Mit gleich wahrscheinlichen Zufallsziffern von \(0\) bis \(9\) soll ein Versuch mit Erfolgswahrscheinlichkeit \(0{,}3\) simuliert werden.
a) Gib eine mögliche Zuordnung der zehn Ziffern zu „Erfolg“ und „Misserfolg“ an.
b) Verwende für diese Teilaufgabe die Zuordnung „Erfolg bei \(0,1,2\)“. Die erzeugten Zufallsziffern lauten
\(7,0,4,2,9,1,3,8,2,5\).
Bestimme die absolute und relative Häufigkeit der Erfolge.
c) Erkläre, warum die relative Häufigkeit aus diesen zehn simulierten Versuchen nicht genau \(0{,}3\) sein muss.
Denkanstöße
- Für \(30\,\%\) Erfolg müssen drei der zehn gleich wahrscheinlichen Ziffern als Erfolg gelten.
- Zähle in b) nur die Ziffern \(0,1,2\).
- Vergleiche bei c) eine kurze Versuchsreihe mit der langfristigen Aussage des empirischen Gesetzes der großen Zahlen.
Lösung
1. Für Erfolgswahrscheinlichkeit \(0{,}3\) müssen genau \(3\) der \(10\) gleich wahrscheinlichen Ziffern als Erfolg festgelegt werden. Eine mögliche Zuordnung ist Erfolg bei \(0,1,2\), Misserfolg bei \(3,4,5,6,7,8,9\).
2. In der angegebenen Folge sind \(0,2,1,2\) Erfolge. Die absolute Häufigkeit beträgt daher \(4\).
3. Die relative Häufigkeit ist \(\frac{4}{10}=0{,}4=40\,\%\).
4. Bei nur zehn Versuchen können relative Häufigkeiten merklich von der zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeit abweichen. Erst bei vielen Wiederholungen ist eine stärkere Stabilisierung zu erwarten.
Antwort
a) Zum Beispiel: Erfolg bei \(0,1,2\), Misserfolg bei \(3,4,5,6,7,8,9\).
b) Absolute Häufigkeit: \(4\); relative Häufigkeit: \(0{,}4=40\,\%\).
c) Zehn Versuche sind eine kurze Reihe; zufällige Schwankungen können deshalb noch deutlich sichtbar sein.