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Mathe-Arbeitsblätter Klasse 11

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Iteration

Lernziele

  • Führt Iterationen aus vorgegebenen Startwerten aus.
  • Bestimmt Fixpunkte einer Iteration.
  • Stellt Iterationsfolgen tabellarisch oder graphisch dar.
  • Beschreibt das beobachtete Folgeverhalten.
  • Verwendet passende Abbruchkriterien.

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55227711
Die Folge wird durch \(x_{n+1}=\frac{1}{2}\left(x_n+\frac{3}{x_n}\right)\) mit \(x_0=2\) festgelegt. a) Berechne \(x_1\) und \(x_2\) exakt und gib beide Werte zusätzlich auf vier Nachkommastellen gerundet an. b) Erkläre in einem Satz, was bei dieser Vorschrift mit „Iteration“ gemeint ist.

Denkanstöße

- Beginne direkt mit dem gegebenen Wert \(x_0\) und setze ihn in die Vorschrift ein. - Welcher Wert muss beim zweiten Durchgang an die Stelle von \(x_n\) gesetzt werden? - Beschreibe bei b) den Ablauf von einem Schritt zum nächsten, nicht das Ziel der Folge.

Lösung

1. Für den ersten Schritt wird \(x_0=2\) erneut in die Vorschrift eingesetzt: \(x_1=\frac{1}{2}\left(2+\frac{3}{2}\right)=\frac{7}{4}=1{,}75\). 2. Im nächsten Schritt wird der so erhaltene Wert verwendet: \(x_2=\frac{1}{2}\left(\frac{7}{4}+\frac{3}{7/4}\right)=\frac{1}{2}\left(\frac{7}{4}+\frac{12}{7}\right)=\frac{97}{56}\approx1{,}7321\). 3. Bei einer Iteration wird das Ergebnis eines Schritts wieder als Eingabewert für den nächsten Schritt verwendet.

Antwort

a) \(x_1=\frac{7}{4}=1{,}7500\) \(x_2=\frac{97}{56}\approx1{,}7321\) b) Das Ergebnis eines Iterationsschritts wird jeweils als Eingabe für den folgenden Schritt verwendet.
55675511
Für die Iteration gilt \(x_{n+1}=0{,}5x_n+1\) mit \(x_0=0\). Leonie rechnet: \(x_1=0{,}5\cdot0+1=1\) \(x_2=0{,}5\cdot0+1=1\) a) Erkläre den Fehler in der zweiten Zeile. b) Berechne \(x_2\) richtig.

Denkanstöße

- Welcher Wert ist nach dem ersten Schritt der aktuelle Näherungswert? - Was bedeutet der Index \(n+1\) in Bezug auf den vorherigen Wert \(x_n\)? - Vergleiche die Zahl, die in der zweiten Zeile eingesetzt wurde, mit dem Ergebnis der ersten Zeile.

Lösung

1. Bei einer Iteration wird für den nächsten Schritt der zuletzt berechnete Wert eingesetzt. Nach dem ersten Schritt ist daher \(x_1=1\) der neue Eingabewert. 2. Leonie setzt in der zweiten Zeile fälschlich noch einmal \(x_0=0\) ein. 3. Richtig ist \(x_2=0{,}5\cdot1+1=1{,}5\).

Antwort

a) Im zweiten Schritt muss \(x_1\) statt erneut \(x_0\) eingesetzt werden. b) \(x_2=1{,}5\)
55818011
Die Iteration lautet \(x_{n+1}=0{,}75x_n+1\). a) Prüfe, ob \(x=4\) ein Fixpunkt ist. b) Bestimme \(x_1\), wenn \(x_0=4\) gilt. c) Erkläre in einem Satz, was ein Fixpunkt bei einer Iteration bedeutet.

Denkanstöße

- Setze den vorgeschlagenen Wert auf der rechten Seite der Iterationsvorschrift ein. - Vergleiche das Ergebnis mit dem eingesetzten Wert. - Überlege, was beim nächsten Schritt passiert, wenn sich der Wert nicht ändert.

Lösung

1. Für \(x=4\) ist \(0{,}75\cdot4+1=4\). Daher ist \(4\) ein Fixpunkt. 2. Mit \(x_0=4\) folgt \(x_1=0{,}75\cdot4+1=4\). 3. Ein Fixpunkt ist ein Wert, der durch die Iterationsvorschrift nicht verändert wird.

Antwort

a) Ja, denn \(0{,}75\cdot4+1=4\). b) \(x_1=4\) c) Ein Fixpunkt bleibt beim Anwenden der Iterationsvorschrift unverändert.
42885811
Lina erhält regelmäßig alle \(6\) Stunden ein Medikament. Unmittelbar nach jeder Gabe erhöht sich die Wirkstoffkonzentration im Blut um \(80\,\text{mg/l}\). Während eines \(6\)-stündigen Intervalls baut der Körper \(40\,\%\) der vorhandenen Wirkstoffkonzentration ab. Vor der ersten Gabe gilt \(c_0=0\). a) \(c_n\) bezeichnet die Konzentration unmittelbar nach \(n\) Gaben. Gib eine rekursive Formel für \(c_n\) an. b) Bestimme den Grenzwert, dem sich die Konzentration unmittelbar nach einer Gabe langfristig nähert.

Denkanstöße

- Wie viel Prozent des Wirkstoffs bleiben nach dem Abbau übrig? - Bei jeder neuen Gabe ist noch ein Teil des alten Wirkstoffs da, und eine feste Menge kommt hinzu. Wie lässt sich das als Rekursion schreiben? - Für den Grenzwert bleibt der Wert von einem Schritt zum nächsten gleich. Wie kannst du das in der Rekursion ausdrücken?

Lösung

1. Zu Beginn der Behandlung ist \(c_0 = 0\). Nach der ersten Gabe (\(n=1\)) ist \(c_1 = 80\). 2. Vor der \((n+1)\)-ten Gabe sind noch \(60\,\%\) von \(c_n\) vorhanden (Abbau um \(40\,\%\)), also \(0{,}6c_n\). 3. Durch die neue Gabe erhöht sich dieser Wert um \(80\), woraus die Rekursion \(c_{n+1} = 0{,}6c_n + 80\) folgt. 4. Der Grenzwert \(L\) wird durch die Fixpunktgleichung \(L = 0{,}6L + 80\) bestimmt. 5. Umstellen der Gleichung: \(0{,}4L = 80\). 6. Auflösen nach \(L\): \(L = \frac{80}{0{,}4} = 200\).

Antwort

a) \(c_0 = 0\); \(c_{n+1} = 0{,}6c_n + 80\) (oder für \(n \geq 1\): \(c_n = 0{,}6c_{n-1} + 80\)) b) Der Grenzwert beträgt \(200\,\text{mg/l}\).
42888011
Die Gleichung \(2x-\cos(x)-1=0\) soll mit einem Iterationsverfahren näherungsweise gelöst werden. 1. Stelle die Gleichung so um, dass sie die Form \(x=g(x)\) mit \(g(x)=\frac{1}{2}(\cos(x)+1)\) annimmt. 2. Berechne ausgehend von \(x_0=0{,}8\) die nächsten drei Iterationswerte \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\). Nutze das Bogenmaß und runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche äquivalente Form der Gleichung hat \(x\) allein auf einer Seite? - Welche Einstellung des Taschenrechners brauchst du für \(\cos(x)\), wenn mit dem Bogenmaß gerechnet wird? - Welcher berechnete Wert wird jeweils zum Eingabewert des nächsten Iterationsschritts?

Lösung

1. Umformung der Gleichung: \(2x - \cos(x) - 1 = 0 \iff 2x = \cos(x) + 1 \iff x = \frac{1}{2}(\cos(x) + 1)\). 2. Iterationsschritte (im Bogenmaß): \(x_1 = \frac{1}{2}(\cos(0{,}8) + 1) \approx \frac{1}{2}(0{,}6967 + 1) = 0{,}8484\) \(x_2 = \frac{1}{2}(\cos(0{,}8484) + 1) \approx \frac{1}{2}(0{,}6612 + 1) = 0{,}8306\) \(x_3 = \frac{1}{2}(\cos(0{,}8306) + 1) \approx \frac{1}{2}(0{,}6743 + 1) = 0{,}8372\)

Antwort

1. \(2x = \cos(x) + 1 \implies x = \frac{1}{2}(\cos(x) + 1)\). 2. \(x_1 \approx 0{,}8484\); \(x_2 \approx 0{,}8306\); \(x_3 \approx 0{,}8372\).
55090711
Es gelten \(g(x)=0{,}5x+2\) und \(d(x)=x\). Für die Iteration \(x_{n+1}=g(x_n)\) gilt \(x_0=0\). a) Lies den Fixpunkt näherungsweise aus der Abbildung ab und bestimme ihn anschließend rechnerisch. b) Berechne \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\) und erkläre kurz, wie diese Werte in der Treppendarstellung erscheinen. c) Entscheide anhand der Werte und der Abbildung, ob die Folge konvergiert, und gib den Grenzwert an.
Abbildung zur Aufgabe 550907

Denkanstöße

- An welcher Stelle stimmen Eingabewert und Funktionswert überein? - Welche Bedeutung hat deshalb der Schnittpunkt der beiden Geraden? - Verfolge die Treppe abwechselnd senkrecht und waagrecht. - Vergleiche die aufeinanderfolgenden Werte mit der Lage des Schnittpunkts.

Lösung

1. Der Fixpunkt liegt am Schnittpunkt der Geraden \(y=g(x)\) und \(y=x\). Aus der Abbildung liest man ungefähr \(x=4\) ab. 2. Rechnerisch gilt am Fixpunkt \(x=0{,}5x+2\), also \(x=4\). 3. Die ersten Werte sind \(x_1=g(0)=2\), \(x_2=g(2)=3\) und \(x_3=g(3)=3{,}5\). 4. In der Treppendarstellung führt ein senkrechter Schritt zum Graphen von \(g\); der anschließende waagrechte Schritt überträgt diesen Funktionswert auf die Gerade \(y=x\) und damit auf den nächsten Eingabewert. 5. Die Werte \(2,3,3{,}5,\dots\) nähern sich dem Fixpunkt. Die Folge konvergiert gegen \(4\).

Antwort

a) Fixpunkt \(x=4\) b) \(x_1=2\), \(x_2=3\), \(x_3=3{,}5\); die Treppenschritte wechseln zwischen dem Graphen von \(g\) und der Geraden \(y=x\). c) Die Folge konvergiert gegen \(4\).
55227811
Zur Näherung eines positiven Fixpunkts wird \(x_{n+1}=\sqrt{2+x_n}\) mit \(x_0=1\) verwendet. In einer Tabellenkalkulation steht \(x_0\) in Zelle B2. a) Gib eine Formel für B3 an, die beim Herunterkopieren die Iteration fortsetzt. b) Bestimme mit der Iteration \(x_1\), \(x_2\), \(x_3\) und \(x_4\) und runde jeweils auf vier Nachkommastellen. c) Welchen positiven Wert legen die Näherungen als Fixpunkt nahe?

Denkanstöße

- Die Formel in B3 soll ausschließlich den unmittelbar vorherigen Näherungswert aus B2 verwenden. - Kopiere dieselbe Rechenvorschrift schrittweise nach unten, statt jeden Wert unabhängig zu berechnen. - Vergleiche bei c) die letzten Näherungswerte und prüfe den vermuteten Wert anschließend in der Fixpunktgleichung.

Lösung

1. Eine passende Formel für B3 ist `=(2+B2)^(1/2)`. Beim Herunterkopieren wird der Zellbezug jeweils auf den vorherigen Näherungswert angepasst. 2. Aus \(x_0=1\) folgt \(x_1=\sqrt{3}\approx1{,}7321\). 3. Weiter erhält man \(x_2=\sqrt{2+x_1}\approx1{,}9319\), \(x_3=\sqrt{2+x_2}\approx1{,}9829\) und \(x_4=\sqrt{2+x_3}\approx1{,}9957\). 4. Die Werte nähern sich dem positiven Fixpunkt \(2\). Tatsächlich erfüllt \(2=\sqrt{2+2}\) die Fixpunktgleichung.

Antwort

a) `=(2+B2)^(1/2)` b) \(x_1\approx1{,}7321\) \(x_2\approx1{,}9319\) \(x_3\approx1{,}9829\) \(x_4\approx1{,}9957\) c) \(2\)
55661511
Ein Batteriespeicher kann höchstens \(80\,\text{kWh}\) Energie aufnehmen. Zu Beginn sind \(20\,\text{kWh}\) gespeichert. In einem vereinfachten Lademodell kommt in jeder Stunde eine Energiemenge hinzu, die \(25\,\%\) der zu Beginn dieser Stunde noch freien Speicherkapazität entspricht. a) Berechne die gespeicherte Energiemenge nach der ersten und nach der zweiten Stunde. b) Stelle eine rekursive Formel auf, mit der sich aus der gespeicherten Energiemenge \(S_n\) nach \(n\) Stunden die Menge \(S_{n+1}\) bestimmen lässt. c) Erkläre, warum der absolute Zuwachs pro Stunde im Modell mit der Zeit kleiner wird.

Denkanstöße

- Notiere für a) nach jedem Schritt sowohl den Speicherstand als auch den noch freien Platz. - Welche Beziehung besteht zwischen Speicherstand und freiem Platz, wenn die Gesamtkapazität fest ist? - Vergleiche die freie Kapazität nach zwei aufeinanderfolgenden Schritten.

Lösung

1. Zu Beginn sind \(80-20=60\,\text{kWh}\) Speicherkapazität frei. In der ersten Stunde kommen davon \(25\,\%\), also \(15\,\text{kWh}\), hinzu. Daher ist \(S_1=35\,\text{kWh}\). 2. Danach sind \(80-35=45\,\text{kWh}\) frei. In der zweiten Stunde kommen \(0{,}25\cdot45=11{,}25\,\text{kWh}\) hinzu. Somit ist \(S_2=46{,}25\,\text{kWh}\). 3. Allgemein beträgt die noch freie Kapazität nach \(n\) Stunden \(80-S_n\). Daher gilt \(S_{n+1}=S_n+0{,}25(80-S_n)\). 4. Je größer \(S_n\) wird, desto kleiner wird die Restdifferenz \(80-S_n\). Da nur \(25\,\%\) dieser Restdifferenz hinzukommen, wird auch der absolute Zuwachs kleiner.

Antwort

a) \(S_1=35\,\text{kWh}\), \(S_2=46{,}25\,\text{kWh}\) b) \(S_{n+1}=S_n+0{,}25(80-S_n)\) c) Die freie Speicherkapazität wird kleiner; deshalb werden auch \(25\,\%\) davon von Stunde zu Stunde kleiner.
55675611
a) Lies in beiden Teilbildern jeweils die Werte \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\) ab. b) Lies jeweils den Fixpunkt als Schnittpunkt des Graphen von \(g\) mit der Geraden \(y=x\) ab. c) Beschreibe, wie sich die beiden Iterationen unterschiedlich verhalten.
Abbildung zur Aufgabe 556756

Denkanstöße

- Verfolge die Treppe ab dem markierten Startwert und notiere die waagerechten Koordinaten der aufeinanderfolgenden Stufen. - Was bedeutet es für die Iteration, wenn an einer Stelle \(g(x)=x\) gilt? - Vergleiche, ob die Werte einem festen Wert näher kommen oder sich wiederholen.

Lösung

1. In a) führt die Treppe von \(x_0=0\) zu \(x_1=1\), dann zu \(x_2=1{,}5\) und zu \(x_3=1{,}75\). 2. Der Graph von \(g_1\) schneidet \(y=x\) bei \((2\mid2)\). Der Fixpunkt ist daher \(x=2\); die Iterationswerte nähern sich diesem Wert an. 3. In b) führt die Treppe von \(x_0=1\) zu \(x_1=2\), dann zu \(x_2=1\) und wieder zu \(x_3=2\). 4. Der Graph von \(g_2\) schneidet \(y=x\) bei \((1{,}5\mid1{,}5)\). Trotzdem wechseln die gezeigten Iterationswerte zwischen \(1\) und \(2\); sie bilden einen Zweierzyklus und nähern sich dem Fixpunkt nicht an.

Antwort

a) Teilbild a): \(x_1=1\), \(x_2=1{,}5\), \(x_3=1{,}75\); Teilbild b): \(x_1=2\), \(x_2=1\), \(x_3=2\) b) Teilbild a): Fixpunkt \(x=2\); Teilbild b): Fixpunkt \(x=1{,}5\) c) In a) nähern sich die Werte dem Fixpunkt \(2\). In b) wechseln sie in einem Zweierzyklus zwischen \(1\) und \(2\).
55818111
Für die Iteration \(x_{n+1}=2+\frac{1}{x_n}\) gilt \(x_0=2\). a) Führe die Iteration in einer Tabelle fort. Beende sie beim ersten Schritt mit \(|x_n-x_{n-1}|<0{,}01\). Runde die Tabellenwerte auf vier Nachkommastellen und gib den Näherungswert an, bei dem du abbrichst. b) Beschreibe kurz das Verhalten der Werte: Werden die Sprünge größer oder kleiner, und welchem Wert nähern sich die Zahlen ungefähr? Gib diesen Wert auf drei Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Vergleiche bei den letzten Schritten nicht nur die Werte selbst, sondern auch die Größe ihrer Unterschiede. - Woran erkennst du in der Tabelle, dass das Abbruchkriterium zum ersten Mal erfüllt ist? - Welcher Wert liegt ungefähr zwischen den letzten beiden Näherungswerten?

Lösung

1. Die Iterationsvorschrift wird jeweils mit dem zuletzt berechneten Wert angewendet. 2. Die Tabelle lautet: <table> <tr><th>\(n\)</th><th>\(x_n\)</th><th>\(|x_n-x_{n-1}|\)</th></tr> <tr><td>0</td><td>\(2{,}0000\)</td><td>–</td></tr> <tr><td>1</td><td>\(2{,}5000\)</td><td>\(0{,}5000\)</td></tr> <tr><td>2</td><td>\(2{,}4000\)</td><td>\(0{,}1000\)</td></tr> <tr><td>3</td><td>\(2{,}4167\)</td><td>\(0{,}0167\)</td></tr> <tr><td>4</td><td>\(2{,}4138\)</td><td>\(0{,}0029\)</td></tr> </table> 3. Bei \(n=4\) ist der Unterschied erstmals kleiner als \(0{,}01\). Daher wird bei \(x_4\approx2{,}4138\) abgebrochen. 4. Die Sprünge werden kleiner. Die Werte liegen abwechselnd etwas über und unter einem Wert nahe \(2{,}414\) und nähern sich diesem Wert an.

Antwort

a) <table> <tr><th>\(n\)</th><th>\(x_n\)</th><th>\(|x_n-x_{n-1}|\)</th></tr> <tr><td>0</td><td>\(2{,}0000\)</td><td>–</td></tr> <tr><td>1</td><td>\(2{,}5000\)</td><td>\(0{,}5000\)</td></tr> <tr><td>2</td><td>\(2{,}4000\)</td><td>\(0{,}1000\)</td></tr> <tr><td>3</td><td>\(2{,}4167\)</td><td>\(0{,}0167\)</td></tr> <tr><td>4</td><td>\(2{,}4138\)</td><td>\(0{,}0029\)</td></tr> </table> Abbruch bei \(x_4\approx2{,}4138\). b) Die Sprünge werden kleiner; die Werte nähern sich ungefähr \(2{,}414\) an.
55818211
Ein Ball erreicht nach jedem Aufprall \(60\,\%\) der vorherigen Höhe. Die Höhen werden durch \(h_{n+1}=0{,}6h_n\) beschrieben. Vor dem ersten Aufprall gilt \(h_0=3{,}2\,\text{m}\). a) Berechne \(h_1\), \(h_2\) und \(h_3\). b) Rechne weiter, bis erstmals \(h_n<0{,}5\,\text{m}\) gilt. Bei welchem \(n\) wird dieses Kriterium erstmals erfüllt? c) Bestimme den Fixpunkt der Iteration und erkläre seine Bedeutung im Modell.

Denkanstöße

- Was bewirkt der Faktor \(0{,}6\) bei jeder positiven Höhe? - Kann die Folge nach einem Schritt unter \(0{,}5\,\text{m}\) später wieder über diese Grenze steigen? - Welche Gleichung muss ein Wert erfüllen, der sich bei der Iteration nicht mehr ändert?

Lösung

1. Mit \(h_{n+1}=0{,}6h_n\) folgt \(h_1=1{,}92\,\text{m}\), \(h_2=1{,}152\,\text{m}\) und \(h_3=0{,}6912\,\text{m}\). 2. Der nächste Wert ist \(h_4=0{,}41472\,\text{m}\). Damit gilt erstmals \(h_n<0{,}5\,\text{m}\) bei \(n=4\). 3. Für einen Fixpunkt \(h\) gilt \(h=0{,}6h\). Daraus folgt \(h=0\). Im Modell werden die Sprunghöhen immer kleiner und nähern sich langfristig \(0\,\text{m}\).

Antwort

a) \(h_1=1{,}92\,\text{m}\), \(h_2=1{,}152\,\text{m}\), \(h_3=0{,}6912\,\text{m}\) b) \(h_4=0{,}41472\,\text{m}\); erstmals erfüllt bei \(n=4\) c) Fixpunkt \(h=0\); im Modell nähern sich die Sprunghöhen langfristig \(0\,\text{m}\).
42844811
Ein Patient nimmt einmal täglich eine Tablette mit \(20\,\text{mg}\) eines Wirkstoffs ein. Bis zur nächsten Einnahme baut der Körper \(30\,\%\) der vorhandenen Wirkstoffmenge ab. Vor der ersten Einnahme sind \(0\,\text{mg}\) im Körper. \(x_n\) bezeichnet die Wirkstoffmenge direkt nach der \(n\)-ten Einnahme; dabei steht \(x_0=0\) für den Zustand vor der ersten Einnahme. a) Erstelle eine Tabelle für \(x_1\) bis \(x_5\). b) Nach welcher Einnahme sind zum ersten Mal mehr als \(50\,\text{mg}\) des Wirkstoffs im Körper? c) Berechne die langfristige theoretische Wirkstoffmenge direkt nach einer Einnahme.

Denkanstöße

- Stelle eine Regel auf, die aus der Menge direkt nach einer Einnahme die Menge direkt nach der nächsten Einnahme berechnet. - Bestimme selbst die Restquote, die zu einem Abbau um \(30\,\%\) gehört, bevor du die nächste Einnahme berücksichtigst. - Für den langfristig unveränderten Wert muss die nächste berechnete Menge genauso groß sein wie die aktuelle.

Lösung

1. Zwischen zwei Einnahmen bleiben \(70\,\%\) der vorhandenen Menge übrig. Deshalb gilt \(x_{n+1}=0{,}7x_n+20\) mit \(x_0=0\). 2. Daraus folgen \(x_1=20\), \(x_2=34\), \(x_3=43{,}8\), \(x_4=50{,}66\) und \(x_5=55{,}462\), jeweils in \(\text{mg}\). 3. Nach der vierten Einnahme wird \(50\,\text{mg}\) zum ersten Mal überschritten. 4. Für einen langfristig unveränderten Wert \(G\) gilt \(G=0{,}7G+20\). Daraus folgt \(0{,}3G=20\) und damit \(G=66{,}\bar{6}\,\text{mg}\).

Antwort

a) \(x_1=20\,\text{mg}\), \(x_2=34\,\text{mg}\), \(x_3=43{,}8\,\text{mg}\), \(x_4=50{,}66\,\text{mg}\), \(x_5=55{,}462\,\text{mg}\) b) Nach der vierten Einnahme c) \(66{,}\bar{6}\,\text{mg}\)
42844911
Ein künstlich angelegter Teich wird täglich mit \(60\,\text{l}\) Frischwasser gespeist. An jedem Tag verdunsten zunächst \(15\,\%\) der vorhandenen Wassermenge; unmittelbar danach werden \(60\,\text{l}\) Frischwasser zugeführt. Zu Beginn der Beobachtung ist der Teich leer. a) Berechne die Wassermenge im Teich nach zwei, drei und vier Tagen jeweils unmittelbar nach der Zufuhr. Runde, falls nötig, auf zwei Nachkommastellen. b) Bestimme die theoretische Obergrenze für die Wassermenge im Teich. c) Nach wie vielen Tagen sind erstmals mehr als \(250\,\text{l}\) Wasser im Teich? Löse durch systematisches Berechnen aufeinanderfolgender Tageswerte.

Denkanstöße

- Beschreibe zuerst, wie aus der Wassermenge eines Tages die Wassermenge des nächsten Tages entsteht. - Für die Obergrenze suchst du einen Zustand, bei dem sich die Wassermenge von einem Tag zum nächsten nicht mehr ändert. - Für Teil c) reicht es, die Tageswerte in der Nähe von \(250\,\text{l}\) nacheinander zu vergleichen.

Lösung

1. Mit \(W_0=0\) gilt \(W_{n+1}=0{,}85W_n+60\). 2. Daher ist \(W_1=60\,\text{l}\), \(W_2=111\,\text{l}\), \(W_3=154{,}35\,\text{l}\) und \(W_4=191{,}1975\,\text{l}\approx191{,}20\,\text{l}\). 3. Für einen langfristig unveränderten Wert \(L\) gilt \(L=0{,}85L+60\). Daraus folgt \(0{,}15L=60\) und damit \(L=400\,\text{l}\). 4. Weiteres Berechnen ergibt \(W_5\approx222{,}52\,\text{l}\), \(W_6\approx249{,}14\,\text{l}\) und \(W_7\approx271{,}77\,\text{l}\). Damit werden \(250\,\text{l}\) am Tag \(7\) erstmals überschritten.

Antwort

a) Nach zwei Tagen: \(111\,\text{l}\); nach drei Tagen: \(154{,}35\,\text{l}\); nach vier Tagen: \(191{,}20\,\text{l}\) b) \(400\,\text{l}\) c) Am Tag \(7\)
42845711
Ein neu angelegtes Waldstück kann aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der Fläche maximal \(4000\) Bäume beherbergen. Zu Beginn werden \(800\) junge Bäume gepflanzt. Die Forstverwaltung rechnet damit, dass die Anzahl der Bäume jährlich um \(25\,\%\) des noch vorhandenen Freiraums, also der Differenz zwischen Kapazitätsgrenze und aktuellem Bestand, zunimmt. a) Erstelle eine rekursive Formel zur Berechnung des Baumbestands \(B_{n+1}\) aus dem Bestand des Vorjahres \(B_n\). b) Berechne die Modellwerte für die ersten fünf Jahre nach der Pflanzung und runde sie auf ganze Bäume. c) Erkläre, warum der Bestand nach diesem Modell nach oben begrenzt ist und wie sich die jährlichen Zuwachszahlen langfristig entwickeln.

Denkanstöße

- Drücke zuerst den noch freien Platz im Wald mithilfe von \(B_n\) aus. - Welche Größe muss zu \(B_n\) hinzukommen, damit der nächste Bestand entsteht? Nutze dafür die Wachstumsregel aus dem Text. - Beobachte, wie sich die Differenz zur Kapazitätsgrenze von Jahr zu Jahr verändert.

Lösung

1. Der Zuwachs beträgt \(0{,}25(4000-B_n)\). Damit ergibt sich \(B_{n+1}=B_n+0{,}25(4000-B_n)\). 2. Ohne Zwischenrundung folgen \(B_0=800\), \(B_1=1600\), \(B_2=2200\), \(B_3=2650\), \(B_4=2987{,}5\) und \(B_5=3240{,}625\). 3. Gerundet sind das für die Jahre \(1\) bis \(5\): \(1600\), \(2200\), \(2650\), \(2988\) und \(3241\) Bäume. 4. Weil die Differenz zur Kapazität \(4000\) immer kleiner wird, nimmt auch der jährliche Zuwachs ab und nähert sich \(0\).

Antwort

a) \(B_{n+1}=B_n+0{,}25(4000-B_n)\) oder \(B_{n+1}=0{,}75B_n+1000\) b) \(B_1=1600\), \(B_2=2200\), \(B_3=2650\), \(B_4\approx2988\), \(B_5\approx3241\) c) In jedem Jahr kommen nur \(25\,\%\) des noch freien Platzes \(4000-B_n\) hinzu. Deshalb bleibt ein Rest bis \(4000\), und der Bestand überschreitet die Grenze nicht. Weil dieser Rest immer kleiner wird, werden auch die jährlichen Zuwächse kleiner und nähern sich \(0\).
42886711
Ein heißer Kaffee mit einer Anfangstemperatur von \(80\,^\circ\text{C}\) wird in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \(21\,^\circ\text{C}\) abgestellt. Jede Minute verringert sich die Differenz zwischen der Kaffeetemperatur und der Raumtemperatur um \(12\,\%\). a) Gib eine rekursive Bildungsvorschrift für die Folge \((T_n)\) an, wobei \(T_n\) die Temperatur des Kaffees nach \(n\) Minuten beschreibt. b) Bestimme eine explizite Formel für \(T_n\). c) Nach wie vielen Minuten ist der Kaffee zum ersten Mal kälter als \(45\,^\circ\text{C}\)?

Denkanstöße

- Überlege, wie sich die Temperaturdifferenz von einer Minute zur nächsten verändert. - Formuliere zuerst eine Regel, die aus \(T_n\) den nächsten Wert \(T_{n+1}\) erzeugt. - Für die explizite Form ist die Differenz zur Umgebungstemperatur einfacher als die absolute Temperatur. - Berechne für c) benachbarte Folgenglieder in der Nähe der Zieltemperatur.

Lösung

1. Rekursiv gilt \(T_{n+1}=T_n-0{,}12(T_n-21)=0{,}88T_n+2{,}52\) mit \(T_0=80\). 2. Die Differenz zur Umgebungstemperatur beträgt anfangs \(59\,^\circ\text{C}\) und wird pro Minute mit \(0{,}88\) multipliziert. Daher gilt explizit \(T_n=21+59\cdot0{,}88^n\). 3. Für den ersten Zeitpunkt unter \(45\,^\circ\text{C}\) gilt \(T_7\approx45{,}11\,^\circ\text{C}\) und \(T_8\approx42{,}22\,^\circ\text{C}\). Somit ist der Kaffee nach \(8\) Minuten zum ersten Mal kälter als \(45\,^\circ\text{C}\).

Antwort

a) \(T_{n+1}=0{,}88T_n+2{,}52\) mit \(T_0=80\) b) \(T_n=21+59\cdot0{,}88^n\) c) Nach \(8\) Minuten
42887911
Für die Gleichung \(x^3+3x-5=0\): 1. Zeige durch Einsetzen geeigneter Werte, dass im Intervall \([1;2]\) eine Lösung liegen muss. 2. Forme die Gleichung in die Fixpunktform \(x=\frac{5}{x^2+3}\) um. 3. Bestimme ausgehend von \(x_0=1\) die ersten drei Näherungswerte \(x_1\), \(x_2\) und \(x_3\) mit der Iterationsvorschrift \(x_{n+1}=\frac{5}{x_n^2+3}\). Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Vorzeichen haben die beiden Seiten des Intervalls, wenn du sie in die Gleichung einsetzt? - Welche äquivalente Form der Gleichung hat \(x\) allein auf einer Seite? - Welcher Wert wird nach jedem Iterationsschritt in die Vorschrift für den nächsten Schritt eingesetzt? - Behalte intern mehr Stellen als die vier Nachkommastellen, die du am Ende angibst.

Lösung

1. Sei \(f(x) = x^3 + 3x - 5\). Es gilt \(f(1) = 1^3 + 3 \cdot 1 - 5 = -1\) und \(f(2) = 2^3 + 3 \cdot 2 - 5 = 9\). Da \(f\) stetig ist und ein Vorzeichenwechsel vorliegt, existiert nach dem Zwischenwertsatz mindestens eine Lösung im Intervall \([1; 2]\). 2. Umformung: \(x^3 + 3x = 5 \iff x \cdot (x^2 + 3) = 5 \iff x = \frac{5}{x^2 + 3}\). 3. Berechnung der Iterationsschritte: \(x_1 = \frac{5}{1^2 + 3} = 1{,}2500\) \(x_2 = \frac{5}{1{,}25^2 + 3} = \frac{5}{4{,}5625} \approx 1{,}0959\) \(x_3 = \frac{5}{1{,}0959^2 + 3} \approx \frac{5}{4{,}2010} \approx 1{,}1902\)

Antwort

1. \(f(1) = -1 < 0\) und \(f(2) = 9 > 0\), daher liegt eine Lösung in \([1; 2]\). 2. \(x \cdot (x^2 + 3) = 5 \implies x = \frac{5}{x^2 + 3}\). 3. \(x_1 = 1{,}2500\); \(x_2 \approx 1{,}0959\); \(x_3 \approx 1{,}1902\).
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Die positive Lösung der Gleichung \(x^2=3\) soll mit zwei Iterationsverfahren angenähert werden. Verwende jeweils den Startwert \(x_0=2\). a) Wende das Newton-Verfahren auf \(f(x)=x^2-3\) an und berechne \(x_1\) und \(x_2\). b) Berechne für die Fixpunktiteration \(x_{n+1}=\frac{x_n+3}{x_n+1}\) ebenfalls \(x_1\) und \(x_2\). c) Vergleiche nach zwei Schritten für beide Verfahren den Restbetrag \(R=|x_2^2-3|\). Welches Verfahren liefert gemessen an \(R\) den besseren Wert?

Denkanstöße

- Beide Verfahren beginnen mit demselben Startwert, verwenden aber unterschiedliche Vorschriften für den nächsten Wert. - Führe bei jedem Verfahren den zweiten Schritt mit dessen eigenem ersten Ergebnis aus. - Für den Vergleich in c) wird bei beiden Ergebnissen genau dieselbe Größe \(|x_2^2-3|\) betrachtet.

Lösung

1. Für \(f(x)=x^2-3\) gilt \(f'(x)=2x\). Der Newton-Schritt ist damit \(x_{n+1}=x_n-\frac{x_n^2-3}{2x_n}\). 2. Aus \(x_0=2\) folgt beim Newton-Verfahren \(x_1=2-\frac{1}{4}=\frac{7}{4}=1{,}75\). 3. Der zweite Newton-Schritt ergibt \(x_2=\frac{7}{4}-\frac{1/16}{7/2}=\frac{97}{56}\approx1{,}732143\). 4. Bei der Fixpunktiteration gilt \(x_1=\frac{2+3}{2+1}=\frac{5}{3}\approx1{,}666667\). 5. Danach ist \(x_2=\frac{5/3+3}{5/3+1}=\frac{7}{4}=1{,}75\). 6. Für Newton ist \(R=\left|\left(\frac{97}{56}\right)^2-3\right|=\frac{1}{3136}\approx0{,}000319\). Für die Fixpunktiteration ist \(R=\left|\left(\frac{7}{4}\right)^2-3\right|=\frac{1}{16}=0{,}0625\). 7. Gemessen am vorgegebenen Restbetrag liefert das Newton-Verfahren nach zwei Schritten den besseren Wert.

Antwort

a) \(x_1=\frac{7}{4}=1{,}75\), \(x_2=\frac{97}{56}\approx1{,}732143\) b) \(x_1=\frac{5}{3}\approx1{,}666667\), \(x_2=\frac{7}{4}=1{,}75\) c) Newton: \(R=\frac{1}{3136}\approx0{,}000319\); Fixpunktiteration: \(R=\frac{1}{16}=0{,}0625\). Gemessen an \(R\) ist das Newton-Verfahren nach zwei Schritten günstiger.

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