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Stellen Sie aus rund 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Normalverteilung in Sachkontexten

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55160713
Die Füllmenge \(X\) einer Flasche ist normalverteilt und wird in Millilitern gemessen. Welche Schreibweise beschreibt das Ereignis „Die Flasche enthält weniger als \(498\,\text{mL}\)“? A: \(X>498\) B: \(X<498\) C: \(X=498\) D: \(X\ge498\)

Denkanstöße

- Übersetze die Formulierung „weniger als“ direkt in ein Ungleichheitszeichen. - Achte darauf, ob die Grenze \(498\) zum Ereignis gehören soll oder nicht.

Lösung

„Weniger als \(498\,\text{mL}\)“ bedeutet mathematisch, dass die Zufallsgröße einen Wert kleiner als \(498\) annimmt. Daher ist \(X<498\) richtig.

Antwort

B: \(X<498\)
55160813
Die Lebensdauer \(X\) eines Bauteils wird durch eine normalverteilte Zufallsgröße modelliert. Für das Modell gilt \(P(X\ge1200\,\text{h})=0{,}08\). Welche Aussage beschreibt diese Wahrscheinlichkeit korrekt? A: Etwa \(8\,\%\) der Bauteile erreichen eine Lebensdauer von mindestens \(1200\,\text{h}\). B: Etwa \(92\,\%\) der Bauteile erreichen eine Lebensdauer von mindestens \(1200\,\text{h}\). C: Jedes Bauteil hält genau \(1200\,\text{h}\). D: Die mittlere Lebensdauer beträgt \(0{,}08\,\text{h}\).

Denkanstöße

- Lies das Ereignis \(X\ge1200\,\text{h}\) zuerst in Worten. - Wandle \(0{,}08\) in eine Prozentangabe um.

Lösung

Die Wahrscheinlichkeit \(P(X\ge1200\,\text{h})=0{,}08\) beschreibt den Anteil der modellierten Bauteile, deren Lebensdauer mindestens \(1200\,\text{h}\) beträgt. Das sind etwa \(8\,\%\). Daher ist Aussage A richtig.

Antwort

A
42530513
Ein Getränkehersteller füllt Limonade in Flaschen ab. Die Füllmenge ist normalverteilt mit \(\mu=750\,\text{mL}\) und \(\sigma=5\,\text{mL}\). Bestimme unter Verwendung der \(\sigma\)-Regeln näherungsweise die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig kontrollierte Flasche mehr als \(760\,\text{mL}\) enthält.

Denkanstöße

- Wie viele Standardabweichungen liegt \(760\,\text{mL}\) über dem Erwartungswert? - Welche zentrale Wahrscheinlichkeit liefert die passende \(\sigma\)-Regel? - Wie verteilt sich die Restwahrscheinlichkeit wegen der Symmetrie auf beide Randbereiche?

Lösung

1. Es gilt \(760=750+2\cdot5=\mu+2\sigma\). 2. Nach der \(2\sigma\)-Regel liegen etwa \(95{,}4\,\%\) der Werte in \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\). Außerhalb liegen somit etwa \(4{,}6\,\%\). 3. Wegen der Symmetrie entfällt die Hälfte auf den rechten Randbereich. Daher \(P(X>760)\approx4{,}6\,\%:2=2{,}3\,\%\).

Antwort

\(P(X>760)\approx2{,}3\,\%\).
43483113
Das Gewicht von Kaffeepackungen in einer Abfüllanlage ist normalverteilt mit der Zufallsgröße \(X\) (in Gramm). Die Abbildung zeigt den Graphen der zugehörigen kumulativen Verteilungsfunktion \(F\). a) Bestimme mithilfe des Graphen den Erwartungswert \(\mu\) der Füllmenge. b) Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Packung ein Gewicht zwischen \(248\,\text{g}\) und \(252\,\text{g}\) hat. c) Die Anlage soll so kontrolliert werden, dass nur die schwersten \(10\,\%\) der Packungen eine spezielle Kennzeichnung erhalten. Ab welchem Gewicht \(x\) (näherungsweise) wird diese Kennzeichnung vergeben?
Abbildung zur Aufgabe 434831

Denkanstöße

- Welchen speziellen Funktionswert nimmt die Verteilungsfunktion einer Normalverteilung genau beim Erwartungswert an? - Wie kannst du die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall mithilfe der Werte auf der y-Achse berechnen? - Überlege, welcher Anteil der Packungen *leichter* als das gesuchte Gewicht ist, wenn \(10\,\%\) schwerer sind.

Lösung

1. Der Erwartungswert \(\mu\) entspricht dem x-Wert, an dem die Verteilungsfunktion den Funktionswert \(F(x) = 0{,}5\) annimmt. Aus dem Graphen lässt sich \(\mu = 250\,\text{g}\) ablesen. 2. Die Wahrscheinlichkeit \(P(248 \le X \le 252)\) berechnet sich durch die Differenz der Funktionswerte: \(F(252) - F(248)\). Ablesen aus dem Graphen: \(F(252) \approx 0{,}84\) und \(F(248) \approx 0{,}16\). Berechnung: \(0{,}84 - 0{,}16 = 0{,}68\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(68\,\%\). 3. Gesucht ist der Wert \(x\), für den \(P(X > x) = 0{,}10\) gilt, was äquivalent zu \(P(X \le x) = 0{,}90\) bzw. \(F(x) = 0{,}90\) ist. Dem Funktionswert \(y = 0{,}9\) auf der y-Achse lässt sich auf der x-Achse näherungsweise der Wert \(x \approx 252{,}6\,\text{g}\) zuordnen.

Antwort

a) \(\mu = 250\,\text{g}\) b) \(P(248 \le X \le 252) \approx 68\,\%\) c) Ab ca. \(252{,}6\,\text{g}\)
55355313
Die Abbildung zeigt eine schematische Häufigkeitsverteilung von Wartezeiten eines technischen Systems. Beurteile, ob eine Normalverteilung als Modell für diese Wartezeiten plausibel ist. Nenne zwei Merkmale der dargestellten Verteilung, die für deine Entscheidung wesentlich sind.
Abbildung zur Aufgabe 553553

Denkanstöße

- Vergleiche die Form des Histogramms mit einer symmetrischen Glockenkurve. - Liegen die Häufigkeiten links und rechts eines Zentrums ungefähr spiegelbildlich? - Gibt es für die betrachtete Größe eine natürliche Grenze, die für das Modell wichtig ist?

Lösung

1. Eine Normalverteilung wäre annähernd symmetrisch und glockenförmig um einen zentralen Wert. 2. Das Histogramm ist deutlich rechtsschief: Viele Beobachtungen liegen bei kleinen Wartezeiten, danach nimmt die Häufigkeit mit einem langen rechten Rand ab. 3. Außerdem sind Wartezeiten nach unten durch \(0\) begrenzt, und ein großer Teil der Verteilung liegt nahe an dieser Grenze. 4. Eine Normalverteilung ist daher für diese dargestellte Verteilung nicht plausibel.

Antwort

Nein. Die Verteilung ist stark rechtsschief statt annähernd symmetrisch und liegt zudem nahe an der natürlichen Untergrenze \(0\); ein Normalmodell ist hier nicht angemessen.
55355413
Die Abbildung zeigt eine schematische Häufigkeitsverteilung der Stängellängen in einer gemischten Pflanzenstichprobe. Sofia schlägt vor, die gesamte Verteilung durch eine einzige Normalverteilung zu modellieren. Beurteile den Vorschlag und begründe deine Entscheidung anhand der Form des Histogramms.
Abbildung zur Aufgabe 553554

Denkanstöße

- Wie viele ausgeprägte Gipfel hat eine Normaldichte? - Beschreibe zunächst nur die Form des Histogramms, ohne schon ein Modell zu wählen. - Welche Erklärung könnte es für zwei getrennte Häufungsbereiche geben?

Lösung

1. Eine einzelne Normalverteilung besitzt genau einen zentralen Gipfel und ist symmetrisch um ihren Erwartungswert. 2. Das Histogramm zeigt dagegen zwei deutlich getrennte Häufungsbereiche mit einem Tal dazwischen. 3. Eine solche bimodale Struktur lässt sich durch eine einzelne Normalverteilung nicht angemessen beschreiben. Sie spricht eher dafür, dass zwei unterschiedliche Gruppen in der Stichprobe vermischt wurden.

Antwort

Der Vorschlag ist nicht plausibel. Das Histogramm ist bimodal mit zwei ausgeprägten Gipfeln; eine einzelne Normalverteilung ist dagegen unimodal und kann diese Struktur nicht angemessen erfassen.
55355613
Die Abweichung \(A\) eines Busses vom Fahrplan wird in Minuten beschrieben. Positive Werte bedeuten Verspätung, negative Werte eine zu frühe Ankunft. Für eine bestimmte Linie wird \(A\) als normalverteilt mit \(\mu=1\) und \(\sigma=3\) modelliert. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Bus höchstens \(2\) Minuten zu früh und höchstens \(4\) Minuten zu spät ankommt. Formuliere zuerst das passende Ereignis und gib die Wahrscheinlichkeit auf vier Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Übersetze „zu früh“ und „zu spät“ zuerst in das Vorzeichen der Fahrplanabweichung. - Prüfe, wo die beiden erlaubten Grenzen relativ zum Erwartungswert liegen. - Standardisiere beide Grenzen, bevor du die Intervallwahrscheinlichkeit bestimmst.

Lösung

1. „Höchstens \(2\) Minuten zu früh“ bedeutet \(A\ge-2\), und „höchstens \(4\) Minuten zu spät“ bedeutet \(A\le4\). Gesucht ist daher \(P(-2\le A\le4)\). 2. Die Grenzen standardisieren zu \(z_1=\frac{-2-1}{3}=-1\) und \(z_2=\frac{4-1}{3}=1\). 3. Somit gilt \(P(-2\le A\le4)=\Phi(1)-\Phi(-1)\approx0{,}6827\).

Antwort

Ereignis: \(-2\le A\le4\) Wahrscheinlichkeit: \(P(-2\le A\le4)\approx0{,}6827\)
42514513
Die Füllmenge von Mineralwasserflaschen in einem Abfüllbetrieb wird durch eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu=500\,\text{mL}\) und \(\sigma=3\,\text{mL}\) modelliert. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig gewählte Flasche eine Füllmenge zwischen \(497\,\text{mL}\) und \(506\,\text{mL}\) aufweist. b) Eine Flasche gilt als unterfüllt, wenn sie weniger als \(495\,\text{mL}\) enthält. Bestimme den prozentualen Anteil der unterfüllten Flaschen. c) Bei einer stetigen Zufallsgröße gilt \(P(X=500)=0\). In der Praxis werden die Messwerte jedoch auf ganze Milliliter gerundet. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass als gerundeter Messwert genau \(500\,\text{mL}\) erscheint.

Denkanstöße

- Standardisiere jede relevante Intervallgrenze mit \(z=\frac{x-\mu}{\sigma}\). - Nutze bei negativen \(z\)-Werten die Symmetrie der Standardnormalverteilung, falls hilfreich. - Welche tatsächlichen Füllmengen werden beim Runden auf ganze Milliliter als \(500\,\text{mL}\) angezeigt? - Beachte den Unterschied zwischen einem exakten Wert und einem Rundungsintervall.

Lösung

a) Die standardisierten Grenzen sind \(z_1=\frac{497-500}{3}=-1\) und \(z_2=\frac{506-500}{3}=2\). Daher \(P(497\le X\le506)=\Phi(2)-\Phi(-1)\approx0{,}818595\approx81{,}86\,\%\). b) Für \(495\,\text{mL}\) gilt \(z=\frac{495-500}{3}=-\frac{5}{3}\). Somit \(P(X<495)=\Phi\left(-\frac{5}{3}\right)\approx0{,}047790\approx4{,}78\,\%\). c) Der gerundete Wert \(500\,\text{mL}\) entsteht für tatsächliche Füllmengen im Intervall \([499{,}5\,\text{mL};500{,}5\,\text{mL})\). Die standardisierten Grenzen sind \(-\frac{1}{6}\) und \(\frac{1}{6}\). Daher \(P=2\Phi\left(\frac{1}{6}\right)-1\approx0{,}132368\approx13{,}24\,\%\).

Antwort

a) etwa \(81{,}86\,\%\) b) etwa \(4{,}78\,\%\) c) etwa \(13{,}24\,\%\)
42519113
In einer Abfüllanlage für Mehl werden die Massen von 100 Packungen stichprobenartig kontrolliert und auf ganze Gramm gerundet. Die Ergebnisse der Messung sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst: <table> <tr> <td>Masse (in \(\text{g}\))</td> <td>497</td> <td>498</td> <td>499</td> <td>500</td> <td>501</td> <td>502</td> <td>503</td> </tr> <tr> <td>Anzahl der Packungen</td> <td>3</td> <td>12</td> <td>25</td> <td>30</td> <td>18</td> <td>9</td> <td>3</td> </tr> </table> a) Erläutere anhand der vorliegenden Daten, warum eine Normalverteilung als Modell für die Grundgesamtheit der Packungsmassen geeignet erscheint. b) Berechne den empirischen Mittelwert \(\overline{m}\) dieser Stichprobe. c) Bestimme die prozentuale Abweichung des berechneten Mittelwerts \(\overline{m}\) vom Sollwert \(500\,\text{g}\).

Denkanstöße

- Schau dir die Verteilung der Häufigkeiten an. Erinnert dich die Form an eine bekannte Kurve? - Wie berechnet man den Durchschnitt, wenn Werte mehrfach vorkommen? - Überlege dir, auf welchen Basiswert sich die prozentuale Abweichung beziehen muss. - Achte darauf, ob der Mittelwert über oder unter dem Vergleichswert liegt.

Lösung

1. Begründung der Modellierung: Die Häufigkeitsverteilung ist eingipflig und annähernd symmetrisch um den Wert \(500\,\text{g}\). Da bei physikalischen Messgrößen und Produktionsprozessen oft zufällige, kleine Abweichungen in beide Richtungen auftreten, ist die Glockenform der Normalverteilung eine geeignete Annäherung. 2. Berechnung des Mittelwerts \(\overline{m}\): Summe der gewichteten Massen bilden: \((497 \cdot 3 + 498 \cdot 12 + 499 \cdot 25 + 500 \cdot 30 + 501 \cdot 18 + 502 \cdot 9 + 503 \cdot 3) = 49\,987\,\text{g}\). Division durch die Gesamtzahl \(n = 100\) ergibt \(\overline{m} = 499{,}87\,\text{g}\). 3. Berechnung der prozentualen Abweichung: Differenz zum Sollwert berechnen: \(499{,}87 - 500 = -0{,}13\). Prozentualer Anteil am Sollwert: \(\frac{-0{,}13}{500} \cdot 100\,\% = -0{,}026\,\%\). Der Mittelwert liegt somit um \(0{,}026\,\%\) unter dem Sollwert.

Antwort

a) Die Daten sind eingipflig und annähernd symmetrisch, was charakteristisch für eine Normalverteilung ist. b) \(\overline{m} = 499{,}87\,\text{g}\) c) Die Abweichung beträgt \(-0{,}026\,\%\).
42519213
Bei der Herstellung von Metallstiften wird die Länge der Stifte in Millimetern (\(\text{mm}\)) gemessen. Eine Stichprobe von 200 Stiften lieferte folgendes Ergebnis: <table> <tr> <td>Länge (in \(\text{mm}\))</td> <td>\(24{,}8\)</td> <td>\(24{,}9\)</td> <td>\(25{,}0\)</td> <td>\(25{,}1\)</td> <td>\(25{,}2\)</td> </tr> <tr> <td>Anzahl</td> <td>12</td> <td>45</td> <td>82</td> <td>48</td> <td>13</td> </tr> </table> a) Begründe, weshalb die Normalverteilung zur Beschreibung dieses Produktionsprozesses herangezogen werden kann. b) Bestimme den Mittelwert \(\mu_{\text{emp}}\) und die empirische Standardabweichung \(s_{\text{emp}}\) dieser Stichprobe. c) Ein theoretisches Modell geht von einem Mittelwert \(\mu = 25{,}0\,\text{mm}\) aus. Berechne die prozentuale Abweichung des empirischen Mittelwerts \(\mu_{\text{emp}}\) von diesem theoretischen Wert.

Denkanstöße

- Was ist typisch für die Verteilung von Werten bei technischen Produktionsprozessen? - Erstelle eine Tabelle für die Zwischenschritte der Mittelwerts- und Standardabweichungsberechnung. - Die Standardabweichung misst die Streuung um den Mittelwert. - Für den Prozentwert teilst du den Unterschied durch den Ausgangswert.

Lösung

1. Begründung der Eignung: Die Häufigkeiten zeigen eine Konzentration um den zentralen Wert \(25{,}0\,\text{mm}\) und nehmen zu den Rändern hin gleichmäßig ab. Diese Symmetrie und das Vorliegen vieler kleiner, unabhängiger Einflussfaktoren rechtfertigen die Modellierung durch eine Normalverteilung. 2. Berechnung des Mittelwerts \(\mu_{\text{emp}}\): Gesamtsumme der Längen berechnen: \((24{,}8 \cdot 12 + 24{,}9 \cdot 45 + 25{,}0 \cdot 82 + 25{,}1 \cdot 48 + 25{,}2 \cdot 13) = 5000{,}5\,\text{mm}\). Division durch \(n = 200\) ergibt \(\mu_{\text{emp}} = 25{,}0025\,\text{mm}\). 3. Berechnung der Standardabweichung \(s_{\text{emp}}\): Varianz berechnen durch \(\frac{1}{n} \sum f_i \cdot (x_i - \mu_{\text{emp}})^2 \approx 0{,}00964\). Die Wurzel daraus ergibt \(s_{\text{emp}} \approx 0{,}0982\,\text{mm}\). 4. Prozentuale Abweichung: \(\frac{25{,}0025 - 25{,}0}{25{,}0} \cdot 100\,\% = 0{,}01\,\%\).

Antwort

a) Die Verteilung ist annähernd symmetrisch und glockenförmig. b) \(\mu_{\text{emp}} = 25{,}0025\,\text{mm}\) und \(s_{\text{emp}} \approx 0{,}0982\,\text{mm}\) c) Die Abweichung beträgt \(0{,}01\,\%\).
42519313
Die Füllmenge von Kaffeepackungen einer bestimmten Sorte ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 500\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 6\,\text{g}\). Die Zufallsgröße \(X\) beschreibt die Füllmenge einer zufällig entnommenen Packung in Gramm. Interpretiere die folgenden Ereignisse im Sachkontext und bestimme ihre Wahrscheinlichkeiten: a) \(X < 491\) b) \(494 \le X \le 512\) c) \(X \ge 500\)

Denkanstöße

- Was bedeuten die mathematischen Ungleichheitszeichen in Bezug auf das Gewicht der Packungen? - Wie transformiert man einen Wert der Normalverteilung in einen \(z\)-Wert der Standardnormalverteilung? - Welche Rolle spielt der Erwartungswert bei der Symmetrie der Glockenkurve? - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall mithilfe der Verteilungsfunktion?

Lösung

1. Interpretation a): Das Ereignis beschreibt, dass eine Packung weniger als \(491\,\text{g}\) Kaffee enthält. Berechnung: \(P(X < 491) = \Phi\left(\frac{491 - 500}{6}\right) = \Phi(-1{,}5) \approx 0{,}0668\). 2. Interpretation b): Das Ereignis beschreibt, dass die Füllmenge einer Packung zwischen \(494\,\text{g}\) und \(512\,\text{g}\) liegt (einschließlich der Grenzen). Berechnung: \(P(494 \le X \le 512) = \Phi\left(\frac{512 - 500}{6}\right) - \Phi\left(\frac{494 - 500}{6}\right) = \Phi(2) - \Phi(-1) \approx 0{,}9772 - 0{,}1587 = 0{,}8185\). 3. Interpretation c): Das Ereignis beschreibt, dass eine Packung mindestens das Sollgewicht von \(500\,\text{g}\) aufweist. Berechnung: Da die Normalverteilung symmetrisch zum Erwartungswert ist, gilt \(P(X \ge 500) = 0{,}5\).

Antwort

a) Interpretation: Die Packung enthält weniger als \(491\,\text{g}\). Wahrscheinlichkeit: \(\approx 6{,}68\,\%\). b) Interpretation: Die Füllmenge liegt zwischen \(494\,\text{g}\) und \(512\,\text{g}\). Wahrscheinlichkeit: \(\approx 81{,}85\,\%\). c) Interpretation: Die Packung enthält mindestens \(500\,\text{g}\). Wahrscheinlichkeit: \(50\,\%\).
42519413
Die Körpergröße von neunjährigen Jungen in einer Region sei normalverteilt mit \(\mu = 138\,\text{cm}\) und \(\sigma = 5{,}5\,\text{cm}\). Die Zufallsgröße \(H\) gibt die Körpergröße eines zufällig ausgewählten Jungen an. Interpretiere die gegebenen Ereignisse im Sachzusammenhang und berechne die zugehörigen Wahrscheinlichkeiten: a) \(H \le 127\) b) \(132{,}5 < H < 143{,}5\) c) \(H > 149\)

Denkanstöße

- Überlege dir, wie du die Grenzen der Ungleichungen in Worten ausdrücken kannst (z. B. „mindestens“, „höchstens“, „zwischen“). - Erinnere dich an die Bedeutung der Standardabweichung und wie viele Prozent der Daten innerhalb bestimmter Vielfacher von \(\sigma\) liegen. - Welche Symmetrieeigenschaften der Glockenkurve kannst du nutzen, wenn die Grenzen denselben Abstand zum Mittelwert haben?

Lösung

1. Interpretation a): Das Ereignis beschreibt, dass ein Junge höchstens \(127\,\text{cm}\) groß ist. Berechnung: \(P(H \le 127) = \Phi\left(\frac{127 - 138}{5{,}5}\right) = \Phi(-2) \approx 0{,}0228\). 2. Interpretation b): Das Ereignis beschreibt, dass die Körpergröße eines Jungen mehr als \(132{,}5\,\text{cm}\) und weniger als \(143{,}5\,\text{cm}\) beträgt. Dies entspricht dem \(1\sigma\)-Intervall um den Erwartungswert. Berechnung: \(P(132{,}5 < H < 143{,}5) = \Phi(1) - \Phi(-1) \approx 0{,}8413 - 0{,}1587 = 0{,}6826\). 3. Interpretation c): Das Ereignis beschreibt, dass ein Junge größer als \(149\,\text{cm}\) ist. Berechnung: \(P(H > 149) = 1 - \Phi\left(\frac{149 - 138}{5{,}5}\right) = 1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\).

Antwort

a) Interpretation: Der Junge ist höchstens \(127\,\text{cm}\) groß. Wahrscheinlichkeit: \(\approx 2{,}28\,\%\). b) Interpretation: Der Junge ist zwischen \(132{,}5\,\text{cm}\) und \(143{,}5\,\text{cm}\) groß. Wahrscheinlichkeit: \(\approx 68{,}26\,\%\). c) Interpretation: Der Junge ist größer als \(149\,\text{cm}\). Wahrscheinlichkeit: \(\approx 2{,}28\,\%\).
42519613
Die Geschwindigkeit von Fahrzeugen auf einem bestimmten Autobahnabschnitt (in \(\text{km/h}\)) wird durch eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit der Dichtefunktion \(g(x) = \frac{1}{\sqrt{50\pi}} \cdot e^{-\frac{(x-120)^2}{50}}\) modelliert. a) Gib den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Geschwindigkeitsverteilung an. b) Ermittle die Wahrscheinlichkeit, mit der ein zufällig erfasstes Fahrzeug die Richtgeschwindigkeit von \(130\,\text{km/h}\) überschreitet.

Denkanstöße

- Erinnere dich an den Aufbau der Dichtefunktion der Normalverteilung. Welche Parameter lassen sich direkt aus dem Exponenten ablesen? - Achte darauf, dass im Nenner des Exponenten der Term \(2\sigma^2\) steht. - Was bedeutet es mathematisch, wenn ein Wert „überschritten“ wird? - Nutze die Symmetrie der Normalverteilung oder die Tabelle der Standardnormalverteilung für den z-Wert.

Lösung

1. Identifikation der Parameter durch Koeffizientenvergleich mit der allgemeinen Dichte \(\frac{1}{\sigma\sqrt{2\pi}} e^{-\frac{(x-\mu)^2}{2\sigma^2}}\). 2. Aus dem Exponenten folgt direkt \(\mu = 120\) und \(2\sigma^2 = 50\). 3. Daraus ergibt sich \(\sigma^2 = 25\), also \(\sigma = 5\). Die Übereinstimmung des Vorfaktors \(\frac{1}{\sqrt{50\pi}} = \frac{1}{\sqrt{2\pi \cdot 25}}\) bestätigt das Ergebnis. 4. Gesucht ist \(P(X > 130)\). Transformation in die Standardnormalverteilung: \(z = \frac{130 - 120}{5} = \frac{10}{5} = 2\). 5. Berechnung: \(P(X > 130) = 1 - \Phi(2) \approx 1 - 0{,}9772 = 0{,}0228\).

Antwort

a) Der Erwartungswert ist \(\mu = 120\,\text{km/h}\) und die Standardabweichung ist \(\sigma = 5\,\text{km/h}\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(2{,}28\,\%\).
42520113
Bei der automatischen Abfüllung von Kaffeebohnen in Packungen ist die Füllmenge \(X\) (in Gramm) normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 250\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 4\,\text{g}\). Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: A: „Eine Packung enthält weniger als \(245\,\text{g}\) Kaffeebohnen.“ B: „Die Füllmenge liegt zwischen \(248\,\text{g}\) und \(255\,\text{g}\).“ C: „Die Füllmenge weicht um mehr als \(6\,\text{g}\) vom Erwartungswert ab.“ D: „Eine Packung enthält exakt \(250\,\text{g}\) Kaffeebohnen.“

Denkanstöße

- Wie kannst du eine normalverteilte Größe in die Standardnormalverteilung überführen? - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeit eines Intervalls, wenn du die Werte der Verteilungsfunktion an den Grenzen kennst? - Wie verhält sich die Wahrscheinlichkeit bei stetigen Verteilungen für einen ganz präzisen Einzelwert? - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve um den Erwartungswert.

Lösung

1. Berechnung von \(P(X < 245)\) durch Transformation in die Standardnormalverteilung: \(z = \frac{245 - 250}{4} = -1{,}25\). Nachschlagen in der Tabelle oder Berechnung ergibt \(\Phi(-1{,}25) = 1 - \Phi(1{,}25) \approx 1 - 0{,}8944 = 0{,}1056\). 2. Berechnung von \(P(248 \le X \le 255)\): Bestimmung der \(z\)-Werte \(z_1 = \frac{248 - 250}{4} = -0{,}5\) und \(z_2 = \frac{255 - 250}{4} = 1{,}25\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1{,}25) - \Phi(-0{,}5) = 0{,}8944 - (1 - 0{,}6915) = 0{,}8944 - 0{,}3085 = 0{,}5859\). 3. Berechnung von \(P(|X - 250| > 6)\): Dies entspricht \(P(X < 244) + P(X > 256)\). Mit \(z = \frac{256 - 250}{4} = 1{,}5\) ergibt sich aufgrund der Symmetrie \(2 \cdot (1 - \Phi(1{,}5)) = 2 \cdot (1 - 0{,}9332) = 2 \cdot 0{,}0668 = 0{,}1336\). 4. Da \(X\) eine stetige Zufallsgröße ist, gilt für jeden Punktwert \(P(X = k) = 0\). Somit ist \(P(X = 250) = 0\).

Antwort

A: \(P(X < 245) \approx 10{,}56\,\%\) B: \(P(248 \le X \le 255) \approx 58{,}59\,\%\) C: \(P(|X - 250| > 6) \approx 13{,}36\,\%\) D: \(P(X = 250) = 0\)
42520213
Die Masse \(M\) von Äpfeln einer bestimmten Sorte wird als normalverteilt mit einem Erwartungswert von \(\mu = 150\,\text{g}\) und einer Standardabweichung von \(\sigma = 12\,\text{g}\) angenommen. Bestimme die Wahrscheinlichkeiten für die nachfolgenden Szenarien: A: Ein zufällig gewählter Apfel wiegt höchstens \(140\,\text{g}\). B: Die Masse eines Apfels beträgt mindestens \(165\,\text{g}\). C: Die Masse liegt im Bereich von \(145\,\text{g}\) bis \(155\,\text{g}\). D: Die Masse beträgt genau \(150{,}0\,\text{g}\).

Denkanstöße

- Achte auf die Formulierungen „höchstens“ und „mindestens“. - Welche Rolle spielt die Symmetrie der Normalverteilung bei Intervallen, die symmetrisch um den Mittelwert liegen? - Erinnere dich an die Eigenschaft stetiger Zufallsvariablen bezüglich einzelner Zahlenwerte.

Lösung

1. Für \(M\leq140\) ist \(z=\frac{140-150}{12}=-\frac56\). Daher gilt \(P(M\leq140)=\Phi(-5/6)\approx0{,}202328\), also etwa \(20{,}23\,\%\). 2. Für \(M\geq165\) ist \(z=\frac{165-150}{12}=1{,}25\). Daher gilt \(P(M\geq165)=1-\Phi(1{,}25)\approx0{,}105650\), also etwa \(10{,}56\,\%\). 3. Für \(145\leq M\leq155\) sind die standardisierten Grenzen \(\pm\frac5{12}\). Daher gilt \(P=\Phi(5/12)-\Phi(-5/12)\approx0{,}323078\), also etwa \(32{,}31\,\%\). 4. Da die Normalverteilung stetig ist, gilt für einen Einzelwert \(P(M=150)=0\).

Antwort

A: \(P(M\leq140)\approx20{,}23\,\%\) B: \(P(M\geq165)\approx10{,}56\,\%\) C: \(P(145\leq M\leq155)\approx32{,}31\,\%\) D: \(P(M=150)=0\)
42520713
Ein Hersteller produziert LED-Leuchtmittel, deren Lebensdauer \(X\) in Stunden als normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 15\,000\) und der Standardabweichung \(\sigma = 1200\) angenommen werden kann. 1. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes Leuchtmittel eine Lebensdauer von weniger als \(13\,500\) Stunden hat. 2. Ein Großhändler entnimmt einer Lieferung von \(200\) Leuchtmitteln eine Stichprobe. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in dieser Stichprobe höchstens \(30\) Leuchtmittel eine Lebensdauer von weniger als \(13\,500\) Stunden aufweisen. Gehe dabei davon aus, dass die Anzahl der Leuchtmittel mit einer Lebensdauer von weniger als \(13\,500\) Stunden binomialverteilt ist.

Denkanstöße

- Welche Verteilung beschreibt die Lebensdauer eines einzelnen Objekts? - Wie transformiert man eine normalverteilte Zufallsgröße in die Standardnormalverteilung? - Wenn du die Wahrscheinlichkeit für ein Einzelereignis hast, wie berechnest du dann die Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Anzahl von Erfolgen in einer Kette? - Achte darauf, welche Parameter für die Binomialverteilung aus dem ersten Aufgabenteil übernommen werden müssen.

Lösung

1. Für ein Leuchtmittel gilt \(p=P(X<13\,500)=\Phi\left(\frac{13500-15000}{1200}\right)=\Phi(-1{,}25)\approx0{,}105650\). 2. Die Anzahl \(Y\) der Leuchtmittel mit einer Lebensdauer unter \(13\,500\) Stunden ist binomialverteilt mit \(n=200\) und diesem ungerundeten Wert von \(p\). Daher ist \(P(Y\leq30)\approx0{,}980526\), also etwa \(98{,}05\,\%\).

Antwort

1. etwa \(10{,}56\,\%\) 2. etwa \(98{,}05\,\%\)
42523513
Die Füllmenge von Zuckerpackungen (in Gramm) eines Herstellers wird als normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit dem Erwartungswert \(\mu = 500\) und der Standardabweichung \(\sigma = 10\) modelliert. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Packung eine Füllmenge von höchstens \(485\,\text{g}\) aufweist. b) Ein Supermarkt erhält eine Lieferung von \(50\) dieser Packungen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens drei Packungen in dieser Lieferung eine Füllmenge von höchstens \(485\,\text{g}\) haben. c) Berechne den Wert der Differenz \(F(510) - F(490)\) und interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. Dabei bezeichnet \(F\) die kumulative Verteilungsfunktion von \(X\).

Denkanstöße

- Wie transformiert man eine normalverteilte Zufallsgröße in die Standardnormalverteilung? - Welche Verteilung beschreibt die Anzahl der Erfolge bei einer festen Anzahl von unabhängigen Versuchen? - Was berechnet man allgemein mit der Differenz zweier Werte einer kumulativen Verteilungsfunktion? - Welche Rolle spielen der Erwartungswert und die Standardabweichung bei den Grenzen im Aufgabenteil c?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für eine Packung: \(P(X \le 485) = \Phi\left(\frac{485 - 500}{10}\right) = \Phi(-1{,}5) \approx 0{,}0668\). 2. Modellierung der Anzahl \(K\) der untergewichtigen Packungen als binomialverteilt mit \(n = 50\) und \(p \approx 0{,}0668\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für die Stichprobe: \(P(K \le 3) = \sum_{k=0}^{3} \binom{50}{k} \cdot 0{,}0668^k \cdot (1 - 0{,}0668)^{50-k} \approx 0{,}5689\). 4. Berechnung der Differenz der Funktionswerte: \(F(510) - F(490) = \Phi(1) - \Phi(-1) \approx 0{,}6827\). 5. Interpretation: Der Wert gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der die Füllmenge einer zufällig gewählten Packung im Intervall zwischen \(490\,\text{g}\) und \(510\,\text{g}\) liegt.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(6{,}68\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(56{,}89\,\%\). c) Der Wert \(F(510)-F(490)\) beträgt ca. \(0{,}6827\). Dies entspricht der Wahrscheinlichkeit, dass eine Packung eine Füllmenge zwischen \(490\,\text{g}\) und \(510\,\text{g}\) besitzt.
42523613
Die Lebensdauer eines elektronischen Bauteils (in Stunden) wird durch eine Zufallsgröße \(X\) beschrieben, die als normalverteilt mit \(\mu = 2000\) und \(\sigma = 250\) angenommen wird. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Bauteil länger als \(2400\,\text{h}\) hält. b) In einem Gerät sind \(20\) dieser Bauteile verbaut. Es wird davon ausgegangen, dass deren Lebensdauern stochastisch unabhängig sind. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens eines dieser Bauteile eine Lebensdauer von mehr als \(2400\,\text{h}\) hat. c) Interpretiere den Ausdruck \(F(2200) - F(1800)\) im Sachzusammenhang und berechne dessen Wert. Dabei bezeichnet \(F\) die kumulative Verteilungsfunktion von \(X\).

Denkanstöße

- Denke daran, dass die Fläche unter der gesamten Glockenkurve 1 beträgt. Wie findest du die Fläche für Werte, die „größer als“ ein bestimmter Wert sind? - Wenn du die Wahrscheinlichkeit für „mindestens ein“ Ereignis suchst, ist es oft einfacher, über das Gegenteil nachzudenken. - Was bedeutet die Differenz zweier Wahrscheinlichkeiten \(P(X \le b) - P(X \le a)\) für das Intervall \([a; b]\)? - Wie hängen die Werte \(1800\) und \(2200\) mit dem Erwartungswert zusammen?

Lösung

1. Für ein Bauteil gilt \(P(X>2400)=1-\Phi(1{,}6)\approx0{,}054799\), also etwa \(5{,}48\,\%\). 2. Für \(20\) unabhängige Bauteile ist die Wahrscheinlichkeit für mindestens eines mit mehr als \(2400\) Stunden Lebensdauer \(1-(1-0{,}054799\ldots)^{20}\approx0{,}676048\), also etwa \(67{,}60\,\%\). 3. Der Ausdruck \(F(2200)-F(1800)\) beschreibt die Wahrscheinlichkeit für eine Lebensdauer zwischen \(1800\) und \(2200\) Stunden. Nach der Standardisierung ist der Wert \(\Phi(0{,}8)-\Phi(-0{,}8)\approx0{,}576289\approx0{,}5763\).

Antwort

a) etwa \(5{,}48\,\%\) b) etwa \(67{,}60\,\%\) c) Wahrscheinlichkeit für \(1800\leq X\leq2200\); Wert etwa \(0{,}5763\)
42524213
In einem Industriebetrieb werden Präzisionsbolzen gefertigt. Der Durchmesser der Bolzen in Millimetern wird als normalverteilt mit \(\mu = 10{,}00\) und \(\sigma = 0{,}05\) vorausgesetzt. Ein Bolzen gilt als „passgenau“, wenn sein Durchmesser zwischen \(9{,}95\,\text{mm}\) und \(10{,}05\,\text{mm}\) liegt. a) Ermittle den Anteil der Bolzen aus der laufenden Produktion, die als passgenau eingestuft werden. b) Eine Lieferung besteht aus \(200\) Bolzen. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass in dieser Lieferung mindestens \(140\) passgenaue Bolzen enthalten sind.

Denkanstöße

- Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für ein Intervall bei einer Normalverteilung? - Erinnerst du dich an die Bedeutung der \(\sigma\)-Umgebungen um den Erwartungswert? - Welche Verteilung nutzt man, um die Anzahl der „Erfolge“ in einer Stichprobe zu bestimmen? - Wie geht man vor, wenn man die Wahrscheinlichkeit für „mindestens“ einen bestimmten Wert berechnen soll?

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für die Passgenauigkeit eines Bolzens mittels Normalverteilung \(X \sim N(10{,}00; 0{,}05^2)\): \(P(9{,}95 \le X \le 10{,}05) = \Phi(1) - \Phi(-1) \approx 0{,}6827\). Mit der \(1\sigma\)-Regel erhält man hierfür näherungsweise \(0{,}683\); die Sigma-Regel ist die gröbere Näherung. 2. Die Anzahl der passgenauen Bolzen in der Stichprobe ist binomialverteilt mit \(n = 200\) und \(p \approx 0{,}6827\). 3. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für mindestens \(140\) Treffer: \(P(Y \ge 140) = 1 - P(Y \le 139) \approx 0{,}3291\).

Antwort

a) Der Anteil der passgenauen Bolzen beträgt etwa \(68{,}27\,\%\). b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(32{,}91\,\%\).
42524713
Das Abfüllgewicht von Zuckerbeuteln einer bestimmten Maschine wird als normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 1000\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 10\,\text{g}\) angenommen. a) Berechne die Wahrscheinlichkeiten dafür, dass ein zufällig ausgewählter Beutel ein Gewicht zwischen \(980\,\text{g}\) und \(1020\,\text{g}\), zwischen \(999\,\text{g}\) und \(1001\,\text{g}\) bzw. von exakt \(1000\,\text{g}\) hat. b) Bestimme den Wert des Integrals \(\int_{999{,}5}^{1000{,}5} f(x) \, \text{d}x\), wobei \(f\) die Dichtefunktion der vorliegenden Normalverteilung ist, und interpretiere das Ergebnis im Sachzusammenhang. c) Ermittle, um wie viel Prozent sich die in Teilaufgabe a) berechneten Wahrscheinlichkeiten jeweils verändern, wenn die Standardabweichung durch eine technische Verbesserung auf \(5\,\text{g}\) halbiert wird.

Denkanstöße

- Überlege dir, wie man Wahrscheinlichkeiten für Intervalle bei einer stetigen Zufallsvariablen berechnet. - Was bedeutet es für die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Punktes, wenn die Fläche unter der Kurve betrachtet wird? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen dem Integral der Dichtefunktion und der Wahrscheinlichkeit in einem Intervall. - Für die prozentuale Änderung berechnest du die Differenz der Werte bezogen auf den ursprünglichen Wert. Prüfe dabei, ob dieser ursprüngliche Wert von \(0\) verschieden ist.

Lösung

1. Für \(X \sim N(1000; 10^2)\) gilt \(P(980 \le X \le 1020) = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9545\), \(P(999 \le X \le 1001) = \Phi(0{,}1) - \Phi(-0{,}1) \approx 0{,}0796\) und wegen der Stetigkeit \(P(X = 1000) = 0\). 2. Für das Integral gilt \(\int_{999{,}5}^{1000{,}5} f(x) \, \text{d}x = P(999{,}5 \le X \le 1000{,}5) = \Phi(0{,}05) - \Phi(-0{,}05) \approx 0{,}0398\). Dies ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Beutel ein Gewicht hat, das auf ganze Gramm gerundet genau dem Sollwert von \(1000\,\text{g}\) entspricht. 3. Bei \(\sigma_{\text{neu}} = 5\,\text{g}\) gilt \(P_{\text{neu}}(980 \le X \le 1020) \approx 0{,}9999\) und \(P_{\text{neu}}(999 \le X \le 1001) \approx 0{,}1585\). Mit den ungerundeten Wahrscheinlichkeiten steigen die beiden Intervallwahrscheinlichkeiten relativ um etwa \(4{,}76\,\%\) bzw. \(99{,}01\,\%\). Die Punktwahrscheinlichkeit bleibt \(0\); eine prozentuale Veränderung ist dort nicht sinnvoll definiert, weil der Ausgangswert \(0\) ist.

Antwort

a) \(P(980 \le X \le 1020) \approx 95{,}45\,\%\); \(P(999 \le X \le 1001) \approx 7{,}96\,\%\); \(P(X = 1000) = 0\). b) Das Integral ergibt ca. \(0{,}0398\). Es entspricht der Wahrscheinlichkeit, dass das Gewicht im Intervall \([999{,}5; 1000{,}5]\) liegt und auf ganze Gramm zu \(1000\,\text{g}\) gerundet wird. c) Die Intervallwahrscheinlichkeiten steigen um ca. \(4{,}76\,\%\) bzw. \(99{,}01\,\%\). Die Punktwahrscheinlichkeit bleibt \(0\); eine prozentuale Veränderung ist dafür nicht sinnvoll definiert.
42524813
Der Durchmesser von Präzisions-Stahlkugeln wird als normalverteilt mit \(\mu = 10\,\text{mm}\) und \(\sigma = 0{,}02\,\text{mm}\) modelliert. a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kugel einen Durchmesser im Bereich \([9{,}96; 10{,}04]\) bzw. im Bereich \([9{,}99; 10{,}01]\) besitzt. Gib zudem die Wahrscheinlichkeit für einen Durchmesser von exakt \(10{,}000\,\text{mm}\) an. b) Berechne den Wert des Integrals \(\int_{9{,}995}^{10{,}005} f(x) \, \text{d}x\), wobei \(f\) die Dichtefunktion der vorliegenden Normalverteilung ist. Erläutere die Bedeutung dieses Wertes. c) Durch Abnutzung der Maschine verdoppelt sich die Standardabweichung auf \(\sigma = 0{,}04\,\text{mm}\). Berechne die prozentuale Abnahme der Wahrscheinlichkeit für das Toleranzintervall \([9{,}96; 10{,}04]\).

Denkanstöße

- Wie hängen die Grenzen des Intervalls mit der Standardabweichung zusammen? (Stichwort: \(z\)-Wert) - Beachte, dass die Wahrscheinlichkeit eines Intervalls der Fläche unter der Gauß-Kurve entspricht. - Warum ist die Wahrscheinlichkeit für einen exakten Wert bei einer kontinuierlichen Skala immer gleich? - Überlege dir bei der Interpretation, welchen Bereich von Werten man erhält, wenn man auf eine bestimmte Stelle rundet.

Lösung

1. Wahrscheinlichkeiten für \(X \sim N(10; 0{,}02^2)\): \(P(9{,}96 \le X \le 10{,}04) = \Phi(2) - \Phi(-2) \approx 0{,}9545\), \(P(9{,}99 \le X \le 10{,}01) = \Phi(0{,}5) - \Phi(-0{,}5) \approx 0{,}3830\) und \(P(X = 10{,}000) = 0\). 2. Für das Integral gilt \(\int_{9{,}995}^{10{,}005} f(x) \, \text{d}x = P(9{,}995 \le X \le 10{,}005) = \Phi(0{,}25) - \Phi(-0{,}25) \approx 0{,}1974\). Es beschreibt die Wahrscheinlichkeit für einen Durchmesser, der auf zwei Nachkommastellen gerundet genau \(10{,}00\,\text{mm}\) beträgt. 3. Bei \(\sigma_{\text{neu}} = 0{,}04\) ist \(P_{\text{neu}}(9{,}96 \le X \le 10{,}04) = \Phi(1) - \Phi(-1) \approx 0{,}6827\). Die relative Abnahme beträgt \(\frac{0{,}9545 - 0{,}6827}{0{,}9545} \approx 0{,}2848\), also etwa \(28{,}48\,\%\).

Antwort

a) \(P(9{,}96 \le X \le 10{,}04) \approx 95{,}45\,\%\); \(P(9{,}99 \le X \le 10{,}01) \approx 38{,}30\,\%\); \(P(X = 10{,}000) = 0\). b) Das Integral beträgt ca. \(0{,}1974\). Es beschreibt die Wahrscheinlichkeit für einen Durchmesser im Bereich \(\pm 0{,}005\,\text{mm}\) um den Mittelwert. c) Die Wahrscheinlichkeit sinkt um ca. \(28{,}48\,\%\) (von ca. \(95{,}45\,\%\) auf ca. \(68{,}27\,\%\)).
42526513
Ein Abfüllautomat für Mehl ist so eingestellt, dass die Füllmenge \(X\) in Gramm als normalverteilte Zufallsgröße mit dem Erwartungswert \(\mu = 504\) und der Standardabweichung \(\sigma = 3\) angesehen werden kann. Die Nennfüllmenge auf der Verpackung beträgt \(500\,\text{g}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Packung zwischen \(501\,\text{g}\) und \(507\,\text{g}\) Mehl enthält. b) Der Hersteller möchte die Maschine so einstellen, dass höchstens \(3\,\%\) der Packungen eine Füllmenge von \(495\,\text{g}\) unterschreiten. Dabei soll die Standardabweichung unverändert bleiben. Bestimme durch gezieltes Probieren den kleinstmöglichen Erwartungswert auf eine Nachkommastelle genau, der diese Vorgabe erfüllt.

Denkanstöße

- Kannst du das Problem mit der Standardnormalverteilung verknüpfen? - Was passiert mit der Wahrscheinlichkeit für den unteren Rand, wenn du den Erwartungswert erhöhst? - Wie hängen der z-Wert und die Wahrscheinlichkeit zusammen? - Nutze die Verteilungsfunktionen deines Taschenrechners, um systematisch Werte für den Erwartungswert zu testen.

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([501; 507]\): Bestimmung der \(z\)-Werte \(z_1 = \frac{501 - 504}{3} = -1\) und \(z_2 = \frac{507 - 504}{3} = 1\). Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus \(\Phi(1) - \Phi(-1) \approx 0{,}8413 - 0{,}1587 = 0{,}6826\). 2. Bestimmung des Erwartungswerts durch Probieren: Gesucht ist \(\mu\) mit \(P(X < 495) \le 0{,}03\). 3. Test von \(\mu = 500{,}6\): \(P(X < 495) = \Phi\left(\frac{495 - 500{,}6}{3}\right) = \Phi(-1{,}867) \approx 0{,}0310 > 0{,}03\). 4. Test von \(\mu = 500{,}7\): \(P(X < 495) = \Phi\left(\frac{495 - 500{,}7}{3}\right) = \Phi(-1{,}9) \approx 0{,}0287 < 0{,}03\). 5. Der kleinstmögliche Erwartungswert auf eine Nachkommastelle genau ist somit \(\mu = 500{,}7\).

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(68{,}26\,\%\). b) Der kleinstmögliche Erwartungswert beträgt \(500{,}7\,\text{g}\).
42529513
Ein Abfüllbetrieb für Fruchtsäfte gibt eine Nennfüllmenge von \(750\,\text{mL}\) an. Die tatsächliche Füllmenge \(X\) wird als normalverteilt mit \(\mu=750\,\text{mL}\) angenommen. Mindestens \(98\,\%\) der Flaschen sollen im Bereich \(750\,\text{mL}\pm5\,\text{mL}\) liegen. Ermittle, welchen Wert die Standardabweichung \(\sigma\) höchstens annehmen darf. Gib den Grenzwert auf vier Dezimalstellen an und nenne zusätzlich einen sicheren Wert, falls \(\sigma\) nur auf Hundertstel Milliliter eingestellt werden kann.

Denkanstöße

- Formuliere die Qualitätsvorgabe als symmetrische Intervallwahrscheinlichkeit um \(\mu\). - Welche einseitige kumulierte Wahrscheinlichkeit gehört zu einem zentralen Anteil von \(98\,\%\)? - Löse die Ungleichung erst nach dem Bestimmen des passenden Standardnormal-Quantils nach \(\sigma\) auf. - Prüfe beim abschließenden Runden, ob ein aufgerundeter Wert die Mindestwahrscheinlichkeit noch garantiert.

Lösung

1. Die Bedingung ist \(P(745\le X\le755)\ge0{,}98\). Wegen der Symmetrie gilt \(2\Phi\left(\frac{5}{\sigma}\right)-1\ge0{,}98\). 2. Daraus folgt \(\Phi\left(\frac{5}{\sigma}\right)\ge0{,}99\), also \(\frac{5}{\sigma}\ge\Phi^{-1}(0{,}99)\approx2{,}3263479\). 3. Somit \(\sigma\le\frac{5}{2{,}3263479}\approx2{,}1492916\,\text{mL}\). Auf vier Dezimalstellen ist der Grenzwert \(2{,}1493\,\text{mL}\). Soll \(\sigma\) auf Hundertstel Milliliter eingestellt werden und die Vorgabe sicher eingehalten werden, ist höchstens \(2{,}14\,\text{mL}\) zulässig.

Antwort

\(\sigma\le2{,}1493\,\text{mL}\) näherungsweise. Bei Einstellung auf Hundertstel Milliliter ist \(\sigma=2{,}14\,\text{mL}\) der größte sichere Wert.
42529613
In einer Fabrik werden Präzisionsbauteile hergestellt, deren Länge \(L\) als normalverteilt mit einem Erwartungswert von \(\mu = 120\,\text{mm}\) angesehen werden kann. Ein Bauteil gilt als brauchbar, wenn seine Länge im Toleranzintervall \([119{,}7\,\text{mm}; 120{,}3\,\text{mm}]\) liegt. Berechne die maximale Standardabweichung \(\sigma\), die der Produktionsprozess aufweisen darf, damit der Anteil der unbrauchbaren Bauteile (Ausschuss) höchstens \(1\,\%\) beträgt.

Denkanstöße

- Was bedeutet ein maximaler Ausschuss von \(1\,\%\) für den Anteil der funktionierenden Teile? - Stelle eine Gleichung oder Ungleichung auf, die den Anteil der Teile im Toleranzbereich beschreibt. - Verwende die Standardisierung \(Z = \frac{X - \mu}{\sigma}\), um mit der Standardnormalverteilung zu arbeiten. - Welcher \(z\)-Wert gehört zu einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}995\) in der \(\Phi\)-Tabelle?

Lösung

1. Der Ausschussanteil soll höchstens \(1\,\%\) betragen, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für ein brauchbares Bauteil mindestens \(99\,\%\) sein muss: \(P(119{,}7 \le L \le 120{,}3) \ge 0{,}99\). 2. Die Abweichung vom Erwartungswert beträgt \(d = 0{,}3\,\text{mm}\). Die Standardisierung führt auf die Bedingung \(P\left(-\frac{0{,}3}{\sigma} \le Z \le \frac{0{,}3}{\sigma}\right) \ge 0{,}99\). 3. Dies lässt sich umformen zu \(2 \cdot \Phi\left(\frac{0{,}3}{\sigma}\right) - 1 \ge 0{,}99\), also \(\Phi\left(\frac{0{,}3}{\sigma}\right) \ge 0{,}995\). 4. Das zugehörige Quantil der Standardnormalverteilung ist \(z_{0{,}995} \approx 2{,}576\). 5. Die Ungleichung \(\frac{0{,}3}{\sigma} \ge 2{,}576\) liefert \(\sigma \le \frac{0{,}3}{2{,}576} \approx 0{,}116\).

Antwort

Die Standardabweichung \(\sigma\) darf höchstens \(0{,}116\,\text{mm}\) betragen.
42529913
Ein Hersteller von Präzisionsbauteilen gibt an, dass die Länge der produzierten Stahlbolzen normalverteilt mit \(\mu=120\,\text{mm}\) und \(\sigma=0{,}5\,\text{mm}\) ist. a) Beschreibe ein Verfahren, mit dem das Unternehmen diese beiden Parameter auf Basis einer Stichprobe geschätzt und die Plausibilität eines Normalmodells grafisch beurteilt haben könnte. b) Ein Abnehmer kauft eine Packung mit \(150\) Bolzen. Ein Bolzen gilt als „passgenau“, wenn seine Länge im Intervall \([119{,}5\,\text{mm};120{,}5\,\text{mm}]\) liegt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens \(65\,\%\) der Bolzen passgenau sind.

Denkanstöße

- Welche beiden empirischen Kennwerte entsprechen Mittelwert und Standardabweichung einer Stichprobe? - Welche Form sollte ein Histogramm näherungsweise zeigen, damit ein Normalmodell plausibel ist? - Wie liegt das Passintervall relativ zu \(\mu\) und \(\sigma\)? - Übersetze „mindestens \(65\,\%\) von \(150\)“ zuerst in eine ganze Mindestanzahl.

Lösung

a) Das Unternehmen kann eine ausreichend große Zufallsstichprobe messen, den Stichprobenmittelwert als Schätzwert für \(\mu\) und die empirische Standardabweichung als Schätzwert für \(\sigma\) verwenden. Ein Histogramm der Messwerte kann anschließend daraufhin beurteilt werden, ob eine annähernd symmetrische Glockenform als Normalmodell plausibel ist. b) Für einen Bolzen gilt \(p=P(119{,}5\le X\le120{,}5)=P(-1\le Z\le1)=2\Phi(1)-1\approx0{,}682689\). Mindestens \(65\,\%\) von \(150\) Bolzen bedeutet wegen \(0{,}65\cdot150=97{,}5\) mindestens \(98\) Bolzen. Für \(Y\sim B(150;p)\) ergibt sich mit dem ungerundeten Wert von \(p\) \(P(Y\ge98)\approx0{,}805920\approx80{,}59\,\%\).

Antwort

a) Stichprobenmittelwert und empirische Standardabweichung schätzen \(\mu\) bzw. \(\sigma\); ein Histogramm dient zur grafischen Plausibilitätsprüfung des Normalmodells. b) \(P(Y\ge98)\approx80{,}59\,\%\).
42530013
In einer Rösterei wird Kaffeepulver in Packungen abgefüllt. Die Füllmenge \(W\) ist normalverteilt mit \(\mu=500\,\text{g}\) und \(\sigma=4\,\text{g}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Packung mehr als \(505\,\text{g}\) enthält. b) Ein Supermarkt erhält \(400\) Packungen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens \(10\,\%\) davon mehr als \(505\,\text{g}\) enthalten. Nimm unabhängige Füllmengen an.

Denkanstöße

- Standardisiere zunächst die Grenze \(505\,\text{g}\) für eine einzelne Packung. - Nutze für Teil b den ungerundeten Wert der Einzelwahrscheinlichkeit aus Teil a. - Welche ganze Anzahl entspricht höchstens \(10\,\%\) von \(400\)?

Lösung

a) Es gilt \(p=P(W>505)=1-\Phi\left(\frac{505-500}{4}\right)=1-\Phi(1{,}25)\approx0{,}1056498\). Damit enthalten etwa \(10{,}56\,\%\) der Packungen mehr als \(505\,\text{g}\). b) Die Anzahl \(Y\) solcher Packungen ist binomialverteilt mit \(n=400\) und dem ungerundeten Wert von \(p\). Höchstens \(10\,\%\) von \(400\) bedeutet \(Y\le40\). Daher \(P(Y\le40)=\sum_{k=0}^{40}\binom{400}{k}p^k(1-p)^{400-k}\approx0{,}394963\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(39{,}50\,\%\).

Antwort

a) etwa \(10{,}56\,\%\) b) etwa \(39{,}50\,\%\)
42530113
In einer Abfüllanlage für Orangensaft ist die Füllmenge der Flaschen normalverteilt mit \(\mu=754\,\text{mL}\) und \(\sigma=4\,\text{mL}\). Die Nennfüllmenge beträgt \(750\,\text{mL}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Flasche weniger als \(750\,\text{mL}\) enthält. b) Ein Getränkekasten enthält \(12\) Flaschen. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens eine davon weniger als \(750\,\text{mL}\) enthält. Nimm unabhängige Füllmengen an. c) Wie viele Flaschen müssen mindestens untersucht werden, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens \(95\,\%\) wenigstens eine Flasche mit weniger als \(750\,\text{mL}\) gefunden wird?

Denkanstöße

- Wie viele Standardabweichungen liegt die Nennfüllmenge unter dem Erwartungswert? - Welche Verteilung beschreibt in Teil b die Anzahl unterfüllter Flaschen? - Formuliere „mindestens eine“ in Teil c über das Gegenereignis „keine“. - Mit welcher Operation lässt sich die unbekannte Stichprobengröße aus einem Exponenten lösen?

Lösung

a) Es gilt \(p=P(X<750)=\Phi\left(\frac{750-754}{4}\right)=\Phi(-1)\approx0{,}158655\), also etwa \(15{,}87\,\%\). b) Für \(Y\sim B(12;p)\) gilt \(P(Y\le1)=(1-p)^{12}+12p(1-p)^{11}\approx0{,}410477\), also etwa \(41{,}05\,\%\). c) Gesucht ist das kleinste \(n\) mit \(1-(1-p)^n\ge0{,}95\). Daraus folgt \(n\ge\frac{\ln(0{,}05)}{\ln(1-p)}\approx17{,}34\). Daher müssen mindestens \(18\) Flaschen untersucht werden.

Antwort

a) etwa \(15{,}87\,\%\) b) etwa \(41{,}05\,\%\) c) mindestens \(18\) Flaschen
42530613
In einem Werk werden Metallstifte hergestellt, deren Länge als normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 120\,\text{mm}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 0{,}4\,\text{mm}\) gilt. Ein Stift wird als Ausschuss betrachtet, wenn seine Länge außerhalb des Bereichs von \(118{,}8\,\text{mm}\) bis \(121{,}2\,\text{mm}\) liegt. Berechne mithilfe der Sigma-Regeln den prozentualen Anteil der Produktion, der keinen Ausschuss darstellt.

Denkanstöße

- Prüfe, ob die angegebenen Grenzen symmetrisch um den Erwartungswert liegen. - Drücke den Abstand der Grenzen zum Erwartungswert als Vielfaches der Standardabweichung aus. - Welche Sigma-Regel deckt fast die gesamte Fläche unter der Kurve ab?

Lösung

1. Bestimmung der Intervallgrenzen in Abhängigkeit von \(\sigma\): Die untere Grenze ist \(118{,}8 = 120 - 1{,}2 = 120 - 3 \cdot 0{,}4 = \mu - 3\sigma\). Die obere Grenze ist \(121{,}2 = 120 + 1{,}2 = 120 + 3 \cdot 0{,}4 = \mu + 3\sigma\). 2. Identifikation des gesuchten Intervalls: Es wird die Wahrscheinlichkeit \(P(118{,}8 \le X \le 121{,}2) = P(\mu - 3\sigma \le X \le \mu + 3\sigma)\) gesucht. 3. Anwendung der \(3\sigma\)-Regel: Nach der Sigma-Regel für das \(3\sigma\)-Intervall liegen ca. \(99{,}7\,\%\) der Werte innerhalb dieses Bereichs.

Antwort

Der Anteil der Produktion, der keinen Ausschuss darstellt, beträgt etwa \(99{,}7\,\%\).
42531113
Die Füllmenge von Kaffeebohnen-Packungen einer Rösterei ist annähernd normalverteilt mit \(\mu=500\,\text{g}\) und \(\sigma=5\,\text{g}\). Die Packungen werden in folgende Kategorien eingeteilt: <table> <tr> <td>Kategorie</td> <td>Mindergewicht</td> <td>Standard</td> <td>Übergewicht</td> </tr> <tr> <td>Masse \(m\) in \(\text{g}\)</td> <td>\(m<490\)</td> <td>\(490\le m<510\)</td> <td>\(510\le m\)</td> </tr> </table> a) Bestimme mit den \(\sigma\)-Regeln näherungsweise die Wahrscheinlichkeit für „Standard“ und „Übergewicht“. b) Ermittle unter dem angegebenen Normalmodell die Mindestanzahl zufällig und unabhängig entnommener Packungen, damit mit mindestens \(95\,\%\) Wahrscheinlichkeit wenigstens eine Packung mit Mindergewicht dabei ist.

Denkanstöße

- Welche Vielfachen von \(\sigma\) entsprechen den beiden Klassengrenzen? - Nutze in Teil a die Symmetrie der Normalverteilung für die beiden Randbereiche. - Für die exakte Mindestanzahl in Teil b brauchst du die Normalverteilungswahrscheinlichkeit links von \(\mu-2\sigma\), nicht nur die gerundete \(\sigma\)-Faustregel. - Formuliere „mindestens eine“ über das Gegenereignis „keine“.

Lösung

a) Die Grenzen \(490\,\text{g}\) und \(510\,\text{g}\) sind \(\mu-2\sigma\) bzw. \(\mu+2\sigma\). Nach der \(2\sigma\)-Regel gilt daher \(P(\text{Standard})\approx95{,}4\,\%\). Außerhalb des zentralen Intervalls liegen etwa \(4{,}6\,\%\). Wegen der Symmetrie ist \(P(\text{Übergewicht})\approx2{,}3\,\%\). b) Für die Mindestanzahl wird die genaue Wahrscheinlichkeit des Normalmodells verwendet: \(p=P(X<490)=\Phi(-2)\approx0{,}0227501\). Gesucht ist das kleinste \(n\) mit \(1-(1-p)^n\ge0{,}95\). Daraus folgt \(n\ge\frac{\ln(0{,}05)}{\ln(1-p)}\approx130{,}176\). Also sind mindestens \(131\) Packungen erforderlich. Für \(130\) Packungen beträgt die Wahrscheinlichkeit nur etwa \(94{,}98\,\%\), für \(131\) etwa \(95{,}09\,\%\).

Antwort

a) \(P(\text{Standard})\approx95{,}4\,\%\); \(P(\text{Übergewicht})\approx2{,}3\,\%\). b) mindestens \(131\) Packungen
42531213
Ein Industriebetrieb stellt Metallstifte her, deren Länge als normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 40{,}0\,\text{mm}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 0{,}2\,\text{mm}\) angesehen werden kann. a) Berechne mithilfe der \(\sigma\)-Regeln die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Stift eine Länge zwischen \(39{,}8\,\text{mm}\) und \(40{,}2\,\text{mm}\) hat. Bestimme zudem die Wahrscheinlichkeit für eine Länge von weniger als \(39{,}4\,\text{mm}\). b) Da die Länge eines Stiftes physikalisch immer positiv sein muss, die Normalverteilung jedoch auch für negative Werte definiert ist, stellt sich die Frage nach der Modellgüte. Begründe, warum die Normalverteilung in diesem Sachzusammenhang dennoch ein sehr gut geeignetes Modell ist. c) Erläutere, wie sich die Wahrscheinlichkeit für das Intervall \([39{,}6\,\text{mm}; 40{,}4\,\text{mm}]\) verändert, wenn die Produktion präziser eingestellt wird und sich die Standardabweichung auf \(\sigma = 0{,}1\,\text{mm}\) halbiert.

Denkanstöße

- Welchen Anteil der Fläche unter der Glockenkurve decken die Bereiche \(\pm 1\sigma\), \(\pm 2\sigma\) und \(\pm 3\sigma\) ab? - Vergleiche den Abstand des Erwartungswerts von Null mit der Größe der Standardabweichung. - Überlege dir, wie sich die Form der Normalverteilungskurve verändert, wenn die Streuung kleiner wird. - Was bedeutet eine höhere Konzentration der Werte um den Mittelwert für die Wahrscheinlichkeit in einem festen Intervall?

Lösung

1. Anwendung der \(\sigma\)-Regeln: Das Intervall \([39{,}8; 40{,}2]\) entspricht \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\). Gemäß der \(1\sigma\)-Regel beträgt die Wahrscheinlichkeit ca. \(68{,}3\,\%\). Der Wert \(39{,}4\,\text{mm}\) entspricht \(\mu - 3\sigma\), da \(40{,}0 - 3 \cdot 0{,}2 = 39{,}4\). Die Wahrscheinlichkeit \(P(X < \mu - 3\sigma)\) berechnet sich zu \(\frac{1 - 0{,}997}{2} = 0{,}0015\), also \(0{,}15\,\%\). 2. Erläuterung der Modellgüte: Der Erwartungswert \(\mu = 40{,}0\) liegt extrem weit von der physikalischen Grenze \(0\) entfernt. Der Abstand beträgt \(40{,}0 : 0{,}2 = 200\) Standardabweichungen. Die Wahrscheinlichkeit für Werte im negativen Bereich ist damit praktisch Null (\(\Phi(-200) \approx 0\)), wodurch das Modell die Realität hervorragend abbildet. 3. Auswirkung der Änderung von \(\sigma\): Das Intervall \([39{,}6; 40{,}4]\) entspricht bei \(\sigma = 0{,}2\) dem \(2\sigma\)-Bereich (ca. \(95{,}4\,\%\)). Wird \(\sigma\) auf \(0{,}1\) halbiert, entspricht das gleiche Intervall nun dem \(4\sigma\)-Bereich (\(40 \pm 4 \cdot 0{,}1\)). Da die Glockenkurve bei kleinerem \(\sigma\) schmaler und höher wird, konzentriert sich mehr Wahrscheinlichkeitsmasse um den Erwartungswert. Die Wahrscheinlichkeit, im Intervall zu liegen, steigt also deutlich an (nahezu \(100\,\%\)).

Antwort

a) \(P(39{,}8 \le X \le 40{,}2) \approx 68{,}3\,\%\); \(P(X < 39{,}4) \approx 0{,}15\,\%\) b) Da \(\mu\) etwa \(200\sigma\) von Null entfernt ist, ist die Wahrscheinlichkeit für negative Werte vernachlässigbar klein. c) Die Wahrscheinlichkeit steigt an, da die Verteilung schmaler wird und das Intervall nun einen \(4\sigma\)-Bereich statt eines \(2\sigma\)-Bereichs abdeckt.
42532113
Die Füllmenge einer Sorte von Saftflaschen wird als normalverteilt mit der Dichtefunktion \(f(x)=\frac{1}{\sqrt{72\pi}}e^{-\frac{(x-500)^2}{72}}\) modelliert. Dabei gibt \(x\) die Füllmenge in \(\text{mL}\) an. 1. Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\). 2. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass die Füllmenge höchstens eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht. 3. Ermittle \(k\), sodass eine Flasche mit Wahrscheinlichkeit \(90\,\%\) höchstens \(k\,\text{mL}\) enthält.

Denkanstöße

- Vergleiche Vorfaktor und Exponent mit der allgemeinen Formel einer Normaldichte. - Was bedeutet „höchstens eine Standardabweichung“ als symmetrisches Intervall? - Welche kumulierte Standardnormalwahrscheinlichkeit gehört in Teil 3 zum gesuchten oberen Grenzwert?

Lösung

1. Der Vergleich mit der allgemeinen Normaldichte liefert \(\mu=500\) und \(2\sigma^2=72\). Daher ist \(\sigma=6\). Somit gilt \(\mu=500\,\text{mL}\) und \(\sigma=6\,\text{mL}\). 2. Gesucht ist \(P(494\le X\le506)=P(-1\le Z\le1)=2\Phi(1)-1\approx0{,}682689\), also etwa \(68{,}27\,\%\). 3. Aus \(P(X\le k)=0{,}9\) folgt \(\Phi\left(\frac{k-500}{6}\right)=0{,}9\). Mit \(\Phi^{-1}(0{,}9)\approx1{,}281552\) ergibt sich \(k\approx500+6\cdot1{,}281552\approx507{,}69\,\text{mL}\).

Antwort

1. \(\mu=500\,\text{mL}\), \(\sigma=6\,\text{mL}\) 2. etwa \(68{,}27\,\%\) 3. \(k\approx507{,}69\,\text{mL}\)
42534113
In einer Molkerei wird Joghurt in Becher abgefüllt. Die Füllmenge \(X\) (in Gramm) kann als normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 252\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 1{,}5\,\text{g}\) angenommen werden. Berechne die Wahrscheinlichkeiten für die folgenden Ereignisse: a) Ein zufällig ausgewählter Becher enthält weniger als \(250\,\text{g}\). b) Die Füllmenge eines Bechers liegt zwischen \(251\,\text{g}\) und \(254\,\text{g}\). c) Ein Becher enthält mindestens \(255\,\text{g}\).

Denkanstöße

- Überlege zuerst, welche Parameter für die Normalverteilung gegeben sind. - Wie transformiert man einen Wert der Zufallsgröße in einen Standardwert der Normalverteilung? - Denke daran, dass die Fläche unter der Glockenkurve die Wahrscheinlichkeit darstellt. - Bei Intervallen musst du die Differenz der Flächeninhalte bis zu den jeweiligen Grenzen bilden. - Ist die Wahrscheinlichkeit für „höchstens“ identisch mit der für „weniger als“ bei einer stetigen Verteilung?

Lösung

1. Für Teil a ist \(z=\frac{250-252}{1{,}5}=-\frac43\). Daher gilt \(P(X<250)=\Phi(-4/3)\approx0{,}091211\), also etwa \(9{,}12\,\%\). 2. Für Teil b sind die standardisierten Grenzen \(z_1=-\frac23\) und \(z_2=\frac43\). Daher gilt \(P(251\leq X\leq254)=\Phi(4/3)-\Phi(-2/3)\approx0{,}656296\), also etwa \(65{,}63\,\%\). 3. Für Teil c ist \(z=2\). Daher gilt \(P(X\geq255)=1-\Phi(2)\approx0{,}022750\), also etwa \(2{,}28\,\%\).

Antwort

a) \(P(X<250)\approx0{,}0912\) beziehungsweise \(9{,}12\,\%\) b) \(P(251\leq X\leq254)\approx0{,}6563\) beziehungsweise \(65{,}63\,\%\) c) \(P(X\geq255)\approx0{,}0228\) beziehungsweise \(2{,}28\,\%\)
42534213
Die Lebensdauer von LED-Leuchtmitteln eines bestimmten Typs ist annähernd normalverteilt mit einem Mittelwert von \(\mu = 20\,000\) Stunden und einer Standardabweichung von \(\sigma = 800\) Stunden. Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewähltes Leuchtmittel: a) höchstens \(18\,800\) Stunden hält. b) eine Lebensdauer zwischen \(19\,600\) und \(21\,200\) Stunden aufweist. c) länger als \(21\,000\) Stunden funktioniert.

Denkanstöße

- Welche Werte für den Erwartungswert und die Standardabweichung kannst du dem Text entnehmen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Verteilungsfunktion \(\Phi(z)\) und negativen \(z\)-Werten. - Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit für das Überschreiten eines bestimmten Wertes? - Skizziere dir eventuell die Glockenkurve, um die gesuchten Flächenbereiche zu visualisieren.

Lösung

1. Transformation der Werte in die Standardnormalverteilung mit \(\mu = 20\,000\) und \(\sigma = 800\). 2. Zu a): \(z = \frac{18800 - 20000}{800} = -1{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(-1{,}5) = 1 - \Phi(1{,}5) \approx 1 - 0{,}9332 \approx 0{,}0668\). 3. Zu b): \(z_1 = \frac{19600 - 20000}{800} = -0{,}5\) und \(z_2 = \frac{21200 - 20000}{800} = 1{,}5\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(1{,}5) - \Phi(-0{,}5) \approx 0{,}9332 - (1 - 0{,}6915) \approx 0{,}6247\). 4. Zu c): \(z = \frac{21000 - 20000}{800} = 1{,}25\). Die Wahrscheinlichkeit für \(X > 21\,000\) ist \(1 - \Phi(1{,}25) \approx 1 - 0{,}8944 \approx 0{,}1056\).

Antwort

a) \(P(X \leq 18\,800) \approx 0{,}0668\) (ca. \(6{,}68\,\%\)) b) \(P(19\,600 \leq X \leq 21\,200) \approx 0{,}6247\) (ca. \(62{,}47\,\%\)) c) \(P(X > 21\,000) \approx 0{,}1056\) (ca. \(10{,}56\,\%\))
42535713
Ein Abfüllautomat für Orangensaft ist so eingestellt, dass die Füllmenge \(X\) normalverteilt mit \(\mu=500\,\text{mL}\) und \(\sigma=4\,\text{mL}\) ist. a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für eine Füllmenge zwischen \(495\,\text{mL}\) und \(505\,\text{mL}\). b) Bestimme den Anteil der Flaschen mit weniger als \(492\,\text{mL}\). c) Für einen Kasten werden \(12\) Flaschen zufällig und unabhängig ausgewählt. Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens eine Flasche weniger als \(492\,\text{mL}\) enthält.

Denkanstöße

- Standardisiere in den ersten beiden Teilen die jeweiligen Füllmengengrenzen. - Welches Ergebnis aus Teil b wird zur Erfolgswahrscheinlichkeit in Teil c? - Welche Binomialereignisse gehören zu „höchstens eine“?

Lösung

a) Die standardisierten Grenzen sind \(-1{,}25\) und \(1{,}25\). Daher \(P(495\le X\le505)=2\Phi(1{,}25)-1\approx0{,}788700\approx78{,}87\,\%\). b) Für \(492\,\text{mL}\) gilt \(z=-2\). Somit \(p=P(X<492)=\Phi(-2)\approx0{,}022750\approx2{,}28\,\%\). c) Für \(Y\sim B(12;p)\) gilt mit dem ungerundeten Wert von \(p\) \(P(Y\le1)=(1-p)^{12}+12p(1-p)^{11}\approx0{,}970642\approx97{,}06\,\%\).

Antwort

a) etwa \(78{,}87\,\%\) b) etwa \(2{,}28\,\%\) c) etwa \(97{,}06\,\%\)
42537713
Ein Abfüllautomat befüllt Mehltüten. Die Füllmenge \(X\) in Gramm ist normalverteilt mit dem Erwartungswert \(\mu = 1006\,\text{g}\) und der Standardabweichung \(\sigma = 4\,\text{g}\). a) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Tüte weniger als die aufgedruckte Nennfüllmenge von \(1000\,\text{g}\) enthält. b) Durch eine technische Optimierung soll der Anteil der Tüten mit einer Füllmenge von weniger als \(1000\,\text{g}\) auf genau \(0{,}5\,\%\) gesenkt werden. (1) Berechne, auf welchen Wert die Standardabweichung \(\sigma\) verringert werden müsste, wenn der Erwartungswert bei \(\mu = 1006\) bleibt. Gib das Ergebnis auf zwei Nachkommastellen genau an. (2) Ermittle, auf welchen Wert der Erwartungswert \(\mu\) angehoben werden müsste, wenn die Standardabweichung \(\sigma = 4\) unverändert bleibt. Runde auf eine Nachkommastelle.

Denkanstöße

- Wie transformiert man eine beliebig normalverteilte Zufallsgröße in die Standardnormalverteilung? - Welcher z-Wert gehört zu einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}5\,\%\) am linken Rand? - Stelle die Gleichung für den z-Wert nach der gesuchten Größe um.

Lösung

1. Berechnung der Wahrscheinlichkeit für Untergewicht: \(P(X < 1000) = \Phi\left(\frac{1000 - 1006}{4}\right) = \Phi(-1{,}5) = 1 - \Phi(1{,}5) \approx 1 - 0{,}9332 = 0{,}0668\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(6{,}68\,\%\). 2. Anpassung der Standardabweichung: Gefordert ist \(P(X < 1000) = 0{,}005\). Mit dem z-Wert für das \(0{,}5\,\%\)-Quantil \(z_{0{,}005} \approx -2{,}576\) ergibt sich: \(\frac{1000 - 1006}{\sigma} = -2{,}576 \Rightarrow -6 = -2{,}576 \cdot \sigma \Rightarrow \sigma = \frac{-6}{-2{,}576} \approx 2{,}33\). Die neue Standardabweichung muss ca. \(2{,}33\,\text{g}\) betragen. 3. Anpassung des Erwartungswertes: Gefordert ist \(P(X < 1000) = 0{,}005\) bei \(\sigma = 4\): \(\frac{1000 - \mu}{4} = -2{,}576 \Rightarrow 1000 - \mu = -10{,}304 \Rightarrow \mu = 1010{,}304\). Der Erwartungswert muss auf ca. \(1010{,}3\,\text{g}\) erhöht werden.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt ca. \(6{,}68\,\%\). b) (1) Die Standardabweichung müsste auf ca. \(2{,}33\,\text{g}\) sinken. (2) Der Erwartungswert müsste auf ca. \(1010{,}3\,\text{g}\) angehoben werden.
42539513
Die Dicke von Glasscheiben ist normalverteilt mit \(\mu=6{,}00\,\text{mm}\) und \(\sigma=0{,}15\,\text{mm}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit für eine Dicke zwischen \(5{,}80\,\text{mm}\) und \(6{,}20\,\text{mm}\). b) Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass eine auf eine Nachkommastelle gerundete Dicke genau \(6{,}0\,\text{mm}\) beträgt. c) Gib ein \(0{,}20\,\text{mm}\) breites Intervall an, in dem die Dicken der meisten Scheiben liegen. Begründe deine Angabe. d) Ermittle auf zwei Nachkommastellen die Mindestdicke, die von \(95\,\%\) der Scheiben überschritten wird. e) Eine Lieferung enthält \(50\) Scheiben. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens \(40\) davon dicker als \(5{,}85\,\text{mm}\) sind. Nimm unabhängige Dicken an.

Denkanstöße

- Standardisiere mit den exakten Bruchwerten, bevor du numerisch auswertest. - Welches tatsächliche Dickenintervall wird auf eine Nachkommastelle zu \(6{,}0\,\text{mm}\) gerundet? - Bei fester Breite ist die Lage des Intervalls relativ zum Dichtemaximum entscheidend. - Übersetze „\(95\,\%\) überschreiten“ in eine linke kumulierte Wahrscheinlichkeit. - Verwende für den Binomialteil die ungerundete Einzelwahrscheinlichkeit.

Lösung

a) Die standardisierten Grenzen sind exakt \(-\frac{4}{3}\) und \(\frac{4}{3}\). Daher \(P(5{,}80\le X\le6{,}20)=\Phi\left(\frac{4}{3}\right)-\Phi\left(-\frac{4}{3}\right)\approx0{,}817578\approx81{,}76\,\%\). b) Der gerundete Wert \(6{,}0\,\text{mm}\) entsteht für \(5{,}95\le X<6{,}05\). Die standardisierten Grenzen sind exakt \(-\frac{1}{3}\) und \(\frac{1}{3}\). Somit \(P(5{,}95\le X<6{,}05)=2\Phi\left(\frac{1}{3}\right)-1\approx0{,}261117\approx26{,}11\,\%\). c) Bei fester Intervallbreite liegt die größte Fläche unter einer symmetrischen, unimodalen Normaldichte, wenn das Intervall um \(\mu\) zentriert ist. Daher ist \([5{,}90\,\text{mm};6{,}10\,\text{mm}]\) optimal. d) Gesucht ist \(d\) mit \(P(X>d)=0{,}95\), also \(P(X\le d)=0{,}05\). Mit \(\Phi^{-1}(0{,}05)\approx-1{,}644854\) folgt \(d=6{,}00+0{,}15\cdot(-1{,}644854)\approx5{,}7533\,\text{mm}\), also \(d\approx5{,}75\,\text{mm}\). e) Für eine Scheibe ist \(p=P(X>5{,}85)=\Phi(1)\approx0{,}841345\). Für \(Y\sim B(50;p)\) gilt mit dem ungerundeten Wert von \(p\) \(P(Y\ge40)\approx0{,}840623\approx84{,}06\,\%\).

Antwort

a) etwa \(81{,}76\,\%\) b) etwa \(26{,}11\,\%\) c) \([5{,}90\,\text{mm};6{,}10\,\text{mm}]\) d) \(d\approx5{,}75\,\text{mm}\) e) etwa \(84{,}06\,\%\)
42539613
Die Füllmenge von Kaffeepackungen ist normalverteilt. Im bisherigen Prozess gilt \(\mu=505\,\text{g}\) und \(\sigma=4\,\text{g}\). Der Anteil der Packungen unter \(500\,\text{g}\) soll durch genau eine der folgenden Maßnahmen gesenkt werden: A: Der Erwartungswert wird auf \(507\,\text{g}\) erhöht, die Standardabweichung bleibt \(4\,\text{g}\). B: Der Erwartungswert bleibt \(505\,\text{g}\), die Standardabweichung wird auf \(3\,\text{g}\) gesenkt. a) Berechne für beide Maßnahmen den Anteil der Packungen mit weniger als \(500\,\text{g}\). b) Das Qualitätsziel lautet: höchstens \(4{,}5\,\%\) unterfüllte Packungen. Entscheide, welche Maßnahme das Ziel erfüllt, und erläutere den unterschiedlichen Einfluss der beiden Maßnahmen auf die Glockenkurve.

Denkanstöße

- Vergleiche für jede Maßnahme die Lage der Grenze \(500\,\text{g}\) relativ zu ihrem jeweiligen Erwartungswert und ihrer Standardabweichung. - Standardisiere dieselbe Unterfüllgrenze getrennt für beide Prozesse. - Überlege anschließend geometrisch, wie eine Verschiebung des Mittelpunkts und eine Verringerung der Streuung den linken Rand der Glockenkurve verändern.

Lösung

1. Bei Maßnahme A gilt \(\mu=507\) und \(\sigma=4\). Für \(500\,\text{g}\) erhält man \(z=\frac{500-507}{4}=-1{,}75\). Daher ist \(P(X<500)=\Phi(-1{,}75)\approx0{,}0401\), also etwa \(4{,}01\,\%\). 2. Bei Maßnahme B gilt \(\mu=505\) und \(\sigma=3\). Damit ist \(z=\frac{500-505}{3}=-\frac{5}{3}\approx-1{,}667\). Es folgt \(P(X<500)\approx0{,}0478\), also etwa \(4{,}78\,\%\). 3. Das Ziel von höchstens \(4{,}5\,\%\) erfüllt nur Maßnahme A. Das Erhöhen von \(\mu\) verschiebt die Glockenkurve nach rechts. Das Verringern von \(\sigma\) macht sie schmaler und höher um denselben Mittelpunkt. Beide Änderungen verkleinern hier die linke Randwahrscheinlichkeit, Maßnahme A jedoch stärker.

Antwort

a) Maßnahme A: etwa \(4{,}01\,\%\); Maßnahme B: etwa \(4{,}78\,\%\) b) Nur Maßnahme A erfüllt das Ziel von höchstens \(4{,}5\,\%\).
43274813
Ein Gewürzhersteller füllt Pfeffer in kleine Tütchen ab. Das Sollgewicht beträgt \(12\,\text{g}\). Die tatsächlichen Füllmengen der Tütchen aus zwei verschiedenen Abfüllmaschinen (Maschine A und Maschine B) sind normalverteilt. Die Abbildung zeigt die zugehörigen Dichtefunktionen \(f_A\) (blau) und \(f_B\) (orange). a) Bestimme für jede der beiden Maschinen den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) direkt aus dem Graphen. Erkläre kurz, wie du diese Werte abliest. b) Ein Tütchen gilt als unterbefüllt, wenn das Gewicht unter dem Sollgewicht von \(12\,\text{g}\) liegt. Welche der beiden Maschinen liefert einen höheren Anteil an unterbefüllten Tütchen? Begründe deine Entscheidung mithilfe der Symmetrieeigenschaften der Dichtefunktionen, ohne eine explizite Wahrscheinlichkeit zu berechnen. c) Berechne für Maschine B die exakten Koordinaten der Wendepunkte der Dichtefunktion \(f_B\). Verwende dafür die Beziehung, dass die Wendepunkte einer normalverteilten Dichtefunktion bei \(x = \mu \pm \sigma\) liegen.
Abbildung zur Aufgabe 432748

Denkanstöße

- Kannst du die Bedeutung des Hochpunkts einer Glockenkurve beschreiben? - Wie hängen die Wendepunkte einer normalverteilten Dichtefunktion mit der Standardabweichung zusammen? - Welche Eigenschaft der Dichtefunktion kannst du nutzen, um Flächenanteile links und rechts vom Erwartungswert zu vergleichen? - Überlege, welcher Anteil der Gesamtfläche links vom Erwartungswert liegt. - Wie lautet die allgemeine Formel für eine gaußsche Glockenfunktion?

Lösung

1. **Erwartungswerte ablesen:** Der Erwartungswert \(\mu\) entspricht der x-Koordinate des Maximums der Glockenkurve. Für Maschine A gilt \(\mu_A = 10\,\text{g}\), für Maschine B gilt \(\mu_B = 14\,\text{g}\). 2. **Standardabweichungen ablesen:** Der Abstand vom Erwartungswert zu den Wendepunkten entspricht der Standardabweichung \(\sigma\). Für Maschine A liegen die Wendepunkte bei \(x = 8\) und \(x = 12\), woraus \(\sigma_A = 2\,\text{g}\) folgt. Für Maschine B liegen die Wendepunkte bei \(x = 13\) und \(x = 15\), woraus \(\sigma_B = 1\,\text{g}\) folgt. 3. **Vergleich der Unterbefüllung:** Der Anteil unterbefüllter Tütchen entspricht dem Flächeninhalt unter der Kurve links von \(x = 12\). Da \(\mu_A = 10 < 12\), liegt bei Maschine A mehr als die Hälfte der Fläche links von \(12\,\text{g}\) (Anteil \({>}\,50\,\%\)). Da \(\mu_B = 14 > 12\), liegt bei Maschine B weniger als die Hälfte der Fläche links von \(12\,\text{g}\) (Anteil \({<}\,50\,\%\)). Maschine A hat somit den höheren Anteil an unterbefüllten Tütchen. 4. **Wendepunkte berechnen:** Die x-Koordinaten der Wendepunkte für Maschine B sind \(x_1 = 13\) und \(x_2 = 15\). Durch Einsetzen in die Dichtefunktion \(f_B(x) = \frac{1}{\sqrt{2\pi}} \cdot e^{-\frac{1}{2}(x-14)^2}\) erhält man für beide Punkte den Funktionswert \(y = \frac{1}{\sqrt{2\pi e}} \approx 0{,}242\). Die Wendepunkte lauten somit exakt \(W_1\left(13 \mid \frac{1}{\sqrt{2\pi e}}\right)\) und \(W_2\left(15 \mid \frac{1}{\sqrt{2\pi e}}\right)\); näherungsweise liegen sie bei \(W_1(13 \mid 0{,}242)\) und \(W_2(15 \mid 0{,}242)\).

Antwort

a) Maschine A: \(\mu_A = 10\,\text{g}\), \(\sigma_A = 2\,\text{g}\) Maschine B: \(\mu_B = 14\,\text{g}\), \(\sigma_B = 1\,\text{g}\) b) Maschine A liefert einen höheren Anteil an unterbefüllten Tütchen. Da der Erwartungswert \(\mu_A = 10\,\text{g}\) unter dem Sollgewicht von \(12\,\text{g}\) liegt, sind aufgrund der Symmetrie der Kurve mehr als \(50\,\%\) der Tütchen unterbefüllt. Bei Maschine B liegt der Erwartungswert bei \(\mu_B = 14\,\text{g}\), weshalb dort weniger als \(50\,\%\) unterbefüllt sind. c) \(W_1\left(13 \mid \frac{1}{\sqrt{2\pi e}}\right) \approx W_1(13 \mid 0{,}242)\) \(W_2\left(15 \mid \frac{1}{\sqrt{2\pi e}}\right) \approx W_2(15 \mid 0{,}242)\)
43275213
Die Abfüllmenge (in Millilitern) von Saftflaschen in einer Abfüllanlage kann als normalverteilte Zufallsgröße \(X\) modelliert werden. Die Abbildung zeigt den Graphen der zugehörigen Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion \(f\). a) Bestimme den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Verteilung durch Ablesen aus der Grafik. b) Berechne mithilfe der bekannten \(\sigma\)-Regeln die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Saftflasche weniger als \(480\,\text{mL}\) Saft enthält. Gib das Ergebnis sowohl als Prozentsatz als auch als Dezimalzahl an.
Abbildung zur Aufgabe 432752

Denkanstöße

- Wo befindet sich bei einer symmetrischen Glockenkurve der Erwartungswert? Schaue dir den höchsten Punkt des Graphen an. - Welche besondere geometrische Bedeutung haben die Punkte auf dem Graphen, an denen die Krümmung ihr Vorzeichen wechselt? Wie hängt deren Abstand zum Erwartungswert mit der Standardabweichung zusammen? - Überlege, wie viele Standardabweichungen der Wert \(480\,\text{mL}\) vom Erwartungswert entfernt liegt. - Welche bekannten Prozentanteile gehören zu den Standardintervallen um den Erwartungswert (den sogenannten \(\sigma\)-Umgebungen)? - Nutze die Symmetrie der Glockenkurve, um von der Wahrscheinlichkeit für ein symmetrisches Intervall auf die Wahrscheinlichkeit für einen einseitigen Bereich zu schließen.

Lösung

1. Der Hochpunkt der Glockenkurve liegt bei \(x=500\). Daher ist \(\mu=500\,\text{mL}\). 2. Die Wendepunkte liegen bei \(x=490\) und \(x=510\). Ihr Abstand vom Erwartungswert beträgt \(10\), also ist \(\sigma=10\,\text{mL}\). 3. Es gilt \(480=\mu-2\sigma\). Nach der \(2\sigma\)-Regel liegen etwa \(95{,}4\,\%\) der Werte im Intervall \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\). Wegen der Symmetrie entfällt auf den linken Randbereich die Hälfte des Restes: \(P(X<480)\approx\frac{1-0{,}954}{2}=0{,}023=2{,}3\,\%\).

Antwort

a) \(\mu=500\,\text{mL}\) und \(\sigma=10\,\text{mL}\) b) \(P(X<480)\approx 0{,}023=2{,}3\,\%\)
43276113
Ein Safthersteller füllt Flaschen mit einer Nennfüllmenge von \(750\,\text{mL}\) ab. Die tatsächliche Füllmenge \(X\) ist normalverteilt mit \(\mu=755\,\text{mL}\) und \(\sigma=5\,\text{mL}\). Die Abbildung zeigt die zugehörige Dichtefunktion \(f\). a) Begründe anhand von \(f(x)=\frac{1}{\sigma\sqrt{2\pi}}e^{-\frac{1}{2}\left(\frac{x-\mu}{\sigma}\right)^2}\), dass das Maximum bei \(x=755\) liegt. Berechne den maximalen Funktionswert auf vier Nachkommastellen und ordne ihn im Diagramm ein. b) Bestimme mit den \(\sigma\)-Regeln näherungsweise: 1. \(P(X<750)\) 2. \(P(745\le X\le765)\) c) Der Erwartungswert soll auf \(750\,\text{mL}\) gesenkt werden, während \(\sigma=5\,\text{mL}\) bleibt. Beschreibe die Veränderung des Dichtegraphen und bestimme näherungsweise den Anteil der Flaschen mit weniger als \(745\,\text{mL}\).
Abbildung zur Aufgabe 432761

Denkanstöße

- Welche Werte kann der quadratische Ausdruck im Exponenten annehmen, und wann ist der gesamte Exponent am größten? - Nutze für Teil b die Lage der Grenzen relativ zu \(\mu\pm\sigma\) und \(\mu\pm2\sigma\). - Wie wirkt sich eine Änderung von \(\mu\) bei festem \(\sigma\) geometrisch auf eine Normaldichte aus? - Verteile bei einseitigen Randwahrscheinlichkeiten den Rest außerhalb eines symmetrischen Intervalls gleich auf beide Seiten.

Lösung

a) Der Exponent ist \(-\frac{1}{2}\left(\frac{x-755}{5}\right)^2\) und daher stets höchstens \(0\). Er erreicht genau bei \(x=755\) seinen größten Wert \(0\). Da die Exponentialfunktion streng monoton steigt, ist der Faktor \(e^u\) innerhalb dieser Exponentenwerte bei \(u=0\) am größten. Somit liegt das Dichtemaximum bei \(x=755\). Es gilt \(f(755)=\frac{1}{5\sqrt{2\pi}}\approx0{,}0798\). Im Diagramm liegt der Hochpunkt daher bei \(x=755\) knapp unter \(y=0{,}08\). b) 1. Es ist \(750=\mu-\sigma\). Nach der \(1\sigma\)-Regel und Symmetrie gilt \(P(X<750)\approx\frac{1-0{,}683}{2}=0{,}1585\approx15{,}85\,\%\). 2. Das Intervall \([745;765]\) ist \([\mu-2\sigma;\mu+2\sigma]\). Daher \(P(745\le X\le765)\approx95{,}4\,\%\). c) Der Graph verschiebt sich um \(5\) Einheiten nach links; Höhe und Breite bleiben unverändert. Danach ist \(745=\mu_{\text{neu}}-\sigma\), also beträgt der Anteil unter \(745\,\text{mL}\) wieder etwa \(15{,}85\,\%\).

Antwort

a) Maximum bei \(x=755\) mit \(f(755)\approx0{,}0798\). b) 1. etwa \(15{,}85\,\%\) 2. etwa \(95{,}4\,\%\) c) Verschiebung um \(5\) nach links; Anteil unter \(745\,\text{mL}\) etwa \(15{,}85\,\%\).
43276213
Bei der Abfüllung von Apfelsaft in Flaschen ist die Füllmenge in Millilitern normalverteilt. Der Erwartungswert beträgt \(\mu = 1005\,\text{mL}\) und die Standardabweichung \(\sigma = 5\,\text{mL}\). Eine Flasche gilt als unterfüllt, wenn sie weniger als \(1000\,\text{mL}\) enthält. Die Abbildung zeigt den Graphen der zugehörigen Dichtefunktion \(f\). a) Bestimme mithilfe der Sigma-Regeln die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Flasche unterfüllt ist. Verwende hierbei für das Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\) den Näherungswert von \(68\,\%\). b) Der Hersteller möchte den Anteil der unterfüllten Flaschen verringern. Hierzu werden zwei alternative Maßnahmen diskutiert: (1) Der Erwartungswert wird erhöht, während die Standardabweichung gleich bleibt. (2) Die Standardabweichung wird verringert, während der Erwartungswert gleich bleibt. Erkläre, wie sich der Graph der Dichtefunktion bei den beiden Maßnahmen jeweils verändert und warum beide Maßnahmen zu einer Verringerung der Wahrscheinlichkeit für Unterfüllung führen.
Abbildung zur Aufgabe 432762

Denkanstöße

- Beachte alle gegebenen Werte in der Aufgabenstellung. - Welche Bedeutung haben der Erwartungswert und die Standardabweichung für die Lage und Form der Glockenkurve? - Wie kannst du die Grenze für Unterfüllung mithilfe der Standardabweichung und des Erwartungswerts ausdrücken? - Erinnere dich an die Symmetrie der Normalverteilung. Welcher Anteil der Werte liegt außerhalb des symmetrischen Intervalls und wie verteilt sich dieser auf die beiden Seiten? - Überlege dir, wie sich eine Veränderung der Parameter geometrisch auf den Graphen auswirkt (z. B. Verschiebung oder Streckung/Stauchung).

Lösung

1. **Wahrscheinlichkeit für Unterfüllung bestimmen:** Der Grenzwert von \(1000\,\text{mL}\) liegt genau eine Standardabweichung unter dem Erwartungswert, da \(\mu - \sigma = 1005\,\text{mL} - 5\,\text{mL} = 1000\,\text{mL}\). Laut der Sigma-Regel liegen im Intervall \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\) ca. \(68\,\%\) der Werte. Die restlichen \(100\,\% - 68\,\% = 32\,\%\) verteilen sich aus Symmetriegründen zu gleichen Teilen auf die beiden äußeren Bereiche (unter \(1000\,\text{mL}\) und über \(1010\,\text{mL}\)). Die Wahrscheinlichkeit für Unterfüllung (Füllmenge unter \(1000\,\text{mL}\)) beträgt somit: \(P(X < 1000) \approx \frac{32\,\%}{2} = 16\,\%\). 2. **Veränderung der Graphen erklären:** - **Maßnahme (1): Erhöhung von \(\mu\)** Eine Erhöhung des Erwartungswerts verschiebt den gesamten Graphen der Dichtefunktion nach rechts entlang der x-Achse, ohne seine Form zu verändern. Dadurch wandert der Großteil der Verteilung weiter weg vom Grenzwert \(1000\,\text{mL}\), und die Fläche links von \(1000\,\text{mL}\) (die der Wahrscheinlichkeit für Unterfüllung entspricht) wird kleiner. - **Maßnahme (2): Verringerung von \(\sigma\)** Eine Verringerung der Standardabweichung führt dazu, dass die Glockenkurve schmaler und steiler wird (der Hochpunkt wird höher). Die Werte konzentrieren sich enger um den unveränderten Erwartungswert \(\mu = 1005\,\text{mL}\). Dadurch werden die äußeren Bereiche (die „Ränder“) flacher, und die Fläche links von \(1000\,\text{mL}\) nimmt ab.

Antwort

a) Die Wahrscheinlichkeit für eine unterfüllte Flasche beträgt ca. \(16\,\%\). b) Bei Maßnahme (1) verschiebt sich der gesamte Graph nach rechts entlang der x-Achse, wodurch die Fläche unter der Kurve links von \(1000\,\text{mL}\) kleiner wird. Bei Maßnahme (2) wird die Glockenkurve schmaler und steiler um den Mittelwert konzentriert, wodurch die Wahrscheinlichkeit für Werte im äußeren linken Bereich (unter \(1000\,\text{mL}\)) ebenfalls sinkt.
43479513
Zwei Abfüllanlagen sollen Mehlpackungen mit einem Sollgewicht von \(500\,\text{g}\) befüllen. Die tatsächlichen Füllmengen sind normalverteilt. Die Abbildung zeigt die Dichtefunktionen der beiden Anlagen; die Kurven sind direkt mit „Anlage 1“ und „Anlage 2“ beschriftet. a) Bestimme für beide Anlagen den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\). b) Welche Anlage arbeitet präziser im Hinblick auf das Sollgewicht? Begründe.
Abbildung zur Aufgabe 434795

Denkanstöße

- Der Erwartungswert liegt bei einer Normaldichte unter dem Hochpunkt. - Eine kleinere Standardabweichung erzeugt eine schmalere und höhere Glockenkurve. - Alternativ kannst du \(\sigma\) aus der Hochpunkthöhe oder aus dem Abstand zu den Wendestellen abschätzen.

Lösung

a) Beide Kurven haben ihr Maximum bei \(x=500\), also gilt für beide \(\mu=500\,\text{g}\). Für Anlage 1 liegt das Maximum bei etwa \(0{,}20\). Aus \(f(\mu)=\frac{1}{\sigma\sqrt{2\pi}}\) folgt \(\sigma_1\approx2\,\text{g}\). Die sichtbaren Wendestellen bei ungefähr \(498\) und \(502\) bestätigen dies. Für Anlage 2 liegt das Maximum bei etwa \(0{,}08\). Entsprechend ist \(\sigma_2\approx5\,\text{g}\); die Wendestellen liegen ungefähr bei \(495\) und \(505\). b) Anlage 1 arbeitet präziser, weil ihre Standardabweichung kleiner ist und die Füllmengen enger um \(500\,\text{g}\) streuen.

Antwort

a) Anlage 1: \(\mu=500\,\text{g}\), \(\sigma=2\,\text{g}\). Anlage 2: \(\mu=500\,\text{g}\), \(\sigma=5\,\text{g}\). b) Anlage 1 arbeitet präziser, weil \(2\,\text{g}<5\,\text{g}\).
43479913
Das Gewicht von frisch gebackenen Broten einer Großbäckerei ist annähernd normalverteilt mit \(\mu=1000\,\text{g}\) und \(\sigma=20\,\text{g}\). Die Abbildung zeigt den zugehörigen Dichtegraphen. Ordne die jeweiligen Bereiche zunächst im Graphen ein und beantworte die Fragen anschließend mit Symmetrie und den \(\sigma\)-Regeln: a) Welcher Prozentsatz der Brote wiegt mehr als \(1000\,\text{g}\)? b) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für ein Gewicht zwischen \(980\,\text{g}\) und \(1020\,\text{g}\)? c) Schätze den Anteil der Brote mit weniger als \(960\,\text{g}\). d) Gib das symmetrische Intervall um den Erwartungswert an, in dem etwa \(99{,}7\,\%\) der Brotgewichte liegen.
Abbildung zur Aufgabe 434799

Denkanstöße

- Lies im Graphen ab, wie weit die angegebenen Massen horizontal vom Zentrum \(1000\,\text{g}\) entfernt sind. - Ordne jede angegebene Masse einem Ausdruck der Form \(\mu\pm k\sigma\) zu. - Nutze bei einseitigen Wahrscheinlichkeiten die Symmetrie der Normalverteilung. - Welche zentrale Wahrscheinlichkeit gehört zur \(1\sigma\)-, \(2\sigma\)- bzw. \(3\sigma\)-Regel?

Lösung

a) Der Graph ist symmetrisch zum Hochpunkt bei \(1000\,\text{g}\). Wegen der Symmetrie gilt \(P(X>1000)=50\,\%\). b) Im Graphen liegen \(980\,\text{g}\) und \(1020\,\text{g}\) jeweils eine Standardabweichung links bzw. rechts vom Zentrum. Es ist \([980;1020]=[\mu-\sigma;\mu+\sigma]\). Daher beträgt die Wahrscheinlichkeit nach der \(1\sigma\)-Regel etwa \(68{,}3\,\%\). c) \(960\,\text{g}\) liegt im Graphen zwei Standardabweichungen links vom Mittelwert. Es ist \(960=\mu-2\sigma\). Außerhalb des \(2\sigma\)-Intervalls liegen etwa \(4{,}6\,\%\). Wegen der Symmetrie gilt daher \(P(X<960)\approx2{,}3\,\%\). d) Zur \(3\sigma\)-Regel gehört \([\mu-3\sigma;\mu+3\sigma]=[940\,\text{g};1060\,\text{g}]\).

Antwort

a) \(50\,\%\) b) etwa \(68{,}3\,\%\) c) etwa \(2{,}3\,\%\) d) \([940\,\text{g};1060\,\text{g}]\)
43480613
In einer Gärtnerei wird die Höhe von jungen Sonnenblumen untersucht. Die Zufallsgröße \(X\) in \(\text{cm}\) ist näherungsweise normalverteilt. Die folgende Abbildung zeigt den Graphen der zugehörigen Dichtefunktion \(f\). a) Bestimme mithilfe des Graphen den Erwartungswert \(\mu\) und schätze die Standardabweichung \(\sigma\) ab, indem du die Wendestellen des Graphen betrachtest. b) Schätze die Wahrscheinlichkeit \(P(8 \le X \le 12)\) ab, indem du die Fläche unter der Kurve mithilfe der Kästchen bestimmst. Ein Kästchen im Gitter entspricht dabei einem Flächeninhalt von \(0{,}1\). c) Begründe ohne weitere Rechnung, welchen Wert die Wahrscheinlichkeit \(P(X \ge 10)\) hat. d) Ermittle mithilfe deiner Ergebnisse aus a) und b) sowie der Symmetrie des Graphen näherungsweise die Wahrscheinlichkeit \(P(X>12)\).
Abbildung zur Aufgabe 434806

Denkanstöße

- Wo befindet sich bei einer Glockenkurve der höchste Punkt und was sagt dieser über den Mittelwert aus? - Erinnere dich daran, dass die Wendestellen genau eine Standardabweichung vom Mittelwert entfernt sind. - Die Gesamtwahrscheinlichkeit entspricht der gesamten Fläche unter der Kurve. Wie groß ist diese immer? - Nutze die Symmetrie der Kurve um die vertikale Achse durch den Hochpunkt. - Überlege, wie viel Prozent der Daten innerhalb einfacher Standardabweichungen liegen.

Lösung

1. Der Erwartungswert \(\mu\) entspricht der Stelle des Maximums der Dichtefunktion. Aus dem Graphen liest man \(\mu = 10\) ab. 2. Die Wendestellen einer Normaldichte liegen bei \(\mu \pm \sigma\). Im Graphen befinden sich die Wendestellen etwa bei \(x = 8\) und \(x = 12\). Daraus folgt \(\sigma \approx 2\). 3. Die Wahrscheinlichkeit \(P(8 \le X \le 12)\) entspricht der Fläche unter \(f\) im Intervall \([8; 12]\). Durch Zählen der Kästchen ergibt sich eine Fläche von etwa \(6{,}8\) Kästchen, was einer Wahrscheinlichkeit von ca. \(0{,}68\) entspricht. 4. Da die Dichtefunktion symmetrisch zum Erwartungswert \(\mu = 10\) ist und die Gesamtfläche unter dem Graphen \(1\) beträgt, gilt \(P(X \ge 10) = 0{,}5\). 5. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X > 12)\) lässt sich berechnen als \(P(X > 12) = P(X \ge 10) - P(10 \le X \le 12)\). Aufgrund der Symmetrie ist \(P(10 \le X \le 12) = \frac{1}{2} \cdot P(8 \le X \le 12) \approx 0{,}34\). Somit ist \(P(X > 12) \approx 0{,}5 - 0{,}34 \approx 0{,}16\).

Antwort

a) \(\mu = 10\); \(\sigma \approx 2\). b) \(P(8 \le X \le 12) \approx 0{,}68\). c) \(P(X \ge 10) = 0{,}5\), da der Graph symmetrisch zu \(\mu = 10\) ist und die Gesamtfläche \(1\) beträgt. d) \(P(X > 12) \approx 0{,}16\).
43481013
Die Füllmenge von Saftflaschen eines Herstellers ist annähernd normalverteilt. In der Abbildung ist der Graph der zugehörigen Dichtefunktion dargestellt. Die Flaschen werden mit einem Sollwert von \(1000\,\text{mL}\) befüllt. Bestimme mithilfe der Abbildung den Erwartungswert \(\mu\) und die Standardabweichung \(\sigma\) der Verteilung. Berechne anschließend die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Flasche mehr als \(1015\,\text{mL}\) Saft enthält.
Abbildung zur Aufgabe 434810

Denkanstöße

- Wo befindet sich bei einer Glockenkurve der Erwartungswert? - Wie lässt sich die Standardabweichung grafisch an der Kurve erkennen? Achte auf die Krümmung. - Wenn du den Erwartungswert und die Standardabweichung kennst, kannst du jeden Wert in einen Standardwert (\(z\)-Wert) umrechnen. - Überlege, ob du die Fläche links oder rechts von deinem berechneten Wert suchst.

Lösung

1. Den Erwartungswert \(\mu\) ablesen: Das Maximum der Glockenkurve liegt bei \(\mu = 1000\,\text{mL}\). 2. Die Standardabweichung \(\sigma\) bestimmen: Die Wendepunkte der Kurve liegen bei \(990\,\text{mL}\) und \(1010\,\text{mL}\). Der Abstand zum Erwartungswert beträgt \(\sigma = 1010 - 1000 = 10\,\text{mL}\). 3. Den \(z\)-Wert für \(x = 1015\) berechnen: \(z = \frac{x - \mu}{\sigma} = \frac{1015 - 1000}{10} = 1{,}5\). 4. Die Wahrscheinlichkeit \(P(X > 1015)\) bestimmen: \(P(X > 1015) = 1 - \Phi(1{,}5)\). 5. Wert aus der Tabelle der Standardnormalverteilung entnehmen: \(\Phi(1{,}5) \approx 0{,}9332\). 6. Ergebnis berechnen: \(1 - 0{,}9332 \approx 0{,}0668\). Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(6{,}68\,\%\).

Antwort

Aus der Abbildung liest man \(\mu = 1000\,\text{mL}\) und \(\sigma = 10\,\text{mL}\) ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flasche mehr als \(1015\,\text{mL}\) enthält, beträgt ca. \(6{,}68\,\%\).
43481113
Ein Bauteil wird in einer Fabrik hergestellt. Die Länge der Bauteile kann als normalverteilt mit der Dichtefunktion \(f\) angenommen werden. Die Abbildung zeigt den Graphen von \(f\). Ein Bauteil gilt als passgenau, wenn seine Länge zwischen \(37\,\text{mm}\) und \(43\,\text{mm}\) liegt. Ermittle die Kennzahlen \(\mu\) und \(\sigma\) aus der Grafik und berechne den Anteil der Bauteile, die passgenau sind.
Abbildung zur Aufgabe 434811

Denkanstöße

- Der Hochpunkt der Verteilung gibt dir direkt einen wichtigen Parameter an. - Schau dir die Stelle an, an der die Krümmung der Kurve wechselt. Der Abstand zur Mitte ist die Standardabweichung. - Für die Passgenauigkeit musst du die Fläche unter der Kurve in einem bestimmten Bereich bestimmen. - Nutze die Tabellenwerte für die Standardnormalverteilung, nachdem du die Werte transformiert hast.

Lösung

1. Kennzahlen ablesen: Der Hochpunkt liegt bei \(\mu = 40\,\text{mm}\). Die Wendestellen liegen bei \(38\,\text{mm}\) und \(42\,\text{mm}\), woraus \(\sigma = 42 - 40 = 2\,\text{mm}\) folgt. 2. Intervallgrenzen standardisieren: Für \(x_1 = 37\): \(z_1 = \frac{37 - 40}{2} = -1{,}5\). Für \(x_2 = 43\): \(z_2 = \frac{43 - 40}{2} = 1{,}5\). 3. Wahrscheinlichkeit im Intervall berechnen: \(P(37 \le X \le 43) = \Phi(1{,}5) - \Phi(-1{,}5)\). 4. Symmetrie der Normalverteilung nutzen: \(P = \Phi(1{,}5) - (1 - \Phi(1{,}5)) = 2 \cdot \Phi(1{,}5) - 1\). 5. Wert einsetzen: \(\Phi(1{,}5) \approx 0{,}9332\). 6. Berechnung: \(2 \cdot 0{,}9332 - 1 = 0{,}8664\). Der Anteil beträgt ca. \(86{,}64\,\%\).

Antwort

Aus der Grafik ergibt sich \(\mu = 40\,\text{mm}\) und \(\sigma = 2\,\text{mm}\). Der Anteil der passgenauen Bauteile beträgt ca. \(86{,}6\,\%\).
43481213
Die Masse von Orangen einer bestimmten Sorte ist näherungsweise normalverteilt mit \(\mu=160\,\text{g}\) und \(\sigma=20\,\text{g}\). Die Abbildung zeigt die Dichtefunktion; die Fläche zwischen \(140\,\text{g}\) und \(180\,\text{g}\) ist markiert. a) Begründe mithilfe der Formel für den Maximalwert einer Normaldichte, dass dieser bei etwa \(0{,}020\) liegt. b) Schätze mithilfe der markierten Fläche im Graphen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Orange zwischen \(140\,\text{g}\) und \(180\,\text{g}\) wiegt. c) Interpretiere \(\int_{160}^{160+a}f(t)\,\mathrm{d}t\approx0{,}341\) im Sachkontext und bestimme \(a\). d) Beurteile die Kritik, dass die Normalverteilung theoretisch negative Massen zulässt.
Abbildung zur Aufgabe 434812

Denkanstöße

- Der Hochpunkt einer Normaldichte liegt bei \(\mu\); setze dort in die allgemeine Dichteformel ein. - Betrachte in Teil b ausschließlich die markierte Fläche und vergleiche sie mit der Gesamtfläche \(1\). - Welche symmetrische Standardabweichungsbreite steckt hinter den Grenzen \(140\) und \(180\)? - Wie viele Standardabweichungen liegt der physikalisch unmögliche Wert \(0\,\text{g}\) vom Erwartungswert entfernt?

Lösung

a) Der Maximalwert liegt bei \(x=\mu\) und ist \(f(160)=\frac{1}{20\sqrt{2\pi}}\approx0{,}0199\approx0{,}020\). b) Die im Graphen markierte zentrale Fläche reicht von \(140=\mu-\sigma\) bis \(180=\mu+\sigma\). Aus der dargestellten Fläche und dem Gitternetz lässt sich ein Anteil von ungefähr \(0{,}68\) abschätzen. Damit gilt grafisch \(P(140\le X\le180)\approx68\,\%\). Die \(1\sigma\)-Regel bestätigt den Schätzwert mit etwa \(68{,}3\,\%\). c) Das Integral ist die Wahrscheinlichkeit für eine Masse zwischen \(160\,\text{g}\) und \(160+a\). Wegen der Symmetrie entspricht etwa \(0{,}341\) der Hälfte der \(1\sigma\)-Fläche. Daher ist \(a=20\,\text{g}\), und das Intervall lautet \([160\,\text{g};180\,\text{g}]\). d) Theoretisch weist das Normalmodell auch negativen Massen eine positive Wahrscheinlichkeit zu. Hier liegt \(0\) jedoch \(8\sigma\) unter dem Mittelwert. Diese Wahrscheinlichkeit ist vernachlässigbar klein, sodass das Modell im relevanten Wertebereich plausibel ist.

Antwort

a) \(f(160)\approx0{,}0199\approx0{,}020\). b) grafisch etwa \(68\,\%\), genauer nach der \(1\sigma\)-Regel etwa \(68{,}3\,\%\) c) \(a=20\,\text{g}\); das Integral beschreibt \(P(160\le X\le180)\approx0{,}341\). d) Theoretisch berechtigt, im relevanten Wertebereich aber praktisch vernachlässigbar.
43481313
Die Füllmenge von Saftflaschen mit einer Nennfüllmenge von \(1\,\text{L}\) wird durch eine normalverteilte Zufallsgröße \(X\) mit \(\mu=1004\,\text{mL}\) und \(\sigma=3\,\text{mL}\) beschrieben. Die Abbildung zeigt den zugehörigen Dichtegraphen. a) Bestimme den Maximalwert der Dichtefunktion auf drei Nachkommastellen gerundet. b) Ordne \(1001\,\text{mL}\) im Graphen relativ zu \(\mu\) und \(\sigma\) ein. Bestimme anschließend mit der \(1\sigma\)-Regel und der Symmetrie näherungsweise die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flasche weniger als \(1001\,\text{mL}\) enthält. c) Bestimme \(k\), sodass \(P(1004-k\le X\le1004+k)\approx0{,}95\) gilt. Erkläre die Bedeutung im Sachzusammenhang. d) Nutze auch die Lage der Glockenkurve im Graphen: Warum wählt ein Hersteller den Erwartungswert häufig etwas höher als die Nennfüllmenge? Begründe kurz anhand dieses Modells.
Abbildung zur Aufgabe 434813

Denkanstöße

- Welchen Wert hat eine Normaldichte an ihrem Hochpunkt in Abhängigkeit von \(\sigma\)? - Nutze die horizontale Achse des Graphen, um \(1001\,\text{mL}\) relativ zum Zentrum einzuordnen. - Wie liegt \(1001\,\text{mL}\) relativ zu \(\mu\) und \(\sigma\)? - Welcher Standardnormalwert begrenzt ein zentrales \(95\,\%\)-Intervall? - Überlege für Teil d, wie eine Verschiebung von \(\mu\) die Fläche links von \(1000\,\text{mL}\) verändert.

Lösung

a) Das Maximum liegt bei \(x=\mu\). Daher \(f(1004)=\frac{1}{3\sqrt{2\pi}}\approx0{,}13298\approx0{,}133\). b) Im Graphen liegt \(1001\,\text{mL}\) genau eine Standardabweichung links vom Hochpunkt. Es ist \(1001=\mu-\sigma\). Außerhalb des \(1\sigma\)-Intervalls liegen etwa \(31{,}7\,\%\). Wegen der Symmetrie gilt \(P(X<1001)\approx\frac{31{,}7\,\%}{2}=15{,}85\,\%\). c) Für ein zentrales \(95\,\%\)-Intervall ist \(z\approx1{,}96\). Daher \(k=1{,}96\cdot3\,\text{mL}=5{,}88\,\text{mL}\). Somit liegen etwa \(95\,\%\) der Füllmengen im Intervall \([998{,}12\,\text{mL};1009{,}88\,\text{mL}]\). d) Der Graph macht sichtbar, dass die Glockenkurve um \(1004\,\text{mL}\) zentriert und damit gegenüber der Nennfüllmenge nach rechts verschoben ist. Ein höherer Erwartungswert verringert dadurch den Anteil unter \(1000\,\text{mL}\). Bei \(\mu=1000\,\text{mL}\) lägen wegen der Symmetrie \(50\,\%\) der modellierten Füllmengen unter diesem Wert.

Antwort

a) \(f(1004)\approx0{,}133\) b) etwa \(15{,}85\,\%\) c) \(k\approx5{,}88\,\text{mL}\); etwa \(95\,\%\) liegen zwischen \(998{,}12\,\text{mL}\) und \(1009{,}88\,\text{mL}\). d) Ein Erwartungswert oberhalb der Nennfüllmenge senkt den Anteil der Unterfüllungen.
43483313
Gegeben ist der Graph der Dichtefunktion \(f\) einer normalverteilten Zufallsgröße \(X\), die das Gewicht von Äpfeln einer bestimmten Sorte in Gramm (\(\text{g}\)) beschreibt. a) Bestimme mithilfe des Graphen den Erwartungswert \(\mu\) und den Wert der Dichtefunktion an der Stelle des Maximums. b) Berechne aus dem abgelesenen Wert des Maximums die Standardabweichung \(\sigma\) der Verteilung. Runde dein Ergebnis auf eine ganze Zahl. c) Bestimme mithilfe der \(\sigma\)-Regeln die Wahrscheinlichkeit \(P(140\le X\le160)\). d) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit \(P(X>170)\) ungefähr? Begründe deine Antwort unter Verwendung der zuvor ermittelten Kenngrößen.
Abbildung zur Aufgabe 434833

Denkanstöße

- Wo liegt bei einer Glockenkurve immer der Erwartungswert? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen der Höhe des Hochpunkts und der Streuung der Daten. - Welche festen Prozentwerte gehören zu den Intervallen um den Mittelwert mit der Breite einer oder zweier Standardabweichungen? - Nutze die Symmetrie der Normalverteilung, um Wahrscheinlichkeiten für einseitige Bereiche zu bestimmen.

Lösung

1. Der Erwartungswert \(\mu\) entspricht der x-Koordinate des Hochpunktes: \(\mu = 150\,\text{g}\). 2. Der Wert der Dichtefunktion am Maximum beträgt laut y-Achse etwa \(f(150) \approx 0{,}04\). 3. Aus der Formel für das Maximum der Dichtefunktion \(f(\mu) = \frac{1}{\sigma \sqrt{2\pi}}\) folgt \(\sigma = \frac{1}{0{,}04 \cdot \sqrt{2\pi}} \approx 9{,}97\,\text{g}\), gerundet \(\sigma \approx 10\,\text{g}\). 4. Das Intervall \([140; 160]\) entspricht \([\mu - \sigma; \mu + \sigma]\). Nach der \(1\sigma\)-Regel beträgt die Wahrscheinlichkeit ca. \(68{,}3\,\%\). 5. Der Wert \(170\) entspricht \(\mu + 2\sigma\). Da das Intervall \([\mu - 2\sigma; \mu + 2\sigma]\) etwa \(95{,}4\,\%\) der Fläche abdeckt, entfallen auf die beiden äußeren Ränder zusammen \(4{,}6\,\%\). Aufgrund der Symmetrie gilt \(P(X > 170) \approx 2{,}3\,\%\).

Antwort

a) \(\mu = 150\,\text{g}\); \(f(150) \approx 0{,}04\) b) \(\sigma \approx 10\,\text{g}\) c) \(P(140 \le X \le 160) \approx 68{,}3\,\%\) d) \(P(X > 170) \approx 2{,}3\,\%\)
55355513
Ein Verkehrsplaner schlägt für die tägliche Verspätungsquote \(Q\) eines Busbetriebs, gemessen in Prozentpunkten, ein Normalmodell mit \(\mu=8\) und \(\sigma=6\) vor. a) Berechne unter diesem Modell die Wahrscheinlichkeit \(P(Q<0)\). b) Beurteile anschließend, ob dieses Normalmodell für die Ausschussquote geeignet ist. Begründe deine Entscheidung mit dem Ergebnis aus a).

Denkanstöße

- Welche Werte kann eine Verspätungsquote grundsätzlich annehmen? - Standardisiere die natürliche Untergrenze \(0\). - Entscheide nicht nur danach, ob das Normalmodell theoretisch unmögliche Werte zulässt, sondern auch danach, wie groß deren Wahrscheinlichkeit hier ist.

Lösung

1. Eine Verspätungsquote kann nicht negativ sein. 2. Unter dem vorgeschlagenen Normalmodell gilt \(P(Q<0)=\Phi\left(\frac{0-8}{6}\right)=\Phi\left(-\frac{4}{3}\right)\approx0{,}0912\). 3. Das Modell weist damit etwa \(9{,}12\,\%\) Wahrscheinlichkeit unmöglichen negativen Verspätungsquoten zu. 4. Dieser Anteil ist nicht vernachlässigbar klein. Das vorgeschlagene Normalmodell ist daher für diese Größe ungeeignet.

Antwort

a) \(P(Q<0)\approx0{,}0912\), also etwa \(9{,}12\,\%\) b) Das Normalmodell ist ungeeignet, weil es einen erheblichen Wahrscheinlichkeitsanteil auf unmögliche negative Verspätungsquoten legt.
55355713
Ein normierter Leseindex \(S\) wird in einer Vergleichsgruppe durch ein Normalmodell mit \(\mu=100\) und \(\sigma=15\) beschrieben. Für eine zusätzliche Förderdiagnostik sollen die obersten \(10\,\%\) der Indexwerte ausgewählt werden. Bestimme den Grenzwert \(c\), sodass \(P(S\ge c)=0{,}10\) gilt. Runde \(c\) auf eine Dezimalstelle.

Denkanstöße

- Formuliere die obere Randwahrscheinlichkeit als kumulierte Wahrscheinlichkeit links vom Grenzwert. - Welches Quantil der Standardnormalverteilung gehört zu dieser kumulierten Wahrscheinlichkeit? - Übertrage den gefundenen Standardnormalwert anschließend auf die Skala des Leseindex zurück.

Lösung

1. Aus \(P(S\ge c)=0{,}10\) folgt \(P(S\le c)=0{,}90\). 2. Für die Standardnormalverteilung gilt \(\Phi(z)=0{,}90\) bei \(z\approx1{,}2816\). 3. Rücktransformation: \(c=100+1{,}2816\cdot15\approx119{,}2\).

Antwort

\(c\approx119{,}2\)
55355813
Bei einer Vermessung werden die Messfehler zweier Geräte in Zentimetern durch normalverteilte Zufallsgrößen modelliert. Für Gerät A gilt \(\mu_A=0\) und \(\sigma_A=0{,}8\), für Gerät B gilt \(\mu_B=0\) und \(\sigma_B=1{,}2\). Eine Vorgabe ist erfüllt, wenn der Betrag des Messfehlers mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens \(90\,\%\) höchstens \(1{,}5\,\text{cm}\) beträgt. Prüfe für beide Geräte, ob sie die Vorgabe erfüllen. Gib die beiden Wahrscheinlichkeiten auf vier Dezimalstellen an.

Denkanstöße

- Formuliere die Vorgabe für jedes Gerät als symmetrisches Intervall um den Erwartungswert \(0\). - Standardisiere denselben Toleranzwert für beide unterschiedlichen Standardabweichungen. - Vergleiche die berechneten zentralen Wahrscheinlichkeiten erst am Ende mit der geforderten Schwelle von \(90\,\%\).

Lösung

1. Für Gerät A ist \(P(|A|\le1{,}5)=2\Phi\left(\frac{1{,}5}{0{,}8}\right)-1=2\Phi(1{,}875)-1\approx0{,}9392\). 2. Für Gerät B ist \(P(|B|\le1{,}5)=2\Phi\left(\frac{1{,}5}{1{,}2}\right)-1=2\Phi(1{,}25)-1\approx0{,}7887\). 3. Damit erfüllt nur Gerät A die geforderte Wahrscheinlichkeit von mindestens \(90\,\%\).

Antwort

Gerät A: \(P(|A|\le1{,}5)\approx0{,}9392\); Vorgabe erfüllt. Gerät B: \(P(|B|\le1{,}5)\approx0{,}7887\); Vorgabe nicht erfüllt.
42520813
Das Füllgewicht von Kaffeepackungen ist normalverteilt mit einem Mittelwert von \(\mu = 500\,\text{g}\) und einer Standardabweichung von \(\sigma = 4\,\text{g}\). Eine Packung gilt als untergewichtig, wenn sie weniger als \(495\,\text{g}\) wiegt. 1. Ermittle den Anteil der Packungen, die als untergewichtig eingestuft werden. 2. Ein Supermarkt erhält eine Lieferung von \(100\) Packungen. Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass genau \(10\) dieser Packungen untergewichtig sind. Nutze die Binomialverteilung. 3. Wie viele Packungen müssten mindestens geliefert werden, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von über \(99\,\%\) mindestens eine untergewichtige Packung dabei ist?

Denkanstöße

- Wie hängen der Anteil in der Grundgesamtheit und die Trefferwahrscheinlichkeit in einer Stichprobe zusammen? - Erinnere dich an die Formel für die Wahrscheinlichkeit von genau \(k\) Treffern. - Bei „mindestens ein Treffer“ ist es oft einfacher, über das Gegenereignis nachzudenken. - Welche mathematische Operation hilft dir, eine Unbekannte im Exponenten zu isolieren?

Lösung

1. Für eine Packung ist \(p=P(X<495)=\Phi(-1{,}25)\approx0{,}105650\), also etwa \(10{,}56\,\%\). 2. Für \(Y\sim B(100;p)\) gilt mit dem ungerundeten Wert von \(p\): \(P(Y=10)=\binom{100}{10}p^{10}(1-p)^{90}\approx0{,}129621\), also etwa \(12{,}96\,\%\). 3. Gesucht ist das kleinste \(n\) mit \(1-(1-p)^n>0{,}99\). Dies ist äquivalent zu \(n>\frac{\ln(0{,}01)}{\ln(1-p)}\approx41{,}24\). Daher sind mindestens \(42\) Packungen erforderlich. Tatsächlich gilt für \(n=41\) nur etwa \(98{,}97\,\%\), für \(n=42\) aber etwa \(99{,}08\,\%\).

Antwort

1. etwa \(10{,}56\,\%\) 2. etwa \(12{,}96\,\%\) 3. mindestens \(42\) Packungen
42525413
Ein Hersteller gibt an, dass die Lebensdauer einer LED-Serie normalverteilt ist mit \(\mu=1500\,\text{h}\) und \(\sigma=60\,\text{h}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte LED mindestens \(1410\,\text{h}\) erreicht. b) In einer Industriehalle werden \(40\) dieser LEDs installiert. Mit welcher Wahrscheinlichkeit erreichen mindestens \(38\) LEDs die Lebensdauer von \(1410\,\text{h}\)? Nimm unabhängige Lebensdauern an.

Denkanstöße

- Standardisiere die Mindestlebensdauer zunächst für eine einzelne LED. - Nutze im zweiten Teil das Ergebnis aus Teil a als Erfolgswahrscheinlichkeit. - Welche drei exakten Trefferzahlen gehören zum Ereignis „mindestens \(38\) von \(40\)“?

Lösung

a) Für die Mindestlebensdauer ist \(z=\frac{1410-1500}{60}=-1{,}5\). Daher gilt \(p=P(X\ge1410)=\Phi(1{,}5)\approx0{,}933193\), also etwa \(93{,}32\,\%\). b) Für \(Y\sim B(40;p)\) gilt \(P(Y\ge38)=P(Y=38)+P(Y=39)+P(Y=40)\approx0{,}494702\), wenn der ungerundete Wert von \(p\) verwendet wird. Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(49{,}47\,\%\).

Antwort

a) etwa \(93{,}32\,\%\) b) etwa \(49{,}47\,\%\)
42526613
In einem Industriebetrieb werden Metallstangen hergestellt, deren Länge \(L\) in Zentimetern als normalverteilt mit \(\mu = 200{,}5\) und \(\sigma = 0{,}8\) angenommen wird. a) Ermittle den prozentualen Anteil der Stangen, die kürzer als \(199{,}0\,\text{cm}\) sind. b) Durch eine Kalibrierung der Anlage wird der Erwartungswert auf genau \(200{,}0\,\text{cm}\) korrigiert. Bestimme die maximale Standardabweichung \(\sigma\), sodass mindestens \(99\,\%\) der Stangen innerhalb des Toleranzintervalls von \(198{,}0\,\text{cm}\) bis \(202{,}0\,\text{cm}\) liegen. Gib den zulässigen Wert auf zwei Nachkommastellen nach unten gerundet an.

Denkanstöße

- Wie kannst du die Wahrscheinlichkeit für ein symmetrisches Intervall um den Erwartungswert ausdrücken? - Welcher z-Wert gehört zu einer Wahrscheinlichkeit von \(99{,}5\,\%\) in der Standardnormalverteilung? - Überlege, wie sich eine kleinere Standardabweichung auf die Breite der Glockenkurve auswirkt. - Stelle eine Gleichung auf, in der die gesuchte Größe die einzige Unbekannte ist.

Lösung

1. Berechnung des Anteils für \(L < 199{,}0\): Bestimmung des \(z\)-Werts \(z = \frac{199{,}0 - 200{,}5}{0{,}8} = -1{,}875\). Die Wahrscheinlichkeit ist \(\Phi(-1{,}875) \approx 0{,}0304\), was einem Anteil von \(3{,}04\,\%\) entspricht. 2. Bestimmung der Standardabweichung: Die Bedingung lautet \(P(198 \le L \le 202) \ge 0{,}99\). Da das Intervall symmetrisch um \(\mu = 200\) liegt, gilt \(P(200 - 2 \le L \le 200 + 2) = 2 \cdot \Phi\left(\frac{2}{\sigma}\right) - 1 \ge 0{,}99\). 3. Umformung führt zu \(\Phi\left(\frac{2}{\sigma}\right) \ge 0{,}995\). 4. Der zugehörige \(z\)-Wert für die Wahrscheinlichkeit \(0{,}995\) ist \(z \approx 2{,}576\). 5. Lösen der Gleichung \(\frac{2}{\sigma} = 2{,}576\) ergibt \(\sigma \approx \frac{2}{2{,}576} \approx 0{,}7764\). 6. Der exakte Grenzwert beträgt etwa \(0{,}7764\,\text{cm}\). Damit die Vorgabe auch nach Rundung auf zwei Nachkommastellen sicher eingehalten wird, wird nach unten gerundet: \(0{,}77\,\text{cm}\).

Antwort

a) Der Anteil beträgt ca. \(3{,}04\,\%\). b) Die maximale Standardabweichung beträgt \(0{,}77\,\text{cm}\).
42530213
Bei der Produktion von Stahlbolzen ist der Durchmesser \(D\) normalverteilt mit \(\mu=20{,}00\,\text{mm}\) und \(\sigma=0{,}05\,\text{mm}\). Ein Bolzen gilt als Ausschuss, wenn sein Durchmesser mehr als \(0{,}10\,\text{mm}\) vom Erwartungswert abweicht. a) Begründe ohne Verwendung des Taschenrechners mithilfe der Sigma-Regeln, dass der Anteil des Ausschusses bei dieser Produktion etwa \(4{,}6\,\%\) beträgt. b) Bestimme für die Binomialrechnung zunächst mithilfe von \(\Phi\) einen genaueren Ausschussanteil \(p\). In einer Schachtel befinden sich \(50\) Bolzen. Berechne anschließend die Wahrscheinlichkeit, dass sich darunter genau zwei Ausschussbolzen befinden. c) Durch eine Verbesserung des Produktionsprozesses sinkt die Standardabweichung auf \(\sigma=0{,}04\,\text{mm}\), während der Erwartungswert und die Ausschussgrenzen unverändert bleiben. Berechne den neuen Ausschussanteil mithilfe der Standardnormalverteilung.

Denkanstöße

- Vergleiche die Ausschussgrenze zunächst mit der Standardabweichung des jeweiligen Prozesses. - Welche zentrale Sigma-Umgebung wird in Teil a) durch die zulässige Abweichung beschrieben? - Unterscheide in Teil b) zwischen der gerundeten Sigma-Regel aus a) und einer genaueren Auswertung mit \(\Phi\). - In Teil c) ist die feste Toleranz nach der Prozessverbesserung kein ganzzahliges Vielfaches von \(\sigma\); standardisiere deshalb die Grenze.

Lösung

1. Die zulässige Abweichung \(0{,}10\,\text{mm}\) entspricht bei \(\sigma=0{,}05\,\text{mm}\) genau \(2\sigma\). Nach der \(2\sigma\)-Regel liegen etwa \(95{,}4\,\%\) der Werte in der zulässigen Umgebung. Daher beträgt der Ausschussanteil näherungsweise \(100\,\%-95{,}4\,\%\approx4{,}6\,\%\). 2. Für die genauere Binomialrechnung gilt \(p=P(|D-\mu|>0{,}10)=2\bigl(1-\Phi(2)\bigr)\approx0{,}04550\). Für die Anzahl \(X\) der Ausschussbolzen in einer Schachtel gilt damit näherungsweise \(X\sim B(50;0{,}04550)\). Somit ist \(P(X=2)=\binom{50}{2}0{,}04550^2(1-0{,}04550)^{48}\approx0{,}2713\). 3. Bei \(\sigma=0{,}04\,\text{mm}\) entspricht die feste Ausschussgrenze \(0{,}10\,\text{mm}\) dem Abstand \(2{,}5\sigma\). Daher gilt \(P(|D-\mu|>0{,}10)=2\bigl(1-\Phi(2{,}5)\bigr)\approx0{,}01242\).

Antwort

a) etwa \(4{,}6\,\%\) b) etwa \(27{,}13\,\%\) c) etwa \(1{,}24\,\%\)
42532213
Ein Hersteller produziert Butterpakete, deren Masse \(X\) in Gramm (\(\text{g}\)) als normalverteilt mit \(X \sim N(250; 2^2)\) vorausgesetzt wird (Erwartungswert \(\mu = 250\); Standardabweichung \(\sigma = 2\)). 1. Ein Paket gilt als untergewichtig, wenn es weniger als \(247\,\text{g}\) wiegt. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewähltes Paket untergewichtig ist. 2. Es werden \(50\) dieser Pakete zufällig ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens eines dieser Pakete untergewichtig ist. 3. Bestimme das kleinste symmetrisch zum Erwartungswert liegende Intervall (mit ganzzahligen Grenzen in \(\text{g}\)), in dem die Masse eines Pakets mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens \(95\,\%\) liegt.

Denkanstöße

- Nutze die Standardisierung, um die Wahrscheinlichkeit bei der Normalverteilung auf die Standardnormalverteilung zurückzuführen. - Wenn eine Stichprobe betrachtet wird und jedes Element nur zwei Zustände (z. B. untergewichtig oder nicht) haben kann, liegt eine Binomialverteilung vor. - Für ein symmetrisches Intervall um den Erwartungswert kannst du die entsprechenden Quantile der Normalverteilung verwenden. - Achte bei der Intervallsuche auf die Bedingung „mindestens“ und die geforderte Ganzzahligkeit.

Lösung

1. Die Wahrscheinlichkeit für Untergewicht ist \(p = P(X < 247) = \Phi\left(\frac{247 - 250}{2}\right) = \Phi(-1{,}5)\). Mit \(\Phi(-1{,}5) = 1 - \Phi(1{,}5) \approx 1 - 0{,}9332 = 0{,}0668\). 2. Die Anzahl der untergewichtigen Pakete \(Y\) ist binomialverteilt mit \(n = 50\) und \(p \approx 0{,}0668\). Gesucht ist \(P(Y \le 1) = P(Y = 0) + P(Y = 1) = \binom{50}{0} \cdot p^0 \cdot (1-p)^{50} + \binom{50}{1} \cdot p^1 \cdot (1-p)^{49} \approx 0{,}0315 + 0{,}1128 = 0{,}1443\). 3. Gesucht ist ein Intervall \([250-c; 250+c]\) mit \(P(250-c \le X \le 250+c) \ge 0{,}95\). Dies entspricht \(2\Phi(\frac{c}{2}) - 1 \ge 0{,}95\), also \(\Phi(\frac{c}{2}) \ge 0{,}975\). Das zugehörige \(z\)-Quantil ist \(1{,}96\). Es muss gelten \(\frac{c}{2} \ge 1{,}96\), also \(c \ge 3{,}92\). Für ganzzahlige Grenzen muss \(c\) so gewählt werden, dass \(250-c\) und \(250+c\) ganzzahlig sind, also \(c \ge 4\). Das kleinste solche Intervall ist \([246; 254]\).

Antwort

1. \(P(X < 247) \approx 6{,}68\,\%\) 2. \(P(Y \le 1) \approx 14{,}43\,\%\) 3. \([246\,\text{g}; 254\,\text{g}]\)
42535813
Die Akkulaufzeit eines Smartphone-Modells bei intensiver Nutzung ist normalverteilt mit \(\mu=14\,\text{h}\) und \(\sigma=1{,}5\,\text{h}\). a) Berechne die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufällig ausgewähltes Gerät eine Laufzeit zwischen \(12\,\text{h}\) und \(15\,\text{h}\) besitzt. b) Ermittle den Prozentsatz der Geräte, die mehr als \(16\,\text{h}\) erreichen. c) Ein Händler verkauft \(50\) dieser Smartphones. Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens \(5\) Geräte mehr als \(16\,\text{h}\) erreichen. Nimm unabhängige Laufzeiten an.

Denkanstöße

- Standardisiere die beiden Grenzen des ersten Intervalls getrennt. - Für „mehr als \(16\,\text{h}\)“ ist das Gegenereignis zur kumulierten Wahrscheinlichkeit hilfreich. - Verwende in Teil c die ungerundete Wahrscheinlichkeit aus Teil b als Binomialparameter.

Lösung

a) Die standardisierten Grenzen sind \(-\frac{4}{3}\) und \(\frac{2}{3}\). Daher \(P(12\le X\le15)=\Phi\left(\frac{2}{3}\right)-\Phi\left(-\frac{4}{3}\right)\approx0{,}656296\approx65{,}63\,\%\). b) Es gilt \(p=P(X>16)=1-\Phi\left(\frac{4}{3}\right)\approx0{,}0912112\approx9{,}12\,\%\). c) Für \(Y\sim B(50;p)\) gilt mit dem ungerundeten Wert von \(p\) \(P(Y\ge5)=1-P(Y\le4)\approx0{,}484387\approx48{,}44\,\%\).

Antwort

a) etwa \(65{,}63\,\%\) b) etwa \(9{,}12\,\%\) c) etwa \(48{,}44\,\%\)
42694213
Die Füllmenge von Saftflaschen ist normalverteilt mit \(\mu=1000\,\text{mL}\) und \(\sigma=8\,\text{mL}\). a) Bestimme mit den \(\sigma\)-Regeln näherungsweise die Wahrscheinlichkeit, dass eine Flasche weniger als \(984\,\text{mL}\) enthält. b) Wie viel Prozent der Flaschen weichen um mehr als \(12\,\text{mL}\) vom Erwartungswert ab? c) Der Hersteller möchte eine Mindestfüllmenge \(m\) festlegen, die von nur \(1\,\%\) der Flaschen unterschritten wird. Berechne \(m\).

Denkanstöße

- Wie viele Standardabweichungen liegt \(984\,\text{mL}\) unter \(\mu\)? - Bei einer absoluten Abweichung musst du beide symmetrischen Randbereiche berücksichtigen. - Welche Standardnormalwahrscheinlichkeit links vom gesuchten Grenzwert gehört zu \(1\,\%\)?

Lösung

a) Es ist \(984=1000-2\cdot8=\mu-2\sigma\). Nach der \(2\sigma\)-Regel und Symmetrie gilt \(P(X<984)\approx\frac{1-0{,}954}{2}=0{,}023=2{,}3\,\%\). b) Gesucht ist \(P(|X-1000|>12)=P(|Z|>1{,}5)\). Daher \(P(|Z|>1{,}5)=2(1-\Phi(1{,}5))\approx0{,}133614\approx13{,}36\,\%\). c) Aus \(P(X<m)=0{,}01\) folgt \(\Phi\left(\frac{m-1000}{8}\right)=0{,}01\). Mit \(\Phi^{-1}(0{,}01)\approx-2{,}326348\) ergibt sich \(m\approx1000-2{,}326348\cdot8\approx981{,}39\,\text{mL}\).

Antwort

a) etwa \(2{,}3\,\%\) b) etwa \(13{,}36\,\%\) c) \(m\approx981{,}39\,\text{mL}\)

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