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Lage zweier Ebenen klassifizieren

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55311513
Gegeben sind die Ebenen \(E: x_1+x_2=2\) und \(F: x_1-x_2=0\). Klassifiziere ihre Lagebeziehung, ohne eine Schnittgerade zu berechnen.

Denkanstöße

- Lies aus jeder Koordinatenform einen Normalenvektor ab. - Welche Beziehung zwischen den Normalenvektoren würde für parallele Ebenen gelten?

Lösung

1. Normalenvektoren sind \(\vec{n}_E=\begin{pmatrix}1\\1\\0\end{pmatrix}\) und \(\vec{n}_F=\begin{pmatrix}1\\-1\\0\end{pmatrix}\). 2. Die beiden Normalenvektoren sind nicht proportional. 3. Daher sind die Ebenen nicht parallel und schneiden sich in einer Geraden.

Antwort

Die Ebenen schneiden sich in einer Geraden.
55717413
Das Bild ist ein Schrägbild eines Quaders. Die Buchstaben \(E\) und \(F\) im Inneren der beiden markierten Flächen bezeichnen Ebenen; alle acht Quader-Eckpunkte sind beschriftet. Bestimme die Lage von \(E\) und \(F\) zueinander und gib ihre gemeinsame Punktmenge als Gerade durch zwei passende Eckpunkte an.
Abbildung zur Aufgabe 557174

Denkanstöße

- Welche Kante gehört zum Rand beider markierter Flächen? - Welche zwei der acht beschrifteten Eckpunkte sind die Endpunkte dieser gemeinsamen Kante? - Welche Schnittmenge haben zwei verschiedene Ebenen, die eine gemeinsame Gerade enthalten?

Lösung

1. Im Schrägbild erkennt man, dass die markierten Ebenen \(E\) und \(F\) zwei verschiedene Quaderflächen sind. 2. Die gemeinsame Randkante beider markierten Flächen ist die Kante \(AD\). Daher liegen die Punkte \(A\) und \(D\) in beiden Ebenen. 3. Zwei verschiedene Ebenen mit einer gemeinsamen Geraden schneiden sich genau in dieser Geraden. Somit ist \(E\cap F=AD\).

Antwort

Die Ebenen \(E\) und \(F\) schneiden sich. Ihre Schnittgerade ist die Gerade durch \(A\) und \(D\).
43054213
Untersuche die Lage der Ebenen \(E:x_1+x_2-2x_3=2\) und \(F:\vec{x}=\begin{pmatrix}1\\2\\1\end{pmatrix}+\lambda\begin{pmatrix}2\\0\\1\end{pmatrix}+\mu\begin{pmatrix}1\\1\\1\end{pmatrix}\). Bestimme eine Schnittgerade, falls eine existiert.

Denkanstöße

- Wie lauten die drei Koordinaten eines allgemeinen Punktes von \(F\)? - Was ergibt sich, wenn du diese Koordinaten in die Koordinatenform von \(E\) einsetzt? - Welche Lagebeziehung zweier Ebenen entspricht einem Widerspruch, der von allen Parametern unabhängig ist?

Lösung

1. Ein allgemeiner Punkt von \(F\) hat die Koordinaten \(x_1=1+2\lambda+\mu\), \(x_2=2+\mu\), \(x_3=1+\lambda+\mu\). 2. Einsetzen in die Koordinatenform von \(E\) ergibt \((1+2\lambda+\mu)+(2+\mu)-2(1+\lambda+\mu)=2\). 3. Die linke Seite vereinfacht sich zu \(1\). Es entstünde also \(1=2\), unabhängig von \(\lambda\) und \(\mu\). 4. Somit haben \(E\) und \(F\) keinen gemeinsamen Punkt. Zwei verschiedene Ebenen ohne gemeinsamen Punkt sind im Raum echt parallel.

Antwort

\(E\) und \(F\) sind echt parallel; es gibt keine Schnittgerade.
43061313
Gegeben sind die Ebenen in Koordinatenform: \(E_1:4x_1-6x_2+2x_3=10\), \(E_2:-2x_1+3x_2-x_3=-5\), \(E_3:2x_1-3x_2+x_3=7\). a) Bestimme die Lage von \(E_1\) und \(E_2\) durch Vergleich ihrer Koeffizienten. b) Bestimme die Lage von \(E_2\) und \(E_3\). c) Erläutere allgemein, wie man bei zwei Ebenen in Koordinatenform identische und echt parallele Ebenen unterscheiden kann.

Denkanstöße

- Gibt es einen gemeinsamen Faktor zwischen den drei Koeffizienten zweier Ebenen? - Gilt derselbe Faktor auch für die rechte Seite? - Welche zwei Lagefälle kommen bei kollinearen Normalenvektoren in Frage?

Lösung

1. Für \(E_1\) und \(E_2\) gilt \(4x_1-6x_2+2x_3=10=-2(-2x_1+3x_2-x_3+5)\). Genauer: Multipliziert man die gesamte Gleichung von \(E_2\) mit \(-2\), erhält man genau \(E_1\). Die Ebenen sind identisch. 2. Die Normalenvektoren von \(E_2\) und \(E_3\) sind skalare Vielfache: \(\begin{pmatrix}-2\\3\\-1\end{pmatrix}=-\begin{pmatrix}2\\-3\\1\end{pmatrix}\). Die rechten Seiten stehen jedoch nicht im selben Verhältnis, denn \(-5\neq-7\). Daher sind \(E_2\) und \(E_3\) echt parallel. 3. Sind die Koeffizienten von \(x_1,x_2,x_3\) proportional, besitzen die Ebenen kollineare Normalenvektoren. Ist auch die rechte Seite mit demselben Faktor proportional, sind die Ebenen identisch; andernfalls sind sie echt parallel.

Antwort

a) \(E_1\) und \(E_2\) sind identisch. b) \(E_2\) und \(E_3\) sind echt parallel. c) Proportionale Normalenkoeffizienten bedeuten Parallelität; identisch sind die Ebenen genau dann, wenn auch die rechte Seite denselben Proportionalitätsfaktor besitzt.
43062213
Gegeben ist die Ebene \(E:3x_1+4x_3=12\). a) Eine zweite Ebene ist durch \(F:-1{,}5x_1-2x_3=-6\) gegeben. Bestimme die Lage von \(E\) und \(F\). b) Bestimme eine Koordinatenform einer Ebene \(G\), die parallel zu \(E\) ist und durch den Ursprung verläuft. c) Beschreibe alle Ebenen, die bei fest gewähltem Normalenvektor \(\begin{pmatrix}3\\0\\4\end{pmatrix}\) parallel zu \(E\) oder identisch mit \(E\) sind.

Denkanstöße

- Mit welchem Faktor wird aus der gesamten Gleichung von \(F\) die Gleichung von \(E\)? - Welche Teile einer Koordinatenform bestimmen die Normalenrichtung und welcher Teil die Lage entlang dieser Richtung? - Welchen Wert muss die rechte Seite haben, wenn der Ursprung auf der Ebene liegen soll?

Lösung

1. Multipliziert man die gesamte Gleichung von \(F\) mit \(-2\), erhält man \(3x_1+4x_3=12\). Daher sind \(E\) und \(F\) identisch. 2. Eine zu \(E\) parallele Ebene mit demselben Normalenvektor hat die Form \(3x_1+4x_3=d\). Für den Ursprung gilt \(d=0\). Somit ist \(G:3x_1+4x_3=0\). 3. Allgemein beschreibt \(3x_1+4x_3=d\) mit \(d\in\mathbb{R}\) alle Ebenen mit diesem Normalenvektor; für \(d=12\) erhält man \(E\), für alle anderen Werte eine echt parallele Ebene.

Antwort

a) \(E\) und \(F\) sind identisch. b) \(G:3x_1+4x_3=0\) c) \(3x_1+4x_3=d\) mit \(d\in\mathbb{R}\)
55310413
Die Ebenen \(E\) und \(F\) sind in Parameterform gegeben: \(E:\vec{x}=r\begin{pmatrix}1\\0\\0\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\1\\0\end{pmatrix}\), \(F:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\0\\1\end{pmatrix}+u\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+v\begin{pmatrix}0\\1\\0\end{pmatrix}\). Klassifiziere die Lage der beiden Ebenen, ohne Normalenvektoren zu berechnen.

Denkanstöße

- Welche dritte Komponente besitzt jede Linearkombination der beiden Richtungsvektoren von \(E\)? - Kann der Richtungsvektor \(\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\) von \(F\) eine solche Linearkombination sein? - Welche Lagebeziehung haben zwei Ebenen im Raum, wenn ihre Richtungen nicht übereinstimmen?

Lösung

1. Jede Linearkombination der beiden Richtungsvektoren von \(E\) hat die dritte Komponente \(0\). 2. Der Richtungsvektor \(\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\) von \(F\) besitzt dagegen die dritte Komponente \(1\) und kann deshalb keine Linearkombination der beiden Richtungsvektoren von \(E\) sein. 3. Die Ebenen besitzen daher nicht dieselben Richtungen und sind nicht parallel. Zwei nicht parallele Ebenen im Raum schneiden sich in einer Geraden.

Antwort

\(E\) und \(F\) schneiden sich in einer Geraden.
55311613
Gegeben sind die Ebenen \(E:x_1+x_2+x_3=2\) und \(F:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\0\\1\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\1\\-1\end{pmatrix}\). Bestimme ihre Lagebeziehung, ohne die Schnittgerade zu berechnen.

Denkanstöße

- Welche Normalenrichtung kannst du aus der Koordinatenform von \(E\) direkt ablesen? - Wie erhältst du aus den beiden Richtungsvektoren von \(F\) einen Normalenvektor? - Welche Lage zweier Ebenen folgt, wenn ihre Normalenvektoren nicht kollinear sind?

Lösung

1. Ein Normalenvektor von \(E\) ist \(\vec{n}_E=\begin{pmatrix}1\\1\\1\end{pmatrix}\). 2. Für \(F\) liefert das Kreuzprodukt der beiden Richtungsvektoren den Normalenvektor \(\vec{n}_F=\begin{pmatrix}-1\\1\\1\end{pmatrix}\). 3. Die beiden Normalenvektoren sind keine skalaren Vielfachen voneinander. Daher sind die Ebenen nicht parallel und schneiden sich in einer Geraden.

Antwort

\(E\) und \(F\) schneiden sich in einer Geraden.
42568013
Eine Ebene \(F\) ist durch die folgende Parameterform gegeben: \(F: \vec{x} = \begin{pmatrix} 3 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + r\begin{pmatrix} 0 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix} + s\begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix}\) mit \(r, s \in \mathbb{R}\). a) Wandle die Parameterform in die Koordinatenform um. b) Beschreibe die besondere Lage der Ebene \(F\) im Koordinatensystem. c) Die Ebene \(G\) enthält die \(x_1\)-Achse und den Punkt \(P(0|1|1)\). Zeige, dass \(G\) senkrecht auf \(F\) steht, und gib eine Gleichung von \(G\) in Normalenform an.

Denkanstöße

- Wie findet man einen Vektor, der senkrecht auf zwei gegebenen Richtungsvektoren steht? - Was bedeutet es für die Gleichung einer Ebene, wenn sie parallel zu einer der Koordinatenebenen ist? - Wann stehen zwei Ebenen senkrecht aufeinander? Betrachte dazu ihre Normalenvektoren. - Welche Punkte und Vektoren sind bekannt, wenn eine Ebene eine Koordinatenachse enthält?

Lösung

1. Umwandlung von \(F\) in Koordinatenform: Der Normalenvektor ergibt sich aus dem Kreuzprodukt der Richtungsvektoren \(\vec{u} = \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix}\) und \(\vec{v} = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix}\) zu \(\vec{n}_F = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix}\). Die Koordinatenform lautet \(1 \cdot x_1 = 1 \cdot 3\), also \(x_1 = 3\). 2. Lage von \(F\): Die Ebene verläuft parallel zur \(x_2x_3\)-Ebene im Abstand \(3\). 3. Untersuchung der Ebene \(G\): Da \(G\) die \(x_1\)-Achse enthält, liegt der Ursprung \(O(0|0|0)\) in der Ebene und der Vektor \(\vec{e}_1 = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix}\) in der Ebene. Mit dem Punkt \(P(0|1|1)\) ergibt sich ein zweiter Richtungsvektor \(\vec{v}_G = \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \\ 1 \end{pmatrix}\). Das Kreuzprodukt der beiden Richtungsvektoren ist ein Normalenvektor von \(G\): \(\vec{n}_G = \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 1 \end{pmatrix}\). 4. Nachweis der Orthogonalität: Das Skalarprodukt der Normalenvektoren ist \(\vec{n}_F \cdot \vec{n}_G = \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 1 \end{pmatrix} = 0\). Somit stehen die Ebenen senkrecht aufeinander. 5. Normalenform von \(G\): Da der Ursprung in \(G\) liegt, lautet eine Form \(\vec{x} \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 1 \end{pmatrix} = 0\).

Antwort

a) \(F: x_1 = 3\) b) Die Ebene \(F\) ist parallel zur \(x_2x_3\)-Ebene. c) Nachweis über Skalarprodukt der Normalenvektoren \(\vec{n}_F \cdot \vec{n}_G = 0\); Normalenform z. B. \(G: \vec{x} \cdot \begin{pmatrix} 0 \\ -1 \\ 1 \end{pmatrix} = 0\)
42630113
Ein lineares Gleichungssystem mit drei Gleichungen und drei Unbekannten lässt sich geometrisch als Suche nach den gemeinsamen Punkten von drei Ebenen \(E_1\), \(E_2\) und \(E_3\) im Raum interpretieren. a) Begründe geometrisch, warum ein solches System niemals genau zwei Lösungen besitzen kann. b) Gib an, welche Mengen grundsätzlich als Lösungsmenge infrage kommen. c) Beschreibe eine Anordnung der drei Ebenen, bei der das Gleichungssystem keine Lösung besitzt, obwohl keine zwei Ebenen parallel zueinander sind.

Denkanstöße

- Welche Schnittmengen können zunächst bei zwei Ebenen entstehen? - Was kann passieren, wenn du diese Schnittmenge zusätzlich mit einer dritten Ebene schneidest? - Kann eine lineare Schnittmenge aus genau zwei voneinander getrennten Punkten bestehen? - Suche für Teil c) eine Anordnung, in der jedes Ebenenpaar eine Gerade gemeinsam hat, diese Geraden aber keinen gemeinsamen Punkt erzwingen.

Lösung

1. Der Schnitt zweier Ebenen ist leer, eine Gerade oder bei identischen Ebenen eine Ebene. Schneidet man dieses Ergebnis mit der dritten Ebene, kann als gemeinsame Lösungsmenge nur die leere Menge, ein einzelner Punkt, eine Gerade oder eine Ebene entstehen. Zwei isolierte Punkte sind daher nicht möglich. 2. Als Lösungsmenge kommen somit die leere Menge, genau ein Punkt, eine Gerade oder eine Ebene infrage. 3. Eine mögliche Anordnung ohne gemeinsamen Punkt besteht aus drei Ebenen, die sich paarweise schneiden, wobei die drei paarweisen Schnittgeraden echt parallel zueinander sind. Dann schneidet zwar jedes Ebenenpaar einander, aber kein Punkt liegt in allen drei Ebenen zugleich.

Antwort

a) Zwei isolierte Lösungen sind unmöglich, weil der gemeinsame Schnitt dreier Ebenen nur leer, ein Punkt, eine Gerade oder eine Ebene sein kann. b) Leere Menge, ein Punkt, eine Gerade oder eine Ebene. c) Zum Beispiel drei paarweise schneidende Ebenen, deren drei paarweise Schnittgeraden echt parallel zueinander sind; dann gibt es keinen gemeinsamen Punkt aller drei Ebenen.
42630213
Untersuche das folgende lineare Gleichungssystem auf seine Lösungsmenge: (I) \(x_1+x_2+x_3=3\) (II) \(x_1-x_2+2x_3=1\) (III) \(2x_1+3x_3=4\) Interpretiere das Ergebnis geometrisch im Hinblick auf die Lage der drei durch die Gleichungen beschriebenen Ebenen \(E_1\), \(E_2\) und \(E_3\).

Denkanstöße

- Prüfe, ob sich eine der drei Gleichungen aus den beiden anderen gewinnen lässt. - Wie viele freie Variablen bleiben, wenn nur zwei unabhängige Bedingungen vorliegen? - Wie kannst du die Lösungsmenge mit einem freien Parameter beschreiben? - Woran erkennst du über die Normalenvektoren, dass keine zwei Ebenen identisch sind?

Lösung

1. Addition von (I) und (II) ergibt \(2x_1+3x_3=4\). Das ist genau Gleichung (III), also liefert (III) keine zusätzliche Bedingung. 2. Das System hat daher einen freien Parameter und unendlich viele Lösungen. Setze \(x_3=t\). 3. Aus (III) folgt \(x_1=2-1{,}5t\). Einsetzen in (I) ergibt \(x_2=1+0{,}5t\). 4. Die Lösungsmenge ist die Gerade \(g:\vec{x}=\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}+t\begin{pmatrix}-1{,}5\\0{,}5\\1\end{pmatrix}\). 5. Die Normalenvektoren \(\begin{pmatrix}1\\1\\1\end{pmatrix}\), \(\begin{pmatrix}1\\-1\\2\end{pmatrix}\) und \(\begin{pmatrix}2\\0\\3\end{pmatrix}\) sind paarweise keine skalaren Vielfachen. Daher sind die Ebenen nicht identisch; alle drei schneiden sich in derselben Geraden \(g\).

Antwort

Die Lösungsmenge ist \(g:\vec{x}=\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}+t\begin{pmatrix}-1{,}5\\0{,}5\\1\end{pmatrix}\), \(t\in\mathbb{R}\). Geometrisch schneiden sich die drei verschiedenen Ebenen in dieser gemeinsamen Geraden.
43053913
Gegeben sind die Ebenen \(E:\vec{x}=\begin{pmatrix}3\\1\\2\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}\) und \(F:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\-1\\1\end{pmatrix}+t\begin{pmatrix}3\\1\\1\end{pmatrix}+k\begin{pmatrix}1\\1\\-1\end{pmatrix}\) in Parameterform. Untersuche ihre gegenseitige Lage.

Denkanstöße

- Lassen sich die beiden Richtungsvektoren einer Ebene als Linearkombinationen der Richtungsvektoren der anderen darstellen? - Welche zwei Lagefälle bleiben übrig, wenn beide Ebenen dieselben Richtungen besitzen? - Wie kann ein Stützpunkt der einen Ebene diese beiden Fälle unterscheiden?

Lösung

1. Die beiden Richtungsvektoren von \(F\) lassen sich als Linearkombinationen der Richtungsvektoren von \(E\) schreiben: \(\begin{pmatrix}3\\1\\1\end{pmatrix}=\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}\) und \(\begin{pmatrix}1\\1\\-1\end{pmatrix}=-\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}\). 2. Damit besitzen beide Ebenen dieselben Richtungen und sind parallel oder identisch. 3. Prüfe den Stützpunkt \(Q(0|-1|1)\) von \(F\) in \(E\). Aus der zweiten Koordinate folgt \(s=-2\), aus der dritten \(r=-1\). Die erste Koordinate ergäbe dann \(3-1-4=-2\neq0\). Also ist \(Q\notin E\). 4. Daher sind \(E\) und \(F\) echt parallel.

Antwort

\(E\) und \(F\) sind echt parallel.
43055113
Untersuche die gegenseitige Lage der beiden Ebenen \( E_1 \) und \( E_2 \): \( E_1: \vec{x} = \begin{pmatrix} -1 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix} + \lambda \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 3 \end{pmatrix} + \mu \begin{pmatrix} 1 \\ 0 \\ 4 \end{pmatrix} \) \( E_2: \vec{x} = \begin{pmatrix} 0 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + \sigma \begin{pmatrix} 3 \\ -1 \\ 7 \end{pmatrix} + \tau \begin{pmatrix} 1 \\ -1 \\ -1 \end{pmatrix} \)

Denkanstöße

- Wie hängen die Normalenvektoren zweier Ebenen zusammen, wenn diese parallel sind? - Wie berechnet man einen Normalenvektor, wenn die Ebene in Parameterform gegeben ist? - Wenn du weißt, dass die Ebenen parallel sind, wie kannst du herausfinden, ob sie identisch sind? - Könntest du eine Ebene in die Koordinatenform umwandeln, um die Punktprobe zu vereinfachen?

Lösung

1. Das Kreuzprodukt der Richtungsvektoren von \( E_1 \) ergibt \( \vec{n}_1 = \begin{pmatrix} -4 \\ -5 \\ 1 \end{pmatrix} \). 2. Das Kreuzprodukt der Richtungsvektoren von \( E_2 \) ergibt \( \vec{n}_2 = \begin{pmatrix} 8 \\ 10 \\ -2 \end{pmatrix} \). 3. Vergleich der Normalenvektoren: Da \( \vec{n}_2 = -2\vec{n}_1 \), sind die Normalenvektoren kollinear und die Ebenen somit parallel. 4. Punktprobe: Überprüfung, ob der Stützpunkt \( P(0|0|0) \) von \( E_2 \) in \( E_1 \) liegt. Einsetzen in die Koordinatenform von \( E_1 \): \( -4x_1 - 5x_2 + x_3 = d \). Mit dem Stützpunkt von \( E_1 \) ergibt sich \( d = -4 \cdot (-1) - 5 \cdot 0 + 1 = 5 \). Einsetzen von \( P \) ergibt \( -4 \cdot 0 - 5 \cdot 0 + 0 = 0 \). Da \( 0 \neq 5 \), liegt der Punkt nicht in der Ebene. 5. Ergebnis: Die Ebenen sind echt parallel.

Antwort

Die Ebenen \( E_1 \) und \( E_2 \) sind echt parallel.
43062113
Gegeben sind die Ebenen \(E_1:5x_1-x_2+2x_3=10\) und \(E_2:-10x_1+2x_2-4x_3=5\) in Koordinatenform. a) Untersuche ihre gegenseitige Lage. b) Die Ebene \(E_3\) ist parallel zu \(E_1\) und enthält \(P(2|-3|1)\). Bestimme eine Koordinatenform von \(E_3\). c) Gib die allgemeine Koordinatenform aller zu \(E_1\) parallelen Ebenen mit demselben gewählten Normalenvektor an.

Denkanstöße

- Welche Beziehung haben die Normalenvektoren paralleler Ebenen? - Wie unterscheidest du Identität von echter Parallelität, wenn die Normalenvektoren kollinear sind? - Wie bestimmt der Punkt \(P\) die rechte Seite der Koordinatenform von \(E_3\)? - Welche Größe darf sich bei einer Familie paralleler Ebenen ändern, wenn derselbe Normalenvektor beibehalten wird?

Lösung

1. Ein Normalenvektor von \(E_1\) ist \(\vec{n}_1=\begin{pmatrix}5\\-1\\2\end{pmatrix}\), ein Normalenvektor von \(E_2\) ist \(\vec{n}_2=\begin{pmatrix}-10\\2\\-4\end{pmatrix}=-2\vec{n}_1\). Die Ebenen sind daher parallel oder identisch. 2. Multipliziert man die gesamte Gleichung von \(E_1\) mit \(-2\), erhält man rechts \(-20\), nicht \(5\). Daher sind \(E_1\) und \(E_2\) echt parallel. 3. Für \(E_3\) verwende den Normalenvektor \(\vec{n}_1\): \(5x_1-x_2+2x_3=d\). Einsetzen von \(P\) ergibt \(d=10+3+2=15\). Also ist \(E_3:5x_1-x_2+2x_3=15\). 4. Mit diesem fest gewählten Normalenvektor beschreibt \(5x_1-x_2+2x_3=d\) für \(d\in\mathbb{R}\) alle zu \(E_1\) parallelen oder identischen Ebenen.

Antwort

a) \(E_1\) und \(E_2\) sind echt parallel. b) \(E_3:5x_1-x_2+2x_3=15\) c) \(5x_1-x_2+2x_3=d\) mit \(d\in\mathbb{R}\)
43066713
Gegeben sind die Ebenen in Parameterform \(E_1:\vec{x}=\begin{pmatrix}1\\2\\0\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\1\\-1\end{pmatrix}\) und \(E_2:\vec{x}=\begin{pmatrix}2\\3\\0\end{pmatrix}+a\begin{pmatrix}1\\1\\0\end{pmatrix}+b\begin{pmatrix}1\\-1\\2\end{pmatrix}\). Weise nach, dass beide Parameterformen dieselbe Ebene beschreiben. Prüfe dazu den Stützpunkt von \(E_2\) in \(E_1\) und stelle beide Richtungsvektoren von \(E_2\) als Linearkombinationen der Richtungsvektoren von \(E_1\) dar.

Denkanstöße

- Welche gemeinsamen Parameter müssen den Stützpunkt von \(E_2\) in der Parameterform von \(E_1\) erzeugen? - Wie kannst du jeden Richtungsvektor von \(E_2\) als Linearkombination der beiden Richtungsvektoren von \(E_1\) schreiben? - Welche Folgerung ergibt sich aus gemeinsamem Punkt und übereinstimmenden Ebenenrichtungen?

Lösung

1. Für den Stützpunkt \(Q(2|3|0)\) von \(E_2\) gilt \(\begin{pmatrix}2\\3\\0\end{pmatrix}=\begin{pmatrix}1\\2\\0\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\1\\-1\end{pmatrix}\). Daraus folgt \(r=1\), \(s=1\), und die dritte Koordinate ist ebenfalls erfüllt. Also liegt \(Q\) in \(E_1\). 2. Es gilt \(\begin{pmatrix}1\\1\\0\end{pmatrix}=\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}+\begin{pmatrix}0\\1\\-1\end{pmatrix}\). 3. Außerdem gilt \(\begin{pmatrix}1\\-1\\2\end{pmatrix}=\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}-\begin{pmatrix}0\\1\\-1\end{pmatrix}\). 4. Der Stützpunkt von \(E_2\) liegt damit in \(E_1\), und beide linear unabhängigen Richtungsvektoren von \(E_2\) sind Richtungen von \(E_1\). Daher sind die Ebenen identisch.

Antwort

\(E_1\) und \(E_2\) sind identisch.
43066813
Untersuche, ob die beiden Parameterformen \(E_1:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\1\\2\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}1\\0\\3\end{pmatrix}\) und \(E_2:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\0\\8\end{pmatrix}+\lambda\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}+\mu\begin{pmatrix}1\\1\\-3\end{pmatrix}\) dieselbe Ebene beschreiben. Nutze dazu Normalenvektoren und eine Punktprobe.

Denkanstöße

- Wie erhältst du aus zwei Richtungsvektoren einer Parameterform einen Normalenvektor? - Welche Beziehung müssen die Normalenvektoren paralleler Ebenen besitzen? - Welche Punktprobe entscheidet anschließend zwischen echter Parallelität und Identität?

Lösung

1. Für \(E_1\) ist ein Normalenvektor \(\vec{n}_1=\begin{pmatrix}3\\-6\\-1\end{pmatrix}\), für \(E_2\) zum Beispiel \(\vec{n}_2=\begin{pmatrix}-3\\6\\1\end{pmatrix}=-\vec{n}_1\). Die Ebenen sind daher parallel oder identisch. 2. Aus \(E_1\) folgt die Koordinatenform \(3x_1-6x_2-x_3=-8\), denn der Stützpunkt \((0|1|2)\) liefert \(-8\). 3. Der Stützpunkt \((0|0|8)\) von \(E_2\) erfüllt \(3\cdot0-6\cdot0-8=-8\). Somit haben die parallelen Ebenen einen gemeinsamen Punkt und sind identisch.

Antwort

Ja. \(E_1\) und \(E_2\) sind identisch.
43068713
Gegeben sind die Ebenen \(E_1:\vec{x}=\begin{pmatrix}4\\1\\-2\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}1\\-1\\1\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}2\\0\\3\end{pmatrix}\) und \(E_2:-3x_1-x_2+2x_3=-17\). Zeige rechnerisch, dass beide Ebenen identisch sind.

Denkanstöße

- Welchen Normalenvektor erhältst du aus den beiden Richtungsvektoren von \(E_1\)? - Welche Normalenrichtung besitzt \(E_2\) aufgrund seiner Koordinatenform? - Welcher Punkt von \(E_1\) eignet sich für eine direkte Punktprobe in \(E_2\)?

Lösung

1. Das Kreuzprodukt der beiden Richtungsvektoren von \(E_1\) ist \(\vec{n}_1=\begin{pmatrix}-3\\-1\\2\end{pmatrix}\). 2. Aus der Koordinatenform von \(E_2\) liest man denselben Normalenvektor ab. Die Ebenen sind daher parallel oder identisch. 3. Der Stützpunkt \(P(4|1|-2)\) von \(E_1\) erfüllt die Koordinatenform von \(E_2\), denn \(-3\cdot4-1+2(-2)=-17\). 4. Somit besitzen die parallelen Ebenen einen gemeinsamen Punkt und sind identisch.

Antwort

\(E_1\) und \(E_2\) sind identisch.
43068813
Die Ebene \(E\) wird durch die Punkte \(A(1|0|2)\), \(B(3|1|0)\) und \(C(0|2|2)\) bestimmt. Untersuche, ob \(E\) mit \(F:2x_1+x_2+2{,}5x_3=7\) identisch ist.

Denkanstöße

- Welche zwei Richtungsvektoren erhältst du aus den drei Punkten von \(E\)? - Wie kannst du daraus einen Normalenvektor von \(E\) bestimmen? - Welche Beziehung der Normalenvektoren zeigt zunächst Parallelität? - Welche Punktprobe entscheidet anschließend, ob die Ebenen identisch sind?

Lösung

1. Zwei Richtungsvektoren von \(E\) sind \(\overrightarrow{AB}=\begin{pmatrix}2\\1\\-2\end{pmatrix}\) und \(\overrightarrow{AC}=\begin{pmatrix}-1\\2\\0\end{pmatrix}\). 2. Ihr Kreuzprodukt ist \(\vec{n}_E=\begin{pmatrix}4\\2\\5\end{pmatrix}\). 3. Ein Normalenvektor von \(F\) ist \(\vec{n}_F=\begin{pmatrix}2\\1\\2{,}5\end{pmatrix}\). Es gilt \(\vec{n}_E=2\vec{n}_F\), also sind die Ebenen parallel oder identisch. 4. Der Punkt \(A\) erfüllt \(F\), denn \(2\cdot1+0+2{,}5\cdot2=7\). Damit besitzen die parallelen Ebenen einen gemeinsamen Punkt und sind identisch.

Antwort

Ja. \(E\) und \(F\) sind identisch.
43081813
Gegeben ist die Ebene \(E:x_1-2x_2+2x_3=12\). a) Bestimme die drei Spurpunkte von \(E\). b) Gib eine Parameterform von \(E\) an, die diese Spurpunkte verwendet. c) Eine weitere Ebene ist gegeben durch \(F:\vec{x}=\begin{pmatrix}1\\1\\1\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}2\\1\\0\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\1\\1\end{pmatrix}\). Bestimme eine Koordinatenform von \(F\) und untersuche die gegenseitige Lage von \(E\) und \(F\).

Denkanstöße

- Welche zwei Koordinaten setzt du für einen Spurpunkt auf einer Koordinatenachse null? - Welche zwei Verbindungsvektoren der Spurpunkte können als Richtungsvektoren der Parameterform dienen? - Wie erhältst du aus den beiden Richtungsvektoren von \(F\) einen Normalenvektor? - Was musst du zusätzlich zu kollinearen Normalenvektoren prüfen, um identische von echt parallelen Ebenen zu unterscheiden?

Lösung

1. Durch Nullsetzen von jeweils zwei Koordinaten erhält man \(S_1(12|0|0)\), \(S_2(0|-6|0)\) und \(S_3(0|0|6)\). 2. Mit \(S_3\) als Stützpunkt sind zwei Richtungsvektoren \(\overrightarrow{S_3S_1}=\begin{pmatrix}12\\0\\-6\end{pmatrix}\) und \(\overrightarrow{S_3S_2}=\begin{pmatrix}0\\-6\\-6\end{pmatrix}\). Damit ist zum Beispiel \(E:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\0\\6\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}12\\0\\-6\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\-6\\-6\end{pmatrix}\). 3. Für \(F\) ist ein Normalenvektor das Kreuzprodukt der beiden Richtungsvektoren: \(\vec{n}_F=\begin{pmatrix}1\\-2\\2\end{pmatrix}\). Mit dem Stützpunkt \((1|1|1)\) folgt \(F:x_1-2x_2+2x_3=1\). 4. \(E\) und \(F\) besitzen kollineare Normalenvektoren, aber die Koordinatenformen sind keine Vielfachen derselben Gleichung. Daher sind die Ebenen echt parallel.

Antwort

a) \(S_1(12|0|0)\), \(S_2(0|-6|0)\), \(S_3(0|0|6)\) b) Zum Beispiel \(E:\vec{x}=\begin{pmatrix}0\\0\\6\end{pmatrix}+r\begin{pmatrix}12\\0\\-6\end{pmatrix}+s\begin{pmatrix}0\\-6\\-6\end{pmatrix}\) c) \(F:x_1-2x_2+2x_3=1\); \(E\) und \(F\) sind echt parallel.
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Zu den Ebenen \(E: x_1+2x_2-x_3=4\) und \(F: 2x_1+4x_2-2x_3=10\) sagt Nika: „Die Normalenvektoren sind proportional. Also sind die Ebenen identisch.“ Prüfe Nikas Schluss, erkläre den Denkfehler und gib die korrekte Lagebeziehung an.

Denkanstöße

- Was folgt aus proportionalen Normalenvektoren sicher, und welche zwei Fälle bleiben danach noch möglich? - Vergleiche nicht nur die Koeffizienten links, sondern auch die rechte Seite bei derselben Skalierung. - Welche zusätzliche Prüfung unterscheidet identische von echt parallelen Ebenen?

Lösung

1. Die Normalenvektoren \(\begin{pmatrix}1\\2\\-1\end{pmatrix}\) und \(\begin{pmatrix}2\\4\\-2\end{pmatrix}\) sind tatsächlich proportional. Damit sind die Ebenen entweder identisch oder echt parallel. 2. Für identische Ebenen müsste beim Verdoppeln der ersten Gleichung auch die rechte Seite von \(4\) auf \(8\) verdoppelt werden. Die zweite Ebene hat jedoch die rechte Seite \(10\). 3. Daher sind die Ebenen nicht identisch, sondern echt parallel. 4. Nikas Fehler besteht darin, aus parallelen Normalen unmittelbar auf Identität zu schließen, ohne die Lage der Ebenen selbst zu prüfen.

Antwort

Nikas Schluss ist falsch. Die Ebenen sind echt parallel, nicht identisch. Proportionale Normalen zeigen nur gleiche Orientierung; zusätzlich muss geprüft werden, ob beide Gleichungen dieselbe Punktmenge beschreiben.
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Gegeben sind zwei Ebenen. \(E_1\) verläuft durch \(A(2|0|4)\), \(B(0|2|4)\) und \(C(4|4|1)\). Die Ebene \(E_2\) enthält die parallelen Geraden \(g_1:\vec{x}=\begin{pmatrix}1\\1\\1\end{pmatrix}+\lambda\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\) und \(g_2:\vec{x}=\begin{pmatrix}1\\2\\2\end{pmatrix}+\nu\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\). a) Bestimme je eine Koordinatenform von \(E_1\) und \(E_2\). b) Zeige rechnerisch, dass \(E_1\) und \(E_2\) orthogonal sind. c) Bestimme eine Normalenform der Ebene \(E_3\), die zu \(E_1\) und \(E_2\) orthogonal ist und \(P(5|0|0)\) enthält.

Denkanstöße

- Welche zwei Richtungsvektoren kannst du für eine Ebene durch drei Punkte beziehungsweise zwei parallele Geraden bestimmen? - Wie erhältst du daraus jeweils einen Normalenvektor und anschließend eine Koordinatenform? - Welche Skalarproduktbedingung zeigt Orthogonalität zweier Ebenen? - Welche Richtung muss ein Normalenvektor von \(E_3\) relativ zu beiden gegebenen Normalenvektoren besitzen?

Lösung

1. Für \(E_1\) sind \(\overrightarrow{AB}=\begin{pmatrix}-2\\2\\0\end{pmatrix}\) und \(\overrightarrow{AC}=\begin{pmatrix}2\\4\\-3\end{pmatrix}\) Richtungsvektoren. Ein Normalenvektor ist zum Beispiel \(\vec{n}_1=\begin{pmatrix}1\\1\\2\end{pmatrix}\). Mit \(A\) folgt \(E_1:x_1+x_2+2x_3=10\). 2. Für \(E_2\) kann neben der gemeinsamen Geradenrichtung \(\begin{pmatrix}1\\0\\1\end{pmatrix}\) der Verbindungsvektor der beiden Stützpunkte \(\begin{pmatrix}0\\1\\1\end{pmatrix}\) verwendet werden. Ein Normalenvektor ist \(\vec{n}_2=\begin{pmatrix}1\\1\\-1\end{pmatrix}\). Mit \((1|1|1)\) folgt \(E_2:x_1+x_2-x_3=1\). 3. Es gilt \(\vec{n}_1\cdot\vec{n}_2=1+1-2=0\). Daher stehen \(E_1\) und \(E_2\) orthogonal aufeinander. 4. Ein Normalenvektor von \(E_3\) muss zu \(\vec{n}_1\) und \(\vec{n}_2\) orthogonal sein. Das Kreuzprodukt liefert zum Beispiel \(\vec{n}_3=\begin{pmatrix}1\\-1\\0\end{pmatrix}\). 5. Mit \(P(5|0|0)\) erhält man die Normalenform \(E_3:\left(\vec{x}-\begin{pmatrix}5\\0\\0\end{pmatrix}\right)\cdot\begin{pmatrix}1\\-1\\0\end{pmatrix}=0\).

Antwort

a) \(E_1:x_1+x_2+2x_3=10\); \(E_2:x_1+x_2-x_3=1\) b) \(\vec{n}_1\cdot\vec{n}_2=0\), also \(E_1\perp E_2\). c) \(E_3:\left(\vec{x}-\begin{pmatrix}5\\0\\0\end{pmatrix}\right)\cdot\begin{pmatrix}1\\-1\\0\end{pmatrix}=0\)
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Gegeben ist die Gleichung einer Ebene \(E_1: 2x_1 - x_2 + 3x_3 = 6\). Gesucht ist eine weitere Gleichung \(E_2\), um ein System aus zwei Gleichungen mit drei Variablen zu bilden. a) Wie muss \(E_2\) gewählt werden, damit die Lösungsmenge eine Ebene ist? Gib eine mögliche Gleichung für \(E_2\) und die resultierende Lösungsmenge \(L\) in Parameterform an. b) Wie muss \(E_2\) gewählt werden, damit das System keine Lösung besitzt? Gib eine mögliche Gleichung für \(E_2\) an. c) Wie muss \(E_2\) gewählt werden, damit die Lösungsmenge eine Gerade ist, welche den Punkt \(P(3 | 0 | 0)\) enthält? Gib eine mögliche Gleichung für \(E_2\) an.

Denkanstöße

- Wann sind zwei Ebenen identisch, wann parallel und wann schneiden sie sich? - Welche Rolle spielen die Koeffizienten vor den Variablen im Vergleich zum Ergebnis hinter dem Gleichheitszeichen? - Wie viele freie Parameter hat die Lösung eines Systems mit zwei Gleichungen und drei Variablen im Normalfall? - Für Teilaufgabe c): Wie prüfst du, ob ein Punkt auf einer Ebene liegt?

Lösung

1. Für Teilaufgabe a) muss \(E_2\) ein Vielfaches von \(E_1\) sein, sodass beide Gleichungen dieselbe Ebene beschreiben. Sei \(E_2: 4x_1 - 2x_2 + 6x_3 = 12\). Die Lösungsmenge entspricht \(E_1\). Setze \(x_2 = s\) und \(x_3 = t\). Dann ist \(2x_1 = 6 + s - 3t\), also \(x_1 = 3 + 0{,}5s - 1{,}5t\). \(L = \left\{ \vec{x} = \begin{pmatrix} 3 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0{,}5 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} -1{,}5 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix} \mid s, t \in \mathbb{R} \right\}\). 2. Für Teilaufgabe b) müssen die Ebenen parallel, aber nicht identisch sein. Die Koeffizienten der linken Seite müssen proportional sein, die rechte Seite darf nicht im selben Verhältnis stehen. Beispiel: \(E_2: 2x_1 - x_2 + 3x_3 = 10\). 3. Für Teilaufgabe c) muss \(E_2\) den Punkt \(P(3 | 0 | 0)\) enthalten und darf nicht parallel zu \(E_1\) sein. Einsetzen von \(P\) in \(E_1\): \(2 \cdot 3 - 0 + 3 \cdot 0 = 6\). Wähle zum Beispiel \(E_2: x_2 = 0\). Der Punkt \(P\) liegt auch auf \(E_2\). Die Normalenvektoren \(\vec{n}_1 = \begin{pmatrix} 2 \\ -1 \\ 3 \end{pmatrix}\) und \(\vec{n}_2 = \begin{pmatrix} 0 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix}\) sind keine Vielfachen, daher schneiden sich die Ebenen in einer Geraden durch \(P\).

Antwort

Mögliche Lösungen: a) \(E_2: 4x_1 - 2x_2 + 6x_3 = 12\); \(L = \left\{ \begin{pmatrix} 3 \\ 0 \\ 0 \end{pmatrix} + s \cdot \begin{pmatrix} 0{,}5 \\ 1 \\ 0 \end{pmatrix} + t \cdot \begin{pmatrix} -1{,}5 \\ 0 \\ 1 \end{pmatrix} \mid s, t \in \mathbb{R} \right\}\) b) \(E_2: 2x_1 - x_2 + 3x_3 = 10\) c) \(E_2: x_2 = 0\)
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Gegeben sind die Ebene \(E:x_3=0\), die Gerade \(g:\vec{x}=t\begin{pmatrix}1\\0\\0\end{pmatrix}\) und der Punkt \(P(0|1|1)\). Konstruiere eine Ebene \(F\), für die gleichzeitig \(E\cap F=g\) und \(P\in F\) gilt. Gib \(F\) in Koordinatenform an und begründe, warum die Schnittmenge mit \(E\) genau \(g\) ist. Beurteile anschließend, ob \(2x_2-2x_3=0\) eine andere passende Ebene beschreibt.

Denkanstöße

- Welche zwei voneinander unabhängigen Richtungen muss die gesuchte Ebene enthalten? - Wie kannst du aus der Geraden \(g\) und dem zusätzlichen Punkt \(P\) einen zweiten Richtungsvektor gewinnen? - Was muss beim gemeinsamen Lösen der beiden Ebenengleichungen als freie Richtung übrig bleiben? - Wann beschreiben zwei Koordinatenformen trotz verschiedener Koeffizienten dieselbe Ebene?

Lösung

1. Die Ebene \(F\) muss die Gerade \(g\) enthalten. Damit ist \(\begin{pmatrix}1\\0\\0\end{pmatrix}\) ein Richtungsvektor von \(F\). 2. Außerdem soll \(P\in F\) gelten. Vom Ursprung auf \(g\) zum Punkt \(P\) erhält man den zweiten Richtungsvektor \(\begin{pmatrix}0\\1\\1\end{pmatrix}\). 3. Ein Normalenvektor zu beiden Richtungsvektoren ist \(\begin{pmatrix}0\\-1\\1\end{pmatrix}\). Da \(F\) durch den Ursprung verläuft, ist eine Koordinatenform \(-x_2+x_3=0\), äquivalent also \(x_2-x_3=0\). 4. Zusammen mit \(E:x_3=0\) folgt \(x_2=0\). Frei bleibt nur \(x_1\), also ist die gemeinsame Punktmenge genau \(g\). 5. Die Gleichung \(2x_2-2x_3=0\) ist das Zweifache der gefundenen Koordinatenform und beschreibt daher dieselbe Ebene \(F\).

Antwort

Eine passende Ebene ist \(F:x_2-x_3=0\). Mit \(E:x_3=0\) folgt \(x_2=0\), also \(E\cap F=g\). \(2x_2-2x_3=0\) beschreibt keine andere Ebene, sondern dieselbe Ebene \(F\).

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