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Mathe-Arbeitsblätter Klasse 11

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Baumdiagramme

Lernziele

  • Zeichnet Baumdiagramme mit bedingten Wahrscheinlichkeiten.
  • Deutet Zweigwahrscheinlichkeiten innerhalb ihrer Bezugsgruppe.
  • Berechnet Pfadwahrscheinlichkeiten.
  • Berechnet Ereigniswahrscheinlichkeiten.
  • Wechselt zwischen Baumdiagramm und Vierfeldertafel.

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

55673511
Beim Schulweg bedeutet \(F\) „kommt mit dem Fahrrad“ und \(R\) „kommt pünktlich“. Gib die Wahrscheinlichkeit am Ast von \(F\) zu \(R\) in der Notation \(P_X(Y)\) an und erkläre in einem Satz, welche Bezugsgruppe sie beschreibt.
Abbildung zur Aufgabe 556735

Denkanstöße

- Welche Information ist bereits festgelegt, wenn der betrachtete Ast beginnt? - Wie wird eine bereits festgelegte Bedingung in der Schreibweise \(P_X(Y)\) gekennzeichnet? - Wofür steht das Ereignis am Ende des Astes?

Lösung

1. Der Ast geht vom Knoten \(F\) aus und endet bei \(R\). Daher beschreibt er die bedingte Wahrscheinlichkeit \(P_F(R)\). 2. Der Astwert \(0{,}85\) bedeutet: Unter den Schülerinnen und Schülern, die mit dem Fahrrad kommen, sind \(85\,\%\) pünktlich.

Antwort

\(P_F(R)=0{,}85\). Bezugsgruppe sind die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Fahrrad kommen.
55673611
Bei einem Kreativkurs bedeutet \(K\) „nimmt am Kurs teil“ und \(W\) „reicht ein Werk für die Ausstellung ein“. Bestimme \(P(K\cap W)\). Nenne dazu zuerst die beiden Astwahrscheinlichkeiten, die zu diesem gemeinsamen Ereignis gehören.
Abbildung zur Aufgabe 556736

Denkanstöße

- Welcher vollständige Pfad endet gleichzeitig in \(K\) und \(W\)? - Welche zwei Zahlen stehen an genau diesem Pfad? - Eine Pfadwahrscheinlichkeit beschreibt das gemeinsame Eintreten der Ereignisse entlang des Pfades.

Lösung

1. Zum Ereignis \(K\cap W\) gehört der vollständige Pfad über \(K\) und danach \(W\). 2. Die beiden Astwahrscheinlichkeiten sind \(0{,}35\) und \(0{,}40\). 3. Daher ist \(P(K\cap W)=0{,}35\cdot0{,}40=0{,}14\).

Antwort

Zugehörige Astwahrscheinlichkeiten: \(0{,}35\) und \(0{,}40\). Es gilt \(P(K\cap W)=0{,}14=14\,\%\).
43756311
Bestimme alle Astwahrscheinlichkeiten des Baums mit \(A\) auf der ersten Stufe.
Abbildung zur Aufgabe 437563

Denkanstöße

- Bilde zuerst aus den Endhäufigkeiten die beiden Gruppen der ersten Stufe. - An einer zweiten Verzweigung ist jeweils nur die Häufigkeit des zugehörigen Elternknotens die Bezugsgröße. - Prüfe am Ende, ob sich die Astwahrscheinlichkeiten an jeder Verzweigung zu \(1\) ergänzen.

Lösung

1. Aus den beiden Endhäufigkeiten unter \(A\) folgt \(300\) für die Gruppe \(A\); unter \(\bar{A}\) liegen entsprechend \(700\) Personen. 2. Daher gilt auf der ersten Stufe \(P(A)=\frac{300}{1000}=0{,}3\) und \(P(\bar{A})=0{,}7\). 3. Innerhalb von \(A\) gilt \(P_A(B)=\frac{240}{300}=0{,}8\) und \(P_A(\bar{B})=\frac{60}{300}=0{,}2\). 4. Innerhalb von \(\bar{A}\) gilt \(P_{\bar{A}}(B)=\frac{140}{700}=0{,}2\) und \(P_{\bar{A}}(\bar{B})=\frac{560}{700}=0{,}8\).

Antwort

\(P(A)=0{,}3\), \(P(\bar{A})=0{,}7\), \(P_A(B)=0{,}8\), \(P_A(\bar{B})=0{,}2\), \(P_{\bar{A}}(B)=0{,}2\), \(P_{\bar{A}}(\bar{B})=0{,}8\)
55350211
\(40\,\%\) der Jugendlichen fahren mit dem Fahrrad zur Schule (Ereignis \(F\)). Unter den Fahrradfahrenden tragen \(70\,\%\) einen Helm (Ereignis \(H\)); unter den übrigen Jugendlichen sind es \(10\,\%\). Wähle aus den beiden Baumdiagrammen die Reihenfolge, in die sich die gegebenen Wahrscheinlichkeiten direkt als Astwahrscheinlichkeiten eintragen lassen. Ordne anschließend \(40\,\%\), \(70\,\%\) und \(10\,\%\) den passenden Ästen zu.
Abbildung zur Aufgabe 553502

Denkanstöße

- Welche der drei Angaben gilt für alle Jugendlichen und welche gelten nur innerhalb einer Teilgruppe? - Welche Information muss bereits feststehen, bevor die Angaben \(70\,\%\) beziehungsweise \(10\,\%\) als Astwahrscheinlichkeiten gelesen werden können? - Prüfe beide Baumreihenfolgen anhand dieser Frage.

Lösung

1. Die Angaben bestehen aus \(P(F)=0{,}40\), \(P_F(H)=0{,}70\) und \(P_{\bar{F}}(H)=0{,}10\). 2. Die beiden bedingten Angaben beziehen sich auf die Bezugsgruppen \(F\) und \(\bar{F}\). Deshalb muss zuerst nach \(F\) und \(\bar{F}\) verzweigt werden. Das ist Baum a). 3. Am Ast von „Start“ zu \(F\) steht \(0{,}40\). Am Ast von \(F\) zu \(H\) steht \(0{,}70\), am Ast von \(\bar{F}\) zu \(H\) steht \(0{,}10\). 4. Die jeweiligen Gegenäste hätten die Wahrscheinlichkeiten \(0{,}60\), \(0{,}30\) und \(0{,}90\).

Antwort

Baum a). Zu \(F\): \(40\,\%\); von \(F\) zu \(H\): \(70\,\%\); von \(\bar{F}\) zu \(H\): \(10\,\%\).
55350311
In einer Gruppe bedeutet \(S\) „nimmt am Sportkurs teil“ und \(A\) „kommt zu Fuß“. a) Nenne eine Astwahrscheinlichkeit aus dem Baum und erkläre kurz, worauf sie sich bezieht. b) Bestimme die Pfadwahrscheinlichkeit \(P(S\cap A)\). c) Bestimme \(P(A)\) und erkläre den Unterschied zwischen einer Astwahrscheinlichkeit und einer Pfadwahrscheinlichkeit.
Abbildung zur Aufgabe 553503

Denkanstöße

- Welche Information ist bereits festgelegt, wenn du einen einzelnen Ast betrachtest? - Worin unterscheidet sich ein vollständiger Weg durch den Baum von nur einem Ast? - Kann ein Ereignis am Ende über mehr als einen vollständigen Weg eintreten?

Lösung

1. Eine Astwahrscheinlichkeit ist zum Beispiel \(P_S(A)=0{,}50\). Sie beschreibt den Anteil der zu Fuß Kommenden innerhalb der Gruppe \(S\). 2. Für den Pfad \(S\) und danach \(A\) gilt \(P(S\cap A)=0{,}60\cdot0{,}50=0{,}30\). 3. Der zweite Pfad zu \(A\) hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}40\cdot0{,}20=0{,}08\). Daher ist \(P(A)=0{,}30+0{,}08=0{,}38\). 4. Eine Astwahrscheinlichkeit bezieht sich auf einen Übergang innerhalb einer bereits festgelegten Bezugsgruppe; eine Pfadwahrscheinlichkeit beschreibt das gemeinsame Eintreten aller Ereignisse entlang eines vollständigen Pfades.

Antwort

a) Zum Beispiel \(P_S(A)=0{,}50\); sie gilt innerhalb der Gruppe \(S\). b) \(P(S\cap A)=0{,}30\). c) \(P(A)=0{,}38\). Astwahrscheinlichkeiten gelten an einem Übergang innerhalb einer Bezugsgruppe, Pfadwahrscheinlichkeiten für das gemeinsame Eintreten entlang eines ganzen Pfades.
55350411
Prüfe das Baumdiagramm. Nenne den Fehler genau und gib an, welcher Astwert geändert werden muss, damit die erste Stufe ein gültiges Baumdiagramm ergibt.
Abbildung zur Aufgabe 553504

Denkanstöße

- Welche Bedingung müssen die ausgehenden Astwahrscheinlichkeiten an jedem einzelnen Knoten erfüllen? - Prüfe die erste und die beiden zweiten Stufen getrennt voneinander. - Nutze die vorgegebene Wahrscheinlichkeit von \(A\), um die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses zu bestimmen.

Lösung

1. An jedem Knoten müssen die Wahrscheinlichkeiten der ausgehenden Äste zusammen \(1\) ergeben. 2. In der ersten Stufe stehen \(0{,}65\) und \(0{,}45\). Ihre Summe ist \(1{,}10\), also ist diese Stufe ungültig. 3. Weil \(P(A)=0{,}65\) fest vorgegeben ist, muss für das Gegenereignis \(\bar{A}\) gelten \(P(\bar{A})=1-0{,}65=0{,}35\). 4. Die beiden zweiten Stufen sind bereits gültig, weil ihre Astwahrscheinlichkeiten jeweils \(1\) ergeben.

Antwort

Fehler: Die Astwahrscheinlichkeiten der ersten Stufe ergeben \(1{,}10\) statt \(1\). Der Ast zu \(\bar{A}\) muss von \(0{,}45\) auf \(0{,}35\) geändert werden.
55821111
Übertrage die Wahrscheinlichkeiten aus dem Baumdiagramm in eine Vierfeldertafel mit den Zeilen \(A,\bar{A}\) und den Spalten \(B,\bar{B}\). Trage auch die Randwahrscheinlichkeiten ein.
Abbildung zur Aufgabe 558211

Denkanstöße

- Welche Ereigniskombination beschreibt jedes innere Feld der Vierfeldertafel? - Wie kannst du die vier gemeinsamen Wahrscheinlichkeiten aus dem Baum gewinnen? - Wie kannst du die Randwerte anschließend kontrollieren?

Lösung

Zuerst werden die vier Pfadwahrscheinlichkeiten berechnet: \(P(A\cap B)=0{,}4\cdot0{,}5=0{,}20,\) \(P(A\cap\bar{B})=0{,}4\cdot0{,}5=0{,}20,\) \(P(\bar{A}\cap B)=0{,}6\cdot0{,}25=0{,}15,\) \(P(\bar{A}\cap\bar{B})=0{,}6\cdot0{,}75=0{,}45.\) Daraus folgen die Ränder \(P(B)=0{,}35\) und \(P(\bar{B})=0{,}65\).

Antwort

<table><tr><th></th><th>\(B\)</th><th>\(\bar{B}\)</th><th>Gesamt</th></tr><tr><th>\(A\)</th><td>\(0{,}20\)</td><td>\(0{,}20\)</td><td>\(0{,}40\)</td></tr><tr><th>\(\bar{A}\)</th><td>\(0{,}15\)</td><td>\(0{,}45\)</td><td>\(0{,}60\)</td></tr><tr><th>Gesamt</th><td>\(0{,}35\)</td><td>\(0{,}65\)</td><td>\(1\)</td></tr></table>
55821211
Bei \(100\) Schülerinnen und Schülern wurde notiert, ob sie am Mittagessen teilnehmen (\(M\)) und ob sie mit dem Fahrrad kommen (\(F\)). Die Vierfeldertafel zeigt die absoluten Häufigkeiten: <table><tr><th></th><th>\(F\)</th><th>\(\bar{F}\)</th><th>Gesamt</th></tr><tr><th>\(M\)</th><td>\(24\)</td><td>\(16\)</td><td>\(40\)</td></tr><tr><th>\(\bar{M}\)</th><td>\(18\)</td><td>\(42\)</td><td>\(60\)</td></tr><tr><th>Gesamt</th><td>\(42\)</td><td>\(58\)</td><td>\(100\)</td></tr></table> Ein Baumdiagramm soll zuerst nach \(M\) und \(\bar{M}\) verzweigen und danach nach \(F\) und \(\bar{F}\). Bestimme die sechs Astwahrscheinlichkeiten dieses Baums.

Denkanstöße

- Welche Summen in der Vierfeldertafel gehören zu den Ästen der ersten Stufe? - Welche Bezugsgruppe gilt jeweils auf der zweiten Stufe? - Wie kannst du jede Verzweigung am Ende kontrollieren?

Lösung

Auf der ersten Stufe gilt \(P(M)=\frac{40}{100}=0{,}4,\qquad P(\bar{M})=\frac{60}{100}=0{,}6.\) Innerhalb von \(M\) gilt \(P_M(F)=\frac{24}{40}=0{,}6,\qquad P_M(\bar{F})=\frac{16}{40}=0{,}4.\) Innerhalb von \(\bar{M}\) gilt \(P_{\bar{M}}(F)=\frac{18}{60}=0{,}3,\qquad P_{\bar{M}}(\bar{F})=\frac{42}{60}=0{,}7.\)

Antwort

Erste Stufe: \(P(M)=0{,}4\), \(P(\bar{M})=0{,}6\). Nach \(M\): \(P_M(F)=0{,}6\), \(P_M(\bar{F})=0{,}4\). Nach \(\bar{M}\): \(P_{\bar{M}}(F)=0{,}3\), \(P_{\bar{M}}(\bar{F})=0{,}7\).
55821311
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle drei Spielrunden gewonnen werden.
Abbildung zur Aufgabe 558213

Denkanstöße

- Welches vollständige Ergebnis beschreibt „alle drei Runden gewonnen“? - Welche Astwahrscheinlichkeiten gehören zu genau diesem vollständigen Ergebnis?

Lösung

Für „drei Siege“ wird genau ein vollständiger Pfad benötigt. Entlang dieses Pfads wird multipliziert: \(0{,}5\cdot0{,}6\cdot0{,}7=0{,}21.\)

Antwort

\(P(\text{drei Siege})=0{,}21\)
55821411
Bei einem Schulfest wird eine Helferin oder ein Helfer zufällig aus dem Einsatzplan ausgewählt. Der Einsatz ist am Vormittag oder Nachmittag und drinnen oder draußen. Im Baum steht außerdem, ob die zugeteilte Aufgabe abgeschlossen wird. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die ausgewählte Person drinnen eingesetzt ist und die Aufgabe abschließt.
Abbildung zur Aufgabe 558214

Denkanstöße

- Auf wie vielen vollständigen Pfaden tritt „drinnen und abgeschlossen“ ein? - Wie erhältst du die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen vollständigen Pfads? - Was ist bei mehreren disjunkten passenden Pfaden zu beachten?

Lösung

Das Ereignis „drinnen und abgeschlossen“ kann über zwei Pfade eintreten: Vormittag → drinnen → abgeschlossen: \(0{,}6\cdot0{,}5\cdot0{,}8=0{,}24.\) Nachmittag → drinnen → abgeschlossen: \(0{,}4\cdot0{,}25\cdot0{,}5=0{,}05.\) Die beiden Pfade werden addiert: \(0{,}24+0{,}05=0{,}29.\)

Antwort

\(P(\text{drinnen und abgeschlossen})=0{,}29\)
55822611
Übertrage die Häufigkeiten aus dem Baumdiagramm in eine Vierfeldertafel mit den Zeilen „Sport-AG“ und „keine Sport-AG“ sowie den Spalten „Bus“ und „kein Bus“. Ergänze auch die Randsummen.
Abbildung zur Aufgabe 558226

Denkanstöße

- Welche Kombination aus den beiden Merkmalen beschreibt jeder Endknoten? - Wo gehört jede Endhäufigkeit in die Vierfeldertafel? - Welche Summen kannst du am Ende zur Kontrolle bilden?

Lösung

Die vier Endknoten liefern direkt die inneren Felder der Vierfeldertafel: <table> <tr><th></th><th>Bus</th><th>kein Bus</th><th>Summe</th></tr> <tr><th>Sport-AG</th><td>\(30\)</td><td>\(15\)</td><td>\(45\)</td></tr> <tr><th>keine Sport-AG</th><td>\(20\)</td><td>\(55\)</td><td>\(75\)</td></tr> <tr><th>Summe</th><td>\(50\)</td><td>\(70\)</td><td>\(120\)</td></tr> </table>

Antwort

<table> <tr><th></th><th>Bus</th><th>kein Bus</th><th>Summe</th></tr> <tr><th>Sport-AG</th><td>\(30\)</td><td>\(15\)</td><td>\(45\)</td></tr> <tr><th>keine Sport-AG</th><td>\(20\)</td><td>\(55\)</td><td>\(75\)</td></tr> <tr><th>Summe</th><td>\(50\)</td><td>\(70\)</td><td>\(120\)</td></tr> </table>
55822711
\(200\) Schülerinnen und Schüler wurden danach eingeteilt, ob sie in der Chor-AG sind (\(C\)) und ob sie mit dem Fahrrad zur Schule kommen (\(F\)): <table> <tr><th></th><th>\(F\)</th><th>\(\bar F\)</th><th>Summe</th></tr> <tr><th>\(C\)</th><td>\(30\)</td><td>\(20\)</td><td>\(50\)</td></tr> <tr><th>\(\bar C\)</th><td>\(70\)</td><td>\(80\)</td><td>\(150\)</td></tr> <tr><th>Summe</th><td>\(100\)</td><td>\(100\)</td><td>\(200\)</td></tr> </table> Ein Baumdiagramm soll zuerst nach \(F\) und \(\bar F\) verzweigen und danach nach \(C\) und \(\bar C\). Bestimme die sechs Astwahrscheinlichkeiten.

Denkanstöße

- Welche Spaltensummen bestimmen die erste Stufe des geforderten Baums? - Welche Bezugsgruppe gilt nach dem Ast \(F\)? - Welche Bezugsgruppe gilt nach dem Ast \(\bar F\)?

Lösung

1. Auf der ersten Stufe gilt \(P(F)=\frac{100}{200}=0{,}5\) und \(P(\bar F)=0{,}5\). 2. Unter den \(100\) Schülerinnen und Schülern, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen, sind \(30\) in der Chor-AG. Daher gilt \(P_F(C)=\frac{30}{100}=0{,}3\) und \(P_F(\bar C)=0{,}7\). 3. Unter den \(100\) Personen, die nicht mit dem Fahrrad zur Schule kommen, sind \(20\) in der Chor-AG. Daher gilt \(P_{\bar F}(C)=\frac{20}{100}=0{,}2\) und \(P_{\bar F}(\bar C)=0{,}8\).

Antwort

Erste Stufe: \(P(F)=0{,}5\), \(P(\bar F)=0{,}5\) Nach \(F\): \(P_F(C)=0{,}3\), \(P_F(\bar C)=0{,}7\) Nach \(\bar F\): \(P_{\bar F}(C)=0{,}2\), \(P_{\bar F}(\bar C)=0{,}8\)
43746611
An einer Schule wird erfasst, ob Schülerinnen und Schüler am Mittagessen teilnehmen (\(M\)) und ob sie mit dem Fahrrad kommen (\(F\)). a) Beschreibe in Worten die Bedeutung der Wahrscheinlichkeit mit dem Wert \(0{,}2\) im Baumdiagramm. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die Ereignisse \(M \cap F\) und \(\bar{M} \cap F\). c) Berechne \(P(F)\) und \(P(\bar{F})\). d) Ermittle \(P_M(\bar{F})\) und \(P(M \cap \bar{F})\). e) Gib die Symbolschreibweise und den Wert der Wahrscheinlichkeit dafür an, dass eine Schülerin oder ein Schüler mit dem Fahrrad kommt, wenn sie oder er nicht am Mittagessen teilnimmt.
Abbildung zur Aufgabe 437466

Denkanstöße

- Überlege, ob ein Wert an einem einzelnen Ast oder an einem ganzen Pfad steht. - Welche Pfadregel verbindet die Wahrscheinlichkeiten entlang eines vollständigen Pfades? - Für ein Ereignis wie \(F\) können mehrere vollständige Pfade infrage kommen. - Achte bei \(P_M(\bar{F})\) darauf, welche Gruppe die Bedingung festlegt.

Lösung

1. Der Wert \(0{,}2\) ist \(P_M(F)\). Er bedeutet: Unter den Schülerinnen und Schülern, die am Mittagessen teilnehmen, kommen \(20\,\%\) mit dem Fahrrad. 2. Mit der Pfadregel gilt \(P(M \cap F)=0{,}3\cdot0{,}2=0{,}06\) und \(P(\bar{M}\cap F)=0{,}7\cdot0{,}4=0{,}28\). 3. Daher ist \(P(F)=0{,}34\) und \(P(\bar{F})=0{,}66\). 4. Am Ast ist \(P_M(\bar{F})=0{,}8\) ablesbar. Außerdem gilt \(P(M\cap\bar{F})=0{,}3\cdot0{,}8=0{,}24\). 5. Gesucht ist \(P_{\bar{M}}(F)\); aus dem Baumdiagramm folgt \(P_{\bar{M}}(F)=0{,}4\).

Antwort

a) \(P_M(F)=0{,}2\): Unter den Teilnehmenden am Mittagessen kommen \(20\,\%\) mit dem Fahrrad. b) \(P(M\cap F)=0{,}06\); \(P(\bar{M}\cap F)=0{,}28\) c) \(P(F)=0{,}34\); \(P(\bar{F})=0{,}66\) d) \(P_M(\bar{F})=0{,}8\); \(P(M\cap\bar{F})=0{,}24\) e) \(P_{\bar{M}}(F)=0{,}4\)
43746711
In einer Pralinenfabrik werden \(20\,\%\) der Packungen von Hand (\(H\)) und \(80\,\%\) maschinell (\(\bar H\)) verpackt. Bei den von Hand verpackten Packungen haben \(5\,\%\) einen Mangel (\(A\)); bei den maschinell verpackten sind es \(10\,\%\). Gib die sechs Astwahrscheinlichkeiten eines passenden Baumdiagramms an. a) Berechne die Gesamtwahrscheinlichkeit \(P(A)\). b) Bestimme \(P(H\cap\bar A)\). c) Berechne \(P_A(H)\) und deute den Wert im Sachzusammenhang. d) Prüfe rechnerisch, ob Verpackungsart und Auftreten eines Mangels stochastisch unabhängig sind.

Denkanstöße

- Welche beiden Wahrscheinlichkeiten gehören auf die erste Stufe? - Ergänze zu jeder Mangelrate die Gegenwahrscheinlichkeit innerhalb derselben Verpackungsart. - Welche Pfade oder Bezugsgruppen brauchst du in den einzelnen Teilfragen?

Lösung

1. Die sechs Astwahrscheinlichkeiten sind \(P(H)=0{,}2\), \(P(\bar H)=0{,}8\), \(P_H(A)=0{,}05\), \(P_H(\bar A)=0{,}95\), \(P_{\bar H}(A)=0{,}10\) und \(P_{\bar H}(\bar A)=0{,}90\). 2. Aus den beiden zu \(A\) führenden Pfaden folgt \(P(A)=0{,}2\cdot0{,}05+0{,}8\cdot0{,}1=0{,}09\). 3. Für den Pfad \(H\cap\bar A\) gilt \(P(H\cap\bar A)=0{,}2\cdot0{,}95=0{,}19\). 4. Der gemeinsame Anteil von \(H\) und \(A\) beträgt \(0{,}2\cdot0{,}05=0{,}01\). Daher ist \(P_A(H)=\frac{0{,}01}{0{,}09}=\frac{1}{9}\). Unter den mangelhaften Packungen wurde also ein Neuntel von Hand verpackt. 5. Für Unabhängigkeit müsste \(P_H(A)=P(A)\) gelten. Es ist \(P_H(A)=0{,}05\), während \(P(A)=0{,}09\). Die Ereignisse sind daher abhängig.

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: \(P(H)=0{,}2\), \(P(\bar H)=0{,}8\), \(P_H(A)=0{,}05\), \(P_H(\bar A)=0{,}95\), \(P_{\bar H}(A)=0{,}10\), \(P_{\bar H}(\bar A)=0{,}90\) a) \(P(A)=0{,}09\) b) \(P(H\cap\bar A)=0{,}19\) c) \(P_A(H)=\frac{1}{9}\); unter den mangelhaften Packungen wurde ein Neuntel von Hand verpackt. d) Nicht unabhängig, da \(P_H(A)=0{,}05\ne0{,}09=P(A)\).
43746911
In einer Fabrik werden Bauteile auf den Linien Isar (\(M_1\)) und Lech (\(M_2\)) gefertigt. \(E\), \(S\) und \(A\) stehen für die Qualitätsstufen „Exzellent“, „Standard“ und „Ausschuss“. a) Berechne: (1) \(P(M_2\cap A)\) (2) \(P(A)\) (3) \(P_{M_2}(S)\) (4) \(P_A(M_1)\) b) Begründe ohne Rechnung, warum \(P(M_1\cup E)=P(M_1)+P(M_2\cap E)\) gilt, und berechne anschließend den Wert.
Abbildung zur Aufgabe 437469

Denkanstöße

- Entscheide bei jeder Teilaufgabe zuerst, ob der gesuchte Wert an einem Ast, auf einem Pfad oder über mehrere Pfade liegt. - Bei einer umgekehrten Bedingung ist die Bezugsgruppe das Ereignis im Index. - Überlege bei der Vereinigung, welcher Teil von \(E\) bereits vollständig in \(M_1\) enthalten ist.

Lösung

1. Für den Pfad \(M_2\cap A\) gilt \(P(M_2\cap A)=0{,}25\cdot0{,}10=0{,}025\). 2. Das Ereignis \(A\) kann über beide Maschinen eintreten. Daher ist \(P(A)=0{,}75\cdot0{,}05+0{,}25\cdot0{,}10=0{,}0625\). 3. Die bedingte Wahrscheinlichkeit ist direkt am entsprechenden Ast ablesbar: \(P_{M_2}(S)=0{,}30\). 4. Für die umgekehrte Bedingung gilt \(P_A(M_1)=\frac{P(M_1\cap A)}{P(A)}=\frac{0{,}75\cdot0{,}05}{0{,}0625}=0{,}6\). 5. In \(P(M_1)\) sind bereits alle exzellenten Teile aus \(M_1\) enthalten. Zusätzlich gehören nur die exzellenten Teile aus \(M_2\) zur Vereinigung. Deshalb gilt die angegebene Zerlegung. 6. Somit ist \(P(M_1\cup E)=0{,}75+0{,}25\cdot0{,}60=0{,}90\).

Antwort

a) (1) \(P(M_2\cap A)=0{,}025\) (2) \(P(A)=0{,}0625\) (3) \(P_{M_2}(S)=0{,}30\) (4) \(P_A(M_1)=0{,}6\) b) \(M_1\cup E\) zerfällt disjunkt in \(M_1\) und \(M_2\cap E\); daher ist \(P(M_1\cup E)=0{,}90\).
43748011
Betrachte das zweistufige Zufallsexperiment mit den Ereignissen \(A\) und \(B\). 1. Vervollständige das Baumdiagramm. 2. Berechne \(P_B(A)\) und \(P_{\bar{B}}(A)\).
Abbildung zur Aufgabe 437480

Denkanstöße

- An jedem Verzweigungspunkt ergänzen sich die beiden Astwahrscheinlichkeiten zu \(1\). - Die Zahl am Pfadende beschreibt die Wahrscheinlichkeit des gesamten Pfades, nicht eines einzelnen Astes. - Für eine umgekehrte Bedingung brauchst du zuerst die Gesamtwahrscheinlichkeit der neuen Bezugsgruppe.

Lösung

1. Aus \(P(A)=0{,}4\) folgt \(P(\bar{A})=0{,}6\). 2. Für den Pfad \(A\cap B\) gilt \(0{,}4\cdot P_A(B)=0{,}1\). Daher ist \(P_A(B)=0{,}25\) und somit \(P_A(\bar{B})=0{,}75\). 3. Aus \(P_{\bar{A}}(\bar{B})=0{,}3\) folgt \(P_{\bar{A}}(B)=0{,}7\). 4. Die übrigen Pfadwahrscheinlichkeiten sind \(P(A\cap\bar{B})=0{,}4\cdot0{,}75=0{,}30\), \(P(\bar{A}\cap B)=0{,}6\cdot0{,}7=0{,}42\) und \(P(\bar{A}\cap\bar{B})=0{,}6\cdot0{,}3=0{,}18\). 5. Damit ist \(P(B)=0{,}1+0{,}42=0{,}52\) und \(P(\bar{B})=0{,}30+0{,}18=0{,}48\). 6. Somit gilt \(P_B(A)=\frac{0{,}1}{0{,}52}=\frac{5}{26}\) und \(P_{\bar{B}}(A)=\frac{0{,}30}{0{,}48}=0{,}625\).

Antwort

1. \(P(\bar{A})=0{,}6\), \(P_A(B)=0{,}25\), \(P_A(\bar{B})=0{,}75\), \(P_{\bar{A}}(B)=0{,}7\) 2. \(P_B(A)=\frac{5}{26}\); \(P_{\bar{B}}(A)=0{,}625\)
43748411
Bei einem Schnelltest auf eine seltene Pollenallergie gilt: \(2\,\%\) der betrachteten Personen haben die Allergie \(A\). Bei Personen mit Allergie ist der Test mit Wahrscheinlichkeit \(95\,\%\) positiv (\(+\)); bei Personen ohne Allergie \(\bar{A}\) ist er mit Wahrscheinlichkeit \(4\,\%\) positiv. a) Ergänze die fehlenden Wahrscheinlichkeiten im Baumdiagramm. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(-)\) für ein negatives Testergebnis. c) Bestimme \(P_A(-)\). d) Bestimme \(P(A\cap +)\). e) Beschreibe \(P_A(+)\) in eigenen Worten. f) Eine Person erhält ein positives Testergebnis. Bestimme \(P_+(A)\). Runde den Prozentwert auf eine Dezimalstelle.
Abbildung zur Aufgabe 437484

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeiten müssen sich an jeder Verzweigung zu \(1\) ergänzen? - Unterscheide einen einzelnen Ast von einem vollständigen Pfad durch den Baum. - Für ein bestimmtes Testergebnis können mehrere Pfade zum selben Ziel führen. - Bei f) ändert sich die Bezugsgruppe: Betrachtet werden nur noch Personen mit positivem Ergebnis.

Lösung

1. Es gilt \(P(\bar{A})=1-0{,}02=0{,}98\), \(P_A(-)=1-0{,}95=0{,}05\) und \(P_{\bar{A}}(-)=1-0{,}04=0{,}96\). 2. Für ein negatives Ergebnis führen zwei Pfade zum Ziel: \(P(-)=0{,}02\cdot0{,}05+0{,}98\cdot0{,}96=0{,}9418\). 3. Direkt aus dem ergänzten Baum folgt \(P_A(-)=0{,}05\). 4. Für den Pfad \(A\cap +\) gilt \(P(A\cap +)=0{,}02\cdot0{,}95=0{,}019\). 5. \(P_A(+)\) ist die Wahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis innerhalb der Gruppe der Personen mit Allergie. 6. Insgesamt ist \(P(+)=1-0{,}9418=0{,}0582\). Daher gilt \(P_+(A)=\frac{0{,}019}{0{,}0582}=\frac{95}{291}\approx0{,}3265\), also gerundet \(32{,}6\,\%\).

Antwort

a) \(P(\bar{A})=0{,}98\), \(P_A(-)=0{,}05\), \(P_{\bar{A}}(-)=0{,}96\) b) \(P(-)=0{,}9418\) c) \(P_A(-)=0{,}05=5\,\%\) d) \(P(A\cap +)=0{,}019\) e) \(P_A(+)\) ist die Wahrscheinlichkeit für einen positiven Test innerhalb der Gruppe der Personen mit Allergie. f) \(P_+(A)\approx32{,}6\,\%\)
43748511
Ein Online-Shop unterscheidet Bestellungen von Stammkunden (\(S\)) und Gelegenheitskunden (\(\bar{S}\)). Das Ereignis \(E\) bedeutet „Express-Versand gewählt“. a) Vervollständige alle fehlenden Zweigwahrscheinlichkeiten. b) Bestimme \(P(E)\). c) Berechne \(P_{\bar{E}}(S)\). d) Erkläre den Unterschied zwischen \(P(S\cap E)\) und \(P_S(E)\) im Sachzusammenhang. e) Interpretiere den Term \(\frac{0{,}4\cdot0{,}15}{0{,}6\cdot0{,}8+0{,}4\cdot0{,}15}\).
Abbildung zur Aufgabe 437485

Denkanstöße

- Welche Summe müssen die Zweigwahrscheinlichkeiten an jedem Knoten ergeben? - Welche beiden vollständigen Pfade enden bei \(E\)? - Welche Bestellungen bilden in c) die neue Bezugsgruppe? - Unterscheide bei d) zwischen einem Anteil an allen Bestellungen und einem Anteil innerhalb einer bereits festgelegten Gruppe.

Lösung

1. An jedem Knoten ergänzen sich die ausgehenden Zweigwahrscheinlichkeiten zu \(1\). Daher sind die fehlenden Werte \(P(\bar{S})=0{,}4\), \(P_S(\bar{E})=0{,}2\) und \(P_{\bar{S}}(\bar{E})=0{,}85\). 2. Für den Express-Versand gilt \(P(E)=0{,}6\cdot0{,}8+0{,}4\cdot0{,}15=0{,}54\). 3. Somit ist \(P(\bar{E})=0{,}46\). Der gemeinsame Anteil \(P(S\cap\bar{E})\) beträgt \(0{,}6\cdot0{,}2=0{,}12\). Daher gilt \(P_{\bar{E}}(S)=\frac{0{,}12}{0{,}46}=\frac{6}{23}\). 4. \(P(S\cap E)\) ist der Anteil aller Bestellungen, die beide Merkmale besitzen. \(P_S(E)\) ist dagegen der Express-Anteil innerhalb der Stammkundenbestellungen. 5. Der Zähler des Terms ist \(P(\bar{S}\cap E)\), der Nenner ist \(P(E)\). Der Term beschreibt deshalb \(P_E(\bar{S})\), also den Anteil der Gelegenheitskunden unter den Express-Bestellungen.

Antwort

a) \(P(\bar{S})=0{,}4\), \(P_S(\bar{E})=0{,}2\), \(P_{\bar{S}}(\bar{E})=0{,}85\) b) \(P(E)=0{,}54=54\,\%\) c) \(P_{\bar{E}}(S)=\frac{6}{23}\) d) \(P(S\cap E)\) bezieht sich auf alle Bestellungen; \(P_S(E)\) nur auf die Bestellungen von Stammkunden. e) Der Term ist \(P_E(\bar{S})\), der Anteil der Gelegenheitskunden unter den Express-Bestellungen.
43749211
Elektronische Chips werden in den Werken Seebach (\(S_1\)) und Sonnenfeld (\(S_2\)) produziert. \(60\,\%\) stammen aus Seebach und \(40\,\%\) aus Sonnenfeld. In Seebach sind \(4\,\%\) der Chips defekt, in Sonnenfeld \(7\,\%\). \(D\) bedeutet „Chip ist defekt“. Gib die Astwahrscheinlichkeiten eines passenden Baumdiagramms an. a) Bestimme \(P(D)\). b) Ein Chip ist defekt. Berechne \(P_D(S_1)\).

Denkanstöße

- Welche Information eignet sich für die erste Stufe des Baums? - Welche Defektrate gehört jeweils zu welchem Werk? - Welche vollständigen Pfade führen zum Ereignis \(D\)?

Lösung

1. Ein passender Baum verzweigt zuerst in Seebach mit \(0{,}60\) und Sonnenfeld mit \(0{,}40\). Danach folgen die Defektraten \(0{,}04/0{,}96\) beziehungsweise \(0{,}07/0{,}93\). 2. Die beiden zu \(D\) führenden Pfade haben die Wahrscheinlichkeiten \(0{,}60\cdot0{,}04=0{,}024\) und \(0{,}40\cdot0{,}07=0{,}028\). 3. Daher ist \(P(D)=0{,}024+0{,}028=0{,}052=5{,}2\,\%\). 4. Unter den defekten Chips entfällt der Anteil \(0{,}024\) auf Seebach. Somit gilt \(P_D(S_1)=\frac{0{,}024}{0{,}052}=\frac{6}{13}\).

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: zuerst \(0{,}60\) für Seebach und \(0{,}40\) für Sonnenfeld; danach \(0{,}04/0{,}96\) beziehungsweise \(0{,}07/0{,}93\). a) \(P(D)=0{,}052=5{,}2\,\%\) b) \(P_D(S_1)=\frac{6}{13}\)
43756211
In einer Schülergruppe bedeutet \(B\) „kommt mit dem Bus zur Schule“ und \(A\) „nimmt an einer Nachmittags-AG teil“. a) Deute die am Zweig von \(B\) zu \(A\) angegebene Wahrscheinlichkeit im Sachzusammenhang. b) Bestimme \(P_A(B)\).
Abbildung zur Aufgabe 437562

Denkanstöße

- Welche Gruppe ist durch den ersten Zweig \(B\) bereits festgelegt? - Welche vollständigen Pfade führen zur Nachmittags-AG? - Welche dieser Pfadwahrscheinlichkeiten gehört zugleich zu Bus und Nachmittags-AG?

Lösung

1. Der Zweig von \(B\) zu \(A\) trägt die Wahrscheinlichkeit \(P_B(A)=0{,}8\). Das bedeutet: Unter den Schülerinnen und Schülern, die mit dem Bus kommen, nehmen \(80\,\%\) an einer Nachmittags-AG teil. 2. Die beiden zu \(A\) führenden Pfade haben die Wahrscheinlichkeiten \(0{,}3\cdot0{,}8=0{,}24\) und \(0{,}7\cdot0{,}2=0{,}14\). Daher ist \(P(A)=0{,}38\). 3. Somit gilt \(P_A(B)=\frac{0{,}24}{0{,}38}=\frac{12}{19}\).

Antwort

a) \(P_B(A)=0{,}8\): Unter den Schülerinnen und Schülern, die mit dem Bus kommen, nehmen \(80\,\%\) an einer Nachmittags-AG teil. b) \(P_A(B)=\frac{12}{19}\)
43757811
An einer Schule fahren \(60\,\%\) regelmäßig mit dem Fahrrad (\(R\)). Unter den regelmäßig Radfahrenden tragen \(30\,\%\) meistens einen Helm (\(H\)); unter den übrigen Schülerinnen und Schülern sind es \(20\,\%\). Gib die Astwahrscheinlichkeiten eines passenden Baumdiagramms an. Jona möchte \(P_H(R)\) bestimmen und teilt \(P(R\cap H)\) durch \(P(R)\). Finde den Fehler und bestimme \(P_H(R)\) richtig.

Denkanstöße

- Welche beiden Gruppen stehen sinnvoll auf der ersten Stufe deines Baums? - Welche Gruppe ist bei \(P_H(R)\) bereits festgelegt? - Prüfe, ob Jonas' Nenner genau diese Bezugsgruppe beschreibt.

Lösung

1. Ein passender Baum verzweigt zuerst in \(R\) mit \(0{,}6\) und \(\bar R\) mit \(0{,}4\). Danach folgen die Helmanteile \(0{,}3/0{,}7\) beziehungsweise \(0{,}2/0{,}8\). 2. Der gemeinsame Anteil \(P(R\cap H)\) beträgt \(0{,}6\cdot0{,}3=0{,}18\). 3. Für \(P_H(R)\) ist die Bezugsgruppe \(H\), nicht \(R\). Deshalb ist \(P(R)\) der falsche Nenner. 4. Insgesamt gilt \(P(H)=0{,}18+0{,}4\cdot0{,}2=0{,}26\). 5. Somit ist \(P_H(R)=\frac{0{,}18}{0{,}26}=\frac{9}{13}\).

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: zuerst \(0{,}6\) für regelmäßige Fahrradnutzung und \(0{,}4\) für die übrige Gruppe; danach \(0{,}3/0{,}7\) beziehungsweise \(0{,}2/0{,}8\). Jona verwendet die falsche Bezugsgruppe im Nenner. Richtig ist \(P_H(R)=\frac{9}{13}\).
43758211
Bei einer Befragung geht es um regelmäßige Fahrradnutzung und darum, ob Personen meist einen Helm tragen. Ergänze die fehlenden Häufigkeiten und bestimme den Anteil der regelmäßig Radfahrenden unter den Personen, die meist einen Helm tragen.
Abbildung zur Aufgabe 437582

Denkanstöße

- Ergänze zuerst die Häufigkeit der Personen ohne regelmäßige Fahrradnutzung. - Die Häufigkeiten der beiden Nachfolger eines Knotens müssen zusammen die Häufigkeit dieses Knotens ergeben. - Welche Personen bilden für den gesuchten Anteil die Bezugsgruppe?

Lösung

1. Nicht regelmäßig Fahrrad fahren \(1200-450=750\) Personen. 2. Unter den Radfahrenden tragen \(450-360=90\) meist keinen Helm. Unter den übrigen Personen tragen \(750-150=600\) meist keinen Helm. 3. Insgesamt tragen \(360+150=510\) Personen meist einen Helm. 4. Unter diesen \(510\) Personen fahren \(360\) regelmäßig Fahrrad. Daher gilt \(P_{\text{Helm}}(\text{Fahrrad})=\frac{360}{510}=\frac{12}{17}\).

Antwort

Kein Helm nach „Fahrrad“: \(90\); kein Fahrrad: \(750\); kein Helm nach „kein Fahrrad“: \(600\). Der gesuchte Anteil beträgt \(\frac{12}{17}\).
43759011
In einer Personengruppe nutzen \(40\,\%\) eine Lernplattform intensiv (\(I\)); die übrigen \(60\,\%\) nutzen sie selten. Unter den intensiv Nutzenden bestehen \(85\,\%\) die Prüfung (\(B\)), unter den selten Nutzenden \(55\,\%\). Gib die Astwahrscheinlichkeiten eines passenden Baumdiagramms an. Für eine zufällig ausgewählte Person ist bekannt, dass sie die Prüfung bestanden hat. Bestimme \(P_B(I)\). Gib den Prozentwert auf eine Dezimalstelle gerundet an.

Denkanstöße

- Welche beiden Nutzungsgruppen stehen sinnvoll auf der ersten Stufe? - Welche Bestehensrate gehört jeweils zu dieser Gruppe? - Welche vollständigen Pfade bilden die Bezugsgruppe „bestanden“?

Lösung

1. Ein passender Baum verzweigt zuerst in intensive Nutzung mit \(0{,}4\) und seltene Nutzung mit \(0{,}6\). Danach folgen die Bestehensraten \(0{,}85/0{,}15\) beziehungsweise \(0{,}55/0{,}45\). 2. Der Pfad „intensive Nutzung und bestanden“ hat die Wahrscheinlichkeit \(P(I\cap B)=0{,}4\cdot0{,}85=0{,}34\). 3. Der zweite Pfad zum Ereignis \(B\) hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}6\cdot0{,}55=0{,}33\). Somit ist \(P(B)=0{,}34+0{,}33=0{,}67\). 4. Daher gilt \(P_B(I)=\frac{0{,}34}{0{,}67}=\frac{34}{67}\approx0{,}5075\). 5. Als Prozentwert auf eine Dezimalstelle gerundet ergibt sich \(50{,}7\,\%\).

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: zuerst \(0{,}4\) für intensive und \(0{,}6\) für seltene Nutzung; danach \(0{,}85/0{,}15\) beziehungsweise \(0{,}55/0{,}45\). \(P_B(I)=\frac{34}{67}\approx50{,}7\,\%\)
43759111
Von den Paketen sind \(0{,}3\,\%\) Expresspakete; die übrigen sind Standardpakete. Eine Sortieranlage leitet \(90\,\%\) der Expresspakete auf das Schnellband und außerdem \(2\,\%\) der Standardpakete. Ergänze die passenden absoluten Häufigkeiten an den noch offenen Knoten und Enden. Bestimme anschließend den Anteil der Expresspakete unter den Paketen auf dem Schnellband. Runde den Prozentwert auf eine Dezimalstelle.
Abbildung zur Aufgabe 437591

Denkanstöße

- Welche beiden Paketgruppen entstehen zuerst aus der Gesamtzahl im Baum? - Wie beziehen sich die beiden Sortierquoten jeweils auf diese Gruppen? - Welche Pakete bilden am Ende die Bezugsgruppe „Schnellband“?

Lösung

1. Von \(100\,000\) Paketen sind \(100\,000\cdot0{,}003=300\) Expresspakete; \(99\,700\) sind Standardpakete. 2. Von den \(300\) Expresspaketen werden \(300\cdot0{,}9=270\) auf das Schnellband geleitet und \(30\) nicht. 3. Von den \(99\,700\) Standardpaketen werden \(99\,700\cdot0{,}02=1994\) auf das Schnellband geleitet und \(97\,706\) nicht. 4. Insgesamt liegen \(270+1994=2264\) Pakete auf dem Schnellband. 5. Der Anteil der Expresspakete unter den Paketen auf dem Schnellband ist \(\frac{270}{2264}=\frac{135}{1132}\approx0{,}1193\), also gerundet \(11{,}9\,\%\).

Antwort

Expresspakete: \(300\), davon Schnellband \(270\) und anderes Band \(30\). Standardpakete: \(99\,700\), davon Schnellband \(1994\) und anderes Band \(97\,706\). Unter den Paketen auf dem Schnellband sind \(11{,}9\,\%\) Expresspakete.
43760311
Bei \(2\,\%\) der eingehenden E-Mails handelt es sich um Spam. Ein Filter markiert \(99\,\%\) der Spam-Mails und \(3\,\%\) der übrigen Mails als Spam. Mira sagt: „Wenn der Filter eine Mail markiert, ist sie mit \(99\,\%\) Wahrscheinlichkeit Spam.“ Gib die sechs Astwahrscheinlichkeiten eines passenden Baumdiagramms an und beurteile Miras Aussage rechnerisch.

Denkanstöße

- Welche zwei Gruppen bilden die erste Stufe? - Ergänze zu jeder Markierungsrate die Gegenwahrscheinlichkeit in derselben Gruppe. - Welche beiden vollständigen Pfade führen zu einer markierten Mail? - Vergleiche die Bedingungsrichtung der \(99\,\%\) mit der Bedingungsrichtung von Miras Aussage.

Lösung

1. Die sechs Astwahrscheinlichkeiten sind \(P(S)=0{,}02\), \(P(\bar S)=0{,}98\), \(P_S(M)=0{,}99\), \(P_S(\bar M)=0{,}01\), \(P_{\bar S}(M)=0{,}03\) und \(P_{\bar S}(\bar M)=0{,}97\), wobei \(S\) für „Spam“ und \(M\) für „markiert“ steht. 2. Der gemeinsame Anteil „Spam und markiert“ beträgt \(0{,}02\cdot0{,}99=0{,}0198\). 3. Der gemeinsame Anteil „kein Spam und markiert“ beträgt \(0{,}98\cdot0{,}03=0{,}0294\). 4. Insgesamt werden \(0{,}0198+0{,}0294=0{,}0492\) der Mails markiert. 5. Unter den markierten Mails beträgt der Spam-Anteil \(\frac{0{,}0198}{0{,}0492}=\frac{33}{82}\). 6. Die \(99\,\%\) beschreiben die Markierungsrate unter den Spam-Mails, nicht den Spam-Anteil unter den markierten Mails. Miras Aussage ist daher falsch.

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: \(P(S)=0{,}02\), \(P(\bar S)=0{,}98\), \(P_S(M)=0{,}99\), \(P_S(\bar M)=0{,}01\), \(P_{\bar S}(M)=0{,}03\), \(P_{\bar S}(\bar M)=0{,}97\) Miras Aussage ist falsch. Unter den markierten Mails beträgt der Spam-Anteil \(\frac{33}{82}\), nicht \(99\,\%\).
43760511
An \(20\,\%\) der betrachteten Tage regnet es. An einem Regentag wird mit Wahrscheinlichkeit \(95\,\%\) eine Regenwarnung ausgegeben. An einem trockenen Tag wird mit Wahrscheinlichkeit \(10\,\%\) trotzdem eine Regenwarnung ausgegeben. Jonas behauptet nach einem Tag ohne Regenwarnung: „Dann regnet es sicher nicht.“ Gib die Astwahrscheinlichkeiten eines passenden Baumdiagramms an, prüfe Jonas' Aussage und bestimme den Anteil der Regentage unter den Tagen ohne Warnung.

Denkanstöße

- Welche beiden Möglichkeiten stehen auf der ersten Stufe deines Baums? - Gibt es einen vollständigen Pfad, der zugleich „Regen“ und „keine Warnung“ beschreibt? - Welche Tage bilden die Bezugsgruppe für die gesuchte Wahrscheinlichkeit?

Lösung

1. Ein passender Baum verzweigt zuerst in „Regen“ mit \(0{,}2\) und „trocken“ mit \(0{,}8\). Nach „Regen“ folgen „Warnung“ mit \(0{,}95\) und „keine Warnung“ mit \(0{,}05\); nach „trocken“ folgen \(0{,}1\) und \(0{,}9\). 2. Der Pfad „Regen und keine Warnung“ hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}2\cdot0{,}05=0{,}01\). 3. Der Pfad „trocken und keine Warnung“ hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8\cdot0{,}9=0{,}72\). 4. Ohne Warnung liegen insgesamt \(0{,}01+0{,}72=0{,}73\) der Tage. 5. Unter den Tagen ohne Warnung beträgt der Regenanteil \(\frac{0{,}01}{0{,}73}=\frac{1}{73}\). Regen ist daher nicht ausgeschlossen.

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: zuerst \(0{,}2\) für Regen und \(0{,}8\) für trocken; danach \(0{,}95/0{,}05\) beziehungsweise \(0{,}1/0{,}9\). Jonas' Aussage ist falsch. Unter den Tagen ohne Warnung beträgt der Regenanteil \(\frac{1}{73}\).
55350511
\(55\,\%\) der Schülerinnen und Schüler nutzen an einem Schultag die Mensa (Ereignis \(M\)). Von den Mensagästen wählen \(30\,\%\) ein vegetarisches Gericht (Ereignis \(V\)). Von den übrigen Schülerinnen und Schülern wählen \(50\,\%\) ein vegetarisches Gericht. Ein Baumdiagramm soll in der ersten Stufe nach \(M\) beziehungsweise \(\bar{M}\) verzweigen. Gib die sechs Astwahrscheinlichkeiten dieses Baumdiagramms an und bestimme anschließend \(P(V)\).

Denkanstöße

- Welche Angabe beschreibt die Gesamtgruppe und gehört deshalb in die erste Stufe? - Ergänze an jeder Verzweigung die Wahrscheinlichkeit des Gegenereignisses. - Welche vollständigen Pfade führen zum Ereignis \(V\)?

Lösung

1. In der ersten Stufe gilt \(P(M)=0{,}55\) und \(P(\bar{M})=0{,}45\). 2. Unter \(M\) gilt \(P_M(V)=0{,}30\) und damit \(P_M(\bar{V})=0{,}70\). 3. Unter \(\bar{M}\) gilt \(P_{\bar{M}}(V)=0{,}50\) und damit \(P_{\bar{M}}(\bar{V})=0{,}50\). 4. Die beiden Pfade zu \(V\) haben die Wahrscheinlichkeiten \(0{,}55\cdot0{,}30=0{,}165\) und \(0{,}45\cdot0{,}50=0{,}225\). 5. Daher ist \(P(V)=0{,}165+0{,}225=0{,}39=39\,\%\).

Antwort

Astwahrscheinlichkeiten: \(P(M)=0{,}55\), \(P(\bar{M})=0{,}45\), \(P_M(V)=0{,}30\), \(P_M(\bar{V})=0{,}70\), \(P_{\bar{M}}(V)=0{,}50\), \(P_{\bar{M}}(\bar{V})=0{,}50\). Außerdem gilt \(P(V)=0{,}39=39\,\%\).
43747911
Netzteile stammen von Alton (\(A\)) oder Bergon (\(B\)). Das Ereignis \(D\) bedeutet „Netzteil ist defekt“. a) Berechne die Gesamtwahrscheinlichkeit \(P(D)\). b) Ein zufällig ausgewähltes Netzteil ist defekt. Bestimme \(P_D(B)\). Runde den Prozentwert auf eine Dezimalstelle. c) Die Defektquote von Alton bleibt unverändert. Auf welchen Wert müsste die Defektquote von Bergon sinken, damit \(D\) von der Herstellerwahl unabhängig ist? Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 437479

Denkanstöße

- Welche vollständigen Pfade führen zum Ereignis \(D\)? - Bei der umgekehrten Bedingung ist die Bezugsgruppe die Menge aller defekten Netzteile. - Überlege für c), was Unabhängigkeit über die Defektwahrscheinlichkeit innerhalb jeder Herstellergruppe aussagt.

Lösung

1. Die beiden Pfade zu \(D\) ergeben \(P(D)=0{,}70\cdot0{,}01+0{,}30\cdot0{,}04=0{,}019\). 2. Der Anteil der defekten Netzteile aus \(B\) beträgt \(P(B\cap D)=0{,}30\cdot0{,}04=0{,}012\). Daher ist \(P_D(B)=\frac{0{,}012}{0{,}019}=\frac{12}{19}\approx0{,}6316\), also gerundet \(63{,}2\,\%\). 3. Unabhängigkeit bedeutet hier, dass die Defektwahrscheinlichkeit in beiden Herstellern gleich ist. Da \(P_A(D)=0{,}01\) feststeht, muss auch \(P_B(D)=0{,}01\) gelten.

Antwort

a) \(P(D)=0{,}019=1{,}9\,\%\) b) \(P_D(B)\approx63{,}2\,\%\) c) Die Defektquote von Bergon muss auf \(1\,\%\) sinken.
43757011
Zusätzlich zum Baumdiagramm gilt \(P(B)=0{,}7\). Zeige, dass die Angaben nicht gleichzeitig möglich sind.
Abbildung zur Aufgabe 437570

Denkanstöße

- Welche Angaben im Baum legen bereits gemeinsame Wahrscheinlichkeiten fest? - Welche Bedingungen muss jede noch fehlende Wahrscheinlichkeit erfüllen? - Woran würdest du erkennen, dass die Angaben nicht gleichzeitig möglich sein können?

Lösung

1. Auf dem Pfad \(A\cap B\) muss \(0{,}8\cdot P_A(B)=0{,}4\) gelten. Daher ist \(P_A(B)=0{,}5\). 2. Von der Gesamtwahrscheinlichkeit \(P(B)=0{,}7\) entfallen bereits \(0{,}4\) auf \(A\cap B\). Somit müsste \(P(\bar{A}\cap B)=0{,}3\) gelten. 3. Da \(P(\bar{A})=0{,}2\) ist, müsste am entsprechenden Ast \(P_{\bar{A}}(B)=\frac{0{,}3}{0{,}2}=1{,}5\) stehen. 4. Eine Wahrscheinlichkeit kann nicht größer als \(1\) sein. Die Angaben sind daher widersprüchlich.

Antwort

Die Angaben sind unmöglich, weil daraus \(P_{\bar{A}}(B)=1{,}5>1\) folgen würde.
43757511
Bei gegebenem Gesundheitszustand werden zwei Wiederholungen desselben Tests als unabhängig angenommen. Eine Person erhält zuerst ein positives und danach ein negatives Ergebnis. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Person krank ist. Gib das Ergebnis in Prozent auf zwei Dezimalstellen an.
Abbildung zur Aufgabe 437575

Denkanstöße

- Verfolge in beiden Ausgangsgruppen genau die Ergebnisfolge „positiv, negativ“. - Welche zwei vollständigen Pfade gehören zu dieser beobachteten Ergebnisfolge? - Die gesuchte Gruppe ist ein Teil aller Personen mit genau dieser Folge.

Lösung

1. Der Pfad „krank, positiv, negativ“ hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}02\cdot0{,}95\cdot0{,}05=0{,}00095\). 2. Der Pfad „nicht krank, positiv, negativ“ hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}98\cdot0{,}02\cdot0{,}98=0{,}019208\). 3. Die Ergebnisfolge „positiv, negativ“ tritt insgesamt mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}00095+0{,}019208=0{,}020158\) auf. 4. Unter allen Personen mit dieser Ergebnisfolge ist der Anteil der Kranken \(\frac{0{,}00095}{0{,}020158}\approx0{,}0471\). Das sind gerundet \(4{,}71\,\%\).

Antwort

\(4{,}71\,\%\)
43760211
Für dieselbe Krankheit werden ein Schnelltest und ein Labortest durchgeführt. \(S+\) und \(S-\) stehen für ein positives bzw. negatives Ergebnis des Schnelltests; \(L+\) und \(L-\) entsprechend für den Labortest. Bei gegebenem Gesundheitszustand werden die beiden Testergebnisse als unabhängig angenommen. Eine Person erhält bei beiden Tests ein positives Ergebnis. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Person krank ist.
Abbildung zur Aufgabe 437602

Denkanstöße

- Welche Beobachtung ist bei der Person bereits festgelegt, und welche vollständigen Pfade passen genau dazu? - Welche dieser passenden Pfade gehören zur Gruppe „krank“? - Welche Bezugsgruppe braucht die gesuchte bedingte Wahrscheinlichkeit?

Lösung

1. Der Pfad „krank, \(S+\), \(L+\)“ hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}1\cdot0{,}9\cdot0{,}8=0{,}072\). 2. Der Pfad „nicht krank, \(S+\), \(L+\)“ hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}9\cdot0{,}05\cdot0{,}1=0{,}0045\). 3. Beide positiven Testergebnisse treten insgesamt mit Wahrscheinlichkeit \(0{,}072+0{,}0045=0{,}0765\) auf. 4. Der Anteil der Kranken unter diesen Fällen ist \(\frac{0{,}072}{0{,}0765}=\frac{16}{17}\).

Antwort

\(\frac{16}{17}\)
43760411
Ein Schnelltest und ein Labortest werden bei Gruppen mit gleicher Krankheitshäufigkeit verglichen. Bei welchem Verfahren ist ein positives Ergebnis verlässlicher? Berechne dafür jeweils den Anteil der Kranken unter den Personen mit positivem Ergebnis und begründe den Vergleich.
Abbildung zur Aufgabe 437604

Denkanstöße

- Welche Bedingung ist bei „unter den positiven Ergebnissen krank“ bereits festgelegt? - Welche Informationen im jeweiligen Baum bestimmen diese Bezugsgruppe? - Vergleiche beide Verfahren nach genau demselben Anteil.

Lösung

1. Beim Schnelltest beträgt der gemeinsame Anteil „krank und positiv“ \(0{,}01\cdot0{,}95=0{,}0095\). Der Anteil „gesund und positiv“ beträgt \(0{,}99\cdot0{,}01=0{,}0099\). 2. Damit ist beim Schnelltest der Krankenanteil unter den positiven Ergebnissen \(\frac{0{,}0095}{0{,}0095+0{,}0099}=\frac{95}{194}\). 3. Beim Labortest beträgt der gemeinsame Anteil „krank und positiv“ \(0{,}01\cdot0{,}99=0{,}0099\), der Anteil „gesund und positiv“ \(0{,}99\cdot0{,}03=0{,}0297\). 4. Beim Labortest ergibt sich daher \(\frac{0{,}0099}{0{,}0099+0{,}0297}=\frac{1}{4}\). 5. Beim Schnelltest ist der Anteil der Kranken unter den positiven Ergebnissen größer. Der Labortest erkennt zwar einen etwas größeren Anteil der Kranken, erzeugt aber in der viel größeren gesunden Gruppe mehr positive Fehlmeldungen.

Antwort

Schnelltest: \(\frac{95}{194}\) Labortest: \(\frac{1}{4}\) Damit ist ein positives Ergebnis beim Schnelltest verlässlicher.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.