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In Modelldaten aus mehreren Gymnasien erzielen Schülerinnen und Schüler, die ein Musikinstrument spielen, im Durchschnitt bessere Mathematiknoten als andere. In einer Schulkonferenz wird deshalb gefordert: „Alle müssen verpflichtend ein Instrument lernen, damit die Mathematikleistungen steigen.“
Nimm zu dieser Forderung Stellung. Unterscheide Korrelation und Kausalität und nenne eine mögliche Drittvariable, die den beobachteten Zusammenhang erklären könnte.
Denkanstöße
- Welche Aussage machen die Modelldaten tatsächlich über das gemeinsame Auftreten der beiden Merkmale?
- Welche zusätzliche Behauptung steckt in der vorgeschlagenen Maßnahme?
- Suche nach einem dritten Faktor, der beide beobachteten Merkmale beeinflussen könnte.
Lösung
1. Die Modelldaten beschreiben eine Korrelation: Instrumentalspiel und bessere Mathematiknoten treten statistisch häufiger gemeinsam auf.
2. Daraus folgt nicht, dass das Instrumentalspiel die bessere Mathematikleistung verursacht. Die Forderung setzt eine Ursache-Wirkungs-Beziehung voraus, die durch die Beobachtung allein nicht belegt ist.
3. Eine mögliche Drittvariable ist beispielsweise ein bildungsnahes familiäres Umfeld. Es kann sowohl den Zugang zu Musikunterricht als auch schulische Unterstützung beeinflussen.
4. Die geforderte Maßnahme lässt sich daher mit diesen Daten allein nicht als wirksam begründen.
Antwort
Die Forderung verwechselt Korrelation mit Kausalität. Eine mögliche Drittvariable ist etwa ein bildungsnahes familiäres Umfeld, das sowohl Musizieren als auch schulische Leistung beeinflussen kann.
