Aimathic
Login | English | Deutsch

Mathe-Arbeitsblätter Klasse 8

Stellen Sie aus mehr als 25.000 Matheaufgaben von der 3. bis zur 13. Klasse Ihre eigenen Arbeitsblätter zusammen. Alle Aufgaben enthalten Lösungsschritte.

Sachaufgaben und Rätsel mit LGS

Lernziele

  • Wählt Variablen für die unbekannten Größen.
  • Übersetzt Sachbedingungen in ein Gleichungssystem.
  • Wählt und begründet ein geeignetes Lösungsverfahren.
  • Löst das aufgestellte Gleichungssystem.
  • Deutet beide Lösungswerte im Sachzusammenhang.
  • Prüft die Lösung an allen Sachbedingungen.

Klicken Sie auf Aufgaben, um sie zum Drucken auszuwählen.

5532088
In einem Quiz werden alle \(12\) Aufgaben beantwortet. Für eine richtige Antwort gibt es \(2\) Punkte, für eine falsche Antwort wird \(1\) Punkt abgezogen. Insgesamt werden \(18\) Punkte erreicht. Dabei sei \(r\) die Zahl der richtigen und \(f\) die Zahl der falschen Antworten. Welches Gleichungssystem beschreibt die Situation korrekt? A: \(\begin{cases}r-f=12\\2r+f=18\end{cases}\) B: \(\begin{cases}2r+f=12\\r-f=18\end{cases}\) C: \(\begin{cases}r+f=12\\2r-f=18\end{cases}\)

Denkanstöße

- Welche Gleichung muss die Gesamtzahl aller beantworteten Aufgaben ausdrücken? - Welches Vorzeichen braucht die Zahl der falschen Antworten in der Punktebilanz?

Lösung

1. Weil alle Aufgaben entweder richtig oder falsch beantwortet wurden, gilt \(r+f=12\). 2. Die Punktebilanz ist \(2r-f=18\), weil falsche Antworten jeweils einen Punkt abziehen. 3. Damit passt nur System C.

Antwort

C: \(\begin{cases}r+f=12\\2r-f=18\end{cases}\)
5532098
In einem Zahlenrätsel ist \(x\) die größere und \(y\) die kleinere Zahl. Es gilt bereits \(x-y=7\). Außerdem ist das Doppelte der kleineren Zahl um \(5\) kleiner als die größere Zahl. a) Welche Gleichung beschreibt die zweite Aussage richtig? A: \(2y=x-5\) B: \(2x=y-5\) C: \(2y=x+5\) b) Löse danach das passende Gleichungssystem und bestimme beide Zahlen.

Denkanstöße

- Übersetze „um \(5\) kleiner“ sorgfältig in einen Term. - Nutze anschließend die bereits gegebene Differenzbedingung zusammen mit der ausgewählten Gleichung. - Prüfe zum Schluss beide Aussagen des Zahlenrätsels.

Lösung

1. „Das Doppelte der kleineren Zahl“ ist \(2y\). „Um \(5\) kleiner als die größere Zahl“ ist \(x-5\). Daher ist A korrekt: \(2y=x-5\). 2. Aus \(x-y=7\) folgt \(x=y+7\). 3. Einsetzen in \(2y=x-5\) ergibt \(2y=y+2\), also \(y=2\). 4. Damit ist \(x=9\).

Antwort

a) A: \(2y=x-5\) b) \(x=9\), \(y=2\)
5532118
Lena ist \(4\) Jahre älter als Karim. Zusammen sind beide \(30\) Jahre alt. Niko stellt dazu das System \(l-k=30\) \(l+k=4\) auf. Erkläre, was an Nikos Modell falsch ist, stelle das richtige LGS auf und bestimme beide Alter.

Denkanstöße

- Ordne jeder Zahl im Text zuerst ihre Bedeutung zu: Welche Zahl beschreibt eine Differenz, welche eine Summe? - Prüfe Nikos Gleichungen einzeln gegen die beiden Sätze im Text. - Die gefundenen Alter müssen sowohl die Altersdifferenz als auch die Summe erfüllen.

Lösung

1. Die Differenz der Alter beträgt \(4\), nicht \(30\). Daher muss \(l-k=4\) gelten. 2. Die Summe der Alter beträgt \(30\). Daher gilt \(l+k=30\). 3. Addieren liefert \(2l=34\), also \(l=17\). 4. Damit ist \(k=13\).

Antwort

Niko hat Summe und Differenz vertauscht. Richtig ist \(l-k=4\) und \(l+k=30\). Lena ist \(17\), Karim \(13\) Jahre alt.
5579978
Zwei Zahlen haben zusammen den Wert \(34\). Die größere Zahl ist um \(8\) größer als die kleinere. a) Wähle Variablen und stelle ein LGS auf. b) Entscheide, welches der drei Verfahren hier besonders günstig ist: Einsetzungs-, Gleichsetzungs- oder Additionsverfahren. Begründe deine Wahl kurz. c) Löse das LGS mit dem gewählten Verfahren und prüfe beide Angaben.

Denkanstöße

- Übersetze „zusammen“ und „um \(8\) größer“ jeweils in eine Gleichung. - Vergleiche die Koeffizienten derselben Variablen in beiden Gleichungen. - Prüfe am Ende Summe und Differenz der gefundenen Zahlen.

Lösung

1. Setze \(x\) für die größere und \(y\) für die kleinere Zahl. Dann gilt \(\begin{cases}x+y=34\\x-y=8\end{cases}\). 2. Das Additionsverfahren ist besonders günstig, weil sich \(y\) beim Addieren der Gleichungen sofort aufhebt. 3. Addition ergibt \(2x=42\), also \(x=21\). Damit ist \(y=13\). 4. Probe: \(21+13=34\) und \(21-13=8\).

Antwort

a) Zum Beispiel \(\begin{cases}x+y=34\\x-y=8\end{cases}\) b) Das Additionsverfahren ist besonders günstig, weil sich \(y\) ohne vorheriges Umformen aufhebt. c) Die Zahlen sind \(21\) und \(13\). Beide Angaben werden erfüllt.
4137698
Jan und Kim sparen für ein gemeinsames Projekt. Jan hat bereits \(20\,\text{€}\) mehr gespart als Kim. Würde Jan sein Erspartes verdoppeln und Kim ihres verdreifachen, hätten sie zusammen genau \(240\,\text{€}\). Bestimme mithilfe eines Gleichungssystems, wie viel Geld Jan und Kim jeweils gespart haben.

Denkanstöße

- Drücke zuerst den Unterschied zwischen Jans und Kims Erspartem als Gleichung aus. - Was bedeuten „verdoppeln“ und „verdreifachen“ für die beiden Variablen? - Welche Gleichung ist bereits günstig nach einer Variablen aufgelöst?

Lösung

1. Setze \(x\) für Jans Erspartes und \(y\) für Kims Erspartes. 2. Die Bedingungen ergeben das Gleichungssystem \(\begin{cases}x=y+20\\2x+3y=240\end{cases}\). 3. Setze den Ausdruck aus der ersten Gleichung in die zweite ein: \(2(y+20)+3y=240\). 4. Daraus folgt \(5y+40=240\), also \(y=40\). 5. Mit der ersten Gleichung erhältst du \(x=60\).

Antwort

Jan hat \(60\,\text{€}\) gespart und Kim \(40\,\text{€}\).
4137948
Bestimme ein Zahlenpaar \((x|y)\), das die folgenden zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt: 1. Der \(x\)-Wert ist genau das \(1{,}5\)-fache des \(y\)-Wertes. 2. Die Summe aus dem \(x\)-Wert und dem \(y\)-Wert beträgt \(35\). Stelle dazu zuerst für jede Bedingung eine lineare Gleichung auf.

Denkanstöße

- Schreibe für jede der beiden Bedingungen eine eigene Gleichung auf. - Du hast nun ein System aus zwei Gleichungen. Kannst du eine Variable durch die andere ersetzen? - Wenn du einen Wert gefunden hast, kannst du ihn in eine der Gleichungen einsetzen, um den zweiten Wert zu finden.

Lösung

1. Aufstellen der Gleichungen: Bedingung 1 ergibt \(x = 1{,}5y\). Bedingung 2 ergibt \(x + y = 35\). 2. Einsetzungsverfahren: Ersetze \(x\) in der zweiten Gleichung durch den Ausdruck aus der ersten Gleichung: \(1{,}5y + y = 35\). 3. Zusammenfassen: \(2{,}5y = 35\). 4. Berechnung von \(y\): \(y = 35 : 2{,}5 = 14\). 5. Berechnung von \(x\): Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(x = 1{,}5 \cdot 14 = 21\). 6. Überprüfung: \(21 + 14 = 35\) und \(21 : 14 = 1{,}5\).

Antwort

Die Gleichungen lauten \(x = 1{,}5y\) und \(x + y = 35\). Das gesuchte Zahlenpaar ist \((21|14)\).
4137998
Zwei Geschwister, Anna und Ben, vergleichen ihr Erspartes. Anna sagt: „Wenn du mir \(15\,\text{€}\) von deinem Geld gibst, habe ich genau doppelt so viel wie du dann noch übrig hast.“ Ben antwortet: „Wenn du mir aber \(5\,\text{€}\) von deinem Geld gibst, haben wir beide exakt den gleichen Betrag.“ Berechne, wie viel Euro Anna und Ben jeweils gespart haben.

Denkanstöße

- Was passiert mit dem Geldbetrag einer Person, wenn sie etwas abgibt? Was passiert bei der Person, die es bekommt? - Kannst du die Bedingungen „doppelt so viel“ und „gleich viel“ in mathematische Zeichen übersetzen? - Stelle für jede der beiden Aussagen eine Gleichung auf. - Es hilft, die Gleichungen erst einmal zu vereinfachen, bevor du ein Lösungsverfahren wählst.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(a\) für Annas Erspartes und \(b\) für Bens Erspartes. 2. Modellieren der ersten Aussage: Erhält Anna \(15\,\text{€}\), hat sie \(a + 15\) und Ben \(b - 15\). Die Gleichung lautet \(a + 15 = 2 \cdot (b - 15)\). 3. Modellieren der zweiten Aussage: Gibt Anna \(5\,\text{€}\) ab, hat sie \(a - 5\) und Ben \(b + 5\). Die Gleichung lautet \(a - 5 = b + 5\). 4. Umformen des Systems: \(a - 2b = -45\) und \(a - b = 10\). 5. Lösen des Systems: Aus der zweiten Gleichung folgt \(a = b + 10\). Einsetzen in die erste: \((b + 10) - 2b = -45 \Rightarrow -b = -55 \Rightarrow b = 55\). 6. Berechnung von \(a\): \(a = 55 + 10 = 65\).

Antwort

Anna hat \(65{,}00\,\text{€}\) und Ben hat \(55{,}00\,\text{€}\) gespart.
4138288
Das Doppelte einer ersten Zahl und das Dreifache einer zweiten Zahl ergeben zusammen genau \(50\). Wenn man das Fünffache der ersten Zahl nimmt und davon das Doppelte der zweiten Zahl subtrahiert, erhält man \(11\). Bestimme die beiden Zahlen und zeige deinen Rechenweg.

Denkanstöße

- Übersetze jede der beiden Aussagen in eine Gleichung mit zwei Variablen. - Wie kannst du die Gleichungen so vervielfachen, dass beim Addieren eine Variable verschwindet? - Prüfe am Ende, ob beide Zahlen die beiden Textbedingungen erfüllen.

Lösung

1. Mit \(x\) als erster und \(y\) als zweiter Zahl gilt \(\begin{cases}2x+3y=50\\5x-2y=11\end{cases}\). 2. Multipliziere die erste Gleichung mit \(2\) und die zweite mit \(3\): \(4x+6y=100\) und \(15x-6y=33\). 3. Addition ergibt \(19x=133\), also \(x=7\). 4. Einsetzen in die erste Gleichung liefert \(14+3y=50\), also \(y=12\).

Antwort

Die erste Zahl ist \(7\), die zweite Zahl ist \(12\).
4141708
In einer Schmuckwerkstatt wiegen zwei identische Goldkugeln und drei identische Silbermünzen zusammen genau \(48\,\text{g}\). Legt man hingegen drei dieser Goldkugeln und zwei der Silbermünzen auf die Waage, zeigt diese insgesamt \(57\,\text{g}\) an. Berechne das Gewicht einer einzelnen Goldkugel und einer einzelnen Silbermünze.

Denkanstöße

- Wähle je eine Variable für die beiden unbekannten Einzelgewichte. - Welche zwei Gleichungen ergeben sich aus den beiden Wägungen? - Wie kannst du die Gleichungen vervielfachen, damit beim Subtrahieren eine Variable verschwindet?

Lösung

1. Setze \(g\) für das Gewicht einer Goldkugel und \(s\) für das Gewicht einer Silbermünze. Dann gilt \(\begin{cases}2g+3s=48\\3g+2s=57\end{cases}\). 2. Multipliziere die erste Gleichung mit \(3\) und die zweite mit \(2\): \(6g+9s=144\) und \(6g+4s=114\). 3. Subtraktion ergibt \(5s=30\), also \(s=6\). 4. Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(2g+18=48\), also \(g=15\).

Antwort

Eine Goldkugel wiegt \(15\,\text{g}\), eine Silbermünze \(6\,\text{g}\).
4240328
Für eine Bergtour wird die Ausrüstung gewogen. Ein Rucksack und zwei Schlafsäcke wiegen zusammen \(4{,}2\,\text{kg}\). Zwei baugleiche Rucksäcke und ein Schlafsack derselben Art wiegen zusammen \(3{,}9\,\text{kg}\). Bestimme das Gewicht eines einzelnen Rucksacks und eines einzelnen Schlafsacks.

Denkanstöße

- Wähle je eine Variable für die beiden unbekannten Gewichte. - Übersetze die beiden Wägungen in zwei Gleichungen. - Welche Gleichung lässt sich besonders leicht nach einer Variablen auflösen?

Lösung

1. Setze \(r\) für das Gewicht eines Rucksacks und \(s\) für das Gewicht eines Schlafsacks. Dann gilt \(\begin{cases}r+2s=4{,}2\\2r+s=3{,}9\end{cases}\). 2. Aus der zweiten Gleichung folgt \(s=3{,}9-2r\). Einsetzen in die erste ergibt \(r+2(3{,}9-2r)=4{,}2\). 3. Daraus folgt \(-3r=-3{,}6\), also \(r=1{,}2\). 4. Mit der zweiten Gleichung erhältst du \(s=1{,}5\).

Antwort

Ein Rucksack wiegt \(1{,}2\,\text{kg}\), ein Schlafsack \(1{,}5\,\text{kg}\).
4243748
Ein Schulgarten nutzt zwei getrennte Dachflächen A und B, die bei einem Testregen Wasser in einen Speicher leiten. Während des Tests sind die Zuflussraten konstant. Wenn Dachfläche A \(3\,\text{h}\) und Dachfläche B \(2\,\text{h}\) Wasser liefert, gelangen insgesamt \(110\,\text{l}\) in den Speicher. Bei \(2\,\text{h}\) Zufluss von A und \(4\,\text{h}\) von B sind es \(140\,\text{l}\). a) Bestimme die Zuflussrate jeder Dachfläche in Litern pro Stunde. b) Wie lange dauert es bei denselben Testbedingungen, \(225\,\text{l}\) zu sammeln, wenn beide Zuflüsse gleichzeitig genutzt werden?

Denkanstöße

- Welche Einheit sollten die beiden gesuchten Zuflussraten haben? - Wie setzt sich die gesammelte Wassermenge aus Rate und Zeit zusammen? - Für Teil b brauchst du nach dem Lösen nur noch die beiden Raten zu addieren.

Lösung

1. Setze \(a\) und \(b\) für die Zuflussraten in \(\text{l}/\text{h}\). 2. Es gilt \(\begin{cases}3a+2b=110\\2a+4b=140\end{cases}\). 3. Teile die zweite Gleichung durch \(2\): \(a+2b=70\), also \(a=70-2b\). 4. Einsetzen in die erste ergibt \(3(70-2b)+2b=110\), also \(b=25\). 5. Damit ist \(a=20\). Die Zuflussraten sind \(20\,\text{l}/\text{h}\) und \(25\,\text{l}/\text{h}\). 6. Gemeinsam liefern beide \(45\,\text{l}/\text{h}\). 7. Für \(225\,\text{l}\) werden \(225:45=5\,\text{h}\) benötigt.

Antwort

a) Dachfläche A: \(20\,\text{l}/\text{h}\); Dachfläche B: \(25\,\text{l}/\text{h}\) b) Gemeinsam werden \(5\,\text{h}\) benötigt.
4243768
Für ein Stop-Motion-Projekt müssen \(5000\) Einzelbilder gerendert werden. Zwei Rechnerprofile Alpha und Beta können unabhängig Bilder berechnen. Arbeiten je ein Alpha- und ein Beta-Rechner gleichzeitig, sind alle Bilder nach \(50\,\text{Minuten}\) fertig. In einem Test rechnet Alpha \(20\,\text{Minuten}\) und Beta \(30\,\text{Minuten}\); zusammen werden dabei \(2600\) Bilder fertig. a) Ermittle die Rendergeschwindigkeit jedes Rechnerprofils in Bildern pro Minute. b) Wie lange würden drei Alpha-Rechner gemeinsam für alle \(5000\) Bilder benötigen?

Denkanstöße

- Beschreibe für beide Rechnerprofile eine Rate in Bildern pro Minute. - Welche Beziehung folgt daraus, dass beide zusammen \(5000\) Bilder in \(50\) Minuten schaffen? - Wie verändert sich die Gesamtrate, wenn drei gleich schnelle Rechner parallel an unabhängigen Bildern arbeiten?

Lösung

1. Setze \(a\) und \(b\) als Rendergeschwindigkeiten in Bildern pro Minute. 2. Aus dem gemeinsamen Rendern folgt \(50(a+b)=5000\), also \(a+b=100\). Aus dem Test folgt \(20a+30b=2600\). Damit lautet das LGS \(\begin{cases}a+b=100\\20a+30b=2600\end{cases}\). 3. Multipliziere die erste Gleichung mit \(20\): \(20a+20b=2000\). Subtraktion von der zweiten Gleichung ergibt \(10b=600\), also \(b=60\) und damit \(a=40\). 4. Drei Alpha-Rechner rendern zusammen \(3\cdot40=120\) Bilder pro Minute. 5. Für \(5000\) Bilder benötigen sie \(5000:120=\frac{125}{3}\,\text{Minuten}=41\,\text{Minuten}\;40\,\text{Sekunden}\).

Antwort

a) Alpha: \(40\) Bilder pro Minute; Beta: \(60\) Bilder pro Minute b) Drei Alpha-Rechner benötigen \(41\,\text{Minuten}\;40\,\text{Sekunden}\).
4243958
Lukas und Mia möchten einen Fußball für \(30{,}00\,\text{€}\) kaufen. Lukas sagt zu Mia: „Wenn ich zwei Fünftel deines Geldes zusätzlich zu meinem Geld hätte, könnte ich den Ball genau allein bezahlen.“ Mia entgegnet: „Wenn ich die Hälfte deines Geldes zusätzlich zu meinem hätte, könnte ich ihn ebenfalls genau bezahlen.“ Wie viel Geld haben Lukas und Mia jeweils?

Denkanstöße

- Kannst du die Aussagen von Lukas und Mia in mathematische Gleichungen übersetzen? - Welche Unbekannten suchen wir in dieser Aufgabe? - Welches Verfahren (Einsetzungs-, Gleichsetzungs- oder Additionsverfahren) bietet sich hier an? - Achte darauf, dass „zwei Fünftel deines Geldes“ als Bruch oder Dezimalzahl geschrieben werden kann.

Lösung

1. Definition der Variablen: \(L\) für das Geld von Lukas und \(M\) für das Geld von Mia in Euro. 2. Aufstellen des Gleichungssystems: (I) \(L + \frac{2}{5}M = 30\) (II) \(M + \frac{1}{2}L = 30\) 3. Umstellen von Gleichung (II) nach \(M\): \(M = 30 - 0{,}5L\). 4. Einsetzen in Gleichung (I): \(L + 0{,}4 \cdot (30 - 0{,}5L) = 30\). 5. Vereinfachen und nach \(L\) auflösen: \(L + 12 - 0{,}2L = 30 \Rightarrow 0{,}8L = 18 \Rightarrow L = 22{,}5\). 6. Berechnung von \(M\): \(M = 30 - 0{,}5 \cdot 22{,}5 = 30 - 11{,}25 = 18{,}75\).

Antwort

Lukas hat \(22{,}50\,\text{€}\) und Mia hat \(18{,}75\,\text{€}\).
4243968
In zwei Messbechern A und B befindet sich jeweils eine unbekannte Menge Wasser. Gießt man ein Drittel des Wassers aus Becher B zusätzlich in Becher A, so befinden sich in Becher A genau \(120\,\text{ml}\). Gießt man stattdessen die Hälfte des Wassers aus Becher A zusätzlich in Becher B, so befinden sich in Becher B genau \(150\,\text{ml}\). a) Wie viel Milliliter Wasser befanden sich ursprünglich in den einzelnen Bechern? b) Wie viel Wasser befindet sich insgesamt in beiden Bechern zusammen?

Denkanstöße

- Stelle für jeden der beiden beschriebenen Fälle eine Gleichung auf. - Was passiert mit der Wassermenge im jeweils anderen Becher in deiner Rechnung? - Hast du am Ende geprüft, ob deine Lösung für beide Bedingungen der Aufgabe passt? - Wie berechnet man die Gesamtmenge, wenn man die Einzelmengen kennt?

Lösung

1. Definition der Variablen: \(x\) für Becher A und \(y\) für Becher B in \(\text{ml}\). 2. Aufstellen des Gleichungssystems: (I) \(x + \frac{1}{3}y = 120\) (II) \(y + \frac{1}{2}x = 150\) 3. Lösung des Systems (z. B. Additionsverfahren): Multiplikation von (I) mit \(3\) ergibt \(3x + y = 360\), also \(y = 360 - 3x\). 4. Einsetzen in (II): \(360 - 3x + 0{,}5x = 150 \Rightarrow -2{,}5x = -210 \Rightarrow x = 84\). 5. Berechnung von \(y\): \(y = 360 - 3 \cdot 84 = 360 - 252 = 108\). 6. Gesamtmenge berechnen: \(84\,\text{ml} + 108\,\text{ml} = 192\,\text{ml}\).

Antwort

a) In Becher A befanden sich ursprünglich \(84\,\text{ml}\) und in Becher B \(108\,\text{ml}\). b) Insgesamt befinden sich \(192\,\text{ml}\) Wasser in den Bechern.
4243988
Zwei Metallstangen, Stange \(A\) und Stange \(B\), können durch Verlängerungsstücke ergänzt werden. Es gibt ein langes Stück (\(50\,\text{cm}\)) und ein kurzes Stück (\(10\,\text{cm}\)). - Stange \(A\) ist mit dem langen Stück genau doppelt so lang wie Stange \(B\) mit dem kurzen Stück. - Stange \(B\) ist mit dem langen Stück genau \(\frac{3}{4}\) so lang wie Stange \(A\) mit dem kurzen Stück. Wie lang sind die beiden Metallstangen ursprünglich?

Denkanstöße

- Stelle für jede der beiden Bedingungen eine Gleichung mit zwei Variablen auf. - Achte darauf, wie die Klammern gesetzt werden müssen, wenn sich die Längenänderung auf die gesamte Stange bezieht. - Überlege, wie du den Bruch in der zweiten Gleichung am geschicktesten eliminieren kannst. - Prüfe dein Ergebnis, indem du die berechneten Längen in die ursprünglichen Bedingungen einsetzt.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(a\) für die Länge von Stange \(A\) und \(b\) für die Länge von Stange \(B\) in \(\text{cm}\). 2. Bedingung 1 als Gleichung: \(a + 50 = 2 \cdot (b + 10)\). 3. Bedingung 2 als Gleichung: \(b + 50 = \frac{3}{4} \cdot (a + 10)\). 4. Erste Gleichung nach \(a\) umformen: \(a = 2b + 20 - 50 = 2b - 30\). 5. Einsetzen in die zweite Gleichung: \(b + 50 = \frac{3}{4} \cdot (2b - 30 + 10) = \frac{3}{4} \cdot (2b - 20)\). 6. Mit \(4\) multiplizieren, um den Bruch zu eliminieren: \(4b + 200 = 3 \cdot (2b - 20) \Rightarrow 4b + 200 = 6b - 60\). 7. Nach \(b\) auflösen: \(260 = 2b \Rightarrow b = 130\). 8. \(a\) berechnen: \(a = 2 \cdot 130 - 30 = 230\).

Antwort

Stange \(A\) ist \(230\,\text{cm}\) lang und Stange \(B\) ist \(130\,\text{cm}\) lang.
4243998
Lukas und Marie besitzen beide eine Sammlung von Spielkarten. Lukas sagt zu Marie: „Wenn du mir 10 deiner Karten schenkst, dann habe ich genau doppelt so viele Karten wie du.“ Marie antwortet: „Wenn du mir aber 10 deiner Karten gibst, dann haben wir beide exakt gleich viele Karten.“ Bestimme, wie viele Karten Lukas und Marie jeweils am Anfang hatten.

Denkanstöße

- Kannst du für beide Personen eine Variable festlegen? - Wie verändert sich die Anzahl der Karten bei jeder Person, wenn Karten getauscht werden? - Versuche, für jede der beiden Aussagen eine eigene Gleichung aufzustellen. - Was bedeutet „doppelt so viele“ mathematisch ausgedrückt? - Welches Verfahren eignet sich am besten, um das Gleichungssystem zu lösen?

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die Anzahl der Karten von Lukas, \(y\) für die Anzahl der Karten von Marie 2. Erste Bedingung (Lukas erhält 10 Karten): \(x + 10 = 2 \cdot (y - 10)\) 3. Zweite Bedingung (Marie erhält 10 Karten): \(x - 10 = y + 10\) 4. Zweite Gleichung nach \(x\) auflösen: \(x = y + 20\) 5. \(x\) in die erste Gleichung einsetzen: \((y + 20) + 10 = 2y - 20\) 6. Gleichung vereinfachen: \(y + 30 = 2y - 20\) 7. Nach \(y\) auflösen: \(y = 50\) 8. \(x\) berechnen: \(x = 50 + 20 = 70\)

Antwort

Lukas hatte zu Beginn 70 Karten und Marie hatte 50 Karten.
5532108
In einem Lager werden rote und blaue Kisten gewogen. Drei rote und zwei blaue Kisten wiegen zusammen \(34\,\text{kg}\). Eine rote und vier blaue Kisten wiegen zusammen \(38\,\text{kg}\). a) Definiere zwei Variablen und stelle ein passendes lineares Gleichungssystem auf. b) Löse das System. c) Deute die Lösung im Sachzusammenhang und prüfe sie an beiden Angaben.

Denkanstöße

- Lege zuerst fest, welche beiden unbekannten Einzelmassen deine Variablen beschreiben. - Übersetze jede Wägung getrennt in eine Gleichung. - Prüfe nach dem Lösen beide ursprünglichen Wägungen mit deinen Werten.

Lösung

1. Sei \(r\) die Masse einer roten und \(b\) die Masse einer blauen Kiste in Kilogramm. Dann gilt \(3r+2b=34\) und \(r+4b=38\). 2. Aus der zweiten Gleichung folgt \(r=38-4b\). 3. Einsetzen ergibt \(3(38-4b)+2b=34\), also \(114-10b=34\). Daher ist \(b=8\). 4. Damit ist \(r=38-4\cdot8=6\). 5. Probe: \(3\cdot6+2\cdot8=34\) und \(6+4\cdot8=38\).

Antwort

a) Zum Beispiel: \(r\) = Masse einer roten Kiste, \(b\) = Masse einer blauen Kiste; \(3r+2b=34\), \(r+4b=38\) b) \((r|b)=(6|8)\) c) Eine rote Kiste wiegt \(6\,\text{kg}\), eine blaue \(8\,\text{kg}\); beide Angaben werden erfüllt.
5565218
Eine Jugendherberge hat 38 Zimmer. Es gibt nur Einzelzimmer und Doppelzimmer. Insgesamt können in diesen Zimmern 62 Personen übernachten. Definiere passende Variablen, stelle ein lineares Gleichungssystem auf und bestimme die Anzahl der Einzel- und Doppelzimmer.

Denkanstöße

- Lege zuerst fest, wofür jede Variable steht. - Welche Gleichung zählt Zimmer, welche Schlafplätze? - Beim Doppelzimmer gehören zu einem Zimmer zwei Schlafplätze.

Lösung

1. Setze \(x\) für die Anzahl der Einzelzimmer und \(y\) für die Anzahl der Doppelzimmer. 2. Aus der Zimmerzahl folgt \(x+y=38\). Aus der Zahl der Schlafplätze folgt \(x+2y=62\). Damit lautet das LGS \(\begin{cases}x+y=38\\x+2y=62\end{cases}\). 3. Subtrahiere die erste Gleichung von der zweiten: \(y=24\). 4. Mit der ersten Gleichung folgt \(x=14\). Die Werte sind nichtnegativ und erfüllen beide Angaben.

Antwort

Zum Beispiel: \(x\) = Anzahl der Einzelzimmer, \(y\) = Anzahl der Doppelzimmer. \(\begin{cases}x+y=38\\x+2y=62\end{cases}\). Es gibt 14 Einzelzimmer und 24 Doppelzimmer.
5565228
In einer Kiste liegen insgesamt 30 rote und blaue Spielsteine. Mit \(r\) für die roten und \(b\) für die blauen Steine gilt zunächst \(r+b=30\). Zwei zusätzliche Beobachtungen werden vorgeschlagen: A: Zählt man jeden vorhandenen Stein zweimal, erhält man 60 Zählpunkte. B: Nimmt man 6 rote Steine aus der Kiste, sind danach gleich viele rote wie blaue Steine in der Kiste. Übersetze A und B jeweils in eine Gleichung. Entscheide anschließend, welche Beobachtung eine wirklich unabhängige zweite Bedingung liefert, und begründe deine Entscheidung. Stelle damit das LGS auf und bestimme \(r\) und \(b\).

Denkanstöße

- Übersetze beide Beobachtungen zunächst jeweils in eine Gleichung. - Prüfe, ob eine der neuen Gleichungen nur ein Vielfaches der bereits bekannten Summengleichung ist. - Eine unabhängige zweite Gleichung muss tatsächlich neue Information über das Verhältnis von \(r\) und \(b\) liefern.

Lösung

1. Beobachtung A enthält keine neue Information: Sie entspricht nur \(2r+2b=60\), also dem Doppelten von \(r+b=30\). 2. Beobachtung B liefert \(r-6=b\), äquivalent zu \(r-b=6\). Diese Gleichung ist nicht nur ein Vielfaches der ersten. 3. Das LGS lautet \(\begin{cases}r+b=30\\r-b=6\end{cases}\). 4. Addieren ergibt \(2r=36\), also \(r=18\) und \(b=12\).

Antwort

Beobachtung B ist unabhängig. Das LGS lautet \(\begin{cases}r+b=30\\r-b=6\end{cases}\). Es gibt 18 rote und 12 blaue Spielsteine.
5565238
Für eine Schulveranstaltung sollen Stühle rechteckig angeordnet werden. Geplant sind \(n\) Reihen mit jeweils \(t\) Stühlen. Die Zahl der Reihen ist um 3 größer als die Zahl der Stühle pro Reihe. Wenn zwei Reihen mehr aufgestellt würden, könnte in jeder Reihe ein Stuhl weniger stehen, ohne dass sich die Gesamtzahl der Sitzplätze ändert. Bestimme \(n\) und \(t\). Zeige dabei ausdrücklich, wie aus der Gleichheit der beiden Sitzplatzzahlen eine lineare Gleichung entsteht.

Denkanstöße

- Welche Größe bleibt bei beiden Anordnungen gleich? - Schreibe die Sitzplatzzahl für beide Anordnungen als Produkt aus Reihen und Stühlen pro Reihe. - Multipliziere die veränderte Produktform aus und beobachte, welcher Term auf beiden Seiten vorkommt. - Übersetze zusätzlich „3 Reihen mehr als Stühle pro Reihe“ in eine lineare Gleichung.

Lösung

1. Die geplante Sitzplatzzahl beträgt \(nt\). Bei der veränderten Anordnung wären es \((n+2)(t-1)\). Daher gilt \(nt=(n+2)(t-1)\). 2. Ausmultiplizieren ergibt \(nt=nt-n+2t-2\). Der gemeinsame Produktterm \(nt\) fällt weg, sodass \(n-2t=-2\) entsteht. 3. Aus „3 Reihen mehr als Stühle pro Reihe“ folgt \(n-t=3\). Damit lautet das lineare LGS \(\begin{cases}n-2t=-2\\n-t=3\end{cases}\). 4. Aus der zweiten Gleichung folgt \(n=t+3\). Einsetzen in die erste ergibt \(t+3-2t=-2\), also \(t=5\) und \(n=8\). 5. Probe: \(8\cdot5=40\) und \(10\cdot4=40\) Sitzplätze.

Antwort

Geplant sind 8 Reihen mit jeweils 5 Stühlen. Die Produktgleichung führt zum LGS \(\begin{cases}n-2t=-2\\n-t=3\end{cases}\).
5579988
Bei einem Quiz gibt es Standardaufgaben für je \(2\) Punkte und Knobelaufgaben für je \(3\) Punkte. Leni löst doppelt so viele Standardaufgaben wie Knobelaufgaben und zusätzlich \(3\) Standardaufgaben. Insgesamt bekommt sie \(41\) Punkte. a) Wähle Variablen und stelle ein LGS auf. b) Wähle ein passendes Lösungsverfahren und begründe deine Wahl kurz. c) Bestimme, wie viele Aufgaben jeder Art Leni gelöst hat. Prüfe beide Angaben.

Denkanstöße

- Schreibe die Angabe zu den Aufgabenzahlen und die Angabe zu den Punkten als zwei Gleichungen. - Vergleiche die drei Verfahren: Bei welchem müsstest du hier am wenigsten umformen? - Prüfe am Ende sowohl die Anzahl der Aufgaben als auch die Punktzahl.

Lösung

1. Setze \(s\) für die Zahl der Standardaufgaben und \(k\) für die Zahl der Knobelaufgaben. Dann gilt \(s=2k+3\) und \(2s+3k=41\). 2. Das Einsetzungsverfahren ist hier günstig, weil eine Gleichung schon nach \(s\) aufgelöst ist. 3. Einsetzen ergibt \(2(2k+3)+3k=41\). Daraus folgt \(7k=35\), also \(k=5\). 4. Damit ist \(s=13\). 5. Probe: \(13=2\cdot5+3\) und \(2\cdot13+3\cdot5=41\).

Antwort

a) Zum Beispiel \(\begin{cases}s=2k+3\\2s+3k=41\end{cases}\) b) Das Einsetzungsverfahren ist günstig, weil eine Variable schon allein steht. c) \(13\) Standardaufgaben und \(5\) Knobelaufgaben. Beide Angaben stimmen.
4137748
In einem Makerspace bearbeiten zwei 3D-Druckermodelle X und Y denselben großen Teileauftrag. Wenn je ein Gerät beider Modelle gleichzeitig druckt, ist der Auftrag nach \(4\,\text{Stunden}\) fertig. Mit zwei Geräten vom Modell X und einem Gerät vom Modell Y wäre derselbe Auftrag nach \(3\,\text{Stunden}\) fertig. Berechne, wie lange ein einzelnes Gerät jedes Modells allein für den gesamten Auftrag benötigen würde.

Denkanstöße

- Beschreibe zunächst, welchen Anteil des gesamten Auftrags jedes Modell pro Stunde schafft. - Wie verändert sich die gemeinsame Rate, wenn zwei Geräte desselben Modells gleichzeitig arbeiten? - Wie hängen Arbeitsrate und benötigte Zeit für genau einen ganzen Auftrag zusammen?

Lösung

1. Setze \(r_X\) und \(r_Y\) als Arbeitsraten in Aufträgen pro Stunde. Dann gilt \(\begin{cases}r_X+r_Y=\frac{1}{4}\\2r_X+r_Y=\frac{1}{3}\end{cases}\). 2. Subtrahiere die erste Gleichung von der zweiten: \(r_X=\frac{1}{3}-\frac{1}{4}=\frac{1}{12}\). 3. Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(r_Y=\frac{1}{4}-\frac{1}{12}=\frac{1}{6}\). 4. Die benötigte Zeit ist jeweils der Kehrwert der Rate. Modell X benötigt \(12\,\text{Stunden}\), Modell Y \(6\,\text{Stunden}\).

Antwort

Modell X benötigt allein \(12\,\text{Stunden}\), Modell Y allein \(6\,\text{Stunden}\).
4137758
Bei einem Schulversuch liefern zwei kleine Solaranlagen A und B Energie. Die Energie, die für den ganzen Versuch gebraucht wird, zählt als \(1\). Während des Tests bleiben die Bedingungen gleich, sodass beide Anlagen gleichmäßig Energie liefern. Im ersten Test liefert Anlage A \(4\,\text{h}\) lang Energie und Anlage B \(2\,\text{h}\) lang. Zusammen erzeugen sie die Hälfte der benötigten Energie. Im zweiten Test liefert Anlage A \(2\,\text{h}\) lang Energie und Anlage B \(5\,\text{h}\) lang. Zusammen erzeugen sie die ganze benötigte Energie. a) Setze \(a\) und \(b\) für den Anteil der benötigten Energie, den die Anlagen A und B jeweils in einer Stunde liefern. Stelle ein LGS auf. b) Bestimme beide Raten. c) Welche Anlage hat die größere Rate? Wie vielmal so groß ist sie?

Denkanstöße

- Was bedeuten \(a\) und \(b\) nach mehreren Stunden? - Schreibe für die beiden Tests je eine Gleichung. - Überlege beim Lösen, wie eine Variable wegfallen kann. - Vergleiche die beiden Raten erst, nachdem du sie berechnet hast.

Lösung

1. \(a\) und \(b\) geben an, welchen Anteil der benötigten Energie die beiden Anlagen in einer Stunde liefern. 2. Aus den beiden Tests folgt das LGS \(\begin{cases}4a+2b=\frac{1}{2}\\2a+5b=1\end{cases}\). 3. Multipliziere die zweite Gleichung mit \(2\) und subtrahiere die erste: \(8b=\frac{3}{2}\). Also ist \(b=\frac{3}{16}\). 4. Einsetzen in die zweite Gleichung ergibt \(2a+\frac{15}{16}=1\). Daher ist \(a=\frac{1}{32}\). 5. Es gilt \(\frac{b}{a}=6\). Anlage B liefert pro Stunde sechsmal so viel von der benötigten Energie wie Anlage A.

Antwort

a) \(\begin{cases}4a+2b=\frac{1}{2}\\2a+5b=1\end{cases}\) b) \(a=\frac{1}{32}\), \(b=\frac{3}{16}\) der benötigten Energie pro Stunde c) Anlage B hat die größere Rate. Sie ist sechsmal so groß wie die von Anlage A.
4137768
Ein Jugendzentrum testet zwei Ladegeräte A und B für einen stationären Batteriespeicher. Beide Geräte laden mit konstanter Leistung. Wenn beide gleichzeitig arbeiten, wäre der Speicher nach \(12\,\text{h}\) vollständig geladen. Bei einem Test laden beide zunächst \(4\,\text{h}\) gemeinsam. Danach wird Ladegerät A abgeschaltet; Ladegerät B benötigt weitere \(20\,\text{h}\), bis der Speicher voll ist. a) Bestimme, wie lange jedes Ladegerät allein für eine vollständige Ladung benötigen würde. b) Ein Techniker behauptet: „Wenn wir die Ladeleistung von B verdoppeln, halbiert sich die gemeinsame Ladezeit von A und B.“ Prüfe die Aussage rechnerisch.

Denkanstöße

- Beschreibe die Ladeleistung als Anteil des gesamten Speichers pro Stunde. - Welche Information liefert die gemeinsame Ladezeit über die Summe der beiden Raten? - Für Teil b: Verdoppelt wird nur die Rate von B, nicht die Rate von A.

Lösung

1. Setze \(r_A\) und \(r_B\) für die Ladeanteile pro Stunde. Dann gilt \(r_A+r_B=\frac{1}{12}\). 2. Aus dem Test folgt \(4(r_A+r_B)+20r_B=1\). 3. Einsetzen der gemeinsamen Rate ergibt \(4\cdot\frac{1}{12}+20r_B=1\), also \(r_B=\frac{1}{30}\). 4. Damit ist \(r_A=\frac{1}{12}-\frac{1}{30}=\frac{1}{20}\). A benötigt allein \(20\,\text{h}\), B allein \(30\,\text{h}\). 5. Bei verdoppelter Leistung von B beträgt die gemeinsame Rate \(\frac{1}{20}+2\cdot\frac{1}{30}=\frac{7}{60}\). 6. Die neue Ladezeit ist \(1:\frac{7}{60}=\frac{60}{7}\,\text{h}\approx8{,}57\,\text{h}\). 7. Die Hälfte von \(12\,\text{h}\) wären \(6\,\text{h}\). Daher ist die Behauptung falsch.

Antwort

a) Ladegerät A: \(20\,\text{h}\); Ladegerät B: \(30\,\text{h}\) b) Die Behauptung ist falsch. Die neue gemeinsame Ladezeit beträgt \(\frac{60}{7}\,\text{h}\approx8{,}57\,\text{h}\), nicht \(6\,\text{h}\).
4243448
In einer Werkstatt werden zwei Typen von Holzregalen gefertigt: „Standard“ und „Luxus“. Für einen Auftrag über 50 Standard-Regale und 40 Luxus-Regale wurden ursprünglich insgesamt 130 Arbeitsstunden veranschlagt. Nach einer Optimierung der Abläufe verringert sich die Arbeitszeit pro Stück beim Modell „Standard“ um \(20\,\%\) und beim Modell „Luxus“ um \(10\,\%\). Für den gleichen Auftrag (50 Standard, 40 Luxus) werden nun nur noch 111 Arbeitsstunden benötigt. a) Bestimme die ursprüngliche Arbeitszeit pro Regal für jedes Modell. b) Die gesamte Zeitersparnis für den Auftrag beträgt ca. \(14{,}6\,\%\). Erkläre ohne Rechnung, warum dieser Wert nicht genau in der Mitte der beiden Einzelersparnisse (\(15\,\%\)) liegt.

Denkanstöße

- Stelle zuerst ein System aus zwei Gleichungen auf, wobei eine die alte und eine die neue Situation beschreibt. - Achte darauf, wie du eine Zeitverringerung mathematisch ausdrückst, zum Beispiel mit dem Faktor \(0{,}8\) bei einer Verringerung um \(20\,\%\). - Überlege dir für den zweiten Teil, für welches Modell insgesamt mehr Zeit verbraucht wurde. Welchen Einfluss hat das auf den gewichteten Gesamtdurchschnitt?

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die ursprüngliche Zeit pro Standard-Regal, \(y\) für die ursprüngliche Zeit pro Luxus-Regal (in Stunden). 2. Erste Gleichung: \(50x + 40y = 130\). Vereinfacht: \(5x + 4y = 13\). 3. Zweite Gleichung mit Zeitreduktion (\(0{,}8x\) und \(0{,}9y\)): \(50 \cdot (0{,}8x) + 40 \cdot (0{,}9y) = 111 \Rightarrow 40x + 36y = 111\). 4. Lösen des Systems: Aus der ersten Gleichung folgt \(40x = 8 \cdot (13 - 4y) = 104 - 32y\). Einsetzen in die zweite: \(104 - 32y + 36y = 111 \Rightarrow 4y = 7 \Rightarrow y = 1{,}75\). 5. Berechnung von \(x\): \(5x + 4 \cdot 1{,}75 = 13 \Rightarrow 5x + 7 = 13 \Rightarrow 5x = 6 \Rightarrow x = 1{,}2\). 6. Ergebnis zu Teil a): Das Standard-Regal benötigte \(1{,}2\,\text{Stunden}\) (\(72\,\text{Minuten}\)), das Luxus-Regal \(1{,}75\,\text{Stunden}\) (\(105\,\text{Minuten}\)). 7. Erklärung zu Teil b): Die Gesamtersparnis ist ein gewichteter Durchschnitt. Auf die Luxus-Regale entfällt ursprünglich ein größerer Anteil der gesamten Arbeitszeit als auf die Standard-Regale. Deshalb beeinflusst die geringere Einzelersparnis von \(10\,\%\) den Gesamtwert stärker, sodass er unter \(15\,\%\) liegt und näher bei \(10\,\%\) als bei \(20\,\%\).

Antwort

a) Ursprünglich benötigte ein Standard-Regal \(1{,}2\,\text{Stunden}\) und ein Luxus-Regal \(1{,}75\,\text{Stunden}\). b) Die Gesamtersparnis liegt näher bei \(10\,\%\), weil für die Luxus-Regale (mit der geringeren Ersparnis) insgesamt mehr Arbeitszeit aufgewendet wurde als für die Standard-Regale.
4243588
Für einen Animationsfilm muss ein fester Stapel von Einzelbildern berechnet werden. Alle Renderknoten eines Rechenclusters arbeiten mit gleicher Geschwindigkeit. Ursprünglich sind \(n\) Renderknoten für \(t\) Stunden eingeplant. Würden \(2\) zusätzliche Renderknoten eingesetzt, wäre der Auftrag \(2\,\text{h}\) früher fertig. Würden dagegen \(3\) Renderknoten ausfallen, würde der Auftrag \(6\,\text{h}\) länger dauern. Bestimme die ursprünglich geplante Zahl der Renderknoten und die geplante Rechenzeit. Zeige, wie die beiden Produktgleichungen zu einem linearen Gleichungssystem führen.

Denkanstöße

- Welche Größe bleibt in allen drei Planungsszenarien gleich? - Multipliziere die veränderte Zahl der Knoten mit der veränderten Laufzeit und vergleiche mit \(nt\). - Welche Terme fallen beim Ausmultiplizieren auf beiden Seiten weg?

Lösung

1. Setze \(n\) für die Zahl der Renderknoten und \(t\) für die geplante Laufzeit in Stunden. Der gesamte Rechenaufwand ist proportional zu \(nt\). 2. Aus den beiden Szenarien folgt \((n+2)(t-2)=nt\) und \((n-3)(t+6)=nt\). 3. Ausmultiplizieren der ersten Gleichung ergibt \(-2n+2t=4\), also \(-n+t=2\). 4. Ausmultiplizieren der zweiten Gleichung ergibt \(6n-3t=18\), also \(2n-t=6\). Damit erhält man das lineare Gleichungssystem \(\begin{cases}-n+t=2\\2n-t=6\end{cases}\). 5. Addition der beiden Gleichungen ergibt \(n=8\). 6. Einsetzen in die erste Gleichung liefert \(t=10\).

Antwort

Geplant waren \(8\) Renderknoten für \(10\,\text{h}\).
4243668
Ein Paketzentrum plant für eine Nachtschicht \(n\) identische Scanstationen mit jeweils \(t\) Betriebsstunden. Die Gesamtzahl der zu prüfenden Sendungen bleibt in allen Varianten gleich. Mit \(4\) zusätzlichen Scanstationen könnte jede Station \(1\,\text{h}\) kürzer laufen. Fielen \(3\) Scanstationen aus, müsste jede verbleibende Station \(1{,}5\,\text{h}\) länger laufen. Bestimme die ursprünglich geplante Zahl der Scanstationen und ihre Betriebszeit. Gib außerdem den gesamten Aufwand in Stationsstunden an.

Denkanstöße

- Welche Größe muss bei identischen Scanstationen in allen Varianten gleich bleiben? - Schreibe für jede Variante „Anzahl der Stationen mal Laufzeit“. - Nach dem Ausmultiplizieren entsteht ein lineares System in \(n\) und \(t\).

Lösung

1. Setze \(n\) für die Zahl der Scanstationen und \(t\) für die Betriebszeit pro Station. Der konstante Gesamtaufwand ist proportional zu \(nt\). 2. Es gilt \(nt=(n+4)(t-1)\) und \(nt=(n-3)(t+1{,}5)\). 3. Ausmultiplizieren und Kürzen von \(nt\) liefert das lineare LGS \(\begin{cases}-n+4t=4\\1{,}5n-3t=4{,}5\end{cases}\). 4. Aus der ersten Gleichung folgt \(n=4t-4\). Einsetzen in die zweite ergibt \(1{,}5(4t-4)-3t=4{,}5\), also \(t=3{,}5\). 5. Damit ist \(n=10\). 6. Der Gesamtaufwand beträgt \(10\cdot3{,}5=35\) Stationsstunden.

Antwort

Ursprünglich waren \(10\) Scanstationen mit jeweils \(3{,}5\,\text{h}\) Betriebszeit geplant. Der Gesamtaufwand beträgt \(35\) Stationsstunden.
4243698
Eine Schule sammelt Regenwasser für den Schulgarten. Zwei Pumpen fördern Wasser aus Sammelbehältern in einen großen Vorratstank. Laufen beide Pumpen \(4\,\text{Stunden}\) gleichzeitig, fördern sie zusammen genau ein Drittel des Tankinhalts. Läuft Pumpe A \(6\,\text{Stunden}\) und Pumpe B \(3\,\text{Stunden}\), werden insgesamt \(40\,\%\) des Tankinhalts gefördert. Berechne, wie lange jede Pumpe allein benötigen würde, um eine Wassermenge in Größe des gesamten Tankinhalts zu fördern.

Denkanstöße

- Beschreibe die Förderleistung jeder Pumpe als Anteil eines ganzen Tankinhalts pro Stunde. - Welche zwei Gleichungen folgen aus den beiden Betriebsplänen? - Wie erhältst du aus einem geförderten Anteil pro Stunde die Zeit für einen ganzen Tankinhalt?

Lösung

1. Setze \(x\) und \(y\) als Förderanteile des Tankinhalts pro Stunde für Pumpe A und B. 2. Aus den beiden Betriebsplänen folgt das LGS \(\begin{cases}x+y=\frac{1}{12}\\6x+3y=0{,}4\end{cases}\). 3. Setze \(y=\frac{1}{12}-x\) in die zweite Gleichung ein: \(6x+3(\frac{1}{12}-x)=\frac{2}{5}\). 4. Daraus folgt \(3x+\frac{1}{4}=\frac{2}{5}\), also \(x=\frac{1}{20}\) und \(y=\frac{1}{30}\). 5. Die Kehrwerte der Raten ergeben \(20\,\text{Stunden}\) für Pumpe A und \(30\,\text{Stunden}\) für Pumpe B.

Antwort

Pumpe A benötigt allein \(20\,\text{Stunden}\), Pumpe B \(30\,\text{Stunden}\).
4243708
Zwei Bodenreinigungsroboter A und B reinigen die Flure eines großen Schulzentrums. Arbeiten beide \(2\,\text{Stunden}\) gleichzeitig, schaffen sie zusammen ein Drittel der gesamten Fläche. Würde Roboter A \(4\,\text{Stunden}\) und Roboter B \(1\,\text{Stunde}\) arbeiten, wäre genau die Hälfte der Fläche gereinigt. a) Bestimme, wie lange jeder Roboter allein für die gesamte Fläche benötigen würde. b) Wie viel Zeit spart der gemeinsame Einsatz gegenüber dem alleinigen Einsatz des schnelleren Roboters?

Denkanstöße

- Verwende für beide Roboter eine Rate „Anteil der Gesamtfläche pro Stunde“. - Übersetze die beiden Einsatzpläne in Gleichungen, bevor du Einzelzeiten berechnest. - Für Teil b brauchst du die Summe der beiden Raten und einen Vergleich mit dem schnelleren Roboter.

Lösung

1. Setze \(x\) und \(y\) als gereinigte Flächenanteile pro Stunde. Dann gilt \(\begin{cases}2(x+y)=\frac{1}{3}\\4x+y=\frac{1}{2}\end{cases}\). 2. Aus der zweiten Gleichung folgt \(y=\frac{1}{2}-4x\). Einsetzen in die erste Gleichung ergibt \(2(\frac{1}{2}-3x)=\frac{1}{3}\). 3. Daraus folgt \(x=\frac{1}{9}\) und \(y=\frac{1}{18}\). 4. Allein benötigt A \(9\,\text{Stunden}\), B \(18\,\text{Stunden}\). 5. Gemeinsam ist die Rate \(\frac{1}{9}+\frac{1}{18}=\frac{1}{6}\); die gesamte Fläche dauert also \(6\,\text{Stunden}\). 6. Gegenüber Roboter A werden \(9-6=3\,\text{Stunden}\) gespart.

Antwort

a) Roboter A: \(9\,\text{Stunden}\); Roboter B: \(18\,\text{Stunden}\) b) Der gemeinsame Einsatz spart \(3\,\text{Stunden}\).
4244308
Für ein Medienprojekt wird ein Video auf zwei verschiedenen Rechnern A und B nacheinander exportiert. Wenn Rechner A \(\frac{2}{5}\) des Videos exportiert und Rechner B anschließend die restlichen \(\frac{3}{5}\), dauert der gesamte Export \(100\,\text{min}\). Übernimmt A dagegen \(\frac{3}{5}\) und B nur \(\frac{2}{5}\), dauert der Export insgesamt \(80\,\text{min}\). Berechne, wie viele Minuten jeder Rechner allein benötigen würde, um das vollständige Video zu exportieren.

Denkanstöße

- Wenn ein Rechner nur einen Bruchteil des Videos bearbeitet, welcher Bruchteil seiner vollständigen Exportzeit fällt dann an? - Übersetze beide Aufteilungen in je eine Gleichung. - Beseitige zunächst die Fünftel, bevor du das LGS löst.

Lösung

1. Setze \(t_A\) und \(t_B\) für die Zeiten, die A beziehungsweise B allein für das vollständige Video benötigen. 2. Für die beiden Aufteilungen gilt \(\begin{cases}\frac{2}{5}t_A+\frac{3}{5}t_B=100\\\frac{3}{5}t_A+\frac{2}{5}t_B=80\end{cases}\). 3. Multipliziere beide Gleichungen mit \(5\). Es entsteht \(\begin{cases}2t_A+3t_B=500\\3t_A+2t_B=400\end{cases}\). 4. Multipliziere die erste Gleichung mit \(3\) und die zweite mit \(2\). Subtraktion ergibt \(5t_B=700\), also \(t_B=140\). 5. Einsetzen in die erste Gleichung liefert \(2t_A+420=500\), also \(t_A=40\).

Antwort

Rechner A benötigt allein \(40\,\text{min}\), Rechner B allein \(140\,\text{min}\).
4280688
Ein Theatersaal hat eine feste Anzahl an Sitzreihen mit jeweils der gleichen Anzahl an Plätzen pro Reihe. Für eine Modernisierung werden zwei Varianten geprüft: Variante A: Würde man 2 zusätzliche Reihen einbauen und in jeder Reihe 5 Plätze mehr schaffen, könnten 200 Zuschauer mehr Platz finden. Variante B: Würde man 5 Reihen entfernen und jede verbleibende Reihe um 2 Plätze kürzen, gäbe es insgesamt 150 Plätze weniger als bisher. Berechne, wie viele Reihen der Saal aktuell hat und wie viele Plätze sich in einer Reihe befinden.

Denkanstöße

- Stelle für jedes Szenario eine Gleichung auf, die den neuen Zustand mit dem alten Zustand vergleicht. - Achte beim Ausmultiplizieren der Klammern besonders auf die Vorzeichen. - Nach dem Vereinfachen erhältst du ein klassisches System mit zwei Variablen. - Überprüfe dein Ergebnis am Ende, indem du die Werte in die ursprünglichen Bedingungen einsetzt.

Lösung

1. Variablen festlegen: \(x\) für die Anzahl der Reihen, \(y\) für die Anzahl der Plätze pro Reihe. 2. Gleichungssystem aufstellen: \((x + 2) \cdot (y + 5) = xy + 200\) und \((x - 5) \cdot (y - 2) = xy - 150\). 3. Terme vereinfachen: Gleichung 1: \(xy + 5x + 2y + 10 = xy + 200 \implies 5x + 2y = 190\). Gleichung 2: \(xy - 2x - 5y + 10 = xy - 150 \implies 2x + 5y = 160\). 4. System lösen (z. B. Additionsverfahren): Erste Gleichung mit 5 multiplizieren (\(25x + 10y = 950\)), zweite Gleichung mit \(-2\) multiplizieren (\(-4x - 10y = -320\)). 5. Addition der Gleichungen: \(21x = 630 \implies x = 30\). 6. Einsetzen zur Bestimmung von \(y\): \(2 \cdot 30 + 5y = 160 \implies 60 + 5y = 160 \implies 5y = 100 \implies y = 20\).

Antwort

Der Theatersaal hat aktuell 30 Reihen mit jeweils 20 Plätzen pro Reihe.
4240348
Auf einem Parkplatz stehen insgesamt \(n\) Fahrzeuge. Es handelt sich ausschließlich um Motorräder mit jeweils \(2\) Rädern und Autos mit jeweils \(4\) Rädern. Die Gesamtzahl aller Räder auf dem Parkplatz beträgt \(r\). Stelle eine allgemeine Formel für die Anzahl der Motorräder \(m\) und die Anzahl der Autos \(a\) in Abhängigkeit von \(n\) und \(r\) auf. Gib außerdem an, unter welchen Bedingungen für \(n\) und \(r\) die Formeln nichtnegative ganze Anzahlen liefern.

Denkanstöße

- Stelle zuerst je eine Gleichung für die Anzahl der Fahrzeuge und für die Anzahl der Räder auf. - Behandle \(n\) und \(r\) beim Umformen wie feste Zahlen. - Welche Variable lässt sich besonders leicht isolieren? - Prüfe anschließend, wann beide Formeln ganze, nichtnegative Werte liefern: Welche kleinste und größte Radzahl ist bei \(n\) Fahrzeugen möglich?

Lösung

1. Gleichungssystem aufstellen: I: \(m + a = n\) II: \(2m + 4a = r\) 2. Die erste Gleichung nach \(m\) umstellen: \(m = n - a\). 3. Einsetzen in die zweite Gleichung: \(2 \cdot (n-a) + 4a = r\). 4. Nach \(a\) auflösen: \(2n - 2a + 4a = r \implies 2a = r - 2n \implies a = \frac{r-2n}{2} = \frac{r}{2}-n\). 5. \(a\) in \(m=n-a\) einsetzen: \(m = n-\left(\frac{r}{2}-n\right)=2n-\frac{r}{2}=\frac{4n-r}{2}\). 6. Für Fahrzeugzahlen müssen \(n,r\in\mathbb{N}_0\) gelten. Aus \(a\ge 0\) folgt \(r\ge 2n\), aus \(m\ge 0\) folgt \(r\le 4n\). Damit beide Formeln ganze Zahlen liefern, muss \(r\) gerade sein.

Antwort

Die Anzahl der Autos ist \(a = \frac{r-2n}{2}\), die Anzahl der Motorräder ist \(m = \frac{4n-r}{2}\). Sinnvolle Fahrzeugzahlen erhält man für \(n,r\in\mathbb{N}_0\), \(2n\le r\le 4n\) und gerades \(r\).
5532128
Bei einer Ferienaktion nehmen \(28\) Personen teil. Dabei sei \(x\) die Zahl der Jugendlichen und \(y\) die Zahl der Erwachsenen, also gilt \(x+y=28\). Die tatsächliche Verteilung soll \(x=16\) und \(y=12\) sein. a) Erfinde eine plausible zweite Bedingung der Form \(ax+by=c\) mit positiven ganzen Zahlen \(a\) und \(b\), wobei \(a\ne b\), die von \((16|12)\) erfüllt wird. Deute deine Koeffizienten kurz im Sachzusammenhang, zum Beispiel als ausgegebene Wertmarken pro Person. b) Zeige mit deinem LGS rechnerisch, dass die Verteilung dadurch eindeutig bestimmt ist. c) Gib zusätzlich eine zweite plausible Bedingung an, die von \((16|12)\) erfüllt wird, aber nur ein Vielfaches von \(x+y=28\) ausdrückt. Erkläre, warum diese Bedingung die Verteilung nicht eindeutig festlegt. d) Begründe allgemein: Wenn \(c=16a+12b\) gewählt wird, warum liefert \(a\ne b\) zusammen mit \(x+y=28\) immer eindeutig \((16|12)\), während \(a=b\) keine neue Information liefert?

Denkanstöße

- Für a) muss deine selbst erfundene Gleichung zunächst das vorgegebene Wertepaar erfüllen. - Zwei verschiedene Koeffizienten für die Gruppen können dafür sorgen, dass die zweite Bedingung eine andere Information trägt als die Gesamtzahl. - Bei c) soll die zweite Gleichung dieselbe Information nur skaliert wiederholen. - Für d) kannst du ein geeignetes Vielfaches von \(x+y=28\) von der allgemeinen zweiten Gleichung abziehen.

Lösung

1. Eine mögliche unabhängige Bedingung ist: Jugendliche erhalten je \(2\) Wertmarken und Erwachsene je \(3\); insgesamt werden \(68\) Wertmarken ausgegeben. Das ergibt \(2x+3y=68\), denn \(2\cdot16+3\cdot12=68\). 2. Zusammen mit \(x+y=28\) folgt nach Verdoppeln der ersten Gleichung \(2x+2y=56\). Subtraktion von \(2x+3y=68\) ergibt \(y=12\), also \(x=16\). Andere passende Beispiele mit \(a\ne b\) sind ebenfalls möglich. 3. Eine abhängige Bedingung wäre zum Beispiel \(2x+2y=56\). Sie ist nur das Doppelte von \(x+y=28\) und schränkt die möglichen Verteilungen nicht weiter ein. 4. Allgemein gilt als zweite Gleichung \(ax+by=16a+12b\). Subtrahiere \(b(x+y=28)\): \((a-b)x=16a+12b-28b=16(a-b)\). 5. Für \(a\ne b\) folgt daraus eindeutig \(x=16\) und damit \(y=12\). Für \(a=b\) wird die zweite Gleichung zu \(a(x+y)=28a\) und ist somit nur ein Vielfaches der ersten Gleichung.

Antwort

a) Zum Beispiel: \(2x+3y=68\), gedeutet als \(2\) Wertmarken je jugendlicher und \(3\) je erwachsener Person. b) Zusammen mit \(x+y=28\) ergibt sich eindeutig \((x|y)=(16|12)\). c) Zum Beispiel \(2x+2y=56\); diese Gleichung ist nur das Doppelte von \(x+y=28\) und daher abhängig. d) Aus \(ax+by=16a+12b\) und \(x+y=28\) folgt \((a-b)x=16(a-b)\). Für \(a\ne b\) ist daher \(x=16\), \(y=12\); für \(a=b\) ist die zweite Gleichung abhängig.

Alle Aufgaben dürfen für Schule und Nachhilfe (auch im Rahmen bezahlter Nachhilfe) kostenlos genutzt, kopiert und ausgedruckt werden. Nicht gestattet sind kommerzielle Bearbeitungen sowie die Veröffentlichung oder Weiterverbreitung im Internet.