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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Pfadregeln

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43749810
Ergänze im Baumdiagramm die fehlende Wahrscheinlichkeit und bestimme anschließend die Wahrscheinlichkeit für „grün und Stern“.
Abbildung zur Aufgabe 437498

Denkanstöße

- Welche Summe müssen die Äste an einer Verzweigung ergeben? - Lies anschließend nur den vollständigen gesuchten Pfad ab.

Lösung

1. Fehlende erste Wahrscheinlichkeit: \(1-0{,}35=0{,}65\). 2. Pfad grün–Stern: \(0{,}65\cdot0{,}4=0{,}26\).

Antwort

Fehlender Wert: \(0{,}65\); \(P(\text{grün und Stern})=0{,}26\).
55183210
Das Baumdiagramm zeigt ein zweistufiges Zufallsexperiment. Berechne die Wahrscheinlichkeit des vollständigen Pfades „A – Treffer“.
Abbildung zur Aufgabe 551832

Denkanstöße

- Verfolge im Baum nur den vollständigen Pfad von „Start“ über „A“ bis „Treffer“. - Lies die beiden Astwahrscheinlichkeiten dieses Pfades ab. - Bei einem vollständigen Pfad werden die zugehörigen Astwahrscheinlichkeiten miteinander verknüpft.

Lösung

Entlang des Pfades „A – Treffer“ stehen die Astwahrscheinlichkeiten \(\frac{1}{2}\) und \(\frac{1}{4}\). Nach der ersten Pfadregel gilt \(\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{4}=\frac{1}{8}\).

Antwort

\(\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\)
55183310
Für ein Ereignis \(E\) gibt es in einem Baumdiagramm genau zwei günstige, einander ausschließende vollständige Pfade. Ihre Pfadwahrscheinlichkeiten sind bereits berechnet: \(0{,}18\) und \(0{,}27\). Bestimme \(P(E)\).

Denkanstöße

- Beide angegebenen Pfade gehören zum selben Ereignis \(E\). - Die beiden Pfade schließen sich gegenseitig aus. - Überlege, wie die Wahrscheinlichkeiten günstiger, disjunkter Pfade zu einer Ereigniswahrscheinlichkeit zusammengefasst werden.

Lösung

Das Ereignis besteht aus beiden günstigen Pfaden. Nach der zweiten Pfadregel werden ihre Pfadwahrscheinlichkeiten addiert: \(P(E)=0{,}18+0{,}27=0{,}45\).

Antwort

\(P(E)=0{,}45=45\,\%\)
41009510
Tom würfelt dreimal mit einem gewöhnlichen sechsseitigen Würfel. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sechs nur bei dem ersten und dem zweiten Wurf gewürfelt wird, beträgt a) \(\frac{2}{3}\) b) \(\frac{1}{36}\) c) \(\frac{5}{216}\) d) \(\frac{25}{216}\)

Denkanstöße

- Überlege dir genau, welche Ergebnisse jeder einzelne der drei Würfe haben muss. - Was bedeutet das Wort „nur“ in diesem Zusammenhang für den dritten Wurf? - Wie berechnet man die Gesamtwahrscheinlichkeit einer bestimmten Abfolge von unabhängigen Ereignissen?

Lösung

1. Analyse der geforderten Wurffolge: 1. Wurf = 6, 2. Wurf = 6, 3. Wurf = keine 6. 2. Wahrscheinlichkeit für eine 6: \(P(6) = \frac{1}{6}\). 3. Wahrscheinlichkeit für keine 6: \(P(\text{nicht } 6) = 1 - \frac{1}{6} = \frac{5}{6}\). 4. Multiplikation der Einzelwahrscheinlichkeiten nach der Pfadregel: \(P = \frac{1}{6} \cdot \frac{1}{6} \cdot \frac{5}{6} = \frac{5}{216}\).

Antwort

c) \(\frac{5}{216}\)
41516910
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). Er führt eine Serie von 5 Würfen nacheinander aus. Wir nehmen an, dass die einzelnen Würfe voneinander unabhängig sind. Berechne die Wahrscheinlichkeit, mit der der Spieler bei dieser Serie alle 5 Würfe trifft. Gib das Ergebnis in Prozent an.

Denkanstöße

- Kannst du die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Erfolg als Dezimalzahl schreiben? - Wie verändert sich die Gesamtwahrscheinlichkeit, wenn mehrere Ereignisse nacheinander eintreten müssen? - Überlege, ob du für jeden Wurf dieselbe Wahrscheinlichkeit annehmen kannst. - Wie rechnet man eine Dezimalzahl in eine Prozentangabe um?

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeit für einen Treffer: \(P(\text{Treffer}) = 0{,}8\). 2. Anwendung der Pfadregel für 5 aufeinanderfolgende, unabhängige Ereignisse: \(P(\text{5 Treffer}) = 0{,}8 \cdot 0{,}8 \cdot 0{,}8 \cdot 0{,}8 \cdot 0{,}8 = 0{,}8^5\). 3. Berechnung des Potenzwertes: \(0{,}8^5 = 0{,}32768\). 4. Umrechnung in Prozent: \(0{,}32768 \cdot 100\,\% = 32{,}768\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(32{,}768\,\%\).
41517510
Ein Zahlenschloss besteht aus vier Ringen, auf denen jeweils die Ziffern \(0\) bis \(9\) abgebildet sind. Jemand hat die richtige Kombination vergessen und versucht nun, das Schloss durch rein zufälliges Einstellen der vier Ziffern zu öffnen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass das Schloss direkt beim ersten Versuch öffnet.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele verschiedene Ziffern es an einem einzelnen Ring gibt. - Wie groß ist die Chance, an einem Ring zufällig die richtige Ziffer zu treffen? - Da die Ringe unabhängig voneinander eingestellt werden, kannst du die Einzelwahrscheinlichkeiten miteinander verknüpfen. - Wie viele vierstellige Kombinationen gibt es insgesamt von 0000 bis 9999?

Lösung

1. Bestimmung der Anzahl der Möglichkeiten pro Ring: Da die Ziffern \(0\) bis \(9\) zur Verfügung stehen, gibt es \(10\) Möglichkeiten je Ring. 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für eine korrekte Ziffer an einem einzelnen Ring: \(P(\text{Ziffer richtig}) = \frac{1}{10}\). 3. Anwendung der Pfadmultiplikationsregel für vier unabhängige Ereignisse: \(P(\text{Schloss öffnet}) = (\frac{1}{10})^4 = \frac{1}{10000}\). 4. Umrechnung in Dezimalform: \(0{,}0001\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Schloss beim ersten Versuch öffnet, beträgt \(\frac{1}{10000}\) oder \(0{,}0001\) (entspricht \(0{,}01\,\%\)).
42184810
Ein Bogenschütze trifft das Zentrum der Zielscheibe bei jedem Schuss mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er gibt drei Schüsse ab. Die einzelnen Schüsse werden als voneinander unabhängig angesehen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: (1) Er trifft bei keinem der drei Schüsse das Zentrum. (2) Er trifft genau zweimal das Zentrum. (3) Er erzielt mindestens einen Treffer im Zentrum.

Denkanstöße

- Bleibt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer bei jedem Schuss gleich? - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei drei Schüssen genau zwei Treffer zu erzielen? - Welches Ereignis tritt ein, wenn „mindestens ein Treffer“ nicht erfüllt ist? - Nutze die Pfadregeln für ein Baumdiagramm mit den Wahrscheinlichkeiten \(0{,}6\) und \(0{,}4\).

Lösung

1. Da die Schüsse unabhängig sind, bleibt die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}6\) und die Fehlwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}4\) konstant. 2. Für Fall (1) müssen drei Fehlschüsse (NNN) nacheinander eintreten: \(P(\text{kein Treffer}) = 0{,}4 \cdot 0{,}4 \cdot 0{,}4 = 0{,}064\). 3. Für Fall (2) gibt es drei Pfade (TTN, TNT, NTT). Die Wahrscheinlichkeit eines Pfades ist \(0{,}6^2 \cdot 0{,}4 = 0{,}144\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit beträgt \(3 \cdot 0{,}144 = 0{,}432\). 4. Fall (3) berechnet sich über das Gegenereignis zu (1): \(P(\text{mind. ein Treffer}) = 1 - P(\text{kein Treffer}) = 1 - 0{,}064 = 0{,}936\).

Antwort

(1) \(P = 0{,}064\) (2) \(P = 0{,}432\) (3) \(P = 0{,}936\)
42380910
Ein Hersteller von LED-Leuchten gibt an, dass erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der produzierten Lampen fehlerhaft sind. Für eine Qualitätskontrolle werden nacheinander vier Lampen zufällig ausgewählt und geprüft. Die Prüfungen werden als unabhängig mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit betrachtet. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier geprüften Lampen einwandfrei funktionieren. b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist genau die erste Lampe defekt und die restlichen drei sind einwandfrei? c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens eine der vier Lampen defekt ist.

Denkanstöße

- Was ist das Gegenereignis zu „mindestens eine Lampe ist defekt“? - Kannst du die Wahrscheinlichkeit für eine funktionierende Lampe bestimmen? - Überlege dir, wie man Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades in einem Baumdiagramm verrechnet. - Hilft es dir, die Prozentangaben zuerst in Dezimalzahlen umzuwandeln?

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{defekt}) = 0{,}05\) und \(P(\text{intakt}) = 0{,}95\). 2. Berechnung für a) mit der ersten Pfadregel: \(P(\text{alle intakt}) = 0{,}95 \cdot 0{,}95 \cdot 0{,}95 \cdot 0{,}95 = 0{,}95^4 \approx 0{,}8145\). 3. Berechnung für b) durch Multiplikation der Wahrscheinlichkeiten entlang des Pfades: \(P(\text{D, I, I, I}) = 0{,}05 \cdot 0{,}95^3 \approx 0{,}0429\). 4. Berechnung für c) unter Verwendung des Gegenereignisses „keine Lampe ist defekt“ (entspricht „alle intakt“): \(P(\text{mind. eine defekt}) = 1 - P(\text{alle intakt}) = 1 - 0{,}95^4 \approx 0{,}1855\).

Antwort

a) ca. \(81{,}45\,\%\) b) ca. \(4{,}29\,\%\) c) ca. \(18{,}55\,\%\)
42382010
Entscheide, ob die folgenden Aussagen korrekt sind, und gib eine kurze Begründung an. a) Besteht ein Ereignis aus mehreren Pfaden eines Baumdiagramms, so berechnet man seine Gesamtwahrscheinlichkeit, indem man die Wahrscheinlichkeiten dieser Pfade miteinander multipliziert. b) An jedem Knotenpunkt eines Baumdiagramms ist die Summe der Wahrscheinlichkeiten der von dort ausgehenden Zweige immer gleich \(1\).

Denkanstöße

- Was ist der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Pfadregel? - Wann wird in der Wahrscheinlichkeitsrechnung addiert und wann multipliziert? - Stell dir einen einzelnen Knoten vor: Können zwei der abgehenden Zweige gleichzeitig eintreten? - Was passiert, wenn man an einem Knoten alle möglichen Optionen berücksichtigt?

Lösung

1. Aussage a) ist falsch. Nach der Pfadadditionsregel (zweite Pfadregel) berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, indem man die Wahrscheinlichkeiten der zugehörigen Pfade addiert, nicht multipliziert. Die Multiplikation wird nur innerhalb eines einzelnen Pfades angewendet. 2. Aussage b) ist wahr. Die Zweige, die von einem Knoten ausgehen, stellen alle sich gegenseitig ausschließenden Möglichkeiten dar, wie das Experiment an dieser Stelle weitergehen kann. Da nach Erreichen des Knotens genau eine dieser Möglichkeiten eintreten muss, bilden sie ein lokales sicheres Ereignis mit der Gesamtwahrscheinlichkeit \(1\).

Antwort

a) Falsch. Begründung: Wahrscheinlichkeiten verschiedener Pfade müssen addiert werden (Pfadadditionsregel). b) Wahr. Begründung: Die von einem Knoten ausgehenden Zweige decken alle verbleibenden Möglichkeiten ab, deren Wahrscheinlichkeiten sich zu \(100\,\%\) (also \(1\)) ergänzen müssen.
43093310
Bei der Aufbereitung von Saatgut wird eine Reinigungsmaschine eingesetzt, die in drei aufeinanderfolgenden Phasen Unkrautsamen aussortiert. In der ersten Phase werden erfahrungsgemäß \(75\,\%\) der Unkrautsamen erkannt und entfernt. Die zweite Phase filtert \(60\,\%\) der verbliebenen Unkrautsamen heraus, und in der dritten Phase werden nochmals \(40\,\%\) der dann noch vorhandenen Unkrautsamen eliminiert. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Unkrautsamen den gesamten Reinigungsprozess durchläuft, ohne entfernt zu werden. Berechne zudem die Gesamtwahrscheinlichkeit dafür, dass ein Unkrautsamen erfolgreich aussortiert wird.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie groß der Anteil der Unkrautsamen ist, der nach der ersten Phase noch übrig bleibt. - Kannst du das Problem mithilfe eines Baumdiagramms visualisieren? - Was ist das Gegenereignis dazu, dass ein Unkrautsamen entfernt wird? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit längs eines Pfades in einem Baumdiagramm?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Nicht-Erkennen in den einzelnen Phasen: Phase 1: \(1 - 0{,}75 = 0{,}25\) Phase 2: \(1 - 0{,}60 = 0{,}40\) Phase 3: \(1 - 0{,}40 = 0{,}60\) 2. Anwendung der Pfadregel für das Ereignis, dass ein Samen alle Phasen durchläuft: \(P(\text{nicht entfernt}) = 0{,}25 \cdot 0{,}40 \cdot 0{,}60 = 0{,}06\) 3. Berechnung der Gegenwahrscheinlichkeit für das Ereignis, dass ein Samen in mindestens einer Phase entfernt wird: \(P(\text{entfernt}) = 1 - P(\text{nicht entfernt}) = 1 - 0{,}06 = 0{,}94\)

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unkrautsamen nicht entfernt wird, beträgt \(6\,\%\). Die Wahrscheinlichkeit, dass er erfolgreich aussortiert wird, liegt bei \(94\,\%\).
43204110
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(8\) gleich große Sektoren und wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Mindestens einmal wird Grün gedreht“. Gib dazu zuerst das Gegenereignis \(\bar E\) in Worten an und berechne anschließend die Wahrscheinlichkeit von \(E\) als Bruch.
Abbildung zur Aufgabe 432041

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, was das Gegenteil davon ist, dass mindestens einmal Grün gedreht wird. - Wie viele Sektoren auf dem Glücksrad sind nicht grün? - Berechne die Wahrscheinlichkeit, bei einem einzelnen Dreh kein Grün zu erhalten. - Wie berechnest du die Wahrscheinlichkeit für zwei aufeinanderfolgende, unabhängige Ereignisse? - Nutze den Zusammenhang zwischen der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und der seines Gegenereignisses.

Lösung

1. Bestimmung des Gegenereignisses \(\bar{E}\): Das Gegenereignis zu „Mindestens einmal wird Grün gedreht“ lautet „Kein einziges Mal wird Grün gedreht“ (oder „Zweimal wird eine andere Farbe als Grün gedreht“). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Dreh ohne Grün: Es gibt 3 Sektoren, die nicht grün sind (2 gelbe und 1 roter). Bei insgesamt 8 Sektoren ist die Wahrscheinlichkeit \(P(\text{nicht Grün}) = \frac{3}{8}\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses \(\bar{E}\) bei zwei Drehungen: Da die Drehungen unabhängig voneinander sind, gilt \(P(\bar{E}) = \frac{3}{8} \cdot \frac{3}{8} = \frac{9}{64}\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit von \(E\): Über die Gegenwahrscheinlichkeit ergibt sich \(P(E) = 1 - P(\bar{E}) = 1 - \frac{9}{64} = \frac{55}{64}\).

Antwort

Das Gegenereignis \(\bar{E}\) lautet: „Kein einziges Mal wird Grün gedreht“ (oder „Es wird zweimal eine andere Farbe als Grün gedreht“). Die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\) beträgt \(\frac{55}{64}\).
43208810
Das abgebildete Glücksrad besteht aus fünf gleich großen Feldern. Das Rad wird zweimal hintereinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse als gekürzten Bruch und in Prozent. a) Der Zeiger zeigt zuerst auf ein grünes Feld und danach auf ein gelbes Feld. b) Der Zeiger zeigt mindestens einmal auf ein rotes Feld.
Abbildung zur Aufgabe 432088

Denkanstöße

- Lies die Anzahlen der drei Farben aus der Abbildung ab. - Bei a) ist die Reihenfolge der beiden Farben fest vorgegeben. - Formuliere für b) das Gegenereignis und nutze, dass beide Drehungen gleich aufgebaut sind.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(P(\text{Grün})=\frac{2}{5}\), \(P(\text{Gelb})=\frac{1}{5}\) und \(P(\text{Rot})=\frac{2}{5}\). 2. Für den festen Pfad Grün-Gelb gilt \(P=\frac{2}{5}\cdot\frac{1}{5}=\frac{2}{25}=8\,\%\). 3. Für „mindestens einmal Rot“ ist das Gegenereignis „kein Rot“. Es gilt \(P(\text{kein Rot})=\left(\frac{3}{5}\right)^2=\frac{9}{25}\), also \(P(\text{mindestens einmal Rot})=1-\frac{9}{25}=\frac{16}{25}=64\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{2}{25}=8\,\%\) b) \(\frac{16}{25}=64\,\%\)
43209510
Lara spielt auf einem Jahrmarkt an einem Glücksrad. Das abgebildete Glücksrad hat 8 gleich große Felder in den Farben Blau, Rot und Grün. Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne mithilfe der Pfadregeln die Wahrscheinlichkeit für das folgende Ereignis: „Der Zeiger bleibt mindestens einmal auf einem roten Feld stehen.“ Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch und in Prozent an.
Abbildung zur Aufgabe 432095

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie viele der acht Felder rot sind. - Welches Gegenereignis gehört zu „mindestens einmal Rot“? - Berechne zuerst die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses über einen vollständigen Pfad.

Lösung

1. Zwei der acht Felder sind rot. Daher ist \(P(\text{Rot})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\) und \(P(\text{nicht Rot})=\frac{3}{4}\). 2. Für das Gegenereignis „kein einziges Mal Rot“ gilt \(P(\text{keinmal Rot})=\frac{3}{4}\cdot\frac{3}{4}=\frac{9}{16}\). 3. Somit ist \(P(\text{mindestens einmal Rot})=1-\frac{9}{16}=\frac{7}{16}=43{,}75\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{7}{16}=43{,}75\,\%\).
43214910
Die beiden abgebildeten Glücksräder A und B werden jeweils einmal gedreht. Alle Sektoren eines Rades sind gleich groß. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist genau \(5\). b) Die Zahl auf Glücksrad B ist größer als die Zahl auf Glücksrad A. c) Beide Glücksräder zeigen dieselbe Zahl.
Abbildung zur Aufgabe 432149

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt an beiden Glücksrädern ab und beachte ihre Reihenfolge. - Stelle die Ergebnisse als Paare \((A,B)\) dar. - Zähle für jedes Ereignis systematisch die günstigen Paare.

Lösung

Aus den Abbildungen liest man für A drei und für B vier gleich wahrscheinliche Zahlen ab. Damit gibt es \(3\cdot 4=12\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. a) Die günstigen Paare sind \((1,4)\), \((2,3)\) und \((3,2)\). Daher gilt \(P=\frac{3}{12}=\frac{1}{4}=25\,\%\). b) Günstig sind \((1,2)\), \((1,3)\), \((1,4)\), \((2,3)\), \((2,4)\) und \((3,4)\). Also \(P=\frac{6}{12}=\frac{1}{2}=50\,\%\). c) Günstig sind \((1,1)\), \((2,2)\) und \((3,3)\). Damit gilt \(P=\frac{3}{12}=\frac{1}{4}=25\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{1}{4}=25\,\%\) b) \(\frac{1}{2}=50\,\%\) c) \(\frac{1}{4}=25\,\%\)
43215210
Das abgebildete Glücksrad besitzt vier gleich große Felder und wird dreimal hintereinander gedreht. Die Felder sind zusätzlich mit B für Blau und G für Gelb beschriftet. Das Ereignis \(E\) lautet: „Es wird genau einmal Gelb gedreht.“ a) Bestimme alle Farbfolgen, die zu \(E\) gehören. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit von \(E\). Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432152

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung die Wahrscheinlichkeiten für Gelb und Blau ab. - Verschiebe gedanklich die eine gelbe Drehung durch die drei möglichen Positionen. - Berechne zuerst einen günstigen Pfad und prüfe, ob die anderen dieselbe Wahrscheinlichkeit haben.

Lösung

1. Mit \(G\) für Gelb und \(B\) für Blau gehören die drei Folgen \((G,B,B)\), \((B,G,B)\) und \((B,B,G)\) zum Ereignis. 2. Aus der Abbildung folgt \(P(G)=\frac{1}{4}\) und \(P(B)=\frac{3}{4}\). Jeder günstige Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{4}\cdot\frac{3}{4}\cdot\frac{3}{4}=\frac{9}{64}\). 3. Daher ist \(P(E)=3\cdot\frac{9}{64}=\frac{27}{64}\).

Antwort

a) \((G,B,B)\), \((B,G,B)\), \((B,B,G)\) b) \(P(E)=\frac{27}{64}\)
43215310
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(5\) gleich große Sektoren. Es wird dreimal hintereinander gedreht. Wir betrachten das Ereignis \(A\): „Das Rad zeigt mindestens einmal Rot.“ a) Formuliere das Gegenereignis \(\bar A\) in Worten. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses \(P(\bar A)\). Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an. c) Bestimme mithilfe des Gegenereignisses die Wahrscheinlichkeit \(P(A)\). Gib das Ergebnis ebenfalls als gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432153

Denkanstöße

- Was bedeutet es für das Ergebnis der drei Drehungen, wenn das Ereignis „mindestens einmal Rot“ nicht eintrifft? - Kannst du das Gegenteil dieses Ereignisses beschreiben? - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung kein Rot (also Blau) zu erhalten? - Wie berechnest du die Wahrscheinlichkeit, dass bei allen drei Drehungen nur Blau erscheint? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und der seines Gegenereignisses?

Lösung

1. Formulierung des Gegenereignisses \(\bar{A}\): Das Gegenteil von „mindestens einmal Rot“ bei drei Drehungen ist „kein einziges Mal Rot“ beziehungsweise „dreimal Blau“. 2. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeit: Da vier von fünf Sektoren blau sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit für Blau bei einer Drehung \(P(B) = \frac{4}{5}\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses: Da bei allen drei Drehungen Blau auftreten muss, gilt nach der Pfadmultiplikationsregel: \(P(\bar{A}) = \left(\frac{4}{5}\right)^3 = \frac{64}{125}\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Ereignisses \(A\): Mithilfe der Gegenereignisformel gilt: \(P(A) = 1 - P(\bar{A}) = 1 - \frac{64}{125} = \frac{61}{125}\).

Antwort

a) Das Gegenereignis \(\bar{A}\) lautet: „Das Rad zeigt kein einziges Mal Rot“ (oder „Das Rad zeigt dreimal Blau“). b) Die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses beträgt \(P(\bar{A}) = \frac{64}{125}\). c) Die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses beträgt \(P(A) = \frac{61}{125}\).
43598510
An einem Jahrmarktstand steht das abgebildete Glücksrad. Es wird zweimal nacheinander gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Zeiger zweimal hintereinander auf einem grünen Feld stehen bleibt. Gib das Ergebnis in Prozent an. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei den zwei Drehungen mindestens einmal die Farbe Rot erscheint.
Abbildung zur Aufgabe 435985

Denkanstöße

- Zähle zuerst, wie viele Felder das Glücksrad insgesamt hat und wie viele davon die jeweilige Farbe besitzen. - Wie werden die Wahrscheinlichkeiten entlang des festen Pfades „Grün-Grün“ verknüpft? - Bei „mindestens einmal Rot“ kann das Gegenereignis kürzer sein.

Lösung

1. Aus der Abbildung folgt \(P(\text{Blau})=\frac{5}{10}=0{,}5\), \(P(\text{Rot})=\frac{3}{10}=0{,}3\) und \(P(\text{Grün})=\frac{2}{10}=0{,}2\). 2. Für zweimal Grün gilt \(P=0{,}2\cdot0{,}2=0{,}04=4\,\%\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens einmal Rot“ ist „zweimal nicht Rot“. Für eine Drehung gilt \(P(\overline{R})=1-0{,}3=0{,}7\), daher \(P(\overline{R},\overline{R})=0{,}7\cdot0{,}7=0{,}49\). Somit ist \(P(\text{mindestens einmal Rot})=1-0{,}49=0{,}51=51\,\%\).

Antwort

a) \(4\,\%\) b) \(0{,}51=51\,\%\)
43598710
Das abgebildete Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren wird zweimal nacheinander gedreht. Die Zahlen der beiden Sektoren, auf denen der Zeiger stehen bleibt, werden addiert. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Die Summe der beiden Zahlen beträgt genau 4“.
Abbildung zur Aufgabe 435987

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, bei einer Drehung eine bestimmte Zahl zu erhalten. - Welche Kombinationen von zwei Zahlen ergeben zusammen 4? - Ein Baumdiagramm kann dir helfen, alle möglichen Pfade für das Ereignis übersichtlich darzustellen. - Nutze die Pfadregeln: Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades und addiere die Ergebnisse der verschiedenen Pfade.

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Zahlen bei einer Drehung: Da es fünf gleich große Sektoren gibt, beträgt die Wahrscheinlichkeit für jeden Sektor \(\frac{1}{5}\). - \(P(1) = \frac{1}{5}\) - \(P(2) = \frac{2}{5}\) (da die Zahl 2 in zwei Sektoren vorkommt) - \(P(3) = \frac{1}{5}\) - \(P(4) = \frac{1}{5}\) 2. Identifikation der Ergebniskombinationen \((z_1, z_2)\), deren Summe 4 ergibt: Die möglichen Pfade sind \((1, 3)\), \((3, 1)\) und \((2, 2)\). 3. Berechnung der Pfadwahrscheinlichkeiten mit der ersten Pfadregel (Produktregel): - \(P(1, 3) = \frac{1}{5} \cdot \frac{1}{5} = \frac{1}{25}\) - \(P(3, 1) = \frac{1}{5} \cdot \frac{1}{5} = \frac{1}{25}\) - \(P(2, 2) = \frac{2}{5} \cdot \frac{2}{5} = \frac{4}{25}\) 4. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit mit der zweiten Pfadregel (Summenregel): \(P(E) = P(1, 3) + P(3, 1) + P(2, 2) = \frac{1}{25} + \frac{1}{25} + \frac{4}{25} = \frac{6}{25}\). 5. Ergebnis: \(P(E) = \frac{6}{25} = 0{,}24 = 24\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{6}{25}\) (bzw. \(0{,}24\) oder \(24\,\%\)).
43614810
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal nacheinander mit Zurücklegen gezogen. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für die Buchstabenfolge „AN“? b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, zweimal den Buchstaben „A“ zu ziehen?
Abbildung zur Aufgabe 436148

Denkanstöße

- Zähle in der Abbildung, wie oft A und N vorkommen. - Beim Ziehen mit Zurücklegen ist die Urne vor dem zweiten Zug wieder gleich zusammengesetzt. - Für jede geforderte Buchstabenfolge ist genau ein zweistufiger Pfad festgelegt.

Lösung

Aus der Abbildung liest man sechs Kugeln ab: drei mit A, zwei mit N und eine mit B. Daher gilt \(P(A)=\frac{3}{6}=\frac{1}{2}\) und \(P(N)=\frac{2}{6}=\frac{1}{3}\). a) Mit Zurücklegen bleiben die Wahrscheinlichkeiten beim zweiten Zug gleich: \(P(\text{AN})=\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{3}=\frac{1}{6}\). b) Für zweimal A gilt \(P(\text{AA})=\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{2}=\frac{1}{4}\).

Antwort

a) \(P(\text{AN})=\frac{1}{6}\) b) \(P(\text{AA})=\frac{1}{4}\)
43615010
Aus der abgebildeten Urne wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe der beiden gezogenen Zahlen größer als \(8\) ist?
Abbildung zur Aufgabe 436150

Denkanstöße

- Lies die möglichen Zahlen direkt auf den Kugeln der Urne ab. - Behandle die beiden Ziehungen als geordnetes Zahlenpaar. - Liste nur die Paare auf, deren Summe die Grenze \(8\) überschreitet.

Lösung

Aus der Abbildung liest man fünf gleich wahrscheinliche Zahlen pro Zug ab. Mit Zurücklegen gibt es daher \(5\cdot 5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Zahlenpaare. Eine Summe größer als \(8\) entsteht bei \((4,5)\), \((5,4)\) und \((5,5)\). Somit gilt \(P=\frac{3}{25}=0{,}12\).

Antwort

\(P=\frac{3}{25}=12\,\%\)
43745512
Ein Basketballspieler trifft seine Freiwürfe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p=0{,}8\). Er führt eine Serie von 3 Würfen aus. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er genau zwei Treffer erzielt. b) Vergleiche dein Vorgehen mit der algebraischen Entwicklung des Terms \((p + q)^3\), wobei \(q = 1 - p\) die Wahrscheinlichkeit für einen Fehlwurf ist. Welcher Teil des ausmultiplizierten Terms entspricht genau deinem Ergebnis aus Aufgabenteil a)?
Abbildung zur Aufgabe 437455

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Kombinationen von Treffern (T) und Fehlwürfen (F) zu insgesamt zwei Treffern führen. - Wie viele solcher Kombinationen gibt es in einem 3-stufigen Baum? - Erinnere dich an die binomischen Lehrsatz oder das Pascalsche Dreieck für die Koeffizienten.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(p = 0{,}8\) (Treffer), \(q = 1 - 0{,}8 = 0{,}2\) (Fehlwurf). 2. Pfade für genau zwei Treffer (\(k=2\)) bei \(n=3\) Versuchen: Die Kombinationen sind (T, T, F), (T, F, T) und (F, T, T). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades: \(p \cdot p \cdot q = 0{,}8^2 \cdot 0{,}2 = 0{,}64 \cdot 0{,}2 = 0{,}128\). 4. Gesamtwahrscheinlichkeit: Da es 3 solche Pfade gibt, gilt \(P(X=2) = 3 \cdot 0{,}128 = 0{,}384\). 5. Algebraischer Vergleich: \((p+q)^3 = p^3 + 3p^2q + 3pq^2 + q^3\). Der Term für genau zwei Treffer ist \(3p^2q\). Einsetzen ergibt \(3 \cdot 0{,}8^2 \cdot 0{,}2 = 0{,}384\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit für genau zwei Treffer beträgt \(0{,}384\) (oder \(38{,}4\,\%\)). b) In der Entwicklung \((p+q)^3 = p^3 + 3p^2q + 3pq^2 + q^3\) entspricht der Summand \(3p^2q\) genau der Wahrscheinlichkeit für zwei Treffer.
43749910
Das Baumdiagramm zeigt zwei Ziehungen mit Zurücklegen. Dabei bedeutet \(R\): „rote Kugel“. Formuliere das Gegenereignis zu „mindestens einmal rot“ und berechne seine Wahrscheinlichkeit.
Abbildung zur Aufgabe 437499

Denkanstöße

- Welche Ergebnisfolgen sind ausgeschlossen, wenn mindestens ein Treffer verlangt wird? - Beschreibe das Gegenteil mit möglichst wenigen Pfaden.

Lösung

1. Gegenereignis: „keine rote Kugel“, also \(\overline{R}\,\overline{R}\). 2. Wahrscheinlichkeit: \(0{,}7\cdot0{,}7=0{,}49\).

Antwort

Gegenereignis: „keine rote Kugel“; Wahrscheinlichkeit \(0{,}49\).
43750310
Das Baumdiagramm zeigt für einen Tag die Wetterlage und anschließend Lios Wahl zwischen Bus und „kein Bus“. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass Lio den Bus nimmt.
Abbildung zur Aufgabe 437503

Denkanstöße

- Auf welchen vollständigen Pfaden endet die Fahrt mit dem Bus? - Berücksichtige beide möglichen Wetterlagen.

Lösung

1. Pfad trocken–Bus: \(0{,}7\cdot0{,}2=0{,}14\). 2. Pfad Regen–Bus: \(0{,}3\cdot0{,}6=0{,}18\). 3. Gesamtwahrscheinlichkeit: \(0{,}14+0{,}18=0{,}32\).

Antwort

\(0{,}32=32\,\%\).
43750510
Ein Glücksrad mit den Zahlen 1, 2, 3 und 4 wird zweimal gedreht. Alle Zahlen sind gleich wahrscheinlich. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt der beiden Zahlen gerade ist?
Abbildung zur Aufgabe 437505

Denkanstöße

- Wann kann ein Produkt ungerade sein? - Kannst du das Gegenteil des gesuchten Ereignisses einfacher beschreiben?

Lösung

1. Gegenereignis „Produkt ungerade“: beide Zahlen ungerade. 2. Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses: \(\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{4}=\frac{1}{4}\). 3. Gesuchte Wahrscheinlichkeit: \(1-\frac{1}{4}=\frac{3}{4}\).

Antwort

\(\frac{3}{4}=75\,\%\).
43751410
Im Baumdiagramm ist nach dem Ereignis \(A\) die Wahrscheinlichkeit für \(B\) mit \(0{,}65\) angegeben. Ergänze den fehlenden Ast und bestimme \(P(A\cap\overline{B})\) für \(P(A)=0{,}4\).
Abbildung zur Aufgabe 437514

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Verzweigung vollständig. - Welcher einzelne Pfad beschreibt das gesuchte Ereignis?

Lösung

1. Fehlender Ast nach \(A\): \(1-0{,}65=0{,}35\). 2. Pfadwahrscheinlichkeit: \(P(A\cap\overline{B})=0{,}4\cdot0{,}35=0{,}14\).

Antwort

Fehlender Ast: \(0{,}35\); \(P(A\cap\overline{B})=0{,}14\).
43751510
Ein fairer Würfel wird zweimal geworfen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens einmal eine 6 fällt.
Abbildung zur Aufgabe 437515

Denkanstöße

- Das gewünschte Ereignis hat mehrere Pfade. - Kannst du sein Gegenteil mit nur einem Pfad beschreiben?

Lösung

1. Das Gegenereignis lautet „keine 6“. Entlang dieses Pfades gilt \(P(\text{keine 6})=\frac{5}{6}\cdot\frac{5}{6}=\frac{25}{36}\). 2. Daher ist \(P(\text{mindestens eine 6})=1-\frac{25}{36}=\frac{11}{36}\).

Antwort

\(\frac{11}{36}\)
43751610
Amina schießt zweimal unter gleichen Bedingungen. Das Baumdiagramm zeigt die Wahrscheinlichkeiten für Treffer und Fehlschuss. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für genau einen Treffer?
Abbildung zur Aufgabe 437516

Denkanstöße

- In welchen zwei Reihenfolgen kann genau ein Treffer auftreten? - Sind die beiden Pfade gleich wahrscheinlich?

Lösung

1. Pfad Treffer–Fehlschuss: \(0{,}8\cdot0{,}2=0{,}16\). 2. Pfad Fehlschuss–Treffer: \(0{,}2\cdot0{,}8=0{,}16\). 3. Gesamtwahrscheinlichkeit: \(0{,}16+0{,}16=0{,}32\).

Antwort

\(0{,}32=32\,\%\).
43752610
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt aufeinanderfolgende unabhängige Qualitätsprüfungen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass erstmals bei der dritten Prüfung ein Fehler entdeckt wird?
Abbildung zur Aufgabe 437526

Denkanstöße

- „Erstmals bei der dritten“ legt die Ergebnisse der ersten beiden Prüfungen ebenfalls fest. - Verfolge im Baum nur den Pfad, der diese genaue Reihenfolge besitzt. - Multipliziere die Astwahrscheinlichkeiten dieses einen Pfades.

Lösung

Damit erstmals bei der dritten Prüfung ein Fehler entdeckt wird, muss der Pfad „kein Fehler – kein Fehler – Fehler“ eintreten. Aus dem Baum liest man die Astwahrscheinlichkeiten \(0{,}7\), \(0{,}7\) und \(0{,}3\) ab. Nach der ersten Pfadregel gilt \(P=0{,}7\cdot 0{,}7\cdot 0{,}3=0{,}147\).

Antwort

\(P=0{,}147=14{,}7\,\%\)
43752710
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt die Prüfung von drei unabhängig ausgewählten Bauteilen. Im Baum steht D für „defekt“ und I für „in Ordnung“. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eines der drei Bauteile defekt ist.
Abbildung zur Aufgabe 437527

Denkanstöße

- „Mindestens eines“ umfasst mehrere Endpfade. - Suche ein Gegenereignis, das im Baum nur aus einem einzigen vollständigen Pfad besteht. - Ziehe dessen Wahrscheinlichkeit von \(1\) ab.

Lösung

1. Das Gegenereignis „kein Bauteil ist defekt“ besteht aus dem einzigen Pfad III. 2. Aus dem Baum ergibt sich \(P(III)=0{,}98^3=0{,}941192\). 3. Daher ist \(P(\text{mindestens ein Defekt})=1-0{,}941192=0{,}058808\).

Antwort

\(P=0{,}058808\approx5{,}88\,\%\)
43753710
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt die gemeinsame Produktion zweier Produktionslinien. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes Teil Ausschuss ist.
Abbildung zur Aufgabe 437537

Denkanstöße

- Suche im Baum alle Endknoten mit der Bezeichnung „Ausschuss“. - Berechne für jeden dieser Endknoten die Wahrscheinlichkeit des vollständigen Pfades. - Addiere die beiden Beiträge zum gesuchten Ereignis.

Lösung

Zum Ereignis „Ausschuss“ führen zwei Pfade. Über Linie A: \(0{,}5\cdot 0{,}03=0{,}015\). Über Linie B: \(0{,}5\cdot 0{,}01=0{,}005\). Nach der zweiten Pfadregel gilt \(P(\text{Ausschuss})=0{,}015+0{,}005=0{,}02\).

Antwort

\(P(\text{Ausschuss})=0{,}02=2\,\%\)
43755810
Luca betrachtet im abgebildeten Baumdiagramm den Pfad \(A\)-\(B\). Er addiert die beiden Astwahrscheinlichkeiten dieses Pfades und erhält \(1{,}1\) als Pfadwahrscheinlichkeit. Erkläre den Denkfehler und bestimme den korrekten Wert.
Abbildung zur Aufgabe 437558

Denkanstöße

- Entscheide, ob die beiden Äste nacheinander durchlaufen werden oder alternative Pfade darstellen. - Erinnere dich daran, welche Pfadregel für einen einzelnen vollständigen Pfad gilt. - Prüfe zusätzlich, ob \(1{,}1\) überhaupt im möglichen Wertebereich einer Wahrscheinlichkeit liegt.

Lösung

1. Die beiden Äste liegen nacheinander auf demselben vollständigen Pfad. Deshalb gilt die erste Pfadregel: Die Astwahrscheinlichkeiten werden multipliziert und nicht addiert. 2. Aus dem Baum folgt \(P(\text{Pfad }A\text{-}B)=0{,}4\cdot 0{,}7=0{,}28\). 3. Außerdem zeigt schon der Wert \(1{,}1\), dass die Rechnung nicht stimmen kann, weil eine Wahrscheinlichkeit höchstens \(1\) beträgt.

Antwort

Der Fehler ist das Addieren von Astwahrscheinlichkeiten entlang eines Pfades. Richtig ist \(P=0{,}28\).
41009210
Ein Glücksrad hat 21 Felder. Jedes Feld fällt mit derselben Wahrscheinlichkeit aus und ist mit einer Zahl von 1 bis 6 beschriftet. Dabei kommt die „1“ nur einmal vor, die „2“ – zweimal, die „3“ – dreimal, usw. Mit welcher Wahrscheinlichkeit fallen nach zwei Drehungen eine „3“ und eine „5“ in beliebiger Reihenfolge aus?
Abbildung zur Aufgabe 410092

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung eine bestimmte Zahl zu erhalten? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, die beiden gesuchten Zahlen hintereinander zu drehen? - Multipliziere die Wahrscheinlichkeiten für einen Pfad und addiere dann die Wahrscheinlichkeiten aller zutreffenden Pfade.

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: Gesamtzahl der Felder ist 21. Anzahl der "3"-Felder ist 3, also \(P(3) = \frac{3}{21} = \frac{1}{7}\). Anzahl der "5"-Felder ist 5, also \(P(5) = \frac{5}{21}\). 2. Berücksichtigung der möglichen Reihenfolgen: Es kann zuerst eine "3" und dann eine "5" kommen, oder umgekehrt. 3. Berechnung nach der Pfadregel: \(P(\text{"3" und "5"}) = P(3) \cdot P(5) + P(5) \cdot P(3) = 2 \cdot \left(\frac{3}{21} \cdot \frac{5}{21}\right)\). 4. Ausrechnen: \(P = 2 \cdot \frac{15}{441} = \frac{30}{441}\). 5. Kürzen des Bruchs durch 3: \(\frac{10}{147}\).

Antwort

\(\frac{10}{147}\)
41364310
In einer Fabrik werden LED-Leuchten produziert. Erfahrungsgemäß sind \(10\,\%\) der Leuchten fehlerhaft. In einer Qualitätskontrolle werden vier Leuchten aus einer sehr großen Produktion zufällig entnommen und geprüft. Die Prüfungen werden als unabhängig modelliert. a) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier geprüften Leuchten einwandfrei sind? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter den vier Leuchten genau eine fehlerhaft ist.

Denkanstöße

- Kannst du die Wahrscheinlichkeit bestimmen, mit der eine einzelne Leuchte einwandfrei ist? - Wie viele Möglichkeiten gibt es, dass in einer Stichprobe von vier Leuchten genau eine fehlerhaft ist? - Stell dir ein Baumdiagramm vor: Welche Pfade führen zum gesuchten Ergebnis?

Lösung

1. Festlegen der Wahrscheinlichkeiten: \(P(\text{defekt}) = 0{,}1\) und \(P(\text{einwandfrei}) = 0{,}9\). 2. Berechnung für a): Alle vier müssen einwandfrei sein. Mit \(E\) für „einwandfrei“ gilt: \(P(EEEE) = 0{,}9^4 = 0{,}6561\). 3. Berechnung für b): Mit \(D\) für „defekt“ gibt es vier mögliche Pfade mit genau einer defekten Leuchte: \(DEEE\), \(EDEE\), \(EEDE\) und \(EEED\). Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1 \cdot 0{,}9^3 = 0{,}0729\). 4. Gesamtwahrscheinlichkeit für b): \(4 \cdot 0{,}0729 = 0{,}2916\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}6561\) (oder \(65{,}61\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}2916\) (oder \(29{,}16\,\%\)).
41517010
In einer Fabrik werden LED-Leuchtmittel hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(2\,\%\) der produzierten Lampen defekt. Für eine Qualitätsprüfung werden 10 Lampen zufällig ausgewählt und getestet. Wegen der großen Gesamtmenge wird die Auswahl als Ziehen mit Zurücklegen mit gleichbleibender Defektwahrscheinlichkeit modelliert. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter den 10 geprüften Lampen mindestens eine defekte Lampe befindet.

Denkanstöße

- Was wäre das Gegenteil davon, dass mindestens eine Lampe defekt ist? - Ist es einfacher, die Wahrscheinlichkeit dafür zu berechnen, dass keine Lampe defekt ist, oder direkt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Lampe defekt ist? - Wie hängen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und die seines Gegenereignisses zusammen? - Welche Wahrscheinlichkeit hat eine einzelne Lampe, fehlerfrei zu sein?

Lösung

1. Für eine einzelne Lampe gilt \(P(\text{defekt})=0{,}02\) und \(P(\text{intakt})=0{,}98\). 2. Das Ereignis „mindestens eine Lampe ist defekt“ ist das Gegenereignis zu „alle 10 Lampen sind intakt“. 3. Es gilt \(P(\text{alle intakt})=0{,}98^{10}\approx0{,}8171\). 4. Daher ist \(P(\text{mindestens eine Lampe defekt})=1-0{,}98^{10}\approx0{,}1829\approx18{,}29\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(1-0{,}98^{10}\approx0{,}1829\approx18{,}29\,\%\).
41517110
Zwei verschiedene Glücksspiele stehen zur Auswahl: Spiel A: Man würfelt dreimal hintereinander mit einem fairen sechsseitigen Würfel. Man gewinnt, wenn dreimal hintereinander die „6“ fällt. Spiel B: Man zieht aus einem gut gemischten Kartenspiel mit 32 Karten (davon genau ein Herz-Ass) nacheinander zwei Karten mit Zurücklegen. Man gewinnt, wenn beide Male das „Herz-Ass“ gezogen wird. Bestimme für beide Spiele die Gewinnwahrscheinlichkeit und entscheide, bei welchem Spiel die Chance auf einen Gewinn höher ist.

Denkanstöße

- Berechne zuerst die Wahrscheinlichkeit für ein einzelnes Ereignis bei beiden Spielen. - Wie oft muss dieses Ereignis jeweils eintreten, um zu gewinnen? - Vergleiche die Brüche oder Dezimalzahlen am Ende miteinander. - Was passiert mit der Gesamtwahrscheinlichkeit, wenn man die Anzahl der benötigten Treffer erhöht?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Spiel A: Die Chance auf eine „6“ bei einem Wurf ist \(\frac{1}{6}\). Für drei Würfe gilt \(P(A) = (\frac{1}{6})^3 = \frac{1}{216} \approx 0{,}00463\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Spiel B: Die Chance auf das Herz-Ass ist \(\frac{1}{32}\). Da mit Zurücklegen gezogen wird, gilt für zwei Züge \(P(B) = (\frac{1}{32})^2 = \frac{1}{1024} \approx 0{,}00098\). 3. Vergleich der Ergebnisse: Da \(\frac{1}{216} > \frac{1}{1024}\) (bzw. \(0{,}00463 > 0{,}00098\)), ist die Gewinnchance bei Spiel A deutlich höher.

Antwort

Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Spiel A ist \(P(A) = \frac{1}{216} \approx 0{,}46\,\%\). Die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Spiel B ist \(P(B) = \frac{1}{1024} \approx 0{,}10\,\%\). Somit ist die Gewinnchance bei Spiel A höher.
41517610
In einer Schale liegen \(20\) Gummibärchen: \(10\) rote, \(6\) gelbe und \(4\) grüne. Max nimmt nacheinander drei Bärchen heraus, wobei er jedes Mal die Farbe notiert und das Bärchen wieder zurück in die Schale legt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Max drei Gummibärchen der gleichen Farbe zieht.

Denkanstöße

- Was bedeutet „mit Zurücklegen“ für die Wahrscheinlichkeit bei jedem neuen Zug? - Es gibt drei verschiedene Wege, wie man drei Bärchen der gleichen Farbe erhalten kann. Welche sind das? - Berechne zuerst die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe einzeln, dreimal hintereinander gezogen zu werden. - Wie kombiniert man die Ergebnisse für die verschiedenen Farben am Ende?

Lösung

1. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten für jede Farbe: \(P(\text{rot}) = \frac{10}{20} = 0{,}5\); \(P(\text{gelb}) = \frac{6}{20} = 0{,}3\); \(P(\text{grün}) = \frac{4}{20} = 0{,}2\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für drei gleiche Farben (Pfadmultiplikation): - Drei rote: \(0{,}5^3 = 0{,}125\) - Drei gelbe: \(0{,}3^3 = 0{,}027\) - Drei grüne: \(0{,}2^3 = 0{,}008\) 3. Anwendung der Pfadadditionsregel für die verschiedenen erfolgreichen Ereignisse: \(P(\text{drei gleiche}) = 0{,}125 + 0{,}027 + 0{,}008 = 0{,}16\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Gummibärchen die gleiche Farbe haben, beträgt \(0{,}16\) (oder \(16\,\%\)).
41550410
Bei einer Qualitätskontrolle in einer Fabrik werden Bauteile geprüft. Ein Bauteil ist mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p=0{,}05\) defekt. Es werden nacheinander zwei Bauteile unabhängig voneinander geprüft. Betrachte das Ereignis \(E\): „Mindestens eines der beiden Bauteile ist defekt.“ Formuliere das Gegenereignis \(\overline{E}\) und berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(E)\) unter Verwendung dieses Gegenereignisses.

Denkanstöße

- Was ist das logische Gegenteil der Aussage „mindestens einer“? - Wenn zwei Prüfungen nacheinander mit gleichbleibenden Wahrscheinlichkeiten modelliert werden, wie verknüpfst du die Wahrscheinlichkeiten entlang eines vollständigen Pfades? - Warum ist es hier einfacher, über das Gegenteil zu rechnen, anstatt alle Fälle für „mindestens eines“ einzeln zu erfassen?

Lösung

1. Das Gegenereignis \(\overline{E}\) lautet: „Keines der beiden Bauteile ist defekt“, also „beide Bauteile sind einwandfrei“. 2. Für ein einwandfreies Bauteil gilt \(P(\text{einwandfrei})=1-0{,}05=0{,}95\). 3. Daher ist \(P(\overline{E})=0{,}95\cdot0{,}95=0{,}9025\). 4. Somit gilt \(P(E)=1-P(\overline{E})=1-0{,}9025=0{,}0975\).

Antwort

Das Gegenereignis \(\overline{E}\) lautet: „Beide Bauteile sind einwandfrei.“ Es gilt \(P(\overline{E})=0{,}95\cdot0{,}95=0{,}9025\) und damit \(P(E)=1-0{,}9025=0{,}0975=9{,}75\,\%\).
42184710
In einer Arbeitsgruppe befinden sich 6 Frauen und 4 Männer. Für eine Präsentation werden nacheinander drei Personen zufällig ausgewählt, wobei jede Person nur einmal gewählt werden kann. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: (1) Es werden nur Männer ausgewählt. (2) Es werden genau zwei Frauen ausgewählt. (3) Es wird mindestens eine Frau ausgewählt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich die Anzahl der verfügbaren Personen nach jeder Auswahl verändert. - Ein Baumdiagramm kann helfen, die verschiedenen Pfade für genau zwei Frauen zu finden. - Bei „mindestens“-Aufgaben ist es oft einfacher, die Wahrscheinlichkeit des Gegenteils zu berechnen. - Achte darauf, ob die Reihenfolge der Auswahl für das Endergebnis eine Rolle spielt oder ob verschiedene Reihenfolgen zum selben Ereignis führen.

Lösung

1. Es handelt sich um ein Experiment ohne Zurücklegen mit insgesamt 10 Personen (6 Frauen, 4 Männer). 2. Für Ereignis (1) (MMM) ergibt sich nach der ersten Pfadregel: \(P(\text{nur Männer}) = \frac{4}{10} \cdot \frac{3}{9} \cdot \frac{2}{8} = \frac{24}{720} = \frac{1}{30}\). 3. Für Ereignis (2) gibt es drei mögliche Pfade (FFM, FMF, MFF). Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{6}{10} \cdot \frac{5}{9} \cdot \frac{4}{8} = \frac{120}{720} = \frac{1}{6}\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist \(3 \cdot \frac{1}{6} = \frac{1}{2} = 0{,}5\). 4. Für Ereignis (3) nutzt man das Gegenereignis zu (1): \(P(\text{mind. eine Frau}) = 1 - P(\text{nur Männer}) = 1 - \frac{1}{30} = \frac{29}{30}\).

Antwort

(1) \(P = \frac{1}{30} \approx 0{,}033\) (2) \(P = \frac{1}{2} = 0{,}5\) (3) \(P = \frac{29}{30} \approx 0{,}967\)
42196810
Ein Obstkorb enthält \(15\) Früchte: \(9\) Äpfel und \(6\) Birnen. Jemand entnimmt nacheinander drei Früchte ohne Zurücklegen. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird die Sequenz Birne – Apfel – Birne gezogen? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Birne entnommen wird. c) Nachdem als erste Frucht ein Apfel entnommen wurde, werden zwei weitere Früchte ohne Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch diese beiden Früchte Äpfel sind?

Denkanstöße

- Verfolge in a) nur den verlangten Pfad und passe die Anzahlen nach jeder Entnahme an. - Welches Gegenereignis ist für „mindestens eine Birne“ einfacher zu berechnen? - Welche Zusammensetzung hat der Korb zu Beginn von c), nachdem der erste Apfel bereits entnommen wurde?

Lösung

1. Für die feste Reihenfolge Birne – Apfel – Birne gilt nach der Pfadmultiplikationsregel \(\frac{6}{15}\cdot\frac{9}{14}\cdot\frac{5}{13}=\frac{9}{91}\). 2. Das Gegenereignis zu „mindestens eine Birne“ ist „drei Äpfel“. Dafür gilt \(\frac{9}{15}\cdot\frac{8}{14}\cdot\frac{7}{13}=\frac{12}{65}\). Daher beträgt die gesuchte Wahrscheinlichkeit \(1-\frac{12}{65}=\frac{53}{65}\). 3. Nach dem ersten Apfel verbleiben \(14\) Früchte, darunter \(8\) Äpfel. Für zwei weitere Äpfel gilt nach der Pfadmultiplikationsregel \(\frac{8}{14}\cdot\frac{7}{13}=\frac{4}{13}\).

Antwort

a) \(\frac{9}{91}\) b) \(\frac{53}{65}\) c) \(\frac{4}{13}\)
42333110
Ein Gärtner pflanzt drei Samen einer speziellen Blumensorte. Aus Erfahrung weiß er, dass jeder Samen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\) keimt. Die Keimung der einzelnen Samen erfolgt dabei unabhängig voneinander. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Alle drei Samen keimen. b) Kein einziger Samen keimt. c) Mindestens zwei Samen keimen.

Denkanstöße

- Welche vollständigen Pfade gehören jeweils zum gesuchten Ereignis? - Entlang eines vollständigen Pfades werden die drei Astwahrscheinlichkeiten miteinander verknüpft. - Für „mindestens zwei“ musst du sowohl die Fälle mit genau zwei als auch den Fall mit drei keimenden Samen berücksichtigen.

Lösung

a) Für „alle drei keimen“ gibt es den Pfad KKK: \(P(\mathrm{KKK})=0{,}7\cdot0{,}7\cdot0{,}7=0{,}343\). b) Für „kein Samen keimt“ gibt es den Pfad NNN: \(P(\mathrm{NNN})=0{,}3\cdot0{,}3\cdot0{,}3=0{,}027\). c) „Mindestens zwei keimen“ umfasst KKN, KNK, NKK und KKK. Für jeden Pfad mit genau zwei keimenden Samen gilt \(0{,}7\cdot0{,}7\cdot0{,}3=0{,}147\). Daher ist \(P(\text{mindestens zwei})=0{,}147+0{,}147+0{,}147+0{,}343=0{,}784\).

Antwort

a) \(34{,}3\,\%\) (oder \(0{,}343\)) b) \(2{,}7\,\%\) (oder \(0{,}027\)) c) \(78{,}4\,\%\) (oder \(0{,}784\))
42333210
Bei der Endkontrolle eines Elektronikbauteils wird festgestellt, dass \(5\,\%\) der produzierten Teile fehlerhaft sind. Ein Prüfer entnimmt der Produktion nacheinander vier Bauteile und testet diese. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Prüfungen als unabhängig mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit \(0{,}05\) betrachtet. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Fälle: a) Keines der vier Bauteile ist defekt. b) Genau eines der Bauteile ist defekt. c) Genau zwei der Bauteile sind defekt.

Denkanstöße

- Bezeichne „defekt“ und „intakt“ kurz und notiere die vollständigen Viererfolgen, die zur jeweiligen Bedingung passen. - Auf einem vollständigen Pfad werden die vier Astwahrscheinlichkeiten miteinander multipliziert. - Prüfe bei „genau ein“ und „genau zwei“, an welchen Positionen die defekten Teile liegen können.

Lösung

a) Für vier intakte Bauteile gibt es den Pfad IIII: \(P(\mathrm{IIII})=0{,}95^4=0{,}81450625\). b) Genau ein Defekt kann an vier Positionen auftreten: DIII, IDII, IIDI oder IIID. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}05\cdot0{,}95^3=0{,}04286875\). Daher ist \(P(\text{genau ein Defekt})=4\cdot0{,}04286875=0{,}171475\). c) Genau zwei Defekte treten auf den sechs Pfaden DDII, DIDI, DIID, IDDI, IDID und IIDD auf. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}05^2\cdot0{,}95^2=0{,}00225625\). Daher ist \(P(\text{genau zwei Defekte})=6\cdot0{,}00225625=0{,}0135375\).

Antwort

a) ca. \(81{,}45\,\%\) b) ca. \(17{,}15\,\%\) c) ca. \(1{,}35\,\%\)
42333510
Basketballspieler Malik Özdemir trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(60\,\%\). Er führt eine Serie von vier Freiwürfen aus. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Erkläre, weshalb alle vier Würfe mit denselben beiden Astwahrscheinlichkeiten modelliert werden können. Gib die Wahrscheinlichkeiten für Treffer und Fehlwurf an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: \(A\): „Alle vier Würfe sind Treffer.“ \(B\): „Zuerst zwei Fehlwürfe, dann zwei Treffer.“ \(C\): „Mindestens ein Treffer.“ \(D\): „Genau zwei Treffer.“

Denkanstöße

- Welche beiden Ausgänge hat jeder einzelne Wurf, und ändern sich ihre Wahrscheinlichkeiten von Wurf zu Wurf? - Für eine fest vorgegebene Reihenfolge genügt ein vollständiger Pfad. - Bei „mindestens ein Treffer“ kann das Gegenereignis kürzer sein. - Für „genau zwei Treffer“ musst du alle möglichen Positionen der beiden Treffer berücksichtigen.

Lösung

1. Wegen der angenommenen Unabhängigkeit und der konstanten Trefferwahrscheinlichkeit gelten bei jedem Wurf dieselben Astwahrscheinlichkeiten: Treffer \(0{,}6\), Fehlwurf \(0{,}4\). 2. Für \(A\) gehört nur der Pfad TTTT zum Ereignis. Daher ist \(P(A)=0{,}6^4=0{,}1296\). 3. Für \(B\) gehört nur der Pfad NNTT zum Ereignis. Daher ist \(P(B)=0{,}4^2\cdot0{,}6^2=0{,}0576\). 4. Das Gegenereignis zu \(C\) ist NNNN. Daher ist \(P(C)=1-0{,}4^4=0{,}9744\). 5. Genau zwei Treffer treten auf den sechs Pfaden TTNN, TNTN, TNNT, NTTN, NTNT und NNTT auf. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}6^2\cdot0{,}4^2=0{,}0576\). Somit ist \(P(D)=6\cdot0{,}0576=0{,}3456\).

Antwort

a) Weil die Würfe als unabhängig modelliert werden und die Trefferwahrscheinlichkeit konstant bleibt, gelten bei jedem Wurf dieselben Astwahrscheinlichkeiten: Treffer \(0{,}6\), Fehlwurf \(0{,}4\). b) \(P(A)=0{,}1296\); \(P(B)=0{,}0576\); \(P(C)=0{,}9744\); \(P(D)=0{,}3456\)
42333610
In einer Glashütte werden Trinkgläser hergestellt. Erfahrungsgemäß sind \(10\,\%\) der Gläser fehlerhaft. Für eine Qualitätskontrolle werden fünf Gläser nacheinander zufällig entnommen und geprüft. Da die Produktion sehr groß ist, kann das Ziehen als Ziehen mit Zurücklegen betrachtet werden. a) Gib die Wahrscheinlichkeiten für „fehlerhaft“ und „einwandfrei“ an und erkläre, warum sie bei jeder der fünf Prüfungen gleich bleiben. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: \(E\): „Kein Glas ist fehlerhaft.“ \(F\): „Die ersten drei Gläser sind einwandfrei, die letzten beiden sind fehlerhaft.“ \(G\): „Mindestens ein Glas ist fehlerhaft.“ \(H\): „Genau ein Glas ist fehlerhaft.“

Denkanstöße

- Welche zwei Astwahrscheinlichkeiten gehören zu jeder Prüfung, und was bewirkt das Zurücklegen für die Zusammensetzung? - Bei einem fest vorgegebenen Ablauf reicht ein vollständiger Pfad. - Für „mindestens ein fehlerhaftes Glas“ kann das Gegenereignis einfacher sein. - Bei „genau ein fehlerhaftes Glas“ ist entscheidend, an welcher der fünf Positionen der Fehler liegt.

Lösung

1. Für ein fehlerhaftes Glas gilt die Astwahrscheinlichkeit \(0{,}1\), für ein einwandfreies Glas \(0{,}9\). Wegen des Modells „mit Zurücklegen“ bleibt die Zusammensetzung bei jeder der fünf Prüfungen gleich. 2. Für \(E\) gehört nur der Pfad EEEEE zum Ereignis. Daher ist \(P(E)=0{,}9^5=0{,}59049\). 3. Für \(F\) gehört nur der Pfad EEEFF zum Ereignis. Daher ist \(P(F)=0{,}9^3\cdot0{,}1^2=0{,}00729\). 4. Das Gegenereignis zu \(G\) ist „kein Glas ist fehlerhaft“. Daher ist \(P(G)=1-0{,}59049=0{,}40951\). 5. Genau ein fehlerhaftes Glas kann an fünf Positionen stehen: FEEEE, EFEEE, EEFEE, EEEFE oder EEEEF. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot0{,}9^4=0{,}06561\). Somit ist \(P(H)=5\cdot0{,}06561=0{,}32805\).

Antwort

a) Fehlerhaft: \(0{,}1\); einwandfrei: \(0{,}9\). Die Wahrscheinlichkeiten bleiben gleich, weil das Ziehen als Ziehen mit Zurücklegen modelliert wird und sich die Zusammensetzung dadurch nicht ändert. b) \(P(E)=0{,}59049\); \(P(F)=0{,}00729\); \(P(G)=0{,}40951\); \(P(H)=0{,}32805\)
42335510
In einer Gärtnerei keimen durchschnittlich \(15\,\%\) der Blumensamen einer bestimmten Sorte nicht. Für eine Untersuchung werden vier Samen dieser Sorte zufällig ausgewählt und eingepflanzt. Die Keimungen werden als unabhängig mit gleichbleibenden Wahrscheinlichkeiten modelliert. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei der vier Samen nicht keimen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nur die ersten beiden Samen nicht keimen.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen „genau zwei irgendwo“ und „nur die ersten beiden“. - Liste für a) alle vierstelligen Folgen mit genau zwei nicht keimenden Samen auf. - Vergleiche die Pfadwahrscheinlichkeiten dieser Folgen, bevor du sie addierst.

Lösung

a) Für genau zwei nicht keimende Samen gibt es sechs mögliche Folgen: \(NNKK\), \(NKNK\), \(NKKN\), \(KNNK\), \(KNKN\) und \(KKNN\). Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}15^2\cdot 0{,}85^2=0{,}01625625\). Nach der zweiten Pfadregel gilt \(P(\text{genau zwei }N)=6\cdot 0{,}01625625=0{,}0975375\approx 9{,}75\,\%\). b) Die Reihenfolge ist festgelegt: \(NNKK\). Daher gilt \(P(NNKK)=0{,}15^2\cdot 0{,}85^2=0{,}01625625\approx 1{,}63\,\%\).

Antwort

a) \(P\approx 9{,}75\,\%\) b) \(P\approx 1{,}63\,\%\)
42335610
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(80\,\%\). In einer Trainingseinheit führt er fünf Würfe aus. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt gleich. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er genau vier Treffer erzielt. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er nur beim fünften Wurf nicht trifft.

Denkanstöße

- Zeichne oder notiere für a) die möglichen Positionen des einzigen Fehlwurfs. - Prüfe, ob die zugehörigen Pfade dieselben Faktoren enthalten. - Vergleiche die Anzahl günstiger Pfade in a) mit der fest vorgegebenen Folge in b).

Lösung

a) Bei genau vier Treffern gibt es fünf mögliche Folgen, je nachdem, an welcher Stelle der einzige Fehlwurf liegt. Jeder zugehörige Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8^4\cdot 0{,}2=0{,}08192\). Mit der zweiten Pfadregel folgt \(P(\text{genau vier Treffer})=5\cdot 0{,}08192=0{,}4096\). b) Hier ist nur die Folge \(TTTTF\) erlaubt. Nach der ersten Pfadregel gilt \(P(TTTTF)=0{,}8^4\cdot 0{,}2=0{,}08192\).

Antwort

a) \(P=0{,}4096=40{,}96\,\%\) b) \(P=0{,}08192=8{,}192\,\%\)
42355110
Ein Passwortschutzsystem besteht aus einer Abfolge von sechs Sicherheitsabfragen, die ein Programm nacheinander lösen muss. Das Programm kann jede dieser Abfragen unabhängig voneinander mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p\) korrekt beantworten. Der Zugang wird nur gewährt, wenn alle sechs Abfragen erfolgreich absolviert werden. Bestimme die notwendige Wahrscheinlichkeit \(p\), mit der das Programm eine einzelne Abfrage lösen muss, damit die Gesamtwahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Zugang genau \(50\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man die Gesamtwahrscheinlichkeit berechnet, wenn mehrere unabhängige Ereignisse alle gleichzeitig (oder nacheinander) eintreten müssen. - Stelle eine Gleichung auf, in der die unbekannte Wahrscheinlichkeit \(p\) vorkommt. - Welche mathematische Operation kehrt eine Potenz der Form \(x^6\) um?

Lösung

1. Aufstellen der Wahrscheinlichkeitsgleichung für ein zusammengesetztes Zufallsexperiment mit sechs unabhängigen Stufen: Da alle sechs Ereignisse eintreten müssen, gilt nach der Pfadregel \(P(\text{Erfolg}) = p^6\). 2. Einsetzen der gegebenen Gesamtwahrscheinlichkeit: \(p^6 = 0{,}5\). 3. Auflösen der Gleichung nach \(p\) durch Ziehen der sechsten Wurzel: \(p = \sqrt[6]{0{,}5}\). 4. Numerische Berechnung des Wertes: \(p \approx 0{,}8909\). Die Wahrscheinlichkeit für eine einzelne Abfrage muss also ca. \(89{,}09\,\%\) betragen.

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit \(p\) muss ca. \(0{,}8909\) (oder \(89{,}09\,\%\)) betragen.
42363510
An einem Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren ist genau ein Sektor blau gefärbt. Das Rad wird so lange gedreht, bis zum ersten Mal Blau erscheint. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass erstmals bei der zweiten bzw. erstmals bei der dritten Drehung Blau erscheint. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens drei Drehungen benötigt werden. c) Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind mehr als vier Drehungen erforderlich?

Denkanstöße

- Beschreibe bei a) genau, was vor dem ersten blauen Ergebnis geschehen muss. - Für „höchstens drei“ kann das Gegenereignis kürzer sein als das Addieren mehrerer Endpfade. - Bei c) genügt es zu betrachten, was in den ersten vier Drehungen passieren muss.

Lösung

a) Für „erstmals bei der zweiten Drehung Blau“ ist der Pfad „kein Blau, Blau“ nötig: \(0{,}8\cdot 0{,}2=0{,}16\). Für „erstmals bei der dritten Drehung Blau“ ist der Pfad „kein Blau, kein Blau, Blau“ nötig: \(0{,}8^2\cdot 0{,}2=0{,}128\). b) Höchstens drei Drehungen werden benötigt, wenn in den ersten drei Drehungen mindestens einmal Blau erscheint. Über das Gegenereignis „dreimal kein Blau“ gilt \(P=1-0{,}8^3=0{,}488\). c) Mehr als vier Drehungen sind nötig, wenn die ersten vier Drehungen alle nicht Blau ergeben: \(P=0{,}8^4=0{,}4096\).

Antwort

a) Zweite Drehung: \(0{,}16\); dritte Drehung: \(0{,}128\) b) \(P=0{,}488\) c) \(P=0{,}4096\)
42380310
In einem Beutel befinden sich fünf Kugeln: zwei rote und drei blaue. Es wird dreimal nacheinander eine Kugel gezogen, die Farbe notiert und die Kugel anschließend wieder in den Beutel zurückgelegt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Es werden drei rote Kugeln gezogen. b) Es werden genau zwei blaue Kugeln gezogen. c) Es wird mindestens eine rote Kugel gezogen.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für eine einzelne rote bzw. blaue Kugel bei einem Zug ist. - Da die Kugeln zurückgelegt werden, handelt es sich um ein Experiment mit gleichbleibenden Wahrscheinlichkeiten. - Zeichne dir ein Baumdiagramm, um alle möglichen Pfade für die Ereignisse zu finden. - Bei „mindestens“-Aufgaben kann das Gegenereignis oft schneller zum Ziel führen.

Lösung

1. Da mit Zurücklegen gezogen wird, bleiben die Wahrscheinlichkeiten in jedem Zug gleich: \(P(\text{rot}) = \frac{2}{5} = 0{,}4\) und \(P(\text{blau}) = \frac{3}{5} = 0{,}6\). 2. Für Ereignis a) wird die Pfadregel angewendet: \(P(\text{rrr}) = \left(\frac{2}{5}\right)^3 = \frac{8}{125} = 0{,}064\). 3. Für Ereignis b) gibt es drei mögliche Pfade: (b, b, r), (b, r, b) und (r, b, b). Jeder Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\left(\frac{3}{5}\right)^2 \cdot \frac{2}{5} = \frac{18}{125}\). Die Gesamtwahrscheinlichkeit ist \(3 \cdot \frac{18}{125} = \frac{54}{125} = 0{,}432\). 4. Für Ereignis c) ist es effizienter, über das Gegenereignis „keine rote Kugel“ (also drei blaue Kugeln) zu rechnen: \(P(\text{mind. eine rote}) = 1 - P(\text{bbb}) = 1 - \left(\frac{3}{5}\right)^3 = 1 - \frac{27}{125} = \frac{98}{125} = 0{,}784\).

Antwort

a) \(P = \frac{8}{125} = 0{,}064\) b) \(P = \frac{54}{125} = 0{,}432\) c) \(P = \frac{98}{125} = 0{,}784\)
42380410
Eine Urne enthält vier Kugeln, die mit den Zahlen 1, 2, 3 und 4 beschriftet sind. Es wird zweimal mit Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden gezogenen Zahlen ist genau 5. b) Das Produkt der beiden Zahlen ist eine Quadratzahl. c) Die zuerst gezogene Zahl ist größer als die zweite Zahl.

Denkanstöße

- Wie viele verschiedene Kombinationen gibt es insgesamt, wenn man aus vier Zahlen zweimal mit Zurücklegen zieht? - Erstelle eine kleine Tabelle oder eine Liste aller 16 Möglichkeiten, um die günstigen Fälle leichter abzählen zu können. - Denke daran, dass beim Produkt von Zahlen auch gleiche Zahlen (wie \(2 \cdot 2\)) Quadratzahlen ergeben. - Gehe systematisch vor, um beim Vergleichen der Zahlen (größer/kleiner) keinen Fall zu vergessen.

Lösung

1. Die Gesamtzahl der möglichen Ergebnisse bei zwei Zügen mit Zurücklegen beträgt \(4 \cdot 4 = 16\). 2. Für Ereignis a) werden die günstigen Paare ermittelt: (1,4), (2,3), (3,2), (4,1). Es gibt 4 günstige Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P = \frac{4}{16} = \frac{1}{4} = 0{,}25\). 3. Für Ereignis b) werden die Paare gesucht, deren Produkt eine Quadratzahl ist: (1,1) [Produkt 1], (1,4) [4], (2,2) [4], (3,3) [9], (4,1) [4], (4,4) [16]. Es gibt 6 günstige Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P = \frac{6}{16} = \frac{3}{8} = 0{,}375\). 4. Für Ereignis c) werden die Paare gesucht, bei denen die erste Zahl größer ist: (2,1), (3,1), (3,2), (4,1), (4,2), (4,3). Es gibt 6 günstige Ergebnisse. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P = \frac{6}{16} = \frac{3}{8} = 0{,}375\).

Antwort

a) \(P = \frac{1}{4} = 0{,}25\) b) \(P = \frac{3}{8} = 0{,}375\) c) \(P = \frac{3}{8} = 0{,}375\)
42381010
Eine Bogenschützin trifft das Goldzentrum der Zielscheibe mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\). Sie gibt drei Schüsse nacheinander ab. Die Schüsse werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit erzielt sie die Sequenz: Treffer, kein Treffer, Treffer? b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie bei den drei Schüssen insgesamt genau zweimal in das Goldzentrum trifft.

Denkanstöße

- Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei drei Versuchen genau zwei Treffer zu erzielen? - Skizziere die relevanten Pfade in einem Baumdiagramm. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines kombinierten Ereignisses, das aus mehreren Pfaden besteht?

Lösung

1. Festlegen der Wahrscheinlichkeiten für einen Einzelschuss: Treffer \(P(T) = 0{,}7\) und kein Treffer \(P(K) = 0{,}3\). 2. Lösung zu a) durch Anwendung der Pfadmultiplikationsregel für den Pfad (T, K, T): \(0{,}7 \cdot 0{,}3 \cdot 0{,}7 = 0{,}147\). 3. Analyse für b): Es gibt drei Pfade, die genau zwei Treffer enthalten: (T, T, K), (T, K, T) und (K, T, T). 4. Da jeder dieser Pfade die gleiche Wahrscheinlichkeit hat (\(0{,}7^2 \cdot 0{,}3 = 0{,}147\)), ergibt sich die Gesamtwahrscheinlichkeit durch die Summenregel: \(3 \cdot 0{,}147 = 0{,}441\).

Antwort

a) \(14{,}7\,\%\) b) \(44{,}1\,\%\)
42381910
Beurteile, ob die folgenden Aussagen über Baumdiagramme bei mehrstufigen Zufallsexperimenten wahr oder falsch sind. Begründe jeweils deine Entscheidung. a) Die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses (eines vollständigen Pfades) ist niemals größer als die Wahrscheinlichkeit des ersten Zweiges, der zu diesem Ergebnis führt. b) Wenn man die Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Pfade eines Baumdiagramms addiert, erhält man stets den Wert \(1\).

Denkanstöße

- Überlege bei a), welche Werte Zweigwahrscheinlichkeiten annehmen können. - Prüfe, was mit einem Wert geschieht, wenn er mit weiteren Zahlen zwischen \(0\) und \(1\) multipliziert wird. - Frage bei b), welches Ereignis aus der Vereinigung aller vollständigen Pfade entsteht.

Lösung

1. Aussage a) ist wahr. Nach der ersten Pfadregel ist die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Pfades das Produkt der Zweigwahrscheinlichkeiten. Jede weitere Zweigwahrscheinlichkeit liegt zwischen \(0\) und \(1\), daher kann das Produkt durch weitere Faktoren nicht größer werden als die Wahrscheinlichkeit des ersten Zweigs. 2. Aussage b) ist wahr. Alle vollständigen Pfade zusammen beschreiben sämtliche möglichen Ergebnisse des Zufallsexperiments und schließen einander aus. Nach der zweiten Pfadregel ist ihre Summe daher die Wahrscheinlichkeit des sicheren Ereignisses, also \(1\).

Antwort

a) Wahr. Die Pfadwahrscheinlichkeit ist das Produkt der Zweigwahrscheinlichkeiten; zusätzliche Faktoren zwischen \(0\) und \(1\) können das Produkt nicht vergrößern. b) Wahr. Alle vollständigen Pfade bilden zusammen das sichere Ereignis und schließen einander aus, daher summieren sich ihre Wahrscheinlichkeiten zu \(1\).
42788010
In einer Schulklasse mit \(k\) Jugendlichen wird die Verteilung ihrer Geburtsmonate untersucht. Dabei wird vereinfachend davon ausgegangen, dass alle 12 Monate gleich wahrscheinlich sind. Ermittle die kleinstmögliche Anzahl an Jugendlichen \(k\), für die die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens zwei von ihnen im selben Monat Geburtstag haben, größer als \(60\,\%\) ist.

Denkanstöße

- Betrachte das Gegenereignis: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle Personen in unterschiedlichen Monaten Geburtstag haben? - Wie viele Möglichkeiten gibt es für die erste, zweite, dritte Person usw., wenn kein Monat doppelt vorkommen darf? - Wie viele Möglichkeiten gibt es insgesamt bei 12 Monaten für \(k\) Personen? - Teste schrittweise verschiedene Werte für die Anzahl der Personen \(k\).

Lösung

1. Das Gegenereignis ist, dass alle \(k\) Jugendlichen in verschiedenen Monaten Geburtstag haben. 2. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Gegenereignis bei \(k\) Personen und 12 Monaten beträgt \(P(\text{verschieden}) = \frac{12}{12} \cdot \frac{11}{12} \cdot \dots \cdot \frac{12-k+1}{12}\). 3. Gesucht ist das kleinste \(k\), für das \(1 - P(\text{verschieden}) > 0{,}6\) gilt, also \(P(\text{verschieden}) < 0{,}4\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten durch schrittweises Multiplizieren: - \(k=1\): \(1\) - \(k=2\): \(1 \cdot \frac{11}{12} \approx 0{,}917\) - \(k=3\): \(0{,}917 \cdot \frac{10}{12} \approx 0{,}764\) - \(k=4\): \(0{,}764 \cdot \frac{9}{12} \approx 0{,}573\) - \(k=5\): \(0{,}573 \cdot \frac{8}{12} \approx 0{,}382\) 5. Da \(0{,}382 < 0{,}4\) (bzw. \(1 - 0{,}382 = 0{,}618 > 0{,}6\)), ist die Bedingung erstmals für \(k=5\) erfüllt.

Antwort

\(k = 5\)
43088110
Ein Unternehmen prüft elektronische Bauteile auf Defekte. Bei einem tatsächlich defekten Bauteil schlägt ein automatischer Test mit einer Wahrscheinlichkeit von \(92\,\%\) an. Zur Sicherheit werden zwei solche Tests unabhängig voneinander durchgeführt. - Schlagen beide Tests an, wird das Bauteil sofort als Ausschuss sortiert. - Schlägt genau einer der beiden Tests an, wird eine manuelle Nachprüfung durchgeführt. - Schlagen beide Tests nicht an, wird das Bauteil als fehlerfrei eingestuft. Die manuelle Nachprüfung erkennt einen Defekt bei einem betroffenen Bauteil mit einer Wahrscheinlichkeit von \(96\,\%\). Berechne für ein tatsächlich defektes Bauteil die Wahrscheinlichkeit, dass: (1) es sofort als Ausschuss klassifiziert wird; (2) der Defekt durch beide automatischen Tests nicht erkannt wird; (3) eine manuelle Nachprüfung erforderlich wird; (4) der Defekt erst in der manuellen Nachprüfung entdeckt wird; (5) das Bauteil insgesamt als defekt erkannt wird.

Denkanstöße

- Stelle den Ablauf als mehrstufiges Baumdiagramm dar. - Welche vollständigen Pfade gehören zu „genau ein automatischer Test schlägt an“? - Unterscheide zwischen Ereignissen, die nacheinander eintreten müssen, und verschiedenen Pfaden, die zum selben Ergebnis führen. - Welche bereits berechneten Fälle führen insgesamt zur Erkennung des Defekts?

Lösung

1. Für einen automatischen Test gilt \(p=0{,}92\) für „schlägt an“ und \(q=0{,}08\) für „schlägt nicht an“. 2. Sofortiger Ausschuss bedeutet zweimal „schlägt an“: \(0{,}92\cdot0{,}92=0{,}8464\). 3. Zweimaliges Nichterkennen hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}08\cdot0{,}08=0{,}0064\). 4. Eine Nachprüfung ist bei genau einem positiven automatischen Test nötig. Dafür gibt es zwei Pfade: \(2\cdot0{,}92\cdot0{,}08=0{,}1472\). 5. Erst in der manuellen Nachprüfung entdeckt wird der Defekt mit \(0{,}1472\cdot0{,}96=0{,}141312\). 6. Insgesamt erkannt wird der Defekt entweder sofort oder erst in der Nachprüfung: \(0{,}8464+0{,}141312=0{,}987712\).

Antwort

(1) \(0{,}8464=84{,}64\,\%\) (2) \(0{,}0064=0{,}64\,\%\) (3) \(0{,}1472=14{,}72\,\%\) (4) \(0{,}141312\approx14{,}13\,\%\) (5) \(0{,}987712\approx98{,}77\,\%\)
43088210
Ein Alarmsystem zur Überwachung eines Geländes besteht aus zwei identischen Sensoren, die unabhängig voneinander auf unbefugtes Betreten reagieren. Die Erkennungswahrscheinlichkeit jedes Sensors liegt bei \(88\,\%\). - Reagieren beide Sensoren gleichzeitig, wird sofort ein Hauptalarm ausgelöst. - Reagiert nur einer der beiden Sensoren, wird das Signal an eine Sicherheitszentrale weitergeleitet, die eine zusätzliche Videoüberprüfung einleitet. - Reagiert kein Sensor, bleibt das System stumm. Die Videoüberprüfung durch das Personal erkennt ein Eindringen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(95\,\%\). Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem tatsächlichen Eindringen: (1) sofort der Hauptalarm ausgelöst wird? (2) das Alarmsystem überhaupt nicht reagiert? (3) eine zusätzliche Videoüberprüfung eingeleitet wird? (4) das Eindringen erst durch die Videoüberprüfung bestätigt wird? (5) das Eindringen insgesamt (entweder sofort oder durch die Videoüberprüfung) erkannt wird?

Denkanstöße

- Notiere dir zuerst die Wahrscheinlichkeiten für „Sensor reagiert“ und „Sensor reagiert nicht“. - Skizziere die möglichen Verläufe in einem Baumdiagramm. Die erste Stufe sind die beiden Sensoren, die zweite Stufe (falls nötig) die Videoüberprüfung. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, dass genau ein Sensor reagiert? Berücksichtige beide Kombinationen. - Für die Gesamtwahrscheinlichkeit musst du alle Pfade addieren, die zu einer erfolgreichen Erkennung führen.

Lösung

Sei \(p = 0{,}88\) die Wahrscheinlichkeit einer Sensordetektion und \(p_v = 0{,}95\) die der Videoerkennung. 1. Hauptalarm bei zwei Detektionen: \(P(A) = 0{,}88^2 = 0{,}7744\). 2. Keine Reaktion bei zwei Nicht-Detektionen: \(P(B) = (1 - 0{,}88)^2 = 0{,}12^2 = 0{,}0144\). 3. Videoüberprüfung bei genau einer Detektion: \(P(C) = 2 \cdot 0{,}88 \cdot 0{,}12 = 0{,}2112\). 4. Erkennung nur via Video: \(P(D) = P(C) \cdot p_v = 0{,}2112 \cdot 0{,}95 = 0{,}20064\). 5. Gesamterkennungswahrscheinlichkeit: \(P(A) + P(D) = 0{,}7744 + 0{,}20064 = 0{,}97504\). Alternativ über das Gegenereignis (keine Reaktion oder Videoüberprüfung schlägt fehl): \(1 - (0{,}0144 + 0{,}2112 \cdot 0{,}05) = 0{,}97504\).

Antwort

(1) \(0{,}7744\) (oder \(77{,}44\,\%\)) (2) \(0{,}0144\) (oder \(1{,}44\,\%\)) (3) \(0{,}2112\) (oder \(21{,}12\,\%\)) (4) \(0{,}20064\) (oder ca. \(20{,}06\,\%\)) (5) \(0{,}97504\) (oder ca. \(97{,}50\,\%\))
43199510
Zwei Glücksräder, Glücksrad A und Glücksrad B, werden jeweils einmal gedreht. Die Sektoren jedes Glücksrads sind gleich groß. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Beide Glücksräder zeigen dieselbe Farbe an. b) Die Summe der beiden erdrehten Zahlen ist mindestens \(6\). Gib die Wahrscheinlichkeiten als gekürzten Bruch und in Prozent an.
Abbildung zur Aufgabe 431995

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche Kombinationen entstehen aus den Sektoren der beiden Räder? - Welche Farben kommen auf beiden Glücksrädern vor, und wie oft jeweils? - Ordne für b) die Ergebnisse als geordnete Zahlenpaare und erfasse systematisch die Paare mit Summe mindestens \(6\).

Lösung

1. Glücksrad A hat \(5\) und Glücksrad B \(4\) gleich große Sektoren. Daher gibt es \(5\cdot4=20\) gleich wahrscheinliche geordnete Kombinationen. 2. Für dieselbe Farbe gibt es \(2\cdot1=2\) Rot-Rot-Kombinationen und \(2\cdot2=4\) Blau-Blau-Kombinationen. Gelb und Grün kommen nicht auf beiden Rädern vor. Somit ist \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{6}{20}=\frac{3}{10}=30\,\%\). 3. Für eine Summe von mindestens \(6\) gibt es \(1+2+3+4=10\) günstige Zahlenpaare: bei der ersten Zahl \(2\) eines, bei \(3\) zwei, bei \(4\) drei und bei \(5\) vier. Daher ist \(P(\text{Summe mindestens }6)=\frac{10}{20}=\frac{1}{2}=50\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{3}{10}=30\,\%\) b) \(\frac{1}{2}=50\,\%\)
43200410
Ein Glücksrad besitzt 8 gleich große Sektoren in den Farben Rot, Blau und Grün (siehe Abbildung). Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse. Gib das Ergebnis jeweils als gekürzten Bruch und als Prozentsatz an: a) Ereignis \(E_1\): „Es wird zweimal hintereinander Grün gedreht (Hauptgewinn).“ b) Ereignis \(E_2\): „Es wird zweimal dieselbe Farbe gedreht (Trostpreis).“
Abbildung zur Aufgabe 432004

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie oft jede der drei Farben vorkommt. - Welche Regel verwendest du für die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen vollständigen Pfades? - Welche gleichfarbigen Pfade gehören zu Ereignis \(E_2\)?

Lösung

1. Das Glücksrad hat \(3\) rote, \(3\) blaue und \(2\) grüne Sektoren. Daher gilt \(P(\text{Rot})=\frac{3}{8}\), \(P(\text{Blau})=\frac{3}{8}\) und \(P(\text{Grün})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\). 2. Für zweimal Grün ist \(P(E_1)=\frac{2}{8}\cdot\frac{2}{8}=\frac{1}{16}=6{,}25\,\%\). 3. „Zweimal dieselbe Farbe“ umfasst Rot-Rot, Blau-Blau und Grün-Grün. Daher ist \(P(E_2)=\left(\frac{3}{8}\right)^2+\left(\frac{3}{8}\right)^2+\left(\frac{2}{8}\right)^2=\frac{22}{64}=\frac{11}{32}=34{,}375\,\%\).

Antwort

a) \(P(E_1)=\frac{1}{16}=6{,}25\,\%\) b) \(P(E_2)=\frac{11}{32}=34{,}375\,\%\)
43200510
Das abgebildete Glücksrad mit sechs gleich großen Sektoren wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Es wird zweimal die gleiche Zahl gedreht. b) Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als \(4\). c) Beim ersten Drehen wird ein rotes Feld und beim zweiten Drehen ein blaues Feld getroffen.
Abbildung zur Aufgabe 432005

Denkanstöße

- Halte getrennt fest, wie oft jede Zahl und jede Farbe auf dem Rad vorkommt. - Welche Zahlenpaare erfüllen die Bedingungen in a) beziehungsweise b)? - Für c) ist die Reihenfolge der beiden Farben fest vorgegeben.

Lösung

1. Bei zwei Drehungen gibt es \(6\cdot6=36\) gleich wahrscheinliche Sektorenpaare. 2. Die Zahl \(1\) steht auf \(2\), die Zahl \(2\) auf \(3\) und die Zahl \(3\) auf \(1\) Sektor. Daher ist \(P(\text{zweimal gleiche Zahl})=\frac{2^2+3^2+1^2}{36}=\frac{14}{36}=\frac{7}{18}\approx38{,}9\,\%\). 3. Eine Summe größer als \(4\) entsteht durch \((2,3)\), \((3,2)\) oder \((3,3)\). Wegen der Häufigkeiten der Zahlen gibt es dazu \(3\cdot1+1\cdot3+1\cdot1=7\) günstige Sektorenpaare. Somit ist \(P(\text{Summe}>4)=\frac{7}{36}\approx19{,}4\,\%\). 4. Es gibt \(2\) rote und \(2\) blaue Sektoren. Daher ist \(P(\text{erst Rot, dann Blau})=\frac{2}{6}\cdot\frac{2}{6}=\frac{1}{9}\approx11{,}1\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{7}{18}\approx38{,}9\,\%\) b) \(\frac{7}{36}\approx19{,}4\,\%\) c) \(\frac{1}{9}\approx11{,}1\,\%\)
43201210
Zwei Glücksräder A und B mit unterschiedlich vielen, aber jeweils gleich großen Sektoren werden nacheinander je einmal gedreht. Bestimme mithilfe eines Baumdiagramms oder mithilfe der Pfadregeln die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse. Gib das Ergebnis als gekürzten Bruch an: a) „Beide Räder zeigen auf eine rote Zahl.“ b) „Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist genau \(6\).“
Abbildung zur Aufgabe 432012

Denkanstöße

- Wie viele gleich wahrscheinliche Kombinationen entstehen aus den Sektoren der beiden Räder? - Wie viele rote Sektoren besitzt jedes der beiden Räder? - Liste für b) systematisch die Zahlenpaare auf, deren Summe \(6\) ist.

Lösung

1. Glücksrad A hat \(4\) und Glücksrad B \(6\) gleich große Sektoren. Daher gibt es \(4\cdot6=24\) gleich wahrscheinliche geordnete Ergebnisse. 2. Auf A ist \(1\) von \(4\) Sektoren rot, auf B sind \(3\) von \(6\) Sektoren rot. Daher ist \(P(\text{beide rot})=\frac{1}{4}\cdot\frac{3}{6}=\frac{1}{8}\). 3. Die Zahlenpaare mit Summe \(6\) sind \((1,5)\), \((2,4)\), \((3,3)\) und \((4,2)\). Diese vier Paare sind gleich wahrscheinlich, also ist \(P(\text{Summe }6)=\frac{4}{24}=\frac{1}{6}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{8}\) b) \(\frac{1}{6}\)
43203210
Aus einer Urne mit sechs farbigen Kugeln (siehe Abbildung) werden nacheinander zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne mithilfe der Pfadregeln die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Beide gezogenen Kugeln haben die gleiche Farbe. b) Mindestens eine der gezogenen Kugeln ist rot.
Abbildung zur Aufgabe 432032

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, wie viele Kugeln jeder Farbe vorhanden sind. - Welche Farben können bei zwei Ziehungen ohne Zurücklegen überhaupt zweimal auftreten? - Gibt es für b) ein Gegenereignis, das nur die nicht-roten Kugeln betrachtet?

Lösung

1. In der Urne liegen \(3\) blaue, \(2\) rote und \(1\) gelbe Kugel. 2. Zwei gleichfarbige Kugeln können nur Blau-Blau oder Rot-Rot sein. Daher ist \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{3}{6}\cdot\frac{2}{5}+\frac{2}{6}\cdot\frac{1}{5}=\frac{8}{30}=\frac{4}{15}\approx26{,}7\,\%\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens eine rote Kugel“ ist „keine rote Kugel“. Es gibt zunächst \(4\) nicht-rote Kugeln. Somit ist \(P(\text{keine rote})=\frac{4}{6}\cdot\frac{3}{5}=\frac{2}{5}\), also \(P(\text{mindestens eine rote})=1-\frac{2}{5}=\frac{3}{5}=60\,\%\).

Antwort

a) \(P(\text{gleiche Farbe})=\frac{4}{15}\approx26{,}7\,\%\) b) \(P(\text{mindestens eine rote})=\frac{3}{5}=60\,\%\)
43204210
Ein Glücksrad besitzt 6 gleich große Sektoren, die wie in der Abbildung farbig gestaltet und mit Zahlen beschriftet sind. Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis, dass die Summe der beiden erzielten Zahlen mindestens 6 beträgt. Gib das Ergebnis als vollständig gekürzten Bruch an.
Abbildung zur Aufgabe 432042

Denkanstöße

- Welche Zahlen können auf dem Glücksrad gedreht werden und wie wahrscheinlich ist jede einzelne? - Schreibe alle Kombinationen von zwei Zahlen auf, deren Summe mindestens 6 ergibt. - Nutze die Pfadregeln (Multiplikationsregel für die Pfade und Additionsregel für die verschiedenen Pfade), um die Wahrscheinlichkeiten der günstigen Kombinationen zu berechnen. - Vereinfache das Ergebnis am Ende, indem du den Bruch kürzt.

Lösung

1. Identifikation der Sektoren und ihrer Wahrscheinlichkeiten: Die Zahlen auf dem Glücksrad sind 1 (ein blauer Sektor), 2 (ein blauer Sektor), 3 (zwei rote Sektoren) und 5 (zwei grüne Sektoren). Die Wahrscheinlichkeiten bei einem Dreh sind: - \(P(1) = \frac{1}{6}\) - \(P(2) = \frac{1}{6}\) - \(P(3) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\) - \(P(5) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\) 2. Bestimmung der günstigen Kombinationen \((x, y)\), bei denen die Summe \(x + y \ge 6\) ist: - \((1, 5)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{2}{36}\) - \((2, 5)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{2}{36}\) - \((3, 3)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{4}{36}\) - \((3, 5)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{4}{36}\) - \((5, 1)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6} \cdot \frac{1}{6} = \frac{2}{36}\) - \((5, 2)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6} \cdot \frac{1}{6} = \frac{2}{36}\) - \((5, 3)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{4}{36}\) - \((5, 5)\) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{6} \cdot \frac{2}{6} = \frac{4}{36}\) 3. Berechnung der Gesamtwahrscheinlichkeit: \(P(\text{Summe} \ge 6) = \frac{2 + 2 + 4 + 4 + 2 + 2 + 4 + 4}{36} = \frac{24}{36}\) 4. Kürzen des Bruchs: \(\frac{24}{36} = \frac{2}{3}\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{2}{3}\).
43205310
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große Sektoren. Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse. Gib das Ergebnis jeweils als gekürzten Bruch und als Prozentsatz an. a) Das Glücksrad zeigt zweimal die gleiche Farbe. b) Es wird mindestens einmal die Farbe Grün gedreht. c) Es wird zuerst Rot und im zweiten Versuch Blau gedreht.
Abbildung zur Aufgabe 432053

Denkanstöße

- Bestimme die Einzelwahrscheinlichkeiten direkt aus den gleich großen Sektoren der Abbildung. - Für a) gehören mehrere verschiedene Farbpfade zum Ereignis. - Für b) ist das Gegenereignis „bei keiner Drehung Grün“ besonders kurz.

Lösung

1. Aus der Abbildung folgt \(P(\text{Rot})=\frac{3}{8}\), \(P(\text{Blau})=\frac{4}{8}\) und \(P(\text{Grün})=\frac{1}{8}\). 2. Für zweimal dieselbe Farbe werden die drei gleichfarbigen Pfade addiert: \(P=\left(\frac{3}{8}\right)^2+\left(\frac{4}{8}\right)^2+\left(\frac{1}{8}\right)^2=\frac{26}{64}=\frac{13}{32}=40{,}625\,\%\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens einmal Grün“ ist „kein Grün“. Daher ist \(P=1-\left(\frac{7}{8}\right)^2=\frac{15}{64}=23{,}4375\,\%\). 4. Für den festen Pfad Rot-Blau gilt \(P=\frac{3}{8}\cdot\frac{4}{8}=\frac{3}{16}=18{,}75\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{13}{32}=40{,}625\,\%\) b) \(\frac{15}{64}=23{,}4375\,\%\) c) \(\frac{3}{16}=18{,}75\,\%\)
43212710
Das abgebildete Glücksrad mit 8 gleich großen Feldern wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse mithilfe der Pfadregeln: a) Es wird zweimal die gleiche Farbe gedreht. b) Es wird mindestens einmal die Farbe Gelb gedreht.
Abbildung zur Aufgabe 432127

Denkanstöße

- Lies zuerst ab, wie oft jede der drei Farben auf dem Rad vorkommt. - Welche drei gleichfarbigen Pfade gehören zu a)? - Kannst du b) kürzer über das Gegenereignis „kein Gelb“ berechnen?

Lösung

1. Bei einer Drehung gilt \(P(\text{Rot})=\frac{4}{8}=\frac{1}{2}\), \(P(\text{Grün})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\) und \(P(\text{Gelb})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\). 2. Für zweimal dieselbe Farbe gilt \(P=\left(\frac{1}{2}\right)^2+\left(\frac{1}{4}\right)^2+\left(\frac{1}{4}\right)^2=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\). 3. Das Gegenereignis \(\overline{B}\) zu „mindestens einmal Gelb“ ist „kein Gelb“. Daher ist \(P(\overline{B})=\left(\frac{3}{4}\right)^2=\frac{9}{16}\), also \(P(B)=1-\frac{9}{16}=\frac{7}{16}=43{,}75\,\%\).

Antwort

a) \(P(\text{zweimal gleiche Farbe})=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) b) \(P(\text{mindestens einmal Gelb})=\frac{7}{16}=43{,}75\,\%\)
43214610
Das abgebildete Glücksrad besitzt 6 gleich große Sektoren. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Beide Drehungen zeigen dieselbe Farbe. b) Mindestens einmal wird die Farbe Rot gedreht. c) Bei der ersten Drehung wird Grün und bei der zweiten Drehung Blau erzielt.
Abbildung zur Aufgabe 432146

Denkanstöße

- Lies dir die Aufgabe aufmerksam durch und überlege, wie viele mögliche Ergebnisse es für einen einzelnen Dreh gibt. - Kannst du ein Baumdiagramm zeichnen, um alle möglichen Pfade für zwei Drehungen darzustellen? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für einen bestimmten Pfad im Baumdiagramm? - Gibt es bei Teilaufgabe b) ein Gegenereignis, das einfacher zu berechnen ist als alle einzelnen günstigen Pfade zusammenzuzählen? - Achte darauf, deine Brüche am Ende so weit wie möglich zu kürzen.

Lösung

1. Bestimmung der Einzelwahrscheinlichkeiten: Da das Glücksrad aus 6 gleich großen Sektoren besteht, ergeben sich folgende Wahrscheinlichkeiten für die Farben bei einer einzelnen Drehung: \(P(\text{Grün}) = \frac{3}{6} = \frac{1}{2}\) \(P(\text{Blau}) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\) \(P(\text{Rot}) = \frac{1}{6}\) 2. Teilaufgabe a): Das Ereignis „zweimal dieselbe Farbe“ umfasst die Pfade GG, BB und RR. Nach den Pfadregeln berechnet sich die Wahrscheinlichkeit zu: \(P(\text{dieselbe Farbe}) = P(\text{GG}) + P(\text{BB}) + P(\text{RR}) = \left(\frac{1}{2} \cdot \frac{1}{2}\right) + \left(\frac{1}{3} \cdot \frac{1}{3}\right) + \left(\frac{1}{6} \cdot \frac{1}{6}\right) = \frac{1}{4} + \frac{1}{9} + \frac{1}{36} = \frac{9 + 4 + 1}{36} = \frac{14}{36} = \frac{7}{18} \approx 38{,}9\,\%\) 3. Teilaufgabe b): Das Ereignis „mindestens einmal Rot“ lässt sich am einfachsten über das Gegenereignis „kein einziges Mal Rot“ (also nur Grün oder Blau) bestimmen: \(P(\text{kein Rot}) = \frac{5}{6} \cdot \frac{5}{6} = \frac{25}{36}\) \(P(\text{mindestens einmal Rot}) = 1 - P(\text{kein Rot}) = 1 - \frac{25}{36} = \frac{11}{36} \approx 30{,}6\,\%\) 4. Teilaufgabe c): Das Ereignis „erst Grün, dann Blau“ entspricht dem Pfad GB: \(P(\text{erst Grün, dann Blau}) = P(\text{Grün}) \cdot P(\text{Blau}) = \frac{1}{2} \cdot \frac{1}{3} = \frac{1}{6} \approx 16{,}7\,\%\)

Antwort

a) \(P(\text{dieselbe Farbe}) = \frac{7}{18} \approx 38{,}9\,\%\) b) \(P(\text{mindestens einmal Rot}) = \frac{11}{36} \approx 30{,}6\,\%\) c) \(P(\text{erst Grün, dann Blau}) = \frac{1}{6} \approx 16{,}7\,\%\)
43215510
Das abgebildete Glücksrad besitzt vier gleich große Sektoren und wird dreimal nacheinander gedreht. Bestimme mithilfe der Pfadregeln: a) die Wahrscheinlichkeit für die genaue Farbreihenfolge Blau-Rot-Gelb, b) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass drei verschiedene Farben erscheinen. Gib die Ergebnisse als gekürzte Brüche und als Dezimalzahlen an.
Abbildung zur Aufgabe 432155

Denkanstöße

- Bestimme die drei Farbwahrscheinlichkeiten aus den vier gleich großen Sektoren. - Bei a) ist genau ein Pfad vorgegeben. - Liste für b) die möglichen Reihenfolgen der drei verschiedenen Farben vollständig auf, bevor du Wahrscheinlichkeiten addierst.

Lösung

1. Aus der Abbildung folgt \(P(B)=\frac{1}{2}\), \(P(R)=\frac{1}{4}\) und \(P(G)=\frac{1}{4}\). 2. Für den festen Pfad Blau-Rot-Gelb gilt \(P=\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{4}\cdot\frac{1}{4}=\frac{1}{32}=0{,}03125\). 3. Für drei verschiedene Farben müssen Blau, Rot und Gelb jeweils einmal erscheinen. Die sechs möglichen Folgen BRG, BGR, RBG, RGB, GBR und GRB haben jeweils die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{32}\). Daher ist \(P=6\cdot\frac{1}{32}=\frac{3}{16}=0{,}1875\).

Antwort

a) \(\frac{1}{32}=0{,}03125\) b) \(\frac{3}{16}=0{,}1875\)
43216110
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große, nummerierte Sektoren und wird zweimal nacheinander gedreht. Betrachte die Ereignisse: A: „Beide gedrehten Zahlen sind ungerade.“ B: „Die Summe der beiden gedrehten Zahlen ist größer als \(12\).“ C: „Beim ersten Drehen wird ein blauer und beim zweiten Drehen ein roter Sektor erzielt.“ a) Bestimme \(P(C)\) mithilfe der Pfadregeln. b) Berechne \(P(A)\). c) Berechne \(P(B)\).
Abbildung zur Aufgabe 432161

Denkanstöße

- Lies Farben und Zahlen direkt am Glücksrad ab; jeder Sektor ist gleich wahrscheinlich. - Für A kannst du zuerst zählen, wie viele ungerade Zahlen auf dem Rad stehen. - Für B liste die geordneten Zahlenpaare mit Summe größer als \(12\) systematisch von den größten Zahlen aus auf.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man vier blaue und zwei rote Sektoren ab. Daher ist \(P(C)=\frac{4}{8}\cdot\frac{2}{8}=\frac{1}{8}=0{,}125\). 2. Die ungeraden Zahlen auf dem Rad sind \(1\), \(3\), \(5\) und \(7\). Somit ist \(P(A)=\frac{4}{8}\cdot\frac{4}{8}=\frac{1}{4}=0{,}25\). 3. Für eine Summe größer als \(12\) sind die zehn geordneten Paare \((8,5)\), \((8,6)\), \((8,7)\), \((8,8)\), \((7,6)\), \((7,7)\), \((7,8)\), \((6,7)\), \((6,8)\) und \((5,8)\) günstig. Von \(8\cdot8=64\) gleich wahrscheinlichen Paaren sind daher \(10\) günstig, also \(P(B)=\frac{10}{64}=\frac{5}{32}=0{,}15625\).

Antwort

a) \(P(C)=\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\) b) \(P(A)=\frac{1}{4}=25\,\%\) c) \(P(B)=\frac{5}{32}=15{,}625\,\%\)
43594910
Ein Glücksrad hat 10 gleich große Felder in den Farben Orange, Blau und Gelb (siehe Abbildung). Das Rad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\): „Bei den beiden Drehungen erscheinen zwei verschiedene Farben.“ Gehe dabei nach dem Prinzip des Gegenereignisses vor: 1. Beschreibe das Gegenereignis \(\bar{E}\) in Worten. 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(\bar{E})\) des Gegenereignisses. 3. Ermittle daraus die Wahrscheinlichkeit \(P(E)\).
Abbildung zur Aufgabe 435949

Denkanstöße

- Überlege dir, was passieren muss, damit die Farben *nicht* unterschiedlich sind. - Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe bei einer einzelnen Drehung. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines Pfades (zum Beispiel Blau gefolgt von Blau) in einem Baumdiagramm? - Wenn du die Wahrscheinlichkeit für „zweimal die gleiche Farbe“ kennst, wie groß ist dann der Rest bis zum sicheren Ereignis (\(100\,\%\))?

Lösung

1. Bestimmung des Gegenereignisses \(\bar{E}\): Das Gegenereignis zu „Bei den beiden Drehungen erscheinen zwei verschiedene Farben“ lautet „Bei beiden Drehungen erscheint dieselbe Farbe“. Das bedeutet, es treten die Ergebnisse (Orange, Orange), (Blau, Blau) oder (Gelb, Gelb) auf. 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die Einzelfarben bei einer Drehung: \(P(\text{Orange}) = \frac{5}{10} = 0{,}5\) \(P(\text{Blau}) = \frac{3}{10} = 0{,}3\) \(P(\text{Gelb}) = \frac{2}{10} = 0{,}2\) 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses \(\bar{E}\) mithilfe der Pfadregeln: \(P(\bar{E}) = P(\text{Orange, Orange}) + P(\text{Blau, Blau}) + P(\text{Gelb, Gelb})\) \(P(\bar{E}) = 0{,}5 \cdot 0{,}5 + 0{,}3 \cdot 0{,}3 + 0{,}2 \cdot 0{,}2 = 0{,}25 + 0{,}09 + 0{,}04 = 0{,}38\). 4. Berechnung der gesuchten Wahrscheinlichkeit \(P(E)\) über die Komplementärregel: \(P(E) = 1 - P(\bar{E}) = 1 - 0{,}38 = 0{,}62\). Die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\) beträgt \(0{,}62\) (bzw. \(62\,\%\)).

Antwort

Das Gegenereignis \(\bar{E}\) lautet: „Bei beiden Drehungen erscheint dieselbe Farbe“. Die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses beträgt \(P(\bar{E}) = 0{,}38\). Die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E\) beträgt \(P(E) = 0{,}62\) (bzw. \(62\,\%\)).
43596410
Das abgebildete Glücksrad wird dreimal nacheinander gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei den drei Drehungen drei verschiedene Farben erscheinen. b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Zeiger genau zweimal auf Rot stehen bleibt?
Abbildung zur Aufgabe 435964

Denkanstöße

- Wie viele verschiedene Farben gibt es insgesamt auf dem Rad? - Überlege für a), wie viele Farben beim zweiten und dritten Dreh noch zulässig sind. - Bei „genau zweimal Rot“ kann der eine nicht-rote Dreh an verschiedenen Positionen stehen.

Lösung

1. Jede der vier Farben hat bei einer Drehung die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{4}\). 2. Für drei verschiedene Farben ist die erste Farbe beliebig. Beim zweiten Dreh muss eine der drei anderen Farben und beim dritten eine der zwei noch nicht erschienenen Farben kommen. Daher ist \(P=1\cdot\frac{3}{4}\cdot\frac{2}{4}=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\). 3. Für genau zweimal Rot kann der eine nicht-rote Dreh an drei Positionen stehen. Ein solcher Pfad hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{4}\cdot\frac{1}{4}\cdot\frac{3}{4}=\frac{3}{64}\). Daher ist \(P=3\cdot\frac{3}{64}=\frac{9}{64}\approx14{,}1\,\%\).

Antwort

a) \(\frac{3}{8}\) b) \(\frac{9}{64}\)
43598610
Ein Glücksrad ist in acht gleich große Felder unterteilt (siehe Abbildung). Das Rad wird dreimal nacheinander gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E_1\): „Es erscheint kein einziges Mal die Farbe Gelb“. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(E_2\): „Die Farbe Rot erscheint genau zweimal“. c) Welches der beiden Ereignisse ist wahrscheinlicher? Begründe deine Antwort durch einen Vergleich der Wahrscheinlichkeiten.
Abbildung zur Aufgabe 435986

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit für jede der drei Farben bei einem einzelnen Dreh. - Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem einzelnen Dreh eine andere Farbe als Gelb zu erhalten? - Überlege dir für b), wie viele verschiedene Pfade genau zwei rote Ergebnisse enthalten. - Vergleiche für c) die beiden Ergebnisse in derselben Darstellungsform.

Lösung

1. Aus der Abbildung ergibt sich \(P(\text{Rot})=\frac{4}{8}=\frac{1}{2}\), \(P(\text{Blau})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\) und \(P(\text{Gelb})=\frac{2}{8}=\frac{1}{4}\). 2. Für „nicht Gelb“ gilt bei einer Drehung \(\frac{3}{4}\). Da alle drei Drehungen gleich modelliert werden, ist \(P(E_1)=\left(\frac{3}{4}\right)^3=\frac{27}{64}=0{,}421875\). 3. Bei genau zweimal Rot gibt es drei mögliche Positionen für den einen nicht-roten Dreh. Da \(P(\text{nicht Rot})=\frac{1}{2}\), hat jeder günstige Pfad die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{8}\). Daher ist \(P(E_2)=3\cdot\frac{1}{8}=\frac{3}{8}=0{,}375\). 4. Es gilt \(\frac{27}{64}>\frac{24}{64}=\frac{3}{8}\). Also ist \(E_1\) wahrscheinlicher.

Antwort

a) \(P(E_1)=\frac{27}{64}\approx42{,}2\,\%\) b) \(P(E_2)=\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) c) \(E_1\) ist wahrscheinlicher, weil \(\frac{27}{64}>\frac{3}{8}\).
43602210
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große Felder und wird dreimal nacheinander gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: a) Das Rad zeigt genau zweimal Gelb. b) Das Rad zeigt mindestens einmal Orange. c) Die Farben erscheinen in der exakten Reihenfolge Grün-Gelb-Orange. d) Das Rad zeigt höchstens einmal Gelb.
Abbildung zur Aufgabe 436022

Denkanstöße

- Lies die drei Farbwahrscheinlichkeiten aus den acht gleich großen Feldern der Abbildung ab. - Für a) und d) kann es helfen, nur zwischen „Gelb“ und „nicht Gelb“ zu unterscheiden. - Für b) ist das Gegenereignis kürzer; bei c) ist dagegen genau ein Pfad vorgegeben.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(P(\text{Grün})=\frac{3}{8}\), \(P(\text{Gelb})=\frac{1}{2}\) und \(P(\text{Orange})=\frac{1}{8}\). 2. Genau zweimal Gelb tritt auf drei Pfaden auf. Da \(P(\text{Gelb})=P(\text{nicht Gelb})=\frac{1}{2}\), gilt \(P=3\cdot\left(\frac{1}{2}\right)^3=\frac{3}{8}\). 3. Für „mindestens einmal Orange“ ist das Gegenereignis „kein Orange“. Daher ist \(P=1-\left(\frac{7}{8}\right)^3=\frac{169}{512}\approx0{,}3301\). 4. Für den festen Pfad Grün-Gelb-Orange gilt \(P=\frac{3}{8}\cdot\frac{1}{2}\cdot\frac{1}{8}=\frac{3}{128}\approx0{,}0234\). 5. „Höchstens einmal Gelb“ umfasst kein Gelb und genau einmal Gelb. Diese Wahrscheinlichkeiten sind \(\frac{1}{8}\) und \(\frac{3}{8}\), also insgesamt \(\frac{1}{2}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{8}=37{,}5\,\%\) b) \(\frac{169}{512}\approx33{,}01\,\%\) c) \(\frac{3}{128}\approx2{,}34\,\%\) d) \(\frac{1}{2}=50\,\%\)
43606110
Das abgebildete Glücksrad besitzt acht gleich große, nummerierte Felder und wird dreimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Genau die erste und die letzte Zahl sind gerade. b) Nur die erste Zahl ist eine Quadratzahl. c) Alle drei Zahlen sind größer als \(5\). d) Es wird dreimal hintereinander die gleiche Zahl gedreht.
Abbildung zur Aufgabe 436061

Denkanstöße

- Lies die acht Zahlen direkt am Glücksrad ab und ordne sie je nach Teilaufgabe in passende Gruppen. - Achte bei „genau“ und „nur“ darauf, welche Eigenschaft die übrigen Drehungen haben müssen. - Bei d) sind mehrere gleich aufgebaute Pfade günstig; bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit eines solchen Pfades.

Lösung

a) Aus der Abbildung erkennt man vier gerade und vier ungerade Zahlen. Für die Folge gerade-ungerade-gerade gilt \(P=\frac{4}{8}\cdot\frac{4}{8}\cdot\frac{4}{8}=\frac{1}{8}\). b) Auf dem Rad sind \(1\) und \(4\) Quadratzahlen; die übrigen sechs Zahlen sind keine Quadratzahlen. Für die Folge Quadratzahl-keine Quadratzahl-keine Quadratzahl gilt \(P=\frac{2}{8}\cdot\frac{6}{8}\cdot\frac{6}{8}=\frac{9}{64}\). c) Größer als \(5\) sind \(6\), \(7\) und \(8\). Daher gilt \(P=\left(\frac{3}{8}\right)^3=\frac{27}{512}\approx 0{,}0527\). d) Für jede der acht Zahlen gibt es einen günstigen Pfad mit dreimal derselben Zahl. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(\left(\frac{1}{8}\right)^3\). Somit \(P=8\cdot\left(\frac{1}{8}\right)^3=\frac{1}{64}\).

Antwort

a) \(\frac{1}{8}=12{,}5\,\%\) b) \(\frac{9}{64}=14{,}0625\,\%\) c) \(\frac{27}{512}\approx 5{,}27\,\%\) d) \(\frac{1}{64}=1{,}5625\,\%\)
43607510
Das abgebildete Glücksrad besteht aus acht gleich großen Sektoren, die mit Zahlen und Farben markiert sind. Es wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse: a) Die Summe der beiden erzielten Zahlen ist genau \(3\). b) Die erste Zahl ist eine \(1\) und die zweite Zahl ist größer als \(1\). c) Bei beiden Drehungen wird die gleiche Farbe erzielt.
Abbildung zur Aufgabe 436075

Denkanstöße

- Notiere zuerst, wie oft jede Zahl und jede Farbe auf dem Rad vorkommt. - Welche Zahlenpaare führen in a) und b) jeweils zum gewünschten Ergebnis? - Für c) kannst du die Wahrscheinlichkeiten der einzelnen gleichfarbigen Pfade addieren.

Lösung

1. Aus der Abbildung folgt \(P(1)=\frac{2}{8}\), \(P(2)=\frac{3}{8}\) und \(P(3)=P(4)=P(5)=\frac{1}{8}\). 2. Eine Summe von \(3\) entsteht durch \((1,2)\) oder \((2,1)\). Daher ist \(P=\frac{2}{8}\cdot\frac{3}{8}+\frac{3}{8}\cdot\frac{2}{8}=\frac{3}{16}\). 3. Für „erste Zahl \(1\), zweite Zahl größer als \(1\)“ gilt \(P=\frac{2}{8}\cdot\frac{6}{8}=\frac{3}{16}\). 4. Jede Zahl gehört hier genau zu einer Farbe. Für zwei gleiche Farben gilt daher \(P=\left(\frac{2}{8}\right)^2+\left(\frac{3}{8}\right)^2+3\left(\frac{1}{8}\right)^2=\frac{16}{64}=\frac{1}{4}\).

Antwort

a) \(\frac{3}{16}\) b) \(\frac{3}{16}\) c) \(\frac{1}{4}\)
43608510
Ein Glücksrad besitzt 10 gleich große Felder, die in den Farben Blau, Rot und Gelb markiert sind. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die Ergebnisse Blau, Rot und Gelb bei einer einmaligen Drehung. b) Das Glücksrad wird zweimal nacheinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei beiden Drehungen die gleiche Farbe erscheint. c) Mira behauptet: „Die Wahrscheinlichkeit, bei zwei Drehungen mindestens einmal Gelb zu erhalten, liegt über \(35\,\%\).“ Hat sie recht? Begründe deine Antwort durch eine Rechnung.
Abbildung zur Aufgabe 436085

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele der zehn Felder auf jede Farbe entfallen. - Welche drei vollständigen Pfade führen bei zwei Drehungen zu derselben Farbe? - Bei „mindestens einmal Gelb“ ist das Gegenereignis „kein Gelb“ kürzer.

Lösung

1. Von den \(10\) Feldern sind \(5\) blau, \(3\) rot und \(2\) gelb. Daher gilt \(P(\text{Blau})=0{,}5\), \(P(\text{Rot})=0{,}3\) und \(P(\text{Gelb})=0{,}2\). 2. Für zweimal dieselbe Farbe werden die drei gleichfarbigen Pfade addiert: \(P=0{,}5^2+0{,}3^2+0{,}2^2=0{,}38\). 3. Das Gegenereignis zu „mindestens einmal Gelb“ ist „kein Gelb“. Bei einer Drehung hat es die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\). Daher ist \(P(\text{mindestens einmal Gelb})=1-0{,}8^2=0{,}36=36\,\%\). 4. Da \(36\,\%>35\,\%\), ist die Behauptung richtig.

Antwort

a) \(P(\text{Blau})=0{,}5\); \(P(\text{Rot})=0{,}3\); \(P(\text{Gelb})=0{,}2\) b) \(0{,}38=38\,\%\) c) Ja. Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}36=36\,\%\) und liegt damit über \(35\,\%\).
43618110
Die abgebildete Urne enthält Buchstabenkugeln. a) Es werden nacheinander drei Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass dabei das Wort „SIS“ entsteht? b) Es werden nacheinander drei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen. Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Wort „TIT“. c) Es werden drei Kugeln nacheinander ohne Zurücklegen gezogen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Buchstaben A, K und T in beliebiger Reihenfolge gezogen werden?
Abbildung zur Aufgabe 436181

Denkanstöße

- Zähle die Häufigkeiten der benötigten Buchstaben direkt in der Urne. - Prüfe für jede Teilaufgabe, ob sich die Zusammensetzung nach einem Zug ändert. - Liste bei c) die verschiedenen Reihenfolgen von A, K und T aus, statt eine Zählformel zu verwenden.

Lösung

Aus der Abbildung liest man \(9\) Kugeln ab: \(2\) S, \(3\) T, \(1\) A, \(2\) I und \(1\) K. a) Mit Zurücklegen gilt \(P(\text{SIS})=\frac{2}{9}\cdot\frac{2}{9}\cdot\frac{2}{9}=\frac{8}{729}\approx 0{,}0110\). b) Ohne Zurücklegen gilt für den festen Pfad TIT: \(P(\text{TIT})=\frac{3}{9}\cdot\frac{2}{8}\cdot\frac{2}{7}=\frac{1}{42}\approx 0{,}0238\). c) Die sechs möglichen Reihenfolgen sind AKT, ATK, KAT, KTA, TAK und TKA. Jeder dieser Pfade hat dieselben drei Zähler \(1\), \(1\) und \(3\) sowie die Nenner \(9\), \(8\) und \(7\). Damit hat jeder die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{9}\cdot\frac{1}{8}\cdot\frac{3}{7}=\frac{1}{168}\). Nach der zweiten Pfadregel gilt \(P=6\cdot\frac{1}{168}=\frac{1}{28}\approx 0{,}0357\).

Antwort

a) \(\frac{8}{729}\approx 0{,}0110\) b) \(\frac{1}{42}\approx 0{,}0238\) c) \(\frac{1}{28}\approx 0{,}0357\)
43744710
In einer Bäckerei werden Brötchen in zwei verschiedenen Öfen gebacken. \(60\,\%\) der Brötchen werden in Ofen 1 gebacken, die restlichen \(40\,\%\) in Ofen 2. Die Qualität der Brötchen wird nach dem Backen in drei Kategorien eingeteilt: „perfekt“, „zu dunkel“ und „unbrauchbar“. Das folgende Baumdiagramm zeigt die Anteile für die beiden Öfen. Wie viele von insgesamt \(2000\) produzierten Brötchen werden voraussichtlich als „perfekt“ eingestuft?
Abbildung zur Aufgabe 437447

Denkanstöße

- Bestimme zuerst, wie viele Brötchen aus jedem der beiden Öfen kommen. - Berechne dann für jeden Ofen einzeln, wie viele davon die Eigenschaft „perfekt“ haben. - Addiere zum Schluss die Ergebnisse beider Pfade, die zum Ziel „perfekt“ führen. - Du kannst auch zuerst die Gesamtwahrscheinlichkeit für „perfekt“ berechnen und diese dann mit der Gesamtzahl multiplizieren.

Lösung

1. Berechnung der Anzahl der Brötchen pro Ofen: Ofen 1: \(2000 \cdot 0{,}60 = 1200\) Brötchen Ofen 2: \(2000 \cdot 0{,}40 = 800\) Brötchen 2. Berechnung der perfekten Brötchen aus Ofen 1: \(1200 \cdot 0{,}95 = 1140\) Brötchen 3. Berechnung der perfekten Brötchen aus Ofen 2: \(800 \cdot 0{,}85 = 680\) Brötchen 4. Berechnung der Gesamtzahl der perfekten Brötchen: \(1140 + 680 = 1820\) Brötchen

Antwort

Voraussichtlich werden insgesamt \(1820\) Brötchen als „perfekt“ eingestuft.
43752410
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei Ziehungen mit Zurücklegen aus einem Beutel. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zweimal Rot gezogen wird.
Abbildung zur Aufgabe 437524

Denkanstöße

- Markiere im Baum alle Endpfade mit genau zwei roten Ergebnissen. - Vergleiche die drei Pfadprodukte miteinander. - Addiere erst nach der Berechnung der einzelnen günstigen Pfade.

Lösung

Im Baum führen die drei Pfade \(RRB\), \(RBR\) und \(BRR\) zum Ereignis. Jeder dieser Pfade hat die Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{3}\cdot\frac{2}{3}\cdot\frac{1}{3}=\frac{4}{27}\). Nach der zweiten Pfadregel gilt \(P=3\cdot\frac{4}{27}=\frac{4}{9}\).

Antwort

\(P=\frac{4}{9}\approx 44{,}4\,\%\)
43752810
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei aufeinanderfolgende Etappen einer Reise. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau eine Etappe verspätet ist.
Abbildung zur Aufgabe 437528

Denkanstöße

- Markiere im Baum die Pfade, auf denen genau ein einziges Mal „verspätet“ vorkommt. - Beachte, dass die Zweigwahrscheinlichkeiten an den drei Stufen verschieden sind. - Berechne die drei Pfadprodukte getrennt und addiere sie anschließend.

Lösung

Genau eine Verspätung tritt auf den drei Pfaden „verspätet-pünktlich-pünktlich“, „pünktlich-verspätet-pünktlich“ und „pünktlich-pünktlich-verspätet“ auf. Aus dem Baum ergeben sich die Pfadwahrscheinlichkeiten \(0{,}1\cdot 0{,}8\cdot 0{,}85=0{,}068\), \(0{,}9\cdot 0{,}2\cdot 0{,}85=0{,}153\) und \(0{,}9\cdot 0{,}8\cdot 0{,}15=0{,}108\). Nach der zweiten Pfadregel gilt \(P=0{,}068+0{,}153+0{,}108=0{,}329\).

Antwort

\(P=0{,}329=32{,}9\,\%\)
43753410
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt zwei Würfe eines Glückswürfels mit drei möglichen Farben. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei verschiedene Farben erscheinen.
Abbildung zur Aufgabe 437534

Denkanstöße

- Das Gegenereignis lässt sich im Baum mit nur drei Pfaden beschreiben. - Berücksichtige beim Gegenereignis jede der drei Farben getrennt. - Ziehe die Summe dieser drei Pfadwahrscheinlichkeiten von \(1\) ab.

Lösung

Das Gegenereignis „zweimal dieselbe Farbe“ besteht aus den Pfaden Rot-Rot, Blau-Blau und Grün-Grün. Aus dem Baum folgt \(P(\text{gleiche Farbe})=\left(\frac{3}{6}\right)^2+\left(\frac{2}{6}\right)^2+\left(\frac{1}{6}\right)^2=\frac{14}{36}\). Daher gilt \(P(\text{verschiedene Farben})=1-\frac{14}{36}=\frac{22}{36}=\frac{11}{18}\).

Antwort

\(P=\frac{11}{18}\approx 61{,}1\,\%\)
43754410
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt die Qualitätsprüfung einer Maschine, die höchstens drei Teile prüft und beim ersten Ausschussteil stoppt. Bestimme aus dem Baumdiagramm a) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei Teile geprüft werden, b) die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der dritte Prüfplatz erreicht wird.
Abbildung zur Aufgabe 437544

Denkanstöße

- Verfolge für a) den Pfad, der erst an der zweiten Stufe endet. - Für b) genügt es, bis zum Beginn der dritten Prüfung zu gelangen. - Multipliziere die Zweigwahrscheinlichkeiten entlang des jeweils nötigen Pfades.

Lösung

a) Genau zwei Teile werden geprüft, wenn das erste Teil gut und das zweite Ausschuss ist. Nach der ersten Pfadregel gilt \(P=0{,}9\cdot 0{,}1=0{,}09\). b) Der dritte Prüfplatz wird erreicht, wenn die ersten beiden Teile gut sind. Das Ergebnis der dritten Prüfung ist dafür noch nicht relevant. Daher gilt \(P=0{,}9\cdot 0{,}9=0{,}81\).

Antwort

a) \(P=0{,}09=9\,\%\) b) \(P=0{,}81=81\,\%\)
43754810
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt drei aufeinanderfolgende Ampeln; \(G\) steht für Grün und \(R\) für Rot. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zwei Ampeln Grün zeigen.
Abbildung zur Aufgabe 437548

Denkanstöße

- Genau eine der drei Ampeln muss Rot zeigen. - Markiere die drei möglichen Positionen der roten Ampel im Baum. - Die drei günstigen Pfade haben wegen der unterschiedlichen Stufenwahrscheinlichkeiten nicht dieselbe Wahrscheinlichkeit.

Lösung

Genau zwei grüne Ampeln treten auf den drei Pfaden \(GGR\), \(GRG\) und \(RGG\) auf. Aus dem Baum ergeben sich \(P(GGR)=0{,}7\cdot 0{,}6\cdot 0{,}2=0{,}084\), \(P(GRG)=0{,}7\cdot 0{,}4\cdot 0{,}8=0{,}224\), \(P(RGG)=0{,}3\cdot 0{,}6\cdot 0{,}8=0{,}144\). Nach der zweiten Pfadregel gilt \(P=0{,}084+0{,}224+0{,}144=0{,}452\).

Antwort

\(P=0{,}452=45{,}2\,\%\)
43755310
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt ein zweistufiges Zufallsexperiment. Bestimme mithilfe der beiden Pfadregeln die Wahrscheinlichkeit für das im Baum mit „Erfolg“ bezeichnete Ereignis.
Abbildung zur Aufgabe 437553

Denkanstöße

- Suche im Baum alle Endpunkte, die zum Ereignis „Erfolg“ gehören. - Berechne für jeden günstigen Endpfad zuerst sein Produkt. - Die günstigen Pfade schließen einander aus; verbinde ihre Wahrscheinlichkeiten entsprechend.

Lösung

Zum Ereignis „Erfolg“ gehören zwei Endpfade. Über den Ast „1 bis 4“ und anschließend „Kopf“ gilt \(\frac{4}{6}\cdot\frac{1}{2}=\frac{1}{3}\). Über den Ast „5 oder 6“ und anschließend „6“ gilt \(\frac{2}{6}\cdot\frac{1}{6}=\frac{1}{18}\). Nach der zweiten Pfadregel ist \(P(\text{Erfolg})=\frac{1}{3}+\frac{1}{18}=\frac{7}{18}\approx 0{,}389\).

Antwort

\(P(\text{Erfolg})=\frac{7}{18}\approx 38{,}9\,\%\)
43755410
Das abgebildete Baumdiagramm zeigt ein Suchverfahren, das nach einem Treffer abbricht und spätestens nach dem dritten Versuch endet. Bestimme aus dem Baumdiagramm die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass das Verfahren a) nach dem ersten Versuch, b) nach dem zweiten Versuch, c) erst nach dem dritten Versuch endet.
Abbildung zur Aufgabe 437554

Denkanstöße

- Achte auf die Tiefe, an der ein Pfad im Baum endet. - Für c) ist das Ergebnis des dritten Versuchs nicht mehr entscheidend für den Endzeitpunkt. - Prüfe am Schluss, ob die drei möglichen Endzeitpunkte zusammen die Wahrscheinlichkeit \(1\) ergeben.

Lösung

a) Nach dem ersten Versuch endet das Verfahren auf dem Treffer-Ast: \(P=0{,}25\). b) Für ein Ende nach dem zweiten Versuch ist der Pfad „kein Treffer, Treffer“ nötig: \(P=0{,}75\cdot 0{,}25=0{,}1875\). c) Der dritte Versuch wird genau dann erreicht, wenn die ersten beiden Versuche ohne Treffer bleiben. Unabhängig vom Ergebnis des dritten Versuchs endet das Verfahren danach. Daher gilt \(P=0{,}75^2=0{,}5625\). Zur Kontrolle: \(0{,}25+0{,}1875+0{,}5625=1\).

Antwort

a) \(P=0{,}25\) b) \(P=0{,}1875\) c) \(P=0{,}5625\)
43755610
Das abgebildete Baumdiagramm beschreibt drei unabhängige Sensoren; „Alarm“ bedeutet einen Fehlalarm. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens zwei Sensoren gleichzeitig Fehlalarm melden.
Abbildung zur Aufgabe 437556

Denkanstöße

- Zerlege „mindestens zwei“ in die Fälle „genau zwei“ und „drei“. - Markiere im Baum die drei Pfade mit genau einem normalen Sensor. - Berücksichtige zusätzlich den Pfad, auf dem alle drei Sensoren Alarm melden.

Lösung

„Mindestens zwei“ zerfällt in „genau zwei“ und „drei“ Fehlalarme. Genau zwei Fehlalarme treten auf den drei Pfaden Alarm-Alarm-normal, Alarm-normal-Alarm und normal-Alarm-Alarm auf. Jeder hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot 0{,}1\cdot 0{,}9=0{,}009\). Damit gilt für genau zwei Fehlalarme \(3\cdot 0{,}009=0{,}027\). Für drei Fehlalarme gilt \(0{,}1^3=0{,}001\). Somit \(P(\text{mindestens zwei})=0{,}027+0{,}001=0{,}028\).

Antwort

\(P=0{,}028=2{,}8\,\%\)
42333810
Bei der Endkontrolle elektronischer Bauteile ist bekannt, dass \(10\,\%\) der Stücke fehlerhaft (\(f\)) sind. Die übrigen Stücke sind einwandfrei (\(e\)). Es werden nacheinander drei Bauteile geprüft. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Prüfungen als unabhängig mit konstanter Fehlerwahrscheinlichkeit betrachtet. a) Begründe, weshalb die Ergebnisse \(efe\) und \(eef\) dieselbe Wahrscheinlichkeit besitzen, und gib diesen Wert an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens zwei der drei Bauteile fehlerhaft sind. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens ein Bauteil fehlerhaft ist, und erkläre den Zusammenhang mit Teilaufgabe b).

Denkanstöße

- Vergleiche bei \(efe\) und \(eef\), welche Faktoren entlang des vollständigen Pfades vorkommen. - Für „mindestens zwei“ musst du die Fälle mit genau zwei und mit drei fehlerhaften Bauteilen erfassen. - Prüfe bei Teil c), ob jedes mögliche Ergebnis genau einer der beiden Bedingungen aus b) und c) zugeordnet werden kann.

Lösung

1. Die Pfade \(efe\) und \(eef\) enthalten jeweils zweimal den Faktor \(0{,}9\) und einmal den Faktor \(0{,}1\). Deshalb gilt \(P(efe)=0{,}9\cdot0{,}1\cdot0{,}9=0{,}081\) und \(P(eef)=0{,}9\cdot0{,}9\cdot0{,}1=0{,}081\). 2. „Mindestens zwei fehlerhaft“ umfasst ffe, fef, eff und fff. Die drei Pfade mit genau zwei fehlerhaften Bauteilen haben jeweils die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1^2\cdot0{,}9=0{,}009\), für fff gilt \(0{,}1^3=0{,}001\). Somit ist \(P(\text{mindestens zwei fehlerhaft})=3\cdot0{,}009+0{,}001=0{,}028\). 3. „Höchstens ein fehlerhaft“ ist das Gegenereignis zu „mindestens zwei fehlerhaft“. Daher ist \(P(\text{höchstens ein fehlerhaft})=1-0{,}028=0{,}972\).

Antwort

a) Beide Pfade enthalten dieselben drei Faktoren, nur in anderer Reihenfolge. Daher gilt \(P(efe)=P(eef)=0{,}081\). b) \(P(\text{mindestens zwei fehlerhaft})=0{,}028\) c) \(P(\text{höchstens ein fehlerhaft})=0{,}972\); die Ereignisse aus b) und c) sind Gegenereignisse.
42336210
In einem Produktionsprozess sind erfahrungsgemäß \(5\,\%\) der Bauteile defekt. In einer Stichprobe werden sechs Bauteile nacheinander geprüft. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Prüfungen als unabhängig mit gleichbleibender Defektwahrscheinlichkeit betrachtet. Analysiere die Fehler in den folgenden Rechnungen und bestimme die korrekten Wahrscheinlichkeiten. a) „Das zweite geprüfte Bauteil ist defekt.“ Rechnung: \(0{,}95\cdot 0{,}05\cdot 0{,}95^4\) b) „Mindestens eines der sechs Bauteile ist defekt.“ Rechnung: \(6\cdot 0{,}05\cdot 0{,}95^5\)

Denkanstöße

- Frage bei a), welche Prüfungen durch die Formulierung überhaupt festgelegt sind. - Vergleiche bei b) „genau eines“ mit „mindestens eines“. - Suche für b) ein Gegenereignis, das nur aus einem einzigen Pfad besteht.

Lösung

a) Die Aussage legt nur das Ergebnis der zweiten Prüfung fest. Die übrigen fünf Bauteile dürfen einwandfrei oder defekt sein. Die angegebene Rechnung beschreibt dagegen nur den einen Pfad, auf dem ausschließlich das zweite Bauteil defekt ist. Daher gilt \(P(\text{zweites Bauteil defekt})=0{,}05\). b) Der angegebene Term erfasst nur die sechs Pfade mit genau einem defekten Bauteil. „Mindestens eines“ enthält aber auch Fälle mit mehreren defekten Bauteilen. Über das Gegenereignis „kein Bauteil ist defekt“ erhält man \(P(\text{mindestens eines defekt})=1-0{,}95^6=0{,}264908109375\approx 0{,}2649\).

Antwort

a) Fehler: Die Rechnung legt die fünf anderen Bauteile unnötig als einwandfrei fest. Richtig ist \(P=0{,}05=5\,\%\). b) Fehler: Die Rechnung erfasst nur genau ein defektes Bauteil. Richtig ist \(P=1-0{,}95^6\approx 0{,}2649\approx 26{,}49\,\%\).
42348110
Ein Basketballspieler trifft bei einem Freiwurf den Korb mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}4\). Er führt eine Serie von drei Freiwürfen durch. Die Würfe werden als unabhängig betrachtet, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er bei diesen drei Versuchen mindestens einmal trifft. Ist dieses Ereignis wahrscheinlicher als das Ereignis, dass er gar nicht trifft? Begründe durch Rechnung. b) Wie oft müsste der Spieler mindestens werfen, um mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als \(90\,\%\) mindestens einen Treffer zu erzielen?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man das Gegenteil von „mindestens ein Treffer“ beschreibt. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für eine Kette von Misserfolgen? - Kannst du eine Ungleichung aufstellen, bei der die Anzahl der Versuche die Unbekannte im Exponenten ist? - Wenn du die Ungleichung nicht direkt lösen kannst, hilft vielleicht eine Tabelle mit Werten für steigende Versuchszahlen.

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für keinen Treffer bei drei Versuchen: \(P(\text{kein Treffer}) = 0{,}6^3 = 0{,}216\). 2. Berechnung der Gegenwahrscheinlichkeit für mindestens einen Treffer: \(P(\text{mind. ein Treffer}) = 1 - 0{,}216 = 0{,}784\). 3. Vergleich: Da \(0{,}784 > 0{,}216\), ist es wahrscheinlicher, mindestens einmal zu treffen als gar nicht zu treffen. 4. Ansatz für Teilaufgabe b) mit der Bedingung \(P(\text{mind. ein Treffer}) > 0{,}9\): \(1 - 0{,}6^n > 0{,}9\), was zu \(0{,}6^n < 0{,}1\) führt. 5. Lösung der Ungleichung durch systematisches Probieren oder Logarithmieren: \(n \cdot \ln(0{,}6) < \ln(0{,}1)\), also \(n > \frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}6)} \approx 4{,}5076\). 6. Ergebnis: Der Spieler muss mindestens \(5\)-mal werfen.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Treffer beträgt \(78{,}4\,\%\). Da die Wahrscheinlichkeit für keinen Treffer nur \(21{,}6\,\%\) beträgt, ist mindestens ein Treffer wahrscheinlicher. b) Er müsste mindestens \(5\)-mal werfen.
42348210
An einem Glücksrad gibt es zehn gleich große Felder. Nur eines dieser Felder ist ein Gewinnfeld. Das Rad wird mehrfach gedreht. Die Drehungen werden als unabhängig betrachtet. a) Ist es wahrscheinlicher, bei fünf Drehungen mindestens einmal zu gewinnen oder kein einziges Mal zu gewinnen? b) Erkläre, warum man niemals mit einer Wahrscheinlichkeit von exakt \(100\,\%\) einen Gewinn garantieren kann, egal wie oft man dreht. c) Bestimme die Anzahl der Drehungen, die nötig sind, damit die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Gewinn zum ersten Mal über \(80\,\%\) liegt.

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem einzelnen Dreh nicht zu gewinnen? - Das Ereignis „mindestens ein Gewinn“ lässt sich am einfachsten über das Gegenereignis berechnen. - Gibt es bei einem Zufallsexperiment mit unabhängigen Versuchen jemals eine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis, wenn die Gegenwahrscheinlichkeit nicht null ist? - Probiere für die Anzahl der Drehungen verschiedene Werte aus oder nutze den Logarithmus, um eine Potenzgleichung zu lösen.

Lösung

1. Die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Drehung ist \(p = 0{,}1\), die Verlustwahrscheinlichkeit \(q = 0{,}9\). 2. Für fünf Drehungen: \(P(\text{kein Gewinn}) = 0{,}9^5 = 0{,}59049\). 3. \(P(\text{mind. ein Gewinn}) = 1 - 0{,}59049 = 0{,}40951\). Da \(0{,}59049 > 0{,}40951\), ist kein Gewinn wahrscheinlicher. 4. Begründung zur Sicherheit: Da bei jeder Drehung ein Verlust möglich ist (\(q > 0\)), bleibt die Wahrscheinlichkeit für eine Serie von Verlusten (\(0{,}9^n\)) für jedes endliche \(n\) größer als Null. Somit ist die Gegenwahrscheinlichkeit für einen Gewinn immer kleiner als \(1\). 5. Bestimmung von \(n\) für \(P > 0{,}8\): \(1 - 0{,}9^n > 0{,}8 \Rightarrow 0{,}2 > 0{,}9^n\). 6. Berechnung: \(n > \frac{\ln(0{,}2)}{\ln(0{,}9)} \approx 15{,}2755\). 7. Ergebnis: Es sind mindestens \(16\) Drehungen erforderlich.

Antwort

a) Es ist wahrscheinlicher, kein einziges Mal zu gewinnen (\(P \approx 59{,}05\,\%\) gegenüber \(P \approx 40{,}95\,\%\)). b) Da bei jeder Drehung die Wahrscheinlichkeit für eine Niete \(90\,\%\) beträgt, bleibt die Wahrscheinlichkeit für eine reine Pechsträhne bei jeder endlichen Anzahl an Versuchen größer als \(0\,\%\). c) Es sind mindestens \(16\) Drehungen nötig.
42363610
Bei einer Qualitätskontrolle in einer Fabrik muss im Schnitt jedes vierte Bauteil (\(25\,\%\)) nachgebessert werden. Die Prüfungen werden als unabhängig mit gleichbleibender Wahrscheinlichkeit für ein nachzubesserndes Teil betrachtet. Bestimme die kleinste Anzahl \(n\) von Prüfungen, für die die Wahrscheinlichkeit, mindestens ein nachzubesserndes Teil zu finden, mindestens \(80\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Formuliere das Gegenereignis zu „mindestens ein nachzubesserndes Teil“. - Drücke die Wahrscheinlichkeit dieses Gegenereignisses für \(n\) Prüfungen als Potenz aus. - Prüfe benachbarte ganze Werte, um nicht nur irgendeine, sondern die kleinste passende Anzahl zu finden.

Lösung

Für ein einzelnes Bauteil beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass keine Nachbesserung nötig ist, \(0{,}75\). Bei \(n\) Prüfungen hat das Gegenereignis „kein Teil muss nachgebessert werden“ die Wahrscheinlichkeit \(0{,}75^n\). Damit soll gelten \(1-0{,}75^n\ge 0{,}80\). Durch systematisches Prüfen benachbarter ganzer Werte: Für \(n=5\) gilt \(1-0{,}75^5=0{,}7626953125\approx 76{,}27\,\%\), also noch weniger als \(80\,\%\). Für \(n=6\) gilt \(1-0{,}75^6=0{,}822021484375\approx 82{,}20\,\%\). Damit ist \(6\) die kleinste passende Anzahl von Prüfungen.

Antwort

Die kleinste Anzahl ist \(n=6\).
42787910
Ein elektronisches Schließsystem verwendet einen Zahlencode der Länge \(n\). An jeder Stelle kann unabhängig eine der Ziffern \(1\) bis \(n\) mit gleicher Wahrscheinlichkeit gewählt werden. Bestimme den kleinsten natürlichen Wert \(n\), für den die Wahrscheinlichkeit, dass im zufällig erzeugten Code alle \(n\) Ziffern verschieden sind, kleiner als \(10\,\%\) ist.

Denkanstöße

- Betrachte die Codepositionen nacheinander und frage, welcher Anteil der Ziffern an jeder Stelle noch nicht verwendet wurde. - Prüfe kleine natürliche Werte für \(n\) der Reihe nach; beginne auch mit \(n=1\). - Um die Minimalität zu sichern, muss der vorherige Wert die Grenze von \(10\,\%\) noch nicht unterschreiten.

Lösung

Damit alle Ziffern verschieden sind, ist die erste Stelle beliebig. An der zweiten Stelle sind noch \(n-1\) von \(n\) Ziffern erlaubt, an der dritten noch \(n-2\) von \(n\) und so weiter. Die Wahrscheinlichkeit lässt sich deshalb stufenweise als Produkt bestimmen. Für \(n=1\) gilt \(P=1\). Für \(n=2\): \(P=1\cdot\frac{1}{2}=0{,}5\). Für \(n=3\): \(P=1\cdot\frac{2}{3}\cdot\frac{1}{3}=\frac{2}{9}\approx 0{,}2222\). Für \(n=4\): \(P=1\cdot\frac{3}{4}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{1}{4}=\frac{3}{32}=0{,}09375\). Erstmals bei \(n=4\) liegt die Wahrscheinlichkeit unter \(10\,\%\).

Antwort

Der kleinste Wert ist \(n=4\).
43093410
Ein Rechenzentrum ist durch drei unabhängige Sicherheitssysteme gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Das erste System erkennt einen Angriffsversuch mit einer Wahrscheinlichkeit von \(90\,\%\). Das zweite System bietet eine Erkennungsrate von \(85\,\%\), und das dritte System identifiziert \(70\,\%\) der verbleibenden Bedrohungen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angriffsversuch alle drei Systeme unbemerkt passiert. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein Angriff von mindestens einem der Systeme entdeckt wird. c) Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, soll ein viertes System installiert werden. Wie hoch müsste dessen Erkennungsrate sein, damit die Gesamtwahrscheinlichkeit für das Entdecken eines Angriffs auf über \(99{,}9\,\%\) steigt?

Denkanstöße

- Was muss passieren, damit ein Angriff „unbemerkt“ bleibt? - Nutze die Eigenschaft von Gegenereignissen, um die Wahrscheinlichkeit für „mindestens einen“ Treffer zu berechnen. - Stelle für den dritten Aufgabenteil eine Ungleichung auf, die die neue Gesamtwahrscheinlichkeit beschreibt.

Lösung

1. Für das Nicht-Erkennen gilt bei den drei Systemen \(P(\overline{E_1})=0{,}1\), \(P(\overline{E_2})=0{,}15\) und \(P(\overline{E_3})=0{,}3\). 2. Damit ist \(P(\text{unbemerkt})=0{,}1\cdot0{,}15\cdot0{,}3=0{,}0045\). 3. Über das Gegenereignis folgt \(P(\text{entdeckt})=1-0{,}0045=0{,}9955\). 4. Für die Erkennungsrate \(p_4\) des vierten Systems muss \(0{,}0045(1-p_4)<0{,}001\) gelten. Daraus folgt \(1-p_4<\frac{0{,}001}{0{,}0045}=\frac{2}{9}\) und damit \(p_4>\frac{7}{9}\approx0{,}7778\).

Antwort

a) \(0{,}45\,\%\) b) \(99{,}55\,\%\) c) Das vierte System muss eine Erkennungsrate von mehr als \(\frac{7}{9}\approx77{,}78\,\%\) aufweisen.
43753810
Im abgebildeten Baumdiagramm ist die Astwahrscheinlichkeit \(q\) zum Ereignis \(B\) nach \(\overline{A}\) unbekannt. Insgesamt gilt \(P(B)=0{,}52\). Bestimme \(q\).
Abbildung zur Aufgabe 437538

Denkanstöße

- Zerlege das Ereignis \(B\) in die beiden Pfade, die im Baum zu \(B\) führen. - Einen der beiden Pfadbeiträge kannst du vollständig aus dem Baum berechnen. - Ziehe diesen Beitrag von der Gesamtwahrscheinlichkeit \(0{,}52\) ab und bestimme daraus den fehlenden Faktor.

Lösung

1. Über den ersten Pfad zu \(B\) erhält man \(0{,}4\cdot0{,}7=0{,}28\). 2. Da insgesamt \(P(B)=0{,}52\) gilt, muss der Beitrag des zweiten \(B\)-Pfades \(0{,}52-0{,}28=0{,}24\) betragen. 3. Für diesen zweiten Pfad gilt \(0{,}6q=0{,}24\). Daher ist \(q=0{,}4\).

Antwort

\(q=0{,}4\)
43755510
Eine unbekannt verzerrte Münze zeigt mit Wahrscheinlichkeit \(q\) Kopf. Bei zwei Würfen beträgt die Wahrscheinlichkeit für genau einmal Kopf \(0{,}42\). Bestimme alle möglichen Werte von \(q\).
Abbildung zur Aufgabe 437555

Denkanstöße

- Das Ereignis kann in zwei Reihenfolgen eintreten. - Wie kannst du die Angaben in einer gemeinsamen Beziehung darstellen? - Prüfe, ob zwei symmetrische Lösungen möglich sind.

Lösung

1. Gleichung: \(q(1-q)+(1-q)q=0{,}42\). 2. Umformung: \(2q(1-q)=0{,}42\) und \(q^2-q+0{,}21=0\). 3. Lösungen: \(q=0{,}3\) oder \(q=0{,}7\).

Antwort

\(q=0{,}3\) oder \(q=0{,}7\).
55234010
Bei einem Robotik-Wettbewerb wird ein Duell als Serie von Runden ausgetragen. Ein Team gewinnt das Duell, sobald es drei Runden gewonnen hat; es verliert, sobald der Gegner drei Runden gewonnen hat. Das Duell dauert also höchstens fünf Runden. Die Gewinnwahrscheinlichkeit des Teams beträgt in der ersten Runde \(\frac{3}{5}\). Ab der zweiten Runde hängt sie nur vom Ergebnis der unmittelbar vorherigen Runde ab: Nach einem Rundensieg (S) gewinnt das Team die nächste Runde mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{2}{3}\), nach einer Rundenniederlage (N) mit Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{3}\). Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass das Team das Duell gewinnt. Begründe deine Zerlegung, indem du alle terminalen Gewinnfolgen systematisch angibst.

Denkanstöße

- Bei welcher Zahl von Rundensiegen endet das Duell sofort, und welche Gesamtlängen kann deshalb eine Gewinnfolge haben? - Ordne die Gewinnfolgen nach ihrer Länge, bevor du Wahrscheinlichkeiten berechnest. - Ab der zweiten Runde hängt der nächste Gewinnfaktor vom unmittelbar vorherigen Symbol S oder N ab; verwende also nicht überall denselben Faktor. - Addiere erst dann die Wahrscheinlichkeiten aller terminalen Gewinnpfade.

Lösung

1. Ein Gewinn ist nach drei, vier oder fünf Runden möglich. Die terminalen Gewinnfolgen sind SSS; SSNS, SNSS, NSSS; SSNNS, SNSNS, SNNSS, NSSNS, NSNSS und NNSSS. 2. Wegen der vom jeweils vorherigen Ergebnis abhängigen Astwahrscheinlichkeiten haben diese Pfade die Wahrscheinlichkeiten \(\frac{4}{15}\), \(\frac{2}{45}\), \(\frac{2}{45}\), \(\frac{8}{135}\), \(\frac{4}{135}\), \(\frac{1}{135}\), \(\frac{4}{135}\), \(\frac{4}{405}\), \(\frac{4}{405}\) und \(\frac{16}{405}\). 3. Nach der zweiten Pfadregel ist die Gewinnwahrscheinlichkeit die Summe dieser zehn Pfadwahrscheinlichkeiten: \(P(\text{Duellsieg})=\frac{219}{405}=\frac{73}{135}\). 4. Damit beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit \(\frac{73}{135}\approx0{,}5407\), also etwa \(54{,}07\,\%\).

Antwort

Die terminalen Gewinnfolgen sind SSS; SSNS, SNSS, NSSS; SSNNS, SNSNS, SNNSS, NSSNS, NSNSS und NNSSS. Ihre Pfadwahrscheinlichkeiten ergeben zusammen \(P(\text{Duellsieg})=\frac{73}{135}\approx54{,}07\,\%\).

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