Ein Schwimmer möchte einen \(100\,\text{m}\) breiten Fluss überqueren. Die \(x_1\)-Achse verläuft parallel zum Ufer, die \(x_2\)-Achse zeigt zum gegenüberliegenden Ufer. Die Strömung hat die Geschwindigkeit \(\vec{v}_w=\begin{pmatrix}0{,}6\\0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\).
a) Der Schwimmer bewegt sich relativ zum Wasser mit \(\vec{v}_s=\begin{pmatrix}0\\1{,}0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\). Bestimme seine resultierende Geschwindigkeit \(\vec{v}_r\) über Grund.
b) Berechne die Überquerungszeit und die Strecke, um die er dabei abgetrieben wird.
c) Für eine Überquerung ohne Abtrieb wählt er stattdessen \(\vec{v}_h=\begin{pmatrix}-0{,}6\\0{,}8\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\). Bestimme die resultierende Geschwindigkeit und die neue Überquerungszeit.
Denkanstöße
- Addiere jeweils die Geschwindigkeit des Schwimmers relativ zum Wasser und die Strömungsgeschwindigkeit.
- Welche Komponente bestimmt die Bewegung zum gegenüberliegenden Ufer, welche den Abtrieb entlang des Ufers?
- Prüfe in c), was mit der ersten Komponente der resultierenden Geschwindigkeit geschieht.
Lösung
1. In a) addieren sich Schwimm- und Strömungsgeschwindigkeit zu \(\vec{v}_r=\vec{v}_s+\vec{v}_w=\begin{pmatrix}0{,}6\\1{,}0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\).
2. Für die Überquerung ist die zweite Komponente \(1{,}0\,\text{m/s}\) entscheidend. Daher beträgt die Zeit \(100\,\text{s}\). In dieser Zeit führt die erste Komponente zu einem Abtrieb von \(60\,\text{m}\).
3. In c) gilt \(\vec{v}_h+\vec{v}_w=\begin{pmatrix}0\\0{,}8\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\). Die erste Komponente ist null, also gibt es keinen Abtrieb.
4. Mit der zweiten Komponente \(0{,}8\,\text{m/s}\) beträgt die Überquerungszeit \(\frac{100}{0{,}8}=125\,\text{s}\).
Antwort
a) \(\vec{v}_r=\begin{pmatrix}0{,}6\\1{,}0\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\)
b) \(100\,\text{s}\); Abtrieb: \(60\,\text{m}\)
c) \(\begin{pmatrix}0\\0{,}8\\0\end{pmatrix}\,\text{m/s}\); Überquerungszeit: \(125\,\text{s}\)