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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Modellierung mit Integralen

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55349013
In ein Parkhaus fahren Fahrzeuge mit der zeitabhängigen Rate \(q(t)\) in \(\frac{\text{Fahrzeuge}}{\text{h}}\). Gleichzeitig verlassen konstant \(3\) Fahrzeuge pro Stunde das Parkhaus. Gesucht ist die Nettoänderung der Zahl abgestellter Fahrzeuge zwischen \(t=2\) und \(t=7\). Welcher Term modelliert diese Nettoänderung korrekt? A) \(\int_2^7(q(t)-3)\,\text{d}t\) B) \(\int_2^7(q(t)+3)\,\text{d}t\) C) \(\int_0^5(q(t)-3)\,\text{d}t\) D) \(\int_2^7(3-q(t))\,\text{d}t\)

Denkanstöße

- Welche Rate vergrößert die Zahl abgestellter Fahrzeuge und welche verkleinert sie? - Formuliere zuerst eine einzige Nettorate. - Prüfe danach, ob die Integrationsgrenzen genau zum genannten Zeitraum passen.

Lösung

1. Die Nettoänderungsrate ist Einfahrtsrate minus Ausfahrtsrate, also \(q(t)-3\). 2. Die gesuchte Änderung betrifft genau den Zeitraum von \(t=2\) bis \(t=7\). Deshalb sind dies die Integrationsgrenzen. 3. Der passende Modellterm ist damit \(\int_2^7(q(t)-3)\,\text{d}t\). Das ist A.

Antwort

A) \(\int_2^7(q(t)-3)\,\text{d}t\)
55694013
Auf einen Wagen wirkt entlang seines Weges eine veränderliche Kraft \(F(s)\) in Newton. Für einen sehr kurzen Wegabschnitt \(\Delta s\) kann die dort verrichtete Arbeit näherungsweise durch \(F(s)\Delta s\) beschrieben werden. Erkläre, wie sich aus der Summe vieler solcher Beiträge für den Weg von \(s=1\,\text{m}\) bis \(s=3\,\text{m}\) im Grenzübergang ein Integral ergibt. Gib den passenden Integralterm und die Einheit der Arbeit an.

Denkanstöße

- Welche Größe beschreibt ein einzelner kleiner Beitrag \(F(s)\Delta s\)? - Was geschieht mit einer Summe solcher Beiträge, wenn die Wegabschnitte immer feiner werden? - Welche Grenzen gehören zum tatsächlich zurückgelegten Weg, und welche Einheit entsteht aus Newton mal Meter?

Lösung

1. Jeder kleine Beitrag hat die Form \(F(s)\Delta s\). Beim Verfeinern der Wegzerlegung wird die Summe dieser Beiträge zum bestimmten Integral der Kraft über den Weg. 2. Für den Weg von \(1\,\text{m}\) bis \(3\,\text{m}\) lautet das Modell daher \(W=\int_1^3F(s)\,\text{d}s\). 3. Die Einheit ist \(\text{N}\cdot\text{m}=\text{J}\).

Antwort

Die Summe der lokalen Arbeitsbeiträge \(F(s)\Delta s\) geht bei immer feineren Wegabschnitten im Grenzübergang in das bestimmte Integral \(W=\int_1^3F(s)\,\text{d}s\) über. Die Einheit ist \(\text{N}\cdot\text{m}=\text{J}\).
42660613
Während eines Lasttests wird die elektrische Leistungsaufnahme eines Rechenzentrums für \(0\le t\le24\) durch \(g(t)=100t^2e^{-0{,}2t}+200\) modelliert. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden seit Testbeginn und \(g(t)\) die Leistung in \(\text{kW}\). Bestimme die elektrische Energie, die das Rechenzentrum in den ersten \(12\) Stunden aufnimmt. Gib das Ergebnis zunächst exakt und anschließend auf zwei Dezimalstellen gerundet an. Verwende die Stammfunktion \(G(t)=(-500t^2-5000t-25\,000)e^{-0{,}2t}+200t\).

Denkanstöße

- Das Integral einer Leistung über die Zeit liefert eine Energie. - Nutze die angegebene Stammfunktion mit den Grenzen \(0\) und \(12\). - Runde erst den endgültigen exakten Ausdruck auf zwei Dezimalstellen.

Lösung

1. Die aufgenommene Energie ist \(\int_0^{12}g(t)\,\text{d}t\). Aus \(\text{kW}\cdot\text{h}\) entsteht die Einheit \(\text{kWh}\). 2. Mit der angegebenen Stammfunktion ergibt sich \(G(12)-G(0)=27\,400-157\,000e^{-12/5}\,\text{kWh}\). 3. Numerisch ist das \(27\,400-157\,000e^{-12/5}\approx13\,157{,}28\).

Antwort

\(27\,400-157\,000e^{-12/5}\,\text{kWh}\approx13\,157{,}28\,\text{kWh}\)
42972113
Eine technische Feder wird durch eine Kraft von \(15\,\text{N}\) um \(6\,\text{cm}\) aus ihrer Ruhelage gedehnt. Es gilt das Hookesche Gesetz \(F(s)=Ds\), wobei \(s\) die Dehnung in Metern ist. Für einen sehr kurzen Wegabschnitt der Länge \(\Delta s\) kann die dabei verrichtete Arbeit näherungsweise durch \(F(s)\Delta s\) beschrieben werden. Die Arbeit über einen längeren Weg entsteht als Summe solcher Beiträge. a) Bestimme die Federkonstante \(D\) in \(\frac{\text{N}}{\text{m}}\). b) Entwickle aus der beschriebenen Summenidee ein Integralmodell für die Arbeit, die erforderlich ist, um die Feder aus der Ruhelage auf \(10\,\text{cm}\) zu dehnen, und berechne diese Arbeit. c) Ermittle mit demselben Modell die zusätzliche Arbeit für die weitere Dehnung von \(10\,\text{cm}\) auf \(20\,\text{cm}\).

Denkanstöße

- In welcher Einheit muss die Dehnung eingesetzt werden, damit das Hookesche Gesetz mit Newton und Metern konsistent ist? - Wie lässt sich eine Summe sehr vieler kleiner Beiträge „Kraft mal Wegstück“ mit Integralnotation ausdrücken? - Welche Weggrenzen gehören jeweils zum ersten und zum zweiten Dehnungsvorgang?

Lösung

1. Aus \(F=Ds\) folgt mit \(F=15\,\text{N}\) und \(s=0{,}06\,\text{m}\) die Federkonstante \(D=\frac{15}{0{,}06}\,\frac{\text{N}}{\text{m}}=250\,\frac{\text{N}}{\text{m}}\). 2. Die Summe vieler Beiträge \(F(s_i)\Delta s\) führt im Grenzübergang zum Integral der Kraft über den Weg. Für die Dehnung bis \(0{,}10\,\text{m}\) ist daher \(W=\int_0^{0{,}10}250s\,\text{d}s\). 3. Es folgt \(W=[125s^2]_0^{0{,}10}=1{,}25\,\text{J}\). 4. Für die zusätzliche Dehnung lautet das Modell \(W_{\text{zus}}=\int_{0{,}10}^{0{,}20}250s\,\text{d}s\), also \(W_{\text{zus}}=[125s^2]_{0{,}10}^{0{,}20}=3{,}75\,\text{J}\).

Antwort

a) \(D=250\,\frac{\text{N}}{\text{m}}\) b) \(W=\int_0^{0{,}10}250s\,\text{d}s=1{,}25\,\text{J}\) c) \(W_{\text{zus}}=\int_{0{,}10}^{0{,}20}250s\,\text{d}s=3{,}75\,\text{J}\)
42981313
Die Leistungsabgabe einer Photovoltaikanlage wird für die ersten \(12\) Stunden nach Sonnenaufgang durch \(P(t)=-t^2+12t\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Stunden und \(P(t)\) die Leistung in \(\text{kW}\) angibt. Bestimme die insgesamt erzeugte elektrische Energie in \(\text{kWh}\), die in den ersten \(6\) Stunden nach Sonnenaufgang produziert wird.

Denkanstöße

- Energie erhältst du aus einer zeitabhängigen Leistung durch Integration über die Zeit. - Verwende die ersten sechs Stunden als Integrationsintervall. - Prüfe, welche Einheit aus \(\text{kW}\cdot\text{h}\) entsteht.

Lösung

1. Die erzeugte Energie ist das Integral der Leistung über die Zeit: \(E=\int_0^6(-t^2+12t)\,\mathrm{d}t\). 2. Eine Stammfunktion ist \(F(t)=-\frac13t^3+6t^2\). 3. Daher gilt \(E=F(6)-F(0)=-72+216=144\,\text{kWh}\).

Antwort

\(144\,\text{kWh}\)
55349113
Das Diagramm zeigt die Zuflussrate \(z(t)\) und die Abflussrate \(a(t)\) eines Beckens für \(0\le t\le6\). a) Formuliere einen Integralterm, der die Nettoänderung des Wasservolumens über die gesamten sechs Stunden beschreibt. b) In welchem Teilintervall liefert die Nettorate einen positiven Beitrag zur Bestandsänderung?
Abbildung zur Aufgabe 553491

Denkanstöße

- Welche der beiden Raten vergrößert und welche verkleinert den Bestand? - Ein positiver Beitrag entsteht dort, wo die Nettorate größer als null ist. - Lies im Diagramm ab, wann Zufluss- und Abflussrate gleich groß sind.

Lösung

1. Die Nettoänderungsrate ist \(z(t)-a(t)\). Deshalb beschreibt \(\int_0^6(z(t)-a(t))\,\text{d}t\) die Nettoänderung des Wasservolumens. 2. Im Diagramm schneiden sich die beiden Raten bei \(t=3\). Für \(t>3\) liegt \(z\) oberhalb von \(a\), also ist \(z(t)-a(t)>0\). Dort ist der Beitrag zur Bestandsänderung positiv.

Antwort

a) \(\int_0^6(z(t)-a(t))\,\text{d}t\) b) Für \(3<t\le6\)
55693813
Ein Förderband transportiert Schüttgut. Der Volumenstrom wird durch \(Q(t)\) in \(\frac{\text{m}^3}{\text{min}}\) beschrieben, die momentane Schüttdichte durch \(\rho(t)\) in \(\frac{\text{kg}}{\text{m}^3}\). a) Formuliere aus \(Q(t)\) und \(\rho(t)\) eine momentane Massenrate und begründe die Einheit. b) Gib einen Integralterm für die in den ersten fünf Minuten transportierte Gesamtmasse an.

Denkanstöße

- Welche Rechenoperation zwischen Volumen und Masse pro Volumen führt zu einer Masse? - Prüfe die Einheiten von \(Q(t)\) und \(\rho(t)\), bevor du integrierst. - Nach der Integration einer Massenrate über Minuten sollte welche Einheit übrig bleiben?

Lösung

1. Volumenstrom mal Schüttdichte ergibt \(Q(t)\rho(t)\). Die Einheit ist \(\frac{\text{m}^3}{\text{min}}\cdot\frac{\text{kg}}{\text{m}^3}=\frac{\text{kg}}{\text{min}}\). Das Produkt ist daher eine Massenrate. 2. Die in den ersten fünf Minuten transportierte Masse wird durch \(M=\int_0^5Q(t)\rho(t)\,\text{d}t\) beschrieben.

Antwort

a) Die momentane Massenrate ist \(Q(t)\rho(t)\). Aus \(\frac{\text{m}^3}{\text{min}}\cdot\frac{\text{kg}}{\text{m}^3}=\frac{\text{kg}}{\text{min}}\) folgt die Einheit. b) \(M=\int_0^5Q(t)\rho(t)\,\text{d}t\)
55693913
Bei einem zweistündigen Test einer Beschichtungsanlage wird Material aus einem Vorratsbehälter auf eine Testbahn aufgetragen. Für die Ausbringrate gilt das Modell \(r(t)=2t+1\) in \(\frac{\text{kg}}{\text{h}}\), wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Testbeginn angibt. Eine Kontrollwägung zeigt: Zu Beginn enthält der Behälter \(18\,\text{kg}\) Material, nach zwei Stunden noch \(12\,\text{kg}\). Es wird angenommen, dass außerhalb des Auftrags kein Material verloren geht. Prüfe, ob das Ratenmodell mit der Kontrollwägung vereinbar ist. Begründe dabei, welche akkumulierte Größe du mit der Messung vergleichst.

Denkanstöße

- Welche Gesamtmasse ist laut den beiden Wägungen aus dem Behälter verschwunden? - Mit welcher mathematischen Größe erhältst du aus einer zeitabhängigen Ausbringrate die insgesamt aufgetragene Masse? - Vergleiche erst danach Modellvorhersage und Beobachtung; ein einzelner Ratenwert wäre dafür nicht ausreichend.

Lösung

1. Aus der Kontrollwägung folgt, dass in zwei Stunden \(18\,\text{kg}-12\,\text{kg}=6\,\text{kg}\) Material aus dem Behälter entnommen und unter der gegebenen Annahme aufgetragen wurden. 2. Das Ratenmodell sagt die aufgetragene Gesamtmasse \(\int_0^2(2t+1)\,\text{d}t=[t^2+t]_0^2=6\,\text{kg}\) voraus. 3. Modellvorhersage und beobachtete Massenabnahme stimmen überein. Das Modell ist hinsichtlich dieser akkumulierten Beobachtung mit der Kontrollwägung vereinbar.

Antwort

Die Kontrollwägung ergibt eine aufgetragene Masse von \(6\,\text{kg}\). Auch das Modell liefert \(\int_0^2r(t)\,\text{d}t=6\,\text{kg}\). Daher ist das Ratenmodell unter der angegebenen Annahme mit der Messung vereinbar.
42658113
In einem Logistikzentrum wird die Nettoänderungsrate des Bestands versandfertiger Pakete während einer vierstündigen Schicht durch \(f(t)=-0{,}1t^3+0{,}6t^2-0{,}8t\) modelliert. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden mit \(0\le t\le4\), und \(f(t)\) wird in \(100\,\frac{\text{Pakete}}{\text{h}}\) angegeben. Positive Werte bedeuten, dass mehr Pakete fertiggestellt als abgeholt werden; negative Werte bedeuten einen Nettoabbau des Bestands. a) Berechne die gesamte Bestandsänderung über die vier Stunden. b) Zu welchem Zeitpunkt \(t\in[0;4]\) ist der Bestand versandfertiger Pakete minimal? Begründe deine Antwort.

Denkanstöße

- Die gesamte Bestandsänderung erhältst du aus dem Integral der Nettoänderungsrate. - Beachte den Faktor \(100\) in der Einheit der Rate. - Für das Minimum des Bestands ist entscheidend, wann die Rate ihr Vorzeichen von negativ zu positiv wechselt.

Lösung

1. Die Bestandsänderung ist \(100\int_0^4 f(t)\,\text{d}t\). Mit \(F(t)=-0{,}025t^4+0{,}2t^3-0{,}4t^2\) ergibt sich \(F(4)-F(0)=0\). Daher beträgt die gesamte Bestandsänderung \(0\) Pakete. 2. Es gilt \(f(t)=-0{,}1t(t-2)(t-4)\). Für \(0<t<2\) ist \(f(t)<0\), für \(2<t<4\) ist \(f(t)>0\). Der Bestand sinkt also bis \(t=2\) und steigt danach. Damit ist er bei \(t=2\,\text{h}\) minimal.

Antwort

a) Die Bestandsänderung beträgt \(0\) Pakete. b) Der Bestand ist bei \(t=2\,\text{h}\) minimal.
42658213
In einer chemischen Anlage wird die Schadstofffreisetzung während eines zehnstündigen Reinigungsprozesses durch \(E(t)=-0{,}01t^3+0{,}12t^2+0{,}5\) für \(0\le t\le10\) beschrieben. Dabei gibt \(t\) die Zeit in Stunden seit Beginn des Prozesses an und \(E(t)\) die Emissionsrate in \(\frac{\text{kg}}{\text{h}}\). a) Berechne die Gesamtmenge des freigesetzten Schadstoffs während der gesamten zehn Stunden. b) Vergleiche die freigesetzte Schadstoffmenge in der ersten Hälfte des Zeitraums \([0;5]\) mit der Menge in der zweiten Hälfte \([5;10]\).

Denkanstöße

- Eine über die Zeit angegebene Emissionsrate wird durch Integration in eine freigesetzte Menge umgerechnet. - Verwende für den Vergleich dieselbe Stammfunktion auf den beiden Teilintervallen. - Prüfe beim Vergleich, dass die beiden Teilmengen zusammen die Gesamtmenge ergeben.

Lösung

1. Eine Stammfunktion ist \(F(t)=-0{,}0025t^4+0{,}04t^3+0{,}5t\). Damit ist \(F(10)-F(0)=20\). Insgesamt werden also \(20\,\text{kg}\) freigesetzt. 2. Für die erste Hälfte gilt \(F(5)-F(0)=5{,}9375\,\text{kg}\). Für die zweite Hälfte gilt \(F(10)-F(5)=14{,}0625\,\text{kg}\). In der zweiten Hälfte wird somit deutlich mehr Schadstoff freigesetzt.

Antwort

a) Insgesamt werden \(20\,\text{kg}\) Schadstoff freigesetzt. b) In den ersten fünf Stunden werden \(5{,}9375\,\text{kg}\), in den zweiten fünf Stunden \(14{,}0625\,\text{kg}\) freigesetzt.
42661013
Ein Solarpark speist elektrische Energie in das Netz ein. Die Funktion \(P\) gibt die Einspeiseleistung in Kilowatt (\(\text{kW}\)) an, wobei \(t\) die Zeit in Stunden seit Mitternacht (\(t=0\)) beschreibt. Formuliere für die folgenden Fragestellungen jeweils einen passenden mathematischen Term, eine Gleichung oder eine Ungleichung: a) Wie viel Energie wurde insgesamt zwischen 8:00 Uhr und 12:00 Uhr eingespeist? b) Zu welchem Zeitpunkt \(t\) entspricht die momentane Leistung genau der durchschnittlichen Einspeiseleistung im Zeitraum von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr? c) In welchem Zeitraum von zwei Stunden werden insgesamt mehr als \(400\,\text{kWh}\) Energie eingespeist?

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Gesamtmenge (Energie), wenn die Rate (Leistung) gegeben ist? - Erinnere dich an die Formel für den Mittelwert einer Funktion in einem Intervall. - Wie kann man ein Zeitintervall der Dauer 2 Stunden allgemein mit einer Variablen \(t\) ausdrücken? - Was ist der Unterschied zwischen einer momentanen Größe und einer über einen Zeitraum akkumulierten Größe?

Lösung

1. Die Energie ist das Integral der Leistung über die Zeit. Für den Zeitraum von 8 bis 12 Stunden ergibt sich der Term \(\int_{8}^{12} P(t) dt\). 2. Die durchschnittliche Leistung in einem Intervall \([a; b]\) ist durch den Mittelwert der Funktion definiert: \(\frac{1}{b-a} \int_{a}^{b} P(x) dx\). Für das Intervall \([6; 18]\) ergibt dies \(\frac{1}{12} \int_{6}^{18} P(x) dx\). Die gesuchte Gleichung lautet \(P(t) = \frac{1}{12} \int_{6}^{18} P(x) dx\). 3. Ein beliebiges Zeitintervall der Länge 2, das zum Zeitpunkt \(t\) beginnt, endet bei \(t+2\). Damit das Intervall innerhalb eines Tages liegt, gilt \(0 \le t \le 22\). Die Bedingung, dass die darin erzeugte Energie größer als \(400\,\text{kWh}\) ist, führt auf die Ungleichung \(\int_{t}^{t+2} P(x) dx > 400\) mit \(0 \le t \le 22\).

Antwort

a) \(\int_{8}^{12} P(t) dt\) b) \(P(t) = \frac{1}{12} \int_{6}^{18} P(x) dx\) c) \(\int_{t}^{t+2} P(x) dx > 400\) mit \(0 \le t \le 22\)
42661213
Ein Erdbeobachtungssatellit schreibt während einer zwölfminütigen Beobachtungsphase Messdaten in seinen Borddatenspeicher. Die Rate, mit der neue Daten gespeichert werden, wird durch \(g(t)=40\sin\left(\frac{\pi}{4}t\right)+50\) in \(\frac{\text{MB}}{\text{min}}\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Minuten seit Beginn der Beobachtungsphase angibt. Während dieses Zeitraums findet kein Downlink zur Bodenstation statt. a) Bestimme die Datenmenge, die in den ersten \(4\) Minuten neu gespeichert wird. b) Zu Beginn der Beobachtungsphase befinden sich bereits \(200\,\text{MB}\) im Borddatenspeicher. Berechne den Speicherinhalt nach \(6\) Minuten.

Denkanstöße

- Welche Bedeutung hat das Integral einer Speicherrate über ein Zeitintervall? - Achte beim Integrieren der Sinusfunktion auf den Faktor im Argument. - Unterscheide in b) zwischen der neu gespeicherten Datenmenge und dem tatsächlichen Speicherinhalt. - Welche zusätzliche Information brauchst du neben der Bestandsänderung, um den Speicherinhalt zu einem späteren Zeitpunkt zu bestimmen?

Lösung

1. Die neu gespeicherte Datenmenge entspricht dem Integral der Speicherrate. Eine Stammfunktion ist \(G(t)=-\frac{160}{\pi}\cos\left(\frac{\pi}{4}t\right)+50t\). 2. Für die ersten vier Minuten gilt \(\int_0^4g(t)\,\text{d}t=G(4)-G(0)=200+\frac{320}{\pi}\,\text{MB}\). 3. Nach sechs Minuten beträgt die Bestandsänderung \(\int_0^6g(t)\,\text{d}t=300+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}\). 4. Mit dem Anfangsbestand folgt \(D(6)=200\,\text{MB}+300\,\text{MB}+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}=500+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}\).

Antwort

a) \(200+\frac{320}{\pi}\,\text{MB}\) b) \(500+\frac{160}{\pi}\,\text{MB}\)
42972213
Um eine elastische Feder von \(4\,\text{cm}\) auf \(8\,\text{cm}\) Dehnung zu bringen, ist eine Arbeit von \(0{,}72\,\text{J}\) erforderlich. Es gilt das Hookesche Gesetz \(F(s)=Ds\), wobei \(s\) in Metern gemessen wird. Für einen sehr kurzen Wegabschnitt der Länge \(\Delta s\) kann die dabei verrichtete Arbeit näherungsweise durch \(F(s)\Delta s\) beschrieben werden. Die gesamte Arbeit entsteht als Summe dieser kleinen Beiträge. a) Formuliere daraus ein Integralmodell für die angegebene Arbeit und bestimme die Federkonstante \(D\). b) Bestimme die Kraft, die erforderlich ist, um die Feder bei einer Dehnung von \(15\,\text{cm}\) zu halten.

Denkanstöße

- Welche Größen ändern sich entlang des Dehnungswegs, und welche bleibt als unbekannter Parameter konstant? - Wie werden viele kleine Beiträge \(F(s)\Delta s\) über ein Wegintervall zusammengefasst? - Achte darauf, alle Längen vor dem Rechnen in Meter umzuwandeln.

Lösung

1. Im Grenzübergang wird die Summe der kleinen Arbeitsbeiträge zum Integral. Für den Weg von \(0{,}04\,\text{m}\) bis \(0{,}08\,\text{m}\) gilt daher \(0{,}72=\int_{0{,}04}^{0{,}08}Ds\,\text{d}s\). 2. Damit ist \(0{,}72=\frac12D(0{,}08^2-0{,}04^2)=0{,}0024D\), also \(D=300\,\frac{\text{N}}{\text{m}}\). 3. Für \(s=0{,}15\,\text{m}\) folgt \(F(0{,}15)=300\cdot0{,}15\,\text{N}=45\,\text{N}\).

Antwort

a) \(0{,}72=\int_{0{,}04}^{0{,}08}Ds\,\text{d}s\) und \(D=300\,\frac{\text{N}}{\text{m}}\) b) \(F=45\,\text{N}\)
42972313
Eine Kraft \(F(s)=cs^2\) wirkt entlang eines Weges \(s\), wobei \(c>0\) und \(a>0\) Konstanten sind. Für einen sehr kurzen Wegabschnitt \(\Delta s\) kann die dort verrichtete Arbeit näherungsweise durch \(F(s)\Delta s\) beschrieben werden. Formuliere aus dieser lokalen Beschreibung ein Integralmodell für die Arbeit beim Weg von \(s=a\) bis \(s=3a\) und berechne die Arbeit in Abhängigkeit von \(a\) und \(c\).

Denkanstöße

- Welche Größe wird entlang des Weges aufsummiert, wenn ein kleiner Arbeitsbeitrag als „Kraft mal Wegstück“ beschrieben wird? - Welche Integrationsgrenzen entsprechen dem angegebenen Anfangs- und Endpunkt? - Behandle \(a\) und \(c\) beim Integrieren nach \(s\) als Konstanten.

Lösung

1. Die Summe der lokalen Arbeitsbeiträge führt im Grenzübergang zum Integral über den Weg. Daher gilt \(W=\int_a^{3a}cs^2\,\text{d}s\). 2. Eine Stammfunktion ist \(\frac{c}{3}s^3\). Damit folgt \(W=\left[\frac{c}{3}s^3\right]_a^{3a}=\frac{c}{3}(27a^3-a^3)=\frac{26}{3}ca^3\).

Antwort

\(W=\int_a^{3a}cs^2\,\text{d}s=\frac{26}{3}ca^3\)
42972413
Die Kraft \(F(s)\) in Newton, die auf einen Testkörper wirkt, ändert sich entlang des Weges linear nach \(F(s)=ks+d\), wobei \(s\) in Metern gemessen wird. Zu Beginn bei \(s=0\) wirkt eine Kraft von \(10\,\text{N}\). Beim Bewegen des Körpers von \(s=0\,\text{m}\) bis \(s=4\,\text{m}\) wird eine Arbeit von \(80\,\text{J}\) verrichtet. Für einen sehr kurzen Wegabschnitt \(\Delta s\) kann die dort verrichtete Arbeit näherungsweise durch \(F(s)\Delta s\) beschrieben werden. Formuliere aus dieser Beschreibung ein Integralmodell für die gemessene Arbeit und bestimme die Parameter \(k\) und \(d\).

Denkanstöße

- Welche Information über \(d\) steckt direkt im Kraftwert bei \(s=0\)? - Wie wird aus vielen kleinen Beiträgen \(F(s)\Delta s\) die gesamte Arbeit auf \([0;4]\)? - Welche verbleibende Gleichung liefert die gemessene Arbeit für den noch unbekannten Parameter?

Lösung

1. Aus \(F(0)=10\,\text{N}\) folgt unmittelbar \(d=10\,\text{N}\). 2. Die Summe der lokalen Arbeitsbeiträge führt zum Integral. Daher gilt \(80=\int_0^4(ks+10)\,\text{d}s\). 3. Auswerten liefert \(80=\left[\frac{k}{2}s^2+10s\right]_0^4=8k+40\). 4. Daraus folgt \(k=5\,\frac{\text{N}}{\text{m}}\).

Antwort

\(80=\int_0^4(ks+d)\,\text{d}s\), \(d=10\,\text{N}\) und \(k=5\,\frac{\text{N}}{\text{m}}\)
42973113
Eine Raumsonde wird radial von der Mondoberfläche in eine höhere Position bewegt. Der Abstand vom Mondmittelpunkt steigt dabei von \(r_1=1{,}738\cdot10^6\,\text{m}\) auf \(r_2=3{,}476\cdot10^6\,\text{m}\). Für diesen Vorgang wird die anziehende Gravitationskraft durch \(F(r)=\frac{1{,}96162208\cdot10^{15}}{r^2}\,\text{N}\) modelliert. Für einen sehr kleinen radialen Wegabschnitt \(\Delta r\) kann die zum Anheben verrichtete Arbeit näherungsweise durch \(F(r)\Delta r\) beschrieben werden. Stelle daraus ein Integralmodell für die gesamte Arbeit beim Anheben von \(r_1\) nach \(r_2\) auf und berechne sie. Runde das Ergebnis auf drei signifikante Stellen.

Denkanstöße

- Welche Größe wird über den radialen Weg aufsummiert, wenn ein kleiner Arbeitsbeitrag als \(F(r)\Delta r\) beschrieben wird? - Welche beiden Abstände bilden die Grenzen des Modells? - Wie kannst du \(r^{-2}\) integrieren, bevor du die großen Zahlen einsetzt?

Lösung

1. Die Summe der kleinen Arbeitsbeiträge führt im Grenzübergang zu \(W=\int_{r_1}^{r_2}F(r)\,\text{d}r\). 2. Eine Stammfunktion von \(\frac{1{,}96162208\cdot10^{15}}{r^2}\) ist \(-\frac{1{,}96162208\cdot10^{15}}{r}\). 3. Damit gilt \(W=1{,}96162208\cdot10^{15}\left(\frac{1}{r_1}-\frac{1}{r_2}\right)\,\text{J}\). 4. Einsetzen der beiden Abstände ergibt \(W\approx5{,}64\cdot10^8\,\text{J}\).

Antwort

\(W=\int_{r_1}^{r_2}\frac{1{,}96162208\cdot10^{15}}{r^2}\,\text{d}r\approx5{,}64\cdot10^8\,\text{J}\)
43436713
Die Wasserzufuhr eines Stausees wird über \(20\) Stunden beobachtet. Die Zuflussrate wird durch \(z(t)=-0{,}1t^2+2t+5\) modelliert, während die Abflussrate durch das Kraftwerk konstant \(a(t)=12\) beträgt. Dabei ist \(t\) die Zeit in Stunden; beide Raten werden in \(1000\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\) angegeben. a) Bestimme den Zeitraum, in dem das Wasservolumen im Stausee zunimmt. b) Zu welchem Zeitpunkt erreicht der Wasserbestand innerhalb des beobachteten Zeitraums seinen Höchstwert? c) Berechne die Nettozunahme des Wasservolumens während der gesamten Phase, in der der Bestand zunimmt.

Denkanstöße

- Welche Differenz der beiden gegebenen Raten beschreibt die momentane Änderung des Bestands? - Für das Steigen des Bestands muss diese Nettorate welches Vorzeichen besitzen? - Ein Bestandsmaximum liegt dort, wo die Nettorate von positiv zu negativ wechselt. - Für die gesamte Nettozunahme wird genau die Nettorate über die Wachstumsphase integriert.

Lösung

1. Der Bestand nimmt zu, wenn die Nettorate \(z(t)-a(t)\) positiv ist. Die Schnittpunkte erfüllen \(-0{,}1t^2+2t+5=12\), also \(t=10\pm\sqrt{30}\). 2. Zwischen diesen beiden Zeitpunkten ist \(z(t)>a(t)\). Daher nimmt der Bestand für \(10-\sqrt{30}<t<10+\sqrt{30}\) zu. 3. Am rechten Schnittpunkt wechselt die Nettorate von positiv zu negativ. Der Höchstwert des Bestands wird deshalb bei \(t=10+\sqrt{30}\,\text{h}\) erreicht. 4. Die Nettozunahme ist \(\int_{10-\sqrt{30}}^{10+\sqrt{30}}(z(t)-a(t))\,\text{d}t\). Mit \(u=t-10\) wird der Integrand zu \(3-0{,}1u^2\). Das Integral ergibt \(4\sqrt{30}\) in Einheiten von \(1000\,\text{m}^3\), also \(4000\sqrt{30}\,\text{m}^3\).

Antwort

a) \(10-\sqrt{30}<t<10+\sqrt{30}\) b) \(t=10+\sqrt{30}\,\text{h}\) c) \(4000\sqrt{30}\,\text{m}^3\)
43449713
Der Querschnitt eines künstlich angelegten Aussichtshügels in einem Park wird für \(0\leq x\leq20\) durch \(g(x)=10xe^{-0{,}2x}\) beschrieben; \(x\) und \(g(x)\) werden in Metern angegeben. a) Berechne die Koordinaten des Gipfelpunkts des Hügels. b) Berechne den Flächeninhalt unter dem Graphen im Intervall \([0;15]\). Verwende dazu die Stammfunktion \(G(x)=-50(x+5)e^{-0{,}2x}\) und überprüfe zunächst durch Ableiten, dass \(G'(x)=g(x)\) gilt.
Abbildung zur Aufgabe 434497

Denkanstöße

- Welche Bedingung an die erste Ableitung kennzeichnet einen Hochpunkt? - Prüfe beim Ableiten der vorgegebenen Stammfunktion die Produktregel sorgfältig. - Warum entspricht das bestimmte Integral hier direkt einem geometrischen Flächeninhalt?

Lösung

1. Es gilt \(g'(x)=(10-2x)e^{-0{,}2x}\). Da der Exponentialfaktor positiv ist, gilt \(g'(x)=0\) genau für \(x=5\). Links davon ist \(g'>0\), rechts davon \(g'<0\); somit liegt dort der Gipfel. Es ist \(g(5)=50e^{-1}=\frac{50}{e}\,\text{m}\). 2. Für die angegebene Funktion gilt \(G'(x)=-50e^{-0{,}2x}+10(x+5)e^{-0{,}2x}=10xe^{-0{,}2x}=g(x)\). 3. Da \(g(x)\geq0\) auf \([0;15]\), ist der Flächeninhalt \(A=\int_0^{15}g(x)\,\mathrm{d}x=G(15)-G(0)=250-1000e^{-3}\,\text{m}^2\).

Antwort

a) \(G\left(5\mid\frac{50}{e}\right)\) b) \(A=250-1000e^{-3}\,\text{m}^2\)
43449913
Nach einem Unfall in einer Fabrik gelangt ein Schadstoff in ein Fließgewässer. Die Konzentration an einer Messstelle wird durch die Funktion \(c(t)=25(e^{-0{,}05t}-e^{-0{,}25t})\) modelliert, wobei \(t\) die Zeit in Minuten nach dem Ereignis und \(c(t)\) die Konzentration in \(\text{mg}/\text{L}\) angibt. Die „Gesamtbelastung“ \(B\) an der Messstelle wird durch das Integral der Konzentration über den gesamten Zeitraum definiert: \(B=\int_0^{\infty}c(t)\,\text{d}t\). a) Begründe, dass dieses uneigentliche Integral konvergiert. b) Berechne \(B\) exakt und gib die passende Einheit an. c) Interpretiere den Integralwert im Sachzusammenhang. Erkläre insbesondere, warum \(B\) ohne zusätzliche Angaben zum Wasserdurchfluss keine Schadstoffmasse beschreibt.
Abbildung zur Aufgabe 434499

Denkanstöße

- Schreibe das Integral bis unendlich zunächst als Grenzwert mit einer endlichen oberen Grenze. - Entscheidend für die Konvergenz ist das Grenzverhalten der Exponentialterme in einer Stammfunktion. - Prüfe die Einheit, indem du die Einheit der Konzentration mit der Zeiteinheit multiplizierst. - Welche zusätzliche physikalische Größe wäre nötig, um aus einer Konzentration eine transportierte Masse zu bestimmen?

Lösung

1. Man schreibt das uneigentliche Integral als Grenzwert \(B=\lim_{T\to\infty}\int_0^T c(t)\,\text{d}t\). 2. Eine Stammfunktion von \(c\) ist \(C(t)=25(-20e^{-0{,}05t}+4e^{-0{,}25t})\). Für \(t\to\infty\) streben beide Exponentialterme gegen \(0\), also besitzt \(C(t)\) einen endlichen Grenzwert. Damit konvergiert das uneigentliche Integral. 3. Es gilt \(B=\lim_{T\to\infty}(C(T)-C(0))=0-25(-20+4)=400\,\frac{\text{mg}\cdot\text{min}}{\text{L}}\). 4. Der Wert beschreibt die über die Zeit aufsummierte Konzentrationsbelastung an der Messstelle. Die Einheit entsteht aus Konzentration mal Zeit. Für eine Schadstoffmasse müsste zusätzlich ein Volumenstrom berücksichtigt werden.

Antwort

a) Das Integral konvergiert, weil die verwendete Stammfunktion für \(t\to\infty\) einen endlichen Grenzwert besitzt. b) \(B=400\,\frac{\text{mg}\cdot\text{min}}{\text{L}}\) c) \(B\) ist eine Konzentrations-Zeit-Belastung an der Messstelle, keine Schadstoffmasse; für eine Masse wäre zusätzlich ein Volumenstrom nötig.
43457013
Ein Designer entwirft ein dekoratives Glasobjekt in Form eines Tropfens. Der Querschnitt wird durch die Funktionen \(f(x)=0{,}5\sqrt{x}(4-x)\) für den oberen Rand und \(g(x)=-f(x)\) für den unteren Rand beschrieben; \(x\) und die Funktionswerte werden in \(\text{dm}\) gemessen. Berechne den Flächeninhalt des gesamten Querschnitts im Bereich von \(x=0\) bis \(x=4\).
Abbildung zur Aufgabe 434570

Denkanstöße

- Welche Symmetrie besitzt der Querschnitt bezüglich der \(x\)-Achse? - Wie kannst du \(\sqrt{x}(4-x)\) als Summe von Potenzen von \(x\) schreiben? - Berechne zunächst die obere Hälfte und nutze anschließend die Symmetrie.

Lösung

1. Wegen der Symmetrie zur \(x\)-Achse ist der gesamte Flächeninhalt \(A=2\int_0^4f(x)\,\mathrm{d}x\). 2. Es ist \(f(x)=2x^{1/2}-0{,}5x^{3/2}\). Eine Stammfunktion lautet \(F(x)=\frac43x^{3/2}-\frac15x^{5/2}\). 3. Damit gilt \(A=2[F(x)]_0^4=2\left(\frac{32}{3}-\frac{32}{5}\right)=\frac{128}{15}\,\text{dm}^2\).

Antwort

\(A=\frac{128}{15}\,\text{dm}^2\)
43471713
Das Diagramm zeigt die Zuflussrate \(r(t)\) eines Regenrückhaltebeckens in \(\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\) für \(0\le t\le16\). Die Reinigung des eingeleiteten Wassers kostet \(1{,}50\,\text{€}\) pro Kubikmeter. Schätze mithilfe des Diagramms die Reinigungskosten für das Wasser, das zwischen \(t=4\) und \(t=12\) in das Becken geflossen ist. Gib einen angemessenen Näherungswert an und erläutere kurz dein Vorgehen.
Abbildung zur Aufgabe 434717

Denkanstöße

- Welche Fläche im Diagramm entspricht der zwischen \(t=4\) und \(t=12\) zugeflossenen Wassermenge? - Bestimme zuerst, welches Volumen ein einzelnes Gitterkästchen repräsentiert. - Du kannst die gekrümmte Fläche durch Kästchen oder mehrere Trapeze annähern. - Wende den Preis pro Kubikmeter erst auf deine geschätzte Gesamtmenge an.

Lösung

1. Die zugeflossene Wassermenge entspricht näherungsweise dem Flächeninhalt unter dem Rategraphen auf \([4;12]\). 2. Ein Gitterkästchen hat die Breite \(1\,\text{h}\) und die Höhe \(1\,\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\); seine Fläche entspricht daher \(1\,\text{m}^3\). Durch Kästchenzählen oder eine Trapezschätzung erhält man ungefähr \(57\,\text{m}^3\). 3. Damit betragen die Reinigungskosten ungefähr \(57\,\text{m}^3\cdot1{,}50\,\frac{\text{€}}{\text{m}^3}=85{,}50\,\text{€}\), also rund \(86\,\text{€}\).

Antwort

Etwa \(57\,\text{m}^3\) Wasser und damit rund \(86\,\text{€}\) Reinigungskosten. Vergleichbare, aus dem Diagramm nachvollziehbar geschätzte Werte sind ebenfalls angemessen.
43472313
Eine Photovoltaikanlage speist elektrische Energie in einen Akku ein, während gleichzeitig Energie für ein Wohnhaus entnommen wird. Die Erzeugungsleistung wird durch \(P(t)=-\frac19t(t-12)\) und die Verbrauchsleistung durch \(C(t)=1{,}5\) beschrieben. Dabei bezeichnet \(t\) die Zeit in Stunden seit 6:00 Uhr; beide Leistungen werden in Kilowatt gemessen. Zu Beginn bei \(t=0\) enthält der Akku \(5\,\text{kWh}\) Energie. a) Stelle die Nettoladeleistung des Akkus auf und berechne die gespeicherte Energie nach \(6\) Stunden und nach \(12\) Stunden. b) Bestimme den Zeitraum, in dem der Akku geladen wird.

Denkanstöße

- Welche Bilanz aus Erzeugungs- und Verbrauchsleistung beschreibt die momentane Änderung des Akkuinhalts? - Wie wird aus einer Leistung über die Zeit eine Energieänderung? - Für den Ladezeitraum genügt es, das Vorzeichen der Nettoladeleistung zu untersuchen. - Die Grenzen dieses Zeitraums liegen dort, wo Erzeugung und Verbrauch gleich groß sind.

Lösung

1. Die Nettoladeleistung ist \(N(t)=P(t)-C(t)=\frac43t-\frac19t^2-1{,}5\). 2. Für den Energieinhalt gilt \(E(t)=5+\int_0^tN(\tau)\,\text{d}\tau\). 3. Für \(t=6\) ergibt sich \(\int_0^6N(t)\,\text{d}t=7\,\text{kWh}\), also \(E(6)=12\,\text{kWh}\). Für \(t=12\) ergibt sich eine Nettoenergie von \(14\,\text{kWh}\), also \(E(12)=19\,\text{kWh}\). 4. Der Akku wird geladen, wenn \(N(t)>0\), also wenn \(P(t)>C(t)\). Die Grenzzeitpunkte erfüllen \(-\frac19t^2+\frac43t=\frac32\). Daraus folgt \(t=6\pm\frac32\sqrt{10}\). Zwischen diesen beiden Zeitpunkten ist die Nettoladeleistung positiv.

Antwort

a) \(N(t)=\frac43t-\frac19t^2-1{,}5\); \(E(6)=12\,\text{kWh}\), \(E(12)=19\,\text{kWh}\) b) \(6-\frac32\sqrt{10}<t<6+\frac32\sqrt{10}\)
43476413
Das Diagramm zeigt während eines zehnminütigen Reinigungsvorgangs die Durchflussrate \(f(t)\) eines ersten Rohrs und die konstante Durchflussrate \(g(t)=5\,\frac{\text{L}}{\text{min}}\) eines zweiten Rohrs. a) Bestimme graphisch den Zeitraum, in dem die Durchflussrate des ersten Rohrs höher ist als die des zweiten. b) Berechne das gesamte Wasservolumen, das von \(t=0\) bis \(t=10\) durch das zweite Rohr fließt. c) Schätze mithilfe des Graphen, durch welches Rohr in diesem Zeitraum insgesamt mehr Wasser geflossen ist. Begründe deine Entscheidung durch einen Flächenvergleich.
Abbildung zur Aufgabe 434764

Denkanstöße

- Welche beiden Schnittpunkte begrenzen den Bereich, in dem der erste Graph oberhalb der konstanten Rate liegt? - Bei einer konstanten Durchflussrate entspricht die Gesamtmenge der Fläche eines Rechtecks. - Vergleiche für Teil c die Fläche, in der \(f\) oberhalb von \(g\) liegt, mit den beiden Flächenstücken, in denen \(g\) oberhalb von \(f\) liegt.

Lösung

1. Die Graphen schneiden sich ungefähr bei \(t=2{,}4\) und \(t=7{,}6\). Dazwischen liegt der Graph von \(f\) oberhalb des Graphen von \(g\). Daher gilt ungefähr \(2{,}4<t<7{,}6\). 2. Für das zweite Rohr ist die Rate konstant. Daher fließen \(5\,\frac{\text{L}}{\text{min}}\cdot10\,\text{min}=50\,\text{L}\). 3. Im Diagramm ist die Fläche zwischen \(f\) und \(g\) im mittleren Bereich etwas größer als die beiden Randflächen, in denen \(g\) oberhalb von \(f\) liegt. Daher ist die Gesamtfläche unter \(f\) geringfügig größer als \(50\,\text{L}\). Eine numerische Kontrolle ergibt ungefähr \(50{,}3\,\text{L}\), was die graphische Schätzung bestätigt.

Antwort

a) Ungefähr \(2{,}4<t<7{,}6\) Minuten. b) \(50\,\text{L}\) c) Durch das erste Rohr fließt insgesamt etwas mehr Wasser; die Gesamtmenge liegt ungefähr bei \(50{,}3\,\text{L}\).
55349213
In einer Wasseraufbereitungsanlage werden gleichzeitig der Volumenstrom \(Q(t)\) des zufließenden Wassers in \(\text{m}^3/\text{h}\) und die darin gemessene Nitratkonzentration \(c(t)\) in \(\text{g}/\text{m}^3\) erfasst. Formuliere ein Integralmodell für die Nitratmasse, die in den ersten sechs Stunden in die Anlage gelangt. Gib die Einheit des Integralwerts an und nenne eine sachliche Annahme, unter der dieses Modell sinnvoll ist.

Denkanstöße

- Welche Größe erhältst du, wenn du einen Volumenstrom mit einer Konzentration multiplizierst? - Prüfe die Einheiten des Produkts, bevor du integrierst. - Eine Modellannahme sollte erklären, warum die gemessenen Größen den gesamten realen Zufluss angemessen beschreiben.

Lösung

1. In einem kurzen Zeitabschnitt ist die zugeführte Nitratmasse näherungsweise Konzentration mal Wasservolumen. Die zugehörige Massenrate ist deshalb \(Q(t)c(t)\). 2. Über die ersten sechs Stunden ergibt sich das Modell \(M=\int_0^6Q(t)c(t)\,\text{d}t\). 3. Die Einheit des Integranden ist \(\frac{\text{m}^3}{\text{h}}\cdot\frac{\text{g}}{\text{m}^3}=\frac{\text{g}}{\text{h}}\). Nach der Integration über die Zeit hat \(M\) die Einheit \(\text{g}\). 4. Das Modell setzt beispielsweise voraus, dass die gemessene Konzentration \(c(t)\) repräsentativ für den gesamten jeweils zufließenden Volumenstrom ist.

Antwort

\(M=\int_0^6Q(t)c(t)\,\text{d}t\), Einheit: \(\text{g}\). Eine passende Annahme ist, dass \(c(t)\) die Konzentration im gesamten Zufluss zum jeweiligen Zeitpunkt repräsentiert.
55349313
Bei einem vierminütigen Test eines Lüftungsgebläses wurden insgesamt \(19{,}5\,\text{m}^3\) Luft durch einen Messkanal gefördert. Zwei Modelle für den Volumenstrom \(q(t)\) stehen zur Auswahl: <table><tr><th>Modell</th><th>Volumenstrom in \(\text{m}^3/\text{min}\)</th></tr><tr><td>A</td><td>\(q_A(t)=3+t\)</td></tr><tr><td>B</td><td>\(q_B(t)=4+0{,}4t\)</td></tr></table> Berechne für beide Modelle das vorhergesagte Luftvolumen auf \([0;4]\). Vergleiche jeweils den absoluten Fehler mit dem Messwert und entscheide, welches Modell den Test hinsichtlich des Gesamtvolumens besser beschreibt.

Denkanstöße

- Welche Größe musst du aus einem zeitabhängigen Volumenstrom berechnen, um ihn mit dem gemessenen Gesamtvolumen zu vergleichen? - Vergleiche beide Modelle auf genau demselben Zeitintervall. - Für die Modellgüte in dieser Aufgabe zählt der Abstand zwischen vorhergesagtem und gemessenem Gesamtvolumen.

Lösung

1. Modell A liefert \(V_A=\int_0^4(3+t)\,\text{d}t=\left[3t+\frac{t^2}{2}\right]_0^4=20\,\text{m}^3\). 2. Modell B liefert \(V_B=\int_0^4(4+0{,}4t)\,\text{d}t=\left[4t+0{,}2t^2\right]_0^4=19{,}2\,\text{m}^3\). 3. Die absoluten Fehler gegenüber \(19{,}5\,\text{m}^3\) sind \(|20-19{,}5|=0{,}5\,\text{m}^3\) für Modell A und \(|19{,}2-19{,}5|=0{,}3\,\text{m}^3\) für Modell B. 4. Bezogen auf das insgesamt geförderte Luftvolumen beschreibt Modell B den Test besser, weil sein absoluter Fehler kleiner ist.

Antwort

Modell A: \(20\,\text{m}^3\), absoluter Fehler \(0{,}5\,\text{m}^3\). Modell B: \(19{,}2\,\text{m}^3\), absoluter Fehler \(0{,}3\,\text{m}^3\). Hinsichtlich des Gesamtvolumens passt Modell B besser.
55349413
Eine Solaranlage lädt einen Akku. Das Diagramm zeigt die Erzeugungsleistung \(P(t)\) während der ersten sechs Stunden. Gleichzeitig verbraucht ein angeschlossenes System konstant \(2\,\text{kW}\). Zu Beginn sind \(4\,\text{kWh}\) im Akku gespeichert; seine maximale nutzbare Kapazität beträgt \(14\,\text{kWh}\). a) Formuliere ein Integralmodell für den Energieinhalt \(E(t)\) des Akkus, solange die Kapazitätsgrenze noch nicht erreicht ist. b) Bestimme aus dem Diagramm den vom einfachen Modell vorhergesagten Energieinhalt nach sechs Stunden. c) Prüfe das Ergebnis an der Kapazitätsgrenze und bestimme, wann das einfache Modell diese Grenze erstmals erreicht. Erkläre, welche Modellannahme danach nicht mehr gelten kann.
Abbildung zur Aufgabe 553494

Denkanstöße

- Welche Leistung verändert den Akku tatsächlich: die Erzeugungsleistung oder die Bilanz aus Erzeugung und Verbrauch? - Bestimme die erzeugte Energie aus den geometrischen Flächen unter dem Leistungsgraphen. - Vergleiche den modellierten Energieinhalt mit der maximal zulässigen Kapazität. - Um den ersten Grenzzeitpunkt zu finden, verfolge den Energieinhalt abschnittsweise entlang des dargestellten Leistungsgraphen.

Lösung

1. Die Nettoladeleistung ist \(P(t)-2\). Solange keine Kapazitätsbegrenzung wirkt, gilt deshalb \(E(t)=4+\int_0^t(P(\tau)-2)\,\text{d}\tau\). 2. Die Fläche unter \(P\) besteht aus zwei Dreiecken mit jeweils \(6\,\text{kWh}\) und einem Rechteck mit \(12\,\text{kWh}\). Somit ist \(\int_0^6P(t)\,\text{d}t=24\,\text{kWh}\). Der konstante Verbrauch beträgt \(2\cdot6=12\,\text{kWh}\). Das einfache Modell liefert daher \(E(6)=4+24-12=16\,\text{kWh}\). 3. Dieser Wert überschreitet die Kapazität \(14\,\text{kWh}\), also kann das einfache Modell nicht während des ganzen Zeitraums physikalisch gelten. 4. Bis \(t=2\) beträgt die Nettoänderung \(6-4=2\,\text{kWh}\), also ist \(E(2)=6\,\text{kWh}\). Zwischen \(t=2\) und \(t=4\) ist \(P=6\,\text{kW}\), somit beträgt die Nettoladeleistung \(4\,\text{kW}\). Für die noch fehlenden \(8\,\text{kWh}\) bis zur Kapazität werden \(2\) Stunden benötigt. Die Grenze wird erstmals bei \(t=4\,\text{h}\) erreicht. 5. Danach kann nicht mehr angenommen werden, dass jede positive Nettoladeleistung vollständig als zusätzliche Akkuenergie gespeichert wird; überschüssige Energie muss beispielsweise abgeregelt oder anderweitig genutzt werden.

Antwort

a) \(E(t)=4+\int_0^t(P(\tau)-2)\,\text{d}\tau\), solange \(E(t)<14\,\text{kWh}\). b) Das einfache Modell liefert \(E(6)=16\,\text{kWh}\). c) Die Kapazitätsgrenze wird erstmals bei \(t=4\,\text{h}\) erreicht. Danach ist die Annahme vollständiger Speicherung jeder positiven Nettoladeleistung nicht mehr gültig.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.