Die Konzentration eines Medikaments im Blut eines Patienten lässt sich nach der Einnahme durch die Funktionenschar \(c_k\) mit \(c_k(t) = k \cdot t \cdot e^{-0{,}25t}\) modellieren. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit der Einnahme (\(t \ge 0\)) und \(c_k(t)\) die Konzentration in \(\text{mg/L}\). Der Parameter \(k > 0\) hängt von der Dosierung ab.
a) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Konzentration ihr Maximum erreicht. Zeige rechnerisch, dass dieser Zeitpunkt unabhängig vom Parameter \(k\) ist.
b) Ein Arzt möchte eine maximale Konzentration von genau \(4\,\text{mg/L}\) erreichen. Welchen Wert muss der Parameter \(k\) in diesem Fall annehmen?
c) Untersuche das langfristige Verhalten der Konzentration für \(t \to \infty\).
d) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Konzentration am stärksten abnimmt.

Denkanstöße
- Überlege dir, welche Ableitungsregeln für das Differenzieren der Funktion nötig sind.
- Wie hängen Extremstellen und die erste Ableitung zusammen?
- Setze den berechneten Zeitpunkt in die Funktionsgleichung ein, um Bedingungen für den Parameter aufzustellen.
- Betrachte für das langfristige Verhalten, welcher Teil des Funktionsterms das Gesamtergebnis dominiert.
- Der stärkste Anstieg oder Rückgang einer Größe findet mathematisch an den Wendestellen statt.
Lösung
1. Ableitungsfunktion bilden: \(c_k'(t) = k \cdot e^{-0{,}25t} + k \cdot t \cdot (-0{,}25) \cdot e^{-0{,}25t} = k \cdot (1 - 0{,}25t) \cdot e^{-0{,}25t}\).
2. Zeitpunkt des Maximums: \(c_k'(t) = 0 \implies 1 - 0{,}25t = 0 \implies t = 4\). Da \(k\) in der Gleichung gekürzt werden kann, ist der Zeitpunkt \(t = 4\,\text{h}\) unabhängig von \(k\).
3. Parameter \(k\) für Maximalkonzentration \(4\,\text{mg/L}\): \(c_k(4) = k \cdot 4 \cdot e^{-0{,}25 \cdot 4} = 4k \cdot e^{-1} = 4 \implies k = e \approx 2{,}718\).
4. Grenzwertuntersuchung: Da die Exponentialfunktion \(e^{-0{,}25t}\) für große \(t\) stärker gegen 0 strebt als die lineare Funktion \(k \cdot t\) wächst, gilt \(\lim_{t \to \infty} c_k(t) = 0\).
5. Stärkster Rückgang (Wendepunkt): \(c_k''(t) = k \cdot (-0{,}25) \cdot e^{-0{,}25t} \cdot (1 - 0{,}25t) + k \cdot e^{-0{,}25t} \cdot (-0{,}25) = k \cdot (0{,}0625t - 0{,}5) \cdot e^{-0{,}25t}\). \(c_k''(t) = 0 \implies 0{,}0625t = 0{,}5 \implies t = 8\,\text{h}\).
Antwort
a) Die maximale Konzentration wird nach \(t = 4\,\text{h}\) erreicht. Da \(c_k'(t) = k \cdot (1 - 0{,}25t) \cdot e^{-0{,}25t}\) nur für \(t = 4\) den Wert Null annimmt und \(k\) dabei keine Rolle spielt, ist der Zeitpunkt unabhängig von \(k\).
b) Der Parameter muss den Wert \(k = e \approx 2{,}718\) annehmen.
c) Die Konzentration nähert sich langfristig dem Wert \(0\,\text{mg/L}\) an.
d) Die Konzentration nimmt nach \(t = 8\,\text{h}\) am stärksten ab.