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Mathe-Arbeitsblätter Klasse 11

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Definitionslücken und Polstellen

Lernziele

  • Bestimmt Definitionslücken gebrochen-rationaler Funktionen.
  • Unterscheidet Polstellen und hebbare Definitionslücken.
  • Vergleicht Zähler- und Nennervielfachheiten an Definitionslücken.
  • Bestimmt einseitiges Verhalten an Polstellen.
  • Unterscheidet Polstellen mit und ohne Vorzeichenwechsel.
  • Untersucht parameterabhängige Definitionslücken.

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55180611
Gegeben ist die gebrochen-rationale Funktion \(f(x)=\frac{5}{x-3}\). Welcher Wert gehört nicht zur maximalen Definitionsmenge von \(f\)?

Denkanstöße

- Eine gebrochen-rationale Funktion ist dort nicht definiert, wo ihr Nenner null wird. - Setze den Nenner gleich null.

Lösung

1. Der Nenner wird für \(x=3\) null. Deshalb ist genau dieser Wert ausgeschlossen.

Antwort

\(x=3\)
55180711
Bei \(g(x)=\frac{2}{(x+4)^2}\) liegt bei \(x=-4\) eine Polstelle. Entscheide: Wechselt der Graph an dieser Polstelle das Vorzeichen?

Denkanstöße

- Achte auf die Vielfachheit des Nennerfaktors an der Polstelle. - Überlege, was eine gerade Potenz mit dem Vorzeichen eines Faktors macht.

Lösung

1. Der Nennerfaktor \((x+4)\) tritt mit der geraden Vielfachheit \(2\) auf. Daher liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

Nein. Die Polstelle bei \(x=-4\) hat keinen Vorzeichenwechsel.
55676711
Die gestrichelte Gerade in der Abbildung ist eine senkrechte Asymptote des Graphen von \(f\). a) Gib die Polstelle an. b) Beschreibe das Verhalten von \(f(x)\) für \(x\to 2^-\) und \(x\to 2^+\). c) Entscheide, ob an der Polstelle ein Vorzeichenwechsel auftritt.
Abbildung zur Aufgabe 556767

Denkanstöße

- Lies zuerst die \(x\)-Koordinate der gestrichelten senkrechten Geraden ab. - Beobachte getrennt, wohin der linke und der rechte Ast nahe dieser Geraden verlaufen. - Vergleiche anschließend die Vorzeichen der Funktionswerte links und rechts der Polstelle.

Lösung

1. Die gestrichelte senkrechte Asymptote liegt bei \(x=2\). Daher ist \(x=2\) die Polstelle. 2. Beide Äste steigen beim Annähern an \(x=2\) nach oben. Deshalb gilt \(\lim_{x\to 2^-}f(x)=+\infty\) und \(\lim_{x\to 2^+}f(x)=+\infty\). 3. Auf beiden Seiten der Polstelle sind die Funktionswerte positiv. Daher tritt kein Vorzeichenwechsel auf.

Antwort

a) \(x=2\) b) \(\lim_{x\to 2^-}f(x)=+\infty\) und \(\lim_{x\to 2^+}f(x)=+\infty\) c) Kein Vorzeichenwechsel.
55676811
Gegeben ist \(f(x)=\frac{1}{x-3}\). Bestimme die beiden einseitigen Grenzwerte an der Polstelle \(x=3\).

Denkanstöße

- Untersuche das Vorzeichen von \(x-3\) einmal für Werte knapp kleiner und einmal für Werte knapp größer als \(3\). - Überlege, was mit dem Betrag von \(\frac{1}{x-3}\) passiert, wenn der Nenner gegen \(0\) geht. - Verbinde das Vorzeichen des Nenners mit dem Vorzeichen des unendlich großen Funktionswerts.

Lösung

1. Für \(x<3\) ist \(x-3<0\). Beim Annähern an \(3\) von links wird der Nenner negativ und betragsmäßig sehr klein. Daher gilt \(\lim_{x\to 3^-}f(x)=-\infty\). 2. Für \(x>3\) ist \(x-3>0\). Beim Annähern an \(3\) von rechts wird der Nenner positiv und betragsmäßig sehr klein. Daher gilt \(\lim_{x\to 3^+}f(x)=+\infty\).

Antwort

\(\lim_{x\to 3^-}f(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to 3^+}f(x)=+\infty\)
42187211
Betrachte die Schar gebrochen-rationaler Funktionen \(g_c(x)=\frac{1}{x^2+c}\) mit \(c\in\mathbb{R}\). Bestimme alle Werte von \(c\), für die \(D_{g_c}=\mathbb{R}\) gilt.

Denkanstöße

- Welche Bedingung muss der Nenner erfüllen, damit die Definitionsmenge ganz \(\mathbb{R}\) ist? - Untersuche, wann die Gleichung \(x^2+c=0\) reelle Lösungen besitzt. - Vergleiche dafür die Fälle \(c>0\), \(c=0\) und \(c<0\).

Lösung

1. Damit \(D_{g_c}=\mathbb{R}\) gilt, darf der Nenner \(x^2+c\) keine reelle Nullstelle besitzen. 2. Die Gleichung \(x^2+c=0\) ist gleichbedeutend mit \(x^2=-c\). 3. Für \(c>0\) ist \(-c<0\). Da \(x^2\ge0\) für alle reellen \(x\) gilt, gibt es dann keine reelle Lösung. 4. Für \(c=0\) ist \(x=0\) eine Nennernullstelle; für \(c<0\) sind \(x=\pm\sqrt{-c}\) Nennernullstellen. Daher gilt genau für \(c>0\): \(D_{g_c}=\mathbb{R}\).

Antwort

\(c>0\)
42191211
Betrachte die gebrochen-rationale Funktion \(g: x \mapsto \frac{2x - 1}{x^2 + 2x}\). Gib die maximale Definitionsmenge \(D_g\) an und bestimme die Gleichungen aller senkrechten Asymptoten des Graphen von \(g\).

Denkanstöße

- Welche Werte für \(x\) führen dazu, dass man durch Null teilen müsste? - Wie findet man die Nullstellen eines quadratischen Terms am einfachsten, wenn kein konstantes Glied vorhanden ist? - Wann genau wird eine Definitionslücke zu einer senkrechten Asymptote? - Prüfe, ob der Zähler an den kritischen Stellen ebenfalls null wird.

Lösung

1. Bestimmung der Definitionslücken: Der Nenner \(x^2 + 2x = x(x + 2)\) besitzt die Nullstellen \(x_1 = 0\) und \(x_2 = -2\). Daher ist \(D_g = \mathbb{R} \setminus \{-2; 0\}\). 2. Prüfung auf Polstellen: Der Zähler \(2x - 1\) ist für \(x = 0\) gleich \(-1\) und für \(x = -2\) gleich \(-5\). Da der Zähler an den Nullstellen des Nenners ungleich null ist, handelt es sich bei beiden Stellen um Polstellen. 3. Bestimmung der Asymptoten: Jede Polstelle einer gebrochen-rationalen Funktion entspricht einer senkrechten Asymptote. Die Gleichungen lauten somit \(x = -2\) und \(x = 0\).

Antwort

\(D_g = \mathbb{R} \setminus \{-2; 0\}\) Senkrechte Asymptoten: \(x = -2\) und \(x = 0\).
42196511
Bestimme für die folgenden Funktionen alle Polstellen und gib jeweils an, ob es sich um eine Polstelle mit oder ohne Vorzeichenwechsel handelt. a) \(f(x)=\frac{x+4}{(x-1)^2}\) b) \(g(x)=\frac{5}{x^2-4x}\) c) \(h(x)=\frac{x-2}{(x+3)^2}\)

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Nullstellen des jeweiligen Nenners. - Prüfe an jeder Nennernullstelle, ob der Zähler dort ungleich null ist. - Achte darauf, ob der zugehörige Nennerfaktor mit gerader oder ungerader Vielfachheit vorkommt.

Lösung

1. Bei \(f\) hat der Nenner bei \(x=1\) eine Nullstelle der Vielfachheit \(2\). Der Zähler ist dort ungleich null. Daher liegt bei \(x=1\) eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor. 2. Bei \(g\) gilt \(x^2-4x=x(x-4)\). Die Nennernullstellen \(x=0\) und \(x=4\) sind jeweils einfach, während der Zähler konstant \(5\) ist. Daher liegen bei \(x=0\) und \(x=4\) Polstellen mit Vorzeichenwechsel vor. 3. Bei \(h\) hat der Nenner bei \(x=-3\) eine Nullstelle der Vielfachheit \(2\). Für den Zähler gilt \(-3-2=-5\neq0\). Daher liegt bei \(x=-3\) eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

a) \(x=1\): Polstelle ohne Vorzeichenwechsel b) \(x=0\) und \(x=4\): Polstellen mit Vorzeichenwechsel c) \(x=-3\): Polstelle ohne Vorzeichenwechsel
42290411
Untersuche das Verhalten der Funktionen an den angegebenen Stellen, indem du die einseitigen Grenzwerte bestimmst. a) \(\lim_{x\to1^-}\frac{x+2}{x-1}\) b) \(\lim_{x\to-2^+}\frac{3}{x+2}\)

Denkanstöße

- Achte jeweils darauf, von welcher Seite sich \(x\) der kritischen Stelle nähert. - Bestimme das Vorzeichen von Zähler und Nenner unmittelbar auf dieser Seite. - Überlege, was mit einem Bruch geschieht, wenn der Nenner mit festem Vorzeichen gegen \(0\) strebt.

Lösung

1. Für \(x\to1^-\) nähert sich der Zähler \(x+2\) dem positiven Wert \(3\), während \(x-1\) negativ bleibt und gegen \(0\) strebt. Daher gilt \(\frac{x+2}{x-1}\to-\infty\). 2. Für \(x\to-2^+\) bleibt der Zähler positiv, während \(x+2\) positiv ist und gegen \(0\) strebt. Daher gilt \(\frac{3}{x+2}\to+\infty\).

Antwort

a) \(\lim_{x\to1^-}\frac{x+2}{x-1}=-\infty\) b) \(\lim_{x\to-2^+}\frac{3}{x+2}=+\infty\)
43005511
Vergleiche die beiden Funktionen \(f_1(x)=\frac{1}{x-5}\) und \(f_2(x)=\frac{1}{(x-5)^2}\). Bestimme für beide Funktionen die einseitigen Grenzwerte an der Polstelle \(x=5\) und entscheide jeweils, ob dort ein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Denkanstöße

- Vergleiche das Vorzeichen der jeweiligen Nenner direkt links und rechts von \(x=5\). - Überlege, welchen Unterschied ein einfacher und ein quadrierter Nennerfaktor macht. - Ein Vorzeichenwechsel liegt nur vor, wenn die Funktionswerte auf den beiden Seiten unterschiedliche Vorzeichen haben.

Lösung

1. Für \(f_1\) ist \(x-5\) links von \(5\) negativ und rechts von \(5\) positiv. Daher gilt \(\lim_{x\to5^-}f_1(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to5^+}f_1(x)=+\infty\). Es liegt eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor. 2. Für \(f_2\) ist \((x-5)^2\) auf beiden Seiten von \(5\) positiv. Daher gilt \(\lim_{x\to5^-}f_2(x)=+\infty\) und \(\lim_{x\to5^+}f_2(x)=+\infty\). Es liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

\(f_1\): links \(-\infty\), rechts \(+\infty\); Polstelle mit Vorzeichenwechsel. \(f_2\): links \(+\infty\), rechts \(+\infty\); Polstelle ohne Vorzeichenwechsel.
43005611
Betrachte die Funktionen \(g_1(x)=\frac{-2}{x+1}\) und \(g_2(x)=\frac{-2}{(x+1)^2}\). Bestimme jeweils den linksseitigen Grenzwert für \(x\to-1^-\). Begründe dabei, wie die Potenz im Nenner und der negative Zähler das Vorzeichen beeinflussen.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst das Vorzeichen von \(x+1\), wenn \(x\) etwas kleiner als \(-1\) ist. - Vergleiche danach den einfachen Nennerfaktor mit seinem Quadrat. - Berücksichtige zuletzt das Vorzeichen des konstanten Zählers.

Lösung

1. Für \(x\to-1^-\) ist \(x+1\) negativ. Daher ist bei \(g_1\) auch der Nenner negativ. Der Quotient aus dem negativen Zähler und dem negativen Nenner ist positiv, also \(\lim_{x\to-1^-}g_1(x)=+\infty\). 2. Bei \(g_2\) ist \((x+1)^2\) positiv. Mit dem negativen Zähler bleibt der Quotient negativ, also \(\lim_{x\to-1^-}g_2(x)=-\infty\).

Antwort

\(\lim_{x\to-1^-}g_1(x)=+\infty\) \(\lim_{x\to-1^-}g_2(x)=-\infty\)
43006111
Bestimme die Polstelle der Funktion \(f(x)=\frac{x+5}{(x-3)^2}\). Entscheide, ob der Graph an der Polstelle das Vorzeichen wechselt, und begründe deine Entscheidung.

Denkanstöße

- Suche die Nullstelle des Nenners und prüfe den Zähler an derselben Stelle. - Welche Vielfachheit besitzt der Nennerfaktor? - Überlege, ob ein Quadrat links und rechts seiner Nullstelle unterschiedliche Vorzeichen annehmen kann.

Lösung

1. Der Nenner wird bei \(x=3\) null. Der Zähler hat dort den Wert \(8\) und ist daher ungleich null. Somit liegt bei \(x=3\) eine Polstelle vor. 2. Der Nennerfaktor \((x-3)\) besitzt die gerade Vielfachheit \(2\). Deshalb hat der Nenner auf beiden Seiten der Polstelle dasselbe Vorzeichen. 3. Folglich liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

Bei \(x=3\) liegt eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.
43006211
Untersuche die Funktion \(g(x)=\frac{1}{x^2-1}\) auf Polstellen. Entscheide für jede Polstelle, ob ein Vorzeichenwechsel vorliegt.

Denkanstöße

- Faktorisiere den Nenner als Differenz zweier Quadrate. - Prüfe, ob der Zähler an einer Nennernullstelle ebenfalls null werden kann. - Welche Vielfachheit besitzen die beiden linearen Nennerfaktoren?

Lösung

1. Es gilt \(x^2-1=(x-1)(x+1)\). Damit sind \(x=1\) und \(x=-1\) die Nennernullstellen. 2. Der Zähler ist konstant \(1\), also liegen an beiden Stellen Polstellen vor. 3. Beide Nennerfaktoren treten mit der ungeraden Vielfachheit \(1\) auf. Deshalb wechselt der Graph an beiden Polstellen das Vorzeichen.

Antwort

Polstellen: \(x=-1\) und \(x=1\). An beiden liegt ein Vorzeichenwechsel vor.
43498711
Die Abbildung zeigt den Graphen einer Funktion \(g\), die an der Stelle \(x_0=2\) eine Definitionslücke besitzt. Die senkrechte gestrichelte Linie markiert die Asymptote. Entscheide anhand des Graphen, ob der Grenzwert \(\lim_{x\to2}g(x)\) existiert. Begründe deine Antwort durch die Beschreibung des Verhaltens der Funktionswerte in der unmittelbaren Nähe der Lücke.
Abbildung zur Aufgabe 434987

Denkanstöße

- Untersuche das Verhalten links und rechts von \(x=2\) getrennt. - Vergleiche die beiden einseitigen Grenzwerte. - Überlege, welche Bedingung erfüllt sein muss, damit ein zweiseitiger Grenzwert existiert.

Lösung

1. Für \(x\to2^-\) fallen die Funktionswerte unbegrenzt; der linksseitige Grenzwert ist \(-\infty\). 2. Für \(x\to2^+\) steigen die Funktionswerte unbegrenzt; der rechtsseitige Grenzwert ist \(+\infty\). 3. Ein zweiseitiger Grenzwert existiert nur, wenn die beiden einseitigen Grenzwerte übereinstimmen. Hier haben sie verschiedene Vorzeichen. Daher existiert \(\lim_{x\to2}g(x)\) nicht.

Antwort

Der Grenzwert an der Stelle \(x_0=2\) existiert nicht. Es gilt \(\lim_{x\to2^-}g(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to2^+}g(x)=+\infty\); bei \(x=2\) liegt eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor.
55180511
Die Graphen A und B gehören zu den Funktionen \(r_1(x)=\frac{1}{x-1}\) und \(r_2(x)=\frac{1}{(x+2)^2}\). a) Lies bei jedem Graphen die Definitionslücke ab. b) Entscheide jeweils, ob dort eine Polstelle mit oder ohne Vorzeichenwechsel vorliegt. c) Ordne die beiden Funktionsterme den Graphen A und B zu und begründe die Zuordnung mithilfe des Verhaltens links und rechts der Polstelle.
Abbildung zur Aufgabe 551805

Denkanstöße

- Suche bei jedem Graphen die \(x\)-Stelle, an der die Funktionswerte betragsmäßig sehr groß werden. - Vergleiche die Vorzeichen der Funktionswerte unmittelbar links und rechts dieser Stelle. - Überlege, wie eine gerade oder ungerade Vielfachheit des Nennerfaktors das Vorzeichenverhalten beeinflusst.

Lösung

1. Graph A hat die Definitionslücke \(x=1\). Graph B hat die Definitionslücke \(x=-2\). 2. Bei Graph A liegen die beiden Äste auf verschiedenen Seiten der \(x\)-Achse. Deshalb liegt bei \(x=1\) eine Polstelle mit Vorzeichenwechsel vor. Bei Graph B sind die Funktionswerte auf beiden Seiten der Polstelle positiv. Deshalb liegt bei \(x=-2\) eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor. 3. Graph A gehört zu \(r_1(x)=\frac{1}{x-1}\), weil der Nennerfaktor \((x-1)\) einfach vorkommt. Graph B gehört zu \(r_2(x)=\frac{1}{(x+2)^2}\), weil der Nennerfaktor \((x+2)\) die gerade Vielfachheit \(2\) besitzt.

Antwort

a) Graph A: \(x=1\); Graph B: \(x=-2\) b) Graph A: Polstelle mit Vorzeichenwechsel; Graph B: Polstelle ohne Vorzeichenwechsel c) Graph A gehört zu \(r_1(x)=\frac{1}{x-1}\), weil die Funktionswerte links und rechts der Polstelle verschiedene Vorzeichen haben. Graph B gehört zu \(r_2(x)=\frac{1}{(x+2)^2}\), weil die Funktionswerte auf beiden Seiten der Polstelle positiv sind.
55677011
In einer kleinen Werkstatt betragen die durchschnittlichen Kosten pro Bauteil bei \(x\) hergestellten Bauteilen \(k(x)=\frac{600+15x}{x}\) Euro. a) Untersuche den Term als Funktion über \(\mathbb{R}\). Bestimme die maximale Definitionsmenge und die Polstelle. b) Welche Werte für \(x\) sind im Sachzusammenhang sinnvoll? Begründe kurz.

Denkanstöße

- Für Teil a) prüfe zuerst, wann der Nenner null wird. - Welche Art von Zahlen kann die Anzahl hergestellter Bauteile beschreiben? - Kann man Durchschnittskosten pro Bauteil angeben, wenn kein Bauteil hergestellt wurde?

Lösung

1. Der Nenner wird bei \(x=0\) null, während der Zähler dort den Wert \(600\) hat. Daher ist die maximale Definitionsmenge \(\mathbb{R}\setminus\{0\}\), und bei \(x=0\) liegt eine Polstelle vor. 2. \(x\) zählt hergestellte Bauteile. Sinnvoll sind deshalb nur positive ganze Zahlen \(1,2,3,\ldots\). Bei \(x=0\) gibt es kein Bauteil, auf das Durchschnittskosten bezogen werden könnten.

Antwort

a) \(D=\mathbb{R}\setminus\{0\}\); Polstelle bei \(x=0\) b) Im Sachzusammenhang sind \(x=1,2,3,\ldots\) sinnvoll, weil \(x\) die Anzahl hergestellter Bauteile zählt. \(x=0\) ist nicht sinnvoll, weil dann keine Durchschnittskosten pro Bauteil gebildet werden können.
55816711
Untersuche \(h(x)=\frac{(x-1)^2(x+4)}{(x-1)(x+2)^2}\). a) Kürze den Funktionsterm so weit wie möglich. b) Welche Werte sind im ursprünglichen Funktionsterm ausgeschlossen? c) Ordne die ausgeschlossenen Stellen als hebbare Definitionslücke oder Polstelle ein. Gib bei der Polstelle an, ob ein Vorzeichenwechsel auftritt.

Denkanstöße

- Vergleiche die Vielfachheiten gleicher Faktoren in Zähler und Nenner. - Die Nullstellen des ursprünglichen Nenners bleiben ausgeschlossen. - Für den Vorzeichenwechsel ist die Vielfachheit des verbleibenden Nennerfaktors wichtig.

Lösung

1. Ein Faktor \(x-1\) kann gekürzt werden. Für erlaubte Werte gilt \(h(x)=\frac{(x-1)(x+4)}{(x+2)^2}\). 2. Aus dem ursprünglichen Nenner bleiben \(x=1\) und \(x=-2\) ausgeschlossen. 3. Bei \(x=1\) ist der gekürzte Term endlich. Dort liegt eine hebbare Definitionslücke vor. Bei \(x=-2\) bleibt der Nennerfaktor quadratisch. Deshalb liegt dort eine Polstelle ohne Vorzeichenwechsel vor.

Antwort

a) \(h(x)=\frac{(x-1)(x+4)}{(x+2)^2}\) für \(x\neq1,-2\) b) \(x=1\) und \(x=-2\) c) Hebbare Definitionslücke bei \(x=1\); Polstelle ohne Vorzeichenwechsel bei \(x=-2\)
42198911
Gegeben ist die Funktionenschar \(f_k\) mit \(f_k(x) = \frac{6}{x^2 - 2k}\) und \(k \in \mathbb{R}\). a) Bestimme die Definitionsmenge von \(f_k\) in Abhängigkeit vom Parameter \(k\). Führe hierzu eine Fallunterscheidung für \(k > 0\), \(k = 0\) und \(k < 0\) durch. b) Gib für den Fall \(k = 8\) die Gleichungen der senkrechten Asymptoten des Graphen von \(f_k\) an. c) Bestimme die Anzahl der Polstellen von \(f_k\) für die drei Fälle aus Teilaufgabe a).

Denkanstöße

- Wann wird der Nenner eines Bruchs null? - Überlege dir, welchen Einfluss das Vorzeichen von \(k\) auf die Gleichung \(x^2 = 2k\) hat. - Erinnere dich daran, dass senkrechte Asymptoten an den Stellen auftreten, an denen der Nenner eine Nullstelle hat (und der Zähler nicht). - Wie viele Lösungen kann eine Gleichung der Form \(x^2 = c\) in Abhängigkeit von \(c\) haben?

Lösung

1. Fallunterscheidung für die Definitionsmenge: - Für \(k < 0\) ist \(-2k > 0\). Da \(x^2 \geq 0\), ist der Nenner \(x^2 - 2k\) für alle \(x \in \mathbb{R}\) stets positiv und hat keine Nullstellen. Somit gilt \(D_{f_k} = \mathbb{R}\). - Für \(k = 0\) lautet der Nenner \(x^2\). Die einzige Nullstelle ist \(x = 0\). Somit gilt \(D_{f_0} = \mathbb{R} \setminus \{0\}\). - Für \(k > 0\) hat der Nenner \(x^2 - 2k\) zwei Nullstellen bei \(x = \pm \sqrt{2k}\). Somit gilt \(D_{f_k} = \mathbb{R} \setminus \{-\sqrt{2k}; \sqrt{2k}\}\). 2. Senkrechte Asymptoten für \(k = 8\): Einsetzen von \(k = 8\) ergibt \(f_8(x) = \frac{6}{x^2 - 16}\). Die Nullstellen des Nenners sind \(x^2 = 16\), also \(x_1 = 4\) und \(x_2 = -4\). Da der Zähler dort ungleich Null ist, liegen Polstellen vor. Die Gleichungen der senkrechten Asymptoten lauten \(x = 4\) und \(x = -4\). 3. Anzahl der Polstellen: - \(k < 0\): 0 Polstellen (keine Definitionslücken). - \(k = 0\): 1 Polstelle (bei \(x = 0\)). - \(k > 0\): 2 Polstellen (bei \(x = \sqrt{2k}\) und \(x = -\sqrt{2k}\)).

Antwort

a) \(D_{f_k} = \mathbb{R}\) für \(k < 0\); \(D_{f_0} = \mathbb{R} \setminus \{0\}\) für \(k = 0\); \(D_{f_k} = \mathbb{R} \setminus \{-\sqrt{2k}; \sqrt{2k}\}\) für \(k > 0\). b) \(x = 4\) und \(x = -4\). c) 0 Polstellen für \(k < 0\); 1 Polstelle für \(k = 0\); 2 Polstellen für \(k > 0\).
42200211
Untersuche \(g(x)=1-\frac{9}{x^2-16}\). a) Bestimme die maximale Definitionsmenge \(D_g\) der Funktion. b) Untersuche das Verhalten der Funktionswerte, wenn sich \(x\) den beiden Polstellen von links und von rechts nähert. Bestimme dazu die vier Grenzwerte \(\lim_{x\to-4^-}g(x)\), \(\lim_{x\to-4^+}g(x)\), \(\lim_{x\to4^-}g(x)\) und \(\lim_{x\to4^+}g(x)\). c) Ermittle die waagrechte Asymptote des Graphen durch eine Grenzwertbetrachtung für \(x\to\infty\).

Denkanstöße

- Bestimme zuerst die Nullstellen des Nenners. - Untersuche für jede Seite einer Polstelle das Vorzeichen von \(x^2-16\). - Für die waagrechte Asymptote ist entscheidend, was mit dem Bruchterm für große Beträge von \(x\) geschieht.

Lösung

1. Der Nenner darf nicht null werden. Aus \(x^2-16=0\) folgt \(x=\pm4\). Somit ist \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{-4;4\}\). 2. Für \(x\to4^-\) gilt \(x^2-16\to0^-\). Daher ist \(\frac{9}{x^2-16}\to-\infty\) und somit \(g(x)\to+\infty\). 3. Für \(x\to4^+\) gilt \(x^2-16\to0^+\). Daher ist \(\frac{9}{x^2-16}\to+\infty\) und somit \(g(x)\to-\infty\). 4. Wegen \(g(-x)=g(x)\) gilt entsprechend \(\lim_{x\to-4^-}g(x)=-\infty\) und \(\lim_{x\to-4^+}g(x)=+\infty\). 5. Für \(x\to\pm\infty\) gilt \(\frac{9}{x^2-16}\to0\). Daher ist \(\lim_{x\to\pm\infty}g(x)=1\), also lautet die waagrechte Asymptote \(y=1\).

Antwort

a) \(D_g=\mathbb{R}\setminus\{-4;4\}\) b) \(\lim_{x\to-4^-}g(x)=-\infty\), \(\lim_{x\to-4^+}g(x)=+\infty\), \(\lim_{x\to4^-}g(x)=+\infty\), \(\lim_{x\to4^+}g(x)=-\infty\) c) Waagrechte Asymptote: \(y=1\)
55817011
Für \(a\in\mathbb{R}\) gilt \(f_a(x)=\frac{x-a}{(x-a)(x+1)}\). Untersuche getrennt die Fälle \(a\neq-1\) und \(a=-1\). Welche Definitionslücken gibt es jeweils, und welche davon sind hebbar oder Polstellen?

Denkanstöße

- Prüfe zuerst, wann die beiden Nennernullstellen zusammenfallen. - Notiere die ursprünglichen Ausschlüsse, bevor du kürzt. - Setze im Sonderfall \(a=-1\) in die Faktoren ein und prüfe, welche Vielfachheit bei \(x=-1\) im Nenner bleibt.

Lösung

1. Für \(a\neq-1\) hat der ursprüngliche Nenner die zwei verschiedenen Nullstellen \(x=a\) und \(x=-1\). Nach dem Kürzen von \(x-a\) gilt für erlaubte Werte \(f_a(x)=\frac1{x+1}\). 2. Deshalb ist für \(a\neq-1\) die Stelle \(x=a\) hebbar, während bei \(x=-1\) eine Polstelle bleibt. 3. Für \(a=-1\) fallen beide Nennernullstellen zusammen. Dann lautet der ursprüngliche Term \(\frac{x+1}{(x+1)^2}\). Nach dem Kürzen bleibt \(\frac1{x+1}\), und \(x=-1\) bleibt eine Polstelle.

Antwort

Für \(a\neq-1\): hebbare Definitionslücke bei \(x=a\), Polstelle bei \(x=-1\). Für \(a=-1\): nur die Definitionslücke \(x=-1\); dort liegt eine Polstelle vor.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.