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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Wachstums- und Zerfallsmodelle

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55689012
Zwei Bestände werden in gleichen Zeitabständen beobachtet: A: \(100,\ 130,\ 160,\ 190\) B: \(100,\ 130,\ 169,\ 219{,}7\) Welcher Bestand passt zu einem exponentiellen Wachstumsmodell? Begründe deine Entscheidung mit einer Größe, die bei exponentiellem Wachstum über gleiche Zeitabstände konstant bleibt.

Denkanstöße

- Vergleiche nicht nur die Abstände zwischen den Zahlen, sondern auch die Quotienten aufeinanderfolgender Werte. - Welche dieser beiden Größen bleibt bei einem exponentiellen Modell in gleichen Zeitabständen konstant?

Lösung

1. Bei A sind die Differenzen konstant: jeweils \(30\). Die Quotienten ändern sich. Das entspricht linearem Wachstum. 2. Bei B sind die Quotienten konstant: \(130:100=169:130=219{,}7:169=1{,}3\). Damit liegt ein konstanter Wachstumsfaktor vor. B passt zu einem exponentiellen Wachstumsmodell.

Antwort

Bestand B. Der Quotient aufeinanderfolgender Werte ist jeweils \(1{,}3\); der Wachstumsfaktor ist also konstant.
55689112
Eine Größe nimmt in jedem Zeitintervall um \(12\,\%\) ab. Gib den zugehörigen Zerfallsfaktor \(q\) an.

Denkanstöße

- Welcher prozentuale Anteil bleibt nach der Abnahme erhalten? - Schreibe diesen verbleibenden Anteil als Dezimalzahl.

Lösung

1. Nach einer Abnahme um \(12\,\%\) verbleiben \(100\,\%-12\,\%=88\,\%\). 2. Daher ist der Zerfallsfaktor \(q=0{,}88\).

Antwort

\(q=0{,}88\)
55689212
Ein Zerfallsmodell ist gegeben durch \(N(t)=80\cdot0{,}5^{t/6}\), wobei \(t\) in Stunden gemessen wird. Lies direkt aus dem Funktionsterm den Anfangswert und die Halbwertszeit ab.

Denkanstöße

- Welcher Funktionswert ergibt sich zum Zeitpunkt \(t=0\)? - Bei welcher Erhöhung von \(t\) wächst der Exponent genau um \(1\)?

Lösung

1. Für \(t=0\) gilt \(N(0)=80\). Der Anfangswert ist daher \(80\). 2. Erhöht sich \(t\) um \(6\) Stunden, so wächst der Exponent um \(1\) und der Funktionswert wird mit \(0{,}5\) multipliziert. Die Halbwertszeit beträgt daher \(6\,\text{h}\).

Antwort

Anfangswert: \(80\); Halbwertszeit: \(6\,\text{h}\)
42614012
Ein fiktives Sparkonto bietet einen Zinssatz von \(100\,\%\) pro Jahr. Wird das Jahr in \(n\) gleich lange Verzinsungsperioden unterteilt, so wächst ein Anfangskapital von \(K_0 = 100{,}00\,\text{€}\) nach einem Jahr auf das Endkapital \(K_n = 100 \cdot \left(1 + \frac{1}{n}\right)^n\,\text{€}\) an. 1. Berechne das Endkapital \(K_n\) für jährliche (\(n=1\)), monatliche (\(n=12\)) und tägliche (\(n=365\)) Verzinsung. Runde die Ergebnisse auf Cent. 2. Gib den Grenzwert von \(K_n\) für \(n \to \infty\) an (kontinuierliche Verzinsung). Wie hoch ist das Kapital in diesem theoretischen Fall? 3. Bestimme die Differenz zwischen dem Kapital bei täglicher Verzinsung und dem Kapital bei kontinuierlicher Verzinsung.

Denkanstöße

- Nutze den Taschenrechner für die Potenzen, achte aber auf die Rundungsvorgaben. - Was passiert mit dem Ausdruck in der Klammer, wenn \(n\) sehr groß wird, und wie hängt das mit der Definition von \(e\) zusammen? - Verwende für \(e\) einen ausreichend genauen Wert aus deinem Taschenrechner, um die Differenz zu bestimmen.

Lösung

1. Berechnung der Kapitalwerte: Für \(n=1\): \(K_1 = 100 \cdot (1+1)^1 = 200{,}00\,\text{€}\). Für \(n=12\): \(K_{12} = 100 \cdot (1+\frac{1}{12})^{12} \approx 100 \cdot 2{,}613035 \approx 261{,}30\,\text{€}\). Für \(n=365\): \(K_{365} = 100 \cdot (1+\frac{1}{365})^{365} \approx 100 \cdot 2{,}714567 \approx 271{,}46\,\text{€}\). 2. Grenzwertbetrachtung: Der Term \((1+\frac{1}{n})^n\) strebt für \(n \to \infty\) gegen die Eulersche Zahl \(e \approx 2{,}71828\). Das Kapital bei kontinuierlicher Verzinsung beträgt \(K_{\infty} = 100 \cdot e \approx 271{,}83\,\text{€}\). 3. Differenzberechnung: Differenz \(\Delta K = K_{\infty} - K_{365} = 271{,}828\ldots - 271{,}456\ldots \approx 0{,}372\ldots\,\text{€}\). Gerundet auf Cent ergibt sich eine Differenz von \(0{,}37\,\text{€}\).

Antwort

1. \(K_1 = 200{,}00\,\text{€}\); \(K_{12} \approx 261{,}30\,\text{€}\); \(K_{365} \approx 271{,}46\,\text{€}\) 2. \(K_{\infty} = 100 \cdot e \approx 271{,}83\,\text{€}\) 3. Die Differenz beträgt ca. \(0{,}37\,\text{€}\).
42644312
Für ein hypothetisches Bakterienmodell gilt: Zu Beginn der Beobachtung werden \(1200\) Bakterien angesetzt, nach \(5\) Stunden \(3000\). Bestimme einen Funktionsterm der Form \(f(t)=be^{kt}\), der die Anzahl in Abhängigkeit von \(t\) in Stunden beschreibt.

Denkanstöße

- Welcher Parameter folgt unmittelbar aus dem Wert bei \(t=0\)? - Setze den zweiten gegebenen Zeitpunkt in die Modellform ein. - Wie kannst du eine Gleichung lösen, in der die Unbekannte im Exponenten steht?

Lösung

1. Aus \(f(0)=1200\) folgt \(b=1200\). 2. Mit \(f(5)=3000\) gilt \(1200e^{5k}=3000\), also \(e^{5k}=2{,}5\). 3. Logarithmieren liefert \(5k=\ln(2{,}5)\), somit \(k=\frac{\ln(2{,}5)}{5}\approx0{,}1833\). 4. Daher ist \(f(t)=1200e^{\frac{\ln(2{,}5)}{5}t}\).

Antwort

\(f(t)=1200e^{\frac{\ln(2{,}5)}{5}t}\approx1200e^{0{,}1833t}\)
42644412
Der Wert einer Industrieanlage sinkt durch Alterung jährlich um \(12\,\%\). Der Anschaffungswert zum Zeitpunkt \(t=0\) beträgt \(45\,000\,\text{€}\). Gib eine Funktionsgleichung der Form \(f(t) = be^{kt}\) an, die den Wert der Anlage nach \(t\) Jahren beschreibt.

Denkanstöße

- Was bedeutet eine Abnahme von \(12\,\%\) für den Wert nach einem Jahr im Vergleich zum Vorjahr? - Wie hängen die Wachstumsfaktoren \(a\) und \(e^k\) zusammen? - Ist bei einem Wertverlust ein positives oder ein negatives Vorzeichen für \(k\) zu erwarten? - Denke daran, den Prozentsatz zuerst in einen Dezimalfaktor umzuwandeln.

Lösung

1. Identifikation des Startwerts: Der Anschaffungswert entspricht \(f(0)\), daher ist \(b = 45\,000\). 2. Ermittlung des jährlichen Wachstumsfaktors \(a\): Bei einer Abnahme von \(12\,\%\) beträgt der Faktor \(a = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\). 3. Umrechnung in die Basis \(e\): Es gilt der Zusammenhang \(e^k = a\), also \(e^k = 0{,}88\). 4. Berechnung der Wachstumskonstante \(k\): Durch Logarithmieren erhält man \(k = \ln(0{,}88) \approx -0{,}1278\). 5. Aufstellen des Funktionsterms: \(f(t) = 45\,000e^{-0{,}1278t}\).

Antwort

\(f(t) = 45\,000e^{\ln(0{,}88)t} \approx 45\,000e^{-0{,}1278t}\)
42644512
Gegeben sind die drei Bestandsfunktionen: (1) \(f_1(t) = 600e^{0{,}05t}\) (2) \(f_2(t) = 450e^{-0{,}12t}\) (3) \(f_3(t) = 600e^{-0{,}05t}\) a) Welcher Bestand hat zum Zeitpunkt \(t=0\) den geringsten Wert? Gib diesen Wert an. b) Welche der Funktionen beschreiben einen Zerfallsprozess? Begründe deine Entscheidung mithilfe der Parameter im Exponenten. c) Berechne für die Funktion \(f_1(t)\) den Bestand nach \(t=20\) Zeiteinheiten (runde auf zwei Dezimalstellen).

Denkanstöße

- Wie bestimmt man mathematisch den Wert eines Bestands zu Beginn der Beobachtung? - Welchen Wert nimmt die Potenz \(e^0\) an? - Achte auf das Vorzeichen der Zahl im Exponenten. Was bedeutet ein positives oder negatives Vorzeichen für die Entwicklung des Funktionswerts? - Setze den gesuchten Zeitpunkt für die entsprechende Variable in die Funktionsgleichung ein.

Lösung

1. Berechnung der Anfangswerte durch Einsetzen von \(t=0\): \(f_1(0) = 600 \cdot e^0 = 600\), \(f_2(0) = 450 \cdot e^0 = 450\) und \(f_3(0) = 600 \cdot e^0 = 600\). Ergebnis: Funktion (2) hat mit \(450\) den geringsten Anfangswert. 2. Analyse des Wachstumsparameters \(k\) im Exponenten \(e^{kt}\): Ein negativer Wert (\(k < 0\)) kennzeichnet einen Zerfallsprozess. Ergebnis: Die Funktionen (2) mit \(k = -0{,}12\) und (3) mit \(k = -0{,}05\) beschreiben Zerfallsprozesse. 3. Berechnung des Funktionswertes für \(f_1(20)\): \(f_1(20) = 600 \cdot e^{0{,}05 \cdot 20} = 600 \cdot e^1 \approx 1630{,}97\).

Antwort

a) Der Bestand (2) hat mit \(450\) den geringsten Anfangswert. b) Die Funktionen (2) und (3) beschreiben einen Zerfallsprozess, da die Koeffizienten im Exponenten (\(-0{,}12\) bzw. \(-0{,}05\)) negativ sind. c) Der Bestand nach \(20\) Zeiteinheiten beträgt ca. \(1630{,}97\).
42645512
Gegeben ist die Funktionsgleichung eines Zerfallsprozesses durch \(h(t) = 250 \cdot 0{,}75^t\), wobei \(t\) die Zeit in Sekunden angibt. 1. Gib die Funktion in der Form \(h(t) = h(0)e^{kt}\) an (runde \(k\) auf vier Dezimalstellen). 2. Berechne die Halbwertszeit \(T_H\) des Prozesses. 3. Bestimme die prozentuale Abnahme pro Sekunde.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Funktionswert zum Zeitpunkt \(t = 0\)? - Wie hängen die Basis der Exponentialfunktion und die Eulersche Zahl \(e\) über den natürlichen Logarithmus zusammen? - Bei der Halbwertszeit hat sich der Anfangswert halbiert – welchen Wert muss der Ausdruck mit der Basis dann annehmen? - Wie lässt sich die Änderung pro Zeiteinheit aus dem Wachstumsfaktor \(b\) ablesen?

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(h(0) = 250\). Die Basis \(0{,}75\) wird als \(e^k\) dargestellt, woraus folgt \(k = \ln(0{,}75) \approx -0{,}2877\). Die Funktionsgleichung lautet \(h(t) = 250e^{-0{,}2877t}\). 2. Zur Berechnung der Halbwertszeit wird die Gleichung \(0{,}75^{T_H} = 0{,}5\) nach \(T_H\) aufgelöst: \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}75)} \approx 2{,}41\,\text{s}\). 3. Die prozentuale Abnahme ergibt sich aus dem Wachstumsfaktor \(b = 0{,}75\). Die Abnahme beträgt \(1 - 0{,}75 = 0{,}25\), was \(25\,\%\) entspricht.

Antwort

1. \(h(t) = 250e^{-0{,}2877t}\) 2. \(T_H \approx 2{,}41\,\text{s}\) 3. Die Abnahme beträgt \(25\,\%\) pro Sekunde.
42645712
Für ein hypothetisches Modell einer Hefekultur gilt: Zu Beginn der Beobachtung beträgt die bedeckte Fläche \(15\,\text{cm}^2\), nach \(6\) Stunden \(45\,\text{cm}^2\). Die Fläche wird näherungsweise durch \(A(t)=A_0e^{kt}\) beschrieben, wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. 1. Bestimme \(A_0\) und die Wachstumskonstante \(k\). Gib \(k\) exakt an. 2. Ermittle die Modellfläche nach \(12\) Stunden.

Denkanstöße

- Welcher Parameter folgt direkt aus dem Wert bei \(t=0\)? - Setze den zweiten gegebenen Zeitpunkt in das Modell ein. - Welche Umkehrfunktion hilft dir, wenn die Unbekannte im Exponenten steht? - Nutze beim zweiten Teil die exakte Form des Parameters, bevor du vereinfachst.

Lösung

1. Aus \(A(0)=A_0\) folgt \(A_0=15\). Mit \(A(6)=45\) gilt \(15e^{6k}=45\), also \(e^{6k}=3\). Daher ist \(k=\frac{\ln(3)}{6}\). 2. Damit ist \(A(12)=15e^{2\ln(3)}=15\cdot9=135\,\text{cm}^2\).

Antwort

1. \(A_0=15\); \(k=\frac{\ln(3)}{6}\) 2. \(135\,\text{cm}^2\)
42646312
Für eine fiktive Algenkultur werden folgende Modellwerte angesetzt: Zu Beginn beträgt die Fläche \(400\,\text{cm}^2\), nach zwei Tagen \(600\,\text{cm}^2\) und nach vier Tagen \(900\,\text{cm}^2\). a) Untersuche rechnerisch, ob ein lineares oder ein exponentielles Wachstumsmodell die Werte besser beschreibt. b) Bestimme die Funktionsgleichung für das passende Modell. c) Berechne die Modellfläche nach insgesamt einer Woche und runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Vergleiche für gleiche Zeitintervalle zuerst die absoluten Änderungen und anschließend die Quotienten. - Welche dieser beiden Größen müsste bei einem linearen beziehungsweise exponentiellen Modell konstant sein? - Wie oft steckt das Zweitagesintervall in einer Zeitspanne von \(t\) Tagen?

Lösung

1. Für ein lineares Modell müssten die absoluten Zuwächse in gleichen Zeitintervallen konstant sein. Hier sind es \(600-400=200\) und \(900-600=300\); das passt nicht. 2. Die Quotienten sind dagegen \(\frac{600}{400}=1{,}5\) und \(\frac{900}{600}=1{,}5\). Daher beschreibt ein exponentielles Modell die Werte exakt. 3. Der Faktor für zwei Tage ist \(1{,}5\). Somit ist \(f(t)=400\cdot1{,}5^{t/2}\), wobei \(t\) in Tagen angegeben wird. 4. Für \(t=7\) gilt \(f(7)=400\cdot1{,}5^{3{,}5}\approx1653{,}41\,\text{cm}^2\).

Antwort

a) Exponentielles Modell b) \(f(t)=400\cdot1{,}5^{t/2}\) c) \(f(7)\approx1653{,}41\,\text{cm}^2\)
42983312
Die Faustregel \(2^{10} \approx 10^3\) wird in der Informatik und Technik oft verwendet, um Potenzen zur Basis \(2\) schnell abzuschätzen. a) Berechne den exakten Wert von \(2^{10}\) und bestimme die prozentuale Abweichung dieses Wertes vom glatten Wert \(1000\). b) Nimm als vereinfachtes Modell an, dass sich die Rechenleistung bei gleichbleibenden Kosten alle \(2\) Jahre verdoppelt. Begründe mithilfe der Faustregel, dass sich die Leistung in \(20\) Jahren etwa vertausendfacht und in \(60\) Jahren etwa um den Faktor \(10^9\) vergrößert. c) Nimm für die Rechnung eine Ausgangsleistung von \(10^{16}\) Operationen pro Sekunde an. Schätze die Leistung nach \(40\) Jahren unter derselben Modellannahme ab. Gib das Ergebnis in wissenschaftlicher Schreibweise an.

Denkanstöße

- Wie oft verdoppelt sich ein Wert in einem bestimmten Zeitraum, wenn du die Verdopplungszeit kennst? - Wie kannst du eine große Potenz wie \(2^{30}\) mithilfe der Rechenregeln für Potenzen so umschreiben, dass du \(2^{10}\) einsetzen kannst? - Erinnere dich daran, wie man eine prozentuale Abweichung von einem Referenzwert berechnet.

Lösung

1. Berechnung des exakten Wertes: \(2^{10} = 1024\). 2. Bestimmung der prozentualen Abweichung: \(\frac{1024 - 1000}{1000} = 0{,}024 = 2{,}4\,\%\). 3. Begründung der Faktoren: Ein Zeitraum von \(20\) Jahren entspricht bei einer Verdopplungszeit von \(2\) Jahren genau \(10\) Verdopplungszyklen. Der Wachstumsfaktor ist \(2^{10}\), was laut Faustregel etwa \(10^3\) (Tausend) entspricht. Ein Zeitraum von \(60\) Jahren entspricht \(30\) Zyklen, also einem Faktor von \(2^{30} = (2^{10})^3 \approx (10^3)^3 = 10^9\) (Milliarde). 4. Schätzung nach \(40\) Jahren: \(40\) Jahre entsprechen \(20\) Zyklen. Der Leistungsfaktor beträgt \(2^{20} = (2^{10})^2 \approx (10^3)^2 = 10^6\). Die neue Leistung beträgt somit \(10^{16} \cdot 10^6 = 10^{22}\) Operationen pro Sekunde.

Antwort

a) \(2^{10} = 1024\); Abweichung: \(2{,}4\,\%\) b) \(20\) Jahre entsprechen \(10\) Zyklen (\(2^{10} \approx 10^3\)); \(60\) Jahre entsprechen \(30\) Zyklen (\(2^{30} = (2^{10})^3 \approx 10^9\)). c) \(10^{22}\) Operationen pro Sekunde.
42985012
Der Modellwert eines neuen Mountainbikes wird durch \(W(t)=3800\cdot0{,}84^t\) beschrieben. Dabei gibt \(W(t)\) den Restwert in Euro und \(t\) die Jahre seit dem Kauf an. a) Bestimme den anfänglichen Kaufpreis und den jährlichen prozentualen Wertverlust. b) Berechne den Modellrestwert nach \(4\) Jahren und runde auf Cent. c) Berechne den Zeitpunkt, zu dem der Modellwert ein Viertel des Anfangswerts beträgt, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher Parameter gibt den Modellwert bei \(t=0\) an? - Wie wird aus dem Faktor \(0{,}84\) eine prozentuale Abnahme? - Bei einem Bruchteil des Anfangswerts kannst du den Anfangswert aus der Gleichung kürzen.

Lösung

1. Es gilt \(W(0)=3800\,\text{€}\). Der Faktor \(0{,}84\) bedeutet einen jährlichen Wertverlust von \(16\,\%\). 2. \(W(4)=3800\cdot0{,}84^4\approx1891{,}91\,\text{€}\). 3. Für ein Viertel des Anfangswerts gilt \(0{,}84^t=0{,}25\). Daher ist \(t=\frac{\ln(0{,}25)}{\ln(0{,}84)}\approx7{,}95\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) Kaufpreis: \(3800\,\text{€}\); jährlicher Wertverlust: \(16\,\%\) b) \(1891{,}91\,\text{€}\) c) \(t\approx7{,}95\,\text{Jahre}\)
42993212
Für ein vereinfachtes Modell zum radioaktiven Zerfall von Technetium-\(99\text{m}\) wird eine Halbwertszeit von etwa \(6\,\text{h}\) angenommen. In der Rechnung wird nur der radioaktive Zerfall betrachtet. Berechne, nach welcher Zeit die Modellaktivität auf \(1\,\%\) des Anfangswerts gesunken ist. Gib das Ergebnis in Stunden an, gerundet auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Wie lässt sich ein Zerfallsmodell direkt mit der Halbwertszeit und dem Faktor \(0{,}5\) schreiben? - Welcher Dezimalzahl entspricht \(1\,\%\) des Anfangswerts? - Die gesuchte Zeit steht im Exponenten; überlege, welche Umkehrung Exponenten zugänglich macht.

Lösung

1. Mit der Halbwertszeit kann die Aktivität als \(A(t)=A_0\cdot0{,}5^{t/6}\) modelliert werden. 2. Für \(1\,\%\) der Anfangsaktivität gilt \(0{,}01=0{,}5^{t/6}\). 3. Logarithmieren liefert \(\ln(0{,}01)=\frac{t}{6}\ln(0{,}5)\), also \(t=6\frac{\ln(0{,}01)}{\ln(0{,}5)}\approx39{,}863\,\text{h}\). 4. Auf eine Dezimalstelle gerundet ergibt sich \(t\approx39{,}9\,\text{h}\).

Antwort

\(t\approx39{,}9\,\text{h}\)
43245712
Das Diagramm zeigt den Verlauf einer vereinfachten exponentiellen Konzentrationsfunktion \(C(t)\) in \(\text{mg}/\text{L}\), wobei \(t\) in Stunden gemessen wird. a) Bestimme mithilfe der markierten Punkte eine Funktionsgleichung der Form \(C(t)=C_0a^t\). Runde \(a\) auf vier Nachkommastellen und gib die Halbwertszeit an. b) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt, zu dem der Modellwert erstmals \(0{,}1\,\text{mg}/\text{L}\) erreicht. Runde auf eine Dezimalstelle.
Abbildung zur Aufgabe 432457

Denkanstöße

- Welche Information liefert der markierte Punkt bei \(t=0\)? - Vergleiche die markierten Funktionswerte in gleich großen Zeitabständen. - Für den Zielwert in b) steht die gesuchte Zeit im Exponenten.

Lösung

1. Aus dem markierten Punkt \((0|8)\) folgt \(C_0=8\). 2. Die markierten Werte halbieren sich von \(8\) auf \(4\) in \(3\) Stunden und anschließend von \(4\) auf \(2\) in weiteren \(3\) Stunden. Daher beträgt die Halbwertszeit \(3\,\text{h}\). 3. Aus \(4=8a^3\) folgt \(a^3=0{,}5\) und damit \(a=0{,}5^{1/3}\approx0{,}7937\). Das Modell lautet \(C(t)=8a^t\). 4. Für \(C(t)=0{,}1\) gilt \(0{,}1=8a^t\). Somit ist \(t=\frac{\ln(0{,}1/8)}{\ln(a)}\approx19{,}0\,\text{h}\).

Antwort

a) \(C(t)=8\cdot0{,}7937^t\); Halbwertszeit: \(3\,\text{h}\) b) \(t\approx19{,}0\,\text{h}\)
55331312
Für einen Bestand werden folgende exakte Modellwerte angegeben: <table> <tr><th>\(t\)</th><th>\(N(t)\)</th></tr> <tr><td>0</td><td>100</td></tr> <tr><td>1</td><td>120</td></tr> <tr><td>2</td><td>144</td></tr> <tr><td>3</td><td>180</td></tr> </table> Eine Person behauptet, alle vier Werte stammten exakt aus einem Modell \(N(t)=N_0q^t\) mit konstantem Faktor \(q\). Prüfe die Behauptung und nenne einen konkreten Widerspruch, falls sie falsch ist.

Denkanstöße

- Ein konstanter exponentieller Faktor zeigt sich in gleichen Quotienten aufeinanderfolgender Werte. - Bestimme den Faktor zunächst aus zwei aufeinanderfolgenden Werten. - Prüfe anschließend, ob derselbe Faktor jeden weiteren Wert erzeugt.

Lösung

1. Aus den ersten beiden Werten folgt \(q=\frac{120}{100}=1{,}2\). 2. Dieser Faktor passt auch zum dritten Wert, denn \(120\cdot1{,}2=144\). 3. Für \(t=3\) müsste das Modell dann \(144\cdot1{,}2=172{,}8\) liefern. 4. Angegeben ist jedoch der exakte Wert \(180\). Daher können nicht alle vier Werte aus demselben Exponentialmodell mit konstantem Faktor stammen.

Antwort

Die Behauptung ist falsch. Aus den ersten drei Werten folgt \(q=1{,}2\), damit wäre \(N(3)=172{,}8\) statt \(180\).
55331412
Zwei Modelle starten beide mit \(1000\) Einheiten. Modell L nimmt jedes Jahr um genau \(100\) Einheiten zu. Modell E nimmt jedes Jahr um genau \(10\,\%\) des jeweils aktuellen Bestands zu. a) Gib für beide Modelle einen Funktionsterm in Abhängigkeit von \(t\) Jahren an. b) Berechne beide Bestände nach \(5\) Jahren; runde beim exponentiellen Modell auf ganze Einheiten. c) Erkläre in einem Satz den entscheidenden Unterschied der beiden Änderungsannahmen.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen einer festen Anzahl und einem festen Prozentsatz als jährlicher Änderung. - Welche Modellart hat eine konstante Differenz, welche einen konstanten Faktor? - Vergleiche die beiden Regeln nicht nur numerisch, sondern auch sprachlich.

Lösung

1. Die konstante absolute Zunahme führt zum linearen Modell \(L(t)=1000+100t\). 2. Die konstante relative Zunahme von \(10\,\%\) führt zum Exponentialmodell \(E(t)=1000\cdot1{,}1^t\). 3. Nach \(5\) Jahren ist \(L(5)=1500\). Außerdem ist \(E(5)=1000\cdot1{,}1^5=1610{,}51\), also gerundet \(1611\). 4. Beim linearen Modell ist der absolute Zuwachs pro Jahr konstant; beim exponentiellen Modell ist der prozentuale Zuwachs bezogen auf den jeweils aktuellen Bestand konstant.

Antwort

a) \(L(t)=1000+100t\); \(E(t)=1000\cdot1{,}1^t\). b) \(L(5)=1500\); \(E(5)\approx1611\). c) Linear bedeutet konstante absolute Änderung, exponentiell konstante relative Änderung.
42641512
In einem Labor wird das Wachstum einer Bakterienkultur untersucht. Zu Beginn der Beobachtung (\(t = 0\)) beträgt die Fläche der Kultur \(1500\,\text{mm}^2\). Es wird ein stündliches Flächenwachstum von \(3{,}5\,\%\) angenommen. 1. Modelliere die zeitliche Entwicklung der Fläche \(A(t)\) (in \(\text{mm}^2\)) durch eine Exponentialfunktion der Form \(A(t) = ba^t\), wobei \(t\) die Zeit in Stunden angibt. 2. Transformiere die Funktionsgleichung in die Form \(A(t) = be^{kt}\). Bestimme den Wert für \(k\) auf vier Nachkommastellen genau. 3. Berechne mithilfe der Ableitungsfunktion \(A'(t)\) die momentane Wachstumsgeschwindigkeit der Fläche nach genau \(10\) Stunden und runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Wie hängen der Prozentsatz und der Wachstumsfaktor \(a\) zusammen? - Welche mathematische Beziehung besteht zwischen der Basis \(a\) und der Basis \(e\)? - Was gibt die Ableitung einer Bestandsfunktion im Sachzusammenhang an? - Welche der beiden Funktionsformen lässt sich einfacher ableiten?

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(b = 1500\). Bei einer Zunahme von \(3{,}5\,\%\) pro Stunde ergibt sich der Wachstumsfaktor \(a = 1 + 0{,}035 = 1{,}035\). Die Funktionsgleichung lautet \(A(t) = 1500 \cdot 1{,}035^t\). 2. Es gilt der Zusammenhang \(a = e^k\), woraus \(k = \ln(a)\) folgt. Mit \(a = 1{,}035\) ergibt sich \(k = \ln(1{,}035) \approx 0{,}0344\). Die Form lautet somit \(A(t) = 1500e^{0{,}0344t}\). 3. Die Ableitungsfunktion in der \(e\)-Form ist \(A'(t) = 1500 \cdot k \cdot e^{kt}\). Einsetzen von \(t = 10\) und \(k \approx 0{,}034401\) führt zu \(A'(10) = 1500 \cdot 0{,}034401 \cdot e^{0{,}034401 \cdot 10} \approx 51{,}601 \cdot 1{,}4106 \approx 72{,}79\). Die Wachstumsgeschwindigkeit beträgt ca. \(72{,}79\,\text{mm}^2/\text{h}\).

Antwort

1. \(A(t) = 1500 \cdot 1{,}035^t\) 2. \(k = \ln(1{,}035) \approx 0{,}0344\); \(A(t) = 1500e^{0{,}0344t}\) 3. \(A'(10) \approx 72{,}79\,\text{mm}^2/\text{h}\)
42641612
In einem vereinfachten Modell wird die Konzentration eines Medikaments im Blut unmittelbar nach der Einnahme mit \(80\,\text{mg}/\text{L}\) angesetzt. Nach \(4\) Stunden beträgt sie im Modell \(50\,\text{mg}/\text{L}\). 1. Bestimme den stündlichen Zerfallsfaktor \(a\) für ein Modell der Form \(c(t)=c_0a^t\). 2. Stelle die Zerfallsfunktion in der Form \(c(t)=c_0e^{kt}\) dar und bestimme die Zerfallskonstante \(k\) auf vier Nachkommastellen. 3. Berechne die Halbwertszeit auf eine Nachkommastelle in Stunden.

Denkanstöße

- Setze die beiden Modellwerte in \(c(t)=c_0a^t\) ein. - Welches Vorzeichen muss die Zerfallskonstante besitzen? - Wie hängen \(a\) und \(k\) in den Darstellungen \(a^t\) und \(e^{kt}\) zusammen? - Was bedeutet Halbwertszeit als Verhältnis zum Anfangswert?

Lösung

1. Mit \(c_0=80\) und \(c(4)=50\) gilt \(80a^4=50\). Daher ist \(a=\sqrt[4]{\frac{5}{8}}\approx0{,}8891\). 2. Die Zerfallskonstante ist \(k=\ln(a)=\frac{1}{4}\ln\left(\frac{5}{8}\right)\approx-0{,}1175\). Somit lautet das Modell \(c(t)=80e^{kt}\), näherungsweise also \(c(t)=80e^{-0{,}1175t}\). 3. Für die Halbwertszeit \(T_{1/2}\) gilt \(e^{kT_{1/2}}=0{,}5\). Daher ist \(T_{1/2}=\frac{\ln(0{,}5)}{k}\approx5{,}9\,\text{h}\).

Antwort

1. \(a\approx0{,}8891\) 2. \(k\approx-0{,}1175\); \(c(t)=80e^{kt}\) 3. \(T_{1/2}\approx5{,}9\,\text{h}\)
42643312
Der Graph einer Exponentialfunktion \(f\) mit \(f(x)=ba^x\) verläuft durch die Punkte \(P(1|45)\) und \(Q(2|135)\). a) Entscheide, ob \(f\) Wachstum oder Zerfall beschreibt. Begründe deine Entscheidung mit den gegebenen Punkten. b) Bestimme den Wachstumsfaktor \(a\) und den Anfangswert \(b\). c) Stelle die Funktionsgleichung in der Form \(f(x)=be^{kx}\) dar. Bestimme außerdem \(f'(x)\) und die Steigung des Graphen an der Stelle \(x=0\). Runde die Steigung auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher konstante Faktor verbindet die Funktionswerte bei einer Erhöhung des Arguments um \(1\)? - Nutze danach einen der gegebenen Punkte, um den Anfangswert zu bestimmen. - Wie lässt sich eine Potenz zur Basis \(a\) mithilfe von \(e\) und \(\ln(a)\) schreiben? - Welche Größe beschreibt \(f'(0)\) am Graphen?

Lösung

1. Von \(x=1\) zu \(x=2\) steigt der Funktionswert von \(45\) auf \(135\). Daher liegt Wachstum vor. 2. Für eine Erhöhung von \(x\) um \(1\) wird der Funktionswert mit \(a\) multipliziert. Somit ist \(a=\frac{135}{45}=3\). 3. Aus \(45=b\cdot3\) folgt \(b=15\). Also ist \(f(x)=15\cdot3^x\). 4. Mit \(3^x=e^{\ln(3)x}\) folgt \(f(x)=15e^{\ln(3)x}\), also \(k=\ln(3)\). 5. Es gilt \(f'(x)=15\ln(3)e^{\ln(3)x}\). Daher ist \(f'(0)=15\ln(3)\approx16{,}48\).

Antwort

a) Wachstum b) \(a=3\), \(b=15\) c) \(f(x)=15e^{\ln(3)x}\), \(f'(x)=15\ln(3)e^{\ln(3)x}\), \(f'(0)\approx16{,}48\)
42643412
Die Masse einer radioaktiven Substanz nimmt exponentiell ab und wird durch die Funktion \(m(t) = m_0a^t\) beschrieben (\(t\) in Tagen, \(m(t)\) in \(\text{mg}\)). Nach zwei Tagen beträgt die Masse noch \(20\,\text{mg}\), nach fünf Tagen sind es nur noch \(2{,}5\,\text{mg}\). a) Bestimme den täglichen Zerfallsfaktor \(a\) sowie die ursprüngliche Masse \(m_0\). b) Berechne die Halbwertszeit \(T_{1/2}\) der Substanz in Tagen. c) Stelle die Funktion in der Form \(m(t) = m_0e^{kt}\) dar. Bestimme die momentane Änderungsrate der Masse nach genau einem Tag und runde sie auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Nutze die beiden gegebenen Zeitpunkte, um ein Gleichungssystem für \(m_0\) und \(a\) aufzustellen. - Überlege dir, was „Halbwertszeit“ im Kontext des Zerfallsfaktors \(a\) bedeutet. - Die Basis \(e\) erhältst du durch die Identität \(a = e^{\ln(a)}\). - Die momentane Änderungsrate entspricht dem Wert der Ableitungsfunktion zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Lösung

1. Aufstellen des Gleichungssystems: \(m(2) = m_0a^2 = 20\) und \(m(5) = m_0a^5 = 2{,}5\). 2. Bestimmung von \(a\): Division der Gleichungen liefert \(a^3 = \frac{2{,}5}{20} = 0{,}125\). Daraus folgt \(a = \sqrt[3]{0{,}125} = 0{,}5\). 3. Bestimmung von \(m_0\): Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(m_0 \cdot 0{,}5^2 = 20 \Rightarrow m_0 \cdot 0{,}25 = 20 \Rightarrow m_0 = 80\). Die ursprüngliche Masse betrug \(80\,\text{mg}\). 4. Halbwertszeit: Da der tägliche Zerfallsfaktor \(0{,}5\) beträgt, halbiert sich die Substanz jeden Tag. Die Halbwertszeit beträgt somit \(T_{1/2} = 1\,\text{Tag}\). 5. Darstellung zur Basis \(e\): Mit \(a = 0{,}5\) ist \(k = \ln(0{,}5)\). Somit gilt \(m(t) = 80e^{\ln(0{,}5)t}\). 6. Momentane Änderungsrate: Die Ableitung ist \(m'(t) = 80 \cdot \ln(0{,}5) \cdot e^{\ln(0{,}5)t}\). Für \(t = 1\) ergibt sich \(m'(1) = 80 \cdot \ln(0{,}5) \cdot 0{,}5 = 40 \cdot \ln(0{,}5) \approx -27{,}73\). Die Masse nimmt nach einem Tag mit einer Rate von ca. \(27{,}73\,\text{mg}/\text{Tag}\) ab.

Antwort

a) \(a = 0{,}5\); \(m_0 = 80\,\text{mg}\) b) \(T_{1/2} = 1\,\text{Tag}\) c) \(m(t) = 80e^{\ln(0{,}5)t}\); \(m'(1) = 40 \cdot \ln(0{,}5) \approx -27{,}73\,\text{mg}/\text{Tag}\)
42643912
Für ein Modell zur Ausbreitung einer Algenfläche liegen folgende gerundete Modellwerte vor: <table> <tr><td>Zeit \(t\) in Tagen</td><td>0</td><td>2</td><td>4</td><td>6</td><td>8</td></tr> <tr><td>Fläche \(A(t)\) in \(\text{m}^2\)</td><td>\(5{,}0\)</td><td>\(6{,}1\)</td><td>\(7{,}4\)</td><td>\(9{,}0\)</td><td>\(11{,}0\)</td></tr> </table> a) Begründe, warum die Werte näherungsweise durch eine Exponentialfunktion modelliert werden können. b) Bestimme den Wachstumsfaktor für zwei Tage sowie den täglichen Wachstumsfaktor. Gib den täglichen Wachstumsfaktor auf vier Nachkommastellen und die tägliche Zunahme auf zwei Nachkommastellen in Prozent an. c) Gib einen Funktionsterm der Form \(A(t)=A_0e^{kt}\) an. Nutze zur Bestimmung von \(k\) den Zweitagesfaktor aus b) und runde \(k\) auf vier Nachkommastellen. d) Bestimme die Funktion der Wachstumsgeschwindigkeit \(A'(t)\) und berechne \(A'(5)\) auf drei Nachkommastellen. e) Berechne die Verdopplungszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Vergleiche bei gleichen Zeitabständen die Quotienten aufeinanderfolgender Werte. - Wie hängt ein Faktor für zwei Tage mit dem Faktor für einen Tag zusammen? - Wie kannst du einen positiven Wachstumsfaktor in eine Darstellung zur Basis \(e\) übersetzen? - Was beschreibt die erste Ableitung der Flächenfunktion? - Bei der Verdopplungszeit suchst du den Zeitpunkt, zu dem das Verhältnis zum Anfangswert \(2\) beträgt.

Lösung

1. Die Quotienten aufeinanderfolgender Werte für gleiche Zweitagesintervalle sind ungefähr konstant: \(\frac{6{,}1}{5{,}0}=1{,}22\), \(\frac{7{,}4}{6{,}1}\approx1{,}213\), \(\frac{9{,}0}{7{,}4}\approx1{,}216\), \(\frac{11{,}0}{9{,}0}\approx1{,}222\). Daher ist ein exponentielles Modell plausibel. 2. Als Zweitagesfaktor wird \(q_2=1{,}22\) verwendet. Der tägliche Faktor ist \(q=\sqrt{1{,}22}\approx1{,}1045\), entsprechend etwa \(10{,}45\,\%\) Zunahme pro Tag. 3. Mit \(A_0=5{,}0\) und \(e^{2k}=1{,}22\) folgt \(k=\frac{\ln(1{,}22)}{2}\approx0{,}0994\). Damit ist \(A(t)=5{,}0e^{0{,}0994t}\). 4. Für den gerundeten Modellparameter gilt \(A'(t)=5{,}0\cdot0{,}0994e^{0{,}0994t}=0{,}497e^{0{,}0994t}\). Somit ist \(A'(5)\approx0{,}817\,\text{m}^2/\text{Tag}\). 5. Aus \(e^{kT}=2\) folgt mit \(k\approx0{,}0994\) die Verdopplungszeit \(T\approx6{,}97\,\text{Tage}\).

Antwort

a) Die Quotienten für gleiche Zeitintervalle sind näherungsweise konstant. b) Zweitagesfaktor: \(1{,}22\); täglicher Faktor: \(\approx1{,}1045\); tägliche Zunahme: \(\approx10{,}45\,\%\) c) \(A(t)=5{,}0e^{0{,}0994t}\) d) \(A'(t)=0{,}497e^{0{,}0994t}\); \(A'(5)\approx0{,}817\,\text{m}^2/\text{Tag}\) e) \(T\approx6{,}97\,\text{Tage}\)
42644012
Für ein vereinfachtes Modell des Abbaus eines Medikaments werden folgende gerundete Konzentrationswerte angesetzt: <table> <tr><td>Zeit \(t\) in \(\text{h}\)</td><td>0</td><td>3</td><td>6</td><td>9</td><td>12</td></tr> <tr><td>Konzentration \(C(t)\) in \(\text{mg}/\text{L}\)</td><td>\(120\)</td><td>\(84{,}0\)</td><td>\(58{,}8\)</td><td>\(41{,}2\)</td><td>\(28{,}8\)</td></tr> </table> a) Zeige rechnerisch, dass die Abnahme näherungsweise durch exponentiellen Zerfall beschrieben werden kann. b) Gib den Zerfallsfaktor für drei Stunden sowie den stündlichen Zerfallsfaktor an. Runde den stündlichen Faktor auf vier Nachkommastellen und die prozentuale Abnahme pro Stunde auf zwei Nachkommastellen. c) Ermittle eine Funktion \(C(t)=C_0e^{kt}\) und runde \(k\) auf vier Nachkommastellen. d) Bestimme die Änderungsrate \(C'(6)\) und runde auf zwei Nachkommastellen. e) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Vergleiche bei gleichen Zeitabständen die Quotienten aufeinanderfolgender Konzentrationswerte. - Wie erhältst du aus einem Faktor für drei Stunden den Faktor für eine Stunde? - Wie übersetzt du einen positiven Zerfallsfaktor in eine Darstellung zur Basis \(e\)? - Welche Bedeutung hat das Vorzeichen der ersten Ableitung im Sachzusammenhang? - Was bedeutet Halbwertszeit als Verhältnis zum Anfangswert?

Lösung

1. Für die Dreistundenintervalle ergeben sich die Quotienten \(0{,}7\), \(0{,}7\), \(\frac{41{,}2}{58{,}8}\approx0{,}701\) und \(\frac{28{,}8}{41{,}2}\approx0{,}699\). Die Quotienten sind nahezu konstant, daher ist exponentieller Zerfall plausibel. 2. Der Dreistundenfaktor ist \(q_3=0{,}7\). Der stündliche Faktor ist \(q=0{,}7^{1/3}\approx0{,}8879\), entsprechend einer Abnahme von etwa \(11{,}21\,\%\) pro Stunde. 3. Mit \(C_0=120\) und \(e^{3k}=0{,}7\) folgt \(k=\frac{\ln(0{,}7)}{3}\approx-0{,}1189\). Damit ist \(C(t)=120e^{-0{,}1189t}\). 4. Für den gerundeten Modellparameter gilt \(C'(t)=120(-0{,}1189)e^{-0{,}1189t}\). Somit ist \(C'(6)\approx-6{,}99\,\text{mg}/(\text{L}\cdot\text{h})\). 5. Aus \(e^{kT_{1/2}}=0{,}5\) folgt \(T_{1/2}\approx5{,}83\,\text{h}\).

Antwort

a) Die Quotienten für gleiche Zeitintervalle sind näherungsweise konstant bei \(0{,}7\). b) Dreistundenfaktor: \(0{,}7\); stündlicher Faktor: \(\approx0{,}8879\); Abnahme: \(\approx11{,}21\,\%\) c) \(C(t)=120e^{-0{,}1189t}\) d) \(C'(6)\approx-6{,}99\,\text{mg}/(\text{L}\cdot\text{h})\) e) \(T_{1/2}\approx5{,}83\,\text{h}\)
42644712
Für eine fiktive Hefekultur werden folgende gerundete Modellwerte verwendet: <table> <tr><td>\(t\) in \(\text{h}\)</td><td>0</td><td>4</td><td>8</td><td>12</td><td>16</td></tr> <tr><td>\(A(t)\) in \(\text{cm}^2\)</td><td>150</td><td>183</td><td>223</td><td>272</td><td>332</td></tr> </table> 1. Begründe anhand der Werte, dass ein exponentielles Wachstumsmodell geeignet ist. 2. Bestimme mit dem ersten und dem letzten Tabellenwert eine Funktionsgleichung der Form \(A(t)=ae^{kt}\). Runde \(k\) auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Größe solltest du bei gleich langen Zeitintervallen vergleichen, wenn du exponentielles Wachstum prüfen willst? - Welcher Parameter folgt direkt aus dem Wert bei \(t=0\)? - Wie lässt sich der Exponentparameter aus einem zweiten Punkt bestimmen?

Lösung

1. Bei konstanten Vierstundenintervallen sind die Quotienten \(\frac{183}{150}=1{,}22\), \(\frac{223}{183}\approx1{,}2186\), \(\frac{272}{223}\approx1{,}2197\) und \(\frac{332}{272}\approx1{,}2206\). Sie sind näherungsweise konstant, daher ist ein exponentielles Modell plausibel. 2. Aus \(A(0)=150\) folgt \(a=150\). Mit \(A(16)=332\) gilt \(332=150e^{16k}\). Daher ist \(k=\frac{\ln(332/150)}{16}\approx0{,}0497\). Somit lautet das Modell \(A(t)=150e^{0{,}0497t}\).

Antwort

1. Die Quotienten für gleiche Zeitintervalle sind mit etwa \(1{,}22\) nahezu konstant. 2. \(A(t)=150e^{0{,}0497t}\)
42644812
Für ein vereinfachtes Abkühlungsmodell werden folgende gerundete Werte der Temperaturdifferenz \(D(t)\) zwischen Tee und Raum verwendet: <table> <tr><td>\(t\) in \(\text{min}\)</td><td>0</td><td>10</td><td>20</td><td>30</td><td>40</td></tr> <tr><td>\(D(t)\) in \(^\circ\text{C}\)</td><td>\(72{,}0\)</td><td>\(54{,}1\)</td><td>\(40{,}6\)</td><td>\(30{,}5\)</td><td>\(22{,}9\)</td></tr> </table> 1. Zeige rechnerisch, dass die Temperaturdifferenz näherungsweise exponentiell abnimmt. 2. Modelliere den Verlauf durch \(D(t)=D_0e^{-\lambda t}\), indem du den ersten und den letzten Tabellenwert verwendest. Gib \(D_0\) und \(\lambda\) an und runde \(\lambda\) auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Vergleiche bei gleichen Zeitabständen die Quotienten aufeinanderfolgender Werte. - Was bedeutet ein nahezu konstanter Quotient für die Wahl des Modelltyps? - Welcher Parameter folgt unmittelbar aus \(t=0\)? - Wie kannst du den verbleibenden Parameter aus dem letzten Tabellenpunkt bestimmen?

Lösung

1. Die Quotienten bei gleichen Zehnminutenintervallen sind \(\frac{54{,}1}{72{,}0}\approx0{,}7514\), \(\frac{40{,}6}{54{,}1}\approx0{,}7505\), \(\frac{30{,}5}{40{,}6}\approx0{,}7512\) und \(\frac{22{,}9}{30{,}5}\approx0{,}7508\). Sie sind nahezu konstant, daher ist exponentielle Abnahme plausibel. 2. Es gilt \(D_0=72{,}0\). Aus \(22{,}9=72{,}0e^{-40\lambda}\) folgt \(\lambda=-\frac{1}{40}\ln\left(\frac{22{,}9}{72{,}0}\right)\approx0{,}0286\). Damit ist \(D(t)=72{,}0e^{-0{,}0286t}\).

Antwort

1. Die Quotienten für gleiche Zeitintervalle sind mit ungefähr \(0{,}751\) nahezu konstant. 2. \(D_0=72{,}0\); \(\lambda\approx0{,}0286\); \(D(t)=72{,}0e^{-0{,}0286t}\)
42645612
Ein Wachstumsvorgang wird durch die Funktion \(p(t) = 15 \cdot 1{,}04^{0{,}5t}\) beschrieben (\(t\) in Sekunden). 1. Stelle die Funktion in der Form \(p(t) = p(0)e^{kt}\) dar (runde \(k\) auf vier Dezimalstellen). 2. Ermittle die Verdopplungszeit \(T_D\). 3. Berechne die prozentuale Zunahme pro Sekunde.

Denkanstöße

- Kannst du die Potenzgesetze nutzen, um den Exponenten so umzuformen, dass nur noch \(t\) im Exponenten steht? - Wie kannst du eine beliebige Basis \(b\) in eine Basis zur Zahl \(e\) umrechnen? - Was muss für den Faktor gelten, der die zeitliche Änderung beschreibt, wenn sich die Gesamtmenge verdoppeln soll? - Achte darauf, dass die prozentuale Änderung pro Sekunde gefragt ist, nicht für den Zeitraum, der in der Basis der Klammer steht.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(p(0) = 15\). Durch Umformung von \(1{,}04^{0{,}5t} = (1{,}04^{0{,}5})^t = e^{kt}\) ergibt sich \(k = 0{,}5 \cdot \ln(1{,}04) \approx 0{,}0196\). Somit ist \(p(t) = 15e^{0{,}0196t}\). 2. Die Verdopplungszeit wird über \(1{,}04^{0{,}5T_D} = 2\) berechnet. Umstellen nach \(T_D\) liefert \(0{,}5T_D = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}04)}\), also \(T_D = \frac{2 \cdot \ln(2)}{\ln(1{,}04)} \approx 35{,}35\,\text{s}\). 3. Der Wachstumsfaktor pro Sekunde ist \(b = 1{,}04^{0{,}5} \approx 1{,}0198\). Dies entspricht einer Zunahme von ca. \(1{,}98\,\%\) pro Sekunde.

Antwort

1. \(p(t) = 15e^{0{,}0196t}\) 2. \(T_D \approx 35{,}35\,\text{s}\) 3. Die Zunahme beträgt ca. \(1{,}98\,\%\) pro Sekunde.
42645812
Für eine fiktive Sammlermünze wird angenommen, dass ihr Modellwert seit 2015 jährlich um denselben Prozentsatz steigt. Im Jahr 2015 beträgt der Modellwert \(120\,\text{€}\), im Jahr 2025 \(195\,\text{€}\). Es gilt \(W(t)=W_0b^t\), wobei \(t\) die Zahl der Jahre seit 2015 angibt. 1. Bestimme \(W_0\) und \(b\). Runde \(b\) auf vier Nachkommastellen. 2. Bestimme den kontinuierlichen Zeitpunkt, an dem der Modellwert erstmals \(300\,\text{€}\) überschreitet, auf zwei Nachkommastellen in Jahren seit 2015. Gib außerdem das erste ganze Kalenderjahr an, für das der Modellwert über \(300\,\text{€}\) liegt.

Denkanstöße

- Welcher Parameter ist durch den Modellwert bei \(t=0\) sofort festgelegt? - Wie erhältst du aus einem Zehnjahresfaktor den Jahresfaktor? - Nutze beim Lösen nach \(t\) den ungerundeten Faktor. - Unterscheide den kontinuierlichen Grenzzeitpunkt von den ganzzahligen Jahreswerten.

Lösung

1. Aus \(W(0)=120\) folgt \(W_0=120\). Mit \(W(10)=195\) gilt \(120b^{10}=195\), also \(b^{10}=1{,}625\). Daher ist \(b=1{,}625^{1/10}\approx1{,}0498\). 2. Für den Grenzwert \(300\,\text{€}\) gilt \(120b^t=300\). Mit dem ungerundeten \(b\) folgt \(t=\frac{\ln(2{,}5)}{\ln(b)}\approx18{,}87\). Der kontinuierliche Grenzzeitpunkt liegt damit etwa \(18{,}87\) Jahre nach 2015. Für ganzzahlige Jahresabstände ist \(t=19\) der erste Wert oberhalb der Grenze, also das Jahr 2034.

Antwort

1. \(W_0=120\); \(b\approx1{,}0498\) 2. Grenzzeitpunkt: \(t\approx18{,}87\) Jahre nach 2015; erstes ganzes Kalenderjahr mit Modellwert über \(300\,\text{€}\): 2034
42646112
Bestimme für die folgenden Bestandsfunktionen die jeweilige Verdopplungszeit \(T_D\) oder Halbwertszeit \(T_H\). Gib die Ergebnisse auf zwei Dezimalstellen gerundet an. a) \(f(t) = 40 \cdot 1{,}15^t\) b) \(g(t) = 100e^{-0{,}5t}\) c) \(h(t) = 15 \cdot 0{,}98^t\)

Denkanstöße

- Überlege zuerst, ob die Funktion einen Wachstumsprozess oder einen Zerfallsprozess beschreibt. - Bei der Basis \(e\) kannst du direkt den natürlichen Logarithmus verwenden, um die Gleichung zu lösen. - Denk daran, dass der Anfangswert für die Bestimmung der charakteristischen Zeiten keine Rolle spielt. - Welchen Wert muss der Wachstumsfaktor nach Ablauf der gesuchten Zeit annehmen?

Lösung

1. Für \(f(t) = 40 \cdot 1{,}15^t\) wird die Verdopplungszeit \(T_D\) über die Gleichung \(1{,}15^{T_D} = 2\) berechnet. Durch Logarithmieren ergibt sich \(T_D = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}15)} \approx 4{,}96\). 2. Für \(g(t) = 100e^{-0{,}5t}\) wird die Halbwertszeit \(T_H\) über \(e^{-0{,}5T_H} = 0{,}5\) berechnet. Es folgt \(-0{,}5T_H = \ln(0{,}5)\), woraus \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}5} \approx 1{,}39\) resultiert. 3. Für \(h(t) = 15 \cdot 0{,}98^t\) wird die Halbwertszeit \(T_H\) über \(0{,}98^{T_H} = 0{,}5\) bestimmt. Logarithmieren führt zu \(T_H = \frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}98)} \approx 34{,}31\).

Antwort

a) \(T_D \approx 4{,}96\) b) \(T_H \approx 1{,}39\) c) \(T_H \approx 34{,}31\)
42646212
Ein Bestand entwickelt sich nach dem Modell \(f(t) = f(0)e^{kt}\) (\(t\) in Stunden). a) Ein Bestand verdoppelt sich alle \(12\,\text{Stunden}\). Bestimme den Wachstumskoeffizienten \(k\). b) Ein anderer Bestand weist eine Halbwertszeit von \(T_H = 25\,\text{Stunden}\) auf. Berechne den Zeitpunkt \(t\), zu dem nur noch \(10\,\%\) des Anfangsbestands vorhanden sind.

Denkanstöße

- Wie hängen der Koeffizient \(k\) und die Verdopplungszeit mathematisch zusammen? - Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der der Anfangsbestand \(f(0)\) wegfällt? - Wenn \(10\,\%\) übrig sind, welcher Faktor steht dann vor dem \(f(0)\)? - Nutze das Ergebnis für \(k\) aus der Halbwertszeit, um die Zerfallsdauer zu berechnen.

Lösung

1. Für die Verdopplung nach \(12\,\text{h}\) gilt \(e^{k \cdot 12} = 2\). Auflösen nach \(k\) ergibt \(12k = \ln(2)\), also \(k = \frac{\ln(2)}{12} \approx 0{,}0578\). 2. Aus der Halbwertszeit \(T_H = 25\) folgt für den Zerfallskoeffizienten \(k = \frac{\ln(0{,}5)}{25} \approx -0{,}0277\). 3. Um den Zeitpunkt für einen Restbestand von \(10\,\%\) zu finden, wird die Gleichung \(e^{kt} = 0{,}10\) gelöst: \(t = \frac{\ln(0{,}10)}{k} = \frac{\ln(0{,}10) \cdot 25}{\ln(0{,}5)} \approx 83{,}05\,\text{Stunden}\).

Antwort

a) \(k \approx 0{,}0578\) b) \(t \approx 83{,}05\,\text{Stunden}\)
42646412
Für eine fiktive neue App werden folgende Nutzerzahlen angenommen: bei \(t=0\) Monaten \(5000\), nach \(3\) Monaten \(8000\) und nach \(6\) Monaten \(12\,800\). Ein Analyst behauptet, die Nutzerzahlen würden linear wachsen. Ein zweiter Analyst behauptet, das Wachstum sei exponentiell und die Nutzerzahl verdopple sich alle \(5\) Monate. a) Prüfe, welcher Analyst mit der Wahl des Modelltyps recht hat. b) Beurteile die behauptete Verdopplungszeit. Bestimme die zum exponentiellen Modell passende Verdopplungszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaft unterscheidet lineares von exponentiellem Wachstum bei gleich langen Zeitintervallen? - Prüfe zunächst nur den Modelltyp, noch nicht die konkrete Verdopplungszeit. - Wie lässt sich eine Verdopplungszeit aus einem bekannten Faktor für drei Monate bestimmen? - Vergleiche erst danach den berechneten Wert mit der Behauptung.

Lösung

1. Die absoluten Zuwächse in den beiden Dreimonatsintervallen sind \(3000\) und \(4800\) und damit nicht konstant. Das lineare Modell passt nicht. 2. Die Quotienten sind \(\frac{8000}{5000}=1{,}6\) und \(\frac{12800}{8000}=1{,}6\). Damit passt ein exponentielles Modell. 3. Für die Verdopplungszeit \(T\) gilt \(1{,}6^{T/3}=2\). Daher ist \(T=\frac{3\ln(2)}{\ln(1{,}6)}\approx4{,}42\,\text{Monate}\). 4. Die Behauptung einer Verdopplung nach \(5\) Monaten ist daher mit diesen Modelldaten nicht vereinbar.

Antwort

a) Der zweite Analyst wählt den passenden Modelltyp: exponentielles Wachstum. b) \(T\approx4{,}42\,\text{Monate}\); die Behauptung von \(5\) Monaten ist nicht mit dem Modell vereinbar.
42647312
In einem vereinfachten Medikamentenmodell befinden sich zum Zeitpunkt \(t=0\) insgesamt \(250\,\text{mg}\) Wirkstoff im betrachteten Bestand. Pro Stunde nimmt die modellierte Menge um \(15\,\%\) ab; \(t\) wird in Stunden gemessen. a) Gib eine Funktionsgleichung der Form \(m(t)=ab^t\) an. b) Schreibe das Modell in der Form \(m(t)=ae^{kt}\) und gib \(k\) auf vier Nachkommastellen an. c) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen. d) Ermittle den Zeitpunkt, zu dem der Modellwert \(10\,\text{mg}\) beträgt, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Wie wird aus einer prozentualen Abnahme ein Zerfallsfaktor? - Welche Beziehung verbindet den Faktor \(b\) mit dem Exponentenparameter \(k\)? - Welche Verhältnisgleichung beschreibt eine Halbierung? - Bei beiden gesuchten Zeiten steht die Unbekannte im Exponenten.

Lösung

1. Der Anfangswert ist \(a=250\). Eine Abnahme von \(15\,\%\) entspricht dem Zerfallsfaktor \(b=0{,}85\). Daher ist \(m(t)=250\cdot0{,}85^t\). 2. Mit \(k=\ln(0{,}85)\approx-0{,}1625\) gilt \(m(t)=250e^{kt}\), näherungsweise also \(m(t)=250e^{-0{,}1625t}\). 3. Aus \(0{,}85^T=0{,}5\) folgt \(T=\frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}85)}\approx4{,}27\,\text{h}\). 4. Aus \(250\cdot0{,}85^t=10\) folgt \(t=\frac{\ln(0{,}04)}{\ln(0{,}85)}\approx19{,}81\,\text{h}\).

Antwort

a) \(m(t)=250\cdot0{,}85^t\) b) \(k\approx-0{,}1625\); \(m(t)=250e^{-0{,}1625t}\) c) \(T_{1/2}\approx4{,}27\,\text{h}\) d) \(t\approx19{,}81\,\text{h}\)
42647412
Die Entwicklung der Einwohnerzahl einer Stadt wird durch die Funktion \(P\) mit \(P(t) = 45\,000e^{0{,}028t}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Jahren seit dem Jahr 2020 angibt. a) Gib die Einwohnerzahl zu Beginn des Jahres 2020 an. b) Ermittle den jährlichen Wachstumsfaktor \(b\) sowie die jährliche Wachstumsrate in Prozent. c) Berechne, in welchem Jahr die Stadt erstmals mehr als \(75\,000\) Einwohner haben wird. d) Bestimme die Zeitspanne, in der sich die Einwohnerzahl verdreifacht.

Denkanstöße

- Was stellt der Wert vor der e-Funktion in diesem Sachzusammenhang dar? - Wie hängen der Exponent der e-Funktion und der jährliche Faktor \(b\) zusammen? - Welche mathematische Operation hilft dir, den Exponenten einer Gleichung zu isolieren? - Spielt der Anfangswert bei der Berechnung der Verdreifachungszeit eine Rolle?

Lösung

1. Ablesen des Anfangswerts bei \(t = 0\): \(P(0) = 45\,000\). 2. Der jährliche Wachstumsfaktor ergibt sich aus \(b = e^{0{,}028} \approx 1{,}02839\). Die jährliche Wachstumsrate beträgt somit ca. \(2{,}84\,\%\). 3. Zur Berechnung des Zeitpunkts wird die Gleichung \(75\,000 = 45\,000 \cdot e^{0{,}028t}\) gelöst. Umformen ergibt \(\frac{5}{3} = e^{0{,}028t}\) und somit \(t = \frac{\ln\!\left(\frac{5}{3}\right)}{0{,}028} \approx 18{,}24\). Dies entspricht dem Jahr 2038. 4. Die Verdreifachungszeit wird über \(3 = e^{0{,}028t}\) berechnet. Es folgt \(t = \frac{\ln(3)}{0{,}028} \approx 39{,}24\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) \(45\,000\) Einwohner. b) Wachstumsfaktor \(b \approx 1{,}0284\); Wachstumsrate ca. \(2{,}84\,\%\). c) Im Laufe des Jahres 2038. d) Die Einwohnerzahl verdreifacht sich nach ca. \(39{,}24\,\text{Jahren}\).
42647912
Für ein fiktives Bakterienmodell werden folgende Werte verwendet: <table> <tr><td>\(t\) in \(\text{h}\)</td><td>0</td><td>5</td><td>10</td><td>15</td><td>20</td></tr> <tr><td>\(N(t)\)</td><td>120</td><td>180</td><td>270</td><td>405</td><td>\(607{,}5\)</td></tr> </table> a) Begründe rechnerisch, dass die Werte exponentielles Wachstum beschreiben. b) Bestimme die zugehörige Funktion in der Form \(N(t)=ae^{kt}\) mithilfe des ersten und des letzten Wertepaares. c) Berechne die Verdopplungszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Vergleiche bei gleichen Zeitabständen die Quotienten aufeinanderfolgender Werte. - Welcher Parameter folgt unmittelbar aus \(t=0\)? - Wie lässt sich ein Faktor für fünf Stunden in einen Exponentenparameter \(k\) übersetzen? - Welche Gleichung beschreibt eine Verdopplung relativ zum Anfangswert?

Lösung

1. Für die Fünfstundenintervalle gilt jeweils der Faktor \(1{,}5\). Daher liegt exponentielles Wachstum vor. 2. Aus \(N(0)=120\) folgt \(a=120\). Mit \(N(20)=607{,}5\) gilt \(e^{20k}=5{,}0625=1{,}5^4\). Somit ist \(k=\frac{\ln(1{,}5)}{5}\). 3. Das Modell lautet \(N(t)=120e^{\frac{\ln(1{,}5)}{5}t}\). 4. Für die Verdopplungszeit gilt \(e^{kT_2}=2\). Daher ist \(T_2=\frac{5\ln(2)}{\ln(1{,}5)}\approx8{,}55\,\text{h}\).

Antwort

a) Der Faktor für jeweils \(5\,\text{h}\) ist konstant \(1{,}5\). b) \(N(t)=120e^{\frac{\ln(1{,}5)}{5}t}\) c) \(T_2\approx8{,}55\,\text{h}\)
42648012
Für ein vereinfachtes Medikamentenmodell werden folgende Konzentrationswerte verwendet: <table> <tr><td>\(t\) in \(\text{min}\)</td><td>0</td><td>4</td><td>8</td><td>12</td><td>16</td></tr> <tr><td>\(C(t)\) in \(\text{mg}/\text{L}\)</td><td>1000</td><td>800</td><td>640</td><td>512</td><td>\(409{,}6\)</td></tr> </table> a) Zeige, dass die Werte durch ein exponentielles Zerfallsmodell beschrieben werden können. b) Ermittle eine Funktion der Form \(C(t)=ae^{kt}\) mithilfe des ersten und des letzten Wertes. c) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Prüfe die Quotienten bei gleich langen Zeitintervallen. - Welcher Parameter ist durch den Anfangswert festgelegt? - Wie erhältst du \(k\) aus dem bekannten Faktor für vier Minuten? - Was bedeutet Halbwertszeit als Verhältnis zum Anfangswert?

Lösung

1. Für die Vierminutenintervalle ist der Quotient stets \(0{,}8\). Daher liegt exponentieller Zerfall vor. 2. Aus \(C(0)=1000\) folgt \(a=1000\). Mit \(C(16)=409{,}6\) gilt \(e^{16k}=0{,}4096=0{,}8^4\). Somit ist \(k=\frac{\ln(0{,}8)}{4}\). 3. Das Modell lautet \(C(t)=1000e^{\frac{\ln(0{,}8)}{4}t}\). 4. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{kT_{1/2}}=0{,}5\). Daher ist \(T_{1/2}=\frac{4\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}8)}\approx12{,}43\,\text{min}\).

Antwort

a) Der Faktor für jeweils \(4\,\text{min}\) ist konstant \(0{,}8\). b) \(C(t)=1000e^{\frac{\ln(0{,}8)}{4}t}\) c) \(T_{1/2}\approx12{,}43\,\text{min}\)
42648112
In einem vereinfachten Modell für eine radioaktive Diagnostik wird eine Anfangsaktivität von \(450\,\text{MBq}\) und eine Halbwertszeit von \(6\,\text{h}\) angenommen. a) Stelle die Funktion \(A(t)=be^{kt}\) auf, wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. Runde \(k\) auf vier Nachkommastellen. b) Gib die Bedeutung von \(b\) an und berechne die prozentuale Abnahme pro Stunde auf zwei Nachkommastellen. c) Ermittle, ab welchem Zeitpunkt die Modellaktivität unter \(20\,\text{MBq}\) liegt. Runde auf zwei Nachkommastellen. d) Bestimme \(A'(t)\). Berechne \(A'(0)\) und \(A'(12)\) auf zwei Nachkommastellen und interpretiere die Werte.

Denkanstöße

- Welche Gleichung drückt die gegebene Halbwertszeit aus? - Wie erhältst du aus \(k\) den Faktor für eine Stunde? - Bei einem Schwellenwert steht die gesuchte Zeit im Exponenten. - Was beschreibt die erste Ableitung einer Bestandsgröße, und wie ist ihr Vorzeichen hier zu deuten?

Lösung

1. Aus \(A(0)=450\) folgt \(b=450\). Wegen der Halbwertszeit gilt \(e^{6k}=0{,}5\), also \(k=\frac{\ln(0{,}5)}{6}\approx-0{,}1155\). Damit ist \(A(t)=450e^{kt}\). 2. Der Parameter \(b\) ist die Anfangsaktivität. Der stündliche Faktor ist \(e^k=0{,}5^{1/6}\approx0{,}8909\). Die Abnahme beträgt daher etwa \(10{,}91\,\%\) pro Stunde. 3. Aus \(450e^{kt}=20\) folgt \(t=\frac{\ln(20/450)}{k}\approx26{,}95\,\text{h}\). Für größere Zeiten liegt die Aktivität unter \(20\,\text{MBq}\). 4. Es gilt \(A'(t)=450ke^{kt}\). Damit ist \(A'(0)\approx-51{,}99\,\text{MBq}/\text{h}\) und \(A'(12)\approx-13{,}00\,\text{MBq}/\text{h}\). Das Minuszeichen zeigt die momentane Abnahme; nach \(12\) Stunden ist deren Betrag kleiner als zu Beginn.

Antwort

a) \(A(t)=450e^{\frac{\ln(0{,}5)}{6}t}\), \(k\approx-0{,}1155\) b) \(b=450\,\text{MBq}\) ist die Anfangsaktivität; stündliche Abnahme \(\approx10{,}91\,\%\) c) Für \(t>26{,}95\,\text{h}\) liegt die Modellaktivität unter \(20\,\text{MBq}\). d) \(A'(t)=450ke^{kt}\); \(A'(0)\approx-51{,}99\,\text{MBq}/\text{h}\), \(A'(12)\approx-13{,}00\,\text{MBq}/\text{h}\)
42648212
Für ein vereinfachtes Modell eines Filtersystems wird angenommen, dass eine Schadstoffkonzentration exponentiell abnimmt. Zu Beginn beträgt sie \(320\,\text{mg}/\text{L}\), nach \(10\,\text{min}\) \(200\,\text{mg}/\text{L}\). a) Bestimme \(c(t)=c_0e^{kt}\), wobei \(t\) in Minuten angegeben wird. Runde \(k\) auf vier Nachkommastellen. b) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen. c) Ermittle, ab welchem Zeitpunkt die Modellkonzentration unter \(10\,\text{mg}/\text{L}\) liegt. Runde auf zwei Nachkommastellen. d) Bestimme \(c'(t)\). Berechne \(c'(20)\) auf zwei Nachkommastellen und erläutere die Bedeutung.

Denkanstöße

- Nutze den zweiten Modellwert, um den Exponentenparameter zu bestimmen. - Welche Verhältnisgleichung beschreibt eine Halbierung? - Bei einem Schwellenwert kannst du zunächst den Grenzzeitpunkt mit Gleichheit bestimmen. - Was bedeutet die erste Ableitung einer Konzentrationsfunktion im Sachzusammenhang?

Lösung

1. Aus \(320e^{10k}=200\) folgt \(e^{10k}=0{,}625\) und damit \(k=\frac{\ln(0{,}625)}{10}\approx-0{,}0470\). Somit ist \(c(t)=320e^{kt}\). 2. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{kT_{1/2}}=0{,}5\). Daher ist \(T_{1/2}=\frac{\ln(0{,}5)}{k}\approx14{,}75\,\text{min}\). 3. Aus \(320e^{kt}=10\) folgt \(t=\frac{\ln(10/320)}{k}\approx73{,}74\,\text{min}\). Für größere Zeiten liegt der Modellwert unter dem Grenzwert. 4. Es gilt \(c'(t)=320ke^{kt}\). Mit dem ungerundeten \(k\) ergibt sich \(c'(20)\approx-5{,}87\,\text{mg}/(\text{L}\cdot\text{min})\). Zu diesem Zeitpunkt sinkt die Konzentration momentan um etwa \(5{,}87\,\text{mg}/\text{L}\) pro Minute.

Antwort

a) \(c(t)=320e^{\frac{\ln(0{,}625)}{10}t}\), \(k\approx-0{,}0470\) b) \(T_{1/2}\approx14{,}75\,\text{min}\) c) Für \(t>73{,}74\,\text{min}\) liegt die Modellkonzentration unter \(10\,\text{mg}/\text{L}\). d) \(c'(t)=320ke^{kt}\); \(c'(20)\approx-5{,}87\,\text{mg}/(\text{L}\cdot\text{min})\)
42649712
In einem Modellversuch werden zwei Bakterienkulturen betrachtet. Kultur A startet mit \(1200\) Zellen und wächst stündlich um \(4{,}2\,\%\). Kultur B startet mit \(5000\) Zellen und nimmt stündlich um \(3{,}5\,\%\) ab. a) Modelliere beide Bestände durch Funktionen der Form \(f(t)=be^{kt}\). Runde die jeweiligen Werte von \(k\) auf vier Nachkommastellen. b) Berechne, nach welcher Zeit Kultur A den Modellwert \(2000\) erreicht. Runde auf zwei Nachkommastellen. c) Bestimme den Zeitpunkt, an dem beide Modellbestände gleich groß sind. Runde auf zwei Nachkommastellen. d) Ermittle die Funktionen der momentanen Änderungsraten. Berechne die Änderungsrate von Kultur B bei \(t=0\) und \(t=10\) und interpretiere beide Werte. Runde die interpretierten Zellraten auf ganze Zellen pro Stunde.

Denkanstöße

- Übersetze die stündlichen prozentualen Änderungen zuerst in Faktoren. - Wie erhältst du daraus die Exponentenparameter der \(e\)-Darstellung? - Für den gemeinsamen Bestand setzt du die beiden Modellfunktionen gleich. - Die erste Ableitung liefert die momentane Änderungsrate; beachte dabei Vorzeichen und Einheit.

Lösung

1. Für Kultur A gilt \(k_A=\ln(1{,}042)\approx0{,}0411\), also \(f_A(t)=1200e^{k_At}\). Für Kultur B gilt \(k_B=\ln(0{,}965)\approx-0{,}0356\), also \(f_B(t)=5000e^{k_Bt}\). 2. Aus \(1200e^{k_At}=2000\) folgt mit dem ungerundeten \(k_A\): \(t=\frac{\ln(2000/1200)}{k_A}\approx12{,}42\,\text{h}\). 3. Aus \(1200e^{k_At}=5000e^{k_Bt}\) folgt \(e^{(k_A-k_B)t}=\frac{25}{6}\). Damit ist \(t=\frac{\ln(25/6)}{k_A-k_B}\approx18{,}59\,\text{h}\). 4. Die Änderungsraten sind \(f_A'(t)=1200k_Ae^{k_At}\) und \(f_B'(t)=5000k_Be^{k_Bt}\). 5. Für Kultur B gilt \(f_B'(0)\approx-178{,}14\) und \(f_B'(10)\approx-124{,}75\) Zellen pro Stunde. Das entspricht momentan etwa \(178\) beziehungsweise \(125\) Zellen Abnahme pro Stunde.

Antwort

a) \(f_A(t)=1200e^{\ln(1{,}042)t}\); \(f_B(t)=5000e^{\ln(0{,}965)t}\), mit \(k_A\approx0{,}0411\), \(k_B\approx-0{,}0356\) b) \(t\approx12{,}42\,\text{h}\) c) \(t\approx18{,}59\,\text{h}\) d) \(f_A'(t)=1200k_Ae^{k_At}\), \(f_B'(t)=5000k_Be^{k_Bt}\); bei Kultur B etwa \(-178\) Zellen/\(\text{h}\) zu Beginn und \(-125\) Zellen/\(\text{h}\) nach \(10\) Stunden
42649812
In einem hypothetischen Forstmodell beträgt der Anfangsbestand an Fichtenholz \(8000\,\text{m}^3\) und nimmt jährlich um \(2{,}8\,\%\) ab. Der Anfangsbestand an Buchenholz beträgt \(2500\,\text{m}^3\) und wächst jährlich um \(1{,}5\,\%\). a) Stelle für beide Baumarten eine Funktion der Form \(V(t)=V_0e^{kt}\) auf, wobei \(t\) in Jahren angegeben wird. b) Berechne die Halbwertszeit des Fichtenbestands auf zwei Nachkommastellen. c) Bestimme den Zeitpunkt, an dem der Buchenbestand \(4000\,\text{m}^3\) erreicht, auf zwei Nachkommastellen. d) Ermittle den Zeitpunkt, an dem beide Modellbestände gleich groß sind, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Übersetze die jährlichen prozentualen Änderungen zunächst in Faktoren. - Wie lässt sich ein Faktor \(q\) als Exponentparameter einer \(e\)-Funktion schreiben? - Bei Halbwertszeit und Zielbestand kannst du jeweils ein Verhältnis zum Anfangswert betrachten. - Für die Gleichheit der Bestände setzt du beide Modellfunktionen gleich und sammelst die Zeitabhängigkeit in einem Exponentialterm.

Lösung

1. Für die Fichten gilt \(q_F=0{,}972\) und damit \(k_F=\ln(0{,}972)\). Also ist \(V_F(t)=8000e^{\ln(0{,}972)t}\). 2. Für die Buchen gilt \(q_B=1{,}015\) und damit \(k_B=\ln(1{,}015)\). Also ist \(V_B(t)=2500e^{\ln(1{,}015)t}\). 3. Die Halbwertszeit der Fichten erfüllt \(0{,}972^t=0{,}5\). Daher ist \(t=\frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}972)}\approx24{,}41\,\text{Jahre}\). 4. Für \(4000\,\text{m}^3\) Buchenholz gilt \(1{,}015^t=1{,}6\). Daraus folgt \(t=\frac{\ln(1{,}6)}{\ln(1{,}015)}\approx31{,}57\,\text{Jahre}\). 5. Für gleiche Bestände gilt \(8000\cdot0{,}972^t=2500\cdot1{,}015^t\). Damit ist \(\left(\frac{1{,}015}{0{,}972}\right)^t=3{,}2\), also \(t=\frac{\ln(3{,}2)}{\ln(1{,}015)-\ln(0{,}972)}\approx26{,}87\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) \(V_F(t)=8000e^{\ln(0{,}972)t}\); \(V_B(t)=2500e^{\ln(1{,}015)t}\) b) \(24{,}41\,\text{Jahre}\) c) \(31{,}57\,\text{Jahre}\) d) \(26{,}87\,\text{Jahre}\)
42649912
Ein frisch gebackener Kuchen wird zum Abkühlen in eine Küche gestellt. Die Temperatur des Kuchens kann durch die Funktion \(f\) mit \(f(t) = 21 + 154e^{-0{,}038t}\) beschrieben werden. Dabei ist \(t\) die Zeit in Minuten seit dem Herausnehmen aus dem Ofen (\(t \ge 0\)) und \(f(t)\) die Temperatur in \(^\circ\text{C}\). a) Bestimme die Temperatur des Kuchens unmittelbar nach dem Backen sowie die Umgebungstemperatur in der Küche. b) Berechne die Temperatur des Kuchens nach \(40\) Minuten und runde auf eine Nachkommastelle. c) Ermittle den Zeitpunkt, zu dem der Kuchen mit einer momentanen Änderungsrate von \(-1{,}2\,{}^\circ\text{C}/\text{min}\) abkühlt. Runde auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Exponentialterm, wenn die Zeit sehr groß wird? - Welchen Wert hat die Zeitvariable zum Zeitpunkt des Messbeginns? - Mit welchem mathematischen Werkzeug berechnet man die Steigung oder Änderungsrate einer Funktion? - Wie löst man eine Gleichung nach der Variable im Exponenten auf?

Lösung

1. Zur Bestimmung der Anfangstemperatur wird \(t = 0\) in die Funktionsgleichung eingesetzt: \(f(0) = 21 + 154 \cdot e^{0} = 21 + 154 = 175\). Die Anfangstemperatur beträgt \(175\,^\circ\text{C}\). 2. Für die Umgebungstemperatur wird der Grenzwert für \(t \to \infty\) betrachtet. Da \(e^{-0{,}038t} \to 0\), nähert sich die Temperatur dem Wert \(21\,^\circ\text{C}\) an. 3. Die Temperatur nach \(40\) Minuten ergibt sich durch Einsetzen von \(t = 40\): \(f(40) = 21 + 154 \cdot e^{-0{,}038 \cdot 40} = 21 + 154 \cdot e^{-1{,}52} \approx 21 + 154 \cdot 0{,}2187 \approx 54{,}68\). Die Temperatur beträgt ca. \(54{,}7\,^\circ\text{C}\). 4. Die momentane Änderungsrate wird durch die Ableitung \(f'(t) = 154 \cdot (-0{,}038) \cdot e^{-0{,}038t} = -5{,}852 \cdot e^{-0{,}038t}\) beschrieben. 5. Zur Bestimmung des Zeitpunkts wird die Gleichung \(f'(t) = -1{,}2\) gelöst: \(-5{,}852 \cdot e^{-0{,}038t} = -1{,}2 \implies e^{-0{,}038t} = \frac{-1{,}2}{-5{,}852} \approx 0{,}20506\). 6. Logarithmieren führt zu \(-0{,}038t = \ln(0{,}20506) \approx -1{,}5844\). Daraus folgt \(t = \frac{-1{,}5844}{-0{,}038} \approx 41{,}7\). Nach etwa \(41{,}7\) Minuten beträgt die Abkühlrate \(-1{,}2\,{}^\circ\text{C}/\text{min}\).

Antwort

a) Anfangstemperatur: \(175\,^\circ\text{C}\); Umgebungstemperatur: \(21\,^\circ\text{C}\) b) ca. \(54{,}7\,^\circ\text{C}\) c) nach ca. \(41{,}7\) Minuten
42650612
In einem vereinfachten Modell zur Ausbreitung einer Nachricht in einer Stadt mit \(10\,000\) Einwohnern gilt \(N(t)=\frac{10000e^{0{,}4t}}{e^{0{,}4t}+19}\). Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden nach dem Modellstart und \(N(t)\) die Zahl der Personen, die die Nachricht kennen. a) Bestimme, wie viele Personen die Nachricht innerhalb der ersten fünf Stunden neu erfahren haben. Runde auf ganze Personen. b) Berechne, nach wie vielen Stunden \(75\,\%\) der Einwohner die Nachricht kennen. Runde auf zwei Nachkommastellen und erläutere eine grafische Überprüfung.

Denkanstöße

- „Neu erfahren“ entspricht der Differenz zweier Bestandswerte. - Welcher absolute Personenwert entspricht \(75\,\%\) der Bevölkerung? - Nach dem Einsetzen dieses Zielwerts kannst du den Exponentialterm isolieren. - Wie wird ein fester Bestandswert im Graphen als Gerade dargestellt?

Lösung

1. Zu Beginn gilt \(N(0)=\frac{10000}{20}=500\). 2. Nach fünf Stunden ist \(N(5)=\frac{10000e^2}{e^2+19}\approx2800\). Somit haben im Modell etwa \(2800-500=2300\) Personen die Nachricht neu erfahren. 3. \(75\,\%\) von \(10\,000\) sind \(7500\). Aus \(7500=\frac{10000e^{0{,}4t}}{e^{0{,}4t}+19}\) folgt \(e^{0{,}4t}=57\). 4. Daher ist \(t=\frac{\ln(57)}{0{,}4}\approx10{,}11\,\text{h}\). 5. Grafisch entspricht der Wert der \(t\)-Koordinate des Schnittpunkts von \(G_N\) mit \(y=7500\).

Antwort

a) Etwa \(2300\) Personen b) \(t\approx10{,}11\,\text{h}\); grafisch: Schnittpunkt von \(G_N\) mit \(y=7500\)
42652712
Die Temperatur \(T\) eines Kaltgetränks, das in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \(22\,^\circ\text{C}\) steht, wird durch die Funktion \(T\) mit \(T(t) = 22 - 14e^{-0{,}1t}\) beschrieben (\(t\) in Minuten seit Beobachtungsbeginn, \(T(t)\) in \(^\circ\text{C}\)). 1. Zeige mithilfe der ersten Ableitung, dass die Temperatur für \(t \ge 0\) streng monoton steigt. 2. Begründe, dass die Temperatur langfristig gegen \(22\,^\circ\text{C}\) strebt, diesen Wert jedoch zu keinem Zeitpunkt überschreitet. 3. Weise nach, dass für die Funktion \(T\) die Gleichung \(T'(t) = 0{,}1(22 - T(t))\) für alle \(t\) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Wie bestimmt man das Monotonieverhalten einer Funktion mithilfe der Ableitung? - Welchen Wert nimmt die Exponentialfunktion \(e^{-kt}\) an, wenn \(t\) sehr groß wird? - Kann ein Ausdruck der Form \(22 - \text{etwas Positives}\) jemals größer als 22 sein? - Setze für die Überprüfung der Gleichung einfach den Term von \(T(t)\) und dessen Ableitung ein und vereinfache.

Lösung

1. Die erste Ableitung ist \(T'(t) = -14 \cdot (-0{,}1) \cdot e^{-0{,}1t} = 1{,}4 \cdot e^{-0{,}1t}\). Da die Exponentialfunktion \(e^x\) für alle reellen \(x\) positiv ist, gilt \(T'(t) > 0\) für alle \(t \ge 0\). Somit ist \(T\) streng monoton steigend. 2. Für \(t \to \infty\) strebt der Term \(e^{-0{,}1t}\) gegen \(0\). Damit gilt \(\lim_{t \to \infty} (22 - 14 \cdot e^{-0{,}1t}) = 22 - 0 = 22\). Da \(14 \cdot e^{-0{,}1t}\) für jedes endliche \(t\) positiv ist, wird stets ein positiver Wert von \(22\) subtrahiert, sodass \(T(t) < 22\) für alle \(t\) gilt. 3. Die linke Seite der Gleichung ist \(T'(t) = 1{,}4e^{-0{,}1t}\). Für die rechte Seite setzen wir den Funktionsterm ein: \(0{,}1 \cdot (22 - (22 - 14 \cdot e^{-0{,}1t})) = 0{,}1 \cdot (14 \cdot e^{-0{,}1t}) = 1{,}4 \cdot e^{-0{,}1t}\). Beide Seiten sind identisch.

Antwort

1. \(T'(t) = 1{,}4e^{-0{,}1t} > 0\), daher streng monoton steigend. 2. \(\lim_{t \to \infty} T(t) = 22\); da \(14 \cdot e^{-0{,}1t} > 0\), folgt \(T(t) < 22\). 3. Einsetzen ergibt \(1{,}4 \cdot e^{-0{,}1t} = 0{,}1 \cdot (14 \cdot e^{-0{,}1t})\), was eine wahre Aussage ist.
42652812
Für ein hypothetisches Populationsmodell gilt \(B(t)=400-320e^{-0{,}05t}\), wobei \(t\) die Zeit in Jahren und \(B(t)\) die modellierte Zahl von Waldvögeln angibt. 1. Bestimme den Anfangsbestand sowie den Modellbestand nach \(20\) Jahren. Runde den zweiten Wert auf ganze Vögel. 2. Zeige, dass die momentane Wachstumsgeschwindigkeit \(B'(t)\) proportional zur Differenz zwischen der Kapazitätsgrenze \(400\) und dem aktuellen Bestand \(B(t)\) ist. Gib den Proportionalitätsfaktor an. 3. Berechne den Zeitpunkt, zu dem der Modellbestand \(350\) erreicht, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher Funktionswert gehört zum Modellstart? - Vergleiche die erste Ableitung mit der Differenz zur Kapazitätsgrenze. - Isoliere für den Zielbestand zunächst den Exponentialterm. - Danach steht die gesuchte Zeit im Exponenten.

Lösung

1. Es gilt \(B(0)=400-320=80\). Weiter ist \(B(20)=400-320e^{-1}\approx282{,}28\), also etwa \(282\) Vögel. 2. Die erste Ableitung lautet \(B'(t)=16e^{-0{,}05t}\). Außerdem ist \(400-B(t)=320e^{-0{,}05t}\). Daher gilt \(B'(t)=0{,}05(400-B(t))\). Der Proportionalitätsfaktor ist \(0{,}05\). 3. Aus \(350=400-320e^{-0{,}05t}\) folgt \(e^{-0{,}05t}=\frac{5}{32}\). Somit ist \(t=-20\ln\left(\frac{5}{32}\right)\approx37{,}13\,\text{Jahre}\).

Antwort

1. Anfangsbestand: \(80\) Vögel; nach \(20\) Jahren: etwa \(282\) Vögel 2. \(B'(t)=0{,}05(400-B(t))\); Proportionalitätsfaktor \(0{,}05\) 3. \(t\approx37{,}13\,\text{Jahre}\)
42652912
Ein Bestand entwickelt sich nach \(g(t)=120-90e^{-0{,}2t}\) für \(t\geq0\), wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. a) Bestimme alle Startzeitpunkte \(t\), für die eine Verdopplung des Bestands in einem späteren endlichen Zeitraum \(T_2\) möglich ist. Runde die Intervallgrenze auf zwei Nachkommastellen. b) Berechne die Verdopplungszeit \(T_2\) für den Startzeitpunkt \(t=0\) auf zwei Nachkommastellen. c) Begründe ohne weitere Rechnung, wie sich die Verdopplungszeit \(T_2\) bei zunehmendem Startzeitpunkt verändert.

Denkanstöße

- Welche obere Schranke besitzt die Bestandsfunktion? - Wann kann das Doppelte des aktuellen Bestands diese Schranke überhaupt noch unterschreiten? - Für eine Verdopplungszeit ab einem Startzeitpunkt \(t\) gilt \(g(t+T_2)=2g(t)\). - Betrachte qualitativ, wie sich die momentane Wachstumsgeschwindigkeit im Zeitverlauf ändert.

Lösung

1. Eine Verdopplung ist nur möglich, solange \(2g(t)<120\), also \(g(t)<60\). 2. Aus \(120-90e^{-0{,}2t}<60\) folgt \(e^{-0{,}2t}>\frac{2}{3}\). Damit ist \(t<-5\ln\left(\frac{2}{3}\right)=5\ln(1{,}5)\approx2{,}03\). Also ist eine Verdopplung für \(0\leq t<2{,}03\) möglich. 3. Für \(t=0\) gilt \(g(0)=30\). Eine Verdopplung erfordert \(g(T_2)=60\), also \(e^{-0{,}2T_2}=\frac{2}{3}\). Daher ist \(T_2=5\ln(1{,}5)\approx2{,}03\,\text{h}\). 4. Es gilt \(g'(t)=18e^{-0{,}2t}>0\), aber diese Wachstumsgeschwindigkeit nimmt mit \(t\) ab. Gleichzeitig wird der absolute Zuwachs, der für eine Verdopplung erforderlich ist, größer. Daher nimmt \(T_2\) mit dem Startzeitpunkt zu und wächst beim Annähern an die Intervallgrenze ohne Schranke.

Antwort

a) \(0\leq t<5\ln(1{,}5)\approx2{,}03\) b) \(T_2\approx2{,}03\,\text{h}\) c) \(T_2\) nimmt mit zunehmendem Startzeitpunkt zu.
42660312
Für ein hypothetisches Modell einer Bakterienkultur beträgt die bedeckte Fläche zu Beginn \(250\,\text{mm}^2\) und nach \(5\) Stunden \(600\,\text{mm}^2\). Es wird exponentielles Wachstum angenommen. a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(f(t)=ae^{kt}\), wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. Runde \(k\) auf vier Nachkommastellen. b) Berechne die Verdopplungszeit auf zwei Nachkommastellen. c) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Modellfläche \(2500\,\text{mm}^2\) erreicht, auf zwei Nachkommastellen. d) Bestimme die momentane Wachstumsrate \(f'(8)\) auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher Parameter ist durch den Anfangswert sofort bestimmt? - Wie erhältst du \(k\) aus dem Verhältnis der beiden gegebenen Flächenwerte? - Verdopplungszeit und Zielzeit führen jeweils auf Exponentialgleichungen. - Was beschreibt die erste Ableitung der Flächenfunktion?

Lösung

1. Aus \(f(0)=250\) folgt \(a=250\). Mit \(f(5)=600\) gilt \(e^{5k}=2{,}4\), also \(k=\frac{\ln(2{,}4)}{5}\approx0{,}1751\). Damit ist \(f(t)=250e^{kt}\). 2. Für die Verdopplungszeit gilt \(e^{kT_2}=2\). Somit ist \(T_2=\frac{5\ln(2)}{\ln(2{,}4)}\approx3{,}96\,\text{h}\). 3. Aus \(250e^{kt}=2500\) folgt \(e^{kt}=10\), also \(t=\frac{5\ln(10)}{\ln(2{,}4)}\approx13{,}15\,\text{h}\). 4. Die momentane Wachstumsrate ist \(f'(t)=250ke^{kt}\). Mit dem ungerundeten \(k\) ergibt sich \(f'(8)\approx177{,}64\,\text{mm}^2/\text{h}\).

Antwort

a) \(f(t)=250e^{\frac{\ln(2{,}4)}{5}t}\), \(k\approx0{,}1751\) b) \(T_2\approx3{,}96\,\text{h}\) c) \(t\approx13{,}15\,\text{h}\) d) \(f'(8)\approx177{,}64\,\text{mm}^2/\text{h}\)
42660412
Für ein hypothetisches Zerfallsmodell sind zu Beginn \(120\,\text{mg}\) eines radioaktiven Stoffes vorhanden, nach \(10\) Tagen noch \(45\,\text{mg}\). a) Bestimme eine Funktion \(m(t)=m_0e^{-\lambda t}\), wobei \(t\) in Tagen angegeben wird. Runde \(\lambda\) auf vier Nachkommastellen. b) Bestimme die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen. c) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Modellmasse \(10\,\text{mg}\) beträgt, auf zwei Nachkommastellen. d) Ermittle die momentane Zerfallsrate \(m'(0)\) und \(m'(20)\), jeweils auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Achte auf das Minuszeichen in der Modellform für den Zerfall. - Welche Verhältnisgleichung beschreibt die Halbwertszeit? - Für den Zielwert steht die gesuchte Zeit im Exponenten. - Die momentane Zerfallsrate ist der Wert der ersten Ableitung.

Lösung

1. Mit \(m_0=120\) und \(m(10)=45\) gilt \(e^{-10\lambda}=0{,}375\). Daher ist \(\lambda=-\frac{\ln(0{,}375)}{10}\approx0{,}0981\). Somit ist \(m(t)=120e^{-\lambda t}\). 2. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{-\lambda T_{1/2}}=0{,}5\). Daraus folgt \(T_{1/2}=\frac{\ln(2)}{\lambda}\approx7{,}07\,\text{Tage}\). 3. Aus \(120e^{-\lambda t}=10\) folgt \(t=\frac{\ln(12)}{\lambda}\approx25{,}33\,\text{Tage}\). 4. Die Zerfallsrate lautet \(m'(t)=-120\lambda e^{-\lambda t}\). Damit ist \(m'(0)\approx-11{,}77\,\text{mg}/\text{Tag}\) und \(m'(20)\approx-1{,}66\,\text{mg}/\text{Tag}\).

Antwort

a) \(m(t)=120e^{-\lambda t}\), \(\lambda\approx0{,}0981\) b) \(T_{1/2}\approx7{,}07\,\text{Tage}\) c) \(t\approx25{,}33\,\text{Tage}\) d) \(m'(0)\approx-11{,}77\,\text{mg}/\text{Tag}\); \(m'(20)\approx-1{,}66\,\text{mg}/\text{Tag}\)
42670112
Ein Kapital von \(15\,000\,\text{€}\) wird für fünf Jahre angelegt. a) Berechne Endkapital und Zinsertrag bei jährlicher Verzinsung mit \(3{,}2\,\%\). Runde Geldbeträge auf Cent. b) Berechne Endkapital und Zinsertrag bei stetiger Verzinsung mit \(3{,}2\,\%\). Runde Geldbeträge auf Cent. c) Bestimme auf zwei Nachkommastellen, welcher jährliche Zinssatz \(p\) nach einem Jahr denselben Zinsertrag wie eine stetige Verzinsung von \(3{,}2\,\%\) liefert.

Denkanstöße

- Welche Modellform passt zur jährlichen, welche zur stetigen Verzinsung? - Der Zinsertrag ist jeweils die Differenz aus End- und Anfangskapital. - Für Teil c) reicht es, die Wachstumsfaktoren für genau ein Jahr gleichzusetzen.

Lösung

1. Bei jährlicher Verzinsung gilt \(K(5)=15\,000\cdot1{,}032^5\approx17\,558{,}59\,\text{€}\). Der Zinsertrag ist damit \(2558{,}59\,\text{€}\). 2. Bei stetiger Verzinsung gilt \(K(5)=15\,000e^{0{,}032\cdot5}\approx17\,602{,}66\,\text{€}\). Der Zinsertrag beträgt \(2602{,}66\,\text{€}\). 3. Für den äquivalenten Jahresfaktor gilt \(1+\frac{p}{100}=e^{0{,}032}\). Somit ist \(p=100(e^{0{,}032}-1)\approx3{,}25\,\%\).

Antwort

a) Endkapital: \(17\,558{,}59\,\text{€}\); Zinsertrag: \(2558{,}59\,\text{€}\) b) Endkapital: \(17\,602{,}66\,\text{€}\); Zinsertrag: \(2602{,}66\,\text{€}\) c) \(p\approx3{,}25\,\%\)
42670212
Für ein hypothetisches Mikroorganismenmodell gilt \(N(t)=N_0e^{kt}\), wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. Zu Beginn beträgt der Modellbestand \(1200\), nach \(3\) Stunden \(1850\). a) Bestimme \(k\) auf vier Nachkommastellen und gib die Funktionsgleichung an. b) Berechne die prozentuale Zunahme innerhalb der ersten Stunde auf zwei Nachkommastellen. c) Ermittle die Verdopplungszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Setze den zweiten Modellwert in \(N(t)=N_0e^{kt}\) ein. - Wie erhältst du aus \(k\) den Faktor für eine Stunde? - Was bedeutet eine Verdopplung als Verhältnis zum Anfangswert?

Lösung

1. Aus \(1850=1200e^{3k}\) folgt \(k=\frac{1}{3}\ln\left(\frac{1850}{1200}\right)\approx0{,}1443\). Damit ist \(N(t)=1200e^{kt}\). 2. Der Stundenfaktor ist \(e^k=\left(\frac{1850}{1200}\right)^{1/3}\approx1{,}1552\). Daher beträgt die Zunahme etwa \(15{,}52\,\%\). 3. Für die Verdopplungszeit gilt \(e^{kT_2}=2\). Mit dem ungerundeten \(k\) folgt \(T_2=\frac{\ln(2)}{k}\approx4{,}80\,\text{h}\).

Antwort

a) \(k\approx0{,}1443\); \(N(t)=1200e^{kt}\) b) \(15{,}52\,\%\) c) \(T_2\approx4{,}80\,\text{h}\)
42741112
Die Ausbreitung einer Nachricht in einer Stadt mit \(2000\) Einwohnern wird modellhaft durch die Funktion \(N\) mit \(N(t) = \frac{2000}{1 + 39e^{-0{,}4t}}\) beschrieben. Dabei ist \(t \geq 0\) die Zeit in Stunden seit der ersten Bekanntgabe und \(N(t)\) die Anzahl der Personen, welche die Nachricht bereits kennen. a) Berechne \(N(0)\) und \(\lim_{t \to \infty} N(t)\). Interpretiere diese Werte im Sachzusammenhang. b) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t_0\), zu dem genau die Hälfte der Einwohner die Nachricht kennt, und runde auf zwei Nachkommastellen. c) Ermittle die momentane Änderungsrate der Anzahl der Personen, welche die Nachricht kennen, zum Zeitpunkt \(t = 0\). d) Die Nachricht verbreitet sich zum Zeitpunkt \(t_0\) am schnellsten. Welche besondere Eigenschaft besitzt der Graph von \(N\) an der Stelle \(t_0\)? Begründe deine Antwort kurz.

Denkanstöße

- Überlege dir, was mit dem e-Term passiert, wenn die Zeit sehr groß wird. - Setze die Funktionsgleichung mit dem gesuchten Wert gleich und löse nach der Variable im Exponenten auf. - Erinnere dich an die Quotientenregel oder die Kettenregel für Brüche, um die Steigung zu berechnen. - Überlege, was die erste Ableitung über die Steigung aussagt und was ein Maximum der Steigung für die Krümmung bedeutet.

Lösung

1. \(N(0) = \frac{2000}{40} = 50\). Zu Beginn kennen \(50\) Personen die Nachricht. 2. Da \(e^{-0{,}4t} \to 0\), gilt \(\lim_{t \to \infty} N(t) = 2000\). Langfristig kennen alle \(2000\) Einwohner die Nachricht. 3. Aus \(1000 = \frac{2000}{1 + 39e^{-0{,}4t_0}}\) folgt \(e^{0{,}4t_0} = 39\) und damit \(t_0 = \frac{\ln(39)}{0{,}4} \approx 9{,}16\). 4. Die erste Ableitung ist \(N'(t) = \frac{31200e^{-0{,}4t}}{(1 + 39e^{-0{,}4t})^2}\). Damit ist \(N'(0) = \frac{31200}{1600} = 19{,}5\). Die momentane Änderungsrate beträgt \(19{,}5\) Personen pro Stunde. 5. Da \(N'(t)\) bei \(t_0\) ein Maximum besitzt, liegt am Graphen von \(N\) bei \(t_0\) ein Wendepunkt vor; dort gilt \(N''(t_0) = 0\).

Antwort

a) \(N(0) = 50\); \(\lim_{t \to \infty} N(t) = 2000\). b) \(t_0 = \frac{\ln(39)}{0{,}4} \approx 9{,}16\,\text{h}\). c) \(N'(0) = 19{,}5\,\frac{\text{Personen}}{\text{h}}\). d) Wendepunkt, da die erste Ableitung dort ein Maximum hat.
42741212
Das Wachstum einer bestimmten Sonnenblumenart lässt sich in den ersten Wochen durch die Funktion \(h: t \mapsto \frac{3}{1 + 5e^{-0{,}2t}}\) beschreiben (\(t \geq 0\) in Wochen, \(h(t)\) in Metern). a) Bestimme die Anfangshöhe der Sonnenblume zum Zeitpunkt \(t = 0\) sowie die theoretisch maximal erreichbare Höhe. b) Begründe ohne Verwendung der Ableitung, dass die Höhe \(h(t)\) im Zeitverlauf streng monoton zunimmt. c) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Sonnenblume eine Höhe von \(1{,}5\,\text{m}\) erreicht hat, und runde auf zwei Nachkommastellen. d) Ermittle die Wachstumsgeschwindigkeit der Sonnenblume nach genau \(10\) Wochen und runde auf drei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Wie verhält sich ein Bruch, wenn der Nenner immer kleiner wird, aber positiv bleibt? - Nutze Logarithmusgesetze, um Gleichungen mit e-Funktionen zu lösen. - Die Wachstumsgeschwindigkeit entspricht der ersten Ableitung der Höhenfunktion. - Achte auf die Einheiten in deiner Interpretation.

Lösung

1. \(h(0) = \frac{3}{6} = 0{,}5\,\text{m}\). Für \(t \to \infty\) gilt \(e^{-0{,}2t} \to 0\), also \(h(t) \to 3\,\text{m}\). 2. \(e^{-0{,}2t}\) ist streng monoton fallend. Daher ist auch der positive Nenner \(1 + 5e^{-0{,}2t}\) streng monoton fallend. Bei konstant positivem Zähler steigt der Bruch somit streng monoton. 3. Aus \(1{,}5 = \frac{3}{1 + 5e^{-0{,}2t}}\) folgt \(e^{0{,}2t} = 5\) und damit \(t = \frac{\ln(5)}{0{,}2} = 5 \cdot \ln(5) \approx 8{,}05\). 4. Die erste Ableitung ist \(h'(t) = \frac{3e^{-0{,}2t}}{(1 + 5e^{-0{,}2t})^2}\). Damit gilt \(h'(10) = \frac{3 \cdot e^{-2}}{(1 + 5e^{-2})^2} \approx \frac{0{,}4060}{2{,}8112} \approx 0{,}144\). Die Wachstumsgeschwindigkeit beträgt ca. \(0{,}144\,\text{m}/\text{Woche}\).

Antwort

a) Anfangshöhe: \(0{,}5\,\text{m}\); maximale Höhe: \(3\,\text{m}\). b) Da der positive Nenner mit wachsendem \(t\) kleiner wird, nimmt der Wert des Bruches zu. c) \(t = 5 \cdot \ln(5) \approx 8{,}05\,\text{Wochen}\). d) \(h'(10) \approx 0{,}144\,\text{m}/\text{Woche}\).
42769512
In einem Modell wird ein Metallbauteil mit Anfangstemperatur \(20\,{}^\circ\text{C}\) in einen Ofen mit konstanter Temperatur \(220\,{}^\circ\text{C}\) gelegt. Nach \(15\,\text{min}\) beträgt die Modelltemperatur \(120\,{}^\circ\text{C}\). Es wird beschränktes Wachstum angenommen. a) Stelle die Funktionsgleichung \(T(t)\) auf und gib den Exponentenparameter exakt an. b) Berechne, nach welcher Zeit die Modelltemperatur \(200\,{}^\circ\text{C}\) erreicht. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Temperatur bildet die Sättigungsgrenze des Modells? - Wie groß ist der anfängliche Abstand zur Sättigungsgrenze? - Nutze den Wert nach \(15\) Minuten, um den Exponentenparameter zu bestimmen. - Für den Zielwert kannst du wieder den Abstand zur Sättigungsgrenze betrachten.

Lösung

1. Mit der Sättigungsgrenze \(S=220\) und \(T(0)=20\) gilt \(T(t)=220-200e^{-kt}\). 2. Aus \(T(15)=120\) folgt \(100=200e^{-15k}\), also \(e^{-15k}=0{,}5\). Damit ist \(k=\frac{\ln(2)}{15}\). 3. Die exakte Modellfunktion lautet \(T(t)=220-200e^{-\frac{\ln(2)}{15}t}\). 4. Für \(T(t)=200\) gilt \(20=200e^{-kt}\), also \(e^{-kt}=0{,}1\). Daher ist \(t=\frac{\ln(10)}{k}=\frac{15\ln(10)}{\ln(2)}\approx49{,}83\,\text{min}\).

Antwort

a) \(T(t)=220-200e^{-\frac{\ln(2)}{15}t}\) b) \(t\approx49{,}83\,\text{min}\)
42769612
Jonas möchte für eine Prüfung \(1500\) Fachbegriffe lernen. Zu Beginn seiner Lernphase beherrscht er bereits \(300\) Begriffe. Nach \(10\,\text{Tagen}\) intensiven Lernens kennt er \(900\) Begriffe. Der Lernprozess wird durch das Modell des beschränkten Wachstums beschrieben. a) Bestimme die Funktionsgleichung \(V(t)\) für die Anzahl der Begriffe nach \(t\) Tagen. Gib den Wachstumsparameter exakt an. b) Wie viele Begriffe beherrscht Jonas nach \(20\,\text{Tagen}\)? c) Berechne den Zeitpunkt, zu dem er voraussichtlich \(1400\) Begriffe beherrscht. Runde den Zeitpunkt auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Identifiziere zuerst Sättigungsgrenze und Anfangswert des Modells. - Nutze den bekannten Wert nach zehn Tagen, um den noch unbekannten Parameter zu bestimmen. - Betrachte für b) den Abstand zur Sättigungsgrenze nach jeweils zehn Tagen. - Für c) muss die Exponentialgleichung nach der Zeit aufgelöst werden.

Lösung

1. Für beschränktes Wachstum gilt \(V(t)=S-(S-V_0)e^{-kt}\) mit \(S=1500\) und \(V_0=300\). Somit ist \(V(t)=1500-1200e^{-kt}\). 2. Aus \(V(10)=900\) folgt \(900=1500-1200e^{-10k}\), also \(e^{-10k}=\frac12\). 3. Daraus ergibt sich \(k=\frac{\ln2}{10}\). Die exakte Funktionsgleichung lautet \(V(t)=1500-1200e^{-\frac{\ln2}{10}t}\). 4. Für \(t=20\) gilt \(e^{-20k}=(e^{-10k})^2=\frac14\). Daher ist \(V(20)=1500-1200\cdot\frac14=1200\). 5. Aus \(V(t)=1400\) folgt \(e^{-kt}=\frac1{12}\) und damit \(t=\frac{\ln12}{k}=\frac{10\ln12}{\ln2}\approx35{,}85\).

Antwort

a) \(V(t)=1500-1200e^{-\frac{\ln2}{10}t}\) b) Nach \(20\,\text{Tagen}\) beherrscht Jonas \(1200\) Begriffe. c) \(t\approx35{,}85\,\text{Tage}\)
42769712
Ein großer Behälter enthält zu Beginn reines Wasser. Ab dem Zeitpunkt \(t = 0\) werden dem Behälter pro Minute konstant \(15\,\text{g}\) eines speziellen Farbstoffs zugeführt. Gleichzeitig fließt Farbstoff mit einer kontinuierlichen Rate von \(2{,}5\,\%\) der jeweils im Behälter gelösten Farbstoffmenge \(m(t)\) pro Minute durch einen Überlauf ab. a) Stelle eine Differentialgleichung auf, die die zeitliche Änderung der Farbstoffmasse \(m(t)\) beschreibt (\(t\) in Minuten, \(m(t)\) in Gramm). b) Bestimme die Funktionsgleichung für \(m(t)\). c) Berechne die Farbstoffmasse im Behälter nach einer Stunde und runde auf zwei Nachkommastellen. d) Ermittle, gegen welchen Wert die Farbstoffmasse langfristig strebt.

Denkanstöße

- Überlege, wie sich die Änderungsrate aus Zufluss und Abfluss zusammensetzt. - Welche Art von Wachstum liegt vor, wenn die Zunahme konstant ist, die Abnahme aber vom aktuellen Bestand abhängt? - Was bedeutet die Information „reines Wasser“ für den Anfangswert der Farbstoffmenge? - Wie verhält sich eine Exponentialfunktion mit negativem Exponenten für sehr große Zeitwerte?

Lösung

1. Die Änderungsrate setzt sich aus dem konstanten Zufluss und dem proportionalen Abfluss zusammen: \(m'(t) = 15 - 0{,}025m(t)\). 2. Die Sättigungsgrenze ist \(S = \frac{15}{0{,}025} = 600\). Mit \(m(0) = 0\) ergibt sich \(m(t) = 600(1 - e^{-0{,}025t})\). 3. \(m(60) = 600 \cdot (1 - e^{-1{,}5}) \approx 466{,}12\). Nach einer Stunde befinden sich ca. \(466{,}12\,\text{g}\) Farbstoff im Behälter. 4. Für \(t \to \infty\) geht \(e^{-0{,}025t}\) gegen \(0\). Daher gilt \(\lim_{t \to \infty} m(t) = 600\,\text{g}\).

Antwort

a) \(m'(t) = 15 - 0{,}025m(t)\) b) \(m(t) = 600(1 - e^{-0{,}025t})\) c) \(m(60) \approx 466{,}12\,\text{g}\) d) \(600\,\text{g}\)
42770512
Ein Bauteil aus Metall wird bei einer Temperatur von \(95\,^\circ\text{C}\) aus einem Härteofen entnommen und in einem Raum mit einer konstanten Umgebungstemperatur von \(20\,^\circ\text{C}\) gelagert. Die zeitliche Änderung der Temperatur \(T(t)\) (in \(^\circ\text{C}\)) folgt der Differentialgleichung \(T'(t) = k(20 - T(t))\), wobei \(t\) die Zeit in Minuten seit der Entnahme angibt. Unmittelbar nach der Entnahme (\(t = 0\)) wird eine momentane Abkühlungsrate von \(T'(0) = -4{,}5\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\) gemessen. Bestimme den Wert der Konstanten \(k\) und gib eine Funktionsgleichung für den Temperaturverlauf \(T(t)\) an.

Denkanstöße

- Was bedeutet die momentane Änderungsrate mathematisch für den Funktionsgraphen? - Welchen Wert nimmt die Temperatur nach einer sehr langen Zeit näherungsweise an? - Wie kannst du die gegebenen Werte in die Differentialgleichung einsetzen, um die Unbekannte zu finden? - Erinnerst du dich an den allgemeinen Funktionstyp für Prozesse, die sich einem festen Schrankenwert annähern?

Lösung

1. Gegeben sind \(T(0) = 95\), die Umgebungstemperatur \(20\,^\circ\text{C}\) und \(T'(0) = -4{,}5\). 2. Einsetzen in die Differentialgleichung bei \(t = 0\): \(-4{,}5 = k \cdot (20 - 95)\). 3. Daraus folgt \(-4{,}5 = -75k\) und somit \(k = 0{,}06\). 4. Die Lösung lautet \(T(t) = 20 + (95 - 20) \cdot e^{-0{,}06t} = 20 + 75e^{-0{,}06t}\).

Antwort

\(k = 0{,}06\); \(T(t) = 20 + 75e^{-0{,}06t}\)
42770612
Eine Tiefkühlpizza wird mit einer Modelltemperatur von \(-18\,{}^\circ\text{C}\) in einen auf \(220\,{}^\circ\text{C}\) vorgeheizten Backofen geschoben. Für ein vereinfachtes Newton-Modell gilt \(T'(t)=k(220-T(t))\), wobei \(t\) in Minuten angegeben wird. Zum Zeitpunkt \(t=0\) beträgt die momentane Erwärmungsrate \(11{,}9\,{}^\circ\text{C}/\text{min}\). a) Ermittle \(k\) und die zugehörige Funktionsgleichung \(T(t)\). b) Berechne, nach wie vielen Minuten die Modelltemperatur \(75\,{}^\circ\text{C}\) erreicht. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Achte beim Einsetzen der negativen Anfangstemperatur auf das Vorzeichen. - Welche Gleichung ergibt sich aus der bekannten Anfangsrate? - Wie sieht die allgemeine Lösung aus, wenn sich eine Temperatur einem festen Grenzwert nähert? - Für die Zieltemperatur musst du anschließend den Exponentialterm isolieren.

Lösung

1. Mit \(T(0)=-18\) und \(T'(0)=11{,}9\) folgt \(11{,}9=k(220-(-18))=238k\). Daher ist \(k=0{,}05\). 2. Die Modellfunktion lautet \(T(t)=220-(220-(-18))e^{-0{,}05t}=220-238e^{-0{,}05t}\). 3. Für \(75\,{}^\circ\text{C}\) gilt \(75=220-238e^{-0{,}05t}\), also \(e^{-0{,}05t}=\frac{145}{238}\). 4. Damit ist \(t=-20\ln\left(\frac{145}{238}\right)\approx9{,}91\,\text{min}\).

Antwort

a) \(k=0{,}05\); \(T(t)=220-238e^{-0{,}05t}\) b) \(t\approx9{,}91\,\text{min}\)
42790112
Bei einem Abkühlungsmodell nimmt die Temperaturdifferenz zwischen einem Metallbauteil und seiner Umgebung exponentiell ab. Nach \(2\,\text{min}\) beträgt die Differenz \(50\,\text{K}\), nach \(6\,\text{min}\) \(12{,}5\,\text{K}\). a) Bestimme die Funktionsgleichung der Form \(f(t)=ba^t\), wobei \(t\) in Minuten angegeben wird. b) Berechne den Zeitpunkt, zu dem die Temperaturdifferenz nur noch \(1\,\%\) des Anfangswerts beträgt. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Nutze beide gegebenen Punkte, um die zwei Modellparameter zu bestimmen. - Durch Division der beiden Gleichungen fällt der Anfangswert weg. - Bestimme vor Teil b) den Anfangswert des Modells. - Eine Prozentangabe lässt sich als Verhältnis zum Anfangswert formulieren.

Lösung

1. Aus \(ba^2=50\) und \(ba^6=12{,}5\) folgt durch Division \(a^4=0{,}25\). Daher ist \(a=\sqrt{0{,}5}\). 2. Weil \(a^2=0{,}5\), ergibt \(ba^2=50\) den Anfangswert \(b=100\). Somit ist \(f(t)=100(\sqrt{0{,}5})^t\). 3. Ein Prozent des Anfangswerts sind \(1\,\text{K}\). Daher gilt \(100(0{,}5)^{t/2}=1\). 4. Logarithmieren liefert \(\frac{t}{2}\ln(0{,}5)=\ln(0{,}01)\), also \(t=\frac{2\ln(0{,}01)}{\ln(0{,}5)}\approx13{,}29\,\text{min}\).

Antwort

a) \(f(t)=100(\sqrt{0{,}5})^t\) b) \(t\approx13{,}29\,\text{min}\)
42790212
Für ein hypothetisches Bakterienmodell ist der Anfangsbestand unbekannt. Nach \(1\,\text{h}\) beträgt der Modellbestand \(1200\), nach \(4\,\text{h}\) \(9600\). Es wird exponentielles Wachstum angenommen. a) Bestimme einen Funktionsterm der Form \(f(t)=ce^{kt}\). b) Ermittle, nach wie vielen Stunden der Modellbestand das Hundertfache des Anfangsbestands erreicht. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Stelle aus den beiden Modellwerten zwei Gleichungen für \(c\) und \(k\) auf. - Welche Unbekannte lässt sich durch Division der Gleichungen eliminieren? - „Hundertfach“ bezieht sich auf den Modellwert bei \(t=0\), nicht auf einen späteren Tabellenwert. - Die letzte Gleichung hat die gesuchte Zeit im Exponenten.

Lösung

1. Es gilt \(ce^k=1200\) und \(ce^{4k}=9600\). 2. Division ergibt \(e^{3k}=8\). Damit ist \(k=\frac{\ln(8)}{3}=\ln(2)\). 3. Aus \(ce^k=1200\) und \(e^k=2\) folgt \(c=600\). Somit ist \(f(t)=600e^{\ln(2)t}=600\cdot2^t\). 4. Für das Hundertfache des Anfangsbestands gilt \(600\cdot2^t=60\,000\), also \(2^t=100\). 5. Daher ist \(t=\frac{\ln(100)}{\ln(2)}\approx6{,}64\,\text{h}\).

Antwort

a) \(f(t)=600e^{\ln(2)t}=600\cdot2^t\) b) \(t\approx6{,}64\,\text{h}\)
42982512
Für ein vereinfachtes Koffeinmodell wird angenommen: Um 14:00 Uhr werden \(120\,\text{mg}\) Koffein aufgenommen, und pro Stunde verbleiben \(87\,\%\) der jeweils vorhandenen Modellmenge. a) Stelle die Funktionsgleichung \(K(t)\) in \(\text{mg}\) auf, wobei \(t\) die Stunden seit 14:00 Uhr angibt. b) Berechne den Modellwert um 22:00 Uhr auf zwei Nachkommastellen. c) In diesem Rechenmodell wird \(15\,\text{mg}\) als mathematischer Schwellenwert verwendet. Ermittle den Grenzzeitpunkt auf zwei Nachkommastellen in Stunden nach 14:00 Uhr und gib die zugehörige Uhrzeit auf die nächste Minute an.

Denkanstöße

- Welche Zahl ist der stündliche Zerfallsfaktor, wenn \(87\,\%\) verbleiben? - Wie viele Stunden liegen zwischen 14:00 und 22:00 Uhr? - Für den Schwellenwert steht die gesuchte Zeit im Exponenten. - Wandle den Dezimalanteil einer Stunde am Ende in Minuten um.

Lösung

1. Der stündliche Zerfallsfaktor ist \(0{,}87\). Daher gilt \(K(t)=120\cdot0{,}87^t\). 2. Von 14:00 bis 22:00 Uhr vergehen \(8\) Stunden. Somit ist \(K(8)=120\cdot0{,}87^8\approx39{,}39\,\text{mg}\). 3. Der Grenzzeitpunkt erfüllt \(120\cdot0{,}87^t=15\), also \(0{,}87^t=0{,}125\). Daher ist \(t=\frac{\ln(0{,}125)}{\ln(0{,}87)}\approx14{,}93\,\text{h}\). 4. \(0{,}93\) Stunden entsprechen etwa \(56\) Minuten. Der Grenzzeitpunkt liegt damit gegen 04:56 Uhr am folgenden Tag.

Antwort

a) \(K(t)=120\cdot0{,}87^t\) b) \(K(8)\approx39{,}39\,\text{mg}\) c) \(t\approx14{,}93\,\text{h}\); etwa 04:56 Uhr am folgenden Tag
42982612
Für ein vereinfachtes Modell eines radioaktiven Präparats wird eine Anfangsaktivität von \(400\,\text{MBq}\) und nach \(4\) Stunden eine Modellaktivität von \(240\,\text{MBq}\) angenommen. Es gilt \(A(t)=A_0e^{kt}\), wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. a) Bestimme \(k\) auf vier Nachkommastellen. b) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen. c) In diesem Rechenmodell wird \(5\,\%\) der Anfangsaktivität als mathematischer Schwellenwert verwendet. Berechne den zugehörigen Zeitpunkt auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Eliminiere zuerst den Anfangswert, sodass nur der Exponentialfaktor übrig bleibt. - Welche Verhältnisgleichung beschreibt die Halbwertszeit? - Für den letzten Teil ist nur das Verhältnis zum Anfangswert entscheidend. - In beiden Zeitgleichungen steht die gesuchte Größe im Exponenten.

Lösung

1. Aus \(240=400e^{4k}\) folgt \(e^{4k}=0{,}6\). Daher ist \(k=\frac{\ln(0{,}6)}{4}\approx-0{,}1277\). 2. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{kT_{1/2}}=0{,}5\). Somit ist \(T_{1/2}=\frac{\ln(0{,}5)}{k}\approx5{,}43\,\text{h}\). 3. Für \(5\,\%\) Restaktivität gilt \(e^{kt}=0{,}05\). Daraus folgt \(t=\frac{\ln(0{,}05)}{k}\approx23{,}46\,\text{h}\).

Antwort

a) \(k\approx-0{,}1277\) b) \(T_{1/2}\approx5{,}43\,\text{h}\) c) \(t\approx23{,}46\,\text{h}\)
42982712
Für ein hypothetisches Seerosenmodell wächst die bedeckte Fläche jede Woche um \(40\,\%\). Zu Beginn beträgt sie \(2\,\text{m}^2\). 1. Gib eine Funktionsgleichung \(A(t)\) für die Fläche in \(\text{m}^2\) nach \(t\) Wochen an. 2. Berechne die Modellfläche nach \(4\) Wochen sowie den durch Rückwärtsextrapolation erhaltenen Modellwert für \(t=-2\). Runde beide Werte auf zwei Nachkommastellen. 3. Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Modellfläche \(20\,\text{m}^2\) erreicht, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Wie wird aus \(40\,\%\) Zunahme ein Wachstumsfaktor? - Ein negativer Zeitwert bedeutet hier eine mathematische Rückwärtsextrapolation des Modells. - Für den Zielwert steht die gesuchte Zeit im Exponenten.

Lösung

1. Der Wachstumsfaktor ist \(1{,}4\). Somit gilt \(A(t)=2\cdot1{,}4^t\). 2. Es ist \(A(4)=2\cdot1{,}4^4=7{,}6832\approx7{,}68\,\text{m}^2\). Außerdem ist \(A(-2)=2\cdot1{,}4^{-2}\approx1{,}02\,\text{m}^2\). 3. Aus \(20=2\cdot1{,}4^t\) folgt \(1{,}4^t=10\). Daher ist \(t=\frac{\ln(10)}{\ln(1{,}4)}\approx6{,}84\,\text{Wochen}\).

Antwort

1. \(A(t)=2\cdot1{,}4^t\) 2. \(A(4)\approx7{,}68\,\text{m}^2\); \(A(-2)\approx1{,}02\,\text{m}^2\) 3. \(t\approx6{,}84\,\text{Wochen}\)
42982812
In einem vereinfachten Modell für ein Kontrastmittel werden eine Anfangsmenge von \(120\,\text{mg}\) und eine Halbwertszeit von \(3\) Stunden angenommen. 1. Gib eine Funktionsgleichung \(M(t)\) für die verbleibende Modellmenge in \(\text{mg}\) nach \(t\) Stunden an. 2. Berechne die Modellmenge nach \(10\) Stunden auf zwei Nachkommastellen. 3. Ermittle den Zeitpunkt, zu dem noch \(10\,\%\) der Anfangsmenge vorhanden sind. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Wie wird eine Halbwertszeit von drei Stunden im Exponenten berücksichtigt? - Für Teil 2 setzt du nur den gegebenen Zeitpunkt ein. - Bei Teil 3 kannst du direkt mit dem Anteil der Anfangsmenge arbeiten.

Lösung

1. Mit der Halbwertszeit \(3\,\text{h}\) gilt \(M(t)=120\cdot0{,}5^{t/3}\). 2. Es ist \(M(10)=120\cdot0{,}5^{10/3}\approx11{,}91\,\text{mg}\). 3. Für \(10\,\%\) Restmenge gilt \(0{,}5^{t/3}=0{,}1\). Daher ist \(t=3\frac{\ln(0{,}1)}{\ln(0{,}5)}\approx9{,}97\,\text{h}\).

Antwort

1. \(M(t)=120\cdot0{,}5^{t/3}\) 2. \(M(10)\approx11{,}91\,\text{mg}\) 3. \(t\approx9{,}97\,\text{h}\)
42983412
Ein unbegrenztes Modell beschreibt die Ausbreitung einer invasiven Wasserpflanze auf einem See. a) Die bedeckte Fläche verdoppelt sich alle \(5\) Tage. Zu Beginn beträgt sie \(1\,\text{m}^2\). Stelle \(A(t)\) auf. b) Schätze mit \(2^{10}\approx10^3\) die Modellfläche nach \(50\) und \(100\) Tagen. c) Der See hat eine Fläche von \(1\,\text{km}^2\). Schätze mit \(500\approx2^9\), nach wie vielen Tagen das unbegrenzte Modell \(500\,000\,\text{m}^2\) erreicht. d) Bestimme den Zeitpunkt aus c) mit Logarithmen exakt als Term, runde ihn anschließend auf zwei Nachkommastellen und vergleiche ihn mit der Schätzung.

Denkanstöße

- Wie muss der Exponent aussehen, wenn nach jeweils fünf Tagen ein Verdopplungsschritt abgeschlossen ist? - Zerlege große Zweierpotenzen mithilfe der gegebenen Faustregel. - Für die Abschätzung von \(500\,000\) kannst du die Zahl in \(500\cdot1000\) zerlegen. - Der exakte logarithmische Term entsteht direkt aus \(2^{t/5}=500\,000\).

Lösung

1. Mit Anfangswert \(1\) und Verdopplungszeit \(5\) Tage gilt \(A(t)=2^{t/5}\). 2. Es ist \(A(50)=2^{10}\approx1000\,\text{m}^2\) und \(A(100)=2^{20}\approx1\,000\,000\,\text{m}^2\). Der zweite Wert ist eine reine Hochrechnung des unbegrenzten Modells. 3. \(500\,000=500\cdot1000\approx2^9\cdot2^{10}=2^{19}\). Daher folgt als Schätzung \(t\approx95\) Tage. 4. Exakt gilt \(2^{t/5}=500\,000\), also \(t=\frac{5\ln(500000)}{\ln(2)}\). Numerisch ist \(t\approx94{,}66\) Tage. Die Schätzung liegt damit um etwa \(0{,}34\) Tage höher.

Antwort

a) \(A(t)=2^{t/5}\) b) \(A(50)\approx1000\,\text{m}^2\); \(A(100)\approx1\,000\,000\,\text{m}^2\) c) \(t\approx95\,\text{Tage}\) d) \(t=\frac{5\ln(500000)}{\ln(2)}\approx94{,}66\,\text{Tage}\); Abweichung der Schätzung: etwa \(0{,}34\,\text{Tage}\)
42984512
Für ein fiktives Bakterienmodell gibt \(y\) die Anzahl der Bakterien in Tausend an: <table> <tr><td>\(x\) in Stunden</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>4</td></tr> <tr><td>\(y\)</td><td>\(400\)</td><td>\(520\)</td><td>\(676\)</td><td>\(1142{,}44\)</td></tr> </table> a) Bestimme eine Funktionsgleichung der Form \(f(x)=ca^x\). b) Berechne die Modellzahl der Bakterien nach \(8\) Stunden und runde auf ganze Bakterien. c) Ermittle, nach wie vielen Stunden sich die Bakterienzahl gegenüber dem Anfang verfünffacht hat. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher Parameter folgt direkt aus \(x=0\)? - Welcher Faktor führt vom ersten zum zweiten Tabellenwert? - Beachte bei Teil b), dass die Tabellenwerte in Tausend angegeben sind. - Für die Verfünffachung kannst du den Anfangswert aus der Gleichung kürzen.

Lösung

1. Aus \(f(0)=400\) folgt \(c=400\). Mit \(f(1)=520\) ist \(a=\frac{520}{400}=1{,}3\). Damit gilt \(f(x)=400\cdot1{,}3^x\). 2. \(f(8)=400\cdot1{,}3^8\approx3262{,}923\) Tausend. Das entspricht gerundet etwa \(3\,262\,923\) Bakterien. 3. Für die Verfünffachung gilt \(1{,}3^x=5\). Daher ist \(x=\frac{\ln(5)}{\ln(1{,}3)}\approx6{,}13\,\text{h}\).

Antwort

a) \(f(x)=400\cdot1{,}3^x\) b) etwa \(3\,262\,923\) Bakterien c) \(x\approx6{,}13\,\text{h}\)
42984612
Für ein vereinfachtes Medikamentenmodell werden folgende Konzentrationswerte verwendet: <table> <tr><td>\(t\) in Stunden</td><td>0</td><td>2</td><td>5</td></tr> <tr><td>\(y\) in \(\text{mg}/\text{L}\)</td><td>\(12{,}0\)</td><td>\(7{,}68\)</td><td>\(3{,}93216\)</td></tr> </table> a) Ermittle eine Funktionsgleichung der Form \(f(t)=ca^t\). b) Bestimme die prozentuale Abnahme pro Stunde. c) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher Parameter folgt aus dem Wert bei \(t=0\)? - Wie kannst du aus dem Wert nach zwei Stunden den positiven Stundenfaktor bestimmen? - Welche prozentuale Abnahme gehört zu einem Faktor von \(0{,}8\)? - Für die Halbwertszeit ist nur das Verhältnis zum Anfangswert relevant.

Lösung

1. Aus \(f(0)=12\) folgt \(c=12\). Mit \(12a^2=7{,}68\) gilt \(a^2=0{,}64\), also wegen \(a>0\) der Faktor \(a=0{,}8\). Damit ist \(f(t)=12\cdot0{,}8^t\). 2. Pro Stunde verbleiben \(80\,\%\), also beträgt die Abnahme \(20\,\%\). 3. Für die Halbwertszeit gilt \(0{,}8^t=0{,}5\). Daher ist \(t=\frac{\ln(0{,}5)}{\ln(0{,}8)}\approx3{,}11\,\text{h}\).

Antwort

a) \(f(t)=12\cdot0{,}8^t\) b) \(20\,\%\) pro Stunde c) \(T_{1/2}\approx3{,}11\,\text{h}\)
42984912
Für ein hypothetisches Bakterienmodell beträgt der Anfangsbestand \(2500\). Nach \(6\) Stunden ist der Modellbestand dreimal so groß. a) Ermittle eine Funktionsgleichung der Form \(N(t)=N_0b^t\). b) Berechne den Modellbestand nach \(15\) Stunden und runde auf ganze Bakterien. c) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem der Modellbestand \(1\,000\,000\) erreicht, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Was bedeutet die Verdreifachung nach sechs Stunden für den Sechsstundenfaktor? - Wie kannst du diesen Faktor direkt in einer Modellform verwenden, ohne ihn zunächst dezimal zu runden? - Für den Zielbestand steht die gesuchte Zeit im Exponenten.

Lösung

1. Aus \(b^6=3\) folgt \(b=3^{1/6}\). Damit ist \(N(t)=2500\cdot3^{t/6}\). 2. Es gilt \(N(15)=2500\cdot3^{15/6}\approx38\,971{,}14\). Gerundet sind das \(38\,971\) Bakterien. 3. Aus \(1\,000\,000=2500\cdot3^{t/6}\) folgt \(3^{t/6}=400\). Daher ist \(t=6\frac{\ln(400)}{\ln(3)}\approx32{,}72\,\text{h}\).

Antwort

a) \(N(t)=2500\cdot3^{t/6}\) b) etwa \(38\,971\) Bakterien c) \(t\approx32{,}72\,\text{h}\)
42992312
Für ein vereinfachtes Medikamentenmodell werden eine Anfangsmenge von \(400\,\text{mg}\) und eine stündliche Abnahme um \(12\,\%\) angenommen. Das Modell wird als \(N(t)=N_0e^{-kt}\) geschrieben, wobei \(t\) in Stunden angegeben wird. 1. Bestimme die Zerfallskonstante \(k\) auf vier Nachkommastellen und gib die Funktionsgleichung an. 2. Berechne den Zeitpunkt, zu dem der Modellwert ein Viertel der Anfangsmenge beträgt, auf zwei Nachkommastellen. 3. Ermittle \(N'(5)\) auf zwei Nachkommastellen in \(\text{mg}/\text{h}\) und erläutere die Bedeutung des Vorzeichens.

Denkanstöße

- Welcher stündliche Faktor gehört zu einer Abnahme von \(12\,\%\)? - Wie hängt dieser Faktor mit der Zerfallskonstante in \(e^{-kt}\) zusammen? - Für ein Viertel der Anfangsmenge genügt eine Verhältnisgleichung. - Die momentane Änderungsrate ist die erste Ableitung; ihr Vorzeichen trägt Sachbedeutung.

Lösung

1. Der stündliche Faktor ist \(0{,}88\). Aus \(e^{-k}=0{,}88\) folgt \(k=-\ln(0{,}88)\approx0{,}1278\). Damit ist \(N(t)=400e^{-kt}\). 2. Für ein Viertel der Anfangsmenge gilt \(0{,}88^t=0{,}25\). Daher ist \(t=\frac{\ln(0{,}25)}{\ln(0{,}88)}\approx10{,}84\,\text{h}\). 3. Die erste Ableitung lautet \(N'(t)=-kN_0e^{-kt}\). Mit dem ungerundeten \(k\) ergibt sich \(N'(5)\approx-26{,}98\,\text{mg}/\text{h}\). Das negative Vorzeichen bedeutet, dass die Modellmenge zu diesem Zeitpunkt abnimmt.

Antwort

1. \(k\approx0{,}1278\); \(N(t)=400e^{-kt}\) 2. \(t\approx10{,}84\,\text{h}\) 3. \(N'(5)\approx-26{,}98\,\text{mg}/\text{h}\); das Minuszeichen kennzeichnet eine Abnahme.
42992412
Die Radiokohlenstoffmethode nutzt den Zerfall des Kohlenstoff-Isotops \({}^{14}\text{C}\) zur Altersbestimmung organischer Materialien. Die Halbwertszeit von \({}^{14}\text{C}\) beträgt etwa \(5730\,\text{Jahre}\). Der Zerfall wird modelliert durch \(N(t)=N_0e^{-kt}\), wobei \(t\) die Zeit in Jahren ist. 1. Berechne die Zerfallskonstante \(k\) und runde auf acht Nachkommastellen. 2. Ein Holzfragment weist im Modell nur noch \(65\,\%\) des ursprünglichen Gehalts an \({}^{14}\text{C}\) auf. Bestimme sein Modellalter auf ganze Jahre gerundet. 3. Zeige allgemein, dass die momentane Änderungsrate \(N'(t)\) zu jedem Zeitpunkt proportional zur vorhandenen Menge \(N(t)\) ist. Gib den Proportionalitätsfaktor an.

Denkanstöße

- Welche Gleichung beschreibt, dass nach einer Halbwertszeit noch die Hälfte der Anfangsmenge vorhanden ist? - Für das Modellalter kannst du direkt mit dem verbleibenden Anteil der Anfangsmenge arbeiten. - Vergleiche nach dem Ableiten den erhaltenen Ausdruck mit der ursprünglichen Funktion \(N(t)\).

Lösung

1. Aus \(e^{-5730k}=0{,}5\) folgt \(k=\frac{\ln(2)}{5730}\approx0{,}00012097\,\text{Jahr}^{-1}\). 2. Aus \(e^{-kt}=0{,}65\) folgt \(t=\frac{-\ln(0{,}65)}{k}\approx3561{,}13\,\text{Jahre}\). Auf ganze Jahre gerundet sind das \(3561\,\text{Jahre}\). 3. Ableiten ergibt \(N'(t)=-kN_0e^{-kt}=-kN(t)\). Damit ist die momentane Änderungsrate proportional zur vorhandenen Menge; der Proportionalitätsfaktor ist \(-k\).

Antwort

1. \(k\approx0{,}00012097\,\text{Jahr}^{-1}\) 2. etwa \(3561\,\text{Jahre}\) 3. \(N'(t)=-kN(t)\); Proportionalitätsfaktor: \(-k\)
42992912
Ein radioaktiver Stoff zerfällt gemäß der Funktion \(m(t)=m_0e^{-0{,}0231t}\), wobei \(t\) die Zeit in Jahren und \(m(t)\) die Masse in Milligramm beschreibt. a) Wie viel Prozent der Anfangsmasse \(m_0\) sind nach \(25\) Jahren noch vorhanden? Runde auf zwei Nachkommastellen. b) Berechne die Halbwertszeit \(T_H\) dieses Stoffes auf zwei Nachkommastellen genau. c) Bestimme die momentane Änderungsrate \(m'(t)\) der Masse zum Zeitpunkt \(t=50\) Jahre, wenn die Anfangsmasse \(m_0=500\,\text{mg}\) beträgt. Runde auf zwei Nachkommastellen und interpretiere das Vorzeichen des Ergebnisses.

Denkanstöße

- Welches Verhältnis beschreibt den nach \(25\) Jahren verbleibenden Anteil der Anfangsmasse? - Welche Bedingung erfüllt das Modell nach einer Halbwertszeit? - Die momentane Änderungsrate wird durch die erste Ableitung beschrieben; beachte anschließend die Bedeutung ihres Vorzeichens.

Lösung

1. Es gilt \(\frac{m(25)}{m_0}=e^{-0{,}0231\cdot25}\approx0{,}5613\). Somit sind noch etwa \(56{,}13\,\%\) vorhanden. 2. Aus \(e^{-0{,}0231T_H}=0{,}5\) folgt \(T_H=\frac{\ln(2)}{0{,}0231}\approx30{,}01\,\text{Jahre}\). 3. Die erste Ableitung lautet \(m'(t)=-0{,}0231m_0e^{-0{,}0231t}\). Damit ist \(m'(50)=-0{,}0231\cdot500e^{-0{,}0231\cdot50}\approx-3{,}64\,\text{mg}/\text{Jahr}\). Das negative Vorzeichen zeigt eine Abnahme der Masse an.

Antwort

a) etwa \(56{,}13\,\%\) b) \(T_H\approx30{,}01\,\text{Jahre}\) c) \(m'(50)\approx-3{,}64\,\text{mg}/\text{Jahr}\); das negative Vorzeichen bedeutet eine Massenabnahme.
42993312
In einem vereinfachten Labormodell wird die Masse einer radioaktiven Probe durch \(m(t)=m_0e^{-kt}\) beschrieben, wobei \(m(t)\) in Gramm und \(t\) in Tagen angegeben wird. Für das Modell gelten \(m(10)=45{,}0\,\text{g}\) und \(m(25)=28{,}0\,\text{g}\). 1. Bestimme \(m_0\) auf zwei Nachkommastellen und \(k\) auf fünf Nachkommastellen. 2. Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche zwei Gleichungen erhältst du aus den beiden gegebenen Funktionswerten? - Wie kannst du beim Vergleich dieser beiden Gleichungen den unbekannten Anfangswert beseitigen? - Welche Bedingung kennzeichnet die Halbwertszeit im Modell?

Lösung

1. Es gelten \(45=m_0e^{-10k}\) und \(28=m_0e^{-25k}\). Durch Division folgt \(\frac{45}{28}=e^{15k}\). Daher ist \(k=\frac{\ln(45/28)}{15}\approx0{,}03163\,\text{Tag}^{-1}\). Einsetzen ergibt \(m_0=45e^{10k}\approx61{,}74\,\text{g}\). 2. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{-kT_H}=0{,}5\). Daher ist \(T_H=\frac{\ln(2)}{k}\approx21{,}91\,\text{Tage}\).

Antwort

1. \(m_0\approx61{,}74\,\text{g}\); \(k\approx0{,}03163\,\text{Tag}^{-1}\) 2. \(T_H\approx21{,}91\,\text{Tage}\)
42993512
In einem vereinfachten Modell für einen See wird angenommen, dass die Lichtintensität \(I\) pro \(3\,\text{m}\) zusätzlicher Tiefe um \(18\,\%\) sinkt. An der Wasseroberfläche beträgt die Modellintensität \(I_0=400\,\text{W}/\text{m}^2\). a) Berechne die Modellintensität in \(10\,\text{m}\) Tiefe auf zwei Nachkommastellen. b) Bestimme die Tiefe, in der die Modellintensität \(50\,\text{W}/\text{m}^2\) beträgt, auf zwei Nachkommastellen. c) Schreibe das Modell als \(I(d)=I_0e^{-kd}\) und bestimme \(k\) auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welcher Multiplikationsfaktor gehört zu einer Abnahme um \(18\,\%\)? - Die Angabe bezieht sich auf jeweils \(3\,\text{m}\); wie lässt sich deshalb eine beliebige Tiefe im Exponenten berücksichtigen? - Für die Darstellung zur Basis \(e\) müssen beide Modelle nach demselben Tiefenschritt denselben Faktor liefern.

Lösung

1. Der Abnahmefaktor pro \(3\,\text{m}\) beträgt \(0{,}82\). Daher ist \(I(d)=400\cdot0{,}82^{d/3}\). 2. Es gilt \(I(10)=400\cdot0{,}82^{10/3}\approx206{,}43\,\text{W}/\text{m}^2\). 3. Aus \(50=400\cdot0{,}82^{d/3}\) folgt \(d=3\frac{\ln(0{,}125)}{\ln(0{,}82)}\approx31{,}44\,\text{m}\). 4. Aus \(e^{-3k}=0{,}82\) folgt \(k=-\frac{\ln(0{,}82)}{3}\approx0{,}0662\,\text{m}^{-1}\).

Antwort

a) \(I(10)\approx206{,}43\,\text{W}/\text{m}^2\) b) \(d\approx31{,}44\,\text{m}\) c) \(k\approx0{,}0662\,\text{m}^{-1}\)
42993612
In einem vereinfachten Modell nimmt die Anzahl einer Bakterienkultur während einer Behandlung alle \(20\,\text{Minuten}\) um \(15\,\%\) ab. Zu Beginn der Beobachtung sind \(500\,000\) Bakterien vorhanden. a) Berechne die Modellanzahl nach genau \(2\,\text{Stunden}\) und runde auf ganze Bakterien. b) Bestimme die Zeit, nach der die Modellpopulation auf \(1\,\%\) ihres Anfangswerts geschrumpft ist, auf zwei Nachkommastellen in Minuten. c) Bestimme die prozentuale Abnahme pro Minute auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Achte darauf, auf welche Zeitspanne sich der Faktor \(0{,}85\) bezieht. - Für den Zeitpunkt bei \(1\,\%\) kannst du mit dem Verhältnis zum Anfangswert arbeiten. - Um einen Faktor pro Minute zu erhalten, muss der Faktor für \(20\) Minuten passend auf eine Minute umgerechnet werden.

Lösung

1. Mit \(t\) in Minuten lautet das Modell \(N(t)=500\,000\cdot0{,}85^{t/20}\). 2. \(N(120)=500\,000\cdot0{,}85^6\approx188\,574{,}76\). Auf ganze Bakterien gerundet sind das \(188\,575\). 3. Aus \(0{,}01=0{,}85^{t/20}\) folgt \(t=20\frac{\ln(0{,}01)}{\ln(0{,}85)}\approx566{,}72\,\text{min}\). 4. Der Faktor pro Minute ist \(0{,}85^{1/20}\approx0{,}99190698\). Die prozentuale Abnahme pro Minute beträgt daher \((1-0{,}85^{1/20})\cdot100\,\%\approx0{,}81\,\%\).

Antwort

a) etwa \(188\,575\) Bakterien b) \(t\approx566{,}72\,\text{min}\) c) etwa \(0{,}81\,\%\) pro Minute
42993912
Für ein vereinfachtes Medikamentenmodell wird die Konzentration durch \(C(t)=C_0e^{-kt}\) beschrieben. Dabei gelten \(C_0=250\,\text{mg}/\text{L}\), \(k=0{,}085\,\text{h}^{-1}\) und \(t\) in Stunden. a) Nach wie vielen Stunden beträgt die Modellkonzentration \(100\,\text{mg}/\text{L}\)? Runde auf zwei Nachkommastellen. b) Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen. c) Bestimme die effektive prozentuale Abnahme pro Stunde auf zwei Nachkommastellen und vergleiche sie mit \(8{,}5\,\%\), dem Prozentwert zur Zahl \(0{,}085\).

Denkanstöße

- Für a) und b) lässt sich jeweils ein Verhältnis zur Anfangskonzentration bilden. - Die unbekannte Zeit steht im Exponenten; überlege, welche Umkehrfunktion dafür geeignet ist. - Für die effektive Änderung pro Stunde ist der Ein-Stunden-Faktor des Modells entscheidend, nicht die Zahl \(k\) allein.

Lösung

1. Aus \(100=250e^{-0{,}085t}\) folgt \(0{,}4=e^{-0{,}085t}\). Daher ist \(t=\frac{\ln(0{,}4)}{-0{,}085}\approx10{,}78\,\text{h}\). 2. Für die Halbwertszeit gilt \(0{,}5=e^{-0{,}085T_H}\). Somit ist \(T_H=\frac{\ln(0{,}5)}{-0{,}085}\approx8{,}15\,\text{h}\). 3. Der stündliche Faktor ist \(e^{-0{,}085}\approx0{,}918512\). Die effektive Abnahme beträgt daher \((1-e^{-0{,}085})\cdot100\,\%\approx8{,}15\,\%\). Dieser Wert ist kleiner als \(8{,}5\,\%\); die Konstante \(k\) ist nicht selbst die effektive prozentuale Abnahme pro Stunde.

Antwort

a) \(t\approx10{,}78\,\text{h}\) b) \(T_H\approx8{,}15\,\text{h}\) c) etwa \(8{,}15\,\%\) pro Stunde; das ist weniger als \(8{,}5\,\%\).
42994012
In einem hypothetischen Modell für den Bestand einer Tierart gilt \(B(t)=1200e^{0{,}045(t-2015)}\), wobei \(t\) die Jahreszahl bezeichnet. a) Berechne den Modellbestand im Jahr \(2030\) und runde auf ganze Tiere. b) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem der Modellbestand \(2400\) erreicht, auf zwei Nachkommastellen als Jahreszahl. c) Bestimme die effektive jährliche Wachstumsrate auf zwei Nachkommastellen und begründe rechnerisch, warum sie größer als \(4{,}5\,\%\) ist.

Denkanstöße

- Welche Zeitdifferenz steht im Exponenten, wenn du den Bestand für ein bestimmtes Kalenderjahr berechnest? - Beim Verdoppeln kannst du den Anfangswert aus der Gleichung kürzen. - Für die effektive Jahresrate benötigst du den Faktor, den das Modell bei einer Erhöhung von \(t\) um genau ein Jahr erzeugt.

Lösung

1. \(B(2030)=1200e^{0{,}045\cdot15}\approx2356{,}84\). Gerundet sind das \(2357\) Tiere. 2. Aus \(2400=1200e^{0{,}045(t-2015)}\) folgt \(e^{0{,}045(t-2015)}=2\). Damit ist \(t=2015+\frac{\ln(2)}{0{,}045}\approx2030{,}40\). 3. Der Jahresfaktor ist \(e^{0{,}045}\approx1{,}04602786\). Daher beträgt die effektive jährliche Wachstumsrate etwa \(4{,}60\,\%\). Da \(e^x>1+x\) für \(x>0\) gilt, ist \(e^{0{,}045}-1>0{,}045\), also die effektive Jahresrate größer als \(4{,}5\,\%\).

Antwort

a) etwa \(2357\) Tiere b) \(t\approx2030{,}40\) c) etwa \(4{,}60\,\%\) pro Jahr; wegen \(e^{0{,}045}>1+0{,}045\) ist dies mehr als \(4{,}5\,\%\).
42994312
Für ein vereinfachtes Modell des rein radioaktiven Zerfalls von Jod-131 wird eine Halbwertszeit von \(8{,}02\,\text{Tagen}\) verwendet. Die Aktivität werde durch \(N(t)=N_0e^{-kt}\) beschrieben, wobei \(t\) in Tagen angegeben wird. a) Berechne die Zerfallskonstante \(k\) auf fünf Nachkommastellen. b) Für einen Anfangswert von \(380\,\text{MBq}\): Berechne die Modellaktivität nach \(14\,\text{Tagen}\) auf zwei Nachkommastellen. c) Bestimme den Zeitpunkt, zu dem die Modellaktivität auf \(5\,\%\) des Anfangswerts gesunken ist, auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Gleichung verbindet die Halbwertszeit mit dem Faktor \(0{,}5\)? - Verwende für die weiteren Rechnungen möglichst den ungerundeten Wert von \(k\). - Bei einem vorgegebenen prozentualen Restwert kann der Anfangswert aus der Gleichung gekürzt werden.

Lösung

1. Aus \(e^{-8{,}02k}=0{,}5\) folgt \(k=\frac{\ln(2)}{8{,}02}\approx0{,}08643\,\text{Tag}^{-1}\). 2. Mit dem ungerundeten Wert von \(k\) ergibt sich \(N(14)=380e^{-14k}\approx113{,}32\,\text{MBq}\). 3. Aus \(0{,}05=e^{-kt}\) folgt \(t=\frac{-\ln(0{,}05)}{k}\approx34{,}66\,\text{Tage}\).

Antwort

a) \(k\approx0{,}08643\,\text{Tag}^{-1}\) b) \(N(14)\approx113{,}32\,\text{MBq}\) c) \(t\approx34{,}66\,\text{Tage}\)
42994412
Für ein vereinfachtes Tracer-Modell wird Tritium mit einer Halbwertszeit von \(12{,}32\,\text{Jahren}\) betrachtet. Zu Beginn sei ein Referenzwert \(N_0\) des Tritiumgehalts bekannt; der spätere Modellwert werde ausschließlich durch radioaktiven Zerfall bestimmt. a) Stelle das Modell in der Form \(N(t)=N_0a^t\) auf und gib den jährlichen Faktor \(a\) auf vier Nachkommastellen an. b) Bestimme die zu diesem Modell gehörende jährliche prozentuale Abnahme auf zwei Nachkommastellen. c) Eine Probe besitzt noch \(22\,\%\) des bekannten Referenzwerts \(N_0\). Bestimme die im Modell vergangene Zeit auf ganze Jahre gerundet.

Denkanstöße

- Welche Gleichung muss der Jahresfaktor nach einer Halbwertszeit erfüllen? - Wie hängt ein jährlicher Faktor unter \(1\) mit der prozentualen Abnahme zusammen? - Für c) kannst du zunächst durch den Referenzwert \(N_0\) teilen.

Lösung

1. Aus \(a^{12{,}32}=0{,}5\) folgt \(a=0{,}5^{1/12{,}32}\approx0{,}9453\). Damit lautet das Modell \(N(t)=N_0a^t\). 2. Mit dem ungerundeten Faktor beträgt die jährliche Abnahme \((1-a)\cdot100\,\%\approx5{,}47\,\%\). 3. Aus \(0{,}22=a^t\) folgt mit dem ungerundeten Faktor \(t=\frac{\ln(0{,}22)}{\ln(a)}\approx26{,}91\,\text{Jahre}\). Auf ganze Jahre gerundet sind das \(27\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) \(a\approx0{,}9453\); \(N(t)=N_0a^t\) b) etwa \(5{,}47\,\%\) pro Jahr c) etwa \(27\,\text{Jahre}\)
43002512
Eine radioaktive Substanz zerfällt exponentiell. Nach \(12\,\text{Tagen}\) sind noch genau \(75\,\%\) der ursprünglichen Masse vorhanden. 1. Bestimme den täglichen Zerfallsfaktor \(q\) auf vier Nachkommastellen sowie die Zerfallskonstante \(\lambda\) auf fünf Nachkommastellen für das Modell \(M(t)=M_0e^{-\lambda t}\), wobei \(t\) in Tagen gemessen wird. 2. Berechne die Halbwertszeit auf zwei Nachkommastellen. 3. Ermittle auf zwei Nachkommastellen, nach wie vielen Tagen nur noch \(10\,\%\) der Anfangsmasse übrig sind.

Denkanstöße

- Welcher tägliche Faktor ergibt nach \(12\) Tagen insgesamt den Faktor \(0{,}75\)? - Für die Darstellung zur Basis \(e\) muss nach \(12\) Tagen derselbe Gesamtfaktor entstehen. - Halbwertszeit und ein Restwert von \(10\,\%\) lassen sich jeweils als Verhältnis zur Anfangsmasse formulieren.

Lösung

1. Aus \(q^{12}=0{,}75\) folgt \(q=0{,}75^{1/12}\approx0{,}9763\). Aus \(e^{-12\lambda}=0{,}75\) folgt \(\lambda=-\frac{\ln(0{,}75)}{12}\approx0{,}02397\,\text{Tag}^{-1}\). 2. Für die Halbwertszeit gilt \(e^{-\lambda T_H}=0{,}5\). Daher ist \(T_H=\frac{\ln(2)}{\lambda}\approx28{,}91\,\text{Tage}\). 3. Aus \(0{,}1=e^{-\lambda t}\) folgt \(t=\frac{-\ln(0{,}1)}{\lambda}\approx96{,}05\,\text{Tage}\).

Antwort

1. \(q\approx0{,}9763\); \(\lambda\approx0{,}02397\,\text{Tag}^{-1}\) 2. \(T_H\approx28{,}91\,\text{Tage}\) 3. \(t\approx96{,}05\,\text{Tage}\)
43002612
Zwei verschiedene Bakterienkulturen werden im Labor untersucht. Kultur A verdoppelt ihre Individuenzahl alle \(5\,\text{Stunden}\). Kultur B wächst langsamer und benötigt \(8\,\text{Stunden}\) für eine Verdopplung, startet jedoch mit der vierfachen Menge an Individuen im Vergleich zu Kultur A. Bestimme den Zeitpunkt, an dem beide Bakterienkulturen genau die gleiche Anzahl an Individuen besitzen.

Denkanstöße

- Kannst du für beide Kulturen eine Funktionsgleichung aufstellen, die die Anzahl der Bakterien in Abhängigkeit von der Zeit beschreibt? - Nutze eine Variable für die unbekannte Anfangsmenge der ersten Kultur. - Welche Rechenregeln für Potenzen könnten dir helfen, die Gleichung zu vereinfachen, wenn die Basen gleich sind? - Erinnere dich daran, wie man Gleichungen löst, bei denen die Unbekannte im Exponenten steht – entweder durch Logarithmieren oder durch Exponentenvergleich.

Lösung

1. Aufstellen der Wachstumsfunktionen mit Startwert \(N_0\) für Kultur A: \(N_A(t) = N_0 \cdot 2^{\frac{t}{5}}\) und \(N_B(t) = 4 \cdot N_0 \cdot 2^{\frac{t}{8}}\). 2. Gleichsetzen der Funktionen: \(N_0 \cdot 2^{\frac{t}{5}} = 4 \cdot N_0 \cdot 2^{\frac{t}{8}}\). Division durch \(N_0\) führt zu \(2^{\frac{t}{5}} = 4 \cdot 2^{\frac{t}{8}}\). 3. Da \(4 = 2^2\), lässt sich die Gleichung zu \(2^{\frac{t}{5}} = 2^{2 + \frac{t}{8}}\) umformen. 4. Exponentenvergleich: \(\frac{t}{5} = 2 + \frac{t}{8}\). 5. Auflösen nach \(t\): \(\frac{t}{5} - \frac{t}{8} = 2 \Rightarrow \frac{8 \cdot t - 5 \cdot t}{40} = 2 \Rightarrow \frac{3 \cdot t}{40} = 2 \Rightarrow 3 \cdot t = 80 \Rightarrow t = \frac{80}{3} \approx 26{,}67\).

Antwort

Nach \(26\frac{2}{3}\,\text{Stunden}\) (ca. \(26{,}67\,\text{Stunden}\)) sind beide Kulturen gleich groß.
43003012
Zwei Sparanlagen werden in einem mathematischen Modell verglichen. Anlage A startet mit \(2500\,\text{€}\) bei einer jährlichen Verzinsung von \(3\,\%\). Anlage B beginnt mit \(1000\,\text{€}\) und einer Verzinsung von \(6{,}5\,\%\) pro Jahr. a) Bestimme auf zwei Nachkommastellen die Zeitspanne, nach der das Kapital von Anlage A um \(50\,\%\) gegenüber dem Startwert angewachsen ist. b) Bestimme auf zwei Nachkommastellen, nach wie vielen Jahren das Kapital von Anlage B genau \(80\,\%\) des Kapitals von Anlage A beträgt.

Denkanstöße

- Welche Wachstumsfaktoren gehören zu den beiden Zinssätzen? - Eine Erhöhung um \(50\,\%\) entspricht welchem Vielfachen des Anfangswerts? - In b) kannst du die beiden Kapitalmodelle unmittelbar über das vorgegebene Verhältnis miteinander verknüpfen.

Lösung

1. Die Modelle lauten \(K_A(t)=2500\cdot1{,}03^t\) und \(K_B(t)=1000\cdot1{,}065^t\). 2. Für eine Steigerung um \(50\,\%\) gilt \(1{,}03^t=1{,}5\). Daher ist \(t=\frac{\ln(1{,}5)}{\ln(1{,}03)}\approx13{,}72\,\text{Jahre}\). 3. Für b) gilt \(1000\cdot1{,}065^t=0{,}8\cdot2500\cdot1{,}03^t\). Daraus folgt \(\left(\frac{1{,}065}{1{,}03}\right)^t=2\). 4. Somit ist \(t=\frac{\ln(2)}{\ln(1{,}065)-\ln(1{,}03)}\approx20{,}74\,\text{Jahre}\).

Antwort

a) \(t\approx13{,}72\,\text{Jahre}\) b) \(t\approx20{,}74\,\text{Jahre}\)
43003112
Für eine fiktive Metropolregion wird ein exponentielles Bevölkerungsmodell untersucht. Im Modell beträgt die Einwohnerzahl im Jahr \(2005\) genau \(450\,000\) und im Jahr \(2020\) genau \(585\,000\). a) Bestimme die mittlere jährliche Wachstumsrate für den Zeitraum von \(2005\) bis \(2020\) auf zwei Nachkommastellen in Prozent. b) Berechne den Modellbestand für das Jahr \(2045\) und runde auf ganze Einwohner. c) Bestimme den Zeitpunkt als Jahreszahl auf zwei Nachkommastellen, zu dem der kontinuierlich betrachtete Modellbestand erstmals \(1\,000\,000\) erreicht. Gib zusätzlich an, in welchem Kalenderjahr dieser Zeitpunkt liegt.

Denkanstöße

- Wie viele jährliche Wachstumsfaktoren liegen zwischen den beiden gegebenen Jahreswerten? - Nutze für spätere Prognosen möglichst den ungerundeten Wachstumsfaktor. - In c) ist die Zeit kontinuierlich; unterscheide deshalb die berechnete Jahreszahl von einem nur an ganzzahligen Jahreswerten abgelesenen Ergebnis.

Lösung

1. Zwischen \(2005\) und \(2020\) liegen \(15\) Jahre. Aus \(585\,000=450\,000q^{15}\) folgt \(q=1{,}3^{1/15}\approx1{,}01764481\). Die mittlere jährliche Wachstumsrate beträgt daher etwa \(1{,}76\,\%\). 2. Für das Jahr \(2045\) sind seit \(2005\) genau \(40\) Jahre vergangen. Somit ist \(B(2045)=450\,000q^{40}\approx905\,860{,}77\). Gerundet sind das \(905\,861\) Einwohner. 3. Aus \(1\,000\,000=450\,000q^{t-2005}\) folgt \(t=2005+\frac{\ln(1000000/450000)}{\ln(q)}\approx2050{,}65\). Dieser Zeitpunkt liegt im Kalenderjahr \(2050\).

Antwort

a) etwa \(1{,}76\,\%\) pro Jahr b) etwa \(905\,861\) Einwohner c) \(t\approx2050{,}65\); der Zeitpunkt liegt im Kalenderjahr \(2050\).
43230012
Eine heiße Tasse Kakao hat zu Beginn eine Temperatur von \(80\,\text{°C}\). Sie steht in einem Zimmer mit konstanter Raumtemperatur \(20\,\text{°C}\). Die Abkühlung wird durch \(T(t)=20+60e^{-kt}\) modelliert. Dabei ist \(t\) die Zeit in Minuten und \(T(t)\) die Temperatur in \(\text{°C}\). Nach \(10\) Minuten beträgt die Temperatur \(44\,\text{°C}\). a) Bestimme \(k\) und runde auf drei Nachkommastellen. b) Berechne mit dem ungerundeten Wert von \(k\), nach wie vielen Minuten die Temperatur \(25\,\text{°C}\) beträgt. Runde auf eine Dezimalstelle. c) In der Abbildung ist zusätzlich ein einzelner Messpunkt \(M\) eingezeichnet. Lies seine Koordinaten ab. Berechne anschließend mit dem im Graphen verwendeten gerundeten Wert \(k=0{,}092\), um wie viele Grad das Modell den Messwert an diesem Zeitpunkt über- oder unterschätzt.
Abbildung zur Aufgabe 432300

Denkanstöße

- Welche Gleichung erhältst du aus dem Temperaturwert nach \(10\) Minuten? - Für b) sollte der noch ungerundete Parameter verwendet werden. - In c) stammt der Messwert ausschließlich aus dem markierten Punkt der Abbildung; vergleiche ihn danach mit dem Modellwert zum selben Zeitpunkt.

Lösung

1. Aus \(20+60e^{-10k}=44\) folgt \(e^{-10k}=0{,}4\). Damit ist \(k=-\frac{\ln(0{,}4)}{10}\approx0{,}092\). 2. Für \(T(t)=25\) gilt \(e^{-kt}=\frac{1}{12}\). Mit dem ungerundeten \(k\) ergibt sich \(t=\frac{-\ln(1/12)}{k}\approx27{,}1\,\text{min}\). 3. Aus der Abbildung liest man \(M(15\mid40)\) ab. Das Modell liefert mit \(k=0{,}092\) den Wert \(T(15)=20+60e^{-0{,}092\cdot15}\approx35{,}1\,\text{°C}\). Es liegt damit um etwa \(40-35{,}1=4{,}9\,\text{°C}\) unter dem Messwert.

Antwort

a) \(k\approx0{,}092\) b) \(t\approx27{,}1\,\text{min}\) c) \(M(15\mid40)\); das Modell unterschätzt den Messwert um etwa \(4{,}9\,\text{°C}\).
43262512
Das Wachstum einer bestimmten Tannenart lässt sich in den ersten \(50\) Jahren nach dem Anpflanzen modellhaft durch \(h(t)=12-10e^{-0{,}05t}\) beschreiben. Dabei ist \(t\) die Zeit in Jahren und \(h(t)\) die Höhe in Metern. a) Bestimme mithilfe des Funktionsterms die Anfangshöhe und die Höhe nach \(20\) Jahren. Runde den zweiten Wert auf zwei Nachkommastellen. b) In der Abbildung ist eine waagerechte Ziellinie \(z\) eingezeichnet. Lies die zugehörige Zielhöhe ab und berechne, nach wie vielen Jahren der Baum diese Höhe erreicht. Runde auf eine Nachkommastelle. c) Bestimme die momentane Wachstumsgeschwindigkeit nach \(10\) Jahren und runde auf zwei Nachkommastellen.
Abbildung zur Aufgabe 432625

Denkanstöße

- Der Zeitpunkt des Anpflanzens entspricht \(t=0\). - In b) musst du zuerst eine Information aus der Abbildung gewinnen, bevor du die Exponentialgleichung aufstellen kannst. - Für c) beschreibt die erste Ableitung die momentane Änderung der Höhe.

Lösung

1. Es ist \(h(0)=12-10=2\,\text{m}\). Weiter gilt \(h(20)=12-10e^{-1}\approx8{,}32\,\text{m}\). 2. Aus der Abbildung liest man für die Ziellinie \(z\) die Höhe \(9\,\text{m}\) ab. Aus \(12-10e^{-0{,}05t}=9\) folgt \(e^{-0{,}05t}=0{,}3\) und damit \(t=\frac{-\ln(0{,}3)}{0{,}05}\approx24{,}1\) Jahre. 3. Es gilt \(h'(t)=0{,}5e^{-0{,}05t}\). Somit ist \(h'(10)=0{,}5e^{-0{,}5}\approx0{,}30\,\frac{\text{m}}{\text{Jahr}}\).

Antwort

a) Anfangshöhe: \(2\,\text{m}\); nach \(20\) Jahren: \(8{,}32\,\text{m}\) b) Aus der Abbildung: Zielhöhe \(9\,\text{m}\); Zeitpunkt \(t\approx24{,}1\) Jahre c) \(h'(10)\approx0{,}30\,\frac{\text{m}}{\text{Jahr}}\)
43267712
Eine Metallkugel wird aus einem Kühlschrank genommen und in einen Ofen gelegt, der konstant auf \(200\,\text{°C}\) geheizt ist. Die Erwärmung der Kugel kann durch ein beschränktes Wachstum modelliert werden. Die Funktion \(T\) mit \(T(t) = A - Be^{-kt}\) beschreibt die Temperatur der Kugel in \(\text{°C}\) nach \(t\) Minuten. Der abgebildete Graph zeigt diesen Temperaturverlauf. a) Bestimme die Parameter \(A\) und \(B\) mithilfe des Sachzusammenhangs und des Graphen. b) Bestimme den Wachstumsparameter \(k\) auf vier Nachkommastellen gerundet. Nutze dazu den Punkt \(P(10 \mid 110)\) auf dem Graphen. c) Berechne, nach wie vielen Minuten die Kugel eine Temperatur von \(185\,\text{°C}\) erreicht hat (gerundet auf eine Nachkommastelle).
Abbildung zur Aufgabe 432677

Denkanstöße

- Betrachte das Verhalten der Temperatur für sehr große Zeiten, um die Sättigungsgrenze zu ermitteln. - Welchen Wert hat die Zeit zu Beginn des Vorgangs? Lies die zugehörige Temperatur am Schnittpunkt des Graphen mit der y-Achse ab. - Setze einen bekannten Punkt des Graphen in die Funktionsgleichung ein, um nach der unbekannten Konstante im Exponenten aufzulösen. - Verwende den natürlichen Logarithmus, um eine Gleichung zu lösen, bei der die gesuchte Variable im Exponenten steht.

Lösung

1. Bestimmung von \(A\): Da die Ofentemperatur bei \(200\,\text{°C}\) liegt, nähert sich die Temperatur der Kugel für \(t \to \infty\) diesem Wert an. Somit ist die Sättigungsgrenze \(A = 200\). 2. Bestimmung von \(B\): Zum Zeitpunkt \(t = 0\) hat die Kugel laut Graph eine Anfangstemperatur von \(20\,\text{°C}\). Es gilt: \(T(0) = 20 \implies A - B \cdot e^0 = 20 \implies 200 - B = 20 \implies B = 180\). Der Funktionsterm lautet somit: \(T(t) = 200 - 180e^{-kt}\). 3. Bestimmung von \(k\): Mit dem Punkt \(P(10 \mid 110)\) ergibt sich: \(110 = 200 - 180 \cdot e^{-10k} \implies 180 \cdot e^{-10k} = 90 \implies e^{-10k} = 0{,}5 \implies -10k = \ln(0{,}5) \implies k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\). 4. Berechnung der Zeit für \(185\,\text{°C}\): Setze \(T(t) = 185\) mit \(k \approx 0{,}0693\): \(185 = 200 - 180 \cdot e^{-0{,}0693t} \implies 180 \cdot e^{-0{,}0693t} = 15 \implies e^{-0{,}0693t} = \frac{15}{180} = \frac{1}{12} \implies -0{,}0693t = \ln\left(\frac{1}{12}\right) \implies t = \frac{\ln(12)}{0{,}0693} \approx 35{,}9\). Die Kugel erreicht nach ca. \(35{,}9\,\text{Minuten}\) eine Temperatur von \(185\,\text{°C}\).

Antwort

a) \(A = 200\), \(B = 180\) b) \(k \approx 0{,}0693\) c) nach ca. \(35{,}9\,\text{Minuten}\)
43448212
Die Höhe einer bestimmten Kiefernart in einem Forst lässt sich modellhaft durch \(h(t)=12(1-0{,}75e^{-0{,}15t})\) beschreiben. Dabei ist \(t\) die seit der Pflanzung vergangene Zeit in Jahren und \(h(t)\) die Höhe in Metern. a) Bestimme die Höhe zum Zeitpunkt der Pflanzung. b) Berechne auf zwei Nachkommastellen, nach wie vielen Jahren eine Höhe von \(9\,\text{m}\) erreicht wird. c) In der Abbildung ist zusätzlich ein einzelner beobachteter Messpunkt \(M\) eingezeichnet. Lies seine Koordinaten ab und entscheide durch Rechnung, ob das Modell die beobachtete Höhe an diesem Zeitpunkt über- oder unterschätzt. Gib die Abweichung auf \(0{,}1\,\text{m}\) genau an.
Abbildung zur Aufgabe 434482

Denkanstöße

- Für a) gehört zur Pflanzung der Zeitpunkt \(t=0\). - In b) steht die gesuchte Zeit im Exponenten. - Der Vergleichswert in c) stammt nur aus dem markierten Messpunkt der Abbildung; berechne den Modellwert zum abgelesenen Zeitpunkt separat.

Lösung

1. Es gilt \(h(0)=12(1-0{,}75)=3\). Die Anfangshöhe beträgt \(3\,\text{m}\). 2. Aus \(12(1-0{,}75e^{-0{,}15t})=9\) folgt \(e^{-0{,}15t}=\frac13\). Daher ist \(t=\frac{\ln(3)}{0{,}15}\approx7{,}32\) Jahre. 3. Aus der Abbildung liest man \(M(10\mid10{,}5)\) ab. Das Modell ergibt \(h(10)=12(1-0{,}75e^{-1{,}5})\approx9{,}99\,\text{m}\). Es unterschätzt den Messwert somit um etwa \(10{,}5-9{,}99\approx0{,}5\,\text{m}\).

Antwort

a) \(3\,\text{m}\) b) \(t\approx7{,}32\) Jahre c) \(M(10\mid10{,}5)\); das Modell unterschätzt die beobachtete Höhe um etwa \(0{,}5\,\text{m}\).
43448612
In einem vereinfachten Konzentrationsmodell gilt für \(t\ge0\) die Funktion \(f(t)=10te^{-0{,}2t}\), wobei \(t\) in Stunden und \(f(t)\) in \(\text{mg}/\text{L}\) angegeben wird. a) Bestimme rechnerisch den Zeitpunkt \(t_{\text{max}}\), zu dem \(f\) maximal ist. b) Berechne den maximalen Funktionswert auf zwei Nachkommastellen. c) Weise nach, dass \(F(t)=-50(t+5)e^{-0{,}2t}\) eine Stammfunktion von \(f\) ist. d) Berechne den Mittelwert von \(f\) über die ersten \(20\) Stunden auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Ableitungsregeln benötigst du für das Produkt aus \(t\) und einem Exponentialterm? - Für das Maximum ist neben einer Nullstelle der ersten Ableitung auch der Vorzeichenwechsel wichtig. - Eine behauptete Stammfunktion lässt sich durch Ableiten überprüfen. - Der Mittelwert einer Funktion über ein Intervall hängt vom Integral über dieses Intervall und von seiner Länge ab.

Lösung

1. Mit Produkt- und Kettenregel ergibt sich \(f'(t)=(10-2t)e^{-0{,}2t}\). 2. Da der Exponentialfaktor positiv ist, folgt aus \(f'(t)=0\) die Gleichung \(10-2t=0\). Somit ist \(t_{\text{max}}=5\,\text{h}\). Für \(t<5\) ist \(f'(t)>0\), für \(t>5\) ist \(f'(t)<0\); daher liegt dort ein Maximum. 3. Es gilt \(f(5)=50e^{-1}\approx18{,}39\,\text{mg}/\text{L}\). 4. Ableiten liefert \(F'(t)=-50[e^{-0{,}2t}-0{,}2(t+5)e^{-0{,}2t}]=10te^{-0{,}2t}=f(t)\). Damit ist \(F\) eine Stammfunktion von \(f\). 5. Der Mittelwert ist \(\frac{1}{20}\int_0^{20}f(t)\,dt=\frac{F(20)-F(0)}{20}\). Mit \(F(20)=-1250e^{-4}\) und \(F(0)=-250\) ergibt sich \(\frac{-1250e^{-4}+250}{20}\approx11{,}36\,\text{mg}/\text{L}\).

Antwort

a) \(t_{\text{max}}=5\,\text{h}\) b) \(f(5)\approx18{,}39\,\text{mg}/\text{L}\) c) \(F'(t)=f(t)\) d) Mittelwert: \(\approx11{,}36\,\text{mg}/\text{L}\)
43449012
Die Abbildung zeigt die zeitliche Entwicklung zweier Bestände \(A\) und \(B\) in einem mathematischen Modell. a) Bestimme für beide Graphen einen Funktionsterm der Form \(f(t)=f(0)e^{kt}\). b) Berechne den Zeitpunkt, zu dem Bestand \(A\) genau doppelt so groß wie Bestand \(B\) ist.
Abbildung zur Aufgabe 434490

Denkanstöße

- Welche Anfangswerte lassen sich an der \(y\)-Achse ablesen? - Nutze für jeden Graphen einen weiteren gut ablesbaren Punkt, um den Exponentenparameter zu bestimmen. - Übersetze „A ist doppelt so groß wie B“ zunächst in eine Gleichung zwischen beiden Funktionstermen.

Lösung

1. Für Bestand \(A\) gilt \(f_A(0)=20\). Mit dem Punkt \((2|40)\) folgt \(40=20e^{2k_A}\), also \(k_A=\frac{\ln(2)}{2}\). Damit ist \(f_A(t)=20e^{\frac{\ln(2)}{2}t}\). 2. Für Bestand \(B\) gilt \(f_B(0)=80\). Mit dem Punkt \((2|40)\) folgt \(40=80e^{2k_B}\), also \(k_B=-\frac{\ln(2)}{2}\). Damit ist \(f_B(t)=80e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\). 3. Für \(f_A(t)=2f_B(t)\) gilt \(20e^{\frac{\ln(2)}{2}t}=160e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\). Daraus folgt \(e^{\ln(2)t}=8\), also \(2^t=8\) und damit \(t=3\).

Antwort

a) \(f_A(t)=20e^{\frac{\ln(2)}{2}t}\); \(f_B(t)=80e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\) b) \(t=3\)
43450312
Ein heißer Tee kühlt in einem Wohnzimmer ab. Die Temperatur des Tees in Abhängigkeit von der Zeit \(t\) kann durch die Funktion \(T\) mit \(T(t) = ae^{-kt} + T_U\) modelliert werden, wobei \(t\) die Zeit in Minuten und \(T\) die Temperatur in \(^\circ\text{C}\) angibt. Die Abbildung zeigt den Graphen dieses Abkühlungsprozesses. a) Entnimm dem Graphen die Raumtemperatur \(T_U\) sowie die Anfangstemperatur des Tees zum Zeitpunkt \(t = 0\). Bestimme damit den Wert des Parameters \(a\). b) Nach \(10\,\text{Minuten}\) ist die Differenz zwischen der Teetemperatur und der Raumtemperatur auf genau die Hälfte des Anfangswerts gesunken. Bestimme mithilfe dieser Information den exakten Wert der Abkühlungskonstanten \(k\). c) Berechne die momentane Änderungsrate der Teetemperatur (in \(\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\)) zum Zeitpunkt \(t = 0\). Runde dein Ergebnis auf zwei Nachkommastellen.
Abbildung zur Aufgabe 434503

Denkanstöße

- Welchen Wert strebt die Temperatur des Tees nach einer sehr langen Zeit an? Das gibt dir einen Hinweis auf die Raumtemperatur. - Überlege, wie groß der Unterschied zwischen Tee- und Raumtemperatur am Anfang ist und wie groß er nach 10 Minuten sein muss. - Die Abkühlungskonstante \(k\) lässt sich durch Umstellen der Gleichung nach dem Logarithmieren bestimmen. - Die „momentane Änderungsrate“ entspricht mathematisch immer der ersten Ableitung an einer bestimmten Stelle.

Lösung

1. Bestimmung von \(T_U\) und \(a\): Die waagerechte Asymptote des Graphen liegt bei \(y = 20\), also ist die Raumtemperatur \(T_U = 20\,^\circ\text{C}\). Die Anfangstemperatur bei \(t = 0\) beträgt laut Graph \(90\,^\circ\text{C}\). Einsetzen in \(T(0) = a \cdot e^0 + 20 = 90\) ergibt \(a + 20 = 90\), also \(a = 70\). 2. Berechnung von \(k\): Die Anfangsdifferenz beträgt \(90 - 20 = 70\,\text{K}\). Nach \(10\,\text{min}\) ist sie auf \(35\,\text{K}\) gesunken, also \(T(10) = 20 + 35 = 55\,^\circ\text{C}\). Einsetzen in die Gleichung: \(55 = 70 \cdot e^{-10k} + 20 \implies 35 = 70 \cdot e^{-10k} \implies 0{,}5 = e^{-10k}\). Logarithmieren liefert \(\ln(0{,}5) = -10k\), also \(-\ln(2) = -10k\). Damit ist \(k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\). 3. Momentane Abkühlungsrate: Gesucht ist \(T'(0)\). Die Ableitung der Funktion \(T(t) = 70e^{-kt} + 20\) ist \(T'(t) = -70ke^{-kt}\). Einsetzen von \(t = 0\) und \(k = \frac{\ln(2)}{10}\): \(T'(0) = -70 \cdot \frac{\ln(2)}{10} \cdot e^0 = -7 \cdot \ln(2)\). Numerisch ergibt dies \(T'(0) \approx -7 \cdot 0{,}6931 \approx -4{,}85\). Die momentane Änderungsrate beträgt zu Beginn etwa \(-4{,}85\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\); die Temperatur sinkt also mit einem Betrag von etwa \(4{,}85\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\).

Antwort

a) \(T_U = 20\,^\circ\text{C}\); Anfangstemperatur \(90\,^\circ\text{C}\); \(a = 70\) b) \(k = \frac{\ln(2)}{10} \approx 0{,}0693\) c) \(T'(0) \approx -4{,}85\,\frac{^\circ\text{C}}{\text{min}}\).
43460512
Ein leeres Speicherbecken wird durch einen konstanten Zufluss gefüllt. Gleichzeitig geht Wasser durch Verdunstung und Versickerung verloren, wobei der Verlust proportional zur vorhandenen Wassermenge ist. Die Wassermenge \(W\) in \(\text{m}^3\) nähert sich einem Sättigungswert an. Ermittle anhand der Abbildung einen passenden Funktionsterm der Form \(W(t)=S(1-e^{-kt})\). Der markierte Punkt \(P\) liegt auf dem Graphen; seine Koordinaten sind am Raster exakt ablesbar.
Abbildung zur Aufgabe 434605

Denkanstöße

- Welche zwei unterschiedlichen Arten von Information über die Parameter lassen sich aus dem langfristigen Verlauf und aus einem einzelnen Punkt des Graphen gewinnen? - Wähle einen Punkt, dessen Koordinaten sich aus dem Raster zuverlässig ablesen lassen. - Prüfe am Ende, ob dein Term sowohl den abgelesenen Punkt als auch das langfristige Verhalten des Graphen wiedergibt.

Lösung

1. Der Graph nähert sich der waagerechten Linie bei \(500\,\text{m}^3\). Daher ist \(S=500\). 2. Ein gut ablesbarer Punkt des Graphen ist \((2|250)\). Damit gilt \(250=500(1-e^{-2k})\). 3. Daraus folgt \(e^{-2k}=0{,}5\), also \(k=\frac{\ln(2)}{2}\). 4. Ein passender Funktionsterm ist somit \(W(t)=500\left(1-e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\right)\).

Antwort

\(W(t)=500\left(1-e^{-\frac{\ln(2)}{2}t}\right)\)
43485112
In einem vereinfachten Modell wächst eine Fischpopulation nach \(N(t)=be^{kt}+c\), wobei \(t\) die Zeit in Monaten seit dem Besatz und \(N(t)\) die Anzahl der Fische angibt. Zu Beginn werden \(200\) Fische eingesetzt. Die momentane Wachstumsrate beträgt zu diesem Zeitpunkt \(100\) Fische pro Monat. Langfristig nähert sich die Population einer Kapazitätsgrenze von \(2000\) Tieren an. a) Bestimme \(b\), \(k\), \(c\) und den Funktionsterm von \(N\). b) In der Abbildung ist zusätzlich ein beobachteter Messpunkt \(M\) eingezeichnet. Lies seine Koordinaten ab und vergleiche den beobachteten Bestand mit dem Modellwert zum selben Zeitpunkt. Runde die Abweichung auf ganze Fische.
Abbildung zur Aufgabe 434851

Denkanstöße

- Welche Information liefert die Kapazitätsgrenze über \(c\)? - Übersetze Anfangswert und Anfangsrate in Bedingungen an \(N(0)\) und \(N'(0)\). - Für b) muss der Vergleichswert zuerst aus dem markierten Punkt der Abbildung gelesen werden.

Lösung

1. Aus der Kapazitätsgrenze folgt \(c=2000\). 2. Aus \(N(0)=200\) folgt \(b+2000=200\), also \(b=-1800\). 3. Es gilt \(N'(t)=bke^{kt}\). Aus \(N'(0)=100\) folgt \(-1800k=100\), also \(k=-\frac1{18}\). Damit ist \(N(t)=-1800e^{-t/18}+2000\). 4. Aus der Abbildung liest man \(M(20\mid1600)\) ab. Das Modell liefert \(N(20)=-1800e^{-20/18}+2000\approx1407\). Der beobachtete Wert liegt damit um etwa \(1600-1407=193\) Fische über dem Modellwert.

Antwort

a) \(b=-1800\), \(c=2000\), \(k=-\frac1{18}\); \(N(t)=-1800e^{-t/18}+2000\) b) \(M(20\mid1600)\); das Modell unterschätzt den beobachteten Bestand um etwa \(193\) Fische.
55331112
Bei einer Messreihe wurden folgende Werte aufgenommen. Die Messwerte sind auf ganze Einheiten gerundet. <table> <tr><th>\(t\)</th><th>Messwert</th></tr> <tr><td>0</td><td>50</td></tr> <tr><td>1</td><td>61</td></tr> <tr><td>2</td><td>74</td></tr> <tr><td>3</td><td>91</td></tr> </table> a) Entscheide anhand der Differenzen und Quotienten, ob ein lineares oder ein exponentielles Modell die Messreihe plausibler beschreibt. b) Bestimme für ein exponentielles Modell \(N(t)=50q^t\) den Faktor \(q\) aus dem ersten und letzten Messwert. Runde \(q\) auf drei Nachkommastellen. c) Prognostiziere mit diesem Modell den Messwert für \(t=4\) auf eine ganze Einheit.

Denkanstöße

- Bei linearem Wachstum sind eher Differenzen, bei exponentiellem Wachstum eher Quotienten annähernd konstant. - Beachte, dass gerundete Messwerte keine exakt gleichen Quotienten liefern müssen. - Für den Faktor aus Anfangs- und Endwert musst du den gesamten Zeitabstand berücksichtigen.

Lösung

1. Die Differenzen sind \(11\), \(13\) und \(17\) und damit nicht annähernd konstant. Die Quotienten sind \(\frac{61}{50}\approx1{,}22\), \(\frac{74}{61}\approx1{,}213\) und \(\frac{91}{74}\approx1{,}230\); sie liegen wegen der Rundung vergleichsweise dicht beieinander. Ein exponentielles Modell ist daher plausibler. 2. Aus \(91=50q^3\) folgt \(q=\sqrt[3]{\frac{91}{50}}\approx1{,}221\). 3. Damit ist \(N(4)=50q^4\approx111{,}10\). Auf ganze Einheiten gerundet ergibt sich \(111\).

Antwort

a) Ein exponentielles Modell ist plausibler. b) \(q\approx1{,}221\). c) Etwa \(111\) Einheiten.
55331212
In einem künstlichen Wasserbecken breitet sich eine Wasserpflanze nach dem vereinfachten Modell \(A(t)=0{,}5\cdot1{,}6^t\) aus. Dabei ist \(t\) die Zeit in Wochen und \(A(t)\) die bedeckte Fläche in \(\text{m}^2\). Die gesamte Wasseroberfläche des Beckens beträgt \(30\,\text{m}^2\). a) Berechne den Zeitpunkt, an dem das Modell erstmals eine Fläche von \(30\,\text{m}^2\) vorhersagt. Runde auf zwei Nachkommastellen. b) Ab welcher ganzen Woche liefert das Modell eine physikalisch unmögliche Flächenangabe? c) Erkläre, warum das Modell trotz korrekter Rechnung nicht beliebig weit in die Zukunft extrapoliert werden darf.

Denkanstöße

- Setze die maximale physisch mögliche Fläche als Zielwert in das Modell ein. - Die gesuchte Zeit steht im Exponenten; welche Umkehrung hilft beim Auflösen? - Vergleiche die mathematische Fortsetzung des Modells mit einer festen Grenze des Sachkontexts.

Lösung

1. Für die gesamte Wasseroberfläche gilt \(0{,}5\cdot1{,}6^t=30\). Damit ist \(1{,}6^t=60\). 2. Logarithmieren liefert \(t=\frac{\ln60}{\ln1{,}6}\approx8{,}71\) Wochen. 3. Da der Grenzwert zwischen der achten und neunten Woche überschritten wird, sagt das Modell ab der ganzen Woche \(t=9\) eine Fläche von mehr als \(30\,\text{m}^2\) voraus. 4. Die reale Fläche ist durch die Wasseroberfläche begrenzt. Das unbegrenzte Exponentialmodell enthält diese Kapazitätsgrenze nicht und kann daher nur in einem passenden frühen Zeitraum sinnvoll sein.

Antwort

a) \(t\approx8{,}71\) Wochen. b) Ab Woche \(9\). c) Das unbegrenzte Exponentialmodell berücksichtigt die maximale Wasseroberfläche von \(30\,\text{m}^2\) nicht.
42653012
Die Entwicklung einer Population wird durch \(f(t) = 40 - 30e^{-0{,}1t}\) (\(t \ge 0\); \(t\) in Wochen) modelliert. a) Bestimme die Menge aller Zeitpunkte \(t\), für die eine Zunahme des Bestands um \(50\,\%\) in einem endlichen Zeitraum \(T\) möglich ist. b) Stelle eine Funktionsgleichung für die benötigte Dauer \(T\) in Abhängigkeit vom Startzeitpunkt \(t\) auf. c) Ermittle die minimale Dauer \(T_{\text{min}}\) für eine solche \(50\)-prozentige Zunahme.

Denkanstöße

- Wann ist das \(1{,}5\)-fache eines Wertes noch kleiner als die obere Schranke der Funktion? - Nutze die Potenzgesetze, um \(e^{-0{,}1(t+T)}\) aufzuteilen. - Isoliere den Term mit \(T\) in der Gleichung \(f(t+T) = 1{,}5 \cdot f(t)\). - Untersuche die Monotonie der Dauer \(T(t)\), um den kleinsten Wert zu finden.

Lösung

1. Eine Zunahme um \(50\,\%\) erfordert \(1{,}5f(t) < \lim_{t \to \infty} f(t) = 40\), also \(f(t) < \frac{80}{3} \approx 26{,}67\). 2. \(40 - 30 \cdot e^{-0{,}1t} < \frac{80}{3} \Rightarrow \frac{40}{3} < 30 \cdot e^{-0{,}1t} \Rightarrow e^{-0{,}1t} > \frac{4}{9}\). 3. \(t < -10 \cdot \ln(\frac{4}{9}) = 10 \cdot \ln(2{,}25) \approx 8{,}11\). Der Zeitraum ist \(t \in [0; 8{,}11)\). 4. Ansatz für \(T(t)\): \(f(t+T) = 1{,}5f(t)\). 5. \(40 - 30 \cdot e^{-0{,}1t} \cdot e^{-0{,}1T} = 1{,}5 \cdot (40 - 30 \cdot e^{-0{,}1t}) = 60 - 45 \cdot e^{-0{,}1t}\). 6. Umstellen nach \(e^{-0{,}1T}\): \(30 \cdot e^{-0{,}1t} \cdot e^{-0{,}1T} = 45 \cdot e^{-0{,}1t} - 20 \Rightarrow e^{-0{,}1T} = 1{,}5 - \frac{2}{3} \cdot e^{0{,}1t}\). 7. \(T(t) = -10 \cdot \ln(1{,}5 - \frac{2}{3} \cdot e^{0{,}1t})\). 8. Da \(T(t)\) eine streng monoton steigende Funktion ist, liegt das Minimum bei \(t=0\). 9. \(T(0) = -10 \cdot \ln(1{,}5 - \frac{2}{3}) = -10 \cdot \ln(\frac{5}{6}) = 10 \cdot \ln(1{,}2) \approx 1{,}82\).

Antwort

a) Eine \(50\)-prozentige Zunahme ist möglich für \(t \in [0; 10 \cdot \ln(2{,}25))\), also ca. \(0 \le t < 8{,}11\). b) \(T(t) = -10 \cdot \ln(1{,}5 - \frac{2}{3} \cdot e^{0{,}1t})\) c) Die minimale Dauer beträgt \(T_{\text{min}} = 10 \cdot \ln(1{,}2) \approx 1{,}82\,\text{Wochen}\).
42769812
In einem vereinfachten Seemodell sind zu Beginn \(50\,\text{kg}\) eines gelösten Schadstoffs vorhanden. Täglich gelangen konstant \(20\,\text{kg}\) hinzu. Gleichzeitig werden pro Tag \(8\,\%\) der jeweils vorhandenen Schadstoffmenge \(P(t)\) abgebaut. a) Gib eine Differentialgleichung für \(P(t)\) an, wobei \(t\) in Tagen angegeben wird. b) Berechne die Modellmenge nach \(10\) Tagen auf zwei Nachkommastellen. c) Prüfe, ob der langfristige Grenzwert unter \(300\,\text{kg}\) liegt. d) Wie hoch dürfte die tägliche Zufuhr höchstens sein, damit der langfristige Grenzwert höchstens \(200\,\text{kg}\) beträgt?

Denkanstöße

- Formuliere die momentane Änderung als Zufluss minus proportionalen Abbau. - Welche Bestandsmenge macht diese Änderungsrate gleich null? - Der langfristige Grenzwert lässt sich direkt aus dem Gleichgewicht der Bilanz bestimmen. - Für Teil d) ersetze den festen Zufluss durch eine unbekannte Größe und nutze den gewünschten Grenzwert.

Lösung

1. Die Bilanzgleichung lautet \(P'(t)=20-0{,}08P(t)\), mit \(P(0)=50\). 2. Die Sättigungsgrenze ist \(S=\frac{20}{0{,}08}=250\). Damit ist \(P(t)=250-(250-50)e^{-0{,}08t}=250-200e^{-0{,}08t}\). 3. Nach \(10\) Tagen gilt \(P(10)=250-200e^{-0{,}8}\approx160{,}13\,\text{kg}\). 4. Der langfristige Grenzwert beträgt \(250\,\text{kg}\) und liegt damit unter \(300\,\text{kg}\). 5. Bei täglicher Zufuhr \(Z\) ist der Grenzwert \(\frac{Z}{0{,}08}\). Die Bedingung \(\frac{Z}{0{,}08}\leq200\) ergibt \(Z\leq16\,\text{kg}/\text{Tag}\).

Antwort

a) \(P'(t)=20-0{,}08P(t)\), \(P(0)=50\) b) \(P(10)\approx160{,}13\,\text{kg}\) c) Ja; der Grenzwert beträgt \(250\,\text{kg}\). d) Höchstens \(16\,\text{kg}/\text{Tag}\)
43003312
Die sogenannte „72er-Regel“ ist eine bekannte Faustformel aus der Finanzmathematik. Sie besagt, dass man die Anzahl der Jahre \(n\), die ein Kapital zur Verdopplung benötigt, näherungsweise berechnen kann, indem man die Zahl \(72\) durch den Zinssatz \(p\) (in Prozent) teilt: \(n \approx \frac{72}{p}\). 1. Ein Startkapital von \(5000\,\text{€}\) wird jährlich mit \(3\,\%\) verzinst. Berechne die exakte Zeitdauer (in Jahren) bis zur Verdopplung des Kapitals und vergleiche dieses Ergebnis mit dem Wert, den die 72er-Regel liefert. 2. Bestimme die prozentuale Abweichung des Näherungswertes der Faustformel vom exakten Wert für einen Zinssatz von \(p = 12\). 3. Weise nach, dass für die exakte Verdopplungszeit \(n\) in Abhängigkeit vom Zinssatz \(p\) die Gleichung \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1 + \frac{p}{100})}\) gilt. Begründe unter Verwendung der Näherung \(\ln(1+x) \approx x\) für kleine \(x\), warum der Zusammenhang \(np \approx 69{,}3\) eine theoretische Basis für solche Faustformeln bietet.

Denkanstöße

- Wie lautet die allgemeine Formel für exponentielles Wachstum? - Was bedeutet „Verdopplung“ für das Verhältnis von Endwert zu Anfangswert? - Welche Rechenregel für Logarithmen hilft dir, eine Variable im Exponenten zu isolieren? - Wie berechnet man den relativen Fehler zwischen einem exakten Wert und einer Näherung? - Erinnere dich an die Definition des Wachstumsfaktors aus dem Prozentsatz.

Lösung

1. Für \(p = 3\) lautet der Wachstumsfaktor \(q = 1{,}03\). Die Verdopplungsgleichung \(5000 \cdot 1{,}03^n = 10\,000\) führt auf \(1{,}03^n = 2\). Durch Logarithmieren ergibt sich \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}03)} \approx 23{,}45\,\text{Jahre}\). Die Faustformel liefert \(n \approx \frac{72}{3} = 24\,\text{Jahre}\). Die Differenz beträgt etwa \(0{,}55\,\text{Jahre}\). 2. Für \(p = 12\) ist \(q = 1{,}12\). Exakte Zeit: \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1{,}12)} \approx 6{,}116\,\text{Jahre}\). Faustformel: \(n \approx \frac{72}{12} = 6\,\text{Jahre}\). Die prozentuale Abweichung berechnet sich durch \(\frac{|6 - 6{,}116|}{6{,}116} \cdot 100\,\% \approx 1{,}90\,\%\). 3. Aus \((1 + \frac{p}{100})^n = 2\) folgt durch Logarithmieren \(n \cdot \ln(1 + \frac{p}{100}) = \ln(2)\), woraus die gesuchte Formel \(n = \frac{\ln(2)}{\ln(1 + \frac{p}{100})}\) resultiert. Mit der Näherung \(\ln(1 + \frac{p}{100}) \approx \frac{p}{100}\) für kleine Zinssätze ergibt sich \(n \approx \frac{\ln(2)}{\frac{p}{100}} = \frac{100 \cdot \ln(2)}{p}\). Da \(100 \cdot \ln(2) \approx 69{,}31\) ist, folgt \(np \approx 69{,}3\).

Antwort

1. Exakte Zeit: \(\approx 23{,}45\,\text{Jahre}\); Faustformel: \(24\,\text{Jahre}\). 2. Die Abweichung beträgt ca. \(1{,}90\,\%\). 3. Die Herleitung erfolgt über den Ansatz \((1 + \frac{p}{100})^n = 2\); die Näherung basiert auf \(100 \cdot \ln(2) \approx 69{,}3\).
43263212
Die Wirkstoffkonzentration eines Medikaments im Blut eines Patienten kann modellhaft durch die Funktionenschar \(f_k\) mit \(f_k(t) = 4 \cdot t \cdot e^{-kt} \quad (t \ge 0, \; k > 0)\) beschrieben werden. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden nach der Einnahme und \(f_k(t)\) die Konzentration in Milligramm pro Liter (\(\text{mg/L}\)). Der abgebildete Graph zeigt den Konzentrationsverlauf für einen bestimmten Wert des Parameters \(k\). a) Lies aus dem Graphen den Zeitpunkt ab, an dem die Konzentration ihr Maximum erreicht. Bestimme damit den Wert des Parameters \(k\) für den dargestellten Verlauf. b) Berechne allgemein in Abhängigkeit von \(k\) den Zeitpunkt \(t_{\text{max}}\), an dem die Konzentration am höchsten ist. c) Ermittle rechnerisch den Zeitpunkt, an dem die Wirkstoffkonzentration am stärksten abnimmt. Zeige, dass dieser Zeitpunkt immer genau doppelt so groß ist wie der Zeitpunkt der maximalen Konzentration.
Abbildung zur Aufgabe 432632

Denkanstöße

- Wie kannst du den höchsten Punkt eines Funktionsgraphen grafisch bestimmen? - Welche mathematische Bedingung muss an einer Extremstelle (Maximum) für die erste Ableitung der Funktion gelten? - Wie hängen die Änderungsrate einer Funktion und ihre Ableitung zusammen? An welcher besonderen Stelle ist die Abnahme (negative Steigung) am steilsten? - Welche Ableitung musst du untersuchen, um die Stelle der stärksten Zu- oder Abnahme zu bestimmen?

Lösung

1. Aus dem Graphen ist der Hochpunkt bei \(t = 4\,\text{Stunden}\) abzulesen. 2. Die erste Ableitung lautet \(f_k'(t) = 4 \cdot e^{-kt} \cdot (1 - kt)\). Aus \(f_k'(4)=0\) und \(e^{-4k}\neq0\) folgt \(1-4k=0\), also \(k=0{,}25\). 3. Allgemein ergibt \(f_k'(t)=0\) die Gleichung \(1-kt=0\), also \(t_{\text{max}}=\frac{1}{k}\). 4. Die zweite Ableitung lautet \(f_k''(t)=4 \cdot k \cdot e^{-kt} \cdot (kt-2)\). Für \(t=\frac{1}{k}\) ist \(f_k''\left(\frac{1}{k}\right)=-4ke^{-1}<0\), also liegt ein Maximum vor. 5. Die stärkste Abnahme entspricht dem Minimum von \(f_k'\) und damit der Wendestelle von \(f_k\). Aus \(f_k''(t)=0\) folgt \(kt-2=0\), also \(t_{\text{w}}=\frac{2}{k}\). 6. Damit gilt \(t_{\text{w}}=\frac{2}{k}=2\cdot\frac{1}{k}=2t_{\text{max}}\).

Antwort

a) Der Zeitpunkt des Maximums ist \(t = 4\,\text{Stunden}\). Daraus ergibt sich für den Parameter \(k = 0{,}25\). b) Der allgemeine Zeitpunkt des Maximums lautet \(t_{\text{max}} = \frac{1}{k}\). c) Der Zeitpunkt der stärksten Abnahme ist die Wendestelle bei \(t_{\text{w}} = \frac{2}{k}\). Es gilt \(t_{\text{w}} = 2t_{\text{max}}\).
55689312
Für einen Bestand in einem abgegrenzten Lebensraum werden zwei Modelle vorgeschlagen. Beide Modelle beginnen mit einem Bestand von \(100\) und liefern nach \(5\) Jahren den Wert \(200\): \(E(t)=100\cdot2^{t/5}\) \(S(t)=500-400e^{-kt}\) mit \(k>0\). a) Bestimme \(k\) exakt aus der Bedingung \(S(5)=200\). b) Berechne für beide Modelle den Bestand nach \(20\) Jahren und runde auf ganze Einheiten. c) Der Lebensraum kann langfristig höchstens etwa \(500\) Einheiten tragen. Beurteile, welches Modell für eine langfristige Prognose geeigneter ist, und begründe mathematisch.

Denkanstöße

- Nutze bei beiden Modellen zuerst die Information über den gemeinsamen Wert nach \(5\) Jahren. - Vergleiche nicht nur einzelne Funktionswerte, sondern auch das Verhalten für sehr große Zeiten. - Welche Eigenschaft sollte ein Modell besitzen, wenn eine feste langfristige Kapazität vorgegeben ist?

Lösung

1. Aus \(S(5)=200\) folgt \(500-400e^{-5k}=200\). Damit ist \(e^{-5k}=\frac{3}{4}\) und somit \(k=\frac{\ln(4/3)}{5}\). 2. Für das unbeschränkte Modell gilt \(E(20)=100\cdot2^4=1600\). 3. Für das beschränkte Modell gilt \(S(20)=500-400e^{-20k}=500-400\left(\frac{3}{4}\right)^4=373{,}4375\). Gerundet sind das \(373\) Einheiten. 4. Das Modell \(E\) wächst unbegrenzt und überschreitet die angegebene Kapazität deutlich. Dagegen gilt \(\lim_{t\to\infty}S(t)=500\). Deshalb bildet \(S\) die angenommene langfristige Begrenzung besser ab.

Antwort

a) \(k=\frac{\ln(4/3)}{5}\) b) \(E(20)=1600\), \(S(20)\approx373\) c) Das Modell \(S\) ist für die langfristige Prognose geeigneter, weil es sich der Kapazität \(500\) annähert, während \(E\) unbegrenzt wächst.
55689412
Ein Rückhaltebecken wird durch das vereinfachte Modell \(V'(t)=r-kV(t)\) mit \(V(0)=0\), \(r>0\) und \(k>0\) beschrieben. Dabei ist \(V(t)\) das Wasservolumen in \(\text{m}^3\) und \(t\) die Zeit in Stunden. Zu Beginn beträgt die Änderungsrate \(V'(0)=50\,\text{m}^3/\text{h}\). Nach \(4\) Stunden sind \(60\,\%\) des langfristigen Gleichgewichtsvolumens erreicht. a) Zeige, dass eine Lösung die Form \(V(t)=S(1-e^{-kt})\) mit \(S=\frac{r}{k}\) hat, und bestimme \(r\), \(k\) sowie \(S\). Runde \(k\) auf drei Dezimalstellen und \(S\) auf eine Dezimalstelle. b) Nach welcher Zeit sind \(90\,\%\) des Gleichgewichtsvolumens erreicht? Runde auf zwei Dezimalstellen. c) Bestimme, welcher Anteil des Gleichgewichtsvolumens nach \(8\) Stunden erreicht ist. Erkläre außerdem, wie sich der Abstand zum Gleichgewicht in jedem Zeitabschnitt von \(4\) Stunden verändert.

Denkanstöße

- Prüfe die vorgeschlagene Lösungsform, indem du sowohl den Anfangswert als auch die Differentialgleichung kontrollierst. - Welche Modellgröße entspricht der Änderungsrate genau zum Zeitpunkt \(t=0\)? - Formuliere die Angaben \(60\,\%\) und \(90\,\%\) jeweils als Anteil des Gleichgewichtswerts \(S\). - Betrachte in Teil c) nicht das Volumen selbst, sondern den noch fehlenden Anteil bis zum Gleichgewicht.

Lösung

1. Für \(V(t)=S(1-e^{-kt})\) gilt \(V'(t)=Ske^{-kt}\). Wegen \(S=\frac{r}{k}\) ist \(Sk=r\), also \(V'(t)=re^{-kt}\). Außerdem ist \(r-kV(t)=r-kS(1-e^{-kt})=re^{-kt}\). Damit erfüllt die Funktion die Differentialgleichung und \(V(0)=0\). 2. Aus \(V'(0)=r\) folgt \(r=50\,\text{m}^3/\text{h}\). 3. Die Bedingung \(V(4)=0{,}6S\) liefert \(1-e^{-4k}=0{,}6\), also \(e^{-4k}=0{,}4\). Daher ist \(k=\frac{\ln(2{,}5)}{4}\approx0{,}229\,\text{h}^{-1}\). 4. Somit ist \(S=\frac{50}{k}\approx218{,}3\,\text{m}^3\). 5. Für \(V(t)=0{,}9S\) gilt \(e^{-kt}=0{,}1\). Daher ist \(t=\frac{\ln 10}{k}\approx10{,}05\,\text{h}\). 6. Nach weiteren \(4\) Stunden wird der verbleibende Abstand zum Gleichgewicht erneut mit \(0{,}4\) multipliziert. Nach \(8\) Stunden beträgt er daher \(0{,}4^2S=0{,}16S\). Somit gilt \(V(8)=0{,}84S\).

Antwort

a) \(r=50\,\text{m}^3/\text{h}\), \(k=\frac{\ln(2{,}5)}{4}\approx0{,}229\,\text{h}^{-1}\), \(S\approx218{,}3\,\text{m}^3\) b) \(t\approx10{,}05\,\text{h}\) c) Nach \(8\) Stunden sind \(84\,\%\) des Gleichgewichtsvolumens erreicht. Der verbleibende Abstand zum Gleichgewicht wird in jedem Abschnitt von \(4\) Stunden mit dem Faktor \(0{,}4\) multipliziert.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.