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Kostenlose Arbeitsblätter

Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Baumdiagramme

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

43753510
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt absolute Häufigkeiten aus \(600\) Websitebesuchen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person etwas kauft.
Abbildung zur Aufgabe 437535

Denkanstöße

- Suche im Baum alle Endknoten, die einen Kauf darstellen. - Addiere zuerst die zugehörigen absoluten Häufigkeiten. - Beziehe diese Summe anschließend auf die Häufigkeit am Startknoten.

Lösung

Im Baum stehen \(216\) Käufe im App-Ast und \(72\) Käufe im Ast ohne App. Insgesamt wurden also \(216+72=288\) Käufe beobachtet. Bezogen auf alle \(600\) Besuche ergibt sich \(P(\text{Kauf})=\frac{288}{600}=0{,}48\).

Antwort

\(P(\text{Kauf})=0{,}48=48\,\%\)
4375525
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt alle zulässigen Kombinationen aus einem Raum und einem Zeitblock für einen Workshop. Wie viele zulässige Kombinationen sind im Baumdiagramm dargestellt? Erkläre, wie du die Anzahl am Baum abliest.
Abbildung zur Aufgabe 437552

Denkanstöße

- Wofür steht ein vollständiger Weg vom Start bis zu einem Endpunkt? - Zähle die Endpunkte zunächst getrennt für jeden Raum. - Führe die Teilanzahlen anschließend zusammen.

Lösung

1. Jeder Endpunkt des Baums steht für eine vollständige Kombination aus Raum und Zeitblock. 2. Die Äste zu A, B und C haben jeweils drei Endpunkte. Das sind zusammen \(3+3+3=9\) Kombinationen. 3. Der Ast zu D hat zwei Endpunkte. Insgesamt sind daher \(9+2=11\) zulässige Kombinationen dargestellt.

Antwort

Es gibt \(11\) zulässige Kombinationen. Man liest die Anzahl ab, indem man die Endpunkte des Baums zählt: bei A, B und C jeweils \(3\), bei D \(2\), also \(3+3+3+2=11\).
55181810
Das Baumdiagramm zeigt ein zweistufiges Zufallsexperiment, bei dem zuerst eine Münze und anschließend ein Glücksrad verwendet werden. a) Wie viele Stufen hat das Experiment? b) Was bedeutet der vollständige Pfad „Kopf–\(2\)“? c) Gib alle möglichen vollständigen Ergebnisse in der Form „Kopf–\(1\)“ an.
Abbildung zur Aufgabe 551818

Denkanstöße

- Lies einen vollständigen Pfad immer vom Start bis zu einem Endknoten. - Jede Verzweigung nach Kopf und Zahl gehört zur zweiten Stufe. - Für die Ergebnisliste verbindest du jede Möglichkeit der ersten Stufe mit jeder Möglichkeit der zweiten.

Lösung

a) Das Experiment hat zwei Stufen. b) Zuerst fällt bei der Münze Kopf, danach zeigt das Glücksrad die \(2\). c) Die vollständigen Ergebnisse sind Kopf–\(1\), Kopf–\(2\), Kopf–\(3\), Zahl–\(1\), Zahl–\(2\) und Zahl–\(3\).

Antwort

a) Zwei Stufen. b) Zuerst Kopf, danach \(2\). c) Kopf–\(1\), Kopf–\(2\), Kopf–\(3\), Zahl–\(1\), Zahl–\(2\), Zahl–\(3\).
43746210
Ein Basketballspieler führt drei Freiwürfe hintereinander aus. Er möchte am Ende genau zwei Treffer (T) erzielt haben. Das folgende Baumdiagramm zeigt die möglichen Verläufe, wobei die Knoten den jeweiligen „Zwischenstand“ (Anzahl der Treffer) nach jedem Wurf angeben. a) Wie viele verschiedene Pfade führen zu dem Endergebnis von genau zwei Treffern? Nenne diese Pfade (z. B. T-T-F für Treffer-Treffer-Fehlwurf). b) Welcher Zwischenstand muss nach dem zweiten Wurf vorliegen, damit es nach dem dritten Wurf noch möglich ist, genau zwei Treffer zu haben? c) Erkläre für jeden dieser Zwischenstände aus b), welches Ergebnis der dritte Wurf liefern muss, um das Ziel zu erreichen.
Abbildung zur Aufgabe 437462

Denkanstöße

- Schau dir die unterste Ebene des Baums an und suche alle Knoten mit der Beschriftung „2 Treffer“. - Verfolge diese Pfade vom Ende zurück zum Start, um die Zwischenstände nach dem zweiten Schritt zu finden. - Überlege dir: Wenn du schon zwei Treffer hast, was darfst du dann im letzten Wurf nicht mehr werfen? - Wenn du erst einen Treffer hast, was musst du dann unbedingt im letzten Wurf werfen?

Lösung

1. Identifikation der Pfade für genau zwei Treffer: Die Pfade sind T-T-F (Treffer, Treffer, Fehlwurf), T-F-T (Treffer, Fehlwurf, Treffer) und F-T-T (Fehlwurf, Treffer, Treffer). Es gibt insgesamt 3 solche Pfade. 2. Bestimmung der notwendigen Zwischenstände nach dem 2. Wurf: Damit nach dem 3. Wurf genau 2 Treffer vorliegen, muss nach dem 2. Wurf entweder der Zwischenstand „1 Treffer“ oder „2 Treffer“ erreicht worden sein. 3. Analyse der benötigten Ergebnisse im 3. Wurf: - Wenn nach dem 2. Wurf 1 Treffer vorliegt (Pfade T-F oder F-T), muss der 3. Wurf ein Treffer (T) sein. - Wenn nach dem 2. Wurf 2 Treffer vorliegen (Pfad T-T), muss der 3. Wurf ein Fehlwurf (F) sein. - Bei 0 Treffern nach dem 2. Wurf kann das Ziel nicht mehr erreicht werden.

Antwort

a) Es gibt 3 Pfade: T-T-F, T-F-T und F-T-T. b) Nach dem zweiten Wurf muss der Zwischenstand entweder 1 Treffer oder 2 Treffer sein. c) Bei einem Zwischenstand von 1 Treffer muss der dritte Wurf ein Treffer (T) sein; bei einem Zwischenstand von 2 Treffern muss der dritte Wurf ein Fehlwurf (F) sein.
43752910
Zwei Baumdiagramme beschreiben Ziehungen aus einem Beutel mit 3 roten und 2 blauen Kugeln. Ordne „mit Zurücklegen“ und „ohne Zurücklegen“ richtig zu und begründe die Zuordnung.
Abbildung zur Aufgabe 437529

Denkanstöße

- Vergleiche die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe mit denen der ersten. - Welche Handlung hält die Zusammensetzung des Beutels unverändert?

Lösung

1. In Diagramm A bleiben die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe \(\frac{3}{5}\) und \(\frac{2}{5}\). Die Zusammensetzung ist also nach der ersten Ziehung wieder dieselbe; A beschreibt Ziehen mit Zurücklegen. 2. In Diagramm B ändern sich die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe und haben den Nenner \(4\). Nach der ersten Ziehung fehlt also eine Kugel; B beschreibt Ziehen ohne Zurücklegen.

Antwort

A: mit Zurücklegen, weil die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe unverändert \(\frac{3}{5}\) und \(\frac{2}{5}\) bleiben. B: ohne Zurücklegen, weil sich die Wahrscheinlichkeiten nach der ersten Ziehung entsprechend der verbleibenden vier Kugeln ändern.
55181910
Aus einer Urne mit \(3\) roten und \(2\) blauen Kugeln werden nacheinander zwei Kugeln **ohne Zurücklegen** gezogen. Im Baumdiagramm fehlen die vier Astwahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe. a) Ergänze die mit „?“ markierten Wahrscheinlichkeiten. b) Erkläre, warum die Wahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe davon abhängen, welche Farbe zuerst gezogen wurde.
Abbildung zur Aufgabe 551819

Denkanstöße

- Bestimme für jeden Ast der ersten Stufe, welche Kugeln danach noch in der Urne liegen. - In der zweiten Stufe sind insgesamt nur noch vier Kugeln vorhanden. - Prüfe für jeden Knoten, ob sich die beiden ausgehenden Astwahrscheinlichkeiten zu \(1\) ergänzen.

Lösung

a) Nach einer roten Kugel bleiben \(2\) rote und \(2\) blaue Kugeln: Die beiden Astwahrscheinlichkeiten sind \(\frac{2}{4}\) und \(\frac{2}{4}\). Nach einer blauen Kugel bleiben \(3\) rote und \(1\) blaue Kugel: Die Astwahrscheinlichkeiten sind \(\frac{3}{4}\) und \(\frac{1}{4}\). b) Ohne Zurücklegen wird die zuerst gezogene Kugel aus der Urne entfernt. Dadurch ändert sich die Zusammensetzung und damit die Verteilung der zweiten Ziehung.

Antwort

a) Nach rot: rot \(\frac{2}{4}\), blau \(\frac{2}{4}\). Nach blau: rot \(\frac{3}{4}\), blau \(\frac{1}{4}\). b) Die erste Kugel wird nicht zurückgelegt; deshalb verändert ihr Ergebnis die Zusammensetzung für die zweite Ziehung.
55233710
In einem digitalen Abenteuerspiel wird zuerst zufällig ein Weg gewählt: Wald (W) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}6\) oder Stadt (S) mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}4\). Danach kann eine Schatzkiste erscheinen. Nach dem Wald erscheint sie mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}5\), nach der Stadt mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}25\). Andernfalls erscheint keine Schatzkiste (N). Zeichne ein vollständiges zweistufiges Baumdiagramm. Beschrifte alle Äste mit den Ergebnissen und ihren Wahrscheinlichkeiten und gib die vier vollständigen Ergebnisfolgen an.

Denkanstöße

- Welche zwei Ergebnisse gehören zur ersten Stufe des Experiments? - Ergänze an jedem Knoten der zweiten Stufe beide Möglichkeiten „Schatzkiste“ und „keine Schatzkiste“. - Prüfe an jedem Knoten, ob sich die beiden Astwahrscheinlichkeiten zu \(1\) ergänzen.

Lösung

1. Die erste Stufe verzweigt in W mit \(0{,}6\) und S mit \(0{,}4\). 2. Nach W verzweigt der Baum in Schatzkiste mit \(0{,}5\) und N mit \(0{,}5\). 3. Nach S verzweigt der Baum in Schatzkiste mit \(0{,}25\) und N mit \(0{,}75\). 4. Die vier vollständigen Ergebnisfolgen sind W-Schatzkiste, W-N, S-Schatzkiste und S-N.

Antwort

Erste Stufe: W mit \(0{,}6\), S mit \(0{,}4\). Nach W: Schatzkiste \(0{,}5\), N \(0{,}5\). Nach S: Schatzkiste \(0{,}25\), N \(0{,}75\). Endfolgen: W-Schatzkiste, W-N, S-Schatzkiste, S-N.
42312310
In einer Schublade liegen 6 graue und 4 blaue Socken. Jemand nimmt im Dunkeln nacheinander zwei Socken aus der Schublade, ohne sie zurückzulegen. a) Wie viele verschiedene Pfade (Endergebnisse) hat das zugehörige Baumdiagramm? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die beiden entnommenen Socken die gleiche Farbe haben. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine der beiden Socken blau ist.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Möglichkeiten es bei jedem einzelnen Zug gibt. - Beachte, dass sich die Gesamtzahl der Socken nach dem ersten Zug verringert. - Wie viele Socken einer Farbe sind noch übrig, nachdem bereits eine Socke dieser Farbe gezogen wurde? - Das Gegenereignis kann Rechnungen oft erheblich vereinfachen. Was ist das Gegenteil von „mindestens eine blaue Socke“?

Lösung

1. Anzahl der Pfade: Da in jedem der zwei Züge zwei Farben möglich sind (Grau, Blau), ergeben sich \(2 \cdot 2 = 4\) mögliche Pfade im Baumdiagramm: (g, g), (g, b), (b, g) und (b, b). 2. Wahrscheinlichkeit für gleiche Farben: Es gibt insgesamt 10 Socken. Die Wahrscheinlichkeit für zwei graue Socken ist \(P(g, g) = \frac{6}{10} \cdot \frac{5}{9} = \frac{30}{90}\). Die Wahrscheinlichkeit für zwei blaue Socken ist \(P(b, b) = \frac{4}{10} \cdot \frac{3}{9} = \frac{12}{90}\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist die Summe: \(P(\text{gleich}) = \frac{30}{90} + \frac{12}{90} = \frac{42}{90} = \frac{7}{15} \approx 0{,}4667\). 3. Wahrscheinlichkeit für mindestens eine blaue Socke: Dies lässt sich über das Gegenereignis „keine blaue Socke“ (also zwei graue Socken) berechnen. \(P(\text{mind. eine blau}) = 1 - P(g, g) = 1 - \frac{30}{90} = \frac{60}{90} = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\).

Antwort

a) Es gibt 4 Pfade. b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{7}{15}\) (ca. \(46{,}7\,\%\)). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{2}{3}\) (ca. \(66{,}7\,\%\)).
42312410
In einer Fabrik werden elektronische Bauteile hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(90\,\%\) der Teile einwandfrei (\(E\)), während \(10\,\%\) fehlerhaft (\(F\)) sind. Für eine Qualitätsprüfung werden aus einer sehr großen Produktionsmenge nacheinander drei Bauteile entnommen. Da die Menge sehr groß ist, kann das Experiment als Ziehen mit Zurücklegen betrachtet werden. a) Wie viele Endknoten hat das vollständige Baumdiagramm für diesen dreistufigen Versuch? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei geprüften Teile einwandfrei sind. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den drei Teilen genau ein fehlerhaftes Bauteil ist.

Denkanstöße

- Stelle dir vor, wie viele Verzweigungen an jedem Knoten des Baumes entstehen. - Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades, um die Wahrscheinlichkeit für ein bestimmtes Gesamtergebnis zu erhalten. - Identifiziere alle Pfade, die die Bedingung „genau ein fehlerhaftes Teil“ erfüllen. - Haben diese Pfade alle die gleiche Wahrscheinlichkeit? Wenn ja, wie oft kommen sie vor?

Lösung

1. Anzahl der Endknoten: In jeder der drei Stufen gibt es 2 Möglichkeiten (\(E\) oder \(F\)). Somit hat das Baumdiagramm \(2^3 = 8\) Endknoten. 2. Wahrscheinlichkeit für drei einwandfreie Teile: Der Pfad lautet \((E, E, E)\). Die Wahrscheinlichkeit berechnet sich nach der ersten Pfadregel zu \(P(E, E, E) = 0{,}9 \cdot 0{,}9 \cdot 0{,}9 = 0{,}9^3 = 0{,}729\). 3. Wahrscheinlichkeit für genau ein fehlerhaftes Teil: Es gibt drei Pfade, die genau ein \(F\) enthalten: \((F, E, E)\), \((E, F, E)\) und \((E, E, F)\). Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1 \cdot 0{,}9 \cdot 0{,}9 = 0{,}081\). Nach der zweiten Pfadregel addiert man diese: \(P(\text{genau ein } F) = 3 \cdot 0{,}081 = 0{,}243\).

Antwort

a) Das Baumdiagramm hat 8 Endknoten. b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}729\) (bzw. \(72{,}9\,\%\)). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}243\) (bzw. \(24{,}3\,\%\)).
42337110
Ein Glücksrad mit drei gleich großen Sektoren, die mit den Zahlen 1, 2 und 3 beschriftet sind, wird dreimal nacheinander gedreht. a) Gib die Menge aller Ergebnisse (als Tripel) an, die zu den folgenden Ereignissen gehören: A: „Nur beim ersten Drehen eine 1.“ B: „Erst beim dritten Drehen eine 1.“ b) Bestimme die Anzahl der Ergebnisse für die Ereignisse: C: „Beim dritten Drehen eine 1.“ D: „Beim dritten Drehen keine 1.“ c) Berechne die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse A, B, C und D.

Denkanstöße

- Überlege dir bei jedem Ereignis, welche Bedingungen für die erste, zweite und dritte Zahl gelten. - „Nur beim ersten Mal“ bedeutet, dass es an den anderen Stellen auf keinen Fall vorkommen darf. - „Erst beim dritten Mal“ bedeutet, dass es davor nicht vorkommen darf, aber beim dritten Mal sicher dabei ist. - Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt, wenn man ein Glücksrad mit drei Feldern dreimal dreht? - Erinnere dich an die Definition der Laplace-Wahrscheinlichkeit: Anzahl der günstigen Ergebnisse geteilt durch Anzahl der möglichen Ergebnisse.

Lösung

1. Ergebnismenge für A bestimmen: Das Ereignis „Nur beim ersten Drehen eine 1“ bedeutet, dass die erste Zahl eine 1 sein muss und die zweite sowie dritte Zahl keine 1 sein dürfen (also 2 oder 3). Dies ergibt die Menge \(A = \{(1, 2, 2), (1, 2, 3), (1, 3, 2), (1, 3, 3)\}\). 2. Ergebnismenge für B bestimmen: „Erst beim dritten Drehen eine 1“ bedeutet, dass die ersten beiden Zahlen keine 1 sind und die dritte Zahl eine 1 ist. Dies ergibt die Menge \(B = \{(2, 2, 1), (2, 3, 1), (3, 2, 1), (3, 3, 1)\}\). 3. Anzahl der Ergebnisse für C und D: Für C ist die dritte Stelle fest (eine 1), die ersten beiden Stellen können jeweils drei Werte (1, 2, 3) annehmen. Anzahl: \(3 \cdot 3 \cdot 1 = 9\). Für D ist die dritte Stelle eine 2 oder 3, die ersten beiden Stellen sind beliebig. Anzahl: \(3 \cdot 3 \cdot 2 = 18\). 4. Wahrscheinlichkeiten berechnen: Die Gesamtzahl der möglichen Ergebnisse ist \(3^3 = 27\). Da alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind (Laplace-Experiment), gilt: \(P(A) = \frac{4}{27}\) \(P(B) = \frac{4}{27}\) \(P(C) = \frac{9}{27} = \frac{1}{3}\) \(P(D) = \frac{18}{27} = \frac{2}{3}\)

Antwort

a) \(A = \{(1, 2, 2), (1, 2, 3), (1, 3, 2), (1, 3, 3)\}\); \(B = \{(2, 2, 1), (2, 3, 1), (3, 2, 1), (3, 3, 1)\}\) b) Anzahl für C: 9; Anzahl für D: 18 c) \(P(A) = \frac{4}{27}\); \(P(B) = \frac{4}{27}\); \(P(C) = \frac{1}{3}\); \(P(D) = \frac{2}{3}\)
43745612
Das Ausmultiplizieren von Binomen wie \((a+b)^3\) lässt sich durch ein Baumdiagramm veranschaulichen. Jeder Pfad von der Wurzel zu einem Blatt entspricht einem Produkt aus drei Faktoren (jeweils entweder \(a\) oder \(b\)). a) Wie viele verschiedene Pfade führen zu dem Endergebnis \(a^2b\)? b) Markiere diese Pfade im Diagramm. c) Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Anzahl dieser Pfade und dem Binomialkoeffizienten \(\binom{3}{2}\)?
Abbildung zur Aufgabe 437456

Denkanstöße

- Gehe im Kopf alle Wege im Baum durch und notiere dir die Buchstabenkombinationen an den Enden. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, den Buchstaben \(b\) an eine der drei Positionen in einer Kette der Länge 3 zu setzen? - Was gibt der Binomialkoeffizient \(\binom{n}{k}\) allgemein an?

Lösung

1. Analyse des Baums: Ein 3-stufiger Baum mit den Ausgängen \(a\) und \(b\) hat insgesamt \(2^3 = 8\) Pfade. 2. Abzählen der Pfade für \(a^2b\): Die Pfade müssen zweimal \(a\) und einmal \(b\) enthalten. Dies sind: \((a, a, b)\), \((a, b, a)\) und \((b, a, a)\). Es gibt also 3 Pfade. 3. Binomialkoeffizient: Der Koeffizient \(\binom{n}{k}\) gibt an, auf wie viele Arten man \(k\) Objekte aus \(n\) Plätzen auswählen kann. Hier wählen wir aus \(n=3\) Stufen \(k=2\) Stufen für das Ereignis \(a\) aus. Da \(\binom{3}{2} = 3\), entspricht dies genau der Anzahl der Pfade.

Antwort

a) Es gibt 3 Pfade, die zum Term \(a^2b\) führen. b) Die Pfade sind: \(a \rightarrow a \rightarrow b\), \(a \rightarrow b \rightarrow a\) und \(b \rightarrow a \rightarrow a\). c) Der Binomialkoeffizient \(\binom{3}{2} = 3\) gibt genau die Anzahl der Möglichkeiten an, 2-mal \(a\) auf 3 Positionen zu verteilen.
43746410
Bogenschütze Leon Hartmann trifft das Gold der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er gibt nacheinander drei Schüsse ab. Wir bezeichnen einen Treffer im Gold mit \(G\) und einen Fehlschuss mit \(F\). a) Ergänze das untenstehende Baumdiagramm für alle drei Schüsse. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(A\): „Leon Hartmann erzielt genau zwei Treffer im Gold“. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(B\): „Mindestens ein Schuss landet im Gold“?
Abbildung zur Aufgabe 437464

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Stufen das Zufallsexperiment hat. - Wie ändern sich die Wahrscheinlichkeiten an den Zweigen von Schuss zu Schuss? - Bei „genau zwei Treffern“ musst du alle Pfade finden, die genau zweimal den Buchstaben für einen Treffer enthalten. - Das Wort „mindestens“ ist oft ein Hinweis darauf, dass das Rechnen mit dem Gegenereignis einfacher sein könnte.

Lösung

1. Jede Verzweigung hat die Wahrscheinlichkeiten \(P(G)=0{,}8\) und \(P(F)=0{,}2\). Der vollständige Baum hat drei Stufen. 2. Für \(A\) gehören die Pfade \((G,G,F)\), \((G,F,G)\) und \((F,G,G)\) zum Ereignis. Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\cdot0{,}8\cdot0{,}2=0{,}128\). Daher ist \(P(A)=3\cdot0{,}128=0{,}384\). 3. Das Gegenereignis \(\overline{B}\) ist „kein Treffer im Gold“, also \((F,F,F)\). Es gilt \(P(\overline{B})=0{,}2^3=0{,}008\). Somit ist \(P(B)=1-0{,}008=0{,}992\).

Antwort

a) Jede Verzweigung trägt die Wahrscheinlichkeiten \(P(G)=0{,}8\) und \(P(F)=0{,}2\); der vollständige dreistufige Baum hat \(2^3=8\) Endknoten. b) \(P(A)=0{,}384=38{,}4\,\%\) c) \(P(B)=0{,}992=99{,}2\,\%\)
43753610
Wandle das abgebildete Baumdiagramm mit absoluten Häufigkeiten in ein Wahrscheinlichkeitsbaumdiagramm um. Gib alle sechs Astwahrscheinlichkeiten an.
Abbildung zur Aufgabe 437536

Denkanstöße

- An jedem Knoten ist dessen absolute Häufigkeit die neue Bezugsgröße. - Teile die Häufigkeit eines Kindknotens durch die Häufigkeit seines Elternknotens. - Kontrolliere, ob die beiden Astwahrscheinlichkeiten an jedem Knoten zusammen \(1\) ergeben.

Lösung

An der ersten Stufe werden die Häufigkeiten durch \(500\) geteilt: \(300:500=0{,}6\) und \(200:500=0{,}4\). Am Knoten \(A\) ist \(300\) die Bezugsgröße: \(180:300=0{,}6\) und \(120:300=0{,}4\). Am Knoten \(\overline{A}\) ist \(200\) die Bezugsgröße: \(50:200=0{,}25\) und \(150:200=0{,}75\). Damit ergeben die beiden Astwahrscheinlichkeiten an jedem Knoten jeweils \(1\).

Antwort

Erste Stufe: \(0{,}6\) und \(0{,}4\) Nach \(A\): \(0{,}6\) und \(0{,}4\) Nach \(\overline{A}\): \(0{,}25\) und \(0{,}75\)
43754310
Ein Team gewinnt jedes Spiel einer Best-of-Three-Serie mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}6\). Die Serie endet, sobald ein Team zwei Siege hat. Dabei steht \(W\) für einen Sieg und \(L\) für eine Niederlage. Zeichne ein geeignetes Baumdiagramm mit dem vorzeitigen Serienende und bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass das betrachtete Team die Serie gewinnt.

Denkanstöße

- Ein Ast muss nicht bis zu drei Spielen weitergeführt werden, wenn vorher schon zwei Siege oder zwei Niederlagen feststehen. - Notiere zunächst alle möglichen Endpfade des vorzeitig endenden Baums. - Sammle danach nur die Endpfade, auf denen das betrachtete Team zuerst zwei Siege erreicht.

Lösung

1. Im vollständigen Baum endet die Serie nach WW oder LL bereits nach zwei Spielen. Nach WL und LW wird ein drittes Spiel angefügt. Damit lauten alle Endpfade WW, LL, WLW, WLL, LWW und LWL. 2. Das betrachtete Team gewinnt auf den drei Endpfaden WW, WLW und LWW. Es gilt \(P(WW)=0{,}6^2=0{,}36\), \(P(WLW)=0{,}6\cdot0{,}4\cdot0{,}6=0{,}144\) und \(P(LWW)=0{,}4\cdot0{,}6\cdot0{,}6=0{,}144\). 3. Daher ist \(P(\text{Seriensieg})=0{,}36+0{,}144+0{,}144=0{,}648\).

Antwort

Das Baumdiagramm hat die sechs Endpfade WW, LL, WLW, WLL, LWW und LWL und endet jeweils beim zweiten Sieg oder bei der zweiten Niederlage. Es gilt \(P(\text{Seriensieg})=0{,}648=64{,}8\,\%\).
55182010
Eine Urne enthält \(2\) grüne und \(1\) orange Kugel. Zweimal wird ohne Zurücklegen gezogen. Das abgebildete Baumdiagramm wurde für dieses Experiment gezeichnet, enthält aber in der zweiten Stufe einen Modellierungsfehler. a) Beschreibe den Fehler. b) Gib die korrekten Astwahrscheinlichkeiten der zweiten Stufe an.
Abbildung zur Aufgabe 551820

Denkanstöße

- Vergleiche die zweite Stufe mit der Angabe „ohne Zurücklegen“. - Überlege getrennt, was nach einer zuerst grünen und nach einer zuerst orangen Kugel in der Urne bleibt. - Kontrolliere an jedem Knoten, ob die korrigierten ausgehenden Wahrscheinlichkeiten zusammen \(1\) ergeben.

Lösung

a) Im gezeichneten Baum werden in der zweiten Stufe dieselben Wahrscheinlichkeiten wie in der ersten Stufe verwendet. Das würde so behandelt, als ändere sich die Urne nach dem ersten Zug nicht. b) Nach grün bleiben \(1\) grüne und \(1\) orange Kugel, also \(\frac{1}{2}\) und \(\frac{1}{2}\). Nach orange bleiben \(2\) grüne und \(0\) orange Kugeln, also \(1\) und \(0\).

Antwort

a) Die zweite Stufe wurde fälschlich mit unveränderten Astwahrscheinlichkeiten gezeichnet. b) Nach grün: grün \(\frac{1}{2}\), orange \(\frac{1}{2}\). Nach orange: grün \(1\), orange \(0\).
43746110
Beim Tischtennis-Finale der Schülermeisterschaft wird im Modus „Best-of-Five“ gespielt. Wer zuerst drei Sätze gewinnt, ist Sieger. Die beiden Finalisten werden als gleich stark eingeschätzt, sodass die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Satz für beide jeweils \(0{,}5\) beträgt. Zeichne ein geeignetes Baumdiagramm und berechne damit die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Match über die volle Distanz von fünf Sätzen geht.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wann ein Ast des Baumdiagramms vorzeitig endet. - Welcher Spielstand nach vier Sätzen erzwingt genau noch einen fünften Satz? - Prüfe, ob alle Pfade zu diesem Zwischenstand dieselbe Wahrscheinlichkeit haben.

Lösung

1. Im vollständigen Baum wird nach jedem Satz mit den Ästen A und B weiterverzweigt, jeweils mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}5\). Ein Pfad endet sofort, sobald A oder B drei Sätze gewonnen hat. Die Endpfade nach drei Sätzen sind AAA und BBB; nach vier Sätzen enden AABA, ABAA, BAAA, BBAB, BABB und ABBB. Alle übrigen Pfade erreichen den fünften Satz und enden dort. 2. Ein fünfter Satz ist genau dann nötig, wenn es nach vier Sätzen \(2{:}2\) steht. Dazu führen die sechs Pfade AABB, ABAB, ABBA, BAAB, BABA und BBAA. 3. Jeder dieser sechs Vier-Satz-Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}5^4=0{,}0625\). Daher ist \(P(\text{fünfter Satz})=6\cdot0{,}0625=0{,}375\).

Antwort

Das Baumdiagramm verzweigt nach jedem Satz mit A/B und endet jeweils beim dritten Satzgewinn eines Spielers. Die Wahrscheinlichkeit für ein Match über fünf Sätze beträgt \(0{,}375=37{,}5\,\%\).
55233810
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt ein zweistufiges Zufallsexperiment mit den Ergebnissen A und B. Sofia behauptet: „In der zweiten Stufe müssten die A-Wahrscheinlichkeiten auf beiden Ästen gleich sein, weil dasselbe Experiment noch einmal ausgeführt wird.“ Gib ein mögliches konkretes Zufallsexperiment an, das genau zum Baumdiagramm passt, und nutze dein Modell und die Werte im Baum, um die Behauptung zu widerlegen. Es gibt mehrere mögliche Kontexte; dein Modell muss alle Astwahrscheinlichkeiten erklären.
Abbildung zur Aufgabe 552338

Denkanstöße

- Was könnten der Nenner \(5\) in der ersten Stufe und der Nenner \(4\) in der zweiten Stufe über die Zahl verfügbarer Objekte bedeuten? - Welche Anfangszahlen von A- und B-Objekten passen zu \(\frac{3}{5}\) und \(\frac{2}{5}\)? - Prüfe, was nach einem ersten A beziehungsweise einem ersten B von diesen Objekten übrig bleiben müsste.

Lösung

1. Ein mögliches Modell sind fünf gleichartige Karten, davon drei mit A und zwei mit B. Es werden zwei Karten nacheinander zufällig gezogen, ohne die erste Karte zurückzulegen. 2. Beim ersten Zug gilt dann \(P(A)=\frac{3}{5}\) und \(P(B)=\frac{2}{5}\), wie im Baum. 3. Nach einem ersten A bleiben zwei A-Karten und zwei B-Karten unter vier Karten, daher lauten die zweiten Astwahrscheinlichkeiten \(\frac{2}{4}\) und \(\frac{2}{4}\). Nach einem ersten B bleiben drei A-Karten und eine B-Karte, daher lauten sie \(\frac{3}{4}\) und \(\frac{1}{4}\). 4. Die Behauptung ist falsch: Der erste Zug verändert die Zusammensetzung, weil nicht zurückgelegt wird. Deshalb hängt die zweite A-Wahrscheinlichkeit davon ab, ob zuerst A oder B gezogen wurde.

Antwort

Zum Beispiel: fünf Karten mit den Aufschriften A, A, A, B, B; zwei Ziehungen nacheinander ohne Zurücklegen. Die Behauptung ist falsch: Nach einem ersten A gilt für A im zweiten Zug \(\frac{2}{4}\), nach einem ersten B dagegen \(\frac{3}{4}\), weil der erste Zug die verbleibende Zusammensetzung verändert.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.