=\frac{49}{100}=49\,\%\). 3. Die vier Farbreihenfolgen fassen unterschiedlich viele gleich wahrscheinliche Sektorpaare zusammen. Zum Beispiel gibt es für gelb-gelb nur \(3\cdot3=9\) Sektorpaare. Deshalb sind die vier Farbreihenfolgen nicht gleich wahrscheinlich.

Antwort

a) \(49\,\%\) b) Die vier Farbreihenfolgen bestehen aus unterschiedlich vielen gleich wahrscheinlichen Sektorpaaren; daher darf man nicht durch \(4\) teilen.
4375238
Ein fairer Tetraeder mit den Zahlen \(1\) bis \(4\) wird zweimal geworfen. Das Baumdiagramm zeigt alle geordneten Ergebnisse. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die zweite Zahl größer als die erste ist.
Abbildung zur Aufgabe 437523

Denkanstöße

- Lies die Endpunkte des Baums als geordnete Zahlenpaare. - Prüfe für jede mögliche erste Zahl, welche zweiten Zahlen größer sind. - Zähle anschließend günstige Endpunkte und alle Endpunkte.

Lösung

1. Der Baum hat \(4\cdot4=16\) Endpunkte. Beim fairen Tetraeder sind die zugehörigen geordneten Ergebnisse gleich wahrscheinlich. 2. Günstig sind \((1;2),(1;3),(1;4),(2;3),(2;4),(3;4)\). Das sind \(6\) Endpunkte. 3. Daher ist die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{16}=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\).

Antwort

\(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\)
5530908
Bei einem unbekannten Zufallsgerät können die Ergebnisse A, B, C und D auftreten. In \(200\) Versuchen wurden die absoluten Häufigkeiten \(48\), \(53\), \(50\) und \(49\) beobachtet. Kaan sagt: „Die Häufigkeiten sind fast gleich. Damit ist bewiesen, dass das Gerät ein Laplace-Experiment liefert.“ Beurteile die Aussage.

Denkanstöße

- Unterscheide beobachtete relative Häufigkeiten von theoretischen Wahrscheinlichkeiten. - Frage, ob \(200\) Versuche überhaupt exakt gleiche Häufigkeiten erwarten lassen. - Überlege, wodurch die Gleichwahrscheinlichkeit bei einem Laplace-Experiment begründet werden muss.

Lösung

1. Die vier beobachteten Häufigkeiten liegen tatsächlich nahe beieinander; die relativen Häufigkeiten sind \(0{,}24\), \(0{,}265\), \(0{,}25\) und \(0{,}245\). 2. Diese empirischen Werte sind mit gleich wahrscheinlichen Ergebnissen vereinbar, beweisen sie aber nicht. 3. Ob ein Laplace-Experiment vorliegt, wird durch das Modell beziehungsweise die Bauart des Zufallsgeräts begründet: Die einzelnen Ergebnisse müssen theoretisch gleich wahrscheinlich sein. Endliche Versuchsreihen können nur empirische Hinweise liefern und schwanken zufällig.

Antwort

Kaans Aussage ist zu stark. Die Daten passen zu einem Laplace-Modell, beweisen aber nicht, dass A, B, C und D theoretisch gleich wahrscheinlich sind.
5530918
Das abgebildete Glücksrad hat \(6\) gleich große Sektoren. Beim Drehen wird nur die Farbe notiert. Zurzeit ist das Farbexperiment nicht Laplace. Du darfst genau einen Sektor umfärben. Welche Änderung macht die drei Farbergebnisse Rot, Blau und Grün gleich wahrscheinlich? Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 553091

Denkanstöße

- Zähle zunächst die Sektoren jeder Farbe. - Teile die Gesamtzahl \(6\) gleichmäßig auf die drei gewünschten Farbergebnisse auf. - Vergleiche die Zielanzahlen mit den aktuellen Anzahlen und ändere genau einen Sektor.

Lösung

1. Im Ausgangszustand gibt es \(3\) rote, \(2\) blaue und \(1\) grünen Sektor. 2. Für drei gleich wahrscheinliche Farbergebnisse müssen bei insgesamt \(6\) Sektoren auf jede Farbe \(2\) Sektoren entfallen. 3. Daher muss einer der roten Sektoren grün gefärbt werden. Danach gibt es je \(2\) rote, blaue und grüne Sektoren, also für jede Farbe die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6}=\frac{1}{3}\).

Antwort

Einen roten Sektor grün färben. Danach gibt es von jeder Farbe \(2\) Sektoren und jede Farbe hat Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{3}\).

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