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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Binomial-Punktwahrscheinlichkeiten

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42341712
Gib für die folgenden Ausdrücke einer Bernoulli-Kette jeweils die Werte der Parameter \(n\), \(p\) und \(k\) an. a) \(P(X = 11) = \binom{20}{11} \cdot 0{,}75^{11} \cdot 0{,}25^9\) b) \(P(X = 2) = \binom{50}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^{48}\) c) \(P(X = 5) = \binom{9}{5} \cdot \left(\frac{1}{4}\right)^5 \cdot \left(\frac{3}{4}\right)^4\)

Denkanstöße

- Überlege, welche Zahl in der Formel für die Gesamtzahl der Versuche steht. - Welche Zahl gibt an, wie oft das gewünschte Ereignis eintreten soll? - Wo in der Formel findest du die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Treffer? - Wie hängen die Exponenten mit der Gesamtzahl der Versuche zusammen?

Lösung

Die Parameter werden direkt aus der allgemeinen Formel der Binomialverteilung \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) abgelesen: 1. In Aufgabenteil a) ist die Anzahl der Versuche \(n = 20\), die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}75\) und die Anzahl der Treffer \(k = 11\). 2. In Aufgabenteil b) ist die Anzahl der Versuche \(n = 50\), die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}05\) und die Anzahl der Treffer \(k = 2\). 3. In Aufgabenteil c) ist die Anzahl der Versuche \(n = 9\), die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{4}\) und die Anzahl der Treffer \(k = 5\).

Antwort

a) \(n = 20\); \(p = 0{,}75\); \(k = 11\) b) \(n = 50\); \(p = 0{,}05\); \(k = 2\) c) \(n = 9\); \(p = \frac{1}{4}\); \(k = 5\)
42341812
Bei einer Bernoulli-Kette mit \(n = 16\) Versuchen und einer Erfolgswahrscheinlichkeit von \(p = \frac{1}{3}\) soll die Wahrscheinlichkeit für genau \(k = 4\) Erfolge berechnet werden. a) Stelle den vollständigen Term für \(P(X = 4)\) auf. b) Bestimme den Wert des Exponenten, der bei der Gegenwahrscheinlichkeit steht, und gib an, wie man diesen allgemein aus \(n\) und \(k\) berechnet.

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Aufbau der Bernoulli-Formel: Trefferzahl, Trefferwahrscheinlichkeit und Gegenwahrscheinlichkeit. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis nicht eintritt, wenn man die Erfolgswahrscheinlichkeit kennt? - Wenn du insgesamt 16-mal wirfst und 4-mal triffst, wie oft triffst du dann nicht? - Die Summe der beiden Exponenten muss immer der Gesamtzahl der Versuche entsprechen.

Lösung

1. Aufstellen des Terms: Die Formel für die Binomialverteilung lautet \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Einsetzen der gegebenen Werte \(n = 16\), \(p = \frac{1}{3}\) und \(k = 4\) ergibt \(P(X = 4) = \binom{16}{4} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^4 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^{12}\). 2. Bestimmung des Exponenten: Der Exponent der Gegenwahrscheinlichkeit \((1 - p) = \frac{2}{3}\) ist \(12\). 3. Allgemeine Berechnung: Der Exponent entspricht der Anzahl der Misserfolge und wird allgemein durch die Differenz \(n - k\) berechnet. Hier: \(16 - 4 = 12\).

Antwort

a) \(P(X = 4) = \binom{16}{4} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^4 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^{12}\) b) Der Exponent ist \(12\). Er wird allgemein über \(n - k\) berechnet.
42342312
Eine Basketballspielerin wirft fünf Freiwürfe. Wir modellieren die Würfe als unabhängig und nehmen für jeden Wurf dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}60\) an. Berechne mithilfe der Bernoulli-Formel die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie genau drei Treffer erzielt.

Denkanstöße

- Welche vier Größen brauchst du für eine binomiale Punktwahrscheinlichkeit? - „Genau drei Treffer“ bedeutet zugleich eine bestimmte Anzahl von Misserfolgen. - Der Binomialkoeffizient berücksichtigt die möglichen Positionen der Treffer.

Lösung

1. Es gilt \(n=5\), \(p=0{,}60\), \(1-p=0{,}40\) und \(k=3\). 2. Mit der Bernoulli-Formel ist \(P(X=3)=\binom{5}{3}0{,}6^3 0{,}4^2\). 3. Damit ergibt sich \(P(X=3)=10\cdot0{,}216\cdot0{,}16=0{,}3456\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}3456\), also \(34{,}56\,\%\).
42342412
In einem Produktionsprozess sind erfahrungsgemäß \(20\,\%\) der hergestellten Bauteile fehlerhaft. Es wird eine Stichprobe von zehn Bauteilen entnommen, wobei die Entnahme als Bernoulli-Kette angesehen werden kann. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich in der Stichprobe genau zwei fehlerhafte Bauteile befinden.

Denkanstöße

- Was ist hier der Treffer und wie groß ist seine Wahrscheinlichkeit? - Wie viele Versuche werden durchgeführt? - Welche Punktwahrscheinlichkeit ist gesucht?

Lösung

1. Es gilt \(n=10\), \(p=\frac15\) und \(k=2\). 2. Daher ist \(P(X=2)=\binom{10}{2}\left(\frac15\right)^2\left(\frac45\right)^8\). 3. Mit \(\binom{10}{2}=45\) ist dies bereits ein exakter Wert; eine Dezimalnäherung ist für die Aufgabe nicht erforderlich.

Antwort

\(P(X=2)=\binom{10}{2}\left(\frac15\right)^2\left(\frac45\right)^8\)
42343312
Ein Bogenschütze gibt \(4\) Schüsse ab. Wir modellieren die Schüsse als unabhängig und nehmen für jeden Schuss dieselbe Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}60\) für einen Zentrumstreffer an. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass er genau \(2\)-mal ins Zentrum trifft.

Denkanstöße

- Welche Parameter beschreiben die Trefferzahl in den vier unabhängigen Schüssen? - Bei genau zwei Treffern treten zugleich genau zwei Fehlschüsse auf. - Wie berücksichtigt der Binomialkoeffizient die möglichen Positionen der Treffer?

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(4;0{,}60)\). 2. Für genau zwei Treffer ist \(P(X=2)=\binom{4}{2}0{,}6^2 0{,}4^2\). 3. Damit ergibt sich \(P(X=2)=6\cdot0{,}36\cdot0{,}16=0{,}3456\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}3456\), also \(34{,}56\,\%\).
42343412
Sieben Blumensamen werden betrachtet. Für das Modell wird angenommen, dass jeder Samen unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}80\) keimt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(5\) der Samen keimen.

Denkanstöße

- Welche beiden Ausgänge hat jeder einzelne Samen im Modell? - Welche Parameter \(n\), \(p\) und \(k\) gehören zu „genau fünf keimen“? - Der Binomialkoeffizient zählt die möglichen Positionen der fünf Keimungen.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(7;0{,}80)\). 2. Für genau fünf Keimungen ist \(P(X=5)=\binom{7}{5}0{,}8^5 0{,}2^2\). 3. Mit \(\binom{7}{5}=21\) ergibt sich \(P(X=5)=21\cdot0{,}32768\cdot0{,}04=0{,}2752512\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}2752512\), also etwa \(27{,}53\,\%\).
42345312
Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten einer binomialverteilten Zufallsgröße mit deinem Taschenrechner. Runde die Ergebnisse auf vier Dezimalstellen. a) \(B_{15; 0{,}2}(3)\) b) \(B_{20; 0{,}45}(10)\) c) \(B_{50; 0{,}05}(2)\)

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Werte für \(n\), \(p\) und \(k\) in die Formel der Binomialverteilung eingesetzt werden müssen. - Viele Taschenrechner haben eine spezielle Funktion für die Binomialverteilung (oft als „Binomial-PD“ oder „binompdf“ bezeichnet). - Achte beim Runden genau auf die fünfte Dezimalstelle.

Lösung

1. Berechnung von \(B_{15; 0{,}2}(3)\): Anwendung der Formel \(P(X=3) = \binom{15}{3} \cdot 0{,}2^3 \cdot 0{,}8^{12}\). Ergebnis: \(\approx 0{,}2501\). 2. Berechnung von \(B_{20; 0{,}45}(10)\): Anwendung der Formel \(P(X=10) = \binom{20}{10} \cdot 0{,}45^{10} \cdot 0{,}55^{10}\). Ergebnis: \(\approx 0{,}1593\). 3. Berechnung von \(B_{50; 0{,}05}(2)\): Anwendung der Formel \(P(X=2) = \binom{50}{2} \cdot 0{,}05^2 \cdot 0{,}95^{48}\). Ergebnis: \(\approx 0{,}2611\).

Antwort

a) \(B_{15; 0{,}2}(3) \approx 0{,}2501\) b) \(B_{20; 0{,}45}(10) \approx 0{,}1593\) c) \(B_{50; 0{,}05}(2) \approx 0{,}2611\)
42345612
Für ein Modell wird angenommen, dass jede von \(100\) befragten Personen unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}65\) regelmäßig das Fahrrad nutzt. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl dieser Personen. Berechne mit einem wissenschaftlichen Taschenrechner die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(60\) Personen regelmäßig das Fahrrad nutzen. Gib das Ergebnis als Dezimalzahl auf vier Nachkommastellen gerundet an.

Denkanstöße

- Welche Werte für \(n\), \(p\) und \(k\) gehören zu der gesuchten Punktwahrscheinlichkeit? - Gesucht ist genau ein Trefferwert, keine kumulierte Wahrscheinlichkeit. - Runde erst das Endergebnis auf vier Nachkommastellen.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(100;0{,}65)\). 2. Gesucht ist die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X=60)=\binom{100}{60}0{,}65^{60}0{,}35^{40}\). 3. Der Taschenrechner liefert \(P(X=60)\approx0{,}0473922\), gerundet also \(0{,}0474\).

Antwort

\(P(X=60)\approx0{,}0474\).
42690412
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(15\) Fragen. Zu jeder Frage gibt es vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei allen Fragen rein zufällig. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Teilnehmer genau \(5\) Fragen richtig beantwortet. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie groß ist die Trefferwahrscheinlichkeit beim zufälligen Raten? - Welche Punktwahrscheinlichkeit ist gefragt? - Setze \(n\), \(p\) und \(k\) in die Bernoulli-Formel ein.

Lösung

1. Die Trefferzahl ist binomialverteilt mit \(n=15\) und \(p=0{,}25\). 2. Daher gilt \(P(X=5)=\binom{15}{5}0{,}25^5 0{,}75^{10}\). 3. Mit \(\binom{15}{5}=3003\) erhält man \(P(X=5)\approx0{,}1651\).

Antwort

\(P(X=5)\approx0{,}1651\)
42340712
Gegeben ist die Wahrscheinlichkeit einer Bernoulli-Kette in der Form \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Bestimme die fehlenden Werte \(k\), \(p\) und \(m\) in der folgenden Gleichung und berechne anschließend das Ergebnis auf vier Nachkommastellen gerundet: \(P(X = 6) = \binom{15}{k} \cdot p^6 \cdot 0{,}75^m\)

Denkanstöße

- Welche Rolle spielen die Exponenten in der Bernoulli-Formel im Verhältnis zur Gesamtzahl der Versuche? - Wie hängen die Basis der ersten Potenz und die Basis der zweiten Potenz zusammen? - Erinnere dich an den Aufbau des Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{k}\) im Kontext der Trefferzahl.

Lösung

1. Vergleich mit der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) zeigt, dass \(k = 6\) ist. 2. Aus dem Exponenten der Gegenwahrscheinlichkeit folgt \(m = n - k = 15 - 6 = 9\). 3. Da \(1 - p = 0{,}75\) ist, ergibt sich die Erfolgswahrscheinlichkeit zu \(p = 1 - 0{,}75 = 0{,}25\). 4. Berechnung des Wertes: \(P(X = 6) = \binom{15}{6} \cdot 0{,}25^6 \cdot 0{,}75^9 = 5005 \cdot 0{,}25^6 \cdot 0{,}75^9 \approx 0{,}0917\).

Antwort

\(k = 6\), \(p = 0{,}25\), \(m = 9\) \(P(X = 6) \approx 0{,}0917\)
42340812
Vervollständige die folgenden Terme der Bernoulli-Formel für eine Zufallsgröße \(X\), die binomialverteilt nach \(B_{n; p}\) ist. Bestimme jeweils die fehlenden Werte für die Platzhalter. a) \(P(X = 3) = \binom{10}{\square} \cdot 0{,}4^{\triangle} \cdot 0{,}6^{\bigcirc}\) b) \(P(X = \square) = \binom{n}{5} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^5 \cdot \triangle^7\) c) \(P(X = 2) = \binom{\square}{2} \cdot p^2 \cdot (1-p)^{8}\)

Denkanstöße

- Die Summe der Exponenten in einem Bernoulli-Term entspricht immer der Gesamtzahl der Versuche \(n\). - Die Zahl unten im Binomialkoeffizienten entspricht der Anzahl der Erfolge \(k\). - Die beiden Wahrscheinlichkeiten in den Klammern müssen sich zu \(1\) ergänzen.

Lösung

1. Teilaufgabe a): Da die Wahrscheinlichkeit für \(X=3\) gesucht ist, muss \(k=3\) gelten. Damit ist \(\square = 3\) und der Exponent der Erfolgswahrscheinlichkeit \(\triangle = 3\). Der Exponent der Gegenwahrscheinlichkeit ist \(n-k = 10-3=7\), also \(\bigcirc = 7\). 2. Teilaufgabe b): Der untere Wert im Binomialkoeffizienten gibt die Trefferzahl an, also \(\square = 5\). Die Summe der Exponenten ergibt die Gesamtzahl der Versuche \(n = 5 + 7 = 12\). Die Basis der zweiten Potenz ist die Gegenwahrscheinlichkeit \(\triangle = 1 - \frac{1}{3} = \frac{2}{3}\). 3. Teilaufgabe c): Die Summe der Exponenten von \(p\) und \((1-p)\) entspricht \(n\). Da die Exponenten \(2\) und \(8\) sind, gilt \(n = 2 + 8 = 10\), also \(\square = 10\).

Antwort

a) \(\square = 3\), \(\triangle = 3\), \(\bigcirc = 7\) b) \(\square = 5\), \(\triangle = \frac{2}{3}\) (mit \(n = 12\)) c) \(\square = 10\)
42341212
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 12\) und \(p = \frac{1}{4}\). Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 4)\). Gib das Ergebnis auf vier Dezimalstellen gerundet an.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen „Nicht-Treffer“ ist. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, die 4 Treffer auf die 12 Plätze der Kette zu verteilen? - Achte beim Rechnen mit Brüchen darauf, die Potenzen korrekt anzuwenden. - Vergiss nicht, das Endergebnis wie gefordert zu runden.

Lösung

1. Festlegen der Parameter: \(n = 12\), \(k = 4\), \(p = 0{,}25\), \(q = 0{,}75\). 2. Berechnung des Binomialkoeffizienten: \(\binom{12}{4} = \frac{12 \cdot 11 \cdot 10 \cdot 9}{4 \cdot 3 \cdot 2 \cdot 1} = 495\). 3. Aufstellen des Terms nach Bernoulli: \(P(X = 4) = \binom{12}{4} \cdot \left(\frac{1}{4}\right)^4 \cdot \left(\frac{3}{4}\right)^8\). 4. Numerische Auswertung: \(495 \cdot 0{,}25^4 \cdot 0{,}75^8 \approx 495 \cdot 0{,}003906 \cdot 0{,}100113 \approx 0{,}193578\). 5. Rundung auf vier Dezimalstellen: \(0{,}1936\).

Antwort

\(P(X = 4) \approx 0{,}1936\)
42341612
Ein Bogenschütze gibt \(12\) Schüsse ab. Wir modellieren die Schüsse als unabhängig und nehmen für jeden Schuss dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}80\) an. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Fälle. Runde in a) und b) auf vier Dezimalstellen; gib c) exakt an. a) Er erzielt genau \(10\) Treffer. b) Er erzielt genau \(8\) Treffer. c) Er erzielt keinen einzigen Treffer.

Denkanstöße

- Welche Parameter hat die Trefferzahl? - Bei „genau \(k\) Treffer“ ist eine Punktwahrscheinlichkeit gesucht. - Für keinen Treffer müssen alle zwölf Schüsse Fehlschüsse sein.

Lösung

1. Für \(X\sim B(12;0{,}80)\) gilt \(P(X=10)=\binom{12}{10}0{,}8^{10}0{,}2^2\approx0{,}2835\). 2. Für genau acht Treffer gilt \(P(X=8)=\binom{12}{8}0{,}8^8 0{,}2^4\approx0{,}1329\). 3. Für keinen Treffer gilt exakt \(P(X=0)=0{,}2^{12}=\left(\frac{1}{5}\right)^{12}=\frac{1}{244140625}\).

Antwort

a) \(P(X=10)\approx0{,}2835\) b) \(P(X=8)\approx0{,}1329\) c) \(P(X=0)=\left(\frac{1}{5}\right)^{12}=\frac{1}{244140625}\)
42341912
In einem Modell für zwei Maschinen ist jedes von Maschine A hergestellte Bauteil unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(0{,}90\) einwandfrei; bei Maschine B beträgt diese Wahrscheinlichkeit \(0{,}70\). Von jeder Maschine werden \(5\) Bauteile betrachtet. Bei welcher Maschine ist es wahrscheinlicher, dass genau \(4\) der \(5\) Bauteile einwandfrei sind? Begründe durch Rechnung.

Denkanstöße

- Für beide Maschinen ist dieselbe Punktwahrscheinlichkeit mit unterschiedlichen Trefferwahrscheinlichkeiten gesucht. - Berechne beide Werte vollständig, bevor du vergleichst. - Welche Maschine hat den größeren Wert für „genau vier“?

Lösung

1. Für Maschine A gilt \(P(X_A=4)=\binom{5}{4}\cdot0{,}9^4\cdot0{,}1=0{,}32805\). 2. Für Maschine B gilt \(P(X_B=4)=\binom{5}{4}\cdot0{,}7^4\cdot0{,}3=0{,}36015\). 3. Da \(0{,}36015>0{,}32805\), ist das Ereignis bei Maschine B wahrscheinlicher.

Antwort

Maschine B; \(P(X_B=4)=0{,}36015>0{,}32805=P(X_A=4)\).
42342012
Zwei Bogenschützen, Jan und Lea, geben jeweils drei Schüsse ab. Jans Schüsse werden als unabhängig mit konstanter Zentrumstrefferwahrscheinlichkeit \(p_J=0{,}50\) modelliert; für Lea gilt entsprechend \(p_L=0{,}75\). Welches Ereignis hat die höhere Wahrscheinlichkeit: Jan erzielt genau zwei Zentrumstreffer oder Lea trifft bei allen drei Schüssen das Zentrum?

Denkanstöße

- Welche Punktwahrscheinlichkeit gehört zu Jans Ereignis? - Leas Ereignis enthält keinen Fehlschuss. - Vergleiche die exakten Dezimalwerte.

Lösung

1. Für Jan gilt \(P(X_J=2)=\binom{3}{2}\cdot0{,}5^2\cdot0{,}5=0{,}375\). 2. Für Lea gilt \(P(X_L=3)=0{,}75^3=0{,}421875\). 3. Da \(0{,}421875>0{,}375\), ist Leas Ereignis wahrscheinlicher.

Antwort

Leas drei Zentrumstreffer sind wahrscheinlicher: \(0{,}421875>0{,}375\).
42344112
Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten einer binomialverteilten Zufallsgröße mit der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Runde das Ergebnis gegebenenfalls auf vier Nachkommastellen. a) \(B_{5; 0{,}4}(3)\) b) \(B_{6; 0{,}1}(2)\) c) \(B_{4; 0{,}5}(0)\)

Denkanstöße

- Bestimme für jede Teilaufgabe die Werte für \(n\), \(p\) und \(k\). - Vergiss nicht, die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - p\) zu berechnen. - Denke daran, wie man den Binomialkoeffizienten „n über k“ berechnet oder im Taschenrechner findet.

Lösung

1. Berechnung von \(B_{5; 0{,}4}(3)\): \(\binom{5}{3} \cdot 0{,}4^3 \cdot 0{,}6^2 = 10 \cdot 0{,}064 \cdot 0{,}36 = 0{,}2304\). 2. Berechnung von \(B_{6; 0{,}1}(2)\): \(\binom{6}{2} \cdot 0{,}1^2 \cdot 0{,}9^4 = 15 \cdot 0{,}01 \cdot 0{,}6561 = 0{,}098415 \approx 0{,}0984\). 3. Berechnung von \(B_{4; 0{,}5}(0)\): \(\binom{4}{0} \cdot 0{,}5^0 \cdot 0{,}5^4 = 1 \cdot 1 \cdot 0{,}0625 = 0{,}0625\).

Antwort

a) \(0{,}2304\) b) \(\approx 0{,}0984\) c) \(0{,}0625\)
42344212
Gegeben ist eine Bernoulli-Kette der Länge \(n=10\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p=0{,}2\). Untersuche rechnerisch, welches der beiden Ereignisse \(X=1\) oder \(X=2\) wahrscheinlicher ist.

Denkanstöße

- Berechne beide Punktwahrscheinlichkeiten mit derselben Bernoulli-Formel. - Führe genug Stellen mit, um einen eindeutigen Vergleich zu ermöglichen. - Entscheidend ist der Größenvergleich, nicht eine Prozentdarstellung.

Lösung

1. Es gilt \(P(X=1)=\binom{10}{1}\left(\frac{1}{5}\right)\left(\frac{4}{5}\right)^9\) und \(P(X=2)=\binom{10}{2}\left(\frac{1}{5}\right)^2\left(\frac{4}{5}\right)^8\). 2. Für den Vergleich genügt der Quotient: \(\frac{P(X=2)}{P(X=1)}=\frac{\binom{10}{2}}{\binom{10}{1}}\cdot\frac{1/5}{4/5}=\frac{45}{10}\cdot\frac14=\frac98>1\). 3. Daher ist \(X=2\) wahrscheinlicher als \(X=1\).

Antwort

\(X=2\) ist wahrscheinlicher, denn \(\frac{P(X=2)}{P(X=1)}=\frac98>1\).
42344312
Gegeben ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses \(A\) durch die folgende Formel: \(P(A) = \binom{12}{2} \cdot \left(\frac{1}{6}\right)^2 \cdot \left(\frac{5}{6}\right)^{10}\) Beschreibe ein passendes Zufallsexperiment und formuliere das zugehörige Ereignis \(A\) in Worten.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung haben die Hochzahlen in der Formel für die Anzahl der Versuche? - Was verrät dir der Binomialkoeffizient \(\binom{12}{2}\) über die Anzahl der Treffer? - Welches bekannte Zufallsgerät hat eine Erfolgswahrscheinlichkeit von \(\frac{1}{6}\)? - Überlege, wie oft das Experiment insgesamt durchgeführt wird.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Die Formel hat die Struktur \(\binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) mit der Trefferzahl \(k = 2\), der Kettenlänge \(n = 12\) und der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{6}\). 2. Wahl eines passenden Experiments: Ein Standardwürfel wird 12-mal geworfen. Das Erzielen einer bestimmten Augenzahl (z. B. eine „6“) gilt als Treffer (\(p = \frac{1}{6}\)). 3. Formulierung des Ereignisses: Da \(k = 2\) ist, beschreibt die Formel die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis „Es werden bei 12 Würfen genau zwei Sechsen gewürfelt“.

Antwort

Zufallsexperiment: Ein fairer Standardwürfel wird 12-mal geworfen. Ereignis \(A\): Es wird genau zweimal eine „6“ gewürfelt.
42345412
Ein fairer sechsseitiger Würfel wird 10-mal nacheinander geworfen. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse mit dem Taschenrechner. Runde auf vier Dezimalstellen. a) Es wird genau zweimal eine „6“ gewürfelt. b) Es wird genau fünfmal eine „6“ gewürfelt. c) Es wird kein einziges Mal eine „6“ gewürfelt.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) für eine „6“ bei einem Wurf. - Wie oft wird das Experiment insgesamt durchgeführt? Das ist dein \(n\). - Die gesuchte Anzahl der Treffer entspricht dem Wert \(k\). - Nutze die Bernoulli-Formel oder die entsprechende Verteilungsfunktion deines Taschenrechners.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 10\), \(p = \frac{1}{6}\). 2. Zu a): Berechnung von \(P(X=2) = \binom{10}{2} \cdot (\frac{1}{6})^2 \cdot (\frac{5}{6})^8 \approx 0{,}2907\). 3. Zu b): Berechnung von \(P(X=5) = \binom{10}{5} \cdot (\frac{1}{6})^5 \cdot (\frac{5}{6})^5 \approx 0{,}0130\). 4. Zu c): Berechnung von \(P(X=0) = \binom{10}{0} \cdot (\frac{1}{6})^0 \cdot (\frac{5}{6})^{10} \approx 0{,}1615\).

Antwort

a) \(P(\text{genau zweimal „6“}) \approx 0{,}2907\) b) \(P(\text{genau fünfmal „6“}) \approx 0{,}0130\) c) \(P(\text{keine „6“}) \approx 0{,}1615\)
42345512
Ein fairer vierseitiger Würfel (Tetraeder mit den Augenzahlen \(1\) bis \(4\)) wird insgesamt \(8\)-mal geworfen. Die Zufallsgröße \(X\) zählt die geworfenen Dreien. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(p\) für einen Erfolg bei einem einzelnen Wurf. b) Berechne \(P(X=2)\). Nutze die Bernoulli-Formel und gib die Zwischenergebnisse für den Binomialkoeffizienten sowie die Potenzen an.

Denkanstöße

- Welche Wahrscheinlichkeit besitzt eine einzelne Seite des fairen Tetraeders? - Welche Werte von \(n\), \(k\), \(p\) und \(1-p\) gehören in die Bernoulli-Formel? - Berechne die geforderten Faktoren getrennt, bevor du sie multiplizierst.

Lösung

1. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist \(p=\frac14\), die Gegenwahrscheinlichkeit \(q=\frac34\). 2. Es gilt \(P(X=2)=\binom82\left(\frac14\right)^2\left(\frac34\right)^6\). 3. Dabei ist \(\binom82=28\), \(\left(\frac14\right)^2=\frac1{16}\) und \(\left(\frac34\right)^6=\frac{729}{4096}\). 4. Somit ist \(P(X=2)=28\cdot\frac1{16}\cdot\frac{729}{4096}=\frac{5103}{16384}\).

Antwort

a) \(p=\frac14\) b) \(P(X=2)=\frac{5103}{16384}\)
42688012
An einem Glücksrad ist ein Sektor rot markiert, der genau ein Viertel der Gesamtfläche einnimmt. Das Rad wird \(6\)-mal unabhängig voneinander gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau die ersten zwei Drehungen auf Rot landen und alle weiteren nicht. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei den \(6\) Drehungen insgesamt genau zweimal Rot erscheint. c) Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass kein einziges Mal Rot erscheint.

Denkanstöße

- Vergleiche eine fest vorgegebene Trefferfolge mit dem Ereignis „insgesamt genau zwei Treffer“. - Bei welchem der beiden Ereignisse spielt die Anzahl möglicher Trefferpositionen eine Rolle? - Für „kein Rot“ besteht jede der sechs Drehungen aus demselben Gegenereignis.

Lösung

1. Für „Rot“ gilt \(p = 0{,}25\), für „nicht Rot“ gilt \(q = 0{,}75\). 2. Für die fest vorgegebene Folge gilt \(P = 0{,}25^2 \cdot 0{,}75^4 = \frac{81}{4096} \approx 0{,}0198\). 3. Für insgesamt genau zwei Treffer müssen alle möglichen Positionen der beiden roten Ergebnisse berücksichtigt werden: \(P(X=2) = \binom{6}{2}0{,}25^2 \cdot 0{,}75^4 = \frac{1215}{4096} \approx 0{,}2966\). 4. Für keinen Treffer gilt \(P(X=0) = 0{,}75^6 = \frac{729}{4096} \approx 0{,}1780\).

Antwort

a) \(\frac{81}{4096} \approx 0{,}0198\) b) \(\frac{1215}{4096} \approx 0{,}2966\) c) \(\frac{729}{4096} \approx 0{,}1780\)
42698112
Ein Quiz besteht aus 10 Multiple-Choice-Fragen. Bei jeder Frage gibt es fünf Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils genau eine korrekt ist. Ein Teilnehmer rät bei allen Fragen rein zufällig. a) Bestimme die Anzahl der verschiedenen Antwortsequenzen (richtig/falsch), bei denen insgesamt genau drei Fragen korrekt beantwortet werden. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Teilnehmer genau drei Fragen richtig beantwortet. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ausschließlich die ersten drei Antworten des Teilnehmers richtig sind und alle weiteren falsch?

Denkanstöße

- Überlege, wie viele Möglichkeiten es gibt, die „richtigen“ Plätze in der Zehnerkette zu verteilen. - Welches Modell beschreibt eine Serie von unabhängigen Versuchen mit zwei möglichen Ausgängen? - Unterscheide zwischen der Anzahl aller möglichen Wege zum Ziel und der Wahrscheinlichkeit für einen ganz bestimmten, festen Weg. - Achte darauf, wie sich die Wahrscheinlichkeit ändert, wenn die Reihenfolge der Treffer nicht mehr beliebig ist.

Lösung

1. Für genau drei richtige Antworten werden drei Positionen aus zehn ausgewählt: \(\binom{10}{3}=\frac{10\cdot9\cdot8}{3\cdot2\cdot1}=120\). 2. Mit \(n=10\), \(k=3\) und \(p=\frac15=0{,}2\) gilt \(P(X=3)=\binom{10}{3}\cdot0{,}2^3\cdot0{,}8^7=120\cdot0{,}008\cdot0{,}2097152=0{,}201326592\). 3. Für die fest vorgegebene Folge aus drei richtigen und anschließend sieben falschen Antworten entfällt der Binomialkoeffizient: \(P=0{,}2^3\cdot0{,}8^7=0{,}0016777216\).

Antwort

a) Es gibt \(120\) verschiedene Richtig-falsch-Sequenzen. b) \(P(X=3)=0{,}201326592\approx20{,}13\,\%\). c) \(P=0{,}0016777216\approx0{,}17\,\%\).
42698412
Ein Glücksrad besitzt drei gleich große Sektoren in den Farben Rot, Blau und Grün. Es wird insgesamt \(8\)-mal unabhängig voneinander gedreht. a) Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird bei den Drehungen genau \(3\)-mal der rote Sektor angezeigt? b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass insgesamt genau \(6\)-mal entweder der rote oder der blaue Sektor erscheint.

Denkanstöße

- Formuliere für jede Teilaufgabe zuerst, welches Ergebnis als „Erfolg“ zählt. - Wie ändert sich die Erfolgswahrscheinlichkeit, wenn zwei der drei gleich großen Sektoren als Erfolg gelten? - Vergleiche anschließend die beiden Binomialterme strukturell.

Lösung

1. Für Teil a) wird „Rot“ als Erfolg gewählt. Es gilt \(p = \frac{1}{3}\) und damit \(P(X=3) = \binom{8}{3}\left(\frac{1}{3}\right)^3\left(\frac{2}{3}\right)^5 = \frac{1792}{6561} \approx 0{,}2731\). 2. Für Teil b) wird „Rot oder Blau“ als Erfolg gewählt. Damit ist \(p = \frac{2}{3}\). 3. Es folgt \(P(Y=6) = \binom{8}{6}\left(\frac{2}{3}\right)^6\left(\frac{1}{3}\right)^2 = \frac{1792}{6561} \approx 0{,}2731\).

Antwort

a) \(\frac{1792}{6561} \approx 27{,}31\,\%\) b) \(\frac{1792}{6561} \approx 27{,}31\,\%\)
42699012
In einem Produktionsmodell ist jeder Mikrochip unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(5\,\%\) defekt (D); ein einwandfreier Chip wird mit I bezeichnet. Nacheinander werden \(8\) Chips betrachtet. (1) \((I,I,I,I,I,I,I,I)\) (2) \((D,I,I,I,I,I,I,I)\) (3) \((D,D,D,D,D,D,D,D)\) a) Welches Protokoll hat die geringste Wahrscheinlichkeit? Begründe ohne Rechnung. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten der Protokolle (1) und (2) und runde auf vier Dezimalstellen. c) Jemand behauptet: „Die Wahrscheinlichkeit, dass genau ein Chip defekt ist, ist identisch mit der Wahrscheinlichkeit des Protokolls (2).“ Beurteile die Aussage rechnerisch; runde die benötigte Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche der beiden Einzelwahrscheinlichkeiten, D oder I, ist kleiner? - Ein festes Protokoll ist ein einzelner Pfad. - Wie viele mögliche Positionen kann der einzige Defekt haben?

Lösung

1. Protokoll (3) ist am unwahrscheinlichsten, weil bei jedem Schritt der seltenere Ausgang D eintritt. 2. Es gilt \(P(1)=0{,}95^8\approx0{,}6634\) und \(P(2)=0{,}05\cdot0{,}95^7\approx0{,}0349\). 3. Bei genau einem Defekt sind acht Positionen möglich. Daher ist \(P(X=1)=\binom{8}{1}\cdot0{,}05\cdot0{,}95^7\approx0{,}2793\). 4. Somit ist die Behauptung falsch; \(P(X=1)=8P(2)\).

Antwort

a) Protokoll (3) b) \(P(1)\approx0{,}6634\), \(P(2)\approx0{,}0349\) c) Falsch; \(P(X=1)\approx0{,}2793\) und damit achtmal so groß wie \(P(2)\).
42699112
Ein Bogenschütze trifft sein Ziel mit einer konstanten Wahrscheinlichkeit von \(p = 0{,}8\). Er gibt insgesamt \(n = 4\) Schüsse ab, wobei die einzelnen Schüsse als voneinander unabhängig betrachtet werden können. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Schütze bei den vier Versuchen genau zwei Treffer erzielt. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass nur der erste und der vierte Schuss Treffer sind.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob die Reihenfolge der Ergebnisse für die jeweilige Teilaufgabe eine Rolle spielt. - Wie viele Möglichkeiten gibt es, zwei Treffer auf vier Versuche zu verteilen? - Welche Formel hilft dir, wenn die Anzahl der Treffer, aber nicht deren genaue Position gesucht ist? - Wenn eine ganz bestimmte Abfolge von Treffern und Nieten verlangt ist, kannst du die Pfadregel verwenden.

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}8\), Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - 0{,}8 = 0{,}2\), Anzahl der Versuche \(n = 4\). 2. Berechnung für Teilaufgabe a) mit der Formel von Bernoulli für \(k = 2\) Treffer: \(P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}8^2 \cdot 0{,}2^2\). 3. Einsetzen der Werte: \(P(X = 2) = 6 \cdot 0{,}64 \cdot 0{,}04 = 0{,}1536\). 4. Berechnung für Teilaufgabe b) für das spezifische Ereignis \((T; F; F; T)\): Hier ist die Reihenfolge festgelegt. 5. Multiplikation der Einzelwahrscheinlichkeiten: \(P = 0{,}8 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}8 = 0{,}8^2 \cdot 0{,}2^2 = 0{,}0256\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}1536\) (oder \(15{,}36\,\%\)). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt \(0{,}0256\) (oder \(2{,}56\,\%\)).
42700112
Fünfzehn Blumensamen werden betrachtet. Für das Modell wird angenommen, dass jeder Samen unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}85\) keimt. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass genau \(13\) der \(15\) Samen keimen. Runde auf vier Dezimalstellen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die ersten \(13\) Samen keimen und die letzten beiden nicht. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Ist in der jeweiligen Teilaufgabe nur die Trefferzahl oder auch die Reihenfolge festgelegt? - Bei einer Trefferzahl können die Erfolge an verschiedenen Positionen liegen. - Ein vollständig vorgegebenes Muster entspricht genau einem Pfad.

Lösung

1. Für die Anzahl der keimenden Samen gilt \(X\sim B(15;0{,}85)\). 2. Daher ist \(P(X=13)=\binom{15}{13}0{,}85^{13}0{,}15^2\approx0{,}2856\). 3. Teil b beschreibt einen festgelegten Pfad. Seine Wahrscheinlichkeit ist \(0{,}85^{13}0{,}15^2\approx0{,}0027\).

Antwort

a) \(P(X=13)\approx0{,}2856\) b) \(P\approx0{,}0027\)
42700512
Ein Basketballspieler trifft bei einem Freiwurf mit einer Wahrscheinlichkeit von \(75\,\%\). Er führt eine Serie von \(12\) Freiwürfen aus. Begründe kurz, unter welchen Annahmen diese Serie als Bernoulli-Kette aufgefasst werden kann, und berechne die Wahrscheinlichkeit für genau \(9\) Treffer. Runde die Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche drei Eigenschaften kennzeichnen eine Bernoulli-Kette? - Welche Größen sind hier \(n\), \(p\) und \(k\)? - Erst nach der Modellbegründung wird die Punktwahrscheinlichkeit berechnet.

Lösung

1. Ein Binomialmodell ist gerechtfertigt, wenn jeder Wurf nur Treffer oder Fehlschuss liefert, die Trefferwahrscheinlichkeit bei allen Würfen gleich bleibt und die Würfe als unabhängig angesehen werden können. 2. Dann gilt \(X\sim B(12;0{,}75)\). 3. Somit ist \(P(X=9)=\binom{12}{9}0{,}75^9 0{,}25^3\approx0{,}2581\).

Antwort

Unter den genannten Bernoulli-Bedingungen gilt \(P(X=9)\approx0{,}2581\).
42701312
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(6\) Fragen mit jeweils \(3\) Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine korrekt ist. Elias beantwortet alle Fragen durch rein zufälliges Raten. Erläutere, warum der Ansatz \((\frac{1}{3})^2\cdot(\frac{2}{3})^4\) nicht die Wahrscheinlichkeit dafür angibt, dass Elias genau zwei Fragen richtig beantwortet.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob es nur eine einzige Möglichkeit gibt, zwei Fragen richtig zu beantworten. - Was genau berechnet man, wenn man die Wahrscheinlichkeiten für „richtig“ und „falsch“ einfach nur multipliziert? - Stell dir ein Baumdiagramm vor – wie viele Pfade führen zum gewünschten Ergebnis? - Spielt die Reihenfolge der richtigen Antworten bei der Fragestellung „genau zwei Treffer“ eine Rolle?

Lösung

1. Modellierung der Situation als Bernoulli-Kette mit den Parametern \(n=6\) und \(p=\frac{1}{3}\). 2. Identifikation des Terms \((\frac{1}{3})^2\cdot(\frac{2}{3})^4\) als Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades im Baumdiagramm, bei dem genau zwei Erfolge in einer festgelegten Reihenfolge eintreten. 3. Bestimmung der Anzahl aller möglichen Pfade mit genau zwei Treffern mithilfe des Binomialkoeffizienten \(\binom{6}{2}=15\). 4. Schlussfolgerung: Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit \(P(X=2)=15\cdot(\frac{1}{3})^2\cdot(\frac{2}{3})^4=\frac{80}{243}\approx0{,}3292\) ist um den Faktor \(15\) größer als der angegebene Ansatz.

Antwort

Der Ansatz ist falsch, da er nur die Wahrscheinlichkeit für eine einzige, spezifische Abfolge von richtigen und falschen Antworten berücksichtigt (z. B. nur die ersten beiden Fragen sind richtig). Da es jedoch \(\binom{6}{2}=15\) verschiedene Möglichkeiten gibt, zwei richtige Antworten auf die sechs Fragen zu verteilen, muss die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Pfades mit diesem Faktor multipliziert werden.
42701512
Für einen Produktionsprozess wird modellhaft angenommen, dass jedes hergestellte Bauteil unabhängig von den anderen mit Wahrscheinlichkeit \(90\,\%\) fehlerfrei ist. Es werden sechs Bauteile betrachtet und die Anzahl der fehlerhaften Teile untersucht. 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ausschließlich das letzte Bauteil fehlerhaft ist. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass insgesamt genau ein Bauteil fehlerhaft ist. 3. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die ersten drei Bauteile fehlerfrei sind?

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen einer fest vorgegebenen Reihenfolge und einer beliebigen Position des einzigen Fehlers. - Welche Wahrscheinlichkeit gehört zum Ereignis „fehlerfrei“, welche zum Gegenereignis? - Bei Teil 3 sind nur die ersten drei Ergebnisse festgelegt.

Lösung

1. Für ein fehlerfreies Bauteil gilt \(0{,}9\), für ein fehlerhaftes Bauteil \(0{,}1\). Für die feste Folge aus fünf fehlerfreien und einem fehlerhaften Bauteil gilt \(P = 0{,}9^5 \cdot 0{,}1 = 0{,}059049\). 2. Für die Anzahl \(X\) der fehlerhaften Bauteile gilt \(X \sim B(6;0{,}1)\). Daher ist \(P(X=1)=\binom{6}{1}0{,}1 \cdot 0{,}9^5 = 0{,}354294\). 3. Für die ersten drei fehlerfreien Bauteile ist \(P=0{,}9^3=0{,}729\).

Antwort

1. \(0{,}059049 \approx 5{,}90\,\%\) 2. \(0{,}354294 \approx 35{,}43\,\%\) 3. \(0{,}729 = 72{,}9\,\%\)
42704512
In einem Modell ist jeder Mikrochip unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}05\) defekt. Es werden \(8\) Chips betrachtet. Beschreibe jeweils ein Ereignis im Sachzusammenhang, dessen Wahrscheinlichkeit durch den angegebenen Term berechnet wird: a) \(0{,}05^2\cdot0{,}95^6\) b) \(\binom{8}{2}0{,}05^2 0{,}95^6\) c) \(1-0{,}95^8\)

Denkanstöße

- Welche Information liefert das Fehlen oder Vorhandensein eines Binomialkoeffizienten über die Positionen der Defekte? - Lies die Exponenten als Anzahlen von Defekten und intakten Chips. - Bei Teil c) hilft es, zuerst das Ereignis zu benennen, dessen Wahrscheinlichkeit \(0{,}95^8\) ist.

Lösung

1. Der Term in a) beschreibt eine fest vorgegebene Reihenfolge mit genau zwei defekten und sechs intakten Chips, zum Beispiel zwei Defekte an den ersten beiden Positionen und danach sechs intakte Chips. 2. Der Term in b) beschreibt genau zwei defekte Chips unter den acht, wobei die Positionen beliebig sind. 3. Der Term in c) ist das Gegenereignis zu „kein Chip ist defekt“ und beschreibt damit „mindestens ein Chip ist defekt“.

Antwort

a) Eine fest vorgegebene Folge mit zwei defekten und sechs intakten Chips. b) Genau zwei der acht Chips sind defekt. c) Mindestens einer der acht Chips ist defekt.
42704612
Ein Basketballspieler führt \(4\) Freiwürfe aus. Wir modellieren die Würfe als unabhängig und nehmen für jeden Wurf dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}60\) an. Gib für die folgenden Ereignisse jeweils einen passenden Rechenterm zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit an: a) Nur die ersten beiden Würfe sind Treffer. b) Insgesamt werden genau zwei Treffer erzielt. c) Die Anzahl der Treffer ist größer als zwei.

Denkanstöße

- Entscheide zuerst, ob die Reihenfolge der Treffer festgelegt ist. - Wann müssen mehrere mögliche Trefferpositionen berücksichtigt werden? - Welche konkreten Trefferzahlen gehören zu „größer als zwei“?

Lösung

1. Für die feste Folge Treffer, Treffer, Fehlwurf, Fehlwurf ist der Term \(0{,}6^2 0{,}4^2\). 2. Für genau zwei Treffer ist der Term \(\binom{4}{2}0{,}6^2 0{,}4^2\). 3. „Mehr als zwei Treffer“ bedeutet drei oder vier Treffer. Daher lautet ein passender Term \(\binom{4}{3}0{,}6^3 0{,}4+0{,}6^4\).

Antwort

a) \(0{,}6^2 0{,}4^2\). b) \(\binom{4}{2}0{,}6^2 0{,}4^2\). c) \(\binom{4}{3}0{,}6^3 0{,}4+0{,}6^4\).
42706512
Ein Biathlon-Schütze gibt \(5\) unabhängige Schüsse mit konstanter Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}80\) ab; \(X\) bezeichnet seine Trefferzahl. Ein zweiter Schütze gibt ebenfalls \(5\) unabhängige Schüsse ab, bei ihm beträgt die konstante Trefferwahrscheinlichkeit \(q=0{,}20\); seine Trefferzahl heißt \(Y\). a) Berechne \(P(X=4)\) und \(P(Y=1)\). b) Begründe ohne weitere numerische Berechnung, warum allgemein \(P(X=k)=P(Y=5-k)\) für alle \(k\in\{0;1;\dots;5\}\) gilt.

Denkanstöße

- Stelle beide Punktwahrscheinlichkeiten mit der Bernoulli-Formel auf. - Welche Beziehung besteht zwischen \(\binom{5}{k}\) und \(\binom{5}{5-k}\)? - Vergleiche danach die Potenzen von \(0{,}8\) und \(0{,}2\).

Lösung

1. Es gilt \(P(X=4)=\binom{5}{4}\cdot 0{,}8^4\cdot 0{,}2=0{,}4096\). 2. Ebenso ist \(P(Y=1)=\binom{5}{1}\cdot 0{,}2\cdot 0{,}8^4=0{,}4096\). 3. Allgemein gilt \(P(X=k)=\binom{5}{k}\cdot 0{,}8^k\cdot 0{,}2^{5-k}\). 4. Für den zweiten Schützen ist \(P(Y=5-k)=\binom{5}{5-k}\cdot 0{,}2^{5-k}\cdot 0{,}8^k\). Wegen \(\binom{5}{5-k}=\binom{5}{k}\) sind die beiden Terme gleich.

Antwort

a) \(P(X=4)=P(Y=1)=0{,}4096\). b) Die Gleichheit folgt aus der Symmetrie \(\binom{5}{k}=\binom{5}{5-k}\) und dem Vertauschen der Faktoren \(0{,}8\) und \(0{,}2\).
42708712
In einem Logistikzentrum werden Pakete automatisiert sortiert. Für ein mathematisches Modell wird für jedes Paket eine Fehlleitungswahrscheinlichkeit von \(5\,\%\) angesetzt. Ein Kontrolleur betrachtet \(40\) Pakete. a) Erkläre, unter welchen Voraussetzungen die Anzahl der falsch sortierten Pakete als binomialverteilt angesehen werden kann. b) Definiere eine geeignete Zufallsgröße \(X\) sowie die Parameter \(n\) und \(p\) und beschreibe ihre Bedeutung. c) Berechne unter diesen Voraussetzungen die Wahrscheinlichkeit, dass genau zwei Pakete falsch sortiert sind. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Bedingungen betreffen Unabhängigkeit und konstante Trefferwahrscheinlichkeit? - Lege eindeutig fest, welches Ereignis als Treffer zählt. - Berechne erst nach der Modellbegründung die Punktwahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Ein Binomialmodell setzt voraus, dass die Paket-Ausgänge als unabhängig angesehen werden können und für jedes Paket dieselbe Fehlleitungswahrscheinlichkeit gilt. 2. Sei \(X\) die Anzahl falsch sortierter Pakete unter den \(40\) betrachteten Paketen. Dann ist \(n=40\) und \(p=0{,}05\). 3. Unter den genannten Voraussetzungen gilt \(X\sim B(40;0{,}05)\). 4. Daher ist \(P(X=2)=\binom{40}{2}0{,}05^2 0{,}95^{38}\approx0{,}2777\).

Antwort

a) Unabhängige Ausgänge und konstante Fehlleitungswahrscheinlichkeit b) \(X\): Zahl falsch sortierter Pakete; \(n=40\), \(p=0{,}05\) c) \(P(X=2)\approx0{,}2777\)
42713512
Für eine Serie von \(45\) Freiwürfen soll mit einer konstanten Trefferwahrscheinlichkeit von \(75\,\%\) modelliert werden. a) Erläutere, welche zusätzliche Bedingung an die Würfe erfüllt sein muss, damit die Anzahl der Treffer binomialverteilt modelliert werden kann. b) Bestimme unter dieser Bedingung die Anzahl der Treffer, die am wahrscheinlichsten ist.

Denkanstöße

- Welche Bernoulli-Bedingung ist noch nicht durch „konstante Trefferwahrscheinlichkeit“ und zwei mögliche Ausgänge abgedeckt? - Prüfe anschließend den Wert von \((n+1)p\). - Beachte, dass die Trefferzahl ganzzahlig sein muss.

Lösung

1. Neben den zwei Ausgängen Treffer/Fehlwurf und der konstanten Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}75\) müssen die Würfe voneinander unabhängig sein. 2. Dann gilt für die Trefferzahl \(X\): \(X \sim B(45;0{,}75)\). 3. Für den Modus kann \(\lfloor(n+1)p\rfloor\) verwendet werden, sofern \((n+1)p\) nicht ganzzahlig ist. Es ist \((45+1)\cdot0{,}75=34{,}5\). 4. Daher ist \(34\) die wahrscheinlichste Trefferanzahl.

Antwort

a) Die \(45\) Würfe müssen voneinander unabhängig sein. b) \(34\) Treffer
42876412
Fünfzehn Blumensamen werden betrachtet. Für das Modell wird angenommen, dass jeder Samen unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}75\) keimt. Welche Anzahl an keimenden Samen hat die größte Wahrscheinlichkeit?

Denkanstöße

- Welche Parameter beschreibt das Keimmodell? - Berechne \((n+1)p\) und prüfe, ob das Ergebnis ganzzahlig ist. - Ein ganzzahliger Wert an dieser Stelle kann zu zwei benachbarten Maximalwerten führen.

Lösung

1. Für die Keimzahl gilt \(X\sim B(15;0{,}75)\). 2. Es ist \((n+1)p=16\cdot0{,}75=12\). 3. Da dieser Wert ganzzahlig ist, besitzt die Binomialverteilung zwei Modi: \(11\) und \(12\). 4. Zur Kontrolle gilt \(P(X=11)=P(X=12)\approx0{,}2252\).

Antwort

Die Werte \(11\) und \(12\) haben beide die größte Wahrscheinlichkeit.
43086612
In einer Urne befinden sich fünf Kugeln, die mit den Zahlen 1, 2, 3, 4 und 5 nummeriert sind. Es wird dreimal nacheinander eine Kugel gezogen, wobei die gezogene Kugel jedes Mal wieder zurückgelegt wird. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl 2 genau einmal gezogen wird.

Denkanstöße

- Was ist bei einer einzelnen Ziehung ein „Erfolg“? - Warum bleiben Erfolgswahrscheinlichkeit und Bedingungen bei allen drei Ziehungen gleich? - Auf wie viele Arten kann genau eine der drei Ziehungen ein Erfolg sein?

Lösung

Die drei Ziehungen bilden eine Bernoulli-Kette mit \(n = 3\) und der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\), wenn „Zahl 2“ als Erfolg festgelegt wird. Für genau einen Erfolg gilt \(P(X=1) = \binom{3}{1} \cdot (0{,}2)^1 \cdot (0{,}8)^2 = 3 \cdot 0{,}2 \cdot 0{,}64 = 0{,}384\).

Antwort

\(P(X=1) = 0{,}384 = 38{,}4\,\%\)
43088912
Für ein mathematisches Modell wird angenommen, dass jede von \(12\) Blumenzwiebeln unabhängig von den anderen mit Wahrscheinlichkeit \(95\,\%\) austreibt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(11\) der \(12\) Zwiebeln austreiben. Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Zufallsgröße zählt hier die Erfolge? - Welche Werte haben \(n\), \(p\) und die gesuchte Trefferzahl? - Für genau eine Trefferzahl benötigst du eine Punktwahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Für die Anzahl \(X\) der austreibenden Zwiebeln gilt \(X\sim B(12;0{,}95)\). 2. Gesucht ist \(P(X=11)=\binom{12}{11}0{,}95^{11}0{,}05\). 3. Damit ist \(P(X=11)\approx0{,}3413\).

Antwort

\(P(X=11)\approx0{,}3413\)
43089312
Ein Multiple-Choice-Test umfasst 15 Aufgaben. Zu jeder Aufgabe gibt es 4 Antwortmöglichkeiten, von denen stets genau eine korrekt ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Aufgabe rein zufällig. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Teilnehmer keine einzige Aufgabe richtig beantwortet.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, bei einer einzelnen Aufgabe falsch zu liegen. - Da die Aufgaben unabhängig voneinander bearbeitet werden, kannst du die Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Ereignisse multiplizieren. - Wie oft muss das Ereignis „falsch geraten“ hintereinander eintreten?

Lösung

1. Identifikation der Parameter der Bernoulli-Kette: Die Anzahl der Versuche ist \(n = 15\). 2. Bestimmung der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) für eine richtige Antwort: \(p = \frac{1}{4} = 0{,}25\). 3. Bestimmung der Wahrscheinlichkeit \(q\) für eine falsche Antwort: \(q = 1 - p = 0{,}75\). 4. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für \(k = 0\) Treffer unter Verwendung der Formel für die Punktwahrscheinlichkeit der Binomialverteilung: \(P(X = 0) = \binom{15}{0} \cdot 0{,}25^0 \cdot 0{,}75^{15} = 0{,}75^{15}\). 5. Numerisches Ergebnis: \(P(X = 0) \approx 0{,}0134\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(1{,}34\,\%\) (exakt \(0{,}75^{15} \approx 0{,}01336\)).
43089412
Für ein Liefermodell wird angenommen, dass jede von \(20\) Sendungen unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}95\) innerhalb von \(24\) Stunden ankommt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle \(20\) Sendungen innerhalb dieser Zeit ankommen? Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welches Ereignis muss bei jeder einzelnen Sendung eintreten? - Wie wirkt sich die Unabhängigkeit auf die Wahrscheinlichkeit aus, dass alle Sendungen pünktlich sind? - Für „alle 20“ ist nur ein einziger Trefferwert möglich.

Lösung

1. Für die Zahl \(X\) pünktlicher Sendungen gilt \(X\sim B(20;0{,}95)\). 2. Gesucht ist \(P(X=20)=0{,}95^{20}\approx0{,}3585\).

Antwort

\(P(X=20)\approx0{,}3585\)
43089612
Bei einer Multiple-Choice-Prüfung gibt es \(10\) Fragen. Zu jeder Frage werden \(4\) Antwortmöglichkeiten angeboten, von denen jeweils genau eine korrekt ist. Ein Student hat sich nicht vorbereitet und kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. a) Beschreibe die Zufallsgröße \(X\) für diesen Sachverhalt und gib die Art sowie die Parameter der Verteilung an. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass der Student genau die Hälfte der Fragen richtig beantwortet. Runde auf vier Nachkommastellen. c) Bestimme den Erwartungswert für die Anzahl der richtigen Antworten.

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Chance, bei einer Frage mit vier Möglichkeiten die richtige zu treffen? - Welche Parameter definieren eine Binomialverteilung in diesem Kontext? - Erinnere dich an die Bernoulli-Formel für Punktwahrscheinlichkeiten. - Wie berechnet man im Durchschnitt, wie viele Erfolge bei einer Serie von Versuchen zu erwarten sind?

Lösung

1. \(X\) beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen. Da die Fragen unabhängig voneinander durch Raten beantwortet werden, gilt \(X\sim B(10;0{,}25)\). 2. Für genau fünf richtige Antworten ist \(P(X=5)=\binom{10}{5}0{,}25^5 0{,}75^5\approx0{,}0584\). 3. Der Erwartungswert ist \(E(X)=np=10\cdot0{,}25=2{,}5\).

Antwort

a) \(X\): Anzahl der richtigen Antworten; \(X\sim B(10;0{,}25)\) b) \(P(X=5)\approx0{,}0584\) c) \(E(X)=2{,}5\)
43099712
Ein Bogenschütze trifft das Zentrum der Zielscheibe („Gold“) mit einer Wahrscheinlichkeit von \(70\,\%\). Er gibt nacheinander \(4\) Schüsse ab. a) Erläutere, unter welchen Bedingungen dieser Zufallsversuch als Bernoulli-Kette der Länge \(n = 4\) modelliert werden kann. b) Berechne die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass der Schütze genau \(0, 1, 2, 3\) oder \(4\) Treffer im Gold erzielt.

Denkanstöße

- Wann spricht man von einem Bernoulli-Experiment? Überlege dir, welche Voraussetzungen für die Wahrscheinlichkeit und die Unabhängigkeit gelten müssen. - Welche Werte haben \(n\) (Anzahl der Versuche) und \(p\) (Trefferwahrscheinlichkeit) in dieser Aufgabe? - Erinnerst du dich an die Formel von Bernoulli für Punktwahrscheinlichkeiten? - Was ist das Gegenereignis zu einem Treffer und wie groß ist dessen Wahrscheinlichkeit?

Lösung

1. Modellierung als Bernoulli-Kette: Es gibt nur zwei relevante Ergebnisse pro Schuss (Treffer im Gold oder kein Treffer). Die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}7\) muss bei jedem Schuss konstant bleiben und die Schüsse müssen voneinander unabhängig sein. 2. Anwendung der Bernoulli-Formel \(P(X = k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) mit \(n = 4\) und \(p = 0{,}7\). 3. Berechnung für \(k = 0\): \(P(X = 0) = \binom{4}{0} \cdot 0{,}7^0 \cdot 0{,}3^4 = 1 \cdot 1 \cdot 0{,}0081 = 0{,}0081\). 4. Berechnung für \(k = 1\): \(P(X = 1) = \binom{4}{1} \cdot 0{,}7^1 \cdot 0{,}3^3 = 4 \cdot 0{,}7 \cdot 0{,}027 = 0{,}0756\). 5. Berechnung für \(k = 2\): \(P(X = 2) = \binom{4}{2} \cdot 0{,}7^2 \cdot 0{,}3^2 = 6 \cdot 0{,}49 \cdot 0{,}09 = 0{,}2646\). 6. Berechnung für \(k = 3\): \(P(X = 3) = \binom{4}{3} \cdot 0{,}7^3 \cdot 0{,}3^1 = 4 \cdot 0{,}343 \cdot 0{,}3 = 0{,}4116\). 7. Berechnung für \(k = 4\): \(P(X = 4) = \binom{4}{4} \cdot 0{,}7^4 \cdot 0{,}3^0 = 1 \cdot 0{,}2401 \cdot 1 = 0{,}2401\).

Antwort

a) Bedingungen: Nur zwei Ausgänge (Treffer/kein Treffer), konstante Trefferwahrscheinlichkeit \(p\) und Unabhängigkeit der Schüsse. b) Die Wahrscheinlichkeiten betragen: \(P(X=0) = 0{,}0081\) \(P(X=1) = 0{,}0756\) \(P(X=2) = 0{,}2646\) \(P(X=3) = 0{,}4116\) \(P(X=4) = 0{,}2401\)
43105312
Ein Glücksrad mit vier gleich großen Sektoren, von denen genau einer rot ist, wird \(40\)-mal unabhängig voneinander gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der roten Treffer, also gilt \(p=0{,}25\). a) Berechne den Erwartungswert \(\mu\) der Zufallsgröße \(X\). b) Eine mathematische Regel besagt: Ist \(\mu\) ganzzahlig, dann ist \(P(X=\mu)\) der größte Wert der Wahrscheinlichkeitsverteilung. Berechne \(P(X=10)\). Runde auf vier Nachkommastellen. c) Bestätige die Regel in diesem Beispiel, indem du \(P(X=9)\) und \(P(X=11)\) berechnest und mit Teil b) vergleichst. Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Berechne zuerst \(np\). - Vergleiche anschließend die drei benachbarten Punktwahrscheinlichkeiten. - Für die Bestätigung reicht ein numerischer Vergleich der geforderten Werte.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(40;0{,}25)\) und damit \(\mu=np=40\cdot0{,}25=10\). 2. \(P(X=10)=\binom{40}{10}0{,}25^{10}0{,}75^{30}\approx0{,}1444\). 3. Es ist \(P(X=9)\approx0{,}1397\) und \(P(X=11)\approx0{,}1312\). 4. Damit gilt \(P(X=10)>P(X=9)\) und \(P(X=10)>P(X=11)\); in diesem Beispiel liegt das Maximum bei \(10\).

Antwort

a) \(\mu=10\) b) \(P(X=10)\approx0{,}1444\) c) \(P(X=9)\approx0{,}1397\), \(P(X=11)\approx0{,}1312\); damit ist \(P(X=10)\) größer als beide Nachbarwerte.
43116112
Ein Glücksrad ist in zwei Sektoren unterteilt: „Gewinn“ mit Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}3\) und „Niete“. Das Rad wird \(6\)-mal unabhängig voneinander gedreht. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(2\)-mal ein Gewinn erzielt wird. b) Erläutere kurz, welche drei wesentlichen Merkmale dieses Experiment zu einer Bernoulli-Kette machen.

Denkanstöße

- Ordne „Gewinn“ und „Niete“ den beiden Bernoulli-Ausgängen zu. - Welche Angaben im Text sichern eine konstante Wahrscheinlichkeit und Unabhängigkeit? - Für Teil a) wird eine Punktwahrscheinlichkeit benötigt.

Lösung

1. Für die Anzahl \(X\) der Gewinne gilt \(X \sim B(6;0{,}3)\). 2. Daher ist \(P(X=2)=\binom{6}{2}0{,}3^2 \cdot 0{,}7^4 = 0{,}324135\). 3. Die Bernoulli-Merkmale sind: pro Drehung genau zwei zusammengefasste Ergebnisse, eine konstante Erfolgswahrscheinlichkeit \(p=0{,}3\) und Unabhängigkeit der Drehungen.

Antwort

a) \(P(X=2)=0{,}324135\approx32{,}41\,\%\) b) Zwei mögliche Ergebnisse, konstante Erfolgswahrscheinlichkeit und unabhängige Versuche.
43205912
Verwende die abgebildete Urne. Die Kugeln sind zusätzlich mit R (rot), Gr (grün) und Ge (gelb) beschriftet. Es wird sechsmal nacheinander eine Kugel gezogen und nach jeder Ziehung wieder zurückgelegt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei den \(6\) Ziehungen genau zweimal eine grüne Kugel gezogen wird? Gib das Ergebnis auf eine Nachkommastelle gerundet in Prozent an.
Abbildung zur Aufgabe 432059

Denkanstöße

- Lies aus der Abbildung ab, welcher Anteil der Kugeln grün ist. - Welche Wirkung hat das Zurücklegen auf die Erfolgswahrscheinlichkeit der nächsten Ziehung? - Gesucht ist eine Punktwahrscheinlichkeit für genau zwei grüne Ziehungen.

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(10\) Kugeln insgesamt und \(3\) grüne Kugeln ab. Daher ist \(p=\frac{3}{10}=0{,}3\). 2. Durch das Zurücklegen bleiben die Ziehungen unabhängig mit konstanter Erfolgswahrscheinlichkeit. Für die Zahl \(X\) grüner Kugeln gilt \(X\sim B(6;0{,}3)\). 3. Somit ist \(P(X=2)=\binom{6}{2}0{,}3^2 0{,}7^4=0{,}324135\). 4. In Prozent und auf eine Nachkommastelle gerundet ergibt das \(32{,}4\,\%\).

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(32{,}4\,\%\).
43208712
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(6\) gleich große Felder. Die Sektoren sind zusätzlich mit Ge (gelb), Bl (blau) und R (rot) beschriftet. Lies die Farbverteilung aus der Abbildung ab. Das Rad wird sechsmal unabhängig gedreht. Bestimme die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse und runde die Prozentangaben auf zwei Nachkommastellen: a) Der Zeiger zeigt genau viermal auf ein gelbes Feld. b) Der Zeiger zeigt genau zweimal auf ein blaues Feld.
Abbildung zur Aufgabe 432087

Denkanstöße

- Lies die Erfolgswahrscheinlichkeit für jede gefragte Farbe direkt aus der Abbildung ab. - Für jede Teilaufgabe wird dieselbe Zahl von Drehungen verwendet, aber eine andere Erfolgsfarbe. - Beide Teilaufgaben verlangen eine einzelne Binomial-Punktwahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Aus der Abbildung folgt \(p_{\text{gelb}}=\frac{3}{6}=\frac12\) und \(p_{\text{blau}}=\frac{2}{6}=\frac13\). 2. Für genau vier gelbe Treffer gilt \(P(X=4)=\binom{6}{4}\left(\frac12\right)^4\left(\frac12\right)^2=\frac{15}{64}\approx0{,}234375\). 3. Für genau zwei blaue Treffer gilt \(P(Y=2)=\binom{6}{2}\left(\frac13\right)^2\left(\frac23\right)^4=\frac{80}{243}\approx0{,}329218\).

Antwort

a) \(\frac{15}{64}\approx23{,}44\,\%\). b) \(\frac{80}{243}\approx32{,}92\,\%\).
43210512
Das abgebildete Glücksrad hat \(10\) gleich große Sektoren; sie sind zusätzlich mit R (rot), Gr (grün), Bl (blau) und Ge (gelb) beschriftet. Es wird insgesamt achtmal unabhängig voneinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Zeiger genau dreimal auf einem roten Sektor stehen bleibt. Gib das Ergebnis als Dezimalzahl auf drei Nachkommastellen gerundet an.
Abbildung zur Aufgabe 432105

Denkanstöße

- Lies aus dem Bild ab, welcher Anteil der Sektoren rot ist. - Welche Parameter hat die Trefferzahl bei acht unabhängigen Drehungen? - Runde erst das vollständig berechnete Ergebnis.

Lösung

1. Aus dem Glücksrad liest man vier rote von zehn gleich großen Sektoren ab. Daher ist \(p=\frac{4}{10}=0{,}4\). 2. Für die Anzahl \(X\) der roten Treffer gilt \(X \sim B(8;0{,}4)\). 3. \(P(X=3)=\binom{8}{3}0{,}4^3 \cdot 0{,}6^5=0{,}27869184\). 4. Auf drei Nachkommastellen gerundet ergibt sich \(0{,}279\).

Antwort

\(0{,}279\)
43215812
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(8\) gleich große Sektoren; sie sind zusätzlich mit Ge (gelb), R (rot) und Gr (grün) beschriftet. Es wird \(10\)-mal unabhängig voneinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse und gib das Ergebnis jeweils als Prozentsatz mit zwei Nachkommastellen an: a) Es erscheint genau viermal Rot. b) Es erscheint genau zweimal Gelb.
Abbildung zur Aufgabe 432158

Denkanstöße

- Lies die jeweilige Erfolgswahrscheinlichkeit aus der Zahl der farbigen Sektoren ab. - Definiere für jede Teilaufgabe eine eigene Trefferzahl. - Verwende jeweils die Punktwahrscheinlichkeit für die geforderte Trefferzahl.

Lösung

1. Aus dem Glücksrad liest man \(p_{\text{Rot}}=\frac{3}{8}=0{,}375\) und \(p_{\text{Gelb}}=\frac{1}{8}=0{,}125\) ab. 2. Für genau vier rote Treffer gilt \(P(X=4)=\binom{10}{4}0{,}375^4 \cdot 0{,}625^6 \approx0{,}2475\). 3. Für genau zwei gelbe Treffer gilt \(P(Y=2)=\binom{10}{2}0{,}125^2 \cdot 0{,}875^8 \approx0{,}2416\).

Antwort

a) \(24{,}75\,\%\) b) \(24{,}16\,\%\)
43598412
Das abgebildete Glücksrad besitzt \(8\) gleich große Sektoren. Die Sektoren sind zusätzlich mit G (gelb), B (blau) und R (rot) beschriftet. Das Rad wird mehrfach nacheinander gedreht, wobei jede Drehung als unabhängiges Zufallsexperiment betrachtet wird. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse und gib die Ergebnisse jeweils als Prozentwert auf zwei Nachkommastellen an: a) Bei \(5\) Drehungen bleibt der Zeiger genau \(2\)-mal auf einem blauen Feld stehen. b) Bei \(8\) Drehungen erhält man genau \(4\)-mal Gelb. c) Bei \(4\) Drehungen wird genau \(1\)-mal Rot angezeigt.
Abbildung zur Aufgabe 435984

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Wahrscheinlichkeit für jede Farbe bei einer einzelnen Drehung, indem du die beschrifteten Sektoren zählst. - Identifiziere für jede Teilaufgabe Trefferwahrscheinlichkeit, Anzahl der Versuche und gewünschte Trefferanzahl. - Welche Punktwahrscheinlichkeit der Binomialverteilung gehört jeweils zum Ereignis?

Lösung

1. Aus der Abbildung liest man \(p_{\text{Gelb}}=\frac{4}{8}=0{,}5\), \(p_{\text{Blau}}=\frac{3}{8}=0{,}375\) und \(p_{\text{Rot}}=\frac{1}{8}=0{,}125\) ab. 2. Für a) gilt \(P(X=2)=\binom{5}{2}0{,}375^2 0{,}625^3\approx0{,}3433\). 3. Für b) gilt \(P(Y=4)=\binom{8}{4}0{,}5^4 0{,}5^4=\frac{70}{256}\approx0{,}2734\). 4. Für c) gilt \(P(Z=1)=\binom{4}{1}0{,}125\cdot0{,}875^3\approx0{,}3350\).

Antwort

a) \(34{,}33\,\%\) b) \(27{,}34\,\%\) c) \(33{,}50\,\%\)
43604712
An dem abgebildeten Glücksrad mit \(5\) gleich großen Feldern sind die Sektoren zusätzlich mit Bl (blau) und R (rot) beschriftet. Das Rad wird sechsmal unabhängig voneinander gedreht. Die Zufallsgröße \(X\) zählt, wie oft das blaue Feld erscheint. Berechne mithilfe der Bernoulli-Formel die Wahrscheinlichkeit \(P(X=3)\).
Abbildung zur Aufgabe 436047

Denkanstöße

- Lies die Trefferwahrscheinlichkeit für Blau aus dem Bild ab. - Welche Werte haben \(n\), \(p\) und \(k\)? - Setze diese Größen in die Punktwahrscheinlichkeit ein.

Lösung

1. Aus dem Bild liest man einen blauen von fünf gleich großen Sektoren ab. Daher ist \(p=\frac{1}{5}=0{,}2\). 2. Für \(X \sim B(6;0{,}2)\) gilt \(P(X=3)=\binom{6}{3}0{,}2^3 \cdot 0{,}8^3\). 3. Damit ist \(P(X=3)=0{,}08192\).

Antwort

\(P(X=3)=0{,}08192\approx8{,}192\,\%\)
55216812
Das Diagramm zeigt die Punktwahrscheinlichkeiten der binomialverteilten Zufallsgröße \(X\sim B(5;0{,}4)\). a) Welcher der Werte \(0,1,2,3,4,5\) ist am wahrscheinlichsten? b) Ist \(P(X=1)\) größer oder kleiner als \(P(X=3)\)? c) Lies \(P(X=2)\) auf zwei Dezimalstellen ab.
Abbildung zur Aufgabe 552168

Denkanstöße

- Für a) genügt es, die höchste Säule zu finden. - Vergleiche für b) direkt die Säulen bei \(X=1\) und \(X=3\). - Für c) lies die Höhe der Säule bei \(X=2\) an der Wahrscheinlichkeitsachse ab.

Lösung

1. Die höchste Säule steht bei \(X=2\). Daher ist \(2\) der wahrscheinlichste Wert. 2. Die Säule bei \(X=1\) ist höher als die bei \(X=3\); also gilt \(P(X=1)>P(X=3)\). 3. Die Säule bei \(X=2\) hat die Höhe \(0{,}3456\), also auf zwei Dezimalstellen \(0{,}35\).

Antwort

a) \(X=2\) b) \(P(X=1)>P(X=3)\) c) \(P(X=2)\approx0{,}35\)
55226412
Das Säulendiagramm zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer binomialverteilten Zufallsgröße \(X\sim B(n;p)\). Bestimme \(n\) und \(p\) aus dem Diagramm und begründe beide Parameter, ohne die einzelnen Säulen neu zu berechnen.
Abbildung zur Aufgabe 552264

Denkanstöße

- Welche größte Trefferzahl ist im Diagramm überhaupt möglich? - Welche Symmetrie erkennst du an den Säulenhöhen? - Bei welcher Trefferwahrscheinlichkeit sind Treffer und Nichttreffer gleich wahrscheinlich?

Lösung

1. Die möglichen Werte reichen von \(0\) bis \(4\), und beide Randwerte haben positive Wahrscheinlichkeit. Daher ist \(n=4\). 2. Die Verteilung ist spiegelbildlich um \(2\): Zu \(k\) und \(4-k\) gehören gleich hohe Säulen. 3. Eine Binomialverteilung ist bei \(p=0{,}5\) symmetrisch; hier ist daher \(p=0{,}5\).

Antwort

\(n=4\), \(p=0{,}5\)
42687712
Ein Logistikunternehmen kennzeichnet seine Lagerboxen mit einem Code. Dieser besteht aus entweder einem oder zwei Großbuchstaben (\(\text{A}\) bis \(\text{Z}\), ohne Umlaute) und einer anschließenden zweistelligen Zahl von \(01\) bis \(99\). Alle zulässigen Codes werden bei der zufälligen Erzeugung als gleich wahrscheinlich angenommen. Ein Code ist ein „Spezialcode“, wenn er mit \(\text{A}\) beginnt. 1. Bestimme die Gesamtzahl aller möglichen Codes. 2. Ermittle die Wahrscheinlichkeit \(p\) für einen Spezialcode. 3. Es werden \(20\) Codes zufällig mit Zurücklegen ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit für genau \(3\) Spezialcodes und runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Zähle die ein- und zweibuchstabigen Präfixe getrennt. - Welche dieser Präfixe beginnen mit \(\text{A}\)? - Warum ist bei der Auswahl mit Zurücklegen ein Binomialmodell passend?

Lösung

1. Es gibt \((26+26^2)\cdot99=69\,498\) mögliche Codes. 2. Spezialcodes haben entweder nur \(\text{A}\) oder beginnen bei zwei Buchstaben mit \(\text{A}\). Das sind \((1+26)\cdot99=2673\) Codes. Somit ist \(p=\frac{2673}{69498}=\frac1{26}\). 3. Für \(X\sim B\left(20;\frac1{26}\right)\) gilt \(P(X=3)=\binom{20}{3}\left(\frac1{26}\right)^3\left(\frac{25}{26}\right)^{17}\approx0{,}0333\).

Antwort

1. \(69\,498\) Codes 2. \(p=\frac1{26}\) 3. \(P(X=3)\approx0{,}0333\)
42688312
Fünf Freunde – Anna, Ben, Clara, David und Elias – setzen sich in einer zufälligen Reihenfolge nebeneinander in eine Kinoreihe mit fünf Plätzen. a) Beschreibe ein passendes Urnenmodell für diesen Zufallsvorgang. Berechne die Wahrscheinlichkeit \(p\) dafür, dass Anna und Ben direkt nebeneinander sitzen. b) Die fünf Freunde gehen an insgesamt \(10\) Abenden ins Kino. An jedem Abend wird die Sitzordnung unabhängig von den anderen Abenden neu und zufällig bestimmt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Anna und Ben an genau \(4\) dieser Abende nebeneinander sitzen.

Denkanstöße

- Für Teil a) kannst du Anna und Ben gedanklich zu einem Block zusammenfassen. - Vergleiche die Zahl der günstigen Sitzordnungen mit der Zahl aller Sitzordnungen. - Prüfe für Teil b), welche Eigenschaften die zehn Abende zu einer Bernoulli-Kette machen.

Lösung

1. Für einen Abend kann eine Urne mit fünf unterscheidbaren Kugeln verwendet werden. Es wird fünfmal ohne Zurücklegen gezogen; die Ziehungsreihenfolge entspricht der Sitzordnung. 2. Insgesamt gibt es \(5! = 120\) Sitzordnungen. Fasst man Anna und Ben zu einem Block zusammen, gibt es \(4! \cdot 2 = 48\) günstige Sitzordnungen. 3. Daher ist \(p = \frac{48}{120} = 0{,}4\). 4. Die zehn Abende sind unabhängig und haben jeweils dieselbe Erfolgswahrscheinlichkeit \(0{,}4\). Somit gilt \(X \sim B(10;0{,}4)\). 5. Gesucht ist \(P(X=4) = \binom{10}{4}0{,}4^4 \cdot 0{,}6^6 = 0{,}250822656\).

Antwort

a) Urnenmodell: fünf unterscheidbare Kugeln, fünfmal Ziehen ohne Zurücklegen mit Beachtung der Reihenfolge; \(p = 0{,}4\). b) \(P(X=4) = 0{,}250822656 \approx 25{,}08\,\%\)
42698912
Ein fairer Würfel wird sechsmal geworfen. Wir betrachten nur „6“ als Erfolg und „keine 6“ als Misserfolg. Folge A: \((6,6,6,6,6,6)\) Folge B: \((6,\text{keine }6,6,\text{keine }6,\text{keine }6,6)\) a) Entscheide ohne Rechnung, welche Folge wahrscheinlicher ist, und begründe. b) Berechne \(P(A)\) und \(P(B)\) exakt. c) Berechne exakt die Wahrscheinlichkeit, dass insgesamt genau dreimal eine \(6\) fällt, und erläutere den Unterschied zu b).

Denkanstöße

- Vergleiche die Zahl der seltenen Erfolge in beiden festen Folgen. - Eine feste Folge ist genau ein Pfad. - Wie viele Pfade besitzen insgesamt drei Erfolge?

Lösung

1. Folge B ist wahrscheinlicher, weil sie nur drei der selteneren Sechsen enthält. 2. Es ist \(P(A)=\left(\frac16\right)^6=\frac1{46656}\). 3. Für Folge B gilt \(P(B)=\left(\frac16\right)^3\left(\frac56\right)^3=\frac{125}{46656}\). 4. Für genau drei Sechsen gibt es \(\binom63=20\) mögliche Positionierungen. Daher ist \(P(X=3)=20\cdot\frac{125}{46656}=\frac{625}{11664}\). 5. \(P(B)\) beschreibt nur eine bestimmte Reihenfolge; \(P(X=3)\) umfasst alle zwanzig Reihenfolgen.

Antwort

a) Folge B b) \(P(A)=\frac1{46656}\), \(P(B)=\frac{125}{46656}\) c) \(P(X=3)=\frac{625}{11664}\); dies umfasst alle \(20\) Anordnungen mit drei Sechsen.
42701112
Ein Fertigungsautomat produziert Schrauben. Für das Modell wird angenommen, dass jede Schraube unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}85\) der Qualitätsnorm entspricht. Es werden \(6\) Schrauben betrachtet. Berechne die folgenden Wahrscheinlichkeiten jeweils auf vier Dezimalstellen: a) Nur die dritte Schraube entspricht nicht der Norm. b) Alle sechs Schrauben entsprechen der Norm. c) Nur die ersten vier Schrauben entsprechen der Norm. d) Genau fünf der sechs Schrauben entsprechen der Norm.

Denkanstöße

- Unterscheide zwischen einer festgelegten Reihenfolge und einer bloßen Trefferzahl. - Welche Anzahl von Erfolgen und Misserfolgen enthält jede Teilaufgabe? - Wann ist ein Binomialkoeffizient nötig?

Lösung

1. Mit \(p=0{,}85\) und \(q=0{,}15\) gilt in a) für die feste Folge \(p^5q\approx0{,}0666\). 2. In b) gilt \(p^6\approx0{,}3771\). 3. In c) ist die Folge ebenfalls festgelegt; daher gilt \(p^4q^2\approx0{,}0117\). 4. Bei genau fünf normgerechten Schrauben ist die Position des Misserfolgs frei. Somit ist \(P=\binom65 p^5q\approx0{,}3993\).

Antwort

a) \(\approx0{,}0666\) b) \(\approx0{,}3771\) c) \(\approx0{,}0117\) d) \(\approx0{,}3993\)
42705012
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(20\) Fragen mit jeweils \(5\) Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist. Ein Teilnehmer rät bei jeder Frage rein zufällig. Bestimme die Anzahl der richtigen Antworten \(k\), die am wahrscheinlichsten ist, sowie die Anzahl \(k\), die am unwahrscheinlichsten ist. Begründe deine Auswahl für den minimalen Wert durch einen Vergleich der Randwahrscheinlichkeiten.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen einzelnen Treffer ist. - Wo vermutest du das Maximum bei einer Binomialverteilung im Verhältnis zum Erwartungswert? - Binomialverteilungen sind oft asymmetrisch. Welche Extremwerte an den Rändern der Verteilung (0 oder \(n\)) könnten besonders kleine Wahrscheinlichkeiten haben? - Vergleiche die Wahrscheinlichkeit für „nur falsche Antworten“ mit der Wahrscheinlichkeit für „nur richtige Antworten“.

Lösung

1. Identifikation der Parameter: \(n = 20\) und \(p = \frac{1}{5} = 0{,}2\). 2. Berechnung des wahrscheinlichsten Wertes (Modus): Der Modus liegt bei \(\lfloor (n+1)p \rfloor = \lfloor 21 \cdot 0{,}2 \rfloor = \lfloor 4{,}2 \rfloor = 4\). Somit ist \(k = 4\) am wahrscheinlichsten. 3. Bestimmung des unwahrscheinlichsten Wertes: Da \(p = 0{,}2 < 0{,}5\), ist die Verteilung rechtsschief. Die minimalen Wahrscheinlichkeiten liegen an den Rändern \(k = 0\) oder \(k = 20\). 4. Vergleich der Randwerte: \(P(X=0) = 0{,}8^{20} \approx 0{,}0115\) und \(P(X=20) = 0{,}2^{20} \approx 1{,}05 \cdot 10^{-14}\). 5. Da \(0{,}2^{20} < 0{,}8^{20}\), ist die Wahrscheinlichkeit für \(k = 20\) am geringsten.

Antwort

Am wahrscheinlichsten ist \(k = 4\). Am unwahrscheinlichsten ist \(k = 20\).
42705912
Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n = 30\) und \(p = 0{,}6\). Bestimme mithilfe eines wissenschaftlichen Taschenrechners oder eines Tabellenkalkulationsprogramms: a) alle Werte \(k \in \{0, 1, \dots, 30\}\), für die die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X = k) \ge 0{,}1\) ist. b) alle Werte \(k \in \{0, 1, \dots, 30\}\), für die die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X = k) < 0{,}05\) ist.

Denkanstöße

- In welchem Bereich um den Erwartungswert vermutest du die höchsten Wahrscheinlichkeiten? - Nutze den Tabellenmodus deines Taschenrechners, um viele Werte gleichzeitig zu sehen. - Achte genau auf die Formulierungen „mindestens“ (\(\ge\)) und „kleiner als“ (\(<\)). - Überprüfe die Werte an den Grenzen deines gefundenen Bereichs besonders sorgfältig.

Lösung

1. Identifikation der Verteilung: \(X \sim B(30; 0{,}6)\). 2. Berechnung der Einzelwahrscheinlichkeiten \(P(X = k) = \binom{30}{k} \cdot 0{,}6^k \cdot 0{,}4^{30-k}\) für verschiedene Werte von \(k\), vorzugsweise im Bereich um den Erwartungswert \(\mu = n \cdot p = 18\). 3. Für Aufgabenteil a): Vergleich der Werte mit der Grenze \(0{,}1\). Es ergibt sich: \(P(X=15) \approx 0{,}0783\), \(P(X=16) \approx 0{,}1101\), \(P(X=17) \approx 0{,}1360\), \(P(X=18) \approx 0{,}1474\), \(P(X=19) \approx 0{,}1396\), \(P(X=20) \approx 0{,}1152\), \(P(X=21) \approx 0{,}0823\). Somit gilt die Bedingung für \(k \in \{16, 17, 18, 19, 20\}\). 4. Für Aufgabenteil b): Vergleich der Werte mit der Grenze \(0{,}05\). An den Rändern des Bereichs aus a) findet man: \(P(X=14) \approx 0{,}0489 < 0{,}05\) und \(P(X=15) > 0{,}05\). Auf der anderen Seite ist \(P(X=22) \approx 0{,}0505 > 0{,}05\) und \(P(X=23) \approx 0{,}0263 < 0{,}05\). Somit gilt die Bedingung für \(k \le 14\) oder \(k \ge 23\).

Antwort

a) \(k \in \{16, 17, 18, 19, 20\}\) b) \(k \in \{0, 1, \dots, 14\} \cup \{23, 24, \dots, 30\}\)
42706612
Betrachtet wird eine Bernoulli-Kette der Länge \(n\) mit der Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\), zum Beispiel beim mehrfachen Wurf einer fairen Münze. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Treffer. a) Zeige allgemein unter Verwendung der Formel \(B(n; p; k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\), dass für \(p = 0{,}5\) die Beziehung \(P(X=k) = P(X=n-k)\) für alle \(k \in \{0; 1; \dots; n\}\) erfüllt ist. b) Berechne für \(n=6\) die Wahrscheinlichkeit \(P(X \ge 4)\) und zeige durch Anwendung der Symmetrie aus Teilaufgabe a), dass dieser Wert identisch mit \(P(X \le 2)\) ist.

Denkanstöße

- Was passiert mit den Termen \(p^k\) und \((1-p)^{n-k}\), wenn beide Wahrscheinlichkeiten gleich groß sind? - Erinnere dich an die Symmetrie-Eigenschaft der Binomialkoeffizienten. - Wie hängen die einzelnen Wahrscheinlichkeiten einer kumulierten Wahrscheinlichkeit am oberen Ende der Verteilung mit denen am unteren Ende zusammen?

Lösung

1. Für \(p=0{,}5\) gilt \(1-p=0{,}5\). Einsetzen in die Formel ergibt \(B(n; 0{,}5; k) = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^k \cdot 0{,}5^{n-k} = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^n\). 2. Für \(n-k\) ergibt sich analog \(B(n; 0{,}5; n-k) = \binom{n}{n-k} \cdot 0{,}5^{n-k} \cdot 0{,}5^{n-(n-k)} = \binom{n}{n-k} \cdot 0{,}5^n\). 3. Da \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) gilt, folgt \(P(X=k) = P(X=n-k)\). 4. Berechnung für \(n=6\): \(P(X \ge 4) = P(X=4) + P(X=5) + P(X=6) = (\binom{6}{4} + \binom{6}{5} + \binom{6}{6}) \cdot 0{,}5^6 = (15 + 6 + 1) \cdot \frac{1}{64} = \frac{22}{64} = 0{,}34375\). 5. Anwendung der Symmetrie: \(P(X \le 2) = P(X=0) + P(X=1) + P(X=2)\). Wegen \(P(X=0)=P(X=6)\), \(P(X=1)=P(X=5)\) und \(P(X=2)=P(X=4)\) folgt unmittelbar \(P(X \le 2) = P(X \ge 4)\).

Antwort

a) Nachweis durch Einsetzen: \(B(n; 0{,}5; k) = \binom{n}{k} \cdot 0{,}5^n\) und \(B(n; 0{,}5; n-k) = \binom{n}{n-k} \cdot 0{,}5^n\). Wegen \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) sind die Terme gleich. b) \(P(X \ge 4) = 0{,}34375\). Aufgrund der Symmetrie \(P(X=k) = P(X=6-k)\) gilt \(P(X=4)=P(X=2)\), \(P(X=5)=P(X=1)\) und \(P(X=6)=P(X=0)\), woraus \(P(X \ge 4) = P(X \le 2)\) folgt.
42706912
Ein Hersteller modelliert LED-Lichtstreifen mit jeweils \(20\) LEDs. Jede LED ist unabhängig von allen anderen LEDs mit der Wahrscheinlichkeit \(2\,\%\) defekt. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Lichtstreifen keine defekte LED besitzt. Runde auf vier Dezimalstellen. b) Eine Lieferung enthält \(15\) solcher Lichtstreifen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(12\) der Lichtstreifen vollständig funktionstüchtig sind. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Bedingung müssen alle \(20\) LEDs für einen vollständig funktionierenden Streifen erfüllen? - Verwende diese Streifenwahrscheinlichkeit als Trefferwahrscheinlichkeit im zweiten Modell. - Welche Verteilung beschreibt die Zahl funktionierender Streifen?

Lösung

1. Für einen Streifen ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle \(20\) LEDs funktionieren, \(p_S=0{,}98^{20}\approx0{,}6676\). 2. Die Funktionsereignisse verschiedener Streifen sind unter dem Modell unabhängig. Für die Zahl \(Y\) vollständig funktionstüchtiger Streifen gilt daher \(Y\sim B(15;p_S)\). 3. Somit ist \(P(Y=12)=\binom{15}{12}p_S^{12}(1-p_S)^3\approx0{,}1310\).

Antwort

a) \(p_S\approx0{,}6676\) b) \(P(Y=12)\approx0{,}1310\)
42709312
Für ein mathematisches Keimungsmodell wird angenommen, dass jeder von \(30\) Tomatensamen unabhängig von den anderen mit Wahrscheinlichkeit \(85\,\%\) keimt. a) Ermittle die Anzahl der keimenden Samen, die am wahrscheinlichsten ist. b) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens \(24\) Samen keimen. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Welche Parameter hat das Binomialmodell? - Für den wahrscheinlichsten Wert kannst du \((n+1)p\) relativ zu den ganzen Zahlen untersuchen. - Bei „mindestens“ kann das Gegenereignis mit einer kumulierten Wahrscheinlichkeit verwendet werden.

Lösung

1. Für die Anzahl \(X\) der keimenden Samen gilt \(X\sim B(30;0{,}85)\). 2. Für den Modus gilt \((n+1)p-1\le k\le(n+1)p\). Hier ist \(31\cdot0{,}85=26{,}35\), also ist \(k=26\) der einzige ganzzahlige Modus. 3. Mit der kumulierten Binomialfunktion eines Taschenrechners erhält man \(P(X\ge24)=1-P(X\le23)\approx0{,}8474\).

Antwort

a) \(26\) keimende Samen b) \(P(X\ge24)\approx0{,}8474\)
42713612
Für ein Modell werden \(120\) Blumensamen betrachtet. Jeder Samen keimt unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}92\). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der keimenden Samen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau \(110\) Samen keimen. Runde auf vier Nachkommastellen. b) Bestimme die Anzahl der keimenden Samen, für die \(P(X=k)\) maximal ist.

Denkanstöße

- Welche Parameter besitzt die binomialverteilte Keimzahl? - Teil a verlangt eine einzelne Punktwahrscheinlichkeit. - Für den Modus liegt der wahrscheinlichste Wert nahe beim Erwartungswert, aber du musst die genaue Binomialregel beachten.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(120;0{,}92)\). 2. Für \(k=110\) ist \(P(X=110)=\binom{120}{110}0{,}92^{110}0{,}08^{10}\approx0{,}1295\). 3. Für den Modus betrachtet man \((n+1)p=121\cdot0{,}92=111{,}32\). Da dieser Wert nicht ganzzahlig ist, liegt der eindeutige Modus bei \(k=\lfloor111{,}32\rfloor=111\).

Antwort

a) \(P(X=110)\approx0{,}1295\) b) Die wahrscheinlichste Anzahl keimender Samen ist \(111\).
42714112
Die Zufallsgröße \(X\) ist nach \(B(100; p)\) verteilt. Bestimme alle Werte der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p\) mit \(0 < p < 1\), für die die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 45)\) kleiner ist als die Wahrscheinlichkeit \(P(X = 55)\).

Denkanstöße

- Stelle zuerst die Formeln für die beiden Wahrscheinlichkeiten auf. - Gibt es eine Beziehung zwischen den beiden Binomialkoeffizienten? - Überlege, durch welche gemeinsamen Faktoren du die Ungleichung teilen kannst. - Denk daran, dass die Basis eines Potenzausdrucks hier immer positiv ist.

Lösung

1. Aufstellen der Ungleichung mit der Formel von Bernoulli: \(\binom{100}{45} \cdot p^{45} \cdot (1-p)^{55} < \binom{100}{55} \cdot p^{55} \cdot (1-p)^{45}\). 2. Nutzen der Symmetrie der Binomialkoeffizienten: Da \(\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}\) gilt, ist \(\binom{100}{45} = \binom{100}{55}\). 3. Vereinfachen der Ungleichung durch Division: Da \(p \in ]0; 1[\), sind alle Faktoren positiv. Division durch \(\binom{100}{45} \cdot p^{45} \cdot (1-p)^{45}\) ergibt \((1-p)^{10} < p^{10}\). 4. Da beide Basen im Intervall \(]0; 1[\) liegen, folgt durch Ziehen der 10. Wurzel: \(1-p < p\). 5. Auflösen nach \(p\): \(1 < 2p \iff p > 0{,}5\).

Antwort

\(0{,}5 < p < 1\) (bzw. \(p \in ]0{,}5; 1[\))
42714212
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(Y\) mit den Parametern \(n = 3\) und \(p \in ]0; 1[\). Ermittle alle Werte für \(p\), für die die Wahrscheinlichkeit für null Erfolge mindestens so groß ist wie die Wahrscheinlichkeit für genau einen Erfolg.

Denkanstöße

- Übersetze den Text „mindestens so groß wie“ in ein mathematisches Vergleichszeichen. - Setze die gegebenen Werte für \(n\) und \(k\) in die Bernoulli-Formel ein. - Vereinfache die Ungleichung, indem du Potenzen von \((1-p)\) kürzt. - Achte am Ende darauf, dass die Lösung im vorgegebenen Bereich für \(p\) liegen muss.

Lösung

1. Aufstellen der Bedingung: \(P(Y = 0) \ge P(Y = 1)\). 2. Einsetzen in die Formel der Binomialverteilung: \(\binom{3}{0} \cdot p^{0} \cdot (1-p)^{3} \ge \binom{3}{1} \cdot p^{1} \cdot (1-p)^{2}\). 3. Berechnen der Terme: \(1 \cdot 1 \cdot (1-p)^{3} \ge 3 \cdot p \cdot (1-p)^{2}\). 4. Vereinfachen: Da \(p < 1\), ist \((1-p) > 0\). Division durch \((1-p)^2\) liefert \(1-p \ge 3p\). 5. Zusammenfassen und nach \(p\) auflösen: \(1 \ge 4p \iff p \le 0{,}25\). 6. Unter Berücksichtigung des Definitionsbereichs \(p \in ]0; 1[\) ergibt sich das Intervall \(]0; 0{,}25]\).

Antwort

\(0 < p \le 0{,}25\) (bzw. \(p \in ]0; 0{,}25]\))
42721312
Ein Gärtner pflanzt \(12\) Samen einer seltenen Blume in eine Schale. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Samen keimt, beträgt \(85\,\%\). Gehe davon aus, dass die Keimvorgänge der einzelnen Samen voneinander unabhängig sind. Berechne die Wahrscheinlichkeit für die folgenden Ereignisse. Gib die Ergebnisse als Prozentwerte auf zwei Nachkommastellen an. (1) Es keimen genau \(9\) der \(12\) Samen. (2) Es keimen mindestens \(11\) der \(12\) Samen. (3) Nur die ersten drei gepflanzten Samen keimen nicht, während alle anderen erfolgreich keimen.

Denkanstöße

- Überlege dir, ob die Reihenfolge der Ergebnisse eine Rolle spielt oder ob nur die Gesamtzahl der Erfolge zählt. - Wie kannst du „mindestens“ in einzelne Fälle zerlegen oder über das Gegenereignis nachdenken? - Was ist der Unterschied zwischen der Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl an Erfolgen und einer ganz spezifischen Abfolge von Ergebnissen?

Lösung

1. Das Experiment kann als Bernoulli-Kette mit \(n=12\), \(p=0{,}85\) und \(q=0{,}15\) modelliert werden. 2. Für genau neun Erfolge gilt \(P(X=9)=\binom{12}{9}0{,}85^9 0{,}15^3\approx0{,}1720\). 3. Für mindestens elf Erfolge gilt \(P(X\ge11)=\binom{12}{11}0{,}85^{11}0{,}15+0{,}85^{12}\approx0{,}4435\). 4. Für die festgelegte Reihenfolge in (3) wird kein Binomialkoeffizient benötigt: \(P(E)=0{,}15^3 0{,}85^9\approx0{,}0007817\).

Antwort

(1) \(17{,}20\,\%\) (2) \(44{,}35\,\%\) (3) \(0{,}08\,\%\)
42721412
In einem Produktionsmodell ist jede LED unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}04\) defekt. Es werden \(15\) LEDs betrachtet. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass (1) genau eine LED defekt ist, (2) mehr als zwei LEDs defekt sind, (3) ausschließlich die letzte der \(15\) LEDs defekt ist. Runde die Wahrscheinlichkeiten auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Unterscheide eine Trefferanzahl von einem Ereignis mit festgelegter Position. - Für „mehr als zwei“ ist ein Gegenereignis mit wenigen Summanden effizient. - Bei Teil (3) gibt es keinen Binomialkoeffizienten, weil die Defektposition feststeht.

Lösung

1. Für die Defektzahl \(X\sim B(15;0{,}04)\) gilt \(P(X=1)=\binom{15}{1}0{,}04\cdot0{,}96^{14}\approx0{,}3388\). 2. Für mehr als zwei Defekte gilt \(P(X>2)=1-[P(X=0)+P(X=1)+P(X=2)]\). 3. Damit ist \(P(X>2)=1-[0{,}96^{15}+15\cdot0{,}04\cdot0{,}96^{14}+\binom{15}{2}0{,}04^2 0{,}96^{13}]\approx0{,}0203\). 4. Teil (3) beschreibt einen festen Pfad mit \(14\) intakten LEDs und einem Defekt an der letzten Position. Daher ist \(P=0{,}96^{14}\cdot0{,}04\approx0{,}0226\).

Antwort

(1) \(0{,}3388\) (2) \(0{,}0203\) (3) \(0{,}0226\)
42721912
Ein fairer Münzwurf wird 8-mal hintereinander durchgeführt. Dabei steht \(Z\) für „Zahl“ und \(K\) für „Kopf“. Wir betrachten zwei mögliche Ergebnisfolgen: Folge 1: \((Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z)\) Folge 2: \((K, Z, Z, K, Z, K, K, Z)\) a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten von Folge 1 und Folge 2. b) Viele Menschen vermuten intuitiv, dass Folge 2 wahrscheinlicher ist als Folge 1, da sie „gemischter“ erscheint. Erläutere unter Verwendung der Definition einer Bernoulli-Kette, warum diese Intuition mathematisch falsch ist. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit für die Zufallsgröße \(X\), die die Anzahl der Würfe mit „Zahl“ angibt, und das Ereignis, dass bei 8 Würfen insgesamt genau 4-mal „Zahl“ fällt. Erkläre damit, warum das Gesamtergebnis „4-mal Zahl“ dennoch viel wahrscheinlicher ist als das Ergebnis „8-mal Zahl“.

Denkanstöße

- Überlege, wie man die Wahrscheinlichkeit für eine ganz bestimmte Kette von Ergebnissen berechnet. - Spielt die Reihenfolge bei der Wahrscheinlichkeit für ein *einzelnes* Ergebnis (eine feste Sequenz) eine Rolle? - Wie viele verschiedene Möglichkeiten gibt es, bei 8 Würfen genau 4-mal Zahl zu erhalten? - Unterscheide zwischen einem „Ergebnis“ (eine feste Folge) und einem „Ereignis“ (eine Menge von Folgen).

Lösung

1. Da es sich um einen fairen Münzwurf handelt, ist die Trefferwahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) und die Gegenwahrscheinlichkeit \(q = 1 - p = 0{,}5\). 2. Die Wahrscheinlichkeit einer spezifischen Ergebnisfolge der Länge \(n=8\) berechnet sich in einer Bernoulli-Kette durch \(P(\omega) = p^k \cdot q^{n-k}\). Da \(p = q = 0{,}5\), gilt für jede Folge \(P(\omega) = 0{,}5^8 = \frac{1}{256} \approx 0{,}0039\). Somit haben Folge 1 und Folge 2 dieselbe Wahrscheinlichkeit. 3. Die Intuition ist falsch, da bei einer Bernoulli-Kette die Unabhängigkeit der Einzelversuche gilt. Jede exakt definierte Abfolge von Kopf und Zahl ist bei \(p=0{,}5\) exakt gleich wahrscheinlich, unabhängig davon, wie „geordnet“ sie erscheint. 4. Die Wahrscheinlichkeit für genau 4-mal Zahl berechnet sich mit der Binomialverteilung: \(P(X=4) = \binom{8}{4} \cdot 0{,}5^4 \cdot 0{,}5^4 = 70 \cdot \frac{1}{256} = \frac{70}{256} \approx 0{,}2734\). 5. Das Ereignis „genau 4-mal Zahl“ ist wahrscheinlicher, weil es aus 70 verschiedenen Einzelergebnissen (Sequenzen) besteht, während das Ereignis „8-mal Zahl“ nur aus der einen Sequenz \((Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z, Z)\) besteht.

Antwort

a) \(P(\text{Folge 1}) = P(\text{Folge 2}) = 0{,}5^8 = \frac{1}{256} \approx 0{,}0039\). b) In einer Bernoulli-Kette mit \(p=0{,}5\) ist jede spezifische Sequenz gleich wahrscheinlich, da die Einzelwahrscheinlichkeiten für \(Z\) und \(K\) identisch sind. Die Intuition verwechselt oft die Wahrscheinlichkeit einer einzelnen Sequenz mit der Wahrscheinlichkeit einer Ergebnisklasse (z. B. „Hälfte/Hälfte“). c) \(P(X=4) = \binom{8}{4} \cdot 0{,}5^8 = \frac{70}{256} \approx 0{,}2734\). Dieses Ereignis ist wahrscheinlicher, da es 70 gleich wahrscheinliche Pfade im Baumdiagramm umfasst, während „8-mal Zahl“ nur einem Pfad entspricht.
42722012
Ein Basketballspieler führt \(4\) Freiwürfe aus. Wir modellieren die Würfe als unabhängig und nehmen für jeden Wurf dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}80\) an. Es bezeichne T einen Treffer und N einen Fehlwurf. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten der Sequenzen \(S_1=(T,T,T,T)\) und \(S_2=(T,N,T,T)\). b) Beurteile die Aussage: „In einer Bernoulli-Kette ist jede Sequenz mit der gleichen Anzahl an Treffern gleich wahrscheinlich, unabhängig von der Position der Treffer.“ Begründe rechnerisch an einem Beispiel mit drei Treffern. c) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Spieler insgesamt genau drei Treffer erzielt.

Denkanstöße

- Wie berechnet sich die Wahrscheinlichkeit einer fest vorgegebenen Pfadfolge? - Ändert sich ein Produkt, wenn nur die Reihenfolge seiner Faktoren vertauscht wird? - Wie viele Positionen kann der einzige Fehlwurf bei genau drei Treffern einnehmen?

Lösung

1. Es gilt \(P(S_1)=0{,}8^4=0{,}4096\) und \(P(S_2)=0{,}8^3 0{,}2=0{,}1024\). 2. Jede konkrete Sequenz mit drei Treffern und einem Fehlwurf besitzt das Produkt \(0{,}8^3 0{,}2\), unabhängig von der Reihenfolge der Faktoren. Zum Beispiel sind \(P(N,T,T,T)=P(T,N,T,T)=0{,}1024\). 3. Die Aussage in b) ist daher richtig. 4. Es gibt \(\binom{4}{3}=4\) Sequenzen mit genau drei Treffern. Somit ist \(P(X=3)=4\cdot0{,}8^3 0{,}2=0{,}4096\).

Antwort

a) \(P(S_1)=0{,}4096\) und \(P(S_2)=0{,}1024\). b) Die Aussage ist richtig; jede konkrete Sequenz mit drei Treffern hat die Wahrscheinlichkeit \(0{,}8^3 0{,}2=0{,}1024\). c) \(P(X=3)=0{,}4096\).
42874112
Bei einem Glücksrad beträgt die Gewinnwahrscheinlichkeit bei jeder Drehung \(p=0{,}25\). Das Rad wird \(10\)-mal unabhängig voneinander gedreht. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man genau \(3\)-mal oder genau \(4\)-mal gewinnt. Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche beiden Trefferzahlen gehören zum gefragten Ereignis? - Berechne die beiden Punktwahrscheinlichkeiten getrennt. - Überlege, warum die beiden Ereignisse addiert werden dürfen.

Lösung

1. Für die Gewinnzahl \(X\) gilt \(X\sim B(10;0{,}25)\). 2. Für genau drei Gewinne ist \(P(X=3)=\binom{10}{3}0{,}25^3 0{,}75^7\approx0{,}2503\). 3. Für genau vier Gewinne ist \(P(X=4)=\binom{10}{4}0{,}25^4 0{,}75^6\approx0{,}1460\). 4. Die Ereignisse sind disjunkt. Deshalb ist \(P(X=3\text{ oder }X=4)=P(X=3)+P(X=4)\approx0{,}3963\).

Antwort

\(P(X=3\text{ oder }X=4)\approx0{,}3963\)
42876312
In einem Produktionsmodell ist jedes Fahrzeug unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}08\) von einem kleinen Lackfehler betroffen. Es werden \(30\) Fahrzeuge betrachtet. Bei welcher Anzahl an Fahrzeugen mit Lackfehler ist die Wahrscheinlichkeit am größten?

Denkanstöße

- Welche Parameter besitzt die binomialverteilte Defektzahl? - Der Modus liegt nahe beim Erwartungswert, aber die genaue Lage hängt von \((n+1)p\) ab. - Prüfe, ob dieser Wert ganzzahlig ist.

Lösung

1. Für die Defektzahl gilt \(X\sim B(30;0{,}08)\). 2. Zur Bestimmung des Modus berechnet man \((n+1)p=31\cdot0{,}08=2{,}48\). 3. Da dieser Wert nicht ganzzahlig ist, ist der eindeutige Modus \(k=\lfloor2{,}48\rfloor=2\). 4. Zur Kontrolle gilt \(P(X=2)\approx0{,}2696\) und \(P(X=3)\approx0{,}2188\).

Antwort

Die größte Wahrscheinlichkeit liegt bei \(2\) Fahrzeugen mit Lackfehler.
43087512
Ein Basketballspieler führt \(5\) Freiwürfe aus. Wir modellieren die Würfe als unabhängig und nehmen für jeden Wurf dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}70\) an. Berechne die Wahrscheinlichkeit für folgende Ereignisse: 1. Er erzielt genau \(3\) Treffer. 2. Er erzielt mindestens \(4\) Treffer.

Denkanstöße

- Welche Parameter besitzt die Trefferzahl in den fünf Würfen? - Teil 1 ist eine Punktwahrscheinlichkeit. - Welche beiden Trefferzahlen gehören zu „mindestens vier“?

Lösung

1. Für \(X\sim B(5;0{,}70)\) gilt \(P(X=3)=\binom{5}{3}0{,}7^3 0{,}3^2=0{,}3087\). 2. Für mindestens vier Treffer gilt \(P(X\ge4)=P(X=4)+P(X=5)\). 3. Es ist \(P(X=4)=\binom{5}{4}0{,}7^4 0{,}3=0{,}36015\) und \(P(X=5)=0{,}7^5=0{,}16807\). 4. Damit ist \(P(X\ge4)=0{,}52822\).

Antwort

1. \(P(X=3)=0{,}3087\). 2. \(P(X\ge4)=0{,}52822\).
43089012
Ein Basketballspieler führt \(10\) Freiwürfe aus. Wir modellieren die Würfe als unabhängig und nehmen für jeden Wurf dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}70\) an. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass er genau \(7\) Treffer erzielt. Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Parameter besitzt die Trefferzahl? - Gesucht ist eine einzelne Punktwahrscheinlichkeit. - Der Binomialkoeffizient zählt die möglichen Positionen der sieben Treffer.

Lösung

1. Für die Trefferzahl gilt \(X\sim B(10;0{,}70)\). 2. Gesucht ist \(P(X=7)=\binom{10}{7}0{,}7^7 0{,}3^3\). 3. Mit \(\binom{10}{7}=120\) ergibt sich \(P(X=7)\approx0{,}2668\).

Antwort

\(P(X=7)\approx0{,}2668\)
43089712
An einem Leichtathletikwettbewerb nehmen \(10\) gleich starke Läufer teil. Ein Zuschauer tippt auf die Läufer, die den 1. und 2. Platz belegen werden, wobei die Reihenfolge berücksichtigt wird. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit \(p\), dass ein zufällig abgegebener Tipp vollständig korrekt ist. b) \(60\) Personen geben unabhängig voneinander einen solchen Tipp ab. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau einer dieser Tipps richtig ist. Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Überlege zuerst, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, zwei Personen auf zwei Plätze zu verteilen. - Wenn viele Personen unabhängig voneinander dasselbe Experiment mit zwei Ausgängen durchführen, eignet sich die Binomialverteilung. - Welche Werte für \(n\), \(p\) und \(k\) musst du in die Bernoulli-Formel einsetzen?

Lösung

1. Für die ersten beiden Plätze gibt es \(10\cdot9=90\) geordnete Möglichkeiten. 2. Daher ist die Wahrscheinlichkeit für einen richtigen Tipp \(p=\frac{1}{90}\). 3. Für die Zahl \(X\) richtiger Tipps unter den \(60\) unabhängigen Tipps gilt \(X\sim B(60;\frac{1}{90})\). 4. Somit ist \(P(X=1)=\binom{60}{1}\frac{1}{90}\left(\frac{89}{90}\right)^{59}\approx0{,}3448\).

Antwort

a) \(p=\frac{1}{90}\) b) \(P(X=1)\approx0{,}3448\)
43089812
In einem Produktionsmodell ist jedes elektronische Bauteil unabhängig von den anderen mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}05\) defekt. Es werden \(20\) Bauteile betrachtet. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der defekten Bauteile. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau \(2\) Bauteile defekt sind. Runde auf vier Nachkommastellen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens ein Bauteil defekt ist. Runde auf vier Nachkommastellen. c) Berechne \(\binom{20}{2}\) und erläutere seine Bedeutung in diesem Zusammenhang.

Denkanstöße

- Welche Parameter besitzt die binomialverteilte Defektzahl? - „Höchstens eins“ umfasst zwei mögliche Trefferzahlen. - Welche Auswahl zählt \(\binom{20}{2}\) im Kontext der Prüfpositionen?

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(20;0{,}05)\). 2. Für genau zwei Defekte ist \(P(X=2)=\binom{20}{2}0{,}05^2 0{,}95^{18}\approx0{,}1887\). 3. Für höchstens einen Defekt gilt \(P(X\le1)=0{,}95^{20}+20\cdot0{,}05\cdot0{,}95^{19}\approx0{,}7358\). 4. Es ist \(\binom{20}{2}=190\). Der Binomialkoeffizient zählt die möglichen Positionspaare der beiden defekten Bauteile in einer Folge von \(20\) Prüfungen.

Antwort

a) \(P(X=2)\approx0{,}1887\) b) \(P(X\le1)\approx0{,}7358\) c) \(\binom{20}{2}=190\); es gibt \(190\) mögliche Positionspaare für genau zwei Defekte.
43090012
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(10\) Fragen. Zu jeder Frage gibt es \(4\) Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils genau eine richtig ist. Jemand wählt bei jeder Frage unabhängig von den anderen Fragen rein zufällig eine Antwort aus. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau \(3\) Antworten richtig sind. Runde auf vier Nachkommastellen. b) Wie viele verschiedene Möglichkeiten für die Positionen der richtigen Antworten gibt es, wenn insgesamt genau \(2\) Antworten richtig sind? Bestimme diesen Wert mithilfe des Binomialkoeffizienten. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eine Antwort richtig ist. Runde auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche Bedingungen machen die zehn Fragen zu einer Bernoulli-Kette? - Was zählt der Binomialkoeffizient, wenn nur die Positionen der Treffer ausgewählt werden? - Welches Gegenereignis gehört zu „mindestens eine Antwort richtig“?

Lösung

1. Für die Anzahl \(X\) der richtigen Antworten gilt \(X\sim B(10;0{,}25)\). 2. Für Teil a) ist \(P(X=3)=\binom{10}{3}0{,}25^3 0{,}75^7\approx0{,}2503\). 3. Für genau zwei richtige Antworten können zwei der zehn Positionen gewählt werden. Daher gibt es \(\binom{10}{2}=45\) Möglichkeiten. 4. Mit dem Gegenereignis gilt \(P(X\ge1)=1-P(X=0)=1-0{,}75^{10}\approx0{,}9437\).

Antwort

a) \(P(X=3)\approx0{,}2503\) b) \(45\) Möglichkeiten c) \(P(X\ge1)\approx0{,}9437\)
43090412
Ein Zufallsexperiment wird durch eine Bernoulli-Kette der Länge \(n = 10\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) beschrieben. Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Treffer an. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeiten \(P(X = 2)\) und \(P(X = 8)\). b) Erläutere unter Verwendung der Formel von Bernoulli und der Eigenschaften des Binomialkoeffizienten, warum diese beiden Wahrscheinlichkeiten den gleichen Wert besitzen.

Denkanstöße

- Setze die gegebenen Werte in die Bernoulli-Formel ein und vergleiche die Terme. - Welche besondere Eigenschaft hat die Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = 0{,}5\) im Vergleich zur Gegenwahrscheinlichkeit \(1-p\)? - Erinnere dich an die Symmetrie-Eigenschaft des Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{k}\).

Lösung

1. Berechnung von \(P(X=2)\): Anwendung der Bernoulli-Formel \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\). Für \(k=2\) ergibt sich \(\binom{10}{2} \cdot 0{,}5^2 \cdot 0{,}5^8 = 45 \cdot 0{,}5^{10} \approx 0{,}0439\). 2. Berechnung von \(P(X=8)\): Für \(k=8\) ergibt sich \(\binom{10}{8} \cdot 0{,}5^8 \cdot 0{,}5^2 = 45 \cdot 0{,}5^{10} \approx 0{,}0439\). 3. Erläuterung der Identität: Der Binomialkoeffizient ist symmetrisch, es gilt \(\binom{10}{2} = \binom{10}{8} = 45\). Da \(p = 1-p = 0{,}5\) ist, sind auch die Faktoren für die Wahrscheinlichkeiten \(p^k \cdot (1-p)^{n-k} = 0{,}5^{10}\) für beide Fälle identisch. Somit müssen die Gesamtwahrscheinlichkeiten gleich sein.

Antwort

a) \(P(X = 2) = P(X = 8) = \frac{45}{1024} \approx 0{,}0439\) b) Die Wahrscheinlichkeiten sind gleich, da \(\binom{10}{2} = \binom{10}{8}\) gilt und wegen \(p = 1-p = 0{,}5\) die Terme \(p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) für \(k=2\) und \(k=8\) beide den Wert \(0{,}5^{10}\) annehmen.
43100312
Ein Multiple-Choice-Test besteht aus \(10\) Fragen. Zu jeder Frage gibt es genau zwei Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils nur eine korrekt ist. Felix hat sich nicht vorbereitet und kreuzt bei jeder Frage rein zufällig eine Antwort an. Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der richtig beantworteten Fragen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Felix genau \(5\) Fragen richtig beantwortet. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Felix mindestens \(8\) Fragen richtig beantwortet. c) Ist es wahrscheinlicher, dass Felix genau \(5\) Fragen richtig beantwortet oder dass er mehr als \(5\) Fragen richtig beantwortet? Begründe deine Entscheidung ohne eine vollständige Berechnung aller Einzelwahrscheinlichkeiten.

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welcher Verteilungstyp hier vorliegt und welche Parameter \(n\) und \(p\) gegeben sind. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für einen exakten Wert bei einer Bernoulli-Kette? - Was bedeutet „mindestens 8“ für die möglichen Werte von \(X\)? - Betrachte für Teil c) die Verteilung um ihren Mittelpunkt und suche nach einer Struktur, die eine vollständige Summation erspart.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(10;0{,}5)\). 2. Für genau fünf richtige Antworten ist \(P(X=5)=\binom{10}{5}0{,}5^{10}=\frac{252}{1024}=\frac{63}{256}\). 3. Für mindestens acht richtige Antworten ist \(P(X\ge8)=[\binom{10}{8}+\binom{10}{9}+\binom{10}{10}]0{,}5^{10}=\frac{56}{1024}=\frac{7}{128}\). 4. Wegen \(p=0{,}5\) ist die Verteilung symmetrisch zu \(5\), also gilt \(P(X<5)=P(X>5)\). 5. Deshalb ist \(P(X>5)=\frac{1-P(X=5)}{2}=\frac{1-\frac{63}{256}}{2}=\frac{193}{512}\). Da \(\frac{193}{512}>\frac{63}{256}\), ist „mehr als fünf“ wahrscheinlicher.

Antwort

a) \(P(X=5)=\frac{63}{256}\) b) \(P(X\ge8)=\frac{7}{128}\) c) „Mehr als \(5\)“ ist wahrscheinlicher, denn \(P(X>5)=\frac{193}{512}>\frac{63}{256}=P(X=5)\).
43100912
Ein Sportschütze führt \(12\) Serien mit jeweils \(5\) Schüssen aus. Wir modellieren alle Schüsse als unabhängig und nehmen für jeden Schuss dieselbe Trefferwahrscheinlichkeit \(p=0{,}80\) an. Eine Serie heißt „besonders erfolgreich“, wenn mindestens \(4\) der \(5\) Schüsse Treffer sind. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für folgende Ereignisse: 1. Eine einzelne Serie ist besonders erfolgreich. 2. Genau \(8\) der \(12\) Serien sind besonders erfolgreich. Runde auf vier Nachkommastellen. 3. Keine der \(12\) Serien ist besonders erfolgreich. Gib das Ergebnis in wissenschaftlicher Schreibweise mit vier signifikanten Stellen an.

Denkanstöße

- Bestimme zunächst die Erfolgswahrscheinlichkeit einer einzelnen Fünfer-Serie. - Verwende dieses Serienereignis anschließend als neuen Bernoulli-Erfolg. - Welche Unabhängigkeitsannahme erlaubt den zweiten Binomialschritt?

Lösung

1. Für eine Serie ist \(p_S=P(X\ge4)=\binom{5}{4}0{,}8^4 0{,}2+0{,}8^5=0{,}73728\). 2. Da die Serien aus disjunkten Gruppen unabhängiger Schüsse bestehen, sind auch die Serienereignisse unabhängig. Für ihre Anzahl \(Y\) gilt \(Y\sim B(12;0{,}73728)\). 3. Daher ist \(P(Y=8)=\binom{12}{8}0{,}73728^8(1-0{,}73728)^4\approx0{,}2059\). 4. Für keine besonders erfolgreiche Serie gilt \(P(Y=0)=(1-0{,}73728)^{12}\approx1{,}081\cdot10^{-7}\).

Antwort

1. \(P(\text{Serie besonders erfolgreich})=0{,}73728\) 2. \(P(Y=8)\approx0{,}2059\) 3. \(P(Y=0)\approx1{,}081\cdot10^{-7}\)
43102312
In einer Urne befinden sich eine rote und zwei weiße Kugeln. Es wird mehrfach mit Zurücklegen gezogen. Das Ziehen der roten Kugel wird als Erfolg gewertet. Betrachte die folgenden Ereignisse: \(E_1\): Genau 1 Erfolg bei 3 Zügen. \(E_2\): Genau 2 Erfolge bei 3 Zügen. \(E_3\): Genau 2 Erfolge bei 6 Zügen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten \(P(E_1)\) und \(P(E_2)\) und zeige, dass \(P(E_1) = 2 \cdot P(E_2)\) gilt. b) Überprüfe rechnerisch, ob \(P(E_1)\) ebenfalls genau doppelt so groß ist wie \(P(E_3)\).

Denkanstöße

- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg bei einem einzelnen Zug? - Welche Formel hilft dir, die Wahrscheinlichkeit für eine exakte Anzahl an Erfolgen in einer Versuchsreihe zu berechnen? - Achte bei Teilaufgabe b darauf, dass sich die Anzahl der Versuche \(n\) ändert. - Vergleiche die Brüche am besten, indem du sie auf einen gemeinsamen Nenner bringst.

Lösung

1. Erfolgswahrscheinlichkeit bestimmen: Da eine von drei Kugeln rot ist, gilt \(p = \frac{1}{3}\) und \(q = \frac{2}{3}\). 2. Berechnung von \(P(E_1)\): Mit der Bernoulli-Formel ergibt sich \(P(E_1) = \binom{3}{1} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^1 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^2 = 3 \cdot \frac{1}{3} \cdot \frac{4}{9} = \frac{4}{9}\). 3. Berechnung von \(P(E_2)\): Es gilt \(P(E_2) = \binom{3}{2} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^1 = 3 \cdot \frac{1}{9} \cdot \frac{2}{3} = \frac{2}{9}\). 4. Vergleich: Da \(\frac{4}{9} = 2 \cdot \frac{2}{9}\), ist \(P(E_1)\) doppelt so groß wie \(P(E_2)\). 5. Berechnung von \(P(E_3)\): Für \(n=6\) und \(k=2\) ergibt sich \(P(E_3) = \binom{6}{2} \cdot \left(\frac{1}{3}\right)^2 \cdot \left(\frac{2}{3}\right)^4 = 15 \cdot \frac{1}{9} \cdot \frac{16}{81} = \frac{5}{3} \cdot \frac{16}{81} = \frac{80}{243}\). 6. Vergleich mit \(P(E_1)\): Es ist \(P(E_1) = \frac{4}{9} = \frac{108}{243}\). Da \(108 \neq 2 \cdot 80 = 160\), ist \(P(E_1)\) nicht doppelt so groß wie \(P(E_3)\). Tatsächlich gilt \(P(E_1) = 1{,}35 \cdot P(E_3)\).

Antwort

a) \(P(E_1) = \frac{4}{9}\) und \(P(E_2) = \frac{2}{9}\). Es gilt \(\frac{4}{9} = 2 \cdot \frac{2}{9}\). b) Nein, \(P(E_1) = \frac{108}{243}\) und \(P(E_3) = \frac{80}{243}\). Somit ist \(P(E_1)\) nicht doppelt so groß wie \(P(E_3)\).
43104112
Für ein Produktionsmodell wird angenommen, dass ein Überraschungsei mit der Wahrscheinlichkeit \(p=\frac{1}{7}\) eine Sonderfigur enthält. Es werden \(20\) Eier zufällig aus einer sehr großen laufenden Produktion entnommen, sodass die Entnahmen näherungsweise als unabhängig mit konstanter Trefferwahrscheinlichkeit modelliert werden können. a) Begründe, warum der Vorgang als Bernoulli-Kette modelliert werden kann. b) Bestimme die Parameter \(n\) und \(p\), wenn \(X\) die Anzahl der Eier mit Sonderfigur beschreibt. c) Gib einen Term für \(P(X=3)\) an und berechne den Wert auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Welche drei Merkmale einer Bernoulli-Kette musst du im Modell erkennen? - Was bedeutet die Sonderfigur für Erfolg und Misserfolg? - Teil c verlangt eine einzelne Binomial-Punktwahrscheinlichkeit.

Lösung

1. Pro Ei gibt es bezüglich des betrachteten Merkmals zwei Ausgänge: Sonderfigur oder keine Sonderfigur. Durch die Modellannahme sind die Versuche näherungsweise unabhängig und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt konstant. 2. Es gilt \(n=20\) und \(p=\frac{1}{7}\). 3. Für genau drei Sonderfiguren gilt \(P(X=3)=\binom{20}{3}\left(\frac{1}{7}\right)^3\left(\frac{6}{7}\right)^{17}\approx0{,}2418\).

Antwort

a) Zwei Ausgänge, näherungsweise unabhängige Versuche und konstante Trefferwahrscheinlichkeit. b) \(n=20\) und \(p=\frac{1}{7}\). c) \(P(X=3)=\binom{20}{3}\left(\frac{1}{7}\right)^3\left(\frac{6}{7}\right)^{17}\approx0{,}2418\).
43105412
In einem mathematischen Modell wirkt eine Behandlung bei jeder von \(15\) Personen unabhängig mit der Wahrscheinlichkeit \(p=0{,}70\). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Anzahl der Personen, bei denen die Behandlung wirkt. a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Gegenwahrscheinlichkeit \(q=1-p\). b) Wenn \(\mu\) nicht ganzzahlig ist, liegt der wahrscheinlichste Wert \(k\) im Intervall \([\mu-q;\mu+p]\). Bestimme dieses Intervall und die darin liegende ganze Zahl. c) Überprüfe durch Berechnung von \(P(X=k)\) sowie \(P(X=k-1)\) und \(P(X=k+1)\), dass \(k\) tatsächlich der wahrscheinlichste Wert ist. Runde die drei Wahrscheinlichkeiten auf vier Nachkommastellen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Erwartungswert und Gegenwahrscheinlichkeit. - Welche ganze Zahl liegt in dem vorgegebenen Intervall? - Vergleiche anschließend nur den Kandidaten mit seinen direkten Nachbarn.

Lösung

1. Es gilt \(\mu=np=15\cdot0{,}70=10{,}5\) und \(q=0{,}30\). 2. Das Intervall ist \([10{,}5-0{,}3;10{,}5+0{,}7]=[10{,}2;11{,}2]\). Die einzige ganze Zahl darin ist \(k=11\). 3. Es gilt \(P(X=10)\approx0{,}2061\), \(P(X=11)\approx0{,}2186\) und \(P(X=12)\approx0{,}1700\). 4. Damit ist \(P(X=11)\) unter den drei verglichenen Werten am größten; \(11\) ist der Modus.

Antwort

a) \(\mu=10{,}5\) und \(q=0{,}3\) b) \([10{,}2;11{,}2]\); darin liegt \(k=11\). c) \(P(X=10)\approx0{,}2061\), \(P(X=11)\approx0{,}2186\), \(P(X=12)\approx0{,}1700\); somit ist \(11\) am wahrscheinlichsten.
43109112
An einem Losstand auf einem Jahrmarkt gewinnt im Durchschnitt jedes \(200.\) Los einen Hauptpreis. Ein Besucher kauft nacheinander \(200\) Lose. Dabei wird für jedes Los dieselbe Gewinnwahrscheinlichkeit angenommen; die Losergebnisse gelten als voneinander unabhängig. Das Ziehen der Lose kann als Bernoulli-Kette modelliert werden. Runde alle berechneten Wahrscheinlichkeiten auf vier Nachkommastellen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher keinen einzigen Hauptpreis gewinnt. Vergleiche diesen Wert mit der Näherung \(\frac{1}{e}\approx0{,}3679\). b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher genau einen Hauptpreis gewinnt. c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher mindestens zwei Hauptpreise erhält?

Denkanstöße

- Welche Werte haben \(n\) und \(p\) in diesem Binomialmodell? - Für keinen oder genau einen Hauptpreis brauchst du jeweils eine Punktwahrscheinlichkeit. - Für „mindestens zwei“ ist das Gegenereignis aus null und einem Hauptpreis besonders kurz. - Runde erst das Endergebnis, nicht die Zwischenergebnisse.

Lösung

1. Es gilt \(X\sim B(200;0{,}005)\). 2. Für keinen Hauptpreis ist \(P(X=0)=0{,}995^{200}\approx0{,}3670\). Die Abweichung von \(\frac{1}{e}\approx0{,}3679\) beträgt gerundet \(0{,}0009\). 3. Für genau einen Hauptpreis ist \(P(X=1)=\binom{200}{1}0{,}005\cdot0{,}995^{199}=0{,}995^{199}\approx0{,}3688\). 4. Für mindestens zwei Hauptpreise wird mit den ungerundeten Werten gerechnet: \(P(X\ge2)=1-P(X=0)-P(X=1)\approx0{,}2642\).

Antwort

a) \(P(X=0)\approx0{,}3670\); die Abweichung zu \(\frac{1}{e}\) beträgt etwa \(0{,}0009\). b) \(P(X=1)\approx0{,}3688\) c) \(P(X\ge2)\approx0{,}2642\)
43109312
Ein Biologe untersucht die Verteilung von Pollenkörnern auf einem Objektträger, der in ein Gitter mit \(100\) gleich großen quadratischen Feldern unterteilt ist. Insgesamt befinden sich \(120\) Pollenkörner auf dem Träger. Es wird angenommen, dass sich die Pollenkörner rein zufällig und unabhängig voneinander über die Felder verteilen. Berechne für ein beliebig gewähltes Feld die Wahrscheinlichkeit, dass es a) kein Pollenkorn enthält, b) genau ein Pollenkorn enthält, c) genau zwei Pollenkörner enthält. Gib die Wahrscheinlichkeiten als Prozentwerte auf zwei Nachkommastellen an. Bestimme zudem auf eine Nachkommastelle, wie viele der \(100\) Felder man theoretisch mit jeweils genau einem Pollenkorn erwarten würde.

Denkanstöße

- Betrachte zunächst nur ein fest ausgewähltes Feld. - Mit welcher Wahrscheinlichkeit landet ein einzelnes Pollenkorn in diesem Feld? - Für a) bis c) brauchst du drei Punktwahrscheinlichkeiten derselben Binomialverteilung. - Für die erwartete Zahl geeigneter Felder multiplizierst du den Anteil mit der Zahl der Felder.

Lösung

1. Für ein festes Feld fällt jedes der \(120\) Pollenkörner mit Wahrscheinlichkeit \(p=\frac{1}{100}=0{,}01\) in dieses Feld. Daher gilt für die Zahl \(X\) der Pollenkörner im Feld \(X\sim B(120;0{,}01)\). 2. \(P(X=0)=0{,}99^{120}\approx0{,}2994\). 3. \(P(X=1)=\binom{120}{1}0{,}01\cdot0{,}99^{119}\approx0{,}3629\). 4. \(P(X=2)=\binom{120}{2}0{,}01^2 0{,}99^{118}\approx0{,}2181\). 5. Für die erwartete Anzahl der Felder mit genau einem Pollenkorn wird mit der ungerundeten Wahrscheinlichkeit gerechnet: \(100\cdot P(X=1)\approx36{,}2885\), also etwa \(36{,}3\) Felder.

Antwort

a) \(29{,}94\,\%\) b) \(36{,}29\,\%\) c) \(21{,}81\,\%\) Erwartet werden etwa \(36{,}3\) Felder mit genau einem Pollenkorn.
43119512
In einem Behälter befinden sich \(25\) verschiedene, nummerierte Kugeln. Es wird nacheinander \(25\)-mal eine Kugel zufällig gezogen und jedes Mal wieder zurückgelegt. Wir betrachten das Ereignis, dass eine ganz bestimmte Kugel, zum Beispiel die Kugel mit der Nummer \(7\), gezogen wird. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass diese Kugel kein einziges Mal, genau einmal bzw. genau zweimal gezogen wird. Runde jeweils auf vier Nachkommastellen. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Kugel öfter als zweimal gezogen wird. Runde auf vier Nachkommastellen. c) Gib den Erwartungswert für die Anzahl der Ziehungen dieser speziellen Kugel an.

Denkanstöße

- Welche Erfolgswahrscheinlichkeit hat die festgelegte Kugel bei einer Ziehung? - Für a) brauchst du drei einzelne Punktwahrscheinlichkeiten. - Welches Gegenereignis ist zu „öfter als zweimal“ besonders kurz? - Runde erst die Endergebnisse.

Lösung

1. Für die Zahl \(X\) der Ziehungen der festgelegten Kugel gilt \(X\sim B(25;0{,}04)\). 2. Es ist \(P(X=0)=0{,}96^{25}\approx0{,}3604\), \(P(X=1)=25\cdot0{,}04\cdot0{,}96^{24}\approx0{,}3754\) und \(P(X=2)=\binom{25}{2}0{,}04^2 0{,}96^{23}\approx0{,}1877\). 3. Für öfter als zweimal gilt mit den ungerundeten Werten \(P(X>2)=1-[P(X=0)+P(X=1)+P(X=2)]\approx0{,}0765\). 4. Der Erwartungswert ist \(E(X)=np=25\cdot0{,}04=1\).

Antwort

a) \(P(X=0)\approx0{,}3604\), \(P(X=1)\approx0{,}3754\), \(P(X=2)\approx0{,}1877\) b) \(P(X>2)\approx0{,}0765\) c) \(E(X)=1\)
43607312
Das abgebildete Glücksrad mit \(8\) gleich großen Sektoren ist zusätzlich mit Ge (gelb) und Li (lila) beschriftet. Es wird dreimal unabhängig voneinander gedreht. Es soll die Wahrscheinlichkeit dafür berechnet werden, dass genau zweimal die Farbe „Gelb“ erscheint. Entscheide, welche der folgenden Terme dafür geeignet sind, und begründe deine Wahl. (1) \(\left(\frac{3}{8}\right)^2\cdot\frac{5}{8}\) (2) \(3\cdot\frac{3}{8}\cdot\left(\frac{5}{8}\right)^2\) (3) \(\frac{3}{8}\cdot\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{8}+\frac{3}{8}\cdot\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{8}+\frac{5}{8}\cdot\frac{3}{8}\cdot\frac{3}{8}\) (4) \(3\cdot\left(\frac{3}{8}\right)^2\cdot\frac{5}{8}\)
Abbildung zur Aufgabe 436073

Denkanstöße

- Lies aus dem Bild die Wahrscheinlichkeiten für Gelb und nicht Gelb ab. - Liste die möglichen Positionen des einen Nicht-Gelb-Ergebnisses auf. - Vergleiche eine einzelne Pfadwahrscheinlichkeit mit der Summe aller günstigen Pfade.

Lösung

1. Aus dem Bild liest man \(P(\text{Gelb})=\frac{3}{8}\) und \(P(\text{nicht Gelb})=\frac{5}{8}\) ab. 2. Genau zweimal Gelb umfasst die drei Folgen Gelb–Gelb–nicht Gelb, Gelb–nicht Gelb–Gelb und nicht Gelb–Gelb–Gelb. 3. Wegen der Unabhängigkeit hat jede dieser Folgen die Wahrscheinlichkeit \(\left(\frac{3}{8}\right)^2\frac{5}{8}\). 4. Term (3) addiert die drei Pfadwahrscheinlichkeiten; Term (4) fasst dieselbe Summe als das Dreifache einer Pfadwahrscheinlichkeit zusammen. 5. Term (1) enthält nur einen Pfad. Term (2) beschreibt stattdessen genau einmal Gelb.

Antwort

Die Terme (3) und (4) sind korrekt.
55226512
Die beiden Diagramme zeigen Binomialverteilungen mit \(n=10\). Eines gehört zu \(p=0{,}3\), das andere zu \(p=0{,}7\). a) Ordne die beiden Werte von \(p\) den Diagrammen I und II zu, ohne alle Punktwahrscheinlichkeiten zu berechnen. b) Gib für jedes Diagramm den wahrscheinlichsten Wert von \(X\) an. c) Erkläre die Spiegelbeziehung zwischen den beiden Verteilungen.
Abbildung zur Aufgabe 552265

Denkanstöße

- Wo liegt der Schwerpunkt jeder Verteilung ungefähr? - Wie hängt der Erwartungswert einer Binomialverteilung mit \(n\) und \(p\) zusammen? - Was passiert mit der Trefferzahl, wenn Treffer und Nichttreffer vertauscht werden?

Lösung

1. Bei \(p=0{,}3\) liegt der Erwartungswert bei \(np=3\), bei \(p=0{,}7\) bei \(7\). Daher gehört Diagramm I zu \(p=0{,}3\) und Diagramm II zu \(p=0{,}7\). 2. Die höchsten Säulen liegen entsprechend bei \(k=3\) bzw. \(k=7\). 3. Vertauscht man Treffer und Nichttreffer, wird aus \(p\) die Wahrscheinlichkeit \(1-p\) und aus der Trefferzahl \(k\) die Zahl \(10-k\). 4. Deshalb gilt hier \(P_{0{,}3}(X=k)=P_{0{,}7}(X=10-k)\); die Diagramme sind Spiegelbilder an \(k=5\).

Antwort

a) Diagramm I: \(p=0{,}3\); Diagramm II: \(p=0{,}7\) b) Diagramm I: \(k=3\); Diagramm II: \(k=7\) c) \(P_{0{,}3}(X=k)=P_{0{,}7}(X=10-k)\)
42574912
An einem Glücksrad mit fünf gleich großen Sektoren, die mit den Ziffern \(1,2,3,4,5\) beschriftet sind, wird dreimal gedreht. Die Ergebnisse seien \(x_1,x_2,x_3\). Es werden die Teilsummen \(S_1=x_1\), \(S_2=x_1+x_2\) und \(S_3=x_1+x_2+x_3\) gebildet. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine der drei Teilsummen durch \(5\) teilbar ist. b) Das Spiel wird insgesamt zehnmal durchgeführt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in genau fünf Spielen keine der Teilsummen durch \(5\) teilbar ist. Runde auf vier Dezimalstellen.

Denkanstöße

- Wie viele der fünf möglichen nächsten Ziffern machen eine gegebene Teilsumme zu einem Vielfachen von \(5\)? - Bleibt diese Anzahl bei jeder Stufe gleich? - Im zweiten Teil wird die Gewinnwahrscheinlichkeit eines ganzen Spiels zur Trefferwahrscheinlichkeit einer neuen Bernoulli-Kette.

Lösung

1. Für \(S_1\) sind vier der fünf Ergebnisse zulässig. Ist eine bisherige Teilsumme nicht durch \(5\) teilbar, gibt es bei der nächsten Drehung genau einen von fünf Werten, der die neue Teilsumme durch \(5\) teilbar macht. 2. Daher ist die Gewinnwahrscheinlichkeit eines Spiels \(p=\left(\frac45\right)^3=\frac{64}{125}=0{,}512\). 3. Für zehn unabhängige Spiele gilt \(K\sim B(10;0{,}512)\). 4. Somit ist \(P(K=5)=\binom{10}{5}0{,}512^5 0{,}488^5\approx0{,}2454\).

Antwort

a) \(\frac{64}{125}=0{,}512\) b) \(P(K=5)\approx0{,}2454\)
42704912
Gegeben ist eine binomialverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(n = 14\) und \(p = 0{,}4\). Bestimme alle Werte für \(k\), für welche die Punktwahrscheinlichkeit \(B(14; 0{,}4; k)\) den größten Wert annimmt. Weise die Maximalität nach, indem du das Verhältnis aufeinanderfolgender Wahrscheinlichkeiten \(\frac{P(X = k)}{P(X = k-1)}\) untersuchst.

Denkanstöße

- Wann ist eine Wahrscheinlichkeit in einer Reihe größer als ihre Vorgängerin? - Untersuche das Verhältnis zwischen zwei benachbarten Werten der Binomialverteilung. - Was passiert, wenn dieses Verhältnis genau den Wert 1 annimmt? - Wie verhält sich die Formel für den Binomialkoeffizienten, wenn man von \(k-1\) zu \(k\) übergeht?

Lösung

1. Berechnung des Erwartungswerts oder der Bedingung für das Maximum: Die Wahrscheinlichkeiten \(B(n; p; k)\) steigen an, solange \(\frac{P(X=k)}{P(X=k-1)} = \frac{n-k+1}{k} \cdot \frac{p}{1-p} \geq 1\) gilt. 2. Einsetzen der Werte: \(\frac{14-k+1}{k} \cdot \frac{0{,}4}{0{,}6} = \frac{15-k}{k} \cdot \frac{2}{3} \geq 1\). 3. Lösen der Ungleichung: \(2 \cdot (15 - k) \geq 3k \implies 30 - 2k \geq 3k \implies 30 \geq 5k \implies k \leq 6\). 4. Da für \(k=6\) das Verhältnis exakt \(1\) ist, gilt \(P(X=6) = P(X=5)\). 5. Für \(k < 6\) ist das Verhältnis \(> 1\) (steigend), für \(k > 6\) ist es \(< 1\) (fallend). 6. Die Wahrscheinlichkeit ist somit für \(k = 5\) und \(k = 6\) am größten.

Antwort

Die Wahrscheinlichkeit ist für \(k = 5\) und \(k = 6\) am größten.
42877412
In einer Fabrik für elektronische Bauteile ist bekannt, dass erfahrungsgemäß \(40\,\%\) der produzierten Teile eine spezielle Beschichtung erhalten. Bei einer Qualitätskontrolle werden \(15\) Bauteile zufällig entnommen. Aufgrund der großen Produktionsmenge werden die Entnahmen als unabhängig mit konstanter Beschichtungswahrscheinlichkeit \(p=0{,}40\) betrachtet. 1. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass genau \(6\) der entnommenen Teile die Beschichtung aufweisen. Runde auf vier Nachkommastellen. 2. Welche Ergebnisse für die Anzahl der beschichteten Teile in der Stichprobe sind extrem unwahrscheinlich? Bestimme alle Werte für \(k\), deren Einzelwahrscheinlichkeit \(P(X=k)\) kleiner als \(1\,\%\) ist.

Denkanstöße

- Identifiziere Trefferwahrscheinlichkeit und Stichprobenumfang. - Berechne zunächst den Erwartungswert, um zu wissen, um welche Werte herum die Wahrscheinlichkeiten am höchsten sind. - Untersuche die Werte an den Rändern der Verteilung, also sehr kleine und sehr große \(k\). - Nutze die Bernoulli-Formel für die Einzelwahrscheinlichkeiten.

Lösung

1. Die Zufallsgröße \(X\) ist binomialverteilt mit \(n=15\) und \(p=0{,}40\). Daher ist \(P(X=6)=\binom{15}{6}0{,}4^6 0{,}6^9\approx0{,}2066\). 2. Für die Randwerte prüft man \(P(X=k)=\binom{15}{k}0{,}4^k 0{,}6^{15-k}\). Es gilt \(P(X=0)\approx0{,}000470\), \(P(X=1)\approx0{,}004702\), aber \(P(X=2)\approx0{,}021942\). 3. Am oberen Rand gilt \(P(X=10)\approx0{,}024486\), \(P(X=11)\approx0{,}007420\), \(P(X=12)\approx0{,}001649\), \(P(X=13)\approx0{,}000254\), \(P(X=14)\approx0{,}000024\) und \(P(X=15)\approx0{,}000001\). 4. Damit liegen genau die Werte \(k\in\{0;1;11;12;13;14;15\}\) unter der Grenze von \(1\,\%\).

Antwort

1. \(P(X=6)\approx0{,}2066\) 2. \(k\in\{0;1;11;12;13;14;15\}\)
43109212
Betrachte eine Bernoulli-Kette der Länge \(n\) mit der Erfolgswahrscheinlichkeit \(p = \frac{1}{n}\). Die Zufallsgröße \(X\) gibt die Anzahl der Erfolge an. a) Zeige mathematisch, dass für alle \(n > 1\) die Beziehung \(P(X=1) = \frac{n}{n-1} \cdot P(X=0)\) gilt. b) Es ist bekannt, dass für große \(n\) die Näherung \(\left(1 - \frac{1}{n}\right)^n \approx \frac{1}{e}\) gilt. Zeige durch Umformung der Formel für die Punktwahrscheinlichkeit \(P(X=2)\), dass für große \(n\) gilt: \(P(X=2) \approx \frac{1}{2 \cdot e}\).

Denkanstöße

- Setze für die Aufgabenteile die allgemeine Formel der Binomialverteilung mit \(k=0\), \(k=1\) und \(k=2\) an. - Nutze Potenzgesetze, um Brüche mit gleicher Basis zu vereinfachen. - Erinnere dich bei Teil b), wie man den Binomialkoeffizienten \(\binom{n}{2}\) ausschreibt. - Überlege dir für den Grenzübergang, gegen welche Werte die einzelnen Faktoren des Produkts streben, wenn \(n\) immer größer wird.

Lösung

1. Nach der Formel der Binomialverteilung gilt \(P(X=0) = (1 - \frac{1}{n})^n\) und \(P(X=1) = n \cdot \frac{1}{n} \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-1} = (1 - \frac{1}{n})^{n-1}\). 2. Der Quotient ist \(\frac{P(X=1)}{P(X=0)} = \frac{(1 - \frac{1}{n})^{n-1}}{(1 - \frac{1}{n})^n} = \frac{1}{1 - \frac{1}{n}} = \frac{1}{\frac{n-1}{n}} = \frac{n}{n-1}\). Daraus folgt \(P(X=1) = \frac{n}{n-1} \cdot P(X=0)\). 3. Für \(k=2\) gilt: \(P(X=2) = \binom{n}{2} \cdot (\frac{1}{n})^2 \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-2} = \frac{n \cdot (n-1)}{2} \cdot \frac{1}{n^2} \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-2} = \frac{n-1}{2 \cdot n} \cdot (1 - \frac{1}{n})^{n-2}\). 4. Für große \(n\) strebt \(\frac{n-1}{2 \cdot n}\) gegen \(\frac{1}{2}\) und \((1 - \frac{1}{n})^{n-2}\) gegen \(\frac{1}{e}\) (da \((1 - \frac{1}{n})^{-2} \to 1\)). Somit gilt \(P(X=2) \approx \frac{1}{2} \cdot \frac{1}{e} = \frac{1}{2 \cdot e}\).

Antwort

a) Durch Einsetzen in \(P(X=k) = \binom{n}{k} \cdot p^k \cdot (1-p)^{n-k}\) erhält man \(P(X=0) = (1-\frac{1}{n})^n\) und \(P(X=1) = (1-\frac{1}{n})^{n-1}\). Division führt auf \(\frac{n}{n-1}\). b) \(P(X=2) = \frac{n-1}{2 \cdot n} \cdot (1-\frac{1}{n})^{n-2}\). Da \(\frac{n-1}{2 \cdot n} \to \frac{1}{2}\) und \((1-\frac{1}{n})^{n-2} \to \frac{1}{e}\), folgt die Näherung \(P(X=2) \approx \frac{1}{2 \cdot e}\).

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