In der Klasse 6c wurde eine Umfrage zu den neuen Arbeitsgemeinschaften (AGs) durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler durften alle AGs ankreuzen, die sie interessieren (Mehrfachnennungen waren möglich). Das Säulendiagramm zeigt das Ergebnis der Umfrage.
a) Bestimme den Prozentsatz der Kinder, die sich laut Diagramm für die Fußball-AG interessieren.
b) Berechne die Summe der Prozentwerte aller fünf Säulen. Warum ergibt die Summe mehr als \(100\,\%\)?
c) Die Klasse 6c hat insgesamt 40 Kinder. Berechne, wie viele Kinder die Theater-AG angekreuzt haben.
d) Bei der verbindlichen Anmeldung entscheiden sich schließlich 18 Kinder für die Robotik-AG, aber nur 12 Kinder für die Fußball-AG. Erkläre, warum dies kein Widerspruch zum Umfrageergebnis sein muss.

Denkanstöße
- Lies den Wert der Säule für die Fußball-AG an der vertikalen Achse ab.
- Überlege, was es bedeutet, wenn man in einer Liste mehr als ein Kreuz machen darf.
- Um die Anzahl der Kinder zu finden, berechne den entsprechenden Anteil an der Gesamtzahl 40.
- Denke an den Unterschied zwischen „das finde ich interessant“ und „dafür melde ich mich fest an“.
Lösung
1. Aus dem Diagramm lässt sich für die Fußball-AG eine relative Häufigkeit von \(55\,\%\) ablesen.
2. Die Summe der Prozentwerte beträgt \(40\,\% + 35\,\% + 55\,\% + 20\,\% + 10\,\% = 160\,\%\). Da Mehrfachnennungen möglich waren (ein Kind konnte mehrere AGs ankreuzen), ist die Summe der relativen Häufigkeiten größer als \(100\,\%\).
3. Um die Anzahl der Kinder für die Theater-AG zu bestimmen, wird der Anteil von \(35\,\%\) auf die Gesamtzahl von 40 Kindern angewendet: \(0{,}35 \cdot 40 = 14\) Kinder.
4. Die Umfrage erfasst unverbindliches Interesse, die Anmeldung dagegen die später tatsächlich gewählten AGs. Interessen können sich ändern; außerdem können Termine, begrenzte Plätze oder andere organisatorische Bedingungen die Anmeldung beeinflussen. Daher müssen die Anmeldezahlen nicht mit den Umfragewerten übereinstimmen.
Antwort
a) \(55\,\%\)
b) Summe: \(160\,\%\). Die Summe ist größer als \(100\,\%\), da Mehrfachnennungen möglich waren.
c) 14 Kinder.
d) Die Umfrage erfasste unverbindliches Interesse, während die Anmeldung die spätere tatsächliche Wahl zeigt. Geänderte Interessen oder organisatorische Bedingungen können deshalb zu anderen Zahlen führen.