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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Vierfeldertafeln

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41474611
In einem Sportverein mit \(100\) Mitgliedern spielen \(60\) Basketball (\(B\)) und \(50\) Tennis (\(T\)). \(30\) Mitglieder spielen beide Sportarten. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel. b) Ein Mitglied spielt Basketball. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass es auch Tennis spielt.

Denkanstöße

- Trage zuerst Gesamtzahlen und die gemeinsame Gruppe \(B\cap T\) ein. - Welche Differenzen liefern die Gruppen, die genau eine der beiden Sportarten spielen? - Welche Gruppe bildet in b) die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Gegeben sind \(|B|=60\), \(|T|=50\) und \(|B\cap T|=30\). 2. Nur Basketball spielen \(60-30=30\) Mitglieder, nur Tennis \(50-30=20\). 3. Nicht Basketball spielen \(100-60=40\) Mitglieder. Davon spielen \(20\) Tennis, also spielen \(20\) weder Basketball noch Tennis. 4. Unter den \(60\) Basketballspielenden spielen \(30\) auch Tennis. Daher gilt \(P_B(T)=\frac{30}{60}=0{,}5\).

Antwort

a) <table> <tr><td></td><td>\(T\)</td><td>\(\bar T\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(30\)</td><td>\(30\)</td><td>\(60\)</td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td>\(20\)</td><td>\(20\)</td><td>\(40\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(50\)</td><td>\(50\)</td><td>\(100\)</td></tr> </table> b) \(P_B(T)=0{,}5=50\,\%\)
41477311
In einer Fabrik werden \(5000\) LED-Lampen kontrolliert. Davon sind \(150\) defekt (\(D\)). Die Prüfanlage sortiert \(140\) der defekten Lampen aus (\(A\)). Zusätzlich werden \(200\) einwandfreie Lampen fälschlich aussortiert. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel. b) Eine Lampe wurde aussortiert. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich einwandfrei ist. c) Erläutere eine unmittelbare wirtschaftliche Folge des in b) bestimmten Anteils.

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die fehlenden absoluten Häufigkeiten innerhalb der Gruppen „defekt“ und „einwandfrei“. - Welche Lampen bilden in b) die Bezugsgruppe? - Welche betrieblichen Folgen können entstehen, wenn einwandfreie Produkte aussortiert werden?

Lösung

1. Von \(5000\) Lampen sind \(150\) defekt und \(4850\) einwandfrei. Von den defekten Lampen werden \(140\) aussortiert, also \(10\) nicht aussortiert. 2. Von den \(4850\) einwandfreien Lampen werden \(200\) aussortiert und \(4650\) nicht aussortiert. Insgesamt werden \(340\) Lampen aussortiert und \(4660\) nicht aussortiert. 3. Unter den \(340\) aussortierten Lampen sind \(200\) einwandfrei. Daher gilt \(P_A(\bar D)=\frac{200}{340}=\frac{10}{17}\approx0{,}5882\). 4. Ein hoher Anteil eigentlich einwandfreier Lampen unter den aussortierten Produkten verursacht beispielsweise vermeidbaren Materialverlust oder zusätzlichen Prüfaufwand.

Antwort

a) <table> <tr><th></th><th>Aussortiert \(A\)</th><th>Nicht aussortiert \(\bar A\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>Defekt \(D\)</th><td>\(140\)</td><td>\(10\)</td><td>\(150\)</td></tr> <tr><th>Einwandfrei \(\bar D\)</th><td>\(200\)</td><td>\(4650\)</td><td>\(4850\)</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>\(340\)</td><td>\(4660\)</td><td>\(5000\)</td></tr> </table> b) \(P_A(\bar D)=\frac{10}{17}\approx58{,}82\,\%\) c) Beispielsweise entstehen vermeidbarer Materialverlust oder zusätzlicher Prüfaufwand.
42206911
Für eine Modellrechnung werden \(400\) Schülerinnen und Schüler nach Jahrgangsgruppe und regelmäßiger Fahrradnutzung für den Schulweg eingeteilt. \(O\) bezeichnet die Oberstufe und \(F\) die regelmäßige Fahrradnutzung. <table> <tr><td></td><td>Fahrradnutzung</td><td>Keine Fahrradnutzung</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>Mittelstufe</td><td>\(144\)</td><td>\(96\)</td><td>\(240\)</td></tr> <tr><td>Oberstufe \(O\)</td><td>\(64\)</td><td>\(96\)</td><td>\(160\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(208\)</td><td>\(192\)</td><td>\(400\)</td></tr> </table> a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person das Fahrrad regelmäßig nutzt. b) Betrachte nur die Oberstufe. Bestimme dort die Wahrscheinlichkeit für regelmäßige Fahrradnutzung und vergleiche sie mit dem Wert aus a).

Denkanstöße

- Welche Spaltensumme gehört zur Fahrradnutzung? - Welche Zeile ist in b) die neue Bezugsgruppe? - Vergleiche die beiden Anteile erst nach der Berechnung in derselben Darstellungsform.

Lösung

1. Insgesamt nutzen \(208\) von \(400\) Personen regelmäßig das Fahrrad. Daher ist \(P(F)=\frac{208}{400}=0{,}52\). 2. In der Oberstufe bilden \(160\) Personen die Bezugsgruppe; davon nutzen \(64\) das Fahrrad. Somit ist \(P_{O}(F)=\frac{64}{160}=0{,}4\). 3. Der Anteil in der Oberstufe beträgt \(40\,\%\) und liegt damit unter dem Gesamtanteil von \(52\,\%\).

Antwort

a) \(P(F)=0{,}52=52\,\%\) b) \(P_O(F)=0{,}4=40\,\%\); der Wert ist kleiner als der Gesamtanteil.
42289711
In einer Schulklasse mit \(30\) Personen spielen \(18\) ein Instrument und \(12\) sind im Chor aktiv. Fünf Personen der Klasse geben an, weder ein Instrument zu spielen noch im Chor zu sein. Es wird zufällig eine Person aus der Klasse ausgewählt. Die Ereignisse sind \(I\): „spielt ein Instrument“ und \(C\): „ist im Chor“. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten für diese Situation. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die ausgewählte Person sowohl ein Instrument spielt als auch im Chor ist. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Person zwar im Chor ist, aber kein Instrument spielt.

Denkanstöße

- Kannst du die Informationen aus dem Text in die Randfelder oder die inneren Felder einer Tabelle eintragen? - Wie hängen die inneren Felder einer Zeile oder Spalte mit den Werten in den Randfeldern zusammen? - Überlege dir, wie viele Personen insgesamt mindestens eine der beiden Tätigkeiten ausüben müssen. - Was bedeutet „weder noch“ für die Position in der Tabelle?

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl: \(n = 30\). Gegeben sind \(|I| = 18\), \(|C| = 12\) und \(|\bar{I} \cap \bar{C}| = 5\). 2. Berechnung der Anzahl der Personen, die mindestens eines von beiden machen: \(|I \cup C| = 30 - 5 = 25\). 3. Berechnung der Schnittmenge mittels der Formel für die Vereinigung: \(|I \cap C| = |I| + |C| - |I \cup C| = 18 + 12 - 25 = 5\). 4. Vervollständigung der Vierfeldertafel: - \(|I \cap \bar{C}| = 18 - 5 = 13\) - \(|\bar{I} \cap C| = 12 - 5 = 7\) - Kontrolle: \(5 + 13 + 7 + 5 = 30\). 5. Wahrscheinlichkeit für \(I \cap C\): \(P(I \cap C) = \frac{5}{30} = \frac{1}{6} \approx 16{,}67\,\%\). 6. Wahrscheinlichkeit für \(\bar{I} \cap C\): \(P(\bar{I} \cap C) = \frac{7}{30} \approx 23{,}33\,\%\).

Antwort

a) Vierfeldertafel: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(C\)</td><td>\(\bar{C}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(I\)</td><td>\(5\)</td><td>\(13\)</td><td>\(18\)</td></tr> <tr><td>\(\bar{I}\)</td><td>\(7\)</td><td>\(5\)</td><td>\(12\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(12\)</td><td>\(18\)</td><td>\(30\)</td></tr> </table> b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{1}{6} \approx 16{,}67\,\%\). c) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{7}{30} \approx 23{,}33\,\%\).
55350011
In einem Modell werden \(80\) ausgeliehene Bücher einer Schulbibliothek betrachtet. \(45\) davon sind Romane (Ereignis \(R\)), \(30\) sind Übersetzungen aus einer anderen Sprache (Ereignis \(U\)), und \(20\) sind sowohl Romane als auch Übersetzungen. Erstelle aus diesen Angaben eine vollständige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten. Wähle selbst, welches Merkmal in den Zeilen und welches in den Spalten steht.

Denkanstöße

- Welche zwei komplementären Kategorien gehören zu jedem der beiden Merkmale? - Trage zuerst die Schnittmenge ein und ergänze dann mit den beiden gegebenen Randhäufigkeiten. - Prüfe zum Schluss, ob alle vier Innenfelder zusammen \(80\) ergeben.

Lösung

1. Für die Schnittmenge gilt \(n(R\cap U)=20\). 2. Unter den Romanen sind damit \(45-20=25\) keine Übersetzungen. Unter den Übersetzungen sind \(30-20=10\) keine Romane. 3. Für „weder Roman noch Übersetzung“ bleiben \(80-20-25-10=25\) Bücher. 4. Eine mögliche Anordnung ist: <table><tr><th></th><th>\(U\)</th><th>\(\bar U\)</th><th>Gesamt</th></tr><tr><th>\(R\)</th><td>\(20\)</td><td>\(25\)</td><td>\(45\)</td></tr><tr><th>\(\bar R\)</th><td>\(10\)</td><td>\(25\)</td><td>\(35\)</td></tr><tr><th>Gesamt</th><td>\(30\)</td><td>\(50\)</td><td>\(80\)</td></tr></table>

Antwort

Eine mögliche Vierfeldertafel ist: <table><tr><th></th><th>\(U\)</th><th>\(\bar U\)</th><th>Gesamt</th></tr><tr><th>\(R\)</th><td>\(20\)</td><td>\(25\)</td><td>\(45\)</td></tr><tr><th>\(\bar R\)</th><td>\(10\)</td><td>\(25\)</td><td>\(35\)</td></tr><tr><th>Gesamt</th><td>\(30\)</td><td>\(50\)</td><td>\(80\)</td></tr></table>
41010511
Für die Ereignisse \(A\) und \(B\) wurde eine Vierfeldertafel mit Wahrscheinlichkeiten aufgestellt. Ergänze die Zahlen in den leeren Feldern. Wie hoch ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\bar B}(A)\), dass \(A\) unter der Bedingung \(\bar B\) auftritt? <table border="1"> <tr><td></td><td>\(A\)</td><td>\(\bar A\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td></td><td>\(0{,}4\)</td><td></td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td></td><td></td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td></td><td>\(1\)</td></tr> </table>

Denkanstöße

- Welche Zeilen- und Spaltensummen lassen sich zuerst mit der Gesamtsumme ergänzen? - Welche Schnittwahrscheinlichkeit gehört zugleich zu \(A\) und \(\bar B\)? - Welche Zeile bildet für \(P_{\bar B}(A)\) die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Es gilt \(P(B)=1-0{,}4=0{,}6\). 2. Aus \(P(B\cap\bar A)=0{,}4\) folgt \(P(A\cap B)=0{,}6-0{,}4=0{,}2\). 3. Da \(P(A)=0{,}3\), ist \(P(A\cap\bar B)=0{,}3-0{,}2=0{,}1\). 4. Weiter gilt \(P(\bar A)=0{,}7\) und \(P(\bar A\cap\bar B)=0{,}4-0{,}1=0{,}3\). 5. Damit lautet die vollständig ergänzte Vierfeldertafel: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(A\)</td><td>\(\bar A\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}6\)</td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}7\)</td><td>\(1\)</td></tr> </table> 6. Unter der Bedingung \(\bar B\) gilt \(P_{\bar B}(A)=\frac{0{,}1}{0{,}4}=0{,}25\).

Antwort

<table border="1"> <tr><td></td><td>\(A\)</td><td>\(\bar A\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}6\)</td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}7\)</td><td>\(1\)</td></tr> </table> \(P_{\bar B}(A)=0{,}25\)
41477411
Bei \(200\) Kindern wird ein Screening durchgeführt. \(40\) Kinder können sehr hohe Töne sicher singen (\(T\)). Der Test fällt bei \(36\) dieser Kinder positiv aus. Zusätzlich erhalten \(10\) Kinder ohne diese Fähigkeit ein positives Testergebnis. a) Stelle die Daten in einer Vierfeldertafel dar. b) Ein Kind hat ein negatives Testergebnis. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass es die hohen Töne tatsächlich nicht sicher singen kann. c) Vergleiche die Zuverlässigkeit eines positiven und eines negativen Testergebnisses anhand geeigneter bedingter Wahrscheinlichkeiten.

Denkanstöße

- Ergänze zunächst die beiden fehlenden Felder durch Subtraktion von den jeweiligen Gruppensummen. - Welche Ergebnisgruppe bildet in b) die Bedingung? - Welche zwei bedingten Wahrscheinlichkeiten beschreiben die Richtigkeit eines positiven beziehungsweise negativen Ergebnisses?

Lösung

1. Von \(200\) Kindern besitzen \(40\) die Fähigkeit \(T\), \(160\) besitzen sie nicht. Positiv getestet werden \(36\) aus \(T\) und \(10\) aus \(\bar T\). 2. Damit sind \(4\) Kinder aus \(T\) negativ und \(150\) Kinder aus \(\bar T\) negativ. Insgesamt gibt es \(46\) positive und \(154\) negative Ergebnisse. 3. Unter den \(154\) negativ Getesteten können \(150\) die hohen Töne tatsächlich nicht sicher singen. Also ist \(P_{-}(\bar T)=\frac{150}{154}=\frac{75}{77}\approx0{,}9740\). 4. Unter den \(46\) positiv Getesteten besitzen \(36\) die Fähigkeit. Somit gilt \(P_{+}(T)=\frac{36}{46}=\frac{18}{23}\approx0{,}7826\). 5. Das negative Ergebnis ist in diesem Modell zuverlässiger, weil \(97{,}40\,\%>78{,}26\,\%\).

Antwort

a) <table> <tr><th></th><th>Test positiv \(+\)</th><th>Test negativ \(-\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>Fähigkeit \(T\)</th><td>\(36\)</td><td>\(4\)</td><td>\(40\)</td></tr> <tr><th>Keine Fähigkeit \(\bar T\)</th><td>\(10\)</td><td>\(150\)</td><td>\(160\)</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>\(46\)</td><td>\(154\)</td><td>\(200\)</td></tr> </table> b) \(P_{-}(\bar T)=\frac{75}{77}\approx97{,}40\,\%\) c) \(P_{+}(T)=\frac{18}{23}\approx78{,}26\,\%\); damit ist das negative Ergebnis in diesem Modell zuverlässiger.
41477511
Für eine Modellrechnung zu einem Brandschutzsystem werden \(365\) Beobachtungstage betrachtet. An \(5\) Tagen tritt ein Entstehungsbrand auf (\(B\)); an allen fünf Tagen löst das System Alarm aus (\(A\)). An weiteren \(10\) Tagen gibt es einen Alarm, obwohl kein Brand vorliegt. a) Überführe die Daten in eine Vierfeldertafel. b) Ein Alarm wurde ausgelöst. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich ein Brand vorliegt. c) Jemand sagt: „Das System ist perfekt, denn es hat jeden Brand erkannt.“ Beurteile diese Aussage mithilfe der Vierfeldertafel.

Denkanstöße

- Was bedeutet „jeden Brand erkannt“ für das Feld „Brand und kein Alarm“? - Welche Tage bilden in b) die neue Bezugsgruppe? - Welche zusätzliche Fehlerart zeigt die Tabelle neben übersehenen Bränden?

Lösung

1. Es gibt \(5\) Brandtage und \(360\) Tage ohne Brand. Bei allen \(5\) Brandtagen gibt es Alarm; zusätzlich treten \(10\) Alarme ohne Brand auf. 2. Damit gibt es \(0\) Brandtage ohne Alarm und \(350\) Tage ohne Brand und ohne Alarm. Insgesamt treten \(15\) Alarme auf. 3. Unter den \(15\) Alarmtagen sind \(5\) Brandtage. Daher gilt \(P_A(B)=\frac{5}{15}=\frac13\approx0{,}3333\). 4. Die Aussage betrachtet nur, dass kein Brand übersehen wurde. Gleichzeitig sind \(10\) von \(15\) Alarmen Fehlalarme. „Perfekt“ ist deshalb durch die Daten nicht gerechtfertigt.

Antwort

a) <table> <tr><th></th><th>Alarm \(A\)</th><th>Kein Alarm \(\bar A\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>Brand \(B\)</th><td>\(5\)</td><td>\(0\)</td><td>\(5\)</td></tr> <tr><th>Kein Brand \(\bar B\)</th><td>\(10\)</td><td>\(350\)</td><td>\(360\)</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>\(15\)</td><td>\(350\)</td><td>\(365\)</td></tr> </table> b) \(P_A(B)=\frac13\approx33{,}33\,\%\) c) Die Aussage ist einseitig: Zwar wurde kein Brand übersehen, aber zwei Drittel der Alarme treten ohne Brand auf.
42207311
In einem Modellunternehmen wurden \(200\) Beschäftigte nach Arbeitsbereich und bevorzugtem Verkehrsmittel für den Arbeitsweg erfasst: <table> <tr><td></td><td>Öffentliche Verkehrsmittel \(Ö\)</td><td>Individualverkehr \(I\)</td></tr> <tr><td>Produktion \(P\)</td><td>\(45\)</td><td>\(75\)</td></tr> <tr><td>Verwaltung \(V\)</td><td>\(55\)</td><td>\(25\)</td></tr> </table> Eine Person wird zufällig ausgewählt. Bestimme: a) \(P(V\cap Ö)\), b) \(P_V(Ö)\), c) \(P_I(V)\).

Denkanstöße

- Unterscheide den Anteil an allen \(200\) Personen von einem Anteil innerhalb einer Zeile oder Spalte. - Welche Zeilensumme brauchst du für b)? - Welche Spaltensumme brauchst du für c)?

Lösung

1. Insgesamt arbeiten \(55+25=80\) Personen in der Verwaltung. Den Individualverkehr nutzen \(75+25=100\) Personen. 2. Für die gemeinsame Wahrscheinlichkeit gilt \(P(V\cap Ö)=\frac{55}{200}=0{,}275\). 3. Unter den \(80\) Personen der Verwaltung nutzen \(55\) öffentliche Verkehrsmittel. Daher ist \(P_V(Ö)=\frac{55}{80}=0{,}6875\). 4. Unter den \(100\) Personen mit Individualverkehr arbeiten \(25\) in der Verwaltung. Somit gilt \(P_I(V)=\frac{25}{100}=0{,}25\).

Antwort

a) \(P(V\cap Ö)=0{,}275\) b) \(P_V(Ö)=0{,}6875\) c) \(P_I(V)=0{,}25\)
42207411
In einer Buchhandlung wurden an einem Vormittag \(150\) Personen beobachtet. Davon waren \(60\) Stammkunden (\(S\)) und \(90\) Gelegenheitskunden (\(G\)). Von den Stammkunden tätigten \(48\) einen Kauf (\(K\)), von den Gelegenheitskunden \(30\). Bestimme: a) \(P(K)\), b) \(P_K(S)\), c) \(P_G(\bar K)\).

Denkanstöße

- Ergänze zunächst für beide Kundengruppen die Zahl der Personen ohne Kauf. - Welche Gruppe bildet in b) die Bedingung und damit den Nenner? - Welche Gruppe bildet in c) die Bedingung?

Lösung

1. Von den \(60\) Stammkunden kaufen \(48\), also kaufen \(12\) nicht. Von den \(90\) Gelegenheitskunden kaufen \(30\), also kaufen \(60\) nicht. 2. Insgesamt kaufen \(48+30=78\) Personen. Damit gilt \(P(K)=\frac{78}{150}=0{,}52\). 3. Unter den \(78\) kaufenden Personen sind \(48\) Stammkunden. Daher ist \(P_K(S)=\frac{48}{78}=\frac{8}{13}\approx0{,}6154\). 4. Unter den \(90\) Gelegenheitskunden kaufen \(60\) nichts. Somit gilt \(P_G(\bar K)=\frac{60}{90}=\frac23\approx0{,}6667\).

Antwort

a) \(P(K)=0{,}52\) b) \(P_K(S)=\frac{8}{13}\approx0{,}6154\) c) \(P_G(\bar K)=\frac23\approx0{,}6667\)
42207511
In einer Schule werden die Freizeitinteressen Volleyball (\(V\)) und Basketball (\(B\)) betrachtet. Es gelten folgende Anteile: - \(30\,\%\) interessieren sich für Volleyball. - \(20\,\%\) interessieren sich für beide Sportarten. - \(60\,\%\) interessieren sich nicht für Basketball. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit relativen Häufigkeiten. b) Berechne \(P(B\cup V)\). c) Bestimme \(P_V(B)\). d) Berechne \(P_{\bar V}(B)\) und interpretiere den Wert.

Denkanstöße

- Welche Randwahrscheinlichkeit folgt aus \(P(\bar B)=0{,}6\)? - Nutze die Randwerte und die bekannte Schnittwahrscheinlichkeit, um die vier Innenfelder zu ergänzen. - Welche Gruppe bildet in c) beziehungsweise d) jeweils die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Gegeben sind \(P(V)=0{,}3\), \(P(B\cap V)=0{,}2\) und \(P(\bar B)=0{,}6\). Daher ist \(P(B)=0{,}4\). 2. Es folgen \(P(V\cap\bar B)=0{,}3-0{,}2=0{,}1\), \(P(\bar V\cap B)=0{,}4-0{,}2=0{,}2\) und \(P(\bar V\cap\bar B)=0{,}6-0{,}1=0{,}5\). Damit ist \(P(\bar V)=0{,}7\). 3. Für die Vereinigung gilt \(P(B\cup V)=0{,}4+0{,}3-0{,}2=0{,}5\). 4. Unter den Volleyballinteressierten beträgt der Basketballanteil \(P_V(B)=\frac{0{,}2}{0{,}3}=\frac23\approx0{,}6667\). 5. Unter den Personen ohne Volleyballinteresse beträgt der Basketballanteil \(P_{\bar V}(B)=\frac{0{,}2}{0{,}7}=\frac27\approx0{,}2857\).

Antwort

a) <table> <tr><td></td><td>\(V\)</td><td>\(\bar V\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}4\)</td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}6\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}7\)</td><td>\(1\)</td></tr> </table> b) \(P(B\cup V)=0{,}5\) c) \(P_V(B)=\frac23\approx0{,}6667\) d) \(P_{\bar V}(B)=\frac27\approx0{,}2857\); dies ist der Basketballanteil unter den Personen ohne Volleyballinteresse.
42207611
Gegeben ist die folgende unvollständige Vierfeldertafel für die Ereignisse \(A\) und \(B\): <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\bar{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td></td> <td>\(0{,}12\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\bar{A}\)</td> <td>\(0{,}18\)</td> <td></td> <td>\(0{,}45\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td></td> <td></td> <td>\(1{,}0\)</td> </tr> </table> a) Vervollständige die Vierfeldertafel. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(A \cup B)\). c) Berechne die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_B(\bar{A})\) und \(P_{\bar{A}}(B)\). d) Überprüfe rechnerisch, ob die Ereignisse \(A\) und \(B\) stochastisch unabhängig sind.

Denkanstöße

- Fülle die Tabelle schrittweise aus, indem du nutzt, dass Zeilen- und Spaltensummen addiert die Randwerte ergeben müssen. - Für die Vereinigung zweier Ereignisse darfst du das Schnittereignis nicht doppelt zählen. - Achte bei der bedingten Wahrscheinlichkeit genau darauf, welcher Wert im Nenner stehen muss – das ist immer die Bedingung. - Wie lautet die mathematische Bedingung, damit zwei Ereignisse als unabhängig gelten?

Lösung

1. Vervollständigung: Aus \(P(\bar{A}) = 0{,}45\) folgt \(P(A) = 0{,}55\). Aus \(P(A \cap \bar{B}) = 0{,}12\) folgt \(P(A \cap B) = 0{,}55 - 0{,}12 = 0{,}43\). Aus \(P(\bar{A} \cap B) = 0{,}18\) folgt \(P(\bar{A} \cap \bar{B}) = 0{,}45 - 0{,}18 = 0{,}27\). Spaltensummen: \(P(B) = 0{,}43 + 0{,}18 = 0{,}61\) und \(P(\bar{B}) = 0{,}12 + 0{,}27 = 0{,}39\). 2. Vereinigungswahrscheinlichkeit: \(P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B) = 0{,}55 + 0{,}61 - 0{,}43 = 0{,}73\). 3. Bedingte Wahrscheinlichkeiten: \(P_B(\bar{A}) = \frac{P(\bar{A} \cap B)}{P(B)} = \frac{0{,}18}{0{,}61} \approx 0{,}2951\). \(P_{\bar{A}}(B) = \frac{P(\bar{A} \cap B)}{P(\bar{A})} = \frac{0{,}18}{0{,}45} = 0{,}4\). 4. Stochastische Unabhängigkeit: Prüfung von \(P(A) \cdot P(B) = 0{,}55 \cdot 0{,}61 = 0{,}3355\). Da \(P(A \cap B) = 0{,}43 \neq 0{,}3355\), sind die Ereignisse stochastisch abhängig.

Antwort

a) Fehlende Werte: \(P(A) = 0{,}55\); \(P(A \cap B) = 0{,}43\); \(P(\bar{A} \cap \bar{B}) = 0{,}27\); \(P(B) = 0{,}61\); \(P(\bar{B}) = 0{,}39\). b) \(P(A \cup B) = 0{,}73\) c) \(P_B(\bar{A}) \approx 0{,}2951\) und \(P_{\bar{A}}(B) = 0{,}4\) d) \(P(A) \cdot P(B) = 0{,}3355 \neq P(A \cap B) = 0{,}43\). Die Ereignisse sind stochastisch abhängig.
42208111
In einer Jahrgangsstufe mit \(200\) Jugendlichen wurden die Freizeitaktivitäten „Mitglied in einem Sportverein“ (\(S\)) und „Spielt ein Musikinstrument“ (\(M\)) untersucht. Die Ergebnisse sind in der folgenden Vierfeldertafel dargestellt: <table> <tr> <td></td> <td>\(M\)</td> <td>\(\overline{M}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(S\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(80\)</td> <td>\(120\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{S}\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(80\)</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>\(80\)</td> <td>\(120\)</td> <td>\(200\)</td> </tr> </table> a) Erläutere den inhaltlichen Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit \(P(M \cap S)\) und der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P_M(S)\). Berechne beide Werte. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Jugendlicher, der kein Musikinstrument spielt, im Sportverein ist. Gib diese Wahrscheinlichkeit in Symbolschreibweise an.

Denkanstöße

- Achte darauf, auf welche Grundmenge sich die jeweilige Wahrscheinlichkeit bezieht. - Wird eine Person aus der gesamten Gruppe oder nur aus einer bestimmten Untergruppe (z. B. nur Musiker) ausgewählt? - Die Symbolschreibweise für bedingte Wahrscheinlichkeiten nutzt oft einen Index für die Bedingung. - Überlege dir, welche Information im Text als „gegeben“ vorausgesetzt wird.

Lösung

1. Unterscheidung der Wahrscheinlichkeiten: \(P(M \cap S)\) beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine aus der gesamten Gruppe gewählte Person sowohl ein Instrument spielt als auch im Sportverein ist (Bezugsgröße \(200\)). \(P_M(S)\) beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person im Sportverein ist, unter der Bedingung, dass sie bereits zur Gruppe der Instrumentenspieler gehört (Bezugsgröße \(80\)). 2. Berechnung: \(P(M \cap S) = \frac{40}{200} = 0{,}2\). 3. Berechnung: \(P_M(S) = \frac{40}{80} = 0{,}5\). 4. Symbolschreibweise für Aufgabenteil b): Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\overline{M}}(S)\). 5. Berechnung: \(P_{\overline{M}}(S) = \frac{n(S \cap \overline{M})}{n(\overline{M})} = \frac{80}{120} = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\).

Antwort

a) \(P(M \cap S)\) bezieht sich auf die Gesamtzahl (\(200\)), während \(P_M(S)\) nur die Gruppe der Personen betrachtet, die ein Musikinstrument spielen (\(80\)). \(P(M \cap S) = 0{,}2\); \(P_M(S) = 0{,}5\). b) \(P_{\overline{M}}(S) = \frac{2}{3} \approx 0{,}6667\).
42208211
Im Rahmen einer Gesundheitsstudie an \(500\) Personen wurde der Zusammenhang zwischen dem Merkmal „Raucher“ (\(R\)) und dem Auftreten von „Bluthochdruck“ (\(H\)) erfasst. <table> <tr> <td></td> <td>\(H\)</td> <td>\(\overline{H}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(R\)</td> <td>\(60\)</td> <td>\(90\)</td> <td>\(150\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{R}\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(310\)</td> <td>\(350\)</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>\(100\)</td> <td>\(400\)</td> <td>\(500\)</td> </tr> </table> a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P_R(H)\) sowie \(P_H(R)\) und interpretiere beide Ergebnisse im Sachzusammenhang. b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person mit normalem Blutdruck (nicht \(H\)) raucht? Gib die Wahrscheinlichkeit in Symbolschreibweise an und berechne den Wert.

Denkanstöße

- Überlege bei bedingten Wahrscheinlichkeiten immer: „Von welcher Gruppe gehe ich aus?“ - Die Bedingung steht im Text oft nach Wörtern wie „wenn“, „unter der Bedingung“ oder „von den...“. - Das Symbol \(P_A(B)\) liest man als „Wahrscheinlichkeit von \(B\) unter der Bedingung \(A\)“. - Die Summen am Rand der Tabelle helfen dir, die Nenner für die Brüche zu finden.

Lösung

1. Berechnung \(P_R(H)\): Anteil der Personen mit Bluthochdruck unter den Rauchern: \(P_R(H) = \frac{60}{150} = 0{,}4\). Das bedeutet, \(40\,\%\) der Raucher haben Bluthochdruck. 2. Berechnung \(P_H(R)\): Anteil der Raucher unter den Personen mit Bluthochdruck: \(P_H(R) = \frac{60}{100} = 0{,}6\). Das bedeutet, \(60\,\%\) der Personen mit Bluthochdruck sind Raucher. 3. Symbolschreibweise für Aufgabenteil b): Gesucht ist die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_{\overline{H}}(R)\). 4. Berechnung: Die Anzahl der Personen ohne Bluthochdruck ist \(400\), davon rauchen \(90\). Somit gilt \(P_{\overline{H}}(R) = \frac{90}{400} = 0{,}225\).

Antwort

a) \(P_R(H) = 0{,}4\) (\(40\,\%\) der Raucher haben Bluthochdruck); \(P_H(R) = 0{,}6\) (\(60\,\%\) der Personen mit Bluthochdruck rauchen). b) \(P_{\overline{H}}(R) = \frac{90}{400} = 0{,}225\).
42208411
Für eine Modellrechnung zur Qualitätskontrolle von Smartphones werden zwei Mängel betrachtet: Displayfehler (\(D\)) und Gehäusekratzer (\(G\)). Es gilt \(P(D)=0{,}12\), \(P(G)=0{,}08\) und \(P(\bar D\cap\bar G)=0{,}85\). a) Bestimme \(P(D\cap G)\). b) Ein Gerät hat einen Gehäusekratzer. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass es zusätzlich einen Displayfehler hat.

Denkanstöße

- Welcher Anteil der Geräte weist mindestens einen der beiden Mängel auf? - Wie hängen Vereinigung, Einzelwahrscheinlichkeiten und Schnittwahrscheinlichkeit zusammen? - Welche Gruppe bildet in b) die Bedingung?

Lösung

1. Mindestens einen der beiden Mängel haben \(1-0{,}85=0{,}15\) der Geräte. Also ist \(P(D\cup G)=0{,}15\). 2. Mit \(P(D\cup G)=P(D)+P(G)-P(D\cap G)\) folgt \(P(D\cap G)=0{,}12+0{,}08-0{,}15=0{,}05\). 3. Unter den Geräten mit Gehäusekratzer beträgt der Anteil mit zusätzlichem Displayfehler \(P_G(D)=\frac{0{,}05}{0{,}08}=0{,}625\).

Antwort

a) \(P(D\cap G)=0{,}05=5\,\%\) b) \(P_G(D)=0{,}625=62{,}5\,\%\)
42208711
In einem Lager befinden sich \(5000\) Leuchtmittel. Ein Leuchtmittel wird zufällig ausgewählt. Die Ereignisse \(A\) (LED-Leuchtmittel) und \(B\) (defekt) werden betrachtet. <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(40\)</td> <td></td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td></td> <td></td> <td>\(1500\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td></td> <td>\(4850\)</td> <td>\(5000\)</td> </tr> </table> Vervollständige die Vierfeldertafel und berechne die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_A(B)\), \(P_B(A)\), \(P_{\overline{A}}(B)\) und \(P_{\overline{B}}(\overline{A})\).

Denkanstöße

- Kannst du die fehlenden Summen am Rand zuerst berechnen? - Wie hängen die inneren Felder mit den Zeilen- und Spaltensummen zusammen? - Was ist der Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit einer Schnittmenge und einer bedingten Wahrscheinlichkeit? - Welche Zahl bildet bei einer bedingten Wahrscheinlichkeit wie \(P_A(B)\) die Grundmenge (den Nenner)?

Lösung

1. Bestimmung der fehlenden Randsummen: \(n(A) = 5000 - 1500 = 3500\) und \(n(B) = 5000 - 4850 = 150\). 2. Berechnung der inneren Felder durch Subtraktion: \(n(A \cap \overline{B}) = 3500 - 40 = 3460\), \(n(\overline{A} \cap B) = 150 - 40 = 110\) und \(n(\overline{A} \cap \overline{B}) = 1500 - 110 = 1390\). 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: \(P_A(B) = \frac{n(A \cap B)}{n(A)} = \frac{40}{3500} = \frac{2}{175} \approx 0{,}0114\) \(P_B(A) = \frac{n(A \cap B)}{n(B)} = \frac{40}{150} = \frac{4}{15} \approx 0{,}2667\) \(P_{\overline{A}}(B) = \frac{n(\overline{A} \cap B)}{n(\overline{A})} = \frac{110}{1500} = \frac{11}{150} \approx 0{,}0733\) \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) = \frac{n(\overline{A} \cap \overline{B})}{n(\overline{B})} = \frac{1390}{4850} = \frac{139}{485} \approx 0{,}2866\)

Antwort

Die vervollständigte Tabelle lautet: <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(40\)</td> <td>\(3460\)</td> <td>\(3500\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td>\(110\)</td> <td>\(1390\)</td> <td>\(1500\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>\(150\)</td> <td>\(4850\)</td> <td>\(5000\)</td> </tr> </table> Die Wahrscheinlichkeiten sind: \(P_A(B) \approx 0{,}0114\); \(P_B(A) \approx 0{,}2667\); \(P_{\overline{A}}(B) \approx 0{,}0733\); \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) \approx 0{,}2866\).
42208911
Gegeben ist die folgende unvollständige Vierfeldertafel für zwei Ereignisse \(A\) und \(B\). <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Gesamt</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(0{,}20\)</td> <td></td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td></td> <td></td> <td>\(0{,}40\)</td> </tr> <tr> <td>Gesamt</td> <td>\(0{,}50\)</td> <td></td> <td>\(1{,}00\)</td> </tr> </table> Vervollständige die Tabelle und berechne anschließend die bedingten Wahrscheinlichkeiten \(P_A(B)\), \(P_A(\overline{B})\), \(P_{\overline{A}}(B)\), \(P_{\overline{A}}(\overline{B})\), \(P_B(A)\), \(P_B(\overline{A})\), \(P_{\overline{B}}(A)\) und \(P_{\overline{B}}(\overline{A})\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst alle fehlenden Werte in der Vierfeldertafel, indem du die Eigenschaft nutzt, dass die Summen der Zeilen und Spalten die Randwahrscheinlichkeiten ergeben. - Überlege dir, welche Wahrscheinlichkeit im Nenner stehen muss, wenn eine Bedingung wie „unter der Bedingung A“ gegeben ist. - Die Summe der bedingten Wahrscheinlichkeiten für ein festes Bedingungsereignis (z. B. \(P_A(B) + P_A(\overline{B})\)) muss immer 1 ergeben.

Lösung

1. Vervollständigung der Tafel: \(P(A) = 1 - P(\overline{A}) = 1 - 0{,}40 = 0{,}60\) \(P(A \cap \overline{B}) = P(A) - P(A \cap B) = 0{,}60 - 0{,}20 = 0{,}40\) \(P(\overline{A} \cap B) = P(B) - P(A \cap B) = 0{,}50 - 0{,}20 = 0{,}30\) \(P(\overline{A} \cap \overline{B}) = P(\overline{A}) - P(\overline{A} \cap B) = 0{,}40 - 0{,}30 = 0{,}10\) \(P(\overline{B}) = 1 - P(B) = 1 - 0{,}50 = 0{,}50\) 2. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: \(P_A(B) = \frac{0{,}20}{0{,}60} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\) \(P_A(\overline{B}) = \frac{0{,}40}{0{,}60} = \frac{2}{3} \approx 0{,}667\) \(P_{\overline{A}}(B) = \frac{0{,}30}{0{,}40} = 0{,}75\) \(P_{\overline{A}}(\overline{B}) = \frac{0{,}10}{0{,}40} = 0{,}25\) \(P_B(A) = \frac{0{,}20}{0{,}50} = 0{,}40\) \(P_B(\overline{A}) = \frac{0{,}30}{0{,}50} = 0{,}60\) \(P_{\overline{B}}(A) = \frac{0{,}40}{0{,}50} = 0{,}80\) \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) = \frac{0{,}10}{0{,}50} = 0{,}20\)

Antwort

Die vervollständigte Tafel lautet: <table> <tr><td></td><td>\(B\)</td><td>\(\overline{B}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(A\)</td><td>\(0{,}20\)</td><td>\(0{,}40\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>\(\overline{A}\)</td><td>\(0{,}30\)</td><td>\(0{,}10\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(0{,}50\)</td><td>\(0{,}50\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table> Die bedingten Wahrscheinlichkeiten sind: \(P_A(B) = \frac{1}{3}\); \(P_A(\overline{B}) = \frac{2}{3}\); \(P_{\overline{A}}(B) = 0{,}75\); \(P_{\overline{A}}(\overline{B}) = 0{,}25\); \(P_B(A) = 0{,}4\); \(P_B(\overline{A}) = 0{,}6\); \(P_{\overline{B}}(A) = 0{,}8\); \(P_{\overline{B}}(\overline{A}) = 0{,}2\).
42209011
In einer Umfrage unter Jugendlichen gaben \(70\,\%\) an, regelmäßig eine Gaming-App (\(G\)) zu nutzen. \(60\,\%\) nutzen regelmäßig eine Musik-App (\(M\)). Die Hälfte aller Befragten nutzt beide App-Typen regelmäßig. Stelle die Situation in einer Vierfeldertafel dar und berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Ein Jugendlicher nutzt eine Musik-App, unter der Bedingung, dass er bereits eine Gaming-App nutzt. b) Ein Jugendlicher nutzt eine Gaming-App, wenn bekannt ist, dass er keine Musik-App nutzt.

Denkanstöße

- Übersetze die Prozentangaben zuerst in Wahrscheinlichkeiten (Dezimalzahlen). - Achte bei den Formulierungen genau darauf, welches Ereignis die Bedingung ist und welches Ereignis untersucht wird. - Erstelle eine Tabelle mit den Kategorien „nutzt App“ und „nutzt App nicht“ für beide Medientypen.

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel aus den Angaben: \(P(G) = 0{,}7\), \(P(M) = 0{,}6\), \(P(G \cap M) = 0{,}5\). Daraus folgt: \(P(G \cap \overline{M}) = P(G) - P(G \cap M) = 0{,}7 - 0{,}5 = 0{,}2\) \(P(\overline{G} \cap M) = P(M) - P(G \cap M) = 0{,}6 - 0{,}5 = 0{,}1\) \(P(\overline{G} \cap \overline{M}) = 1 - (0{,}5 + 0{,}2 + 0{,}1) = 0{,}2\) \(P(\overline{G}) = 0{,}3\); \(P(\overline{M}) = 0{,}4\). 2. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeiten: a) \(P_G(M) = \frac{P(G \cap M)}{P(G)} = \frac{0{,}5}{0{,}7} = \frac{5}{7} \approx 0{,}714\) b) \(P_{\overline{M}}(G) = \frac{P(G \cap \overline{M})}{P(\overline{M})} = \frac{0{,}2}{0{,}4} = 0{,}5\)

Antwort

Vierfeldertafel: <table> <tr><td></td><td>\(M\)</td><td>\(\overline{M}\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(G\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}7\)</td></tr> <tr><td>\(\overline{G}\)</td><td>\(0{,}1\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}3\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(0{,}6\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(1{,}0\)</td></tr> </table> a) \(P_G(M) = \frac{5}{7} \approx 71{,}4\,\%\) b) \(P_{\overline{M}}(G) = 0{,}5 = 50\,\%\)
42210711
Gegeben ist eine unvollständige Vierfeldertafel für zwei stochastisch unabhängige Ereignisse \(E\) und \(F\). <table> <tr> <td></td> <td>\(F\)</td> <td>\(\overline{F}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(E\)</td> <td></td> <td>\(0{,}12\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>\(\overline{E}\)</td> <td></td> <td>\(0{,}18\)</td> <td></td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td></td> <td></td> <td>\(1\)</td> </tr> </table> Berechne alle fehlenden Wahrscheinlichkeiten und vervollständige die Tabelle.

Denkanstöße

- Was lässt sich direkt aus den gegebenen Werten in der Spalte für \(\overline{F}\) berechnen? - Welche mathematische Bedingung gilt für die Wahrscheinlichkeiten im Inneren einer Vierfeldertafel, wenn die Ereignisse unabhängig sind? - Wie hängen die Randwahrscheinlichkeiten mit der Summe 1 zusammen?

Lösung

1. Berechnung der Randwahrscheinlichkeit \(P(\overline{F})\) durch Summation der Spalte: \(P(\overline{F}) = 0{,}12 + 0{,}18 = 0{,}30\). 2. Berechnung von \(P(F)\) über das Gegenereignis: \(P(F) = 1 - 0{,}30 = 0{,}70\). 3. Nutzung der Unabhängigkeit \(P(E \cap \overline{F}) = P(E) \cdot P(\overline{F})\): \(0{,}12 = P(E) \cdot 0{,}30 \implies P(E) = \frac{0{,}12}{0{,}30} = 0{,}40\). 4. Berechnung der restlichen Randwahrscheinlichkeiten: \(P(\overline{E}) = 1 - 0{,}40 = 0{,}60\). 5. Berechnung der Verbundwahrscheinlichkeiten im Inneren: \(P(E \cap F) = P(E) \cdot P(F) = 0{,}40 \cdot 0{,}70 = 0{,}28\) und \(P(\overline{E} \cap F) = P(\overline{E}) \cdot P(F) = 0{,}60 \cdot 0{,}70 = 0{,}42\).

Antwort

Die vervollständigte Tabelle lautet: <table> <tr> <td></td> <td>\(F\)</td> <td>\(\overline{F}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(E\)</td> <td>\(0{,}28\)</td> <td>\(0{,}12\)</td> <td>\(0{,}40\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{E}\)</td> <td>\(0{,}42\)</td> <td>\(0{,}18\)</td> <td>\(0{,}60\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>\(0{,}70\)</td> <td>\(0{,}30\)</td> <td>\(1\)</td> </tr> </table>
42212811
Für eine Modellrechnung wird ein Allergietest mit Sensitivität \(90\,\%\) und Spezifität \(95\,\%\) betrachtet. In einer Gruppe von \(10\,000\) Personen haben \(2\,\%\) die Allergie (\(A\)); \(T\) bedeutet „Test positiv“. a) Stelle die absoluten Häufigkeiten in einer Vierfeldertafel dar. b) Bestimme \(P_T(\bar A)\). c) Bestimme \(P_{\bar T}(A)\).

Denkanstöße

- Teile die \(10\,000\) Personen zuerst in die Gruppen \(A\) und \(\bar A\) auf. - Welche absoluten Häufigkeiten folgen aus Sensitivität und Spezifität? - Welche Ergebnisgruppe bildet in b) beziehungsweise c) jeweils die Bedingung?

Lösung

1. Von \(10\,000\) Personen haben \(200\) die Allergie und \(9800\) nicht. 2. Von den \(200\) Personen mit Allergie werden \(0{,}90\cdot200=180\) positiv getestet und \(20\) negativ. 3. Von den \(9800\) Personen ohne Allergie werden wegen der Spezifität \(0{,}95\cdot9800=9310\) negativ getestet. Damit sind \(490\) positiv. 4. Insgesamt gibt es \(670\) positive und \(9330\) negative Testergebnisse. 5. Daher gilt \(P_T(\bar A)=\frac{490}{670}=\frac{49}{67}\approx0{,}7313\). 6. Außerdem ist \(P_{\bar T}(A)=\frac{20}{9330}=\frac{2}{933}\approx0{,}0021\).

Antwort

a) <table> <tr><td></td><td>Allergie \(A\)</td><td>Keine Allergie \(\bar A\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>Test positiv \(T\)</td><td>\(180\)</td><td>\(490\)</td><td>\(670\)</td></tr> <tr><td>Test negativ \(\bar T\)</td><td>\(20\)</td><td>\(9310\)</td><td>\(9330\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(200\)</td><td>\(9800\)</td><td>\(10\,000\)</td></tr> </table> b) \(P_T(\bar A)=\frac{49}{67}\approx73{,}13\,\%\) c) \(P_{\bar T}(A)=\frac{2}{933}\approx0{,}21\,\%\)
42213911
Für eine Modellrechnung werden \(200\) Beschäftigte nach den Merkmalen \(F\): „nutzt das Fahrrad“ und \(B\): „nutzt die Bahn“ eingeteilt. <table> <tr><td></td><td>\(F\)</td><td>\(\bar F\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td></td><td>\(80\)</td><td>\(120\)</td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td>\(50\)</td><td></td><td></td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td></td><td></td><td>\(200\)</td></tr> </table> a) Vervollständige die Vierfeldertafel. b) Bestimme (1) \(P(F)\), (2) \(P(\bar B\cap\bar F)\) und (3) \(P_F(B)\).

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Zeilensummen und dann die fehlenden Innenfelder. - Welche Anzahl gehört zur Schnittmenge \(\bar B\cap\bar F\)? - Welche Spaltensumme bildet bei \(P_F(B)\) den Nenner?

Lösung

1. In der Zeile \(B\) fehlen \(120-80=40\) Personen mit \(F\). Insgesamt gehören \(200-120=80\) Personen zu \(\bar B\). 2. In der Zeile \(\bar B\) sind daher \(80-50=30\) Personen ohne Fahrradnutzung. Die Spaltensummen lauten \(40+50=90\) für \(F\) und \(80+30=110\) für \(\bar F\). 3. Es gilt \(P(F)=\frac{90}{200}=0{,}45\). 4. Weiter ist \(P(\bar B\cap\bar F)=\frac{30}{200}=0{,}15\). 5. Unter den \(90\) Personen mit Fahrradnutzung nutzen \(40\) auch die Bahn. Daher gilt \(P_F(B)=\frac{40}{90}=\frac49\approx0{,}4444\).

Antwort

a) <table> <tr><td></td><td>\(F\)</td><td>\(\bar F\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(40\)</td><td>\(80\)</td><td>\(120\)</td></tr> <tr><td>\(\bar B\)</td><td>\(50\)</td><td>\(30\)</td><td>\(80\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(90\)</td><td>\(110\)</td><td>\(200\)</td></tr> </table> b) (1) \(P(F)=0{,}45\); (2) \(P(\bar B\cap\bar F)=0{,}15\); (3) \(P_F(B)=\frac49\approx0{,}4444\)
42214011
Für eine Modellrechnung werden \(250\) Schülerinnen und Schüler nach den Merkmalen \(V\): „ernährt sich vegetarisch“ und \(M\): „trinkt regelmäßig Milch“ eingeteilt. \(40\,\%\) gehören zu \(V\). Unter den Personen aus \(V\) trinken \(60\,\%\) regelmäßig Milch. Insgesamt gehören \(160\) Personen zu \(M\). a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten. b) Bestimme (1) \(P(\bar V\cap\bar M)\), (2) \(P_M(V)\) und (3) \(P_{\bar V}(\bar M)\).

Denkanstöße

- Wandle den Anteil \(40\,\%\) zuerst in eine absolute Anzahl um. - Welche Schnittmenge folgt aus den \(60\,\%\) innerhalb der Gruppe \(V\)? - Welche Gruppe ist bei den beiden bedingten Wahrscheinlichkeiten jeweils die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Es gilt \(n(V)=0{,}4\cdot250=100\) und damit \(n(\bar V)=150\). 2. Unter den \(100\) Personen aus \(V\) trinken \(60\) regelmäßig Milch. Da insgesamt \(160\) Personen zu \(M\) gehören, liegen \(100\) im Feld \(\bar V\cap M\). 3. Damit sind \(40\) Personen in \(V\cap\bar M\) und \(50\) in \(\bar V\cap\bar M\). Insgesamt gehören \(90\) zu \(\bar M\). 4. \(P(\bar V\cap\bar M)=\frac{50}{250}=0{,}2\). 5. \(P_M(V)=\frac{60}{160}=0{,}375\). 6. \(P_{\bar V}(\bar M)=\frac{50}{150}=\frac13\approx0{,}3333\).

Antwort

a) <table> <tr><td></td><td>\(M\)</td><td>\(\bar M\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(V\)</td><td>\(60\)</td><td>\(40\)</td><td>\(100\)</td></tr> <tr><td>\(\bar V\)</td><td>\(100\)</td><td>\(50\)</td><td>\(150\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(160\)</td><td>\(90\)</td><td>\(250\)</td></tr> </table> b) (1) \(0{,}2\); (2) \(P_M(V)=0{,}375\); (3) \(P_{\bar V}(\bar M)=\frac13\approx0{,}3333\)
42287311
Ein Unternehmen befragt \(150\) Angestellte zu den von ihnen genutzten Smartphones und Mobilfunkverträgen. Davon nutzen \(40\,\%\) ein iPhone, während die übrigen ein Android-Gerät verwenden. Unter den Befragten gibt es doppelt so viele geschäftliche Mobilfunkverträge wie private Verträge. Von den Personen mit einem geschäftlichen Vertrag nutzen \(15\,\%\) ein iPhone. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Person einen privaten Vertrag besitzt oder ein iPhone nutzt.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Personen insgesamt in die jeweiligen Kategorien (Smartphonetyp, Vertragstyp) fallen. - Eine Vierfeldertafel kann helfen, die absoluten Häufigkeiten übersichtlich darzustellen. - Achte darauf, ob eine Angabe eine absolute Zahl, einen Anteil an der Gesamtheit oder einen Anteil an einer Untergruppe beschreibt. - Wenn nach „Ereignis A oder Ereignis B“ gefragt ist, denke an die Formel für die Vereinigung von Ereignissen.

Lösung

1. Berechnung der absoluten Häufigkeiten für die Smartphonetypen: \(n(\text{iPhone}) = 150 \cdot 0{,}4 = 60\), daraus folgt \(n(\text{Android}) = 90\). 2. Bestimmung der Vertragsanzahlen über ein Gleichungssystem: \(n(\text{geschäftlich}) + n(\text{privat}) = 150\) und \(n(\text{geschäftlich}) = 2n(\text{privat})\). Dies ergibt \(n(\text{privat}) = 50\) und \(n(\text{geschäftlich}) = 100\). 3. Ermittlung der Schnittmenge aus der bedingten Wahrscheinlichkeit: \(n(\text{iPhone} \cap \text{geschäftlich}) = 100 \cdot 0{,}15 = 15\). 4. Berechnung der Schnittmenge für den privaten Vertrag: \(n(\text{iPhone} \cap \text{privat}) = n(\text{iPhone}) - n(\text{iPhone} \cap \text{geschäftlich}) = 60 - 15 = 45\). 5. Berechnung der gesuchten Wahrscheinlichkeit mit dem Additionssatz: \(P(\text{privat} \cup \text{iPhone}) = P(\text{privat}) + P(\text{iPhone}) - P(\text{privat} \cap \text{iPhone}) = \frac{50}{150} + \frac{60}{150} - \frac{45}{150} = \frac{65}{150} = \frac{13}{30}\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(\frac{13}{30} \approx 43{,}3\,\%\).
42287911
In einer Jahrgangsstufe mit \(200\) Jugendlichen besitzen \(60\,\%\) ein Tablet (\(T\)). \(60\) Jugendliche besitzen keinen Laptop (\(\bar L\)). Zehn Prozent aller Jugendlichen besitzen weder Tablet noch Laptop. Eine Person besitzt ein Tablet. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch einen Laptop besitzt.

Denkanstöße

- Wie viele Jugendliche besitzen ein Tablet? - Welche Teilgruppe der Personen ohne Laptop besitzt zusätzlich kein Tablet? - Wie viele Tabletbesitzende bleiben damit für die Gruppe „Tablet und Laptop“?

Lösung

1. Es besitzen \(0{,}6\cdot200=120\) Jugendliche ein Tablet. 2. Insgesamt besitzen \(60\) keinen Laptop. Davon besitzen \(0{,}1\cdot200=20\) auch kein Tablet. 3. Daher besitzen \(60-20=40\) Jugendliche ein Tablet, aber keinen Laptop. 4. Von den \(120\) Tabletbesitzenden besitzen somit \(120-40=80\) auch einen Laptop. 5. Die gesuchte bedingte Wahrscheinlichkeit ist \(P_T(L)=\frac{80}{120}=\frac23\).

Antwort

\(P_T(L)=\frac23\approx66{,}67\,\%\)
42288011
An einer Schule mit \(500\) Schülerinnen und Schülern belegen \(40\,\%\) den Kurs Musik (\(M\)). Von den Personen, die Musik nicht belegen, hat ein Viertel den Kurs Kunst (\(K\)) gewählt. Insgesamt belegen \(125\) Personen Kunst. Eine Person belegt Kunst. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch Musik belegt.

Denkanstöße

- Wie viele Personen belegen den Musikkurs nicht? - Welcher Teil dieser Gruppe belegt Kunst? - Wie viele der insgesamt \(125\) Kunstbelegenden bleiben dann für die Schnittmenge mit Musik?

Lösung

1. Musik belegen \(0{,}4\cdot500=200\) Personen; somit belegen \(300\) Personen kein Musik. 2. Von diesen \(300\) Personen belegt ein Viertel Kunst. Daher gilt \(n(K\cap\bar M)=75\). 3. Insgesamt belegen \(125\) Personen Kunst. Somit sind \(125-75=50\) in beiden Kursen. 4. Unter den \(125\) Kunstbelegenden sind \(50\) zugleich im Musikkurs. Daher ist \(P_K(M)=\frac{50}{125}=0{,}4\).

Antwort

\(P_K(M)=0{,}4=40\,\%\)
42289811
In einem Sportverein mit \(120\) Mitgliedern nutzen \(80\) das Fitnessstudio (\(F\)) und \(50\) das Schwimmbad (\(S\)). \(30\) Mitglieder nutzen keines der beiden Angebote. a) Erstelle eine Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewähltes Mitglied genau eines der beiden Angebote nutzt. c) Ein Mitglied nutzt das Schwimmbad. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass es auch das Fitnessstudio nutzt.

Denkanstöße

- Wie viele Mitglieder nutzen mindestens eines der beiden Angebote? - Mit welcher Beziehung zwischen Vereinigung und Schnittmenge erhältst du die Zahl der Personen, die beide Angebote nutzen? - Welche Gruppe bildet in c) die Bedingung?

Lösung

1. Mindestens eines der Angebote nutzen \(120-30=90\) Mitglieder. Mit \(|F\cap S|=|F|+|S|-|F\cup S|\) folgt \(|F\cap S|=80+50-90=40\). 2. Nur das Fitnessstudio nutzen \(80-40=40\) Mitglieder, nur das Schwimmbad \(50-40=10\). 3. Genau eines der Angebote nutzen \(40+10=50\) Mitglieder. Die Wahrscheinlichkeit ist \(\frac{50}{120}=\frac{5}{12}\approx0{,}4167\). 4. Unter den \(50\) Schwimmbadnutzenden nutzen \(40\) auch das Fitnessstudio. Daher gilt \(P_S(F)=\frac{40}{50}=0{,}8\).

Antwort

a) <table border="1"> <tr><td></td><td>\(S\)</td><td>\(\bar S\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(F\)</td><td>\(40\)</td><td>\(40\)</td><td>\(80\)</td></tr> <tr><td>\(\bar F\)</td><td>\(10\)</td><td>\(30\)</td><td>\(40\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(50\)</td><td>\(70\)</td><td>\(120\)</td></tr> </table> b) \(\frac{5}{12}\approx41{,}67\,\%\) c) \(P_S(F)=0{,}8=80\,\%\)
43093611
In einer Fabrik werden Bauteile an zwei Maschinen \(M_1\) und \(M_2\) hergestellt. Von \(4000\) untersuchten Bauteilen stammen \(2500\) von Maschine \(M_1\). Insgesamt wurden \(110\) defekte (\(D\)) Bauteile gefunden, wovon \(50\) an Maschine \(M_1\) produziert wurden. Alle anderen Bauteile sind einwandfrei (\(E\)). 1. Stelle die Daten in einer vollständig ausgefüllten Vierfeldertafel dar. 2. Ermittle die Wahrscheinlichkeiten für ein zweistufiges Baumdiagramm, das zuerst nach der Maschine und dann nach der Qualität der Bauteile verzweigt. 3. Ein defektes Bauteil wird zufällig aus der Menge aller defekten Teile ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass es von Maschine \(M_1\) stammt.

Denkanstöße

- Beginne damit, alle im Text genannten Zahlen in die entsprechenden Felder der Vierfeldertafel einzutragen (Zellen oder Summen). - Nutze die Eigenschaft, dass sich die Einzelzellen zu den Randsummen addieren müssen, um die restlichen Felder zu füllen. - Überlege dir bei der bedingten Wahrscheinlichkeit genau, welche Gruppe die Grundgesamtheit bildet (die „Bedingung“). - Für das Baumdiagramm teilst du die Häufigkeit eines Ereignisses durch die Summe der zugehörigen Stufe.

Lösung

1. Erstellung der Vierfeldertafel durch Verrechnung der absoluten Häufigkeiten: - \(n(M_1) = 2500\), daraus folgt \(n(M_2) = 4000 - 2500 = 1500\). - \(n(D) = 110\), daraus folgt \(n(E) = 4000 - 110 = 3890\). - \(n(M_1 \cap D) = 50\), daraus folgt \(n(M_1 \cap E) = 2500 - 50 = 2450\). - \(n(M_2 \cap D) = 110 - 50 = 60\), daraus folgt \(n(M_2 \cap E) = 1500 - 60 = 1440\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Baumdiagramm (Stufe 1: \(M_1, M_2\); Stufe 2: \(D, E\)): - \(P(M_1) = \frac{2500}{4000} = 0{,}625\); \(P(M_2) = \frac{1500}{4000} = 0{,}375\) - Bedingte Wahrscheinlichkeiten: \(P_{M_1}(D) = \frac{50}{2500} = 0{,}02\); \(P_{M_1}(E) = 0{,}98\); \(P_{M_2}(D) = \frac{60}{1500} = 0{,}04\); \(P_{M_2}(E) = 0{,}96\) 3. Berechnung der bedingten Wahrscheinlichkeit \(P_D(M_1)\): - \(P_D(M_1) = \frac{n(M_1 \cap D)}{n(D)} = \frac{50}{110} = \frac{5}{11} \approx 0{,}4545\)

Antwort

1. Tabelle: \(M_1 \cap D = 50\), \(M_1 \cap E = 2450\), \(M_2 \cap D = 60\), \(M_2 \cap E = 1440\); Summen: \(M_1 = 2500\), \(M_2 = 1500\), \(D = 110\), \(E = 3890\), Gesamt = \(4000\). 2. Baumdiagramm: \(P(M_1) = 0{,}625\), \(P(M_2) = 0{,}375\); \(P_{M_1}(D) = 0{,}02\), \(P_{M_1}(E) = 0{,}98\); \(P_{M_2}(D) = 0{,}04\), \(P_{M_2}(E) = 0{,}96\). 3. Wahrscheinlichkeit: \(P_D(M_1) = \frac{5}{11} \approx 0{,}455\) (oder \(45{,}5\,\%\)).
43094911
Für eine Modellrechnung werden Neuzulassungen nach Elektroantrieb (\(E\)) beziehungsweise Verbrennungsmotor (\(\bar E\)) und nach gewerblicher (\(G\)) beziehungsweise privater Zulassung (\(\bar G\)) eingeteilt. Es gilt \(P(E)=0{,}20\), \(P(G)=0{,}60\) und \(P_G(E)=0{,}25\). 1. Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel mit relativen Häufigkeiten. 2. Bestimme \(P_{\bar G}(E)\). 3. Entscheide, welches Baumdiagramm für die direkte Beantwortung der Frage „Wie hoch ist der Anteil der gewerblichen Zulassungen unter allen Elektrofahrzeugen?“ günstiger ist: zuerst nach \(E\) oder zuerst nach \(G\) verzweigen. Begründe.

Denkanstöße

- Welche Schnittwahrscheinlichkeit folgt aus \(P(G)\) und \(P_G(E)\)? - Nutze anschließend die Randwerte der Vierfeldertafel, um die restlichen Felder zu ergänzen. - Welche Bedingung müsste auf der ersten Baumstufe stehen, damit die in 3. gesuchte Wahrscheinlichkeit direkt an einem Zweig ablesbar ist?

Lösung

1. Der gemeinsame Anteil von \(G\) und \(E\) ist \(P(G\cap E)=0{,}60\cdot0{,}25=0{,}15\). 2. Damit sind \(P(G\cap\bar E)=0{,}60-0{,}15=0{,}45\), \(P(\bar G\cap E)=0{,}20-0{,}15=0{,}05\) und \(P(\bar G\cap\bar E)=0{,}40-0{,}05=0{,}35\). 3. Unter den privaten Zulassungen beträgt der Elektroanteil \(P_{\bar G}(E)=\frac{0{,}05}{0{,}40}=0{,}125\). 4. Die letzte Frage sucht \(P_E(G)\). Wenn das Baumdiagramm zuerst nach \(E\) und \(\bar E\) verzweigt, steht \(P_E(G)\) als Zweigwahrscheinlichkeit direkt an der zweiten Stufe. Diese Reihenfolge ist daher günstiger.

Antwort

1. <table> <tr><td></td><td>\(E\)</td><td>\(\bar E\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(G\)</td><td>\(0{,}15\)</td><td>\(0{,}45\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>\(\bar G\)</td><td>\(0{,}05\)</td><td>\(0{,}35\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}20\)</td><td>\(0{,}80\)</td><td>\(1\)</td></tr> </table> 2. \(P_{\bar G}(E)=0{,}125=12{,}5\,\%\) 3. Das Baumdiagramm mit \(E\) auf der ersten Stufe ist günstiger, weil \(P_E(G)\) dann direkt eine Zweigwahrscheinlichkeit der zweiten Stufe ist.
43095011
Für eine Modellrechnung werden die Merkmale hohes Stressempfinden (\(S\)) und schlechte Schlafqualität (\(Q\)) betrachtet. Es gilt \(P(S)=0{,}40\), \(P_S(Q)=0{,}70\) und \(P_{\bar S}(Q)=0{,}20\). 1. Stelle die Informationen in einer Vierfeldertafel mit relativen Häufigkeiten dar. 2. Bestimme \(P(Q)\). 3. Eine Person berichtet schlechte Schlafqualität. Bestimme \(P_Q(S)\).

Denkanstöße

- Welche beiden Schnittwahrscheinlichkeiten kannst du direkt aus den bedingten Angaben berechnen? - Welche Spaltensumme ergibt anschließend \(P(Q)\)? - Welche Gruppe bildet in Aufgabe 3 die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Es gilt \(P(S\cap Q)=0{,}40\cdot0{,}70=0{,}28\) und \(P(\bar S\cap Q)=0{,}60\cdot0{,}20=0{,}12\). 2. Damit sind \(P(S\cap\bar Q)=0{,}12\) und \(P(\bar S\cap\bar Q)=0{,}48\). 3. Die Gesamtwahrscheinlichkeit für schlechte Schlafqualität ist \(P(Q)=0{,}28+0{,}12=0{,}40\). 4. Unter den Fällen mit \(Q\) beträgt der Anteil mit \(S\) \(P_Q(S)=\frac{0{,}28}{0{,}40}=0{,}70\).

Antwort

1. <table> <tr><td></td><td>\(Q\)</td><td>\(\bar Q\)</td><td>Summe</td></tr> <tr><td>\(S\)</td><td>\(0{,}28\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr> <tr><td>\(\bar S\)</td><td>\(0{,}12\)</td><td>\(0{,}48\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr> <tr><td>Summe</td><td>\(0{,}40\)</td><td>\(0{,}60\)</td><td>\(1\)</td></tr> </table> 2. \(P(Q)=0{,}40=40\,\%\) 3. \(P_Q(S)=0{,}70=70\,\%\)
43744611
Für eine Modellrechnung mit \(500\) Jugendlichen zeigt das Baumdiagramm, ob sie regelmäßig Sport treiben (\(S\)) oder nicht (\(\bar S\)) und ob sie ein Musikinstrument spielen (\(M\)) oder nicht (\(\bar M\)). Erstelle aus den Angaben im Baumdiagramm eine Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten.
Abbildung zur Aufgabe 437446

Denkanstöße

- Welche absoluten Häufigkeiten ergeben sich zunächst aus den beiden Ästen der ersten Stufe? - Wie erhältst du aus einer Gruppengröße und der zugehörigen zweiten Astwahrscheinlichkeit die gemeinsame Häufigkeit? - Kontrolliere, ob die vier inneren Felder zusammen wieder \(500\) ergeben.

Lösung

1. Aus der ersten Stufe folgen \(n(S)=500\cdot0{,}65=325\) und \(n(\bar S)=500\cdot0{,}35=175\). 2. Die vier gemeinsamen Häufigkeiten sind \(n(S\cap M)=325\cdot0{,}2=65\), \(n(S\cap\bar M)=325\cdot0{,}8=260\), \(n(\bar S\cap M)=175\cdot0{,}4=70\) und \(n(\bar S\cap\bar M)=175\cdot0{,}6=105\). 3. Damit ist \(n(M)=65+70=135\) und \(n(\bar M)=260+105=365\). 4. Die Vierfeldertafel lautet: <table> <tr><td></td><td>\(M\)</td><td>\(\bar M\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(S\)</td><td>\(65\)</td><td>\(260\)</td><td>\(325\)</td></tr> <tr><td>\(\bar S\)</td><td>\(70\)</td><td>\(105\)</td><td>\(175\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(135\)</td><td>\(365\)</td><td>\(500\)</td></tr> </table>

Antwort

<table> <tr><td></td><td>\(M\)</td><td>\(\bar M\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(S\)</td><td>\(65\)</td><td>\(260\)</td><td>\(325\)</td></tr> <tr><td>\(\bar S\)</td><td>\(70\)</td><td>\(105\)</td><td>\(175\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(135\)</td><td>\(365\)</td><td>\(500\)</td></tr> </table>
43744811
In einem Elektronikfachgeschäft werden Akkus von zwei verschiedenen Herstellern verkauft. Das untenstehende Baumdiagramm zeigt die Anteile der Hersteller \(M_1\) und \(M_2\) am Gesamtsortiment sowie die jeweilige Wahrscheinlichkeit für einen Defekt (\(D\)) oder einen intakten Zustand (\(I\)) innerhalb der Garantiezeit. a) Formuliere einen kurzen Bericht für die Qualitätssicherung des Geschäfts, der die wesentlichen Informationen aus dem Baumdiagramm in Textform zusammenfasst. b) Erstelle die zugehörige Vierfeldertafel für die Wahrscheinlichkeiten aller kombinierten Ereignisse.
Abbildung zur Aufgabe 437448

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit eines ganzen Pfades von der Wurzel bis zum Blatt? - Welche Wahrscheinlichkeiten stehen in den inneren Feldern einer Vierfeldertafel? - Achte darauf, dass die Summe der Zeilen- und Spaltenwerte jeweils die Randwahrscheinlichkeiten ergeben muss.

Lösung

1. Beispielbericht: Das Sortiment besteht zu \(45\,\%\) aus Akkus von Hersteller \(M_1\) und zu \(55\,\%\) aus Akkus von Hersteller \(M_2\). Bei \(M_1\) sind \(4\,\%\) der Akkus defekt, bei \(M_2\) sind es \(6\,\%\). 2. Berechnung der Pfadwahrscheinlichkeiten (Schnittmengen): - \(P(M_1 \cap D) = 0{,}45 \cdot 0{,}04 = 0{,}018\) - \(P(M_1 \cap I) = 0{,}45 \cdot 0{,}96 = 0{,}432\) - \(P(M_2 \cap D) = 0{,}55 \cdot 0{,}06 = 0{,}033\) - \(P(M_2 \cap I) = 0{,}55 \cdot 0{,}94 = 0{,}517\) 3. Berechnung der Randwahrscheinlichkeiten für den Defektzustand: - \(P(D) = 0{,}018 + 0{,}033 = 0{,}051\) - \(P(I) = 0{,}432 + 0{,}517 = 0{,}949\) 4. Die Vierfeldertafel lautet: <table> <tr><th></th><th>\(D\)</th><th>\(I\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>\(M_1\)</th><td>\(0{,}018\)</td><td>\(0{,}432\)</td><td>\(0{,}45\)</td></tr> <tr><th>\(M_2\)</th><td>\(0{,}033\)</td><td>\(0{,}517\)</td><td>\(0{,}55\)</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>\(0{,}051\)</td><td>\(0{,}949\)</td><td>\(1{,}00\)</td></tr> </table>

Antwort

a) Beispielbericht: „Das Sortiment besteht zu \(45\,\%\) aus Akkus von Hersteller \(M_1\) und zu \(55\,\%\) von Hersteller \(M_2\). Während bei \(M_1\) nur \(4\,\%\) der Akkus defekt sind, liegt die Defektrate bei \(M_2\) mit \(6\,\%\) etwas höher.“ b) Die Vierfeldertafel enthält die Werte \(P(M_1 \cap D) = 0{,}018\), \(P(M_1 \cap I) = 0{,}432\), \(P(M_2 \cap D) = 0{,}033\) und \(P(M_2 \cap I) = 0{,}517\). Die Randwahrscheinlichkeiten sind \(P(D) = 0{,}051\) und \(P(I) = 0{,}949\).
43748711
Für eine Modellrechnung zur E-Book-Nutzung zeigt das Baumdiagramm die Verteilung von \(1000\) Personen nach Altersgruppen (jung: \(J\), älter: \(A\)) und E-Book-Nutzung (Nutzung: \(E\), keine Nutzung: \(\bar E\)). a) Übertrage die Informationen in eine vollständige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten. b) Berechne \(P_E(J)\) und interpretiere den Wert. c) Prüfe rechnerisch, ob die Merkmale Altersgruppe und E-Book-Nutzung stochastisch unabhängig sind.
Abbildung zur Aufgabe 437487

Denkanstöße

- Bestimme aus dem Baum zuerst die vier Pfadwahrscheinlichkeiten und übertrage sie auf \(1000\) Personen. - Welche Spalte der Vierfeldertafel bildet in b) die Bezugsgruppe? - Welche Gleichung kannst du für die Unabhängigkeitsprüfung verwenden?

Lösung

1. Es gilt \(n(J)=0{,}4\cdot1000=400\) und \(n(A)=0{,}6\cdot1000=600\). 2. Die gemeinsamen Häufigkeiten sind \(n(J\cap E)=400\cdot0{,}75=300\), \(n(J\cap\bar E)=100\), \(n(A\cap E)=600\cdot0{,}30=180\) und \(n(A\cap\bar E)=420\). Somit sind \(n(E)=480\) und \(n(\bar E)=520\). 3. Daher ist \(P_E(J)=\frac{300}{480}=0{,}625\). Unter den E-Book-Nutzenden gehören also \(62{,}5\,\%\) zur Gruppe \(J\). 4. Für Unabhängigkeit müsste \(P(J\cap E)=P(J)\cdot P(E)\) gelten. Tatsächlich ist \(P(J\cap E)=0{,}3\), aber \(P(J)\cdot P(E)=0{,}4\cdot0{,}48=0{,}192\). Daher sind die Merkmale abhängig.

Antwort

a) <table> <tr><th></th><th>\(E\)</th><th>\(\bar E\)</th><th>Gesamt</th></tr> <tr><th>\(J\)</th><td>\(300\)</td><td>\(100\)</td><td>\(400\)</td></tr> <tr><th>\(A\)</th><td>\(180\)</td><td>\(420\)</td><td>\(600\)</td></tr> <tr><th>Gesamt</th><td>\(480\)</td><td>\(520\)</td><td>\(1000\)</td></tr> </table> b) \(P_E(J)=0{,}625=62{,}5\,\%\) c) Die Merkmale sind stochastisch abhängig, da \(0{,}3\neq0{,}192\).
43758211
Von \(1200\) befragten Personen fahren \(450\) regelmäßig Fahrrad. \(360\) der Radfahrenden und \(150\) der übrigen Personen tragen meist einen Helm. Ergänze die fehlenden Endhäufigkeiten im Baumdiagramm und bestimme den Anteil der regelmäßig Radfahrenden unter den Personen, die meist einen Helm tragen.
Abbildung zur Aufgabe 437582

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Gesamtzahl der Personen ohne regelmäßige Fahrradnutzung. - Die beiden Endknoten eines Astes müssen zusammen wieder die Häufigkeit des übergeordneten Knotens ergeben. - Welche Personen bilden für die gesuchte bedingte Wahrscheinlichkeit die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Nicht regelmäßig Fahrrad fahren \(1200-450=750\) Personen. 2. Unter den Radfahrenden tragen \(450-360=90\) meist keinen Helm. Unter den übrigen Personen tragen \(750-150=600\) meist keinen Helm. 3. Insgesamt tragen \(360+150=510\) Personen meist einen Helm. 4. Unter diesen \(510\) Personen fahren \(360\) regelmäßig Fahrrad. Daher gilt \(P_{\text{Helm}}(\text{Fahrrad})=\frac{360}{510}=\frac{12}{17}\approx0{,}7059\).

Antwort

Fehlende Endhäufigkeiten: \(90\), \(750\) und \(600\). \(P_{\text{Helm}}(\text{Fahrrad})=\frac{12}{17}\approx70{,}59\,\%\).
55350111
In einem Modell für \(120\) Jugendliche besuchen \(70\) eine Coding-AG (Ereignis \(C\)), \(50\) eine Schach-AG (Ereignis \(S\)), und \(30\) besuchen beide AGs. Jona schlägt folgende Vierfeldertafel vor: <table><tr><th></th><th>\(S\)</th><th>\(\bar S\)</th></tr><tr><th>\(C\)</th><td>?</td><td>?</td></tr><tr><th>\(S\)</th><td>?</td><td>?</td></tr></table> Erkläre den Strukturfehler in Jonas Tafel. Gib korrekte Zeilen- und Spaltenüberschriften an und vervollständige anschließend die richtige Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten.

Denkanstöße

- Welche beiden Zeilenüberschriften müssen gemeinsam alle Jugendlichen erfassen und dürfen sich nicht überschneiden? - Prüfe getrennt, welches Merkmal die Zeilen und welches die Spalten beschreiben sollen. - Nutze nach der Strukturkorrektur zuerst die gemeinsame Gruppe und dann die Randhäufigkeiten.

Lösung

1. In einer Vierfeldertafel müssen die beiden Zeilen dieselbe Eigenschaft in zwei komplementäre Fälle aufteilen. Auf \(C\) muss deshalb \(\bar C\) folgen; \(S\) gehört als zweites Merkmal in die Spalten. 2. Es ist \(n(C\cap S)=30\). Daher gilt \(n(C\cap\bar S)=70-30=40\) und \(n(\bar C\cap S)=50-30=20\). 3. Für \(\bar C\cap\bar S\) bleiben \(120-30-40-20=30\) Jugendliche. 4. Die korrekte Tafel lautet: <table><tr><th></th><th>\(S\)</th><th>\(\bar S\)</th><th>Gesamt</th></tr><tr><th>\(C\)</th><td>\(30\)</td><td>\(40\)</td><td>\(70\)</td></tr><tr><th>\(\bar C\)</th><td>\(20\)</td><td>\(30\)</td><td>\(50\)</td></tr><tr><th>Gesamt</th><td>\(50\)</td><td>\(70\)</td><td>\(120\)</td></tr></table>

Antwort

Der Strukturfehler ist die zweite Zeilenüberschrift \(S\): Zu \(C\) muss dort \(\bar C\) stehen. <table><tr><th></th><th>\(S\)</th><th>\(\bar S\)</th><th>Gesamt</th></tr><tr><th>\(C\)</th><td>\(30\)</td><td>\(40\)</td><td>\(70\)</td></tr><tr><th>\(\bar C\)</th><td>\(20\)</td><td>\(30\)</td><td>\(50\)</td></tr><tr><th>Gesamt</th><td>\(50\)</td><td>\(70\)</td><td>\(120\)</td></tr></table>
41475911
Ein Unternehmen stellt USB-Sticks in Silber (\(S\)) und Schwarz (\(B\)) her. Ein Teil ist fehlerhaft (\(D\)). \(70\,\%\) der Sticks sind silber. Unter den silbernen Sticks sind \(5\,\%\) fehlerhaft. Insgesamt sind \(4{,}4\,\%\) aller Sticks fehlerhaft. a) Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel der Wahrscheinlichkeiten. b) Ein Stick ist fehlerhaft. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass er schwarz ist.

Denkanstöße

- Welche Schnittwahrscheinlichkeit folgt direkt aus dem Anteil silberner Sticks und der Fehlerquote innerhalb dieser Gruppe? - Nutze danach die Zeilen- und Spaltensummen der Vierfeldertafel. - Welche Gruppe bildet in b) die neue Bezugsgruppe?

Lösung

1. Gegeben sind \(P(S)=0{,}7\), \(P_S(D)=0{,}05\) und \(P(D)=0{,}044\). 2. Damit ist \(P(S\cap D)=0{,}7\cdot0{,}05=0{,}035\). 3. Es gilt \(P(B)=0{,}3\) und \(P(B\cap D)=0{,}044-0{,}035=0{,}009\). 4. Die übrigen Felder sind \(P(S\cap\bar D)=0{,}7-0{,}035=0{,}665\), \(P(B\cap\bar D)=0{,}3-0{,}009=0{,}291\) und \(P(\bar D)=0{,}956\). 5. Unter den fehlerhaften Sticks beträgt der schwarze Anteil \(P_D(B)=\frac{0{,}009}{0{,}044}=\frac{9}{44}\approx0{,}2045\).

Antwort

a) <table> <tr><td></td><td>\(D\)</td><td>\(\bar D\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(S\)</td><td>\(0{,}035\)</td><td>\(0{,}665\)</td><td>\(0{,}7\)</td></tr> <tr><td>\(B\)</td><td>\(0{,}009\)</td><td>\(0{,}291\)</td><td>\(0{,}3\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(0{,}044\)</td><td>\(0{,}956\)</td><td>\(1\)</td></tr> </table> b) \(P_D(B)=\frac{9}{44}\approx20{,}45\,\%\)
42209711
In einem Chor singen \(40\) Personen. Es wird zwischen hohen Stimmen (\(H\)) und tiefen Stimmen (\(T\)) sowie zwischen Profis (\(P\)) und Amateuren (\(A\)) unterschieden. Lukas sagt: „Die meisten Profis singen in den tiefen Stimmen.“ Julia sagt: „Die Mehrheit der Personen mit hohen Stimmen sind Amateure.“ Moritz sagt: „Unter den Personen mit tiefen Stimmen sind die meisten Profis.“ a) Drücke die drei Aussagen mit bedingten Wahrscheinlichkeiten als Ungleichungen aus. b) Erstelle eine Vierfeldertafel mit absoluten Häufigkeiten für \(40\) Personen, in der alle drei Aussagen gleichzeitig erfüllt sind, und überprüfe deine Wahl. c) Bestimme für deine Tafel (1) den Anteil hoher Stimmen unter den Profis und (2) den Anteil der Amateure unter den tiefen Stimmen.

Denkanstöße

- „Die meisten“ beziehungsweise „die Mehrheit“ bedeutet einen Anteil größer als \(0{,}5\). - Welche Gruppe steht bei jeder Aussage als bereits festgelegte Bezugsgruppe fest? - Wähle vier ganze Zahlen mit Summe \(40\) und prüfe jede der drei Bedingungen einzeln. - Deine Tafel muss nicht mit dem Beispiel in der Lösung übereinstimmen, solange alle drei Ungleichungen gelten.

Lösung

1. Die Aussagen lauten \(P_P(T)>0{,}5\), \(P_H(A)>0{,}5\) und \(P_T(P)>0{,}5\). 2. Eine mögliche Wahl ist \(n(H\cap P)=5\), \(n(H\cap A)=15\), \(n(T\cap P)=12\) und \(n(T\cap A)=8\). Die vier Felder summieren sich zu \(40\). 3. Es gilt \(P_P(T)=\frac{12}{17}\approx0{,}706>0{,}5\), \(P_H(A)=\frac{15}{20}=0{,}75>0{,}5\) und \(P_T(P)=\frac{12}{20}=0{,}6>0{,}5\). Damit sind alle drei Aussagen erfüllt. 4. Für c) erhält man \(P_P(H)=\frac{5}{17}\approx0{,}294\) und \(P_T(A)=\frac{8}{20}=0{,}4\).

Antwort

a) \(P_P(T)>0{,}5\), \(P_H(A)>0{,}5\), \(P_T(P)>0{,}5\) b) Eine mögliche Vierfeldertafel ist: <table border="1"> <tr><td></td><td>\(P\)</td><td>\(A\)</td><td>Gesamt</td></tr> <tr><td>\(H\)</td><td>\(5\)</td><td>\(15\)</td><td>\(20\)</td></tr> <tr><td>\(T\)</td><td>\(12\)</td><td>\(8\)</td><td>\(20\)</td></tr> <tr><td>Gesamt</td><td>\(17\)</td><td>\(23\)</td><td>\(40\)</td></tr> </table> c) (1) \(P_P(H)=\frac{5}{17}\approx0{,}294\); (2) \(P_T(A)=0{,}4\)
42210811
Zwei Ereignisse \(A\) und \(B\) sind stochastisch unabhängig. Es sind die Wahrscheinlichkeiten \(P(A \cap B) = 0{,}12\) und \(P(A \cup B) = 0{,}68\) bekannt. Erstelle eine vollständige Vierfeldertafel für diese beiden Ereignisse. Hinweis: Es gibt zwei mathematisch mögliche Lösungen für die Randwahrscheinlichkeiten; gib eine davon an.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Additionsregel für die Wahrscheinlichkeit der Vereinigung zweier Ereignisse. - Was bedeutet die stochastische Unabhängigkeit für das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten? - Du erhältst ein System aus zwei Gleichungen mit zwei Unbekannten für die Randwahrscheinlichkeiten. - Überlege dir, wie man aus der Summe und dem Produkt zweier Zahlen diese Zahlen bestimmen kann.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für die Vereinigung: \(P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B)\). 2. Einsetzen der Werte: \(0{,}68 = P(A) + P(B) - 0{,}12 \implies P(A) + P(B) = 0{,}80\). 3. Anwendung der Unabhängigkeitsbedingung: \(P(A \cap B) = P(A) \cdot P(B) = 0{,}12\). 4. Lösung des Gleichungssystems \(x + y = 0{,}8\) und \(x \cdot y = 0{,}12\). Dies führt zur quadratischen Gleichung \(x^2 - 0{,}8x + 0{,}12 = 0\) mit den Lösungen \(x_1 = 0{,}6\) und \(x_2 = 0{,}2\). 5. Festlegen der Randwahrscheinlichkeiten (z. B. \(P(A) = 0{,}6\) und \(P(B) = 0{,}2\)) und Berechnung der inneren Felder: \(P(A \cap \overline{B}) = 0{,}6 - 0{,}12 = 0{,}48\); \(P(\overline{A} \cap B) = 0{,}2 - 0{,}12 = 0{,}08\); \(P(\overline{A} \cap \overline{B}) = 0{,}4 \cdot 0{,}8 = 0{,}32\).

Antwort

Eine mögliche Vierfeldertafel ist: <table> <tr> <td></td> <td>\(B\)</td> <td>\(\overline{B}\)</td> <td>Summe</td> </tr> <tr> <td>\(A\)</td> <td>\(0{,}12\)</td> <td>\(0{,}48\)</td> <td>\(0{,}60\)</td> </tr> <tr> <td>\(\overline{A}\)</td> <td>\(0{,}08\)</td> <td>\(0{,}32\)</td> <td>\(0{,}40\)</td> </tr> <tr> <td>Summe</td> <td>\(0{,}20\)</td> <td>\(0{,}80\)</td> <td>\(1\)</td> </tr> </table> (Alternativ können die Werte für \(A\) und \(B\) vertauscht sein.)
42287411
In einem Sportverein mit \(120\) Mitgliedern sind \(60\,\%\) Jugendliche (\(J\)) und die übrigen Erwachsene (\(E\)). Jedes Mitglied spielt genau eine der beiden Sportarten Tennis (\(T\)) oder Hockey (\(H\)). Insgesamt spielen \(20\) Personen mehr Tennis als Hockey. Ein Viertel der Jugendlichen spielt Hockey. Bestimme \(P_T(E)\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Größen der beiden Altersgruppen. - Welche Gleichung folgt daraus, dass es insgesamt \(20\) Tennisspielende mehr als Hockeyspielende gibt? - Wie viele Jugendliche spielen Tennis, wenn ein Viertel der Jugendlichen Hockey spielt? - Welche Gruppe bildet bei \(P_T(E)\) die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Es gibt \(0{,}6\cdot120=72\) Jugendliche und \(48\) Erwachsene. 2. Sei \(x\) die Zahl der Hockeyspielenden. Dann spielen \(x+20\) Tennis und es gilt \(x+(x+20)=120\). Somit ist \(x=50\); also spielen \(70\) Personen Tennis. 3. Unter den \(72\) Jugendlichen spielen \(\frac14\cdot72=18\) Hockey und daher \(54\) Tennis. 4. Von den insgesamt \(70\) Tennisspielenden sind damit \(70-54=16\) Erwachsene. 5. Folglich gilt \(P_T(E)=\frac{16}{70}=\frac{8}{35}\approx0{,}2286\).

Antwort

\(P_T(E)=\frac{8}{35}\approx22{,}86\,\%\)

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