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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Konvergenz von Folgen und Reihen

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55326312
Für die harmonische Reihe \(1+\frac{1}{2}+\frac{1}{3}+\frac{1}{4}+\cdots\) bezeichnet \(S_3\) die Summe der ersten drei Summanden. Berechne \(S_3\) exakt.

Denkanstöße

- Welche drei Summanden gehören zu \(S_3\)? - Addiere genau diese ersten drei Terme der Reihe. - Gib das Ergebnis als vollständig gekürzten Bruch an.

Lösung

1. Es gilt \(S_3=1+\frac{1}{2}+\frac{1}{3}=\frac{6}{6}+\frac{3}{6}+\frac{2}{6}=\frac{11}{6}\).

Antwort

\(S_3=\frac{11}{6}\)
55327712
Gegeben ist die Folge \(a_n=5+\frac{2}{n}\) für \(n\ge 1\). Bestimme \(\lim_{n\to\infty}a_n\).

Denkanstöße

- Untersuche zuerst den Bruchterm, wenn \(n\) immer größer wird. - Welche Zahl bleibt übrig, wenn der veränderliche Zusatz gegen \(0\) geht? - Prüfe, ob dein Ergebnis zur Form der Folgenglieder für große \(n\) passt.

Lösung

1. Für \(n\to\infty\) gilt \(\frac{2}{n}\to 0\). 2. Daher folgt \(\lim_{n\to\infty}a_n=5\).

Antwort

\(\lim_{n\to\infty}a_n=5\)
55327812
Gegeben ist die Folge \(b_n=(-1)^n\) für \(n\ge 1\). Entscheide, ob die Folge beschränkt ist und ob sie konvergiert. Begründe beide Entscheidungen kurz.

Denkanstöße

- Schreibe einige aufeinanderfolgende Folgenglieder auf und suche ein wiederkehrendes Muster. - Für Beschränktheit und Konvergenz sind zwei verschiedene Fragen zu beantworten. - Kann sich eine Folge einem einzigen Wert annähern, wenn zwei verschiedene Werte dauerhaft wiederkehren?

Lösung

1. Die Folgenglieder wechseln zwischen \(-1\) und \(1\). Daher liegen alle Folgenglieder zwischen \(-1\) und \(1\), also ist die Folge beschränkt. 2. Da die Folgenglieder dauerhaft zwischen zwei verschiedenen Werten wechseln, nähern sie sich keinem einzigen Grenzwert. Die Folge konvergiert daher nicht.

Antwort

Die Folge ist beschränkt, aber nicht konvergent.
42572712
Gegeben ist die Folge \((a_n)_{n \in \mathbb{N}}\) mit dem Bildungsgesetz \(a_n = \frac{n+1}{n} \cdot (-1)^n\). 1. Berechne die ersten sechs Folgenglieder \(a_1\) bis \(a_6\). 2. Bestimme alle Häufungspunkte der Folge. 3. Begründe, warum die Folge \((a_n)\) nicht konvergent ist.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Vorzeichen, wenn der Index steigt? - Betrachte den Bruchterm und den Vorzeichenfaktor getrennt voneinander. - Wie verhalten sich die Werte für sehr große gerade Zahlen im Vergleich zu sehr großen ungeraden Zahlen? - Erinnere dich an die Definition eines Häufungspunkts im Vergleich zu einem Grenzwert.

Lösung

1. Berechnung der Folgenglieder durch Einsetzen von \(n = 1, \dots, 6\): \(a_1 = -2\), \(a_2 = 1{,}5\), \(a_3 = -\frac{4}{3} \approx -1{,}33\), \(a_4 = 1{,}25\), \(a_5 = -1{,}2\), \(a_6 = \frac{7}{6} \approx 1{,}17\). 2. Untersuchung der Teilfolgen: Für gerade \(n = 2k\) gilt \(a_{2k} = \frac{2k+1}{2k} = 1 + \frac{1}{2k}\), was für \(k \to \infty\) gegen \(1\) strebt. Für ungerade \(n = 2k-1\) gilt \(a_{2k-1} = -\frac{2k}{2k-1} = -(1 + \frac{1}{2k-1})\), was gegen \(-1\) strebt. Die Häufungspunkte sind somit \(1\) und \(-1\). 3. Eine konvergente Folge kann nur einen Häufungspunkt besitzen, nämlich ihren Grenzwert. Da die Folge zwei verschiedene Häufungspunkte besitzt, ist sie divergent.

Antwort

1. \(a_1 = -2\); \(a_2 = 1{,}5\); \(a_3 = -\frac{4}{3}\); \(a_4 = 1{,}25\); \(a_5 = -1{,}2\); \(a_6 = \frac{7}{6}\). 2. Die Häufungspunkte sind \(1\) und \(-1\). 3. Die Folge ist divergent, da sie mehr als einen Häufungspunkt besitzt.
42573512
Gegeben ist die Zahlenfolge \( (a_n) \) mit der expliziten Bildungsvorschrift \( a_n = \frac{2n + 1}{n} \) für \( n \in \mathbb{N} \setminus \{0\} \). 1. Berechne die Werte der ersten sechs Folgenglieder \( a_1 \) bis \( a_6 \) als Dezimalzahlen. 2. Bestimme den Grenzwert \( g \) dieser Folge für \( n \to \infty \). 3. Ermittle rechnerisch, ab welchem Index \( n \) der Betrag der Differenz zwischen dem Folgenglied \( a_n \) und dem Grenzwert \( g \) kleiner als \( 0{,}05 \) ist. 4. Beweise, dass die Folge \( (a_n) \) streng monoton fallend ist und zeige, dass alle Folgenglieder größer als \( 2 \) sind.

Denkanstöße

- Wie verhält sich der Bruchterm, wenn der Nenner immer größer wird? - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Wert in einer beliebig kleinen Umgebung um eine Zahl liegt? - Für den Nachweis der Monotonie kannst du die Differenz zweier aufeinanderfolgender Glieder untersuchen. - Überlege dir, wie man den Term der Folge so umformen kann, dass der Grenzwert direkt ablesbar ist.

Lösung

1. Berechnung der Glieder durch Einsetzen: \( a_1 = 3 \); \( a_2 = 2{,}5 \); \( a_3 \approx 2{,}33 \); \( a_4 = 2{,}25 \); \( a_5 = 2{,}2 \); \( a_6 \approx 2{,}17 \). 2. Bestimmung des Grenzwerts: \( a_n = \frac{2n}{n} + \frac{1}{n} = 2 + \frac{1}{n} \). Für \( n \to \infty \) gilt \( \frac{1}{n} \to 0 \), woraus \( g = 2 \) folgt. 3. Lösen der Ungleichung \( |a_n - 2| < 0{,}05 \): \( |2 + \frac{1}{n} - 2| < 0{,}05 \implies \frac{1}{n} < \frac{5}{100} \implies n > 20 \). Ab dem Index \( n = 21 \) ist die Bedingung erfüllt. 4. Monotonie: \( a_{n+1} - a_n = (2 + \frac{1}{n+1}) - (2 + \frac{1}{n}) = \frac{1}{n+1} - \frac{1}{n} = \frac{n - (n+1)}{n(n+1)} = \frac{-1}{n(n+1)} \). Da dieser Ausdruck für alle \( n \ge 1 \) negativ ist, fällt die Folge streng monoton. Da \( \frac{1}{n} > 0 \) für alle \( n \in \mathbb{N} \), gilt stets \( a_n = 2 + \frac{1}{n} > 2 \).

Antwort

1. \( 3 \); \( 2{,}5 \); \( 2{,}33 \); \( 2{,}25 \); \( 2{,}2 \); \( 2{,}17 \). 2. \( g = 2 \). 3. Ab \( n = 21 \). 4. Beweis über \( a_{n+1} - a_n < 0 \) und \( a_n = 2 + \frac{1}{n} > 2 \).
42814312
Betrachte eine arithmetische Folge \( (a_n) \) mit dem ersten Glied \( a_1 = 15 \) und der konstanten Differenz \( d = -1{,}5 \). 1. Bestimme die Anzahl der Glieder \( n \), für die die Summe \( S_n = \sum_{i=1}^{n} a_i \) genau den Wert \( 0 \) ergibt. 2. Erläutere anhand der Eigenschaften der Folgenglieder, warum die Summe \( S_n \) für Werte \( n > 21 \) negativ wird.

Denkanstöße

- Welche Formel berechnet die Summe einer arithmetischen Folge? - Was bedeutet es für die einzelnen Glieder, wenn die Differenz negativ ist? - Kannst du eine Gleichung aufstellen, in der die Summe Null gesetzt wird? - Wie verhalten sich die Vorzeichen der Folgenglieder im Verlauf der Folge?

Lösung

1. Ansatz mit der Summenformel für arithmetische Reihen: \( S_n = \frac{n}{2}(2a_1 + (n-1)d) \). Setzen der Bedingung \( S_n = 0 \): \( \frac{n}{2} \cdot (2 \cdot 15 + (n-1) \cdot (-1{,}5)) = 0 \). Da \( n > 0 \), muss der Klammerausdruck Null sein: \( 30 - 1{,}5n + 1{,}5 = 0 \). Auflösen nach \( n \): \( 31{,}5 = 1{,}5n \Rightarrow n = 21 \). Die Summe der ersten \( 21 \) Glieder ist Null. 2. Da die Differenz \( d = -1{,}5 \) negativ ist, handelt es sich um eine streng monoton fallende Folge. Nach dem Glied \( a_{11} = 15 + 10 \cdot (-1{,}5) = 0 \) sind alle weiteren Folgenglieder negativ. Bis \( n = 21 \) heben die negativen Glieder die vorangegangenen positiven Glieder exakt auf. Für \( n > 21 \) kommen nur noch weitere negative Werte hinzu, wodurch die Gesamtsumme negativ wird.

Antwort

1. \( n = 21 \) 2. Die Folge ist streng monoton fallend. Ab dem 12. Glied sind die Werte negativ. Bei \( n = 21 \) gleichen die negativen Glieder die positiven Glieder genau aus; für jedes weitere \( n \) sinkt die Summe tiefer ins Negative.
42989112
Die Eulersche Zahl \(e\) lässt sich als Grenzwert einer speziellen Folge \(a_n = \left(1 + \frac{1}{n}\right)^n\) auffassen. a) Berechne die Folgenglieder \(a_{10}\), \(a_{100}\) und \(a_{1000}\) auf fünf Nachkommastellen genau. b) Vergleiche dein Ergebnis für \(a_{1000}\) mit dem Wert von \(e \approx 2{,}7182818\). Wie viele Dezimalstellen stimmen bereits überein? c) Welche Vermutung lässt sich bezüglich des Monotonieverhaltens der Folge \(a_n\) anhand deiner Ergebnisse aufstellen?

Denkanstöße

- Achte beim Berechnen mit dem Taschenrechner auf die korrekte Verwendung von Klammern und Exponenten. - Wie viele Ziffern nach dem Komma sind bei beiden Zahlen identisch, bevor die erste Abweichung auftritt? - Betrachte die berechneten Werte der Reihe nach. Werden sie größer oder kleiner?

Lösung

1. Berechnung der Folgenglieder durch Einsetzen: \(a_{10} = \left(1 + \frac{1}{10}\right)^{10} = 1{,}1^{10} \approx 2{,}59374\); \(a_{100} = \left(1 + \frac{1}{100}\right)^{100} = 1{,}01^{100} \approx 2{,}70481\); \(a_{1000} = \left(1 + \frac{1}{1000}\right)^{1000} = 1{,}001^{1000} \approx 2{,}71692\). 2. Vergleich mit \(e \approx 2{,}7182818\): Die ersten zwei Nachkommastellen von \(a_{1000}\) (\(2{,}71\dots\)) stimmen mit \(e\) überein. 3. Analyse der Werte: Da \(a_{10} < a_{100} < a_{1000}\) gilt, lässt sich vermuten, dass die Folge \(a_n\) streng monoton wachsend ist.

Antwort

a) \(a_{10} \approx 2{,}59374\); \(a_{100} \approx 2{,}70481\); \(a_{1000} \approx 2{,}71692\). b) Es stimmen zwei Dezimalstellen überein (\(2{,}71\)). c) Die Folge \(a_n\) ist vermutlich streng monoton wachsend.
55326212
Für die Reihe \(\sum_{k=1}^{\infty}\frac{1}{k}\) heißen die endlichen Summen \(S_n=\sum_{k=1}^{n}\frac{1}{k}\) Partialsummen. a) Berechne \(S_1\), \(S_2\), \(S_3\) und \(S_4\) exakt. b) Erkläre den Unterschied zwischen dem Folgenglied \(\frac{1}{4}\) und der Partialsumme \(S_4\). c) Formuliere, was die Konvergenz einer Reihe mithilfe der Folge ihrer Partialsummen bedeutet. Eine Entscheidung über die Konvergenz dieser konkreten Reihe ist hier noch nicht verlangt.

Denkanstöße

- Baue jede Partialsumme aus der vorherigen auf, indem du genau einen neuen Summanden hinzunimmst. - Unterscheide sorgfältig zwischen einem einzelnen Glied und der Summe mehrerer Glieder. - Überlege, welches Objekt bei einer unendlichen Reihe überhaupt einen Grenzwert besitzen kann.

Lösung

1. Es gilt \(S_1=1\), \(S_2=1+\frac{1}{2}=\frac{3}{2}\), \(S_3=\frac{3}{2}+\frac{1}{3}=\frac{11}{6}\) und \(S_4=\frac{11}{6}+\frac{1}{4}=\frac{25}{12}\). 2. Der Wert \(\frac{1}{4}\) ist nur der vierte Summand der Reihe. Die Partialsumme \(S_4\) enthält dagegen die Summe aller ersten vier Summanden. 3. Eine Reihe konvergiert genau dann, wenn die Folge ihrer Partialsummen \((S_n)\) gegen einen endlichen Grenzwert konvergiert.

Antwort

a) \(S_1=1\), \(S_2=\frac{3}{2}\), \(S_3=\frac{11}{6}\), \(S_4=\frac{25}{12}\) b) \(\frac{1}{4}\) ist ein einzelner Summand; \(S_4\) ist die Summe der ersten vier Summanden. c) Die Reihe konvergiert genau dann, wenn die Partialsummenfolge \((S_n)\) einen endlichen Grenzwert besitzt.
42571312
Gegeben ist die Folge \(\left(a_n\right)\) mit dem Bildungsgesetz \(a_n = \frac{4n - 1}{2n + 3}\) für \(n \in \mathbb{N}\). 1) Berechne die Folgenglieder \(a_1\), \(a_2\) und \(a_{10}\). 2) Bestimme den Grenzwert \(g\) der Folge für \(n \to \infty\). 3) Ermittle rechnerisch das kleinste \(n_0 \in \mathbb{N}\), sodass für alle \(n \ge n_0\) die Bedingung \(|a_n - g| < 0{,}001\) erfüllt ist. 4) Zeige, dass die Folge \(\left(a_n\right)\) streng monoton wachsend ist.

Denkanstöße

- Was passiert mit den Termen, in denen \(n\) im Nenner steht, wenn \(n\) immer größer wird? - Wie lässt sich der Abstand zwischen einem Folgenglied und dem Grenzwert mathematisch ausdrücken? - Könntest du die Ungleichung nach der gesuchten Variable auflösen? - Um das Wachstumsverhalten zu untersuchen, kannst du die Differenz aufeinanderfolgender Glieder betrachten.

Lösung

1. Einsetzen der Werte ergibt \(a_1 = \frac{3}{5} = 0{,}6\), \(a_2 = \frac{7}{7} = 1\) und \(a_{10} = \frac{39}{23} \approx 1{,}696\). 2. Durch Ausklammern von \(n\) im Zähler und Nenner erhält man \(a_n = \frac{4 - \frac{1}{n}}{2 + \frac{3}{n}}\). Der Grenzwert für \(n \to \infty\) ist \(g = \frac{4}{2} = 2\). 3. Aus \(| \frac{4n-1}{2n+3} - 2 | < 0{,}001\) folgt \(| \frac{4n-1-4n-6}{2n+3} | < 0{,}001\), also \(\frac{7}{2n+3} < 0{,}001\). Umstellen ergibt \(7000 < 2n + 3 \implies 6997 < 2n \implies n > 3498{,}5\). Das kleinste \(n_0\) ist \(3499\). 4. Die Differenz \(a_{n+1} - a_n = \frac{4n+3}{2n+5} - \frac{4n-1}{2n+3} = \frac{(4n+3)(2n+3) - (4n-1)(2n+5)}{(2n+5)(2n+3)} = \frac{14}{(2n+5)(2n+3)}\) ist für alle \(n \in \mathbb{N}\) positiv, daher ist die Folge streng monoton wachsend.

Antwort

1) \(a_1 = 0{,}6\); \(a_2 = 1\); \(a_{10} \approx 1{,}696\) 2) \(g = 2\) 3) \(n_0 = 3499\) 4) Nachweis über \(a_{n+1} - a_n > 0\) erbracht.
42572112
Gegeben ist die Folge \( a_n = 4 + \frac{10 \cdot (-1)^n}{n} \) für \( n \in \{1, 2, 3, \dots\} \). 1. Berechne die Folgenglieder \( a_1, a_2, a_{10} \) und \( a_{100} \). 2. Bestimme den Grenzwert \( g \) der Folge für \( n \to \infty \). 3. Ermittle, ab welchem Index \( n \) alle weiteren Folgenglieder in dem Intervall \( (3{,}95; 4{,}05) \) liegen. 4. Erläutere, warum die Folge zwar beschränkt, aber nicht monoton ist.

Denkanstöße

- Überlege dir, was mit dem Bruch passiert, wenn \( n \) sehr groß wird. - Die Bedingung für das Intervall lässt sich als Betragsungleichung \( |a_n - g| < \varepsilon \) schreiben. - Erinnere dich an die Definition von Monotonie: Werden die Werte immer nur größer oder immer nur kleiner? - Für die Beschränktheit reicht es zu zeigen, dass die Werte niemals eine bestimmte obere oder untere Grenze überschreiten.

Lösung

1. Einsetzen der Werte ergibt \( a_1 = 4 - 10 = -6 \), \( a_2 = 4 + 5 = 9 \), \( a_{10} = 4 + 1 = 5 \) und \( a_{100} = 4 + 0{,}1 = 4{,}1 \). 2. Da der Term \( \frac{10 \cdot (-1)^n}{n} \) für \( n \to \infty \) gegen \( 0 \) konvergiert (Nullfolge), ist der Grenzwert \( g = 4 \). 3. Das Intervall entspricht der Bedingung \( |a_n - 4| < 0{,}05 \). Einsetzen der Folgendefinition liefert \( |\frac{10 \cdot (-1)^n}{n}| < 0{,}05 \), also \( \frac{10}{n} < 0{,}05 \). Umstellen nach \( n \) ergibt \( n > \frac{10}{0{,}05} = 200 \). Somit liegen alle Folgenglieder ab \( n = 201 \) im Intervall. 4. Die Folge ist beschränkt, da alle Glieder im Intervall \( [-6; 9] \) liegen (\( a_1 \) ist das Minimum, \( a_2 \) das Maximum). Sie ist nicht monoton, da der Term \( (-1)^n \) einen Vorzeichenwechsel bewirkt, wodurch die Werte abwechselnd oberhalb und unterhalb des Grenzwertes liegen (oszillierende Folge).

Antwort

1. \( a_1 = -6 \), \( a_2 = 9 \), \( a_{10} = 5 \), \( a_{100} = 4{,}1 \). 2. \( g = 4 \). 3. Ab dem Index \( n = 201 \). 4. Die Folge ist beschränkt (z. B. durch \( -6 \) und \( 9 \)), aber nicht monoton, da sie um den Grenzwert oszilliert.
42573012
Betrachte die Folge \((b_n)\) mit \(b_n = \frac{n^2 - 1}{2n^2}\) für \(n \in \mathbb{N}\). 1. Zeige durch Umformung des Terms, dass die Folge gegen \(0{,}5\) konvergiert. 2. Bestimme alle \(n\), für die die Abweichung des Folgengliedes \(b_n\) vom Grenzwert kleiner als \(0{,}01\) ist. 3. Begründe, warum die Folge durch \(0\) nach unten und durch \(0{,}5\) nach oben beschränkt ist.

Denkanstöße

- Kannst du den Bruch so zerlegen, dass \(n\) nur noch in einem Teil vorkommt? - Nutze den umgeformten Term, um den Abstand zum Grenzwert leichter zu berechnen. - Überlege, was der kleinstmögliche Wert für \(n\) ist und wie sich der Wert des Bruchs bei größerem \(n\) verändert.

Lösung

1. Der Term wird aufgeteilt: \(b_n = \frac{n^2}{2n^2} - \frac{1}{2n^2} = \frac{1}{2} - \frac{1}{2n^2} = 0{,}5 - \frac{1}{2n^2}\). Da \(\lim_{n \to \infty} \frac{1}{2n^2} = 0\), folgt \(\lim_{n \to \infty} b_n = 0{,}5\). 2. Es gilt \(|0{,}5 - (0{,}5 - \frac{1}{2n^2})| < 0{,}01 \Rightarrow \frac{1}{2n^2} < 0{,}01\). Umstellen nach \(n\) ergibt \(2n^2 > \frac{1}{0{,}01} = 100\), also \(n^2 > 50\). Da \(n\) eine natürliche Zahl ist, muss \(n > \sqrt{50} \approx 7{,}071\) gelten. Somit erfüllen alle \(n \geq 8\) die Bedingung. 3. Für alle \(n \geq 1\) ist \(\frac{1}{2n^2}\) positiv. Da dieser Wert von \(0{,}5\) subtrahiert wird, ist \(b_n\) stets kleiner als \(0{,}5\), was \(0{,}5\) zu einer oberen Schranke macht. Das kleinste Glied ist \(b_1 = \frac{1^2-1}{2 \cdot 1^2} = 0\). Da \(\frac{1}{2n^2}\) mit wachsendem \(n\) kleiner wird, wird der subtrahierte Wert kleiner, die Differenz also größer. Somit ist \(b_n \geq 0\) für alle \(n\), was \(0\) zu einer unteren Schranke macht.

Antwort

1. \(b_n = 0{,}5 - \frac{1}{2n^2}\); Grenzwert ist \(0{,}5\). 2. Für alle \(n \geq 8\). 3. \(b_1 = 0\) ist das Minimum (untere Schranke); \(b_n\) nähert sich von unten dem Grenzwert \(0{,}5\) (obere Schranke).
42573612
Betrachtet wird die Folge \( (b_n) \) mit \( b_n = \frac{3n - 1}{n + 1} \) für \( n \in \{1, 2, 3, \dots\} \). 1. Weise nach, dass die Folge streng monoton steigend ist. 2. Begründe, dass die Folge nach oben beschränkt ist, indem du eine obere Schranke angibst. 3. Bestimme den Grenzwert \( L \) der Folge. 4. Ermittle eine allgemeine Formel für den kleinsten Index \( n_0 \), ab dem für alle \( n \ge n_0 \) die Bedingung \( |L - b_n| < \epsilon \) für ein beliebiges \( \epsilon > 0 \) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Um die Monotonie zu zeigen, kannst du auch untersuchen, ob \( b_n < b_{n+1} \) für alle \( n \) gilt. - Eine Schranke ist eine Zahl, die von keinem Folgenglied überschritten wird. - Erinnere dich an die Division durch die höchste Potenz von \( n \) im Zähler und Nenner zur Grenzwertbestimmung. - Löse die Ungleichung im letzten Aufgabenteil Schritt für Schritt nach \( n \) auf.

Lösung

1. Monotonieprüfung über \( b_{n+1} - b_n \): \( \frac{3(n+1)-1}{n+2} - \frac{3n-1}{n+1} = \frac{3n+2}{n+2} - \frac{3n-1}{n+1} = \frac{(3n+2)(n+1) - (3n-1)(n+2)}{(n+2)(n+1)} = \frac{3n^2+5n+2 - (3n^2+5n-2)}{(n+2)(n+1)} = \frac{4}{(n+1)(n+2)} > 0 \). Somit streng monoton steigend. 2. Da die Folge steigt und gegen 3 konvergiert, ist z. B. \( S = 3 \) eine obere Schranke (da \( \frac{3n-1}{n+1} < \frac{3n+3}{n+1} = 3 \)). 3. Grenzwertbildung: \( \lim_{n \to \infty} \frac{3 - \frac{1}{n}}{1 + \frac{1}{n}} = 3 \), also \( L = 3 \). 4. Ansatz \( |3 - \frac{3n-1}{n+1}| < \epsilon \): \( |\frac{3(n+1) - (3n-1)}{n+1}| = \frac{4}{n+1} < \epsilon \). Umstellen nach \( n \): \( n+1 > \frac{4}{\epsilon} \implies n > \frac{4}{\epsilon} - 1 \). Für die übliche Formulierung \(n \ge n_0\) ist der kleinste Index daher \( n_0 = \max\left(1, \left\lfloor \frac{4}{\epsilon} - 1 \right\rfloor + 1\right) \).

Antwort

1. Nachweis über \( b_{n+1} - b_n = \frac{4}{(n+1)(n+2)} > 0 \). 2. Obere Schranke z. B. \( S = 3 \). 3. \( L = 3 \). 4. \( n_0 = \max\left(1, \left\lfloor \frac{4}{\epsilon} - 1 \right\rfloor + 1\right) \).
42573712
Gegeben ist die Folge \((a_n)\) mit dem Bildungsgesetz \(a_n = \sqrt{n^2 + 4n}\) für alle \(n \in \mathbb{N}\). 1. Begründe, dass die Folge streng monoton wachsend ist. 2. Zeige, dass die Folge über alle Grenzen wächst, indem du für eine beliebige reelle Zahl \(M > 0\) eine Bedingung für \(n\) angibst, sodass \(a_n > M\) gilt. 3. Bestimme das kleinste \(n \in \mathbb{N}\), ab dem alle Glieder der Folge größer als \(100\) sind.

Denkanstöße

- Wie verhalten sich die Werte der Folge, wenn \(n\) immer größer wird? - Könntest du die Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gliedern untersuchen? - Wie lässt sich eine Ungleichung mit einer Wurzel am besten nach der gesuchten Variablen auflösen? - Überlege, ob eine einfachere, kleinere Funktion existiert, die unterhalb deiner Folge liegt und trotzdem gegen Unendlich strebt.

Lösung

1. Untersuchung der Monotonie: Es wird die Differenz aufeinanderfolgender Glieder betrachtet. \(a_{n+1} - a_n = \sqrt{(n+1)^2 + 4(n+1)} - \sqrt{n^2 + 4n} = \sqrt{n^2 + 6n + 5} - \sqrt{n^2 + 4n}\). Da \(n^2 + 6n + 5 > n^2 + 4n\) für alle \(n \in \mathbb{N}\) gilt und die Wurzelfunktion streng monoton wachsend ist, folgt \(a_{n+1} > a_n\). Die Folge ist streng monoton wachsend. 2. Nachweis der Unbeschränktheit: Um \(a_n > M\) zu erfüllen, muss \(\sqrt{n^2 + 4n} > M\) gelten. Quadrieren liefert \(n^2 + 4n > M^2\). Um die Ungleichung exakt zu lösen, wird quadratisch ergänzt: \(n^2 + 4n > M^2 \Leftrightarrow (n+2)^2 > M^2 + 4\). Da \(n+2 > 0\), genügt \(n > -2 + \sqrt{M^2 + 4}\). Für jedes \(M > 0\) gibt es ein solches \(n\); daher ist die Folge unbeschränkt. 3. Berechnung für \(M = 100\): Die Ungleichung lautet \(n^2 + 4n > 10\,000\), also \(n^2 + 4n - 10\,000 > 0\). Die Nullstellen der quadratischen Gleichung liegen bei \(n = \frac{-4 \pm \sqrt{16 + 40000}}{2} = -2 \pm \sqrt{10\,004}\). Mit \(\sqrt{10\,004} \approx 100{,}02\) ergibt sich \(n > 98{,}02\). Somit ist das kleinste natürliche \(n\) der Wert \(99\).

Antwort

1. Die strenge Monotonie folgt aus \(a_{n+1}^2 - a_n^2 = 2n + 5 > 0\). 2. \(a_n > M\) ist erfüllt für \(n > -2 + \sqrt{4 + M^2}\). 3. Das kleinste \(n\) ist \(99\).
42574712
Gegeben ist die Folge \((a_n)_{n \in \mathbb{N}}\) mit der Funktionsvorschrift \(a_n = 15 - \frac{1}{4}n^2\). 1. Weise nach, dass die Folge streng monoton fallend ist. 2. Zeige, dass die Folge nach unten unbeschränkt ist (bestimmt divergent gegen \(-\infty\)). 3. Bestimme den kleinsten Index \(n\), ab dem alle nachfolgenden Folgenglieder kleiner als \(-200\) sind. 4. Bestimme den kleinsten Index \(n\), ab dem alle nachfolgenden Folgenglieder kleiner als \(-5000\) sind.

Denkanstöße

- Wie verhält sich die Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Gliedern? - Was bedeutet es für die Glieder einer Folge, wenn sie „unbeschränkt“ wachsen oder fallen? - Kannst du eine Ungleichung aufstellen, um den gesuchten Index zu berechnen? - Denke daran, dass der Index \(n\) immer eine ganze positive Zahl sein muss.

Lösung

1. Berechnung der Differenz aufeinanderfolgender Glieder: \(a_{n+1} - a_n = (15 - \frac{1}{4}(n+1)^2) - (15 - \frac{1}{4}n^2) = -\frac{1}{4}(n^2 + 2n + 1) + \frac{1}{4}n^2 = -\frac{1}{2}n - \frac{1}{4}\). Da \(n \ge 1\), ist \(-\frac{1}{2}n - \frac{1}{4} < 0\), woraus die strenge Monotonie folgt. 2. Sei \(M > 0\) beliebig. Für \(a_n < -M\) muss \(15 - \frac{1}{4}n^2 < -M\) gelten. Dies ist äquivalent zu \(n^2 > 4(15 + M)\), also \(n > 2\sqrt{15 + M}\). Zu jedem \(M > 0\) gibt es eine natürliche Zahl \(n\), die diese Bedingung erfüllt. Daher ist die Folge nach unten unbeschränkt und bestimmt divergent gegen \(-\infty\). 3. Ansatz \(a_n < -200\): \(15 - 0{,}25n^2 < -200 \implies 0{,}25n^2 > 215 \implies n^2 > 860\). Da \(\sqrt{860} \approx 29{,}33\), ist der kleinste Index \(n = 30\). 4. Ansatz \(a_n < -5000\): \(15 - 0{,}25n^2 < -5000 \implies 0{,}25n^2 > 5015 \implies n^2 > 20\,060\). Da \(\sqrt{20\,060} \approx 141{,}63\), ist der kleinste Index \(n = 142\).

Antwort

1. Nachweis über \(a_{n+1} - a_n < 0\). 2. Für jedes \(M > 0\) gilt \(a_n < -M\), sobald \(n > 2\sqrt{15 + M}\); daher ist die Folge bestimmt divergent gegen \(-\infty\). 3. Ab \(n = 30\). 4. Ab \(n = 142\).
42575612
In einen Kreis mit Radius \(R\) wird ein regelmäßiges \(n\)-Eck mit dem Umfang \(p_n\) einbeschrieben. a) Stelle eine Formel für den Umfang \(p_n\) in Abhängigkeit von \(n\) und \(R\) auf. b) Wir betrachten das Verhältnis \(v_n = \frac{p_{2n}}{p_n}\) der Umfänge bei einer Verdopplung der Eckenzahl. Zeige, dass gilt: \(v_n = \frac{1}{\cos\left(\frac{\pi}{2n}\right)}\). c) Bestimme den Grenzwert \(\lim_{n \to \infty} v_n\) und interpretiere das Ergebnis im Hinblick auf den Kreisumfang.

Denkanstöße

- Nutze die Trigonometrie im gleichschenkligen Teildreieck, um die Seitenlänge zu berechnen. - Für den Teil b) ist eine trigonometrische Identität für den Doppelwinkel des Sinus (\(\sin(2\alpha)\)) sehr hilfreich. - Überlege dir beim Grenzwert, was mit dem Argument des Kosinus passiert, wenn \(n\) sehr groß wird.

Lösung

1. Ein Teildreieck des \(n\)-Ecks hat den Mittelpunktswinkel \(\frac{2\pi}{n}\). Die Seitenlänge \(s_n\) ergibt sich durch Halbierung des Dreiecks zu \(s_n = 2R \sin\left(\frac{\pi}{n}\right)\). Der Umfang ist \(p_n = n \cdot s_n = 2nR \sin\left(\frac{\pi}{n}\right)\). 2. Berechnung von \(p_{2n}\): Ersetzen von \(n\) durch \(2n\) ergibt \(p_{2n} = 2(2n)R \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right) = 4nR \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right)\). 3. Verhältnis bilden: \(v_n = \frac{4nR \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right)}{2nR \sin\left(\frac{\pi}{n}\right)} = \frac{2 \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right)}{\sin\left(\frac{\pi}{n}\right)}\). 4. Anwendung der Doppelwinkelformel \(\sin(2x) = 2 \sin(x) \cos(x)\) mit \(x = \frac{\pi}{2n}\): \(\sin\left(\frac{\pi}{n}\right) = 2 \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right) \cos\left(\frac{\pi}{2n}\right)\). 5. Einsetzen und Kürzen: \(v_n = \frac{2 \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right)}{2 \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right) \cos\left(\frac{\pi}{2n}\right)} = \frac{1}{\cos\left(\frac{\pi}{2n}\right)}\). 6. Grenzwert: Da \(\frac{\pi}{2n} \to 0\) für \(n \to \infty\) und \(\cos(0) = 1\), folgt \(\lim_{n \to \infty} v_n = 1\). 7. Interpretation: Das Verhältnis \(\frac{p_{2n}}{p_n}\) nähert sich dem Wert \(1\). Der relative Umfangszuwachs bei einer Verdopplung der Eckenzahl ist \(\frac{p_{2n}-p_n}{p_n} = v_n - 1\) und strebt daher gegen \(0\).

Antwort

a) \(p_n = 2nR \sin\left(\frac{\pi}{n}\right)\). b) Durch Anwendung von \(\sin\left(\frac{\pi}{n}\right) = 2 \sin\left(\frac{\pi}{2n}\right) \cos\left(\frac{\pi}{2n}\right)\) erhält man \(v_n = \frac{1}{\cos\left(\frac{\pi}{2n}\right)}\). c) Der Grenzwert ist \(1\). Der relative Umfangszuwachs \(v_n - 1\) geht für \(n \to \infty\) gegen \(0\).
42577412
Gegeben ist eine arithmetische Folge \((a_n)\) mit dem Startwert \(a_1=5\) und der konstanten Differenz \(d=2\). a) Ermittle eine geschlossene Formel für die \(n\)-te Partialsumme \(S_n=\sum_{k=1}^{n}a_k\). b) Untersuche die Folge \(b_n=\frac{S_n}{n^2}\) auf Konvergenz und bestimme den Grenzwert für \(n\to\infty\). c) Untersuche die Partialsummenfolge \((S_n)\) selbst auf Konvergenz und erkläre den Unterschied zum Verhalten von \((b_n)\).

Denkanstöße

- Wie lässt sich zunächst das allgemeine Glied einer arithmetischen Folge aus Startwert und Differenz bestimmen? - Vereinfache den Quotienten \(\frac{S_n}{n^2}\), bevor du sein Verhalten für große \(n\) untersuchst. - Betrachte für Teil c) den führenden Term von \(S_n\) und vergleiche ihn mit der normierten Folge aus Teil b).

Lösung

1. Das allgemeine Glied der arithmetischen Folge ist \(a_n=a_1+(n-1)d=5+2(n-1)=2n+3\). Damit gilt \(S_n=\frac{a_1+a_n}{2}n=\frac{5+2n+3}{2}n=n^2+4n\). 2. Es folgt \(b_n=\frac{n^2+4n}{n^2}=1+\frac{4}{n}\). Wegen \(\frac{4}{n}\to0\) gilt \(\lim_{n\to\infty}b_n=1\). 3. Für die Partialsummenfolge gilt \(S_n=n^2+4n\to\infty\); sie besitzt also keinen endlichen Grenzwert. Die Normierung durch \(n^2\) verändert das Verhalten: Während \((S_n)\) divergiert, konvergiert \((b_n)\) gegen \(1\).

Antwort

a) \(S_n=n^2+4n\) b) \(\lim_{n\to\infty}b_n=1\) c) \(S_n\to\infty\); die Partialsummenfolge divergiert, während \((b_n)\) gegen \(1\) konvergiert.
42613912
Die Eulersche Zahl \(e\) lässt sich durch die unendliche Reihe \(e = \sum_{k=0}^{\infty} \frac{1}{k!} = 1 + \frac{1}{1!} + \frac{1}{2!} + \frac{1}{3!} + \dots\) darstellen. Die Teilsummen dieser Reihe werden mit \(s_n = \sum_{k=0}^{n} \frac{1}{k!}\) bezeichnet. 1. Berechne die Teilsumme \(s_5\) und gib das Ergebnis auf vier Dezimalstellen gerundet an. 2. Für den Fehler \(R_n = e - s_n\), den man bei Abbruch der Reihe nach dem Glied \(\frac{1}{n!}\) macht, gilt die Abschätzung \(R_n < \frac{1}{n \cdot n!}\). Bestimme mithilfe dieser Formel das kleinste \(n\), für das der Fehler garantiert kleiner als \(10^{-4}\) ist. 3. Vergleiche die Effizienz dieses Verfahrens mit der Definition von \(e\) als Grenzwert der Folge \(a_n = \left(1 + \frac{1}{n}\right)^n\). Begründe kurz, welches Verfahren für eine präzise Bestimmung von \(e\) besser geeignet ist.

Denkanstöße

- Erinnere dich daran, dass \(n!\) das Produkt aller natürlichen Zahlen von 1 bis \(n\) ist. - Setze für die Fehlerabschätzung nacheinander kleine natürliche Zahlen ein und prüfe die Ungleichung. - Überlege, wie schnell die Nenner in beiden Verfahren wachsen, wenn \(n\) größer wird.

Lösung

1. Berechnung von \(s_5\): \(s_5 = 1 + \frac{1}{1} + \frac{1}{2} + \frac{1}{6} + \frac{1}{24} + \frac{1}{120} = 2 + 0{,}5 + 0{,}1666\ldots + 0{,}0416\ldots + 0{,}0083\ldots = \frac{163}{60} \approx 2{,}7167\). 2. Bestimmung von \(n\): Gesucht ist das kleinste \(n\), für das \(\frac{1}{n \cdot n!} < 0{,}0001\) bzw. \(n \cdot n! > 10\,000\) gilt. Prüfung der Werte: Für \(n=6\): \(6 \cdot 6! = 6 \cdot 720 = 4320 < 10\,000\). Für \(n=7\): \(7 \cdot 7! = 7 \cdot 5040 = 35\,280 > 10\,000\). Somit ist \(n=7\) das kleinste \(n\), das die Bedingung erfüllt. 3. Effizienzvergleich: Die Summe \(s_n\) konvergiert sehr schnell gegen \(e\), da die Fakultät im Nenner extrem schnell wächst. Bereits für kleine \(n\) erhält man viele korrekte Dezimalstellen. Die Folge \(a_n\) konvergiert hingegen sehr langsam; für die gleiche Genauigkeit müsste man dort ein extrem großes \(n\) wählen. Daher ist die Reihendarstellung deutlich besser geeignet.

Antwort

1. \(s_5 \approx 2{,}7167\) 2. \(n = 7\) 3. Das Reihenverfahren ist effizienter, da die Glieder \(\frac{1}{n!}\) viel schneller gegen Null gehen als die Differenz bei der Folge \(\left(1 + \frac{1}{n}\right)^n\).
42766712
Für Werte \(x \in ]-1; 1]\) kann der natürliche Logarithmus durch die folgende unendliche Summe dargestellt werden: \(\ln(1+x) = x - \frac{x^2}{2} + \frac{x^3}{3} - \frac{x^4}{4} + \dots\) 1. Berechne einen Näherungswert für \(\ln(1{,}2)\), indem du die ersten vier Glieder dieser Summe verwendest. Gib das Ergebnis auf vier Dezimalstellen genau an. 2. Begründe mithilfe der obigen Bedingung für \(x\), warum sich der Wert für \(\ln(4)\) nicht durch direktes Einsetzen in diese Summendarstellung ermitteln lässt.

Denkanstöße

- Welchen Wert musst du für \(x\) wählen, damit der Ausdruck \(\ln(1+x)\) den gewünschten Wert \(\ln(1{,}2)\) ergibt? - Achte beim Einsetzen genau auf die Vorzeichen der einzelnen Glieder. - Überprüfe, in welchem Bereich \(x\) laut Aufgabenstellung liegen darf.

Lösung

1. Um \(\ln(1{,}2)\) zu berechnen, setzen wir \(1+x = 1{,}2\) bzw. \(x = 0{,}2\) in die Formel ein. Die ersten vier Glieder ergeben: \(S_4 = 0{,}2 - \frac{0{,}2^2}{2} + \frac{0{,}2^3}{3} - \frac{0{,}2^4}{4}\). Berechnung der Einzelwerte: \(0{,}2 - \frac{0{,}04}{2} + \frac{0{,}008}{3} - \frac{0{,}0016}{4} = 0{,}2 - 0{,}02 + 0{,}0026\bar{6} - 0{,}0004 = 0{,}1822\bar{6}\). Auf vier Dezimalstellen gerundet ergibt dies \(0{,}1823\). 2. Für den Funktionswert \(\ln(4)\) müsste \(1+x = 4\) gelten, woraus \(x = 3\) folgt. Die Summendarstellung ist jedoch nur für das Intervall \(]-1; 1]\) gültig. Da \(3 > 1\) ist, liegt der Wert außerhalb des Gültigkeitsbereichs der Reihe.

Antwort

1. \(\ln(1{,}2) \approx 0{,}1823\) 2. Für \(\ln(4)\) müsste \(x=3\) sein. Dieser Wert liegt außerhalb des zulässigen Intervalls \(]-1; 1]\).
42815012
Berechne die Summe der unendlichen Reihe \(\sum_{k=1}^{\infty} \frac{1}{4k^2 - 1}\).

Denkanstöße

- Erkennst du im Nenner eine Struktur, die du faktorisieren kannst? - Wie lässt sich ein Bruch mit einem Produkt im Nenner in eine Differenz zerlegen? - Schreibe die Summe für die ersten drei Werte von \(k\) auf und schaue, ob sich etwas vereinfachen lässt. - Überlege, welcher Teil der Summe für sehr große \(k\) keine Rolle mehr spielt.

Lösung

1. Faktorisierung des Nenners unter Verwendung der dritten binomischen Formel: \(4k^2 - 1 = (2k-1)(2k+1)\). 2. Partialbruchzerlegung des Summanden: \(\frac{1}{(2k-1)(2k+1)} = \frac{A}{2k-1} + \frac{B}{2k+1}\). Multiplikation mit dem Hauptnenner führt auf \(1 = A(2k+1) + B(2k-1)\). Für \(k = 0{,}5\) folgt \(A = 0{,}5\); für \(k = -0{,}5\) folgt \(B = -0{,}5\). Somit: \(\frac{1}{4k^2-1} = \frac{1}{2} \left(\frac{1}{2k-1} - \frac{1}{2k+1}\right)\). 3. Bildung der Partialsumme \(S_n\): \(S_n = \frac{1}{2} \sum_{k=1}^{n} \left(\frac{1}{2k-1} - \frac{1}{2k+1}\right) = \frac{1}{2} \left[ \left(1 - \frac{1}{3}\right) + \left(\frac{1}{3} - \frac{1}{5}\right) + \dots + \left(\frac{1}{2n-1} - \frac{1}{2n+1}\right) \right]\). 4. Vereinfachung der Teleskopsumme: \(S_n = \frac{1}{2} \left(1 - \frac{1}{2n+1}\right)\). 5. Grenzwertbetrachtung für \(n \to \infty\): \(S = \lim_{n \to \infty} \frac{1}{2} \left(1 - \frac{1}{2n+1}\right) = \frac{1}{2} (1 - 0) = 0{,}5\).

Antwort

\(0{,}5\)
42886812
Ein Patient erhält alle \(8\) Stunden eine Medikamentendosis von \(100\,\text{mg}\). Zwischen zwei Gaben werden \(75\,\%\) der jeweils vorhandenen Wirkstoffmenge abgebaut, sodass unmittelbar vor der nächsten Gabe noch \(25\,\%\) verbleiben. Die Folge \((a_n)\) beschreibt die Wirkstoffmenge direkt nach der \(n\)-ten Gabe; es gilt \(a_1=100\,\text{mg}\). a) Stelle eine rekursive Vorschrift für \(a_n\) auf. b) Bestimme eine explizite Darstellung der Folge. c) Nach der wievielten Gabe überschreitet die Wirkstoffmenge erstmals \(133\,\text{mg}\)?

Denkanstöße

- Welche Wirkstoffmenge bleibt jeweils bis zur nächsten Gabe erhalten? - In welcher Reihenfolge wirken Abbau und neue Dosis auf ein Folgenglied? - Ein stabiler Wert kann helfen, die explizite Darstellung einer affinen Rekursion zu strukturieren. - Vergleiche aufeinanderfolgende Folgenglieder mit der vorgegebenen Grenze.

Lösung

1. Vor der nächsten Gabe bleiben \(25\,\%\) der bisherigen Menge übrig, anschließend kommen \(100\,\text{mg}\) hinzu. Daher gilt \(a_{n+1}=0{,}25a_n+100\) mit \(a_1=100\). 2. Der Grenzwert \(S\) erfüllt \(S=0{,}25S+100\), also \(S=\frac{400}{3}\). 3. Damit lautet die explizite Darstellung \(a_n=\frac{400}{3}-\frac{100}{3}\cdot0{,}25^{n-1}\). 4. Die Werte \(a_4=132{,}8125\,\text{mg}\) und \(a_5=133{,}203125\,\text{mg}\) liegen unmittelbar unter bzw. über \(133\,\text{mg}\). 5. Die Grenze wird daher erstmals nach der fünften Gabe überschritten.

Antwort

a) \(a_{n+1}=0{,}25a_n+100\) mit \(a_1=100\) b) \(a_n=\frac{400}{3}-\frac{100}{3}\cdot0{,}25^{n-1}\) c) Nach der \(5.\) Gabe.
42886912
Ein Startup-Unternehmen möchte für eine Erweiterung einen Kredit über \(150\,000\,\text{€}\) aufnehmen. Es liegen zwei Angebote vor: Angebot A: Ein Kredit über \(150\,000\,\text{€}\) zu einem Zinssatz von \(5{,}5\,\%\) pro Jahr bei einer jährlichen Rate von \(20\,000\,\text{€}\). Angebot B: Ein Kredit über \(165\,000\,\text{€}\) zu einem niedrigeren Zinssatz von \(3{,}0\,\%\) pro Jahr. Davon werden jedoch nur \(150\,000\,\text{€}\) ausgezahlt (Disagio). Die jährliche Rate beträgt ebenfalls \(20\,000\,\text{€}\). Untersuche mithilfe einer Iteration der Restschuld für die ersten fünf Jahre, welches Angebot nach diesem Zeitraum die geringere Restschuld aufweist. Empfiehl dem Unternehmen ein Angebot.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich die Restschuld am Ende eines Jahres aus der Schuld des Vorjahres, den Zinsen und der Rückzahlung zusammensetzt. - Welchen Startwert musst du für die jeweilige Berechnung wählen? Beachte dabei den Unterschied zwischen dem ausgezahlten Betrag und der tatsächlichen Kreditsumme. - Berechne die Werte schrittweise Jahr für Jahr. - Vergleiche die Restbeträge nach dem fünften Jahr direkt miteinander.

Lösung

1. Aufstellen der Iterationsvorschrift für Angebot A: \(K_{n+1} = K_n \cdot 1{,}055 - 20\,000\) mit \(K_0 = 150\,000\). 2. Berechnung der Restschulden für Angebot A: \(K_1 = 150\,000 \cdot 1{,}055 - 20\,000 = 138\,250\,\text{€}\) \(K_2 \approx 125\,853{,}75\,\text{€}\) \(K_3 \approx 112\,775{,}71\,\text{€}\) \(K_4 \approx 98\,978{,}37\,\text{€}\) \(K_5 \approx 84\,422{,}18\,\text{€}\) 3. Aufstellen der Iterationsvorschrift für Angebot B: \(K_{n+1} = K_n \cdot 1{,}03 - 20\,000\) mit \(K_0 = 165\,000\). 4. Berechnung der Restschulden für Angebot B: \(K_1 = 165\,000 \cdot 1{,}03 - 20\,000 = 149\,950\,\text{€}\) \(K_2 = 134\,448{,}50\,\text{€}\) \(K_3 \approx 118\,481{,}96\,\text{€}\) \(K_4 \approx 102\,036{,}41\,\text{€}\) \(K_5 \approx 85\,097{,}51\,\text{€}\) 5. Vergleich der Ergebnisse nach 5 Jahren: Angebot A hat eine Restschuld von ca. \(84\,422{,}18\,\text{€}\), Angebot B ca. \(85\,097{,}51\,\text{€}\). Angebot A ist nach 5 Jahren günstiger.

Antwort

Nach 5 Jahren beträgt die Restschuld bei Angebot A ca. \(84\,422{,}18\,\text{€}\) und bei Angebot B ca. \(85\,097{,}51\,\text{€}\). Damit ist Angebot A vorteilhafter, da die Restschuld trotz des höheren Zinssatzes schneller sinkt, weil die anfängliche Kreditsumme niedriger ist.
42887012
Ein Sparer legt ein Kapital von \(50\,000\,\text{€}\) an. Er möchte jährlich \(4000\,\text{€}\) entnehmen (jeweils am Jahresende nach der Verzinsung). Er vergleicht zwei Anlagemodelle: Modell 1: Das Kapital wird mit jährlich \(3{,}5\,\%\) verzinst. Modell 2: Das Kapital wird im ersten Jahr mit \(2\,\%\) verzinst, danach steigt der Zinssatz jährlich um \(0{,}5\) Prozentpunkte (im 2. Jahr \(2{,}5\,\%\), im 3. Jahr \(3\,\%\) usw.). Bestimme durch Iteration der Kapitalentwicklung für die ersten vier Jahre, bei welchem Modell nach diesem Zeitraum mehr Kapital übrig ist.

Denkanstöße

- Erstelle für beide Modelle eine Tabelle oder eine Liste der jährlichen Berechnungen. - Beachte bei Modell 2, dass sich der Wachstumsfaktor in jedem Schritt ändert. - Denk daran, dass die Entnahme erst erfolgt, nachdem die Zinsen zum Kapital addiert wurden.

Lösung

1. Iteration für Modell 1 (\(K_{n+1} = K_n \cdot 1{,}035 - 4000\)): \(K_0 = 50\,000\,\text{€}\) \(K_1 = 50\,000 \cdot 1{,}035 - 4000 = 47\,750\,\text{€}\) \(K_2 = 47\,750 \cdot 1{,}035 - 4000 = 45\,421{,}25\,\text{€}\) \(K_3 \approx 43\,010{,}99\,\text{€}\) \(K_4 \approx 40\,516{,}38\,\text{€}\) 2. Iteration für Modell 2 (\(K_{n+1} = K_n \cdot q_n - 4000\)): \(K_0 = 50\,000\,\text{€}\) \(K_1 = 50\,000 \cdot 1{,}02 - 4000 = 47\,000\,\text{€}\) \(K_2 = 47\,000 \cdot 1{,}025 - 4000 = 44\,175\,\text{€}\) \(K_3 = 44\,175 \cdot 1{,}03 - 4000 = 41\,500{,}25\,\text{€}\) \(K_4 = 41\,500{,}25 \cdot 1{,}035 - 4000 \approx 38\,952{,}76\,\text{€}\) 3. Vergleich: Modell 1 führt nach 4 Jahren zu einem höheren Kapitalstand.

Antwort

Nach 4 Jahren beträgt das Restkapital bei Modell 1 ca. \(40\,516{,}38\,\text{€}\) und bei Modell 2 ca. \(38\,952{,}76\,\text{€}\). Somit ist Modell 1 nach vier Jahren das rentablere Modell.
42887112
In einem Fischteich werden zu Beginn eines jeden Monats \( 500 \) Jungfische ausgesetzt. Durch natürliche Faktoren (Abwanderung, Fressfeinde) überleben jeweils nur \( 80\,\% \) des gesamten Fischbestands den Folgemonat. Die Anzahl der Fische unmittelbar nach dem Einsetzen im \( n \)-ten Monat wird mit \( a_n \) bezeichnet. Im ersten Monat werden zum Start \( 500 \) Fische eingesetzt (\( a_1 = 500 \)). a) Stelle eine Rekursionsgleichung der Form \( a_{n+1} = qa_n + c \) für den Fischbestand auf. b) Berechne mithilfe der expliziten Vorschrift \( a_n = q^{n-1} \cdot a_1 + c \cdot \frac{q^{n-1} - 1}{q - 1} \) die Anzahl der Fische im 5. Monat. c) Welchem Wert nähert sich der Fischbestand langfristig an? Begründe deine Antwort durch Betrachtung der Rekursionsgleichung für einen stabilen Zustand.

Denkanstöße

- Überlege, welcher Anteil der Fische von einem Monat zum nächsten erhalten bleibt und wie viele neu hinzukommen. - Setze die Werte für \( q \), \( c \) und \( a_1 \) sorgfältig in die vorgegebene Formel ein. - Was bedeutet es für die Folgenglieder \( a_n \) und \( a_{n+1} \), wenn sich der Bestand nicht mehr ändert?

Lösung

1. Aufstellen der Rekursionsgleichung: Da \( 80\,\% \) verbleiben und \( 500 \) hinzukommen, gilt \( a_{n+1} = 0{,}8a_n + 500 \) mit \( q = 0{,}8 \) und \( c = 500 \). 2. Anwendung der expliziten Vorschrift für \( n = 5 \): \( a_5 = 0{,}8^{5-1} \cdot 500 + 500 \cdot \frac{0{,}8^{4} - 1}{0{,}8 - 1} \). 3. Berechnung von \( a_5 \): \( a_5 = 0{,}8^4 \cdot 500 + 500 \cdot \frac{0{,}4096 - 1}{-0{,}2} = 0{,}4096 \cdot 500 + 500 \cdot 2{,}952 = 204{,}8 + 1476 = 1680{,}8 \). Im 5. Monat sind es ca. \( 1681 \) Fische. 4. Bestimmung des Grenzwerts \( L \): Im stabilen Zustand gilt \( L = 0{,}8L + 500 \). Dies führt zu \( 0{,}2L = 500 \), woraus \( L = 2500 \) folgt. Der Bestand nähert sich langfristig \( 2500 \) Fischen an.

Antwort

a) \( a_{n+1} = 0{,}8a_n + 500 \) mit \( a_1 = 500 \) b) \( a_5 = 1680{,}8 \) (ca. \( 1681 \) Fische) c) Der Bestand nähert sich dem Wert \( 2500 \) an.
42887212
Gegeben ist eine Folge \( (a_n) \) durch die Rekursionsvorschrift \( a_{n+1} = 1{,}5a_n - 100 \) mit dem Startwert \( a_1 \). a) Zeige durch Einsetzen von \( q = 1{,}5 \) und \( c = -100 \) in die allgemeine explizite Formel \( a_n = q^{n-1}a_1 + c\frac{q^{n-1} - 1}{q - 1} \), dass sich die Vorschrift zu \( a_n = 200 + (a_1 - 200) \cdot 1{,}5^{n-1} \) vereinfachen lässt. b) Bestimme den speziellen Startwert \( a_1 \), für den alle Folgenglieder den gleichen Wert besitzen (stationäre Folge). c) Untersuche das Verhalten der Folge für \( n \to \infty \) in Abhängigkeit vom Startwert \( a_1 \). Betrachte dabei die Fälle \( a_1 > 200 \) und \( a_1 < 200 \).

Denkanstöße

- Nutze algebraische Umformungen, um den Bruchterm zu vereinfachen, indem du durch \( 0{,}5 \) dividierst. - Wann hat der Wert von \( n \) keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis der Formel? - Überlege, was mit einer Potenz passiert, deren Basis größer als \( 1 \) ist, wenn der Exponent immer größer wird. - Achte auf das Vorzeichen des Faktors vor der Potenz.

Lösung

1. Einsetzen in die Formel: \( a_n = 1{,}5^{n-1} \cdot a_1 - 100 \cdot \frac{1{,}5^{n-1} - 1}{1{,}5 - 1} \). 2. Vereinfachung des Bruchs: \( \frac{1{,}5^{n-1} - 1}{0{,}5} = 2 \cdot (1{,}5^{n-1} - 1) \). 3. Zusammenfassen: \( a_n = a_1 \cdot 1{,}5^{n-1} - 200 \cdot 1{,}5^{n-1} + 200 = 200 + (a_1 - 200) \cdot 1{,}5^{n-1} \). 4. Stationäre Folge: Die Folge ist konstant, wenn der Term mit der Potenz verschwindet, also \( a_1 - 200 = 0 \), woraus \( a_1 = 200 \) folgt. 5. Grenzverhalten: Für \( a_1 > 200 \) ist die Klammer positiv. Da \( 1{,}5^{n-1} \) für \( n \to \infty \) unendlich groß wird, divergiert die Folge gegen \( +\infty \). Für \( a_1 < 200 \) ist die Klammer negativ, die Folge divergiert gegen \( -\infty \).

Antwort

a) Nachweis durch Einsetzen: \( a_n = a_1 \cdot 1{,}5^{n-1} - 100 \cdot \frac{1{,}5^{n-1} - 1}{0{,}5} = 200 + (a_1 - 200) \cdot 1{,}5^{n-1} \) b) \( a_1 = 200 \) c) Für \( a_1 > 200 \) gilt \( a_n \to \infty \); für \( a_1 < 200 \) gilt \( a_n \to -\infty \).
42887312
Ein Patient nimmt täglich eine Tablette mit \(12\,\text{mg}\) eines Wirkstoffs ein. Der Körper baut über Nacht jeweils \(20\,\%\) der aktuell im Blut vorhandenen Wirkstoffmenge ab. Zu Beginn der Behandlung befindet sich noch kein Wirkstoff im Körper. a) Berechne die Wirkstoffmenge im Blut für die ersten fünf Tage jeweils direkt nach der Einnahme. b) Bestimme die langfristige Wirkstoffmenge im Blut (Sättigungswert), falls die Behandlung dauerhaft fortgesetzt wird. c) Die Wirkstoffmenge darf aus medizinischen Gründen \(50\,\text{mg}\) nicht überschreiten. Beurteile, ob dieser Grenzwert bei der vorliegenden Dosierung eingehalten wird. d) Wie würde sich der Sättigungswert verändern, wenn der Patient täglich die doppelte Dosis (\(24\,\text{mg}\)) einnehmen würde?

Denkanstöße

- Überlege dir zuerst, welcher Anteil des Wirkstoffs nach einem Tag noch im Körper vorhanden ist. - Wie kannst du den Zustand an einem Tag aus dem Zustand des Vortags berechnen? - Was bedeutet es mathematisch für die Werte der Folge, wenn sich langfristig ein stabiler Zustand einstellt? - Untersuche, ob die Werte der Folge immer größer werden oder sich einem bestimmten Wert nähern.

Lösung

1. Iterationsvorschrift: \(a_{n+1} = 0{,}8a_n + 12\) mit \(a_0 = 0\). 2. Erste fünf Tage: \(a_1 = 12\,\text{mg}\) \(a_2 = 21{,}6\,\text{mg}\) \(a_3 = 29{,}28\,\text{mg}\) \(a_4 = 35{,}424\,\text{mg}\) \(a_5 = 40{,}3392\,\text{mg}\) 3. Sättigungswert: \(x = 0{,}8x + 12\), also \(x = 60\,\text{mg}\). 4. Da die Folge streng monoton gegen \(60\,\text{mg}\) wächst, wird der Grenzwert von \(50\,\text{mg}\) überschritten. 5. Bei \(24\,\text{mg}\) täglicher Zufuhr gilt \(x = 0{,}8x + 24\), also \(x = 120\,\text{mg}\).

Antwort

a) Tag 1: \(12\,\text{mg}\); Tag 2: \(21{,}6\,\text{mg}\); Tag 3: \(29{,}28\,\text{mg}\); Tag 4: \(35{,}424\,\text{mg}\); Tag 5: \(40{,}3392\,\text{mg}\). b) Der Sättigungswert liegt bei \(60\,\text{mg}\). c) Der Grenzwert von \(50\,\text{mg}\) wird überschritten, da der Sättigungswert darüber liegt. d) Der Sättigungswert würde sich auf \(120\,\text{mg}\) verdoppeln.
42887412
In einem abgelegenen Bergsee befinden sich zu Beginn einer Untersuchung \(1500\,\text{kg}\) eines bestimmten Salzes. Am Ende jedes Jahres fließen zunächst \(10\,\%\) der vorhandenen Salzmenge ab; anschließend kommen durch natürliche Zuflüsse \(200\,\text{kg}\) Salz hinzu. a) Beschreibe die Entwicklung der Salzmenge durch eine rekursive Folge und berechne die Salzmenge nach zwei und nach vier Jahren. b) Ermittle rechnerisch, auf welchen Wert sich die Salzmenge langfristig einpendelt. c) Untersuche, wie sich dieser langfristige Wert verändert, wenn der jährliche Zufluss auf \(150\,\text{kg}\) gesenkt wird. d) Angenommen, der Zufluss würde komplett gestoppt. Beschreibe den Verlauf der Salzmenge in diesem Fall.

Denkanstöße

- Stelle eine Gleichung auf, die die Salzmenge eines Jahres mit der des Vorjahres verknüpft. - Achte darauf, ob der Startwert über oder unter dem berechneten Sättigungswert liegt. - Was passiert mit der Gleichung für den Sättigungswert, wenn du einen der Parameter änderst? - Wie verhält sich eine Größe, die jedes Jahr um einen festen Prozentsatz abnimmt, ohne dass etwas hinzugefügt wird?

Lösung

1. Aufstellen der Iterationsvorschrift: Mit einem Abfluss von \(10\,\%\) bleiben \(90\,\%\) der Salzmenge erhalten. Die Zufuhr beträgt \(200\,\text{kg}\). Es gilt \(s_{n+1} = 0{,}9s_n + 200\) mit \(s_0 = 1500\,\text{kg}\). 2. Berechnung der Werte für Teilaufgabe a): \(s_1 = 0{,}9 \cdot 1500 + 200 = 1550\,\text{kg}\); \(s_2 = 0{,}9 \cdot 1550 + 200 = 1595\,\text{kg}\). Weiterführend: \(s_3 = 0{,}9 \cdot 1595 + 200 = 1635{,}5\,\text{kg}\); \(s_4 = 0{,}9 \cdot 1635{,}5 + 200 = 1671{,}95\,\text{kg}\). 3. Bestimmung des Grenzwerts für Teilaufgabe b): \(x = 0{,}9x + 200 \implies 0{,}1x = 200 \implies x = 2000\,\text{kg}\). 4. Änderung des Grenzwerts für Teilaufgabe c): Mit neuem Zufluss gilt \(x = 0{,}9x + 150 \implies 0{,}1x = 150 \implies x = 1500\,\text{kg}\). Die Salzmenge bleibt dann in jedem Jahr konstant bei \(1500\,\text{kg}\). 5. Analyse für Teilaufgabe d): Ohne Zufluss gilt \(s_{n+1} = 0{,}9s_n\). Dies ist eine geometrische Folge mit dem Abnahmefaktor \(0{,}9\). Die Salzmenge würde exponentiell abnehmen und gegen \(0\,\text{kg}\) konvergieren.

Antwort

a) \(s_{n+1} = 0{,}9s_n + 200\). Nach 2 Jahren: \(1595\,\text{kg}\); nach 4 Jahren: \(1671{,}95\,\text{kg}\). b) Die Salzmenge pendelt sich langfristig bei \(2000\,\text{kg}\) ein. c) Der Sättigungswert sinkt auf \(1500\,\text{kg}\). d) Die Salzmenge nimmt exponentiell ab und nähert sich langfristig dem Wert \(0\,\text{kg}\) an.
42887612
Ein Fischbestand in einem künstlich angelegten See mit einer Kapazitätsgrenze von \(G = 2000\) Fischen wird untersucht. Die Entwicklung des Bestands wird durch das diskrete logistische Wachstumsmodell \(B_{n+1} = B_n + kB_n(G - B_n)\) beschrieben, wobei \(n\) die Zeit in Wochen angibt. Zu Beginn (\(n=0\)) befinden sich \(400\) Fische im See. Nach einer Woche (\(n=1\)) wurde ein Bestand von \(528\) Fischen ermittelt. 1. Bestimme den Wert der Wachstumskonstante \(k\) auf Basis der gegebenen Daten. 2. Berechne unter Verwendung des Modells die Bestandszahlen für die Wochen 2 und 3 (jeweils auf ganze Fische gerundet). 3. Erläutere ohne weitere Rechnung, wie sich der wöchentliche Zuwachs \(B_{n+1} - B_n\) entwickelt, wenn der Bestand \(B_n\) sehr nahe an die Kapazitätsgrenze \(G\) heranreicht.

Denkanstöße

- Setze die bekannten Werte für \(B_0, B_1\) und \(G\) in die Formel ein, um die Unbekannte zu finden. - Achte darauf, für die Berechnung der nächsten Woche immer den ungerundeten Wert der Vorwoche zu nutzen, um Rundungsfehler zu vermeiden. - Schau dir die Struktur der Formel an: Was passiert mathematisch in der Klammer, wenn die beiden Zahlen darin fast gleich groß sind?

Lösung

1. Einsetzen der Werte: \(528 = 400 + k \cdot 400 \cdot (2000 - 400)\) \(128 = 640\,000k\) \(k = 0{,}0002\). 2. Woche 2: \(B_2 = 528 + 0{,}0002 \cdot 528 \cdot (2000 - 528) = 683{,}4432 \approx 683\). Woche 3: \(B_3 = 683{,}4432 + 0{,}0002 \cdot 683{,}4432 \cdot (2000 - 683{,}4432) \approx 683{,}4432 + 179{,}9584 = 863{,}4016 \approx 863\). 3. Für \(B_n \to G\) gilt \(G-B_n \to 0\). Daher nähert sich auch der Zuwachs \(B_{n+1}-B_n = kB_n(G-B_n)\) dem Wert \(0\).

Antwort

1. \(k = 0{,}0002\) 2. \(B_2 \approx 683\); \(B_3 \approx 863\) 3. Der Zuwachs nähert sich Null an, da der Faktor \((G - B_n)\) gegen Null strebt.
42888112
Ein Regenrückhaltebecken hat ein Fassungsvermögen von \(2000\,\text{m}^3\). Zu Beginn eines Unwetters befinden sich \(400\,\text{m}^3\) Wasser im Becken. Jede Stunde fließen durch die Kanalisation \(350\,\text{m}^3\) Wasser zu. Sobald der Wasserstand zu Beginn einer Stunde \(1200\,\text{m}^3\) oder mehr beträgt, wird zusätzlich eine Pumpe aktiviert, die pro Stunde \(120\,\text{m}^3\) aus dem Becken abführt. Übersteigt der rechnerische Wasserstand das Fassungsvermögen, läuft der Überschuss über; im Becken verbleiben höchstens \(2000\,\text{m}^3\). a) Stelle die rekursive Zuordnungsvorschrift \(V_{n+1} = f(V_n)\) für das Volumen nach \(n+1\) Stunden in Abhängigkeit vom Volumen \(V_n\) nach \(n\) Stunden auf. Berücksichtige dabei beide Fälle (mit und ohne Pumpe). b) Berechne die Wasserstände \(V_1\) bis \(V_4\). c) Nach wie vielen vollen Stunden ist das Becken erstmals zu mehr als \(75\,\%\) gefüllt?

Denkanstöße

- Überlege dir, wie sich das Volumen von einer Stunde zur nächsten verändert. - Unterscheide bei der Formel, ob der Schwellenwert für die Pumpe bereits erreicht ist oder nicht. - Was bedeutet „\(75\,\%\) des Fassungsvermögens“ konkret als Zahlenwert? - Berechne die Werte Schritt für Schritt nacheinander und beachte, dass das Becken höchstens \(2000\,\text{m}^3\) enthalten kann.

Lösung

1. Aufstellen der rekursiven Formel unter Berücksichtigung des Fassungsvermögens: Ohne Pumpe (\(V_n < 1200\)) gilt \(V_{n+1} = \min\{2000, V_n + 350\}\). Mit Pumpe (\(V_n \ge 1200\)) gilt \(V_{n+1} = \min\{2000, V_n + 350 - 120\} = \min\{2000, V_n + 230\}\). 2. Berechnung der Iterationsschritte: \(V_0 = 400\) \(V_1 = 400 + 350 = 750\) \(V_2 = 750 + 350 = 1100\) \(V_3 = 1100 + 350 = 1450\) \(V_4 = 1450 + 230 = 1680\) (da \(V_3 = 1450 \ge 1200\)) 3. Bestimmung des Zeitpunkts für die \(75\,\%\)-Füllung: Das Zielvolumen ist \(0{,}75 \cdot 2000\,\text{m}^3 = 1500\,\text{m}^3\). Da \(V_3 = 1450\) und \(V_4 = 1680\), wird dieser Wert nach \(4\) Stunden erstmals überschritten.

Antwort

a) \(V_{n+1} = \begin{cases} \min\{2000, V_n + 350\} & \text{für } V_n < 1200 \\ \min\{2000, V_n + 230\} & \text{für } V_n \ge 1200 \end{cases}\) b) \(V_1 = 750\,\text{m}^3\); \(V_2 = 1100\,\text{m}^3\); \(V_3 = 1450\,\text{m}^3\); \(V_4 = 1680\,\text{m}^3\) c) Nach \(4\) Stunden.
42888312
Ein Patient nimmt regelmäßig ein Medikament ein. Jeden Tag werden \(25\,\%\) der im Körper vorhandenen Wirkstoffmenge abgebaut. Es werden zwei verschiedene Modelle untersucht, um die Wirkstoffmenge \(W_n\) im Körper am Tag \(n\) zu beschreiben. Dabei bezeichnet \(W_n\) die Wirkstoffmenge zu Beginn des Tages \(n\), noch vor den an diesem Tag modellierten Vorgängen. In beiden Fällen wird täglich eine Dosis von \(40\,\text{mg}\) zugeführt, und es wird mit \(W_1 = 0\,\text{mg}\) gestartet. Die erste Einnahme wirkt sich somit auf \(W_2\) aus. Modell A: \(W_n = 0{,}75W_{n-1} + 40\) für \(n \ge 2\) Modell B: \(W_n = 0{,}75(W_{n-1} + 40)\) für \(n \ge 2\) a) Erläutere den Unterschied zwischen den beiden Modellen im Hinblick auf den zeitlichen Ablauf von Einnahme und Abbau des Wirkstoffs. b) Bestimme für beide Modelle die langfristige Sättigungsmenge (den Grenzwert). c) Ab welchem Tag \(n\) sind in Modell A mindestens \(90\,\%\) der Sättigungsmenge erreicht?

Denkanstöße

- Überlege dir, welche Operation in der Formel zuerst ausgeführt wird: die Multiplikation oder die Addition? - Was passiert mit der Wirkstoffmenge, wenn sie sich nach langer Zeit kaum noch verändert? Setze in diesem Fall \(W_n = W_{n-1}\). - Du kannst die Werte für die ersten Tage schrittweise berechnen oder eine allgemeine Formel für die Glieder der Folge aufstellen. - Denk daran, dass \(W_1\) den Zustand zu Beginn des ersten Tages vor der ersten Einnahme beschreibt.

Lösung

1. Modellvergleich: In Modell A wird zuerst der vorhandene Wirkstoff abgebaut und danach die neue Dosis addiert. In Modell B wird zuerst die Dosis addiert; anschließend werden \(25\,\%\) der Gesamtmenge abgebaut. 2. Grenzwerte: Modell A: \(L = 0{,}75L + 40\), also \(L_A = 160\,\text{mg}\). Modell B: \(L = 0{,}75(L+40)\), also \(L_B = 120\,\text{mg}\). 3. In Modell A sind \(90\,\%\) des Grenzwerts \(144\,\text{mg}\). Durch schrittweise Anwendung der Rekursion erhält man \(W_9 \approx 143{,}982\,\text{mg} < 144\,\text{mg}\) und \(W_{10} \approx 147{,}986\,\text{mg} > 144\,\text{mg}\). Daher werden mindestens \(90\,\%\) der Sättigungsmenge erstmals zu Beginn des Tages \(n=10\) erreicht. Das entspricht dem Zustand nach neun täglichen Einnahmen.

Antwort

a) Modell A: Erst Abbau, dann Einnahme. Modell B: Erst Einnahme, dann Abbau. b) Modell A: \(160\,\text{mg}\); Modell B: \(120\,\text{mg}\). c) Zu Beginn von Tag \(n = 10\), also nach neun Einnahmen.
42888412
In einem Teich befinden sich zu Beginn eines Beobachtungszeitraums \(10\,\text{kg}\) Algen. Durch natürliches Wachstum kommen täglich \(3\,\text{kg}\) Algen hinzu. Gleichzeitig entfernt eine Filteranlage jeden Tag \(15\,\%\) der im Teich vorhandenen Algenmasse. a) Stelle eine rekursive Vorschrift für die Algenmasse \(A_n\) nach \(n\) Tagen auf. Gehe davon aus, dass die Filterung auf die gesamte Tagesmenge (Bestand plus Zuwachs) wirkt. b) Berechne den Bestand an Algen, der sich langfristig einstellt. c) Nach wie vielen Tagen weicht die Algenmasse um weniger als \(1\,\%\) von diesem langfristigen Wert ab?

Denkanstöße

- Stelle dir den Ablauf eines Tages vor: Was passiert zuerst, was danach? - Ein stabiler Zustand bedeutet, dass nach einem Tag genau so viel Algenmasse verschwindet, wie neu hinzukommt. - \(1\,\%\) des Grenzwerts liefert die maximal erlaubte absolute Abweichung. - Berechne die Folgenglieder so lange weiter, bis diese Abweichung erstmals unterschritten wird.

Lösung

1. Rekursive Vorschrift: \(A_n = 0{,}85(A_{n-1}+3) = 0{,}85A_{n-1}+2{,}55\) mit \(A_0=10\). 2. Langfristiger Bestand: \(L = 0{,}85L+2{,}55\), also \(L=17\,\text{kg}\). 3. Eine Abweichung von weniger als \(1\,\%\) bedeutet \(|A_n-17|<0{,}17\). Durch schrittweise Anwendung der Rekursion erhält man \(A_{22} \approx 16{,}804\,\text{kg}\), also eine Abweichung von etwa \(0{,}196\,\text{kg}\), und \(A_{23} \approx 16{,}8334\,\text{kg}\), also eine Abweichung von etwa \(0{,}1666\,\text{kg}\). Damit ist die Abweichung erstmals nach \(23\) Tagen kleiner als \(1\,\%\).

Antwort

a) \(A_n = 0{,}85(A_{n-1} + 3)\) mit \(A_0 = 10\). b) \(17\,\text{kg}\). c) Nach \(23\) Tagen.
42989712
In einem Mathematik-Leistungskurs wird der Grenzwert \(\lim_{n\to\infty}(1+\frac{1}{n})^n\) diskutiert. Tom behauptet: „Da der Ausdruck in der Klammer für immer größere \(n\) gegen \(1\) strebt und \(1\) hoch unendlich immer \(1\) ist, muss der Grenzwert \(1\) sein.“ 1. Überprüfe diese Vermutung, indem du die Werte des Terms für \(n=5\), \(n=50\) und \(n=500\) auf drei Dezimalstellen genau berechnest. 2. Erkläre, warum Toms Argumentation lückenhaft ist. Gehe dabei auf das Zusammenspiel von Basis und Exponent ein. 3. Wie lautet die korrekte Bezeichnung für diesen Grenzwert und welchen Wert hat er gerundet auf zwei Nachkommastellen?

Denkanstöße

- Welche Werte erhältst du, wenn du immer größere Zahlen für \(n\) einsetzt? - Was passiert mit einer Zahl, die geringfügig größer als \(1\) ist, wenn man sie mit sich selbst multipliziert? - Betrachte die Entwicklung der Ergebnisse: Bewegen sie sich auf die \(1\) zu oder weg? - Gibt es in der Mathematik Fälle, in denen zwei Veränderungen in einem Term gegeneinander wirken?

Lösung

1. Einsetzen der Werte ergibt: \(A(5)=(1+\frac{1}{5})^5=1{,}2^5\approx2{,}488\); \(A(50)=(1+\frac{1}{50})^{50}=1{,}02^{50}\approx2{,}692\); \(A(500)=(1+\frac{1}{500})^{500}=1{,}002^{500}\approx2{,}716\). 2. Basis und Exponent hängen beide von \(n\) ab. Aus \(1+\frac{1}{n}\to1\) und \(n\to\infty\) darf man den Grenzwert des Potenzterms nicht durch getrenntes Einsetzen bestimmen; die Form \(1^\infty\) ist unbestimmt. Entscheidend ist das gemeinsame Verhalten beider Größen. 3. Der Grenzwert ist die Eulersche Zahl \(e\). Ihr Wert beträgt gerundet \(2{,}72\).

Antwort

1. \(2{,}488\); \(2{,}692\); \(2{,}716\) 2. Basis und Exponent verändern sich gleichzeitig; die Form \(1^\infty\) bestimmt den Grenzwert nicht. 3. Eulersche Zahl \(e\approx2{,}72\)
55326412
Betrachte die harmonische Reihe \(\sum_{k=1}^{\infty}\frac{1}{k}\) und ihre Partialsummen \(S_n\). Für \(m\in\mathbb{N}\) mit \(m\ge 1\) kann man schreiben: \(S_{2^m}=1+\frac{1}{2}+\left(\frac{1}{3}+\frac{1}{4}\right)+\left(\frac{1}{5}+\frac{1}{6}+\frac{1}{7}+\frac{1}{8}\right)+\cdots+\left(\frac{1}{2^{m-1}+1}+\cdots+\frac{1}{2^m}\right)\). a) Zeige, dass jeder Block nach dem ersten Summanden \(1\) mindestens den Wert \(\frac{1}{2}\) hat. b) Folgere daraus \(S_{2^m}\ge 1+\frac{m}{2}\). c) Begründe damit, dass die harmonische Reihe divergiert.

Denkanstöße

- Zähle, wie viele Summanden ein typischer Block enthält. - Vergleiche innerhalb eines Blocks jeden Summanden mit demjenigen, dessen Nenner am größten ist. - Welche Folgerung ergibt sich, wenn du für eine Teilfolge der Partialsummen eine untere Schranke findest, die selbst unbegrenzt wächst?

Lösung

1. Der \(j\)-te Block nach dem ersten Summanden enthält \(2^{j-1}\) Terme. Jeder Nenner ist höchstens \(2^j\), also ist jeder dieser Terme mindestens \(\frac{1}{2^j}\). Der gesamte Block ist daher mindestens \(2^{j-1}\cdot\frac{1}{2^j}=\frac{1}{2}\). 2. Bis \(S_{2^m}\) treten nach dem ersten Summanden genau \(m\) solcher Blöcke auf. Deshalb gilt \(S_{2^m}\ge 1+m\cdot\frac{1}{2}=1+\frac{m}{2}\). 3. Die rechte Seite wächst mit \(m\) ohne Schranke. Damit ist auch die Partialsummenfolge unbeschränkt und kann keinen endlichen Grenzwert besitzen. Folglich divergiert die harmonische Reihe.

Antwort

a) Jeder Block ist mindestens \(\frac{1}{2}\). b) \(S_{2^m}\ge 1+\frac{m}{2}\) c) Die Partialsummen sind unbeschränkt; daher divergiert die harmonische Reihe.
55326512
Die Abbildung zeigt \(f(x)=e^x\) sowie die Taylorpolynome \(p_1\), \(p_2\), \(p_3\) und \(p_4\) von \(f\) um \(x=0\). a) Bestimme \(p_1\), \(p_2\), \(p_3\) und \(p_4\) aus den Ableitungswerten von \(f\) bei \(x=0\). b) Beschreibe anhand der Abbildung, wie sich die Graphen mit wachsendem Grad in der Nähe von \(x=0\) an den Graphen von \(f\) annähern. Erkläre dies mithilfe der übereinstimmenden Ableitungen bei \(x=0\). c) Berechne \(p_4(1)\) als Näherung für \(e\) und gib den Wert auf drei Dezimalstellen an. d) Gib ausgehend vom Muster der Taylorpolynome die Reihendarstellung der Euler’schen Zahl \(e\) an.
Abbildung zur Aufgabe 553265

Denkanstöße

- Welche Werte haben \(e^x\) und seine Ableitungen an der Entwicklungsstelle \(0\)? - Welche Ableitungsordnungen müssen bei einem Taylorpolynom vom Grad \(n\) an der Entwicklungsstelle übereinstimmen? - Vergleiche im Bild, wie lange die einzelnen Polynomgraphen nahe am Graphen von \(e^x\) bleiben. - Welches Muster haben die Nenner der aufeinanderfolgenden Terme der Taylorpolynome? - Was erhältst du aus der allgemeinen Entwicklung, wenn du \(x=1\) setzt und den Grad unbegrenzt wachsen lässt?

Lösung

1. Für \(f(x)=e^x\) gilt für jede Ableitungsordnung \(k\): \(f^{(k)}(0)=1\). 2. Daher ist \(p_1(x)=1+x\), \(p_2(x)=1+x+\frac{x^2}{2}\), \(p_3(x)=1+x+\frac{x^2}{2}+\frac{x^3}{6}\) und \(p_4(x)=1+x+\frac{x^2}{2}+\frac{x^3}{6}+\frac{x^4}{24}\). 3. In der Abbildung liegen die Taylorpolynome mit wachsendem Grad in einer zunehmend größeren Umgebung von \(0\) nahe am Graphen von \(e^x\). Beim Polynom \(p_n\) stimmen Funktionswert und die Ableitungen bis zur Ordnung \(n\) an der Stelle \(0\) mit denen von \(e^x\) überein. Die Abbildung macht damit die Konvergenz der Folge der Taylorpolynome plausibel. 4. Es gilt \(p_4(1)=1+1+\frac{1}{2}+\frac{1}{6}+\frac{1}{24}=\frac{65}{24}\approx 2{,}708\). 5. Aus \(p_n(x)=\sum_{k=0}^{n}\frac{x^k}{k!}\) ergibt sich für \(x=1\) die Reihendarstellung \(e=\sum_{k=0}^{\infty}\frac{1}{k!}=1+1+\frac{1}{2!}+\frac{1}{3!}+\frac{1}{4!}+\cdots\).

Antwort

a) \(p_1(x)=1+x\), \(p_2(x)=1+x+\frac{x^2}{2}\), \(p_3(x)=1+x+\frac{x^2}{2}+\frac{x^3}{6}\), \(p_4(x)=1+x+\frac{x^2}{2}+\frac{x^3}{6}+\frac{x^4}{24}\) b) Mit wachsendem Grad begleiten die Taylorpolynome \(e^x\) nahe \(0\) immer enger; bei \(p_n\) stimmen die Ableitungen bis zur Ordnung \(n\) in \(0\) überein. c) \(p_4(1)=\frac{65}{24}\approx 2{,}708\) d) \(e=\sum_{k=0}^{\infty}\frac{1}{k!}=1+1+\frac{1}{2!}+\frac{1}{3!}+\frac{1}{4!}+\cdots\)
42571412
Betrachte die Folge \(\left(b_n\right)\) mit \(b_n = \frac{n^2 - 10}{n + 5}\) für \(n \in \mathbb{N}\). 1) Untersuche das Verhalten der Folge für \(n \to \infty\) und gib dieses in der mathematischen Grenzwertschreibweise an. 2) Begründe, warum die Folge ab einem bestimmten Index \(n\) streng monoton steigt. 3) Bestimme das kleinste \(n \in \mathbb{N}\), für das \(b_n > 50\) gilt.

Denkanstöße

- Vergleiche die Wachstumsgeschwindigkeiten von Zähler und Nenner. - Wie kannst du die Monotonie über die zugehörige Funktion oder über aufeinanderfolgende Folgenglieder untersuchen? - Formuliere die Bedingung aus Teil 3 als Ungleichung in \(n\). - Prüfe am Ende, welcher ganzzahlige Index die Ungleichung erstmals erfüllt.

Lösung

1. Da der Grad des Zählers größer ist als der des Nenners, wächst die Folge über alle Grenzen: \(\lim_{n \to \infty} b_n = \infty\). 2. Die Ableitung der zugehörigen Funktion \(f(x) = \frac{x^2 - 10}{x + 5}\) ist \(f'(x) = \frac{x^2 + 10x + 10}{(x + 5)^2}\). Für \(x \ge 1\) ist der Zähler positiv, somit ist die Folge für alle \(n \in \mathbb{N}\) mit \(n \ge 1\) streng monoton wachsend. Alternativ zeigt \(b_{n+1} - b_n > 0\) dasselbe Ergebnis. 3. Aus \(\frac{n^2 - 10}{n + 5} > 50\) folgt \(n^2 - 10 > 50n + 250\) und damit \(n^2 - 50n - 260 > 0\). Die Nullstellen liegen näherungsweise bei \(n \approx 54{,}75\) und \(n \approx -4{,}75\). Für \(n \in \mathbb{N}\) ist daher das kleinste passende \(n\) gleich \(55\).

Antwort

1) \(\lim_{n \to \infty} b_n = \infty\) 2) Die Folge ist für \(n \ge 1\) streng monoton wachsend. 3) \(n = 55\)
42572212
Betrachte die Folge \( a_n = \frac{3n^2}{n^2 + 2} \) für \( n \in \{1, 2, 3, \dots\} \). 1. Weise rechnerisch nach, dass die Folge streng monoton wachsend ist. 2. Bestimme den Grenzwert \( g \) der Folge. 3. Ermittle den kleinsten Index \( N \), sodass für alle \( n > N \) die Bedingung \( |a_n - g| < 0{,}001 \) erfüllt ist. 4. Gib eine untere und eine obere Schranke für die Menge der Folgenglieder an.

Denkanstöße

- Um Monotonie zu zeigen, kannst du die Differenz \( a_{n+1} - a_n \) bilden und prüfen, ob diese immer positiv ist. - Für den Grenzwert bei gebrochen-rationalen Funktionen hilft es oft, Zähler und Nenner durch die höchste Potenz von \( n \) zu teilen. - Löse die Ungleichung \( |a_n - g| < \varepsilon \) nach \( n \) auf. - Wenn eine Folge monoton wachsend ist und gegen einen Wert konvergiert, was sagt das über ihre Schranken aus?

Lösung

1. Untersuchung der Differenz \( a_{n+1} - a_n \): \( \frac{3(n+1)^2}{(n+1)^2+2} - \frac{3n^2}{n^2+2} = \frac{12n+6}{((n+1)^2+2)(n^2+2)} \). Da \( n \ge 1 \), sind Zähler und Nenner positiv, also \( a_{n+1} - a_n > 0 \). Die Folge ist streng monoton wachsend. 2. Division durch die höchste Potenz \( n^2 \) ergibt \( a_n = \frac{3}{1 + \frac{2}{n^2}} \). Für \( n \to \infty \) geht \( \frac{2}{n^2} \to 0 \), woraus der Grenzwert \( g = 3 \) folgt. 3. Die Bedingung \( |a_n - 3| < 0{,}001 \) führt auf \( |\frac{3n^2 - 3(n^2+2)}{n^2+2}| < 0{,}001 \), also \( \frac{6}{n^2+2} < 0{,}001 \). Umformen ergibt \( n^2 + 2 > 6000 \), also \( n^2 > 5998 \). Es folgt \( n > \sqrt{5998} \approx 77{,}45 \). Der kleinste Index ist somit \( N = 77 \), da die Bedingung für alle \( n \ge 78 \) erfüllt ist. 4. Da die Folge bei \( a_1 = 1 \) beginnt und streng monoton gegen \( 3 \) wächst, ist \( 1 \) eine untere Schranke und \( 3 \) eine obere Schranke.

Antwort

1. Nachweis über \( a_{n+1} - a_n > 0 \). 2. \( g = 3 \). 3. \( N = 77 \) (Bedingung gilt ab \( n = 78 \)). 4. Untere Schranke: \( 1 \), obere Schranke: \( 3 \).
42574812
Betrachtet wird die Folge \((b_n)_{n \in \mathbb{N}}\) mit \(b_n = \frac{3n^2 - 1000}{n}\). 1. Untersuche das Grenzverhalten der Folge für \(n \to \infty\). 2. Ermittle die kleinste natürliche Zahl \(n_0\), sodass für alle \(n \ge n_0\) die Bedingung \(b_n > 100\) erfüllt ist. 3. Ermittle die kleinste natürliche Zahl \(n_1\), sodass für alle \(n \ge n_1\) die Bedingung \(b_n > 1000\) erfüllt ist.

Denkanstöße

- Vereinfache den Bruch, indem du jeden Summanden im Zähler einzeln durch den Nenner teilst. - Wie beeinflussen die einzelnen Teile des Terms das Verhalten für sehr große Werte von \(n\)? - Um eine Ungleichung mit einem Bruch zu lösen, kann es hilfreich sein, sie in eine quadratische Form zu bringen. - Überprüfe dein Ergebnis, indem du den gefundenen Wert und den nächstkleineren Wert in die Formel einsetzt.

Lösung

1. Zerlegung des Terms: \(b_n = \frac{3n^2}{n} - \frac{1000}{n} = 3n - \frac{1000}{n}\). Für \(n \to \infty\) geht \(3n \to \infty\) und \(\frac{1000}{n} \to 0\). Somit gilt \(\lim_{n \to \infty} b_n = \infty\) (bestimmte Divergenz). 2. Lösen der Ungleichung \(3n - \frac{1000}{n} > 100\). Multiplikation mit \(n\) ergibt \(3n^2 - 100n - 1000 > 0\). Die Mitternachtsformel liefert die positive Nullstelle \(n = \frac{100 + \sqrt{10000 + 12000}}{6} \approx 41{,}39\). Somit ist \(n_0 = 42\). 3. Lösen der Ungleichung \(3n - \frac{1000}{n} > 1000\). Umformung zu \(3n^2 - 1000n - 1000 > 0\). Die positive Nullstelle ist \(n = \frac{1000 + \sqrt{1000000 + 12000}}{6} \approx 334{,}33\). Somit ist \(n_1 = 335\).

Antwort

1. Die Folge ist bestimmt divergent gegen \(+\infty\). 2. \(n_0 = 42\) 3. \(n_1 = 335\)
42575512
Einem Kreis mit dem Radius \(R\) werden regelmäßige \(n\)-Ecke mit \(n \ge 3\) einbeschrieben und umbeschrieben. Wir betrachten die Folgen der Flächeninhalte dieser Vielecke in Abhängigkeit von der Anzahl der Ecken \(n\). a) Gib die Formeln für den Flächeninhalt des einbeschriebenen \(n\)-Ecks \(A_{i,n}\) und des umbeschriebenen \(n\)-Ecks \(A_{u,n}\) in Abhängigkeit von \(n\) und \(R\) an. b) Bestimme die Grenzwerte \(\lim_{n \to \infty} A_{i,n}\) und \(\lim_{n \to \infty} A_{u,n}\). Nutze dabei die Beziehung \(\lim_{x \to 0} \frac{\sin(x)}{x} = 1\). c) Begründe das Monotonieverhalten beider Folgen für steigendes \(n\).

Denkanstöße

- Zerlege die Vielecke in \(n\) identische Teildreiecke, die vom Mittelpunkt ausgehen. - Überlege dir für das einbeschriebene Vieleck, welche Seiten und Winkel im Teildreieck durch den Radius \(R\) gegeben sind. - Erinnere dich an die Definition von Sinus und Tangens am rechtwinkligen (Teil-)Dreieck. - Untersuche für die Monotonie die Ableitungen von \(\frac{\sin x}{x}\) und \(\frac{\tan x}{x}\).

Lösung

1. Aufteilung des einbeschriebenen \(n\)-Ecks in \(n\) gleichschenklige Teildreiecke mit den Schenkeln \(R\) und dem Mittelpunktswinkel \(\alpha = \frac{2\pi}{n}\). Flächeninhalt eines Dreiecks: \(\frac{1}{2} R^2 \sin\left(\frac{2\pi}{n}\right)\). Gesamtfläche: \(A_{i,n} = \frac{n}{2} R^2 \sin\left(\frac{2\pi}{n}\right)\). 2. Für das umbeschriebene \(n\)-Eck ist der Kreisradius \(R\) die Höhe (Apothema) der \(n\) Teildreiecke. Die Grundseite eines Dreiecks ist \(s = 2R \tan\left(\frac{\pi}{n}\right)\). Flächeninhalt eines Dreiecks: \(R^2 \tan\left(\frac{\pi}{n}\right)\). Gesamtfläche: \(A_{u,n} = n R^2 \tan\left(\frac{\pi}{n}\right)\). 3. Grenzwert \(A_{i,n}\): Umformung zu \(\pi R^2 \cdot \frac{\sin(2\pi/n)}{2\pi/n}\). Mit \(x = \frac{2\pi}{n} \to 0\) folgt \(\lim_{n \to \infty} A_{i,n} = \pi R^2\). 4. Grenzwert \(A_{u,n}\): Umformung zu \(\pi R^2 \cdot \frac{\tan(\pi/n)}{\pi/n} = \pi R^2 \cdot \frac{\sin(\pi/n)}{(\pi/n) \cdot \cos(\pi/n)}\). Da \(\cos(0) = 1\), folgt \(\lim_{n \to \infty} A_{u,n} = \pi R^2\). 5. Für die Monotonie des einbeschriebenen Vielecks setze \(f(x) = \frac{\sin x}{x}\). Es gilt \(f'(x) = \frac{x\cos x - \sin x}{x^2}\). Mit \(h(x) = \sin x - x\cos x\), \(h(0) = 0\) und \(h'(x) = x\sin x > 0\) auf \((0; \frac{2\pi}{3}]\) folgt \(f'(x) < 0\). Da \(x_n = \frac{2\pi}{n}\) mit wachsendem \(n\) kleiner wird, ist \(A_{i,n} = \pi R^2 f(x_n)\) streng monoton wachsend. Für das umbeschriebene Vieleck setze \(g(y) = \frac{\tan y}{y}\). Es gilt \(g'(y) = \frac{y/\cos^2 y - \tan y}{y^2}\). Nach Multiplikation des Zählers mit \(\cos^2 y > 0\) bleibt \(y - \sin y\cos y\). Für \(k(y) = y - \sin y\cos y\) gilt \(k(0) = 0\) und \(k'(y) = 2\sin^2 y > 0\) auf \((0; \frac{\pi}{3}]\), also \(g'(y) > 0\). Da \(y_n = \frac{\pi}{n}\) kleiner wird, ist \(A_{u,n} = \pi R^2 g(y_n)\) streng monoton fallend.

Antwort

a) \(A_{i,n} = \frac{n}{2} R^2 \sin\left(\frac{2\pi}{n}\right)\) und \(A_{u,n} = n R^2 \tan\left(\frac{\pi}{n}\right)\). b) Beide Folgen konvergieren gegen die Kreisfläche \(\pi R^2\). c) Für \(n \ge 3\) ist \(A_{i,n}\) streng monoton wachsend und \(A_{u,n}\) streng monoton fallend.
42578412
Eine Folge \((a_n)\) ist durch ihre Partialsummenfunktion \(S_n = \sum_{i=1}^n a_i = 2n^2 + n\) gegeben. 1. Bestimme den Term für das allgemeine Glied \(a_n\). 2. Gegeben sei nun eine weitere Folge \((b_n)\) mit \(b_n = \frac{1}{a_n \cdot a_{n+1}}\). Bestimme die Partialsumme \(T_n = \sum_{i=1}^n b_i\) und berechne den Grenzwert \(T = \lim_{n \to \infty} T_n\).

Denkanstöße

- Wie hängt das \(n\)-te Glied einer Folge mit der Summe der ersten \(n\) und der ersten \(n-1\) Glieder zusammen? - Versuche den Bruch in zwei einfachere Brüche zu zerlegen, deren Nenner die Faktoren des ursprünglichen Nenners sind. - Wenn du die Summe ausschreibst, heben sich dann bestimmte Terme gegenseitig auf? - Was passiert mit dem Restterm der Summe, wenn \(n\) immer größer wird?

Lösung

1. Das allgemeine Glied \(a_n\) ergibt sich aus der Differenz der Partialsummen: \(a_n = S_n - S_{n-1}\) für \(n > 1\). Mit \(S_n = 2n^2 + n\) folgt \(a_n = (2n^2 + n) - (2(n-1)^2 + (n-1)) = 2n^2 + n - (2n^2 - 4n + 2 + n - 1) = 4n - 1\). Für \(n=1\) gilt \(a_1 = S_1 = 3\), was mit der Formel übereinstimmt. 2. Mit \(a_n = 4n - 1\) ist \(b_n = \frac{1}{(4n-1)(4n+3)}\). Mittels Partialbruchzerlegung ergibt sich \(b_n = \frac{1}{4} \cdot \left(\frac{1}{4n-1} - \frac{1}{4n+3}\right)\). Die Summe \(T_n\) ist eine Teleskopsumme: \(T_n = \frac{1}{4} \cdot \left[ \left(\frac{1}{3} - \frac{1}{7}\right) + \left(\frac{1}{7} - \frac{1}{11}\right) + \dots + \left(\frac{1}{4n-1} - \frac{1}{4n+3}\right) \right] = \frac{1}{4} \cdot \left(\frac{1}{3} - \frac{1}{4n+3}\right)\). 3. Der Grenzwert für \(n \to \infty\) ergibt sich, da \(\frac{1}{4n+3} \to 0\): \(T = \frac{1}{4} \cdot \frac{1}{3} = \frac{1}{12}\).

Antwort

1. \(a_n = 4n - 1\) 2. \(T_n = \frac{1}{4} \cdot \left(\frac{1}{3} - \frac{1}{4n+3}\right)\); Grenzwert \(T = \frac{1}{12}\)
42592212
Eine Folge \((a_n)\) ist so definiert, dass die Differenzen aufeinanderfolgender Glieder \(d_n = a_{n+1} - a_n\) eine geometrische Folge bilden. Die ersten drei Glieder der Folge \((a_n)\) sind \(a_1 = 10\), \(a_2 = 15\) und \(a_3 = 17{,}5\). a) Stelle eine explizite Bildungsvorschrift für das allgemeine Glied \(a_n\) auf. b) Untersuche die Folge \((a_n)\) auf Konvergenz und bestimme gegebenenfalls den Grenzwert für \(n \to \infty\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die ersten Glieder der Differenzenfolge \(d_n\). - Wie hängen die Glieder der ursprünglichen Folge \(a_n\) mit den Summen der Differenzenfolge zusammen? - Nutze die Summenformel für endliche geometrische Reihen, um einen geschlossenen Ausdruck für \(a_n\) zu finden. - Was passiert mit dem Term, der \(n\) enthält, wenn \(n\) immer größer wird?

Lösung

1. Berechnung der ersten Differenzen: \(d_1 = a_2 - a_1 = 5\), \(d_2 = a_3 - a_2 = 2{,}5\). 2. Da \((d_n)\) geometrisch ist, gilt für den Quotienten \(q = \frac{2{,}5}{5} = 0{,}5\). Das allgemeine Glied der Differenzenfolge ist \(d_n = 5 \cdot 0{,}5^{n-1}\). 3. Das Glied \(a_n\) ergibt sich aus der Summe: \(a_n = a_1 + \sum_{k=1}^{n-1} d_k = 10 + \sum_{k=1}^{n-1} 5 \cdot 0{,}5^{k-1}\). 4. Anwendung der Summenformel für endliche geometrische Reihen: \(a_n = 10 + 5 \cdot \frac{1 - 0{,}5^{n-1}}{1 - 0{,}5} = 10 + 10(1 - 0{,}5^{n-1}) = 20 - 10 \cdot 0{,}5^{n-1}\). 5. Grenzwertbetrachtung für \(n \to \infty\): Da \(0{,}5^{n-1} \to 0\), folgt \(\lim_{n \to \infty} a_n = 20\).

Antwort

a) \(a_n = 20 - 10 \cdot 0{,}5^{n-1}\) (oder eine äquivalente Form) b) Die Folge konvergiert gegen den Grenzwert \(20\).
42814912
Bestimme den Wert der unendlichen Reihe \(\sum_{k=1}^{\infty} \frac{2}{k^2 + 2k}\). Hinweis: Stelle den allgemeinen Summanden als Differenz zweier Brüche dar.

Denkanstöße

- Kannst du den Nenner des Bruchs faktorisieren? - Versuche, den Bruch in zwei einfachere Brüche zu zerlegen, deren Differenz den ursprünglichen Term ergibt. - Schreibe die ersten Glieder der Summe explizit auf. Welche Terme heben sich gegenseitig auf? - Was passiert mit den verbleibenden Termen, wenn die Anzahl der Glieder gegen Unendlich geht?

Lösung

1. Zerlegung des allgemeinen Gliedes mittels Partialbruchzerlegung: \(\frac{2}{k(k+2)} = \frac{A}{k} + \frac{B}{k+2}\). Durch Koeffizientenvergleich oder Einsetzen spezieller Werte ergibt sich \(A = 1\) und \(B = -1\). Somit gilt: \(\frac{2}{k(k+2)} = \frac{1}{k} - \frac{1}{k+2}\). 2. Aufstellen der \(n\)-ten Partialsumme \(S_n\): \(S_n = \sum_{k=1}^{n} \left(\frac{1}{k} - \frac{1}{k+2}\right) = \left(1 - \frac{1}{3}\right) + \left(\frac{1}{2} - \frac{1}{4}\right) + \left(\frac{1}{3} - \frac{1}{5}\right) + \dots + \left(\frac{1}{n-1} - \frac{1}{n+1}\right) + \left(\frac{1}{n} - \frac{1}{n+2}\right)\). 3. Identifikation der Teleskopsumme: Fast alle Terme heben sich gegenseitig auf. Es verbleiben die ersten beiden positiven Terme und die letzten beiden negativen Terme: \(S_n = 1 + \frac{1}{2} - \frac{1}{n+1} - \frac{1}{n+2}\). 4. Berechnung des Grenzwertes für \(n \to \infty\): \(S = \lim_{n \to \infty} \left(1 + \frac{1}{2} - \frac{1}{n+1} - \frac{1}{n+2}\right) = 1 + \frac{1}{2} - 0 - 0 = 1{,}5\).

Antwort

\(1{,}5\)
42887712
In einem See wird eine Fischpopulation beobachtet. Zu Beginn werden \(B_0 = 800\) Fische gezählt. Die Kapazität des Sees beträgt \(K = 5000\) Fische. Nach einem Jahr ohne Befischung ist der Bestand auf \(B_1 = 912\) Tiere angewachsen. Das Wachstum wird durch \(B_{n+1} = B_n + r \cdot B_n \cdot \frac{K-B_n}{K}\) beschrieben. 1. Bestimme den schrittspezifischen Wachstumsfaktor \(r\). 2. Bei einer jährlichen Fangquote \(q\) mit \(0 \leq q \leq 1\) gilt \(B_{n+1} = B_n + r \cdot B_n \cdot \frac{K-B_n}{K} - q \cdot B_n\). Bestimme, ab welcher Fangquote die Population für jeden Anfangsbestand \(0 < B_0 \leq K\) langfristig schrumpft und gegen \(0\) geht.

Denkanstöße

- Stelle zuerst die Gleichung für den Zuwachs im ersten Jahr auf, um die Unbekannte zu finden. - Was bedeutet es für die Entwicklung der Population, wenn der Abzug durch Fischen größer ist als der maximale natürliche Zuwachs? - Betrachte die Wachstumsfunktion für sehr kleine Bestände, um die kritische Grenze zu finden.

Lösung

1. Einsetzen von \(B_0 = 800\), \(B_1 = 912\) und \(K = 5000\): \(112 = r \cdot 800 \cdot \frac{4200}{5000} = 672r\). Daher ist \(r = \frac{1}{6} \approx 0{,}1667\). 2. Die Bestandsänderung lautet \(B_{n+1}-B_n = B_n\left(r\frac{K-B_n}{K}-q\right)\). Für \(0 < B_n \leq K\) gilt \(0 \leq \frac{K-B_n}{K} < 1\). Ist \(q \geq r\), so ist der Klammerausdruck für jeden positiven Bestand negativ; die Folge nimmt also streng ab. 3. Wegen \(0 \leq q \leq 1\) bleibt zugleich \(B_{n+1}=B_n\left(1+r\frac{K-B_n}{K}-q\right)\geq0\). Die Folge ist damit nach unten beschränkt und besitzt einen Grenzwert \(L\geq0\). 4. Für einen Grenzwert gilt \(0=L\left(r\frac{K-L}{K}-q\right)\). Bei \(q\geq r\) kann der zweite Faktor für \(L>0\) nicht null sein, weil \(r\frac{K-L}{K}<r\leq q\). Daher muss \(L=0\) gelten. 5. Für \(q<r\) ist die Bestandsänderung bei hinreichend kleinen positiven Beständen dagegen positiv. Somit liegt die kritische Fangquote bei \(q=r=\frac{1}{6}\), also bei etwa \(16{,}67\,\%\). Im zulässigen Bereich gilt daher \(\frac{1}{6}\leq q\leq1\).

Antwort

1. \(r = \frac{1}{6} \approx 0{,}1667\) 2. Für \(\frac{1}{6} \leq q \leq 1\), also ab etwa \(16{,}67\,\%\) bis höchstens \(100\,\%\), schrumpft jeder Anfangsbestand \(0 < B_0 \leq K\) langfristig gegen \(0\).

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