Gegeben sind die beiden Potenzfunktionen \(f\) und \(g\) mit den Funktionsgleichungen \(f(x) = x^3\) und \(g(x) = -x^3\).
a) Vervollständige die folgende Wertetabelle für beide Funktionen:
<table>
<tr>
<td>\(x\)</td>
<td>\(-2\)</td>
<td>\(-1\)</td>
<td>\(0\)</td>
<td>\(1\)</td>
<td>\(2\)</td>
</tr>
<tr>
<td>\(f(x)\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
</tr>
<tr>
<td>\(g(x)\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
<td>\(\square\)</td>
</tr>
</table>
b) Beschreibe, wie man den Graphen von \(g\) durch eine geometrische Abbildung aus dem Graphen von \(f\) erhalten kann.
c) Untersuche das Symmetrieverhalten von \(g(x) = -x^3\). Weise rechnerisch nach, ob der Graph achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse oder punktsymmetrisch zum Ursprung ist.
Denkanstöße
- Was passiert mit dem Vorzeichen einer negativen Zahl, wenn man sie hoch drei nimmt?
- Vergleiche die Ergebnisse der beiden Funktionen für denselben x-Wert. Siehst du ein Muster?
- Erinnere dich an die Definitionen für Achsensymmetrie (\(f(-x) = f(x)\)) und Punktsymmetrie (\(f(-x) = -f(x)\)).
- Wie wirkt sich ein Minuszeichen vor dem gesamten Funktionsterm auf die Lage des Graphen im Koordinatensystem aus?
Lösung
1. Berechnung der Tabellenwerte für \(f(x) = x^3\): \(f(-2) = -8\), \(f(-1) = -1\), \(f(0) = 0\), \(f(1) = 1\), \(f(2) = 8\).
2. Berechnung der Tabellenwerte für \(g(x) = -x^3\): \(g(-2) = 8\), \(g(-1) = 1\), \(g(0) = 0\), \(g(1) = -1\), \(g(2) = -8\).
3. Geometrische Abbildung: Der Graph von \(g\) entsteht durch Spiegelung des Graphen von \(f\) an der \(x\)-Achse. Wegen der Punktsymmetrie von \(f\) zum Ursprung führt hier auch eine Spiegelung an der \(y\)-Achse zu demselben Graphen.
4. Prüfung auf Achsensymmetrie zur \(y\)-Achse: \(g(-x) = -(-x)^3 = x^3\), aber \(g(x) = -x^3\). Somit gilt im Allgemeinen \(g(-x) \ne g(x)\); der Graph ist nicht achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse.
5. Prüfung auf Punktsymmetrie zum Ursprung: \(-g(x) = -(-x^3) = x^3\). Daher gilt \(g(-x) = -g(x)\), also ist der Graph punktsymmetrisch zum Ursprung.
Antwort
a) Werte für \(f(x)\): \(-8; -1; 0; 1; 8\); Werte für \(g(x)\): \(8; 1; 0; -1; -8\).
b) Spiegelung an der \(x\)-Achse; bei dieser speziellen Funktion liefert auch die Spiegelung an der \(y\)-Achse denselben Graphen.
c) Der Graph ist nicht achsensymmetrisch zur \(y\)-Achse, aber punktsymmetrisch zum Ursprung, denn \(g(-x) = -g(x)\).