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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Erwartungswert

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55216112
Das Säulendiagramm zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsgröße \(X\). Berechne den Erwartungswert \(E(X)\).
Abbildung zur Aufgabe 552161

Denkanstöße

- Welche möglichen Werte von \(X\) und welche Wahrscheinlichkeiten zeigt das Diagramm? - Beim Erwartungswert wird jeder mögliche Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit gewichtet.

Lösung

1. Aus dem Diagramm liest man \(P(X=0)=0{,}75\) und \(P(X=2)=0{,}25\) ab. 2. Der Erwartungswert ist der gewichtete Mittelwert: \(E(X)=0\cdot0{,}75+2\cdot0{,}25=0{,}5\).

Antwort

\(E(X)=0{,}5\)
55216212
Eine Zufallsgröße \(X\) nimmt nur die Werte \(0\) und \(2\) an. Es gilt \(P(X=0)=0{,}6\) und \(P(X=2)=0{,}4\). a) Welcher Wert ist am wahrscheinlichsten? b) Berechne \(E(X)\). c) Ist der Erwartungswert ein möglicher Wert von \(X\)?

Denkanstöße

- Vergleiche für a) die beiden Wahrscheinlichkeiten. - Der Erwartungswert ist ein gewichteter Mittelwert und muss nicht selbst in der Wertemenge liegen.

Lösung

1. Da \(0{,}6>0{,}4\), ist \(0\) der wahrscheinlichste Wert. 2. \(E(X)=0\cdot0{,}6+2\cdot0{,}4=0{,}8\). 3. Die möglichen Werte sind nur \(0\) und \(2\). Daher ist \(0{,}8\) kein möglicher Wert von \(X\).

Antwort

a) \(0\) b) \(E(X)=0{,}8\) c) Nein.
42349512
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(60\) Fragen. Bei jeder Frage gibt es \(4\) Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Lena wählt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort aus. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der richtigen Antworten. a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass Lena genau die Anzahl an Fragen richtig beantwortet, die dem Erwartungswert entspricht. Runde die Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Parameter \(n\) und \(p\) hat die Binomialverteilung? - Wie wird der Erwartungswert einer binomialverteilten Zufallsgröße berechnet und im Kontext gedeutet? - Für welchen exakten Trefferwert musst du in Teil b) die Punktwahrscheinlichkeit bestimmen?

Lösung

1. Für \(X\sim B(60;0{,}25)\) gilt \(\mu=60\cdot0{,}25=15\). 2. Bei sehr vielen vergleichbaren Testdurchführungen würde Lena im Mittel \(15\) Fragen pro Test richtig beantworten. 3. Für genau den Erwartungswert gilt \(P(X=15)=\binom{60}{15}0{,}25^{15}0{,}75^{45}\approx0{,}1182\).

Antwort

a) \(\mu=15\). Bei häufiger Durchführung beantwortet Lena im Mittel \(15\) Fragen richtig. b) \(P(X=15)\approx0{,}1182\)
42674112
Ein vierseitiger Würfel (Tetraeder) besitzt Seitenflächen mit den Augenzahlen 1, 2, 2 und 5. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Augenzahl bei einem Wurf. a) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\). b) Beurteile die folgende Aussage: „Da der Würfel nur ganzzahlige Augenzahlen hat, muss auch der Erwartungswert eine ganze Zahl sein.“ Begründe deine Antwort mithilfe deines Ergebnisses aus Aufgabenteil a).

Denkanstöße

- Was gibt der Erwartungswert eigentlich an – ein einzelnes Ergebnis oder einen langfristigen Durchschnitt? - Überlege dir, wie man den Durchschnitt von Noten berechnet. Muss der Durchschnitt eine Note sein, die man tatsächlich bekommen kann? - Wie berechnet man den Erwartungswert, wenn die Wahrscheinlichkeiten für die Ergebnisse unterschiedlich sind?

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Ergebnisse: \(P(X=1) = \frac{1}{4} = 0{,}25\); \(P(X=2) = \frac{2}{4} = 0{,}5\); \(P(X=5) = \frac{1}{4} = 0{,}25\). 2. Berechnung des Erwartungswertes: \(E(X) = 1 \cdot 0{,}25 + 2 \cdot 0{,}5 + 5 \cdot 0{,}25 = 0{,}25 + 1 + 1{,}25 = 2{,}5\). 3. Beurteilung der Aussage: Die Aussage ist falsch. Der Erwartungswert \(E(X) = 2{,}5\) ist keine ganze Zahl, obwohl alle möglichen Ergebnisse des Zufallsexperiments (\(1, 2, 5\)) ganzzahlig sind. 4. Begründung: Der Erwartungswert ist ein gewichteter Durchschnittswert bei einer großen Anzahl von Versuchen und muss nicht mit einem der tatsächlich möglichen Werte der Zufallsgröße übereinstimmen.

Antwort

a) \(E(X) = 2{,}5\) b) Die Aussage ist falsch. Der Erwartungswert ist ein theoretischer Mittelwert (langfristiger Durchschnitt) und muss kein Wert sein, den die Zufallsgröße tatsächlich annehmen kann. Im Beispiel ist \(2{,}5\) kein möglicher Ausgang eines Wurfs.
42677812
Die Zufallsgröße \(Y\) nimmt die Werte \(1; 2; 3\) und \(4\) an. Die Wahrscheinlichkeiten sind teilweise durch eine Konstante \(c\) gegeben: \(P(Y = 1) = c\) \(P(Y = 2) = 2 \cdot c\) \(P(Y = 3) = 0{,}3\) \(P(Y = 4) = 0{,}1\) Ermittle den Wert von \(c\) und berechne anschließend den Erwartungswert \(E(Y)\).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Summe der Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen Ergebnisse sein muss. - Kannst du aus dieser Information eine Gleichung für die unbekannte Konstante aufstellen? - Wenn du alle Wahrscheinlichkeiten kennst, wie gewichtest du dann die Werte der Zufallsgröße, um den Erwartungswert zu erhalten?

Lösung

1. Nutzung der Summeneigenschaft der Wahrscheinlichkeiten: \(P(Y=1) + P(Y=2) + P(Y=3) + P(Y=4) = 1\). 2. Einsetzen der gegebenen Terme: \(c + 2 \cdot c + 0{,}3 + 0{,}1 = 1\). 3. Zusammenfassen und Berechnen von \(c\): \(3 \cdot c + 0{,}4 = 1 \implies 3 \cdot c = 0{,}6 \implies c = 0{,}2\). 4. Aufstellen der vollständigen Wahrscheinlichkeitsverteilung: \(P(Y=1) = 0{,}2\), \(P(Y=2) = 0{,}4\), \(P(Y=3) = 0{,}3\), \(P(Y=4) = 0{,}1\). 5. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(Y) = 1 \cdot 0{,}2 + 2 \cdot 0{,}4 + 3 \cdot 0{,}3 + 4 \cdot 0{,}1 = 0{,}2 + 0{,}8 + 0{,}9 + 0{,}4 = 2{,}3\).

Antwort

\(c = 0{,}2\) \(E(Y) = 2{,}3\)
42679112
Bei einem Gewinnspiel auf einem Jahrmarkt zieht man eine Kugel aus einer Urne, in der sich insgesamt \(20\) Kugeln befinden: \(2\) goldene, \(5\) silberne und \(13\) weiße Kugeln. Zieht der Spieler eine goldene Kugel, erhält er \(15{,}00\,\text{€}\) ausgezahlt. Bei einer silbernen Kugel beträgt die Auszahlung \(5{,}00\,\text{€}\) und bei einer weißen Kugel erfolgt keine Auszahlung. Berechne, wie hoch der Einsatz für dieses Spiel sein muss, damit es im mathematischen Sinne fair ist.

Denkanstöße

- Was bedeutet es für den Gewinn eines Spielers im Durchschnitt, wenn ein Spiel als fair bezeichnet wird? - Kannst du die Wahrscheinlichkeiten für jedes mögliche Ergebnis bestimmen? - Wie berechnet man den Durchschnittswert einer Zufallsgröße? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Einsatz und der durchschnittlichen Auszahlung bei einem fairen Spiel?

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Auszahlungen: \(P(X = 15) = \frac{2}{20} = 0{,}1\); \(P(X = 5) = \frac{5}{20} = 0{,}25\); \(P(X = 0) = \frac{13}{20} = 0{,}65\). 2. Berechnung des Erwartungswerts der Auszahlung: \(E(X) = 15 \cdot 0{,}1 + 5 \cdot 0{,}25 + 0 \cdot 0{,}65 = 1{,}5 + 1{,}25 + 0 = 2{,}75\). 3. Ein Spiel gilt als fair, wenn der Erwartungswert des Gewinns (Auszahlung minus Einsatz) null ist. Dies ist der Fall, wenn der Einsatz dem Erwartungswert der Auszahlung entspricht. 4. Der faire Einsatz beträgt somit \(2{,}75\,\text{€}\).

Antwort

Der Einsatz muss \(2{,}75\,\text{€}\) betragen.
42875912
Für ein vereinfachtes Modell wird angenommen, dass jeder Samen einer bestimmten Blumensorte unabhängig von den anderen mit Wahrscheinlichkeit \(80\,\%\) keimt. Ein Gärtner pflanzt \(15\) dieser Samen in einen Setzkasten. a) Wie viele keimende Samen sind im Durchschnitt zu erwarten? b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit keimen genau so viele Samen, wie der Erwartungswert angibt? Runde die Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche feste Versuchszahl und welche Trefferwahrscheinlichkeit sind gegeben? - Wie berechnet sich der Erwartungswert einer Binomialverteilung? - Für Teil b brauchst du die Punktwahrscheinlichkeit genau beim Erwartungswert.

Lösung

1. Für die Anzahl \(X\) der keimenden Samen gilt \(X\sim B(15;0{,}8)\). 2. Der Erwartungswert ist \(E(X)=15\cdot0{,}8=12\). 3. Für genau zwölf keimende Samen gilt \(P(X=12)=\binom{15}{12}0{,}8^{12}0{,}2^3\approx0{,}2501\).

Antwort

a) \(12\) Samen b) \(P(X=12)\approx0{,}2501\)
43082312
In einem industriellen Fertigungsprozess für elektronische Sensoren treten herstellungsbedingte Ungenauigkeiten mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit \(p\) auf. Berechne für die folgenden Szenarien die Anzahl der Sensoren, bei denen diese Ungenauigkeiten durchschnittlich zu erwarten sind: 1. \(p = 0{,}025\) bei einer Tagesproduktion von \(n = 1200\) Stück. 2. \(p = 0{,}008\) bei einer Wochenlieferung von \(n = 15\,000\) Stück. 3. \(p = 0{,}12\) bei einer Testreihe von \(n = 450\) Stück.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man den Anteil eines Ganzen berechnet, wenn die Wahrscheinlichkeit als Dezimalzahl gegeben ist. - Welche mathematische Operation verknüpft die Gesamtzahl der Versuche mit der Wahrscheinlichkeit eines Einzelereignisses? - Die gesuchte Anzahl entspricht dem theoretischen Mittelwert bei häufiger Durchführung.

Lösung

Die erwartete Anzahl der Sensoren mit Ungenauigkeiten (Erwartungswert) in einer Bernoulli-Kette berechnet sich durch die Formel \(E = n \cdot p\). 1. Für \(n = 1200\) und \(p = 0{,}025\) ergibt sich \(1200 \cdot 0{,}025 = 30\). Es sind \(30\) Sensoren zu erwarten. 2. Für \(n = 15\,000\) und \(p = 0{,}008\) ergibt sich \(15\,000 \cdot 0{,}008 = 120\). Es sind \(120\) Sensoren zu erwarten. 3. Für \(n = 450\) und \(p = 0{,}12\) ergibt sich \(450 \cdot 0{,}12 = 54\). Es sind \(54\) Sensoren zu erwarten.

Antwort

1. \(30\) Sensoren 2. \(120\) Sensoren 3. \(54\) Sensoren
43097912
Eine Zufallsgröße \(X\) ist über der Menge \(M = \{10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90, 100\}\) gleichverteilt. Das bedeutet, dass jeder Wert mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auftritt. Berechne den Erwartungswert \(E(X)\).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Werte die Zufallsgröße annehmen kann und welche Wahrscheinlichkeit jedem Wert zukommt. - Wie berechnet man allgemein den Durchschnitt von Werten, wenn alle die gleiche Gewichtung haben? - Fällt dir eine Symmetrie in der Menge der Zahlen auf?

Lösung

1. Bestimmung der Anzahl der möglichen Werte: Die Menge \(M\) enthält \(n = 10\) Elemente. 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für jeden Wert: Da \(X\) gleichverteilt ist, gilt \(P(X = x_i) = \frac{1}{10}\) für alle \(x_i \in M\). 3. Berechnung der Summe aller Werte in \(M\): \(10 + 20 + 30 + 40 + 50 + 60 + 70 + 80 + 90 + 100 = 550\). 4. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = \frac{1}{10} \cdot 550 = 55\). Alternativ lässt sich aufgrund der Symmetrie der Erwartungswert als Mittelwert des kleinsten und größten Wertes berechnen: \(E(X) = \frac{10 + 100}{2} = 55\).

Antwort

\(E(X) = 55\)
43098312
An einem Stand auf einem Schulfest wird ein Spiel mit dem unten stehenden Gewinnplan angeboten. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den ausgezahlten Betrag in Euro. <table> <tr><th>Gewinn</th><td>\(0\,\text{€}\)</td><td>\(2\,\text{€}\)</td><td>\(10\,\text{€}\)</td><td>\(50\,\text{€}\)</td></tr> <tr><th>Wahrscheinlichkeit</th><td>\(85\,\%\)</td><td>\(10\,\%\)</td><td>\(4\,\%\)</td><td>\(1\,\%\)</td></tr> </table> a) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) für den ausgezahlten Betrag. b) Für ein Spiel wird ein Einsatz von \(2{,}00\,\text{€}\) erhoben. Welchen Gewinn erwartet der Betreiber pro Spiel im Durchschnitt? c) Für dieses Spiel wird festgelegt, dass der Erwartungswert der Auszahlung mindestens \(45\,\%\) des Einsatzes betragen soll. Welchen Einsatz darf der Betreiber unter Beibehaltung des Gewinnplans höchstens verlangen? Gib das Ergebnis auf Cent genau an.

Denkanstöße

- Wie erhältst du den Erwartungswert aus Auszahlungen und Wahrscheinlichkeiten? - Der erwartete Betreibergewinn ist die Differenz zwischen Einsatz und erwarteter Auszahlung. - Übersetze die Bedingung in eine Ungleichung mit dem unbekannten Einsatz.

Lösung

1. \(E(X)=0\cdot0{,}85+2\cdot0{,}10+10\cdot0{,}04+50\cdot0{,}01=1{,}10\,\text{€}\). 2. Der erwartete Betreibergewinn ist \(2{,}00\,\text{€}-1{,}10\,\text{€}=0{,}90\,\text{€}\). 3. Für den Einsatz \(e\) gilt \(1{,}10 \ge 0{,}45e\), also \(e \le \frac{1{,}10}{0{,}45}\approx2{,}4444\). Auf Cent nach unten begrenzt ist der höchste zulässige Einsatz \(2{,}44\,\text{€}\).

Antwort

a) \(E(X)=1{,}10\,\text{€}\) b) \(0{,}90\,\text{€}\) c) \(2{,}44\,\text{€}\)
43102412
Ein Glücksrad besitzt vier gleich große Sektoren, von denen einer mit „Gewinn“ beschriftet ist. Die einzelnen Drehungen werden als voneinander unabhängig angenommen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis \(A\): „Genau \(1\) Gewinn bei \(4\) Drehungen“ und für das Ereignis \(B\): „Genau \(2\) Gewinne bei \(8\) Drehungen“. Runde nur \(P(B)\) auf vier Dezimalstellen. Sind die Wahrscheinlichkeiten gleich groß? b) Bei \(4\) Drehungen beträgt der Erwartungswert für die Anzahl der Gewinne genau \(1\). Beurteile die Aussage: Aus \(E(X)=1\) folgt, dass das Ereignis \(C\) „mindestens ein Gewinn bei \(4\) Drehungen“ sicher ist. Berechne dazu auch \(P(C)\).

Denkanstöße

- Welche Trefferwahrscheinlichkeit ergibt sich aus den vier gleich großen Sektoren? - Vergleiche bei a) zwei Punktwahrscheinlichkeiten mit unterschiedlichen Versuchszahlen. - Ein Erwartungswert beschreibt einen Durchschnitt, nicht ein garantiertes Einzelergebnis. - Für „mindestens ein Gewinn“ ist das Gegenereignis besonders kurz.

Lösung

1. Die Gewinnwahrscheinlichkeit beträgt \(p=\frac14\), die Gegenwahrscheinlichkeit \(\frac34\). 2. \(P(A)=\binom41\frac14\left(\frac34\right)^3=\frac{27}{64}\). 3. \(P(B)=\binom82\left(\frac14\right)^2\left(\frac34\right)^6\approx0{,}3115\). Die Wahrscheinlichkeiten sind nicht gleich. 4. Ein Erwartungswert beschreibt einen langfristigen Mittelwert und garantiert keinen Gewinn in jeder Viererserie. 5. \(P(C)=1-P(X=0)=1-\left(\frac34\right)^4=\frac{175}{256}<1\). Daher ist \(C\) kein sicheres Ereignis.

Antwort

a) \(P(A)=\frac{27}{64}\), \(P(B)\approx0{,}3115\); die Wahrscheinlichkeiten sind nicht gleich. b) Die Aussage ist falsch. \(P(C)=\frac{175}{256}\), also ist \(C\) nicht sicher.
43104512
Eine Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 5\) und \(p = 0{,}4\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = k)\) für alle möglichen Werte von \(k\) und stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung in einer Tabelle dar. b) Bestimme den Erwartungswert \(E(X)\) der Zufallsgröße \(X\) ausschließlich mithilfe der Einzelwahrscheinlichkeiten aus deiner Tabelle über den Ansatz \(E(X) = \sum_{k=0}^{5} k \cdot P(X = k)\).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Formel von Bernoulli für die Einzelwahrscheinlichkeiten. - Eine Tabelle hilft dir, die Werte für \(k\) und die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten übersichtlich zu ordnen. - Der Erwartungswert ist der gewichtete Durchschnitt aller möglichen Werte der Zufallsgröße. - Multipliziere jeden Wert \(k\) mit seiner Wahrscheinlichkeit und addiere diese Ergebnisse.

Lösung

1. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten mit der Formel \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\): \(P(X=0) = \binom{5}{0} \cdot 0{,}4^0 \cdot 0{,}6^5 = 0{,}07776\) \(P(X=1) = \binom{5}{1} \cdot 0{,}4^1 \cdot 0{,}6^4 = 5 \cdot 0{,}4 \cdot 0{,}1296 = 0{,}2592\) \(P(X=2) = \binom{5}{2} \cdot 0{,}4^2 \cdot 0{,}6^3 = 10 \cdot 0{,}16 \cdot 0{,}216 = 0{,}3456\) \(P(X=3) = \binom{5}{3} \cdot 0{,}4^3 \cdot 0{,}6^2 = 10 \cdot 0{,}064 \cdot 0{,}36 = 0{,}2304\) \(P(X=4) = \binom{5}{4} \cdot 0{,}4^4 \cdot 0{,}6^1 = 5 \cdot 0{,}0256 \cdot 0{,}6 = 0{,}0768\) \(P(X=5) = \binom{5}{5} \cdot 0{,}4^5 \cdot 0{,}6^0 = 0{,}01024\) 2. Berechnung des Erwartungswerts über die Summe der Produkte \(k \cdot P(X=k)\): \(E(X) = 0 \cdot 0{,}07776 + 1 \cdot 0{,}2592 + 2 \cdot 0{,}3456 + 3 \cdot 0{,}2304 + 4 \cdot 0{,}0768 + 5 \cdot 0{,}01024\) \(E(X) = 0 + 0{,}2592 + 0{,}6912 + 0{,}6912 + 0{,}3072 + 0{,}0512 = 2{,}0\)

Antwort

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist: <table border='1'> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}07776\)</td><td>\(0{,}2592\)</td><td>\(0{,}3456\)</td><td>\(0{,}2304\)</td><td>\(0{,}0768\)</td><td>\(0{,}01024\)</td></tr> </table> Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 2{,}0\).
43104612
Die folgende Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) mit der Kettenlänge \(n = 3\): <table border='1'> <tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}064\)</td><td>\(0{,}288\)</td><td>\(0{,}432\)</td><td>\(0{,}216\)</td></tr> </table> a) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) direkt aus der Tabelle mithilfe der Definition des Erwartungswerts für diskrete Zufallsgrößen. b) Bestimme aus dem Ergebnis für \(E(X)\) die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) der zugrunde liegenden Binomialverteilung.

Denkanstöße

- Wie berechnet man allgemein den Durchschnittswert einer Verteilung, wenn die Wahrscheinlichkeiten gegeben sind? - Nutze die Summe über alle Produkte aus dem Wert \(k\) und der Wahrscheinlichkeit \(P(X=k)\). - Welche einfache Formel verbindet bei einer Binomialverteilung die Parameter \(n\) und \(p\) mit dem Erwartungswert? - Setze deine bekannten Werte in diese Formel ein, um die Unbekannte zu isolieren.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts \(E(X)\) nach der Definition \(\sum k \cdot P(X=k)\): \(E(X) = 0 \cdot 0{,}064 + 1 \cdot 0{,}288 + 2 \cdot 0{,}432 + 3 \cdot 0{,}216\) \(E(X) = 0 + 0{,}288 + 0{,}864 + 0{,}648 = 1{,}8\) 2. Bestimmung von \(p\) über die Formel für den Erwartungswert bei Binomialverteilungen: Es gilt \(\mu = n \cdot p\). Mit \(n = 3\) und \(E(X) = 1{,}8\) folgt: \(1{,}8 = 3 \cdot p \implies p = \frac{1{,}8}{3} = 0{,}6\)

Antwort

a) \(E(X) = 1{,}8\) b) \(p = 0{,}6\)
43116512
Bei einer Tombola auf einem Schulfest kostet ein Los \(2{,}50\,\text{€}\). Die Wahrscheinlichkeitsverteilung für den Auszahlungswert \(X\) (in \(\text{€}\)) eines Loses ist in der folgenden Tabelle dargestellt: <table> <tr> <td>Auszahlungswert \(x_i\) in \(\text{€}\)</td> <td>\(0\)</td> <td>\(5\)</td> <td>\(10\)</td> </tr> <tr> <td>Wahrscheinlichkeit \(P(X = x_i)\)</td> <td>\(0{,}80\)</td> <td>\(0{,}15\)</td> <td>\(0{,}05\)</td> </tr> </table> a) Berechne den Erwartungswert für den Reingewinn eines Spielers pro Los (Auszahlungswert abzüglich Lospreis). b) Interpretiere die Bedeutung dieses Erwartungswerts im Hinblick auf eine sehr große Anzahl von gekauften Losen. c) Welchen Preis müsste ein Los haben, damit das Spiel aus Sicht der Wahrscheinlichkeitsrechnung „fair“ ist?

Denkanstöße

- Was berechnest du, wenn du jeden möglichen Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit multiplizierst und die Ergebnisse addierst? - Denke daran, dass der Gewinn eines Spielers nicht nur aus dem ausgezahlten Betrag besteht, sondern auch die Kosten für das Los berücksichtigt werden müssen. - Was bedeutet „fair“ im Zusammenhang mit dem durchschnittlichen Gewinn über lange Zeit? - Stell dir vor, du spielst das Spiel 1000-mal. Wie viel Geld hättest du am Ende im Durchschnitt pro Spiel verloren oder gewonnen?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts des Auszahlungswerts \(E(X)\): \(E(X) = 0\,\text{€} \cdot 0{,}80 + 5\,\text{€} \cdot 0{,}15 + 10\,\text{€} \cdot 0{,}05 = 0{,}75\,\text{€} + 0{,}50\,\text{€} = 1{,}25\,\text{€}\). 2. Berechnung des Erwartungswerts für den Reingewinn \(G\): \(E(G) = E(X) - \text{Einsatz} = 1{,}25\,\text{€} - 2{,}50\,\text{€} = -1{,}25\,\text{€}\). 3. Interpretation: Bei einer sehr großen Anzahl von gespielten Losen verliert ein Spieler im Durchschnitt \(1{,}25\,\text{€}\) pro Los. 4. Bestimmung des fairen Preises: Ein Spiel gilt als fair, wenn der erwartete Reingewinn Null ist. Dies ist der Fall, wenn der Lospreis dem erwarteten Auszahlungswert entspricht, also \(1{,}25\,\text{€}\).

Antwort

a) Der Erwartungswert für den Reingewinn beträgt \(-1{,}25\,\text{€}\). b) Bei einer sehr großen Anzahl von Losen macht der Spieler pro Los im Durchschnitt einen Verlust von \(1{,}25\,\text{€}\). c) Damit das Spiel fair ist, müsste ein Los \(1{,}25\,\text{€}\) kosten.
43116912
Ein Biathlon-Profi trifft beim Stehendschießen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}85\). In einer Trainingssaison gibt er insgesamt \(n = 1200\) Schüsse ab. a) Berechne den Erwartungswert für die Anzahl der Treffer. b) Erläutere die Bedeutung dieses Wertes im Kontext der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Denkanstöße

- Welche Formel hilft dir, den Durchschnittswert bei einer bekannten Trefferquote und fester Versuchsanzahl zu bestimmen? - Überlege, was passieren würde, wenn der Sportler die gesamte Saison sehr oft unter identischen Bedingungen wiederholen könnte. - Ist der Erwartungswert ein Wert, der zwingend genau so eintreten muss, oder beschreibt er einen langfristigen Trend?

Lösung

1. Identifikation der Parameter für die Binomialverteilung: \(n = 1200\) und \(p = 0{,}85\). 2. Berechnung des Erwartungswerts mit der Formel \(\mu = n \cdot p\): \(\mu = 1200 \cdot 0{,}85 = 1020\). 3. Interpretation: Der Erwartungswert von \(1020\) gibt die Trefferzahl an, die bei einer sehr großen Anzahl von Wiederholungen solcher Versuchsreihen (mit jeweils \(1200\) Schüssen) im Durchschnitt erzielt wird. Er dient als Kennmaß für das Zentrum der Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Antwort

a) Der Erwartungswert beträgt \(1020\) Treffer. b) Der Wert gibt die langfristig zu erwartende mittlere Trefferzahl bei vielen Wiederholungen der Versuchsreihe an.
43117012
Bei einer Qualitätskontrolle von LED-Leuchten wird festgestellt, dass im Mittel \(2{,}5\,\%\) der Leuchten fehlerhaft sind. a) Wie viele fehlerhafte Leuchten sind in einer Charge von \(600\) Stück im Durchschnitt zu erwarten? b) Die Produktion wird optimiert, sodass nur noch jede hundertste Leuchte defekt ist. Berechne, wie groß eine Charge nun sein müsste, damit der Erwartungswert der defekten Leuchten weiterhin bei dem Ergebnis aus Teilaufgabe a) liegt.

Denkanstöße

- Was bedeutet der Begriff „im Durchschnitt zu erwarten“ für die Wahl deiner Formel? - Wie lässt sich ein Prozentsatz oder eine Angabe wie „jede hundertste“ in einen Dezimalbruch für die Wahrscheinlichkeit \(p\) umwandeln? - Wenn die Wahrscheinlichkeit für einen Defekt sinkt, muss die Anzahl der Versuche dann steigen oder fallen, um denselben Durchschnittswert zu erhalten?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts für Teilaufgabe a) mit \(n = 600\) und \(p = 0{,}025\): \(\mu = 600 \cdot 0{,}025 = 15\). 2. Bestimmung der neuen Wahrscheinlichkeit aus der Angabe „jede hundertste“: \(p_{neu} = \frac{1}{100} = 0{,}01\). 3. Aufstellen der Gleichung für den gesuchten Stichprobenumfang \(n_{neu}\) bei gleichbleibendem Erwartungswert \(\mu = 15\): \(15 = n_{neu} \cdot 0{,}01\). 4. Berechnung von \(n_{neu}\) durch Division: \(n_{neu} = \frac{15}{0{,}01} = 1500\).

Antwort

a) Es sind durchschnittlich \(15\) fehlerhafte Leuchten zu erwarten. b) Die Charge müsste einen Umfang von \(1500\) Stück haben.
43126712
Für \(250\,000\) Personen gelten die folgenden festen Modellwahrscheinlichkeiten für vier disjunkte Kategorien: <table><tr><th>Kategorie</th><th>Wahrscheinlichkeit</th></tr><tr><td>Keine</td><td>\(0{,}9350\)</td></tr><tr><td>Leicht</td><td>\(0{,}0520\)</td></tr><tr><td>Mittel</td><td>\(0{,}0115\)</td></tr><tr><td>Schwer</td><td>\(0{,}0015\)</td></tr></table> Bestimme die erwartete Anzahl in jeder Kategorie. Erläutere außerdem, welche zusätzliche Annahme nötig wäre, wenn jede einzelne Kategorienanzahl als binomialverteilt modelliert werden soll.

Denkanstöße

- Für den Erwartungswert einer Anzahl genügt der erwartete Beitrag einer einzelnen Person. - Unterscheide zwischen Voraussetzungen für einen Erwartungswert und Voraussetzungen für eine Binomialverteilung. - Prüfe, ob sich die vier erwarteten Anzahlen wieder zu \(250\,000\) summieren.

Lösung

1. Für die Erwartungswerte genügt, dass jede Person dieselben angegebenen Kategorienwahrscheinlichkeiten besitzt. Es gilt jeweils \(E(X_i)=n p_i\); Unabhängigkeit ist dafür nicht erforderlich. 2. Keine: \(250\,000\cdot0{,}9350=233\,750\). 3. Leicht: \(250\,000\cdot0{,}0520=13\,000\). 4. Mittel: \(250\,000\cdot0{,}0115=2875\). 5. Schwer: \(250\,000\cdot0{,}0015=375\). 6. Für ein Binomialmodell einer einzelnen Kategorienanzahl muss zusätzlich angenommen werden, dass die Zuordnungen der Personen unabhängig sind und die jeweilige Kategorienwahrscheinlichkeit konstant bleibt.

Antwort

Erwartete Anzahlen: \(233\,750\), \(13\,000\), \(2875\), \(375\). Für ein Binomialmodell der jeweiligen Kategorienanzahl ist zusätzlich Unabhängigkeit bei konstanter Kategorienwahrscheinlichkeit nötig.
43126812
An einem digitalen Glücksrad auf einem Jahrmarkt werden erfahrungsgemäß an einem Wochenende ca. \(12\,000\) Spiele durchgeführt. Die Gewinnwahrscheinlichkeiten und die zugehörigen Werte der Preise sind in der Tabelle dargestellt: <table> <tr> <th>Gewinnklasse</th> <th>Wahrscheinlichkeit \(P\)</th> <th>Wert des Preises</th> </tr> <tr> <td>Hauptgewinn</td> <td>\(\frac{1}{1000}\)</td> <td>\(250\,\text{€}\)</td> </tr> <tr> <td>Kleingewinn</td> <td>\(\frac{3}{100}\)</td> <td>\(10\,\text{€}\)</td> </tr> <tr> <td>Trostpreis</td> <td>\(\frac{1}{10}\)</td> <td>\(2\,\text{€}\)</td> </tr> <tr> <td>Niete</td> <td>\(\frac{869}{1000}\)</td> <td>\(0\,\text{€}\)</td> </tr> </table> a) Berechne, wie viele Gewinner in jeder der drei Gewinnklassen (Hauptgewinn, Kleingewinn, Trostpreis) zu erwarten sind. b) Ermittle den Erwartungswert für die Gesamtsumme der Werte aller ausgegebenen Preise an diesem Wochenende.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Anzahl der erwarteten Treffer bei einer bekannten Trefferquote? - Für den zweiten Teil kannst du entweder die Kosten pro Gewinnklasse addieren oder zuerst ausrechnen, wie viel ein Spiel im Durchschnitt an Gewinn ausschüttet. - Achte beim Rechnen mit den Brüchen darauf, diese in Dezimalzahlen umzuwandeln oder direkt mit dem Taschenrechner zu verrechnen.

Lösung

1. Berechnung der erwarteten Anzahl pro Gewinnklasse (\(n = 12\,000\)): - Hauptgewinn: \(12\,000 \cdot \frac{1}{1000} = 12\). - Kleingewinn: \(12\,000 \cdot \frac{3}{100} = 360\). - Trostpreis: \(12\,000 \cdot \frac{1}{10} = 1200\). 2. Berechnung der Gesamtsumme der Preise: - Weg A: Summe der Produkte aus erwarteter Anzahl und Wert: \(12 \cdot 250\,\text{€} + 360 \cdot 10\,\text{€} + 1200 \cdot 2\,\text{€} = 3000\,\text{€} + 3600\,\text{€} + 2400\,\text{€} = 9000\,\text{€}\). - Weg B: Erwartungswert für ein Spiel \(E(X) = \frac{1}{1000} \cdot 250 + \frac{3}{100} \cdot 10 + \frac{1}{10} \cdot 2 = 0{,}25 + 0{,}30 + 0{,}20 = 0{,}75\,\text{€}\). Gesamtwert: \(12\,000 \cdot 0{,}75\,\text{€} = 9000\,\text{€}\).

Antwort

a) Erwartete Anzahl der Gewinner: - Hauptgewinn: \(12\) - Kleingewinn: \(360\) - Trostpreis: \(1200\) b) Der Erwartungswert für die Gesamtsumme der Preise beträgt \(9000\,\text{€}\).
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Bei einem Jahrmarktspiel ist der Gewinn \(X\) in Euro wie folgt verteilt: <table><tr><th>\(x\)</th><th>\(0\)</th><th>\(2\)</th><th>\(5\)</th></tr><tr><td>\(P(X=x)\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}3\)</td></tr></table> a) Berechne \(E(X)\). b) Ein Spieler sagt: „Dann gewinnt man bei einer typischen Runde \(2{,}50\,\text{€}\).“ Erkläre, was an dieser Aussage falsch ist und wie \(E(X)\) sinnvoll zu verstehen ist.

Denkanstöße

- Multipliziere jeden möglichen Gewinn mit seiner Wahrscheinlichkeit. - Gehört der berechnete Erwartungswert überhaupt zur Wertemenge von \(X\)? - Welche Aussage macht ein Erwartungswert über viele Wiederholungen statt über eine einzelne Runde?

Lösung

1. Es gilt \(E(X)=0\cdot0{,}2+2\cdot0{,}5+5\cdot0{,}3=2{,}5\). 2. Der Wert \(2{,}50\,\text{€}\) gehört nicht zur Wertemenge \(\{0\,\text{€},2\,\text{€},5\,\text{€}\}\) und kann in einer einzelnen Runde nicht auftreten. 3. Der Erwartungswert beschreibt den langfristigen durchschnittlichen Gewinn pro Runde bei sehr vielen Wiederholungen unter gleichbleibenden Bedingungen.

Antwort

a) \(E(X)=2{,}50\,\text{€}\) b) \(2{,}50\,\text{€}\) ist kein möglicher Einzelgewinn; der Wert beschreibt den langfristigen Durchschnitt pro Runde.
42360512
Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit dem Parameter \(n=10\). Es ist bekannt, dass der Erwartungswert \(E(X)\) eine ganze Zahl ist. Die folgenden Tabellenwerte sind auf vier Dezimalstellen gerundet: <table><tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td></tr><tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}3487\)</td><td>\(0{,}3874\)</td><td>\(0{,}1937\)</td><td>\(0{,}0574\)</td><td>\(0{,}0112\)</td></tr></table> a) Bestimme die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\). b) Berechne \(P(1\le X\le3)\) auf vier Dezimalstellen. c) Bestimme \(P(X\ge1)\) auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche ganzzahligen Werte kommen für \(E(X)=10p\) grundsätzlich infrage? - Welcher Kandidat passt zur Lage des größten Tabellenwerts und zu \(P(X=0)\)? - Welche gerundeten Tabellenwerte musst du für das Intervall addieren? - Bei „mindestens einem Treffer“ ist das Gegenereignis besonders kurz.

Lösung

1. Da \(E(X)=10p\) ganzzahlig ist und der Tabellenwert bei \(k=1\) maximal ist, ist \(E(X)=1\) der passende ganzzahlige Kandidat. Damit gilt \(p=0{,}1\). Die Kontrolle \((1-p)^{10}=0{,}9^{10}\approx0{,}3487\) stimmt mit dem gerundeten Tabellenwert überein. 2. Aus den gerundeten Tabellenwerten folgt \(P(1\le X\le3)\approx0{,}3874+0{,}1937+0{,}0574=0{,}6385\). 3. Über das Gegenereignis ergibt sich \(P(X\ge1)=1-P(X=0)\approx1-0{,}3487=0{,}6513\).

Antwort

a) \(p=0{,}1\) b) \(P(1\le X\le3)\approx0{,}6385\) c) \(P(X\ge1)\approx0{,}6513\)
42360612
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Parameter \(n=25\) beschreibt ein Zufallsexperiment. Der Erwartungswert ist ganzzahlig. Die folgenden Tabellenwerte sind auf vier Dezimalstellen gerundet: <table><tr><td>\(k\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td></tr><tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}0038\)</td><td>\(0{,}0236\)</td><td>\(0{,}0708\)</td><td>\(0{,}1358\)</td><td>\(0{,}1867\)</td><td>\(0{,}1960\)</td></tr></table> a) Ermittle den Parameter \(p\). b) Berechne \(P(2\le X\le4)\) auf vier Dezimalstellen. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Treffer auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Werte für \(p\) sind möglich, wenn \(25p\) ganzzahlig sein muss? - Welcher Kandidat passt zum gerundeten Wert von \(P(X=0)\)? - Für das Intervall addierst du die zugehörigen Tabellenwerte; berücksichtige dabei, dass diese gerundet sind. - Für „mindestens einen Treffer“ hilft das Gegenereignis \(X=0\).

Lösung

1. Aus dem ganzzahligen Erwartungswert folgt \(E(X)=25p=m\) mit ganzzahligem \(m\), also \(p=\frac{m}{25}\). 2. Für \(m=5\) ist \(p=0{,}2\) und \(P(X=0)=0{,}8^{25}\approx0{,}0038\), passend zum gerundeten Tabellenwert. Die benachbarten Kandidaten liefern deutlich andere Werte, daher ist \(p=0{,}2\). 3. Mit den gerundeten Tabellenwerten ist \(P(2\le X\le4)\approx0{,}0708+0{,}1358+0{,}1867=0{,}3933\). 4. Für mindestens einen Treffer gilt \(P(X\ge1)=1-P(X=0)\approx1-0{,}0038=0{,}9962\).

Antwort

a) \(p=0{,}2\) b) \(P(2\le X\le4)\approx0{,}3933\) c) \(P(X\ge1)\approx0{,}9962\)
42671512
An einem Glücksrad mit vier Sektoren, die mit den Zahlen 1 bis 4 beschriftet sind, ist die Wahrscheinlichkeit für jeden Sektor proportional zu seiner Nummer (das heißt \(P(X = k) = c \cdot k\)). Die Auszahlung für den Spieler beträgt bei den Sektoren 1 oder 2 jeweils \(2{,}00\,\text{€}\), bei Sektor 3 erhält man \(5{,}00\,\text{€}\) und bei Sektor 4 beträgt die Auszahlung \(10{,}00\,\text{€}\). Bestimme den Einsatz, den der Betreiber pro Spiel verlangen muss, damit er langfristig einen durchschnittlichen Gewinn von \(0{,}50\,\text{€}\) pro Spiel erzielt.

Denkanstöße

- Was muss für die Summe aller Wahrscheinlichkeiten eines Zufallsexperiments gelten? - Wie berechnet man den Durchschnittswert (Erwartungswert) einer Auszahlung? - In welchem Verhältnis stehen Einsatz, Auszahlung und der Gewinn des Betreibers zueinander?

Lösung

1. Bestimmung der Proportionalitätskonstante \(c\): Aus der Bedingung \(\sum P(X=k) = 1\) folgt \(c \cdot (1 + 2 + 3 + 4) = 10c = 1\), also \(c = 0{,}1\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(1) = 0{,}1\); \(P(2) = 0{,}2\); \(P(3) = 0{,}3\); \(P(4) = 0{,}4\). 3. Berechnung des Erwartungswerts der Auszahlung \(E(A)\): \(E(A) = 0{,}1 \cdot 2{,}00 + 0{,}2 \cdot 2{,}00 + 0{,}3 \cdot 5{,}00 + 0{,}4 \cdot 10{,}00\). 4. Ergebnis der Auszahlung: \(E(A) = 0{,}20 + 0{,}40 + 1{,}50 + 4{,}00 = 6{,}10\,\text{€}\). 5. Berechnung des Einsatzes: Um einen Gewinn von \(0{,}50\,\text{€}\) zu erzielen, muss der Einsatz um diesen Betrag höher sein als die erwartete Auszahlung: \(Einsatz = 6{,}10\,\text{€} + 0{,}50\,\text{€} = 6{,}60\,\text{€}\).

Antwort

Der Einsatz muss \(6{,}60\,\text{€}\) betragen.
42674212
Eine Zufallsgröße \(Z\) kann ausschließlich die Werte 0 und 5 annehmen. Es ist bekannt, dass der Erwartungswert dieser Zufallsgröße \(E(Z) = 3{,}5\) beträgt. a) Ermittle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(Z\), also die Wahrscheinlichkeiten \(P(Z=0)\) und \(P(Z=5)\). b) Interpretiere die Bedeutung des Wertes \(3{,}5\) im Hinblick auf eine sehr große Anzahl von Durchführungen dieses Zufallsexperiments.

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Summe aller Wahrscheinlichkeiten in einer Verteilung. - Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der nur noch eine Unbekannte vorkommt? - Was passiert mit dem Durchschnitt der Ergebnisse, wenn man ein Experiment immer und immer wieder wiederholt?

Lösung

1. Ansatz mit einer Variablen für die gesuchten Wahrscheinlichkeiten: Sei \(p = P(Z=5)\). Da die Gesamtwahrscheinlichkeit 1 betragen muss, gilt \(P(Z=0) = 1 - p\). 2. Aufstellen der Gleichung für den Erwartungswert: \(E(Z) = 0 \cdot (1-p) + 5 \cdot p = 3{,}5\). 3. Lösen der Gleichung: \(5 \cdot p = 3{,}5 \Rightarrow p = 0{,}7\). 4. Bestimmung der Verteilung: \(P(Z=5) = 0{,}7\) und \(P(Z=0) = 1 - 0{,}7 = 0{,}3\). 5. Interpretation: Führt man das Experiment sehr oft durch, so wird das arithmetische Mittel aller erzielten Ergebnisse (die Summe aller Ergebnisse geteilt durch die Anzahl der Versuche) nahe beim Wert \(3{,}5\) liegen.

Antwort

a) \(P(Z=0) = 0{,}3\) und \(P(Z=5) = 0{,}7\) b) Bei einer großen Anzahl von Versuchen stabilisiert sich der Durchschnittswert der Ergebnisse um den Wert \(3{,}5\).
42676512
In einer Schublade liegen 5 USB-Sticks. Zwei davon enthalten eine wichtige Präsentation, die anderen drei sind leer. Es wird nacheinander jeweils ein Stick zufällig ausgewählt und am Laptop überprüft. Ein bereits getesteter Stick wird beiseitegelegt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Sticks, die getestet werden müssen, bis man zum ersten Mal einen Stick mit der Präsentation findet. a) Gib die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) in einer Tabelle an. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\).

Denkanstöße

- Welche Werte kann die Anzahl der Versuche annehmen? - Überlege dir, wie viele Fehlversuche maximal hintereinander möglich sind, bevor der nächste Stick sicher ein Treffer sein muss. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für einen Pfad beim Ziehen ohne Zurücklegen? - Wie wird der Erwartungswert aus den Werten und ihren Wahrscheinlichkeiten berechnet?

Lösung

1. Da drei Sticks leer sind, muss spätestens beim vierten Versuch ein Stick mit der Präsentation gefunden werden. Somit gilt \(X \in \{1;2;3;4\}\). 2. \(P(X=1)=\frac{2}{5}=0{,}4\). 3. \(P(X=2)=\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}=0{,}3\). 4. \(P(X=3)=\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{2}{3}=0{,}2\). 5. \(P(X=4)=\frac{3}{5}\cdot\frac{2}{4}\cdot\frac{1}{3}\cdot\frac{2}{2}=0{,}1\). 6. \(E(X)=1\cdot0{,}4+2\cdot0{,}3+3\cdot0{,}2+4\cdot0{,}1=2\).

Antwort

a) <table> <tr><td>\(k\)</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}1\)</td></tr> </table> b) \(E(X)=2\)
42676612
Ein Techniker prüft eine Lieferung von 7 Bauteilen, von denen bekannt ist, dass 3 defekt sind. Er entnimmt die Bauteile nacheinander zufällig ohne Zurücklegen und testet sie, bis er das erste defekte Bauteil findet. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der benötigten Prüfungen an. a) Wie viele Bauteile muss der Techniker im ungünstigsten Fall prüfen? b) Mit welcher Wahrscheinlichkeit findet er bereits bei der ersten oder zweiten Prüfung ein defektes Bauteil? c) Bestimme die durchschnittliche Anzahl der benötigten Prüfungen.

Denkanstöße

- Wann ist man sicher, ein defektes Teil gefunden zu haben, wenn man zuvor nur intakte Teile erwischt hat? - Welche Pfade im Baumdiagramm entsprechen dem Ereignis, spätestens beim zweiten Test Erfolg zu haben? - Wie hängen die Einzelwahrscheinlichkeiten und der Erwartungswert zusammen?

Lösung

1. Bestimmung der Maximalanzahl: Im ungünstigsten Fall werden zuerst alle 4 intakten Bauteile geprüft. Das 5. Bauteil muss dann zwingend defekt sein. Die maximale Anzahl beträgt somit 5. 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für höchstens zwei Prüfungen: \(P(X=1) = \frac{3}{7}\) \(P(X=2) = \frac{4}{7} \cdot \frac{3}{6} = \frac{12}{42} = \frac{2}{7}\) \(P(X \le 2) = \frac{3}{7} + \frac{2}{7} = \frac{5}{7} \approx 0{,}714\) 3. Berechnung des Erwartungswerts: Zunächst weitere Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(X=3) = \frac{4}{7} \cdot \frac{3}{6} \cdot \frac{3}{5} = \frac{6}{35}\); \(P(X=4) = \frac{4}{7} \cdot \frac{3}{6} \cdot \frac{2}{5} \cdot \frac{3}{4} = \frac{3}{35}\); \(P(X=5) = \frac{4}{7} \cdot \frac{3}{6} \cdot \frac{2}{5} \cdot \frac{1}{4} \cdot 1 = \frac{1}{35}\). Mit \(P(X=1) = \frac{15}{35}\) und \(P(X=2) = \frac{10}{35}\) ergibt sich: \(E(X) = 1 \cdot \frac{15}{35} + 2 \cdot \frac{10}{35} + 3 \cdot \frac{6}{35} + 4 \cdot \frac{3}{35} + 5 \cdot \frac{1}{35} = \frac{15+20+18+12+5}{35} = \frac{70}{35} = 2\).

Antwort

a) Maximal 5 Prüfungen. b) \(P(X \le 2) = \frac{5}{7} \approx 0{,}714\) c) Im Durchschnitt sind 2 Prüfungen erforderlich.
42677712
Eine diskrete Zufallsgröße \(X\) kann die Werte \(0; 2; 4\) und \(6\) annehmen. Die Wahrscheinlichkeitsfunktion von \(X\) ist gegeben durch \(P(X = x) = k \cdot (x + 1)\) für eine positive reelle Konstante \(k\). a) Bestimme den Wert der Konstanten \(k\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) der Zufallsgröße.

Denkanstöße

- Was muss für die Summe aller Wahrscheinlichkeiten einer Zufallsgröße immer gelten? - Wie hängen die einzelnen Wahrscheinlichkeiten von der Konstanten ab? - Welche Rechenvorschrift nutzt man, um den Durchschnittswert bei bekannter Verteilung zu ermitteln?

Lösung

1. Aufstellen der Normierungsbedingung: Die Summe aller Wahrscheinlichkeiten muss \(1\) ergeben: \(\sum P(X=x) = k \cdot (0+1) + k \cdot (2+1) + k \cdot (4+1) + k \cdot (6+1) = 1\). 2. Zusammenfassen und Lösen nach \(k\): \(k \cdot (1 + 3 + 5 + 7) = 16 \cdot k = 1\). Daraus folgt \(k = \frac{1}{16} = 0{,}0625\). 3. Bestimmen der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P(X=0) = \frac{1}{16}\), \(P(X=2) = \frac{3}{16}\), \(P(X=4) = \frac{5}{16}\) und \(P(X=6) = \frac{7}{16}\). 4. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = \sum x_i \cdot P(X=x_i) = 0 \cdot \frac{1}{16} + 2 \cdot \frac{3}{16} + 4 \cdot \frac{5}{16} + 6 \cdot \frac{7}{16} = \frac{0 + 6 + 20 + 42}{16} = \frac{68}{16} = 4{,}25\).

Antwort

a) \(k = \frac{1}{16} = 0{,}0625\) b) \(E(X) = 4{,}25\)
42678712
Ein Glücksrad ist in vier Sektoren unterteilt, die mit den Beträgen \(0\,\text{€}\), \(2\,\text{€}\), \(5\,\text{€}\) und \(9\,\text{€}\) beschriftet sind. Diese Beträge werden bei einem entsprechenden Ergebnis ausgezahlt. a) Berechne den notwendigen Einsatz für ein faires Spiel, unter der Bedingung, dass alle vier Sektoren auf dem Glücksrad die gleiche Fläche einnehmen. b) Für eine Variante des Spiels wird der Einsatz auf \(3{,}50\,\text{€}\) festgesetzt. Bestimme eine mögliche Verteilung der Mittelpunktswinkel für die vier Sektoren, sodass das Spiel weiterhin fair bleibt. Erläutere deinen Lösungsweg.

Denkanstöße

- Wann bezeichnet man ein Spiel in der Wahrscheinlichkeitsrechnung als fair? - Wie hängen die Flächenanteile (bzw. Wahrscheinlichkeiten) mit den Mittelpunktswinkeln eines Kreises zusammen? - In Teil b) gibt es mehr Unbekannte als Gleichungen. Du kannst also für einige Sektoren Werte vorgeben und die restlichen berechnen. - Achte darauf, dass die Summe aller Wahrscheinlichkeiten immer 1 ergeben muss.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts für Teil a): Da alle Sektoren gleich groß sind, ist die Wahrscheinlichkeit für jeden Sektor \(p = \frac{1}{4} = 0{,}25\). Der Erwartungswert der Auszahlung berechnet sich zu \(E(X) = 0 \cdot 0{,}25 + 2 \cdot 0{,}25 + 5 \cdot 0{,}25 + 9 \cdot 0{,}25 = 4{,}00\,\text{€}\). Für ein faires Spiel muss der Einsatz dem Erwartungswert entsprechen, also \(4{,}00\,\text{€}\). 2. Ansatz für Teil b): Ein faires Spiel erfordert \(E(X) = 3{,}50\,\text{€}\). Es gilt die Gleichung \(0 \cdot p_1 + 2 \cdot p_2 + 5 \cdot p_3 + 9 \cdot p_4 = 3{,}5\) sowie die Nebenbedingung \(p_1 + p_2 + p_3 + p_4 = 1\). 3. Beispielhafte Lösung durch Wahl von Werten: Setzt man beispielsweise \(p_4 = 0{,}2\) und \(p_3 = 0{,}2\), ergibt sich \(2 \cdot p_2 + 1{,}0 + 1{,}8 = 3{,}5\), woraus \(2 \cdot p_2 = 0{,}7\) und somit \(p_2 = 0{,}35\) folgt. Die restliche Wahrscheinlichkeit für den Nullsektor beträgt \(p_1 = 1 - 0{,}2 - 0{,}2 - 0{,}35 = 0{,}25\). 4. Umrechnung in Mittelpunktswinkel (\(\alpha_i = p_i \cdot 360^\circ\)): \(\alpha_1 = 90^\circ\), \(\alpha_2 = 126^\circ\), \(\alpha_3 = 72^\circ\), \(\alpha_4 = 72^\circ\).

Antwort

a) Der Einsatz muss \(4{,}00\,\text{€}\) betragen. b) Eine mögliche Verteilung der Mittelpunktswinkel ist: \(90^\circ\) für den \(0\,\text{€}\)-Sektor, \(126^\circ\) für den \(2\,\text{€}\)-Sektor, \(72^\circ\) für den \(5\,\text{€}\)-Sektor und \(72^\circ\) für den \(9\,\text{€}\)-Sektor.
42678812
In einer Losbox befinden sich Lose mit den Gewinnwerten \(0\,\text{€}\), \(10\,\text{€}\) und \(50\,\text{€}\). a) Zu Beginn sind die Lose so verteilt, dass ein Los mit \(0\,\text{€}\) mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\), ein Los mit \(10\,\text{€}\) mit \(20\,\%\) und ein Los mit \(50\,\text{€}\) mit \(10\,\%\) gezogen wird. Bestimme den fairen Preis für ein Los. b) Die Box wird neu bestückt, sodass insgesamt genau \(40\) Lose enthalten sind. Der Preis für ein Los soll nun \(10{,}00\,\text{€}\) betragen. Bestimme eine mögliche Anzahl an Losen für jeden der drei Gewinnwerte, damit das Spiel fair ist. Dabei muss von jedem Gewinnwert mindestens ein Los vorhanden sein.

Denkanstöße

- Was bedeutet Fairness für den Zusammenhang zwischen dem Erwartungswert der Gewinne und dem Lospreis? - Wie berechnet man den Erwartungswert, wenn die absolute Anzahl der Lose und die Gesamtzahl bekannt sind? - Stelle für den zweiten Teil ein kleines Gleichungssystem auf. Da es drei Unbekannte aber nur zwei Bedingungen gibt, kannst du eine Variable geschickt wählen. - Vergiss nicht, dass die Anzahl der Lose eine natürliche Zahl sein muss.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts für Teil a): \(E(X) = 0 \cdot 0{,}7 + 10 \cdot 0{,}2 + 50 \cdot 0{,}1 = 0 + 2 + 5 = 7{,}00\,\text{€}\). Der faire Preis entspricht dem Erwartungswert der Auszahlung, also \(7{,}00\,\text{€}\). 2. Aufstellen der Gleichungen für Teil b): Sei \(n_0, n_{10}, n_{50}\) die Anzahl der jeweiligen Lose. Es gilt \(n_0 + n_{10} + n_{50} = 40\) und für die Fairness \(\frac{0 \cdot n_0 + 10 \cdot n_{10} + 50 \cdot n_{50}}{40} = 10\). 3. Vereinfachung der Fairness-Gleichung: \(10 \cdot n_{10} + 50 \cdot n_{50} = 400 \Rightarrow n_{10} + 5 \cdot n_{50} = 40\). 4. Bestimmung einer ganzzahligen Lösung: Wählt man beispielsweise \(n_{50} = 4\), so folgt \(n_{10} + 20 = 40\), also \(n_{10} = 20\). 5. Berechnung der Anzahl der Nieten: \(n_0 = 40 - 20 - 4 = 16\). Alle Bedingungen (mindestens ein Los pro Wert, Summe 40) sind erfüllt.

Antwort

a) Der faire Preis beträgt \(7{,}00\,\text{€}\). b) Eine mögliche Verteilung ist: \(16\) Lose mit \(0\,\text{€}\), \(20\) Lose mit \(10\,\text{€}\) und \(4\) Lose mit \(50\,\text{€}\).
42679212
Ein Spiel besteht aus dem dreimaligen Werfen einer fairen Münze. Der Einsatz für eine Teilnahme beträgt \(3{,}00\,\text{€}\). Erzielt ein Spieler das Ergebnis „dreimal Kopf“, erhält er eine Auszahlung von \(x\,\text{€}\). Bei dem Ergebnis „genau zweimal Kopf“ erhält er eine Auszahlung von \(4{,}00\,\text{€}\). In allen anderen Fällen erhält er keine Auszahlung. Bestimme den Wert von \(x\), für den das Spiel fair ist.

Denkanstöße

- Wie viele verschiedene Ergebnisse gibt es insgesamt beim dreimaligen Werfen einer Münze? - Überlege dir, wie oft die Bedingungen „dreimal Kopf“ oder „zweimal Kopf“ in der Ergebnismenge vorkommen. - Stelle eine Gleichung auf, in der die Summe der gewichteten Auszahlungen dem Einsatz entspricht. - Was muss passieren, damit der durchschnittliche Reingewinn genau null ist?

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die relevanten Ereignisse beim dreimaligen Münzwurf: \(P(\text{3-mal Kopf}) = (\frac{1}{2})^3 = \frac{1}{8}\); \(P(\text{genau 2-mal Kopf}) = \binom{3}{2} \cdot (\frac{1}{2})^3 = \frac{3}{8}\). 2. Aufstellen der Gleichung für den Erwartungswert der Auszahlung \(E(A)\): \(E(A) = x \cdot \frac{1}{8} + 4 \cdot \frac{3}{8} + 0 \cdot \frac{4}{8} = \frac{x + 12}{8}\). 3. Bedingung für ein faires Spiel: Der Erwartungswert der Auszahlung muss gleich dem Einsatz sein, also \(E(A) = 3\). 4. Lösen der Gleichung nach \(x\): \(\frac{x + 12}{8} = 3 \implies x + 12 = 24 \implies x = 12\). 5. Für einen Auszahlungsbetrag von \(12{,}00\,\text{€}\) bei „dreimal Kopf“ ist das Spiel fair.

Antwort

Es gilt \(x = 12\); die Auszahlung bei „dreimal Kopf“ beträgt also \(12{,}00\,\text{€}\).
42681912
Ein Hersteller von Sensoren kalkuliert seine Preise. Die Herstellungskosten eines Sensors betragen \(15\,\text{€}\). Erfahrungsgemäß sind \(94\,\%\) der Sensoren einwandfrei. Erweist sich ein Sensor beim Kunden als defekt, stellt die Firma kostenlos ein Ersatzexemplar zur Verfügung. Die Produktion und zusätzliche Qualitätsprüfung dieses Ersatzsensors kostet die Firma \(18\,\text{€}\). Welchen Verkaufspreis muss das Unternehmen festlegen, um einen erwarteten Gewinn von \(4\,\text{€}\) pro verkauftem Sensor zu erzielen?

Denkanstöße

- Welche Kosten entstehen der Firma, wenn das erste Teil direkt funktioniert? - Wie hoch sind die Gesamtkosten, wenn ein Ersatzteil geliefert werden muss? - Wie berechnet man den Durchschnittswert (Erwartungswert) der Kosten unter Berücksichtigung der Defektwahrscheinlichkeit? - Wie hängen Verkaufspreis, erwartete Kosten und der gewünschte Gewinn zusammen?

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die Fälle „Sensor einwandfrei“ (\(P = 0{,}94\)) und „Sensor defekt“ (\(P = 0{,}06\)). 2. Ermittlung der Kosten pro Verkauf: Im fehlerfreien Fall entstehen Kosten von \(15\,\text{€}\). Im Fehlerfall entstehen Gesamtkosten von \(15\,\text{€} + 18\,\text{€} = 33\,\text{€}\). 3. Berechnung des Erwartungswerts der Kosten: \(E(K) = 0{,}94 \cdot 15\,\text{€} + 0{,}06 \cdot 33\,\text{€} = 14{,}10\,\text{€} + 1{,}98\,\text{€} = 16{,}08\,\text{€}\). 4. Aufstellen der Gewinngleichung für den Verkaufspreis \(x\): \(x - 16{,}08\,\text{€} = 4\,\text{€}\). 5. Berechnung des Preises: \(x = 20{,}08\,\text{€}\).

Antwort

Der Verkaufspreis muss \(20{,}08\,\text{€}\) betragen.
42686512
Ein Elektronikfachmarkt bietet seinen Kunden ein Gewinnspiel an. Zunächst zieht man eine Kugel aus einem Behälter, der 25 Kugeln enthält, wovon 5 markiert sind. Nur wer eine markierte Kugel zieht, darf anschließend ein Glücksrad mit drei Sektoren (Gold, Silber, Bronze) drehen. Wird der Sektor Gold erzielt, erhält man einen Gutschein im Wert von \(100\,\text{€}\), bei Silber einen Gutschein im Wert von \(40\,\text{€}\) und bei Bronze einen Gutschein im Wert von \(10\,\text{€}\). Die Wahrscheinlichkeit für den Sektor Bronze beträgt \(50\,\%\). Der Betreiber des Gewinnspiels hat die Sektoren Gold und Silber so gestaltet, dass der durchschnittliche Gewinnwert pro Spielteilnahme insgesamt \(7\,\text{€}\) beträgt. Ermittle die Wahrscheinlichkeiten für die Sektoren Gold und Silber auf dem Glücksrad.

Denkanstöße

- Kannst du das Problem als zweistufiges Zufallsexperiment betrachten? - Welche Wahrscheinlichkeit besteht überhaupt, das Glücksrad drehen zu dürfen? - Wie hängen der Erwartungswert des Gewinns und die einzelnen Sektoren zusammen? - Denke daran, dass die Summe aller Wahrscheinlichkeiten am Glücksrad immer 1 ergeben muss.

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit, das Glücksrad drehen zu dürfen: \(P(\text{Glücksrad}) = \frac{5}{25} = 0{,}2\). 2. Aufstellen der Gleichung für die Summe der Wahrscheinlichkeiten am Glücksrad: \(p_G + p_S + 0{,}5 = 1 \implies p_S = 0{,}5 - p_G\). 3. Aufstellen der Gleichung für den Erwartungswert: \(E(X) = 0{,}2 \cdot (100 \cdot p_G + 40 \cdot p_S + 10 \cdot 0{,}5) = 7\). 4. Umformen der Erwartungswertgleichung: \(100 \cdot p_G + 40 \cdot p_S + 5 = \frac{7}{0{,}2} = 35 \implies 100 \cdot p_G + 40 \cdot p_S = 30\). 5. Einsetzen von \(p_S\): \(100 \cdot p_G + 40 \cdot (0{,}5 - p_G) = 30 \implies 100 \cdot p_G + 20 - 40 \cdot p_G = 30 \implies 60 \cdot p_G = 10\). 6. Berechnung der Ergebnisse: \(p_G = \frac{1}{6} \approx 0{,}167\) und \(p_S = 0{,}5 - \frac{1}{6} = \frac{2}{6} = \frac{1}{3} \approx 0{,}333\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit für den Sektor Gold beträgt \(\frac{1}{6}\) (ca. \(16{,}7\,\%\)) und für den Sektor Silber \(\frac{1}{3}\) (ca. \(33{,}3\,\%\)).
43082412
Ein Glücksrad besitzt verschiedene Sektoren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Rad bei Sektor „Hauptgewinn“ stehen bleibt, beträgt \(p = 0{,}05\). a) Wie oft ist der „Hauptgewinn“ bei \(800\) Drehungen theoretisch zu erwarten? b) Bei einer Veranstaltung wurde der „Hauptgewinn“ insgesamt \(35\)-mal erzielt. Angenommen, diese Anzahl entspricht exakt dem Erwartungswert: Wie oft wurde das Rad insgesamt gedreht? c) In einer Versuchsreihe wurde das Rad \(2000\)-mal gedreht und der „Hauptgewinn“ trat \(112\)-mal ein. Bestimme die relative Häufigkeit dieses Ergebnisses und vergleiche sie mit der theoretischen Wahrscheinlichkeit.

Denkanstöße

- In Aufgabenteil a) suchst du den klassischen Erwartungswert einer binomialverteilten Größe. - In Aufgabenteil b) musst du die Formel für den Erwartungswert nach der Anzahl der Versuche umstellen. - Erinnere dich für Teil c) daran, wie die relative Häufigkeit aus der Anzahl der Treffer und der Gesamtzahl der Versuche gebildet wird. - Was sagt das Gesetz der großen Zahlen über das Verhältnis von relativer Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit aus?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts für \(n = 800\): \(E = 800 \cdot 0{,}05 = 40\). Der Hauptgewinn ist theoretisch \(40\)-mal zu erwarten. 2. Bestimmung der Gesamtzahl \(n\) bei gegebenem Erwartungswert \(E = 35\): Aus \(35 = n \cdot 0{,}05\) folgt \(n = \frac{35}{0{,}05} = 700\). Das Rad wurde \(700\)-mal gedreht. 3. Berechnung der relativen Häufigkeit \(h\): \(h = \frac{112}{2000} = 0{,}056\). Vergleich mit der Wahrscheinlichkeit \(p = 0{,}05\): Die relative Häufigkeit liegt um \(0{,}006\) (bzw. \(0{,}6\,\text{Prozentpunkte}\)) über der theoretischen Wahrscheinlichkeit.

Antwort

a) \(40\)-mal b) \(700\)-mal c) Relative Häufigkeit: \(0{,}056\) (oder \(5{,}6\,\%\)). Sie weicht um \(0{,}006\) (oder \(0{,}6\,\text{Prozentpunkte}\)) nach oben von der theoretischen Wahrscheinlichkeit (\(0{,}05\)) ab.
43098012
In einem Behälter befinden sich \(n\) Lose, die mit den Zahlen \(1, 2, 3, \dots, n\) durchnummeriert sind. Es ist bekannt, dass die Summe aller Zahlen auf diesen Losen genau \(1275\) ergibt. Bestimme den Erwartungswert für die Zahl auf einem zufällig gezogenen Los.

Denkanstöße

- Wie hängt die Summe der Zahlen \(1\) bis \(n\) mit der Anzahl \(n\) zusammen? - Kannst du zuerst die Anzahl der Lose im Behälter bestimmen? - Wenn du die Gesamtsumme und die Anzahl der Lose kennst, wie berechnest du dann den Durchschnittswert?

Lösung

1. Aufstellen der Formel für die Summe der ersten \(n\) natürlichen Zahlen: \(S = \frac{n \cdot (n + 1)}{2}\). 2. Gleichsetzen mit dem gegebenen Wert zur Bestimmung von \(n\): \(\frac{n \cdot (n + 1)}{2} = 1275 \implies n^2 + n - 2550 = 0\). 3. Lösen der quadratischen Gleichung: Die positive Lösung ist \(n = 50\). 4. Berechnung des Erwartungswerts für eine Gleichverteilung auf \(\{1, \dots, n\}\): \(E = \frac{n + 1}{2}\) oder \(E = \frac{\text{Gesamtsumme}}{n}\). 5. Einsetzen der Werte: \(E = \frac{50 + 1}{2} = 25{,}5\) oder \(E = \frac{1275}{50} = 25{,}5\).

Antwort

Der Erwartungswert beträgt \(25{,}5\).
43098112
An einem Glücksrad mit \(20\) gleich großen Feldern wird auf einem Schulfest ein Gewinnspiel angeboten. Der Einsatz für ein Spiel beträgt \(2{,}50\,\text{€}\). Die Gewinnverteilung sieht wie folgt aus: - Bei \(2\) Feldern erhält man eine Auszahlung von \(12{,}00\,\text{€}\). - Bei \(5\) Feldern erhält man eine Auszahlung von \(4{,}00\,\text{€}\). - Bei den restlichen Feldern erfolgt keine Auszahlung. Berechne den Erwartungswert für den Gewinn \(X\) eines Spielers. Entscheide, ob das Spiel fair ist, und bestimme gegebenenfalls, wie hoch der Einsatz sein müsste, damit das Spiel fair wäre.

Denkanstöße

- Was bedeutet der Begriff „Gewinn“ im Unterschied zur „Auszahlung“? - Wie berechnet man den gewichteten Durchschnitt aller möglichen Ergebnisse? - Wann genau bezeichnet man ein mathematisches Spiel als „fair“? - Überlege, welche Wahrscheinlichkeiten den einzelnen Ereignissen am Glücksrad zugeordnet werden müssen.

Lösung

1. Sei \(A\) die Auszahlung. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Auszahlungen: \(P(A = 12) = \frac{2}{20} = 0{,}1\); \(P(A = 4) = \frac{5}{20} = 0{,}25\); \(P(A = 0) = \frac{13}{20} = 0{,}65\). 2. Berechnung des Erwartungswerts der Auszahlung: \(E(\text{Auszahlung}) = 12 \cdot 0{,}1 + 4 \cdot 0{,}25 + 0 \cdot 0{,}65 = 1{,}2 + 1 + 0 = 2{,}20\,\text{€}\). 3. Berechnung des Erwartungswerts für den Gewinn \(X\) (Auszahlung minus Einsatz): \(E(X) = 2{,}20\,\text{€} - 2{,}50\,\text{€} = -0{,}30\,\text{€}\). 4. Da der Erwartungswert \(E(X) \neq 0\) ist, ist das Spiel nicht fair. 5. Ein Spiel gilt als fair, wenn der Erwartungswert des Gewinns null ist. Dies ist der Fall, wenn der Einsatz dem Erwartungswert der Auszahlung entspricht. Der faire Einsatz beträgt somit \(2{,}20\,\text{€}\).

Antwort

Der Erwartungswert für den Gewinn beträgt \(E(X) = -0{,}30\,\text{€}\). Das Spiel ist nicht fair, da der Erwartungswert nicht null ist. Damit das Spiel fair wäre, müsste der Einsatz \(2{,}20\,\text{€}\) betragen.
43098212
In einer Urne befinden sich \(25\) Lose. Darunter gibt es ein Gold-Los mit einer Auszahlung von \(20{,}00\,\text{€}\) und vier Silber-Lose mit einer Auszahlung von jeweils \(5{,}00\,\text{€}\). Die restlichen Lose sind Nieten ohne Auszahlung. Der Einsatz pro Ziehung beträgt \(3{,}00\,\text{€}\). Nach jeder Ziehung wird die ursprüngliche Losverteilung wiederhergestellt. Berechne den erwarteten Gewinn oder Verlust für einen Spieler pro Spiel. Welchen Gesamtgewinn kann der Betreiber des Spiels erwarten, wenn an einem Abend insgesamt \(200\) Spiele durchgeführt werden?

Denkanstöße

- Stelle zuerst die Wahrscheinlichkeitsverteilung für eine einzelne Ziehung auf. - Berechne, wie viel Geld im Durchschnitt pro Spiel an die Spieler zurückfließt. - Wie hängen der erwartete Verlust des Spielers und der erwartete Gewinn des Betreibers zusammen? - Nutze die Linearität des Erwartungswerts, um das Ergebnis auf eine größere Anzahl an Spielen hochzurechnen.

Lösung

1. Aufstellen der Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Auszahlung: \(P(20) = \frac{1}{25} = 0{,}04\); \(P(5) = \frac{4}{25} = 0{,}16\); \(P(0) = \frac{20}{25} = 0{,}80\). 2. Berechnung des Erwartungswerts der Auszahlung pro Spiel: \(E(\text{Auszahlung}) = 20 \cdot 0{,}04 + 5 \cdot 0{,}16 + 0 \cdot 0{,}80 = 0{,}8 + 0{,}8 = 1{,}60\,\text{€}\). 3. Berechnung des Erwartungswerts für den Gewinn \(X\) des Spielers: \(E(X) = 1{,}60\,\text{€} - 3{,}00\,\text{€} = -1{,}40\,\text{€}\). Ein Spieler verliert also im Schnitt \(1{,}40\,\text{€}\) pro Spiel. 4. Der erwartete Gewinn des Betreibers pro Spiel entspricht dem negativen Erwartungswert des Spielers: \(E(\text{Betreiber}) = 1{,}40\,\text{€}\). 5. Berechnung des Gesamterwartungswerts für \(200\) Spiele: \(200 \cdot 1{,}40\,\text{€} = 280{,}00\,\text{€}\).

Antwort

Ein Spieler hat einen erwarteten Verlust von \(1{,}40\,\text{€}\) pro Spiel (\(E(X) = -1{,}40\,\text{€}\)). Bei \(200\) Spielen kann der Betreiber einen Gesamtgewinn von \(280{,}00\,\text{€}\) erwarten.
43098412
Ein Unterhaltungsautomat zahlt Gewinne gemäß der folgenden Tabelle aus: <table> <tr> <th>Gewinn</th> <td>\(0{,}10\,\text{€}\)</td> <td>\(0{,}50\,\text{€}\)</td> <td>\(2{,}00\,\text{€}\)</td> <td>\(5{,}00\,\text{€}\)</td> <td>\(H\,\text{€}\)</td> </tr> <tr> <th>Wahrscheinlichkeit</th> <td>\(\frac{1}{5}\)</td> <td>\(\frac{1}{20}\)</td> <td>\(\frac{1}{50}\)</td> <td>\(\frac{1}{100}\)</td> <td>\(\frac{1}{500}\)</td> </tr> </table> In allen anderen Fällen erfolgt keine Auszahlung. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Spiel kein Betrag ausgezahlt wird. b) Der Einsatz für ein Spiel beträgt \(0{,}50\,\text{€}\). Berechne den Wert des Hauptgewinns \(H\), für den der Erwartungswert der Auszahlung genau \(60\,\%\) des Einsatzes beträgt.

Denkanstöße

- Was müssen alle Wahrscheinlichkeiten eines Zufallsexperiments zusammen ergeben? - Wie groß ist der Anteil der Spiele, bei denen überhaupt etwas gewonnen wird? - Welcher Betrag soll im Durchschnitt pro Spiel ausgezahlt werden? - Kannst du den Erwartungswert als Gleichung formulieren, in der \(H\) die Unbekannte ist?

Lösung

1. Berechnung der Summe der Wahrscheinlichkeiten für alle Gewinne größer als Null: \(P(X > 0) = \frac{1}{5} + \frac{1}{20} + \frac{1}{50} + \frac{1}{100} + \frac{1}{500} = \frac{100}{500} + \frac{25}{500} + \frac{10}{500} + \frac{5}{500} + \frac{1}{500} = \frac{141}{500} = 0{,}282\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für keine Auszahlung ist das Gegenereignis: \(P(X = 0) = 1 - 0{,}282 = 0{,}718\). 3. Zielwert für den Erwartungswert festlegen: \(E(X) = 0{,}60 \cdot 0{,}50\,\text{€} = 0{,}30\,\text{€}\). 4. Aufstellen der Gleichung für den Erwartungswert: \(0{,}10 \cdot \frac{1}{5} + 0{,}50 \cdot \frac{1}{20} + 2{,}00 \cdot \frac{1}{50} + 5{,}00 \cdot \frac{1}{100} + H \cdot \frac{1}{500} = 0{,}30\). 5. Berechnung der Teilsumme der bekannten Terme: \(0{,}02 + 0{,}025 + 0{,}04 + 0{,}05 = 0{,}135\). 6. Auflösen nach \(H\): \(0{,}135 + \frac{H}{500} = 0{,}30 \implies \frac{H}{500} = 0{,}165 \implies H = 82{,}50\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}718\) (oder \(71{,}8\,\%\)). b) Es gilt \(H = 82{,}50\); der Hauptgewinn beträgt also \(82{,}50\,\text{€}\).
43098512
Ein Online-Händler verschickt an einen Neukunden höchstens fünf Werbe-E-Mails, jeweils eine pro Tag, und stoppt nach der ersten geöffneten E-Mail. Für jede E-Mail beträgt die Öffnungswahrscheinlichkeit konstant \(12\,\%\); die Öffnungsentscheidungen werden als unabhängig modelliert. Bestimme die erwartete Anzahl der E-Mails, die ein Neukunde erhält.

Denkanstöße

- Welche Werte kann die Anzahl der E-Mails annehmen? - Wann genau wird eine fünfte E-Mail verschickt? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis erst beim \(k\)-ten Versuch eintritt? - Überlege, wie sich die Wahrscheinlichkeit für den Maximalwert von den anderen unterscheidet.

Lösung

1. Definition der Zufallsgröße \(X\) als Anzahl der gesendeten E-Mails mit den möglichen Werten \(\{1, 2, 3, 4, 5\}\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten unter Verwendung der Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - 0{,}12 = 0{,}88\): \(P(X=1) = 0{,}12\) \(P(X=2) = 0{,}88 \cdot 0{,}12 = 0{,}1056\) \(P(X=3) = 0{,}88^2 \cdot 0{,}12 = 0{,}092928\) \(P(X=4) = 0{,}88^3 \cdot 0{,}12 = 0{,}08177664\) \(P(X=5) = 0{,}88^4 = 0{,}59969536\) (Eintritt, wenn die ersten 4 E-Mails nicht geöffnet wurden). 3. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = 1 \cdot 0{,}12 + 2 \cdot 0{,}1056 + 3 \cdot 0{,}092928 + 4 \cdot 0{,}08177664 + 5 \cdot 0{,}59969536 = 3{,}93556736\).

Antwort

Ein Neukunde erhält im Durchschnitt etwa \(3{,}94\) E-Mails (exakt \(3{,}93556736\)).
43098612
Bei einem Jahrmarktstand kann man an einem Glücksrad drehen. Die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Drehung beträgt \(25\,\%\), und die Drehungen werden als voneinander unabhängig modelliert. Ein Spieler möchte so lange drehen, bis er einmal gewonnen hat, führt aber höchstens \(4\) Drehungen durch. Jede Drehung kostet \(1{,}50\,\text{€}\). Mit welchen durchschnittlichen Kosten pro Spielserie muss der Spieler rechnen?

Denkanstöße

- Notiere alle möglichen Werte für die Zahl der tatsächlich durchgeführten Drehungen. - Wann genau werden zwei, drei oder vier Drehungen benötigt? - Die vierte Drehung findet statt, sobald die ersten drei Drehungen erfolglos waren. - Die Gesamtkosten sind proportional zur Anzahl der Drehungen.

Lösung

1. Die Zufallsgröße \(X\) ist die Anzahl der tatsächlich durchgeführten Drehungen und kann die Werte \(1,2,3,4\) annehmen. 2. Mit \(p=0{,}25\) und \(q=0{,}75\) gilt \(P(X=1)=0{,}25\), \(P(X=2)=0{,}75\cdot0{,}25=0{,}1875\), \(P(X=3)=0{,}75^2\cdot0{,}25=0{,}140625\) und \(P(X=4)=0{,}75^3=0{,}421875\). 3. \(E(X)=1\cdot0{,}25+2\cdot0{,}1875+3\cdot0{,}140625+4\cdot0{,}421875=2{,}734375\). 4. Die erwarteten Kosten sind \(1{,}50\,\text{€}\cdot2{,}734375=4{,}1015625\,\text{€}\approx4{,}10\,\text{€}\).

Antwort

Die durchschnittlichen Kosten betragen \(4{,}1015625\,\text{€}\approx4{,}10\,\text{€}\).
43107612
Ein IT-Dienstleister betreut \(50\) baugleiche Server. Innerhalb eines Jahres traten insgesamt \(120\) Software-Fehler auf. Es wird angenommen, dass jeder Fehler unabhängig von den anderen mit gleicher Wahrscheinlichkeit einem der \(50\) Server zugeordnet werden kann. a) Berechne für einen fest betrachteten Server die Wahrscheinlichkeiten für \(0\), \(1\), \(2\) und mehr als \(2\) Fehler. Gib die Ergebnisse als Prozentsätze mit zwei Nachkommastellen an. b) Bestimme die erwartete Anzahl an Servern, die im Laufe des Jahres von mindestens einem Fehler betroffen sind. Runde auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Identifiziere die Trefferwahrscheinlichkeit dafür, dass ein einzelner Fehler auf den betrachteten Server fällt. - Welche Verteilung beschreibt die Fehlerzahl auf diesem Server bei \(120\) unabhängigen Zuordnungen? - Für „mehr als zwei“ ist ein Gegenereignis hilfreich. - Für Teil b kannst du für jeden Server eine Indikatorvariable „mindestens ein Fehler“ betrachten.

Lösung

1. Für die Fehlerzahl \(X\) auf einem festen Server gilt \(X\sim B(120;0{,}02)\). 2. \(P(X=0)=0{,}98^{120}\approx0{,}0885\), also \(8{,}85\,\%\). 3. \(P(X=1)=120\cdot0{,}02\cdot0{,}98^{119}\approx0{,}2168\), also \(21{,}68\,\%\). 4. \(P(X=2)=\binom{120}{2}0{,}02^2 0{,}98^{118}\approx0{,}2633\), also \(26{,}33\,\%\). 5. Mit ungerundeten Werten ist \(P(X>2)=1-P(X\le2)\approx0{,}4313\), also \(43{,}13\,\%\). 6. Für einen Server ist die Wahrscheinlichkeit, mindestens einen Fehler zu erhalten, \(1-0{,}98^{120}\). Mit Indikatorvariablen und Linearität des Erwartungswerts ergibt sich für die Zahl \(Y\) der betroffenen Server \(E(Y)=50(1-0{,}98^{120})\approx45{,}57\).

Antwort

a) \(P(X=0)\approx8{,}85\,\%\), \(P(X=1)\approx21{,}68\,\%\), \(P(X=2)\approx26{,}33\,\%\), \(P(X>2)\approx43{,}13\,\%\) b) \(E(Y)\approx45{,}57\) Server
43107712
Ein Unternehmen fertigt eine Charge von \(1000\) Mikrochips. Im Modell treten insgesamt \(50\) Oberflächendefekte auf. Jeder Defekt wird unabhängig von den anderen und mit gleicher Wahrscheinlichkeit einem der \(1000\) Chips zugeordnet. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ein fest betrachteter Chip völlig frei von Oberflächendefekten ist. Runde auf vier Dezimalstellen. b) Wie viele der \(1000\) Chips weisen im Erwartungswert genau zwei Oberflächendefekte auf? Runde auf zwei Dezimalstellen. c) Beschreibe, was für einen einzelnen Chip als „Erfolg“ und was als Länge der Bernoulli-Kette interpretiert wird.

Denkanstöße

- Betrachte einen festen Chip und jeden Defekt als einen Versuch. - Wie groß ist die Trefferwahrscheinlichkeit eines Defekts für genau diesen Chip? - Für Teil b wird die Punktwahrscheinlichkeit auf \(1000\) gleichartige Chips übertragen.

Lösung

1. Für einen festen Chip ist jeder der \(50\) Defekte ein unabhängiger Versuch mit Trefferwahrscheinlichkeit \(p=\frac{1}{1000}=0{,}001\). Daher gilt \(X\sim B(50;0{,}001)\). 2. \(P(X=0)=0{,}999^{50}\approx0{,}9512\). 3. \(P(X=2)=\binom{50}{2}0{,}001^2 0{,}999^{48}\approx0{,}0011676\). 4. Für \(1000\) Chips ist die erwartete Anzahl mit genau zwei Defekten \(1000\cdot P(X=2)\approx1{,}17\). 5. Ein „Erfolg“ bedeutet, dass ein bestimmter Defekt auf den betrachteten Chip fällt; die Kettenlänge ist \(n=50\).

Antwort

a) \(P(X=0)\approx0{,}9512\) b) \(\approx1{,}17\) Chips c) Erfolg: Ein Defekt trifft den betrachteten Chip; Kettenlänge: \(n=50\).
43109512
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird \(6\)-mal unabhängig geworfen. 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine vorher festgelegte Augenzahl kein einziges Mal auftritt. Gib das Ergebnis als Prozentsatz mit zwei Nachkommastellen an. 2. Bestimme entsprechend die Wahrscheinlichkeit, dass diese Augenzahl genau einmal auftritt. 3. Wie viele der sechs Augenzahlen treten bei einer solchen Serie im Durchschnitt gar nicht auf? Runde auf zwei Nachkommastellen und prüfe, ob dieser Erwartungswert größer als ein Drittel der sechs möglichen Augenzahlen ist.

Denkanstöße

- Welche Trefferwahrscheinlichkeit hat eine vorher festgelegte Augenzahl bei einem fairen Würfel? - Wie lauten die Punktwahrscheinlichkeiten für null bzw. genau einen Treffer? - Für Teil 3 kannst du jede Augenzahl einzeln betrachten und die erwarteten Beiträge addieren.

Lösung

1. Für eine festgelegte Augenzahl gilt pro Wurf \(p=\frac16\). Daher ist \(P(X=0)=(\frac56)^6\approx0{,}3349\), also \(33{,}49\,\%\). 2. \(P(X=1)=\binom61\frac16(\frac56)^5=(\frac56)^5\approx0{,}4019\), also \(40{,}19\,\%\). 3. Für jede der sechs Augenzahlen ist die Nichtauftretenswahrscheinlichkeit \((\frac56)^6\). Mit Linearität des Erwartungswerts ergibt sich \(6(\frac56)^6\approx2{,}01\). 4. Ein Drittel von \(6\) ist \(2\). Damit ist der Erwartungswert geringfügig größer als ein Drittel der möglichen Augenzahlen.

Antwort

1. \(\approx33{,}49\,\%\) 2. \(\approx40{,}19\,\%\) 3. \(\approx2{,}01\) Augenzahlen; das ist mehr als ein Drittel von \(6\).
43109712
In einem Unternehmen arbeiten \(500\) Personen. Wir modellieren ihre Geburtstage unabhängig voneinander und gleichmäßig über die \(365\) Tage eines Jahres verteilt. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass an einem fest gewählten Tag keine der \(500\) Personen Geburtstag hat. Gib das Ergebnis als Prozentsatz mit zwei Nachkommastellen an. b) Berechne die erwartete Anzahl an Tagen im Jahr, an denen niemand Geburtstag hat. Runde auf eine Nachkommastelle. c) Wie viele Tage im Jahr gibt es im Durchschnitt, an denen mehr als eine Person Geburtstag hat? Runde auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Betrachte zunächst nur einen einzigen Tag und die Anzahl der Personen mit Geburtstag an diesem Tag. - Wie wird aus einer Wahrscheinlichkeit für einen festen Tag eine erwartete Anzahl von Tagen im Jahr? - „Mehr als eine Person“ ist das Gegenereignis zu „keine oder genau eine Person“.

Lösung

1. Für einen festen Tag ist die Anzahl \(X\) der Personen mit Geburtstag binomialverteilt mit \(n=500\) und \(p=\frac{1}{365}\). 2. \(P(X=0)=(\frac{364}{365})^{500}\approx0{,}253664\), also \(25{,}37\,\%\). 3. Die erwartete Anzahl leerer Tage ist \(365P(X=0)\approx92{,}6\). 4. Für genau eine Person gilt \(P(X=1)=\binom{500}{1}\frac{1}{365}(\frac{364}{365})^{499}\approx0{,}348440\). 5. Damit ist \(P(X>1)=1-P(X=0)-P(X=1)\), und die erwartete Anzahl solcher Tage ist \(365P(X>1)\approx145{,}2\).

Antwort

a) \(\approx25{,}37\,\%\) b) \(\approx92{,}6\) Tage c) \(\approx145{,}2\) Tage
43114712
Ein Hersteller von spezialisierten Akkumulatoren führt Belastungstests durch, um die Lebensdauer seiner Produkte zu bestimmen. Aus langjährigen Testreihen ist bekannt, dass alle Akkumulatoren spätestens nach \(30\,\text{Stunden}\) Dauerbetrieb ausfallen. Der Anteil der noch funktionstüchtigen Geräte zu verschiedenen Zeitpunkten \(t\) ist in der folgenden Tabelle angegeben: <table> <tr> <td>Zeit \(t\) (in Stunden)</td> <td>0</td> <td>5</td> <td>10</td> <td>15</td> <td>20</td> <td>25</td> <td>30</td> </tr> <tr> <td>Anteil funktionsfähig</td> <td>\(100\,\%\)</td> <td>\(95\,\%\)</td> <td>\(85\,\%\)</td> <td>\(60\,\%\)</td> <td>\(30\,\%\)</td> <td>\(5\,\%\)</td> <td>\(0\,\%\)</td> </tr> </table> Berechne einen Schätzwert für die mittlere Lebensdauer (Erwartungswert) eines Akkumulators unter der Annahme, dass die Ausfälle innerhalb der Zeitintervalle jeweils gleichmäßig verteilt sind (nutze die Intervallmitten).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viel Prozent der Akkus in den jeweiligen Zeitabschnitten (z. B. zwischen der 5. und 10. Stunde) kaputtgehen. - Wenn du weißt, wie groß die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall ist, welchen Zeitwert könntest du als Durchschnitt für dieses Intervall annehmen? - Wie berechnet man allgemein den Durchschnittswert (Erwartungswert), wenn man verschiedene Ergebnisse und deren Wahrscheinlichkeiten hat?

Lösung

1. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für das Ausfallen innerhalb der Zeitintervalle durch Differenzbildung der Anteile: - \(P(0 < X \le 5) = 1{,}00 - 0{,}95 = 0{,}05\) - \(P(5 < X \le 10) = 0{,}95 - 0{,}85 = 0{,}10\) - \(P(10 < X \le 15) = 0{,}85 - 0{,}60 = 0{,}25\) - \(P(15 < X \le 20) = 0{,}60 - 0{,}30 = 0{,}30\) - \(P(20 < X \le 25) = 0{,}30 - 0{,}05 = 0{,}25\) - \(P(25 < X \le 30) = 0{,}05 - 0{,}00 = 0{,}05\) 2. Festlegung der Intervallmitten als Repräsentanten: \(2{,}5; 7{,}5; 12{,}5; 17{,}5; 22{,}5; 27{,}5\). 3. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = 0{,}05 \cdot 2{,}5 + 0{,}10 \cdot 7{,}5 + 0{,}25 \cdot 12{,}5 + 0{,}30 \cdot 17{,}5 + 0{,}25 \cdot 22{,}5 + 0{,}05 \cdot 27{,}5\) \(E(X) = 0{,}125 + 0{,}75 + 3{,}125 + 5{,}25 + 5{,}625 + 1{,}375 = 16{,}25\).

Antwort

Der Schätzwert für die mittlere Lebensdauer beträgt \(16{,}25\,\text{Stunden}\).
43116612
Eine diskrete Zufallsgröße \(X\) kann die Werte \(1\), \(2\) und \(3\) annehmen. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist teilweise durch einen Parameter \(a\) gegeben: \(P(X=1) = a\) \(P(X=2) = 0{,}4\) \(P(X=3) = 0{,}6 - a\) Dabei gilt \(0 \le a \le 0{,}6\). a) Bestimme den Wert von \(a\), für den der Erwartungswert \(E(X) = 2{,}3\) beträgt. b) Begründe ohne weitere Rechnung, ob der Erwartungswert steigt oder sinkt, wenn der Wert von \(a\) größer wird.

Denkanstöße

- Wie hängen die Werte der Zufallsgröße und ihre jeweiligen Wahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert zusammen? - Stelle eine Formel für den Erwartungswert auf, in der \(a\) vorkommt. - Überlege dir, welche Wahrscheinlichkeit abnimmt, wenn \(a\) (die Wahrscheinlichkeit für den Wert 1) zunimmt. - Welchen Einfluss haben höhere oder niedrigere Werte auf den „Schwerpunkt“ der Verteilung?

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für den Erwartungswert: \(E(X) = 1 \cdot a + 2 \cdot 0{,}4 + 3 \cdot (0{,}6 - a)\). 2. Vereinfachen des Terms: \(E(X) = a + 0{,}8 + 1{,}8 - 3 \cdot a = 2{,}6 - 2 \cdot a\). 3. Lösen der Gleichung für \(E(X) = 2{,}3\): \(2{,}6 - 2 \cdot a = 2{,}3 \implies 0{,}3 = 2 \cdot a \implies a = 0{,}15\). 4. Begründung für die Änderung: Wenn \(a\) größer wird, nimmt die Wahrscheinlichkeit für den kleinsten Wert (\(X=1\)) zu, während die Wahrscheinlichkeit für den größten Wert (\(X=3\)) im gleichen Maße abnimmt. Da die Wahrscheinlichkeit für den mittleren Wert (\(X=2\)) konstant bleibt, verschiebt sich das „Gewicht“ der Verteilung hin zu kleineren Werten, wodurch der Erwartungswert sinkt.

Antwort

a) Der Parameter muss den Wert \(a = 0{,}15\) annehmen. b) Der Erwartungswert sinkt, wenn \(a\) größer wird, da die Wahrscheinlichkeit für den kleinsten Wert \(1\) zunimmt und die für den größten Wert \(3\) abnimmt.
43209012
Ein Glücksrad mit 12 gleich großen Sektoren ist mit den Zahlen 0, 1, 2 und 5 beschriftet (siehe Abbildung). Bei einem Gewinnspiel wird das Glücksrad einmal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den Gewinn (Auszahlungsbetrag) in Euro. a) Vervollständige die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\): <table border="1" cellpadding="5" style="border-collapse: collapse; text-align: center; margin: 10px 0;"> <thead> <tr> <th style="background-color: #f2f2f2; padding: 8px;">Gewinn \(x\) (in \(\text{€}\))</th> <th style="padding: 8px;">0</th> <th style="padding: 8px;">1</th> <th style="padding: 8px;">2</th> <th style="padding: 8px;">5</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <th style="background-color: #f2f2f2; padding: 8px;">\(P(X = x)\)</th> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{3}\)</td> <td style="padding: 8px;"></td> <td style="padding: 8px;">\(\frac{1}{4}\)</td> <td style="padding: 8px;"></td> </tr> </tbody> </table> b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) dieser Zufallsgröße. c) Der Spieleveranstalter verlangt einen Einsatz von \(1{,}50\,\text{€}\) pro Spiel. Ist dieses Spiel für den Spieler auf lange Sicht fair, oder macht er im Durchschnitt Verlust? Begründe deine Antwort.
Abbildung zur Aufgabe 432090

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Gesamtzahl aller Felder auf dem Glücksrad. - Wie viele Felder zeigen jeweils den Gewinn \(0\,\text{€}\), \(1\,\text{€}\), \(2\,\text{€}\) und \(5\,\text{€}\)? - Nutze diese Anzahlen, um die fehlenden Wahrscheinlichkeiten in der Tabelle zu bestimmen. - Erinnere dich daran, wie man den Erwartungswert als gewichteten Durchschnitt berechnet. - Vergleiche den erwarteten Auszahlungsbetrag mit dem Einsatz des Spiels.

Lösung

1. Teilaufgabe a): Das Glücksrad hat insgesamt 12 gleich große Sektoren. - Für den Gewinn \(x = 1\,\text{€}\) gibt es 4 Sektoren. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X = 1) = \frac{4}{12} = \frac{1}{3}\). - Für den Gewinn \(x = 5\,\text{€}\) gibt es 1 Sektor. Die Wahrscheinlichkeit ist \(P(X = 5) = \frac{1}{12}\). 2. Teilaufgabe b): Der Erwartungswert \(E(X)\) berechnet sich aus der Summe der Produkte der Gewinne und ihrer Wahrscheinlichkeiten: \(E(X) = 0 \cdot \frac{1}{3} + 1 \cdot \frac{1}{3} + 2 \cdot \frac{1}{4} + 5 \cdot \frac{1}{12} = \frac{4}{12} + \frac{6}{12} + \frac{5}{12} = \frac{15}{12} = \frac{5}{4} = 1{,}25\,\text{€}\). 3. Teilaufgabe c): Um die Fairness zu beurteilen, berechnen wir den erwarteten Nettogewinn: \(\text{Nettogewinn} = E(X) - \text{Einsatz} = 1{,}25\,\text{€} - 1{,}50\,\text{€} = -0{,}25\,\text{€}\). Da der erwartete Nettogewinn kleiner als \(0\,\text{€}\) ist, ist das Spiel für den Spieler nicht fair; er macht im Durchschnitt einen Verlust von \(0{,}25\,\text{€}\) pro Spiel.

Antwort

a) Die fehlenden Werte in der Tabelle sind: - Für \(x = 1\): \(\frac{1}{3}\) - Für \(x = 5\): \(\frac{1}{12}\) b) Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 1{,}25\,\text{€}\). c) Das Spiel ist nicht fair. Der erwartete Nettogewinn beträgt \(1{,}25\,\text{€} - 1{,}50\,\text{€} = -0{,}25\,\text{€}\). Der Spieler macht auf lange Sicht im Durchschnitt \(0{,}25\,\text{€}\) Verlust pro Spiel.
43214312
An einem Jahrmarktstand wird ein Spiel mit einem Glücksrad angeboten. Das abgebildete Glücksrad hat acht gleich große Sektoren. Die darauf angegebenen Zahlen entsprechen dem Auszahlungsbetrag in Euro. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\), die den Auszahlungsbetrag bei einem Spiel beschreibt, und berechne den zugehörigen Erwartungswert \(E(X)\). b) Wie hoch muss der Spieleinsatz sein, damit das Spiel für den Betreiber des Standes fair ist (also der erwartete Gewinn des Betreibers pro Spiel \(0\,\text{€}\) beträgt)? c) Der Betreiber möchte pro Spiel einen erwarteten Gewinn von \(0{,}50\,\text{€}\) erzielen. Welchen Einsatz muss er dann verlangen?
Abbildung zur Aufgabe 432143

Denkanstöße

- Bestimme zunächst für jeden möglichen Auszahlungsbetrag die Anzahl der Sektoren auf dem Glücksrad. - Wie hängen die Anzahl der günstigen Sektoren und die Gesamtzahl der Sektoren mit der Wahrscheinlichkeit zusammen? - Was bedeutet der Begriff „Erwartungswert“ anschaulich und wie berechnet man ihn? - Wann nennt man ein Spiel „fair“? Überlege, welche Beziehung dann zwischen dem Spieleinsatz und der erwarteten Auszahlung bestehen muss. - Wenn der Betreiber einen Gewinn erzielen möchte, muss er den Einsatz im Vergleich zur durchschnittlichen Auszahlung erhöhen oder senken?

Lösung

1. Für Aufgabenteil a) stellen wir die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) auf. Die möglichen Auszahlungsbeträge (in €) sind \(0\), \(2\), \(5\) und \(10\). Da alle 8 Sektoren gleich groß sind, ergeben sich folgende Wahrscheinlichkeiten: - \(P(X = 0) = \frac{3}{8}\) - \(P(X = 2) = \frac{2}{8} = \frac{1}{4}\) - \(P(X = 5) = \frac{2}{8} = \frac{1}{4}\) - \(P(X = 10) = \frac{1}{8}\) Die Wahrscheinlichkeitsverteilung als Tabelle: <table> <thead> <tr> <th>\(x_i\) (in \(\text{€}\))</th> <th>0</th> <th>2</th> <th>5</th> <th>10</th> </tr> </thead> <tbody> <tr> <th>\(P(X = x_i)\)</th> <td>\(\frac{3}{8}\)</td> <td>\(\frac{2}{8}\)</td> <td>\(\frac{2}{8}\)</td> <td>\(\frac{1}{8}\)</td> </tr> </tbody> </table> Der Erwartungswert \(E(X)\) berechnet sich wie folgt: \(E(X) = 0 \cdot \frac{3}{8} + 2 \cdot \frac{2}{8} + 5 \cdot \frac{2}{8} + 10 \cdot \frac{1}{8} = \frac{0 + 4 + 10 + 10}{8} = \frac{24}{8} = 3\,\text{€}\). 2. Für Aufgabenteil b): Ein Spiel ist fair, wenn der erwartete Gewinn für beide Seiten \(0\,\text{€}\) beträgt. Das bedeutet, dass der Einsatz genau dem erwarteten Auszahlungsbetrag entsprechen muss. Der faire Einsatz beträgt somit \(3\,\text{€}\). 3. Für Aufgabenteil c): Wenn der Betreiber einen erwarteten Gewinn von \(0{,}50\,\text{€}\) pro Spiel erzielen möchte, muss der Einsatz um diesen Betrag höher sein als der erwartete Auszahlungsbetrag: \(\text{Einsatz} = E(X) + 0{,}50\,\text{€} = 3\,\text{€} + 0{,}50\,\text{€} = 3{,}50\,\text{€}\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeitsverteilung lautet: \(P(X = 0) = \frac{3}{8}\), \(P(X = 2) = \frac{1}{4}\), \(P(X = 5) = \frac{1}{4}\), \(P(X = 10) = \frac{1}{8}\). Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 3\,\text{€}\). b) Der faire Spieleinsatz beträgt \(3\,\text{€}\). c) Der Betreiber muss einen Einsatz von \(3{,}50\,\text{€}\) verlangen.
43215112
An einem Jahrmarktstand wird ein Spiel mit einem Glücksrad angeboten. Das abgebildete Glücksrad hat 6 gleich große Sektoren. Ein Spiel kostet \(3\,\text{€}\) Einsatz. Das Glücksrad wird einmal gedreht. Je nachdem, auf welchem Feld der Zeiger stehen bleibt, erhält der Spieler einen Geldbetrag ausgezahlt: - Feld „5“ (rot): Auszahlung von \(10\,\text{€}\) - Feld „2“ (blau): Auszahlung von \(4\,\text{€}\) - Feld „1“ (gelb): Keine Auszahlung (\(0\,\text{€}\)) Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den Reingewinn des Spielers in Euro (Auszahlung abzüglich des Einsatzes). a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) und stelle sie in einer Tabelle dar. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) und entscheide begründet, ob es sich um ein faires Spiel handelt.
Abbildung zur Aufgabe 432151

Denkanstöße

- Was versteht man unter dem Reingewinn bei einem Spiel, bei dem man einen Einsatz zahlen muss? - Wie viele Felder hat das Glücksrad insgesamt und wie oft kommt jede Zahl vor? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für jedes mögliche Ergebnis? - Wie ist der Erwartungswert einer Zufallsgröße definiert? - Wann bezeichnet man ein Spiel in der Mathematik als „fair“?

Lösung

1. Bestimmung des Reingewinns \(X\) für jedes Ergebnis: - Feld „5“ (rot): Reingewinn \(10\,\text{€} - 3\,\text{€} = 7\,\text{€}\) - Feld „2“ (blau): Reingewinn \(4\,\text{€} - 3\,\text{€} = 1\,\text{€}\) - Feld „1“ (gelb): Reingewinn \(0\,\text{€} - 3\,\text{€} = -3\,\text{€}\) 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Ereignisse: Das Glücksrad hat insgesamt 6 gleich große Felder. - Wahrscheinlichkeit für die „1“ (3 gelbe Felder): \(P(X = -3) = \frac{3}{6} = \frac{1}{2}\) - Wahrscheinlichkeit für die „2“ (2 blaue Felder): \(P(X = 1) = \frac{2}{6} = \frac{1}{3}\) - Wahrscheinlichkeit für die „5“ (1 rotes Feld): \(P(X = 7) = \frac{1}{6}\) Die Wahrscheinlichkeitsverteilung lautet: <table> <tr> <th>\(x_i\) (in \(\text{€}\))</th> <td>\(-3\)</td> <td>\(1\)</td> <td>\(7\)</td> </tr> <tr> <th>\(P(X = x_i)\)</th> <td>\(\frac{1}{2}\)</td> <td>\(\frac{1}{3}\)</td> <td>\(\frac{1}{6}\)</td> </tr> </table> 3. Berechnung des Erwartungswerts \(E(X)\): \(E(X) = \sum x_i \cdot P(X = x_i) = -3 \cdot \frac{1}{2} + 1 \cdot \frac{1}{3} + 7 \cdot \frac{1}{6}\) \(E(X) = -\frac{3}{2} + \frac{1}{3} + \frac{7}{6} = -\frac{9}{6} + \frac{2}{6} + \frac{7}{6} = \frac{0}{6} = 0\,\text{€}\) 4. Fazit: Da der Erwartungswert des Reingewinns genau \(0\,\text{€}\) beträgt, ist das Spiel fair. Weder der Spieler noch der Betreiber haben auf lange Sicht einen Vor- oder Nachteil.

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr> <th>\(x_i\)</th> <td>\(-3\)</td> <td>\(1\)</td> <td>\(7\)</td> </tr> <tr> <th>\(P(X = x_i)\)</th> <td>\(\frac{1}{2}\)</td> <td>\(\frac{1}{3}\)</td> <td>\(\frac{1}{6}\)</td> </tr> </table> b) Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 0\,\text{€}\). Das Spiel ist somit fair.
43604412
Auf einem Jahrmarkt wird ein Gewinnspiel mit einem Glücksrad angeboten. Das Rad ist in 10 gleich große Sektoren unterteilt, auf denen verschiedene Auszahlungsbeträge in Euro stehen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Auszahlung pro Spielrunde. a) Erstelle eine Tabelle für die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\). Wie hoch müsste der Einsatz für eine Spielrunde sein, damit das Spiel fair ist? c) Der Betreiber möchte den Einsatz auf \(5{,}00\,\text{€}\) erhöhen. Damit das Spiel weiterhin fair bleibt, soll der höchste Gewinn von \(24{,}00\,\text{€}\) durch einen neuen Betrag \(a\) ersetzt werden. Bestimme den Wert von \(a\).
Abbildung zur Aufgabe 436044

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Sektor ist, wenn alle 10 Sektoren gleich groß sind. - Wie viele Sektoren zeigen den gleichen Betrag? Nutze dies für die Wahrscheinlichkeitstabelle. - Der Erwartungswert wird berechnet, indem man jeden möglichen Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit multipliziert und die Ergebnisse addiert. - Ein Spiel ist „fair“, wenn der durchschnittliche Gewinn (Auszahlung minus Einsatz) Null beträgt. - Setze für den unbekannten Gewinn in Teil c) eine Variable ein und löse die Gleichung für den Erwartungswert nach dieser Variablen auf.

Lösung

1. Aufstellen der Wahrscheinlichkeitsverteilung: Da es 10 gleich große Sektoren gibt, beträgt die Wahrscheinlichkeit für jeden Sektor \(0{,}1\). Durch Abzählen der Häufigkeiten der Beträge ergibt sich: \(P(X = 0) = \frac{5}{10} = 0{,}5\) \(P(X = 2) = \frac{3}{10} = 0{,}3\) \(P(X = 10) = \frac{1}{10} = 0{,}1\) \(P(X = 24) = \frac{1}{10} = 0{,}1\) 2. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = 0 \cdot 0{,}5 + 2 \cdot 0{,}3 + 10 \cdot 0{,}1 + 24 \cdot 0{,}1 = 0 + 0{,}6 + 1 + 2{,}4 = 4{,}00\) Der Erwartungswert der Auszahlung beträgt \(4{,}00\,\text{€}\). 3. Bestimmung des fairen Einsatzes: Ein Spiel gilt als fair, wenn der Einsatz dem Erwartungswert der Auszahlung entspricht. Der Einsatz muss also \(4{,}00\,\text{€}\) betragen. 4. Berechnung des neuen Gewinns \(a\): Es soll gelten: \(E_{neu}(X) = 5\). \(0 \cdot 0{,}5 + 2 \cdot 0{,}3 + 10 \cdot 0{,}1 + a \cdot 0{,}1 = 5\) \(1{,}6 + 0{,}1a = 5\) \(0{,}1a = 3{,}4\) \(a = 34\) Der neue Gewinnbetrag muss \(34{,}00\,\text{€}\) betragen.

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr> <td>Gewinn \(x_i\) in \(\text{€}\)</td> <td>0</td> <td>2</td> <td>10</td> <td>24</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = x_i)\)</td> <td>\(0{,}5\)</td> <td>\(0{,}3\)</td> <td>\(0{,}1\)</td> <td>\(0{,}1\)</td> </tr> </table> b) Der Erwartungswert beträgt \(E(X) = 4\,\text{€}\). Für ein faires Spiel muss der Einsatz ebenfalls \(4{,}00\,\text{€}\) betragen. c) Der neue Gewinnbetrag muss \(a = 34\,\text{€}\) sein.
43609012
Das abgebildete Glücksrad besitzt fünf gleich große Sektoren. Lies die Zahlen auf den Sektoren aus der Abbildung ab. Das Rad wird zweimal nacheinander gedreht; die beiden Drehungen werden als voneinander unabhängig angenommen. Die Zufallsgröße \(X\) gibt das Produkt der beiden erzielten Zahlen an. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\) und stelle diese in einer Tabelle dar. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\). c) Nun wird die größte Zahl auf dem Glücksrad durch eine andere natürliche Zahl \(k\) ersetzt. Bestimme \(k\) so, dass der Erwartungswert des Produkts bei zwei Drehungen genau \(16\) beträgt.
Abbildung zur Aufgabe 436090

Denkanstöße

- Nutze die Abbildung, um die fünf möglichen Werte einer einzelnen Drehung zu erfassen. - Welche geordneten Paare können bei zwei Drehungen entstehen, und welche Produkte fallen dabei zusammen? - Für Teil c) kannst du den Erwartungswert einer einzelnen Drehung betrachten und die Unabhängigkeit der beiden Drehungen nutzen.

Lösung

1. Es gibt \(5\cdot5=25\) gleich wahrscheinliche geordnete Paare. Die Produkte besitzen die Häufigkeiten \(1,2,2,3,2,2,2,1,2,2,2,1,2,1\) zu den Werten \(1,2,3,4,5,6,8,9,10,12,15,16,20,25\). 2. Damit ergibt sich die Wahrscheinlichkeitsverteilung aus diesen Häufigkeiten geteilt durch \(25\). 3. Der Erwartungswert beträgt \(E(X)=\frac{225}{25}=9\). Gleichwertig gilt wegen der unabhängigen Drehungen \(E(X)=E(X_1)E(X_2)=3\cdot3=9\). 4. Nach dem Ersetzen der größten Zahl durch \(k\) ist der Erwartungswert einer Drehung \(\frac{1+2+3+4+k}{5}=\frac{10+k}{5}\). 5. Für den Produkt-Erwartungswert \(16\) muss \(\left(\frac{10+k}{5}\right)^2=16\) gelten. Da der Mittelwert positiv ist, folgt \(\frac{10+k}{5}=4\) und damit \(k=10\).

Antwort

a) <table> <tr><td>\(x_i\)</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td><td>6</td><td>8</td><td>9</td><td>10</td><td>12</td><td>15</td><td>16</td><td>20</td><td>25</td></tr> <tr><td>\(P(X=x_i)\)</td><td>\(\frac{1}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{3}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{1}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{1}{25}\)</td><td>\(\frac{2}{25}\)</td><td>\(\frac{1}{25}\)</td></tr> </table> b) \(E(X)=9\). c) \(k=10\).
43746012
Zwei Tennisprofis, Spieler A und Spieler B, treten in einem „Best-of-Three“-Match gegeneinander an. Wer zuerst zwei Sätze gewinnt, gewinnt das gesamte Match. Spieler A gewinnt jeden Satz unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}6\). a) Erstelle ein Baumdiagramm für dieses Zufallsexperiment und gib die Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen Matchverläufe an. b) Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der gespielten Sätze. Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\). c) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) für die Anzahl der Sätze.

Denkanstöße

- Überlege, nach welchen Satzfolgen das Match schon nach zwei Sätzen beendet ist. - Ein Pfad darf nicht fortgesetzt werden, sobald ein Spieler seinen zweiten Satz gewonnen hat. - Fasse für die Verteilung von \(X\) alle Matchverläufe mit derselben Satzanzahl zusammen.

Lösung

1. Das Match endet nach zwei Sätzen auf den Pfaden \(AA\) und \(BB\). Es gilt \(P(AA)=0{,}6\cdot0{,}6=0{,}36\) und \(P(BB)=0{,}4\cdot0{,}4=0{,}16\). 2. Nach einem Zwischenstand von \(1{:}1\) wird ein dritter Satz gespielt. Die vier Pfade haben die Wahrscheinlichkeiten \(P(ABA)=0{,}144\), \(P(ABB)=0{,}096\), \(P(BAA)=0{,}144\) und \(P(BAB)=0{,}096\). 3. Damit ist \(P(X=2)=0{,}36+0{,}16=0{,}52\) und \(P(X=3)=0{,}48\). 4. Der Erwartungswert beträgt \(E(X)=2\cdot0{,}52+3\cdot0{,}48=2{,}48\).

Antwort

a) \(P(AA)=0{,}36\), \(P(BB)=0{,}16\), \(P(ABA)=0{,}144\), \(P(ABB)=0{,}096\), \(P(BAA)=0{,}144\), \(P(BAB)=0{,}096\). b) \(P(X=2)=0{,}52\) und \(P(X=3)=0{,}48\). c) \(E(X)=2{,}48\).
55225612
Die Zufallsgröße \(X\) hat die Verteilung <table><tr><th>\(x\)</th><th>\(-1\)</th><th>\(0\)</th><th>\(2\)</th></tr><tr><td>\(P(X=x)\)</td><td>\(0{,}25\)</td><td>\(0{,}50\)</td><td>\(0{,}25\)</td></tr></table> Es sei \(Y=3X+4\). a) Berechne \(E(X)\) und \(E(Y)\) direkt aus den Verteilungen. b) Zeige für eine beliebige endliche diskrete Zufallsgröße \(X\), dass allgemein \(E(aX+b)=aE(X)+b\) gilt.

Denkanstöße

- Welche Werte nimmt \(Y\) zu den drei gegebenen Werten von \(X\) an? - Schreibe den Erwartungswert allgemein als Summe aus Wert mal Wahrscheinlichkeit. - Welche bekannte Summe entsteht bei den konstanten \(b\)-Anteilen?

Lösung

1. \(E(X)=(-1)\cdot0{,}25+0\cdot0{,}50+2\cdot0{,}25=0{,}25\). 2. Die möglichen Werte von \(Y\) sind \(1\), \(4\) und \(10\) mit denselben zugehörigen Wahrscheinlichkeiten. Daher ist \(E(Y)=1\cdot0{,}25+4\cdot0{,}50+10\cdot0{,}25=4{,}75\). 3. Für mögliche Werte \(x_i\) mit Wahrscheinlichkeiten \(p_i\) gilt \(E(aX+b)=\sum_i(ax_i+b)p_i\). 4. Durch Aufteilen der Summe erhält man \(E(aX+b)=a\sum_i x_i p_i+b\sum_i p_i\). 5. Wegen \(\sum_i p_i=1\) folgt \(E(aX+b)=aE(X)+b\). Im konkreten Beispiel ist damit auch \(3\cdot0{,}25+4=4{,}75\).

Antwort

a) \(E(X)=0{,}25\), \(E(Y)=4{,}75\) b) \(E(aX+b)=aE(X)+b\)
55225712
Ein Kletterpark hat für einen Termin \(20\) Plätze einzeln vorgebucht. Bei vergleichbaren Terminen erschienen im Mittel \(85\,\%\) der gebuchten Gäste. Für jeden tatsächlich erscheinenden Gast bleiben nach den variablen Kosten \(8\,\text{€}\); für die Vorbereitung des Termins fallen unabhängig von der Gästezahl \(90\,\text{€}\) an. a) Nenne die Modellannahmen, unter denen die Anzahl \(X\) der erscheinenden Gäste sinnvoll als \(B(20;0{,}85)\)-verteilt modelliert werden kann. b) Der Deckungsbeitrag ist \(Y=8X-90\). Bestimme \(E(Y)\), ohne die vollständige Verteilung von \(Y\) aufzustellen.

Denkanstöße

- Welche Bedingungen müssen Wiederholungen erfüllen, damit ein Binomialmodell plausibel ist? - Was ist der Erwartungswert der Anzahl erscheinender Gäste unter diesem Modell? - Wie wirkt sich eine lineare Änderung der Zufallsgröße auf ihren Erwartungswert aus?

Lösung

1. Für ein Binomialmodell müssen die \(20\) Buchungen als gleichartige Bernoulli-Versuche mit annähernd gleicher Anreisewahrscheinlichkeit \(0{,}85\) und hinreichend unabhängigen Anreiseentscheidungen aufgefasst werden können. 2. Unter diesen Annahmen gilt \(E(X)=np=20\cdot0{,}85=17\). 3. Mit der affinen Erwartungswertregel folgt \(E(Y)=8E(X)-90=8\cdot17-90=46\,\text{€}\).

Antwort

a) Annähernd konstante Anreisewahrscheinlichkeit \(0{,}85\) und hinreichend unabhängige Anreiseentscheidungen bei \(20\) gleichartigen Buchungen. b) \(E(Y)=46\,\text{€}\)
42671612
Bei einem Gewinnspiel wird eine faire Münze fünfmal geworfen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der geworfenen Wappen. Die Auszahlung in Euro erfolgt nach der Regel \(A = X^2\), das heißt, man erhält das Quadrat der Anzahl der Wappen als Betrag in Euro ausgezahlt. Der Einsatz für ein Spiel beträgt \(8{,}00\,\text{€}\). Untersuche, ob dieses Spiel für einen Spieler langfristig vorteilhaft ist, und berechne den erwarteten Gewinn oder Verlust pro Spiel.

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeitsverteilung liegt vor, wenn eine Münze mehrmals geworfen wird? - Wie wirkt sich die Bedingung, dass das Quadrat der Trefferanzahl ausgezahlt wird, auf die Berechnung des Erwartungswerts aus? - Wann bezeichnet man ein Spiel als vorteilhaft für den Spieler? - Berechne zuerst die Einzelwahrscheinlichkeiten und gewichte anschließend die zugehörigen Auszahlungsbeträge.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n = 5\) und \(p = 0{,}5\). 2. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten \(P(X=k)\) für \(k \in \{0, 1, 2, 3, 4, 5\}\): \(P(0) = \frac{1}{32}\), \(P(1) = \frac{5}{32}\), \(P(2) = \frac{10}{32}\), \(P(3) = \frac{10}{32}\), \(P(4) = \frac{5}{32}\), \(P(5) = \frac{1}{32}\). 3. Berechnung des Erwartungswerts der Auszahlung \(E(X^2)\): \(E(X^2) = 0^2 \cdot \frac{1}{32} + 1^2 \cdot \frac{5}{32} + 2^2 \cdot \frac{10}{32} + 3^2 \cdot \frac{10}{32} + 4^2 \cdot \frac{5}{32} + 5^2 \cdot \frac{1}{32}\). 4. Summation der Werte: \(E(X^2) = \frac{0 + 5 + 40 + 90 + 80 + 25}{32} = \frac{240}{32} = 7{,}5\). Die erwartete Auszahlung beträgt \(7{,}50\,\text{€}\). 5. Berechnung des erwarteten Gewinns: \(G = 7{,}50\,\text{€} - 8{,}00\,\text{€} = -0{,}50\,\text{€}\).

Antwort

Das Spiel ist für den Spieler langfristig nicht vorteilhaft, da er pro Spiel einen erwarteten Verlust von \(0{,}50\,\text{€}\) macht.
42682012
Eine Online-Druckerei verkauft Fotobücher für \(14{,}50\,\text{€}\). Die variablen Herstellungskosten pro Buch betragen \(8\,\text{€}\). Im Falle einer Reklamation erstattet die Druckerei den vollen Kaufpreis zurück und versendet zusätzlich einen Gutschein im Wert von \(5\,\text{€}\) als Entschädigung. Aktuell liegt die Reklamationsquote bei \(4\,\%\). a) Berechne den erwarteten Gewinn der Druckerei pro Bestellung. b) Wie hoch dürfte die Reklamationsquote höchstens sein, damit der erwartete Gewinn pro Bestellung nicht unter \(5\,\text{€}\) sinkt?

Denkanstöße

- Überlege dir für beide Fälle (Reklamation und keine Reklamation), wie viel Geld am Ende in der Kasse der Druckerei bleibt. - Beachte, dass bei einer Reklamation die Einnahmen wegfallen, aber die Kosten für die Produktion bereits entstanden sind. - Stelle für den zweiten Teil eine Gleichung oder Ungleichung auf, in der die Reklamationsquote als Variable \(p\) vorkommt. - Was bedeutet ein negativer Gewinn in einem der Fälle für die Berechnung des Erwartungswerts?

Lösung

1. Berechnung des Gewinns pro Fall: Ohne Reklamation (\(96\,\%\)): \(14{,}50\,\text{€} - 8\,\text{€} = 6{,}50\,\text{€}\). Mit Reklamation (\(4\,\%\)): \(0\,\text{€} - 8\,\text{€} - 5\,\text{€} = -13{,}00\,\text{€}\) (Rückzahlung des Preises, Kosten für Produktion und Gutschein). 2. Erwartungswert für Teilaufgabe a): \(E(G) = 0{,}96 \cdot 6{,}50\,\text{€} + 0{,}04 \cdot (-13{,}00\,\text{€}) = 6{,}24\,\text{€} - 0{,}52\,\text{€} = 5{,}72\,\text{€}\). 3. Ansatz für Teilaufgabe b) mit Reklamationsquote \(p\): \(E(G) = (1-p) \cdot 6{,}50 - p \cdot 13{,}00 \ge 5\). 4. Umformung der Ungleichung: \(6{,}50 - 6{,}50 \cdot p - 13{,}00 \cdot p \ge 5 \implies 6{,}50 - 19{,}50 \cdot p \ge 5\). 5. Isolieren von \(p\): \(1{,}50 \ge 19{,}50 \cdot p \implies p \le \frac{1{,}5}{19{,}5} = \frac{1}{13} \approx 0{,}0769\).

Antwort

a) Der erwartete Gewinn beträgt \(5{,}72\,\text{€}\) pro Bestellung. b) Die Reklamationsquote darf höchstens etwa \(7{,}69\,\%\) (exakt \(\frac{1}{13}\)) betragen.
42686612
Auf einem Jahrmarkt gibt es ein Spiel, bei dem man zuerst einen fairen vierseitigen Würfel (Seiten beschriftet mit 1 bis 4) wirft. Nur wenn man eine „1“ würfelt, darf man ein Glücksrad mit drei Sektoren drehen: Hauptpreis (\(60\,\text{€}\)), Trostpreis (\(15\,\text{€}\)) und Niete (\(0\,\text{€}\)). Der Mittelpunktswinkel des Sektors „Niete“ beträgt \(120^\circ\). Die Winkel für den Hauptpreis und den Trostpreis sind so gewählt, dass ein Spieler pro Spielteilnahme im Mittel \(5{,}25\,\text{€}\) gewinnt. Berechne die Mittelpunktswinkel der Sektoren für den Hauptpreis und den Trostpreis.

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, die zweite Stufe des Spiels zu erreichen? - Stelle ein Gleichungssystem für die beiden gesuchten Wahrscheinlichkeiten auf. - Wie rechnet man eine Wahrscheinlichkeit am Glücksrad in einen Grad-Winkel um? - Überprüfe, ob die Summe aller Winkel am Ende \(360^\circ\) ergibt.

Lösung

1. Wahrscheinlichkeit für die Qualifikation zum Glücksrad: \(P(\text{1 würfeln}) = \frac{1}{4} = 0{,}25\). 2. Wahrscheinlichkeit für eine Niete am Rad: \(p_N = \frac{120}{360} = \frac{1}{3}\). 3. Summe der restlichen Wahrscheinlichkeiten: \(p_H + p_T = 1 - \frac{1}{3} = \frac{2}{3}\). 4. Ansatz über den Erwartungswert: \(E(X) = 0{,}25 \cdot (60 \cdot p_H + 15 \cdot p_T + 0 \cdot \frac{1}{3}) = 5{,}25\). 5. Vereinfachen der Gleichung: \(60 \cdot p_H + 15 \cdot p_T = \frac{5{,}25}{0{,}25} = 21\). 6. Einsetzen von \(p_T = \frac{2}{3} - p_H\): \(60 \cdot p_H + 15 \cdot (\frac{2}{3} - p_H) = 21 \implies 60 \cdot p_H + 10 - 15 \cdot p_H = 21 \implies 45 \cdot p_H = 11\). 7. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten: \(p_H = \frac{11}{45}\) und \(p_T = \frac{2}{3} - \frac{11}{45} = \frac{30}{45} - \frac{11}{45} = \frac{19}{45}\). 8. Umrechnung in Winkel: \(\alpha_H = \frac{11}{45} \cdot 360^\circ = 88^\circ\) und \(\alpha_T = \frac{19}{45} \cdot 360^\circ = 152^\circ\).

Antwort

Der Mittelpunktswinkel für den Hauptpreis beträgt \(88^\circ\) und für den Trostpreis \(152^\circ\).
43107812
In einer biologischen Modelluntersuchung gibt es \(200\) gleich große Testfelder und insgesamt \(80\) Bakterienkolonien. Jede Kolonie wird im Modell unabhängig von den anderen und mit gleicher Wahrscheinlichkeit einem der \(200\) Felder zugeordnet. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein fest betrachtetes Testfeld mindestens drei Bakterienkolonien enthält. Runde auf vier Dezimalstellen. b) Wie viele der \(200\) Testfelder sind im Erwartungswert völlig frei von Kolonien? Runde auf eine ganze Zahl. c) Erläutere kurz, warum die Binomialverteilung unter diesen Modellannahmen geeignet ist.

Denkanstöße

- Betrachte zunächst nur ein festes Testfeld. - „Mindestens drei“ lässt sich über die Trefferzahlen \(0\), \(1\) und \(2\) des Gegenereignisses berechnen. - Für die erwartete Zahl leerer Felder überträgst du die Leerwahrscheinlichkeit auf \(200\) Felder.

Lösung

1. Für ein festes Feld gilt \(X\sim B(80;\frac{1}{200})\). 2. Für mindestens drei Kolonien gilt \(P(X\ge3)=1-P(X\le2)\). Aus der Punktwahrscheinlichkeitszerlegung \(P(X\le2)=P(X=0)+P(X=1)+P(X=2)\) mit der Binomialformel ergibt sich \(P(X\ge3)\approx0{,}0077\). 3. Die Leerwahrscheinlichkeit ist \(P(X=0)=(\frac{199}{200})^{80}\approx0{,}6696\). Damit ist die erwartete Anzahl leerer Felder \(200\cdot P(X=0)\approx133{,}93\), gerundet \(134\). 4. Die Binomialverteilung ist geeignet, weil jede Kolonie einen unabhängigen Versuch mit derselben Trefferwahrscheinlichkeit \(\frac{1}{200}\) für das betrachtete Feld darstellt.

Antwort

a) \(P(X\ge3)\approx0{,}0077\) b) Etwa \(134\) Testfelder c) Die \(80\) Zuordnungen sind unabhängig und haben für das betrachtete Feld jeweils dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(\frac{1}{200}\).
43108112
Ein fairer Ikosaeder-Würfel mit \(20\) durchnummerierten Flächen wird unabhängig mehrfach geworfen. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird bei \(15\) Würfen die Zahl \(20\) kein einziges Mal gewürfelt? Runde auf vier Dezimalstellen. b) Jemand würfelt \(n\)-mal und stellt fest, dass genau \(4\) der \(20\) möglichen Zahlen noch nie erschienen sind. Schätze die Anzahl der durchgeführten Würfe \(n\), indem du den beobachteten Wert mit dem theoretischen Erwartungswert gleichsetzt, und runde auf eine ganze Wurfzahl.

Denkanstöße

- Für Teil a betrachtest du das Gegenereignis zur Zahl \(20\) in jedem Wurf. - Für Teil b beginne mit einer festen Augenzahl: Wie wahrscheinlich ist es, dass sie nie erscheint? - Der Erwartungswert der Anzahl noch fehlender Zahlen entsteht aus \(20\) gleichartigen Indikatorvariablen. - Eine Unbekannte im Exponenten lässt sich mit Logarithmen bestimmen.

Lösung

1. In einem Wurf ist die Wahrscheinlichkeit, nicht die \(20\) zu erhalten, \(\frac{19}{20}=0{,}95\). Daher ist \(P(\text{keine 20})=0{,}95^{15}\approx0{,}4633\). 2. Für eine feste Zahl beträgt die Wahrscheinlichkeit, nach \(n\) Würfen nie erschienen zu sein, \(0{,}95^n\). 3. Für die Zahl \(Y\) der noch nie erschienenen Augenzahlen gilt \(E(Y)=20\cdot0{,}95^n\). 4. Mit \(E(Y)=4\) folgt \(20\cdot0{,}95^n=4\) und damit \(n=\frac{\ln(0{,}2)}{\ln(0{,}95)}\approx31{,}38\). Als Schätzwert ergibt sich \(n\approx31\).

Antwort

a) \(P(\text{keine 20})\approx0{,}4633\) b) Etwa \(31\) Würfe
43108712
In einem vereinfachten Modell für \(150\) Rosinenbrötchen werden insgesamt \(450\) Rosinen verteilt. Jede Rosine wird unabhängig von den anderen und mit gleicher Wahrscheinlichkeit einem der \(150\) Brötchen zugeordnet. a) Berechne für ein fest betrachtetes Brötchen die Wahrscheinlichkeit für genau \(3\) Rosinen. Runde auf vier Dezimalstellen. b) Wie viele Brötchen enthalten im Erwartungswert mehr als \(4\) Rosinen? Runde auf eine ganze Zahl. c) Wie viele Rosinen müssten insgesamt mindestens verwendet werden, damit die Wahrscheinlichkeit, dass ein fest betrachtetes Brötchen keine einzige Rosine enthält, höchstens \(5\,\%\) beträgt?

Denkanstöße

- Betrachte für alle Teilaufgaben zunächst ein festes Brötchen. - Die Trefferwahrscheinlichkeit einer einzelnen Rosine ist für jedes Brötchen gleich. - Für Teil b ist das Gegenereignis \(X\le4\) hilfreich. - In Teil c steht die gesuchte Gesamtzahl der Rosinen im Exponenten.

Lösung

1. Für ein festes Brötchen hat jede Rosine Trefferwahrscheinlichkeit \(p=\frac{1}{150}\). 2. Bei \(450\) Rosinen gilt \(X\sim B(450;\frac{1}{150})\) und \(P(X=3)=\binom{450}{3}(\frac{1}{150})^3(\frac{149}{150})^{447}\approx0{,}2248\). 3. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners ist \(P(X>4)=1-P(X\le4)\approx0{,}1842\). Daher werden \(150\cdot0{,}1842\approx27{,}63\), also rund \(28\) Brötchen mit mehr als vier Rosinen erwartet. 4. Für insgesamt \(n\) Rosinen ist \(P(X=0)=(\frac{149}{150})^n\). Die Bedingung \((\frac{149}{150})^n\le0{,}05\) ergibt \(n\ge\frac{\ln(0{,}05)}{\ln(149/150)}\approx447{,}86\). 5. Die kleinste ganze Zahl ist \(448\).

Antwort

a) \(P(X=3)\approx0{,}2248\) b) Etwa \(28\) Brötchen c) Mindestens \(448\) Rosinen
43108812
Für ein Modell werden Pixelfehler unabhängig voneinander und jeweils gleich wahrscheinlich auf \(200\) Bildschirme verteilt. a) Es befinden sich im Durchschnitt \(1{,}5\) Pixelfehler auf einem Bildschirm. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein fest betrachteter Bildschirm fehlerfrei ist, als Prozentsatz mit zwei Nachkommastellen. Wie viele der \(200\) Bildschirme weisen im Erwartungswert mindestens einen Fehler auf? Runde auf eine ganze Zahl. b) In einer anderen Charge von \(200\) Bildschirmen sind genau \(90\) Bildschirme fehlerfrei. Schätze unter demselben Modell die Gesamtzahl \(n\) der Pixelfehler und runde auf eine ganze Zahl.

Denkanstöße

- Wie viele Fehler entsprechen im ersten Teil durchschnittlich \(1{,}5\) Fehlern auf jedem der \(200\) Bildschirme? - Für einen festen Bildschirm ist „fehlerfrei“ das Ereignis, dass keiner der Fehler dort landet. - In Teil b kannst du den beobachteten Anteil fehlerfreier Bildschirme als Schätzwert für diese Modellwahrscheinlichkeit verwenden.

Lösung

1. In Teil a entsprechen \(1{,}5\) Fehler pro Bildschirm insgesamt \(300\) Fehlern. Für einen festen Bildschirm ist die Trefferwahrscheinlichkeit pro Fehler \(\frac{1}{200}\). 2. Die Wahrscheinlichkeit für keinen Fehler ist \((\frac{199}{200})^{300}\approx0{,}2223\), also \(22{,}23\,\%\). 3. Die erwartete Anzahl betroffener Bildschirme ist \(200(1-(\frac{199}{200})^{300})\approx155{,}54\), gerundet \(156\). 4. In Teil b wird \(\frac{90}{200}=0{,}45\) als Modellschätzung für die Leerwahrscheinlichkeit verwendet. Daher gilt \((\frac{199}{200})^n=0{,}45\). 5. Auflösen ergibt \(n=\frac{\ln(0{,}45)}{\ln(199/200)}\approx159{,}30\), also etwa \(159\) Fehler.

Antwort

a) Fehlerfrei mit \(\approx22{,}23\,\%\); etwa \(156\) Bildschirme mit mindestens einem Fehler b) Etwa \(159\) Pixelfehler
43109412
Bei der Qualitätskontrolle einer Glasplatte wird die Fläche in \(80\) gleich große Sektoren unterteilt. Auf der Platte befinden sich insgesamt \(60\) winzige Lufteinschlüsse, die unabhängig voneinander und gleichmäßig über die Fläche verteilt modelliert werden. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein fest betrachteter Sektor mehr als zwei Lufteinschlüsse aufweist. Gib das Ergebnis als Prozentsatz mit zwei Nachkommastellen an. b) Wie viele der \(80\) Sektoren sind im Erwartungswert völlig frei von Lufteinschlüssen? Runde auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Einschluss in dem betrachteten Sektor landet? - Für „mehr als zwei“ ist das Gegenereignis mit den Trefferzahlen \(0,1,2\) kürzer. - Wie wird aus der Leerwahrscheinlichkeit eines Sektors die erwartete Anzahl leerer Sektoren?

Lösung

1. Für die Anzahl \(X\) der Einschlüsse in einem festen Sektor gilt \(X\sim B(60;\frac{1}{80})\). 2. Für mehr als zwei Einschlüsse gilt \(P(X>2)=1-P(X\le2)\). Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners ergibt sich \(P(X>2)\approx0{,}039458\), also \(3{,}95\,\%\). 3. Die Leerwahrscheinlichkeit ist \(P(X=0)=(\frac{79}{80})^{60}\approx0{,}470139\). 4. Daher beträgt die erwartete Anzahl leerer Sektoren \(80P(X=0)\approx37{,}6\).

Antwort

a) \(\approx3{,}95\,\%\) b) \(\approx37{,}6\) Sektoren
43109812
Ein Zufallsgenerator erzeugt eine Liste von \(100\) Zahlen, wobei jede Zahl unabhängig und gleichwahrscheinlich aus den ganzzahligen Werten von \(1\) bis \(100\) gewählt wird. a) Berechne die erwartete Anzahl an Werten aus \(\{1,\dots,100\}\), die in der Liste gar nicht vorkommen. Runde auf eine Nachkommastelle. b) Berechne die erwartete Anzahl an Werten, die in der Liste genau zweimal vorkommen. Runde ebenfalls auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Untersuche zunächst eine feste Zahl, zum Beispiel \(42\). - Welche Verteilung beschreibt ihre Häufigkeit in \(100\) unabhängigen Ziehungen? - Wie überträgst du die Wahrscheinlichkeit für eine feste Zahl auf die erwartete Anzahl unter \(100\) möglichen Zahlen?

Lösung

1. Für eine feste Zahl ist ihre Häufigkeit \(X\) binomialverteilt mit \(n=100\) und \(p=0{,}01\). 2. Die Nichtauftretenswahrscheinlichkeit ist \(P(X=0)=0{,}99^{100}\approx0{,}366032\). Für \(100\) mögliche Zahlen ergibt sich mit Linearität des Erwartungswerts \(100P(X=0)\approx36{,}6\). 3. Für genau zwei Vorkommen gilt \(P(X=2)=\binom{100}{2}0{,}01^2 0{,}99^{98}\approx0{,}184865\). 4. Daher ist die erwartete Anzahl der genau zweimal vorkommenden Werte \(100P(X=2)\approx18{,}5\).

Antwort

a) \(\approx36{,}6\) Werte b) \(\approx18{,}5\) Werte
43114812
In einer Baumschule wird die Überlebensrate von frisch gepflanzten Setzlingen in den ersten sechs Wochen untersucht. Nach genau sechs Wochen sind alle Setzlinge eingegangen. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Anteil der Setzlinge nach \(w\) Wochen noch lebt: <table> <tr> <td>Woche \(w\)</td> <td>0</td> <td>1</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> <td>5</td> <td>6</td> </tr> <tr> <td>Anteil lebend</td> <td>\(1{,}00\)</td> <td>\(0{,}92\)</td> <td>\(0{,}80\)</td> <td>\(0{,}55\)</td> <td>\(0{,}25\)</td> <td>\(0{,}05\)</td> <td>\(0{,}00\)</td> </tr> </table> Da man nicht genau weiß, wann innerhalb einer Woche ein Setzling eingeht, lässt sich der Erwartungswert für die Überlebensdauer nur in einem Intervall angeben. Bestimme die untere und die obere Grenze für den Erwartungswert der Überlebensdauer (in Wochen).

Denkanstöße

- Bestimme zunächst, welcher Anteil der Setzlinge jeweils im Verlauf der ersten, zweiten, ..., sechsten Woche eingeht. - Für die untere Grenze nimmst du an, dass die Setzlinge jeweils zum frühestmöglichen Zeitpunkt innerhalb ihrer Sterbewoche eingehen. - Für die obere Grenze nimmst du an, dass sie jeweils zum spätestmöglichen Zeitpunkt eingehen. - Wie wirkt sich diese Verschiebung um eine ganze Woche auf den Erwartungswert aus?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Eingehen pro Woche (\(\Delta\) der Anteile): - Woche 1: \(0{,}08\) - Woche 2: \(0{,}12\) - Woche 3: \(0{,}25\) - Woche 4: \(0{,}30\) - Woche 5: \(0{,}20\) - Woche 6: \(0{,}05\) 2. Untere Grenze (Annahme: alle sterben am Anfang der Woche, z. B. nach 0, 1, 2, ... Wochen): \(E_{min} = 0 \cdot 0{,}08 + 1 \cdot 0{,}12 + 2 \cdot 0{,}25 + 3 \cdot 0{,}30 + 4 \cdot 0{,}20 + 5 \cdot 0{,}05 = 2{,}57\). 3. Obere Grenze (Annahme: alle sterben am Ende der Woche, z. B. nach 1, 2, 3, ... Wochen): \(E_{max} = 1 \cdot 0{,}08 + 2 \cdot 0{,}12 + 3 \cdot 0{,}25 + 4 \cdot 0{,}30 + 5 \cdot 0{,}20 + 6 \cdot 0{,}05 = 3{,}57\). Alternativ: \(E_{max} = E_{min} + 1\), da jedes Intervall genau eine Woche lang ist.

Antwort

Die untere Grenze für den Erwartungswert liegt bei \(2{,}57\,\text{Wochen}\), die obere Grenze bei \(3{,}57\,\text{Wochen}\).
43119612
Ein digitaler Musikplayer enthält eine Playlist mit \(50\) verschiedenen Songs. Im „Random-Modus“ wird für jedes neue Lied einer der \(50\) Songs mit der gleichen Wahrscheinlichkeit ausgewählt, wobei Wiederholungen direkt hintereinander möglich sind (Ziehen mit Zurücklegen). Es werden insgesamt \(50\) Songs abgespielt. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird ein bestimmter Lieblingssong in dieser Zeit kein einziges Mal gespielt? Runde die Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Lieblingssong mindestens zweimal vorkommt. Runde auf vier Dezimalstellen. c) Wie viele der \(50\) verschiedenen Songs werden bei diesem Vorgang im Durchschnitt kein einziges Mal abgespielt? Runde auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Betrachte zunächst nur einen fest ausgewählten Song und seine Häufigkeit unter den \(50\) Wiedergaben. - Für „mindestens zweimal“ ist das Gegenereignis aus „keinmal“ und „genau einmal“ zusammengesetzt. - Wie lässt sich die erwartete Zahl nicht gespielter Songs aus der Nichtauftretenswahrscheinlichkeit eines einzelnen Songs bestimmen?

Lösung

1. Für einen fest gewählten Song ist die Anzahl seiner Wiedergaben binomialverteilt mit \(n=50\) und \(p=\frac{1}{50}=0{,}02\). 2. Für kein Vorkommen gilt \(P(X=0)=0{,}98^{50}\approx0{,}3642\). 3. Für genau ein Vorkommen gilt \(P(X=1)=\binom{50}{1}0{,}02\cdot0{,}98^{49}=0{,}98^{49}\). Damit ist \(P(X\ge2)=1-P(X=0)-P(X=1)\approx0{,}2642\). 4. Sei \(Y\) die Anzahl der Songs, die gar nicht vorkommen. Für jeden der \(50\) Songs beträgt die Nichtauftretenswahrscheinlichkeit \(0{,}98^{50}\). Mit der Linearität des Erwartungswerts folgt \(E(Y)=50\cdot0{,}98^{50}\approx18{,}2\).

Antwort

a) \(P(X=0)\approx0{,}3642\) b) \(P(X\ge2)\approx0{,}2642\) c) \(E(Y)\approx18{,}2\) Songs
43216012
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(6\) gleich große Sektoren. Lies die Beschriftungen der Sektoren aus der Abbildung ab. Die Drehungen werden als voneinander unabhängig angenommen. Ein Spieler entscheidet sich vorab, das Glücksrad genau \(n\)-mal zu drehen. Erzielt er bei einer der Drehungen eine „0“, ist das Spiel sofort beendet und die Auszahlung beträgt \(0\,\text{€}\). Erzielt er in keinem der \(n\) Durchgänge eine „0“, wird ihm die Summe aller gedrehten Zahlen in Euro ausgezahlt. Der Erwartungswert für die Auszahlung bei einer geplanten Anzahl von \(n\) Drehungen lässt sich durch einen Term der Form \(E(n) = a \cdot n \cdot b^n\) beschreiben. a) Bestimme die Werte für die Konstanten \(a\) und \(b\). b) Berechne den Erwartungswert für \(n = 3\) und \(n = 4\) und runde jeweils auf zwei Nachkommastellen. c) Zeige mathematisch, dass es zwei aufeinanderfolgende Werte für \(n\) gibt, für die der Erwartungswert der Auszahlung exakt gleich ist, und bestimme diese beiden Werte.
Abbildung zur Aufgabe 432160

Denkanstöße

- Welche Information über die möglichen Drehwerte liefert dir die Abbildung, die im Text nicht noch einmal aufgelistet ist? - Trenne die Frage „Wird überhaupt ausgezahlt?“ von der Frage nach der durchschnittlichen Summe im Auszahlungsfall. - Vergleiche für Teil c) die Terme \(E(n)\) und \(E(n+1)\), ohne zuerst einzelne Werte auszuprobieren.

Lösung

1. Fünf der sechs Sektoren sind ungleich null. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, bei einer Drehung keine „0“ zu erhalten, \(b = \frac{5}{6}\). 2. Unter der Bedingung, dass keine „0“ fällt, sind die fünf Werte \(2\), \(4\), \(6\), \(8\) und \(10\) gleich wahrscheinlich. Ihr Mittelwert ist \(a = \frac{2+4+6+8+10}{5} = 6\). Damit gilt \(E(n)=6n\left(\frac{5}{6}\right)^n\). 3. Für \(n=3\) ergibt sich \(E(3)=18\left(\frac{5}{6}\right)^3=\frac{125}{12}\,\text{€}\approx10{,}42\,\text{€}\). 4. Für \(n=4\) ergibt sich \(E(4)=24\left(\frac{5}{6}\right)^4=\frac{625}{54}\,\text{€}\approx11{,}57\,\text{€}\). 5. Aus \(E(n)=E(n+1)\) folgt \(6n\left(\frac{5}{6}\right)^n=6(n+1)\left(\frac{5}{6}\right)^{n+1}\). Nach Kürzen gilt \(n=\frac{5}{6}(n+1)\), also \(n=5\). 6. Somit sind \(E(5)\) und \(E(6)\) gleich. Tatsächlich gilt \(E(5)=E(6)=\frac{15625}{1296}\,\text{€}\approx12{,}06\,\text{€}\).

Antwort

a) \(a=6\) und \(b=\frac{5}{6}\). b) \(E(3)\approx10{,}42\,\text{€}\) und \(E(4)\approx11{,}57\,\text{€}\). c) Die aufeinanderfolgenden Werte sind \(n=5\) und \(n=6\); für beide gilt \(E(n)\approx12{,}06\,\text{€}\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.