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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Varianz und Standardabweichung

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55216312
Die beiden Diagramme zeigen Wahrscheinlichkeitsverteilungen mit demselben Erwartungswert \(2\). Bei welcher Verteilung ist die Standardabweichung größer? Begründe nur anhand der Lage der Wahrscheinlichkeitsmasse.
Abbildung zur Aufgabe 552163

Denkanstöße

- Vergleiche, wie weit die dargestellten Werte jeweils vom gemeinsamen Erwartungswert entfernt liegen. - Größere typische Abstände vom Erwartungswert bedeuten eine größere Streuung.

Lösung

1. In a) liegt die gesamte Wahrscheinlichkeit bei den Werten \(1\) und \(3\), also jeweils im Abstand \(1\) vom Erwartungswert \(2\). 2. In b) liegt die gesamte Wahrscheinlichkeit bei \(0\) und \(4\), also jeweils im Abstand \(2\) vom Erwartungswert. 3. Die Werte in b) liegen weiter vom Erwartungswert entfernt. Daher ist die Standardabweichung in b) größer.

Antwort

Verteilung b) hat die größere Standardabweichung.
55216412
Zwei Zufallsgrößen \(X\) und \(Y\) haben beide den Erwartungswert \(5\). Es gilt \(\sigma_X=0{,}8\) und \(\sigma_Y=2{,}1\). Welche Zufallsgröße streut stärker um den Erwartungswert?

Denkanstöße

- Welche der beiden angegebenen Kennzahlen misst die Streuung? - Vergleiche die beiden Standardabweichungen direkt.

Lösung

1. Die Standardabweichung beschreibt die Streuung um den Erwartungswert. 2. Da \(2{,}1>0{,}8\), streut \(Y\) stärker als \(X\).

Antwort

\(Y\) streut stärker.
42346312
Ein Automobilhersteller modelliert, dass jedes produzierte Fahrzeug unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(8\,\%\) einen kleinen Lackfehler aufweist. In einer Stichprobe werden \(150\) Fahrzeuge untersucht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Fahrzeuge mit Lackfehler. Bestimme den Erwartungswert und die Standardabweichung von \(X\). Runde die Standardabweichung auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche beiden Parameter beschreiben hier die Anzahl der unabhängigen Treffer? - Welche Kennzahl beschreibt die Lage der Verteilung, welche ihre Streuung? - Prüfe, ob deine Standardabweichung dieselbe Einheit wie die Zufallsgröße besitzt.

Lösung

1. Es gilt \(n=150\) und \(p=0{,}08\). 2. Der Erwartungswert beträgt \(E(X)=np=150\cdot0{,}08=12\). 3. Die Varianz beträgt \(V(X)=np(1-p)=150\cdot0{,}08\cdot0{,}92=11{,}04\). 4. Daher ist \(\sigma(X)=\sqrt{11{,}04}\approx3{,}32\).

Antwort

\(E(X)=12\), \(\sigma(X)\approx3{,}32\)
42346412
Ein Glücksrad mit \(10\) gleich großen Feldern hat genau ein Gewinnfeld. Das Rad wird \(80\)-mal unabhängig gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) zählt die Hauptgewinne. Berechne den Erwartungswert und die Standardabweichung von \(X\). Runde die Standardabweichung auf zwei Dezimalstellen. Erläutere kurz die Bedeutung des Erwartungswerts.

Denkanstöße

- Welche Trefferwahrscheinlichkeit hat das einzelne Gewinnfeld? - Welche Formeln gelten für Erwartungswert und Standardabweichung einer Binomialverteilung? - Der Erwartungswert ist eine langfristige Durchschnittsaussage, nicht die garantierte Trefferzahl einer einzelnen Serie.

Lösung

1. Es gilt \(p=\frac{1}{10}=0{,}1\) und damit \(X\sim B(80;0{,}1)\). 2. Der Erwartungswert ist \(E(X)=np=80\cdot0{,}1=8\). 3. Die Standardabweichung ist \(\sigma(X)=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{80\cdot0{,}1\cdot0{,}9}=\sqrt{7{,}2}\approx2{,}68\). 4. Bei sehr vielen Wiederholungen einer Serie von jeweils \(80\) Drehungen liegt die durchschnittliche Zahl der Hauptgewinne bei \(8\).

Antwort

\(E(X)=8\), \(\sigma(X)\approx2{,}68\). Der Erwartungswert beschreibt den langfristigen Durchschnitt der Hauptgewinne pro Serie von \(80\) Drehungen.
42347512
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) hat die Parameter \(n\) und \(p\). Untersuche, wie sich der Erwartungswert \(E(X)\) und die Standardabweichung \(\sigma(X)\) verändern, wenn man die Anzahl der Versuche \(n\) auf das \(25\)-fache erhöht, die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) jedoch beibehält.

Denkanstöße

- Schau dir die Formeln für den Erwartungswert und die Standardabweichung bei einer Binomialverteilung an. - Überlege, an welcher Stelle der Parameter \(n\) in diesen Formeln steht. - Wie wirkt sich ein Faktor innerhalb einer Quadratwurzel auf das Gesamtergebnis aus? - Was passiert mit einem Produkt, wenn man einen der Faktoren vervielfacht?

Lösung

1. Der Erwartungswert einer binomialverteilten Zufallsgröße ist durch \(E(X) = n \cdot p\) gegeben. Wenn \(n\) durch \(25 \cdot n\) ersetzt wird, ergibt sich \(E_{neu} = 25 \cdot n \cdot p = 25 \cdot E(X)\). Der Erwartungswert verfünfundzwanzigfacht sich also. 2. Die Standardabweichung ist definiert als \(\sigma(X) = \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)}\). Setzt man den neuen Wert für \(n\) ein, erhält man \(\sigma_{neu} = \sqrt{25 \cdot n \cdot p \cdot (1-p)} = \sqrt{25} \cdot \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)} = 5 \cdot \sigma(X)\). Die Standardabweichung verfünffacht sich somit.

Antwort

Der Erwartungswert verfünfundzwanzigfacht sich (\(25 \cdot E(X)\)) und die Standardabweichung verfünffacht sich (\(5 \cdot \sigma(X)\)).
42348512
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt die Parameter \(n\) und \(p\). Es ist bekannt, dass die Varianz \(V(X) = 0\) beträgt. Bestimme alle möglichen Werte für die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\), unter der Bedingung, dass die Anzahl der Versuche \(n \geq 1\) ist. Erkläre kurz, was dies für die möglichen Werte der Zufallsgröße \(X\) bedeutet.

Denkanstöße

- Welche Formel berechnet die Varianz bei einer Binomialverteilung? - Wann wird ein Produkt aus mehreren Zahlen genau null? - Was bedeutet eine Varianz von null für die Verteilung der Werte einer Zufallsgröße? - Überlege dir, was passiert, wenn die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg entweder \(0\,\%\) oder \(100\,\%\) ist.

Lösung

1. Aufstellen der Formel für die Varianz einer Binomialverteilung: \(V(X) = n \cdot p \cdot (1 - p)\). 2. Setzen der Varianz gleich null: \(n \cdot p \cdot (1 - p) = 0\). 3. Da laut Voraussetzung \(n \geq 1\) (und damit \(n \neq 0\)) gilt, muss das Produkt \(p \cdot (1 - p) = 0\) sein. 4. Anwendung des Satzes vom Nullprodukt liefert die Lösungen \(p = 0\) oder \(1 - p = 0\), woraus \(p = 1\) folgt. 5. Interpretation: Wenn \(p = 0\), tritt nie ein Erfolg ein, also ist \(X\) immer \(0\). Wenn \(p = 1\), tritt bei jedem Versuch ein Erfolg ein, also ist \(X\) immer \(n\). In beiden Fällen gibt es keine Zufälligkeit im Ergebnis.

Antwort

Die Erfolgswahrscheinlichkeit muss \(p = 0\) oder \(p = 1\) sein. Das bedeutet, dass das Ergebnis des Zufallsexperiments nicht mehr schwankt: Bei \(p = 0\) ist das Ergebnis immer \(0\), bei \(p = 1\) ist das Ergebnis immer \(n\).
42348912
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) hat die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}25\) und die Standardabweichung \(\sigma = 3\). Bestimme die Anzahl der Versuche \(n\) und berechne anschließend den Erwartungswert \(\mu\).

Denkanstöße

- Welche Formel verknüpft die Standardabweichung mit der Trefferwahrscheinlichkeit und der Anzahl der Versuche? - Es ist oft hilfreich, zuerst die Varianz zu betrachten, um die Wurzel in der Formel zu umgehen. - Hast du alle gegebenen Werte korrekt in die Formel eingesetzt? - Wie hängen der Erwartungswert, die Trefferwahrscheinlichkeit und die Anzahl der Versuche zusammen?

Lösung

1. Anwendung der Formel für die Standardabweichung bei Binomialverteilungen: \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1 - p)}\). 2. Quadrieren der Gleichung zur Berechnung der Varianz: \(\sigma^2 = n \cdot p \cdot (1 - p)\), also \(3^2 = n \cdot 0{,}25 \cdot (1 - 0{,}25)\). 3. Vereinfachen der Gleichung: \(9 = n \cdot 0{,}25 \cdot 0{,}75 \Rightarrow 9 = n \cdot 0{,}1875\). 4. Auflösen nach \(n\): \(n = 9 : 0{,}1875 = 48\). 5. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 48 \cdot 0{,}25 = 12\).

Antwort

Die Anzahl der Versuche beträgt \(n = 48\) und der Erwartungswert ist \(\mu = 12\).
42672512
Gegeben ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsgröße \(X\): <table> <tr> <td>\(x_i\)</td> <td>\(10\)</td> <td>\(20\)</td> <td>\(30\)</td> <td>\(40\)</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = x_i)\)</td> <td>\(0{,}4\)</td> <td>\(0{,}3\)</td> <td>\(0{,}2\)</td> <td>\(0{,}1\)</td> </tr> </table> Berechne den Erwartungswert \(\mu\), die Varianz \(V(X)\) und die Standardabweichung \(\sigma(X)\) dieser Zufallsgröße.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den Durchschnittswert (Erwartungswert), den man auf lange Sicht erwarten würde. - Überlege dir dann, wie stark die einzelnen Werte im Quadrat von diesem Durchschnitt abweichen und gewichte dies mit ihren Wahrscheinlichkeiten. - Wie hängen die Streuung in quadrierten Einheiten und die Streuung in der ursprünglichen Einheit zusammen?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = 10 \cdot 0{,}4 + 20 \cdot 0{,}3 + 30 \cdot 0{,}2 + 40 \cdot 0{,}1 = 4 + 6 + 6 + 4 = 20\) 2. Berechnung der Varianz: \(V(X) = (10 - 20)^2 \cdot 0{,}4 + (20 - 20)^2 \cdot 0{,}3 + (30 - 20)^2 \cdot 0{,}2 + (40 - 20)^2 \cdot 0{,}1 = 100 \cdot 0{,}4 + 0 \cdot 0{,}3 + 100 \cdot 0{,}2 + 400 \cdot 0{,}1 = 40 + 0 + 20 + 40 = 100\) 3. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma(X) = \sqrt{100} = 10\)

Antwort

\(\mu = 20\); \(V(X) = 100\); \(\sigma(X) = 10\)
42672912
Ein regelmäßiger Dodekaeder ist ein Körper mit \(12\) gleich großen Seitenflächen, die mit den Zahlen \(1\) bis \(12\) beschriftet sind. Bei einem Wurf ist jede dieser Zahlen gleich wahrscheinlich. Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\): „Erzielte Augenzahl“. Runde \(\sigma\) auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Werte kann die Zufallsgröße annehmen und wie groß ist ihre jeweilige Wahrscheinlichkeit? - Wie lässt sich der Erwartungswert bei einer Gleichverteilung bestimmen? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen \(V(X)\) und \(\sigma(X)\)?

Lösung

1. Alle \(12\) Werte sind gleich wahrscheinlich. Daher ist \(E(X)=\frac{1+2+\dots+12}{12}=\frac{78}{12}=6{,}5\). 2. Weiter gilt \(E(X^2)=\frac{1^2+2^2+\dots+12^2}{12}=\frac{650}{12}=\frac{325}{6}\). 3. Somit ist \(V(X)=E(X^2)-(E(X))^2=\frac{325}{6}-6{,}5^2=\frac{143}{12}\). 4. Die Standardabweichung beträgt \(\sigma(X)=\sqrt{\frac{143}{12}}\approx3{,}45\).

Antwort

\(\mu=6{,}5\), \(\sigma\approx3{,}45\)
42678212
In einer Lostrommel befinden sich Lose. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt den Gewinnwert eines gezogenen Loses in Euro. Über die Verteilung von \(X\) ist bekannt, dass der Erwartungswert \(E(X)=5{,}00\,\text{€}\) beträgt und die Standardabweichung \(\sigma(X)=0\) ist. Untersuche, welche Gewinne in der Lostrommel enthalten sind und mit welcher Wahrscheinlichkeit der Wert \(5\,\text{€}\) erzielt wird. Begründe, ob es in dieser Trommel Nieten (Gewinn von \(0\,\text{€}\)) geben kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet eine Standardabweichung von null für die Streuung? - Welcher einzige Wert ist möglich, wenn gleichzeitig der Erwartungswert bekannt ist? - Welche Wahrscheinlichkeit bleibt dann für einen Gewinn von \(0\,\text{€}\)?

Lösung

1. Aus \(\sigma(X)=0\) folgt \(V(X)=0\). 2. Eine Varianz von null bedeutet, dass alle möglichen Werte mit positiver Wahrscheinlichkeit mit dem Erwartungswert übereinstimmen. 3. Wegen \(E(X)=5{,}00\,\text{€}\) gilt daher \(P(X=5)=1\). 4. Insbesondere ist \(P(X=0)=0\); Nieten können nicht enthalten sein.

Antwort

Jedes Los hat den Gewinnwert \(5\,\text{€}\); \(P(X=5)=1\). Nieten können nicht enthalten sein.
42680912
Eine Zufallsgröße \(Z\) kann die Werte \(5\) und \(0\) annehmen. Dabei gilt \(P(Z = 5) = p\) und \(P(Z = 0) = 1 - p\). a) Stelle einen Term für den Erwartungswert \(E(Z)\) in Abhängigkeit von \(p\) auf. b) Bestimme die Varianz \(V(Z)\) in Abhängigkeit von \(p\). c) Berechne die Standardabweichung \(\sigma(Z)\) für den Fall \(p = 0{,}4\).

Denkanstöße

- Wie berechnet man allgemein den Erwartungswert einer diskreten Zufallsgröße? - Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Varianz, dem Erwartungswert der Quadrate und dem Quadrat des Erwartungswerts? - Wie hängen Varianz und Standardabweichung zusammen?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(Z) = 5 \cdot p + 0 \cdot (1 - p) = 5 \cdot p\). 2. Berechnung des Erwartungswerts der Quadrate: \(E(Z^2) = 5^2 \cdot p + 0^2 \cdot (1 - p) = 25 \cdot p\). 3. Berechnung der Varianz: \(V(Z) = E(Z^2) - (E(Z))^2 = 25 \cdot p - (5 \cdot p)^2 = 25 \cdot p - 25 \cdot p^2 = 25 \cdot p \cdot (1 - p)\). 4. Einsetzen von \(p = 0{,}4\) in die Varianzformel: \(V(Z) = 25 \cdot 0{,}4 \cdot (1 - 0{,}4) = 10 \cdot 0{,}6 = 6\). 5. Bestimmung der Standardabweichung: \(\sigma(Z) = \sqrt{V(Z)} = \sqrt{6} \approx 2{,}45\).

Antwort

a) \(E(Z) = 5 \cdot p\) b) \(V(Z) = 25 \cdot p \cdot (1 - p)\) c) \(\sigma(Z) = \sqrt{6} \approx 2{,}45\)
42712112
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt den Erwartungswert \(\mu = 24\) und die Standardabweichung \(\sigma = 4\). Bestimme die Parameter \(n\) (Anzahl der Versuche) und \(p\) (Erfolgswahrscheinlichkeit) dieser Verteilung.

Denkanstöße

- Wie hängen Erwartungswert und Varianz bei einer Binomialverteilung mathematisch zusammen? - Setze die gegebenen Werte in die bekannten Formeln ein und löse das Gleichungssystem nach den gesuchten Parametern auf.

Lösung

Es gelten die Formeln \(\mu = n \cdot p\) und \(\sigma^2 = n \cdot p \cdot (1 - p)\). Durch Einsetzen erhält man \(24 = n \cdot p\) und \(16 = 24 \cdot (1 - p)\). Aus der zweiten Gleichung folgt \(1 - p = \frac{16}{24} = \frac{2}{3}\), also \(p = \frac{1}{3}\). Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(24 = n \cdot \frac{1}{3}\), woraus \(n = 72\) folgt.

Antwort

\(n = 72\); \(p = \frac{1}{3}\)
42712312
Bestimme die Parameter \(n\) und \(p\) einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) für die folgenden Kennwerte: a) \(\mu = 10\) und \(\sigma = \sqrt{8}\) b) \(\mu = 48\) und \(\sigma = 4\)

Denkanstöße

- Welche Formeln verknüpfen den Erwartungswert und die Standardabweichung mit \(n\) und \(p\)? - Wie lässt sich die Varianz \(\sigma^2\) durch den Erwartungswert \(\mu\) ausdrücken? - Könntest du zuerst die Wahrscheinlichkeit für einen Misserfolg, also \(1-p\), berechnen? - Überlege, wie du eine der Unbekannten eliminieren kannst, wenn du beide Formeln kombinierst.

Lösung

a) Für die Teilaufgabe a) wird die Beziehung \(\sigma^2 = \mu \cdot (1-p)\) genutzt. Durch Einsetzen der Werte ergibt sich \(8 = 10 \cdot (1-p)\). Daraus folgt \(1-p = 0{,}8\) und somit \(p = 0{,}2\). Mit \(\mu = n \cdot p\) erhält man \(10 = n \cdot 0{,}2\), was zu \(n = 50\) führt. b) Für die Teilaufgabe b) wird analog vorgegangen: \(\sigma^2 = 16\). Die Gleichung \(16 = 48 \cdot (1-p)\) führt zu \(1-p = \frac{1}{3}\), also \(p = \frac{2}{3}\). Über \(\mu = n \cdot p\) ergibt sich \(48 = n \cdot \frac{2}{3}\), woraus \(n = 72\) folgt.

Antwort

a) \(n = 50\); \(p = 0{,}2\) b) \(n = 72\); \(p = \frac{2}{3}\)
43111412
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(n=10\) Fragen. Bei jeder Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei allen Fragen rein zufällig. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der richtigen Antworten an. a) Berechne den Erwartungswert und die Varianz von \(X\). b) Bestimme die Standardabweichung \(\sigma\), runde auf zwei Dezimalstellen und interpretiere sie im Kontext der zu erwartenden richtigen Antworten. c) Wie verändert sich die Varianz, wenn der Test auf \(n=20\) Fragen erweitert wird? Begründe anhand der Varianzformel.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Trefferwahrscheinlichkeit beim Raten. - Welche Kurzformeln gelten für Erwartungswert und Varianz einer Binomialverteilung? - Welche Rolle spielt der Faktor \(n\) in der Varianzformel?

Lösung

1. Es gilt \(n=10\) und \(p=0{,}25\). 2. Damit ist \(E(X)=10\cdot0{,}25=2{,}5\) und \(V(X)=10\cdot0{,}25\cdot0{,}75=1{,}875\). 3. Die Standardabweichung ist \(\sigma=\sqrt{1{,}875}\approx1{,}37\). Sie beschreibt die typische Größenordnung der Abweichung der Trefferzahl vom Erwartungswert. 4. Bei \(n=20\) ist \(V(X)=20\cdot0{,}25\cdot0{,}75=3{,}75\). Bei festem \(p\) ist die Varianz proportional zu \(n\), sie verdoppelt sich also.

Antwort

a) \(E(X)=2{,}5\), \(V(X)=1{,}875\) b) \(\sigma\approx1{,}37\); typische Abweichung vom Erwartungswert in der Größenordnung von etwa \(1{,}37\) richtigen Antworten c) Die Varianz verdoppelt sich auf \(3{,}75\).
43112512
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Erfolge bei \(n = 3\) Versuchen mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}5\). Berechne die Varianz \(V(X)\) direkt über die Definition der Varianz als Erwartungswert der quadrierten Abweichungen: \(V(X) = \sum_{k=0}^{n} (k - \mu)^2 \cdot P(X = k)\). Bestimme dazu zunächst den Erwartungswert \(\mu\).

Denkanstöße

- Welchen Wert erwartest du im Durchschnitt bei drei Versuchen, wenn die Chance jeweils \(50\,\%\) ist? - Erstelle eine kleine Tabelle für die Wahrscheinlichkeiten jedes möglichen Ergebnisses. - Wie weit liegen die einzelnen Werte vom Durchschnitt entfernt? Quadriere diese Abstände. - Vergiss nicht, die quadrierten Abstände mit ihren jeweiligen Wahrscheinlichkeiten zu gewichten.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(\mu = n \cdot p = 3 \cdot 0{,}5 = 1{,}5\). 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeiten \(P(X = k) = \binom{3}{k} \cdot 0{,}5^3\): \(P(X = 0) = 0{,}125\), \(P(X = 1) = 0{,}375\), \(P(X = 2) = 0{,}375\), \(P(X = 3) = 0{,}125\). 3. Berechnung der quadrierten Abweichungen \((k - \mu)^2\): Für \(k = 0\) und \(k = 3\): \((0 - 1{,}5)^2 = (3 - 1{,}5)^2 = 2{,}25\). Für \(k = 1\) und \(k = 2\): \((1 - 1{,}5)^2 = (2 - 1{,}5)^2 = 0{,}25\). 4. Summation zur Varianz: \(V(X) = 2{,}25 \cdot 0{,}125 + 0{,}25 \cdot 0{,}375 + 0{,}25 \cdot 0{,}375 + 2{,}25 \cdot 0{,}125 = 0{,}28125 + 0{,}09375 + 0{,}09375 + 0{,}28125 = 0{,}75\).

Antwort

Die Varianz beträgt \(V(X) = 0{,}75\).
55225812
Die beiden Säulendiagramme zeigen Wahrscheinlichkeitsverteilungen mit demselben Erwartungswert \(E=2\). Entscheide ohne Varianzrechnung, bei welcher Verteilung die Standardabweichung größer ist. Begründe deine Entscheidung anhand der Lage der Wahrscheinlichkeitsmasse zum Erwartungswert.
Abbildung zur Aufgabe 552258

Denkanstöße

- Der Erwartungswert ist bei beiden Verteilungen bereits gleich. - Vergleiche, wie viel Wahrscheinlichkeit nahe bei \(2\) und wie viel weit davon entfernt liegt. - Für diese Entscheidung musst du die Varianz nicht ausrechnen.

Lösung

1. In Diagramm I liegt der größte Teil der Wahrscheinlichkeit bei \(2\) und der Rest nur bei den benachbarten Werten \(1\) und \(3\). 2. In Diagramm II liegt die Hälfte der Wahrscheinlichkeit zwar ebenfalls bei \(2\), die übrige Wahrscheinlichkeit liegt aber bei den weiter entfernten Werten \(0\) und \(4\). 3. Größere Abstände vom Erwartungswert führen zu einer größeren Streuung. Daher hat die Verteilung in Diagramm II die größere Standardabweichung.

Antwort

Die Verteilung in Diagramm II hat die größere Standardabweichung.
55225912
Ein Onlinehändler verschickt an einem Tag \(30\) Exemplare desselben Produkts. Aus vergleichbaren Verkäufen ist bekannt, dass etwa \(20\,\%\) der Exemplare zurückgesendet werden. a) Welche Annahmen über die einzelnen Rücksendeentscheidungen sind nötig, damit die Anzahl \(X\) der Rücksendungen binomialverteilt modelliert werden kann? b) Bestimme die Standardabweichung \(\sigma\) dieses Modells und runde auf eine Dezimalstelle. c) Interpretiere \(\sigma\) im Kontext.

Denkanstöße

- Welche zwei Modellbedingungen sind für eine Bernoulli-Kette entscheidend? - Welche Größe misst die Streuung einer Binomialverteilung um ihren Erwartungswert? - Eine Standardabweichung ist keine Garantie für eine feste Abweichungsgrenze.

Lösung

1. Für ein Binomialmodell müssen die Rücksendeentscheidungen näherungsweise unabhängig sein und für alle \(30\) Verkäufe dieselbe Rücksendewahrscheinlichkeit \(p=0{,}2\) gelten. 2. Dann ist \(X\sim B(30;0{,}2)\) mit \(E(X)=30\cdot0{,}2=6\). 3. Die Standardabweichung ist \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{30\cdot0{,}2\cdot0{,}8}=\sqrt{4{,}8}\approx2{,}2\). 4. Die Zahl der Rücksendungen schwankt bei wiederholten vergleichbaren Verkaufstagen typischerweise in einer Größenordnung von etwa \(2{,}2\) um den Erwartungswert \(6\); \(\sigma\) ist keine feste maximale Abweichung.

Antwort

a) Annähernd gleiche Rücksendewahrscheinlichkeit und hinreichend unabhängige Rücksendeentscheidungen. b) \(\sigma\approx2{,}2\) c) Die Rücksendezahl streut typischerweise in einer Größenordnung von etwa \(2{,}2\) um den Erwartungswert \(6\).
55226012
Für eine Zufallsgröße \(X\) gilt \(E(X)=12\) und \(\sigma(X)=3\). Eine neue Zufallsgröße wird durch \(Y=5X-20\) definiert. a) Bestimme \(E(Y)\). b) Bestimme \(\sigma(Y)\). c) Erkläre kurz, welche Wirkung der Faktor \(5\) und die Verschiebung um \(-20\) auf Lage und Streuung haben.

Denkanstöße

- Für affine Transformationen gilt \(E(aX+b)=aE(X)+b\). - Für die Standardabweichung gilt \(\sigma(aX+b)=|a|\sigma(X)\). - Eine reine Verschiebung verändert die Abstände der Werte untereinander nicht.

Lösung

1. Für den Erwartungswert gilt \(E(Y)=5E(X)-20=5\cdot12-20=40\). 2. Für die Standardabweichung gilt \(\sigma(Y)=|5|\sigma(X)=5\cdot3=15\). 3. Der Faktor \(5\) vergrößert alle Abstände und damit die Standardabweichung um den Faktor \(5\). Die Verschiebung um \(-20\) verschiebt alle Werte gleich stark und verändert die Streuung nicht.

Antwort

a) \(E(Y)=40\) b) \(\sigma(Y)=15\) c) Der Faktor \(5\) skaliert Lage und Streuung; die Verschiebung um \(-20\) verändert nur die Lage.
42346912
In einer Fertigungsanlage wird modelliert, dass jede produzierte LED unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(5\,\%\) defekt ist. Für eine Qualitätsprüfung werden \(20\) LEDs betrachtet. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten LEDs. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens eine LED defekt ist. Runde auf vier Dezimalstellen. b) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\). Runde \(\sigma\) auf vier Dezimalstellen. c) Gib alle möglichen Werte für die Anzahl der defekten LEDs an, die im Intervall \([\mu-\sigma;\mu+\sigma]\) liegen.

Denkanstöße

- Welche Ereignisse gehören zu „höchstens eine defekte LED“? - Bestimme zunächst die beiden Parameter des Binomialmodells. - Für Teil c) musst du zusätzlich beachten, dass eine Trefferzahl nur ganzzahlig sein kann.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(20;0{,}05)\). 2. Für höchstens eine defekte LED gilt \(P(X\le1)=P(X=0)+P(X=1)=0{,}95^{20}+20\cdot0{,}05\cdot0{,}95^{19}\approx0{,}7358\). 3. Der Erwartungswert ist \(\mu=np=20\cdot0{,}05=1\). 4. Die Standardabweichung ist \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{0{,}95}\approx0{,}9747\). 5. Damit ist \([\mu-\sigma;\mu+\sigma]\approx[0{,}0253;1{,}9747]\). Da \(X\) ganzzahlig ist, liegt nur \(1\) in diesem Intervall.

Antwort

a) \(P(X\le1)\approx0{,}7358\) b) \(\mu=1\), \(\sigma\approx0{,}9747\) c) \(1\)
42347012
Ein Glücksrad besitzt drei gleich große Sektoren in den Farben Rot, Blau und Gelb. Das Rad wird insgesamt \(12\)-mal unabhängig voneinander gedreht. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt an, wie oft die Farbe „Rot“ erzielt wird. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Farbe „Rot“ genau \(4\)-mal erscheint. b) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(Y\). c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Treffer um mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht? Runde alle nicht exakten Ergebnisse auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Trefferwahrscheinlichkeit für „Rot“ bei einer Drehung und prüfe, ob sie bei allen Drehungen gleich bleibt. - Überlege für Teil c), welche ganzzahligen Trefferzahlen tatsächlich außerhalb des Intervalls um den Erwartungswert liegen. - Für die beiden Randbereiche kannst du kumulierte Wahrscheinlichkeiten verwenden.

Lösung

1. Wegen der unabhängigen Drehungen liegt eine Binomialverteilung mit \(n=12\) und \(p=\frac{1}{3}\) vor. 2. Für genau vier rote Sektoren gilt \(P(Y=4)=\binom{12}{4}\left(\frac{1}{3}\right)^4\left(\frac{2}{3}\right)^8\approx0{,}2384\). 3. Erwartungswert und Standardabweichung sind \(\mu=12\cdot\frac{1}{3}=4\) und \(\sigma=\sqrt{12\cdot\frac{1}{3}\cdot\frac{2}{3}}=\sqrt{\frac{8}{3}}\approx1{,}6330\). 4. Mehr als eine Standardabweichung bedeutet \(Y<4-\sqrt{\frac{8}{3}}\) oder \(Y>4+\sqrt{\frac{8}{3}}\), also wegen der Ganzzahligkeit \(Y\le2\) oder \(Y\ge6\). 5. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(Y\le2)\approx0{,}1811\) und \(P(Y\ge6)=1-P(Y\le5)\approx0{,}1777\). 6. Somit ist \(P(|Y-\mu|>\sigma)\approx0{,}1811+0{,}1777=0{,}3588\).

Antwort

a) \(P(Y=4)\approx0{,}2384\) b) \(\mu=4\), \(\sigma\approx1{,}6330\) c) \(P(|Y-\mu|>\sigma)\approx0{,}3588\)
42347312
Ein Unternehmen modelliert, dass jede produzierte Glasflasche unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(4\,\%\) einen kleinen Materialfehler aufweist. Für eine Qualitätskontrolle werden \(150\) Flaschen betrachtet. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Flaschen mit Materialfehlern. a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\). b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Flaschen mit Materialfehlern um höchstens eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht. Runde diese Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Parameter besitzt das Binomialmodell in dieser Situation? - Übersetze „höchstens eine Standardabweichung“ zunächst in ein Zahlenintervall um den Erwartungswert. - Welche ganzen Trefferzahlen liegen tatsächlich in diesem Intervall?

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(150;0{,}04)\). 2. Der Erwartungswert ist \(\mu=np=150\cdot0{,}04=6\). 3. Die Standardabweichung ist \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{150\cdot0{,}04\cdot0{,}96}=\sqrt{5{,}76}=2{,}4\). 4. Das Intervall \([\mu-\sigma;\mu+\sigma]=[3{,}6;8{,}4]\) enthält die ganzzahligen Werte \(4,5,6,7,8\). 5. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners gilt \(P(4\le X\le8)=P(X\le8)-P(X\le3)\approx0{,}7057\).

Antwort

a) \(\mu=6\), \(\sigma=2{,}4\) b) \(P(4\le X\le8)\approx0{,}7057\)
42347412
Bei einem Gewinnspiel gewinnt ein Spieler jede Runde unabhängig von den anderen Runden mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}25\). Er nimmt an \(80\) Spielrunden teil. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Gewinne um mehr als das Doppelte der Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht. Runde die Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Erwartungswert und Standardabweichung der Gewinnanzahl. - Übersetze „mehr als das Doppelte der Standardabweichung“ in zwei Bereiche links und rechts vom Erwartungswert. - Beachte beim Übergang zu Trefferzahlen, dass \(X\) nur ganzzahlige Werte annehmen kann.

Lösung

1. Für \(X\sim B(80;0{,}25)\) gilt \(\mu=np=20\) und \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{15}\). 2. Die Bedingung \(|X-20|>2\sqrt{15}\) entspricht wegen der Ganzzahligkeit von \(X\) den Ereignissen \(X\le12\) oder \(X\ge28\). 3. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(X\le12)\approx0{,}0221\) und \(P(X\ge28)=1-P(X\le27)\approx0{,}0295\). 4. Damit beträgt die gesuchte Wahrscheinlichkeit \(P(X\le12)+P(X\ge28)\approx0{,}0516\).

Antwort

\(P(|X-20|>2\sigma)\approx0{,}0516\)
42347612
Bei einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) mit der Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) wird der Stichprobenumfang \(n\) so verändert, dass sich die Standardabweichung \(\sigma(X)\) vervierfacht. Bestimme, wie sich dadurch der Erwartungswert \(E(X)\) verändert.

Denkanstöße

- Wie hängen die Standardabweichung und die Anzahl der Versuche mathematisch zusammen? - Wenn das Ergebnis einer Wurzel viermal so groß werden soll, um welchen Faktor muss sich dann die Zahl unter der Wurzel ändern? - Wie ist der Erwartungswert mit der Anzahl der Versuche verknüpft? - Überlege dir die Schritte rückwärts: Von der Änderung der Standardabweichung zur Änderung von \(n\) und dann zur Änderung des Erwartungswerts.

Lösung

1. Die Standardabweichung ist \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)}\). Damit \(\sigma\) den vierfachen Wert annimmt, muss unter der Wurzel der Faktor \(16\) stehen, da \(\sqrt{16} = 4\). Da \(p\) konstant bleibt, muss also \(n\) versechzehnfacht worden sein (\(n_{neu} = 16 \cdot n_{alt}\)). 2. Der Erwartungswert ist \(E(X) = n \cdot p\). Da \(n\) mit dem Faktor \(16\) multipliziert wurde und \(p\) gleich bleibt, vergrößert sich auch das Produkt \(n \cdot p\) um den Faktor \(16\).

Antwort

Der Erwartungswert versechzehnfacht sich.
42358412
Zwei Sportschützen, Lukas und Sarah, trainieren auf dem Schießstand. Lukas trifft bei jedem seiner \(80\) Schüsse unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p_L=0{,}6\). Sarah trifft bei jedem ihrer \(64\) Schüsse unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p_S=0{,}75\). Zeige rechnerisch, dass beide Schützen denselben Erwartungswert für ihre Trefferanzahl haben. Berechne für beide Schützen die Standardabweichung auf zwei Dezimalstellen und bestimme, bei welcher Person die Anzahl der Treffer weniger stark um den Erwartungswert schwankt.

Denkanstöße

- Vergleiche zuerst die beiden Erwartungswerte, bevor du die Streuungen betrachtest. - Welche Größen bestimmen bei einer binomialverteilten Trefferzahl die Standardabweichung? - Was bedeutet eine kleinere Standardabweichung bei gleichem Erwartungswert?

Lösung

1. Für Lukas gilt \(\mu_L=80\cdot0{,}6=48\). 2. Für Sarah gilt \(\mu_S=64\cdot0{,}75=48\). Beide Erwartungswerte sind gleich. 3. Lukas hat die Standardabweichung \(\sigma_L=\sqrt{80\cdot0{,}6\cdot0{,}4}=\sqrt{19{,}2}\approx4{,}38\). 4. Sarah hat die Standardabweichung \(\sigma_S=\sqrt{64\cdot0{,}75\cdot0{,}25}=\sqrt{12}\approx3{,}46\). 5. Da \(\sigma_S<\sigma_L\), schwankt Sarahs Trefferanzahl weniger stark um den gemeinsamen Erwartungswert.

Antwort

Beide Schützen haben den Erwartungswert \(48\). Für Lukas gilt \(\sigma_L\approx4{,}38\), für Sarah \(\sigma_S\approx3{,}46\). Sarahs Trefferanzahl streut weniger stark.
42359912
Ein Basketballspieler trifft bei Freiwürfen erfahrungsgemäß mit einer Wahrscheinlichkeit von \(75\,\%\). In einer Trainingseinheit führt er \(40\) Freiwürfe nacheinander aus. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Treffer an. a) Erläutere, unter welchen Bedingungen \(X\) als binomialverteilt betrachtet werden kann, und gib die zugehörigen Parameter \(n\) und \(p\) an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler mindestens \(35\) Treffer erzielt. Runde auf vier Dezimalstellen. c) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(X\). Runde \(\sigma\) auf vier Dezimalstellen. d) Mit welcher Wahrscheinlichkeit liegt die Anzahl der Treffer im Intervall \([\mu-\sigma;\mu+\sigma]\)? Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Eigenschaften müssen die einzelnen Würfe besitzen, damit eine Bernoulli-Kette vorliegt? - Für „mindestens“ ist häufig das Gegenereignis mit einer kumulierten Wahrscheinlichkeit einfacher. - Beachte bei dem Intervall um den Erwartungswert, dass \(X\) nur ganze Werte annimmt.

Lösung

1. Für ein Binomialmodell müssen die Würfe als unabhängig angesehen werden können und die Trefferwahrscheinlichkeit muss bei jedem Wurf gleich bleiben. Dann gilt \(X\sim B(40;0{,}75)\). 2. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(X\ge35)=1-P(X\le34)\approx0{,}0433\). 3. Erwartungswert und Standardabweichung sind \(\mu=40\cdot0{,}75=30\) und \(\sigma=\sqrt{40\cdot0{,}75\cdot0{,}25}=\sqrt{7{,}5}\approx2{,}7386\). 4. Das Intervall ist näherungsweise \([27{,}2614;32{,}7386]\). Wegen der Ganzzahligkeit von \(X\) ist daher \(28\le X\le32\). 5. Mit der kumulierten Binomialfunktion gilt \(P(28\le X\le32)=P(X\le32)-P(X\le27)\approx0{,}6389\).

Antwort

a) Unabhängige Versuche mit konstanter Trefferwahrscheinlichkeit; \(n=40\), \(p=0{,}75\) b) \(P(X\ge35)\approx0{,}0433\) c) \(\mu=30\), \(\sigma\approx2{,}7386\) d) \(P(28\le X\le32)\approx0{,}6389\)
42574212
Für ein binomialverteiltes Modell wird angenommen, dass bei jeder Person unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}05\) ein bestimmtes Merkmal auftritt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Personen mit diesem Merkmal in einer Gruppe von \(n\) Personen. a) Bestimme den notwendigen Stichprobenumfang \(n\), damit der Erwartungswert von \(X\) genau \(20\) beträgt. b) Bestimme für diesen Stichprobenumfang die Standardabweichung \(\sigma\).

Denkanstöße

- Welche Beziehung verbindet Erwartungswert, Versuchszahl und Trefferwahrscheinlichkeit? - Nachdem du \(n\) bestimmt hast, welche Formel beschreibt die Streuung einer binomialverteilten Zufallsgröße? - Prüfe, ob dein berechneter Stichprobenumfang eine ganze Zahl ist.

Lösung

1. Aus \(E(X)=np=20\) folgt \(n=\frac{20}{0{,}05}=400\). 2. Für \(n=400\) gilt \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{400\cdot0{,}05\cdot0{,}95}=\sqrt{19}\approx4{,}36\).

Antwort

a) \(n=400\). b) \(\sigma=\sqrt{19}\approx4{,}36\).
42672612
Eine Zufallsgröße \(Y\) hat die folgende Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table> <tr> <td>\(y_i\)</td> <td>\(-2\)</td> <td>\(-1\)</td> <td>\(0\)</td> <td>\(1\)</td> <td>\(2\)</td> </tr> <tr> <td>\(P(Y = y_i)\)</td> <td>\(0{,}15\)</td> <td>\(0{,}25\)</td> <td>\(0{,}30\)</td> <td>\(0{,}20\)</td> <td>\(0{,}10\)</td> </tr> </table> Bestimme die Varianz \(V(Y)\) und die Standardabweichung \(\sigma(Y)\). Runde das Endergebnis für die Standardabweichung auf zwei Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Kannst du den Erwartungswert berechnen, auch wenn negative Werte vorkommen? - Achte beim Quadrieren der Abweichungen besonders auf die Vorzeichen, falls der Erwartungswert negativ ist. - Welchen Schritt musst du nach der Berechnung der Varianz noch ausführen, um das Maß für die Streuung in der Originaleinheit zu erhalten?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts \(\mu\): \(\mu = (-2) \cdot 0{,}15 + (-1) \cdot 0{,}25 + 0 \cdot 0{,}30 + 1 \cdot 0{,}20 + 2 \cdot 0{,}10 = -0{,}15\). 2. Berechnung der Varianz: \(V(Y) = \sum (y_i - \mu)^2 \cdot P(Y = y_i)\). Damit gilt \(V(Y) = (-1{,}85)^2 \cdot 0{,}15 + (-0{,}85)^2 \cdot 0{,}25 + 0{,}15^2 \cdot 0{,}30 + 1{,}15^2 \cdot 0{,}20 + 2{,}15^2 \cdot 0{,}10\). 3. Die einzelnen Beiträge sind \(0{,}513375\), \(0{,}180625\), \(0{,}00675\), \(0{,}2645\) und \(0{,}46225\). Ihre Summe ist \(V(Y)=1{,}4275\). 4. Die Standardabweichung ist \(\sigma(Y)=\sqrt{1{,}4275}\approx1{,}19478\), also auf zwei Nachkommastellen \(\sigma(Y)\approx1{,}19\).

Antwort

\(V(Y) = 1{,}4275\); \(\sigma(Y) \approx 1{,}19\)
42672712
Eine diskrete Zufallsgröße \(X\) kann die Werte \(-10\), \(0\), \(10\) und \(20\) annehmen. Die Wahrscheinlichkeiten für drei dieser Werte sind in der folgenden Tabelle gegeben: <table> <tr> <td>\(x_i\)</td> <td>\(-10\)</td> <td>\(0\)</td> <td>\(10\)</td> <td>\(20\)</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = x_i)\)</td> <td>\(0{,}1\)</td> <td>\(0{,}5\)</td> <td></td> <td>\(0{,}1\)</td> </tr> </table> a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 10)\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\). c) Ermittle die Standardabweichung \(\sigma(X)\) der Zufallsgröße.

Denkanstöße

- Was muss für die Summe aller Wahrscheinlichkeiten einer Zufallsgröße gelten? - Wie gewichtet man die Werte einer Zufallsgröße mit ihren Wahrscheinlichkeiten? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen Varianz und Standardabweichung. - Du kannst die Varianz entweder über die Definition oder mit dem Verschiebungssatz berechnen.

Lösung

1. Berechnung der fehlenden Wahrscheinlichkeit über die Summennormierung: \(P(X = 10) = 1 - (0{,}1 + 0{,}5 + 0{,}1) = 0{,}3\). 2. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = -10 \cdot 0{,}1 + 0 \cdot 0{,}5 + 10 \cdot 0{,}3 + 20 \cdot 0{,}1 = -1 + 0 + 3 + 2 = 4\). 3. Berechnung der Varianz: \(V(X) = (-10 - 4)^2 \cdot 0{,}1 + (0 - 4)^2 \cdot 0{,}5 + (10 - 4)^2 \cdot 0{,}3 + (20 - 4)^2 \cdot 0{,}1 = 196 \cdot 0{,}1 + 16 \cdot 0{,}5 + 36 \cdot 0{,}3 + 256 \cdot 0{,}1 = 19{,}6 + 8 + 10{,}8 + 25{,}6 = 64\). 4. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma(X) = \sqrt{V(X)} = \sqrt{64} = 8\).

Antwort

a) \(P(X = 10) = 0{,}3\) b) \(E(X) = 4\) c) \(\sigma(X) = 8\)
42672812
Die Zufallsgröße \(Y\) nimmt die Werte \(2\), \(5\) und \(k\) mit den in der Tabelle dargestellten Wahrscheinlichkeiten an. <table> <tr> <td>\(y_i\)</td> <td>\(2\)</td> <td>\(5\)</td> <td>\(k\)</td> </tr> <tr> <td>\(P(Y = y_i)\)</td> <td>\(0{,}4\)</td> <td>\(0{,}4\)</td> <td>\(0{,}2\)</td> </tr> </table> Der Erwartungswert dieser Zufallsgröße ist bekannt und beträgt \(E(Y)=4{,}4\). a) Bestimme den Wert der Konstante \(k\). b) Berechne die Varianz \(V(Y)\).

Denkanstöße

- Nutze den gegebenen Erwartungswert, um eine Gleichung mit der unbekannten Zahl aufzustellen. - Nach der Bestimmung von \(k\) ist die gesamte Verteilung bekannt. - Welche zweite Momentgröße brauchst du für den Verschiebungssatz der Varianz?

Lösung

1. Aus dem Erwartungswert folgt \(2\cdot0{,}4+5\cdot0{,}4+k\cdot0{,}2=4{,}4\). 2. Damit gilt \(2{,}8+0{,}2k=4{,}4\), also \(k=8\). 3. Es ist \(E(Y^2)=2^2\cdot0{,}4+5^2\cdot0{,}4+8^2\cdot0{,}2=24{,}4\). 4. Mit dem Verschiebungssatz folgt \(V(Y)=E(Y^2)-(E(Y))^2=24{,}4-4{,}4^2=5{,}04\).

Antwort

a) \(k=8\) b) \(V(Y)=5{,}04\)
42673012
In einer Urne befinden sich \(6\) Kugeln: \(4\) grüne Kugeln mit der Aufschrift „2“ und \(2\) gelbe Kugeln mit der Aufschrift „5“. Es werden nacheinander zwei Kugeln mit Zurücklegen gezogen. Die Zufallsgröße \(S\) beschreibt die Summe der Zahlen auf den beiden gezogenen Kugeln. Berechne den Erwartungswert \(E(S)\) und die Standardabweichung \(\sigma(S)\).

Denkanstöße

- Stelle zunächst alle möglichen Summen der beiden Ziehungen zusammen. - Beim Ziehen mit Zurücklegen bleiben die Wahrscheinlichkeiten im zweiten Zug unverändert. - Welchen Wert brauchst du zuerst, um die Varianz über die Abweichungen zu berechnen?

Lösung

1. Die möglichen Summen sind \(4\), \(7\) und \(10\). 2. Es gilt \(P(S=4)=\frac{4}{9}\), \(P(S=7)=2\cdot\frac{4}{6}\cdot\frac{2}{6}=\frac{4}{9}\) und \(P(S=10)=\frac{1}{9}\). 3. Daher ist \(E(S)=4\cdot\frac{4}{9}+7\cdot\frac{4}{9}+10\cdot\frac{1}{9}=6\). 4. Die Varianz ist \(V(S)=(4-6)^2\cdot\frac{4}{9}+(7-6)^2\cdot\frac{4}{9}+(10-6)^2\cdot\frac{1}{9}=4\). 5. Somit gilt \(\sigma(S)=\sqrt{4}=2\).

Antwort

\(E(S)=6\), \(\sigma(S)=2\)
42673712
Aus dem Satz „Stochastik ist ein Teilgebiet der Mathematik“ wird eines der sechs Wörter gleichwahrscheinlich ausgewählt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Wortlänge (Anzahl der Buchstaben), die Zufallsgröße \(Y\) die Anzahl der Vokale (a, e, i, o, u) des Wortes. Bestimme für beide Zufallsgrößen den Erwartungswert und die Varianz.

Denkanstöße

- Notiere zuerst für jedes der sechs Wörter die beiden Merkmalswerte. - Jedes Wort besitzt dieselbe Wahrscheinlichkeit. - Der Verschiebungssatz verbindet \(E(X^2)\), \(E(X)\) und \(V(X)\).

Lösung

1. Für \(X\) ergeben sich die Werte \(10,3,3,10,3,10\). Daher ist \(E(X)=\frac{39}{6}=6{,}5\) und \(E(X^2)=\frac{327}{6}=54{,}5\). 2. Damit folgt \(V(X)=54{,}5-6{,}5^2=12{,}25\). 3. Für \(Y\) ergeben sich die Vokalzahlen \(3,1,2,5,1,4\). Daher ist \(E(Y)=\frac{16}{6}=\frac{8}{3}\) und \(E(Y^2)=\frac{56}{6}=\frac{28}{3}\). 4. Somit ist \(V(Y)=\frac{28}{3}-\left(\frac{8}{3}\right)^2=\frac{20}{9}\).

Antwort

\(E(X)=6{,}5\), \(V(X)=12{,}25\) \(E(Y)=\frac{8}{3}\), \(V(Y)=\frac{20}{9}\)
42673812
Ein Lagerverwaltungssystem führt fünf Artikel mit den Kennnummern A10, B200, C30, D4000 und E50. Eines dieser Produkte wird rein zufällig für eine Qualitätskontrolle ausgewählt. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Ziffern in der Kennnummer an (z. B. hat A10 zwei Ziffern). Die Zufallsgröße \(Y\) entspricht der Quersumme dieser Ziffern. Berechne den Erwartungswert und die Varianz von \(X\) und \(Y\).

Denkanstöße

- Notiere für jedes Produkt zuerst die Werte von \(X\) und \(Y\). - Da jedes Produkt gleich wahrscheinlich ist, sind die Erwartungswerte arithmetische Mittel der fünf Merkmalswerte. - Wie erhältst du die Varianz aus dem Erwartungswert der Quadrate?

Lösung

1. Die fünf gleichwahrscheinlichen Wertepaarungen sind A10: \((2;1)\), B200: \((3;2)\), C30: \((2;3)\), D4000: \((4;4)\), E50: \((2;5)\). 2. Für \(X\) gilt \(E(X)=\frac{2+3+2+4+2}{5}=2{,}6\) und \(E(X^2)=\frac{4+9+4+16+4}{5}=7{,}4\). Daher ist \(V(X)=7{,}4-2{,}6^2=0{,}64\). 3. Für \(Y\) gilt \(E(Y)=\frac{1+2+3+4+5}{5}=3\) und \(E(Y^2)=\frac{1+4+9+16+25}{5}=11\). Daher ist \(V(Y)=11-3^2=2\).

Antwort

\(E(X)=2{,}6\), \(V(X)=0{,}64\) \(E(Y)=3\), \(V(Y)=2\)
42674312
Ein Bäcker beobachtet an einem Montagmorgen die Anzahl der verkauften Kaffeestückchen pro Kunde. Die Zufallsgröße \(X\) gibt diese Anzahl an. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) ist in der folgenden Tabelle dargestellt: <table> <tr><td>\(x_i\)</td><td>0</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td></tr> <tr><td>\(P(X=x_i)\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}1\)</td></tr> </table> a) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) und interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. b) Bestimme die Standardabweichung \(\sigma(X)\) und runde auf vier Dezimalstellen. c) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Kunde mehr Kaffeestückchen kauft, als es dem Erwartungswert entspricht.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den gewichteten Mittelwert einer Wahrscheinlichkeitsverteilung? - Welche Größe musst du vor der Standardabweichung bestimmen? - Welche ganzzahligen Werte liegen tatsächlich über dem Erwartungswert \(1{,}2\)?

Lösung

1. Es ist \(E(X)=0\cdot0{,}2+1\cdot0{,}5+2\cdot0{,}2+3\cdot0{,}1=1{,}2\). Langfristig werden damit im Mittel \(1{,}2\) Kaffeestückchen pro Kunde verkauft. 2. Die Varianz ist \(V(X)=(0-1{,}2)^2\cdot0{,}2+(1-1{,}2)^2\cdot0{,}5+(2-1{,}2)^2\cdot0{,}2+(3-1{,}2)^2\cdot0{,}1=0{,}76\). 3. Damit gilt \(\sigma(X)=\sqrt{0{,}76}\approx0{,}8718\). 4. Da \(E(X)=1{,}2\), bedeutet \(X>E(X)\) hier \(X\in\{2,3\}\). Somit ist \(P(X>E(X))=0{,}2+0{,}1=0{,}3\).

Antwort

a) \(E(X)=1{,}2\); langfristig durchschnittlich \(1{,}2\) Kaffeestückchen pro Kunde b) \(\sigma(X)\approx0{,}8718\) c) \(P(X>E(X))=0{,}3\)
42674412
Bei einer Werbeaktion in einem Supermarkt dürfen Kunden an einem Glücksrad drehen und erhalten einen Rabattgutschein. Die Zufallsgröße \(Y\) beschreibt den Wert des Gutscheins in Euro. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist teilweise bekannt: <table> <tr><td>\(y_i\) (in \(\text{€}\))</td><td>0</td><td>2</td><td>5</td><td>10</td></tr> <tr><td>\(P(Y=y_i)\)</td><td>\(p\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}1\)</td></tr> </table> a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(p\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(Y)\). Mit welchen Gesamtkosten für die Gutscheine muss der Supermarkt bei \(500\) teilnehmenden Kunden rechnen? c) Berechne die Varianz \(V(Y)\) und die Standardabweichung \(\sigma(Y)\). Runde \(\sigma(Y)\) auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Was muss die Summe aller Wahrscheinlichkeiten ergeben? - Wie lässt sich aus dem Erwartungswert pro Kunde ein erwarteter Gesamtbetrag bestimmen? - Welcher Zusammenhang verbindet \(E(Y^2)\), \(E(Y)\) und \(V(Y)\)?

Lösung

1. Aus der Normierung folgt \(p=1-(0{,}4+0{,}2+0{,}1)=0{,}3\). 2. Der Erwartungswert ist \(E(Y)=0\cdot0{,}3+2\cdot0{,}4+5\cdot0{,}2+10\cdot0{,}1=2{,}8\,\text{€}\). 3. Die erwarteten Gesamtkosten betragen \(500\cdot2{,}80\,\text{€}=1400\,\text{€}\). 4. Es gilt \(E(Y^2)=0^2\cdot0{,}3+2^2\cdot0{,}4+5^2\cdot0{,}2+10^2\cdot0{,}1=16{,}6\,\text{€}^2\). 5. Daher ist \(V(Y)=16{,}6-(2{,}8)^2=8{,}76\,\text{€}^2\) und \(\sigma(Y)=\sqrt{8{,}76}\,\text{€}\approx2{,}96\,\text{€}\).

Antwort

a) \(p=0{,}3\) b) \(E(Y)=2{,}80\,\text{€}\); erwartete Gesamtkosten: \(1400\,\text{€}\) c) \(V(Y)=8{,}76\,\text{€}^2\), \(\sigma(Y)\approx2{,}96\,\text{€}\)
42675312
Eine Zufallsgröße \(X\) kann die Werte \(0\), \(4\) und \(10\) annehmen. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ist teilweise in der folgenden Tabelle gegeben: <table> <tr><td>\(x_i\)</td><td>\(0\)</td><td>\(4\)</td><td>\(10\)</td></tr> <tr><td>\(P(X=x_i)\)</td><td>\(p_1\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(p_2\)</td></tr> </table> Zudem ist bekannt, dass der Erwartungswert \(E(X)=5{,}2\) beträgt. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten \(p_1\) und \(p_2\). b) Berechne die Varianz \(V(X)\).

Denkanstöße

- Welche Gleichung liefert die Summe aller Wahrscheinlichkeiten? - Welche zweite Gleichung folgt aus dem gegebenen Erwartungswert? - Wie kannst du anschließend den Verschiebungssatz zur Varianz verwenden?

Lösung

1. Aus der Normierung folgt \(p_1+p_2=0{,}7\). 2. Aus dem Erwartungswert folgt \(4\cdot0{,}3+10p_2=5{,}2\), also \(p_2=0{,}4\). 3. Damit ist \(p_1=0{,}3\). 4. Es gilt \(E(X^2)=0^2\cdot0{,}3+4^2\cdot0{,}3+10^2\cdot0{,}4=44{,}8\). 5. Somit ist \(V(X)=44{,}8-5{,}2^2=17{,}76\).

Antwort

a) \(p_1=0{,}3\), \(p_2=0{,}4\) b) \(V(X)=17{,}76\)
42675412
Die Zufallsgröße \(Y\) nimmt die Werte \(-2\), \(0\) und \(4\) an. Es ist bekannt, dass der Wert \(0\) mit der Wahrscheinlichkeit \(0{,}4\) auftritt und der Erwartungswert der Verteilung \(\mu = -0{,}6\) ist. a) Ermittle die Wahrscheinlichkeiten \(P(Y = -2)\) und \(P(Y = 4)\). b) Bestimme die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(Y\).

Denkanstöße

- Stelle zwei Gleichungen für die zwei gesuchten Wahrscheinlichkeiten auf. - Welche Information liefert dir die Summe aller Wahrscheinlichkeiten? - Nutze die Definition des Erwartungswerts für die zweite Gleichung. - Wie hängen Varianz und Standardabweichung mathematisch zusammen?

Lösung

1. Definition der Unbekannten \(p_1 = P(Y = -2)\) und \(p_2 = P(Y = 4)\). 2. Aufstellen des linearen Gleichungssystems: (I) \(p_1 + p_2 = 0{,}6\) (da die Gesamtsumme \(1\) sein muss und \(P(Y=0)=0{,}4\) abgezogen wird) und (II) \(-2 \cdot p_1 + 0 \cdot 0{,}4 + 4 \cdot p_2 = -0{,}6\). 3. Lösen des Systems: Aus (II) folgt \(-2 \cdot p_1 + 4 \cdot p_2 = -0{,}6\). Addition von \(2 \cdot \text{(I)}\) liefert \(6 \cdot p_2 = 0{,}6\), also \(p_2 = 0{,}1\). Einsetzen ergibt \(p_1 = 0{,}5\). 4. Berechnung der Varianz \(V(Y) = E(Y^2) - \mu^2\): \(E(Y^2) = (-2)^2 \cdot 0{,}5 + 0^2 \cdot 0{,}4 + 4^2 \cdot 0{,}1 = 2{,}0 + 0 + 1{,}6 = 3{,}6\). 5. \(V(Y) = 3{,}6 - (-0{,}6)^2 = 3{,}6 - 0{,}36 = 3{,}24\). 6. Berechnung der Standardabweichung: \(\sigma = \sqrt{3{,}24} = 1{,}8\).

Antwort

a) \(P(Y = -2) = 0{,}5\) und \(P(Y = 4) = 0{,}1\) b) \(\sigma = 1{,}8\)
42678112
Eine Zufallsgröße \(X\) kann die Werte \(x_1=10\) und \(x_2=20\) annehmen. Die Wahrscheinlichkeit für \(x_1\) wird mit \(p\) bezeichnet, wobei \(0\le p\le1\) gilt. a) Stelle einen Term für die Varianz \(V(X)\) in Abhängigkeit von \(p\) auf. b) Bestimme die Werte für \(p\), für die \(V(X)=0\) gilt. c) Interpretiere das Ergebnis aus Teilaufgabe b) im Hinblick auf die Verteilung der Zufallsgröße.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den Erwartungswert in Abhängigkeit von \(p\). - Setze die beiden möglichen Werte in die Definition der Varianz ein. - Wann kann eine Summe nichtnegativer Abweichungsquadrate gleich null sein?

Lösung

1. Es ist \(E(X)=10p+20(1-p)=20-10p\). 2. Aus der Definition folgt \(V(X)=p(10-(20-10p))^2+(1-p)(20-(20-10p))^2\). 3. Vereinfachen ergibt \(V(X)=100p(1-p)\). 4. Die Gleichung \(100p(1-p)=0\) liefert \(p=0\) oder \(p=1\). 5. In beiden Fällen nimmt \(X\) genau einen Wert mit Wahrscheinlichkeit \(1\) an; daher gibt es keine Streuung.

Antwort

a) \(V(X)=100p(1-p)\) b) \(p=0\) oder \(p=1\) c) Die Varianz ist null, wenn die Zufallsgröße konstant ist.
42678312
Noah behauptet: „Die Standardabweichung \(\sigma\) kann niemals größer sein als die Varianz \(V\), da \(\sigma\) die Quadratwurzel aus \(V\) ist und das Wurzelziehen eine Zahl stets verkleinert.“ a) Beurteile die mathematische Korrektheit dieser Aussage für die Zahlenwerte einer dimensionslosen Zufallsgröße. Gib die Bedingung an, unter der zahlenmäßig \(\sigma>V\) für \(V>0\) gilt. Erläutere außerdem, warum ein solcher direkter Vergleich bei Zufallsgrößen mit einer physikalischen Einheit nur eingeschränkt sinnvoll ist. b) Bestimme die Varianz und die Standardabweichung für eine dimensionslose Zufallsgröße \(X\), die die Werte \(0\) und \(1\) jeweils mit der Wahrscheinlichkeit \(0{,}5\) annimmt, und nutze das Ergebnis als Gegenbeispiel.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich das Ziehen einer Wurzel auf Zahlen auswirkt, die zwischen 0 und 1 liegen. - Wann ist das Quadrat einer Zahl kleiner als die Zahl selbst? - Erinnere dich an die Definition der Varianz für diskrete Zufallsgrößen. - Ein einziges Gegenbeispiel reicht aus, um eine allgemeine Behauptung zu widerlegen.

Lösung

1. Die Aussage über die Wurzelfunktion ist falsch: Für \(x>1\) gilt \(\sqrt{x}<x\), für \(x=1\) gilt \(\sqrt{x}=x\), und für \(0<x<1\) gilt \(\sqrt{x}>x\). 2. Da \(\sigma=\sqrt{V}\), gilt für die Zahlenwerte \(\sigma>V\) genau dann, wenn \(0<V<1\). Bei einer Zufallsgröße mit Einheit besitzt die Varianz jedoch die quadrierte Einheit, während die Standardabweichung die ursprüngliche Einheit besitzt; ein unmittelbarer Größenvergleich ist dann nicht einheitenunabhängig. 3. Für das dimensionslose Beispiel ist \(E(X)=0\cdot0{,}5+1\cdot0{,}5=0{,}5\). Die Varianz ist \(V(X)=(0-0{,}5)^2\cdot0{,}5+(1-0{,}5)^2\cdot0{,}5=0{,}25\). 4. Die Standardabweichung ist \(\sigma(X)=\sqrt{0{,}25}=0{,}5\). Somit gilt zahlenmäßig \(0{,}5>0{,}25\), und die Behauptung ist widerlegt.

Antwort

a) Die Aussage ist für Zahlenwerte falsch: \(\sigma>V\) gilt genau für \(0<V<1\). Bei Größen mit Einheit haben Varianz und Standardabweichung unterschiedliche Einheiten, sodass ein direkter Vergleich nicht einheitenunabhängig ist. b) \(V(X)=0{,}25\) und \(\sigma(X)=0{,}5\); damit ist zahlenmäßig \(\sigma(X)>V(X)\).
42679312
Ein Unternehmen analysiert die möglichen Gewinne eines neuen Projekts. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt diesen Gewinn in Tausend Euro. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) ist in der folgenden Tabelle gegeben: <table> <tr><td>Gewinn \(x_i\)</td><td>\(-5\)</td><td>\(0\)</td><td>\(10\)</td><td>\(20\)</td></tr> <tr><td>\(P(X = x_i)\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}3\)</td><td>\(0{,}4\)</td><td>\(0{,}1\)</td></tr> </table> Berechne den Wert der Summen \(S_1 = \sum_{i=1}^{4} x_i \cdot P(X = x_i)\) und \(S_2 = \sum_{i=1}^{4} (x_i - S_1)^2 \cdot P(X = x_i)\). Interpretiere die Bedeutung dieser beiden Kennzahlen im Kontext des Unternehmensgewinns.

Denkanstöße

- Was berechnet man, wenn man jeden Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit multipliziert und die Ergebnisse addiert? - Überlege dir, was die Differenz zwischen einem Einzelwert und dem Durchschnitt über die Verteilung aussagt. - Wie nennt man die Kennzahl, die die mittlere quadratische Abweichung vom Durchschnitt beschreibt? - Denke bei der Interpretation an Begriffe wie „langfristiger Durchschnitt“ und „Risiko“ oder „Schwankung“.

Lösung

1. Berechnung von \(S_1\): \(S_1 = (-5) \cdot 0{,}2 + 0 \cdot 0{,}3 + 10 \cdot 0{,}4 + 20 \cdot 0{,}1 = -1 + 0 + 4 + 2 = 5\,\text{Tsd. €}\). 2. Berechnung von \(S_2\): \(S_2 = (-5-5)^2 \cdot 0{,}2 + (0-5)^2 \cdot 0{,}3 + (10-5)^2 \cdot 0{,}4 + (20-5)^2 \cdot 0{,}1 = 100 \cdot 0{,}2 + 25 \cdot 0{,}3 + 25 \cdot 0{,}4 + 225 \cdot 0{,}1 = 20 + 7{,}5 + 10 + 22{,}5 = 60\,(\text{Tsd. €})^2\). 3. Interpretation: \(S_1 = 5\,\text{Tsd. €}\) stellt den Erwartungswert dar, also den durchschnittlichen Gewinn von \(5000\,\text{€}\), den das Unternehmen pro Projekt auf lange Sicht erwartet. \(S_2 = 60\,(\text{Tsd. €})^2\) ist die Varianz, ein Maß für die Streuung der tatsächlichen Gewinne um diesen Erwartungswert, also für das finanzielle Risiko des Projekts.

Antwort

\(S_1 = 5\,\text{Tsd. €}\); \(S_2 = 60\,(\text{Tsd. €})^2\). \(S_1\) ist der Erwartungswert (durchschnittlicher Gewinn von \(5000\,\text{€}\)). \(S_2\) ist die Varianz (Maß für die Streuung bzw. das Risiko).
42679412
Bei einem Gewinnspiel treten drei mögliche Auszahlungsbeträge auf: \(0\,\text{€}\), \(5\,\text{€}\) und \(a\,\text{€}\). Die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten für die Zufallsgröße \(X\) sind \(P(X=0) = 0{,}5\), \(P(X=5) = 0{,}4\) und \(P(X=a) = 0{,}1\). Bestimme den Wert von \(a\) so, dass der Erwartungswert der Auszahlung genau \(4\,\text{€}\) beträgt. Berechne für diesen Fall die Varianz der Zufallsgröße \(X\).

Denkanstöße

- Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der die Summe der Produkte aus Werten und Wahrscheinlichkeiten dem gegebenen Durchschnitt entspricht? - Denke daran, dass alle Wahrscheinlichkeiten zusammen \(1\) ergeben müssen, was hier bereits erfüllt ist. - Sobald du den fehlenden Wert gefunden hast, nutze die Formel für die mittlere quadratische Abweichung vom Erwartungswert. - Achte darauf, im letzten Schritt die Quadrate der Abstände zum Erwartungswert korrekt mit den Wahrscheinlichkeiten zu gewichten.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für den Erwartungswert in Euro: \(E(X) = 0 \cdot 0{,}5 + 5 \cdot 0{,}4 + a \cdot 0{,}1 = 4\). 2. Berechnung von \(a\): \(2 + 0{,}1 \cdot a = 4 \Rightarrow 0{,}1 \cdot a = 2 \Rightarrow a = 20\). Der dritte Auszahlungsbetrag beträgt damit \(20\,\text{€}\). 3. Berechnung der Varianz mit \(E(X) = 4\,\text{€}\): \(V(X) = (0 - 4)^2 \cdot 0{,}5 + (5 - 4)^2 \cdot 0{,}4 + (20 - 4)^2 \cdot 0{,}1\). 4. Ausrechnen der Terme: \(V(X) = 16 \cdot 0{,}5 + 1 \cdot 0{,}4 + 256 \cdot 0{,}1 = 34\,\text{€}^2\).

Antwort

\(a = 20\); die Varianz beträgt \(34\,\text{€}^2\).
42681012
Betrachte eine Zufallsgröße \(X\), die die Werte \(1\) mit der Wahrscheinlichkeit \(p\) und \(0\) mit der Wahrscheinlichkeit \(1 - p\) annimmt. Untersuche rechnerisch, für welchen Wert von \(p \in [0; 1]\) die Standardabweichung \(\sigma(X)\) ihren maximalen Wert annimmt.

Denkanstöße

- Stelle zuerst einen Term für die Varianz in Abhängigkeit von \(p\) auf. - Überlege dir, warum es ausreicht, das Maximum der Varianz zu suchen, anstatt direkt mit der Standardabweichung zu rechnen. - Welches mathematische Werkzeug hilft dir dabei, den höchsten Punkt einer Funktion zu finden? - In welchem Bereich muss der Wert für eine Wahrscheinlichkeit \(p\) liegen?

Lösung

1. Aufstellen der Varianzfunktion in Abhängigkeit von \(p\): \(V(p) = 1^2 \cdot p + 0^2 \cdot (1 - p) - p^2 = p - p^2\). 2. Da die Standardabweichung \(\sigma(p) = \sqrt{V(p)}\) für nichtnegative Argumente streng monoton wächst, liegt ihr Maximum an derselben Stelle wie das Maximum der Varianz. 3. Ableiten der Varianzfunktion: \(V'(p) = 1 - 2p\). 4. Bestimmung der Extremstelle durch Nullsetzen der ersten Ableitung: \(1 - 2p = 0 \Rightarrow p = 0{,}5\). 5. Überprüfung der Art des Extremums: Die zweite Ableitung \(V''(p) = -2\) ist negativ, folglich liegt ein lokales Maximum vor. 6. Da die Randwerte \(V(0) = 0\) und \(V(1) = 0\) kleiner sind als \(V(0{,}5) = 0{,}25\), ist \(p = 0{,}5\) die globale Maximalstelle im Intervall \([0; 1]\).

Antwort

\(p = 0{,}5\)
42681512
Eine diskrete Zufallsgröße \(X\) besitzt den Wertebereich \(W=\{2;4;6\}\). Bekannt sind der Erwartungswert \(E(X)=4{,}2\) und die Varianz \(V(X)=1{,}16\). Ermittle die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten \(P(X=2)\), \(P(X=4)\) und \(P(X=6)\).

Denkanstöße

- Welche Gleichung folgt aus der Summe aller Wahrscheinlichkeiten? - Wie liefern Erwartungswert und Varianz zwei weitere Gleichungen? - Der Verschiebungssatz kann die Varianzbedingung in eine Bedingung für \(E(X^2)\) umformen.

Lösung

1. Mit \(p_1=P(X=2)\), \(p_2=P(X=4)\) und \(p_3=P(X=6)\) gilt \(p_1+p_2+p_3=1\). 2. Aus dem Erwartungswert folgt \(2p_1+4p_2+6p_3=4{,}2\). 3. Wegen \(V(X)=E(X^2)-(E(X))^2\) ist \(E(X^2)=1{,}16+4{,}2^2=18{,}8\). Also gilt \(4p_1+16p_2+36p_3=18{,}8\). 4. Lösen dieses linearen Gleichungssystems ergibt \(p_3=0{,}2\), \(p_2=0{,}7\) und \(p_1=0{,}1\).

Antwort

\(P(X=2)=0{,}1\), \(P(X=4)=0{,}7\), \(P(X=6)=0{,}2\)
42684112
Die Zufallsgröße \(X\) kann die Werte \(1\), \(2\), \(3\), \(4\) und \(5\) annehmen. Ihre Wahrscheinlichkeitsverteilung ist symmetrisch zum Erwartungswert \(E(X)=3\). <table> <tr><td>\(k\)</td><td>1</td><td>2</td><td>3</td><td>4</td><td>5</td></tr> <tr><td>\(P(X=k)\)</td><td>\(p\)</td><td>\(q\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(q\)</td><td>\(p\)</td></tr> </table> Die Varianz beträgt \(V(X)=2{,}48\). Berechne \(p\) und \(q\).

Denkanstöße

- Nutze zuerst die Normierungsbedingung. - Wie lässt sich aus \(V(X)\) und \(E(X)\) der Wert von \(E(X^2)\) bestimmen? - Die Symmetrie reduziert die Zahl der unbekannten Wahrscheinlichkeiten.

Lösung

1. Aus der Normierung folgt \(2p+2q+0{,}2=1\), also \(p+q=0{,}4\). 2. Mit \(V(X)=E(X^2)-(E(X))^2\) ist \(E(X^2)=2{,}48+3^2=11{,}48\). 3. Andererseits gilt \(E(X^2)=1^2p+2^2q+3^2\cdot0{,}2+4^2q+5^2p=26p+20q+1{,}8\). 4. Mit \(q=0{,}4-p\) folgt \(26p+20(0{,}4-p)+1{,}8=11{,}48\), also \(p=0{,}28\). 5. Damit ist \(q=0{,}12\).

Antwort

\(p=0{,}28\), \(q=0{,}12\)
42684212
Eine diskrete Zufallsgröße \(Z\) nimmt die Werte \(-2\), \(0\) und \(2\) an. Die Wahrscheinlichkeiten sind \(P(Z=-2)=a\), \(P(Z=0)=b\) und \(P(Z=2)=c\). Bekannt sind der Erwartungswert \(E(Z)=0{,}4\) und die Varianz \(V(Z)=2{,}24\). Bestimme \(a\), \(b\) und \(c\).

Denkanstöße

- Du brauchst drei unabhängige Gleichungen für die drei Wahrscheinlichkeiten. - Welche Gleichungen liefern Normierung, Erwartungswert und Varianz? - Der Verschiebungssatz vereinfacht die Varianzbedingung.

Lösung

1. Es gelten \(a+b+c=1\) und aus dem Erwartungswert \(-2a+2c=0{,}4\), also \(c-a=0{,}2\). 2. Mit \(V(Z)=E(Z^2)-(E(Z))^2\) folgt \(4a+4c-0{,}16=2{,}24\), also \(a+c=0{,}6\). 3. Aus \(c-a=0{,}2\) und \(a+c=0{,}6\) erhält man \(c=0{,}4\) und \(a=0{,}2\). 4. Damit ist \(b=1-a-c=0{,}4\).

Antwort

\(a=0{,}2\), \(b=0{,}4\), \(c=0{,}4\)
42694112
In einer Urne befinden sich fünf Kugeln mit den Aufschriften \(1, 1, 2, 3\) und \(3\). Es werden zwei Kugeln gleichzeitig (ohne Zurücklegen) gezogen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Summe der Zahlen auf den beiden gezogenen Kugeln. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) und stelle diese in einer Tabelle dar. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\) und die Varianz \(V(X)\) der Zufallsgröße \(X\).

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie viele Möglichkeiten es insgesamt gibt, zwei Kugeln aus den fünf vorhandenen auszuwählen. - Liste alle Paare auf, die zu einer bestimmten Summe führen, und achte darauf, wie oft jede Zahl in der Urne vorkommt. - Für den Erwartungswert multiplizierst du jeden Wert der Zufallsgröße mit seiner Wahrscheinlichkeit und summierst die Ergebnisse. - Die Varianz misst die mittlere quadratische Abweichung vom Erwartungswert.

Lösung

1. Bestimmung der Gesamtzahl der Möglichkeiten: Es gibt \(\binom{5}{2} = 10\) gleichwahrscheinliche Paare von Kugeln. 2. Identifikation der möglichen Summen \(x_i\) und ihrer Häufigkeiten: - \(X = 2\): Kombination \((1,1)\) tritt \(1\)-mal auf. \(P(X = 2) = \frac{1}{10} = 0{,}1\). - \(X = 3\): Kombinationen \((1,2)\) treten \(2\)-mal auf (zwei verschiedene 1er-Kugeln). \(P(X = 3) = \frac{2}{10} = 0{,}2\). - \(X = 4\): Kombinationen \((1,3)\) treten \(2 \cdot 2 = 4\)-mal auf. \(P(X = 4) = \frac{4}{10} = 0{,}4\). - \(X = 5\): Kombinationen \((2,3)\) treten \(1 \cdot 2 = 2\)-mal auf. \(P(X = 5) = \frac{2}{10} = 0{,}2\). - \(X = 6\): Kombination \((3,3)\) tritt \(1\)-mal auf. \(P(X = 6) = \frac{1}{10} = 0{,}1\). 3. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = 2 \cdot 0{,}1 + 3 \cdot 0{,}2 + 4 \cdot 0{,}4 + 5 \cdot 0{,}2 + 6 \cdot 0{,}1 = 0{,}2 + 0{,}6 + 1{,}6 + 1{,}0 + 0{,}6 = 4{,}0\). 4. Berechnung der Varianz: \(V(X) = (2-4)^2 \cdot 0{,}1 + (3-4)^2 \cdot 0{,}2 + (4-4)^2 \cdot 0{,}4 + (5-4)^2 \cdot 0{,}2 + (6-4)^2 \cdot 0{,}1 = 4 \cdot 0{,}1 + 1 \cdot 0{,}2 + 0 + 1 \cdot 0{,}2 + 4 \cdot 0{,}1 = 1{,}2\).

Antwort

a) Wahrscheinlichkeitsverteilung: <table border="1"> <tr> <td>\(x_i\)</td> <td>2</td> <td>3</td> <td>4</td> <td>5</td> <td>6</td> </tr> <tr> <td>\(P(X = x_i)\)</td> <td>\(0{,}1\)</td> <td>\(0{,}2\)</td> <td>\(0{,}4\)</td> <td>\(0{,}2\)</td> <td>\(0{,}1\)</td> </tr> </table> b) \(E(X) = 4\); \(V(X) = 1{,}2\)
42702412
In einem Produktionsmodell ist jedes Bauteil unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(5\,\%\) fehlerhaft. Es werden \(80\) Bauteile betrachtet. Die Zufallsgröße \(Y\) gibt die Anzahl der fehlerhaften Bauteile an. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse und runde jeweils auf vier Dezimalstellen: 1. Es gibt mehr als \(6\) fehlerhafte Bauteile. 2. Die Anzahl der fehlerhaften Bauteile liegt innerhalb der einfachen Standardabweichung um den Erwartungswert. Berücksichtige genau die ganzzahligen Werte, die innerhalb des Intervalls liegen.

Denkanstöße

- Übersetze „mehr als 6“ sorgfältig in eine Ungleichung für \(Y\). - Bestimme Erwartungswert und Standardabweichung, bevor du das zweite Ereignis in Trefferzahlen übersetzt. - Welche ganzen Zahlen liegen tatsächlich innerhalb des Intervalls?

Lösung

1. Es gilt \(Y\sim B(80;0{,}05)\). Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(Y>6)=1-P(Y\le6)\approx0{,}1053\). 2. Der Erwartungswert beträgt \(\mu=80\cdot0{,}05=4\), die Standardabweichung ist \(\sigma=\sqrt{80\cdot0{,}05\cdot0{,}95}=\sqrt{3{,}8}\). 3. Das Intervall \([4-\sqrt{3{,}8};4+\sqrt{3{,}8}]\) enthält genau die ganzzahligen Werte \(3\), \(4\) und \(5\). 4. Mit der kumulierten Binomialfunktion gilt \(P(3\le Y\le5)=P(Y\le5)-P(Y\le2)\approx0{,}5586\).

Antwort

1. \(P(Y>6)\approx0{,}1053\) 2. \(P(3\le Y\le5)\approx0{,}5586\)
42712012
Bei einem Multiple-Choice-Test gibt es \(30\) Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Frage rein zufällig. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen an, \(Y\) die Anzahl der falsch beantworteten Fragen. a) Bestimme die Erwartungswerte \(E(X)\) und \(E(Y)\) sowie die Standardabweichungen \(\sigma(X)\) und \(\sigma(Y)\). Runde die Standardabweichungen auf vier Dezimalstellen. b) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Teilnehmer mindestens zehn Fragen korrekt beantwortet? Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie groß ist die Trefferwahrscheinlichkeit beim reinen Raten? - Wie hängen die beiden Zählvariablen \(X\) und \(Y\) zusammen? - Für „mindestens zehn“ kann das Gegenereignis „höchstens neun“ verwendet werden.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(30;0{,}25)\) und \(Y\sim B(30;0{,}75)\). 2. Daher sind \(E(X)=30\cdot0{,}25=7{,}5\) und \(E(Y)=30\cdot0{,}75=22{,}5\). 3. Für beide Variablen ist \(V=30\cdot0{,}25\cdot0{,}75=5{,}625\), also \(\sigma(X)=\sigma(Y)=\sqrt{5{,}625}\approx2{,}3717\). 4. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(X\ge10)=1-P(X\le9)\approx0{,}1966\).

Antwort

a) \(E(X)=7{,}5\), \(E(Y)=22{,}5\), \(\sigma(X)=\sigma(Y)\approx2{,}3717\) b) \(P(X\ge10)\approx0{,}1966\)
42712212
Die Zufallsgröße \(X\) ist nach \(B(n;p)\) verteilt mit \(n=200\). 1. Untersuche, für welchen Wert der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) die Varianz von \(X\) ihren maximalen Wert annimmt. Berechne für diesen Fall die Standardabweichung \(\sigma\) und runde sie auf zwei Dezimalstellen. 2. Es sei nun \(p=0{,}15\). Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\), wobei du \(\sigma\) auf zwei Dezimalstellen rundest. Bestimme alle ganzzahligen Werte \(k\), die innerhalb der einfachen Standardabweichung um den Erwartungswert liegen.

Denkanstöße

- Welche Form hat die Varianzfunktion als Funktion von \(p\)? - Wo liegt der Scheitelpunkt dieser Parabel? - Für den zweiten Teil musst du aus den reellen Intervallgrenzen die zulässigen ganzen Trefferzahlen bestimmen.

Lösung

1. Die Varianzfunktion \(V(p)=200p(1-p)\) ist eine nach unten geöffnete Parabel mit ihrem Maximum bei \(p=0{,}5\). Dann ist \(V=50\) und \(\sigma=\sqrt{50}\approx7{,}07\). 2. Für \(p=0{,}15\) gilt \(\mu=200\cdot0{,}15=30\) und \(V(X)=200\cdot0{,}15\cdot0{,}85=25{,}5\). 3. Daher ist \(\sigma=\sqrt{25{,}5}\approx5{,}05\). 4. Das Intervall \([30-\sqrt{25{,}5};30+\sqrt{25{,}5}]\) enthält die ganzen Zahlen \(25\) bis \(35\).

Antwort

1. \(p=0{,}5\), \(\sigma\approx7{,}07\) 2. \(\mu=30\), \(\sigma\approx5{,}05\), \(k\in\{25,26,27,28,29,30,31,32,33,34,35\}\)
42713112
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) besitzt die Parameter \(n=50\) und \(p=0{,}4\). 1. Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\). Runde \(\sigma\) auf zwei Dezimalstellen. 2. Bestimme alle ganzzahligen Werte, welche die Bedingung \(|X-\mu|\le\sigma\) erfüllen. 3. Berechne \(P(|X-\mu|\le\sigma)\) und runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Lage und Streuung der Binomialverteilung. - Welche ganzen Zahlen liegen im reellen Intervall um den Erwartungswert? - Eine Intervallwahrscheinlichkeit kann als Differenz zweier kumulierter Wahrscheinlichkeiten geschrieben werden.

Lösung

1. Es ist \(\mu=np=20\) und \(V(X)=np(1-p)=12\), also \(\sigma=\sqrt{12}\approx3{,}46\). 2. Das Intervall \([20-\sqrt{12};20+\sqrt{12}]\) enthält die ganzzahligen Werte \(17,18,19,20,21,22,23\). 3. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners gilt \(P(17\le X\le23)=P(X\le23)-P(X\le16)\approx0{,}6877\).

Antwort

1. \(\mu=20\), \(\sigma\approx3{,}46\) 2. \(k\in\{17,18,19,20,21,22,23\}\) 3. \(P(|X-\mu|\le\sigma)\approx0{,}6877\)
42713212
In einem Produktionsmodell ist jedes elektronische Bauteil unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(5\,\%\) defekt. Es werden \(400\) Bauteile betrachtet. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Bauteile. 1. Bestimme das Intervall \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\). Runde die Intervallgrenzen auf zwei Dezimalstellen. 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der defekten Bauteile außerhalb dieses Intervalls liegt. Runde auf vier Dezimalstellen. 3. Interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang unter Bezugnahme auf die Streuung um den Erwartungswert.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Erwartungswert und Standardabweichung. - Welche ganzzahligen Trefferzahlen liegen außerhalb der reellen Intervallgrenzen? - Die Außenwahrscheinlichkeit besteht aus einem linken und einem rechten Randbereich.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(400;0{,}05)\), also \(\mu=20\) und \(\sigma=\sqrt{400\cdot0{,}05\cdot0{,}95}=\sqrt{19}\). Damit ist \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\approx[11{,}28;28{,}72]\). 2. Wegen der Ganzzahligkeit bedeutet „außerhalb“ die Ereignisse \(X\le11\) oder \(X\ge29\). 3. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(X\le11)\approx0{,}019046\) und \(P(X\ge29)=1-P(X\le28)\approx0{,}030705\). Somit ist \(P(|X-\mu|>2\sigma)\approx0{,}0498\). 4. Also liegen ungefähr \(5{,}0\,\%\) der Ergebnisse außerhalb und ungefähr \(95{,}0\,\%\) innerhalb dieses Bereichs.

Antwort

1. \([11{,}28;28{,}72]\) 2. \(P(|X-\mu|>2\sigma)\approx0{,}0498\) 3. Etwa \(5{,}0\,\%\) liegen außerhalb und etwa \(95{,}0\,\%\) innerhalb des \(2\sigma\)-Intervalls.
42713312
Bei einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n \in \mathbb{N}\), \(n \ge 1\), und \(0 < p < 1\) ist bekannt, dass die Varianz \(V(X)\) genau \(60\,\%\) des Erwartungswerts \(E(X)\) beträgt. a) Bestimme die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\). b) Berechne die Anzahl der Versuche \(n\), falls die Standardabweichung der Zufallsgröße \(\sigma = \sqrt{6}\) beträgt.

Denkanstöße

- Welche Formeln kennst du für den Erwartungswert und die Varianz einer Binomialverteilung? - Kannst du die Bedingung „die Varianz ist \(60\,\%\) des Erwartungswerts“ als mathematische Gleichung schreiben? - Wie hängen Varianz und Standardabweichung zusammen? - Überlege, welche Variable sich direkt aus dem Verhältnis von Varianz zu Erwartungswert berechnen lässt.

Lösung

1. Aufstellen der Formeln für den Erwartungswert \(E(X) = n \cdot p\) und die Varianz \(V(X) = n \cdot p \cdot (1 - p)\). 2. Einsetzen in die gegebene Bedingung \(V(X) = 0{,}6 \cdot E(X)\) ergibt \(n \cdot p \cdot (1 - p) = 0{,}6 \cdot n \cdot p\). 3. Durch Division beider Seiten durch \(n \cdot p\) (da \(n > 0\) und \(0 < p < 1\)) erhält man \(1 - p = 0{,}6\). Daraus folgt \(p = 0{,}4\). 4. Verwendung der Standardabweichung \(\sigma = \sqrt{6}\) zur Bestimmung der Varianz: \(V(X) = \sigma^2 = 6\). 5. Einsetzen der Varianz in den Zusammenhang aus der Aufgabenstellung: \(6 = 0{,}6 \cdot E(X) \implies E(X) = 10\). 6. Auflösen der Formel für den Erwartungswert nach \(n\): \(10 = n \cdot 0{,}4 \implies n = 25\).

Antwort

a) \(p = 0{,}4\) b) \(n = 25\)
42714312
Bei der Endkontrolle von elektronischen Bauteilen in einer Fabrik wird eine Stichprobe vom Umfang \(n\) entnommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Bauteile in der Stichprobe und wird als binomialverteilt vorausgesetzt. Es ist bekannt, dass der Erwartungswert \(\mu=15\) und die Varianz \(V(X)=12{,}75\) betragen. a) Bestimme den Stichprobenumfang \(n\) und die Wahrscheinlichkeit \(p\) für ein defektes Bauteil. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der defekten Bauteile genau dem Erwartungswert entspricht. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche zwei Gleichungen liefern Erwartungswert und Varianz einer Binomialverteilung? - Dividiere oder setze die Gleichungen so ein, dass zunächst \(p\) bestimmt werden kann. - Im zweiten Teil ist eine einzelne Punktwahrscheinlichkeit gesucht.

Lösung

1. Aus \(np=15\) und \(np(1-p)=12{,}75\) folgt \(15(1-p)=12{,}75\). 2. Damit ist \(p=0{,}15\) und anschließend \(n=15:0{,}15=100\). 3. Für genau den Erwartungswert gilt \(P(X=15)=\binom{100}{15}0{,}15^{15}0{,}85^{85}\approx0{,}1111\).

Antwort

a) \(n=100\), \(p=0{,}15\) b) \(P(X=15)\approx0{,}1111\)
42714412
Ein Glücksrad besitzt \(k\) gleich große Sektoren, von denen genau einer als Gewinnsektor markiert ist. Das Rad wird \(n\)-mal gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der erzielten Gewinne an. Für diese binomialverteilte Zufallsgröße gilt ein Erwartungswert von \(\mu = 5\) und eine Standardabweichung von \(\sigma = 2\). Ermittle die Anzahl der Drehungen \(n\) und die Anzahl der Sektoren \(k\) des Glücksrads.

Denkanstöße

- Wie hängen Varianz und Standardabweichung zusammen? - Stelle ein Gleichungssystem mit den Parametern \(n\) und \(p\) auf. - Überlege dir, wie die Wahrscheinlichkeit \(p\) mit der Anzahl der Sektoren \(k\) zusammenhängt, wenn nur ein Sektor gewinnt.

Lösung

1. Die Varianz berechnet sich aus der Standardabweichung: \(\sigma^2 = 2^2 = 4\). 2. Unter Verwendung von \(\mu = n \cdot p = 5\) und \(\sigma^2 = n \cdot p \cdot (1 - p) = 4\) folgt durch Division oder Einsetzen: \(5 \cdot (1 - p) = 4\). 3. Berechnung von \(p\): \(1 - p = 0{,}8 \implies p = 0{,}2\). 4. Berechnung von \(n\): \(n \cdot 0{,}2 = 5 \implies n = 25\). 5. Da ein Sektor von \(k\) Sektoren ein Gewinn ist, gilt \(p = \frac{1}{k}\). Daraus folgt \(\frac{1}{k} = 0{,}2 \implies k = 5\).

Antwort

\(n = 25\); \(k = 5\)
42714512
Eine Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n\) (Anzahl der Versuche) und \(p\) (Erfolgswahrscheinlichkeit). a) Bestimme die Werte für \(n\) und \(p\), wenn bekannt ist, dass der Erwartungswert \(E(X) = 12\) und die Varianz \(V(X) = 9\) betragen. b) Erläutere anhand der Formel für die Varianz \(V(X) = n \cdot p \cdot (1-p)\), warum die Varianz bei gleichbleibender Erfolgswahrscheinlichkeit \(p \in (0; 1)\) proportional zum Stichprobenumfang \(n\) wächst. Was bedeutet dies für die Standardabweichung \(\sigma\) im Vergleich zum Wachstum von \(n\)?

Denkanstöße

- Welche Formeln verknüpfen \(n\) und \(p\) mit dem Erwartungswert und der Varianz? - Kannst du den Ausdruck für den Erwartungswert in der Formel für die Varianz wiederfinden? - Was bedeutet „proportional“ im mathematischen Sinne für die Form einer Funktionsgleichung? - Überlege, wie sich eine Wurzel auf das Wachstumsverhalten einer Größe auswirkt.

Lösung

1. Aufstellen des Gleichungssystems mit den Formeln für Erwartungswert und Varianz: \(n \cdot p = 12\) und \(n \cdot p \cdot (1 - p) = 9\). 2. Substitution von \(n \cdot p\) in der Varianzformel: \(12 \cdot (1 - p) = 9\). 3. Lösen nach \(p\): \(1 - p = 0{,}75 \implies p = 0{,}25\). 4. Einsetzen von \(p\) in den Erwartungswert: \(n \cdot 0{,}25 = 12 \implies n = 48\). 5. Analyse der Proportionalität: Da \(p\) konstant ist, ist auch der Faktor \(k = p \cdot (1 - p)\) konstant. Wegen \(0 < p < 1\) gilt \(k > 0\). Somit ist \(V(n) = k \cdot n\) eine lineare Funktion durch den Ursprung, was direkt proportionales Wachstum bedeutet. 6. Verhalten der Standardabweichung: Da \(\sigma = \sqrt{V(X)} = \sqrt{k \cdot n} = \sqrt{k} \cdot \sqrt{n}\), wächst die Standardabweichung nicht proportional zu \(n\), sondern proportional zur Wurzel aus \(n\).

Antwort

a) \(p = 0{,}25\) und \(n = 48\). b) Die Varianz wächst proportional zu \(n\), da \(V(X) = (p \cdot (1-p)) \cdot n\) eine lineare Form \(y = m \cdot x\) mit \(m > 0\) hat. Die Standardabweichung \(\sigma = \sqrt{p \cdot (1-p)} \cdot \sqrt{n}\) wächst hingegen nur mit der Wurzel des Stichprobenumfangs \(\sqrt{n}\).
42720212
Ein Zufallsexperiment mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p=0{,}2\) wird \(80\)-mal unabhängig voneinander durchgeführt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Erfolge. a) Bestimme das \(2\sigma\)-Intervall \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\), runde dessen Grenzen auf zwei Dezimalstellen und gib die darin enthaltenen möglichen Trefferzahlen an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Erfolge um höchstens zwei Standardabweichungen vom Erwartungswert abweicht. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zunächst Erwartungswert und Standardabweichung. - Welche ganzen Zahlen liegen im reellen \(2\sigma\)-Intervall? - Schreibe die Intervallwahrscheinlichkeit als Differenz kumulierter Wahrscheinlichkeiten.

Lösung

1. Es gilt \(\mu=80\cdot0{,}2=16\) und \(\sigma=\sqrt{80\cdot0{,}2\cdot0{,}8}=\sqrt{12{,}8}\). 2. Damit ist \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\approx[8{,}84;23{,}16]\). Die möglichen ganzzahligen Trefferzahlen sind \(9,10,\dots,23\). 3. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners gilt \(P(9\le X\le23)=P(X\le23)-P(X\le8)\approx0{,}9652\).

Antwort

a) \([8{,}84;23{,}16]\); Trefferzahlen \(9\) bis \(23\) b) \(P(9\le X\le23)\approx0{,}9652\)
42721212
Bei einem Modell für ein Diagnoseverfahren beträgt die Wahrscheinlichkeit für ein „positives“ Testergebnis \(p=0{,}04\). Die Zufallsgröße \(Y\) beschreibt die Anzahl der positiven Ergebnisse bei \(500\) Testpersonen. Es wird angenommen, dass \(Y\) binomialverteilt ist. a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Zufallsgröße \(Y\). Runde \(\sigma\) auf zwei Dezimalstellen. b) Ermittle die kleinste und die größte mögliche relative Häufigkeit positiver Testergebnisse unter der Bedingung, dass \(Y\) um höchstens eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht.

Denkanstöße

- Bestimme zunächst Lage und Streuung der Trefferzahl. - Welche ganzzahligen Werte liegen innerhalb einer Standardabweichung vom Erwartungswert? - Wie wird eine absolute Trefferzahl in eine relative Häufigkeit umgerechnet?

Lösung

1. Es ist \(\mu=500\cdot0{,}04=20\) und \(\sigma=\sqrt{500\cdot0{,}04\cdot0{,}96}=\sqrt{19{,}2}\approx4{,}38\). 2. Aus \(|Y-20|\le\sqrt{19{,}2}\) folgt wegen der Ganzzahligkeit \(16\le Y\le24\). 3. Die kleinste relative Häufigkeit ist \(\frac{16}{500}=0{,}032=3{,}2\,\%\), die größte \(\frac{24}{500}=0{,}048=4{,}8\,\%\).

Antwort

a) \(\mu=20\), \(\sigma\approx4{,}38\) b) kleinste relative Häufigkeit: \(3{,}2\,\%\); größte: \(4{,}8\,\%\)
42876512
Für ein Modell wird angenommen, dass jede von \(50\) befragten Jugendlichen unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}30\) ein Musikinstrument spielt. Ist es nach der \(2\sigma\)-Regel als außergewöhnlich anzusehen, wenn \(22\) von ihnen angeben, ein Instrument zu spielen?

Denkanstöße

- Bestimme Erwartungswert und Standardabweichung des Binomialmodells. - Vergleiche die beobachtete Zahl mit der oberen Grenze \(\mu+2\sigma\). - Die vorgegebene Regel ist eine Klassifikationsregel, kein Signifikanztest.

Lösung

1. Für \(X\sim B(50;0{,}30)\) gilt \(\mu=15\) und \(\sigma=\sqrt{50\cdot0{,}30\cdot0{,}70}=\sqrt{10{,}5}\). 2. Die obere Grenze der \(2\sigma\)-Umgebung ist \(15+2\sqrt{10{,}5}\). Da \(22>15+2\sqrt{10{,}5}\), liegt \(22\) außerhalb der Umgebung. 3. Nach der vorgegebenen Regel gilt das Ergebnis daher als außergewöhnlich. Daraus folgt noch keine Aussage über statistische Signifikanz im Sinne eines Signifikanztests.

Antwort

Ja. \(22\) liegt außerhalb der \(2\sigma\)-Umgebung und gilt nach der vorgegebenen Regel als außergewöhnlich.
42877112
Für ein Modell wird angenommen, dass jede von \(100\) befragten berufstätigen Personen unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}20\) das Fahrrad für den Arbeitsweg nutzt. Bestimme mithilfe der \(2\sigma\)-Regel den Bereich der Anzahl an Radfahrenden, der mit diesem Modell als „verträglich“ angesehen wird.

Denkanstöße

- Bestimme zunächst den Erwartungswert der binomialverteilten Anzahl. - Welche Standardabweichung gehört zu \(n=100\) und \(p=0{,}20\)? - Gehe vom Erwartungswert zweimal diese Standardabweichung nach unten und nach oben.

Lösung

1. Für \(X\sim B(100;0{,}20)\) gilt \(\mu=np=100\cdot0{,}20=20\). 2. Die Standardabweichung beträgt \(\sigma=\sqrt{np(1-p)}=\sqrt{100\cdot0{,}20\cdot0{,}80}=4\). 3. Die \(2\sigma\)-Umgebung ist \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]=[20-8;20+8]=[12;28]\). 4. Damit gelten nach der vorgegebenen Regel Trefferzahlen von \(12\) bis \(28\) einschließlich als mit dem Modell verträglich.

Antwort

Nach der \(2\sigma\)-Regel liegt der Verträglichkeitsbereich bei \(12\) bis \(28\) Radfahrenden einschließlich.
42877712
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird \(60\)-mal unabhängig voneinander geworfen. Es wird gezählt, wie oft die Augenzahl \(6\) erscheint. 1. Berechne den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) für die Anzahl der gewürfelten Sechsen. Runde \(\sigma\) auf zwei Dezimalstellen. 2. Ein Ergebnis wird als „außergewöhnlich“ eingestuft, wenn es nicht im Bereich \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\) liegt. Bestimme alle Anzahlen von Sechsen, bei denen man aufgrund dieser vorgegebenen Regel eine Manipulation des Würfels vermuten würde.

Denkanstöße

- Welche Binomialparameter hat die Anzahl der Sechsen? - Bestimme die reellen Grenzen der \(2\sigma\)-Umgebung. - Welche ganzzahligen Trefferzahlen liegen außerhalb?

Lösung

1. Für \(X\sim B\left(60;\frac16\right)\) gilt \(\mu=10\) und \(\sigma=\sqrt{60\cdot\frac16\cdot\frac56}=\sqrt{\frac{25}{3}}\approx2{,}89\). 2. Die exakte \(2\sigma\)-Umgebung ist \(\left[10-2\sqrt{\frac{25}{3}};10+2\sqrt{\frac{25}{3}}\right]\). Darin liegen die ganzzahligen Werte \(5\) bis \(15\). 3. Außerhalb liegen daher \(0\) bis \(4\) sowie \(16\) bis \(60\). Nach der vorgegebenen Regel würde man genau bei diesen Ergebnissen eine Manipulation vermuten; die Regel beweist keine Manipulation.

Antwort

1. \(\mu=10\), \(\sigma\approx2{,}89\) 2. \(0\) bis \(4\) oder \(16\) bis \(60\) Sechsen
43081212
An einem Glücksspielstand kann man entweder \(0\,\text{€}\), \(2\,\text{€}\) oder \(10\,\text{€}\) ausgezahlt bekommen. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Höhe dieser Auszahlung. Es gilt \(P(X=10)=0{,}05\) und \(P(X=2)=0{,}25\). a) Bestimme \(P(X=0)\). b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\). c) Berechne die Standardabweichung \(\sigma(X)\) und runde auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Summe müssen alle Wahrscheinlichkeiten ergeben? - Wie entsteht der Erwartungswert als gewichteter Mittelwert? - Welche Größe wird vor der Standardabweichung berechnet?

Lösung

1. Aus der Normierung folgt \(P(X=0)=1-0{,}05-0{,}25=0{,}70\). 2. Der Erwartungswert ist \(E(X)=0\cdot0{,}70+2\cdot0{,}25+10\cdot0{,}05=1{,}00\,\text{€}\). 3. Die Varianz ist \(V(X)=(0-1)^2\cdot0{,}70+(2-1)^2\cdot0{,}25+(10-1)^2\cdot0{,}05=5{,}00\,\text{€}^2\). 4. Somit ist \(\sigma(X)=\sqrt5\,\text{€}\approx2{,}24\,\text{€}\).

Antwort

a) \(P(X=0)=0{,}70\) b) \(E(X)=1{,}00\,\text{€}\) c) \(\sigma(X)\approx2{,}24\,\text{€}\)
43111312
Betrachte einen zweistufigen Bernoulli-Versuch, bei dem ein Erfolg mit der Wahrscheinlichkeit \(p\) und ein Misserfolg mit der Wahrscheinlichkeit \(q = 1 - p\) eintritt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Erfolge in diesen zwei Versuchen. a) Erstelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße \(X\). b) Bestimme den Erwartungswert \(E(X)\) in Abhängigkeit von \(p\). c) Berechne die Varianz \(V(X)\) mithilfe der Definition \(V(X) = \sum_{i=0}^{2} (x_i - E(X))^2 \cdot P(X = x_i)\) und zeige, dass der resultierende Term \(2 \cdot p \cdot (1 - p)\) entspricht.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welche Werte die Zufallsgröße annehmen kann und wie man deren Wahrscheinlichkeiten mit einem Baumdiagramm bestimmt. - Erinnere dich an die binomischen Formeln, um die quadrierten Klammern in der Varianzformel aufzulösen. - Achte beim Zusammenfassen der Terme in Aufgabenteil c) besonders auf die Vorzeichen und die Potenzen von \(p\).

Lösung

1. Wahrscheinlichkeitsverteilung: \(P(X=0) = (1-p)^2\), \(P(X=1) = 2 \cdot p \cdot (1-p)\), \(P(X=2) = p^2\). 2. Erwartungswert: \(E(X) = 0 \cdot (1-p)^2 + 1 \cdot 2 \cdot p \cdot (1-p) + 2 \cdot p^2 = 2 \cdot p - 2 \cdot p^2 + 2 \cdot p^2 = 2 \cdot p\). 3. Varianzberechnung: \(V(X) = (0 - 2 \cdot p)^2 \cdot (1-p)^2 + (1 - 2 \cdot p)^2 \cdot 2 \cdot p \cdot (1-p) + (2 - 2 \cdot p)^2 \cdot p^2\) \(V(X) = 4 \cdot p^2 \cdot (1 - 2 \cdot p + p^2) + (1 - 4 \cdot p + 4 \cdot p^2) \cdot (2 \cdot p - 2 \cdot p^2) + 4 \cdot (1 - p)^2 \cdot p^2\) \(V(X) = (4 \cdot p^2 - 8 \cdot p^3 + 4 \cdot p^4) + (2 \cdot p - 2 \cdot p^2 - 8 \cdot p^2 + 8 \cdot p^3 + 8 \cdot p^3 - 8 \cdot p^4) + (4 \cdot p^2 - 8 \cdot p^3 + 4 \cdot p^4)\) 4. Vereinfachung: Nach dem Zusammenfassen aller Terme bleibt \(V(X) = 2 \cdot p - 2 \cdot p^2 = 2 \cdot p \cdot (1-p)\).

Antwort

a) \(P(X=0) = (1-p)^2\); \(P(X=1) = 2 \cdot p \cdot (1-p)\); \(P(X=2) = p^2\) b) \(E(X) = 2 \cdot p\) c) \(V(X) = 4 \cdot p^2 \cdot (1-p)^2 + (1-2 \cdot p)^2 \cdot 2 \cdot p \cdot (1-p) + 4 \cdot (1-p)^2 \cdot p^2 = 2 \cdot p \cdot (1-p)\)
43112412
Die Varianz einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) mit der Kettenlänge \(n = 250\) beträgt \(V(X) = 40\). a) Bestimme die beiden möglichen Werte für die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\). b) Berechne für beide in Aufgabenteil a) gefundenen Werte den jeweiligen Erwartungswert \(E(X)\). c) Ermittle die maximal mögliche Varianz, die eine binomialverteilte Zufallsgröße mit der Kettenlänge \(n = 250\) annehmen kann.

Denkanstöße

- Setze die gegebenen Werte in die Formel für die Varianz ein und löse nach der unbekannten Größe auf. - Eine quadratische Gleichung kann mit bekannten Verfahren wie der \(pq\)-Formel gelöst werden. - Überlege dir, wie der Erwartungswert mit \(n\) und \(p\) zusammenhängt. - Bei welchem Wert für \(p\) ist das Produkt \(p \cdot (1-p)\) am größten?

Lösung

1. Aufstellen der Gleichung für die Varianz: \(250 \cdot p \cdot (1 - p) = 40\). Umformen zu einer quadratischen Gleichung: \(p - p^2 = \frac{40}{250} = 0{,}16\), also \(p^2 - p + 0{,}16 = 0\). Lösen mit der \(pq\)-Formel: \(p_{1,2} = 0{,}5 \pm \sqrt{0{,}25 - 0{,}16} = 0{,}5 \pm \sqrt{0{,}09} = 0{,}5 \pm 0{,}3\). Daraus folgen \(p_1 = 0{,}8\) und \(p_2 = 0{,}2\). 2. Berechnung der Erwartungswerte: Für \(p_1 = 0{,}8\): \(E_1 = 250 \cdot 0{,}8 = 200\). Für \(p_2 = 0{,}2\): \(E_2 = 250 \cdot 0{,}2 = 50\). 3. Bestimmung der maximalen Varianz: Die Varianz \(V(p) = n \cdot p \cdot (1-p)\) einer Binomialverteilung ist bei \(p = 0{,}5\) am größten. Einsetzen von \(p = 0{,}5\) und \(n = 250\): \(V_{\max} = 250 \cdot 0{,}5 \cdot 0{,}5 = 250 \cdot 0{,}25 = 62{,}5\).

Antwort

a) \(p_1 = 0{,}8\) und \(p_2 = 0{,}2\). b) \(E_1 = 200\) und \(E_2 = 50\). c) Die maximale Varianz beträgt \(62{,}5\).
43112612
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 5\) und \(p = 0{,}5\). Ermittle die Varianz \(V(X)\) mithilfe des Verschiebungssatzes \(V(X) = E(X^2) - (E(X))^2\). Berechne hierfür explizit die Werte für \(E(X)\) und \(E(X^2)\) über die Wahrscheinlichkeitsverteilung.

Denkanstöße

- Was bedeutet \(E(X^2)\) im Vergleich zum normalen Erwartungswert? - Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung für alle Werte von 0 bis 5 auf. - Achte beim Quadrieren des Erwartungswerts auf die richtige Dezimalstelle. - Nutze die Symmetrie der Binomialkoeffizienten bei \(p = 0{,}5\), um die Rechnung zu vereinfachen.

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts: \(E(X) = n \cdot p = 5 \cdot 0{,}5 = 2{,}5\). 2. Bestimmung der Wahrscheinlichkeitsverteilung \(P(X = k) = \binom{5}{k} \cdot 0{,}5^5\): \(P(0) = \frac{1}{32}\), \(P(1) = \frac{5}{32}\), \(P(2) = \frac{10}{32}\), \(P(3) = \frac{10}{32}\), \(P(4) = \frac{5}{32}\), \(P(5) = \frac{1}{32}\). 3. Berechnung von \(E(X^2) = \sum k^2 \cdot P(X = k)\): \(E(X^2) = (0^2 \cdot 1 + 1^2 \cdot 5 + 2^2 \cdot 10 + 3^2 \cdot 10 + 4^2 \cdot 5 + 5^2 \cdot 1) \cdot \frac{1}{32} = (0 + 5 + 40 + 90 + 80 + 25) \cdot \frac{1}{32} = \frac{240}{32} = 7{,}5\). 4. Anwendung des Verschiebungssatzes: \(V(X) = 7{,}5 - 2{,}5^2 = 7{,}5 - 6{,}25 = 1{,}25\).

Antwort

Die Varianz beträgt \(V(X) = 1{,}25\).
43118012
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) hat den Erwartungswert \(\mu = 12\) und die Varianz \(V(X) = 7{,}2\). a) Bestimme die Parameter \(n\) (Anzahl der Versuche) und \(p\) (Erfolgswahrscheinlichkeit) dieser Verteilung. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 12)\), dass die Zufallsgröße exakt ihrem Erwartungswert entspricht. Runde das Ergebnis auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Formeln verknüpfen \(n\) und \(p\) mit dem Erwartungswert und der Varianz? - Kannst du den Erwartungswert direkt in die Formel für die Varianz einsetzen, um eine Unbekannte zu eliminieren? - Nutze für den zweiten Teil die Bernoulli-Formel mit den zuvor ermittelten Parametern.

Lösung

1. Aufstellen des Gleichungssystems: I) \(n \cdot p = 12\) und II) \(n \cdot p \cdot (1 - p) = 7{,}2\). 2. Einsetzen von I in II: \(12 \cdot (1 - p) = 7{,}2\). Daraus folgt \(1 - p = 0{,}6\), also \(p = 0{,}4\). 3. Berechnung von \(n\): Einsetzen von \(p = 0{,}4\) in I ergibt \(n \cdot 0{,}4 = 12\), woraus \(n = 30\) folgt. 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit: \(P(X = 12) = \binom{30}{12} \cdot 0{,}4^{12} \cdot 0{,}6^{18} \approx 86\,493\,225 \cdot 1{,}6777 \cdot 10^{-5} \cdot 1{,}0156 \cdot 10^{-4} \approx 0{,}1474\).

Antwort

a) \(n = 30\) und \(p = 0{,}4\). b) \(P(X = 12) \approx 0{,}1474\).
43215712
An einem Glücksspielstand wird ein Glücksrad mit \(8\) gleich großen Sektoren einmal gedreht (siehe Abbildung). Die darauf abgebildeten Beträge geben den Gewinn oder Verlust des Spielers an. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt diesen Gewinn bzw. Verlust in Euro. a) Stelle die Wahrscheinlichkeitsverteilung von \(X\) in einer Tabelle dar. b) Berechne den Erwartungswert \(E(X)\). Ist das Spiel fair? Begründe. c) Berechne die Standardabweichung \(\sigma(X)\) auf zwei Nachkommastellen genau.
Abbildung zur Aufgabe 432157

Denkanstöße

- Zähle, wie oft jeder Betrag auf den acht gleich großen Sektoren vorkommt. - Welche Bedingung an den Erwartungswert kennzeichnet ein faires Spiel? - Wie erhältst du die Standardabweichung aus \(E(X^2)\) und \(E(X)\)?

Lösung

1. Aus den acht gleich großen Sektoren folgt \(P(X=-2)=\frac48=0{,}5\), \(P(X=1)=\frac38=0{,}375\) und \(P(X=5)=\frac18=0{,}125\). 2. Der Erwartungswert ist \(E(X)=-2\cdot0{,}5+1\cdot0{,}375+5\cdot0{,}125=0\,\text{€}\). Das Spiel ist daher fair. 3. Es gilt \(E(X^2)=4\cdot0{,}5+1\cdot0{,}375+25\cdot0{,}125=5{,}5\,\text{€}^2\). 4. Somit ist \(V(X)=5{,}5\,\text{€}^2\) und \(\sigma(X)=\sqrt{5{,}5}\,\text{€}\approx2{,}35\,\text{€}\).

Antwort

a) <table><tr><td>\(x_i\) in \(\text{€}\)</td><td>\(-2\)</td><td>\(1\)</td><td>\(5\)</td></tr><tr><td>\(P(X=x_i)\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}375\)</td><td>\(0{,}125\)</td></tr></table> b) \(E(X)=0\,\text{€}\); das Spiel ist fair. c) \(\sigma(X)\approx2{,}35\,\text{€}\)
55226112
Für eine Zufallsgröße \(X\) sei \(Y=aX+b\). a) Zeige ausgehend von \(V(Y)=E\big((Y-E(Y))^2\big)\) und \(E(Y)=aE(X)+b\), dass \(V(Y)=a^2V(X)\) gilt. b) Folgere daraus \(\sigma_Y=|a|\sigma_X\). c) Eine Punktzahl \(X\) hat die Standardabweichung \(3{,}2\). Für eine neue Skala gilt \(Y=1{,}5X+10\). Bestimme \(\sigma_Y\) und erkläre, welchen Einfluss die Addition von \(10\) auf die Streuung hat.

Denkanstöße

- Vereinfache zuerst den Ausdruck \(Y-E(Y)\). - Welche Faktoren können bei einem Erwartungswert vor die Klammer gezogen werden? - Was passiert beim Wurzelziehen aus \(a^2\)?

Lösung

1. Es gilt \(Y-E(Y)=aX+b-(aE(X)+b)=a(X-E(X))\). 2. Daher ist \(V(Y)=E\big(a^2(X-E(X))^2\big)=a^2E\big((X-E(X))^2\big)=a^2V(X)\). 3. Durch Wurzelziehen folgt \(\sigma_Y=\sqrt{V(Y)}=\sqrt{a^2V(X)}=|a|\sigma_X\). 4. Im Beispiel ist \(\sigma_Y=1{,}5\cdot3{,}2=4{,}8\). 5. Die Addition von \(10\) verschiebt alle Werte gleich stark und verändert deshalb die Streuung nicht.

Antwort

a) \(V(aX+b)=a^2V(X)\) b) \(\sigma_{aX+b}=|a|\sigma_X\) c) \(\sigma_Y=4{,}8\); die Addition von \(10\) verändert die Streuung nicht.
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Die Zufallsgröße \(X\) hat die Verteilung <table><tr><th>\(x\)</th><th>\(0\)</th><th>\(1\)</th><th>\(4\)</th></tr><tr><td>\(P(X=x)\)</td><td>\(0{,}2\)</td><td>\(0{,}5\)</td><td>\(0{,}3\)</td></tr></table> Berechne \(V(X)\) mithilfe von \(V(X)=E(X^2)-E(X)^2\). Bestimme anschließend \(\sigma\) und runde nur \(\sigma\) auf zwei Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den Erwartungswert von \(X\). - Für \(E(X^2)\) werden die möglichen Werte vor dem Gewichten quadriert. - Runde erst nach dem Berechnen der Varianz.

Lösung

1. \(E(X)=0\cdot0{,}2+1\cdot0{,}5+4\cdot0{,}3=1{,}7\). 2. \(E(X^2)=0^2\cdot0{,}2+1^2\cdot0{,}5+4^2\cdot0{,}3=5{,}3\). 3. Daher ist \(V(X)=5{,}3-1{,}7^2=5{,}3-2{,}89=2{,}41\). 4. \(\sigma=\sqrt{2{,}41}\approx1{,}55\).

Antwort

\(V(X)=2{,}41\), \(\sigma\approx1{,}55\)
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Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n\) und \(p\). a) Berechne die Varianz \(V(X)\) und die Standardabweichung \(\sigma\) für \(n=50\) und \(p=0{,}01\). Runde \(\sigma\) auf vier Dezimalstellen. Vergleiche ihre Zahlenwerte und beachte dabei, dass die Varianz die Einheit „Treffer\(^2\)“ und die Standardabweichung die Einheit „Treffer“ hat. b) Zeige, dass für eine binomialverteilte Zufallsgröße mit \(n=2\) der Zahlenwert der Standardabweichung für alle \(p\in(0;1)\) größer ist als der Zahlenwert der Varianz.

Denkanstöße

- Welchen Wertebereich hat \(p(1-p)\) für \(0<p<1\)? - Wie verhält sich \(\sqrt{x}\) zu \(x\) für \(0<x<1\)? - Unterscheide beim Zahlenvergleich die Einheiten von Varianz und Standardabweichung.

Lösung

1. Für \(n=50\) und \(p=0{,}01\) ist \(V(X)=np(1-p)=50\cdot0{,}01\cdot0{,}99=0{,}495\). 2. Die Standardabweichung ist \(\sigma=\sqrt{0{,}495}\approx0{,}7036\). Zahlenmäßig gilt damit \(\sigma>V(X)\); die beiden Größen besitzen jedoch unterschiedliche Einheiten. 3. Für \(n=2\) gilt \(V(X)=2p(1-p)\). Für \(p\in(0;1)\) liegt \(V(X)\) im Intervall \(0<V(X)\le0{,}5\). 4. Für \(0<V(X)<1\) gilt \(\sqrt{V(X)}>V(X)\). Daher ist für alle \(p\in(0;1)\) der Zahlenwert von \(\sigma=\sqrt{V(X)}\) größer als der Zahlenwert von \(V(X)\).

Antwort

a) \(V(X)=0{,}495\), \(\sigma\approx0{,}7036\); zahlenmäßig \(\sigma>V(X)\), bei unterschiedlichen Einheiten b) Für \(n=2\) gilt \(0<V(X)\le0{,}5<1\), also \(\sigma=\sqrt{V(X)}>V(X)\).
42713412
Für eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n\) und \(p\) (\(0 < p < 1\)) bezeichne \(\mu\) den Erwartungswert und \(\sigma\) die Standardabweichung. a) Zeige durch Einsetzen der entsprechenden Formeln für \(E(X)\) und \(V(X)\), dass die Beziehung \(\sigma^2 = \mu \cdot (1 - p)\) besteht. b) Nutze die Beziehung aus Teilaufgabe a), um zu begründen, dass für alle \(0 < p < 1\) die Ungleichung \(\sigma < \sqrt{\mu}\) erfüllt ist. c) Ermittle die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) in Abhängigkeit von \(n\), für die die Standardabweichung genau ein Drittel des Erwartungswerts beträgt.

Denkanstöße

- Nutze die bekannten Formeln für die Kenngrößen der Binomialverteilung. - Was passiert mit einer Zahl, wenn man sie mit einem Wert zwischen 0 und 1 multipliziert? - Setze die Bedingung aus c) in eine Gleichung um und versuche, die Terme so weit wie möglich zu vereinfachen. - Achte darauf, \(p\) auf eine Seite der Gleichung zu isolieren.

Lösung

1. In Teilaufgabe a) werden die Standardformeln \(\mu = n \cdot p\) und \(\sigma^2 = n \cdot p \cdot (1 - p)\) genutzt. Durch Ersetzen von \(n \cdot p\) durch \(\mu\) in der Varianzformel folgt unmittelbar \(\sigma^2 = \mu \cdot (1 - p)\). 2. Für Teilaufgabe b) wird argumentiert, dass für \(0 < p < 1\) der Faktor \((1 - p)\) ebenfalls zwischen \(0\) und \(1\) liegt. Da \(\sigma^2 = \mu \cdot (1 - p)\) und \((1 - p) < 1\), muss \(\sigma^2 < \mu\) gelten. Durch Ziehen der Quadratwurzel (da beide Seiten positiv sind) folgt \(\sigma < \sqrt{\mu}\). 3. Für Teilaufgabe c) wird der Ansatz \(\sigma = \frac{1}{3} \mu\) gewählt. Quadrieren führt zu \(\sigma^2 = \frac{1}{9} \mu^2\). 4. Gleichsetzen mit dem Ergebnis aus a): \(\mu \cdot (1 - p) = \frac{1}{9} \mu^2\). 5. Division durch \(\mu = n \cdot p\) ergibt \(1 - p = \frac{1}{9} n \cdot p\). 6. Umstellen nach \(p\): \(1 = p + \frac{n}{9} p = p \cdot (1 + \frac{n}{9}) = p \cdot \frac{9 + n}{9}\). Daraus folgt \(p = \frac{9}{n + 9}\).

Antwort

a) Nachweis durch Einsetzen von \(\mu = n \cdot p\) in \(\sigma^2 = n \cdot p \cdot (1 - p)\). b) Da \(0 < 1-p < 1\), ist \(\sigma^2 < \mu\), woraus \(\sigma < \sqrt{\mu}\) folgt. c) \(p = \frac{9}{n + 9}\)
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Die Streuung einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\) hängt bei festem Stichprobenumfang \(n\) maßgeblich von der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) ab. a) Zeige rechnerisch, dass die Varianz \(V(p) = n \cdot p \cdot (1-p)\) symmetrisch bezüglich der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) ist. Prüfe dazu, ob die Bedingung \(V(0{,}5 - h) = V(0{,}5 + h)\) für ein beliebiges \(h \in [0; 0{,}5]\) erfüllt ist. b) Bestimme die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\), für welche die Standardabweichung \(\sigma\) einer binomialverteilten Zufallsgröße bei festem \(n\) ihren maximalen Wert erreicht. Berechne diesen maximalen Wert in Abhängigkeit von \(n\).

Denkanstöße

- Erinnere dich an die Definition von Achsensymmetrie bei Funktionen. - Nutze die binomischen Formeln, um die Terme in Aufgabenteil a) zu vereinfachen. - Wann ist eine Wurzelfunktion maximal? Konzentriere dich auf den Ausdruck unter der Wurzel. - Wie findet man die Extremstellen einer quadratischen Funktion oder allgemein mittels Ableitungen?

Lösung

1. Einsetzen von \(0{,}5 - h\) in die Varianzformel: \(V(0{,}5 - h) = n \cdot (0{,}5 - h) \cdot (1 - (0{,}5 - h)) = n \cdot (0{,}5 - h) \cdot (0{,}5 + h)\). 2. Anwendung der dritten binomischen Formel: \(V(0{,}5 - h) = n \cdot (0{,}25 - h^2)\). 3. Einsetzen von \(0{,}5 + h\) in die Varianzformel: \(V(0{,}5 + h) = n \cdot (0{,}5 + h) \cdot (1 - (0{,}5 + h)) = n \cdot (0{,}5 + h) \cdot (0{,}5 - h) = n \cdot (0{,}25 - h^2)\). 4. Vergleich der Ergebnisse zeigt die Identität, womit die Symmetrie bewiesen ist. 5. Die Standardabweichung \(\sigma = \sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)}\) ist maximal, wenn der Radikand \(f(p) = n \cdot (p - p^2)\) maximal ist. 6. Ableiten: \(f'(p) = n \cdot (1 - 2 \cdot p)\). Nullsetzen liefert \(1 - 2 \cdot p = 0 \Rightarrow p = 0{,}5\). 7. Die zweite Ableitung ist \(f''(p) = -2 \cdot n < 0\), also liegt ein Maximum vor. 8. Berechnung des Maximalwerts: \(\sigma_{\text{max}} = \sqrt{n \cdot 0{,}5 \cdot 0{,}5} = \sqrt{0{,}25 \cdot n} = 0{,}5 \cdot \sqrt{n} = \frac{\sqrt{n}}{2}\).

Antwort

a) Der Nachweis erfolgt über \(V(0{,}5 - h) = n \cdot (0{,}25 - h^2) = V(0{,}5 + h)\). b) Die Standardabweichung ist für \(p = 0{,}5\) maximal. Der maximale Wert beträgt \(\sigma_{\text{max}} = 0{,}5 \cdot \sqrt{n}\).
42714712
Eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) hat die Parameter \(n\) und \(p\) mit \(n \in \mathbb{N}\), \(n \ge 1\), und \(0 < p < 1\). Bestimme alle Werte für die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\), für die die Standardabweichung \(\sigma\) kleiner als die Hälfte des Erwartungswerts \(E(X)\) ist. Gib das Ergebnis in Abhängigkeit von \(n\) an.

Denkanstöße

- Stelle zuerst die Formeln für den Erwartungswert und die Standardabweichung auf. - Kannst du die Wurzel in der Ungleichung durch eine geeignete Operation entfernen? - Gibt es Terme, die auf beiden Seiten vorkommen und durch die du (unter Beachtung der Vorzeichen) teilen kannst? - Versuche, die Ungleichung schrittweise nach der gesuchten Variablen umzustellen.

Lösung

1. Aufstellen der Ungleichung gemäß der Aufgabenstellung: \(\sigma < \frac{1}{2} E(X)\) 2. Einsetzen der Formeln für die Binomialverteilung: \(\sqrt{n \cdot p \cdot (1-p)} < \frac{1}{2} \cdot n \cdot p\) 3. Quadrieren beider Seiten (zulässig, da beide Seiten positiv sind): \(n \cdot p \cdot (1-p) < \frac{1}{4} \cdot n^2 \cdot p^2\) 4. Division durch den positiven Term \(n \cdot p\): \(1 - p < \frac{1}{4} \cdot n \cdot p\) 5. Umstellen der Ungleichung nach \(p\): \(1 < \frac{1}{4} \cdot n \cdot p + p \Leftrightarrow 1 < p \cdot \left(\frac{n}{4} + 1\right)\) 6. Auflösen nach \(p\): \(p > \frac{1}{\frac{n}{4} + 1} = \frac{4}{n+4}\) 7. Unter Berücksichtigung der Definitionsmenge ergibt sich das Intervall: \(p \in \left] \frac{4}{n+4}; 1 \right[\)

Antwort

\(p > \frac{4}{n+4}\) bzw. \(p \in \left] \frac{4}{n+4}; 1 \right[\)
42715612
In der Statistik wird das Verhältnis aus der Standardabweichung \(\sigma\) und dem Erwartungswert \(\mu\) einer Zufallsgröße als relative Standardabweichung bezeichnet. Die Zufallsgröße \(Z_n\) beschreibt die Summe der Messwerte einer Versuchsreihe mit \(n\) unabhängigen Messungen. Für diese Zufallsgröße gilt \(E(Z_n)=8n\) und \(V(Z_n)=2n\). Bestimme den Wert von \(n\), für den die relative Standardabweichung von \(Z_n\) genau \(1{,}25\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus der Varianz die Standardabweichung? - Setze die gegebenen Terme in die Definition der relativen Standardabweichung ein. - Vereinfache \(\frac{\sqrt n}{n}\) vor dem Auflösen der Gleichung.

Lösung

1. Aus \(V(Z_n)=2n\) folgt \(\sigma(Z_n)=\sqrt{2n}\). 2. Die relative Standardabweichung ist daher \(\frac{\sigma(Z_n)}{E(Z_n)}=\frac{\sqrt{2n}}{8n}\). 3. Mit \(1{,}25\,\%=\frac{1}{80}\) gilt \(\frac{\sqrt{2n}}{8n}=\frac{1}{80}\). 4. Vereinfachen liefert \(\frac{\sqrt2}{8\sqrt n}=\frac{1}{80}\), also \(\sqrt n=10\sqrt2\). 5. Damit ist \(n=200\).

Antwort

\(n=200\)

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