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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Lineares und exponentielles Wachstum

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41278410
Ein Anfangswert von \(4500\,\text{€}\) wächst jedes Jahr um \(2\,\%\). a) Stelle einen Term \(K_n\) für den Wert nach \(n\) Jahren auf. b) Berechne \(K_1\), \(K_2\) und \(K_3\). Runde auf Cent. c) Erkläre an deinem Term, woran man erkennt, dass das Wachstum exponentiell und nicht linear ist.

Denkanstöße

- Welche Zahl multipliziert den aktuellen Wert bei einer Zunahme um \(2\,\%\)? - Wie oft wird dieser Faktor nach \(n\) Jahren angewendet? - Vergleiche „immer denselben Faktor multiplizieren“ mit „immer denselben Betrag addieren“.

Lösung

1. Der Wachstumsfaktor ist \(q=1{,}02\). Daher gilt \(K_n=4500\,\text{€}\cdot1{,}02^n\). 2. \(K_1=4500\,\text{€}\cdot1{,}02=4590{,}00\,\text{€}\). 3. \(K_2=4500\,\text{€}\cdot1{,}02^2=4681{,}80\,\text{€}\). 4. \(K_3=4500\,\text{€}\cdot1{,}02^3=4775{,}436\,\text{€}\approx4775{,}44\,\text{€}\). 5. Der Wert wird in jedem Schritt mit demselben Faktor \(1{,}02\) multipliziert. Bei linearem Wachstum würde stattdessen in jedem Schritt derselbe absolute Betrag addiert.

Antwort

a) \(K_n=4500\,\text{€}\cdot1{,}02^n\) b) \(K_1=4590{,}00\,\text{€}\), \(K_2=4681{,}80\,\text{€}\), \(K_3\approx4775{,}44\,\text{€}\) c) Exponentiell, weil in jedem Jahr mit demselben Faktor \(1{,}02\) multipliziert wird.
41278710
Zwei Modelle starten mit \(2500\,\text{€}\) und werden über drei Jahre verglichen. Modell L: Jedes Jahr kommen konstant \(75\,\text{€}\) hinzu. Modell E: Der aktuelle Wert wächst jedes Jahr um \(3\,\%\). a) Stelle für beide Modelle einen Term für den Wert nach \(n\) Jahren auf. b) Berechne den Wert beider Modelle nach drei Jahren. c) Erkläre, welches Modell linear und welches exponentiell wächst.

Denkanstöße

- Was bleibt bei Modell L von Jahr zu Jahr gleich: ein Betrag oder ein Faktor? - Welcher Wachstumsfaktor gehört zu \(3\,\%\)? - Formuliere beide Modelle zuerst allgemein für \(n\) Jahre und setze erst danach \(n=3\) ein.

Lösung

1. Für Modell L gilt \(L(n)=2500\,\text{€}+75\,\text{€}\cdot n\). 2. Für Modell E ist der Wachstumsfaktor \(1{,}03\), also \(E(n)=2500\,\text{€}\cdot1{,}03^n\). 3. Nach drei Jahren gilt \(L(3)=2725{,}00\,\text{€}\). 4. Für Modell E gilt \(E(3)=2500\,\text{€}\cdot1{,}03^3=2731{,}8175\,\text{€}\approx2731{,}82\,\text{€}\). 5. Modell L ist linear, weil pro Jahr derselbe absolute Betrag addiert wird. Modell E ist exponentiell, weil pro Jahr mit demselben Faktor multipliziert wird.

Antwort

a) \(L(n)=2500\,\text{€}+75\,\text{€}\cdot n\), \(E(n)=2500\,\text{€}\cdot1{,}03^n\) b) \(L(3)=2725{,}00\,\text{€}\), \(E(3)\approx2731{,}82\,\text{€}\) c) Modell L wächst linear, Modell E exponentiell.
42582010
Betrachte die folgenden zwei Zahlenfolgen \(A\) und \(B\): Folge \(A\): \(10; 14; 18; 22; \dots\) Folge \(B\): \(10; 15; 22{,}5; 33{,}75; \dots\) a) Entscheide für jede Folge, ob lineares oder exponentielles Wachstum vorliegt. Begründe deine Entscheidung. b) Ergänze bei jeder Folge die nächsten zwei Glieder und gib jeweils die Rechenvorschrift von einem Glied zum nächsten an. c) Jemand behauptet: „Folge \(A\) wächst exponentiell, denn ihre Werte werden immer größer.“ Erkläre den Fehler in dieser Begründung.

Denkanstöße

- Vergleiche bei jeder Folge sowohl die Abstände als auch die Verhältnisse aufeinanderfolgender Werte. - Welche Rechenvorschrift führt bei jeder Folge zuverlässig vom aktuellen zum nächsten Glied? - Überlege bei der Behauptung in c), welches Merkmal exponentielles Wachstum wirklich von linearem Wachstum unterscheidet.

Lösung

1. Bei Folge \(A\) sind die Differenzen konstant: \(14-10=4\), \(18-14=4\) und \(22-18=4\). Deshalb liegt lineares Wachstum vor. 2. Bei Folge \(B\) sind die Quotienten konstant: \(15:10=1{,}5\), \(22{,}5:15=1{,}5\) und \(33{,}75:22{,}5=1{,}5\). Deshalb liegt exponentielles Wachstum vor. 3. Folge \(A\) wird jeweils um \(4\) erhöht. Die nächsten Glieder sind \(26\) und \(30\). 4. Folge \(B\) wird jeweils mit \(1{,}5\) multipliziert. Die nächsten Glieder sind \(50{,}625\) und \(75{,}9375\). 5. Dass Werte größer werden, reicht nicht als Kennzeichen für exponentielles Wachstum. Entscheidend ist ein konstanter Multiplikationsfaktor; bei Folge \(A\) ist stattdessen die absolute Zunahme konstant.

Antwort

a) Folge \(A\): lineares Wachstum mit konstanter Differenz \(4\); Folge \(B\): exponentielles Wachstum mit konstantem Faktor \(1{,}5\). b) Folge \(A\): \(26; 30\), jeweils \(+4\). Folge \(B\): \(50{,}625; 75{,}9375\), jeweils \(\cdot 1{,}5\). c) Größer werdende Werte allein kennzeichnen kein exponentielles Wachstum. Dafür muss der Faktor zwischen aufeinanderfolgenden Werten konstant sein; bei Folge \(A\) ist die Differenz konstant.
42815110
Zwei Kapitalanlagen starten mit demselben Anfangskapital von \(800\,\text{€}\). Die Anlage \(K_1\) wächst linear, die Anlage \(K_2\) wächst exponentiell. Nach zwei Jahren haben beide Anlagen denselben Wert von \(1800\,\text{€}\) erreicht. a) Gib für beide Anlagen eine Funktionsgleichung an, die das Kapital nach \(t\) Jahren beschreibt. b) Berechne, welche Anlage nach dem ersten Jahr einen höheren Wert aufweist und wie groß die Differenz der Beträge ist.

Denkanstöße

- Welche Grundformeln beschreiben lineares und exponentielles Wachstum? - Wie kannst du den Endwert nach zwei Jahren nutzen, um die fehlenden Wachstumsraten zu bestimmen? - Was passiert, wenn du für die Zeit den Wert 1 in deine Modelle einsetzt?

Lösung

1. Aufstellen der allgemeinen Wachstumsmodelle: Lineares Wachstum \(K_1(t) = K_0 + dt\) und exponentielles Wachstum \(K_2(t) = K_0 q^t\) mit \(K_0 = 800\). 2. Bestimmung der Parameter für \(t=2\): Für \(K_1\) gilt \(800 + 2d = 1800\), woraus \(2d = 1000\) und somit \(d = 500\) folgt. Die Gleichung lautet \(K_1(t) = 800 + 500t\). 3. Für \(K_2\) gilt \(800 \cdot q^2 = 1800\), woraus \(q^2 = 2{,}25\) und \(q = 1{,}5\) folgt. Die Gleichung lautet \(K_2(t) = 800 \cdot 1{,}5^t\). 4. Berechnung der Werte für \(t=1\): \(K_1(1) = 800 + 500 = 1300\,\text{€}\) und \(K_2(1) = 800 \cdot 1{,}5 = 1200\,\text{€}\). 5. Vergleich und Differenz: Die lineare Anlage \(K_1\) ist um \(1300 - 1200 = 100\,\text{€}\) höher.

Antwort

a) \(K_1(t) = 800 + 500t\); \(K_2(t) = 800 \cdot 1{,}5^t\) (mit \(t\) in Jahren und \(K\) in €) b) Die lineare Anlage \(K_1\) ist nach einem Jahr um \(100\,\text{€}\) höher als die exponentielle Anlage \(K_2\).
42830710
Untersuche die beiden Wertetabellen. Entscheide für jede Tabelle, ob ein lineares oder ein exponentielles Wachstumsmodell vorliegt, und vervollständige die fehlenden Werte. a) <table> <tr><td>Zeit \(t\)</td><td>\(0\)</td><td>\(1\)</td><td>\(2\)</td><td>\(3\)</td><td>\(4\)</td></tr> <tr><td>Bestand \(A\)</td><td>\(200\)</td><td>\(240\)</td><td></td><td>\(345{,}6\)</td><td></td></tr> </table> b) <table> <tr><td>Zeit \(t\)</td><td>\(0\)</td><td>\(1\)</td><td>\(2\)</td><td>\(3\)</td><td>\(4\)</td></tr> <tr><td>Bestand \(B\)</td><td>\(200\)</td><td>\(240\)</td><td></td><td></td><td>\(360\)</td></tr> </table>

Denkanstöße

- Prüfe zuerst, ob die Differenzen zwischen aufeinanderfolgenden bekannten Werten konstant sein können. - Prüfe alternativ, ob ein fester Quotient zu allen bekannten Werten passt. - Nutze auch den späteren bekannten Wert in jeder Tabelle, um deine Vermutung zu kontrollieren.

Lösung

1. In Tabelle a ist \(240:200=1{,}2\). Der bekannte Wert bei \(t=3\) bestätigt den Faktor, denn \(240\cdot1{,}2^2=345{,}6\). Damit liegt exponentielles Wachstum vor. 2. Für Tabelle a folgen \(240\cdot1{,}2=288\) bei \(t=2\) und \(345{,}6\cdot1{,}2=414{,}72\) bei \(t=4\). 3. In Tabelle b ist \(240-200=40\). Der Endwert bestätigt die konstante Differenz, denn \(200+4\cdot40=360\). Damit liegt lineares Wachstum vor. 4. Für Tabelle b sind die fehlenden Werte \(280\) bei \(t=2\) und \(320\) bei \(t=3\).

Antwort

a) Exponentielles Wachstum; \(288\) für \(t=2\) und \(414{,}72\) für \(t=4\). b) Lineares Wachstum; \(280\) für \(t=2\) und \(320\) für \(t=3\).
42830810
Zwei verschiedene Sparmodelle werden verglichen. Bei beiden Modellen beträgt das Startkapital zum Zeitpunkt \(t=0\) genau \(500\,\text{€}\). Modell 1: Das Kapital wächst jährlich um einen festen Betrag von \(25\,\text{€}\). Modell 2: Das Kapital wächst jährlich um einen festen Prozentsatz von \(4\,\%\). Bestimme für beide Modelle die Art des Wachstums und berechne das Kapital nach \(5\) Jahren. Runde Geldbeträge, falls nötig, auf Cent.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen einer jährlichen Zunahme um einen festen Geldbetrag und einer Zunahme um einen festen Prozentsatz. - Übersetze die prozentuale Zunahme in einen Multiplikationsfaktor. - Verwende für beide Modelle dieselbe Zeitspanne, bevor du die Ergebnisse vergleichst.

Lösung

1. Modell 1 beschreibt lineares Wachstum, weil jedes Jahr derselbe absolute Betrag von \(25\,\text{€}\) hinzukommt. 2. Nach \(5\) Jahren gilt \(K_1(5)=500+5\cdot25=625\). Das Kapital beträgt \(625{,}00\,\text{€}\). 3. Modell 2 beschreibt exponentielles Wachstum. Der jährliche Wachstumsfaktor ist \(1+\frac{4}{100}=1{,}04\). 4. Nach \(5\) Jahren gilt \(K_2(5)=500\cdot1{,}04^5\approx608{,}33\). Das Kapital beträgt \(608{,}33\,\text{€}\).

Antwort

Modell 1: lineares Wachstum; nach \(5\) Jahren \(625{,}00\,\text{€}\). Modell 2: exponentielles Wachstum; nach \(5\) Jahren \(608{,}33\,\text{€}\).
42832110
Ein Kapital von \(10\,000\,\text{€}\) soll für längere Zeit angelegt werden. Die Finanzberatung Elbwert stellt zwei verschiedene Modelle vor: Modell A: Jährlich wird ein fester Zinsbetrag von \(320\,\text{€}\) am Jahresende gutgeschrieben. Die Zinsen selbst werden nicht weiter verzinst. Modell B: Das Kapital wird jährlich mit \(3\,\%\) verzinst. Die anfallenden Zinsen werden am Ende jedes Jahres dem Kapital zugeschlagen und im Folgejahr mitverzinst. a) Berechne für beide Modelle den Kapitalstand nach \(1\), \(2\) und \(5\) Jahren. b) Entscheide, welches Modell lineares und welches exponentielles Wachstum beschreibt. Begründe deine Entscheidung mithilfe der jährlichen Zunahmen. c) Vergleiche die Kapitalstände beider Modelle nach \(20\) Jahren. Welches Modell ist für den Anleger lukrativer? Runde Geldbeträge, falls nötig, auf Cent.

Denkanstöße

- Prüfe, ob die jährliche Zunahme als fester Eurobetrag oder als Anteil des jeweils aktuellen Kapitals beschrieben ist. - Stelle für jedes Modell zuerst eine Rechenvorschrift für den Kapitalstand nach \(t\) Jahren auf. - Vergleiche in c) beide Modelle am selben Zeitpunkt und runde erst das Endergebnis.

Lösung

1. Für Modell A gilt \(K_A(t)=10\,000+320t\). Daher sind \(K_A(1)=10\,320\), \(K_A(2)=10\,640\) und \(K_A(5)=11\,600\). 2. Für Modell B gilt \(K_B(t)=10\,000\cdot1{,}03^t\). Daher sind \(K_B(1)=10\,300\), \(K_B(2)=10\,609\) und \(K_B(5)\approx11\,592{,}74\). 3. Modell A ist linear, weil jedes Jahr genau \(320\,\text{€}\) hinzukommen. Modell B ist exponentiell, weil in jedem Jahr derselbe Faktor \(1{,}03\) wirkt und dadurch die absoluten Zuwächse wachsen. 4. Nach \(20\) Jahren gilt \(K_A(20)=10\,000+20\cdot320=16\,400\) und \(K_B(20)=10\,000\cdot1{,}03^{20}\approx18\,061{,}11\). Modell B liefert den höheren Kapitalstand.

Antwort

a) Modell A: \(10\,320{,}00\,\text{€}\), \(10\,640{,}00\,\text{€}\), \(11\,600{,}00\,\text{€}\). Modell B: \(10\,300{,}00\,\text{€}\), \(10\,609{,}00\,\text{€}\), \(11\,592{,}74\,\text{€}\). b) Modell A ist linear; Modell B ist exponentiell. c) Nach \(20\) Jahren: Modell A \(16\,400{,}00\,\text{€}\), Modell B \(18\,061{,}11\,\text{€}\). Modell B ist lukrativer.
42835210
Die Reichweite eines Beitrags in einem sozialen Netzwerk wird stündlich dokumentiert: <table> <tr><td>Zeit in Stunden \(t\)</td><td>\(0\)</td><td>\(1\)</td><td>\(2\)</td><td>\(3\)</td></tr> <tr><td>Anzahl erreichte Personen \(N\)</td><td>\(400\)</td><td>\(600\)</td><td>\(900\)</td><td>\(1350\)</td></tr> </table> a) Prüfe rechnerisch, ob die Reichweite exponentiell wächst. b) Gib den stündlichen Wachstumsfaktor \(q\) sowie die stündliche Zunahme in Prozent an. c) Wie viele Personen werden nach \(6\) Stunden erreicht, wenn die Wachstumsrate konstant bleibt? Runde auf ganze Personen.

Denkanstöße

- Prüfe, ob die Quotienten aufeinanderfolgender Tabellenwerte konstant sind. - Der Wachstumsfaktor zeigt unmittelbar, welcher Anteil zum vorherigen Wert hinzukommt. - Verwende den Startwert und den Faktor für die Prognose und runde erst den Endwert auf eine ganze Personenzahl.

Lösung

1. Die Quotienten aufeinanderfolgender Werte sind \(600:400=1{,}5\), \(900:600=1{,}5\) und \(1350:900=1{,}5\). Deshalb liegt exponentielles Wachstum vor. 2. Der Wachstumsfaktor ist \(q=1{,}5\). Damit beträgt die Zunahme \((1{,}5-1)\cdot100\,\%=50\,\%\) pro Stunde. 3. Mit \(N(t)=400\cdot1{,}5^t\) ergibt sich \(N(6)=400\cdot1{,}5^6=4556{,}25\approx4556\). Nach \(6\) Stunden werden nach dem Modell etwa \(4556\) Personen erreicht.

Antwort

a) Ja. Die Quotienten aufeinanderfolgender Werte sind konstant \(1{,}5\). b) \(q=1{,}5\); Zunahme \(50\,\%\) pro Stunde. c) Etwa \(4556\) Personen.
42887510
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Aufrufe eines viralen Videos in den ersten drei Wochen nach der Veröffentlichung. <table> <tr> <td>Woche \(n\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> </tr> <tr> <td>Aufrufe \(A_n\)</td> <td>\(200\)</td> <td>\(300\)</td> <td>\(450\)</td> <td>\(675\)</td> </tr> </table> 1. Zeige durch Berechnung der Quotienten aufeinanderfolgender Werte, dass die Daten exakt durch ein rekursives Modell der Form \(A_{n+1} = a \cdot A_n\) beschrieben werden können, und gib den Wachstumsfaktor \(a\) an. 2. Ein alternatives Modell geht von einem linearen Wachstum aus: \(L_{n+1} = L_n + d\). Bestimme den Parameter \(d\) mithilfe der Werte von Woche 0 und Woche 1. 3. Berechne den Wert für Woche 3 nach dem linearen Modell und bestimme die prozentuale Abweichung dieses Modells vom tatsächlichen Wert in Woche 3.

Denkanstöße

- Wie verhalten sich die Werte zueinander, wenn man sie dividiert oder subtrahiert? - Was bedeutet es für die Änderung von Schritt zu Schritt, wenn ein Modell „linear“ genannt wird? - Welche Rechenoperation gehört zu einem Wachstumsfaktor? - Wie berechnet man den Unterschied zwischen zwei Werten im Verhältnis zum ursprünglichen Wert?

Lösung

1. Berechnung der Quotienten: \(\frac{300}{200} = 1{,}5\); \(\frac{450}{300} = 1{,}5\); \(\frac{675}{450} = 1{,}5\). Da alle Quotienten gleich sind, liegt ein exponentielles Modell mit dem Wachstumsfaktor \(a = 1{,}5\) vor. 2. Bestimmung von \(d\) aus Woche 0 und 1: \(d = A_1 - A_0 = 300 - 200 = 100\). Das lineare Modell lautet \(L_{n+1} = L_n + 100\). 3. Berechnung für Woche 3: \(L_3 = 200 + 3 \cdot 100 = 500\). Die absolute Abweichung beträgt \(675 - 500 = 175\). Die prozentuale Abweichung bezogen auf den realen Wert beträgt \(\frac{175}{675} \approx 25{,}9\,\%\).

Antwort

1. \(a = 1{,}5\) 2. \(d = 100\) 3. \(L_3 = 500\); Abweichung ca. \(25{,}9\,\%\)
55244110
Bei drei aufeinanderfolgenden Stunden steigt eine Messgröße von \(120\) über \(144\) und \(168\) auf \(192\). Noah behauptet: „Die Messgröße wächst exponentiell um \(20\,\%\) pro Stunde, denn von \(120\) auf \(144\) sind es genau \(20\,\%\).“ a) Entscheide, ob Noahs Aussage stimmt, und ordne die Entwicklung als linear oder exponentiell ein. b) Berechne die prozentuale Zunahme in jedem der drei Zeitintervalle. Runde auf eine Nachkommastelle. c) Erkläre den Denkfehler in Noahs Begründung.

Denkanstöße

- Vergleiche zuerst die absoluten Änderungen zwischen benachbarten Werten. - Prüfe anschließend, ob dieselbe absolute Änderung auch immer denselben prozentualen Anteil des jeweiligen Ausgangswerts darstellt. - Welche Größe muss bei linearem Wachstum konstant sein, welche bei exponentiellem Wachstum?

Lösung

1. Die absoluten Zunahmen sind jeweils gleich: \(144-120=24\), \(168-144=24\) und \(192-168=24\). Daher ist die Entwicklung linear. 2. Die prozentualen Zunahmen betragen \(\frac{24}{120}\cdot100\,\%=20{,}0\,\%\), \(\frac{24}{144}\cdot100\,\%\approx16{,}7\,\%\) und \(\frac{24}{168}\cdot100\,\%\approx14{,}3\,\%\). 3. Noah betrachtet nur das erste Intervall. Bei exponentiellem Wachstum müsste in jedem gleich langen Zeitintervall derselbe relative Faktor beziehungsweise dieselbe prozentuale Änderung gelten. Hier bleibt stattdessen die absolute Zunahme konstant.

Antwort

a) Die Entwicklung ist linear, nicht exponentiell. b) \(20{,}0\,\%\), etwa \(16{,}7\,\%\), etwa \(14{,}3\,\%\) c) Eine einmal beobachtete prozentuale Zunahme reicht nicht für exponentielles Wachstum; dafür müsste der relative Faktor in jedem Intervall gleich sein.
41279410
Zwei Wachstumsmodelle starten bei \(2000\,\text{€}\) und werden vier Jahre lang betrachtet. Modell E wächst jedes Jahr um \(3\,\%\). Modell L wächst jedes Jahr um denselben absoluten Betrag. Dieser Betrag soll \(x\,\%\) des Anfangswerts von \(2000\,\text{€}\) entsprechen. Bestimme \(x\) so, dass beide Modelle nach vier Jahren exakt denselben Wert haben. Gib den exakten Prozentwert an und zusätzlich eine Rundung auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den Endwert des exponentiellen Modells nach vier Jahren. - Wie groß ist dessen gesamter Zuwachs gegenüber dem Anfangswert? - Im linearen Modell ist der jährliche absolute Zuwachs viermal gleich groß. Setze die Gesamtzuwächse gleich.

Lösung

1. Für Modell E gilt nach vier Jahren \(E(4)=2000\,\text{€}\cdot1{,}03^4=2251{,}01762\,\text{€}\). 2. Der gesamte Zuwachs gegenüber dem Anfangswert beträgt \(251{,}01762\,\text{€}\). 3. Modell L erhält viermal denselben Zuwachs \(2000\,\text{€}\cdot\frac{x}{100}=20x\,\text{€}\). Insgesamt sind das \(80x\,\text{€}\). 4. Aus \(80x\,\text{€}=251{,}01762\,\text{€}\) folgt \(x=3{,}13772025\).

Antwort

\(x=3{,}13772025\,\%\), gerundet \(x\approx3{,}14\,\%\).
41316510
In einem physikalischen Experiment wird die Abkühlung von heißem Kakao in einer Tasse untersucht. Die Temperatur wurde in bestimmten Zeitabständen gemessen und in der folgenden Tabelle notiert: <table> <tr> <td>Zeit \(t\) (in \(\text{min}\))</td> <td>0</td><td>2</td><td>4</td><td>6</td><td>10</td><td>15</td> </tr> <tr> <td>Temperatur \(T\) (in \(^\circ\text{C}\))</td> <td>75</td><td>59</td><td>47</td><td>38</td><td>28</td><td>23</td> </tr> </table> a) Überprüfe rechnerisch, ob die Zuordnung Zeit \(\rightarrow\) Temperatur linear ist. b) Beschreibe den Verlauf der Abkühlung. Was fällt dir bei der Temperaturänderung pro Zeiteinheit auf? c) Gib eine plausible Schätzung für die Zimmertemperatur ab und erkläre, warum sie aus den Messdaten nicht eindeutig bestimmt werden kann.

Denkanstöße

- Untersuche, um wie viele Grade die Temperatur in gleichen Zeitabschnitten sinkt. - Was bedeutet es für den Graphen, wenn die Werte nicht immer um denselben Betrag fallen? - Überlege, warum ein heißes Getränk irgendwann nicht mehr kälter wird.

Lösung

1. Prüfung auf Linearität: Im Intervall \([0;2]\) beträgt die durchschnittliche Änderungsrate \((59-75):(2-0)=-8\,^\circ\text{C/min}\). Im Intervall \([2;4]\) beträgt sie \((47-59):(4-2)=-6\,^\circ\text{C/min}\). Da die Änderungsraten nicht konstant sind, ist die Zuordnung nicht linear. 2. Die Temperatur sinkt kontinuierlich. Zu Beginn kühlt der Kakao schneller ab; später wird die Abkühlung langsamer. Zwischen Minute 10 und Minute 15 beträgt die durchschnittliche Änderungsrate nur noch \((23-28):(15-10)=-1\,^\circ\text{C/min}\). 3. Die Zimmertemperatur muss unter \(23\,^\circ\text{C}\) liegen, weil der Kakao bei der letzten Messung noch abkühlt. Ein Wert von etwa \(20\,^\circ\text{C}\) bis \(22\,^\circ\text{C}\) ist plausibel. Aus endlich vielen Messwerten lässt sich die genaue Zimmertemperatur ohne ein zusätzliches Abkühlungsmodell jedoch nicht eindeutig bestimmen.

Antwort

a) Die Zuordnung ist nicht linear, weil die Temperaturabnahme pro Minute nicht konstant ist, zum Beispiel \(-8\,^\circ\text{C/min}\) am Anfang und \(-1\,^\circ\text{C/min}\) im letzten Intervall. b) Der Kakao kühlt anfangs schnell und später immer langsamer ab. c) Eine plausible Schätzung liegt bei etwa \(20\,^\circ\text{C}\) bis \(22\,^\circ\text{C}\). Der genaue Wert ist aus den Messdaten allein nicht eindeutig bestimmbar.
41493310
Gegeben sind zwei verschiedene Zahlenfolgen mit jeweils vier Gliedern. Beide Folgen beginnen mit dem Wert 1 und enden mit dem Wert 64. Folge A ist eine arithmetische Folge, das heißt, die Differenz zwischen aufeinanderfolgenden Gliedern ist konstant. Folge B ist eine geometrische Folge, das heißt, der Quotient zwischen aufeinanderfolgenden Gliedern ist konstant. Berechne für beide Folgen die Summe der beiden mittleren Glieder und vergleiche die Ergebnisse.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Schrittweite \(d\) bei einer arithmetischen Folge, wenn Start und Ende bekannt sind? - Wie berechnet man den Faktor \(q\) bei einer geometrischen Folge über drei Schritte? - Was musst du berechnen, bevor du die Summen bilden kannst?

Lösung

1. Berechnung für Folge A (arithmetisch): \(a_1, a_2, a_3, a_4\). Es gilt \(a_4 = a_1 + 3d\). Einsetzen: \(64 = 1 + 3d \implies 63 = 3d \implies d = 21\). Glieder: \(a_2 = 1 + 21 = 22\), \(a_3 = 22 + 21 = 43\). Summe der mittleren Glieder: \(22 + 43 = 65\). 2. Berechnung für Folge B (geometrisch): \(b_1, b_2, b_3, b_4\). Es gilt \(b_4 = b_1 \cdot q^3\). Einsetzen: \(64 = 1 \cdot q^3 \implies q = \sqrt[3]{64} = 4\). Glieder: \(b_2 = 1 \cdot 4 = 4\), \(b_3 = 4 \cdot 4 = 16\). Summe der mittleren Glieder: \(4 + 16 = 20\). 3. Vergleich: Die Summe der mittleren Glieder ist bei der arithmetischen Folge (\(65\)) deutlich größer als bei der geometrischen Folge (\(20\)).

Antwort

Bei Folge A beträgt die Summe der mittleren Glieder \(65\). Bei Folge B beträgt sie \(20\). Die Summe der beiden mittleren Glieder der arithmetischen Folge ist somit größer.
42584410
Der Marktwert eines seltenen Oldtimers steigt innerhalb von \(10\) Jahren von \(20\,000\,\text{€}\) auf \(50\,000\,\text{€}\). a) Berechne den Wert des Autos nach genau \(5\) Jahren unter der Annahme eines konstanten jährlichen prozentualen Wachstums (exponentielles Modell). b) Berechne den Wert des Autos nach genau \(5\) Jahren unter der Annahme eines konstanten jährlichen absoluten Zuwachses (lineares Modell). c) Vergleiche die beiden Ergebnisse. Welches Modell liefert zur Mitte des Zeitraums den höheren Wert? Nenne außerdem die Annahme, unter der das exponentielle Modell für eine Wertanlage passend ist. Runde Geldbeträge, falls nötig, auf Cent.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen einem festen Geldbetrag pro Jahr und einem festen Prozentsatz des jeweils aktuellen Werts. - Nutze bei der Mitte des Zeitraums, dass beim linearen Modell die absolute Änderung gleichmäßig verteilt ist. - Beim exponentiellen Modell ist für die halbe Zeitspanne der Faktor gesucht, dessen Quadrat den Gesamtfaktor ergibt. - Prüfe bei c), welche Annahme über die Art der jährlichen Änderung jedes Modell macht.

Lösung

1. Beim exponentiellen Modell erfüllt der Wachstumsfaktor über \(10\) Jahre die Gleichung \(a^{10}=\frac{50000}{20000}=2{,}5\). Für \(5\) Jahre gilt daher \(a^5=\sqrt{2{,}5}\). 2. Der Wert nach \(5\) Jahren beträgt \(20\,000\cdot\sqrt{2{,}5}\approx31\,622{,}78\,\text{€}\). 3. Beim linearen Modell beträgt die Gesamtzunahme \(30\,000\,\text{€}\) in \(10\) Jahren, also \(3000\,\text{€}\) pro Jahr. Nach \(5\) Jahren ergibt sich \(20\,000+5\cdot3000=35\,000\,\text{€}\). 4. Das lineare Modell liefert zur Mitte des Zeitraums den höheren Wert. Ein exponentielles Modell ist passend, wenn eine konstante jährliche prozentuale Wertänderung bezogen auf den jeweils aktuellen Wert angenommen wird.

Antwort

a) \(31\,622{,}78\,\text{€}\) b) \(35\,000{,}00\,\text{€}\) c) Das lineare Modell liefert nach \(5\) Jahren den höheren Wert. Das exponentielle Modell setzt eine konstante jährliche prozentuale Änderung des jeweils aktuellen Werts voraus.
42592610
In einer Versuchsreihe werden die Messwerte \(x_0 = 100\), \(x_1 = 150\) und \(x_2 = 225\) zu den Zeitpunkten \(t=0\), \(t=1\) und \(t=2\) (in Stunden) erfasst. a) Weise rechnerisch nach, dass diese Werte ein exponentielles Wachstum beschreiben. Warum liegt kein lineares Wachstum vor? b) Welcher Wert wäre für \(x_2\) zu erwarten, wenn die Zunahme stattdessen linear verlaufen würde (bei gleichbleibenden Werten für \(x_0\) und \(x_1\))? c) Berechne für beide Wachstumsmodelle den zu erwartenden Wert nach 5 Stunden (\(x_5\)).

Denkanstöße

- Untersuche, ob die Differenz oder der Quotient zwischen den Werten konstant bleibt. - Was ist das Kennzeichen für lineares Wachstum im Vergleich zu exponentiellem Wachstum? - Nutze die allgemeine Form für das \(n\)-te Glied: \(x_n = x_0 + nd\) für lineares und \(x_n = x_0 \cdot q^n\) für exponentielles Wachstum.

Lösung

1. Nachweis des exponentiellen Wachstums: Berechnung der Quotienten aufeinanderfolgender Werte: \(\frac{x_1}{x_0} = \frac{150}{100} = 1{,}5\) und \(\frac{x_2}{x_1} = \frac{225}{150} = 1{,}5\). Da der Quotient \(q = 1{,}5\) konstant ist, handelt es sich um exponentielles Wachstum. 2. Ausschluss linearen Wachstums: Berechnung der Differenzen: \(x_1 - x_0 = 50\), aber \(x_2 - x_1 = 75\). Da die absolute Zunahme nicht konstant ist, liegt kein lineares Wachstum vor. 3. Lineares Modell für b): Mit der konstanten Differenz \(d = x_1 - x_0 = 50\) ergibt sich \(x_2 = x_1 + 50 = 150 + 50 = 200\). 4. Berechnung von \(x_5\) bei linearem Wachstum: \(x_5 = x_0 + 5 \cdot d = 100 + 5 \cdot 50 = 350\). 5. Berechnung von \(x_5\) bei exponentiellem Wachstum: \(x_5 = x_0 \cdot q^5 = 100 \cdot 1{,}5^5 = 100 \cdot 7{,}59375 = 759{,}375\).

Antwort

a) Es liegt exponentielles Wachstum vor, da der Quotient \(q = 1{,}5\) konstant ist. Lineares Wachstum liegt nicht vor, da die Differenzen (\(50\) und \(75\)) unterschiedlich sind. b) Bei linearem Wachstum wäre \(x_2 = 200\). c) Nach 5 Stunden wäre \(x_5 = 350\) (linear) bzw. \(x_5 = 759{,}375\) (exponentiell).
42830110
Zwei verschiedene Sparmodelle werden verglichen, um ein Startkapital über mehrere Jahre zu vermehren. Modell A: Ein Startkapital von \(2000\,\text{€}\) wird jedes Jahr um einen festen Betrag von \(150\,\text{€}\) erhöht. Modell B: Ein Startkapital von \(1500\,\text{€}\) wird jedes Jahr um \(5\,\%\) verzinst. Die Zinsen werden dem Kapital jeweils zugeschlagen. a) Erstelle für beide Modelle eine Funktionsgleichung, die das Kapital nach \(t\) Jahren beschreibt. Gib jeweils an, um welche Wachstumsart es sich handelt. b) Berechne das Kapital für beide Modelle nach \(10\) Jahren. c) Bestimme durch Probieren oder mithilfe einer Tabelle, nach wie vielen vollen Jahren das Kapital in Modell B zum ersten Mal größer ist als in Modell A. Runde Geldbeträge, falls nötig, auf Cent.

Denkanstöße

- Prüfe, ob pro Jahr ein fester Betrag addiert oder mit einem festen Faktor multipliziert wird. - Übersetze die prozentuale Änderung in Modell B in einen Wachstumsfaktor. - Für c) genügt eine Wertetabelle in der Nähe des Zeitpunkts, an dem sich die beiden Kapitalwerte annähern.

Lösung

1. Modell A hat den konstanten jährlichen Zuwachs \(150\,\text{€}\). Daher gilt \(f(t)=2000+150t\); das Wachstum ist linear. 2. Modell B hat den jährlichen Faktor \(1{,}05\). Daher gilt \(g(t)=1500\cdot1{,}05^t\); das Wachstum ist exponentiell. 3. Nach \(10\) Jahren ist \(f(10)=2000+150\cdot10=3500\), also \(3500{,}00\,\text{€}\). Für Modell B ist \(g(10)=1500\cdot1{,}05^{10}\approx2443{,}34\), also \(2443{,}34\,\text{€}\). 4. Für \(t=30\) gilt \(f(30)=6500\) und \(g(30)\approx6482{,}91\); Modell B liegt noch darunter. 5. Für \(t=31\) gilt \(f(31)=6650\) und \(g(31)\approx6807{,}06\); Modell B liegt nun darüber. Eine Tabelle für die vorherigen Jahre bestätigt, dass dies erstmals bei \(t=31\) geschieht.

Antwort

a) Modell A: \(f(t)=2000+150t\), lineares Wachstum. Modell B: \(g(t)=1500\cdot1{,}05^t\), exponentielles Wachstum. b) Modell A: \(3500{,}00\,\text{€}\); Modell B: \(2443{,}34\,\text{€}\). c) Nach \(31\) vollen Jahren.
42830210
In einem biologischen Versuch werden zwei Pflanzenkulturen unter unterschiedlichen Bedingungen beobachtet. Kultur 1 bedeckt zu Beginn eine Fläche von \(500\,\text{cm}^2\). Jede Woche kommen konstant \(200\,\text{cm}^2\) an Fläche hinzu. Kultur 2 bedeckt anfangs \(50\,\text{cm}^2\). Diese Fläche vergrößert sich jede Woche um \(50\,\%\) gegenüber der Vorwoche. a) Ergänze die Wertetabelle. Runde die Flächen auf ganze \(\text{cm}^2\). <table> <tr> <td>Woche \(t\)</td><td>\(0\)</td><td>\(1\)</td><td>\(2\)</td><td>\(3\)</td><td>\(4\)</td><td>\(5\)</td> </tr> <tr> <td>Kultur 1 in \(\text{cm}^2\)</td><td>\(500\)</td><td></td><td></td><td></td><td></td><td></td> </tr> <tr> <td>Kultur 2 in \(\text{cm}^2\)</td><td>\(50\)</td><td></td><td></td><td></td><td></td><td></td> </tr> </table> b) Begründe anhand der Zuwächse, welche Kultur linear und welche exponentiell wächst. c) Nach wie vielen vollen Wochen ist die Fläche von Kultur 2 erstmals größer als die von Kultur 1?

Denkanstöße

- Achte darauf, ob jede Woche derselbe absolute Flächenbetrag hinzukommt oder derselbe Faktor wirkt. - Beurteile die Wachstumsart anhand der ungerundeten Werte; Rundung kann Quotienten leicht verändern. - Wenn Kultur 2 bis Woche \(5\) noch kleiner ist, führe beide Rechenregeln in einer Tabelle weiter.

Lösung

1. Kultur 1 wächst jede Woche um \(200\,\text{cm}^2\). Für \(t=0\) bis \(t=5\) erhält man \(500;700;900;1100;1300;1500\). 2. Kultur 2 wird jede Woche mit \(1{,}5\) multipliziert. Ungerundet ergeben sich \(50;75;112{,}5;168{,}75;253{,}125;379{,}6875\). Auf ganze \(\text{cm}^2\) gerundet sind das \(50;75;113;169;253;380\). 3. Kultur 1 wächst linear, weil die Differenz aufeinanderfolgender ungerundeter Werte konstant \(200\) ist. Kultur 2 wächst exponentiell, weil der Faktor der ungerundeten Werte konstant \(1{,}5\) ist. 4. Für Woche \(9\) gilt für Kultur 1 \(500+9\cdot200=2300\) und für Kultur 2 \(50\cdot1{,}5^9\approx1922\). Kultur 2 ist noch kleiner. 5. Für Woche \(10\) gilt für Kultur 1 \(2500\) und für Kultur 2 \(50\cdot1{,}5^{10}\approx2883\). Damit ist Kultur 2 nach \(10\) vollen Wochen erstmals größer.

Antwort

a) Kultur 1: \(500;700;900;1100;1300;1500\). Kultur 2: \(50;75;113;169;253;380\). b) Kultur 1 wächst linear, weil die absolute Zunahme konstant ist. Kultur 2 wächst exponentiell, weil der Faktor der ungerundeten Werte konstant \(1{,}5\) ist. c) Nach \(10\) vollen Wochen.
42831110
Für einen 14-tägigen Ferienjob stehen zwei verschiedene Bezahlungsmodelle zur Auswahl. Modell 1: Am ersten Tag erhältst du \(30{,}00\,\text{€}\). An jedem weiteren Tag erhöht sich der Tagesverdienst um konstant \(15{,}00\,\text{€}\). Modell 2: Am ersten Tag erhältst du nur \(0{,}02\,\text{€}\) (2 Cent). An jedem weiteren Tag verdoppelt sich der Tagesverdienst des Vortages. a) Berechne für beide Modelle den Betrag, den du am 14. Tag verdienen würdest. Welches Modell ist an diesem Tag lukrativer? b) Gib für beide Modelle eine Funktionsgleichung an, die die Anzahl der Tage \(n\) dem jeweiligen Tagesverdienst \(f(n)\) in Euro zuordnet. c) Entscheide, bei welchem Modell lineares und bei welchem exponentielles Wachstum vorliegt, und begründe deine Entscheidung kurz.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich der Betrag von einem Tag zum nächsten verändert. Wird immer derselbe Betrag addiert oder wird mit derselben Zahl multipliziert? - Stelle eine kleine Liste für die ersten drei Tage auf, um ein Muster zu erkennen. - Wie schreibt man eine wiederholte Multiplikation mit derselben Zahl mathematisch kurz auf? - Achte darauf, dass beim ersten Tag (\(n=1\)) noch keine Erhöhung bzw. Verdopplung stattgefunden hat.

Lösung

1. Aufstellen der Funktionsgleichung für Modell 1: Da der Betrag täglich um einen festen Wert steigt, handelt es sich um eine arithmetische Folge bzw. lineares Wachstum. Mit dem Startwert \(30\) am ersten Tag ergibt sich \(f_1(n) = 30 + (n-1) \cdot 15\) oder vereinfacht \(f_1(n) = 15n + 15\). 2. Berechnung für Tag 14 in Modell 1: \(f_1(14) = 15 \cdot 14 + 15 = 225{,}00\,\text{€}\). 3. Aufstellen der Funktionsgleichung für Modell 2: Da sich der Betrag täglich verdoppelt (Wachstumsfaktor \(2\)), liegt exponentielles Wachstum vor. Mit dem Startwert \(0{,}02\) ergibt sich \(f_2(n) = 0{,}02 \cdot 2^{n-1}\). 4. Berechnung für Tag 14 in Modell 2: \(f_2(14) = 0{,}02 \cdot 2^{13} = 0{,}02 \cdot 8192 = 163{,}84\,\text{€}\). 5. Vergleich: Am 14. Tag ist Modell 1 mit \(225{,}00\,\text{€}\) lukrativer als Modell 2 mit \(163{,}84\,\text{€}\). 6. Begründung der Wachstumstypen: Modell 1 ist linear, da die Differenz zwischen aufeinanderfolgenden Tagen konstant ist (\(+15\,\text{€}\)). Modell 2 ist exponentiell, da der Quotient (bzw. der Wachstumsfaktor) zwischen aufeinanderfolgenden Tagen konstant ist (\(\cdot 2\)).

Antwort

a) Modell 1: \(225{,}00\,\text{€}\); Modell 2: \(163{,}84\,\text{€}\). Modell 1 ist am 14. Tag lukrativer. b) Modell 1: \(f_1(n) = 15n + 15\); Modell 2: \(f_2(n) = 0{,}02 \cdot 2^{n-1}\). c) Modell 1 ist lineares Wachstum (konstante Differenz bzw. Zunahme pro Tag), Modell 2 ist exponentielles Wachstum (konstanter Faktor pro Tag).
42831210
Die Mitgliederzahlen zweier neu gegründeter Vereine entwickeln sich sehr unterschiedlich. Verein A startet mit \(200\) Mitgliedern und gewinnt jeden Monat \(40\) neue Mitglieder hinzu. Verein B startet mit \(50\) Mitgliedern. Die Mitgliederzahl wächst hier monatlich um \(15\,\%\). a) Gib für beide Vereine eine Funktionsgleichung an, die die Anzahl der Monate \(t\) seit der Gründung der Mitgliederzahl \(M(t)\) zuordnet. b) Berechne die Mitgliederzahlen beider Vereine nach einem Jahr (\(t=12\)) und nach zwei Jahren (\(t=24\)). Runde das Ergebnis für Verein B jeweils auf ganze Zahlen. c) Erläutere, welche Wachstumsart bei welchem Verein vorliegt.

Denkanstöße

- Was bedeutet eine Zunahme um \(15\,\%\) für den Wachstumsfaktor? Mit welcher Zahl musst du den aktuellen Wert multiplizieren? - Unterscheide zwischen einer festen Anzahl (absolut) und einem Prozentsatz (relativ). - Setze die entsprechenden Zeitwerte in deine Formeln ein und achte auf die Einheiten.

Lösung

1. Funktionsgleichung Verein A: Da monatlich eine feste Anzahl an Mitgliedern hinzukommt, liegt lineares Wachstum vor. Die Gleichung lautet \(M_A(t) = 200 + 40t\). 2. Funktionsgleichung Verein B: Ein prozentuales Wachstum entspricht einem exponentiellen Wachstum. Ein Zuwachs von \(15\,\%\) bedeutet einen Wachstumsfaktor von \(1{,}15\). Die Gleichung lautet \(M_B(t) = 50 \cdot 1{,}15^t\). 3. Berechnung für \(t=12\): Verein A hat \(M_A(12) = 200 + 40 \cdot 12 = 680\) Mitglieder. Verein B hat \(M_B(12) = 50 \cdot 1{,}15^{12} \approx 50 \cdot 5{,}350 \approx 268\) Mitglieder. 4. Berechnung für \(t=24\): Verein A hat \(M_A(24) = 200 + 40 \cdot 24 = 1160\) Mitglieder. Verein B hat \(M_B(24) = 50 \cdot 1{,}15^{24} \approx 50 \cdot 28{,}625 \approx 1431\) Mitglieder. 5. Einordnung: Verein A zeigt lineares Wachstum, da die absolute Änderung pro Monat konstant ist. Verein B zeigt exponentielles Wachstum, da die relative Änderung (Prozentsatz) pro Monat konstant ist.

Antwort

a) \(M_A(t) = 40t + 200\); \(M_B(t) = 50 \cdot 1{,}15^t\). b) Nach 12 Monaten: Verein A: \(680\), Verein B: ca. \(268\). Nach 24 Monaten: Verein A: \(1160\), Verein B: ca. \(1431\). c) Verein A: lineares Wachstum; Verein B: exponentielles Wachstum.
42832210
Zwei biologische Kulturen werden unter verschiedenen Bedingungen beobachtet. Zu Beginn bei \(t=0\) bestehen beide Kulturen aus \(800\) Individuen. Kultur 1 wächst jede Stunde um \(15\,\%\) des jeweiligen Bestands der Vorstunde. Kultur 2 wächst jede Stunde um \(150\) Individuen. a) Gib für beide Kulturen eine Funktionsgleichung an, die die Anzahl der Individuen \(N(t)\) nach \(t\) Stunden beschreibt. b) Berechne die Bestandsgrößen beider Kulturen nach \(3\) Stunden und nach \(8\) Stunden. Runde auf ganze Individuen. c) Erkläre den wesentlichen Unterschied in der Entwicklung der absoluten Zuwächse beider Kulturen über die Zeit. Warum wird Kultur 1 die Kultur 2 langfristig überholen?

Denkanstöße

- Entscheide zuerst, welcher Prozess einen festen Summanden und welcher einen festen Faktor verwendet. - Berechne die Bestände zunächst ungerundet und runde erst die geforderten Endwerte. - Vergleiche für c) nicht nur die Bestände, sondern die absoluten Änderungen von einer Stunde zur nächsten.

Lösung

1. Für Kultur 1 gilt wegen des Faktors \(1{,}15\) die Exponentialfunktion \(N_1(t)=800\cdot1{,}15^t\). Für Kultur 2 gilt wegen des konstanten Zuwachses die lineare Funktion \(N_2(t)=800+150t\). 2. Nach \(3\) Stunden ist \(N_1(3)=800\cdot1{,}15^3=1216{,}7\approx1217\) und \(N_2(3)=800+150\cdot3=1250\). 3. Nach \(8\) Stunden ist \(N_1(8)=800\cdot1{,}15^8\approx2447{,}18\approx2447\) und \(N_2(8)=800+150\cdot8=2000\). 4. Bei Kultur 2 beträgt der absolute Zuwachs immer \(150\) Individuen pro Stunde. Bei Kultur 1 sind es jeweils \(15\,\%\) des aktuellen Bestands; deshalb werden die absoluten Zuwächse mit wachsendem Bestand größer. Langfristig übertrifft das exponentielle Wachstum das lineare.

Antwort

a) \(N_1(t)=800\cdot1{,}15^t\); \(N_2(t)=800+150t\). b) Nach \(3\) Stunden: Kultur 1 \(1217\), Kultur 2 \(1250\). Nach \(8\) Stunden: Kultur 1 \(2447\), Kultur 2 \(2000\). c) Kultur 2 hat den konstanten absoluten Zuwachs \(150\). Bei Kultur 1 wächst der absolute Zuwachs mit dem Bestand, weil stets \(15\,\%\) des aktuellen Werts hinzukommen; deshalb überholt sie langfristig die lineare Kultur.
42835110
Ein Kapital von \(12\,000\,\text{€}\) wird auf zwei verschiedene Arten angelegt. Angebot 1: Nach \(2\) Jahren ist es auf \(13\,440\,\text{€}\) angewachsen, nach \(4\) Jahren auf \(14\,880\,\text{€}\) und nach \(6\) Jahren auf \(16\,320\,\text{€}\). Angebot 2: Nach \(2\) Jahren ist es auf \(13\,483{,}20\,\text{€}\) angewachsen, nach \(4\) Jahren auf \(15\,149{,}72\,\text{€}\) und nach \(6\) Jahren auf \(17\,022{,}23\,\text{€}\). a) Untersuche für beide Angebote, ob lineares oder exponentielles Wachstum vorliegt. b) Bestimme für das lineare Modell den jährlichen Zuwachs in Euro und für das exponentielle Modell den jährlichen Zinssatz. c) Auf welchen Betrag ist das Kapital nach \(10\) Jahren im jeweiligen Modell angewachsen? Runde Geldbeträge, falls nötig, auf Cent.

Denkanstöße

- Vergleiche bei gleichen Zeitabständen zuerst die Differenzen und anschließend die Quotienten der Kapitalwerte. - Beachte, dass die angegebenen Messpunkte jeweils \(2\) Jahre auseinanderliegen, während in b) ein jährlicher Wert gesucht ist. - Stelle für c) mit dem gefundenen jährlichen Zuwachs beziehungsweise Faktor jeweils ein Modell ab \(t=0\) auf.

Lösung

1. Bei Angebot 1 betragen die Zunahmen in jeweils \(2\) Jahren konstant \(1440\,\text{€}\). Deshalb liegt lineares Wachstum vor. Der jährliche Zuwachs ist \(1440\,\text{€}:2=720\,\text{€}\). 2. Bei Angebot 2 ist der Faktor über jeweils \(2\) Jahre ungefähr konstant: \(13\,483{,}20:12\,000=1{,}1236\) und \(15\,149{,}72:13\,483{,}20\approx1{,}1236\). Für den jährlichen Faktor gilt \(a^2=1{,}1236\), also \(a=1{,}06\). Das entspricht \(6\,\%\) pro Jahr. 3. Für Angebot 1 gilt nach \(10\) Jahren \(12\,000+10\cdot720=19\,200\), also \(19\,200{,}00\,\text{€}\). 4. Für Angebot 2 gilt \(12\,000\cdot1{,}06^{10}\approx21\,490{,}17\), also \(21\,490{,}17\,\text{€}\).

Antwort

a) Angebot 1 ist linear; Angebot 2 ist exponentiell. b) Angebot 1: \(720\,\text{€}\) pro Jahr. Angebot 2: \(6\,\%\) pro Jahr. c) Angebot 1: \(19\,200{,}00\,\text{€}\). Angebot 2: \(21\,490{,}17\,\text{€}\).
42836510
Zwei verschiedene Kerzen, Kerze A und Kerze B, haben zu Beginn eine Höhe von \(25\,\text{cm}\). Kerze A brennt gleichmäßig so ab, dass ihre Höhe jede Stunde um \(2\,\text{cm}\) abnimmt. Kerze B brennt so ab, dass sich ihre Höhe jede Stunde um \(10\,\%\) der jeweils aktuellen Höhe verringert. a) Berechne die Höhen beider Kerzen nach einer Brenndauer von \(5\,\text{Stunden}\). Runde, falls nötig, auf zwei Dezimalstellen. b) Bestimme den Zeitpunkt, an dem Kerze A vollständig abgebrannt ist. c) Erkläre, welcher der beiden Abbauprozesse linear und welcher exponentiell verläuft. Begründe deine Entscheidung mithilfe der Änderungsraten.

Denkanstöße

- Prüfe, ob pro Stunde dieselbe Länge oder derselbe prozentuale Anteil verloren geht. - Übersetze die Abnahme um \(10\,\%\) in den verbleibenden Faktor pro Stunde. - Für b) genügt beim linearen Modell die Frage, wann die Höhe den Wert \(0\) erreicht.

Lösung

1. Für Kerze A gilt \(h_A(5)=25\,\text{cm}-5\cdot2\,\text{cm}=15\,\text{cm}\). 2. Bei Kerze B ist der Faktor \(1-0{,}10=0{,}9\). Daher gilt \(h_B(5)=25\cdot0{,}9^5\,\text{cm}=14{,}76225\,\text{cm}\approx14{,}76\,\text{cm}\). 3. Für Kerze A ist \(0=25-2t\). Daraus folgt \(t=12{,}5\,\text{Stunden}\), also \(12\) Stunden und \(30\) Minuten. 4. Kerze A nimmt linear ab, weil pro Stunde konstant \(2\,\text{cm}\) verloren gehen. Kerze B nimmt exponentiell ab, weil jede Stunde derselbe relative Anteil von \(10\,\%\) verloren geht, also der Faktor \(0{,}9\) wirkt.

Antwort

a) Kerze A: \(15\,\text{cm}\). Kerze B: \(14{,}76\,\text{cm}\). b) Nach \(12{,}5\,\text{Stunden}\). c) Kerze A zeigt lineare Abnahme mit konstantem absoluten Verlust; Kerze B exponentielle Abnahme mit konstantem Faktor \(0{,}9\).
42886710
Ein heißer Kaffee mit einer Anfangstemperatur von \( 80^\circ\text{C} \) wird in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \( 21^\circ\text{C} \) abgestellt. Jede Minute verringert sich die Differenz zwischen der Kaffeetemperatur und der Raumtemperatur um \( 12\,\% \). a) Gib eine rekursive Bildungsvorschrift für die Folge \( (T_n) \) an, wobei \( T_n \) die Temperatur des Kaffees nach \( n \) Minuten beschreibt. b) Bestimme eine explizite Formel für \( T_n \). c) Nach wie vielen Minuten ist der Kaffee zum ersten Mal kälter als \( 45^\circ\text{C} \)?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich die Temperaturdifferenz von einer Minute zur nächsten verändert. - Welchen Wert strebt die Temperatur langfristig an? - Kannst du den Term für den Anteil bestimmen, der nach einer Minute von der Differenz übrig bleibt? - Berechne die Folgenglieder nacheinander, bis die Zieltemperatur erstmals unterschritten wird.

Lösung

1. Rekursive Vorschrift: \(T_{n+1} = T_n - 0{,}12(T_n - 21) = 0{,}88T_n + 2{,}52\) mit \(T_0 = 80\). 2. Explizite Formel: Die Differenz zur Umgebungstemperatur beträgt anfangs \(59\) und wird pro Minute mit \(0{,}88\) multipliziert. Daher gilt \(T_n = 21 + 59 \cdot 0{,}88^n\). 3. Für den ersten Zeitpunkt unter \(45^\circ\text{C}\) werden die Folgenglieder schrittweise berechnet: \(T_7 \approx 45{,}112^\circ\text{C}\) \(T_8 \approx 42{,}218^\circ\text{C}\) Somit ist der Kaffee nach \(8\) Minuten zum ersten Mal kälter als \(45^\circ\text{C}\).

Antwort

a) \( T_{n+1} = 0{,}88T_n + 2{,}52 \) mit \( T_0 = 80 \) b) \( T_n = 21 + 59 \cdot 0{,}88^n \) c) Nach \( 8 \) Minuten.
43349910
Betrachte die drei Graphen in der Abbildung. Einer der Graphen gehört zu einer linearen Funktion, die anderen beiden zu Exponentialfunktionen. a) Welcher Graph gehört zur linearen Funktion? Bestimme ihre Funktionsgleichung. b) Ordne den Exponentialfunktionen die passenden Terme zu: \(f(x) = 0{,}5 \cdot 1{,}4^x\) und \(g(x) = 2 \cdot 0{,}7^x\). c) Erkläre an einem Beispiel aus der Grafik, woran man den Unterschied zwischen linearer Abnahme und exponentiellem Zerfall erkennt.
Abbildung zur Aufgabe 433499

Denkanstöße

- Welche geometrische Form hat der Graph einer linearen Funktion? - Wo schneiden die Graphen die \(y\)-Achse? Setze dafür \(x = 0\) in die Funktionsgleichungen ein. - Achte auf das Verhalten der Graphen für sehr große \(x\)-Werte.

Lösung

1. Lineare Funktion identifizieren: Graph 2 ist eine Gerade. Er schneidet die \(y\)-Achse bei \(3\) und die \(x\)-Achse bei \(6\). Die Steigung ist \(m = \frac{0 - 3}{6 - 0} = -0{,}5\). Die Gleichung lautet \(y = -0{,}5x + 3\). 2. Exponentielle Zuordnung: Graph 1 zeigt Zerfall (\(a < 1\)) und schneidet die \(y\)-Achse bei \(2\) (Anfangswert \(c = 2\)). Dies passt zu \(g(x) = 2 \cdot 0{,}7^x\). Graph 3 zeigt Wachstum (\(a > 1\)) und schneidet die \(y\)-Achse bei \(0{,}5\). Dies passt zu \(f(x) = 0{,}5 \cdot 1{,}4^x\). 3. Vergleich der Abnahme: Der lineare Graph 2 sinkt pro Schritt immer um den gleichen absoluten Wert (\(0{,}5\)). Die Exponentialfunktion (1) sinkt anfangs schnell und nähert sich dann immer langsamer der \(x\)-Achse an (prozentuale Abnahme).

Antwort

a) Graph 2 ist linear mit der Gleichung \(y = -0{,}5x + 3\). b) Graph 1 gehört zu \(g(x) = 2 \cdot 0{,}7^x\). Graph 3 gehört zu \(f(x) = 0{,}5 \cdot 1{,}4^x\). c) Eine lineare Abnahme hat eine konstante Steigung (Gerade), während ein exponentieller Zerfall (Kurve) immer flacher wird, da sich der Wert pro Schritt um einen festen Prozentsatz verringert, aber nie Null erreicht.
43350310
In der Abbildung siehst du zwei Geraden und zwei Exponentialkurven, die alle durch den Punkt \(P(0\mid1)\) verlaufen. Welche Gleichung gehört zu welchem Graphen? Nutze die Eigenschaften von linearem und exponentiellem Wachstum zum Vergleichen. (a) \(y=1{,}5x+1\) (b) \(y=0{,}5x+1\) (c) \(y=1{,}2^x\) (d) \(y=2^x\)
Abbildung zur Aufgabe 433503

Denkanstöße

- Trenne zuerst die Geraden von den gekrümmten Exponentialgraphen. - Vergleiche anschließend die Steilheit der beiden Geraden mithilfe der sichtbaren Achsenwerte. - Vergleiche bei den Exponentialkurven, welche Kurve für positive \(x\)-Werte schneller wächst.

Lösung

1. Die Graphen (1) und (3) sind Geraden und beschreiben lineare Funktionen. Die Graphen (2) und (4) sind gekrümmte Exponentialgraphen. 2. Graph (1) ist die steilere Gerade. Deshalb gehört (1) zu (a) \(y=1{,}5x+1\) und (3) zu (b) \(y=0{,}5x+1\). 3. Graph (2) wächst deutlich schneller als Graph (4). Deshalb gehört (2) zu (d) \(y=2^x\) und (4) zu (c) \(y=1{,}2^x\).

Antwort

(1) \(\rightarrow\) (a), (2) \(\rightarrow\) (d), (3) \(\rightarrow\) (b), (4) \(\rightarrow\) (c).
43351310
In einer Tasse befindet sich frisch aufgebrühter Tee mit einer Temperatur von \(90\,\text{°C}\). Die Umgebungstemperatur im Zimmer beträgt konstant \(18\,\text{°C}\). Jede Minute verringert sich die Differenz zwischen der Teetemperatur und der Zimmertemperatur um \(12\,\%\). a) Berechne die Temperatur des Tees nach \(5\) Minuten und nach \(10\) Minuten. Runde auf eine Dezimalstelle. b) Bestimme eine Funktionsgleichung, die die Temperatur \(T(x)\) nach \(x\) Minuten beschreibt. c) Betrachte den Graphen. Welchem Wert nähert sich die Temperatur für sehr große Zeiten an? Erkläre, warum dieser Grenzwert zum Kontext passt.
Abbildung zur Aufgabe 433513

Denkanstöße

- Betrachte zunächst nur den Temperaturunterschied zwischen Tee und Umgebung. - Welche Restquote bleibt nach einer Verringerung um \(12\,\%\) jeweils übrig? - Überlege bei c), was mit dem exponentiell kleiner werdenden Temperaturunterschied langfristig geschieht.

Lösung

1. Zu Beginn beträgt der Temperaturunterschied \(90\,\text{°C}-18\,\text{°C}=72\,\text{°C}\). 2. Jede Minute bleiben \(88\,\%\) des vorherigen Unterschieds bestehen. Der Faktor für die Temperaturdifferenz ist daher \(a=0{,}88\). 3. Die Temperatur wird durch \(T(x)=18+72\cdot0{,}88^x\) beschrieben. 4. Nach \(5\) Minuten gilt \(T(5)=18+72\cdot0{,}88^5\approx56{,}0\,\text{°C}\). 5. Nach \(10\) Minuten gilt \(T(10)=18+72\cdot0{,}88^{10}\approx38{,}1\,\text{°C}\). 6. Für große \(x\) wird \(72\cdot0{,}88^x\) immer kleiner und nähert sich \(0\). Daher nähert sich \(T(x)\) der Umgebungstemperatur \(18\,\text{°C}\). Das Modell unterschreitet diese Temperatur nicht, weil nur der positive Temperaturunterschied exponentiell abnimmt.

Antwort

a) Nach \(5\) Minuten etwa \(56{,}0\,\text{°C}\); nach \(10\) Minuten etwa \(38{,}1\,\text{°C}\). b) \(T(x)=18+72\cdot0{,}88^x\). c) Die Temperatur nähert sich \(18\,\text{°C}\), also der Umgebungstemperatur.
43501010
Die Abbildung zeigt die Graphen zweier Wachstumsmodelle \(f\) (blau) und \(g\) (rot). Eines beschreibt ein lineares Wachstum, das andere ein exponentielles Wachstum. a) Welcher Graph gehört zu welchem Wachstumstyp? b) In welchem Intervall für \(x > 0\) liefert das lineare Modell höhere Werte als das exponentielle Modell?
Abbildung zur Aufgabe 435010

Denkanstöße

- Woran erkennst du eine Gerade im Koordinatensystem? Welches Wachstum passt dazu? - Schau dir die Stellen an, an denen sich die beiden Graphen kreuzen. - Vergleiche die Lage der Graphen: Welcher liegt in dem gesuchten Bereich „weiter oben“?

Lösung

1. Identifikation der Typen: Der rote Graph ist eine Gerade, was einem linearen Wachstum entspricht. Der blaue Graph ist eine gekrümmte Kurve, die für große \(x\) immer steiler wird, was charakteristisch für exponentielles Wachstum ist. 2. Bestimmung der Schnittpunkte: Durch Ablesen oder Einsetzen der Werte in die Funktionen \(f(x) = 3^x\) und \(g(x) = 2x + 1\) erkennt man die gemeinsamen Punkte: - Bei \(x = 0\) gilt \(f(0) = 3^0 = 1\) und \(g(0) = 2 \cdot 0 + 1 = 1\). - Bei \(x = 1\) gilt \(f(1) = 3^1 = 3\) und \(g(1) = 2 \cdot 1 + 1 = 3\). 3. Vergleich im Intervall: Zwischen den Schnittpunkten \(x = 0\) und \(x = 1\) verläuft die Gerade (rot) oberhalb der Kurve (blau). Zum Beispiel gilt bei \(x = 0{,}5\): \(g(0{,}5) = 2\) und \(f(0{,}5) = \sqrt{3} \approx 1{,}732\). 4. Ergebnis: Das lineare Modell \(g\) liefert im Intervall \((0; 1)\) höhere Werte.

Antwort

a) Der rote Graph \(g\) beschreibt lineares Wachstum, der blaue Graph \(f\) beschreibt exponentielles Wachstum. b) Im Intervall \(0 < x < 1\) (oder kurz \((0; 1)\)) ist das lineare Modell höher als das exponentielle.
42815210
Zwei Populationen von Mikroorganismen werden in einem Labor untersucht. Zum Startzeitpunkt (\(t=0\)) bestehen beide Populationen aus \(100\) Individuen. Population \(A\) wächst linear, Population \(B\) wächst exponentiell. Nach einer Stunde (\(t=1\)) ist Population \(B\) um genau \(50\) Individuen größer als Population \(A\). Nach zwei Stunden (\(t=2\)) ist Population \(B\) exakt doppelt so groß wie Population \(A\). Bestimme die Funktionsgleichungen für beide Wachstumsprozesse und berechne die jeweilige Anzahl der Individuen nach zwei Stunden.

Denkanstöße

- Stelle für jeden Zeitpunkt eine Gleichung auf, die die Beziehung zwischen Population A und B beschreibt. - Kannst du eine Variable (z. B. die Wachstumsrate des linearen Modells) durch die andere ausdrücken und in die zweite Gleichung einsetzen? - Achte beim Aufstellen der zweiten Gleichung darauf, die gesamte Formel für Population A mit dem Faktor 2 zu multiplizieren. - Erinnerst du dich an eine Methode, um quadratische Gleichungen der Form \(x^2 + px + q = 0\) zu lösen?

Lösung

1. Definition der Modelle: \(A(t) = 100 + dt\) und \(B(t) = 100q^t\). 2. Aufstellen des Gleichungssystems aus den Bedingungen: I. \(B(1) = A(1) + 50 \Rightarrow 100q = 100 + d + 50 \Rightarrow d = 100q - 150\). II. \(B(2) = 2 \cdot A(2) \Rightarrow 100q^2 = 2 \cdot (100 + 2d)\). 3. Substitution von \(d\) in Gleichung II: \(100q^2 = 200 + 4(100q - 150) \Rightarrow 100q^2 = 200 + 400q - 600\). 4. Vereinfachen der quadratischen Gleichung: \(100q^2 - 400q + 400 = 0 \Rightarrow q^2 - 4q + 4 = 0\). 5. Lösung mittels binomischer Formel: \((q-2)^2 = 0 \Rightarrow q = 2\). 6. Berechnung von \(d\): \(d = 100 \cdot 2 - 150 = 50\). 7. Funktionsgleichungen: \(A(t) = 100 + 50t\) und \(B(t) = 100 \cdot 2^t\). 8. Endbestände bei \(t=2\): \(A(2) = 100 + 100 = 200\) und \(B(2) = 100 \cdot 4 = 400\).

Antwort

Funktionsgleichungen: \(A(t) = 100 + 50t\) und \(B(t) = 100 \cdot 2^t\). Nach zwei Stunden hat Population \(A\) eine Größe von \(200\) Individuen und Population \(B\) eine Größe von \(400\) Individuen.

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