Aimathic
Login | English | Deutsch

Mathe-Arbeitsblätter Klasse 13

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Diskrete und stetige Zufallsgrößen

Lernziele

  • Unterscheidet diskrete und stetige Zufallsgrößen.
  • Erklärt Einzelwertwahrscheinlichkeiten stetiger Modelle.
  • Übersetzt Rundungsangaben in Werteintervalle.
  • Verknüpft Histogramme und stetige Verteilungsmodelle.

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

55159213
a) Ordne die Zufallsgrößen in Diagramm 1 und Diagramm 2 den Begriffen „diskret“ und „stetig“ zu. Begründe jeweils mit den möglichen Werten. b) Erkläre, warum für Diagramm 1 ein Punktdiagramm und für Diagramm 2 ein Histogramm passend ist.
Abbildung zur Aufgabe 551592

Denkanstöße

- Welche Größe wird gezählt und welche wird gemessen? - Können zwischen zwei möglichen Werten jeweils weitere Werte liegen? - Vergleiche einzelne Punktstapel mit den zusammenhängenden Klassen des Histogramms.

Lösung

1. In Diagramm 1 wird eine Fehleranzahl dargestellt. Sie ist diskret, weil nur einzelne ganzzahlige Werte wie \(0,1,2,\dots\) möglich sind. In Diagramm 2 wird eine Masse dargestellt. Sie ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Massen grundsätzlich weitere Werte liegen. 2. Das Punktdiagramm zeigt einzelne mögliche Zählwerte und ihre Häufigkeiten. Das Histogramm fasst Messwerte aus einem kontinuierlichen Wertebereich in benachbarte Intervalle zusammen.

Antwort

a) Diagramm 1: diskret, weil nur einzelne ganzzahlige Fehlerzahlen möglich sind. Diagramm 2: stetig, weil zwischen zwei möglichen Massen weitere Werte liegen können. b) Das Punktdiagramm zeigt einzelne Zählwerte; das Histogramm fasst einen kontinuierlichen Messbereich in Intervalle zusammen.
55682213
Die beiden Diagramme A und B beruhen auf denselben simulierten Daten zur Anzahl der Busumstiege auf dem Schulweg. Welche Darstellung macht die diskrete Natur der Zufallsgröße besser sichtbar? Begründe deine Wahl über die möglichen Werte und nenne eine Information, die durch die Gruppierung in der anderen Darstellung verloren geht.
Abbildung zur Aufgabe 556822

Denkanstöße

- Welche einzelnen Werte kann die Anzahl der Umstiege überhaupt annehmen? - In welchem Diagramm kannst du die Häufigkeit eines konkreten Werts wie \(1\) direkt ablesen? - Was passiert mit solchen Einzelhäufigkeiten, wenn mehrere Werte in einem Intervall zusammengefasst werden?

Lösung

1. Darstellung B ist geeigneter, um die diskrete Zufallsgröße sichtbar zu machen. Das Punktdiagramm zeigt für jeden möglichen ganzzahligen Wert \(0,1,2,3,4\) direkt seine Häufigkeit. 2. Darstellung A fasst mehrere mögliche Werte in breite Intervalle zusammen. Dadurch ist zum Beispiel im Balken \([0;2)\) nicht mehr direkt erkennbar, wie viele Beobachtungen genau den Wert \(0\) beziehungsweise \(1\) haben.

Antwort

Darstellung B. Sie zeigt die einzelnen ganzzahligen Werte direkt; in A gehen durch die Intervallgruppierung die Häufigkeiten der einzelnen Werte verloren.
55842413
Eine Waage rundet auf ganze Gramm und zeigt \(250\,\text{g}\) an. Welche tatsächlichen Massen können zu dieser Anzeige führen? Gib das Intervall an.

Denkanstöße

- Wo liegen die Übergänge zwischen der Anzeige \(250\,\text{g}\) und den beiden Nachbaranzeigen? - Prüfe bei den beiden Randwerten, zu welcher ganzen Grammanzeige sie gerundet werden.

Lösung

1. Die untere Rundungsgrenze liegt genau zwischen \(249\,\text{g}\) und \(250\,\text{g}\), also bei \(249{,}5\,\text{g}\). 2. Die obere Rundungsgrenze liegt bei \(250{,}5\,\text{g}\). Dieser Wert wird bereits zu \(251\,\text{g}\) gerundet. 3. Daher führen genau die Massen im Intervall \([249{,}5;250{,}5)\,\text{g}\) zur Anzeige \(250\,\text{g}\).

Antwort

\([249{,}5;250{,}5)\,\text{g}\)
41358013
Ein Radiosender plant eine Sendestunde mit einer Dauer von \(60\,\text{min}\): Popmusik \(27\,\text{min}\), Rockmusik \(15\,\text{min}\), Nachrichten \(6\,\text{min}\), Moderation \(5\,\text{min}\) und Werbung \(7\,\text{min}\). Ein Hörer schaltet zu einem zufälligen Zeitpunkt innerhalb dieser Stunde ein. Die Einschaltzeit \(X\) wird als gleichverteilt modelliert. a) Erkläre, warum \(X\) eine stetige Zufallsgröße ist. b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass beim Einschalten Musik läuft. c) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass beim Einschalten keine Werbung läuft. d) Die Nachrichten werden um \(3\,\text{min}\) gekürzt; diese Zeit wird der Rockmusik hinzugefügt. Um wie viele Prozentpunkte steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit für Rockmusik?

Denkanstöße

- Überlege für a), ob zwischen zwei möglichen Einschaltzeiten immer weitere Zeiten liegen. - Bei einer Gleichverteilung hängt die Wahrscheinlichkeit eines Zeitabschnitts von seinem Anteil an der gesamten Stunde ab. - Vergleiche in d) den alten und den neuen Zeitanteil der Rockmusik.

Lösung

1. Die Einschaltzeit kann innerhalb der Stunde grundsätzlich jeden Zeitpunkt annehmen. Daher wird \(X\) als stetige Zufallsgröße modelliert. 2. Die gesamte Musikzeit beträgt \(27\,\text{min}+15\,\text{min}=42\,\text{min}\). Damit gilt \(P(\text{Musik})=\frac{42}{60}=0{,}7=70\,\%\). 3. Die Zeit ohne Werbung beträgt \(60\,\text{min}-7\,\text{min}=53\,\text{min}\). Somit ist \(P(\text{keine Werbung})=\frac{53}{60}\approx0{,}883=88{,}3\,\%\). 4. Vor der Änderung gilt \(P(\text{Rock})=\frac{15}{60}=25\,\%\), danach \(P(\text{Rock})=\frac{18}{60}=30\,\%\). Die Wahrscheinlichkeit steigt um \(5\) Prozentpunkte.

Antwort

a) \(X\) ist stetig, weil innerhalb der Stunde grundsätzlich jeder Zeitpunkt möglich ist. b) \(70\,\%\) c) \(\frac{53}{60}\approx88{,}3\,\%\) d) um \(5\) Prozentpunkte
42511213
Die tatsächliche Masse \(X\) einer Kaffeepackung wird als stetige Zufallsgröße betrachtet. a) Begründe, warum \(P(X=500\,\text{g})=0\) gilt. b) Welche tatsächlichen Massen werden beim Runden auf ganze Gramm als \(500\,\text{g}\) angezeigt? c) Welche tatsächlichen Massen werden beim Runden auf eine Dezimalstelle als \(500{,}0\,\text{g}\) angezeigt? Vergleiche die Breiten der beiden Rundungsintervalle.

Denkanstöße

- Was gilt bei einer stetigen Zufallsgröße für einen einzelnen exakten Wert? - Überlege, an welchen tatsächlichen Werten die Anzeige beim Runden zur benachbarten Zahl wechselt. - Vergleiche für c) nur die Breiten der beiden gefundenen Intervalle.

Lösung

1. Bei einer stetigen Zufallsgröße hat ein einzelner exakter Wert Wahrscheinlichkeit \(0\). Daher gilt \(P(X=500\,\text{g})=0\). 2. Auf ganze Gramm wird \(500\,\text{g}\) für Werte von \(499{,}5\,\text{g}\) bis unter \(500{,}5\,\text{g}\) angezeigt. Das Intervall ist \([499{,}5;500{,}5)\,\text{g}\) und hat die Breite \(1\,\text{g}\). 3. Auf eine Dezimalstelle wird \(500{,}0\,\text{g}\) für Werte von \(499{,}95\,\text{g}\) bis unter \(500{,}05\,\text{g}\) angezeigt. Das Intervall ist \([499{,}95;500{,}05)\,\text{g}\) und hat die Breite \(0{,}1\,\text{g}\). Es ist zehnmal schmaler.

Antwort

a) Bei einer stetigen Zufallsgröße hat ein einzelner exakter Wert Wahrscheinlichkeit \(0\); daher gilt \(P(X=500\,\text{g})=0\). b) \([499{,}5;500{,}5)\,\text{g}\) c) \([499{,}95;500{,}05)\,\text{g}\); Breiten \(1\,\text{g}\) und \(0{,}1\,\text{g}\), also Faktor \(10\)
42511313
Entscheide bei jeder Zufallsgröße, ob sie diskret oder stetig ist. Begründe kurz mit den möglichen Werten. a) Die Zeit für einen \(100\,\text{m}\)-Sprint ohne Rundung. b) Die Anzahl defekter Platinen in einer Lieferung von \(1000\) Stück. c) Der Reifendruck eines Pkw ohne Rundung. d) Die Augensumme beim Wurf von drei fairen sechsseitigen Würfeln.

Denkanstöße

- Wird die Größe gezählt oder gemessen? - Gibt es zwischen zwei möglichen Werten grundsätzlich weitere mögliche Werte? - Achte darauf, ob die Angabe gerundet ist oder nicht.

Lösung

1. Die Sprintzeit ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Zeiten grundsätzlich weitere Zeiten liegen. 2. Die Anzahl defekter Platinen ist diskret, weil nur die ganzen Zahlen von \(0\) bis \(1000\) möglich sind. 3. Der Reifendruck ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Druckwerten grundsätzlich weitere Werte liegen. 4. Die Augensumme ist diskret, weil nur die ganzen Zahlen von \(3\) bis \(18\) auftreten können.

Antwort

a) stetig, weil zwischen zwei möglichen Sprintzeiten weitere Zeiten liegen können b) diskret, weil nur ganze Anzahlen von \(0\) bis \(1000\) möglich sind c) stetig, weil zwischen zwei möglichen Druckwerten weitere Werte liegen können d) diskret, weil nur die ganzzahligen Augensummen von \(3\) bis \(18\) möglich sind
42511413
Entscheide, ob für jede Größe ein diskretes oder ein stetiges Modell passt. Begründe kurz. a) Anzahl der Personen in einem Wohngebäude b) Grundstücksfläche in \(\text{m}^2\) ohne Rundung c) Stromkosten eines Haushalts in Euro und Cent d) Wartezeit im Bürgeramt, wenn nur ganze Minuten gespeichert werden

Denkanstöße

- Frage dich bei jedem Beispiel, ob nur einzelne Werte oder ein durchgehender Wertebereich möglich sind. - Beachte bei c) die kleinste gespeicherte Geldeinheit. - Beachte bei d), dass nicht die genaue Wartezeit, sondern der gespeicherte Wert betrachtet wird.

Lösung

1. Die Personenzahl ist diskret, weil nur ganze Zahlen möglich sind. 2. Die Grundstücksfläche ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Flächenwerten grundsätzlich weitere Werte liegen. 3. Die Stromkosten sind in dieser Darstellung diskret, weil nur Cent-Schritte vorkommen. 4. Die gespeicherte Wartezeit ist diskret, weil durch die Erfassung in ganzen Minuten nur ganze Zahlen auftreten.

Antwort

a) diskret, weil nur ganze Personenzahlen möglich sind b) stetig, weil zwischen zwei möglichen Flächenwerten weitere Werte liegen können c) diskret, weil der Betrag nur in Cent-Schritten gespeichert wird d) diskret, weil durch die Speicherung nur ganze Minutenzahlen vorkommen
42512313
In einer Werkstatt sei \(L\) die Länge eines zufällig ausgewählten Metallstabs in Zentimetern, gemessen ohne Rundung, und \(X\) die Anzahl fehlerhafter Stäbe unter \(500\) an einem Tag hergestellten Stäben. a) Entscheide, welche der beiden Zufallsgrößen stetig und welche diskret ist. Begründe mit den möglichen Werten. b) Bestimme \(P(L=100)\). c) Erkläre, warum ein einzelner Wert wie \(X=10\) grundsätzlich positive Wahrscheinlichkeit haben kann, während dies bei \(L=100\) nicht der Fall ist.

Denkanstöße

- Welche Werte sind für \(X\) überhaupt möglich? - Gibt es zwischen zwei möglichen Längenwerten weitere mögliche Werte? - Vergleiche anschließend die Bedeutung eines einzelnen Werts bei einer diskreten und einer stetigen Zufallsgröße.

Lösung

1. \(L\) ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Längen grundsätzlich weitere Werte liegen. \(X\) ist diskret, weil nur die ganzen Zahlen von \(0\) bis \(500\) möglich sind. 2. Für die stetige Zufallsgröße gilt \(P(L=100)=0\). 3. Bei einer diskreten Zufallsgröße können einzelne mögliche Werte eigene positive Wahrscheinlichkeiten besitzen. Bei einer stetigen Zufallsgröße hat dagegen jeder einzelne exakte Wert Wahrscheinlichkeit \(0\).

Antwort

a) \(L\) ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Längen grundsätzlich weitere Werte liegen. \(X\) ist diskret, weil nur die ganzen Zahlen von \(0\) bis \(500\) möglich sind. b) \(P(L=100)=0\) c) Diskrete Einzelwerte können positive Wahrscheinlichkeit besitzen; bei einer stetigen Zufallsgröße hat ein einzelner exakter Wert Wahrscheinlichkeit \(0\).
42512413
Betrachte zwei Zufallsgrößen: \(Y\) ist die Augensumme beim Wurf zweier fairer sechsseitiger Würfel. \(X\) ist die genaue Wartezeit in Minuten bis zur Ankunft eines Busses, ohne Rundung. a) Entscheide begründet, welche Zufallsgröße diskret und welche stetig ist. b) Berechne \(P(Y\le3)\) und \(P(Y<3)\). Erkläre den Unterschied. c) Entscheide ohne Berechnung, ob \(P(X\le7{,}5)\) und \(P(X<7{,}5)\) gleich sind. Begründe.

Denkanstöße

- Welche einzelnen Werte kann die Augensumme annehmen? - Welche zusätzlichen Ergebnisse gehören bei \(Y\le3\) gegenüber \(Y<3\) dazu? - Welche Wahrscheinlichkeit hat ein einzelner exakter Wert bei einer stetigen Zufallsgröße?

Lösung

1. \(Y\) ist diskret, weil nur die ganzzahligen Augensummen \(2,3,\dots,12\) möglich sind. \(X\) ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Wartezeiten grundsätzlich weitere Zeiten liegen. 2. Für \(Y\le3\) sind die Würfelpaare \((1,1)\), \((1,2)\) und \((2,1)\) günstig. Daher gilt \(P(Y\le3)=\frac{3}{36}=\frac{1}{12}\). Für \(Y<3\) ist nur \((1,1)\) günstig, also \(P(Y<3)=\frac{1}{36}\). Der Unterschied ist \(P(Y=3)=\frac{2}{36}\). 3. Bei der stetigen Zufallsgröße gilt \(P(X=7{,}5)=0\). Deshalb ist \(P(X\le7{,}5)=P(X<7{,}5)\).

Antwort

a) \(Y\) ist diskret, weil nur die ganzzahligen Augensummen \(2,3,\dots,12\) möglich sind. \(X\) ist stetig, weil zwischen zwei möglichen Wartezeiten weitere Werte liegen können. b) \(P(Y\le3)=\frac{1}{12}\), \(P(Y<3)=\frac{1}{36}\); die Differenz ist \(P(Y=3)=\frac{1}{18}\). c) Die beiden Wahrscheinlichkeiten sind gleich, weil bei der stetigen Zufallsgröße \(P(X=7{,}5)=0\) gilt.
42512613
Entscheide bei jedem Beispiel, ob die Zufallsgröße diskret oder stetig ist. Begründe kurz. a) Der Winkel in Grad, bei dem ein Glücksrad mit einer idealisierten, unendlich feinen Nadel stehen bleibt. b) Der Geldbetrag in einem Sparschwein, angegeben in Euro und Cent. c) Die Zeit bis zum Zerfall eines radioaktiven Teilchens, ohne Rundung erfasst. d) Die täglichen Sonnenstunden an einem Ort, auf eine Dezimalstelle gerundet, zum Beispiel \(5{,}7\,\text{h}\).

Denkanstöße

- Frage dich bei jedem Beispiel, ob zwischen zwei möglichen Werten noch beliebig viele weitere Werte möglich sind. - Achte darauf, ob eine Angabe gerundet oder in festen Schritten erfasst wird. - Entscheidend ist das mathematische Modell der Zufallsgröße, nicht nur die physikalische Größe dahinter.

Lösung

1. a) Der Winkel ist stetig, weil innerhalb eines Winkelbereichs jeder reelle Zwischenwert möglich ist. 2. b) Der Geldbetrag ist diskret, weil nur Cent-Beträge in Schritten von \(0{,}01\,\text{€}\) möglich sind. 3. c) Die Zerfallsdauer ist stetig, weil die Zeit im Modell jeden positiven reellen Wert annehmen kann. 4. d) Die gerundeten Sonnenstunden sind diskret, weil durch die Rundung nur Werte in Schritten von \(0{,}1\,\text{h}\) auftreten.

Antwort

a) stetig, weil zwischen zwei möglichen Winkelwerten weitere Winkel möglich sind b) diskret, weil der Geldbetrag nur in Cent-Schritten vorkommt c) stetig, weil die Zerfallszeit ohne Rundung jeden Wert in einem Zeitintervall annehmen kann d) diskret, weil durch die Rundung auf eine Dezimalstelle nur Werte in Schritten von \(0{,}1\,\text{h}\) gespeichert werden
42514113
Ein Modell beschreibt die Anzahl der Kinder pro Haushalt in einer Stadt. Ein zweites Modell beschreibt die Pendelzeit zur Arbeit in Minuten ohne Rundung. Erkläre, warum für die Kinderzahl ein Säulendiagramm passend ist, für die Pendelzeit aber eine Dichtefunktion. Gehe dabei auf die möglichen Werte der beiden Zufallsgrößen ein.

Denkanstöße

- Kannst du die möglichen Kinderzahlen einzeln aufzählen? - Gibt es zwischen zwei möglichen Pendelzeiten grundsätzlich weitere mögliche Zeiten? - Wie werden Wahrscheinlichkeiten bei diskreten und bei stetigen Zufallsgrößen dargestellt?

Lösung

1. Die Kinderzahl ist eine diskrete Zufallsgröße. Möglich sind einzelne ganze Zahlen wie \(0,1,2,\dots\). Jedem möglichen Wert kann eine eigene Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden, die als Säulenhöhe dargestellt wird. 2. Die Pendelzeit ohne Rundung ist eine stetige Zufallsgröße. Zwischen zwei möglichen Zeiten liegen grundsätzlich weitere mögliche Werte. 3. Bei einer stetigen Zufallsgröße gilt für jeden Einzelwert \(x\): \(P(X=x)=0\). Wahrscheinlichkeiten von Intervallen werden als Flächen unter einer Dichtekurve dargestellt.

Antwort

Die Kinderzahl ist diskret: Es gibt einzelne mögliche ganzzahlige Werte, deren Wahrscheinlichkeiten als Säulen dargestellt werden können. Die Pendelzeit ohne Rundung ist stetig: Zwischen zwei Zeiten liegen weitere mögliche Werte, und Wahrscheinlichkeiten werden für Intervalle als Flächen unter einer Dichtekurve dargestellt.
42537313
Eine diskrete Zufallsgröße \(Y\) ist binomialverteilt mit den Parametern \(n=100\) und \(p=0{,}5\). Eine stetige Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit \(\mu=50\) und \(\sigma=5\). 1. Erkläre ohne Berechnung der Binomialwahrscheinlichkeiten, warum \(P(45\le Y\le55)>P(45<Y<55)\) gilt. Gib die Differenz der beiden Wahrscheinlichkeiten als Summe von Einzelwahrscheinlichkeiten an. 2. Entscheide, ob \(P(45\le X\le55)\) und \(P(45<X<55)\) gleich oder verschieden sind. Begründe. 3. Formuliere den wesentlichen Unterschied zwischen diskreten und stetigen Zufallsgrößen im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit einzelner Werte.

Denkanstöße

- Vergleiche genau, welche Randwerte zum geschlossenen und zum offenen Intervall gehören. - Bei einer diskreten Verteilung können einzelne mögliche Werte eine eigene Wahrscheinlichkeitsmasse tragen. - Überlege, welchen Flächeninhalt ein einzelner Punkt unter einer Dichtekurve besitzt.

Lösung

1. Bei der diskreten Zufallsgröße gehören die Randwerte \(45\) und \(55\) nur zum geschlossenen Intervall. Daher gilt \(P(45\le Y\le55)-P(45<Y<55)=P(Y=45)+P(Y=55)>0\). 2. Bei der stetigen Zufallsgröße gilt \(P(X=45)=P(X=55)=0\). Deshalb ist \(P(45\le X\le55)=P(45<X<55)\). 3. Bei einer diskreten Zufallsgröße können einzelne mögliche Werte positive Wahrscheinlichkeiten besitzen. Bei einer stetigen Zufallsgröße hat jeder einzelne exakte Wert Wahrscheinlichkeit \(0\); Wahrscheinlichkeiten beziehen sich auf Intervalle und werden als Flächen unter einer Dichte beschrieben.

Antwort

1. \(P(45\le Y\le55)-P(45<Y<55)=P(Y=45)+P(Y=55)>0\) 2. \(P(45\le X\le55)=P(45<X<55)\) 3. Diskrete Einzelwerte können positive Wahrscheinlichkeit besitzen; stetige Einzelwerte haben Wahrscheinlichkeit \(0\).
55159113
Für eine simulierte Messreihe wurden die Längen gleichartiger Bauteile in Millimetern erfasst. Das Histogramm zeigt die Häufigkeiten der gemessenen Längen. a) Beschreibe die Form des Histogramms hinsichtlich Zentrum, Symmetrie und Häufigkeiten zu den Rändern hin. b) Begründe, warum die zugrunde liegende Zufallsgröße „Bauteillänge“ als stetig modelliert wird, obwohl die Messwerte in Klassen zusammengefasst dargestellt sind. c) Erkläre, warum das Histogramm ein Normalmodell plausibel erscheinen lässt, aber nicht beweist, dass die Grundgesamtheit exakt normalverteilt ist.
Abbildung zur Aufgabe 551591

Denkanstöße

- Vergleiche die Balkenhöhen links und rechts vom Zentrum des Histogramms. - Entscheidend für „diskret oder stetig“ ist die Menge möglicher Werte der Zufallsgröße, nicht die gewählte Darstellung. - Welche Eigenschaften einer Glockenkurve erkennst du im Histogramm, und welche Unsicherheit bleibt bei einer Stichprobe?

Lösung

a) Die größten Häufigkeiten liegen in den beiden mittleren Klassen um \(50\,\text{mm}\). Zu beiden Seiten nehmen die Häufigkeiten ungefähr spiegelbildlich ab. Das Histogramm ist daher annähernd symmetrisch und glockenförmig. b) Eine Länge kann innerhalb eines Messbereichs grundsätzlich beliebige reelle Zwischenwerte annehmen. Die Klassen im Histogramm sind nur eine Darstellungsform der gemessenen stetigen Werte und machen die Zufallsgröße nicht diskret. c) Die annähernd symmetrische Glockenform passt qualitativ zu einer Normalverteilung. Ein endliches Histogramm hängt jedoch von Stichprobe und Klasseneinteilung ab; deshalb liefert es nur eine Plausibilitätsbegründung für das Modell.

Antwort

a) Annähernd symmetrisch und glockenförmig mit dem Zentrum bei ungefähr \(50\,\text{mm}\); die Häufigkeiten nehmen zu den Rändern ab. b) Die Bauteillänge ist stetig, weil zwischen zwei Längenwerten grundsätzlich weitere mögliche Längen liegen. c) Die Form spricht für ein Normalmodell, beweist eine exakte Normalverteilung aber nicht.
55682313
Bei einer simulierten Messreihe wurden folgende Längen in \(\text{cm}\) erfasst: \(48{,}1;\ 48{,}7;\ 49{,}2;\ 49{,}6;\ 49{,}8;\ 50{,}1;\ 50{,}3;\ 50{,}4;\ 50{,}8;\ 51{,}0;\ 51{,}4;\ 51{,}7\). a) Welches der Histogramme 1, 2 und 3 stellt die Messreihe mit den Klassen \([48;49),[49;50),[50;51),[51;52)\) korrekt dar? Begründe deine Wahl mit den Klassenhäufigkeiten. b) Erkläre, warum die Zufallsgröße „Länge“ trotzdem stetig ist, obwohl die Werte im Histogramm in Klassen zusammengefasst sind.
Abbildung zur Aufgabe 556823

Denkanstöße

- Ordne jeden Messwert genau einer der vier Klassen zu. - Beachte besonders, zu welcher Klasse der Randwert \(51{,}0\) gehört. - Überlege für b), ob die Klassen eine Eigenschaft der Messgröße oder nur der Darstellung sind.

Lösung

1. In \([48;49)\) liegen \(48{,}1\) und \(48{,}7\): Häufigkeit \(2\). 2. In \([49;50)\) liegen \(49{,}2,49{,}6,49{,}8\): Häufigkeit \(3\). 3. In \([50;51)\) liegen \(50{,}1,50{,}3,50{,}4,50{,}8\): Häufigkeit \(4\). Der Wert \(51{,}0\) gehört zur nächsten Klasse. 4. In \([51;52)\) liegen \(51{,}0,51{,}4,51{,}7\): Häufigkeit \(3\). Damit ist Histogramm 2 richtig. 5. Die Klassen sind nur eine Darstellungsform. Eine Länge kann innerhalb eines Messbereichs grundsätzlich beliebige Zwischenwerte annehmen; die zugrunde liegende Zufallsgröße bleibt stetig.

Antwort

a) Histogramm 2; Klassenhäufigkeiten \(2,3,4,3\) b) Die Klasseneinteilung macht die Länge nicht diskret. Zwischen zwei Längenwerten sind grundsätzlich weitere Werte möglich.
55842513
Ein Thermometer rundet auf eine Dezimalstelle und zeigt \(18{,}4\,^\circ\text{C}\) an. Lola behauptet: „Dann kann die tatsächliche Temperatur zwischen \(18{,}3\,^\circ\text{C}\) und knapp \(18{,}5\,^\circ\text{C}\) liegen.“ Beurteile Lolas Aussage. Gib das korrekte Intervall der möglichen tatsächlichen Temperaturen an und erkläre ihren Fehler.

Denkanstöße

- Zeichne auf einer Zahlengeraden die drei Anzeigen \(18{,}3\), \(18{,}4\) und \(18{,}5\) ein. - Wo muss die tatsächliche Temperatur liegen, damit die Anzeige gerade von \(18{,}4\) zu einer Nachbaranzeige wechselt? - Vergleiche diese Wechselstellen mit Lolas Intervall.

Lösung

1. Die benachbarten Anzeigen sind \(18{,}3\,^\circ\text{C}\) und \(18{,}5\,^\circ\text{C}\). 2. Die Übergänge zur Anzeige \(18{,}4\,^\circ\text{C}\) liegen jeweils in der Mitte: bei \(18{,}35\,^\circ\text{C}\) und \(18{,}45\,^\circ\text{C}\). 3. Daher gehören die tatsächlichen Temperaturen im Intervall \([18{,}35;18{,}45)\,^\circ\text{C}\) zur Anzeige \(18{,}4\,^\circ\text{C}\). 4. Lola verwendet die benachbarten Anzeigen selbst als Grenzen. Die Rundungsgrenzen liegen aber jeweils auf halbem Weg zwischen den Anzeigen.

Antwort

Lolas Aussage ist falsch. Das korrekte Intervall ist \([18{,}35;18{,}45)\,^\circ\text{C}\). Sie verwechselt die benachbarten Anzeigen mit den Rundungsgrenzen zwischen ihnen.
42511113
Eine stetige Zufallsgröße \(X\) ist im Intervall \([0; 5]\) gleichverteilt. Ihre Dichtefunktion ist somit gegeben durch \(f(x) = \frac{1}{5}\) für \(0 \le x \le 5\) und \(f(x) = 0\) sonst. 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Wert von \(X\) im Intervall \([1{,}15; 1{,}25)\) liegt. 2. Ein Realisierungswert von \(X\) wird auf eine Dezimalstelle nach dem Komma gerundet. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass man den Wert \(1{,}2\) erhält. 3. Nun wird ein Wert von \(X\) auf \(k\) Dezimalstellen nach dem Komma gerundet (\(k \in \mathbb{N}\)). Gib allgemein die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass ein bestimmter, auf \(k\) Dezimalstellen darstellbarer Wert \(a\) (mit \(0{,}5 \cdot 10^{-k} \le a \le 5 - 0{,}5 \cdot 10^{-k}\)) durch Rundung erzielt wird. Erläutere den Zusammenhang zwischen der Breite des Rundungsintervalls und der Wahrscheinlichkeit.

Denkanstöße

- Wie berechnet man Wahrscheinlichkeiten bei einer stetigen Gleichverteilung? - Welcher Bereich von Werten führt beim Runden auf eine Stelle nach dem Komma zu einem bestimmten Ergebnis? - Überlege dir, wie groß der Abstand zwischen zwei benachbarten Werten ist, die auf \(k\) Stellen gerundet wurden. - Was passiert mit der Intervallbreite, wenn man die Anzahl der Dezimalstellen erhöht?

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit im Intervall \([1{,}15; 1{,}25)\) berechnet sich bei einer Gleichverteilung über die Breite des Intervalls dividiert durch die Breite des Definitionsbereichs: \(P(1{,}15 \le X < 1{,}25) = \frac{1{,}25 - 1{,}15}{5} = \frac{0{,}1}{5} = 0{,}02\). 2. Ein Wert ergibt gerundet auf eine Dezimalstelle \(1{,}2\), wenn er im Intervall \([1{,}15; 1{,}25)\) liegt. Die Wahrscheinlichkeit entspricht somit dem Ergebnis aus Teilaufgabe 1: \(P(\text{gerundet } 1{,}2) = 0{,}02\). 3. Für einen auf \(k\) Dezimalstellen darstellbaren Wert \(a\) im angegebenen inneren Bereich entspricht die Rundung einem Intervall der Breite \(10^{-k}\), nämlich von \(a - 0{,}5 \cdot 10^{-k}\) bis \(a + 0{,}5 \cdot 10^{-k}\). Da die Gesamtlänge des Bereichs \(5\) beträgt, ist die Wahrscheinlichkeit \(P = \frac{10^{-k}}{5} = 0{,}2 \cdot 10^{-k}\). Mit zunehmender Genauigkeit (größerem \(k\)) verringert sich die Intervallbreite bei jeder zusätzlichen Stelle um den Faktor \(10\); entsprechend wird auch die Wahrscheinlichkeit durch \(10\) geteilt.

Antwort

1. \(P(1{,}15 \le X < 1{,}25) = 0{,}02\) 2. \(P(\text{gerundet } 1{,}2) = 0{,}02\) 3. \(P = \frac{10^{-k}}{5} = 0{,}2 \cdot 10^{-k}\). Die Wahrscheinlichkeit ist proportional zur Breite des Rundungsintervalls \(10^{-k}\).
42514213
Ein Punkt wird zufällig auf einer \(10\,\text{cm}\) langen Strecke gewählt. Gleich lange Teilstrecken sind gleich wahrscheinlich. \(X\) ist die genaue Position des Punktes in Zentimetern. a) Begründe, warum \(P(X=4)=0\) gilt. b) Bestimme \(P(0\le X\le5)\). c) Leon sagt: „Wenn jeder einzelne Wert Wahrscheinlichkeit \(0\) hat, muss auch jedes Intervall Wahrscheinlichkeit \(0\) haben.“ Erkläre mit a) und b), warum diese Aussage falsch ist.

Denkanstöße

- Welche Art von Zufallsgröße ist eine genaue Position auf einer Strecke? - Welchen Anteil der gesamten Strecke nimmt \([0;5]\) ein? - Vergleiche in c) das Ergebnis für einen einzelnen Punkt mit dem Ergebnis für die halbe Strecke.

Lösung

1. \(X\) ist stetig. Ein einzelner exakter Punkt besitzt daher Wahrscheinlichkeit \(0\), also \(P(X=4)=0\). 2. Das Intervall \([0;5]\) umfasst die Hälfte der gesamten Strecke. Wegen der Gleichverteilung gilt deshalb \(P(0\le X\le5)=\frac{5}{10}=\frac{1}{2}\). 3. Leons Schluss ist falsch. Bei einer stetigen Zufallsgröße haben einzelne Punkte zwar Wahrscheinlichkeit \(0\), ein ganzes Intervall kann aber positive Wahrscheinlichkeit besitzen. Hier hat jeder einzelne Punkt Wahrscheinlichkeit \(0\), während die linke Hälfte der Strecke Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{2}\) besitzt.

Antwort

a) \(P(X=4)=0\), weil eine genaue Position auf der Strecke stetig modelliert wird und ein einzelner Punkt daher Wahrscheinlichkeit \(0\) hat. b) \(P(0\le X\le5)=\frac{1}{2}\) c) Einzelpunkte haben bei einer stetigen Zufallsgröße Wahrscheinlichkeit \(0\), Intervalle können trotzdem positive Wahrscheinlichkeit besitzen; hier hat \([0;5]\) die Wahrscheinlichkeit \(\frac{1}{2}\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.