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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Symmetrische Wahrscheinlichkeitsintervalle

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55160313
Die drei Abbildungen zeigen dieselbe Normaldichte mit Erwartungswert \(\mu=0\), aber jeweils eine andere markierte Fläche. In welcher Abbildung ist das markierte Intervall symmetrisch zum Erwartungswert?
Abbildung zur Aufgabe 551603

Denkanstöße

- Vergleiche in jeder Abbildung den Abstand der linken und rechten Grenze von \(0\). - Ein symmetrisches Intervall hat auf beiden Seiten des Erwartungswerts dieselbe Breite.

Lösung

In Abbildung a) liegen die Grenzen bei \(-1\) und \(1\). Beide haben denselben Abstand \(1\) vom Erwartungswert \(0\). Daher ist nur dieses Intervall symmetrisch zum Erwartungswert.

Antwort

Abbildung a)
55160413
Für eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit Erwartungswert \(\mu=50\) gilt \(P(45\le X\le55)=0{,}70\). Das Intervall ist symmetrisch zum Erwartungswert. Bestimme \(P(X<45)\) und \(P(X>55)\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die gesamte Wahrscheinlichkeit außerhalb des angegebenen Intervalls. - Welche Bedeutung hat die Symmetrie für die beiden gleich weit entfernten Randbereiche?

Lösung

Außerhalb des symmetrischen Intervalls liegen insgesamt \(1-0{,}70=0{,}30\). Wegen der Symmetrie verteilt sich diese Wahrscheinlichkeit gleich auf beide Seiten. Daher gilt jeweils \(0{,}30:2=0{,}15\).

Antwort

\(P(X<45)=0{,}15\) und \(P(X>55)=0{,}15\)
42520513
Eine Zufallsgröße \(X\) ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 500\) und der Standardabweichung \(\sigma = 50\). Gib aufgrund der Symmetrieeigenschaften der Normalverteilung zu jedem der folgenden Intervalle ein weiteres Intervall an, sodass die Zufallsgröße \(X\) Werte aus dem gegebenen und dem neuen Intervall mit der exakt gleichen Wahrscheinlichkeit annimmt. a) \(]500; 560[\) b) \(]430; 480[\) c) \(]525; +\infty[\) d) \(]380; 420[\)

Denkanstöße

- Überlege dir, an welcher Stelle die Glockenkurve der Normalverteilung symmetrisch ist. - Wie kannst du einen Wert \(x\) an einem Zentrum \(\mu\) spiegeln? - Wenn ein Bereich rechts vom Mittelwert liegt, wo muss der flächengleiche Bereich auf der linken Seite liegen? - Skizziere dir eine Glockenkurve und markiere die gegebenen Intervalle, um die Lage der gesuchten Intervalle zu visualisieren.

Lösung

Die Dichtefunktion einer Normalverteilung ist achsensymmetrisch zur Geraden \(x = \mu\). Ein Intervall \(]a; b[\) hat daher dieselbe Wahrscheinlichkeit wie das an \(\mu\) gespiegelte Intervall \(]\mu - (b - \mu); \mu + (\mu - a)[\), was vereinfacht \(]2\mu - b; 2\mu - a[\) entspricht. Mit \(\mu = 500\) ergeben sich: 1. Für \(]500; 560[\): Das gespiegelte Intervall ist \(]500 - (560 - 500); 500[ = ]440; 500[\). 2. Für \(]430; 480[\): Die Grenzen haben die Abstände \(70\) und \(20\) links von \(\mu\). Die Spiegelung nach rechts ergibt \(]500 + 20; 500 + 70[ = ]520; 570[\). 3. Für \(]525; +\infty[\): Der Abstand der unteren Grenze zu \(\mu\) ist \(25\). Das symmetrische Intervall liegt links von \(\mu - 25 = 475\), also \(]-\infty; 475[\). 4. Für \(]380; 420[\): Die Abstände zu \(\mu\) sind \(120\) und \(80\) nach links. Die Spiegelung nach rechts ergibt \(]500 + 80; 500 + 120[ = ]580; 620[\).

Antwort

a) \(]440; 500[\) b) \(]520; 570[\) c) \(]-\infty; 475[\) d) \(]580; 620[\)
55354913
Die beiden Abbildungen zeigen dieselbe Standardnormaldichte. In beiden ist ein gleich breites Intervall markiert. Welcher der beiden markierten Bereiche besitzt die größere Wahrscheinlichkeit? Begründe deine Entscheidung ohne Tabellenrechnung.
Abbildung zur Aufgabe 553549

Denkanstöße

- Lies in beiden Abbildungen Lage und Breite des markierten Intervalls ab. - Wo ist die Standardnormaldichte am höchsten? - Bei welcher Lage sammelt ein gleich breites Intervall mehr Fläche unter einer symmetrischen Glockenkurve?

Lösung

1. Aus den Abbildungen liest man in a) das Intervall \([-1;1]\) und in b) das Intervall \([0;2]\) ab. Beide Intervalle haben die Breite \(2\). 2. Die Standardnormaldichte ist symmetrisch um \(0\) und dort am größten. Das Intervall \([-1;1]\) liegt vollständig um den Bereich mit der höchsten Dichte, während \([0;2]\) nach rechts verschoben ist. 3. Daher gilt \(P(-1\le Z\le1)>P(0\le Z\le2)\).

Antwort

Bereich a) hat die größere Wahrscheinlichkeit, weil das gleich breite Intervall dort um das Dichtemaximum zentriert ist.
55355013
Die Abbildung zeigt die Verteilungsfunktion \(\Phi\) der Standardnormalverteilung. Die markierten Punkte \(A\) und \(B\) liegen auf den Niveaus \(\Phi(z)=0{,}10\) bzw. \(\Phi(z)=0{,}90\). a) Lies die zugehörigen \(z\)-Werte näherungsweise auf eine Dezimalstelle ab. b) Gib damit ein zum Erwartungswert symmetrisches Intervall \(I\) an und bestimme \(P(Z\in I)\) aus den beiden kumulierten Wahrscheinlichkeiten. c) Begründe anhand der abgelesenen Grenzen, warum das Intervall symmetrisch um \(0\) liegt.
Abbildung zur Aufgabe 553550

Denkanstöße

- Lies die x-Koordinaten der beiden markierten Punkte ab; die y-Koordinaten sind bereits als kumulierte Wahrscheinlichkeiten gegeben. - Eine Intervallwahrscheinlichkeit erhältst du als Differenz des rechten und linken CDF-Werts. - Welche Beziehung müssen die beiden Intervallgrenzen haben, damit das Intervall um \(0\) symmetrisch ist?

Lösung

1. Aus dem Graphen liest man für \(A\) ungefähr \(z_A\approx-1{,}3\) und für \(B\) ungefähr \(z_B\approx1{,}3\) ab. 2. Damit ist \(I\approx[-1{,}3;1{,}3]\). Aus den markierten CDF-Niveaus folgt \(P(Z\in I)\approx0{,}90-0{,}10=0{,}80\). 3. Die beiden Grenzen sind näherungsweise Gegenzahlen und haben damit denselben Abstand von \(0\). Das Intervall liegt deshalb symmetrisch um den Erwartungswert der Standardnormalverteilung.

Antwort

a) \(z_A\approx-1{,}3\), \(z_B\approx1{,}3\) b) \(I\approx[-1{,}3;1{,}3]\); \(P(Z\in I)\approx0{,}80\) c) Die Grenzen sind näherungsweise Gegenzahlen und daher gleich weit von \(0\) entfernt.
42520613
Für eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu\) ist bekannt, dass die Ereignisse \(X < 145\) und \(X > 155\) mit der gleichen Wahrscheinlichkeit eintreten. a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\). b) Gib zum Intervall \(]150; 153[\) ein weiteres Intervall an, das die gleiche Wahrscheinlichkeit besitzt. c) Bestimme ein Intervall der Form \(]-\infty; k[\), das dieselbe Wahrscheinlichkeit wie das Intervall \(]158; +\infty[\) besitzt.

Denkanstöße

- Nutze die Eigenschaft, dass die Wahrscheinlichkeiten links und rechts vom Erwartungswert symmetrisch verteilt sind. - Wenn zwei äußere Bereiche die gleiche Fläche unter der Kurve haben, was sagt das über ihre Lage zum Mittelpunkt aus? - Verwende den in Aufgabenteil a) berechneten Erwartungswert als Spiegelachse für die weiteren Aufgabenteile.

Lösung

1. Da die Normalverteilung symmetrisch zum Erwartungswert \(\mu\) ist und \(P(X < 145) = P(X > 155)\) gilt, muss \(\mu\) genau in der Mitte der Werte \(145\) und \(155\) liegen. Es gilt \(\mu = \frac{145 + 155}{2} = 150\). 2. Um ein Intervall mit gleicher Wahrscheinlichkeit wie \(]150; 153[\) zu finden, spiegelt man die Grenzen an \(\mu = 150\). Die obere Grenze \(153\) hat einen Abstand von \(3\) zu \(\mu\). Die Spiegelung ergibt \(150 - 3 = 147\). Das Intervall lautet somit \(]147; 150[\). 3. Das Intervall \(]158; +\infty[\) beginnt bei \(158\), was einen Abstand von \(8\) rechts von \(\mu = 150\) bedeutet. Das symmetrische Ereignis auf der linken Seite ist der Bereich links von \(\mu - 8 = 142\). Somit ist \(k = 142\) und das Intervall lautet \(]-\infty; 142[\).

Antwort

a) \(\mu = 150\) b) \(]147; 150[\) c) \(]-\infty; 142[\)
42522213
Für die Verteilungsfunktion \(\Phi_{\mu; \sigma}\) einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\) gilt die fundamentale Symmetrie-Eigenschaft \(\Phi_{\mu; \sigma}(\mu - a) = 1 - \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a)\) für \(a \ge 0\). Leite unter Verwendung dieser Identität eine Formel her, mit der man die Wahrscheinlichkeit für das symmetrische Intervall um den Erwartungswert, \(P(\mu - a \le X \le \mu + a)\), allein durch den Term \(\Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a)\) ausdrücken kann.

Denkanstöße

- Wie berechnet man allgemein die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall \([x_1; x_2]\), wenn die Verteilungsfunktion bekannt ist? - Versuche, in deiner Formel alle Ausdrücke, die \(\mu - a\) enthalten, durch den in der Aufgabe genannten Zusammenhang zu ersetzen. - Achte beim Auflösen der Klammern besonders auf die Vorzeichen.

Lösung

1. Aufstellen des Ansatzes für die Intervallwahrscheinlichkeit mittels der Verteilungsfunktion: \(P(\mu - a \le X \le \mu + a) = \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a) - \Phi_{\mu; \sigma}(\mu - a)\). 2. Anwendung der gegebenen Symmetrie-Eigenschaft: Ersetzen des Terms \(\Phi_{\mu; \sigma}(\mu - a)\) durch den Ausdruck \(1 - \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a)\). 3. Einsetzen und Vereinfachen der Gleichung: \(P = \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a) - (1 - \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a))\). 4. Zusammenfassen der Terme: \(P = \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a) - 1 + \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a) = 2 \cdot \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a) - 1\).

Antwort

\(P(\mu - a \le X \le \mu + a) = 2 \cdot \Phi_{\mu; \sigma}(\mu + a) - 1\)
42522713
Die Füllmenge von Mineralwasserflaschen wird als normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit einer Standardabweichung von \(\sigma=8\,\text{ml}\) modelliert. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Inhalt einer zufällig ausgewählten Flasche um höchstens \(12\,\text{ml}\) vom Erwartungswert \(\mu\) abweicht. Gib das Ergebnis in Prozent auf zwei Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Schreibe „höchstens \(12\,\text{ml}\) Abweichung“ als symmetrisches Intervall um \(\mu\). - Welche standardisierten Grenzen entstehen durch Division durch \(\sigma\)? - Nutze die Symmetrie der Standardnormalverteilung für ein Intervall der Form \([-z;z]\).

Lösung

1. Gesucht ist \(P(\mu-12\le X\le\mu+12)\). 2. Nach der Standardisierung liegen die Grenzen bei \(-1{,}5\) und \(1{,}5\). 3. Wegen der Symmetrie gilt \(P(-1{,}5\le Z\le1{,}5)=2\Phi(1{,}5)-1\approx0{,}8664\). 4. In Prozent ergibt das \(86{,}64\,\%\).

Antwort

\(86{,}64\,\%\)
42525613
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu\) und der Standardabweichung \(\sigma\). Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Wert von \(X\) innerhalb der \(0{,}75\sigma\)-Umgebung um den Erwartungswert liegt. Gib das Ergebnis in Prozent auf zwei Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Schreibe die Umgebung zunächst als symmetrisches Intervall um \(\mu\). - Was passiert bei der Standardisierung mit \(\mu\) und \(\sigma\) in diesen Grenzen? - Nutze die Symmetrie für ein Intervall der Form \([-z;z]\) und wandle erst am Ende in Prozent um.

Lösung

1. Die \(0{,}75\sigma\)-Umgebung ist \([\mu-0{,}75\sigma;\mu+0{,}75\sigma]\). 2. Durch Standardisierung wird daraus \(P(-0{,}75\le Z\le0{,}75)\). 3. Wegen der Symmetrie gilt \(P=2\Phi(0{,}75)-1\approx0{,}5467\). 4. In Prozent sind das \(54{,}67\,\%\).

Antwort

\(54{,}67\,\%\)
42531913
In der Qualitätssicherung wird oft untersucht, in welchem symmetrischen Bereich um den Erwartungswert ein bestimmter Anteil der Messwerte liegt. a) Bestimme für eine standardnormalverteilte Zufallsgröße \(Z\) durch Nachschlagen in einer Tabelle oder durch Probieren eine auf zwei Nachkommastellen gerundete Zahl \(k\) so, dass \(P(-k \le Z \le k) \approx 0{,}70\) gilt. b) Das Gewicht \(G\) von Mehlpackungen in einer Abfüllanlage ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 1000\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 6\,\text{g}\). Bestimme unter Verwendung des Wertes \(k\) aus Teilaufgabe a) ein um \(\mu\) symmetrisches Intervall, in dem ca. \(70\,\%\) der Packungsgewichte liegen.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man die Wahrscheinlichkeit eines symmetrischen Intervalls mithilfe der Verteilungsfunktion \(\Phi\) ausdrückt. - Welchen Wert muss die Verteilungsfunktion an der oberen Grenze annehmen, damit in der Mitte \(70\,\%\) der Fläche liegen? - Wie hängen die Grenzen eines Intervalls bei einer allgemeinen Normalverteilung mit denen der Standardnormalverteilung zusammen?

Lösung

1. Für die Standardnormalverteilung gilt \(P(-k \le Z \le k) = \Phi(k) - \Phi(-k) = 2\Phi(k) - 1\). Setzt man dies gleich \(0{,}70\), ergibt sich \(2\Phi(k) = 1{,}70\), also \(\Phi(k) = 0{,}85\). 2. Aus der Tabelle der Standardnormalverteilung (oder durch Probieren) findet man für \(\Phi(k) = 0{,}85\) den Wert \(k \approx 1{,}04\). 3. Für eine beliebig normalverteilte Zufallsgröße \(G \sim N(\mu; \sigma^2)\) liegt das symmetrische \(70\,\%\)-Intervall bei \([\mu - k\sigma; \mu + k\sigma]\). 4. Einsetzen der Werte: \(1000 \pm 1{,}04 \cdot 6 = 1000 \pm 6{,}24\). 5. Das Intervall lautet somit \([993{,}76\,\text{g}; 1006{,}24\,\text{g}]\).

Antwort

a) \(k \approx 1{,}04\) b) Das Intervall ist \([993{,}76\,\text{g}; 1006{,}24\,\text{g}]\).
42535113
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) hat den Erwartungswert \(\mu=120\) und die Standardabweichung \(\sigma=15\). Bestimme jeweils ein um \(\mu\) symmetrisches Intervall \(I\), in dem die Werte von \(X\) mit der angegebenen Wahrscheinlichkeit liegen. Verwende passende Quantile der Standardnormalverteilung und runde die Intervallgrenzen auf eine Dezimalstelle. a) \(P(X\in I)=0{,}683\) b) \(P(X\in I)=0{,}950\) c) \(P(X\in I)=0{,}990\)

Denkanstöße

- Wie verteilt sich die außerhalb eines zentralen symmetrischen Intervalls liegende Wahrscheinlichkeit auf die beiden Randbereiche? - Welche kumulierte Wahrscheinlichkeit muss am rechten Intervallrand erreicht sein? - Übertrage den gefundenen Standardnormalwert anschließend mit \(x=\mu+z\sigma\) auf die Skala von \(X\).

Lösung

1. Für ein symmetrisches Intervall mit Wahrscheinlichkeit \(p\) liegen in jedem Randbereich \(\frac{1-p}{2}\). Für den rechten Rand gilt daher \(\Phi(k)=\frac{1+p}{2}\), und die Intervallgrenzen sind \(\mu\pm k\sigma\). 2. Für \(p=0{,}683\) ist \(k=\Phi^{-1}(0{,}8415)\approx1{,}001\). Damit sind die Grenzen \(120\pm1{,}001\cdot15\approx104{,}99\) und \(135{,}01\). Gerundet ergibt sich \(I=[105{,}0;135{,}0]\). 3. Für \(p=0{,}950\) ist \(k=\Phi^{-1}(0{,}975)\approx1{,}960\). Damit sind die Grenzen \(120\pm1{,}960\cdot15\approx90{,}60\) und \(149{,}40\). Gerundet ergibt sich \(I=[90{,}6;149{,}4]\). 4. Für \(p=0{,}990\) ist \(k=\Phi^{-1}(0{,}995)\approx2{,}576\). Damit sind die Grenzen \(120\pm2{,}576\cdot15\approx81{,}36\) und \(158{,}64\). Gerundet ergibt sich \(I=[81{,}4;158{,}6]\).

Antwort

a) \(I=[105{,}0;135{,}0]\) b) \(I=[90{,}6;149{,}4]\) c) \(I=[81{,}4;158{,}6]\)
42538213
Die Füllmenge von Kaffeekapseln eines Herstellers ist näherungsweise normalverteilt mit \(\mu=6{,}2\,\text{g}\) und \(\sigma=0{,}15\,\text{g}\). 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Kapsel zwischen \(6{,}0\,\text{g}\) und \(6{,}4\,\text{g}\) enthält. 2. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass die Füllmenge um mehr als \(0{,}3\,\text{g}\) vom Erwartungswert abweicht. Gib beide Ergebnisse in Prozent auf zwei Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Prüfe bei beiden Teilaufgaben, ob die Grenzen symmetrisch um \(\mu\) liegen. - Wie viele Standardabweichungen entsprechen \(0{,}3\,\text{g}\)? - Für eine Wahrscheinlichkeit außerhalb eines zentralen Intervalls kannst du die Gegenwahrscheinlichkeit verwenden.

Lösung

1. Die standardisierten Grenzen sind \(-\frac{4}{3}\) und \(\frac{4}{3}\). Daher gilt \(P(6{,}0\le X\le6{,}4)\approx0{,}8176=81{,}76\,\%\). 2. Eine Abweichung von mehr als \(0{,}3\,\text{g}\) entspricht dem Bereich außerhalb von \(\mu\pm2\sigma\). Daher ist die gesuchte Wahrscheinlichkeit \(1-[\Phi(2)-\Phi(-2)]\approx0{,}0455=4{,}55\,\%\).

Antwort

1. \(81{,}76\,\%\) 2. \(4{,}55\,\%\)
55159613
Für die standardnormalverteilte Zufallsgröße \(Z\) soll ein zum Erwartungswert symmetrisches Intervall bestimmt werden, das \(90\,\%\) der Wahrscheinlichkeit enthält. a) Bestimme \(a>0\) mit \(P(-a\le Z\le a)=0{,}90\). Gib \(a\) auf sechs Dezimalstellen an. b) Gib das Intervall mit auf drei Dezimalstellen gerundeten Grenzen an. c) Welche Wahrscheinlichkeit liegt jeweils rechts von \(a\) und links von \(-a\)? Begründe ohne erneute Tabellenrechnung.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst den gesamten Wahrscheinlichkeitsanteil außerhalb des zentralen Intervalls. - Wie verteilt sich dieser Rest bei Symmetrie um \(0\)? - Welche kumulierte Wahrscheinlichkeit muss daher am rechten Intervallrand erreicht sein?

Lösung

1. Außerhalb des zentralen Intervalls liegen insgesamt \(10\,\%\). Wegen der Symmetrie entfallen auf jede Seite \(5\,\%\). Daher gilt \(\Phi(a)=0{,}95\). 2. Somit ist \(a=\Phi^{-1}(0{,}95)\approx1{,}644854\). 3. Auf drei Dezimalstellen lautet das Intervall \([-1{,}645;1{,}645]\). 4. In jedem der beiden Randbereiche liegen wegen der Symmetrie \(0{,}05=5\,\%\).

Antwort

a) \(a\approx1{,}644854\) b) \([-1{,}645;1{,}645]\) c) jeweils \(5\,\%\)
42522813
Bei der Herstellung von Präzisionsbauteilen ist die Breite normalverteilt mit einer Standardabweichung von \(\sigma=0{,}05\,\text{mm}\). Bestimme die Abweichung \(d>0\) vom Erwartungswert so, dass genau \(95\,\%\) der Bauteile im symmetrischen Toleranzbereich \([\mu-d;\mu+d]\) liegen. Runde \(d\) auf drei Dezimalstellen in Millimetern.

Denkanstöße

- Übersetze den symmetrischen Toleranzbereich in ein Intervall der Standardnormalverteilung. - Welche kumulierte Wahrscheinlichkeit gehört zur rechten Grenze eines zentralen \(95\,\%\)-Intervalls? - Übertrage den gefundenen Standardnormalwert anschließend zurück in Millimeter.

Lösung

1. Die Bedingung lautet \(P(\mu-d\le X\le\mu+d)=0{,}95\). 2. Nach der Standardisierung ist \(P\left(-\frac{d}{\sigma}\le Z\le\frac{d}{\sigma}\right)=0{,}95\). 3. Für \(z=\frac{d}{\sigma}\) gilt wegen der Symmetrie \(2\Phi(z)-1=0{,}95\), also \(\Phi(z)=0{,}975\). 4. Damit ist \(z=\Phi^{-1}(0{,}975)\approx1{,}9600\) und \(d=z\sigma\approx1{,}9600\cdot0{,}05\,\text{mm}\approx0{,}098\,\text{mm}\).

Antwort

\(d\approx0{,}098\,\text{mm}\)
42527613
Ein Abfüllautomat für Mehl ist so eingestellt, dass die Füllmenge pro Packung als normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu=1000\,\text{g}\) modelliert wird. Genau \(95\,\%\) der Packungen liegen höchstens \(12\,\text{g}\) vom Erwartungswert entfernt. Berechne die Standardabweichung \(\sigma\) des Modells und runde auf zwei Dezimalstellen in Gramm.

Denkanstöße

- Formuliere die gegebene Abweichung als symmetrisches Intervall um den Mittelwert. - Welche kumulierte Wahrscheinlichkeit gehört zur rechten Grenze eines zentralen \(95\,\%\)-Intervalls? - Setze den zugehörigen Standardnormalwert in die standardisierte Intervallgrenze ein und löse nach \(\sigma\) auf.

Lösung

1. Die Bedingung lautet \(P(988\le X\le1012)=0{,}95\). 2. Nach der Standardisierung gilt \(P\left(-\frac{12}{\sigma}\le Z\le\frac{12}{\sigma}\right)=0{,}95\). 3. Mit der Symmetrie folgt \(2\Phi\left(\frac{12}{\sigma}\right)-1=0{,}95\), also \(\Phi\left(\frac{12}{\sigma}\right)=0{,}975\). 4. Daher ist \(\frac{12}{\sigma}=\Phi^{-1}(0{,}975)\approx1{,}9600\) und somit \(\sigma\approx\frac{12}{1{,}9600}\,\text{g}\approx6{,}12\,\text{g}\).

Antwort

\(\sigma\approx6{,}12\,\text{g}\)
42532013
Gegeben ist eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit den Parametern \(\mu\) und \(\sigma\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit (auf vier Dezimalstellen genau), dass ein Wert von \(X\) höchstens um das \(1{,}5\)-fache der Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht. b) Zeige allgemein, dass für jede normalverteilte Zufallsgröße \(X \sim N(\mu; \sigma^2)\) die Wahrscheinlichkeit \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma)\) nur von \(k\) abhängt und durch den Ausdruck \(2\Phi(k) - 1\) berechnet werden kann.

Denkanstöße

- Was bedeutet es mathematisch, wenn eine Größe um einen bestimmten Faktor der Standardabweichung vom Mittelwert abweicht? - Nutze die Standardisierung, um die allgemeine Normalverteilung in die Standardnormalverteilung zu überführen. - Erinnere dich an die Symmetrieeigenschaft der Dichtefunktion bzw. die Beziehung \(\Phi(-z) = 1 - \Phi(z)\).

Lösung

1. Die Bedingung „höchstens um das \(1{,}5\)-fache der Standardabweichung vom Erwartungswert abweichen“ entspricht dem Intervall \([\mu - 1{,}5\sigma; \mu + 1{,}5\sigma]\). 2. Durch Standardisierung \(Z = \frac{X-\mu}{\sigma}\) wird die Wahrscheinlichkeit zu \(P(-1{,}5 \le Z \le 1{,}5)\). 3. Berechnung: \(P(-1{,}5 \le Z \le 1{,}5) = \Phi(1{,}5) - \Phi(-1{,}5) = 2\Phi(1{,}5) - 1 \approx 2 \cdot 0{,}9332 - 1 = 0{,}8664\). 4. Allgemeiner Nachweis: \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma) = P(-k\sigma \le X - \mu \le k\sigma)\). 5. Division durch \(\sigma > 0\) liefert \(P(-k \le \frac{X - \mu}{\sigma} \le k) = P(-k \le Z \le k)\). 6. Da \(Z\) standardnormalverteilt ist, gilt \(P(-k \le Z \le k) = \Phi(k) - \Phi(-k) = \Phi(k) - (1 - \Phi(k)) = 2\Phi(k) - 1\). Dieser Ausdruck ist unabhängig von \(\mu\) und \(\sigma\).

Antwort

a) \(P(\mu - 1{,}5\sigma \le X \le \mu + 1{,}5\sigma) \approx 0{,}8664\) b) Durch Standardisierung folgt \(P(\mu - k\sigma \le X \le \mu + k\sigma) = P(-k \le Z \le k) = 2\Phi(k) - 1\).
42536013
Betrachtet wird eine normalverteilte Zufallsgröße \(Y\) mit den Parametern \(\mu\) und \(\sigma\). a) Bestimme \(P(\mu-\sigma\le Y\le\mu+\sigma)\), runde auf vier Dezimalstellen und zeige, dass dieser Wert unabhängig von der konkreten Wahl von \(\mu\) und \(\sigma\) ist. b) Gegeben sei das feste Intervall \(I=[10;20]\). Argumentiere, für welchen Wert von \(\mu\) die Wahrscheinlichkeit \(P(Y\in I)\) bei vorgegebenem \(\sigma\) maximal wird. c) Untersuche, wie sich \(P(Y\le\mu)\) verhält, wenn man \(\sigma\) verdoppelt.

Denkanstöße

- Standardisiere die beiden symbolischen Intervallgrenzen in a). - Wo muss bei einem festen Intervall der Hochpunkt einer symmetrischen Glockenkurve liegen, damit möglichst viel Fläche im Intervall liegt? - Welchen Anteil der Gesamtfläche trennt die Symmetrieachse einer Normalverteilung ab?

Lösung

1. Nach der Standardisierung wird \([\mu-\sigma;\mu+\sigma]\) zu \([-1;1]\). Daher ist \(P(\mu-\sigma\le Y\le\mu+\sigma)=\Phi(1)-\Phi(-1)\approx0{,}6827\). Da \(\mu\) und \(\sigma\) beim Standardisieren verschwinden, ist der Wert für jede Normalverteilung gleich. 2. Bei festem \(\sigma\) ist die Dichte symmetrisch um \(\mu\) und dort am größten. Ein Intervall fester Breite enthält die größte Fläche, wenn es um den Hochpunkt zentriert ist. Die Mitte von \([10;20]\) ist \(15\), also ist \(\mu=15\) optimal. 3. Wegen der Symmetrie gilt für jede Normalverteilung \(P(Y\le\mu)=0{,}5\). Eine Verdopplung von \(\sigma\) ändert diesen Wert nicht.

Antwort

a) \(P(\mu-\sigma\le Y\le\mu+\sigma)\approx0{,}6827\), unabhängig von \(\mu\) und \(\sigma\) b) \(\mu=15\) c) \(P(Y\le\mu)=0{,}5\) bleibt unverändert.
55354813
Eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) hat \(\mu=50\) und \(\sigma=8\). Bestimme ohne numerische Tabellenrechnung den Wert \(c>54\), sodass \(P(42\le X\le46)=P(54\le X\le c)\) gilt. Begründe außerdem, warum es genau einen solchen Wert \(c\) gibt.

Denkanstöße

- Suche nach einer Eigenschaft der Normalverteilung, mit der sich Wahrscheinlichkeiten ohne Tabellenwerte vergleichen lassen. - Vergleiche die Lage und Breite des gegebenen Intervalls mit dem gesuchten Intervall relativ zu \(\mu\). - Für die Eindeutigkeit: Was geschieht mit der Fläche über \([54;c]\), wenn \(c\) nach rechts verschoben wird?

Lösung

1. Die Normalverteilung ist symmetrisch um \(\mu=50\). 2. Das Spiegelbild des Intervalls \([42;46]\) an der Symmetrieachse \(x=50\) ist \([54;58]\). Daher haben die beiden Intervalle dieselbe Wahrscheinlichkeit und es gilt \(c=58\). 3. Für \(c>54\) wächst \(P(54\le X\le c)\) streng mit \(c\), weil die Normaldichte in diesem Bereich positiv ist. Deshalb kann es keinen zweiten Wert mit derselben Intervallwahrscheinlichkeit geben.

Antwort

\(c=58\)

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.