Betrachte die Ebene \(E: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix} + \lambda \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ 1 \\ -1 \end{pmatrix} + \mu \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 2 \end{pmatrix}\).
a) Bestimme die Gleichung einer Geraden \(g\), die vollständig in der Ebene \(E\) liegt.
b) Gib eine Gerade \(h\) an, die echt parallel zu \(E\) verläuft (also parallel zur Ebene liegt, aber keine gemeinsamen Punkte mit ihr besitzt). Weise die Eigenschaft der echten Parallelität nach.
Denkanstöße
- Überlege dir, wie der Stützvektor und der Richtungsvektor einer Geraden beschaffen sein müssen, damit die Gerade in der Ebene liegt.
- Was ändert sich an der Lagebeziehung, wenn du den Richtungsvektor beibehältst, aber den Stützpunkt so wählst, dass er nicht in der Ebene liegt?
- Wie prüft man rechnerisch, ob ein Punkt in einer Ebene liegt, die in Parameterform gegeben ist?
Lösung
1. Für die Gerade \(g\) in der Ebene \(E\) wird der Stützvektor der Ebene \(\vec{p}_E = \begin{pmatrix} 4 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix}\) und einer ihrer Spannvektoren, z. B. \(\vec{u} = \begin{pmatrix} 2 \\ 1 \\ -1 \end{pmatrix}\), gewählt: \(g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix} + k \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ 1 \\ -1 \end{pmatrix}\). Da der Stützpunkt in \(E\) liegt und der Richtungsvektor ein Spannvektor von \(E\) ist, liegt \(g\) in \(E\).
2. Für die Gerade \(h\) wird ein Richtungsvektor gewählt, der eine Linearkombination der Spannvektoren von \(E\) ist, z. B. \(\vec{v} = \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 2 \end{pmatrix}\). Als Stützpunkt wird ein Punkt außerhalb von \(E\) gewählt, z. B. der Ursprung \(Q(0|0|0)\).
3. Nachweis \(Q \notin E\): Das Gleichungssystem \(0 = 4 + 2\lambda\), \(0 = 1 + \lambda + 3\mu\) und \(0 = 0 - \lambda + 2\mu\) führt aus der ersten Gleichung zu \(\lambda = -2\). Eingesetzt in die zweite folgt \(0 = 1 - 2 + 3\mu \Rightarrow \mu = \frac{1}{3}\). Die Prüfung in der dritten Gleichung ergibt \(0 = -(-2) + 2 \cdot \frac{1}{3} = \frac{8}{3}\), was ein Widerspruch ist. Somit ist \(Q \notin E\).
4. Die Gerade \(h: \vec{x} = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + k \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 2 \end{pmatrix}\) ist damit echt parallel zu \(E\).
Antwort
Mögliche Lösungen:
a) \(g: \vec{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix} + k \cdot \begin{pmatrix} 2 \\ 1 \\ -1 \end{pmatrix}\)
b) \(h: \vec{x} = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + k \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ 3 \\ 2 \end{pmatrix}\). Der Punkt \(Q(0|0|0)\) liegt nicht in \(E\), da das entsprechende Lineargleichungssystem keine Lösung besitzt (\(2 + \frac{2}{3} \neq 0\)).