Du startest mit einem rechten Winkel von \(90^\circ\), den du zum Beispiel durch das Errichten eines Lots erzeugen kannst. Die Gradskala eines Geodreiecks soll für die folgenden Schritte nicht benutzt werden.
a) Beschreibe, wie du mithilfe einer Winkelhalbierenden einen Winkel von \(45^\circ\) erhältst.
b) Beschreibe, wie du durch eine weitere Winkelhalbierung einen Winkel von \(22{,}5^\circ\) erhältst.
c) Wie oft musst du den ursprünglichen rechten Winkel insgesamt halbieren, um zum ersten Mal einen Winkel zu erhalten, der kleiner als \(10^\circ\) ist? Berechne die Größe dieses Winkels.
Denkanstöße
- Jede Winkelhalbierung teilt die aktuelle Winkelgröße durch \(2\).
- Verfolge für c) die Winkelgrößen nach jeder weiteren Halbierung und prüfe jeweils die Grenze von \(10^\circ\).
- Entscheidend ist der erste Halbierungsschritt, nach dem die Grenze tatsächlich unterschritten wird.
Lösung
1. Konstruiere die Winkelhalbierende des rechten Winkels. Sie teilt \(90^\circ\) in zwei Winkel von \(45^\circ\).
2. Halbiere einen dieser \(45^\circ\)-Winkel erneut mit derselben Winkelhalbierenden-Konstruktion. Es entsteht ein Winkel von \(22{,}5^\circ\).
3. Nach einer dritten Halbierung erhält man \(22{,}5^\circ : 2 = 11{,}25^\circ\). Dieser Winkel ist noch nicht kleiner als \(10^\circ\).
4. Nach einer vierten Halbierung erhält man \(11{,}25^\circ : 2 = 5{,}625^\circ\). Dieser Winkel ist erstmals kleiner als \(10^\circ\).
Antwort
a) Konstruiere die Winkelhalbierende des rechten Winkels; einer der beiden Teilwinkel ist \(45^\circ\) groß.
b) Halbiere einen der \(45^\circ\)-Winkel erneut; der entstehende Teilwinkel ist \(22{,}5^\circ\) groß.
c) Nach insgesamt vier Halbierungen; der Winkel ist \(5{,}625^\circ\) groß.