Ein automatisches Prüfverfahren startet mit \(1\,000\,000\) möglichen Datensätzen. Nach jedem vollständigen Prüfdurchlauf bleiben im Modell \(65\,\%\) der zuvor noch möglichen Datensätze übrig. Das Verfahren soll die Zahl auf weniger als \(100\) reduzieren. Ein Prüfdurchlauf dauert \(12\,\text{s}\).
Bestimme die kleinste nötige Anzahl vollständiger Prüfdurchläufe. Entscheide anschließend, ob das Ziel innerhalb von \(4\) Minuten erreicht werden kann.
Denkanstöße
- Übersetze den verbleibenden Prozentsatz in den Faktor des wiederholten Prozesses und stelle ein Modell für \(n\) Durchläufe auf.
- Bestimme zuerst den logarithmischen Schwellenwert und entscheide danach, welche ganze Schrittzahl die strenge Zielbedingung erfüllt.
- Wandle für die abschließende Entscheidung die verfügbare Zeit und die Gesamtdauer in vergleichbare Einheiten um.
Lösung
1. Nach \(n\) Prüfdurchläufen beträgt die modellierte Anzahl \(1\,000\,000\cdot0{,}65^n\).
2. Der Schwellenwert erfüllt \(1\,000\,000\cdot0{,}65^n=100\). Daraus folgt \(n=\frac{\log_{10}(0{,}0001)}{\log_{10}(0{,}65)}\approx21{,}38\).
3. Nach \(21\) Durchläufen bleiben modelliert etwa \(117{,}81\) Datensätze, nach \(22\) Durchläufen etwa \(76{,}58\). Deshalb sind mindestens \(22\) vollständige Durchläufe nötig.
4. Die benötigte Zeit beträgt \(22\cdot12\,\text{s}=264\,\text{s}=4\,\text{min}\,24\,\text{s}\). Das Ziel wird also nicht innerhalb von \(4\) Minuten erreicht.
Antwort
Mindestens \(22\) vollständige Prüfdurchläufe sind nötig. Sie dauern \(4\,\text{min}\,24\,\text{s}\), daher wird das Ziel nicht innerhalb von \(4\) Minuten erreicht.