Aimathic
Login | English | Deutsch

Mathe-Arbeitsblätter Klasse 12

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Komplexe Zahlen in Polarform

Lernziele

  • Bestimmt Betrag und Argument komplexer Zahlen.
  • Wechselt zwischen algebraischer Form und Polarform.
  • Multipliziert und dividiert in Polarform.
  • Deutet Multiplikation als Streckung und Drehung.
  • Berechnet Potenzen komplexer Zahlen.
  • Bestimmt komplexe n-te Wurzeln.
  • Löst Kreisteilungsgleichungen und zeichnet ihre Lösungen.

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

55325912
Gegeben ist die komplexe Zahl \(z=4\left(\cos\frac{5\pi}{6}+i\sin\frac{5\pi}{6}\right)\). Lies den Betrag \(|z|\) und ein Argument \(\varphi\) im Intervall \([0,2\pi)\) direkt aus der Polarform ab.

Denkanstöße

- Vergleiche die gegebene Zahl direkt mit der allgemeinen Polarform \(r(\cos\varphi+i\sin\varphi)\). - Welche Größe steht als Faktor vor der Klammer? - Welcher Winkel erscheint gleichzeitig in Kosinus und Sinus?

Lösung

1. In der Polarform \(r(\cos\varphi+i\sin\varphi)\) ist der Vorfaktor der Betrag und der Winkel in Kosinus und Sinus ein Argument. Daher gilt \(|z|=4\) und \(\varphi=\frac{5\pi}{6}\).

Antwort

\(|z|=4\), \(\varphi=\frac{5\pi}{6}\)
55327612
Gegeben ist die komplexe Zahl in Polarform \(z=2\left(\cos\frac{\pi}{3}+i\sin\frac{\pi}{3}\right)\). Gib \(z\) in der algebraischen Form \(a+bi\) an.

Denkanstöße

- Welche Werte haben Kosinus und Sinus für den angegebenen Winkel am Einheitskreis? - Multipliziere den Betrag mit Real- und Imaginäranteil der Klammer. - Das Endergebnis soll die Form \(a+bi\) haben.

Lösung

1. Es gilt \(\cos\frac{\pi}{3}=\frac{1}{2}\) und \(\sin\frac{\pi}{3}=\frac{\sqrt{3}}{2}\). 2. Daher ist \(z=2\left(\frac{1}{2}+i\frac{\sqrt{3}}{2}\right)=1+\sqrt{3}i\).

Antwort

\(z=1+\sqrt{3}i\)
42656312
Eine komplexe Zahl \(z_1 = 1 + 2i\) wird in der Gaußschen Zahlenebene am Ursprung um \(180^\circ\) gedreht und anschließend um den Faktor \(3\) gestreckt. Bestimme die resultierende komplexe Zahl \(z_2\) in algebraischer Form und gib die Zahl \(w\) an, mit der man \(z_1\) multiplizieren muss, um dieses Ergebnis direkt zu erhalten.

Denkanstöße

- Welche reelle Zahl bewirkt bei der Multiplikation eine Punktspiegelung am Ursprung? - Wie lässt sich eine Streckung mathematisch als Faktor ausdrücken? - Kannst du die beiden Operationen zu einem einzigen Faktor zusammenfassen?

Lösung

1. Eine Drehung um \(180^\circ\) entspricht in der Gaußschen Zahlenebene der Multiplikation mit \(-1\). 2. Eine Streckung um den Faktor \(3\) entspricht der Multiplikation mit der reellen Zahl \(3\). 3. Die kombinierte Operation entspricht somit der Multiplikation mit \(w = 3 \cdot (-1) = -3\). 4. Die Berechnung der resultierenden Zahl ergibt \(z_2 = w \cdot z_1 = -3 \cdot (1 + 2i) = -3 - 6i\).

Antwort

\(z_2 = -3 - 6i\) und \(w = -3\)
42656712
Gegeben ist die rein imaginäre Zahl \(z = -2{,}5i\). a) Bestimme den Betrag \(|z|\) und das Argument \(\varphi = \arg(z)\) im Intervall \([0^\circ; 360^\circ)\). b) Berechne den Kehrwert \(w = \frac{1}{z}\) und gib das Ergebnis in der Form \(a + bi\) an. c) Bestimme den Betrag und das Argument von \(w\). Vergleiche diese mit den Werten von \(z\) und beschreibe allgemein, wie sich das Argument einer rein imaginären Zahl \(z = bi\) mit \(b < 0\) verändert, wenn man den Kehrwert bildet.

Denkanstöße

- Wo liegt eine rein imaginäre Zahl mit negativem Koeffizienten in der Gaußschen Zahlenebene? - Wie kann man einen Bruch mit einer imaginären Einheit im Nenner reell machen? - Welchen Einfluss hat das Vorzeichen des Imaginärteils auf den Winkel (das Argument) einer Zahl, die auf der vertikalen Achse liegt?

Lösung

1. Bestimmung von Betrag und Argument von \(z = -2{,}5i\): Da die Zahl auf der negativen imaginären Achse liegt, ist der Betrag \(|z| = 2{,}5\) und das Argument \(\arg(z) = 270^\circ\). 2. Berechnung des Kehrwerts: \(w = \frac{1}{-2{,}5i} = \frac{i}{-2{,}5i^2} = \frac{i}{2{,}5} = 0{,}4i\). In der Form \(a + bi\) ist dies \(0 + 0{,}4i\). 3. Betrag und Argument von \(w\): Da \(w = 0{,}4i\) auf der positiven imaginären Achse liegt, ist \(|w| = 0{,}4\) und \(\arg(w) = 90^\circ\). 4. Allgemeiner Vergleich: Für \(z = bi\) mit \(b < 0\) ist \(\arg(z) = 270^\circ\). Der Kehrwert ist \(w = \frac{1}{bi} = -\frac{1}{b}i\). Da \(b < 0\), ist \(-\frac{1}{b} > 0\), woraus \(\arg(w) = 90^\circ\) folgt. Das Argument ändert sich somit um \(-180^\circ\) (oder \(+180^\circ\)).

Antwort

a) \(|z| = 2{,}5\); \(\arg(z) = 270^\circ\) b) \(w = 0{,}4i\) c) \(|w| = 0{,}4\); \(\arg(w) = 90^\circ\). Das Argument einer rein imaginären Zahl mit negativem Imaginärteil springt beim Bilden des Kehrwerts von der negativen auf die positive imaginäre Achse (Änderung um \(180^\circ\)).
42657112
Gegeben sind die komplexen Zahlen \(z_1 = -3\), \(z_2 = 4i\), \(z_3 = 1 + i\) und \(z_4 = -\sqrt{3} + i\). 1. Erläutere für jede dieser Zahlen, durch welche geometrischen Operationen (Streckung oder Stauchung sowie Drehung) der zugehörige Vektor aus dem Einheitsvektor \(1\) (entspricht \(1 + 0i\)) in der Gaußschen Zahlenebene hervorgeht. 2. Bestimme für jede der Zahlen den Betrag \(|z|\) und das Argument \(\arg(z)\) im Gradmaß für das Intervall \([0^\circ; 360^\circ[\).

Denkanstöße

- Stell dir die Zahlen als Pfeile vom Ursprung aus vor. - Wie lang ist der Pfeil im Vergleich zum Einheitsvektor? - Um welchen Winkel muss man die positive reelle Achse drehen, um auf dem Pfeil zu liegen? - Erinnere dich an den Zusammenhang zwischen den Koordinaten \((a, b)\) und dem Satz des Pythagoras. - Nutze die Arkustangens-Funktion, um den Winkel zu bestimmen, und achte dabei auf den Quadranten.

Lösung

1. Bestimmung der Operationen für jede Zahl durch Vergleich mit der Polarform \(r(\cos(\varphi) + i \sin(\varphi))\): - \(z_1 = -3\): Da \(-3 = 3 \cdot (-1)\), entspricht dies einer Streckung um den Faktor \(3\) und einer Drehung um \(180^\circ\). - \(z_2 = 4i\): Da \(4i = 4 \cdot (0 + i)\), entspricht dies einer Streckung um den Faktor \(4\) und einer Drehung um \(90^\circ\). - \(z_3 = 1 + i\): Der Betrag ist \(\sqrt{1^2 + 1^2} = \sqrt{2}\). Da der Punkt im 1. Quadranten liegt mit gleichen Real- und Imaginärteilen, ist der Winkel \(45^\circ\). Dies entspricht einer Streckung um \(\sqrt{2}\) und einer Drehung um \(45^\circ\). - \(z_4 = -\sqrt{3} + i\): Der Betrag ist \(\sqrt{(-\sqrt{3})^2 + 1^2} = \sqrt{3 + 1} = 2\). Da \(\tan(\varphi) = \frac{1}{-\sqrt{3}}\) und der Punkt im 2. Quadranten liegt, ist \(\varphi = 150^\circ\). Dies entspricht einer Streckung um den Faktor \(2\) und einer Drehung um \(150^\circ\). 2. Zusammenfassung der Kennwerte: - \(z_1\): \(|z_1| = 3\), \(\arg(z_1) = 180^\circ\) - \(z_2\): \(|z_2| = 4\), \(\arg(z_2) = 90^\circ\) - \(z_3\): \(|z_3| = \sqrt{2} \approx 1{,}41\), \(\arg(z_3) = 45^\circ\) - \(z_4\): \(|z_4| = 2\), \(\arg(z_4) = 150^\circ\)

Antwort

1. Operationen: - \(z_1\): Streckung um Faktor \(3\), Drehung um \(180^\circ\). - \(z_2\): Streckung um Faktor \(4\), Drehung um \(90^\circ\). - \(z_3\): Streckung um Faktor \(\sqrt{2}\), Drehung um \(45^\circ\). - \(z_4\): Streckung um Faktor \(2\), Drehung um \(150^\circ\). 2. Werte: - \(z_1\): \(|z| = 3\), \(\arg(z) = 180^\circ\). - \(z_2\): \(|z| = 4\), \(\arg(z) = 90^\circ\). - \(z_3\): \(|z| = \sqrt{2}\), \(\arg(z) = 45^\circ\). - \(z_4\): \(|z| = 2\), \(\arg(z) = 150^\circ\).
42657312
Ein Zeiger in der Gaußschen Zahlenebene stellt die komplexe Zahl \(z_1 = 4\) dar. Dieser Zeiger wird nacheinander zwei Transformationen unterzogen: 1. Eine Streckung mit dem Faktor \(0{,}5\) und eine gleichzeitige Drehung um \(30^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn. 2. Eine anschließende weitere Drehung um \(120^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn. a) Bestimme den Betrag \(r\) und das Argument \(\varphi\) der resultierenden komplexen Zahl \(z_2\). b) Berechne die algebraische Form \(a + bi\) von \(z_2\).

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Betrag und dem Winkel einer komplexen Zahl, wenn man sie streckt oder dreht? - In welcher Reihenfolge werden die Operationen ausgeführt? - Überlege dir, in welchem Quadranten die Zahl nach den Drehungen liegen muss. - Wie hängen die Polarkoordinaten einer Zahl mit ihren kartesischen Koordinaten (Real- und Imaginärteil) zusammen?

Lösung

1. Die Ausgangszahl \(z_1 = 4\) hat den Betrag \(|z_1| = 4\) und das Argument \(\arg(z_1) = 0^\circ\). 2. Nach der ersten Transformation (Streckung um \(0{,}5\) und Drehung um \(30^\circ\)) ergibt sich ein Zwischenwert \(z'\) mit dem Betrag \(|z'| = 4 \cdot 0{,}5 = 2\) und dem Argument \(\arg(z') = 0^\circ + 30^\circ = 30^\circ\). 3. Die zweite Transformation (Drehung um weitere \(120^\circ\)) führt zur Zielzahl \(z_2\). Der Betrag bleibt gleich (\(|z_2| = 2\)), das Argument addiert sich: \(\arg(z_2) = 30^\circ + 120^\circ = 150^\circ\). 4. Umrechnung in die algebraische Form: \(z_2 = 2(\cos(150^\circ) + i \sin(150^\circ))\). 5. Mit \(\cos(150^\circ) = -\frac{\sqrt{3}}{2}\) und \(\sin(150^\circ) = \frac{1}{2}\) folgt: \(z_2 = 2 \cdot (-\frac{\sqrt{3}}{2}) + 2 \cdot i \cdot \frac{1}{2} = -\sqrt{3} + i\).

Antwort

a) Der Betrag ist \(r = 2\) und das Argument ist \(\varphi = 150^\circ\). b) Die algebraische Form lautet \(z_2 = -\sqrt{3} + i\).
42658512
Gegeben sind zwei komplexe Zahlen in Polarform: \(z_1 = 2(\cos(30^\circ) + i \sin(30^\circ))\) \(z_2 = 3(\cos(120^\circ) + i \sin(120^\circ))\) Berechne das Produkt \(z_3 = z_1 \cdot z_2\) und den Quotienten \(z_4 = \frac{z_1}{z_2}\). Gib die Ergebnisse sowohl in Polarform (mit einem Argument im Bereich \([0^\circ; 360^\circ[\)) als auch in der algebraischen Form \(a + bi\) an.

Denkanstöße

- Wie verhalten sich die Beträge und Argumente bei der Multiplikation und Division von komplexen Zahlen in Polarform? - Denk daran, dass ein negatives Argument durch Addition von \(360^\circ\) in den Standardbereich gebracht werden kann. - Wie hängen der Real- und Imaginärteil einer Zahl mit ihrem Betrag und ihrem Winkel zusammen?

Lösung

1. Für das Produkt \(z_3 = z_1 \cdot z_2\) werden die Beträge multipliziert (\(2 \cdot 3 = 6\)) und die Argumente addiert (\(30^\circ + 120^\circ = 150^\circ\)). Die Polarform lautet \(z_3 = 6(\cos(150^\circ) + i \sin(150^\circ))\). Die Umwandlung in die algebraische Form ergibt \(a = 6\cos(150^\circ) = -3\sqrt{3} \approx -5{,}20\) und \(b = 6\sin(150^\circ) = 3\), also \(z_3 = -3\sqrt{3} + 3i\). 2. Für den Quotienten \(z_4 = \frac{z_1}{z_2}\) werden die Beträge dividiert (\(2 : 3 = \frac{2}{3}\)) und die Argumente subtrahiert (\(30^\circ - 120^\circ = -90^\circ\)). Durch Addition von \(360^\circ\) ergibt sich das positive Argument \(270^\circ\). Die Polarform lautet \(z_4 = \frac{2}{3}(\cos(270^\circ) + i \sin(270^\circ))\). Die algebraische Form ist \(a = \frac{2}{3}\cos(270^\circ) = 0\) und \(b = \frac{2}{3}\sin(270^\circ) = -\frac{2}{3}\), also \(z_4 = -\frac{2}{3}i \approx -0{,}67i\).

Antwort

\(z_3 = 6(\cos(150^\circ) + i \sin(150^\circ)) = -3\sqrt{3} + 3i \approx -5{,}20 + 3i\) \(z_4 = \frac{2}{3}(\cos(270^\circ) + i \sin(270^\circ)) = -\frac{2}{3}i \approx -0{,}67i\)
42672112
Gegeben ist die komplexe Zahl \(z = 1 + i\). 1. Stelle \(z\) in der Polarform \(r e^{i\varphi}\) dar. 2. Bestimme die kleinste natürliche Zahl \(n > 0\), für die \(z^n\) eine reelle Zahl ist, und gib den Wert von \(z^n\) für dieses \(n\) an. 3. Berechne \(z^8\) und zeige, dass das Ergebnis eine positive ganze Zahl ist.

Denkanstöße

- Wie berechnet man den Abstand eines Punktes vom Ursprung in der komplexen Ebene? - Welchen Winkel schließt der Zeiger der Zahl mit der positiven reellen Achse ein? - Was passiert mit dem Winkel einer komplexen Zahl, wenn man sie mit sich selbst multipliziert? - Wann liegt eine komplexe Zahl genau auf der waagerechten Achse im Koordinatensystem?

Lösung

1. Berechnung des Betrags \(r = |z| = \sqrt{1^2 + 1^2} = \sqrt{2}\) und des Arguments \(\varphi = \arctan(\frac{1}{1}) = \frac{\pi}{4}\). Polarform: \(z = \sqrt{2} e^{i\frac{\pi}{4}}\). 2. Anwendung des Satzes von de Moivre: \(z^n = (\sqrt{2})^n e^{i\frac{n\pi}{4}}\). Damit \(z^n\) reell ist, muss der Imaginärteil Null sein: \(\sin(\frac{n\pi}{4}) = 0\). Die kleinste Lösung für \(n > 0\) ist \(\frac{n\pi}{4} = \pi\), woraus \(n = 4\) folgt. Der Wert ist \(z^4 = (\sqrt{2})^4 e^{i\pi} = 4 \cdot (-1) = -4\). 3. Berechnung von \(z^8 = (z^4)^2 = (-4)^2 = 16\). Da \(16 \in \mathbb{N}^+\), ist die Aussage gezeigt.

Antwort

1. \(z = \sqrt{2} e^{i\frac{\pi}{4}}\) 2. \(n = 4\); \(z^4 = -4\) 3. \(z^8 = 16\)
55326012
Die Abbildung zeigt vier markierte Punkte auf dem Einheitskreis in der gaußschen Zahlenebene. a) Ordne den Punkten \(A\), \(B\), \(C\) und \(D\) die zugehörigen komplexen Zahlen in algebraischer Form zu. b) Bestimme eine Kreisteilungsgleichung der Form \(z^n=1\), deren sämtliche Lösungen genau diese vier Punkte sind. c) Begründe anhand der Argumente, warum die vier Lösungen gleichmäßig auf dem Einheitskreis verteilt sind.
Abbildung zur Aufgabe 553260

Denkanstöße

- Lies zuerst die Lage jedes Punktes relativ zu Real- und Imaginärachse ab. - Welche Beziehung besteht zwischen der Anzahl der Lösungen von \(z^n=1\) und ihrer Verteilung auf dem Einheitskreis? - Vergleiche die Winkelabstände benachbarter Punkte.

Lösung

1. Aus der Lage auf den Achsen folgt \(A=1\), \(B=i\), \(C=-1\) und \(D=-i\). 2. Es sind vier Punkte auf dem Einheitskreis, deren Argumente sich jeweils um \(\frac{\pi}{2}\) unterscheiden. Daher sind es genau die vierten Einheitswurzeln und die gesuchte Gleichung ist \(z^4=1\). 3. Die Argumente können als \(0\), \(\frac{\pi}{2}\), \(\pi\) und \(\frac{3\pi}{2}\) gewählt werden. Die konstante Winkeldifferenz \(\frac{\pi}{2}\) erzeugt die gleichmäßige Verteilung.

Antwort

a) \(A=1\), \(B=i\), \(C=-1\), \(D=-i\) b) \(z^4=1\) c) Die Argumente unterscheiden sich jeweils um \(\frac{\pi}{2}\).
55326112
Bestimme alle Lösungen der Kreisteilungsgleichung \(z^6=1\) in Polarform mit Argumenten im Intervall \([0,2\pi)\). Begründe anschließend, welche geometrische Figur die sechs Lösungen in der gaußschen Zahlenebene bilden, und gib an, welche Lösungen reell sind.

Denkanstöße

- Welche Beträge können sechste Wurzeln von \(1\) besitzen? - Betrachte die möglichen Argumente von \(1\), bevor du durch den Exponenten teilst. - Wie wirkt sich ein konstanter Winkelabstand auf die Lage der Punkte auf einem Kreis aus? - Wann liegt ein Punkt des Einheitskreises auf der reellen Achse?

Lösung

1. Für \(z^6=1\) muss der Betrag jeder Lösung \(1\) sein. Die Argumente erfüllen \(6\varphi=2k\pi\), also \(\varphi=\frac{k\pi}{3}\) für \(k=0,1,2,3,4,5\). 2. Damit lauten die Lösungen \(z_k=\cos\frac{k\pi}{3}+i\sin\frac{k\pi}{3}\) für \(k=0,1,2,3,4,5\). 3. Die Argumente unterscheiden sich jeweils um \(\frac{\pi}{3}\). Auf dem Einheitskreis entstehen daher die Eckpunkte eines regelmäßigen Sechsecks. 4. Reell sind genau die Lösungen mit Argument \(0\) oder \(\pi\), also \(1\) und \(-1\).

Antwort

\(z_k=\cos\frac{k\pi}{3}+i\sin\frac{k\pi}{3}\) für \(k=0,1,2,3,4,5\). Die Lösungen bilden ein regelmäßiges Sechseck. Reell sind \(1\) und \(-1\).
55327512
Gegeben ist die komplexe Zahl \(z=1+i\). Bestimme den Betrag \(|z|\), ein Argument \(\varphi\) im Intervall \([0,2\pi)\) und schreibe \(z\) in der Polarform \(r(\cos\varphi+i\sin\varphi)\).

Denkanstöße

- Der Betrag ist der Abstand des zugehörigen Punktes vom Ursprung. - Welche besondere Lage hat der Punkt, wenn Realteil und Imaginärteil gleich und positiv sind? - Setze Betrag und Argument erst am Ende in die allgemeine Polarform ein.

Lösung

1. Der Betrag ist \(|z|=\sqrt{1^2+1^2}=\sqrt{2}\). 2. Der Punkt \((1|1)\) liegt im ersten Quadranten auf der Winkelhalbierenden. Daher ist \(\varphi=\frac{\pi}{4}\). 3. Somit gilt \(z=\sqrt{2}\left(\cos\frac{\pi}{4}+i\sin\frac{\pi}{4}\right)\).

Antwort

\(|z|=\sqrt{2}\), \(\varphi=\frac{\pi}{4}\), \(z=\sqrt{2}\left(\cos\frac{\pi}{4}+i\sin\frac{\pi}{4}\right)\)
55684112
Entscheide für jeden Ausdruck, ob die algebraische Form oder die Polarform die Rechnung deutlich vorteilhafter macht. Begründe deine Wahl und berechne anschließend. a) \((3-2i)+(-5+7i)\) b) \((\sqrt3+i)^6\)

Denkanstöße

- Welche Operation ist in der algebraischen Form unmittelbar komponentenweise möglich? - Bei welcher Form werden Potenzen durch Potenzieren des Betrags und Vervielfachen des Arguments einfach? - Die Begründung der Darstellungswahl gehört ausdrücklich zur Aufgabe.

Lösung

1. Bei a) ist die algebraische Form vorteilhaft, weil Real- und Imaginärteile unmittelbar addiert werden können. Es ergibt sich \(-2+5i\). 2. Bei b) ist die Polarform vorteilhaft. Für \(\sqrt3+i\) gilt der Betrag \(2\) und das Argument \(\frac{\pi}{6}\). Daher ist \((\sqrt3+i)^6=2^6\left(\cos\pi+i\sin\pi\right)=-64\).

Antwort

a) Algebraische Form; Ergebnis \(-2+5i\) b) Polarform; Ergebnis \(-64\)
55684212
Für \(z=1-\sqrt3\,i\) werden Argumente in verschiedenen Intervallen verwendet. a) Bestimme ein Argument von \(z\) im Intervall \(( -\pi;\pi ]\). b) Bestimme das zugehörige Argument im Intervall \([0;2\pi[\). c) Gib alle möglichen Argumente von \(z\) an und erkläre, warum die Ergebnisse aus a) und b) dieselbe komplexe Zahl beschreiben.

Denkanstöße

- In welchem Quadranten liegt der Punkt mit positivem Real- und negativem Imaginärteil? - Wie hängen zwei Winkel zusammen, die dieselbe Richtung beschreiben? - Achte genau auf das jeweils verlangte Winkelintervall.

Lösung

1. Der Punkt liegt im vierten Quadranten. Mit \(\tan|\varphi|=\sqrt3\) erhält man im Intervall \(( -\pi;\pi ]\) das Argument \(-\frac{\pi}{3}\). 2. Im Intervall \([0;2\pi[\) wird dazu \(2\pi\) addiert. Damit ist \(\varphi=\frac{5\pi}{3}\). 3. Alle Argumente haben die Form \(-\frac{\pi}{3}+2k\pi\) mit \(k\in\mathbb Z\). Winkel, die sich um ganzzahlige Vielfache von \(2\pi\) unterscheiden, haben dieselbe Richtung.

Antwort

a) \(-\frac{\pi}{3}\) b) \(\frac{5\pi}{3}\) c) \(\varphi=-\frac{\pi}{3}+2k\pi\) mit \(k\in\mathbb Z\); die Winkel unterscheiden sich nur um volle Umdrehungen.
42656812
In der Gaußschen Zahlenebene betrachten wir Zahlen \(z\), die auf der imaginären Achse liegen. a) Erkläre, welche Bedingung für den Realteil \(\text{Re}(z)\) solcher Zahlen gilt und welche Werte das Argument \(\arg(z)\) für \(z \neq 0\) annehmen kann. b) Bestimme alle komplexen Zahlen \(z\), die rein imaginär sind und die Bedingung \(|z - 1{,}5i| = 4{,}5\) erfüllen. c) Gib für jede der in Teil b) gefundenen Lösungen den Betrag \(|z|\) und das Argument \(\arg(z)\) im Intervall \([0^\circ; 360^\circ)\) an.

Denkanstöße

- Was bedeutet es geometrisch, wenn eine Zahl auf der imaginären Achse liegt? - Wie lässt sich der Abstand zwischen zwei komplexen Zahlen, die beide auf derselben Achse liegen, einfach berechnen? - Denke daran, dass der Betrag einer Differenz \(|z - w|\) als Abstand zwischen den Punkten \(z\) und \(w\) interpretiert werden kann.

Lösung

1. Bedingung für rein imaginäre Zahlen: Der Realteil muss Null sein, also \(\text{Re}(z) = 0\). Das Argument ist \(90^\circ\) für Zahlen auf der positiven imaginären Achse (\(\text{Im}(z) > 0\)) und \(270^\circ\) für Zahlen auf der negativen imaginären Achse (\(\text{Im}(z) < 0\)). 2. Lösung der Gleichung für \(z = bi\): Einsetzen in die Bedingung ergibt \(|bi - 1{,}5i| = 4{,}5\), also \(|(b - 1{,}5)i| = 4{,}5\). Da \(|i| = 1\), folgt \(|b - 1{,}5| = 4{,}5\). 3. Fallunterscheidung für den Betrag: Fall 1: \(b - 1{,}5 = 4{,}5 \Rightarrow b_1 = 6\). Somit ist \(z_1 = 6i\). Fall 2: \(b - 1{,}5 = -4{,}5 \Rightarrow b_2 = -3\). Somit ist \(z_2 = -3i\). 4. Bestimmung von Betrag und Argument: Für \(z_1 = 6i\): \(|z_1| = 6\), \(\arg(z_1) = 90^\circ\). Für \(z_2 = -3i\): \(|z_2| = 3\), \(\arg(z_2) = 270^\circ\).

Antwort

a) \(\text{Re}(z) = 0\); \(\arg(z) \in \{90^\circ, 270^\circ\}\) b) \(z_1 = 6i\) und \(z_2 = -3i\) c) Für \(z_1\): \(|z_1| = 6\), \(\arg(z_1) = 90^\circ\); für \(z_2\): \(|z_2| = 3\), \(\arg(z_2) = 270^\circ\)
42657212
In der Gaußschen Zahlenebene wird die Multiplikation komplexer Zahlen oft als geometrische Abbildung interpretiert. 1. Eine komplexe Zahl \(w\) entsteht, indem der Einheitsvektor \(1\) um \(120^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn gedreht und anschließend um den Faktor \(4\) gestreckt wird. Gib \(w\) in der algebraischen Form \(a + bi\) an. 2. Die Zahl \(w\) wird nun mit \(z = 1 - i\) multipliziert, sodass \(v = w \cdot z\) entsteht. Beschreibe die geometrische Wirkung dieser Multiplikation auf den Vektor \(w\) (Streckfaktor und Drehwinkel). 3. Berechne den Betrag \(|v|\) und das Argument \(\arg(v)\) der resultierenden Zahl \(v\).

Denkanstöße

- Wie hängen Betrag und Argument bei der Multiplikation zweier komplexer Zahlen zusammen? - Betrachte die Zahl \(1 - i\) einzeln: Welchen Betrag und welchen Winkel hat sie in der Gaußschen Ebene? - Nutze die Definition der Polarform, um von einer geometrischen Beschreibung zur algebraischen Form zu gelangen. - Was passiert mit den Winkeln, wenn man zwei komplexe Zahlen multipliziert? Werden sie addiert oder multipliziert?

Lösung

1. Berechnung von \(w\): Nutzung der Polarform \(w = r(\cos(\varphi) + i \sin(\varphi))\) mit \(r = 4\) und \(\varphi = 120^\circ\). \(w = 4 \cdot (\cos(120^\circ) + i \sin(120^\circ)) = 4 \cdot (-0{,}5 + i \frac{\sqrt{3}}{2}) = -2 + 2\sqrt{3}i\). 2. Geometrische Wirkung der Multiplikation mit \(z = 1 - i\): Bestimmung von Betrag und Argument von \(z\): \(|z| = \sqrt{1^2 + (-1)^2} = \sqrt{2}\). \(\arg(z) = \arctan(\frac{-1}{1}) = -45^\circ\) (oder \(315^\circ\)). Die Multiplikation bewirkt eine Streckung um den Faktor \(\sqrt{2}\) und eine Drehung um \(45^\circ\) im Uhrzeigersinn (bzw. \(315^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn). 3. Kennwerte von \(v\): Betrag: \(|v| = |w| \cdot |z| = 4 \cdot \sqrt{2} = 4\sqrt{2} \approx 5{,}66\). Argument: \(\arg(v) = \arg(w) + \arg(z) = 120^\circ - 45^\circ = 75^\circ\).

Antwort

1. \(w = -2 + 2\sqrt{3}i\). 2. Die Multiplikation entspricht einer Streckung um den Faktor \(\sqrt{2}\) und einer Drehung um \(45^\circ\) im Uhrzeigersinn (oder \(315^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn). 3. \(|v| = 4\sqrt{2} \approx 5{,}66\) und \(\arg(v) = 75^\circ\).
42657412
Betrachte die komplexen Zahlen \(z_1 = 1 + i\sqrt{3}\) und \(z_2 = -4i\). a) Bestimme die Polarform \(r e^{i\varphi}\) für beide Zahlen. b) Es existiert eine komplexe Zahl \(w\), für die gilt: \(z_1 \cdot w = z_2\). Berechne \(w\) in algebraischer Form. c) Interpretiere die Multiplikation mit \(w\) als geometrische Abbildung, die \(z_1\) auf \(z_2\) abbildet. Gib den Streckfaktor und den Drehwinkel an.

Denkanstöße

- Wie bestimmst du Betrag und Argument aus Real- und Imaginärteil? - Welche Rechenregeln gelten bei der Multiplikation komplexer Zahlen in Polarform für Beträge und Winkel? - Wie kannst du \(z_1\cdot w=z_2\) nach \(w\) auflösen? - Welche geometrische Bedeutung haben Betrag und Argument von \(w\)?

Lösung

1. Polarform von \(z_1\): \(|z_1| = \sqrt{1^2 + (\sqrt{3})^2} = 2\). Da \(z_1\) im ersten Quadranten liegt, ist \(\varphi_1 = \arctan(\frac{\sqrt{3}}{1}) = 60^\circ\) bzw. \(\frac{\pi}{3}\). Somit \(z_1 = 2 e^{i \frac{\pi}{3}}\). 2. Polarform von \(z_2\): \(|z_2| = 4\). Da \(z_2\) auf der negativen imaginären Achse liegt, ist \(\varphi_2 = 270^\circ\) bzw. \(\frac{3\pi}{2}\). Somit \(z_2 = 4 e^{i \frac{3\pi}{2}}\). 3. Berechnung von \(w\): \(w = \frac{z_2}{z_1} = \frac{-4i}{1 + i\sqrt{3}}\). Durch Erweitern mit der konjugiert komplexen Zahl \(1 - i\sqrt{3}\) ergibt sich \(w = \frac{-4i(1 - i\sqrt{3})}{1 + 3} = \frac{-4i - 4\sqrt{3}}{4} = -\sqrt{3} - i\). 4. Geometrische Interpretation: Der Streckfaktor entspricht dem Betrag von \(w\). Es ist \(|w| = \frac{|z_2|}{|z_1|} = \frac{4}{2} = 2\). 5. Der Drehwinkel entspricht dem Argument von \(w\): \(\alpha = \arg(z_2) - \arg(z_1) = 270^\circ - 60^\circ = 210^\circ\), äquivalent zu \(-150^\circ\).

Antwort

a) \(z_1 = 2 e^{i \frac{\pi}{3}}\) und \(z_2 = 4 e^{i \frac{3\pi}{2}}\) b) \(w = -\sqrt{3} - i\) c) Streckfaktor \(2\); Drehwinkel \(210^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn, äquivalent zu \(-150^\circ\)
42657812
Eine komplexe Zahl \(z_1 = 3 + i\) wird durch Multiplikation mit einer Zahl \(w\) auf die Zahl \(z_2 = 2 + 4i\) abgebildet. a) Berechne \(w\) in algebraischer Form. b) Bestimme den Streckfaktor \(k = |w|\) und den Drehwinkel \(\alpha = \arg(w)\) dieser Abbildung. c) Erläutere kurz die geometrische Wirkung dieser Multiplikation auf einen beliebigen Vektor in der komplexen Ebene, der im Ursprung beginnt.

Denkanstöße

- Wie löst man eine Gleichung der Form \(a \cdot x = b\) nach \(x\) auf, wenn es sich um komplexe Zahlen handelt? - Was musst du beim Dividieren komplexer Zahlen beachten, um den Nenner reell zu machen? - Wie berechnet man den Betrag einer komplexen Zahl \(a + bi\)? - Welche geometrische Bedeutung haben Betrag und Argument des Faktors bei einer komplexen Multiplikation?

Lösung

1. Berechnung von \(w\): \(w = \frac{z_2}{z_1} = \frac{2 + 4i}{3 + i}\). Durch Erweitern mit der konjugiert komplexen Zahl des Nenners ergibt sich \(w = \frac{(2 + 4i)(3 - i)}{(3 + i)(3 - i)} = \frac{6 - 2i + 12i - 4i^2}{9 + 1} = \frac{10 + 10i}{10} = 1 + i\). 2. Bestimmung des Streckfaktors: \(k = |w| = \sqrt{1^2 + 1^2} = \sqrt{2}\). 3. Bestimmung des Drehwinkels: Da \(w = 1 + i\) im ersten Quadranten liegt und Real- sowie Imaginärteil gleich sind, ist \(\alpha = \arctan\left(\frac{1}{1}\right) = 45^\circ\). 4. Geometrische Wirkung: Jede Zahl (und damit jeder entsprechende Vektor) wird um den Faktor \(\sqrt{2}\) gestreckt und um \(45^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn um den Ursprung gedreht.

Antwort

a) \(w = 1 + i\) b) Streckfaktor \(k = \sqrt{2} \approx 1{,}41\); Drehwinkel \(\alpha = 45^\circ\) c) Der Vektor wird um den Faktor \(\sqrt{2}\) gestreckt und um \(45^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
42658612
Eine komplexe Zahl \(z\) hat den Betrag \(|z|=5\) und den Realteil \(a=-3\). Zudem ist bekannt, dass die Zahl in der Gaußschen Zahlenebene im dritten Quadranten liegt. 1. Bestimme den Imaginärteil \(b\) der Zahl \(z\). 2. Berechne das Argument \(\varphi\) der Zahl \(z\) im Intervall \([0^\circ;360^\circ[\) und runde auf \(0{,}01^\circ\). 3. Gib \(z\) in Polarform mit dem gerundeten Argument an.

Denkanstöße

- Welche Vorzeichen haben Real- und Imaginärteil im dritten Quadranten? - Wie hängen Betrag, Realteil und Imaginärteil geometrisch zusammen? - Kontrolliere beim Winkel, ob dein Ergebnis tatsächlich im verlangten Quadranten liegt.

Lösung

1. Aus \(|z|^2=a^2+b^2\) folgt \(25=9+b^2\), also \(b=\pm4\). Im dritten Quadranten ist der Imaginärteil negativ, daher \(b=-4\). 2. Der Bezugswinkel beträgt \(\arctan\!\left(\frac{4}{3}\right)\approx53{,}13^\circ\). Im dritten Quadranten ist daher \(\varphi\approx180^\circ+53{,}13^\circ=233{,}13^\circ\). 3. Damit lautet die Polarform \(z\approx5(\cos(233{,}13^\circ)+i\sin(233{,}13^\circ))\).

Antwort

1. \(b=-4\) 2. \(\varphi\approx233{,}13^\circ\) 3. \(z\approx5(\cos(233{,}13^\circ)+i\sin(233{,}13^\circ))\)
42659412
Betrachte die komplexe Zahl \(z = 5 + 2i\) in der Gaußschen Zahlenebene. 1. Multipliziere \(z\) mit der imaginären Einheit \(i\), um eine neue komplexe Zahl \(w_1\) zu erhalten. Beschreibe die geometrische Abbildung, die den Vektor von \(z\) in den Vektor von \(w_1\) überführt. 2. Bestimme die komplexe Zahl \(w_2\), die sich aus der Summe \(z + w_1\) ergibt. 3. Die Vektoren zu \(z\) und \(w_1\) bilden zwei anliegende Seiten eines Vierecks, dessen vierter Eckpunkt durch den Vektor zu \(w_2\) gegeben ist. Um welche besondere Art von Viereck handelt es sich hier? Begründe deine Antwort mithilfe der geometrischen Eigenschaften der Multiplikation mit \(i\).

Denkanstöße

- Welche Wirkung hat die Multiplikation mit einer komplexen Zahl vom Betrag \(1\) auf die Länge eines Vektors? - Vergleiche die Koordinaten von \(z\) und \(iz\). - Welche Eigenschaften der Seiten reichen aus, um das entstehende Parallelogramm genauer zu bestimmen?

Lösung

1. Es ist \(w_1=i(5+2i)=-2+5i\). Die Multiplikation mit \(i\) dreht den Vektor um \(90^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn und lässt seine Länge unverändert. 2. Es ist \(w_2=z+w_1=(5-2)+(2+5)i=3+7i\). 3. Die Vektoren zu \(z\) und \(w_1\) sind gleich lang und stehen senkrecht aufeinander. Das von ihnen aufgespannte Parallelogramm ist deshalb ein Quadrat.

Antwort

1. \(w_1=-2+5i\); der Vektor wird um \(90^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn gedreht, ohne seine Länge zu ändern. 2. \(w_2=3+7i\). 3. Das Viereck ist ein Quadrat, weil die beiden aufspannenden Vektoren gleich lang und orthogonal sind.
42659812
Betrachte die komplexe Zahl \(z = 2 + 2i\). a) Bestimme die komplexe Zahl \(w\), die durch Multiplikation von \(z\) mit der imaginären Einheit \(i\) entsteht. b) Berechne die Beträge \(|z|\) und \(|w|\). Was stellst du fest? c) Berechne den Abstand zwischen den Punkten \(z\) und \(w\) in der Gaußschen Zahlenebene. d) Beschreibe die geometrische Abbildung, die den Punkt \(z\) auf den Punkt \(w\) abbildet.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Imaginärteil, wenn man mit \(i\) multipliziert? Denke an die Definition \(i^2 = -1\). - Wie berechnet man den Abstand zweier Punkte in der Ebene mit Hilfe komplexer Zahlen? - Stelle dir die Lage der Punkte \(z\) und \(w\) im Koordinatensystem vor. In welchem Quadranten liegen sie? - Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Winkel zum Ursprung und der Multiplikation mit \(i\)?

Lösung

1. Berechnung von \(w\): \(w = i \cdot (2 + 2i) = 2i + 2i^2 = 2i - 2 = -2 + 2i\). 2. Berechnung der Beträge: \(|z| = \sqrt{2^2 + 2^2} = \sqrt{8} \approx 2{,}83\); \(|w| = \sqrt{(-2)^2 + 2^2} = \sqrt{8} \approx 2{,}83\). Feststellung: Die Beträge sind identisch. 3. Berechnung des Abstands: \(|z - w| = |(2 - (-2)) + (2i - 2i)| = |4| = 4\). 4. Geometrische Beschreibung: Die Multiplikation mit \(i\) entspricht einer Drehung um \(90^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn um den Ursprung der Gaußschen Zahlenebene. Da der Betrag gleich bleibt, handelt es sich um eine reine Drehung ohne Streckung.

Antwort

a) \(w = -2 + 2i\) b) \(|z| = \sqrt{8} \approx 2{,}83\); \(|w| = \sqrt{8} \approx 2{,}83\). Die Beträge sind gleich. c) Abstand: \(4\) d) Es handelt sich um eine Drehung um den Ursprung um \(90^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn.
42664412
Die Multiplikation einer komplexen Zahl \(z\) mit einer festen komplexen Zahl \(a\) kann in der Gaußschen Zahlenebene als Drehstreckung interpretiert werden. 1. Gegeben ist \(a = 2i\). Bestimme den Streckfaktor und den Drehwinkel, die dieser Multiplikation entsprechen. 2. Berechne das Bild der Zahl \(z = 3 - 4i\) unter dieser Abbildung \(w = a \cdot z\). 3. Bestimme die komplexe Zahl \(z\) in der Form \(x + iy\), welche die Gleichung \((1 + i) \cdot z = 4\) erfüllt.

Denkanstöße

- Was sagt der Betrag einer komplexen Zahl über die Streckung aus? - In welche Richtung zeigt eine rein imaginäre Zahl mit positivem Koeffizienten in der Zahlenebene? - Wie wird man eine komplexe Zahl im Nenner eines Bruchs los? - Kannst du die Gleichung wie eine normale lineare Gleichung nach \(z\) umstellen?

Lösung

1. Bestimmung der Polarform von \(a = 2i\): Der Betrag ist \(|2i| = 2\), was dem Streckfaktor entspricht. Die Zahl liegt auf der positiven imaginären Achse, der Drehwinkel beträgt somit \(90^\circ\) (oder \(\frac{\pi}{2}\)). 2. Berechnung des Bildes: \(w = 2i \cdot (3 - 4i) = 6i - 8i^2 = 8 + 6i\). 3. Lösen der Gleichung: \(z = \frac{4}{1+i}\). Erweitern mit dem Konjugierten des Nenners: \(z = \frac{4(1-i)}{(1+i)(1-i)} = \frac{4-4i}{1^2+1^2} = \frac{4-4i}{2} = 2 - 2i\).

Antwort

1. Streckfaktor: \(2\); Drehwinkel: \(90^\circ\). 2. \(w = 8 + 6i\). 3. \(z = 2 - 2i\).
42664712
Betrachte \(z_1 = 1 + i\) und \(z_2 = \sqrt{3} + i\). 1. Bestimme für beide Zahlen den Betrag und das Argument im Gradmaß. 2. Berechne das Produkt \(z = z_1 \cdot z_2\) auf zwei Arten: einmal direkt in algebraischer Form \(a+bi\) und einmal mithilfe der Polarform. 3. Beschreibe genau, welche geometrische Abbildung der Vektor \(z_1\) erfährt, wenn er mit \(z_2\) multipliziert wird.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Betrag und Argument beider Faktoren. - Welche Regeln gelten für Beträge und Argumente bei einer Multiplikation in Polarform? - Vergleiche das Ergebnis der Polarform mit der direkten algebraischen Multiplikation. - Welche geometrische Bedeutung haben Betrag und Argument des Multiplikators \(z_2\)?

Lösung

1. Für \(z_1 = 1+i\) gilt \(|z_1|=\sqrt{2}\) und \(\arg(z_1)=45^\circ\). Für \(z_2=\sqrt{3}+i\) gilt \(|z_2|=2\) und \(\arg(z_2)=30^\circ\). 2. Algebraisch ist \((1+i)(\sqrt{3}+i)=(\sqrt{3}-1)+(1+\sqrt{3})i\). In Polarform werden die Beträge multipliziert und die Argumente addiert: \(|z|=2\sqrt{2}\) und \(\arg(z)=75^\circ\). Daher ist \(z=2\sqrt{2}(\cos 75^\circ+i\sin 75^\circ)\). 3. Die Multiplikation mit \(z_2\) ist eine Drehstreckung am Ursprung: Streckfaktor \(2\), Drehwinkel \(30^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn.

Antwort

1. \(|z_1|=\sqrt{2}\), \(\arg(z_1)=45^\circ\); \(|z_2|=2\), \(\arg(z_2)=30^\circ\) 2. Algebraisch: \(z=(\sqrt{3}-1)+(1+\sqrt{3})i\); Polarform: \(z=2\sqrt{2}(\cos75^\circ+i\sin75^\circ)\) 3. Streckung um den Faktor \(2\) und Drehung um \(30^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn
42664812
Ein Punkt in der Gaußschen Zahlenebene wird durch die komplexe Zahl \(z = 3 + 2i\) repräsentiert. Dieser Punkt soll durch eine Drehstreckung am Ursprung um den Winkel \(\alpha = 120^\circ\) gegen den Uhrzeigersinn gedreht und gleichzeitig um den Faktor \(k = 2\) gestreckt werden. 1. Bestimme die komplexe Zahl \(w\), die diese Abbildung durch die Operation \(z' = w \cdot z\) realisiert. Gib \(w\) in der Form \(a + bi\) an. 2. Berechne die Koordinaten des Bildpunktes \(z'\) in der algebraischen Form. 3. Begründe allgemein, warum die Multiplikation einer beliebigen komplexen Zahl mit der imaginären Einheit \(i\) einer Drehung um \(90^\circ\) entspricht, ohne die Länge des Vektors zu verändern.

Denkanstöße

- Wie schreibt man eine Zahl mit gegebenem Betrag und Winkel in der Form \(a + bi\)? - Welche Werte haben Sinus und Kosinus für \(120^\circ\)? - Überlege dir, wo die Zahl \(i\) in der komplexen Ebene liegt. Wie weit ist sie vom Ursprung entfernt und welchen Winkel schließt sie mit der x-Achse ein?

Lösung

1. Die Zahl \(w\) repräsentiert die Drehstreckung mit Betrag \(|w| = k = 2\) und Argument \(\arg(w) = 120^\circ\). In algebraischer Form: \(w = 2(\cos(120^\circ) + i \sin(120^\circ)) = 2 \cdot (-0{,}5 + i \cdot \frac{\sqrt{3}}{2}) = -1 + \sqrt{3}i\). 2. Berechnung des Bildpunktes: \(z' = w \cdot z = (-1 + \sqrt{3}i)(3 + 2i) = -3 - 2i + 3\sqrt{3}i + 2\sqrt{3}i^2 = (-3 - 2\sqrt{3}) + (3\sqrt{3} - 2)i\). Numerisch entspricht dies etwa \(-6{,}46 + 3{,}20i\). 3. Begründung für \(i\): Die Zahl \(i\) hat den Betrag \(|i| = \sqrt{0^2 + 1^2} = 1\) und das Argument \(\arg(i) = 90^\circ\) (da sie auf der positiven imaginären Achse liegt). Da bei der Multiplikation die Beträge multipliziert werden, bleibt die Länge wegen \(|z| \cdot 1 = |z|\) gleich. Da die Argumente addiert werden, wird der Winkel von \(z\) um genau \(90^\circ\) erhöht.

Antwort

1. \(w = -1 + \sqrt{3}i\) 2. \(z' = (-3 - 2\sqrt{3}) + (3\sqrt{3} - 2)i\) 3. Da \(|i| = 1\) und \(\arg(i) = 90^\circ\), bewirkt die Multiplikation eine Streckung um Faktor 1 (unverändert) und eine Addition von \(90^\circ\) zum Argument.
42670512
Betrachte die komplexe Zahl \(z=-\sqrt{3}+i\). 1. Gib \(z\) in der Polarform \(r e^{i\varphi}\) an, wobei \(\varphi\in[0;2\pi[\). 2. Berechne \(z^6\) mithilfe der Polarform. Gib das Ergebnis in der Form \(a+bi\) an. 3. Bestimme alle positiven natürlichen Zahlen \(n\), für die \(z^n\) reell ist.

Denkanstöße

- Bestimme zuerst Betrag und Argument von \(z\). - Wie verändern sich Betrag und Argument, wenn du eine Zahl in Polarform potenzierst? - Woran erkennst du in der Polarform, dass eine komplexe Zahl reell ist? - Nutze für Teil 3 die Periodizität der Winkel.

Lösung

1. Es ist \(|z|=\sqrt{(-\sqrt{3})^2+1^2}=2\). Da \(z\) im zweiten Quadranten liegt, gilt \(\varphi=\pi-\frac{\pi}{6}=\frac{5\pi}{6}\). Also ist \(z=2e^{i\frac{5\pi}{6}}\). 2. Mit der Potenzregel folgt \(z^6=2^6e^{i5\pi}=64(\cos5\pi+i\sin5\pi)=-64\). 3. Es gilt \(z^n=2^ne^{i\frac{5n\pi}{6}}\). Die Potenz ist genau dann reell, wenn \(\sin\!\left(\frac{5n\pi}{6}\right)=0\), also \(5n=6k\) für eine ganze Zahl \(k\). Weil \(5\) und \(6\) teilerfremd sind, muss \(n\) ein positives Vielfaches von \(6\) sein.

Antwort

1. \(z=2e^{i\frac{5\pi}{6}}\) 2. \(z^6=-64\) 3. Alle positiven Vielfachen von \(6\): \(n=6,12,18,\dots\)
42672212
Die Gleichung \(z^3=8\) besitzt im Bereich der komplexen Zahlen drei Lösungen. 1. Bestimme alle drei Lösungen \(z_0,z_1,z_2\) ausdrücklich mithilfe der Polarform und gib sie anschließend in der Form \(a+bi\) an. Eine rein algebraische Faktorisierung genügt nicht. 2. Zeige rechnerisch, dass die Summe der drei Lösungen Null ergibt. 3. Überprüfe durch Multiplikation, dass das Produkt der drei Lösungen genau \(8\) ergibt.

Denkanstöße

- Wie viele Lösungen hat eine Gleichung der Form \(z^n = a\) im Komplexen? - Wie sind die Lösungen einer solchen Wurzelgleichung geometrisch in der Gaußschen Zahlenebene verteilt? - Kannst du die Lösungen erst in der Polarform finden und dann umrechnen? - Was weißt du über die Symmetrie von Einheitswurzeln (oder deren Vielfachen) bezüglich des Ursprungs?

Lösung

1. Darstellung von \(8\) in Polarform: \(8 e^{i0}\). Die drei Wurzeln sind \(z_k = \sqrt[3]{8} e^{i\frac{2k\pi}{3}}\) für \(k \in \{0, 1, 2\}\). Dies ergibt \(z_0 = 2\), \(z_1 = 2(\cos(\frac{2\pi}{3}) + i \sin(\frac{2\pi}{3})) = -1 + i\sqrt{3}\) und \(z_2 = 2(\cos(\frac{4\pi}{3}) + i \sin(\frac{4\pi}{3})) = -1 - i\sqrt{3}\). 2. Berechnung der Summe: \(z_0 + z_1 + z_2 = 2 + (-1 + i\sqrt{3}) + (-1 - i\sqrt{3}) = 2 - 1 - 1 + i\sqrt{3} - i\sqrt{3} = 0\). 3. Berechnung des Produkts: \(z_0 \cdot z_1 \cdot z_2 = 2 \cdot (-1 + i\sqrt{3}) \cdot (-1 - i\sqrt{3})\). Anwendung der dritten binomischen Formel: \(2 \cdot ((-1)^2 - (i\sqrt{3})^2) = 2 \cdot (1 - (-3)) = 2 \cdot 4 = 8\).

Antwort

1. \(z_0 = 2\), \(z_1 = -1 + i\sqrt{3}\), \(z_2 = -1 - i\sqrt{3}\) 2. \(z_0 + z_1 + z_2 = 0\) 3. \(z_0 \cdot z_1 \cdot z_2 = 8\)
42675512
Bestimme alle komplexen Lösungen der Gleichung \(z^3+8i=0\) mithilfe der Polarform. Gib die Ergebnisse anschließend in der algebraischen Form \(a+bi\) an. Eine rein algebraische Faktorisierung genügt nicht.

Denkanstöße

- Kannst du die Gleichung so umstellen, dass \(z^3\) alleine steht? - Überlege, wie man die Wurzel aus einer komplexen Zahl zieht. - Hilft es, die Zahl auf der rechten Seite in der Polardarstellung zu betrachten? - Wie hängen die verschiedenen Lösungen einer Wurzel im Komplexen zusammen?

Lösung

1. Umstellen der Gleichung zu \(z^3 = -8i\). 2. Darstellung der komplexen Zahl \(-8i\) in Polarform: \(8\left(\cos\left(\frac{3\pi}{2}\right) + i \sin\left(\frac{3\pi}{2}\right)\right)\) bzw. im Gradmaß \(8(\cos(270^\circ) + i \sin(270^\circ))\). 3. Anwendung der Radizierung für komplexe Zahlen: \(z_k = \sqrt[3]{8}\left(\cos\left(\frac{270^\circ + k \cdot 360^\circ}{3}\right) + i \sin\left(\frac{270^\circ + k \cdot 360^\circ}{3}\right)\right)\) für \(k \in \{0, 1, 2\}\). 4. Berechnung der Winkel: \(\alpha_0 = 90^\circ\), \(\alpha_1 = 210^\circ\), \(\alpha_2 = 330^\circ\). 5. Umrechnung in die algebraische Form: \(z_0 = 2 \cdot (0 + i) = 2i\); \(z_1 = 2 \cdot \left(-\frac{\sqrt{3}}{2} - \frac{1}{2}i\right) = -\sqrt{3} - i\); \(z_2 = 2 \cdot \left(\frac{\sqrt{3}}{2} - \frac{1}{2}i\right) = \sqrt{3} - i\).

Antwort

\(2i, -\sqrt{3}-i, \sqrt{3}-i\)
55327312
Bestimme alle von \(0\) verschiedenen komplexen Zahlen \(z\), die \(z^3=\overline{z}\) erfüllen. Löse die Gleichung in Polarform und beschreibe anschließend die Lage der Lösungen in der gaußschen Zahlenebene.

Denkanstöße

- Vergleiche in Polarform zuerst die Beträge beider Seiten und danach ihre Argumente. - Wie verändert komplexe Konjugation das Argument einer Zahl, ohne ihren Betrag zu verändern? - Denke bei Argumentgleichungen daran, dass Winkel nur modulo \(2\pi\) eindeutig sind. - Übersetze die gefundenen gleichmäßig verteilten Argumente am Ende wieder in eine geometrische Beschreibung.

Lösung

1. Schreibe \(z=r(\cos\varphi+i\sin\varphi)\) mit \(r>0\). Dann ist \(\overline{z}=r(\cos(-\varphi)+i\sin(-\varphi))\). 2. Aus den Beträgen folgt \(r^3=r\). Wegen \(r>0\) ist daher \(r=1\). 3. Für die Argumente gilt \(3\varphi\equiv-\varphi\pmod{2\pi}\), also \(4\varphi\equiv0\pmod{2\pi}\). Damit ist \(\varphi=\frac{k\pi}{2}\) für \(k=0,1,2,3\). 4. Die Lösungen sind \(1\), \(i\), \(-1\) und \(-i\). Sie liegen als Eckpunkte eines Quadrats auf dem Einheitskreis.

Antwort

\(z\in\{1,i,-1,-i\}\). Die vier Lösungen sind die Eckpunkte eines Quadrats auf dem Einheitskreis.
55683712
Beim Lösen der Gleichung \(x^3=15x+4\) treten die beiden komplexen Zahlen \(2+11i\) und \(2-11i\) auf. a) Zeige, dass \(u_0=2+i\) eine dritte Wurzel von \(2+11i\) ist und \(v_0=2-i\) eine dritte Wurzel von \(2-11i\) ist. b) Setze \(\omega=-\frac{1}{2}+\frac{\sqrt{3}}{2}i\). Bestimme mithilfe von \(\omega^3=1\) alle dritten Wurzeln von \(2+11i\) und von \(2-11i\). c) Wähle alle Paare \((u,v)\) aus diesen Wurzeln, für die \(uv=5\) gilt. Berechne jeweils \(x=u+v\). d) Prüfe die erhaltenen reellen Werte in \(x^3=15x+4\).

Denkanstöße

- Prüfe in Teil a) die Kandidaten durch Potenzieren. - Welche weiteren dritten Wurzeln entstehen, wenn du eine bekannte dritte Wurzel mit dritten Einheitswurzeln multiplizierst? - Betrachte in Teil c) beim Produkt \(uv\) besonders die Potenzen von \(\omega\). - Prüfe die gefundenen Werte am Ende unabhängig in der ursprünglichen Gleichung.

Lösung

1. Es gilt \((2+i)^3=2+11i\) und \((2-i)^3=2-11i\). Damit sind \(u_0=2+i\) und \(v_0=2-i\) jeweils dritte Wurzeln. 2. Die drei dritten Wurzeln von \(2+11i\) sind \(u_0\), \(u_0\omega\) und \(u_0\omega^2\). Die drei dritten Wurzeln von \(2-11i\) sind \(v_0\), \(v_0\omega\) und \(v_0\omega^2\). 3. Wegen \(u_0v_0=5\) gilt für \(u=u_0\omega^j\) und \(v=v_0\omega^k\): \(uv=5\omega^{j+k}\). Daher erfüllen genau die Paare mit \(j+k\) als Vielfachem von \(3\) die Bedingung \(uv=5\). 4. Die drei passenden Paare liefern \(u_0+v_0=4\), \(u_0\omega+v_0\omega^2=-2-\sqrt{3}\) und \(u_0\omega^2+v_0\omega=-2+\sqrt{3}\). 5. Die Gleichung lässt sich als \(x^3-15x-4=(x-4)(x^2+4x+1)=0\) schreiben. Damit erfüllen \(4\), \(-2-\sqrt{3}\) und \(-2+\sqrt{3}\) die Gleichung.

Antwort

a) \((2+i)^3=2+11i\) und \((2-i)^3=2-11i\) b) Für \(2+11i\): \(u_0,\ u_0\omega,\ u_0\omega^2\) mit \(u_0=2+i\) Für \(2-11i\): \(v_0,\ v_0\omega,\ v_0\omega^2\) mit \(v_0=2-i\) c) Die passenden Paare sind \((u_0,v_0)\), \((u_0\omega,v_0\omega^2)\) und \((u_0\omega^2,v_0\omega)\). Sie liefern \(x=4\), \(x=-2-\sqrt{3}\) und \(x=-2+\sqrt{3}\). d) Alle drei Werte erfüllen \(x^3=15x+4\).

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.