Betrachte Verschiebungen im dreidimensionalen Raum.
a) Bestimme den Verschiebungsvektor \(\vec{a}\), der den Punkt \(P(2{,}5 | -5 | 7{,}2)\) auf den Koordinatenursprung \(O(0 | 0 | 0)\) abbildet.
b) Ein Punkt \(M\) wird durch den Vektor \(\vec{b} = \begin{pmatrix} 1{,}5 \\ -2{,}4 \\ 0{,}8 \end{pmatrix}\) auf den Punkt \(M'(4{,}2 | 1{,}1 | -3{,}5)\) abgebildet. Berechne die Koordinaten des ursprünglichen Punktes \(M\).
c) Die Hintereinanderausführung zweier Verschiebungen \(\vec{v}_1\) und \(\vec{v}_2\) bildet einen beliebigen Punkt \(Q\) am Ende wieder auf sich selbst ab. Welche mathematische Beziehung muss zwischen den Vektoren \(\vec{v}_1\) und \(\vec{v}_2\) bestehen?
Denkanstöße
- Was bedeutet es für die Koordinaten eines Vektors, wenn das Ziel der Ursprung ist?
- Wenn du das Ergebnis einer Verschiebung kennst, wie findest du dann heraus, wo die Bewegung gestartet ist?
- Stelle dir zwei Schritte vor, nach denen du wieder genau dort stehst, wo du angefangen hast. Was sagt das über die beiden Schritte aus?
Lösung
1. Der Vektor \(\vec{a}\) berechnet sich aus \(\vec{0} - \vec{p}\): \(\vec{a} = \begin{pmatrix} 0 - 2{,}5 \\ 0 - (-5) \\ 0 - 7{,}2 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} -2{,}5 \\ 5 \\ -7{,}2 \end{pmatrix}\).
2. Um den Ausgangspunkt \(M\) zu finden, muss die Verschiebung rückgängig gemacht werden: \(\vec{OM} = \vec{OM'} - \vec{b} = \begin{pmatrix} 4{,}2 - 1{,}5 \\ 1{,}1 - (-2{,}4) \\ -3{,}5 - 0{,}8 \end{pmatrix} = \begin{pmatrix} 2{,}7 \\ 3{,}5 \\ -4{,}3 \end{pmatrix}\). Die Koordinaten sind \(M(2{,}7 | 3{,}5 | -4{,}3)\).
3. Damit die Kombination der Verschiebungen keine Netto-Veränderung bewirkt, muss ihre Summe der Nullvektor sein: \(\vec{v}_1 + \vec{v}_2 = \vec{0}\). Daraus folgt \(\vec{v}_2 = -\vec{v}_1\).
Antwort
a) \(\vec{a} = \begin{pmatrix} -2{,}5 \\ 5 \\ -7{,}2 \end{pmatrix}\)
b) \(M(2{,}7 | 3{,}5 | -4{,}3)\)
c) \(\vec{v}_2 = -\vec{v}_1\) (oder \(\vec{v}_1 + \vec{v}_2 = \vec{0}\))